[0001] Die Erfindung betrifft ein Plattenwärmetauscher-System aufweisend einen Plattenwärmetauscher
mit an Verbindungsbereichen miteinander verschweißten Platten, und eine Plattenwärmetauschererosionsschutzleiste
zur Abdeckung von geschweißten Verbindungsbereichen zwischen den Platten des Plattenwärmetauschers,
wobei die Plattenwärmetauschererosionsschutzleiste im Wesentlichen zwei Schenkel aufweist,
welche die miteinander verbundenen Platten zwischen sich aufnehmen.
[0002] Plattenwärmetauscher werden in vielen Bereichen großtechnisch eingesetzt. Ein Anwendungsbereich
ist beispielsweise die Verwendung in Müllverbrennungsanlagen, bei welchen die entstehende
Verbrennungswärme des Rauchgases zur Erwärmung eines zweiten Mediums genutzt wird.
[0003] Das durch den Plattenwärmetauscher hindurchgeführte Medium beinhaltet unvermeidbar
Feststoffe. Bei Rauchgas sind diese Feststoffe insbesondere Staub- und/oder Aschepartikel.
Neben den gasförmigen Medien weisen auch flüssige Medien Feststoffe auf.
[0004] Die vorgenannten Feststoffe bewirken im Bereich des Zuströmquerschnittes des Plattenwärmetauschers
einen Verschleiß durch mechanische Belastung. Durch Materialabtrag kommt es zu Erosionserscheinungen,
die insbesondere die zwischen zwei Platten ausgebildeten Schweißnähte betreffen. Diese
Schweißnähte sind den im Wärmemedium vorhandenen Feststoffen unmittelbar ausgesetzt.
Dabei können die Verbindungsbereiche, d. h. die Schweißnähte, stark beschädigt werden
und sich im schlimmsten Fall auflösen, so dass die Funktionsfähigkeit der Platten
oder des gesamten Plattenwärmetauschers stark beeinträchtigt wird.
[0005] Diese Problematik ist im Stand der Technik bekannt. Um die vorgenannten Nachteile
zu vermeiden, werden daher sogenannte Erosionsschutzleisten eingesetzt, bei welchen
es sich um Opfermaterialien handelt, die als Verschleißteile von Zeit zu Zeit ausgetauscht
werden. Dabei deckt eine Erosionsschutzleiste den verschleißgefährdeten Verbindungsbereich
zwischen benachbarten Platten ab, so dass das Feststoffe aufweisende Wärmemedium nicht
unmittelbar auf den Verbindungsbereich auftrifft, sondern stattdessen an der darüber
angeordneten Erosionsschutzleiste angreift.
[0006] Die bekannten Erosionsschutzleisten werden an den Platten des Plattenwärmetauschers
fixiert. Dies geschieht durch Verschweißung oder mit Hilfe von Halteeisen. Die Montage
ist somit vergleichsweise aufwändig und lässt sich in aller Regel nicht vom Betreiber
des Plattenwärmetauschers selbst erledigen. Es bedarf vielmehr entsprechender Fachbetriebe,
die im Verschleißfall Austauscharbeiten vornehmen. Da je nach der Ausgestaltung und
Größe des Plattenwärmetauschers mehrere tausend solcher Erosionsschutzleisten verbaut
sind, kann es abhängig vom Einsatzgebiet und Verunreinigungsgrad notwendig sein, die
Erosionsschutzleisten jährlich auszutauschen, so dass der Betrieb des Plattenwärmetauschers
mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist.
[0007] In diesem Zusammenhang offenbart zum Beispiel die
WO 2011/074963 A2 gemäß den Figuren 5i und 5j zwei verschiedene und voneinander unabhängige Plattenwärmetauscher.
Figur 5i beschreibt einen Plattenwärmetauscher mit unverschweißten Platten, zu deren
Verbindung eine Randklemme vorgesehen ist. Bei Wärmetauschern mit verschweißten Platten
gemäß der Figur 5j ist dies nicht notwendig. Zur Verbesserung der Strömungseigenschaften
ist bei verschweißten Platten hingegen ein Strömungselement vorgesehen, welches mit
den Platten des Plattenwärmetauschers verschweißt ist und den Verbindungsbereich der
Platten verdeckt.
