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(11) |
EP 3 206 191 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.07.2020 Patentblatt 2020/27 |
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Anmeldetag: 07.02.2017 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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VERFAHREN ZUR ERFASSUNG UND AUFZEICHNUNG VON RUHEZEITEN EINES FAHRERS EINES NUTZFAHRZEUGS,
INSBESONDERE WÄHREND EINES AUTONOMEN FAHRBETRIEBS
METHOD FOR DETERMINING AND RECORDING OF PERIODS OF REST OF A DRIVER OF A COMMERCIAL
VEHICLE, IN PARTICULAR DURING AUTONOMOUS DRIVING
PROCÉDÉ DE DÉTECTION ET D'ENREGISTREMENT DES TEMPS DE REPOS D'UN CONDUCTEUR DE VÉHICULE
UTILITAIRE, EN PARTICULIER EN MODE DE CONDUITE AUTOMATIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
12.02.2016 DE 102016001652
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.08.2017 Patentblatt 2017/33 |
| (73) |
Patentinhaber: MAN Truck & Bus SE |
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80995 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Reimar, Braun
81735 München (DE)
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| (74) |
Vertreter: Liebl, Thomas et al |
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Neubauer - Liebl - Bierschneider
Patentanwälte
Münchener Straße 49 85051 Ingolstadt 85051 Ingolstadt (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102013 010 928 DE-A1-102014 212 746 US-A1- 2014 303 827
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DE-A1-102013 205 011 US-A1- 2014 240 132 US-A1- 2015 120 132
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- Europäisches Parlament ET AL: "Verordnung (EU) Nr. 165/2014 des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 4. Februar 2014 über Fahrtenschreiber im Straßenverkehr, zur Aufhebung
der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 des Rates über das Kontrollgerät im Straßenverkehr
und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Par", , 23 September
2015 (2015-09-23), pages 13-14,34,42, XP055598245, Retrieved from the Internet: URL:https://eur-lex.europa.eu/legal-conten
t/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:02014R0165-2014030 1&from=EN [retrieved on 2019-06-20]
- Europäisches Parlament ET AL: "Verordnung (EU) Nr. 165/2014 des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 4. Februar 2014 über Fahrtenschreiber im Straßenverkehr, zur Aufhebung
der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 des Rates über das Kontrollgerät im Straßenverkehr
und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Par", , 23 September
2015 (2015-09-23), XP055598244, Retrieved from the Internet: URL:https://eur-lex.europa.eu/legal-conten
t/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:02014R0165-2014030 1&from=EN [retrieved on 2019-06-20]
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erfassung und Aufzeichnung von Ruhezeiten
eines Fahrers eines Nutzfahrzeugs während eines autonomen Fahrbetriebs nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie ein Nutzfahrzeug zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
6.
[0002] Für Fahrer von Nutzfahrzeugen sind Ruhezeiten gesetzlich vorgeschrieben, welche erfasst
und für einen Nachweis aufgezeichnet werden müssen. Dies ist beispielsweise in der
Verordnung Nr.
165/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates festgelegt. Während eines bisher üblichen
Fahrbetriebs eines Nutzfahrzeugs hat ein Fahrer ständig Fahreingriffe, insbesondere
durch Lenkeingriffe durchzuführen. Zum Nachweis von Ruhezeiten des Fahrers werden
somit bisher Fahrbetriebszeiten mittels sogenannter Fahrtenschreiber erfasst. Ein
längerer Fahrbetriebsstillstand kann somit als wahrgenommene Ruhezeit eines Fahrers
nachgewiesen werden. Zusätzlich oder gegebenenfalls anstelle des vorstehenden Verfahrens
können Ruhezeiten eines Fahrers über Standortdaten, insbesondere GPS-Daten erfasst
und nachgewiesen werden, wenn ein Nutzfahrzeug ortsfest über einen längeren Zeitraum,
insbesondere auf einem Parkplatz abgestellt wird. Die Ruhezeiten eines Fahrers werden
somit bisher unmittelbar aus Ruhezeiten des Fahrbetriebs abgeleitet. Aus der
DE 10 2013 205 011 A1 ist ein Fahrtenschreiber bekannt, der im Betriebsmodus Pause ein Rangieren des Fahrzeugs
erlaubt, ohne die protokollierte Ruhezeit zu unterbrechen.
