TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bearbeitungsmaschine für Flachmaterialteile
umfassend ein Maschinengestell, eine Unterwange, eine Oberwange, mindestens ein der
Unterwange zugeordnetes und an dem Maschinengestell gehaltenes Bearbeitungswerkzeug,
eine Steuerungseinheit zur Steuerung eines Bearbeitungsablaufs mit den Bearbeitungswerkzeugen,
und eine Auflageeinheit, auf welcher das zu bearbeitende Flachmaterialteil für eine
Positionierung in der Bearbeitungsmaschine auflegbar ist, wobei die Auflageeinheit
aus einer Parkposition in einer Ausfahrrichtung zwischen die offenen Bearbeitungswerkzeuge
in eine Beschickungs- und Entnahmeposition hin und wieder zurück bewegbar ist, und
sie betrifft eine Auflageeinheit hierfür.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus der
EP 1 905 522 A1 ist eine Bearbeitungsmaschine für Flachmaterialteile bekannt, die ein Maschinengestell
und den dem Maschinengestell gehaltene Bearbeitungswerkzeuge aufweist. Es ist dabei
eine Steuerungseinheit zur Steuerung eines Bearbeitungsablaufs mit den Bearbeitungswerkzeugen
vorgesehen. Die Bearbeitungsmaschine weist auch eine Auflageeinheit auf, auf welcher
das zu bearbeitende Flachmaterialteil für die Positionierung in mindestens einer Hauptzufuhrrichtung
auflegbar ist.
[0003] Aus dem Prospekt "XXI-Center" der RAS Reinhardt Maschinenbau GmbH, datiert 06/2012,
erhältlich unter "XXL-Center_75xx-2:d.pdf" auf der Website der besagten Firma wird
auf sogenannte Einlegetische aus Chromstahl hingewiesen, die zu Beginn des Biegezyklus
aus der Arbeitsebene auftauchen und nach vorne aus der Maschine herausfahren. Die
Einlegetische liegen dabei auf Rollen auf, die die Tischfläche frei oberhalb der Unterwange
und unterhalb der Oberwange zwischen diesen vor- und zurückfahren. Dabei wird der
Einlegetisch soweit hinausgefahren, dass der Bediener die aktuelle Blechbreite bequem
auflegen kann. Sobald durch den Bediener ein Fussschalter gedrückt wird, ziehen die
Einlegetische das Blech in die Maschine. Während die Einlegetische zurück in die Maschine
fahren, richten Anschlagfinger im Innern der Maschine das eingelegte Flachmaterial
automatisch aus. Sobald das Blech an den Anschlagfingern anliegt, übernehmen Greiferzangen
das Werkstück.
[0004] Die
EP 2 915 604 A1 beschreibt einen hinteren Anschlag für eine Abkantpresse, die einen Gleitkörper und
ein Arbeitskontaktelement hat, wobei letzterer beweglich auf dem Gleitkörper angeordnet
ist und sich gegen eine Federkraft auf diesem vor und rückwärts bewegen kann.
[0005] Die
DE 10 2013 106764 A1 beschreibt eine Auflageeinheit, bei der es zum Einlegen des Biegeteils zwischen die
Einspannwerkzeuge es nicht nur notwendig ist, die Schwenkträgereinheit um eine Schwenkachse
zu verschwenken, sondern es gleichzeitig erforderlich ist, zum einen mittels der Trägerbasisbewegungseinheit
gesteuert durch die Maschinensteuerung die Basiseinheit in der Zufuhrrichtung auf
die Einspannwerkzeuge zu zu bewegen und zum anderen, die Schwenkträgerbasiseinheiten
in der Höhenpositionierrichtung derart zu bewegen, dass sich ein zu biegender Teilbereich
des Biegeteils in der Einspannebene erstreckt und somit auf die Einspannfläche des
unteren Einspannwerkzeugs in paralleler Ausrichtung zur Einspannebene E aufgelegt
werden kann.
[0006] Die
EP 0 785 832 B1 offenbart eine Werkstiickanschlageinrichtung für eine Werkzeugmaschine umfassend
ein Trägergestell, einen am Trägergestell in einer Anschlagrichtung verfahrbaren Einstellwagen
und ein vom Einstellwagen bewegbares Anschlagelement, wobei das Anschlagelement einen
Anschlagarm aufweist, welcher mit mindestens zwei in Anschlagrichtung im Abstand voneinander
angeordneten Anschlagflächen versehen ist. Dabei ist das Anschlagelement in eine erste
Stellung, in welcher eine erste nächstliegend der Werkzeugmaschine angeordnete Anschlagfläche
in der aktiven Stellung steht, und in eine zweite Stellung bringbar, in welcher eine
zweite Anschlagfläche in der aktiven Stellung steht, während die werkzeugmaschinenseitig
derselben liegenden Anschlagflächen in der inaktiven Stellung stehen.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine einfachere Auflageeinheit für eine Bearbeitungsmaschine für Flachmaterialteile
anzugeben, die einfacher und genauer ansteuerbar ist, insbesondere mit einem elektrischen
Antrieb. Ferner ist es ein weiteres unabhängiges Ziel der vorliegenden Erfindung,
den Einzugsvorgang des aufgelegten Flachmaterialteils zu verbessern. Eine andere davon
unabhängige Zielsetzung liegt darin, die Arbeitssicherheit zu erhöhen.