[0008] Ferner offenbart die
US 5 186 250 A mit Figur 9 einen Plattenwärmetauscher mit an Verbindungsbereichen miteinander verschweißten
Platten. Die einzelnen Platten weisen dabei gebogene Laschen auf, die bei bestimmungsgemäßer
Verbindung der Platten Strömungskanäle zwischen den Platten definieren.
[0009] Die
JP 2004092935 A offenbart eine Schutzabdeckung für die Wärmetauscherplatte einer Abgasaufbereitungsanlage.
Eine Plattenschutzabdeckung ist auf einem Randabschnitt angeordnet, der die Verbindungsstelle
von zwei Platten darstellt. Zwischen den beiden Platten ist ein Luftströmungsweg ausgebildet.
Ein Splint befestigt die Schutzabdeckung mit den beiden Platten.
[0010] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Plattenwärmetauscher-System zu schaffen,
bei welchen die Montage und die Demontage der Erosionsschutzleisten in Bezug auf Zeit-
und Kostenaufwand vereinfacht ist.
[0011] Zur
Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ein Plattenwärmetauscher-System gemäß Anspruch
1 vor.
[0012] Im Gegensatz zum Stand der Technik ist dadurch eine Montage bzw. Demontage der Erosionsschutzleisten
vergleichsweise einfach möglich. Anders als im Stand der Technik bekannt, müssen keine
Verschweißungen aufgetrennt oder Halteeisen entfernt werden. Die Erosionsschutzleiste
des erfindungsgemäßen Plattenwärmetauscher-Systems kann vielmehr von den Platten abgezogen
werden. Gegebenenfalls bedarf es für die Montage-/Demontagearbeit eines Hebewerkzeugs
oder Schlagwerkzeugs, um die Erhöhungen bzw. Vertiefungen der Erosionsschutzleiste
in Verbindung mit den Erhöhungen bzw. Vertiefungen der Platten zu bringen. Bei der
Montage der Erosionsschutzleisten müssen keine Schweißpunkte gesetzt oder Halteeisen
montiert werden. Dadurch ergibt sich gegenüber dem Stand der Technik eine Zeitersparnis
von mindestens 50%. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass der Betreiber des Plattenwärmetauschers
den Austausch der Erosionsschutzleisten selbst vornehmen kann. Dabei werden die verschlissenen
Erosionsschutzleisten in einfacher Weise von den Platten des Plattenwärmetauschers
abgezogen und durch neue ersetzt.
[0013] Die Erosionsschutzleisten sind dreidimensional ausgebildet, wobei sie im Wesentlichen
zwei Schenkel aufweisen, um die miteinander verbundenen Platten zwischen sich aufzunehmen.
Die Erosionsschutzleiste sitzt dabei formschlüssig auf den verbundenen Platten, wobei
auf ihr ausgebildete Erhöhungen und/oder Vertiefungen formschlüssig in Erhöhungen
und/oder Vertiefungen der Platten eingreifen, so dass ein Herabrutschen der Erosionsschutzleiste
von den Platten wirksam verhindert wird. Durch das Zusammenwirken korrespondierender
Erhöhungen bzw. Vertiefungen entsteht ein besonders einfacher Rastmechanismus, welcher
mit einfachen Mitteln einstückig in der Erosionsschutzleiste und den Platten ausgebildet
werden kann. Zusätzliche Haltemittel wie Schweißungen oder Halteeisen werden somit
überflüssig.
[0014] Besonders vorteilhaft ist die Erosionsschutzleiste dabei auf die Platten aufklippbar.
Bei dieser Ausgestaltung weist die Erosionsschutzleiste eine gewisse Elastizität auf,
um die an ihr angeordneten Erhöhungen bzw. Vertiefungen in korrespondierende Erhöhungen
bzw. Vertiefungen der Platten einklippen zu können. Durch die Federkraft des elastischen
Materials lässt sich eine besonders starke Verbindung zwischen der Erosionsschutzleiste
und den Platten des Wärmetauschers realisieren.
