[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lagerstätte zur Lagerung von leicht flüchtigen
Kohlenwasserstoffen mit mindestens einem als Lagerbehälter dienenden vertikalen Rundbehälter
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine solche Lagerstätte mit einem vertikalen Rundbehälter ist aus der
WO 2008/025454 A1 bekannt. Der beschriebene Rundbehälter besitzt eine die Flüssigkeitsoberfläche abdeckende,
schwimmende Abdeckung. Die Abdeckung ist gegen die Behälterwand mittels flexibler
Dichtelemente abgedichtet und weist auf ihrer Unterseite mindestens eine zur Flüssigkeit
hin offene Kammer auf, in der gasförmige Medien/Dämpfe eingeschlossen sind. Es sind
Einrichtungen vorgesehen, die die Eintauchtiefe der Abdeckung ermitteln. Weiterhin
sind Zu-/Ableitungen vorgesehen, mit denen die Menge des gasförmigen Mediums in der
mindestens einen Kammer veränderbar ist. Die Zu-/Ableitungen für das gasförmige Medium
sind mit einer zentralen Einheit verbunden, die außerhalb des Behälterraums vorgesehen
ist.
[0003] Die Lagerung leicht flüchtiger Kohlenwasserstoffe in drucklosen und oberirdischen
Lagerbehältern erfolgt in der Regel in vertikalen Rundbehältern mit ebenem Boden,
die zur Vermeidung der Emissionen und Brandrisiken mit schwimmenden Abdeckungen ausgestattet
sind. Große Behälter dieser Art sind meist als Schwimmdachtanks ohne festes Dach ausgestattet.
Kleinere Lagerbehälter sowie Behälter für Fertigprodukte weisen häufig ein festes
Dach auf und sind mit einer Innenschwimmdecke ausgerüstet.
[0004] Der Betrieb dieser Lagerbehälter erfolgt selbst nach 100 Jahren Entwicklung der Lagerkonzepte
immer noch unter zeitweilig erhöhten Emissionen und damit verbundenen Brandrisiken.
[0005] Die ebenfalls angewendete Lagerung der flüchtigen Kohlenwasserstoffe in geschlossenen
Behältern, ohne schwimmende Abdeckung und stattdessen mit Dampfpendelung und Dämpferückgewinnung,
führt zu einem hohen Aufwand bei der Behandlung 317100_Pb_be_EV
großer Dampfmengen durch das tägliche "Atmen" der Behälter und ist für große Behältervolumina
unattraktiv bzw. nicht wirtschaftlich. Daher bleibt es insbesondere in Lagerstätten
mit großen Einzelbehältern bei der Anwendung der schwimmenden Abdeckung ohne weitere
Maßnahmen in Bezug auf die Beseitigung der in den Behältern entstehenden Dämpfen.
[0006] Bei der Lagerung von leicht flüchtigen Kohlenwasserstoffen können verschiedene Probleme
aufgezeigt werden, die sich bei den bestehenden Lagerstätten ergeben.
[0007] Ein erster Problemkreis sind Dampfentweichungen bei besonderen Betriebssituationen,
die extreme Aufheizung des Inhalts der Lagerbehälter an Sommertagen, die unbeabsichtigte
Einleitung von Luft oder Dämpfen mit der Behälterbefüllung (z. B. bei Schiffsentladung
oder aus der Pipeline), die Einleitung von zu warmen Lagerprodukten sowie die Druckentspannung
eingeleiteter Lagerprodukte. Die entstehenden Dämpfeüberschüsse entweichen aus Überdruckarmaturen
und aus Randbereichen der schwimmenden Abdeckungen und können im Extremfall zum Abheben
der Abdeckung von der Lagerflüssigkeit führen mit der Gefahr, dass schwere Schäden
am Lagerbehälter bis hin zu Brandgefahren entstehen.
[0008] Ein zweiter Problemkreis ist derjenige, dass das Behältervolumen nicht vollständig
genutzt werden kann, da die schwimmende Abdeckung ihre emissionsbegrenzende Wirkung
verliert, sobald der Flüssigkeitsstand im Behälter unter die Stützhöhe der schwimmenden
Abdeckung, mit der sich die schwimmende Abdeckung am Boden des Behälters abstützt,
fällt. Bei diesem Flüssigkeitsstand öffnet eine Sicherheitsarmatur zum Schutz gegen
Vakuum und zum Verhindern einer möglichen Zerstörung der schwimmenden Abdeckung. Hierbei
ersetzt Luft aus der Atmosphäre die entnommene Lagerflüssigkeit und führt bei nachfolgender
Befüllung des Behälters zwangsweise zu Dampfemissionen, die bis zu einem Kilogramm
Lagerprodukt je Kubikmeter Luft betragen. Daher beträgt der Verlust an Lagervolumen
etwa 10 % bis 15 %.
[0009] Als drittes Problem ist zu erwähnen, dass zur Minimierung der Emissionen, die vorstehend
im Rahmen des zweiten Problemkreises angeführt sind, insbesondere an Schwimmdachtanks
(die kein festes Tankdach besitzen) höhenverstellbare Schwimmdachstützen vorgesehen
werden, mit denen sich das Schwimmdach bei niedrigem Flüssigkeitsstand am Behälterboden
abstützt. Für den Normalbetrieb des Behälters werden die Dachstützen in eine höhere
Stellung verschoben, so dass sie nur etwa 1 m von der Unterseite der schwimmenden
Abdeckung vorstehen; der Abstand zwischen Tankboden und tiefster Schwimmdachstellung
beträgt nur etwa 1 m und das Tankvolumen ist besser nutzbar. Vor geplanten Reparaturen
am Behälter werden bei gefülltem Behälter die Dachstützen so verschoben, dass sie
das Schwimmdach in einer hohen Stellung etwa 2 m über dem Tankboden halten. Das Verstellen
der Schwimmdachstützen ist mit Risiken für das Montagepersonal sowie mit Brandgefahren
verbunden. Häufig werden für die Schwimmdachstützen konzentrische, gegeneinander verschiebbare
Rohre (Bein und stützendes Hüllrohr) verwendet, die korrodieren und sich dann nur
noch schwer verschieben lassen. Allerdings verzichtet man dann, wenn der Behälter
zusätzlich ein festes Dach und eine Innenschwimmdecke besitzt, häufig auf die Verstellbarkeit
der Stützen, da die notwendigen Arbeiten bei gefülltem Tank und geschlossenem Raum
ohnehin zu hohe Risiken darstellen. Das bedeutet, die betreffenden Schwimmdecken sind
in der Regel nur mit feststehenden Stützen (2 m Stützhöhe) ausgestattet.
