[0001] Zum Lösen von muskulären Verspannungen sind Massagestäbe mit zwei Handgriffen und
einem zwischen den Handgriffen angeordneten Behandlungsabschnitt bereits seit Jahrzehnten
bekannt. Bei diesen Massagestäben weist der Behandlungsabschnitt mehrere nebeneinander
angeordnete Rollen auf, die drehbar auf einer Achse gelagert sind. An den Enden dieser
Achse sind die Handgriffe angeordnet. Dieser Massagestab wird mit beiden Händen gegriffen
und dann werden die Rollen des Behandlungsabschnitts über die zu behandelnden Muskelpartien
gerollt und erzeugen dadurch eine gewisse Massagewirkung.
[0002] Insbesondere sind Massagegeräte aus der
US 2, 307,554 A, der
EP 0 116 113 A2, der
US 2003/0105417 A1, der
DE 20 2014 004 900 U1, der
US 2013/012848 A1, der
EP 1 925 276 A1, der
US 1 958 936 A, der
WO 2011/034122A1, der
WO 2012/117923 A1, der
US 5 123 406 A oder der
DE 1904135 U bekannt. Die
WO 2012/003652 A1 zeigt ein Gesichtmassagegerät mit ineinandergesteckten Massageblöcken, die drehbar
auf einer Stange gelagert sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gewebe-Behandlungsstab mit gegenüber
einem herkömmlichen Massagestab verbesserter Wirksamkeit bereitzustellen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Gewebe-Behandlungsstab, geeignet
für die Behandlung von Bindegewebe, Muskeln, Muskel-Faszien oder Sehnen, umfassend
einen Behandlungsabschnitt, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Behandlungsabschnitt
Mittel zum Erzeugen von Vibrationen vorgesehen sind, dass die Mittel zum Erzeugen
von Vibrationen den Behandlungsabschnitt in Vibration versetzen, und dass der Behandlungsabschnitt
zwei oder drei Kanten aufweist, wobei die Kanten parallel zu einer Längsachse des
Gewebe-Behandlungsstabs verlaufen, wobei die Mittel zum Erzeugen von Vibrationen eine
gerichtete oszillierende Bewegung des Behandlungsabschnitts erzeugen, wobei die Richtung
der oszillierenden Bewegung radial von einem Mittelpunkt des Behandlungsabschnitts
durch zumindest eine der Kanten verläuft, wobei zumindest eine der Kanten einen kantenbildenden
Querschnitts-Radius aufweist, der um mindestens einen Faktor 3, bevorzugt mindestens
einen Faktor 5, noch bevorzugt mindestens einen Faktor 10, noch bevorzugt mindestens
einen Faktor 15 kleiner ist, als jeder Radius zweier unmittelbar zu dem kantenbildenden
Querschnitts-Radius benachbarte Abschnitte.
[0005] Dann nämlich wirken die oszillierenden Bewegungen bei der Anwendung des Gewebe-Behandlungsstabs
senkrecht in das zu behandelnde Gewebe hinein und entfalten auf diese Weise mit minimalstem
Energieeintrag eine maximale therapeutische Wirkung.
[0006] Dadurch, dass der Behandlungsabschnitt mindestens eine ausgeprägte Kante aufweist
ist es möglich, kurzzeitig einen höheren lokalen Druck zu erzeugen, als wenn eine
Rolle über den zu behandelnden Bereich bzw. die zu behandelnde Muskelpartie rollt.
Schon dadurch wird eine intensivere Wirkung und tiefer in das Gewebe hineinreichende
Wirkung als bei eine Massage erzielt. Es hat sich bei Studien herausgestellt, dass
der Tonus des Gewebes schon nach einer sehr kurzen Behandlungszeit von wenigen Minuten
signifikant reduziert wurde.
[0007] Weiter verstärkt wird diese Wirkung durch die Schwingungen in die der Behandlungsabschnitt
versetzt wird. Dadurch werden auch tiefe und nicht direkt zugängliche Bereiche des
Bindegewebes bzw. der Muskeln, der Muskel-Fascien oder Sehnen behandelt und infolgedessen
werden auch diese Bereiche entspannt und evtl. vorhandene Verklebungen oder Verfilzungen
der Fascien, Verkrampfungen oder sogenannte Triggerpunkte gelöst. Im Folgenden wird
aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung häufig der Begriff "Gewebe" verwandt. Dieser
Begriff umfasst Bindegewebe, Muskeln, Muskel-Fascien und/oder Sehnen.
[0008] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Mittel zum Erzeugen von Vibrationen
den Behandlungsabschnitt in Vibrationen mit einer Frequenz von weniger als 100 Hz,
bevorzugt von weniger als 60 Hz, und besonders bevorzugt von weniger als 40 Hz, versetzen.
[0009] Bei Messungen der Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Behandlungsabschnitts hat sich
eine besonders intensive und entspannende Wirkung des Gewebe-Behandlungsstabs bei
diesen relativ niedrigen Frequenzen ergeben.
[0010] Außerdem dringen die niederfrequenten Vibrationen tiefer in das Bindegewebe und das
Muskelgewebe ein, so dass auch aus diesem Grund eine niederfrequente Anregung des
Behandlungsabschnitts wünschenswert ist.
[0011] Es ist prinzipiell möglich, auf verschiedene Arten und Weisen die gewünschten Vibrationen
zu erzeugen. Eine bewährte und für therapeutische Zwecke geeignete Möglichkeit besteht
darin, einen elektrisch angetriebenen Vibrationsmotor, der mit einer Unwucht ausgestattet
ist, zu verwenden. Solche elektrisch angetriebenen Vibrationsmotoren sind am Markt
in verschiedensten Ausführungen verfügbar. Die gewünschte Frequenz wird über die Drehzahl
des Vibrationsmotors und/oder ein Untersetzungsgetriebe eingestellt. Es ist selbstverständlich
vorteilhafterweise auch möglich, die Drehzahl des Vibrationsmotors steuerbar zu machen,
so dass der Therapeut je nach Anwendung die gewünschte Frequenz einstellen kann.
[0012] Wenn der Behandlungsabschnitt mehr als eine Kante aufweist, dann ist in weiterer
vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, die Richtung der oszillierenden
Bewegung wahlweise auf eine der verschiedenen Kanten richten zu können.
[0013] Bei einem Behandlungsabschnitt mit zwei oder alternativ drei Kanten, sind diese in
der Regel mit einem Winkel von 180° bzw. bei drei Kanten von 120° gleichmäßig über
den Umfang verteilt.
[0014] Wenn man nun bei einem Gewebebehandlungsstab mit drei Kanten die Möglichkeit vorsieht,
den Behandlungsabschnitt relativ zu den Handgriffen jeweils um 120° zu verdrehen,
dann kann man jede der Kanten so positionieren, dass die oszillierenden Vibrationen
genau auf die gewünschte Kante gerichtet sind. Dabei wird vorausgesetzt, dass sich
die Mittel zum Erzeugen der gerichteten oszillierenden Bewegung während des Einstellvorgangs
nicht relativ zu den Handgriffen verdrehen.
[0015] Dadurch wird der gewünschte Effekt, nämlich die Ausrichtung der gerichteten oszillierenden
Bewegung auf genau eine Kante, auf einfache Weise erzielt. Selbstverständlich gilt
dies analog für einen Gewebe-Behandlungsstab mit zwei, oder nicht erfindungsgemäß
vier oder fünf Kanten. Selbstverständlich gibt es auch weitere Möglichkeiten der Ausrichtung.
[0016] Eine gerichtete oszillierende Bewegung kann beispielsweise dadurch erzielt werden,
dass zwei gegenläufig rotierende Unwuchten vorgesehen sind. In einer ersten Raumesrichtung
addieren sich die Unwuchten und in einer zweiten orthogonal zur ersten Raumesrichtung
heben sich die Unwuchten gegenseitig auf. Es sind auch andere Möglichkeiten bekannt,
aus einer umlaufenden Unwucht eine gerichtete oszillierende Bewegung herzustellen.
[0017] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn mindestens eine Kante aus Holz besteht.
Holz wird von der Haut eines Patienten als sehr angenehm wahrgenommen. Außerdem ist
es ein sehr leichter und belastbarer Werkstoff, der auch dauernden Vibrationen ausgesetzt
werden kann, ohne dass es zu einer Materialermüdung kommt.
