[0001] Die Erfindung betrifft ein Leitschaufelelement für eine Strömungsmaschine, insbesondere
für ein Flugtriebwerk. Weitere Aspekte der Erfindung betreffen ein Leitschaufelsegment
mit einem derartigen Leitschaufelelement, einen Leitschaufelring mit zumindest einem
Leitschaufelsegment und eine Strömungsmaschine.
[0002] Bei der Herstellung von Strömungsmaschinen ist es bekannt, Leitschaufelringe aus
einer Mehrzahl von Leitschaufelsegmenten zusammenzusetzen. Derartige Leitschaufelringe
dienen zur Ausrichtung eines beim Betrieb von Strömungsmaschinen durch diese strömenden
Mediums (Arbeitsmediums). Mittels der Leitschaufelringe kann bei der Ausrichtung zumindest
ein Teil der kinetischen Energie des strömenden Mediums in eine Drallenergie umgewandelt
werden. Diese Drallenergie kann genutzt werden, um ein an den Leitschaufelring anschließendes
Laufrad zu bewegen (anzutreiben) und dadurch eine mit dem Laufrad verbundene Antriebswelle
der Strömungsmaschine in eine Rotationsbewegung zu versetzen. Um Strömungsmaschinen
bei einem möglichst großen Wirkungsgrad zu betreiben, ist es sinnvoll, etwaige Spalte
- beispielsweise zwischen dem Leitschaufelring und einem daran in einer radialer Erstreckungsrichtung
angrenzenden Wellengehäuseteil - möglichst klein zu halten. Dadurch kann eine ungewollte
Fluidleckage des Mediums zumindest weitgehend unterbunden werden.
[0003] Aus der
EP 2 696 039 A1 ist eine Gasturbinenstufe bekannt, welche an einem Leitschaufelfuß ein durch eine
Speichenzentrierung gelagertes Dichtringelement aufweist. Diese Speichenzentrierung
weist eine Innenwand und eine diese aufnehmende Umfangsnut auf. Die Innenwand weist
eine, einer Nutinnenfläche der Umfangsnut zugewandte Stirnfläche sowie eine dieser
benachbarte, gegen diese abgewinkelte Flanke auf. Zwischen der Stirnfläche und der
Flanke ist eine Verrundung als Radius ausgebildet. Kommt es beim bestimmungsgemäßen
Einsatz der Gasturbinenstufe zu einer Anlage der in Durchströmungsrichtung vorderen
Stirnfläche an der Nutinnenfläche reduziert dieser Radius die Spannungsbelastung und
den Verschleiß.
[0004] Die
EP 2 722 486 A1 zeigt einen Fischmaul-Dichtungsträger für eine Leitschaufelanordnung einer Gasturbine.
Der Fischmaul-Dichtungsträger weist ein Kastenprofil mit zwei Axialschenkeln und zwei
Radialschenkeln sowie ein Dichtungselement, welches an einem der Axialschenkel angeordnet
ist, auf. An dem Kastenprofil ist ein integral ausgebildeter Axialflansch zur Bildung
einer Fischmauldichtung vorgesehen.
[0005] Aus der
EP 2 551 454 A2 ist eine Niederdruckturbine bekannt, welche eine Mehrzahl von Statorstufen aufweist.
An jeweiligen radialen Enden der Statorstufen sind Wabenstrukturen angeordnet, um
mit radial diesen gegenüberliegenden Labyrinthdichtungen an einem Wellengehäuse eine
Dichtstelle mit geringer Fluidleckage zu bilden.
[0006] Des Weiteren zeigt die
US 4 194 869 einen Leitschaufelcluster mit Befestigungsmitteln zur Lagesicherung des Leitschaufelclusters
in einer Gasturbine. Durch die Lagesicherung kann ein etwaiges Umströmen des Leitschaufelclusters
an unerwünschten Stellen verringert werden. Aus der
EP 2 559 849 A2 ist ein Leitschaufelsegment für eine Strömungsmaschine bekannt. Dabei weist das Leitschaufelsegment
mindestens ein Leitschaufelelement mit einem Flansch und einem davon abragenden Positioniermittel
auf. Eine Teilfläche des Positioniermittels ist dabei gegenüber einer Stützfläche
des Flansches abgeschrägt ausgebildet. Ein radial außenliegender Bereich des Positioniermittels
liegt an einem Dichtungsträger des Leitschaufelsegments an.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Leitschaufelelement, ein Leitschaufelsegment,
einen Leitschaufelring, sowie eine Strömungsmaschine der eingangs genannten Art zu
verbessern, so dass diese Komponenten auch bei starker Beanspruchung eine hohe Dichtigkeit
gegenüber einer Fluidleckage aufweisen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Leitschaufelelement mit den Merkmalen von Patentanspruch
1, durch ein Leitschaufelsegment mit den Merkmalen von Patentanspruch 2, durch einen
Leitschaufelring gemäß Patentanspruch 4 sowie durch eine Strömungsmaschine gemäß Patentanspruch
5 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung
sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.