[0003] Bei einem vollen autonomen Fahrbetrieb ist dagegen ein Fahrer von allen Fahraufgaben
entbunden, so dass längere autonome Fahrbetriebszeiten als Ruhezeiten eines im Nutzfahrzeug
mitfahrenden Fahrers gewertet werden können. Bei einer solchen Betriebsart kann davon
ausgegangen werden, dass nur ein Teil der Straßen, insbesondere Autobahnstrecken für
einen autonomen Fahrbetrieb ausgebaut werden. Ein Fahrer soll im herkömmlichen Fahrbetrieb
das Nutzfahrzeug bis zu einer solchen, für den autonomen Verkehr ausgebauten Straße
steuern. Beim Erreichen einer solchen Straße wird dann das Fahrzeug in den autonomen
Fahrbetrieb gesteuert und der Fahrer kann über eine vorzugsweise große Fahrstrecke
und lange Fahrzeit seine Fahrertätigkeit einstellen und eine entsprechende Ruhezeit
wahrnehmen. Wenn die Zielregion erreicht ist, kann die Straße für den autonomen Fahrbetrieb
wieder verlassen werden und der Fahrer kann das Fahrzeug von Hand bis zum Zielort
steuern.
[0004] Die
US 2014/0303827 A1 beschreibt ein Fahrzeug, das im autonomen Fahrbetrieb betrieben werden kann.
[0005] Im vollen autonomen Fahrbetrieb können somit Ruhezeiten während des Fahrbetriebs
wahrgenommen werden, so dass die eingangs beschriebenen bisherigen Verfahren zur Erfassung
von Ruhezeiten nicht verwendet werden können.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Erfassung und Aufzeichnung
von Ruhezeiten eines Fahrers eines Nutzfahrzeugs aufzuzeigen, mittels dem die Ruhezeiten
in einem autonomen Fahrbetrieb einfach und zuverlässig erfasst werden.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Bevorzugte
Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0008] Gemäß Patentanspruch 1 wird ein Verfahren zur Erfassung und Aufzeichnung von Ruhezeiten
eines Fahrers eines Nutzfahrzeugs während eines autonomen Fahrbetriebs vorgeschlagen.
Erfindungsgemäß wird mittels wenigstens eines Sensors, vorzugsweise eines Hand-Sensors,
und einer Erfassungs- und Auswerteeinheit die Position und/oder das Bewegungsprofil
der Hände des Fahrers in einem Fahrerhaus bezüglich eines Lenkrads erfasst und aufgezeichnet.
Die erfasste Position und/oder das erfasste Bewegungsprofil der Hände des Fahrers
wird dergestalt ausgewertet, dass die Zeiten, in denen sich die Hände des Fahrers
entfernt vom Lenkrad befunden haben, als wahrgenommene Ruhezeiten festgestellt und
erfasst werden.
[0009] Zudem wird vorzugsweise wenigstens eine Mindestzeit, insbesondere eine gesetzliche
festgelegte Mindestzeit, vorgegebenen, in der sich die Hände des Fahrers durchgehend
entfernt vom Lenkrad befinden müssen, um als wahrgenommene Ruhezeit festgestellt und
aufgezeichnet zu werden. Dadurch wird sichergestellt, dass nur ein kurzzeitiges Loslassen
des Lenkrads oder nur eine kurze Lenkpause nicht als gesetzlich vorgeschriebene, (relativ
lange) Ruhezeit gewertet wird.
[0010] Dieses Verfahren zur Erfassung von Ruhezeiten wird erfindungsgemäß während eines
autonomen Fahrbetriebs des Nutzfahrzeugs durchgeführt. Zudem können damit auch die
bisher wahrgenommenen Ruhezeiten bei einem Fahrzeugstillstand erfasst und dokumentiert
werden.