[0018] Es hat sich weiter als vorteilhaft erwiesen, eine Kante aus einem gummielastischen
Material herzustellen. Dadurch ist eine sehr weiche und schonende Behandlung des Gewebes
möglich. Diese Kante wird vor allem im Bereich von Sehnen, wie z. B. der Achillessehne,
oder im Bereich des Kniegelenks eingesetzt, wo eine vergleichsweise harte Kante aus
Holz vom Patienten als schmerzhaft empfunden werden würde.
[0019] Es ist außerdem möglich, dass die mindestens eine Kante Rippen aufweist, um eine
noch weichere Kante auszubilden.
[0020] Wenn beispielsweise an einem erfindungsgemäßen Gewebe-Behandlungsstab drei Kanten
mit jeweils unterschiedlichen Härten bzw. Eigenschaften angeordnet sind, dann hat
der Therapeut oder der Selbstanwender immer eine geeignete für die jeweils zu behandelnde
Partie des Körpers geeignete Kante zur Verfügung.
[0021] Es ist auch vorteilhaft, wenn mindestens eine der Kanten auswechselbar ist. Dann
kann z. B. eine verschlissene Kante einfach ausgewechselt werden oder es können den
Bedürfnissen verschiedener Patienten entsprechend jeweils die am besten geeigneten
Kante in den Gewebe-Behandlungsstab eingesetzt werden.
[0022] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gewebe-Behandlungsstabs
sieht vor, dass mindestens in einem der Handgriffe eine Aufnahme für Batterien oder
Akkumulatoren vorgesehen ist. Dann kann auf einfache Weise die Energieversorgung des
elektrischen Vibrationsmotors gewährleistet sein. Außerdem führt die relativ große
Masse der Akkumulatoren dazu, dass die Handgriffe eine große Massenträgheit haben.
Deshalb werden die Vibrationen des Behandlungsabschnitts nur zu einem sehr geringen
Teil auf die Handgriffe übertragen. Dadurch ist es möglich, dass ein Therapeut auch
über viele Stunden am Tag mit dem erfindungsgemäßen Gewebe-Behandlungsstab arbeiten
kann, ohne zu ermüden und ohne das Durchblutungsstörungen, die durch die Vibrationen
ausgelöst werden können, zu befürchten sind.
[0023] Um zu gewährleisten, dass keine zu großen Kräfte mit der Kante auf das zu behandelnde
Gewebe ausgeübt werden, ist mindestens ein Kraftsensor, bevorzugt aber zwei oder mehr
Kraftsensoren vorgesehen, welche die zwischen den Handgriffen und dem Behandlungsabschnitt
wirkenden Kräfte erfassen. Wenn die Kräfte einen vorgegebenen Grenzwert übersteigen,
dann wird beispielsweise ein Signal (optisch und/oder akustisch) aktiviert. Alternativ
oder ergänzend ist es auch möglich, dass in diesem Fall der Vibrationsmotor abgeschaltet
wird.
[0024] Dadurch werden Fehlbehandlungen wirkungsvoll vermieden und es können auch medizinische
Laien sich gefahrlos mit dem erfindungsgemäßen Gewebe-Behandlungsstab selbst behandeln.
[0025] Während der von dem in Normalrichtung zur Längsrichtung des Gewebe-Behandlungsstabs
liegende Querschnittsradius vermittelte Kreis den Querschnitt des Gewebe-Behandlungsstabs
überdeckt, also mit anderen Worten innen liegt, muss dies nicht zwangsläufig auch
für die von den Radien der unmittelbar an den kantenbildenden Radius angrenzenden
Abschnitte gebildeten Kreise gelten. Letztere können in einer weiteren Ausführung
in der Tat den Querschnitt des Gewebe-Behandlungsstabs nicht überdecken, mit anderen
Worten außen von diesem liegen. Bevorzugt ist jedoch die Querschnittskontur des Behandlungsstabes
mit ausschließlich den Querschnitt überdeckenden bzw. teilweise überdeckenden Kreisen
vorzusehen. Es versteht sich im Übrigen, dass der Übergang von einer durch einen Radius
gebildeten Kontur zu einer von einem davon verschiedenen Radius gebildeten Kontur
nicht streng geometrisch zu verstehen ist, sondern dass auch ein weicher Übergang
an dieser Stelle noch im Rahmen der oben genannten Definition der Kante zu verstehen
ist.
[0026] In weiteren vorteilhaften Ausführungsformen ist vorgesehen, den Gewebebehandlungsstab
und insbesondere den Behandlungsabschnitt der zu behandelnden Körperform anzupassen.
Die Anpassung an die zu behandelnde Körperform kann sich dabei etwa auf Körperregionen
wie den Nacken- oder den Schulterbereich des Anwenders oder des Patienten beziehen.
Die Anpassung des Behandlungsabschnitts kann dabei vollständig oder teilweise vorgesehen
sein.
[0027] Ein Vorteil dieser Anpassung ist, dass Körperregionen bei gleicher Behandlungsdauer
mit einer größeren Fläche behandelt werden können, als bei Verwendung eines gerade
ausgebildeten Behandlungsabschnitts. So ist im Rücken- oder Steißbereich ein zur Körperoberfläche
konvexer, d.h. nach außen gewölbter Abschnitt innerhalb des Behandlungsabschnitts
vorteilhaft. Diese konvexe Form kann in einem Ausführungsbeispiel zentral angeordnet
sein, wobei in einer Fortbildung zwei sich zu beiden Enden des konvexen Abschnitts
anschließende Abschnitte wiederum gerade ausgebildet sein können. In einer anderen
Ausführung können die sich zu beiden Enden des konvexen Abschnitts anschließende Abschnitte
in Bezug auf die zu behandelnde Körperregion konkav, d.h. nach innen gewölbt ausgebildet
sein, um etwa Körperregionen die sich quer zur lateral verlaufenden Rückgratregion
an diese anschließen, schneller und gründlicher behandeln zu können.
[0028] Ferner können die genannten Abschnitte für sich allein oder, falls ein oder zwei
Handgriffe vorgesehen sind, diese auf einer Achse liegen oder -in einem anderen Ausführungsbeispiel-
einen Winkel bilden, dessen Scheitelpunkt allerdings auch außerhalb des Behandlungstabes
liegen kann.
[0029] Die oben genannte Anpassung kann beispielsweise noch dadurch verwirklicht sein, dass
ein insbesondere mittiger Abschnitt des Behandlungsabschnitts oder der gesamte Behandlungsabschnitt
gebogen, insbesondere kreisringförmig gebogen, ist.
[0030] In einer Ausführungsform liegen dabei zumindest die beiden Handgriffe auf einer gemeinsamen
Mittelachse und der dazwischenliegende Behandlungsabschnitt ist in seinem Längsverlauf
beispielsweise kreisringförmig oder ähnlich einer Sinus-Halbwellenfunktion gebogen
ausgeführt. Die Übergänge der um die eine Mittelachse liegenden Abschnitten, insbesondere
der Handgriffe zu dem im Längsverlauf gebogenen Behandlungsabschnitt können fließend
ausgebildet sein. Ein unmittelbarer stufiger Übergang zwischen diesen Abschnitten
ist als alternative Ausführung ebenfalls vorgesehen.
[0031] In einer weiteren Ausführung kann ferner der gesamte Stab, d.h. mitsamt der beiden
äußeren Handgriffe, gebogen ausgeführt sein. Die Biegung kann dabei durch aufeinanderfolgende
Abschnitte verschiedener Radien ausgeführt sein. Alternativ kann die Biegung mittels
eines einzigen Biegeradius ausgeführt sein.
[0032] In einer weiteren Ausführung kann der Behandlungsstab auch in verschiedene Richtungen
gebogen sein. So ist beispielsweise in einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
dass die beiden Handgriffe von einer gedachten Mittelachse des Behandlungsstabens
zum Benutzer hin gebogen sind und ein Mittelabschnitt des Behandlungsabschnitts oder
der gesamte Behandlungsabschnitt des Behandlungsstabes vom Benutzer weg gebogen ist.