[0009] Die vorliegende Erfindung umfasst ein Leitschaufelelement nach Patentanspruch 1 für
ein Leitschaufelsegment sowie ein Leitschaufelsegment mit dem erfindungsgemäßen Leitschaufelelement
und mit einem Dichtungsträger nach Patentanspruch 2.
[0010] Gemäß der Erfindung grenzt in einem Übergang von dem Flansch zu dem Positioniermittel
eine Teilfläche des Positioniermittels an den Flansch an und jeweilige Flächennormalen
der Stützfläche und der Teilfläche schließen einen von einem Nullwinkel verschiedenen
Winkel miteinander ein, wobei die Teilfläche derart ausgebildet ist, dass sie mit
dem Dichtungsträger nicht in Kontakt kommt. Dies hat den Vorteil, dass die Dichtigkeit
zwischen dem Dichtungsträger und dem Flansch verbessert wird, da die Fläche (Stützfläche),
an welcher der Dichtungsträger abgestützt ist, im Vergleich zu aus dem Stand der Technik
bekannten Systemen kleiner ist und somit eine höhere Flächenpressung zwischen dem
Dichtungsträger und der Dichtfläche erfolgt. Des Weiteren kann ein relatives Verkippen
des Dichtungsträgers an dem Positioniermittel und ein damit einhergehendes Abheben
des Dichtungsträgers von der Stützfläche auch bei großen Belastungen unterbunden werden.
Der Dichtungsträger kann beispielsweise als einteiliger, ringförmiger Dichtungsträger
ausgebildet sein.
[0011] Der Übergang von dem Flansch zu dem Positioniermittel kann beispielsweise als eine
gerade Linie oder als gebogene Linie ausgebildet sein, an welcher der Flansch und
die Teilfläche aneinander angrenzen können. Der Übergang kann auch als Kante, beispielsweise
mit einer Kantenverrundung, ausgebildet sein, an welcher der Flansch und die Teilfläche
aneinander angrenzen. Mit dem Einschließen eines von einem Nullwinkel verschiedenen
Winkels durch die jeweiligen Flächennormalen der Stützfläche und der Teilfläche geht
einher, dass die Teilfläche zumindest bereichsweise gegenüber der Stützfläche versetzt
ist. Dementsprechend ist beim bestimmungsgemäßen Einsatz des Leitschaufelsegments
als Bauteil einer Strömungsmaschine die Teilfläche in einer Hauptströmungsrichtung
eines beim Betrieb der Strömungsmaschine durch diese strömenden Arbeitsmediums gegenüber
der Stützfläche zurückversetzt und/oder abgeschrägt. Die Teilfläche und die Stützfläche
können dabei auch zumindest einen Teil eines Absatzes an dem Flansch bilden. Dadurch
kann die Stützfläche als radial an dem Flansch umlaufende Dichtfläche ausgestaltet
sein, gegenüber welcher die Teilfläche zurückversetzt und/oder abgeschrägt ist. Dies
ist von Vorteil, da der Dichtungsträger, welcher auch als SIAS (Static Inner Air Seal)
bezeichnet werden kann lediglich auf der Stützfläche anliegt und nicht - wie aus dem
Stand der Technik bekannt - zusätzlich auf dem Positioniermittel, wodurch eine bessere
Dichtwirkung zwischen der Stützfläche und dem Dichtungsträger erzielt werden kann.
Bei einer Belastung des Dichtungsträgers infolge des Betriebs der Strömungsmaschine
kann damit wirksam unterbunden werden, dass der Dichtungsträger um eine Auflagestelle
an dem Positioniermittel kippt und damit von der Stützfläche abhebt, wodurch es zu
Fluidleckage kommen kann. Durch die gegenüber der Stützfläche abgeschrägte und/oder
zurückversetzte Teilfläche des Positioniermittels wird sichergestellt, dass selbst
bei einer belastungsbedingten Relativbewegung zwischen dem SIAS und dem Leitschaufelelement
kein Abheben des SIAS von der Stützfläche erfolgt, zumal sich das SIAS nicht in unvorteilhafter
Weise an dem Positioniermittel abstützen kann. Somit wird im Gegensatz zu aus dem
Stand der Technik bekannten Lösungen ein Kippen des SIAS um das Positioniermittel
ausgeschlossen und im - Gegensatz zu aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen
- auch bei starker Beanspruchung eine hohe Dichtigkeit gegenüber einer Fluidleckage
erzielt.
