[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Winkelschleifer-Staubhaube mit einem Haubenkörper
zum Abdecken einer kreisförmigen Schleifscheibe und mit einem entlang eines Umfangs
des Haubenkörpers verlaufenden Abdichtelement zum zumindest abschnittsweisen Abdichten
des Haubenkörpers gegenüber einer mittels der Schleifscheibe zu bearbeitenden Oberfläche.
Die Winkelschleifer-Staubhaube weist einen Absauganschluss auf, über den ein Oberflächenabtrag
aus dem Haubenkörper abgesaugt werden kann. Bei dem Abdichtelement kann es sich beispielsweise
um einen Bürstenvorhang, Lamellen oder dergleichen handeln. Darüber hinaus ist es
auch möglich, dass es sich bei dem Abdichtelement um ein einziges einzelnes elastisches
Element oder um mehrere einzelne elastische Elemente handelt. Bei dem elastischen
Element kann es sich um einen Schaumstoff, ein Elastomer (z.B. Gummi, Kautschuk, etc.)
oder dergleichen handeln.
[0002] Winkelschleifer-Staubhauben der eingangs genannten Art sind grundsätzlich aus dem
Stand der Technik bekannt. Sie dienen der Vermeidung einer Staubausbreitung bei Schleifarbeiten,
um die Gesundheit eines Benutzers des Winkelschleifers zu schützen. Es ist bekannt,
den Haubenkörper mit einem Abdichtelement, beispielsweise einem umlaufenden Bürstenvorhang
oder mit mehreren Bürsten, auszustatten, sodass der Haubenkörper an der zu bearbeitenden
Oberfläche eines Werkstücks abschließt. Wird der Winkelschleifer leicht schräg auf
die zu bearbeitende Oberfläche des Werkstücks aufgesetzt, so kann das Abdichtelement
einen etwaig zwischen Haubenkörper und zu bearbeitender Oberfläche des Werkstücks
entstehenden Spalt kompensierend abdichten.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Winkelschleifer-Staubhaube bereitzustellen,
die verbesserte Einsatzmöglichkeiten bietet.
[0004] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Abdichtelement im Haubenkörper in axialer
Richtung, bezogen auf die Rotationsachse der Schleifscheibe, durch wenigstens ein
Federelement federgelagert ist.
[0005] Die Erfindung schließt die Erkenntnis ein, dass insbesondere bei einem Überkopfbetrieb
eines Winkelschleifers ein Haubenkörper mit gemäß dem Stand der Technik daran starr
befestigtem Bürstenvorhang von der Schwerkraft und einem etwaig an dem Absauganschluss
angeschlossenen Saugschlauch nach unten gezogen wird. Somit kann nachteiligerweise
ein Spalt zwischen Bürstenvorhang und zu bearbeitender Oberfläche entstehen. Durch
den erfindungsgemäß im Haubenkörper federgelagerten Bürstenvorhang wird der Bürstenvorhang
stets zu der bearbeiteten Oberfläche gedrückt, wodurch ein Spalt vermieden oder zumindest
wesentlich reduziert wird.
[0006] Die Erfindung schließt diesbezüglich ebenfalls die Erkenntnis ein, dass ein verschlissener
Bürstenvorhang typischerweise eine hohe Steifigkeit, bezogen auf die axiale Richtung,
aufweisen kann, sodass nachteiligerweise viel Kraft aufgewendet werden muss, um die
Schleifscheibe gegen die Steifigkeit des verschlissenen Bürstenvorhangs auf die zu
bearbeitende Oberfläche des Werkstücks zu bringen. Dies, da bei Winkelschleifer-Staubhauben
des Standes der Technik wie bereits eingangs erwähnt der Bürstenvorhang starr am Haubenkörper
befestigt ist.