[0010] Ein weiterer, vierter Problemkreis ist darin zu sehen, dass nach einer Vollentleerung
des Behälters für eine vorgesehene Reparatur der Gasraum unter der schwimmenden Abdeckung
entgast werden muss. Hierzu werden Fremdfirmen benötigt, die die Dämpfe aus dem Totraum
des Behälters absaugen und verbrennen. Diese Arbeit kann bei größeren Behältern mehrere
Wochen beanspruchen und führt zu enormen Kosten- und Sicherheitsrisiken. Außerdem
muss in der letzten Verbrennungsphase dieser Arbeiten bei abnehmender Dämpfe-Konzentration
ein Fremdgas vor der Verbrennung zugemischt werden, eine Maßnahme, die aus Umweltschutzgründen
vorgeschrieben ist.
[0011] Ein weiterer, fünfter Problemkreis ist die Tatsache, dass der enorme Aufwand bei
Vollentleerung der Behälter nicht nur zu enormen Kosten und Risiken führt, sondern
auch eine große Behinderung für eine flexible Umbelegung des Tankraums für einen eventuellen
Produktwechsel darstellt. Dies ist gegensätzlich zu der heutigen Forderung, dass Tanklager
sehr flexibel auf geänderte Einlagerungswünsche ausgelegt sein müssen, um die vorhandenen
Lagervolumina bestens zu vermieten.
[0012] Die vorliegende Erfindung geht von einer Lagerstätte zur Lagerung von leicht flüchtigen
Kohlenwasserstoffen mit mindestens einem als Lagerbehälter dienenden vertikalen Rundbehälter
aus, wobei der Rundbehälter mit einer die Flüssigkeitsoberfläche abdeckenden, schwimmenden
Abdeckung in Form eines Schwimmdachs oder einer Schwimmdecke ausgestattet ist; der
zwischen der Abdeckung und der Behälterwand gebildete Ringraum ist mittels flexiblen
Dichtelementen abgedichtet. In der schwimmenden Abdeckung sind Armaturen zur selbsttätigen
Kontrolle des Überdrucks und des Unterdrucks in dem Raum unterhalb der Abdeckung integriert.
[0013] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, die vorstehend aufgezeigten Emissionen und Brandrisiken drastisch zu reduzieren.
Weiterhin soll der Lagerraum annähernd zu 100 % nutzbar gemacht und die Flexibilität
des Lagerraums für Produkt-Umbelegungen erhöht werden. Auch soll die Möglichkeit bestehen,
Emissionen energetisch nutzbar zu machen.
[0014] Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1. Bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0015] Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Armaturen des mindestens einen
Rundbehälters an eine Dämpfeleitung angeschlossen sind, die am oberen Rand aus dem
Behälter geführt ist (vorzugsweise über den oberen Rand des Behälters) und ihrerseits
mit einem separaten Dämpfe-Ausgleichsbehälter verbunden ist, der zum Puffern von Dämpfen,
die unter bestimmten Betriebsbedingungen aus dem Raum unter der Abdeckung zugeführt
oder abgeführt werden müssen, dient. Der Rundbehälter und der Dämpfe-Ausgleichsbehälter
bilden ein geschlossenes System, wodurch eine vollständige Trennung zwischen Atmosphäre
und Lagerprodukt erfolgt. Die Armaturen dienen dazu, den Raum unterhalb der schwimmenden
Abdeckung sowohl gegen Überdruck als auch gegen ein möglicherweise auftretendes Vakuum
zu schützen.
[0016] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen treten folglich die vorstehend aufgeführten
Probleme nicht auf oder werden weitgehend vermieden.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Dämpfeleitung innerhalb
des Rundbehälters einen vertikal verlaufenden Abschnitt aufweist, der als Faltenbalg
ausgebildet ist und der in Abhängigkeit der Schwimmhöhe der schwimmenden Abdeckung
expandiert oder kontrahiert. Aufgrund dieses Faltenbalgs wird die Dämpfeleitung entsprechend
der Lage der schwimmenden Abdeckung als Folge der Behälterbefüllung verlängert oder
verkürzt.
[0018] Es ist auch vorgesehen, dass der Faltenbalg der Dämpfeleitung einen feststehenden
Träger umgibt und dass der Faltenbalg an dem oberen Ende des Trägers befestigt ist.
Die Befestigungsstelle des Faltenbalgs an dem Träger bildet einen feststehenden Bezugspunkt
für den Faltenbalg. Das untere Ende des Faltenbalgs wird bevorzugt an einem Konstruktionsteil
des Schwimmdachs befestigt und verändert sich mit der Schwimmlage des Schwimmdachs.
[0019] Ein weiterer Vorteil wird dann erreicht, wenn der Träger, den der Faltenbalg umgibt,
gleichzeitig als Probennahme-, Peil-, Mess- und/oder Führungsrohr oder als Dachstütze
ausgebildet ist, wodurch gleichzeitig die vertikale Durchführung des Trägers durch
die schwimmende Abdeckung abgedichtet wird. Der Faltenbalg ist heute an einigen Behältern
bereits vorhanden, da die Vertikaldurchführungen durch die schwimmende Abdeckung heute
die größte Emissionsquelle am Behälter darstellt. In einer alternativen Ausführungsform
kann die Dämpfeleitung innerhalb eines Rundbehälters entlang einer Rollleiter geführt
werden. Eine solche Rollleiter ist an dem Bereich des oberen Rands des Rundbehälters
schwenkbar verbunden, während das untere Ende mit Rollen versehen ist und entlang
einer auf der schwimmenden Abdeckung aufliegenden Rollbahn rollt. Mit sich ändernder
Schwimmhöhe des Schwimmdachs verändert die Rollleiter ihre Neigung, wobei die Rollen
stets entlang der Rollbahn geführt werden. Somit stellt die Rolleiter eine stabile
Halterung für die Dämpfeleitung dar.
