[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zur Aufzeichnung von Betriebsdaten
("Data Logging") in einem sich im Betrieb befindlichen Kraftfahrzeug, wobei die aufzuzeichnenden
Betriebsdaten mittels am Kraftfahrzeug befindlicher Sensoren aufgenommen werden und
die Sensoren oder deren Auswertemodule über eine gemeinsame serielle Datenleitung
(Fahrzeugbus), insbesondere über einen CAN (
Controller Area Network) Bus, mit einer Speichereinheit in datenleitender Verbindung stehen. Die aufgenommenen
Betriebsdaten werden dann in der Speichereinheit aufgezeichnet.
[0002] Derartige Verfahren und entsprechende Systeme sind seit langer Zeit bekannt. Sie
werden eingesetzt, um während der Fahrt eine Vielzahl von Parametern (Betriebsdaten),
die den Betrieb des Kraftfahrzeugs und die Bedingungen während der Fahrt charakterisieren,
zusammen mit einer Zeitachse aufzuzeichnen. Mit der Vielzahl der aufzuzeichnenden
Betriebsdaten wächst jedoch auch die Komplexität der Auswertung, so dass es immer
schwieriger wird, aus dem Datenstrom der Betriebsdaten die Störungen zu erkennen.
Das gilt insbesondere, da bekannte Systeme während einer Testfahrt das komplette Datenaufkommen
auf dem Fahrzeugbus kontinuierlich aufzeichnen. Anomalien während der Testfahrt werden
dann von einer Person schriftlich fixiert. Im Anschluss an die Testfahrt erfolgt dann
eine zeitaufwendige Nachbereitung und Auswertung anhand der aufgezeichneten Daten
in Verbindung mit den Notizen. Dabei werden aus der Masse der aufgezeichneten Daten
einzelne Fragmente extrahiert, die mit den jeweiligen manuellen Aufzeichnungen zeitlich
korrelieren sollen. Diese Art der Auswertung birgt ein hohes Fehlerpotential wegen
der schwierigen Synchronisierung der Fragmente aus den CAN Daten und der manuellen
Aufzeichnungen.
[0003] Außerdem sind Systeme zur Unfalldatenspeicherung bekannt. Stellvertretend wird auf
die
DE 10 2013 014 879 A1 hingewiesen. Diese Systeme funktionieren im Prinzip wie die Black-Box und der Voice
Recorder in Flugzeugen. Sie zeichnen bestimmte Betriebsdaten in einem rollierenden
Ringspeicher auf. Wenn es zum Unfall kommt, dient dieses Ereignis als Trigger-Signal,
woraufhin der Speicherinhalt des Ringspeichers in einen dauerhaften Speicher übertragen
wird und dort zur Auslese zur Verfügung steht. Ähnliche Systeme sind in der
DE 10 2008 047 727 A1 und der
DE 10 2013 225 338 A1 bekannt. Der Stand der Technik umfasst des Weiteren die
DE 10 2013 000686 A1,
US 2005/240343 A1 und
US 2015/187146 A1.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es nunmehr, ein Verfahren respektive ein System zur Aufzeichnung
von Betriebsdaten in Kraftfahrzeugen vorzuschlagen, das sich einfach und mit kostengünstigen
Mitteln umsetzen lässt und das eine komfortable Auswertung anhand der aufgenommenen
Betriebsdaten und eine genaue Fehlerdiagnose gewährleistet.
[0005] Diese Aufgabe wird durch das Verfahren nach Anspruch 1 und das System nach Anspruch
6 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen.
[0006] Entsprechend der Ansprüche liegt die grundlegende Idee der erfindungsgemäßen Lösung
zusammengefasst zunächst darin, die Betriebsdaten des Kraftfahrzeugs während des Betriebs
nur innerhalb eines definierten Zeitintervalls zusammen mit der Zeitachse aufzuzeichnen
und abzuspeichern, wobei dieses Zeitintervall durch den Zeitpunkt des Auftretens eines
Ereignisses - in Form des Auftretens eines Stör- und/oder Fehlverhaltens - derart
festgelegt wird, so dass das Ereignis innerhalb des aufgezeichneten Zeitintervalls
zu liegen kommt. Dabei setzt sich das Zeitintervall zusammen aus einem ersten Teilintervall
ΔT1, das vor dem Ereignis liegt, und einem zweiten Teilintervall ΔT2, das nach dem
Ereignis liegt.