[0007] Darüber hinaus schließt die vorliegende Erfindung die Erkenntnis sein, dass ein bereits
stark abgenutzter Schleifteller, insbesondere eine Diamanttopfscheibe, in Verbindung
mit einer neuen Winkelschleifer-Staubhaube benutzt wird und der Anwender nachteiligerweise
gegen die relativ hohe Steifigkeit des noch steifen Bürstenvorhanges der neuen Winkelschleifer-Staubhaube
den bereits flach gewordenen Schleifteller auf die zu bearbeitende Oberfläche des
Werkstücks drücken muss. Ein abgenutzter Schleifteller weist dabei häufig eine geringere
Höhe, d.h. eine weniger konkave Form auf als ein neuer bzw. unbenutzter Schleifteller.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Winkelschleifer-Staubhaube übernimmt das Federelement die
axiale Bewegung des Abdichtelements bezüglich des Haubenkörpers. Etwaige radiale Verschiebungen
können weiterhin durch das Abdichtelement selbst kompensiert werden. Im Rahmen der
Erfindung soll unter einem Federelement ein vorzugsweise diskretes Federelement verstanden
werden und nicht lediglich eine etwaige Federwirkung oder Nachgiebigkeit des Bürstenvorhangs
in axialer Richtung.
[0009] Darüber hinaus schließt die Erfindung die Erkenntnis ein, dass Winkelschleifer-Staubhauben
des Standes der Technik zur Erreichung der erfindungsgemäßen Federwirkung nicht derart
weitergebildet werden können, dass ein Federelement etwa zwischen Haubenkörper und
Winkelschleifergehäuse vorgesehen ist. Dies hätte bei Überkopfarbeit den Nachteil,
dass das Eigengewicht eines am Absauganschluss angeschlossenen Saugschlauchs eine
solche Feder auf unerwünschter Weise zusammendrücken würde.
[0010] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der Haubenkörper zum Abdecken eines
überwiegenden Teils der Schleifscheibe ausgebildet. Die Winkelschleifer-Staubhaube
kann einen in Umfangsrichtung des Haubenkörpers entlang des Haubenkörpers verschiebbaren
Haubensegment aufweisen, der zum bedarfsweisen graduellen Abdecken und Freibleiben
eines verbleibenden Teils der Schleifscheibe vorgesehen ist. Dies ermöglicht einen
wandnahen Schleifbetrieb mittels des verbleibenden Teils der Schleifscheibe, der nicht
vom Haubenkörper abgedeckt wird. Vorzugsweise ist im Haubensegment ebenfalls ein Abdichtelement
in axialer Richtung, bezogen auf die Rotationsachse der Schleifscheibe, durch wenigstens
ein Federelement federgelagert.
[0011] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn das Federelement einen vorzugsweise
flach ausgebildeten Basissteg aufweist. Über den Basissteg kann das Federelement am
Haubenkörper und/oder am Haubensegment befestigt sein. Vorzugsweise erfolgt ein Befestigen
mittels eines Pins, einer Schraube und/oder eines Niets. Darüber hinaus kann auch
vorgesehen sein, dass das Federelement direkt in den Haubenkörper mittels einer Federklemme
über eine Hinterschneidung befestigt ist. Die Federklemme kann auch als Clip bezeichnet
werden, sodass das Federelement in den Haubenkörper eingeclipt wird. Des Weiteren
kann das Federelement auch direkt in den Haubenkörper bzw. in das Haubengehäuse einspritzen
werden. Im Basissteg ist vorzugsweise wenigstens ein Loch vorgesehen, in das ein Pin,
eine Schraube oder ein Niet eingreifen kann.
[0012] Alternativ könnte auch vorgesehen sein, dass das Federelement an der ersten und/oder
zweiten Halteschiene für das Abdichtelement befestigt wird.
[0013] Vorzugsweise ist das Federelement oder sind die Federelemente innerhalb eines vom
Haubenkörper oder Haubensegment definierten Volumens angeordnet. Vorzugsweise weist
der Haubenkörper und/oder der Haubensegment einen Gehäuseabschnitt auf, dessen Krümmung
der Krümmung der Schleifscheibe entspricht. Vorzugsweise ist das Federelement in unmittelbarer
Nähe zu diesem Abschnitt angeordnet. Vorzugsweise ist das Federelement weitestmöglich
von einer Rotationsachse der Schleifscheibe innerhalb des Haubenkörpervolumens oder
des Haubensegmentvolumens angeordnet.
[0014] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn das Federelement mindestens eine
vom Basissteg abragende Federschwinge aufweist. Vorzugsweise ist das Federelement
derart angebracht, dass die Orientierung der abragenden Federschwingen vorzugsweise
in etwa dem äußeren Umfang des Haubenkörpers entspricht.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform könnte auch vorgesehen sein, dass das Federelement
auch radial angeordnet ist.