[0011] In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens kann mittels wenigstens eines Körper-Sensors
die Position und/oder das Bewegungsprofil des Körpers des Fahrers, insbesondere bezüglich
einer Liege im Fahrerhaus, erfasst und aufgezeichnet sowie zur Feststellung wahrgenommener
Ruhezeiten ausgewertet werden. Damit kann gegebenenfalls eine Liegeposition eines
Fahrers auf einer Liege im Fahrerhaus als Ruhepause in Verbindung mit einem fehlenden
Griff am Lenkrad erfasst und dokumentiert werden. Bevorzugt ist der wenigstens eine
Körper-Sensor dabei einem Fahrerhaus des Nutzfahrzeugs, insbesondere eines als Lastkraftwagen
ausgebildeten Nutzfahrzeugs, zugeordnet, um die Position und/oder das Bewegungsprofil
des Fahrers auf einfache und zuverlässige Weise bestimmen zu können.
[0012] In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens können zudem mittels einer Sensorik
medizinische Daten, insbesondere Pulsdaten, des Fahrers erfasst und bezüglich dessen
Gesundheitszustands ausgewertet werden. Gesundheitsprobleme eines Fahrers während
eines autonomen Fahrbetriebs können zu kritischen Fahrzuständen führen, wenn der Fahrer
die Fahrzeugführung bei Bedarf nicht mehr übernehmen kann. Unabhängig von einer Ruhezeiterfassung
oder in Verbindung mit einer Ruhezeiterfassung ist es daher vorteilhaft, Gesundheitsdaten
an eine externe Steuerzentrale zu übermitteln, von der bei Gesundheitsproblemen gegebenenfalls
in den autonomen Fahrbetrieb eingegriffen werden kann.
[0013] Die bisher genannten Sensoren werden vorzugsweise im Lenkrad und/oder im Fahrerhaus
verteilt und/oder am Fahrer angeordnet. Für die erforderliche Zeiterfassung können
übliche Uhrmodule verwendet werden. Für die Erfassung von Bewegungsprofilen und Positionen
können an sich bekannte Näherungssensoren, Lichtschranken, Ultraschallsensoren, etc.
eingesetzt werden.
[0014] Erfindungsgemäß wird als Erfassungs- und Auswerteeinheit eine vom Fahrer zu tragende
Armbanduhr mit Computer-Zusatzfunktionen, eine sogenannte Smart-Watch verwendet.
[0015] Smart-Watches sind für eine Vielzahl von Funktionen und Anzeigen bereits allgemein
bekannt. Neben der Zeitmessung kann beispielsweise mit einer bekannten Smart-Watch
die körperliche Fitness mittels einer Pulsmessung festgestellt werden und in Verbindung
mit einer Standortermittlung die Möglichkeit, einen Hilferuf abzusetzen. Weiter sind
Smart-Watches mit eingebauten Projektoren, integriertem Stromerzeuger, Reichweitenanzeigen
für E-Bikes, etc. bekannt. Viele mögliche Fähigkeiten solcher Smart-Watches, welche
über ihre Zeitmessfunktionen hinausgehen, können auch aus dem Internet als sogenannte
Applikationen (Apps) heruntergeladen werden. Mit einer geeigneten App können auch
die vorliegenden Verfahrensdaten zur Bestimmung von Ruhezeiten erfasst, ausgewertet
und gespeichert werden.
[0016] Dazu sollen ermittelte, voll wahrgenommene Ruhezeiten und/oder eine sich aktuell
aufbauende Ruhezeit und/oder aktuelle Gesundheitsdaten des Fahrers in der Erfassungs-
und Auswerteeinheit, insbesondere in einer Smart-Watch, auslesbar aufgezeichnet werden
und/oder mittels einer Datenfernübertragung an eine ortsfeste Steuerzentrale weitergeleitet
werden. Eine solche ortsfeste Steuerzentrale kann beispielsweise ein Logistikbüro
eines Speditionsbetriebs sein, von dem aus der Einsatz von Nutzfahrzeugen und ihrer
Fahrer gesteuert wird.
[0017] Weiter wird auch ein Fahrzeug, insbesondere ein Nutzfahrzeug, mit einer Ausrüstung
für einen autonomen Fahrbetrieb zur Durchführung eines der vorstehenden Verfahren
beansprucht.
[0018] Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung weiter erläutert.
[0019] Die einzige Figur zeigt beispielhaft und vereinfacht ein Verfahrensschema zur Erfassung
und Aufzeichnung von Ruhezeiten eines Fahrers eines Nutzfahrzeugs während eines autonomen
Fahrbetriebs.
[0020] Das Verfahren wird vom Fahrer oder automatisch beim Übergang in den autonomen Fahrbetrieb
gestartet (Block 1).