[0020] Der Dämpfe-Ausgleichsbehälter ist vorzugsweise ein solcher mit einer flexiblen Membran,
auf die ein Ballastgewicht einwirkt. Über die Größe des verwendeten Ballastgewichts
kann der notwendige Druck in dem Raum des Ausgleichsbehälters eingestellt werden.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform sollte der Ringraum zwischen der schwimmenden Abdeckung,
der Behälterwand und einer Randabdichtung oberhalb der Flüssigkeitsoberfläche mit
dem Raum unterhalb der schwimmenden Abdeckung verbunden sein, um auch aus diesem Ringraum
sich dort ansammelnde Dämpfe abzuführen.
[0022] Um insbesondere den Anteil der Dämpfe aus dem Rundbehälter, der nicht durch den Dämpfe-Ausgleichsbehälter
oder gegebenenfalls weitere Auffangeinrichtungen aufgenommen werden kann, zu nutzen,
ist vorgesehen, eine Dämpfeverwertungs- und/oder Dämpfeverbrennungseinrichtung an
dem Dämpfe-Ausgleichsbehälter anzuschließen.
[0023] Die Erfindung ist vorzugsweise dann einzusetzen, wenn die Lagerstätte mehrere Lagerbehälter
umfasst. In einem solchen Fall werden diese Lagerbehälter an einen gemeinsamen Dämpfe-Ausgleichsbehälter
angeschlossen.
[0024] Der Dämpfe-Ausgleichsbehälter mit seinem Ballastgewicht sollte unter Berücksichtigung
der Strömungswiderstände der Dämpfeleitung so ausgelegt werden, dass er einen Unterdruck
in dem Raum unterhalb der Abdeckung vermeidet, indem er Dämpfe in diesen Raum zuführt,
und sollte auch so ausgelegt werden, dass er einen vorgegebenen Überdruck in diesem
Raum unterhalb der Abdeckung vermeidet, indem er Dämpfe aus dem Raum aufnimmt.
[0025] Um eine Ableitung der Dämpfe zum Dämpfe-Ausgleichsbehälter zu unterstützen, kann
in der Dämpfeleitung ein Gebläse angeordnet werden, das über Drucksensoren in dem
Tankbehälter unterhalb der schwimmenden Abdeckung gesteuert wird.
[0026] Die Erfindung betrifft auch eine Lagerstätte mit mehreren Lagerbehältern, wobei diese
Lagerbehälter in mindestens zwei Gruppen unterteilt sind, wobei die Zuordnung zu den
mindestens zwei Gruppen nach deren über die schwimmende Abdeckung auf die Flüssigkeit
ausgeübten Druck erfolgt. Jeder Lagerbehälter einer Gruppe ist einem an diesen Druck
angepassten Dämpfe-Ausgleichsbehälter zugeordnet. Die unterschiedlichen Dämpfe-Ausgleichsbehälter
sind über eine Dämpfe-Ausgleichsleitung verbunden, in die ein Druckerhöhungsgebläse
zur Förderung von Dämpfen von dem Dämpfe-Ausgleichsbehälter niederen Drucks zu dem
Dämpfe-Ausgleichsbehälter höheren Drucks eingefügt ist. Hierdurch ergibt sich ein
flexibles und selbsttätig wirksames System, um aus den jeweiligen Behältern abzuführende
Dämpfe aufzunehmen, zu puffern und wieder zu den Behälterinnenräumen zuzuführen, falls
dies erforderlich ist. Das System arbeitet einerseits durch das Gewicht der schwimmenden
Abdeckung und andererseits durch das Ballastgewicht in dem Dämpfe-Ausgleichsbehälter
selbständig.
[0027] Weiterhin ist vorgesehen, dass der in der untersten Stellung der schwimmenden Abdeckung
des Rundbehälters zwischen der schwimmenden Abdeckung und dem Behälterboden verbleibende
Raum mit einem Spülflüssigkeitsvorrat verbunden ist und die in dem verbleibenden Raum
nach Entleerung des Behälters vorhandenen Kohlenwasserstoffdämpfe durch Einleiten
der Spülflüssigkeit in den Rundbehälter bis zur Stützhöhe der schwimmenden Abdeckung
an den Dämpfe-Ausgleichsbehälter abgeführt werden. In einem solchen Fall können als
Spülflüssigkeit Wasser oder Lagerflüssigkeiten mit geringem Dampfdruck aus anderen
Lagerbehältern der Lagerstätte eingesetzt werden.
[0028] Die erfindungsgemäße Lagerstätte bringt somit in den verschiedenen Ausführungsformen
folgende Vorteile mit sich:
- Erhöhung des nutzbaren Lagervolumens um etwa 10 %
- Vermeidung von Emissionen bei Überdruck unter der schwimmenden Abdeckung
- Vermeidung von Emissionen bei Leerung der Behälter unter die Stützhöhe der schwimmenden
Abdeckung
- Entfall der kosten- und zeitaufwendigen Entgasung der Räume unter der schwimmenden
Abdeckung vor Inspektions- und Reparaturmaßnahmen am Lagerbehälter
[0029] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt
- Figur 1
- einen Querschnitt eines vertikalen Rundbehälters in der Form eines offenen Schwimmdachtanks
mit einer schwimmenden Abdeckung und einer an einem Peilrohr geführten Dämpfeleitung
in Form eines Faltenbalgs, die mit einem Dämpfe-Ausgleichsbehälter verbunden ist,
- Figur 2
- einen Querschnitt eines weiteren vertikalen Rundbehälters ebenfalls in der Form eines
offenen Schwimmdachtanks mit einer schwimmenden Abdeckung und einer entlang einer
Rollleiter geführten Dämpfeleitung in Form eines Schlauchs,
- Figur 3
- einen Querschnitt eines vertikalen Rundbehälters entsprechend der Figur 1 mit einem
zusätzlichen Festdach, und einer Innenschwimmdecke in Stahl-Pfannenbauweise,
- Figur 4
- einen Querschnitt eines vertikalen Rundbehälters entsprechend der Figur 3, wobei die
schwimmende Abdeckung als Leichtbau-Gliederkonstruktion mit Dampfraum zwischen Flüssigkeitsoberfläche
und abdeckender Blechhaut ausgeführt ist,
- Figur 5
- eine schematische Darstellung einer Lagerstätte mit drei Lagerbehältern, einem diesen
Lagerbehältern zugeordneten Dämpfe-Ausgleichsbehälter und einer Gasverwertungs-/Gasverbrennungseinrichtung,
und
- Figur 6
- eine schematische Darstellung einer Lagerstätte mit in zwei Gruppen gruppierten Lagerbehältern,
denen jeweils ein Dämpfe-Ausgleichsbehälter zugeordnet ist, die miteinander über eine
Dämpfe-Ausgleichsleitung und ein Druckerhöhungsgebläse verbunden sind.