[0033] In allen Ausführungsbeispielen ist der Behandlungsstab bevorzugt seitensymmetrisch
ausgebildet, d.h. die linke Seite und die rechte Seite des Behandlungsstabes sind
in ihrer äußeren Form im Wesentlichen oder tatsächlich identisch.
[0034] In einer Ausführungsform kann ferner vorgesehen sein, dass der Behandlungsstab einen,
insbesondere einen einzigen, Handgriff ausweist und der Behandlungsabschnitt zusätzlich
oder für sich allein an einem dem Handgriff gegenüberliegende Ende angeordnet ist.
[0035] In dieser Ausführung ist vorgesehen, dass der Behandlungsstab an dem den Behandlungsabschnitt
ausbildenden Ende gebogen ist. Die Biegung ist dabei bevorzugt spazierstockartig ausgebildet.
Der durch die Biegung verursachte Bogen spannt einen Bogenwinkel von bevorzugt zwischen
80 und 320 Grad. Eine Kante des Behandlungsabschnitts ist ferner an der endseitigen
Stirnfläche des Behandlungsabschnitts ausgebildet. Alternativ kann der Behandlungsabschnitt
an dieser Stelle allerdings auch eine nicht kantenförmige Ausbildung aufweisen, etwa
pyramidenförmig, Kegel- oder Kegelstumpfförmig oder teilkugelförmig ausgebildet sein.
[0036] In einer weiteren Ausführungsform ist ferner vorgesehen, dass zumindest der Behandlungsabschnitt
des Behandlungsstabes in seiner Form händisch veränderbar ist und insofern von dem
Benutzer in die gewünschte Behandlungsform überführt werden kann.
[0037] Ein Aspekt der genannten Ausführungsform kann eine Drehfunktion beinhalten, mit der
Teile des Behandlungstabs gegeneinander verdreht werden können, um über ein Gelenk
verschiedene Anstellwinkel des Behandlungsabschnitts gegenüber einem oder zwei Handgriffen
zu erreichen und dadurch den Behandlungserfolg für schwer zu erreichende Stellen,
etwa die Rückenpartie zu ermöglichen. Ferner kann der Behandlungsstab durch solche,
insbesondere in mehreren Winkeln feststellbaren, Gelenke kompakt zusammengelegt werden,
etwa für den erleichterten Transport oder die Reise bzw. zur kleinräumigen Aufbewahrung
des Behandlungsstabs.
[0038] In einer weiteren Ausführung wird vorgeschlagen, dass der Behandlungsabschnitt ein
oder mehrere auswechselbare Teile aufweist. Diese auswechselbaren Teile sind beispielsweise
mittels einfacher Rastelemente in den Grundkörper des Behandlungsstabes einrastbar.
Zum einen gestattet die Auswechselbarkeit der Teile des Behandlungsabschnitts die
leichte Reinigung, etwa das Entfernen von Ölen und dadurch eine verbesserte Hygiene.
Zum anderen können Teile verschiedener Größe, insbesondere verschiedenen Durchmessers
und/oder aus verschiedenem Material verwendet werden, wodurch eine Massagebehandlung
durch die entsprechende Modifikation des Behandlungsstabes individualisierbar wird.
[0039] Sofern die Handgriffe in einem weiteren Ausführungsbeispiel ebenfalls zu wechseln
sind, etwa mittels einfacher Rast oder Schraubverbindungen, können verschiedene Größen
der Handgriffe für verscheiden große Hände zur Nutzung eines Behandlungsstabs verwendet
werden.
[0040] Neben der Größe können die Handgriffe auch in Form und Material eine besondere Ausgestaltung
aufweisen. So können die Handgriffe gemäß einem Ausführungsbeispiel gepolstert, insbesondere
mittels eines Schaumstoffmaterials ausgeführt sein. Die Befestigung der Griffe an
de, Behandlungsstab kann beispielsweise mittels Aufstecken, Einstecken, Verschrauben
oder Verrasten erfolgen.
[0041] In einer Ausführung ist vorgesehen, zwischen den Handgriffen und dem Behandlungsabschnitt
eine Entkopplungseinrichtung vorzusehen, die die Vibrations- und/oder Schwingbewegung
des Behandlungsabschnitts dämpft oder vollständig von den Handgriffen entkoppelt.
Ein solches Entkopplungselement kann beispielsweise als Federelement, etwa als Torsionsfeder,
vorgesehen sein.
[0042] In einer weiteren Ausführungsform ist kann ferner vorgesehen sein, dass zumindest
der Behandlungsabschnitt mit einer antibakteriellen und/oder antifungizider Beschichtung
ausgerüstet ist. Eine solche Beschichtung kann beispielsweise Nanosilber aufweisen,
dessen antibakterielle Wirkung hinlänglich bekannt ist.
[0043] In einer weiteren Ausführung kann es ferner vorgesehen sein, dass die Vibration um
weitere Bewegungsfunktionen ergänzt oder ersetzt ist. Beispielsweise könnte der Behandlungsabschnitt
mit einer Klopffunktion ausgestattet sein. Die Ausführung einer Mechanik, die eine
Klopffunktion solche Klopffunktion ausführen kann ist hinlänglich bekannt. Lediglich
beispielhaft wird ein mittels eines Getriebes angetriebenes und dadurch spannbares
Federelement genannt, das sich nach vorbestimmter Zeit bzw. einer voreinstellbaren
Einstellkraft impulsartig entspannt und ein Hammerelement betätigt, dass auf ein Ambosselement
schlägt bzw. klopft. Die Klopffrequenz kann fest eingestellt oder alternativ mittels
einer Steuerung variiert werden. Bevorzugt ist dabei eine Klopffrequenz zwischen 0,5
und 10 Hz. Die Klopffrequenz kann moduliert vorgesehen sein und den Frequenzbereich
einmal oder mehrfach überstreichen. Ferner kann auch die Klopfstärke, d.h. die Bewegungsamplitude
in einer bevorzugten Ausführungsform des Behandlungsstabes moduliert sein. Es versteht
sich, dass die genannten Elemente bevorzugt in einem Hohlraum des Behandlungsstabes
angeordnet sind.
[0044] Sofern der Behandlungsstab flexibel ist, kann in einem weiteren Ausführungsbeispiel
noch eine Mechanik vorgesehen sein, die eine Knetfunktion des Behandlungsstabes, insbesondere
für dessen Behandlungsabschnitt ermöglicht. Diese Knetfunktion kann in einem einfachen
Fall etwa ein Hin- und Herbewegen oder teilweises oder vollständiges Rotieren eines
Stababschnittes sein, dass mit einer gewissen Formänderung des jeweiligen Abschnitts,
insbesondere des Behandlungsabschnitts einhergeht. Als einfaches Beispiel sei eine
rotatorische Bewegung eines Pleuelelementes genannt, welches in einer flexiblen Hülle
angeordnet ist. Innerhalb einer vollen Umdrehung eines Antriebs wird ein solches Pleuel
im ausgefahrenen Zustand zu einer entsprechenden Ausbuchtung der Hülle führen womit
eine einfache Knetfunktion erreichbar ist, die die Vibrationsmassage ergänzen bzw.
ersetzen kann.
[0045] In einer weiteren Ausführung ist ferner vorgesehen, dass der Schwingungserzeuger
als Piezoelement ausgeführt ist. Neben Piezoaktuatoren eignen sich grundsätzlich auch
weitere bekannte elektrische oder elektromechanische Schwingungserzeugungseinrichtungen.
Lediglich beispielhaft und nicht einschränkend können vorspannbare Federelemente,
thermisch betätigbare Schwingungserzeugungseinrichtungen, Verbrennungsmaschinen zur
Schwingungserzeugung auf an sich bekannte Art verwendet werden.
[0046] In einem Aspekt kann ferner vorgesehen sein, einen oder mehrere gleichartige oder
voneinander verschiedene Schwingungserzeuger in dem Behandlungsstab zu positionieren.
Außer einer zentralen Position kann der bzw. können die Schwingungserzeuger auch in
Richtung in der linken und rechten Hälfte, des Stabes verteilt sein, dort entweder
in einem äquidistanten Abstand zueinander oder auch mit unterschiedlichem Abstand.