[0007] Erfindungsgemäß wird das vor dem Ereignis liegende erste Teilintervall mit einem
Ringspeicher aufgenommen, dessen Inhalt sich wie bei einem Stimmenrecorder ständig
rollierend überschreibt. In dem Ringspeicher werden somit die Betriebsdaten fortlaufend
beispielsweise für die letzten Minuten oder Sekunden in einer Endlosschleife aufgezeichnet.
Die Datenaufnahme in den Ringspeicher wird zu Beginn einer Testfahrt gestartet. Wenn
dann das Ereignis eintritt, wird der Inhalt des Ringspeichers quasi "eingefroren",
so dass das Datenaufkommen in dem ersten Teilintervall vor Eintritt des Ereignisses
zusammen mit der Zeitachse gespeichert ist. Die Länge des ersten Teilintervalls wird
dementsprechend durch den Speicherinhalt des Ringspeichers definiert. Erfindungsgemäß
werden nach Eintritt des Ereignisses die Betriebsdaten noch innerhalb des zweiten
Teilintervalls "linear" auf der Zeitachse aufgenommen. Die im zweiten Teilintervall
aufgenommenen Betriebsdaten werde dann an die des ersten Teilintervalls zeitlich angehängt.
[0008] Anspruchsgemäß werden die Betriebsdaten somit innerhalb des gesamten Zeitintervalls
entlang der Zeitachse aufgezeichnet, wobei die Länge des Zeitintervalls über die Längen
der beiden Teilintervalle vorgebbar ist. Der bezüglich des Ereignisses in der Vergangenheit
liegende Anfangszeitpunkt des Zeitintervalls wird durch den Speicherinhalt der als
Ringspeicher ausgebildeten ersten Speichereinheit definiert, in die die Betriebsdaten
während des Betriebes kontinuierlich rollierend aufzeichnet werden. Der Endzeitpunkt
des Zeitintervalls wird dann über das zweite Teilintervall definiert, dessen Länge
durch eine Benutzervorgabe voreingestellt wird.
[0009] Dabei wird das Zeitintervall während der rollierenden Aufzeichnung in den Ringspeicher
mit einem Startbefehl an einem Fixpunkt, der mit dem Zeitpunkt des Auftretens des
Ereignisses korreliert, fixiert. Mit dem Startbefehl wird der aktuelle Inhalt des
Ringspeichers "eingefroren", insbesondere in einen separaten Speicher kopiert, und
die weiteren vom Fixpunkt bis zum Endzeitpunkt aufgezeichneten Betriebsdaten werden
als zeitlich lineare Datenfolge an die aus dem Ringspeicher stammenden Betriebsdaten
angehängt.
[0010] Um das Zeitintervall flexibel einstellen zu können, ist es vorteilhaft, die Speicherkapazität
des Ringspeichers und damit die Länge des ersten Teilintervalls durch eine Benutzervorgabe
voreinzustellen. Dabei kann sich die Vorgabe der Speicherkapazität an dem zu erwartenden
Ereignis und an dessen Vorgeschichte ausrichten. Im Normalfall wird es ausreichen,
die Speicherkapazität so einzustellen, dass die Betriebsdaten über einige Minuten
aufgenommen werden, bevor sie rollierend überschrieben werden.
[0011] Um plötzlich eintretende Ereignisse nachträglich besser analysieren zu können, ist
es vorteilhaft, neben der zeitlichen Länge der Teilintervalle auch die zeitliche Auflösung
einstellen zu können. Bei höherer Auflösung werden mehr Betriebsdaten pro Zeiteinheit
von den Sensoren aufgenommen und abgespeichert. Auch die Vorgabe einer geringeren
Auflösung kann Vorteile haben, um Langzeiteffekte im Zeitraffer untersuchen zu können.
[0012] Zur Verbesserung des Bedienkomforts ist es von Vorteil, das System aus verschiedenen
untereinander in datenleitender Verbindung stehenden Komponenten zusammenzusetzen.