[0030] Der Rundbehälter, der in Figur 1 im Querschnitt dargestellt und mit dem Bezugszeichen
1 bezeichnet ist, stellt einen offenen Schwimmdachtank dar und umfasst einen Behälterboden
2 und eine vertikale Behälterwand 3. Die sich in dem Behälterraum 4 befindliche Flüssigkeit
(leicht flüchtige Kohlenwasserstoffe) ist von einer schwimmenden Abdeckung 5 abgedeckt.
[0031] Die schwimmende Abdeckung 5 wird durch einen Ringponton 6 oberhalb der Flüssigkeit
getragen, der um den Umfangsbereich der schwimmenden Abdeckung 5 verteilt angeordnet
ist. Der zwischen der Außenwand 7 der schwimmenden Abdeckung 5 und der Innenseite
der Behälterwand 3 verbleibende Ringraum 8 ist durch flexible Dichtelemente 9 abgeschlossen,
so dass zum einen kein Niederschlagswasser in den Raum unterhalb der schwimmenden
Abdeckung 5 eindringen kann und zum anderen keine Dämpfe aus dem Raum unterhalb der
schwimmenden Abdeckung 5 entweichen können, wobei sich, wie in der Figur angedeutet
ist, solche Dämpfe auch in dem Ringraum 8 oberhalb der Flüssigkeitsoberfläche 10 ansammeln.
[0032] An der Unterseite der schwimmenden Abdeckung 5 befindet sich über deren Fläche verteilt
eine Vielzahl von Stützen 11, mit denen die schwimmende Abdeckung 5 auf dem Behälterboden
2 aufsteht, wenn die Lagerflüssigkeit bis zu einem Restvolumen aus dem Behälter 1
entleert ist. Nachdem die dann noch verbleibende Flüssigkeit vollständig aus dem Behälter
1 entleert ist und der Raum 4 zwischen Behälterboden 2 und schwimmender Abdeckung
5 entgast ist, kann die schwimmende Abdeckung auch von der Unterseite inspiziert und
gewartet werden.
[0033] In der schwimmenden Abdeckung 5 befindet sich zum einen eine Armatur in Form eines
Überdruckventils 12 zur selbsttätigen Kontrolle eines Überdrucks in dem Behälterraum
4 und zum anderen eine Armatur in Form eines Vakuumsicherungsventils 13 zur selbsttätigen
Kontrolle eines Unterdrucks in dem Behälterraum 4. Beide Armaturen 12, 13 sind über
eine Dämpfeleitung 14 mit einem Dämpfe-Ausgleichsbehälter 15 außerhalb des Rundbehälters
1 verbunden.
[0034] Die Dämpfeleitung 14 umfasst innerhalb des Behälterraums einen vertikal verlaufenden
Abschnitt, der als Faltenbalg 16 ausgebildet ist. Dieser Faltenbalg 16 verlängert
oder verkürzt sich in Abhängigkeit der Schwimmhöhe der schwimmenden Abdeckung 5, wie
dies in dem unteren Teil des Faltenbalgs 16 angedeutet ist. In der in Figur 1 gezeigten
Ausführungsform umgibt der Faltenbalg 16 einen feststehenden Träger 17, der mittels
Halterungen 18 an seinem unteren und an seinem oberen Ende mit der Behälterwand 3
verbunden ist. Dieser Träger 17 ist zusätzlich als Probennahme-, Peil- und Messrohr
ausgeführt, wozu er in Längsrichtung mit einer Reihe von gleichmäßig beabstandeten
Löchern 19 versehen ist, die garantieren, dass die Niveaupeilung im Peilrohr die korrekten
Werte ergibt. Das untere Ende des Faltenbalgs 16 ist an einem erweiterten Gehäuseteil
20a des Hüllrohrs 20 zur Peilrohrdurchführung befestigt.
[0035] Der Dämpfe-Ausgleichsbehälter 15 umfasst eine flexible Membran 21 mit einem darauf
einwirkenden Ballastgewicht 22, das den Druck in dem Ausgleichsraum 23 herstellt.
[0036] Der Dämpfe-Ausgleichsbehälter 15 ist mit dessen Ballastgewicht 22 unter Berücksichtigung
der Strömungswiderstände der Dämpfeleitung 14 so ausgelegt, dass er einen Unterdruck
in dem Raum 4 unterhalb der Abdeckung 5 vermeidet, indem er Dämpfe in benötigter Menge
und Zeit in diesen Raum 4 zuführt, und ist andererseits auch so ausgelegt, dass er
einen vorgegebenen Überdruck in diesem Raum 4 unterhalb der Abdeckung 5 vermeidet,
indem er Dämpfe in benötigter Menge und Zeit aus dem Raum 4 aufnimmt. Der notwendige
Druckausgleich wird durch das Überdruckventil 12 und das Unterdruckventil 13 sichergestellt.
[0037] In Figur 1 ist zu erkennen, dass das Unterdruckventil 13 einen Betätigungsstab 24
aufweist, der länger ausgeführt ist als die Länge der Stützen 11, so dass das Ende
dieses Betätigungsstabs 24 mit dem Behälterboden 2 des Rundbehälters 1 in Berührung
gelangt, bevor die schwimmende Abdeckung 5 mit den Stützen 11 auf dem Boden aufsteht.
Dadurch wird über den Betätigungsstab 24 das Unterdruckventil 13 betätigt, bevor die
schwimmende Abdeckung 5 auf dem Behälterboden 2 mit den Stützen 11 aufsteht, wodurch
die Dämpfezuführung aus dem Dämpfe-Ausgleichsbehälter gewährleistet ist.