[0047] Es kann ferner als Fortbildung einer Ausführungsform vorgesehen sein, dass ein magnetisches
Feld als permanentes Dauerfeld oder als Wechselfeld insbesondere in dem Bereich des
Behandlungsabschnitts erzeugt wird, dass auf die zu behandelnde Körperregion einwirkt.
Für ein magnetisches Dauerfeld kann in einem einfachen Fall ein Permanentmagnet verwendet
werden, der in oder auf dem Behandlungsstab angebracht ist.
[0048] Es kann ferner als Fortbildung einer Ausführungsform vorgesehen sein, dass eine lichtemittierende
Einrichtung die Massagewirkung unterstützt.
So kann beispielsweise IR-Licht, rotes oder blaues oder grünes Licht mittels entsprechender
LED oder anderer an sich bekannter Leuchtquellen verwendet werden.
[0049] Bevorzugt ist ein Teil des Behandlungsabschnitts als lichtdurchlässiger Abschnitt
ausgebildet, der den Lichtdurchtritt ermöglicht. Der lichtdurchlässige Abschnitt kann
beispielsweise als eine der vorgenannten Behandlungskanten ausgebildet sein, und sich
somit über die Länge des gesamten Behandlungsabschnitts des Behandlungsstabes erstrecken.
Ebenso ist es möglich den zwischen den Kanten liegenden Bereich des Behandlungsabschnitt
mit einem lichtdurchlässigen Abschnitt zu versehen. Der lichtdurchlässige Abschnitt
ist bevorzugt aus Glas oder Kunstglas gefertigt. Insbesondere für kleinere Abschnitte
eignet sich ebenso Bergkristall oder ähnliche lichtdurchlässige Gesteine. Durch die
Fortbildung des Behandlungsstabs mittels Lichtquellen kann beispielsweise Wärme die
Massagewirkung unterstützen oder bei Verwendung von rotem, blauem, grünem oder weißem
Licht ein positiver therapeutischer Einfluss insbesondere auf die behandelte Körperregion
ausgeübt werden.
[0050] In einer weiteren Ausführung ist ferner vorgesehen, dass der Behandlungsabschnitt
durch zumindest ein Heizelement beheizt wird. Als Heizelement eignet sich ein Heizdraht
oder eine Heizfolie. Die Heizelemente können -etwa mittels einer Lackschicht- abgedeckt
und gegen äußere Einflüsse isoliert werden.
[0051] Als besonders positiv zur Unterstützung einer Massagewirkung hat sich die akustische
Unterstützung mittels eines in oder auf den Behandlungsstab integrierten Lautsprecher
herausgestellt. Dieser Lautsprecher kann mit Audiowellen im Frequenzbereich von bevorzugt
unter 100 Hz, besonders bevorzugt unter 60 Hz, noch bevorzugt unter 40 Hz betrieben
werden.
[0052] Auch unterhalb des hörbaren Frequenzbereichs, etwa von 16 Hz bis 21 Hz kann sich
eine positive Unterstützung der Massagewirkung zeigen, weshalb auch dieser Frequenzbereich
in einer weiteren Ausführung vorgesehen sein kann.
[0053] In einem Aspekt kann daher ein Frequenzband verwendet werden, was in den nichthörbaren
untern Frequenzbereich hineinragt, bzw. diesen Bereich überstreicht. In einem weiteren
Aspekt ist die gewünschte Frequenz, insbesondere stufenlos einstellbar oder es können
verschiedene Abspielprogramme aus einer gespeicherten Programmauswahl abgespielt werden.
Es versteht sich, dass auch übliche Musik-/Hörspiel-/oder Meditationsstücke mittels
des zumindest eines Lautsprechers abspielbar sind. Diese Audiostücke können in einem
weiteren Aspekt über eine am Behandlungsstab vorgesehene USB-Buchse von anderen Geräten,
etwa Smartphones, auf den Behandlungsstab übertragen werden.
[0054] In einem weiteren Aspekt ist ferner vorgesehen, dass mittels einer in dem Behandlungsstab
vorhandenen Buchse, Smartphones und andere Hand-hold-devices aufladbar sind.
[0055] Über eine solche Buche sind ferner auch Massagemessdaten, die etwa von einer Speichereinrichtung
des Behandlungsstabs gespeichert werden können abrufbar sind. Zu solchen Massagemessdaten
gehören beispielsweise und nicht abschließend, die Behandlungsdauer, das gewählte
Behandlungsprogramm, und sofern eine entsprechende Sensorik in dem Behandlungsstab
vorhanden ist, die behandelten Körperregionen. Neben dem USB-Anschluss oder stattdessen
können in dem Behandlungsstab auch weitere Einrichtungen zur Kommunikation mit anderen
Geräten vorgesehen sein, etwa eine Infrarotschnittstelle, oder Vorrichtungen zur Ultraschall-,
optischen oder Funk-Kommunikation. Die Kommunikation zwischen dem Behandlungsstab
und einem weiteren Gerät, etwa einem Smartphone, kann beispielsweise von dem Benutzer
erstellte Massageprogramme betreffen, die der Benutzer mit anderen Anwendern teilen
möchte. Ferner sind Ausgaben von Anwendungen in verschiedenen Sprachen unter Nutzung
der zur Verfügung gestellten Kommunikationskanäle möglich. Insbesondere kann ein Gerätepairing
zwischen dem Behandlungsstab und einem weiteren Gerät vorgesehen sein, mittels dem
eine Livekommunikation optional ermöglicht wird.
[0056] In einem weiteren Aspekt kann in einem Ausführungsbeispiel eine Timerfunktion für
den Behandlungsstab bereitgestellt werden, mittels der der Benutzer nach Überschreiten
einer voreinstellbaren Behandlungszeit, etwa der Gesamtbehandlungszeit oder der empfohlenen
Behandlungszeit bestimmter Körperpartien, den Behandlungsstab ausschaltet der ein
akustisches oder ein optischen Warnsignal ausgibt.
[0057] Es versteht sich, dass sich an den zumindest eine Kante aufweisenden Behandlungsabschnitt
weitere Abschnitte anschießen können, die keine Kante aufweisen und die als drehbare
Rolle, drehbarer Ball, drehbares Dreieck oder in anderen für die Massage geeigneten
Formen ausgebildet sein können.
[0058] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Zeichnung, deren Beschreibung und den Patentansprüchen entnehmbar.
Zeichnungen
[0059] Es zeigt teilweise schematisch
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Gewebe-Behandlungsstabs;
- Fig. 2, 3
- verschiedene Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gewebe-Behandlungsstabs;
- Fig. 4 bis 8
- verschiedene weitere alternative Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Gewebe-Behandlungsstabs
mit je einem Schnitt durch einen zu behandelnden Körperabschnitt eines Anwenders;
- Fig. 9, 10
- weitere Ausführungsformen eines Behandlungsstabs mit einem Handgriff;
- Fig. 11 bis 13
- Ansichten auf stirnseitige Behandlungsabschnitte eines Behandlungsstabs gemäß der
Fig. 9 und 10;
- Fig. 14, 15
- Behandlungsstäbe mit relativ zueinander in ihrer Position veränderbaren Abschnitten;
- Fig. 16
- ein Detail einer Schnittansicht durch einen Behandlungsstab;
- Fig. 17, 18
- verschiedene Anordnung von Vibrationselementen innerhalb eines Behandlungsstabes;
- Fig. 19 bis 21
- je eine Anordnung eines lichtdurchlässigen Abschnitts innerhalb eines Behandlungsabschnitts
eines Behandlungsstabes;
- Fig. 22, 23 je
- eine Anordnung eines Heizelements innerhalb eines Behandlungsstabes;
- Fig. 24
- einen Behandlungsstab angeschlossen an ein Hand-Hold-Device;
- Fig. 25
- einen Behandlungsstab mit einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle;
- Fig. 26
- einen weiteren Behandlungsstab mit einer zu beiden Seiten vollständig verrundeten
Kante;
- Fig. 27
- einen weiteren Behandlungsstab mit einer zu beiden Seiten verrundeten Kante;
- Fig. 28
- verschiedene Kantenformen in jeweils einer Schnittansicht;
- Fig. 29 bis 31
- verschiedene Querschnitte durch jeweils einen Behandlungsstab;
- Fig. 32
- eine Explosionsansicht eines Behandlungsstabes;
- Fig. 33
- eine perspektivische Ansicht auf einen Behandlungsstab;
- Fig. 34
- eine Schnittansicht eines Behandlungsstabes gemäß Fig. 33 und
- Fig. 35
- eine Schnittansicht eines alternativen Behandlungsstabes.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0060] Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gewebe-Behandlungsstabs
10. An seinen Enden weist der Gewebe-Behandlungsstab zwei Handgriffe 12 auf. Zwischen
den Handgriffen 12 ist ein Behandlungsabschnitt 14 ausgebildet. Wie durch einen Pfeil
16 angedeutet ist es möglich, den Behandlungsabschnitt 14 in eine oszillierende oder
umlaufende Vibration zu versetzten. Erzeugt wird diese Vibration von Mitteln zum Erzeugen
von Vibrationen 18, die in aller Regel als Elektromotor mit einer Unwucht ausgebildet
sind. Um die Energieversorgung dieses Elektromotors zu gewährleisten, sind in den
Handgriffen 12 Aufnahmefächer 20 für Akkumulatoren oder Batterien ausgebildet.