[0015] Gemäß der Erfindung weist die Erosionsschutzleiste linienförmig ausgebildete Erhöhungen
und/oder Vertiefungen auf. Die Erhöhungen und/oder Vertiefungen sind dabei kontinuierlich
ausgebildet und erstrecken sich im Wesentlichen parallel zu dem Verbindungsbereich
zweier Platten. Da der Verbindungsbereich zwischen zwei Platten in den meisten Fällen
ebenfalls durch eine linienförmige Schweißnaht gebildet ist, können die linienförmigen
Erhöhungen/Vertiefungen diese gleichmäßig auf beiden Seiten des Plattenverbundes einsäumen.
[0016] In einer nicht erfindungsgemäßen exemplarischen Ausführtungsform ist es ebenfalls
möglich, dass die Erhöhungen und/oder Vertiefungen punktförmig ausgebildet sind. In
diesem Fall besteht die Wechselwirkung zwischen der Erosionsschutzleiste und den Platten
nur in punktförmigen Bereichen. Im Gegensatz zur vorgenannten erfindungsgemäßen linienförmigen
Ausbildung der Erhöhungen und/oder Vertiefungen wird die Schweißnaht als Verbindungsbereich
zwischen den Platten nicht kontinuierlich von Erhöhungen und/oder Vertiefungen gesäumt,
sondern lediglich durch lokale, punktförmige Erhöhungen und/oder Vertiefungen. Bei
dieser Variante wird die Verbindung zwischen Erosionsschutzleiste und Platte folglich
auf einzelne Bereiche reduziert, wodurch sich die für Erhöhungen/Vertiefungen vorgesehene
Fläche reduzieren lässt. Dabei kann insbesondere eine Materialersparnis bewirkt werden.
[0017] Erfindungsgemäß sind die Erhöhungen/Vertiefungen randfern in der Erosionsschutzleiste
ausgebildet. Dadurch ergibt sich eine Überlappung der Erosionsschutzleiste über den
Bereich hinaus, in welchem die Erhöhungen und Vertiefungen angebracht sind. Dadurch
werden vorteilhaft die Erhöhungen und/oder Vertiefungen selbst vor dem Kontakt mit
Wärmemedium geschützt, wodurch die Verbindungsstellen zwischen Erosionsschutzleiste
und Platten besonders stabil und verschleißarm sind.
[0018] In einer nicht erfindungsgemäßen exemplarischen Ausführungsform können die Erhöhungen/Vertiefungen
auch randnah in der Erosionsschutzleiste ausgebildet sein. Durch die Ausbildung der
Erhöhungen/Vertiefungen am Rand der Erosionsschutzleiste ergibt sich insbesondere
eine Materialersparnis.
[0019] Schließlich ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Erhöhungen/Vertiefungen der
Erosionsschutzleiste Hintergreifungen aufweisen, welche formschlüssig in korrespondierende
Elemente der Platten eingreifbar sind. Diese Hintergreifungen können beispielsweise
hakenförmige Ausbildungen sein, welche in korrespondierende Ösen formschlüssig eingreifen.
Dadurch lässt sich eine zusätzliche Sicherung gegen ein unerwünschtes Rutschen der
Erosionsschutzleiste auf den Platten erreichen.
[0020] Durch die korrespondierende Ausbildung der Erosionsschutzleiste und der Platten des
Plattenwärmetauschers lassen sich diese vorteilhaft im Sinne der Erfindung kombinieren.
Dabei sind die vorgenannten Merkmale der Erosionsschutzleiste sinngemäß auch auf die
korrespondierenden Platten des Plattenwärmetauschers anzuwenden.
[0021] Das erfindungsgemäße Plattenwärmetauscher-System weist einen zuvor beschriebenen
Plattenwärmetauscher und eine oder mehrere zuvor beschriebene Erosionsschutzleisten
auf. Dabei verfügen die Platten und die Erosionsschutzleisten zumindest in Teilbereichen
über formschlüssig miteinander korrespondierende Formen, wobei die Platten Erhöhungen
oder Vertiefungen aufweisen, welche formschlüssig in Erhöhungen oder Vertiefungen
der Erosionsschutzleisten eingreifbar sind. Das Plattenwärmetauscher-System ermöglicht
somit alle zuvor in Zusammenhang mit der Erosionsschutzleiste dargestellten Vorteile
in Bezug auf die vereinfachte Montage und Demontage.