[0012] Das Leitschaufelsegment, welchen ein erfindungsgemäßes Leitschaufelelement und einen
Dichtungsträger umfasst, kann einem Teil eines Leitschaufelrings entsprechen, und
beispielsweise als Leitschaufelringsegment ausgebildet sein. Dementsprechend kann
das Leitschaufelsegment beispielsweise als ein Drittel und somit als 120°-Segment
eines derartigen Leitschaufelrings gestaltet sein. Das Leitschaufelsegment kann zusätzlich
zu dem Flansch und dem Positioniermittel beispielsweise ein radial inneres Deckbandsegment,
ein Leitschaufelblatt oder mehrere Leitschaufelblätter, sowie ein radial äußeres Deckbandsegment
umfassen. Der Dichtungsträger kann an einem radialen Ende ein Dichtelement, beispielsweise
in Form einer Bürstendichtung oder einer Honigwabendichtung aufweisen. Durch ein derartiges
Dichtelement kann bei einem bestimmungsgemäßen Einsatz des Leitschaufelsegments in
der Strömungsmaschine eine unerwünschte Fluidleckage zwischen dem Dichtelement und
beispielsweise einem Gehäusebereich einer Antriebswelle der Strömungsmaschine zumindest
verringert werden. Die Stützfläche kann als Dichtfläche ausgebildet sein, um eine
Fluidleckage zwischen dem Flansch und dem Dichtungsträger zu verringern. Bei der Anordnung
des Dichtungsträgers an dem Flansch greift das Positioniermittel in die umlaufende
radiale Nut des Dichtungsträgers ein. Dies ist von Vorteil, da durch die Nut ein zumindest
bereichsweises Umgreifen des Flansches und des Positioniermittels bei der Anordnung
des Dichtungsträgers ermöglicht ist. Dadurch werden etwaige Bewegungsfreiheitsgrade
zwischen dem Dichtungsträger und dem Leitschaufelelement auf einfache Weise eingeschränkt.
Der Dichtungsträger kann des Weiteren mittels eines Fixierelements, welches beispielsweise
als Bolzen ausgebildet sein kann, an dem Flansch und damit an dem Leitschaufelelement
festgelegt werden.
[0013] Dabei ist die Stützfläche als Ringflächensegment ausgebildet. Dabei kann die Stützfläche
mittels eines Kreisbogens begrenzt sein oder bereichsweise statt mittels eines Kreisbogens
beispielsweise mittels einer geraden Strecke begrenzt sein. Dadurch kann eine besonders
gleichmäßige Flächenpressung zwischen dem Dichtungsträger und der Stützfläche erzielt
werden. Dies hat den Vorteil, dass auch bei dynamischen Belastungen des Dichtungsträgers
eine gleichmäßige Dichtwirkung an der Stützfläche erzielt werden kann.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Positioniermittel
einteilig mit dem Flansch verbunden. Dadurch sind weniger Einzelteile für den Aufbau
des Leitschaufelelements nötig. Dies ist von Vorteil, da das Leitschaufelsegment somit
unter besonders geringem Montageaufwand hergestellt werden kann.
[0015] Die gabelförmige Anordnung der Positionierdorne kann auch als Speichenzentrierung
bezeichnet werden. Durch die gabelförmige Ausgestaltung kann eine etwaige Drehung
des Dichtungsträgers um die zwei Positionierdorne unterbunden werden. Somit kann auf
einfache Weise ein weiterer Bewegungsfreiheitsgrad des Dichtungsträgers eingeschränkt
werden.
[0016] Durch ein erfindungsgemäßes Leitschaufelelement wird eine besonders hohe Dichtwirkung
zwischen der Stützfläche und einem an dieser abgestützten Dichtungsträger erzielt.
[0017] Die vorliegende Erfindung umfasst zudem einen Leitschaufelring, umfassend zumindest
ein erfindungsgemäßes Leitschaufelsegment. Der Leitschaufelring kann beispielsweise
aus drei 120°-Leitschaufelsegmenten zusammengesetzt sein. Ein derartiger Leitschaufelring
trägt auf verbesserte Weise zur Verringerung von Fluidleckage bei.
[0018] Die vorliegende Erfindung umfasst schließlich auch eine Strömungsmaschine, insbesondere
ein Flugtriebwerk, mit zumindest einem erfindungsgemäßen Leitschaufelsegment und zusätzlich
oder alternativ mit zumindest einem erfindungsgemäßen Leitschaufelelement und zusätzlich
oder alternativ mit zumindest einem Leitschaufelring. Eine derartige Strömungsmaschine
kann unter einer verringerten Fluidleckage und damit bei einem besonders hohen Wirkungsgrad
betrieben werden.
[0019] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Strömungsmaschine eine
Turbine und die Stützfläche des Flansches ist einer Hauptströmungsrichtung eines beim
Betrieb der Strömungsmaschine durch diese strömenden Arbeitsmediums zugewandt. Dies
ist von Vorteil, da bei etwaigen Belastungen des an dem Flansch angeordneten Dichtungsträgers
infolge einer Anströmung durch das Arbeitsmedium ein etwaiges Abheben des Dichtungsträgers
von der Stützfläche zumindest weitgehend unterbunden werden kann. Der Dichtungsträger
liegt somit auch bei dessen Belastung flächig auf der Stützfläche auf, wodurch eine
Fluidleckage zwischen dem Dichtungsträger und der Stützfläche verringert oder sogar
unterbunden werden kann.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Strömungsmaschine
ein Verdichter und die Stützfläche des Flansches ist einer Hauptströmungsrichtung
eines beim Betrieb der Strömungsmaschine durch diese strömenden Arbeitsmediums abgewandt.