[0008] Die Erfindung liefert eine Auflageeinheit für eine Bearbeitungsmaschine für Flachmaterialteile
mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0009] Dadurch dass, die Auflageeinheit ein wangenfern, einseitig um eine parallel zur Wangenausrichtung
verschwenkbare Schwenkachse federnd eingespannter Einlegetisch ist, dessen freies
Ende in der Parkposition auf einer der Unterwange zugeordneten Auflagefläche aufliegt,
die über eine Aufgleitfläche mit der Oberseite der Unterwange verbunden ist, und das
eingespannte Ende des Einlegetisches über einen Antrieb in der Ausfahrrichtung in
seine Beschickungs- und Entnahmeposition bewegbar ist, wobei die Unterkante des Einlegetisches
von der Auflagefläche über die Aufgleitfläche und über die Oberseite der Unterwange
hinaus gleitet, und die Oberseite die Auflage für die Unterseite des Einlegetisches
in der Beschickungs- und Entnahmeposition für ein Flachmaterialteil bildet, kann in
sehr einfacher Weise eine Mechanik angegeben werden, mit der wartungsarm und sicher
Flachmaterialteile beschickt werden können.
[0010] Es wird eine für den Bediener einfachere Auflagefläche vorgeschlagen, die zudem eine
automatische Justierung des zu bearbeitenden Flachmaterialteils gestattet.
[0011] Vorteilhafterweise ist der Einlegetisch aus einem Material aus der Gruppe von CDF
(compact density fibreboard), wie das hochverdichtete und Melaminbeschichtete Plattenmaterial
von Kronospan, POM für Poloxymethylen, unter dem Namen Delrin von DuPont vertrieben,
beidseitig oder einseitig Kunstharz-beschichtete Platten mit entsprechendem Kern,
Holzplatten, MDF-Platten, Bürstenplatten, sogenannte Kugelplatten, oder Aluminiumplatten.
Dann kann die Unterseite immer noch in ausreichender Weise über die Unterwange vorgeschoben
werden, aber die Oberseite ist (mit Ausnahme des Einsatzes einer Kugelplatte) rauh
genug, um bei einem Einziehen des Einlagetisches das Flachmaterialteil ohne Schlupf
mitzuziehen. Zusätzlich kann die Steuerung beim Anfahren des Einziehvorgangs einen
Beschleunigungsvorgang des Einlegetisches über eine Geschwindigkeitssteigerung auslösen,
in dem die Leistungszuführung für den Elektromotor inkrementell vorgenommen wird,
anstatt diesen einfach einzuschalten und damit effektiv faktisch von einer Geschwindigkeit
Null auf die Endgeschwindigkeit zu springen.
[0012] Neben einer Ausgestaltung als einstückige Fläche aus einem einheitlichen Material,
also einer Platte, kann sie auch strukturiert aufgebaut sein, sofern die Unterseite
durchgehend glatt ist, eine steife vordere Unterkante aufweist und die Oberseite ein
Auflegen eines Flachmaterialteils ohne Verhaken gestattet. Insbesondere kann der Tisch
aus zwei aneinander befestigten, zum Beispiel verklebten Platten bestehen, von denen
die untere, die die untere Eckkante und die Unterseite bildet, glatt ist und wobei
die untere Beschichtung einen kleineren Reibungskoeffizienten hat als die obere Beschichtung.
[0013] Der Einlegetisch kann somit mindestens auf der Oberseite aus einem einen Reibschluss
ermöglichenden Material bestehen. Die Platte kann also einteilig, zweiteilig mit einer
Beschichtung oder dreiteilig mit Kern und zwei gegenüberliegenden, insbesondere unterschiedlichen
Beschichtungen vorliegen, wobei die untere Beschichtung einen kleineren Reibungskoeffizienten
hat als die obere Beschichtung.
[0014] Dabei wird under Reibungskoeffizient insbesondere der Reibungskoeffizient für die
Haftreibung verstanden.
[0015] Dabei kann die untere Platte einen Reibungskoeffizienten µ gegenüber Stahl von µ
<= 0,2 haben, insbesondere wenn sie aus einem der oben genannten Materialien ist.
Die mit dieser unteren Platte verbundene obere Platte, die die Oberseite bildet, auf
der das Flachmaterialteil aufliegen soll, hat vorteilhafterweise einen Reibungskoeffizienten
µ gegenüber Stahl von µ>= 0,2 hat.
[0016] Das federnd um die Schwenkachse federnd eingespannte Ende des Einlegetisches kann
durch mindestens eine an der Tischfläche befestigte Blattfeder realisiert sein, deren
anderes Ende in der Ausfahrrichtung ausgerichtet und an einem dem Antrieb zugeordneten
Element befestigt ist. Die Blattfeder kann dann insbesondere an der Unterseite des
Einlegetisches befestigt sein, insbesondere angeschraubt sein. Dabei umfasst vorteilhafterweise
das dem Antrieb zugeordnete Element ein in Ausfahrrichtung hin und her bewegliches
Profil umfasst.