[0022] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- in Seitenansicht zwei verbundene Platten mit einer Erosionsschutzleiste gemäß einer
ersten exemplarischen Ausführungsform;
- Fig. 2:
- in Draufsicht die Erosionsschutzleiste gemäß Fig. 1 mit punktförmig ausgebildeten
Erhöhungen/Vertiefungen;
- Fig. 3:
- in Seitenansicht zwei verbundene Platten mit einer Erosionsschutzleiste gemäß einer
zweiten exemplarischen Ausführungsform;
- Fig. 4:
- in Seitenansicht zwei verbundene Platten mit einer Erosionsschutzleiste eines erfindungsgemäßen
Plattenwärmetauscher-Systems gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 5:
- in Draufsicht die Erosionsschutzleiste gemäß Fig. 4 mit linienförmig ausgebildeten
Erhöhungen/Vertiefungen;
- Fig. 6:
- in Seitenansicht zwei verbundene Platten mit einer Erosionsschutzleiste gemäß einer
dritten exemplarischen Ausführungsform;
- Fig. 7:
- in Seitenansicht zwei verbundene Platten mit einer Erosionsschutzleiste eines erfindungsgemäßen
Plattenwärmetauscher-Systems gemäß einer zweiten Ausführungsform;
- Fig. 8:
- in Seitenansicht zwei verbundene Platten mit einer Erosionsschutzleiste gemäß einer
vierten exemplarischen Ausführungsform.
[0023] Fig. 1 zeigt zwei Platten 3, 4 eines Plattenwärmetauschers, welche in einem Verbindungsbereich
2 miteinander verbunden sind. Der Verbindungsbereich 2 ist mittels einer Erosionsschutzleiste
1 abgedeckt. Zu diesem Zweck weist die Erosionsschutzleiste 1 zwei Schenkel 5, 6 auf,
von welchen jeweils ein Schenkel 5 die eine Platte 3 und ein anderer Schenkel 6 die
andere Platte 4 abdeckt. Die Erosionsschutzleiste 1 und die Schenkel 5, 6 der Platten
3, 4 weisen Erhöhungen und Vertiefungen 7, 8, 9, 10 auf, welche formschlüssig ineinander
eingreifbar sind.
[0024] Zur Verbindung der Platten 3, 4 mit der Erosionsschutzleiste 1 wird die Erosionsschutzleiste
1 mit den Schenkeln 5, 6 über den Verbindungsbereich 2 der miteinander verbundenen
Platten 3, 4 geschoben bis die Erhöhungen 7 und Vertiefungen 8 der Erosionsschutzleiste
1 in Erhöhungen 9 und Vertiefungen 10 der Platten 3, 4 eingreifen. Die Platten 3,
4 sind dabei vorteilhaft aus einem flexiblen Material, insbesondere einem dünnen Metallblech,
ausgebildet, so dass die Erhöhungen 7 bzw. Vertiefungen 8 der Erosionsschutzleiste
1 besonders einfach in die Erhöhungen 9 bzw. Vertiefungen 10 der Platten 3, 4 einrastbar
sind. Die Erhöhungen 7 bzw. Vertiefungen 8 sind dabei randfern in die Erosionsschutzleiste
1 eingebracht, so dass diese von der Erosionsschutzleiste 1 selbst überdeckt werden.
Dadurch sind die Erhöhungen 7 bzw. Vertiefungen 8 nicht unmittelbar mit dem Wärmemedium
in Kontakt, sondern liegen geschützt im Bereich zwischen der Erosionsschutzleiste
1 und den Platten 3, 4.