Dabei kann das automotive CAN-Bus Aufzeichnungsgerät ("Tracker") als eine eigebettete
("embedded") Komponente ausgestaltet sein, die eine datenleitende Anbindung an eine
auf einem Smartphone laufende Applikation ("App") hat. Über die Applikation können
die Funktionen des Trackers eingestellt und die aufgenommenen Betriebsdaten verarbeitet
werden. Insbesondere kann über die App auf dem Smartphone der Startbefehl per "one-Klick"
oder per Sprachbefehl generiert und über die Funkverbindung von dem Smartphone an
den Tracker geschickt werden. Zudem können die vom Tracker aufgenommenen Betriebsdaten
über die Applikation an einen zentralen Hintergrundrechner ("Backend") übertragen
werden. Die Datenübertragung zwischen dem Tracker und dem Smartphone sowie zwischen
dem Smartphone und dem Backend findet vorteilhafterweise jeweils über eine Funkverbindung,
insbesondere über eine Fernfunkverbindung LTE, UMTS oder eine Nahfunkverbindung wie
WLAN oder Bluetooth, statt.
[0013] Mit einem solchen System kann die Kommunikation auf dem CAN Bus in relevanten Zeitabschnitten
aufgezeichnet und zusätzlich mit Sekundärinformation angereichert werden. Alle Daten
werden zeitnah an das Backend übermittelt und stehen dort zentral zur analysierenden
Aufwertung zur Verfügung. Wichtige Fahrzeugbus-Daten können in einem über die App
parametrierbaren Zeitabschnitt aufgezeichnet werden. Diese entlang der Zeitachse aufgezeichneten
CAN-Daten können vom Anwender zusätzlich mit Sekundärinformation, wie Fotos, Videos,
Audio-Dateien und/oder Texteingaben, über das Smartphone verknüpft werden. Zudem können
die GPS- und Zeitdaten des Ereignisses sowie GPS- und Zeitdaten der Testfahrt zu bestimmten
Zeitpunkten entlang der Zeitachste gespeichert werden. Insgesamt erbringt das System
erhebliche Zeiteinsparungen bei der Auswertung
Diese Art des Aufzeichnens der Betriebsdaten in Kombination mit Positions- und Zeitangaben
sowie speziellen Benutzereingaben in Form von Audio/Video- und Texteingaben erleichtert
und beschleunigt die Auswertung der Betriebsdaten im Backend und ermöglicht eine genaue
Fehleranalyse. Mit Einsatz der Erfindung ist es nun nicht mehr notwendig, die enormen
Datenmengen der CAN-Daten mit den GPS-Daten und Sprachaufnahmen nach der Testfahrt
wie vormals zu fragmentieren und anschließend zu verknüpfen. Der "Device Analytics
Tracker" gewährleistet eine Arbeits-, Zeit- und Resourcenersparnis.
[0014] Damit ist der "Device Analytics Tracker" ein System für den automotiven Sektor, das
in der Lage ist, die relevanten CAN- Betriebsdaten vom CAN-Bus des Fahrzeuges "herauszufiltern".
Diese Betriebsdaten können direkt mit den entsprechenden GPS- und Zeitdaten sowie
den Sekundärinformationen des Anwenders verknüpft und abgespeichert werden. Dabei
können die GPS-Daten auch dann gespeichert werden, wenn keine CAN-Bus Aufnahme stattfindet,
um später die komplette Streckenroute der Testfahrt nachvollziehen zu können.
[0015] Sobald ein Ereignis in Form einer Störung oder eines Fehler auftritt, wird die CAN-Bus
Aufzeichnung automatisch oder durch eine Person im Fahrzeug per "One-Klick" oder Sprachkommando
als Startbefehl gestartet und damit der Fixpunkt festgelegt. Die zurückliegenden CAN-Daten
sind im Ringpuffer über einen gewissen Zeitraum zwischengespeichert und bilden das
erste Teilintervall. Beim Starten der Aufzeichnung wird also zunächst der Inhalt des
Ringspeichers gespeichert. Dabei kann die Vorlaufzeit des Ringspeichers und/oder die
Nachlaufzeit der linearen Datenaufnahme, die das zweite Teilintervall bildet, über
das Smartphone parametriesiert werden. Die lineare Datenaufnahme erfolgt als Echtzeitaufnahme
der über den CAN-Bus ausgetauschten Daten. Alle Daten können später direkt an das
Backend gesendet werden, wobei es vorteilhaft ist, für das Backend eine Cloudlösung
vorzusehen. Die Daten im Backend können zu einem späteren Zeitpunkt ausgewertet und
analysiert werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die Testfahren zu visualisieren
und die Ereignissdaten zum Download bereit zu stellen.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- das System und
- Figur 2
- die Funktionsweise der auf dem Smartphone laufenden Applikation.