[0017] Die Blattfederplatte kann auch schmal ausgeführt sein und nur mit jeweils einem Befestigungselement
an dem Einlegetisch und an der verfahrbaren Halterung befestigt sein. Vorteilhafterweise
sind quer zur Verfahrachse zwei oder mehr solche Blattfedern vorgesehen. Auch kann
es sich bei den Blattfedern um Parabelfedern handeln.
[0018] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0019] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- zeigt eine sehr schematische Seitenansicht von hier wesentlichen Teilen einer Bearbeitungsmaschine
mit dem Auflagetisch in einer eingefahrenen und in einer ausgefahrenen Position;
- Fig. 2
- zeigt den Auflagetisch nach Fig. 1 mit einem Ausführungsbeispiel einer Aufhängung
und Motorisierung in einer perspektivischen Ansicht von unten;
- Fig. 3
- zeigt den Kreis III der Fig. 1 als einen Detailausschnitt mit dem ausgefahrenen Auflagetisch;
- Fig. 4
- zeigt einen Ausschnitt aus Fig. 2 in einer anderen perspektivischen Unteransicht in
Bezug auf die Befestigung des Auflagetischs an seinem Rahmen,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines zweiteiligen Auflagetisches;
- Fig. 6
- eine vergrösserte Vorderansicht der vorderen Ecke des Auflagetisches nach Fig. 5;
und
- Fig. 7
- eine vergrösserte Schnittansicht entlang der Linie VII-VII in Fig. 5.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0020] Eine Auflageeinheit gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist zum Einsatz
in einer Bearbeitungsmaschine für Flachmaterialteile vorgesehen. Bei einer solchen
Bearbeitungsmaschine kann es sich um eine beliebige bekannte Biegemaschine handeln,
insbesondere sollte sie aber mindestens zwei Ständer aufweisen, meistens hat sie drei,
vier oder sechs Ständer, um breitere Blechteile als Flachmaterialteile bearbeiten
zu können.
[0021] Fig. 1 zeigt nun eine sehr schematische Seitenansicht von für die Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung wesentlichen Teilen einer solchen Bearbeitungsmaschine
mit einer Auflageeinheit in einer eingefahrenen und in einer ausgefahrenen Position.
Die Auflageeinheit wird hier Einlegetisch oder Auflagetisch 10 genannt, der ebenfalls
strichliniert als ausgefahrener Auflagetisch 10' eingezeichnet ist. Fig. 2 zeigt den
Auflagetisch 10 nach Fig. 1 mit einem Ausführungsbeispiel einer Aufhängung und Motorisierung
in einer perspektivischen Ansicht von unten. Fig. 3 zeigt einen Detailausschnitt der
Fig. 1 mit dem strichliniert dargestellten ausgefahrenen Auflagetisch 10' aus dem
mit III gekennzeichneten Kreis aus Fig. 1 und Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt aus der
Fig. 2 in einer anderen perspektivischen Unteransicht in Bezug auf die Befestigung
des Auflagetischs 10 an seinem Rahmen.
[0022] Von der Bearbeitungsmaschine für Flachmaterialteile sind lediglich die Unterwange
21, das der Unterwange zugeordnete Bearbeitungswerkzeug 22 sowie die Oberwange 23
dargestellt, wobei die Oberwange 23 im offenen Zustand vor einem allfälligen Klemmen
des in den Zeichnungen nicht dargestellten Flachmaterialteils dargestellt ist. Mit
dem Bezugszeichen 10 ist der in der eingefahrenen Position befindliche Einlegetisch
bezeichnet. Das Bezugszeichen 10' ist für denselben strichliniert dargestellten Einlegetisch
in der ausgefahrenen Position verwendet worden. Die Ausfahrlänge 35 ist so gewählt
dass das Flachmaterial vom Bediener bequem aufgelegt werden kann.
[0023] Aus der Fig. 1 ist erkennbar, dass die Ebene des Einlegetisches in der ausgefahrenen
Position 10' ungleich der Ebene des eingefahrenen Einlegetisches 10 ist, insbesondere
deshalb, weil der ausgefahrene Einlegetisch mit seiner Unterseite 16 direkt auf der
Oberseite 29 der Unterwange 21 aufliegt, während die untere vordere Eckkante 25 des
freien Endes 26 des eingefahrenen Einlegetisches 10 auf einer aus der Fig. 3 sich
ergebenden Aufliegeschräge 27 der Unterwange 21 positioniert ist. Die Ebene des ausgefahrenen
Einlegetisches 10' ist zur Ebene des eingefahrenen Einlegetisches 10 um einen Winkel
leicht geneigt. Der Wert des Winkels entspricht im wesentlichen dem Tangens der Dicke
der Platte des Einlegetisches 10 zum Abstand der Montagepunkte der Blattfederplatte
12 an dem Querprofil 14 von der Innenkante 39 des Unterwange 21 bei voll ausgefahrenem
Einlegetisch 10. Dieser Wert kann beispielsweise im Bogenmass 1/50 betragen, insbesondere
zwischen 1/20 und 1/100 oder zwischen 0,5 und 3 Grad. Mit dem Bezugszeichen 47 ist
die Schwenkachse angedeutet, die auf der Höhe der Befestigung der Unterseite 16 des
Einlegetisches 10 an dem Querprofil 14 senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 1 und damit
parallel zur vorderen Eckkante 25 des Einlegetisches 10 und zur Innenkante 39 der
Unterwange 21 verläuft.