[0016] Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass das Federelement zwei vom Basissteg abragende
Federschwingen aufweist. Hierdurch kann eine höhere Stabilität des Federelements in
einem montierten Zustand sowie eine erhöhte Federkraft erreicht werden.
[0017] Die Federschwingen bilden bei montiertem Federelement eine Tangente zur kreisförmigen
Schleifscheibe bzw. zum ovalen Körper der Schleifhaube.
[0018] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist das Federelement wenigstens einen
Haltebügel auf, der ausgebildet ist, ein axiales Herausfallen des Bürstenvorhangs
aus dem Haubenkörper und/oder dem Haubensegment zu verhindern.
[0019] Der Haltebügel kann in axialer Richtung vom Basissteg abragen. Vorzugsweise ist an
seinem anderen Ende, das heißt dem Basissteg abgewandten Ende, ein axialer Anschlag
für eine Halteschiene des Bürstenvorhangs ausgebildet.
[0020] Vorzugsweise ist der Haltebügel in radialer Richtung, bezogen auf die Rotationsachse
der Schleifscheibe, zwecks Auswechseln des Bürstenvorhangs auslenkbar. Weiter vorteilhaft
kann der axiale Anschlag als Anschlagssteg ausgebildet sein, der vorzugsweise parallel
zum Basissteg verläuft. Vorteilhafterweise weist der als Anschlagssteg ausgebildete
axiale Anschlag eine Ausnehmung auf, sodass eine Kontaktfläche zwischen Anschlagssteg
und Bürstenvorhang bzw. Halteschiene des Bürstenvorhangs reduziert ist. Die Ausnehmung
bedingt vorzugsweise eine Materialersparnis sowie eine geringe Angriffsfläche für
Staub. Zudem wird eine Reibungsfläche bezüglich des Bürstenvorhangs reduziert, sodass
dieser besonders leicht in axialer Richtung bewegt werden kann.
[0021] Alternativ dazu, dass der Haltebügel in axiale Richtung vom Basissteg abragen kann,
kann der Haltebügel als Klemmmuffe ausgebildet sein, die auf einer dem Basissteg abgewandten
Seite einer jeweiligen Federschwinge angeordnet ist. Vorzugsweise ist die Klemmmuffe
zum Klemmen einer Halteschiene des Bürstenvorhangs ausgebildet. Mit anderen Worten
ist die Klemmmuffe, die den Bürstenvorhang hält, selbst gefedert.
[0022] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn das Federelement einstückig ausgebildet
ist, vorzugsweise aus Federstahl. Besonders bevorzugt weist das Federelement in axialer
Richtung eine Federsteifigkeit auf, die geringer ist als eine Steifigkeit der vom
Bürstenvorhang umfassten Bürsten. Alternativ kann das Federelement auch mehrteilig
ausgestaltet sein.
[0023] Besonders bevorzugt ist eine Mehrzahl von Federelementen entlang des Umfangs des
Haubenkörpers und/oder des Haubensegments vorgesehen. Es hat sich als vorteilhaft
herausgestellt, wenn eine Winkelschleifer-Staubhaube, die einen Haubenkörper und einen
Haubensegment aufweist, mit fünfvorzugsweise gleichmäßig voneinander beabstandeten
Federelementen ausgestattet ist.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Haubenkörper eine zentrale
Öffnung auf, durch die eine Antriebsspindel, an der die kreisförmige Schleifscheibe
zum Schleifbetrieb anzubringen ist, durch die zentrale Öffnung hindurch ragen kann.
An der zentralen Öffnung ist vorzugsweise eine Nut ausgebildet, sodass der Haubenkörper
formschlüssig und somit gestellfest an einem Winkelschleifer befestigt werden kann.
[0025] Die Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch einen Winkelschleifer mit einer Winkelschleifer-Staubhaube
der vorbeschriebenen Art, wobei der Haubenkörper gestellfest an dem Winkelschleifer
angeordnet ist oder angeordnet werden kann.
[0026] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. In den Figuren
sind verschiedene Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die
Figuren, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination.
Der Fachmann wird die Merkmale zweckmässigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0027] In den Figuren sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert.