[0038] Um auch den Ringraum 8 zwischen der Außenwand 7 der schwimmenden Abdeckung 5 und
der Behälterwand 3, der zur Atmosphäre hin durch die flexiblen Dichtelemente 9 abgedichtet
ist, bei Dämpfeüberschuss zu entlüften, oder eine Vakuumsituation bei Behälterentleerung
zu vermeiden, ist dieser Ringraum 8 über mindestens eine weitere Dämpfeleitung 25
mit dem Behälterraum 4 verbunden.
[0039] Es ist darauf hinzuweisen, dass in der nachfolgenden Beschreibung der verschiedenen
Ausführungsbeispiele, wie sie in den Figuren dargestellt sind, nicht alle Bauteile
erneut zu einer Ausführungsform beschrieben werden, wenn sie anhand einer anderen
Ausführungsform beschrieben oder erläutert sind. Entsprechend kann die Beschreibung
der verschiedenen Bauteile zu einer Ausführungsform auf die jeweiligen Bauteile einer
anderen Ausführungsform übertragen werden, ohne dass dies ausdrücklich erwähnt ist.
Auch können einzelne Bauelemente einer Ausführungsform auf eine andere Ausführungsform
übertragen oder dort eingesetzt werden.
[0040] Im Gegensatz zu Figur 1 ist in Figur 2 ein weiterer Querschnitt eines vertikalen
Rundbehälters 1 dargestellt, der in seinem wesentlichen Aufbau dem Rundbehälter 1
der Figur 1 entspricht. In Figur 2 ist jedoch die Dämpfeleitung 14 entlang einer Rollleiter
27 geführt. Die Rollleiter 27 ist an einer Halterung, die mit 18' bezeichnet ist,
schwenkbar befestigt und rollt mit ihrem freien unteren Ende mittels Rollen 27' auf
einer Führungsbahn 26, die auf der schwimmenden Abdeckung 5 aufsitzt, so dass sich
die Rollleiter 27 dann, wenn sich die Schwimmhöhe der schwimmenden Abdeckung 5 verändert,
entlang der Führungsbahn 26 verschieben kann. Die Dämpfeleitung 14, die in dieser
Ausführungsform als flexibler Schlauch ausgeführt ist, wird dadurch an der Rollleiter
27 geführt. Üblicherweise ist ohnehin eine solche Rollleiter 27 an Behältern ohne
festes Dach vorhanden, so dass diese Rollleiter 27 als Führungselement für die Dämpfeleitung
14 benutzt wird.
[0041] In der Figur 3 ist eine Ausführungsform gezeigt, die mit derjenigen der Figur 1 vergleichbar
ist; allerdings ist der Rundbehälter 1 mit einem zusätzlichen Festdach 8 ausgestattet.
Durch dieses Festdach 8 wird der Innenraum des Rundbehälters 1 und damit auch die
schwimmende Abdeckung 5 gegen Niederschlagswasser geschützt, so dass die schwimmende
Abdeckung 5 keine Niederschläge tragen muss und keinen Ringponton benötigt. Der Aufbau
der Dämpfeleitung 14 mit dem als Faltenbalg 16 ausgeführten vertikalen Abschnitt,
der den als Peilrohr 17 dienenden feststehenden Träger 17 umgibt, ist identisch zu
der Anordnung der Figur 1.
[0042] Der im Querschnitt dargestellte vertikale Rundbehälter 1 der Figur 4 entspricht demjenigen
der Figur 3, wobei allerdings die schwimmende Abdeckung 5 als Leichtbau-Gliederkonstruktion
ausgeführt ist. Diese Ausführungsform wird dann eingesetzt, wenn eine Innenschwimmdecke
nachträglich in einen geschlossenen Behälter durch das Mantelmannloch einzubringen
ist.
[0043] Üblicherweise umfassen Lagerstätten mehrere Rundbehälter 1, wie sie in den Figuren
1 bis 4 dargestellt sind. In Figur 5 ist als Beispiel eine Lagerstätte in einer schematischen
Darstellung mit drei Lagerbehältern gezeigt, wobei der obere Lagerbehälter ein solcher
mit Festdach und mit Leichtbau-Schwimmdecke 5b ,entsprechend Figur 4, ist, der mittlere
Lagerbehälter ein solcher mit Festdach und Pfannendecke, entsprechend Figur 3, ist,
während der untere Lagerbehälter ein offener Lagerbehälter mit schwimmender Abdeckung,
ein so genannter Schwimmdachtank, entsprechend Figur 1, ist. Die jeweiligen Dämpfeleitungen
14, die den einzelnen Lagerbehältern zugeordnet sind, sind mit dem Ausgleichsraum
23 eines gemeinsamen Dämpfe-Ausgleichsbehälters 15 verbunden. In einer der Dämpfeleitungen
14, die dem obersten Lagerbehälter mit Leichtbau-Schwimmdecke 5 b zugeordnet ist,
ist ein Druckerhöhungsgebläse 29 eingefügt. Dies wird benötigt, da die Leichtbau-Schwimmdecke
5 b nicht den notwendigen Gasdruck ausüben kann, um Dämpfe aus dem Raum 4 selbsttätig
in den Gasraum 23 des Dämpfe-Ausgleichsbehälters 15 zu drücken. Im Falle eines Unterdrucks
in Grasraum 4 bei Entleerung des Lagerbehälters fließen bei geschlossenen Ventilen
30 und geöffnetem Ventil 32 in der Bypassleitung 31 Dämpfe aus dem Dämpfe-Ausgleichsbehälter
15 selbsttätig zurück in den Gasraum 4.
[0044] Die Absperrventile 33 sind im Normalbetrieb der Lagerstätte immer geöffnet und sind
nur erforderlich, wenn einer der Lagerbehälter betriebstechnisch von dem Rest der
Lageranlage zu trennen ist. Das Volumen des Ausgleichsraums 23 des Dämpfe-Ausgleichsbehälters
15 kann durch die flexible Membran 21 in geeigneter Weise vergrößert oder verkleinert
werden, wobei der Druck in der Dämpfeleitung 14 dem über das Ballastgewicht 22 eingestellten
Druck in dem Ausgleichsraum 23 entspricht.