[0024] Die Ausfahrrichtung entspricht dem Pfeil mit dem Bezugszeichen 45. Die Einfahrrichtung
46 ist dann die umgekehrte Bewegung. Die Pfeile 45 und 46 sind parallel zur Oberseite
15 und Unterseite 16 des Einlegetisches 10 ausgerichtet. Aufgrund des Auflaufens der
vorderen Kante 25 ist die tatsächliche körperliche Ausfahrrichtung des Einlegetisches
während des Ausfahrens leicht monoton steigend nach oben geneigt und die Einfahrrichtung
leicht monoton fallend nach unten geneigt.
[0025] Ein einzulegendes und anschliessend zu bearbeitendes Flachmaterialteil, das in den
Zeichnungen nicht dargestellt ist, liegt nach dem Auflegen auf dem Einlegetisch 10
plan auf dessen Oberseite 15 auf.
[0026] Der Einlegetisch 10 ist ausschliesslich im wangenfernen Bereich, also in Einfahrrichtung
46, über hier zwei Blattfederplatten 12 an einem Querprofil 14 befestigt. Die Auflageeinheit
ist also durch den Einlegetisch 10 gebildet, der wangenfern, einseitig um eine parallel
zur Wangenausrichtung 39 ausgerichtete Schwenkachse 47 eingespannt ist. Die Blattfederplatten
12 sind vorzugsweise rechteckig mit ihrer längeren Dimension in Verfahrrichtungen
45/46 des Einlegetisches 10 ausgerichtet. Die Befestigung wird über mehrere Schrauben
13 bewerkstelligt wird, beispielsweise zwei im Bereich der zwei dem freien Ende 26
des Einlegetisches 10 zugeordneten Ecken der jeweiligen Blattfederplatte 12. Die Blattfederplatten
12 sind an ihren gegenüberlegenden Ecken (in den Zeichnungen nicht sichtbar) am Querprofil
14 über in dieses eingelassene Schrauben befestigt. Die Blattfederplatten 12 sind
flexibel genug, um eine Auslenkung des Tisches 10 um wenige Grad zu gestatten, ohne
dabei eine exzessive, abreibende Wirkung auf die vordere Eckkante 25 auszuüben.
[0027] Das Querprofil 14 ist an seinen beiden freien Enden über jeweils einen Montagewinkel
11 an einem jeweiligen Seitenprofil 30 befestigt. Das Seitenprofil 30 ist im wesentlichen
horizontal unterhalb der Ebene der Oberseite 29 der Unterwange 21 angeordnet. Die
Montagewinkel 11 verfügen dabei über in den Zeichnungen nicht dargestellte Führungselemente,
welche eine Längsverschiebung der Montagewinkel 11 an dem jeweiligen Seitenprofil
30 in Richtung der Verfahrachsen 45/46 gestattet. In der Zeichnung der Fig. 2 sind
in der Unteransicht zwei Seitenprofile 30 vorgesehen, prinzipiell kann es sich auch
um ein einziges Profil 30 handeln, welches ebenfalls in der Mitte des Querprofils
14 angeordnet sein kann.
[0028] Der Montagewinkel 11 ist dann mit seinem in der Führung des Seitenprofils 30 eingreifenden
Element mit einem Elektroantrieb 40 verbunden, um den Auflagetisch 10 in der Figur
1 gezeigten Weise in eine ausgefahrene Position zu bringen, wobei dann der Montagewinkel
11' in der ausgefahrenen Position im vorderen Bereich des Seitenprofils 30 angeordnet
ist. Mit dieser am weitesten vorgefahrenen Position ergibt sich auch der maximale
ansteigende Winkel des ausgefahrenen Tisches 10'. Ein Elektroantrieb 40 hat den Vorteil
der einfachen Ausgestaltung und des langsamen Anfahrens gegenüber auch möglichen hydraulischen
Antrieben für das Verschieben des Auflagetisches 10.
[0029] Unter Bezugnahme auf die Fig. 3 ist zu erkennen, dass in der eingefahrenen Position
die untere Vorderkante 25 des Einlegetisches 10 auf einer Aufliegeschräge 27 der Unterwange
21 aufliegt. Die Anordnung von Seitenprofil 30 mit rückwärtiger Position des Querprofils
14 ist entsprechend ausgelegt. Dabei spannt die Oberseite 15 des Einlegetisches 10
eine horizontale Ebene auf, die fluchtend mit der Oberseite 29 der Wange 21 ausgerichtet
ist, so dass ein auf Wange 21 und eingefahrenem Einlegetisch 10 liegendes zu bearbeitendes
Flachmaterial glatt, eben und horizontal auf diesen beiden Flächen liegt.