[0028] Es zeigen:
- Fig.1
- eine schematische Unteransicht einer erfindungsgemäßen Winkelschleifer-Staubhaube
mit einem Federelement gemäß einer ersten Alternative;
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1;
- Fig. 3
- ein Federelement gemäß einer zweiten Alternative;
- Fig. 4
- das Federelement aus Fig. 3 in Seitenansicht.
Ausführungsbeispiele:
[0029] Eine erfindungsgemäße Winkelschleifer-Staubhaube 100 ist in Fig. 1 in Unteransicht
dargestellt. Die Winkelschleifer-Staubhaube 100 weist einen Haubenkörper 10 zum Abdecken
einer hier nicht dargestellten kreisförmigen Schleifscheibe auf. Eine Rotationsachse
R der Schleifscheibe ist durch eine Strichpunktlinie angedeutet. Die Winkelschleifer-Staubhaube
100 weist ebenfalls einen Haubensegment 20 auf, der entlang einer Umfangsrichtung
U des Haubenkörpers 10 entlang des Haubenkörpers 10 verschiebbar ist.
[0030] Der Haubenkörper 10 ist zum Abdecken eines überwiegenden Teils der Schleifscheibe
ausgebildet, wobei der verschiebbare Haubensegment 20 zum Abdecken und Freigeben eines
verbleibenden Teils der Schleifscheibe vorgesehen ist.
[0031] Sowohl der Haubenkörper 10 als auch der verschiebbare Haubensegment 20 weisen ein
Abdichtelement 30 in Form eines Bürstenvorhangs auf. Da die Winkelschleifer-Staubhaube
100 der Fig. 1 sowohl einen Haubenkörper 10 als auch einen Haubensegment 20 aufweist,
ist der Bürstenvorhang 30 zweiteilig ausgebildet bzw. sind zwei Bürstenvorhänge vorgesehen.
Die Bürstenvorhänge 30 dienen zum Abdichten des Haubenkörpers 10 und des Haubensegments
20 zu einer zu bearbeitenden Oberfläche, die hier nicht dargestellt ist. Ein Oberflächenabtrag
im Zuge der Bearbeitung kann über einen an dem Haubenkörper 10 vorgesehenen Absauganschluss
40 abgesaugt werden.
[0032] Erfindungsgemäß ist der Bürstenvorhang 30 bezüglich des Haubenkörpers 10 sowie des
Haubensegments 20 in axialer Richtung, bezogen auf die Rotationsachse R der Schleifscheibe,
durch ein Federelement 50 federgelagert. Das Federelement 50 ist auf der linken Seite
der Fig. 1 vereinzelt dargestellt.
[0033] Das Federelement 50 weist einen flach ausgebildeten Basissteg 51 auf, über den das
Federelement 50 am Haubenkörper bzw. Haubensegment 20 befestigt ist. Im in Fig. 1
dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Federelement 50 über einen Pin 52 (vgl.
Fig. 2) befestigt (z.B. heißverstemmt), wobei der Pin in ein Loch 52' eingreift.
[0034] Das Federelement 50 weist zwei vom Basissteg 51 in gegensinniger Orientierung abragende
Federschwingen 53 auf. Die Federschwingen 53 üben eine Federwirkung auf eine Halteschiene
31 des Bürstenvorhangs 30 aus. Die Federschwingen 53 sind bei montiertem Federelement
50 in Richtung des äußeren Umfangs U des Haubenkörpers 10 orientiert.
[0035] Das Federelement 50 weist einen Haltebügel 55 auf, der ausgebildet ist, ein axiales
Herausfallen des Bürstenvorhangs 30 aus dem Haubenkörper 10 bzw. dem Haubensegment
20 zu verhindern. Im in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ragt der Haltebügel
55 in axialer Richtung vom Basissteg 51 ab und weist an seinem anderen Ende einen
Anschlag für die Halteschiene 31 des Bürstenvorhangs auf. Der axiale Anschlag ist
vorliegend als Anschlagssteg 57 ausgebildet, der parallel zum Basissteg 51 verläuft
und eine Ausnehmung 59 aufweist.
[0036] Der Haltebügel 55 ist in radialer Richtung, angedeutet durch den Doppelpfeil, zwecks
Auswechselns des Bürstenvorhangs auslenkbar. Somit kann vorteilhafterweise der Bürstenvorhang
30 ausgewechselt werden, ohne dass ein Werkzeug erforderlich ist.