[0021] Falls in der Entscheidungsraute 2 der autonome Fahrbetrieb festgestellt wird, erfolgt
der Start der Zeitmessung (Block 3), insbesondere in einer Smart-Watch.
[0022] In den Entscheidungsrauten 4, 5 wird erfindungsgemäß festgestellt, ob die Hände des
Fahrers am Lenkrad liegen und ob ein gleichmäßiger (Ruhe-)Puls des Fahrers erfasst
wird. Nur wenn die Hände nicht am Lenkrad liegen und eine Pulsanzeige vorliegt (das
heißt der Fahrer ist während des autonomen Fahrbetriebs gesund und trägt seine Smart-Watch)
läuft weiter erfindungsgemäß die Zeitmessung, ansonsten wird die Zeitmessung gestoppt
(Block 6). Wenn kein oder ein unregelmäßiger Puls des Fahrers erfasst wird, erfolgt
ein Warnsignal nach extern, zum Beispiel zu einer externen Steuerzentrale, von der
aus dann in einen gegebenenfalls sicherheitskritischen, autonomen Fahrbetrieb eingegriffen
werden kann
[0023] Für den Fall, dass die Zeitmessung ohne Unterbrechung weiterläuft, wird in der Entscheidungsraute
7 festgestellt, ob eine vorgegebene (Mindest-)Ruhezeit, welche insbesondere einer
gesetzlich vorgegebenen Mindestruhezeit entsprechen kann, erreicht ist. Nach Erreichen
dieser vorgegebenen, zusammenhängenden Ruhezeit erfolgt deren Speicherung (Block 8)
zur Dokumentation. Falls eine vorgeschriebene zusammenhänge Mindestruhezeit nicht
erreicht wird (Entscheidungsrate 7) erfolgt ein erneuter Durchlauf. Gegebenenfalls
erfolgt bei einer erreichten Mindestruhezeit ein Weiterlauf der Zeitmessung bis zu
einer tatsächlichen Gesamtruhezeit und/oder eine Aufsummierung von aufeinanderfolgenden
Ruhezeiten (Block 9) mit anschließender Speicherung (Block 8).
Bezugszeichenliste
[0024]
- 1
- Block
- 2
- Entscheidungsraute
- 3
- Block
- 4
- Entscheidungsraute
- 5
- Entscheidungsraute
- 6
- Block
- 7
- Entscheidungsraute
- 8
- Block
- 9
- Block
1. Verfahren zur Erfassung und Aufzeichnung von Ruhezeiten eines Fahrers eines Nutzfahrzeugs,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verfahren zur Erfassung und Aufzeichnung von Ruhezeiten eines Fahrers während
eines autonomen Fahrbetriebs durchgeführt wird,
dass mittels wenigstens eines Sensors und einer Erfassungs- und Auswerteeinheit die Position
und/oder das Bewegungsprofil der Hände des Fahrers in einem Fahrerhaus bezüglich eines
Lenkrads erfasst wird,
dass die erfasste Position und/oder das erfasste Bewegungsprofil der Hände des Fahrers
dergestalt ausgewertet wird, dass die Zeiten, in denen sich die Hände des Fahrers
entfernt vom Lenkrad befunden haben, als wahrgenommene Ruhezeiten festgestellt und
erfasst werden,
dass die Erfassungs- und Auswerteeinheit eine vom Fahrer zu tragende Armbanduhr mit Computer-Zusatzfunktionen,
eine sogenannte Smart-Watch ist,
dass festgestellt wird, ob die Hände des Fahrers am Lenkrad liegen und ob ein gleichmäßiger
Ruhepuls des Fahrers durch die Smart-Watch erfasst wird, und
dass nur wenn die Hände nicht am Lenkrad liegen und eine Pulsanzeige vorliegt, die Zeitmessung
läuft, ansonsten wird die Zeitmessung gestoppt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Mindestzeit, insbesondere eine gesetzlich festgelegte Mindestzeit,
vorgegeben wird, in der sich die Hände des Fahrers durchgehend entfernt vom Lenkrad
befinden müssen, um als wahrgenommene Ruhezeit festgestellt und aufgezeichnet zu werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zudem mittels wenigstens eines Körper-Sensors die Position und/oder das Bewegungsprofil
des Körpers des Fahrers, insbesondere bezüglich einer Liege im Fahrerhaus, erfasst
und aufgezeichnet sowie zur Feststellung wahrgenommener Ruhezeiten ausgewertet wird,
wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass der wenigstens eine Körper-Sensor einem Fahrerhaus
des Nutzfahrzeugs, insbesondere des als Lastkraftwagen ausgebildeten Nutzfahrzeugs,
zugeordnet ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitmessung und/oder die Sensorik für die Erfassung medizinischer Daten in der
Smart-Watch integriert sind.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass voll wahrgenommene Ruhezeiten und/oder eine sich aktuell aufbauende Ruhezeit und/oder
Gesundheitsdaten des Fahrers in der Smart-Watch auslesbar aufgezeichnet werden und/oder
mittels einer Datenfernübertragung an eine ortsfeste Steuerzentrale weitergeleitet
werden.