[0061] Die Aufnahmefächer 20 können mithilfe eines einfachen, bevorzugt werkzeuglosen, montierbaren
und demontierbaren Deckels 22 geöffnet und verschlossen werden. Dadurch ist es möglich,
ähnlich wie bei einer Stabtaschenlampe, die Akkumulatoren in kürzester Zeit auszuwechseln
und in eine Ladestation (nicht dargestellt) zu geben. Während des Ladevorgangs kann
ein zweiter Satz Akkumulatoren in den Gewebe-Behandlungsstab 10 eingesetzt werden,
so dass dieser zeitlich nahezu unbegrenzt lang betrieben werden kann.
[0062] Es ist selbstverständlich auch möglich, dass die Akkumulatoren in den Aufnahmefächern
20 durch ein externes Ladekabel geladen werden. Die dazu erforderliche Buchse ist
in der Figur 1 nicht dargestellt.
[0063] Die elektrischen Leitungen von diesen Aufnahmefächern 20 zu den Mitteln zum Erzeugen
von Vibrationen 18 sind in der schematischen Darstellung der Figur 1 nicht dargestellt.
Des Weiteren sind ein Ein-/Ausschalter, Anzeigen, wie z. B. ein visuelles Warnsignal
(LED oder Display), das ausgegeben wird, wenn die auf das Gewebe ausgeübte Kraft zu
groß ist, in der Figur 1 nicht dargestellt.
[0064] In der Figur 1 sind Kraftmesseinrichtungen 32 schematisch dargestellt, welche die
zwischen Handgriffen 12 und Behandlungsabschnitt 14 wirkenden Kräfte erfassen. Wenn
ein zulässiger Grenzwert überschritten wird, dann wird ein akustisches und/oder optisches
Signal erzeugt. Alternativ ist es auch möglich, den Vibrationsmotor 18 in diesem Fall
abzuschalten. Damit werden unzulässig hohe Kräfte wirkungsvoll verhindert und es vermieden,
dass der Patient am Tag nach der Behandlung blaue Flecken oder andere Beschwerden
hat.
[0065] In der Figur 2 ist ein Querschnitt entlang der Linie A-A gemäß Figur 1 dargestellt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel hat der Behandlungsabschnitt 14 zwei einander gegenüberliegende
Kanten 24 und 26, die in der Schnittdarstellung der Figur 2 durch einen Kreisbogen
miteinander verbunden sind. Die Kanten 24 und 26 sind etwas verrundet und keinesfalls
scharfkantig, da mit den Kanten 24 und 26 der Behandlungsabschnitt 14 über das zu
behandelnde Gewebe gestrichen wird. Eine Behandlung mit einer zu scharfen Kante würde
vom Patienten als schmerzhaft wahrgenommen werden und könnte sogar zu Verletzungen
führen. Ein Radius von 2 mm bis 8 mm als minimaler Krümmungsradius an den Kanten 24
und 26 hat sich als vorteilhaft erwiesen. Die Kanten verlaufen bevorzugt in etwa oder
vollkommen parallel zu einer Längsachse 11 des Gewebe-Behandlungsstabs. Zumindest
im Bereich der Kante 24 ist der Behandlungsabschnitt 14 bevorzugt aus Holz ausgebildet,
unter anderem weil Holz vom Patienten als angenehm wahrgenommen wird. Außerdem ist
Holz ein leichter und sehr leistungsfähiger Werkstoff, der auch bei langem Gebrauch
keine Ermüdungserscheinungen zeigt, auch wenn er über viele hundert Stunden mit Vibrationen
beaufschlagt wird.
[0066] Die Kante 26 kann in dem Behandlungsabschnitt 14 eingesetzt und besteht in einer
weiteren Ausführung bevorzugt aus einem gummielastischen Material. Dieses gummielastische
Material ist sehr viel weicher als das Holz an der Kante 24. Daher eignet sich die
Kante 26 besonders zur Behandlung von Partien, die wenig Bindegewebe oder Muskelmasse
aufweisen. Beispielsweise kann mithilfe der Kante 26 die Achillessehne oder Partien
im Bereich des Knies gut behandelt werden.
[0067] In der Figur 2 sind die Mittel zur Erzeugung von Vibrationen 18 dargestellt. Der
gekrümmte Pfeil (ohne Bezugszeichen) soll die umlaufende Unwucht eines Vibrationsmotors
andeuten.
[0068] In der Figur 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Behandlungsabschnitts
14 dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Behandlungsabschnitt 14 in
der Art einer Trochoide und weist drei Kanten 24, 26 und 28 auf. Die Kanten 24 und
26 können genauso ausgebildet sein, wie die anhand der Figur 2 erläuterten.
[0069] Die dritte Kante 28 kann beispielsweise auch als auswechselbare Kante aus einem gummielastischen
Material ausgebildet sein und zusätzlich mehrere Rippen 30 aufweisen, die die Kante
28 noch weicher und flexibler werden lassen.
[0070] In den Figuren 2 und 3 ist durch Pfeile 34 eine Ausführungsform angedeutet, bei der
der Behandlungsabschnitt 14 in eine oszillierende Bewegung gebracht wird, wobei diese
oszillierende Bewegung eine Richtung hat, die ausgehend von einem Mittelpunkt M des
Behandlungsabschnitts 14 radial nach außen zu einer oder im Falle der Figur 2 zu beiden
Kanten 24 bzw. 26 gerichtet ist.
[0071] Wenn dem Behandlungsabschnitt 14 eine oszillierende Bewegung aufgeprägt wird, dann
wird mit minimalem Energieeinsatz eine maximale Tiefenwirkung der Behandlung erreicht.
Besonders vorteilhaft ist es in diesem Fall, wenn zwei Kanten 24, 26 einander gegenüberliegend
angeordnet sind, weil dann durch einfaches Drehen eine Umsetzung des erfindungsgemäßen
Gewebe-Behandlungsstabs 10 um 180° die gewünschte Kante 24 oder 26 zum Einsatz kommen
kann. Dabei ist es nicht erforderlich, die Richtung der oszillierenden Bewegung zu
ändern.
[0072] Anders verhält es sich bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3. Wenn bei diesem
Ausführungsbeispiel eine gerichtete oszillierende Bewegung 34 dem Behandlungsabschnitt
14 aufgeprägt wird, dann ist es empfehlenswert, wenn diese Richtung ausgehend vom
Mittelpunkt M radial nach außen wahlweise auf eine der Kanten 24, 26 oder 28 gerichtet
werden kann. Dies kann einfacherweise dadurch erreicht werden, dass der Behandlungsabschnitt
14 relativ zu den Handgriffen und den Mitteln zum Erzeugen einer gerichteten Unwucht
18 um jeweils 120° verdreht wird, wenn eine andere Kante zum Einsatz kommen soll.
[0073] In Fig. 4 bis 8 sind verschiedene weitere alternative Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen
Gewebe-Behandlungsstabs 10 mit je einer Schnittansicht durch einen zu behandelnden
Körperabschnitt 28 eines Anwenders gezeigt.
[0074] Figur 4 zeigt dabei einen vollständig geraden Stab 10 mit zwei Handgriffen 12 und
einem dazwischen verlaufenden Behandlungsabschnitt 14.