[0037] Wie aus Fig. 1 ersichtlich wird, ist durch das Federelement 50 eine Funktionsintegration
realisiert, nämlich zum einen die erfindungsgemäße Federwirkung in axialer Richtung,
zum anderen wird ein Herausfallen des Bürstenvorhangs aus dem Haubenkörper 10 bzw.
dem Haubensegment 20 verhindert.
[0038] Wie der Fig. 1 entnommen werden kann, weist der Haubenkörper 10 eine zentrale Öffnung
11 auf, durch die eine nicht hier gezeigte Antriebsspindel, an der die kreisförmige
Schleifscheibe anzubringen ist, durch die zentrale Öffnung 11 hindurch ragen kann.
An der zentralen Öffnung ist eine Nut 12 ausgebildet, sodass der Haubenkörper 10 formschlüssig
und somit gestellfest an einem Winkelschleifer befestigt werden kann.
[0039] Fig. 2 zeigt nun eine Schnittdarstellung des Ausführungsbeispiels der Winkelschleifer-Staubhaube
100 aus Fig. 1.
[0040] Gut zu erkennen ist, dass die innerhalb eines Volumens des Haubenkörpers 10 am äußeren
Rand des Haubenkörpers 10 angeordneten Federelemente 50 durch ihre jeweiligen Federschwingen
53 eine Federwirkung auf die Halteschiene 31 des Bürstenvorhangs 30 ausüben. Gleichzeitig
bilden die jeweiligen Anschlagsstege 57 einen axialen Anschlag für die Halteschiene
31, sodass diese sicher innerhalb des Haubenkörpers 10 gehalten wird.
[0041] Fig. 3 zeigt ein Federelement 50' gemäß einer zweiten Alternative. Der Haltebügel
55 ist als Klemmmuffe ausgebildet, die auf einer dem Basissteg 51 abgewandten Seite
einer jeweiligen Federschwinge 53 angeordnet ist. Die als Klemmmuffe ausgebildeten
Haltebügel 55 dienen zum Klemmen der Halteschiene 31 des Bürstenvorhangs 30 (vgl.
Fig. 4).
[0042] Das in Fig. 3 gezeigte Federelement 50 eignet sich in besonderer Weise für, bezogen
auf die radiale Richtung, vergleichsweise schmale Halteschienen. Vorteilhafterweise
können dadurch, dass die Haltebügel 55 als Klemmmuffen ausgebildet sind, etwaige Fertigungstoleranzen
der Halteschiene gut kompensiert werden.
[0043] Fig. 4 zeigt schließlich das Federelement der Fig. 3 in Seitenansicht, wobei oberhalb
des als Klemmmuffe ausgebildeten Haltebügels 55 ein Bürstenvorhang 30 mit Halteschiene
31 dargestellt ist, der im Begriff ist (angedeutet durch den Pfeil), in dem als Klemmmuffe
ausgebildeten Haltebügel 55 eingeklemmt zu werden.
[0044] Am Basissteg 51 des Federelements 50 der Fig. 3 sind zwei Löcher 52, 52' vorgesehen,
um das Element 50 in gleicher Weise wie in Fig. 1 und 2 mittels dann zweier Pins 52
am Haubenkörper 10 bzw. am Haubensegment 20 zu befestigen.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 10
- Haubenkörper
- 11
- Zentrale Öffnung
- 12
- Nut
- 20
- Haubensegment
- 30
- Abdichtelement
- 31
- Halteschiene
- 40
- Absauganschluss
- 50
- Federelement
- 51
- Basissteg
- 52
- Pin
- 52'
- Loch
- 53
- Federschwinge
- 55
- Haltebügel
- 57
- Anschlagssteg
- 59
- Ausnehmung
- 100
- Winkelschleifer-Staubhaube
- R
- Rotationsachse
- U
- Umfang / Umfangsrichtung
1. Winkelschleifer-Staubhaube (100) mit einem Haubenkörper (10) zum Abdecken einer kreisförmigen
Schleifscheibe und mit einem entlang eines Umfangs (U) des Haubenkörpers (10) verlaufenden
Abdichtelement (30) zum zumindest abschnittsweisen Abdichten des Haubenkörpers (10)
gegenüber einer mittels der Schleifscheibe zu bearbeitenden Oberfläche, und mit einem
Absauganschluss (40) über den ein Oberflächenabtrag aus dem Haubenkörper (10) abgesaugt
werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass das Abdichtelement (30) im Haubenkörper (10) in axialer Richtung, bezogen auf die
Rotationsachse (R) der Schleifscheibe, durch wenigstens ein Federelement (50) federgelagert
ist.