Dadurch kann auch bei einem Verdichter ein etwaiges Abheben des Dichtungsträgers von
der Stützfläche zumindest weitgehend unterbunden werden.
[0021] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Ausführungsbeispielen
sowie anhand der Zeichnungen. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale
und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in den Ausführungsbeispielen genannten
Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination,
sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu
verlassen. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine Perspektivansicht eines aus dem Stand der Technik bekannten Leitschaufelsegments;
- Fig. 2a
- eine Perspektivansicht einer ausschnittsweise dargestellten und für die Erfindung
beispielhaften Ausführungsform eines Leitschaufelelements;
- Fig. 2b
- eine Seitenansicht auf einen Teilbereich des in Fig. 2a gezeigten Leitschaufelelements,
auf welchen ein Dichtungsträger aufgeschoben wird;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht auf einen Teilbereich einer weiteren Ausführungsform des Leitschaufelelements,
bei welcher eine Teilfläche eines Positioniermittels des Leitschaufelelements eine
Wölbung aufweist und unmittelbar an die Stützfläche des Flansches anschließt;
- Fig. 4a
- eine Seitenansicht auf einen Teilbereich einer weiteren Ausführungsform des Leitschaufelelements,
bei welcher der Flansch und das Positioniermittel einen Absatz bilden; und
- Fig. 4b
- eine Detailansicht eines in Fig. 4a gestrichelt umrandeten Bereichs.
[0022] Fig. 1 zeigt ein aus dem Stand der Technik bekanntes Leitschaufelsegment 50, für
eine Strömungsmaschine. Das Leitschaufelsegment 50 weist an einem Dichtbereich 52
eine ebene Dichtfläche 54 auf, an welcher eine hier nicht weiter gezeigte Radialdichtung
in Anlage gebracht werden kann. Des Weiteren weist das Leitschaufelsegment 50 eine
gezackte Zentrierung 56 für die Radialdichtung auf. Die Dichtfläche 54 erstreckt sich
vorliegend über einen besonders großen, in Fig. 1 schraffierten Bereich, welcher auch
einen Teilflächenbereich einzelner Zentrierelemente der gezackten Zentrierung 56 umfasst.
Die Dichtfläche 54 erstreckt sich dabei bis zu einer linienförmigen Anlage 57 der
Zentrierung 56. Die Anlage 57 erstreckt sich dabei über zwei gabelförmig zueinander
angeordnete Zentrierstreben 58 der Zentrierung 56. Die Anlage 57 kann auch als Auflagestelle
an einem Randbereich der Dichtfläche 54 bezeichnet werden. Aufgrund der Erstreckung
der Dichtfläche 54 auf die Zentrierstreben 58 und damit auf Bereiche der Zentrierung
56 kann es zu erhöhter Fluidleckage zwischen der Dichtfläche 54 und der Radialdichtung
kommen, wenn die Dichtfläche 54 und die Radialdichtung durch betriebsbedingte Belastungen
in einem ungünstigen Winkel zueinander stehen. Dies ist damit zu begründen, dass es
zu einem Kippen der Radialdichtung um die Anlage 57 auf der Zentrierung infolge betriebsbedingter
Verformungen kommt. Eine Folge davon ist ein Abheben der Radialdichtung von der Dichtfläche
54 und eine Fluidleckage insbesondere in einem Aussparungsbereich 59 zwischen den
Zentrierstreben 58, zumal sich die Dichtfläche 54 bereichsweise um diesen Aussparungsbereich
59 herum erstreckt.
[0023] In Fig. 2a ist ein Leitschaufelelement 12 dargestellt, welches in Fig. 2b in einer
Seitenansicht gemäß einer in Fig. 2a durch einen Pfeil verdeutlichten Ansichtsrichtung
A zusammen mit einem Dichtungsträger 30 gezeigt ist.
[0024] Das Leitschaufelelement 12 und der Dichtungsträger 30 gehören zu einem in Fig. 2b
ausschnittsweise dargestellten Leitschaufelsegment 10 für eine hier nicht weiter dargestellte
Strömungsmaschine, welche beispielsweise als Flugtriebwerk ausgebildet sein kann.
Das Leitschaufelsegment 10 umfasst also das Leitschaufelelement 12 und den Dichtungsträger
30. Ein hier nicht weiter gezeigter Leitschaufelring kann aus mehreren, derartigen
Leitschaufelsegmenten 10 zusammengesetzt und in der Strömungsmaschine eingesetzt werden.
[0025] Das Leitschaufelelement 12 umfasst vorliegend mindestens ein Schaufelblatt 36, ein
radial inneres Deckbandsegment 34, und ein hier nicht weiter gezeigtes, radial äußeres
Deckbandsegment.
