[0001] Die Erfindung betrifft eine elektromagnetische Verstelleinrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 sowie die Verwendung einer elektromagnetischen Verstelleinrichtung
für eine Nockenwellenverstellung einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 3.
[0002] Ein hydraulischer Nockenwellenversteller für eine Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs
umfasst eine elektromagnetische Verstelleinrichtung zur Betätigung eines Steuerventils
des hydraulischen Nockenverstellers, wobei die elektromagnetische Verstelleinrichtung
wenigstens eine Magnetspule mit einem Spulenkern und einen zur Betätigung des Steuerventils
relativ zur Nockenwelle in deren axialer Richtung verschiebbaren Anker aufweist.
[0003] Es sind elektromagnetische Verstelleinrichtungen für Nockenwellenversteller bekannt,
welche zur Betätigung des Steuerventils zwei Magnetspulen vorsehen. Des Weiteren sind
auch elektromagnetische Verstelleinrichtungen mit lediglich einer einzigen Magnetspule
bekannt.
[0004] Um Verstelleinrichtungen für Nockenwellenversteller mittels eines Motorsteuergerätes
zu steuern, werden diese mit einem Stecker ausgerüstet, über den die Verstelleinrichtung
an das Motorsteuersystem angeschlossen werden kann. Ein solcher Stecker muss bei einer
Verstelleinrichtung mit zwei Magnetspulen wenigstens drei Steckerkontakte für den
Anschluss der beiden Magnetspulen aufweisen, wie dies schematisch in Figur 3 dargestellt
ist.
[0005] Diese Figur 3 zeigt eine elektromagnetische Verstelleinrichtung 100 für Nockenwellenversteller
mit zwei Magnetspulen M1 und M2 eines Aktuators, wobei jede dieser Magnetspulen einen
ersten und zweiten Anschluss A11 und A12 bzw. A21 und A22 aufweist. Die beiden Magnetspulen
M1 und M2 sind innerhalb der Verstelleinrichtung 100 in Serie geschaltet. So ist der
erste Anschluss A11 der ersten Magnetspule M1 auf einen ersten Steckerkontakt K11
geführt ist; der zweite Anschluss A12 ist mit dem zweiten Anschluss A22 der zweiten
Magnetspule M2 zusammengeführt und bildet einen dritten Steckerkontakt K13. Der erste
Anschluss A21 der zweiten Magnetspule M2 bildet den zweiten Steckerkontakt K12. Zur
Bestromung der Serienschaltung der beiden Magnetspulen M1 und M2 wird entweder an
den ersten Steckerkontakt K11 oder an den zweiten Steckerkontakt K12 der positive
Pol einer Betriebsspannungsquelle angelegt, während an den dritten Steckerkontakt
K13 der negative Pol der Betriebsspannung angelegt wird. Diese Steckerkontakte K11,
K12 und K13 bilden gegebenenfalls zusammen mit weiteren Steckerkontakten einen Stecker
SK dieser Verstelleinrichtung 100. Je nachdem, ob an dem ersten oder zweiten Steckerkontakt
K11 bzw. K12 der positive Pol der Betriebsspannungsquelle angelegt wird, wird eine
unterschiedliche Bestromungsrichtung des Stromes durch die beiden Magnetspulen M1
und M2 eingestellt.
[0006] Bei einer Verstelleinrichtung mit lediglich einer einzigen Magnetspule sind dagegen
lediglich zwei Steckerkontakte erforderlich. Dies zeigt eine schematisch in Figur
2 dargestellte Verstelleinrichtung 10 mit einer einzigen Magnetspule M eines Aktuators
mit einem ersten Anschluss A und einem zweiten Anschluss B, die jeweils an einen Steckerkontakt
K1 und K2 geführt sind. Diese beiden Steckerkontakte bilden gegebenenfalls mit weiteren
Steckerkontakten einen Stecker S der Verstelleinrichtung 10.
[0007] Im Vergleich zur Verstelleinrichtung 100 benötigt die Verstelleinrichtung 10 einen
Steckerkontakt weniger. Daher muss in Abhängigkeit der Verstelleinrichtung die jeweilige
passende Buchse bereitgestellt werden. Eine "Steckerkompatibilität" zwischen diesen
beiden Ausführungen von Verstelleinrichtungen 10 und 100 besteht nicht.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte elektromagnetische
Verstelleinrichtung mit einer einzigen Magnetspule derart weiterzuentwickeln, dass
ein Stecker verwendbar ist, der zu demjenigen Stecker einer elektromagnetischen Verstelleinrichtung
mit zwei Magnetspulen kompatibel ist.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine elektromagnetische Verstelleinrichtung mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch die Verwendung einer solchen elektromagnetischen
Verstelleinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 3.