[0075] In Figur 5 liegt der Behandlungsabschnitt 14 bis auf einen zentralen Abschnitt 30
auf einer Achse 36. Die Handgriffe 12 liegen ebenfalls auf der Achse 36. Der zentrale
Abschnitt 30 ist gebogen und ist gegenüber einem Körperabschnitt 28, in diesem Fall
einem Oberschenkel, konkav ausgebildet.
[0076] In Figur 6 liegt der Behandlungsabschnitt 14 bis auf einen zentralen Abschnitt 30
auf zwei Achsen 36, die einen Winkel 38 aufspannen. Die Handgriffe 12 liegen ebenfalls
auf jeweils einer der Achsen 36. Der zentrale Abschnitt 30 ist gebogen und ist gegenüber
einem Körperabschnitt 28, in diesem Fall einem Rückenbereich, konvex ausgeführt.
[0077] In Figur 7 ist liegt der vollständig gebogene Behandlungsabschnitt 14 nicht mehr
auf der Achse 36 sondern wölbt gegenüber einem Körperabschnitt 28.
[0078] In Figur 8 verläuft der symmetrisch ausgebildete Behandlungsabschnitt in einem zentralen
Bereich gebogen und in seinen beiden Endabschnitten gegenläufig zum zentralen Abschnitt
30 gebogen. Die Handgriffe 12 sind deutlich abgeknickt gegenüber dem Behandlungsabschnitt
14. Dieser Behandlungsstab ist geeignet für die Behandlung eines mit einem Körperabschnitt
28 gezeigten Steiß- oder Rückenbereiches.
[0079] Die Figuren 9 und 10 zeigen weitere Ausführungsformen eines Behandlungsstabs 10 hier
mit lediglich einem Handgriff 12. Die dem Handgriff 10 gegenüberliegende Stirnseite
39 ist in den Figuren 11 bis 13 in verschiedenen Ausbildungen gezeigt, die nicht abschließend
aufgefasst werden sollen. Der Behandlungsstab biegt sich mit seinem die Stirnseite
39 aufweisenden Endabschnitt 40 in Fig. 9 um einen Winkel 42 von etwa 90 Grad. In
Fig. 10 ist der Endabschnitt in einem Winkel von 180 Grad gebogen. Mit derartigen
Behandlungsstäben kann die Behandlung des Rückens erfolgen, ohne dass der Behandlungsstab
dafür über die Schulter hinüber positioniert werden müsste. Im geraden, sich dem Handgriff
12 anschließenden Behandlungsabschnitt besitzen die in Fig. 9 und Fig. 10 gezeigten
Behandlungsstäbe 2 hier nicht gezeigte zur Längsachse des Behandlungsstabes parallel
verlaufende Kanten.
[0080] Die Fig. 11 bis 13 zeigen Ansichten auf Stirnseiten 39 von Endabschnitten, wie sie
in den Figuren 9 und 10 erläutert wurden. Fig. 11 zeigt mit den Ansichten A und B
je eine Seitenansicht und Ansicht C eine Draufsicht auf eine Stirnseite 39, die hier
auf einer ovalen Grundfläche vorspringend ausgebildet ist.
[0081] Figur 12 zeigt mit Ansicht A eine Aufsicht und mit Ansicht B eine Seitenansicht auf
das kegelstumpfförmige Ende des Endabschnitts 40 eines Behandlungsstabs gemäß der
Fig. 9 und 10.
[0082] Figur 13 zeigt ferner eine teilkugelförmige Stirnseite 38 des Endabschnitts 40 gemäß
der Figuren 9 und 10, wobei Ansicht A eine Seitenansicht und Ansicht B eine Aufsicht
auf die Stirnseite 39 zeigen.
[0083] Bei den in Fig. 14 und Fig. 15 gezeigten Ausführungen eines GewebeBehandlungsstabes
10 ist eine Drehfunktion vorhanden, mit der Teile des Behandlungstabs 10 gegeneinander
um eine Drehachse 46 verdreht werden können, um über zwei Gelenke 44 verschiedene
Anstellwinkel des Behandlungsabschnitts 14 gegenüber zwei Handgriffen 12 zu erreichen
und dadurch den Behandlungserfolg für schwer zu erreichende Stellen, etwa die Rückenpartie
zu ermöglichen. Ferner kann der Behandlungsstab 10 durch solche, insbesondere in mehreren
Winkeln feststellbaren, Gelenke 44 kompakt zusammengelegt werden, etwa für den erleichterten
Transport oder die Reise bzw. zur kleinräumigen Aufbewahrung des Behandlungsstabs,
wie in Fig. 15 unten gezeigt ist.
[0084] Die Fig. 16 zeigt ein Detail einer Schnittansicht durch einen Behandlungsstab, nämlich
eine Beschichtung mit Nanosilber-Partikel aufweisendem Kunststoffmaterial 48 auf einem
Behandlungsabschnitt 14. Bekanntermaßen kann dadurch ein Anhaften von Krankheitserregern,
insbesondere an dem Behandlungsabschnitt 14, erschwert oder gänzlich verhindert werden.
[0085] Die Fig. 17 und 18 zeigen verschiedene Anordnung von Vibrationselementen in Form
von zwei bzw. drei Vibrationsmotoren 18 innerhalb eines Behandlungsstabes. In Fig.
17 ist eine symmetrische Anordnung der Vibrationsmotoren 18 gezeigt und in Fig. 18
ist eine nicht-symmetrische Anordnung der Vibrationsmotoren 18 gezeigt, bei sich drei
Vibrationsmotoren auf der hier rechts dargestellten Seite des Gewebe-Behandlungsstabs
10 befinden.
[0086] Fig. 19 zeigt eine Anordnung eines lichtdurchlässigen Abschnitts innerhalb eines
Behandlungsabschnitts 14 eines Behandlungsstabes 10. Der lichtdurchlässige Abschnitt
ist aus Kunststoffmaterial und erstreckt sich nur über einen Teil des Behandlungsabschnitts
14. Eine hier nichtgezeigte Lichtquelle sendet UV-Licht durch den lichtdurchlässigen
Abschnitt 50.
[0087] Fig. 20 und Fig. 21 zeigt in verschiedener Ansicht eine weitere Anordnung eines lichtdurchlässigen
Abschnitts 50 innerhalb eines Behandlungsabschnitts 14 eines Behandlungsstabes 10.
Der lichtdurchlässige Abschnitt 50 ist aus Glasmaterial gebildet und erstreckt sich
nahezu vollständig entlang des Behandlungsabschnitts 14 und bildet einen Teil von
diesem. Eine Kante 24 wird durch das verwendete Glasmaterial gebildet. Eine Lichtquelle
52 sendet IR-Licht durch den lichtdurchlässigen Abschnitt 50.
[0088] Die Fig. 22 und 23 zeigen je eine Anordnung eines Heizelements 54 in Form eines an
sich bekannten Heizleiters unterhalb einer Kante 24 innerhalb eines Behandlungsstabes
10. In Fig. 22 ist der Heizleiter in eine dafür vorgesehene Durchgangsöffnung eingebracht
und in Fig. 23 liegt eine Isolierung 56 des Heizleiters unmittelbar an einer Schutzschicht
58 aus Lack an und bildet mit dieser eine Kante 24.
[0089] Fig. 24 zeigt einen Behandlungsstab 10, der mittels einer USB-Steckverbindung 60
an ein Hand-Hold-Device 62 in Form eines Smartphones angeschlossen ist. Die USB-Steckverbindung
60 ermöglicht neben der Übertragung von Daten noch die Aufladung eines im Behandlungsstab
10 vorhandenen hier nicht gezeigten Akkumulators.
[0090] In Fig. 25 kommuniziert ein Behandlungsstab 10 über ein Hand-Hold-Device 62 mit einer
Internet-Cloud 164. Hierfür ist eine Kommunikationsschnittstelle 166 in Form einer
WLAN-Verbindung vorgesehen.