[0025] Fig. 2 zeigt die Erosionsschutzleiste 1 gemäß Fig. 1 in Draufsicht, die Erosionsschutzleiste
1 verfügt über punktförmig ausgebildete Vertiefungen 8, welche formschlüssig in Vertiefungen
10 der Platten 3, 4 eingreifen. In einer Richtung parallel zu der Erstreckung des
Verbindungsbereiches 2 zwischen den Platten 3, 4 sind die Vertiefungen 8 lokal in
der Erosionsschutzleiste 1 ausgebildet, so dass diese mit einem bestimmten Abstand
zueinander angeordnet sind. Die Abstände zwischen den punktförmigen Vertiefungen 8
können gleichgroß oder unterschiedlich groß sein.
[0026] Fig. 3 zeigt zwei verbundene Platten 3, 4 mit einer Erosionsschutzleiste 1, wobei
Erhöhungen 7 bzw. Vertiefungen 8 randnah in der Erosionsschutzleiste 1 ausgebildet
sind. Die Erosionsschutzleiste 1 schließt somit direkt hinter einer Erhöhung 7 bzw.
Vertiefung 8 ab, so dass die Erosionsschutzleiste 1 lediglich so groß ausgebildet
ist, wie eine zuverlässige Verbindung zwischen Erosionsschutzleiste 1 und Platten
3, 4 erfordert. Hierdurch lässt sich eine Materialersparnis erreichen.
[0027] Fig. 4 zeigt in Seitenansicht zwei Platten 3, 4, welche mit einer Erosionsschutzleiste
1 überdeckt sind. Gemäß Fig. 5 verfügt die Erosionsschutzleiste 1 dabei über linienförmig
ausgebildete Erhöhungen 7 bzw. Vertiefungen 8. Die Erhöhungen 7 bzw. die Vertiefungen
8 bilden eine kontinuierliche Linie, welche parallel zu dem Verbindungsbereich 2 der
Platten 3, 4 verläuft. Somit ergibt sich entlang des Verbindungsbereiches 2 eine gleichgroße
Überdeckung der Platten 3, 4 mittels der Erosionsschutzleiste 1. Die Figuren 4 und
5 zeigen dabei jeweils eine Erosionsschutzleiste 1, bei welcher die Erhöhungen 7 bzw.
Vertiefungen 8 randfern ausgebildet sind. Dabei ergibt sich eine Überlappung der Erhöhungen
7 bzw. Vertiefungen 8 durch das Material der Erosionsschutzleiste 1. Im Gegensatz
dazu zeigt Fig. 6 eine Erosionsschutzleiste 1, bei welcher die Erhöhungen 7 bzw. die
Vertiefungen 8 randnah in der Erosionsschutzleiste 1 ausgebildet sind. Die Erosionsschutzleiste
1 schließt somit unmittelbar hinter einer Erhöhung 7 bzw. Vertiefung 8 ab.
[0028] Die Figuren 7 und 8 zeigen jeweils Platten 3, 4 und Erosionsschutzleisten 1 mit einer
zu den Figuren 1 bis 6 andersartigen Form. Dabei sind die Platten 3, 4 und die Erosionsschutzleiste
1 jeweils nur über Erhöhungen 7, 9 miteinander verbunden. Fig. 7 zeigt eine Variante
mit randfernen Erhöhungen 7, 9, während Fig. 8 eine Variante mit randnahen Erhöhungen
7, 9 zeigt.
[0029] Neben den dargestellten Varianten sind jeweils auch weitere Formen möglich.
[0030] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Plattenwärmetauscher-Systems mit der
Erosionsschutzleiste 1 und den Platten 3, 4 wird somit eine Lösung zum Schutz von
Verbindungsbereichen 2 zwischen Platten 3, 4 eines Plattenwärmetauschers geschaffen,
welche in vielerlei Hinsicht von Vorteil ist. Die Erosionsschutzleiste 1 ist durch
die korrespondierenden Erhöhungen 7 bzw. Vertiefungen 8 der Erosionsschutzleiste und
die Erhöhungen 9 bzw. Vertiefungen 10 der Platte 1 leicht auf die Platten 3, 4 aufklippbar.