[0030] Diese Aufliegeschräge 27 kann beispielsweise einen Winkel zwischen 10 und 30 Grad
zur Horizontalen aufweisen. Diese Aufliegeschräge 27 erstreckt sich etwas weiter als
der eingefahren angelegte Einlegetisch 10 in beide Richtungen, hat beispielsweise
eine Länge in Ausfahrrichtung 45 von zwischen 3 und 6 Zentimeter und geht dann in
Wangennähe in eine steilere Aufgleitfläche 28 über, das heisst, die einen grösseren
Winkel von beispielsweise zwischen 30 und 45 Grad bezüglich der horizontalen Ebene
aufweist. Die Länge der Aufgleitfläche 28 in Ausfahrrichtung 45 kann zwischen 1 und
3 Zentimeter betragen und dient zum Herausheben des Aufliegetisches 10 aus dem Bereich
unterhalb der Auflageebene des Flachmaterialteils in den Bereich zwischen den Wangen
21 und 23. Bei Erreichen der Oberseite 29 der Unterwange 21 an der Kante 39 geht die
Aufgleitfläche 28 dann in diese horizontal angeordnete Oberseite 29 über.
[0031] Die Winkel der Aufliegeschräge 27 und der Aufgleitfläche 28 kann sich auch stetig
zwischen beispielsweise 10 Grad zu einem Wert von 45 Grad erhöhen und dann mit einem
steilen Abfall in die flache (=0 Grad) Oberseite 29 der Wange 21 übergehen, so dass
die Aufliegeschräge 27 und die Aufgleitfläche 28 eine gemeinsame im Querschnitt S-förmig
gebogene Fläche bilden.
[0032] Bei einer Vorwärtsbewegung des Einlegetisches 10 in Richtung 45 durch die Vorwärtsbewegung
der Montagewinkel 11 bewegt sich der Einlegetisch 10 gleitend über die Aufliegeschräge
27 in den Bereich der Aufgleitfläche 28 und schliesslich stösst der Einlegetisch 10
in den vor den Wangen 21, 22, 23 liegenden Positionierraum des Bleches vor. Da der
Einlegetisch 10 nur über die Blattfederplatten 12 federnd an dem Querprofil 14 um
die Schwenkachse 47 befestigt ist, kann sich sein freies Ende 26 aus der ursprünglich
vorgegebenen Ebene herauserstrecken.
[0033] Dann kann ein Benutzer der Bearbeitungsanlage ein Blech auf die Oberseite 15 des
ausgefahrenen Einlegetisches 10' legen, wobei das Blech durch sein Gewicht und einen
Reibschluss auch dann liegen bleibt, wenn der Einlegetisch 10 in Richtung 46 zurückgefahren
wird und sich dabei wieder in die Ausgangslage begibt.
[0034] Neben den Seitenkanten 17 des Einlegetisches 10 sind links und rechts vorzugsweise
jeweils eine (in den Zeichnungen nicht dargestellte) Greiferzange vorgesehen, die
so angeordnet sind, dass sie sich neben dem Einlegetisch befinden, wenn sich dieser
in seiner rückwärtigen Position befindet, so dass eine in den Zeichnungen nicht dargestellte
Endkante eines auf dem Einlegetisch 10 aufgelegten Flachmaterials gegen jeweils eine
Anschlagfläche einer offenen Greiferzange stösst und diese somit einen vordefinierten
Anschlag bildet. Vorzugsweise sind zwei oder mehr Einlegetische 10 mit einem zwischen
den Seitenkanten 17 liegenden freien Raum angeordnet, um in diesem Zwischenraum die
Greiferzangen anzuordnen. Bei zwei Greiferzangen ist dann eine quer zur Ausfahrrichtung
und parallel zur Wangenkante 39 angeordnete Anschlaglinie gebildet. Vorteilhafterweise
sind diese Greiferzangen synchronisiert in Ausfahrrichtung verschieblich angeordnet,
um unterschiedliche Anschlagtiefen für das Flachmaterial zu bilden. Nach Kontakt mit
der Anschlagfläche können die Greiferzangen automatisch oder auf einen Steuerbefehl
geschlossen werden und bewegen dann das eingespannte Flachmaterial nach vorne in Ausfahrrichtung
45, um durch die Wangen 21 und 23 geklemmt und das Werkzeug 22 gebogen zu werden.
Die Anschlagelemente können aber auch positionsfest vorgesehen sein.
[0035] Insbesondere kann die in den Zeichnungen nicht dargestellte Steuerungseinheit ein
mehrstufiges Verfahren ausführen: Zuerst wird der Einlegtisch 10 ausgefahren und das
Verfahren für ein manuelles Handling durch den Benutzer unterbrochen. Nach einem Einlegen
eines Flachmaterialstücks, welches durch Sensoren erfasst und der Steuerungseinheit
gemeldet werden kann, wird der Einlegetisch 10 eingefahren und die vorbestimmten und
vorprogrammierten Biegeschritte ausgeführt. Anschliessend wird der Einlegetisch erneut
ausgefahren, entweder zur Entnahme des Flachmaterials oder für einen weiteren Unterbruch
und ein manuelles des dann ausgefahrenen Flachmaterials Handling durch den Benutzer.
Dieses Handling kann ein Kippen, Drehen oder ein Wenden einhalten.