[0091] Die Fig. 26 zeigt einen weiteren Behandlungsstab 10 mit einer zu beiden Seiten vollständig
verrundeten Kante 24. Die Kante 24 selbst hat im Zentrum des Stabes (Schnitt C-C')
einen Radius von 7 mm und in einem Endbereich (Schnitt B-B', Schnitt D-D') einen kleineren
Radius von ca. 2mm bzw. am Ende (Schnitt A-A') keinen Kantenradius, der sich von dem
Radius des Behandlungsstabes unterscheidet. Die Radiusverkleinerung ist ausgehend
vom Zentrum (Schnitt C-C') zu beiden Seiten linear.
[0092] Die Fig. 27 zeigt einen weiteren Behandlungsstab 10 mit teilweise ovalem Querschnitt
mit einer zu beiden Seiten vollständig verrundeten Kante 24. Die Kante 24 selbst hat
im Zentrum des Stabes (Schnitt C-C') einen Radius von 25mm und geht somit in die Grundform
des Stabquerschnitts über. In einem Endbereich (Schnitt B-B') hat die Kante einen
kleineren Radius von ca. 3 mm. Die Radiusverkleinerung ist ausgehend vom Zentrum (Schnitt
C-C') zu beiden Seiten linear.
[0093] Fig. 28 zeigt verschiedene Kantenformen in jeweils einer Schnittansicht, darin bildet
die Kante 24 der Ansicht A einen Vorsprung aus, in den Ansichten B, C und D besitzt
die Kante 24 einen Radius von 8, 4 und 2mm.
[0094] Fig. 29 bis 31 zeigen verschiedene Querschnitte durch jeweils einen Behandlungsstab
10.
[0095] In Figur 29 sind verschiedene Radien in einem Abschnitt eines Gewebebehandlungsstabes
in einer Schnittansicht gezeigt, nämlich zwei kantenbildente Radien 64 von 2 mm, ein
Radius 66 von 20 mm, ein Radius 68 von 9,5 mm und ein Radius 70 von 100 mm. Der Behandlungsstab
hat eine Höhe 72 von 18,2 m und eine Breite 74 von 28,8 mm.
[0096] In Figur 30 sind verschiedene Radien in einem Abschnitt eines alternativen Gewebebehandlungsstabes
10 mit einem darin angeordneten Vibrationsmotor 18 in einer Schnittansicht gezeigt,
nämlich kantenbildente Radien 64 von 2 mm, ein Radius 66 von 35 mm und ein Radius
70 von 177 mm. Der Behandlungsstab hat eine Höhe 72 von 32 mm und eine Breite 74 von
52 mm.
[0097] In Figur 31 sind verschiedene Radien in einem Abschnitt eines weiteren Gewebebehandlungsstabes
10 mit einem darin angeordneten Vibrationsmotor 18 in einer Schnittansicht gezeigt,
nämlich kantenbildente Radien 64 von 4 mm, ein Radius 66 von 39 mm und ein Radius
70 von 194 mm. Der Behandlungsstab hat eine Höhe 72 von 35 mm und eine Breite 74 von
57 mm.
[0098] Allgemein kann bevorzugt vorgesehen sein, eine Kante oder einen kantenbildenden Radius
wie folgt zu definieren:
Ein kantenbildender Radius oder eine Kante hat einen Querschnitts-Radius der um mindestens
einen Faktor 3, bevorzugt mindestens einen Faktor 5, noch bevorzugt mindestens einen
Faktor 10, noch bevorzugt mindestens einen Faktor 15 kleiner ist, als jeder Radius
zweier unmittelbar zu dem kantenbildenden Radius oder der Kante benachbarte Abschnitte.
[0099] In der in Fig. 29 gezeigten Ausführung ist Radius 64 definitionsgemäß noch mit 6,66
mm als kantenbildender Radius bzw. als Kante 24 zu betrachten, da der zu ihm benachbarte
Abschnitt mit dem kleinsten Radius 20mm beträgt. Die Definition kann noch wie folgt
eingeschränkt sein: Der kleinste Radius eines zudem kantenbildenden Radius benachbarten
Abschnitts ist stets größer als 15 mm.
[0100] Fig. 32 eine Explosionsansicht eines Behandlungsstabes 10 mit zwei Handgriffen 12
in Form von Abdeckungen und einem Behandlungsabschnitt 14. Ein Stahlrohr 76 ist in
eine Öffnung 78 des Behandlungsabschnitts 14 einschiebbar. In das Stahlrohr 76 sind
die Griffstücke 80, ein Sicherungselement 82, ein Exzenterelement 84 zur Erzeugung
der Vibrationsbewegung, ein Vibrationsmotor 18, eine Motorhalterung 86 einschiebbar.
Auf der rechten Seite ist ferner ein Batteriehalterung 88 mit einem Steckkontakt 90
gezeigt, die in das rechts gezeigte Griffstück 80 eingeschoben bzw. durchgesteckt
werden können. Zu beiden Seiten des Behandlungsstabes 10 ist noch eine Abdeckung 92
mit Halterung 94 gezeigt, wobei ein Betätigungselement 96 in einer der Abdeckungen
92 angeordnet ist. Mittels des Betätigungselements 96 kann der Motor 18 des Behandlungsstabes
ein- und ausgeschaltet werden. Schließlich ist noch ein Netzteil 98 und eine USB-Steckverbindung
60 zur Energieversorgung bzw. zum Aufladen eines Akkumulators des Behandlungsstabes
10 gezeigt.
[0101] Fig. 33 eine perspektivische Ansicht auf einen Behandlungsstab gemäß Fig. 33, wobei
noch eine USB-Buchse 102 gezeigt ist, mit der das Netzteil 98 oder andere Geräte angeschlossen
werden können.
[0102] Fig. 34 eine Schnittansicht eines Behandlungsstabes gemäß Fig. 33 und die Fig. 35
zeigt eine Schnittansicht eines alternativen Behandlungsstabes 10 der sich von außen
nach innen verjüngt.
Bezugszeichenliste
[0103]
- 10
- Gewebe-Behandlungsstabs
- 12
- Handgriff
- 14
- Behandlungsabschnitt
- 16
- Pfeil
- 18
- Vibrationen
- 18
- Vibrationsmotor
- 20
- Aufnahmefächer
- 22
- Deckel
- 24
- Kante
- 26
- Kante
- 28
- Kante
- 30
- Rippen
- 32
- Kraftmesseinrichtungen
- 34
- Bewegung
- 36
- Achse
- 38
- Winkel
- 39
- Stirnseite
- 40
- Endabschnitt
- 42
- Winkel
- 44
- Gelenk
- 46
- Drehachse
- 48
- Kunststoffmaterial
- 50
- Abschnitt
- 52
- Lichtquelle
- 54
- Heizelement
- 56
- Isolierung
- 58
- Schutzschicht
- 60
- USB-Steckverbindung
- 62
- Hand-Hold-Device
- 64 -70
- Radius
- 72
- Höhe
- 74
- Breite
- 76
- Stahlrohr
- 78
- Öffnung
- 80
- Griffstücke
- 82
- Sicherungselement
- 84
- Exzenterelement
- 86
- Motorhalterung
- 88
- Batteriehalterung
- 90
- Steckkontakt
- 92
- Abdeckung
- 94
- Halterung
- 96
- Betätigungselement
- 98
- Netzteil
- 102
- USB-Buchse
- 164
- Internet-Cloud
- 166
- Kommunikationsschnittstelle
1. Gewebe-Behandlungsstab, geeignet für die Behandlung von Bindegewebe, Muskeln, Muskel-Faseien
oder Sehnen, umfassend einen Behandlungsabschnitt (14), dadurch gekennzeichnet, dass in dem Behandlungsabschnitt Mittel zum Erzeugen von Vibrationen (18) vorgesehen sind,
dass die Mittel zum Erzeugen von Vibrationen (18) den Behandlungsabschnitt (14) in
Vibration versetzen, und dass der Behandlungsabschnitt (14) zwei oder drei Kanten
(24, 26, 28) aufweist, wobei die Kanten parallel zu einer Längsachse des Gewebe-Behandlungsstabs
verlaufent, wobei die Mittel zum Erzeugen von Vibrationen (18) eine gerichtete oszillierende
Bewegung des Behandlungsabschnitts (14) erzeugen, wobei die Richtung der oszillierenden
Bewegung radial von einem Mittelpunkt (m) des Behandlungsabschnitts (14) durch zumindest
eine der Kanten (24, 26, 28) verläuft, wobei zumindest eine der Kanten (24, 26, 28)
einen kantenbildenden Querschnitts-Radius aufweist, der um mindestens einen Faktor
3, bevorzugt mindestens einen Faktor 5, noch bevorzugt mindestens einen Faktor 10,
noch bevorzugt mindestens einen Faktor 15 kleiner ist, als jeder Radius zweier unmittelbar
zu dem kantenbildenden Querschnitts-Radius benachbarte Abschnitte.