[0045] Falls das Volumen des Ausgleichsraums 23 des Dämpfe-Ausgleichsbehälters 15 nicht
ausreicht, um die aus den Lagerbehältern abgeführten Dämpfe aufzunehmen, kann eine
mit dem Dämpfe-Ausgleichsbehälter 15 verbundene Gasverwertungs/Gasverbrennungseinrichtung
34 zur weiteren Verwertung oder Verbrennung der Gase vorgesehen werden.
[0046] In Figur 6 ist in einer schematischen Darstellung eine weitere Lagerstätte dargestellt,
die beispielhaft vier Lagerbehälter zeigt, die in zwei Gruppen mit jeweils zwei Lagerbehältern
gruppiert sind. Jeder Gruppe aus zwei Lagerbehältern ist ein Dämpfe-Ausgleichsbehälter
15a, 15b, der mit deren Dämpfeleitungen 14 verbunden ist, zugeordnet. Um bei Bedarf
die Volumen der beiden Dämpfe-Ausgleichsbehälter 15a, 15b für beide Gruppen der Lagerbehälter
zu nutzen, sind diese über eine Dämpfe-Ausgleichsleitung 35 miteinander verbunden,
in die ein Druckerhöhungsgebläse 29 mit einer zugeordneten Bypassleitung 31 und den
Absperrventilen 30 sowie dem weiteren Absperrventil 32, vergleichbar mit der Anordnung
der Figur 5, die dem oberen Lagerbehälter zugeordnet ist, eingefügt ist. Über dieses
Druckerhöhungsgebläse 29 werden entsprechend den Erfordernissen Dämpfe von dem Dämpfe-Ausgleichsbehälter
15a niederen Drucks zu dem Dämpfe-Ausgleichsbehälter 15b höheren Drucks gefördert.
Auf diese Art und Weise können die Gasdrücke in den Dämpfe-Ausgleichsbehältern 15a
und 15b auf die möglichen Gasdrücke in den Gasräumen 4 der Lagerbehälter mit unterschiedlichem
Eigengewicht der jeweiligen schwimmenden Abdeckungen 5, 5a, 5b, 5c angepasst werden,
so dass der benötigte Austausch von Produkt-Dämpfen selbsttätig und ohne Risiken für
die jeweiligen Lagerbehälter und schwimmenden Abdeckungen erfolgen kann.
[0047] In Fig. 6 ist eine weitere Bauweise einer Leichtbau-Schwimmdecke in dem Behälter
1b gezeigt. Es handelt sich um eine Schwimmdecke aus GFK-Kunststoff, mit einem Flächengewicht
von 150 - 200 N/m
2 (15 - 20 Kp/m
2). Alle in Fig. 6 dargestellten schwimmenden Abdeckungen haben ein unterschiedliches
Flächengewicht, woraus sich die unterschiedlichen Dimensionierungen für die Gasdrücke
in den Dämpfespeichern 15a und 15b ergeben.
[0048] Das Schwimmdach in dem Behälter 1 kann Flächengewichte zwischen 600 und 1000 N/m
2 (60 und 100 Kp/m
2) aufweisen. Die Innenschwimmdecke in dem Behälter 1a kann Flächengewichte zwischen
400 und 600 N/m
2 (40 und 60 Kp/m
2) aufweisen. Die Leichtbau-Schwimmdecke aus Aluminium in dem Behälter 1c hat nur ein
Flächengewicht unter 100 N/m
2 (10 Kp/m
2) und kann somit keinen hohen Gasdruck unter der Schwimmdecke erzeugen. In dem Aufbau
der Figur 6 ist es ausreichend, nur einem der beiden Dämpfe-Ausgleichsbehälter 15
eine Gasverwertungs-/Gasverbrennungseinrichtung 34 zuzuordnen.
[0049] In Fig. 6 ist ein für alle Lagerbehälter gemeinsamer Spülflüssigkeitsbehälter 36
dargestellt, von dem aus nach Entleerung eines Lagerbehälters 1, 1a, 1b, 1c, eine
geeignete Spülflüssigkeit (Wasser, Heizöl, Diesel, Mitteldestillat, Slop, etc.) in
den Raum 4 unter der schwimmenden Abdeckung 5, 5a, 5b, 5c, gepumpt wird, wodurch die
in dem Raum 4 befindlichen Dämpfe in einen Dämpfe-Ausgleichsbehälter 15, 15a gedrückt
werden. Anschließend wird das Ventil 33 geschlossen und das Belüftungsventil 41 am
Ausgang des Behälters geöffnet und die Spülflüssigkeit wird in den Spülflüssigkeitsbehälter
36 zurückgepumpt. Mit den Bezugszeichen 37, 38, 39 und 40 sind eine Pumpe 37, Bypassleitungen
38 und Ventile 39 und 40 dargestellt, mit denen bei entsprechender Umschaltung der
Ventile die Spülflüssigkeit in unterschiedliche Richtungen befördert werden kann.
Bei Öffnung der Ventile 39 und Schließung der Ventile 40 wird die Spülflüssigkeit
zu dem Lagerbehälter 1, 1a, 1b, 1c gefördert und bei Öffnung der Ventile 40 und Schließen
der Ventile 39 wird die Spülflüssigkeit zu dem Spülflüssigkeitsbehälter zurückgefördert.
Der Spülvorgang der Räume 4 unter der schwimmenden Abdeckung 5, 5a, 5b, 5c erspart
dem Lagerbetreiber die kosten- und zeitaufwendige Befreiung der Räume 4 von brennbaren
und gesundheitsgefährdenden Dämpfen vor Inspektionen und Reparaturen in den Räumen
4 unter der schwimmenden Abdeckung.
1. Lagerstätte zur Lagerung von leicht flüchtigen Kohlenwasserstoffen mit mindestens
einem als Lagerbehälter dienenden vertikalen Rundbehälter (1), der mit einer die Flüssigkeitsoberfläche
abdeckenden, schwimmenden Abdeckung (5) in Form eines Schwimmdachs oder einer Schwimmdecke
ausgestattet ist, wobei ein zwischen Abdeckung (5) und Behälterwand (3) gebildeter
Ringraum (8) mittels flexibler Dichtelemente (9) abgedichtet ist und wobei in die
Abdeckung (5) Armaturen (12, 13) zur selbsttätigen Kontrolle des Überdrucks und des
Unterdrucks in dem Raum (4) unterhalb der Abdeckung (5) integriert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Armaturen (12, 13) des mindestens einen Rundbehälters (1) an eine Dämpfeleitung
(14) angeschlossen sind, die am oberen Ende aus dem Behälter geführt ist und ihrerseits
mit einem separaten Dämpfe-Ausgleichsbehälter (15) verbunden ist, wobei der Rundbehälter
(1) und der Dämpfe-Ausgleichsbehälter (15) ein geschlossenes System bilden.