[0010] Eine solche elektromagnetische Verstelleinrichtung weist einen eine einzige Magnetspule
umfassenden Aktuator sowie Steckerkontakten zum Betreiben der Verstelleinrichtung
an einer Betriebsspannungsquelle mit einem ersten und zweiten Spannungspol auf, wobei
- ein erster Anschluss der Magnetspule mit einem ersten Steckerkontakt verbunden ist,-
ein zweiter Anschluss der Magnetspule mit einem zweiten Steckerkontakt verbunden ist,
wobei entweder der erste oder der zweite Steckerkontakt mit dem ersten Spannungspol
verbunden ist,
- ein erstes Transistorelement mit einer Steuerelektrode vorgesehen ist, welches den
ersten Anschluss der Magnetspule mit einem dritten Steckerkontakt verbindet, und
- die Steuerelektrode des ersten Transistorelementes über ein erstes Widerstandselement
mit dem zweiten Steckerkontakt verbunden ist.
[0011] Solche Verstelleinrichtungen sind beispielweise aus
FR 2 145 637 A1 bekannt. Die erfindungsgemäße elektromagnetische Verstelleinrichtung zeichnet sich
dadurch aus, dass
- ein zweites Transistorelement mit einer Steuerelektrode vorgesehen ist, welches den
zweiten Anschluss der Magnetspule mit dem dritten Steckerkontakt verbindet,
und
- die Steuerelektrode des zweiten Transistorelementes über ein zweites Widerstandselement
mit dem ersten Steckerkontakt verbunden ist.
[0012] Diese erfindungsgemäße Anordnung mit einer einzigen Magnetspule und den beiden Transistorelementen
stellt eine H-Schaltung dar, mit der einerseits zwei Bestromungsrichtungen des Stromes
durch die einzige Magnetspule realisierbar sind und andererseits wie bei einer Verstelleinrichtung
mit zwei Magnetspulen ebenso drei Steckerkontakte geschaffen werden. Damit kann mit
dieser H-Schaltung und den dadurch geschaffenen drei Steckerkontakten ein Stecker
bereitgestellt werden, der mit einem Stecker für eine Verstellvorrichtung mit zwei
Magnetspulen kompatibel ist.
[0013] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der erste Anschluss der
Magnetspule über eine erste Verpolschutzdiode mit dem ersten Steckerkontakt verbunden
und der zweite Anschluss der Magnetspule über eine zweite Verpolschutzdiode mit dem
zweiten Steckerkontakt verbunden.
[0014] Erfindungsgemäß wird die elektromagnetische Verstelleinrichtung für eine Nockenwellenverstellung
einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs verwendet.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren ausführlich beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer elektromagnetischen Verstelleinrichtung mit einer
in einer HSchaltung verschalteten Magnetspule gemäß der Erfindung,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung einer elektromagnetischen Verstelleinrichtung für einen
Nockenwellenversteller einer Brennkraftmaschine mit einer einzigen Magnetspule gemäß
Stand der Technik, und
- Figur 3
- eine schematische Darstellung einer elektromagnetischen Verstelleinrichtung für einen
Nockenwellenversteller einer Brennkraftmaschine mit zwei Magnetspulen gemäß Stand
der Technik.
[0016] Die beiden Figuren 2 und 3 wurden bereits in der Beschreibungseinleitung beschrieben;
gegebenenfalls wird hierauf Bezug genommen.
[0017] Die Figur 1 zeigt entsprechend Figur 2 eine elektromagnetische Verstelleinrichtung
1 für einen hydraulischen Nockenwellenversteller. Diese elektromagnetische Verstelleinrichtung
1 umfasst einen Aktuator mit einer einzigen Magnetspule M mit einem ersten Anschluss
A und einem zweiten Anschluss B. Diese Magnetspule M ist in einer H-Schaltung verschaltet
und mit drei Steckerkontakten K21, K22 und K23 verbunden, die gegebenenfalls mit weiteren
Steckerkontakten einen Stecker 2 bilden. Der Unterschied zur elektromagnetischen Verstelleinrichtung
10 gemäß Figur 2 besteht darin, dass dort die Magnetspule M mit lediglich zwei Steckerkontakten
K1 und K2 verschaltet ist, während bei derjenigen nach Figur 1 für die Magnetspule
M drei Steckerkontakte K21, K22 und K23 zur Verfügung stehen.