[0026] Die beiden Deckbandsegmente schließen an zueinander gegenüberliegenden Seiten des
mindestens einen Schaufelblatts 36 an dieses an. Des Weiteren umfasst das Leitschaufelelement
12 einen in einer radialen Erstreckungsrichtung R des Leitschaufelelements 12 ausgebildeten
Flansch 14 und zumindest ein in der radialen Erstreckungsrichtung R von dem Flansch
14 abragendes Positioniermittel 18. Das Positioniermittel 18 ist vorliegend einteilig
mit dem Flansch 14 verbunden.
[0027] Das Leitschaufelsegment wird in Fig. 2b entlang einer Montagerichtung M auf den vorliegend
ringförmigen Dichtungsträger 30 aufgeschoben, so dass der Dichtungsträger 30 und der
Flansch 14 aneinander anliegen. Mittels des Positioniermittels 18 werden der Dichtungsträger
30 und das Leitschaufelelement 12 relativ zueinander ausgerichtet. Der Flansch 14
weist eine Stützfläche 16 auf, an welcher der Dichtungsträger 30 in dessen Anlage
an dem Flansch 14 abgestützt ist. Die Stützfläche 16 des Flansches 14 ist einer Hauptströmungsrichtung
H eines beim Betrieb der Strömungsmaschine durch diese strömenden Arbeitsmediums zugewandt,
sofern die Strömungsmaschine als Turbine ausgestaltet ist. Bei einer als Verdichter
ausgestalteten Strömungsmaschine wäre hingegen die Stützfläche 16 des Flansches 14
der Hauptströmungsrichtung H abgewandt.
[0028] Die Stützfläche 16 dient als Dichtfläche, mit welcher der Dichtungsträger 30 in dessen
Anordnung und Abstützung an dem Flansch 14 einen Dichtsitz bildet. Die Stützfläche
16 ist vorliegend als Ringflächensegment ausgebildet. Dabei kann die Stützfläche mittels
eines Kreisbogens begrenzt sein oder bereichsweise statt mittels eines Kreisbogens
beispielsweise mittels einer geraden Strecke begrenzt sein. Damit ist insbesondere
umfasst, dass die Stützfläche 16 in der radialen Erstreckungsrichtung R auch durch
einen beispielsweise als gerade Linie ausgebildeten Übergang 19 begrenzt sein kann
und dementsprechend an einer solchen Begrenzungsstelle keine umlaufende radiale Verrundung
aufweist und geringfügig von einer Ringsegmentgestalt abweicht.
[0029] In dem Übergang 19 von dem Flansch 14 zu dem Positioniermittel 18 grenzt eine Teilfläche
20 des Positioniermittels 18 an den Flansch 14 an, wobei jeweilige Flächennormalen
17, 21 der Stützfläche 16 und der Teilfläche 20 einen von einem Nullwinkel verschiedenen
Winkel α miteinander einschließen. Die erste Flächennormale 17 ist dabei der Stützfläche
16 zugeordnet, wohingegen die zweite Flächennormale 21 der Teilfläche 20 zugeordnet
ist.
[0030] Der Dichtungsträger 30 weist vorliegend eine umlaufende radiale Nut 32 auf, mit welcher
das Positioniermittel 18 in der Anordnung des Dichtungsträgers 30 an dem Flansch 14
in Eingriff ist. An einem Ende des Dichtungsträgers 30 ist ein beispielsweise als
Bürstendichtung oder Honigwabendichtung ausgebildetes Dichtelement 31 angeordnet.
[0031] Mittels eines in Fig. 2b gezeigten Fixierelements, welches vorliegend als Bolzen
28 ausgebildet ist, kann der Dichtungsträger 30 an dem Flansch 14 festgelegt werden,
sobald der Dichtungsträger 30 mit der Stützfläche 16 in Anlage gebracht ist. Das Positioniermittel
18 weist vorliegend zwei gabelförmig zueinander angeordnete Positionierdorne 22, 24
auf, welche in der Anordnung des Dichtungsträgers 30 an dem Flansch 14 in die umlaufende
radiale Nut 32 eingreifen. Der Bolzen 28 kann zum Festlegen des Dichtungsträgers 30
durch eine von den beiden Positionierdornen 22, 24 bereichsweise begrenzte Aussparung
26 durchgeführt werden. Die Positionierdorne 22, 24 können jeweils auch als "Tang"
bezeichnet werden.
[0032] In den Fig. 2b, Fig. 3 und Fig. 4a sind jeweils unterschiedliche Ausführungsformen
des Leitschaufelelements 12 gezeigt. In diesen Figuren ist stellvertretend für beide
Positionierdorne 22, 24 lediglich der erste Positionierdorn 22 gezeigt, welcher in
diesen Figuren den zweiten Positionierdorn 24 verdeckt.
[0033] Die Teilfläche 20 des Positionierdorns 22 und damit des Positioniermittels 18 grenzt
direkt an den Übergang 19 an. Die Flächennormalen 17, 21 schließen wie bereits erwähnt
den Winkel α ein, welcher auch als sogenannter "Tangwinkel" bezeichnet werden kann.