2. Lagerstätte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfeleitung (14) innerhalb des Rundbehälters (1) einen vertikal verlaufenden
Abschnitt aufweist, der als Faltenbalg (16) ausgebildet ist und der in Abhängigkeit
der Schwimmhöhe der schwimmenden Abdeckung (5) expandiert oder kontrahiert.
3. Lagerstätte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltenbalg (16) einen feststehenden Träger (17) umgibt und dass der Faltenbalg
(16) an dem oberen Ende des Trägers (17) befestigt ist.
4. Lagerstätte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (17) als Probennahme-, Peil-, Mess- und/oder Führungsrohr oder als Dachstütze
ausgebildet ist.
5. Lagerstätte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfeleitung (14) innerhalb des Rundbehälters (1) entlang einer Rollleiter (27)
geführt ist.
6. Lagerstätte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfe-Ausgleichsbehälter (15) eine flexible Membran (21) mit einem darauf einwirkenden
Ballastgewicht (22) enthält.
7. Lagerstätte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Dämpfeverwertungs- und/oder Dämpfeverbrennungseinrichtungen (34) an dem Dämpfe-Ausgleichsbehälter
(15) angeschlossen sind.
8. Lagerstätte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere der Lagerbehälter (1) an den Dämpfe-Ausgleichsbehälter (15) angeschlossen
sind.
9. Lagerstätte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfe-Ausgleichsbehälter (15) mit dessen Ballastgewicht (22) unter Berücksichtigung
der Strömungswiderstände der Dämpfeleitung (14) so ausgelegt ist, dass er einen Unterdruck
in dem Raum (4) unterhalb der Abdeckung (5) vermeidet, indem er Dämpfe in diesen Raum
(4) in benötigter Menge und Zeit zuführt, und so ausgelegt ist, dass er einen vorgegebenen
Überdruck in diesem Raum (4) unterhalb der Abdeckung (5) vermeidet, indem er Dämpfe
in benötigter Menge und Zeit aus dem Raum (4) aufnimmt.
10. Lagerstätte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in die Dämpfeleitung (14) ein die Ableitung der Dämpfe zum Dämpfe-Ausgleichsbehälter
(15) unterstützendes Gebläse (29) angeordnet ist, das über Drucksensoren in dem Behälter
(1) unterhalb der schwimmenden Abdeckung (5) gesteuert wird.
11. Lagerstätte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Lagerbehälter (1) in mindestens zwei Gruppen nach deren über die schwimmende
Abdeckung (5, 5a, 5b, 5c) auf die Flüssigkeit ausgeübten Druck aufgeteilt sind, dass
jeder Gruppe ein diesem Druck angepasster Dämpfe-Ausgleichsbehälter (15a, 15b) zugeordnet
ist und dass die unterschiedlichen Dämpfe-Ausgleichsbehälter (15a, 15b) über eine
Dämpfe-Ausgleichsleitung (35) verbunden sind, in die ein Druckerhöhungsgebläse (29)
zur Förderung von Dämpfen von dem Dämpfe-Ausgleichsbehälter (15a) niederen Drucks
zu dem Dämpfe-Ausgleichsbehälter (15b) höheren Drucks eingefügt ist.
12. Lagerstätte nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der in der untersten Stellung der schwimmenden Abdeckung (5) des Rundbehälters (1)
zwischen der schwimmenden Abdeckung (5) und dem Behälterboden (2) verbleibende Raum
(4) mit einem Spülflüssigkeitsbehälter (36) verbunden ist und die in dem verbleibenden
Raum (4) nach Entleerung des Behälters (1) vorhandenen Kohlenwasserstoffdämpfe durch
Einleiten der Spülflüssigkeit in den Raum (4) an den Dämpfe-Ausgleichsbehälter (15)
abführbar sind.
13. Lagerstätte nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Spülflüssigkeit Wasser oder Lagerflüssigkeiten mit geringem Dampfdruck aus anderen
Lagerbehältern (1) der Lagerstätte eingesetzt werden.
1. A storage facility for the storage of highly volatile hydrocarbons, comprising at
least one vertical round container (1) which serves as a storage container and is
provided with a floating cover (5) covering a liquid surface in the form of a floating
roof or a floating cover, wherein an annular space (8) formed between the cover (5)
and the container wall (3) is sealed by means of flexible sealing elements (9) and
wherein fittings (12, 13) are integrated in the cover (5) for the autonomous control
of overpressure and negative pressure in a space (4) underneath the cover (5), characterized in that the fittings (12, 13) of the at least one round container (1) are connected to a
vapor line (14) which is led out of the container at an upper end and, in turn, is
connected to a separate vapor equalization container (15) with the round container
(1) and the vapor equalization container (15) forming a closed system.
2. A storage facility as in claim 1, characterized in that the vapor line (14) has a vertically extending section inside the round container
(1), which is formed as a bellows (16) and which expands or contracts depending on
a floating height of the floating cover (5).
3. A storage facility as in claim 2, characterized in that the bellows (16) surrounds a fixed support (17) and that the bellows (16) is attached
at an upper end of the support (17).
4. A storage facility as in claim 3, characterized in that the support (17) is formed as at least one of a sampling, sounding, measuring and
guide tube and as a roof support.
5. A storage facility as in claim 1, characterized in that the vapor line (14) is guided within the round container (1) along a rolling ladder
(27).
6. A storage facility as in one of claims 1 to 5, characterized in that the vapor equalization container (15) contains a flexible diaphragm (21) with a ballast
weight (22) acting thereon.
7. A storage facility as in one of claims 1 to 6, characterized in that at least one of vapor recovery and vapor combustion devices (34) is connected to
the vapor equalization container (15).
8. A storage facility as in one of claims 1 to 7, characterized in that a plurality of the storage containers (1) are connected to the vapor equalization
container (15).