Dabei ist es ohne weitere Hilfsmittel möglich die Erosionsschutzleiste 1 auf die verbundenen
Platten 3, 4 aufzubringen. Es müssen keine Schweißpunkte gesetzt oder Halteeisen wie
im Stand der Technik montiert werden. Für einen Austausch abgenutzter Erosionsschutzleisten
1 ist es lediglich erforderlich, die Erosionsschutzleisten 1 mit Hilfe eines Hebewerkzeugs
von den Platten 3, 4 abzulösen, wobei jeweils korrespondierende Erhöhungen 7 der Erosionsschutzleiste
1 von korrespondierenden Erhöhungen 9 der Platten 3, 4 getrennt werden, bzw. Vertiefungen
8 der Erosionsschutzleiste 1 von Vertiefungen 10 der Platten 3, 4. Somit ist ein Austausch
der Erosionsschutzleisten 1 von dem Betreiber des Plattenwärmetauschers selbst ausführbar.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Erosionsschutzleiste
- 2
- Verbindungsbereich
- 3
- Platte
- 4
- Platte
- 5
- Schenkel
- 6
- Schenkel
- 7
- Erhöhungen der Erosionsschutzleiste
- 8
- Vertiefungen der Erosionsschutzleiste
- 9
- Erhöhungen der Platte
- 10
- Vertiefungen der Platte
1. Plattenwärmetauscher-System aufweisend einen Plattenwärmetauscher mit an Verbindungsbereichen
(2) miteinander verschweißten Platten (3, 4), und eine Plattenwärmetauschererosionsschutzleiste
(1) zur Abdeckung von geschweißten Verbindungsbereichen (2) zwischen den Platten (3,
4) des Plattenwärmetauschers, wobei die Plattenwärmetauschererosionsschutzleiste (1)
im Wesentlichen zwei Schenkel (5, 6) aufweist, welche dazu dienen, die miteinander
verschweißten Platten (3, 4) zwischen sich aufzunehmen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die miteinander verbundenen Platten (3, 4) zusammen eine dreidimensionale Form aufweisen,
welche dazu ausgebildet ist, zumindest in Teilbereichen formschlüssig mit der Form
der Plattenwärmetauschererosionsschutzleiste (1) zu korrespondieren, wobei die Platten
(3, 4) Erhöhungen (9) oder Vertiefungen (10) aufweisen, welche formschlüssig in Erhöhungen
(7) oder Vertiefungen (8) der Plattenwärmetauschererosionsschutzleiste (1) eingreifbar
sind, wobei die Erhöhungen (9) und/oder Vertiefungen (10) linienförmig ausgebildet
sind, wobei die Erhöhungen (9) und/oder Vertiefungen (10) Hintergreifungen aufweisen,
welche formschlüssig in korrespondierende Elemente der Plattenwärmetauschererosionsschutzleiste
(1) eingreifbar sind, wobei die Plattenwärmetauschererosionsschutzleiste (1) eine
Form aufweist, welche dazu ausgebildet ist, zumindest in Teilbereichen formschlüssig
mit der Form der Platten (3, 4) zu korrespondieren, wobei die Schenkel (5, 6) der
Plattenwärmetauschererosionsschutzleiste (1) Erhöhungen (7) oder Vertiefungen (8)
aufweisen, welche formschlüssig in Erhöhungen (9) oder Vertiefungen (10) der Platten
(3, 4) eingreifbar sind, wobei die Erhöhungen (7) und/oder Vertiefungen (8) linienförmig
ausgebildet sind, wobei die Erhöhungen (7) und/oder Vertiefungen (8) randfern in der
Plattenwärmetauschererosionsschutzleiste (1) ausgebildet sind, wobei die Erhöhungen
(7) und/oder Vertiefungen (8) Hintergreifungen aufweisen, welche formschlüssig in
korrespondierende Elemente der Platten (3, 4) eingreifbar sind.
2. Plattenwärmetauscher-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenwärmetauschererosionsschutzleiste (1) auf die Platten (3, 4) aufklippbar
ist.