[0034] Während die Teilfläche im in Fig. 2b gezeigten Ausführungsbeispiel als gerade, gegenüber
der Stützfläche 16 abgeschrägte Fläche ausgebildet ist, zeigt das Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 3 einen gekrümmten Verlauf der Teilfläche 20 und damit eine Wölbung der
Teilfläche 20. Ebenso wie bei den in Fig. 2b und Fig. 3 erläuterten Ausführungsformen,
ist auch bei der in Fig. 4a dargestellten Ausführungsform sichergestellt, dass der
Dichtungsträger 30 flächig auf der Stützfläche 16 aufliegen kann, ohne dabei mit der
Teilfläche 20 und somit dem Positioniermittel 18 in Kontakt zu kommen. Dadurch kann
eine Anordnung des Dichtungsträgers 30 an der Stützfläche 16 unter einer großen Flächenpressung
und damit unter einer besonders guten Dichtwirkung sichergestellt werden. In Fig.
4a ist gezeigt, dass das Leitschaufelelement 12 einen Absatz aufweisen kann, welcher
in Fig. 4b gemäß einer Detailansicht B vergrößert dargestellt ist. Der Absatz erstreckt
sich dabei über eine an die Stützfläche 16 angrenzende Flanschfläche 15 des Flansches
14.
[0035] Zusammenfassend wird mit der Stützfläche 16 ein entlang dem Leitschaufelelement 12
bereichsweise umlaufendes, unterbrechungsfreies Anlageflächensegment geschaffen, an
welchem ein Dichtsitz mit dem Dichtungsträger 30 (SIAS) gebildet werden kann.
[0036] Eine radiale Lage eines Scheitels des Winkels α kann dabei - wie in Fig. 2b gezeigt
- auf dem Übergang 19 liegen, wobei die Teilfläche 20 abgeschrägt gegenüber der Stützfläche
16 an diese anschließt. Der Winkel α kann sich jedoch auch, wie in Fig. 3 gezeigt,
über dem Verlauf der Teilfläche 20 ändern. Dadurch, dass die Flächennormalen 17, 21
der Stützfläche 16 bzw. der Teilfläche 20 den von dem Nullwinkel verschiedenen Winkel
α einschließen, ergibt sich ein Versatz zwischen der Stützfläche 16 und der Teilfläche
20 in der Hauptströmungsrichtung H. Dieser Versatz ermöglicht, dass betriebsbedingte
Verformungen des SIAS (Dichtungsträger 30) zugelassen werden können, ohne dass es
bei diesen Verformungen zu einem Abheben des Dichtungsträgers 30 von der Stützfläche
16 kommt.
[0037] Auch weitere lokale Vorsprünge, welche an die an dem Leitschaufelelement 12 umlaufende
Stützfläche 16 angrenzen können, können mit dem Winkel α versehen werden, sodass das
SIAS Platz für betriebsbedingte Verformungen erhält und die lokalen Vorsprünge bei
der Verformung nicht von dem SIAS berührt werden. Unter den Begriff "Vorsprünge" sind
derartige Elemente zu zählen, welche in Bezug auf die Stützfläche 16 (Dichtfläche
am Flansch 14) radial nach innen (in der radialen Erstreckungsrichtung R) ragen. Unter
den Begriff "Vorsprünge" fallen beispielsweise Verdrehsicherungen oder Angüsse.
[0038] Selbst bei einem Auftreten starker Verformungen zwischen dem SIAS und dem Leitschaufelsegment
10, bzw. dem Leitschaufelring kann durch die vorliegende Erfindung vermieden werden,
dass das SIAS in der Hauptströmungsrichtung H um eine aus dem Stand der Technik bekannte,
linienförmige Anlage 57 (an der in Fig. 1 gezeigten Zentrierung 56) kippt und dabei
ein flacher, kegelförmiger Spalt zwischen dem SIAS und der Stützfläche 16 gebildet
wird. Beim Entstehen dieses Spaltes kann es bei aus dem Stand der Technik bekannten
Systemen zu einer erhöhten Fluidleckage kommen.