2. Gewebe-Behandlungsstab nach Anspruch 1, umfassend ferner mindestens zwei Handgriffe
(12)wobei der Behandlungsabschnitt (14) zwischen den Handgriffen (12) angeordnet ist.
3. Gewebe-Behandlungsstab nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erzeugen von Vibrationen (18) eine Frequenz von weniger als 100 Hz,
bevorzugt von weniger als 60 Hz und besonders bevorzugt von weniger als 40 Hz erzeugt.
4. Gewebe-Behandlungsstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erzeugen von Vibrationen (18) als elektrisch angetriebener Vibrationsmotor
ausgebildet sind.
5. Gewebe-Behandlungsstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behandlungsabschnitt (14) mehr als eine Kante (24, 26, 28) aufweist, und dass
die Richtung der oszillierenden Bewegung ausgehend von dem Mittelpunkt (M) des Behandlungsabschnitts
(14) auf die verschiedenen Kanten (24, 26, 28) gerichtet werden kann.
6. Gewebe-Behandlungsstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Kante (24) aus Holz besteht.
7. Gewebe-Behandlungsstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Kante (26, 28) aus einem gummielastischen Material besteht.
8. Gewebe-Behandlungsstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Kante (28) Rippen (30) aufweist.
9. Gewebe-Behandlungsstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Kante (24, 26, 28) auswechselbar ist.
10. Gewebe-Behandlungsstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens in einem der Handgriffe (12) eine Aufnahme (20) für Batterien oder Akkumulatoren
vorgesehen ist.
11. Gewebe-Behandlungsstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Einrichtung (32) zum Erfassen der von den Handgriffen (12) auf den
Behandlungsabschnitt (14) ausgeübten Kräfte vorgesehen ist.
12. Gewebe-Behandlungsstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine optische oder akustische Signaleinrichtung vorgesehen ist, die beim
Überschreiten eines vorgegebenen Kraft-Grenzwerts aktiviert wird.
13. Gewebe-Behandlungsstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante (24, 26, 28) einen Querschnitts-Radius in einem Bereich von 2 mm bis 8
mm aufweist.
1. Tissue treatment stick, suitable for treating connective tissue, muscles, muscle fasciae
or tendons, comprising a treatment section (14), characterized in that means for generating vibrations (18) are provided in the treatment section, in that the means for generating vibrations (18) cause the treatment section (14) to vibrate,
and in that the treatment section (14) has two or three edges (24, 26, 28), wherein the edges
extend parallel to a longitudinal axis of the tissue treatment stick, wherein the
means for generating vibrations (18) generate a directional oscillating movement of
the treatment section (14), wherein the direction of the oscillating movement extends
radially from a central point (m) of the treatment section (14) through at least one
of the edges (24, 26, 28), wherein at least one of the edges (24, 26, 28) has an edge-forming
cross-sectional radius that is smaller by at least a factor of 3, preferably at least
a factor of 5, more preferably at least a factor of 10, more preferably at least a
factor of 15, than any radius of two sections directly adjacent to the edge-forming
cross-sectional radius.
2. Tissue treatment stick according to claim 1, further comprising at least two handles
(12), wherein the treatment section (14) is arranged between the handles (12).
3. Tissue treatment stick according to claim 1 or 2, characterized in that the means for generating vibrations (18) generate a frequency of less than 100 Hz,
preferably less than 60 Hz, and particularly preferably less than 40 Hz.
4. Tissue treatment stick according to any of the preceding claims, characterized in that the means for generating vibrations (18) are configured as an electrically powered
vibration motor.
5. Tissue treatment stick according to any of the preceding claims, characterized in that the treatment section (14) has more than one edge (24, 26, 28), and in that the direction of the oscillating movement can be directed from the central point
(M) of the treatment section (14) towards the various edges (24, 26, 28).
6. Tissue treatment stick according to any of the preceding claims, characterized in that at least one edge (24) is made of wood.
7. Tissue treatment stick according to any of the preceding claims, characterized in that at least one edge (26, 28) is made of a rubber-elastic material.
8. Tissue treatment stick according to any of the preceding claims, characterized in that at least one edge (28) has ribs (30).
9. Tissue treatment stick according to any of the preceding claims, characterized in that at least one edge (24, 26, 28) is exchangeable.
10. Tissue treatment stick according to any of the preceding claims, characterized in that a receptacle (20) for batteries or accumulators is provided at least in one of the
handles (12).
11. Tissue treatment stick according to any of the preceding claims, characterized in that at least one device (32) for detecting forces exerted on the treatment section (14)
by the handles (12) is provided.
12. Tissue treatment stick according to any of the preceding claims, characterized in that at least one optical or acoustic signal device is provided, which is activated when
a predefined force threshold is exceeded.
13. Tissue treatment stick according to any of the preceding claims, characterized in that the edge (24, 26, 28) has a cross-sectional radius in a range from 2 mm to 8 mm.
1. Tige de traitement pour tissus, adaptée pour le traitement de tissus conjonctifs,
muscles, fascias musculaires ou tendons, comprenant un segment de traitement (14),
caractérisée en ce qu'un moyen de génération de vibrations (18) est prévu dans le segment de traitement,
en ce que le moyen de génération de vibrations (18) fait vibrer le segment de traitement (14),
et en ce que le segment de traitement (14) présente deux ou trois arêtes (24, 26, 28), lesdites
arêtes s'étendant parallèlement à un axe longitudinal de la tige de traitement pour
tissus, le moyen de génération de vibrations (18) générant un mouvement oscillant
directionnel du segment de traitement (14), la direction du mouvement oscillant s'étendant
radialement depuis le centre (m) du segment de traitement (14) par au moins une des
arêtes (24, 26, 28), au moins une des arêtes (24, 26, 28) présentant un arrondi de
section transversale formant l'arête, lequel est inférieur d'au moins un facteur 3,
avantageusement d'au moins un facteur 5, préférentiellement d'au moins un facteur
10, tout particulièrement d'au moins un facteur 15 à chaque arrondi des deux segments
directement adjacents au rayon de section transversale formant l'arête.
2. Tige de traitement pour tissus selon la revendication 1, comprenant en outre au moins
deux poignées (12), le segment de traitement (14) étant présenté entre les poignées
(12).
3. Tige de traitement pour tissus selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en ce que le moyen de génération de vibrations (18) génère une fréquence inférieure à 100 Hz,
avantageusement inférieure à 60 Hz et préférentiellement inférieure à 40 Hz.
4. Tige de traitement pour tissus selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le facteur de génération de vibrations (18) est réalisé comme moteur vibrant à entraînement
électrique.
5. Tige de traitement pour tissus selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le segment de traitement (14) présente plus d'une arête (24, 26, 28), et en ce que le mouvement oscillant partant du centre (M) du segment de traitement (14) peut être
dirigé vers les différentes arêtes (24, 26, 28).
6. Tige de traitement pour tissus selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une arête (24) est en bois.
7. Tige de traitement pour tissus selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une arête (26, 28) est en matériau ayant l'élasticité du caoutchouc.
8. Tige de traitement pour tissus selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une arête (28) présente des nervures (30).
9. Tige de traitement pour tissus selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une arête (24, 26, 28) est remplaçable.
10. Tige de traitement pour tissus selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un logement (20) pour des piles ou des accumulateurs est prévu dans au moins une des
poignées (12).
11. Tige de traitement pour tissus selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un dispositif (32) de détection des forces exercées par les poignées (12)
sur le segment de traitement (14) est prévu.
12. Tige de traitement pour tissus selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un dispositif de signalisation optique ou acoustique est prévu, lequel est
activé en cas de dépassement d'une valeur limite de force définie.
13. Tige de traitement pour tissus selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'arête (24, 26, 28) présente un arrondi de section transversale dans une plage comprise
entre 2 mm et 8 mm.