1. A plate heat exchanger system comprising a plate heat exchanger with plates (3, 4)
welded to one another at connection areas (2), and a plate heat exchanger erosion
protection strip (1) for covering welded connection areas (2) between the plates (3,
4) of the plate heat exchanger, wherein the plate heat exchanger erosion protection
strip (1) essentially has two legs (5, 6) which serve to receive the plates (3, 4)
that are welded together between them,
characterized in that
the plates (3, 4) connected to one another together have a three-dimensional shape
which is configured to positively correspond to the shape of the plate heat exchanger
erosion protection strip (1) at least in partial areas, wherein the plates (3, 4)
comprise elevations (9) or depressions (10) which can be positively engaged in elevations
(9) or depressions (10) of the plate heat exchanger erosion protection strip (1),
wherein the elevations (9) and/or depressions (10) are linear, wherein the elevations
(9) and/or depressions (10) comprise undercuts which can be positively engaged in
corresponding elements of the plate heat exchanger erosion protection strip (1), wherein
the plate heat exchanger erosion protection strip (1) has a shape which is configured
to positively correspond to the shape of the plates (3, 4) at least in partial areas,
wherein the legs (5, 6) of the plate heat exchanger erosion protection strip (1) comprise
elevations (7) or depressions (8), which can be positively engaged in elevations (9)
or depressions (10) of the plates (3, 4), wherein the elevations (7) and/or depressions
(8) are configured as to be linear, wherein the elevations (7) and/or depressions
(8) are formed far from the edge in the plate heat exchanger erosion protection strip
(1), wherein the elevations (7) and/or depressions (8) comprise undercuts which can
be positively engaged in corresponding elements of the plates (3, 4).
2. A plate heat exchanger system according to claim 1, characterized in that the plate heat exchanger erosion protection strip (1) can be clipped onto the plates
(3, 4).
1. Système d'échangeur de chaleur à plaques comprenant un échangeur de chaleur à plaques
avec des plaques (3, 4) soudées les unes aux autres dans des zones de liaison (2)
et une bande de protection contre l'érosion de l'échangeur de chaleur à plaques (1)
pour couvrir des zones de liaison (2) soudées entre les plaques (3, 4) de l'échangeur
de chaleur à plaques, dans lequel la bande de protection contre l'érosion de l'échangeur
de chaleur à plaques (1) comprend essentiellement deux branches (5, 6), qui servent
à recevoir entre elles les plaques (3, 4) soudées les unes aux autres, caractérisé en ce que
les plaques (3,4) reliées les unes aux autres comprennent ensemble une forme tridimensionnelle,
qui est configurée pour correspondre à verrouillage positif à la forme de la bande
de protection contre l'érosion de l'échangeur de chaleur à plaques (1) au moins dans
des zones partielles, dans lequel les plaques (3, 4) comprennent des élévations (9)
ou des cavités (10), qui peuvent venir en prise positive avec des élévations (7) ou
des cavités (8) de la bande de protection contre l'érosion de l'échangeur de chaleur
à plaques (1), dans lequel les élévations (9) et/ou les cavités (10) sont configurées
en forme linéaire, dans lequel les élévations (9) et/ou les cavités (10) comprennent
des parties en contre-dépouille, qui peuvent venir en prise positive avec des éléments
correspondants de la bande de protection contre l'érosion de l'échangeur de chaleur
à plaques (1), dans lequel la bande de protection contre l'érosion de l'échangeur
de chaleur à plaques (1) comprend une forme, qui est configurée pour correspondre
à verrouillage positif à la forme des plaques (3, 4) au moins dans des zones partielles,
dans lequel les branches (5, 6) de la bande de protection contre l'érosion de l'échangeur
de chaleur à plaques (1) comprennent des élévations (7) ou des cavités (8), qui peuvent
venir en prise positive avec des élévations (9) ou des cavités (10) des plaques (3,
4), dans lequel les élévations (7) et/ou Ires cavités (8) sont configurées en forme
linéaire, dans lequel les élévations (7) et/ou les cavités (8) sont formées loin du
bord dans la bande de protection contre l'érosion de l'échangeur de chaleur à plaques
(1), dans lequel les élévations (7) et/ou les cavités (8) comprennent des parties
en contre-dépouille, qui peuvent venir en prise positive avec des éléments correspondants
des plaques (3, 4).
2. Système d'échangeur de chaleur à plaques selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bande de protection contre l'érosion de l'échangeur de chaleur à plaques (1) peut
être disposée sur les plaques par enclipsage.