2. Winkelschleifer-Staubhaube (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Haubenkörper (10) zum Abdecken eines überwiegenden Teils der Schleifscheibe ausgebildet
ist und die Winkelschleifer-Staubhaube (100) einen in Umfangsrichtung (U) des Haubenkörpers
(10) entlang des Haubenkörpers (10) verschiebbaren Haubensegment (20) aufweist, der
zum bedarfsweisen graduellen Abdecken und Freigeben eines verbleibenden Teils der
Schleifscheibe vorgesehen ist, und wobei im Haubensegment (20) ebenfalls ein Abdichtelement
(30) in axialer Richtung, bezogen auf die Rotationsachse der Schleifscheibe, durch
wenigstens ein Federelement (50) federgelagert ist.
3. Winkelschleifer-Staubhaube (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (50) einen vorzugsweise flach ausgebildeten Basissteg (51) aufweist
über den das Federelement (50) am Haubenkörper (10) und/oder dem Haubensegment (20)
befestigt ist, vorzugsweise mittels eines Pins (52), einer Schraube oder eines Niets.
4. Winkelschleifer-Staubhaube (100) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (50) mindestens eine vom Basissteg (51) abragende Federschwinge
(53) aufweist, wobei die Orientierung vorzugsweise dem äußeren Umfang (U) des Haubenkörpers
(10) entspricht.
5. Winkelschleifer-Staubhaube (100) nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass Federelement (50) wenigstens einen Haltebügel (55) aufweist, der ausgebildet ist,
ein axiales Herausfallen des Abdichtelements (30) aus dem Haubenkörper (10) und/oder
dem Haubensegment (20) zu verhindern.
6. Winkelschleifer-Staubhaube (100) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebügel (55) in axialer Richtung vom Basissteg (51) abragt und an seinem anderen
Ende ein axialer Anschlag für eine Halteschiene (31) des Abdichtelements (30) ausgebildet
ist, wobei der Haltebügel (55) in radialer Richtung, bezogen auf die Rotationsachse
der Schleifscheibe, zwecks Auswechselns des Abdichtelements (30) auslenkbar ist.
7. Winkelschleifer-Staubhaube (100) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der axiale Anschlag durch als Anschlagssteg (57) ausgebildet ist, der parallel zum
Basissteg (51) verläuft und vorzugsweise eine Ausnehmung (59) aufweist, so dass eine
Kontaktfläche zwischen Anschlagssteg und Bürstenvorhangs reduziert ist.
8. Winkelschleifer-Staubhaube (100) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebügel (55) als Klemmuffe ausgebildet ist, die auf einer dem Basissteg (51)
abgewandten Seite einer jeweiligen Federschwinge (53) angeordnet und zum Klemmen einer
Halteschiene (31) des Abdichtelements (30) ausgebildet ist.
9. Winkelschleifer-Staubhaube (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (50) einstückig ausgebildet ist, vorzugsweise aus Federstahl.
10. Winkelschleifer-Staubhaube (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (50) in axialer Richtung eine Federsteifigkeit aufweist, die geringer
ist als eine Steifigkeit der vom Abdichtelement (30) umfassten Bürsten.
11. Winkelschleifer-Staubhaube (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Federelementen (50) entlang des Umfangs des Haubenkörpers und/oder
des Haubensegments vorgesehen sind.
12. Winkelschleifer-Staubhaube (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Haubenkörper (10) eine zentrale Öffnung (11) aufweist durch die eine Antriebsspindel,
an der die kreisförmige Schleifscheibe anzubringen ist, hindurch ragen kann, wobei
an der zentralen Öffnung (11) eine Nut (12) ausgebildet ist, so dass der Haubenkörper
(10) formschlüssig und somit gestellfest an einem Winkelschleifer befestigt werden
kann.
13. Winkelschleifer mit einer Winkelschleifer-Staubhaube (100) nach einen der vorangehenden
Ansprüche, wobei der Haubenkörper (10) gestellfest an dem Winkelschleifer angeordnet
ist oder angeordnet werden kann.