[0018] Gemäß Figur 1 ist der erste Anschluss A dem Magnetspule M über eine erste Verpolschutzdiode
D1 mit dem ersten Steckerkontakt K21 verbunden, während der zweite Anschluss B der
Magnetspule M über eine zweite Verpolschutzdiode D2 mit dem zweiten Steckerkontakt
K22 verbunden ist.
[0019] Des Weiteren umfasst die H-Schaltung ein erstes Transistorelement T1 sowie ein zweites
Transistorelement T2, wobei das erste Transistorelement T1 über dessen Kollektor-Emitter-Strecke
den ersten Anschluss A der Magnetspule M mit dem dritten Steckerkontakt K23 verbindet.
In gleicher Weise verbindet das zweite Transistorelement T2 den zweiten Anschluss
B der Magnetspule M mit dem dritten Steckerkontakt K23, wobei der Kollektor K des
zweiten Transistorelementes T2 mit dem zweiten Anschluss B der Magnetspule M und der
Emitter E des zweiten Transistorelementes T2 mit dem dritten Steckerkontakt K23 verbunden
ist.
[0020] Die Basis-Elektrode B2 des zweiten Transistorelementes T2 ist über ein erstes Widerstandselement
R1 mit dem ersten Steckerkontakt K21 verbunden, während die Basis-Elektrode B1 des
ersten Transistorelementes T1 über ein zweites Widerstandselement R2 auf den zweiten
Steckerkontakt K22 geführt ist.
[0021] In Figur 1 ist auch schematisch eine Betriebsspannungsquelle 3 mit einem ersten Spannungspol
3.1, dem Plus-Pol und einem zweiten Spannungspol 3.2, dem Minus-Pol dargestellt. Der
Plus-Pol 3.1 wird entweder mit dem ersten Steckerkontakt K21 oder mit dem zweiten
Steckerkontakt K22 verbunden, während der dritte Steckerkontakt K23 mit dem Minus-Pol
3.2 verbunden ist.
[0022] Liegt der erste Steckerkontakt K21 an dem Plus-Pol 3.1 der Betriebsspannungsquelle
3 an, wird die Magnetspule M in Richtung entsprechend des Pfeiles P1 bestromt. Die
dagegen der zweite Steckerkontakt K22 an dem Plus-Pol 3.1 der Betriebsspannungsquelle
3 an, wird die Magnetspule M in umgekehrter Richtung, also in Richtung des Pfeiles
P2 bestromt. Damit kann ein Anker des Aktuators mit der Magnetspule M entgegengesetzte
Richtungen bewegt werden.
1. Elektromagnetische Verstelleinrichtung (1) mit einem eine einzige Magnetspule (M)
umfassenden Aktuator sowie mit Steckerkontakten zum Betreiben der Verstelleinrichtung
(1) an einer Betriebsspannungsquelle (3) mit einem ersten und zweiten Spannungspol
(3.1, 3.2), wobei
- ein erster Anschluss (A) der Magnetspule (M) mit einem ersten Steckerkontakt (K21)
verbunden ist,
- ein zweiter Anschluss (B) der Magnetspule (M) mit einem zweiten Steckerkontakt (K22)
verbunden ist, wobei entweder der erste oder der zweite Steckerkontakt (K21, K22)
mit dem ersten Spannungspol (3.1) verbindbar ist,
- ein erstes Transistorelement (T1) mit einer Steuerelektrode (B1) vorgesehen ist,
welches den ersten Anschluss (A) der Magnetspule (M) mit einem dritten Steckerkontakt
(K23) verbindet,
- die Steuerelektrode (B1) des ersten Transistorelementes (T1) über ein erstes Widerstandselement
(R2) mit dem zweiten Steckerkontakt (K22) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein zweites Transistorelement (T2) mit einer Steuerelektrode (B2) vorgesehen ist,
welches den zweiten Anschluss (B) der Magnetspule (M) mit dem dritten Steckerkontakt
(K23) verbindet, wobei der dritte Steckerkontakt (K23) mit dem zweiten Spannungspol
(3.2) verbindbar ist, und
- die Steuerelektrode (B2) des zweiten Transistorelementes (T2) über ein zweites Widerstandselement
(R1) mit dem ersten Steckerkontakt (K21) verbunden ist.