9. A storage facility as in one of claims 1 to 8, characterized in that the vapor equalization container (15) is formed with its ballast weight (22), taking
into account flow resistances of the vapor line (14) such that it avoids a negative
pressure in a space (4) below the cover (5) by supplying vapors to said space (4)
in the required quantity and time, and is configured to prevent a predetermined overpressure
in said space (4) below said cover (5) by absorbing vapors in the required quantity
and time from the space (4).
10. A storage facility as in one of claims 1 to 8, characterized in that a blower (29) is arranged in the vapor line (14), which supports the removal of vapors
to the vapor equalization container (15), and is controlled by pressure sensors in
the container (1) below the floating cover (5).
11. A storage facility as in one of claims 1 to 10, characterized in that a plurality of storage containers (1) are divided into at least two groups according
to their pressure exerted on the liquid therein via the floating cover (5, 5a, 5b,
5c), that a vapor equalization container (15a, 15b) is assigned to each group adapted
to this pressure and that the different vapor equalization containers (15a, 15b) are
connected via a vapor equalization line (35), into which a pressure increasing blower
(29) is inserted for conveying vapors from a low-pressure vapor equalization container
(15a) to a higher pressure vapor equalization container (15b).
12. A storage facility as in one of claims 1 to 11, characterized in that a space (4) remaining between the floating cover (5) and the container bottom (2)
in the lowest position of the floating cover (5) of the round container (1) is connected
to a purging liquid container (36), and the hydrocarbon vapors present in said remaining
space (4) after the container (1) has been emptied can be discharged to the vapor
equalization container (15) by introducing a purging liquid into the space (4).
13. A storage facility as in claim 12, characterized in that water or storage liquids with a low vapor pressure from other storage containers
(1) of the storage facility are used as purging liquid.
1. Site de stockage, pour le stockage d'hydrocarbures légèrement volatils, comprenant
au moins un réservoir cylindrique (1) vertical servant de conteneur de stockage, lequel
est pourvu d'un couvercle flottant (5) couvrant la surface liquide sous la forme d'un
toit flottant ou d'un plafond flottant, dans lequel un espace annulaire (8) entre
un couvercle (5) et une paroi (3) du conteneur est rendu étanche au moyen d'éléments
de joint (9) flexibles et dans lequel, dans le couvercle (5), des robinets (12, 13)
pour le contrôle automatique de la surpression et de la dépression sont intégrés dans
l'espace (4) situé sous le couvercle (5), caractérisé en ce que les robinets (12, 13) dudit au moins un réservoir cylindrique (1) sont raccordés
à une conduite de vapeur (14) sortant du conteneur à l'extrémité supérieure et elle-même
raccordée à un réservoir de compensation de vapeur (15) séparé, dans lequel le réservoir
cylindrique (1) et le réservoir de compensation de vapeur (15) forment un système
fermé.
2. Site de stockage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la conduite de vapeur (14) présente une section à extension verticale à l'intérieur
du réservoir cylindrique (1), réalisée comme un soufflet (16) et s'expansant ou se
contractant en fonction de la hauteur de flottement du couvercle flottant (5).
3. Site de stockage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le soufflet (16) entoure un support (17) fixe et en ce que le soufflet (16) est fixé à l'extrémité supérieure du support (17).
4. Site de stockage selon la revendication 3, caractérisé en ce que le support (17) est réalisé comme conduite de prélèvement d'échantillon, de sondage,
de mesure et/ou conduite de guidage ou comme support de toit.
5. Site de stockage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la conduite de vapeur (14) est guidée le long d'un escalier roulant (27) à l'intérieur
du réservoir cylindrique (1).
6. Site de stockage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le réservoir de compensation de vapeur (15) comprend une membrane (21) flexible avec
une masse de lestage (22) agissant sur celle-ci.
7. Site de stockage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que des dispositifs de valorisation de vapeur et/ou de combustion de vapeur (34) sont
raccordés au réservoir de compensation de vapeur (15).
8. Site de stockage selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que plusieurs des conteneurs de stockage (1) sont raccordés au réservoir de compensation
de vapeur (15).
9. Site de stockage selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le réservoir de compensation de vapeur (15) avec sa masse de lestage (22) est prévu
compte tenu des résistances à l'écoulement de la conduite de vapeur (14), de manière
à empêcher une dépression dans l'espace (4) en dessous du couvercle (5), en conduisant
les vapeurs vers cet espace (4) en quantité et en temps exigés, et est prévu de manière
à empêcher une surpression définie dans cet espace (4) en dessous du couvercle (5),
en recevant les vapeurs de l'espace (4) en quantité et en temps exigés.
10. Site de stockage selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'une soufflante (29) assistant le refoulement des vapeurs vers le réservoir de compensation
de vapeur (15) est disposée dans la conduite de vapeur (14), et est commandée au moyen
de capteurs de pression dans le réservoir (1) en dessous du couvercle flottant (5).
11. Site de stockage selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que plusieurs conteneurs de stockage (1) sont répartis en au moins deux groupes en fonction
de la pression exercée par le couvercle flottant (5, 5a, 5b, 5c) sur le liquide, en ce qu'à chaque groupe est affecté un réservoir de compensation de vapeur (15a, 15b) adapté
à ladite pression et en ce que les différents réservoirs de compensation de vapeur (15a, 15b) sont reliés par une
conduite de compensation de vapeur (35) dans laquelle est introduite une soufflante
à élévation de pression (29) pour le refoulement de vapeurs du réservoir de compensation
de vapeur (15a) à basse pression vers le réservoir de compensation de vapeur (15b)
à haute pression.
12. Site de stockage selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'espace résiduel (4) dans la position la plus basse du couvercle flottant (5) du
réservoir cylindrique (1) entre le couvercle flottant (5) et le fond (2) du réservoir
est raccordé à un réservoir de liquide de rinçage (36) et en ce que les vapeurs d'hydrocarbures présentées dans l'espace résiduel (4) après vidange du
réservoir (1) sont évacuables vers le réservoir de compensation de vapeur (15) par
refoulement du liquide de rinçage dans l'espace (4).
13. Site de stockage selon la revendication 12, caractérisé en ce que de l'eau ou des liquides de stockage à faible pression de vapeur provenant d'autres
conteneurs de stockage (1) du site de stockage sont utilisés comme liquide de rinçage.