6. Nutzfahrzeug zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Fahrzeug eine Ausrüstung für einen autonomen Fahrbetrieb aufweist,
dass mittels wenigstens eines Sensors und einer Erfassungs- und Auswerteeinheit die Position
und/oder das Bewegungsprofil der Hände des Fahrers in einem Fahrerhaus bezüglich eines
Lenkrads erfassbar ist,
dass die erfasste Position und/oder das erfasste Bewegungsprofil der Hände des Fahrers
dergestalt auswertbar ist, dass die Zeiten während eines autonomen Fahrbetriebs, in
denen sich die Hände des Fahrers entfernt vom Lenkrad befunden haben, als wahrgenommene
Ruhezeiten feststellbar und erfassbar sind,
dass die Erfassungs- und Auswerteeinheit eine vom Fahrer zu tragende Armbanduhr mit Computer-Zusatzfunktionen,
eine sogenannte Smart-Watch ist,
dass festgestellt wird, ob die Hände des Fahrers am Lenkrad liegen und ob ein gleichmäßiger
Ruhepuls des Fahrers durch die Smart-Watch erfasst wird, und
dass nur wenn die Hände nicht am Lenkrad liegen und eine Pulsanzeige vorliegt, die Zeitmessung
läuft, ansonsten wird die Zeitmessung gestoppt.
1. Method for registering and recording periods of rest of a driver of a utility vehicle,
characterized
in that the method for registering and recording periods of rest of a driver is carried out
during an autonomous driving mode,
in that the position and/or the movement profile of the driver's hands are/is registered
in a driver's cab with respect to a steering wheel by means of at least one sensor
and a registration and evaluation unit,
in that the registered position and/or the registered movement profile of the driver's hands
are/is evaluated in such a way that the times at which the driver's hands have been
positioned away from the steering wheel are detected and registered as perceived periods
of rest,
in that the registration and evaluation unit is a wristwatch which is to be worn by the driver
and has computer additional functions, what is referred to as a smartwatch,
in that it is detected whether the driver's hands are positioned on the steering wheel and
whether an even resting pulse of the driver is registered by the smartwatch and
in that the time measuring device runs only if the hands are not resting on the steering
wheel and a pulse display is present, and otherwise the time measuring system is stopped.
2. Method according to Claim 1, characterized in that at least a minimum period, in particular a legally prescribed minimum period, is
specified in which the driver's hands have to be continuously positioned away from
the steering wheel in order to be detected and recorded as a perceived period of rest.
3. Method according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that in addition the position and/or the movement profile of the driver's body is registered,
in particular with respect to a berth by means of at least one body sensor, and is
recorded and evaluated in order to detect perceived periods of rest, wherein there
is preferably provision that the at least one body sensor is assigned to a driver's
cab of the utility vehicle, in particular of the utility vehicle which is embodied
as a lorry.
4. Method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the time measuring system and/or the sensor system for registering medical data are
integrated into the smartwatch.
5. Method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that fully perceived periods of rest and/or the period of rest which is currently incrementing
and/or health data of the driver are recorded in the smartwatch in a such a way that
they can be read out and/or are passed on to a positionally fixed control centre by
means of remote data transmission.