Bezugszeichenliste:
[0039]
- 10
- Leitschaufelsegment
- 12
- Leitschaufelelement
- 14
- Flansch
- 15
- Flanschfläche
- 16
- Stützfläche
- 17
- erste Flächennormale
- 18
- Positioniermittel
- 19
- Übergang
- 20
- Teilfläche
- 21
- zweite Flächennormale
- 22
- Positionierdorn
- 24
- Positionierdorn
- 26
- Aussparung
- 28
- Bolzen
- 30
- Dichtungsträger
- 31
- Dichtelement
- 32
- Nut
- 34
- radial inneres Deckbandsegment
- 36
- Leitschaufelblatt
- 50
- Leitschaufelteil
- 52
- Dichtbereich
- 54
- Dichtfläche
- 56
- Zentrierung
- 57
- Anlage
- 58
- Zentrierstrebe
- 59
- Aussparungsbereich
- α
- Winkel
- H
- Hauptströmungsrichtung
- M
- Montagerichtung
- R
- radiale Erstreckungsrichtung
1. Leitschaufelelement (12) für ein Leitschaufelsegment (10) mit dem Leitschaufelelement
(12) und einem Dichtungsträger (30) , wobei das Leitschaufelelement (12) einen in
einer radialen Erstreckungsrichtung (R) des Leitschaufelelements (12) ausgebildeten
Flansch (14) umfasst, welcher eine Stützfläche (16) zum Anordnen und Abstützen eines
Dichtungsträgers (30) aufweist, und zumindest einen in der radialen Erstreckungsrichtung
(R) von dem Flansch (14) abragendes Positioniermittel (18) zum Ausrichten des Dichtungsträgers
(30) relativ zu dem Leitschaufelelement (12) umfasst, wobei das Positioniermittel
(18) wenigstens zwei gabelförmig zueinander angeordnete Positionierdorne (22, 24)
aufweist, welche dazu ausgebildet sind in der Anordnung des Dichtungsträgers (30)
an dem Flansch (14) in eine umlaufende radiale Nut (32) des Dichtungsträgers (30)
eingreifen,
und wobei in einem Übergang von dem Flansch (14) zu dem Positioniermittel (18) eine
Teilfläche (20) des Positioniermittels (18) an den Flansch (14) angrenzt und jeweilige
Flächennormalen (17, 21) der Stützfläche (16) und der Teilfläche (20) einen von einem
Nullwinkel verschiedenen Winkel (α) miteinander einschließen, wobei die Teilfläche
(20) gegenüber der Stützfläche versetzt und/oder abgeschrägt ist und bei dem Leitschaufelsegment
(10) mit dem Dichtungsträger (30) nicht in Kontakt kommt, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (16) als Ringflächensegment ausgebildet ist.
2. Leitschaufelsegment (10) für eine Strömungsmaschine, insbesondere für ein Flugtriebwerk,
mit:
- wenigstens einem Leitschaufelelement (12) nach Anspruch 1,
- wenigstens einem Dichtungsträger (30), welcher an dem Flansch (14) angeordnet und
mittels des Positioniermittels (18) relativ zu dem Leitschaufelelement (12) ausgerichtet
ist, wobei der Flansch (14) eine Stützfläche (16) aufweist, an welcher der Dichtungsträger
(30) abgestützt ist, wobei die wenigstens zwei gabelförmig zueinander angeordnete
Positionierdorne (22, 24) in der Anordnung des Dichtungsträgers (30) an dem Flansch
(14) in eine umlaufende radiale Nut (32) des Dichtungsträgers (30) eingreifen, und
wobei die Teilfläche (20) mit dem Dichtungsträger (30) nicht in Kontakt kommt.
3. Leitschaufelsegment (10) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Positioniermittel (18) einteilig mit dem Flansch (14) verbunden ist.
4. Leitschaufelring, umfassend zumindest ein Leitschaufelsegment (10) gemäß einem der
Ansprüche 2 bis 3.
5. Strömungsmaschine, insbesondere Flugtriebwerk, mit zumindest einem Leitschaufelsegment
(10) nach Anspruch 2 oder 3 und/oder mit zumindest einem Leitschaufelelement (12)
nach Anspruch 1 und/oder mit zumindest einem Leitschaufelring nach Anspruch 4.
6. Strömungsmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strömungsmaschine eine Turbine ist und die Stützfläche (16) des Flansches (14)
einer Hauptströmungsrichtung (H) eines beim Betrieb der Strömungsmaschine durch diese
strömenden Arbeitsmediums zugewandt ist.
7. Strömungsmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strömungsmaschine ein Verdichter ist, und die Stützfläche (16) des Flansches (14)
einer Hauptströmungsrichtung (H) eines beim Betrieb der Strömungsmaschine durch diese
strömenden Arbeitsmediums abgewandt ist.
1. Guide vane element (12) for a guide vane segment (10) having the guide vane element
(12) and a seal carrier (30), the guide vane element (12) comprising a flange (14)
formed in a radial extension direction (R) of the guide vane element (12), which flange
has a support surface (16) for the arrangement and support of a seal carrier (30),
and comprising at least one positioning means (18) protruding from the flange (14)
in the radial extension direction (R) for aligning the seal carrier (30) relative
to the guide vane element (12), the positioning means (18) having at least two positioning
mandrels (22, 24) arranged in a fork-like manner relative to one another, which are
designed to engage in a circumferential radial groove (32) of the seal carrier (30)
in the arrangement of the seal carrier (30) on the flange (14),
and a partial surface (20) of the positioning means (18) adjoining the flange (14)
in a transition from the flange (14) to the positioning means (18), and respective
surface normals (17, 21) of the support surface (16) and the partial surface (20)
enclosing an angle (α) different from a zero angle, the partial surface (20) being
offset and/or beveled relative to the support surface and not coming into contact
with the seal carrier (30) in the guide vane segment (10), characterized in that the support surface (16) is designed as an annular surface segment.