2. Elektromagnetische Verstelleinrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der erste Anschluss (A) der Magnetspule (M) über eine erste Verpolschutzdiode (D1)
mit dem ersten Steckerkontakt (K21) verbunden ist, und
- der zweite Anschluss (B) der Magnetspule (M) über eine zweite Verpolschutzdiode
(D2) mit dem zweiten Steckerkontakt (K22) verbunden ist.
3. Verwendung einer elektromagnetischen Verstelleinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche für eine Nockenwellenverstellung einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs.
1. Electromagnetic adjusting device (1) with an actuator comprising a single magnet coil
(M) and also comprising plug contacts for operating the adjusting device (1) on a
operating voltage source (3) with a first and second voltage pole (3.1, 3.2), wherein
- a first terminal (A) of the magnet coil (M) is connected to a first plug contact
(K21),
- a second terminal (A) of the magnet coil (M) is connected to a second plug contact
(K22), wherein either the first or the second plug contact (K21, K22) is connected
to the first voltage pole (3.1),
- a first transistor element (T1) with a control electrode (B1) is provided and connects
the first terminal (A) of the magnet coil (M) to a third plug contact (K23),
- the control electrode (B1) of the first transistor element (T1) is connected via
a first resistance element (R1) to the second plug contact (K22),
characterised in that
- a second transistor element (T2) with a control electrode (B2) is provided and connects
the second terminal (A) of the magnet coil (M) to the third plug contact (K23), wherein
the third plug contact (K23) can be connected to the second voltage pole (3.2), and
- the control electrode (B2) of the second transistor element (T2) is connected via
a second resistance element (R2) to the first plug contact (K21).
2. Electromagnetic adjustment device (1) according to claim 1,
characterised in that
- the first terminal (A) of the magnet coil (M) is connected via a first reverse polarity
protection diode (D1) is connected to a first plug contact (K21),
- the second terminal (B) of the magnet coil (M) is connected via a second reverse
polarity protection diode (D2) to the second plug contact (K22).
3. Use of an electromagnetic adjustment device (1) according to one of the preceding
claims for a camshaft adjustment of an internal combustion engine of a vehicle.
1. Dispositif de réglage électromagnétique (1) comprenant un actionneur comportant une
seule bobine magnétique (M) ainsi que des contacts à fiches permettant de faire fonctionner
le dispositif de réglage (1) sur une source de tension de fonctionnement (3) ayant
un premier pôle de tension et un second pôle de tension (3.1, 3.2), dispositif dans
lequel :
- une première borne (A) de la bobine magnétique (M) est reliée à un premier contact
à fiche (K21),
- la seconde borne (B) de la bobine magnétique (M) est reliée à un second contact
à fiche (K22), le premier contact à fiche, ou le second contact à fiche (K21, K22)
pouvant être relié au premier pôle de tension (3.1),
- il est prévu un premier élément de transistor (T1) comportant une électrode de commande
(B1) qui relie la première borne (A) de la bobine magnétique (M) à un troisième contact
à fiche (K23),
- l'électrode de commande (B1) du premier élément de transistor (T1) est relié au
moyen d'un premier élément de résistance (R2) avec le second contact à fiche (K22),
caractérisé en ce qu'
il est prévu un second élément de transistor (T2) comportant une électrode de commande
(B2) qui relie la seconde borne (B) de la bobine magnétique (M) avec le troisième
contact à fiche (K23), le troisième contact à fiche (K23) pouvant être relié au second
pôle de tension (3.2), et l'électrode de commande (B2) du second élément de transistor
(T2) est reliée au premier contact à fiche (K21) par l'intermédiaire d'un second élément
de résistance (R1).
2. Dispositif de réglage électromagnétique (1) conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
- la première borne (A) de la bobine magnétique (M) est reliée au premier contact
à fiche (K21), par l'intermédiaire d'une première diode de protection contre l'inversion
de polarité (D1), et
- la seconde borne (B) de la bobine magnétique (M) est reliée au second contact à
fiche (K22) par l'intermédiaire d'une seconde diode de protection contre l'inversion
de polarité (D2).
3. Utilisation d'un dispositif de réglage électromagnétique (1) conforme à l'une des
revendications précédentes pour le réglage de l'arbre à cames du moteur à combustion
interne d'un véhicule.