[0036] Beim Kippen wird das Flachmaterial um seine Biegeachse um 180 Grad gedreht, so dass
die vorher aussen liegenden Flachmaterialabschnitte nun innen liegen. Beim Drehen
wird das Flachmaterial um die vertikale Achse um 180 Grad gedreht, so dass hier die
Oberseite auch oben zu liegen kommt. Schliesslich kann das Manuelle Handling auch
das Wenden umfassen, bei denen das Drehen und Kippen zusammengefasst wird. Nach Beendigung
des Manuellen Handlings durch den Benutzer wird der unterbrochene Bearbeitungsvorgang
durch einen Wiederaufnahmebefehl an die Steuerungseinheit wieder aufgegriffen.
[0037] Die Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines zweiteiligen
Auflagetisches 10. Dieser besteht aus einer unteren Basisplatte 50 aus Blech, insbesondere
ein CNS (Chrom-Nickel-Stahl) Blech. In diese Platte sind Bohrlöcher 51 eingelassen,
durch die der Schraubenkopf von Schrauben betätigt werden kann, die das eine freie
Ende eines federnden Elementes, insbesondere einer Blattfeder, mit dem Auflagetisch
festgeschraubt verbinden, so dass es durch die Befestigung an einem Querprofil der
Vorrichtung eine Neigung der Basisplatte 50 aus der Zeichenebene der Fig. 5 erlaubt.
Die Löcher 52 bieten dann einen Freiraum für die Befestigungsschrauben für das federnde
Element am dem Querprofil.
[0038] Nicht sichtbar in Fig. 5 ist, dass das Blech der Basisplatte 50 an den Seiten 57
nach unten in Richtung des Zeichenblattes umgebogen ist.
[0039] Dabei ist nun in Fig. 6 eine vergrösserte Vorderansicht der vorderen Ecke 90 des
Auflagetisches 10 nach Fig. 5 dargestellt; und die Fig. 7 zeigt eine vergrösserte
Schnittansicht entlang der Linie VII-VII aus Fig. 5.
[0040] An der in der Fig. 5 oberen Kante der Basisplatte 50 aus Stahlblech deckt die kurze
Kante 57 eine Gleitplatte 60 aus CDF (compact density fibreboard) Material ab. Dabei
kann die Gleitplatte 60 auch aus einem anderen Werkstoff mit guten Gleiteigenschaften
und hoher Stabilität hergestellt sein. Die Oberseite des Aufliegetisches wird allgemeiner
gesehen von einer Basisplatte 50 gebildet, die einen höheren Reibungskoeffizienten
als die untere Gleitplatte 60 hat und/oder vorteilhafterweise einen geringeren Verschleisswert.
[0041] Auf der der Oberseite 15 des Einlegtisches 10 zugewandten Seite deckt die Stahlblech-Basisplatte
50 im Querschnitt L-förmig das CDF-Material als Gleitplatte 60 ab. Dabei besteht eine
kurze Kante 57 des Stahlblechs, welche kürzer als die Dicke der CDF Gleitplatte 60
ist, so dass sie diese Gleitplatte 60 wie eine Schürze umgibt, und vorteilhafterweise
alle vier Seiten und insbesondere die beiden gegenüberliegenden langen Seitenkante
der Gleitplatte 60 begleitet. Die kurze Kante 57 weist eine Höhe auf, die kleiner
als die Dicke der Gleitplatte 60 ist, so dass die Kante 57 nicht über die Unterseite
16 übersteht.
[0042] In der Fig. 6 ist zu erkennen, dass das abgerundete Aufliegende 56 der Basisplatte
50 sich gegen die Aussenseite der CDF-Gleitplatte 60 anschmiegt. Der Grund dafür ist,
dass nicht das Stahlblech 56 schabt, sondern die Einheit auf der CDF-Kante 64 rutscht.
Die Seitenkante 57 der Blechplatte 50 deckt einen grossen Teil der Gleitplatte 60
wie eine Schürze ab.
[0043] Der Einlegetisch gleitet auf der CDF-Kante 64 auf der Unterseite 16, die dann vorgeschoben
wird und auch auf der Unterwange 21 aufläuft. Auf der gegenüberliegenden Seite, also
der Oberseite 15, ist eine abgefaste Vorderkante 54 der Basisplatte 50 zu erkennen,
damit das Blech beim Einschieben nicht aneckt und keine scharfe Kanten bestehen, wenn
der Tisch draussen in den Arbeitsbereich eines ein zu bearbeitendes Blech einlegenden
Bedieners ist, um eine Verletzungsgefahr zu minimieren.
[0044] Das Verhältnis der Eigenschaften zwischen Basisplatte 50 und Gleitplatte 60 wird
so gewählt, dass die Gleitplatte 60 eine bessere Gleitfähigkeit als die Basisplatte
50 hat, die Basisplatte 50 aber eine bessere Steifigkeit und Abriebfestigkeit als
die Gleitplatte 60.
[0045] Die unlösbare Verbindung zwischen der Basisplatte 50 und der Gleitplatte 60 wird
durch Klebstoff 82 erreicht, der in Nuten 80 gegeben wird, die in der Vorschubrichtung
45 angeordnet sind. Bei einer Breite der Basisplatte 50 von 864 Millimetern bei einer
Breite der Gleitplatte von 862 Millimeter (Dicke des Blechs der Basisplatte 50 gleich
1 Millimeter) können fünf solcher über die gesamte Länge der Gleitplatte 60 vorgesehenen
Nuten 80 mit einer Breite von 25 Millimetern und einer Tiefe von 2.5 Millimeter in
der Gleitplatte 60 vorgesehen sein, die mit einer Dicke von 12.5 Millimetern noch
ausreichend dick ist. Der Klebstoff kann ein Polymer-Montagekleber sein. Es sollten
mindestens zwei solcher Nuten 80 vorgesehen sein. Sie könnten auch quer angeordnet
sein, auch wenn die Längsanordnung bevorzugt ist.