2. Guide vane segment (10) for a turbomachine, in particular for an aircraft engine,
comprising:
- at least one guide vane element (12) according to claim 1,
- at least one seal carrier (30), which is arranged on the flange (14) and is aligned
relative to the guide vane element (12) by means of the positioning means (18), wherein
the flange (14) has a support surface (16) on which the seal carrier (30) is supported,
wherein the at least two positioning mandrels (22, 24) arranged in a fork-like manner
relative to one another engage in a circumferential radial groove (32) of the seal
carrier (30) in the arrangement of the seal carrier (30) on the flange (14), and
wherein the partial surface (20) does not come into contact with the seal carrier
(30).
3. Guide vane segment (10) according to claim 2,
characterized in that the positioning means (18) is integrally connected to the flange (14).
4. Guide vane ring comprising at least one guide vane segment (10) according to either
of claims 2 to 3.
5. Turbomachine, in particular aircraft engine, having at least one guide vane segment
(10) according to claim 2 or 3 and/or having at least one guide vane element (12)
according to claim 1 and/or having at least one guide vane ring according to claim
4.
6. Turbomachine according to claim 5,
characterized in that
the turbomachine is a turbine and the support surface (16) of the flange (14) faces
a main flow direction (H) of a working medium flowing through the turbomachine during
operation thereof.
7. Turbomachine according to claim 5,
characterized in that
the turbomachine is a compressor, and the support surface (16) of the flange (14)
faces away from a main flow direction (H) of a working medium flowing through the
turbomachine during operation thereof.
1. Élément d'aube de guidage (12) pour un segment d'aube de guidage (10) comportant l'élément
d'aube de guidage (12) et un support d'étanchéité (30), dans lequel l'élément d'aube
de guidage (12) comprend une bride (14) formée dans une direction d'extension radiale
(R) de l'élément d'aube de guidage (12), laquelle bride présente une surface de soutien
(16) permettant de disposer et de soutenir un support d'étanchéité (30), et comprend
au moins un moyen de positionnement (18) faisant saillie depuis la bride (14) dans
la direction d'extension radiale (R) et permettant d'orienter le support d'étanchéité
(30) par rapport à l'élément d'aube directrice (12), dans lequel le moyen de positionnement
(18) présente au moins deux mandrins de positionnement (22, 24) disposés en forme
de fourche l'un par rapport à l'autre et conçus pour venir en prise dans une rainure
radiale périphérique (32) du support d'étanchéité (30) lorsque le support d'étanchéité
(30) est disposé sur la bride (14),
et dans lequel, dans une transition entre la bride (14) et le moyen de positionnement
(18), une surface partielle (20) du moyen de positionnement (18) est adjacente à la
bride (14) et des normales de surface (17, 21) respectives de la surface de soutien
(16) et de la surface partielle (20) forment entre elles un angle (α) différent d'un
angle zéro, dans lequel la surface partielle (20) est décalée et/ou biseautée par
rapport à la surface de soutien et n'entre pas en contact avec le support d'étanchéité
(30) dans le cas du segment d'aube directrice (10), caractérisé en ce que la surface de soutien (16) est conçue comme un segment de surface annulaire.
2. Segment d'aube de guidage (10) pour une turbomachine, en particulier pour un moteur
d'aéronef, comportant :
- au moins un élément d'aube de guidage (12) selon la revendication 1,
- au moins un support d'étanchéité (30) qui est disposé sur la bride (14) et qui est
orienté par rapport à l'élément d'aube directrice (12) à l'aide du moyen de positionnement
(18), dans lequel la bride (14) présente une surface de soutien (16) sur laquelle
est soutenu le support d'étanchéité (30), dans lequel les au moins deux mandrins de
positionnement (22, 24) disposés en forme de fourche l'un par rapport à l'autre viennent
en prise dans une rainure radiale périphérique (32) du support d'étanchéité (30) lorsque
le support d'étanchéité (30) est disposé sur la bride (14), et
dans lequel la surface partielle (20) n'est pas en contact avec le support d'étanchéité
(30).
3. Segment d'aube directrice (10) selon la revendication 2,
caractérisé en ce que le moyen de positionnement (18) est relié d'un seul tenant à la bride (14).
4. Couronne d'aubes directrices, comprenant au moins un segment d'aube directrice (10)
selon l'une des revendications 2 à 3.
5. Turbomachine, en particulier moteur d'aéronef, comportant au moins un segment d'aube
directrice (10) selon la revendication 2 ou 3 et/ou comportant au moins un élément
d'aube directrice (12) selon la revendication 1 et/ou comportant au moins une couronne
d'aubes directrices selon la revendication 4.
6. Turbomachine selon la revendication 5, caractérisée en ce que la turbomachine est une turbine et la surface de soutien (16) de la bride (14) est
tournée vers une direction d'écoulement principale (H) d'un fluide de travail s'écoulant
à travers la turbomachine lors du fonctionnement de celle-ci.
7. Turbomachine selon la revendication 5, caractérisée en ce que la turbomachine est un compresseur, et la surface de soutien (16) de la bride (14)
est opposée à une direction d'écoulement principale (H) d'un fluide de travail s'écoulant
à travers la turbomachine lors du fonctionnement de celle-ci.