6. Utility vehicle for carrying out a method according to one of the preceding claims,
characterized
in that the vehicle has equipment for an autonomous driving mode,
in that the position and/or the movement profile of the driver's hands can be registered
in the driver's cab with respect to a steering wheel by means of at least one sensor
and a registration and evaluation unit,
in that the registered position and/or the registered movement profile of the driver's hands
can be evaluated in such a way that the times during an autonomous driving mode in
which the driver's hands have been positioned away from the steering wheel can be
detected and registered as perceived periods of rest,
in that the registration and evaluation unit is a wristwatch which is to be worn by the driver
and has additional computer functions, what is referred to as a smartwatch,
in that it is detected whether the driver's hands are resting on the steering wheel and whether
an even pulse of the driver is registered by the smartwatch, and
in that the time measuring system runs only if the hands are not resting on the steering
wheel and a pulse display is present, and otherwise the time measuring system is stopped.
1. Procédé de détection et d'enregistrement des temps de repos d'un conducteur d'un véhicule
utilitaire,
caractérisé en ce
que le procédé de détection et d'enregistrement des temps de repos d'un conducteur est
mis en œuvre pendant un mode de conduite autonome,
que la position et/ou le profil de mouvement des mains du conducteur dans une cabine
de conduite par rapport à un volant de direction est détecté(e) au moyen d'au moins
un capteur et d'une unité de détection et d'interprétation,
que la position détectée et/ou le profil de mouvement détecté des mains du conducteur
est interprété(e) de telle sorte que les temps pendant lesquels les mains du conducteur
se sont trouvées éloignées du volant de direction sont constatés et détectés comme
des temps de repos pris,
que l'unité de détection et d'interprétation est une montre-bracelet à porter par le
conducteur et possédant des fonctions supplémentaires informatiques, une montre dite
connectée,
qu'il est constaté si les mains du conducteur reposent sur le volant de direction et
si un pouls au repos régulier est détecté par la montre connectée, et
que la mesure du temps se déroule uniquement lorsque les mains ne reposent pas sur le
volant de direction et qu'une indication du pouls est présente, sinon la mesure du
temps est arrêtée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un temps minimal, notamment un temps minimal fixé légalement, est prédéfini,
durant lequel les mains du conducteur doivent continuellement se tenir éloignées du
volant de direction pour pouvoir être constaté et enregistré comme un temps de repos
pris.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la position et/ou le profil de mouvement du corps du conducteur, notamment par rapport
à une couchette dans la cabine de conduite, est détecté(e) et enregistré(e) en plus
au moyen d'au moins un capteur de corps et interprété(e) en vue de constater les temps
de repos pris, en prévoyant de préférence que l'au moins un capteur de corps est associé
à une cabine de conduite du véhicule utilitaire, notamment du véhicule utilitaire
réalisé sous la forme d'un poids-lourds.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la mesure du temps et/ou le système de détection pour la détection de données médicales
est intégré dans la montre connectée.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les temps de repos entièrement pris et/ou un temps de repos actuellement en cours
de réalisation et/ou des données de santé du conducteur sont enregistrés de manière
lisible dans la montre connectée et/ou sont retransmis à une centrale de commande
fixe au moyen d'une télétransmission de données.
6. Véhicule utilitaire destiné à mettre en œuvre un procédé selon l'une des revendications
précédentes,
caractérisé en ce
que le véhicule possède un équipement pour un mode de conduite autonome,
que la position et/ou le profil de mouvement des mains du conducteur dans une cabine
de conduite par rapport à un volant de direction est détecté(e) au moyen d'au moins
un capteur et d'une unité de détection et d'interprétation,
que la position détectée et/ou le profil de mouvement détecté des mains du conducteur
peut être interprété(e) de telle sorte que les temps pendant un mode de conduite autonome
durant lesquels les mains du conducteur se sont trouvées éloignées du volant de direction
peuvent être constatés et détectés comme des temps de repos pris,
que l'unité de détection et d'interprétation est une montre-bracelet à porter par le
conducteur et possédant des fonctions supplémentaires informatiques, une montre dite
connectée,
qu'il est constaté si les mains du conducteur reposent sur le volant de direction et
si un pouls au repos régulier est détecté par la montre connectée, et
que la mesure du temps se déroule uniquement lorsque les mains ne reposent pas sur le
volant de direction et qu'une indication du pouls est présente, sinon la mesure du
temps est arrêtée.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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