[0046] In der Fig. 7 ist ferner ein Bohrloch 51 zu sehen, welches in dem Blech 50 mit einem
Durchmesser versehen ist, der grösser als ein Schraubenkopf ist, der in die Gleitplatte
60 einzusetzen ist. Durch diese Öffnung in dem Blech 15 kann der Schraubenkopf von
Schrauben betätigt werden, die in das eine freie Ende des besagten federnden Elementes
reichen, insbesondere einer Blattfeder, wobei das freie Ende damit mit dem Auflagetisch
10 festgeschraubt verbunden wird, so dass es durch die Befestigung des anderen freien
Endes an einem Querprofil der Vorrichtung eine Neigung der Basisplatte 50 aus der
Zeichenebene der Fig. 5 erlaubt. Die Löcher 52 gemäss Fig. 5 in der Gleitplatte 60
mit erheblich grösserem Durchmesser bieten dann einen Freiraum für die Befestigungsschrauben
für das federnde Element an dem Querprofil.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 10 |
Einlegetisch, eingefahren |
30 |
Seitenprofil |
| 10' |
Einlegetisch, ausgefahren |
35 |
Ausfahrlänge |
| 11 |
Montagewinkel, eingefahren |
36 |
eingespanntes Ende |
| 11' |
Montagewinkel, ausgefahren |
40 |
Elektroantrieb |
| 12 |
Blattfederplatte |
45 |
Ausfahrrichtung |
| 13 |
Schraube |
46 |
Einfahrrichtung |
| 14 |
Querprofil |
47 |
Schwenkachse |
| 15 |
Oberseite Einlegetisch |
50 |
Basisplatte (Stahblech) |
| 16 |
Unterseite Einlegetisch |
51 |
Schraubenloch |
| 16' |
Unterseite, ausgefahrener Einlegetisch |
52 |
Löcher |
| 54 |
abgefaste untere Kante |
| 17 |
Seitenkante Einlegetisch |
56 |
abgerundetes Aufliegeende |
| 21 |
Unterwange |
57 |
kurze Kante des Blechs |
| 22 |
Bearbeitungswerkzeug |
60 |
Gleitplatte (CDF Material) |
| 23 |
Oberwange |
62 |
seitliche Fase der Gleitplatte |
| 25 |
vordere Eckkante |
64 |
vordere Fase der Gleitplatte |
| 26 |
freies Ende |
80 |
Nut |
| 27 |
Aufliegeschräge |
82 |
Klebstoff |
| 28 |
Aufgleitfläche |
90 |
Vergrösserung vordere Ecke |
| 29 |
Oberseite Unterwange |
|
|
1. Bearbeitungsmaschine für Flachmaterialteile, umfassend:
- ein Maschinengestell,
- eine Unterwange (21),
- eine Oberwange (23),
- mindestens ein der Unterwange (21) zugeordnetes und an dem Maschinengestell gehaltenes
Bearbeitungswerkzeug (21, 22, 23),
- eine Steuerungseinheit zur Steuerung eines Bearbeitungsablaufs mit den Bearbeitungswerkzeugen
(21, 22, 23), und
- eine Auflageeinheit (10), auf welcher das zu bearbeitende Flachmaterialteil für
eine Positionierung in der Bearbeitungsmaschine auflegbar ist,
wobei die Auflageeinheit (10) aus einer Parkposition in einer Ausfahrrichtung (45)
zwischen die offenen Bearbeitungswerkzeuge (21, 22, 23) in eine Beschickungs- und
Entnahmeposition hin und wieder zurück bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Auflageeinheit ein wangenfern, einseitig um eine parallel zur Wangenausrichtung
(39) verschwenkbare Schwenkachse (47) federnd eingespannter Einlegetisch (10) ist,
dessen freies Ende (26) in der Parkposition auf einer der Unterwange (21) zugeordneten
Auflagefläche (27) aufliegt, die über eine Aufgleitfläche (28) mit der Oberseite (29)
der Unterwange (21) verbunden ist, dass das eingespannte Ende (36) des Einlegetisches
(10) über einen Antrieb (40) in der Ausfahrrichtung (45) in seine Beschickungs- und
Entnahmeposition bewegbar ist, wobei die Unterkante (25) des Einlegetisches von der
Auflagefläche (27) über die Aufgleitfläche (28) und über die Oberseite (29) der Unterwange
hinaus gleitet, und die Oberseite (29) die Auflage für die Unterseite (16) des Einlegetisches
(10) in der Beschickungs- und Entnahmeposition für ein Flachmaterialteil bildet.
2. Bearbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das federnd um die Schwenkachse (47) federnd eingespannte Ende (36) des Einlegetisches
(10) durch mindestens eine an der Tischfläche befestigte Blattfeder (12) realisiert
ist, deren anderes Ende in der Ausfahrrichtung (45) ausgerichtet und an einem dem
Antrieb (40) zugeordneten Element (14, 11) befestigt ist.
3. Bearbeitungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blattfeder (12) an der Unterseite (16) des Einlegetisches (10) befestigt ist,
insbesondere angeschraubt ist, und dass das dem Antrieb zugeordnete Element (14, 11)
ein in Ausfahrrichtung (45) hin und her bewegliches Profil (11) umfasst.
4. Bearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (27) eine in Ausfahrrichtung (45) zur Wangenoberseite (29) steigend
geneigte Fläche, insbesondere mit einem Winkel zwischen 10 und 30 Grad, und dass die
Aufgleitfläche (28) eine in Ausfahrrichtung (45) zur Wangenoberseite (29) steigend
geneigte Fläche, insbesondere mit einem Winkel zwischen 30 und 45 Grad, ist.
5. Bearbeitungsmaschine nach Anspruche 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (27) in Ausfahrrichtung (45) eine Breite zwischen 3 und 6 Zentimeter
hat und dass die Aufgleitfläche (28) in Ausfahrrichtung (45) eine Breite zwischen
1 und 3 Zentimeter hat.
6. Bearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlegetisch (10) eine aus einem homogenen Material hergestellte einstückige
Platte ist.
7. Bearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlegetisch (10) eine aus mindestens zwei flächigen Platten (50, 60) zusammengesetzte,
insbesondere verklebte, Platte ist, von denen die untere, die untere Eckkante (25)
und die Unterseite (16) des Einlegetisches (10) bildende Platte (60) einen Reibungskoeffizienten
gegenüber Stahl hat, der kleiner ist, als der Reibungskoeffizient der oberen Platte
(50), die die Oberseite (15) des Einlegetisches (10) bildet, gegenüber Stahl.
8. Bearbeitungsmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckkante (25) und die Unterseite (16) des Einlegetisches (10) bildende Platte
(60) einen Reibungskoeffizienten µ gegenüber Stahl von µ <= 0,2 hat, und dass die
obere Platte (50), die die Oberseite (15) des Einlegetisches (10) bildet, einen Reibungskoeffizienten
µ gegenüber Stahl von µ > 0,3 hat.
9. Bearbeitungsmaschine nach Anspruche 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlegetisch (10) einen Kern und eine die untere Platte bildende untere Beschichtung
und eine die obere Platte bildende obere Beschichtung umfasst, wobei die untere Beschichtung
einen kleineren Reibungskoeffizienten gegenüber Stahl hat als die obere Beschichtung
gegenüber Stahl, wobei die Beschichtungen Kunstharz-Beschichtungen sein können.
10. Bearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Platte aus Stahl ist.
11. Bearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Platte aus einem Material aus der Gruppe von CDF (compact density fibreboard),
Melaminbeschichtetem Plattenmaterial, POM (Poloxymethylen), Holz, MDF, sogenannte
Bürstenplatten, oder Aluminium ist.
12. Bearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlegetisch (10) eine sogenannte Kugelplatte ist.
13. Bearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit ausgestaltet ist, um Antrieben der Auflageeinheit (10) Steuerbefehle
zu erteilen, um die Auflageeinheit (10) aus einer Parkposition in einer Ausfahrrichtung
(45) zwischen die offenen Bearbeitungswerkzeuge (21, 22, 23) in eine Beschickungs-
und Entnahmeposition zu bewegen, um anschliessend das Absetzen von Steuerbefehlen
für ein manuelles Handling durch den Benutzer zu unterbrechen, wobei das Ende des
Manuellen Handling, welches aus der Gruppe des Einlegens, der Entnahme, des Kippens,
des Drehens oder des Wendens des Flachmaterialstücks besteht, nach einem Positionieren
des besagten Flachmaterialstücks auf dem Einlegetisch (10) der Auflageeinheit entweder
durch Sensoren erfasst und der Steuerungseinheit gemeldet wird oder durch ein Stoppschaltersignal
ausgelöst wird, wonach von der Steuerungseinheit weitere Steuerbefehle erteilt werden,
um den Einlegetisch (10) einzufahren und vorbestimmte und/oder vorprogrammierte Biegeschritte
auszuführen, die mit einem Ausfahren des Einlegetischs (10) enden, um entweder zur
Entnahme des Flachmaterialstücks oder für einen weiteren Unterbruch und ein weiteres
Manuelles Handling bereitzustehen.
14. Auflageeinheit (10) für eine Bearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
umfassend einen wangenfern, einseitig eingespannter Einlegetisch (10) ist, wobei das
eingespannte Ende (36) des Einlegetisches (10) über einen Antrieb (40) in einer quer
zur Einspannrichtung (47) ausgerichtete Ausfahrrichtung (45) bewegbar ist, wobei das
eingespannte Ende (36) des Einlegetisches (10) durch mindestens eine an der Tischfläche
des Einlegetisches befestigte Blattfeder (12) realisiert ist, deren anderes Ende in
der Ausfahrrichtung (45) ausgerichtet und an einem dem Antrieb (40) zugeordneten Element
(14, 11) befestigt ist.