[0017] In Figur 1 sind die Komponenten des Systems dargestellt. In einem Kraftfahrzeug 1
ist ein CAN-Datenlogger 2 ("Tracker") eingebaut und an den CAN Bus des Kraftfahrzeugs
1 angeschlossen. Zur Aufnahme der relevanten Betriebsdaten sind im und/oder am Kraftfahrzeug
1 entsprechende Sensoren angebracht, die unmittelbar oder über Auswertemodule an den
CAN Bus angeschlossen sind. Der Begriff "Sensor" ist hier in großer Allgemeinheit
gebraucht und umfasst alle Mittel, mit denen sich Betriebsdaten in Form physikalischer
Größen aufnehmen lassen, die im Zusammenhang mit dem Kraftfahrzeug, mit der Fahrt
oder mit der Umgebung stehen. Im Kraftfahrzeug 1 ist zudem eine Speichereinheit vorgesehen,
mit der die Betriebsdaten aufgezeichnet werden. Auch das Merkmal "Kraftfahrzeug" ist
in großer Allgemeinheit gebraucht und umfasst alle Fahrzeuge, die sich auf dem Land,
in der Luft und auf dem Wasser bewegen.
[0018] Erfindungsgemäß ist die Speichereinheit als ein Ringspeicher oder Ringpuffer ausgebildet,
der die Betriebsdaten während des Betriebes kontinuierlich und zusammen mit der Zeitachse
aufzeichnet und die aufgezeichneten Betriebsdaten "rollierend" bei Erreichen der Speicherkapazität
am Anfang beginnend wieder überschreibt. Die Speicherkapazität des Ringspeichers -
und damit die Länge des aufzuzeichnenden ersten Teilintervalls- kann durch eine Benutzervorgabe
voreingestellt werden.
[0019] Zudem umfasst das System ein Smartphone 3, auf dem eine Applikation zur Handhabung
des Systems läuft. Das Menü auf dem Smartphone 3 ist in zwei Zuständen gezeigt. Während
der die Bedienoberfläche 23 die Auswahl bestimmter Zusatzdaten ermöglicht, präsentiert
die Bedienoberfläche 24 einen markanten Startknopf 25, mit em die Eingabe des Stratbefehls
ermöglicht wird. Zwischen dem Kraftfahrzeug und dem Smartphone ist eine Nahfunkverbindung
4 vorgesehen, über welche die Betriebsdaten vom Kraftfahrzeug 1 zum Smartphone 3 und
Steuerbefehle vom Smartphone 3 zum Kraftfahrzeug 1 übermittelt werden. Die Nahfunkverbindung
arbeitet über Bluetooth oder WLAN. Die oben genannte Speichereinheit in Form des Ringspeichers
kann auch im Smartphone 3 implementiert sein, so dass die Betriebsdaten im Kraftfahrzeug
aufgenommen und über die Nahfunkverbindung 4 an das Smartphone zur Abspeicherung übermittelt
werden.
[0020] Die auf dem Smartphone 3 laufende Applikation ermöglicht die Vorgabe des Startbefehls
durch One-Klick. Zudem können während der Aufzeichnung der Betriebsdaten im Ringspeicher
(erstes Teilintervall) und im linearen Speicher (zweites Teilintervall) über die Applikation
Bilddaten, Videodaten, Sprachdaten und Textdaten erstellt und den Betriebsdaten in
zeitlicher Synchronisation zugeordnet werden. Beim Speichern der Eingaben werden diese
zusätzlichen Daten mit den aufgenommenen CAN-Frames verknüpft. Insbesondere kann der
Nutzer 5 über die Audioverbindung 6 einen Sprachbefehl "Fehler auf nasser Fahrbahn"
eingeben.
[0021] Eine weitere Komponente des Systems ist das Backendsystem in der Datencloud 7, das
über eine Funkverbindung 8 zugänglich ist. Hier stehen große Rechner- und Speicherkapazitäten
zur Verfügung, so dass eine genaue Analyse der um das Ereignis herum aufgenommenen
Betriebsdaten möglich ist. Dazu ist im Backendsystem ein entsprechendes Modul 9 vorgesehen.
Zudem können vom Backendsystem Schnittstellen 10 zu allen möglichen Systemen zur Verfügung
gestellt werden. Auch Funktionen 11 zur Konvertierung von Sprache in Text und Schnittstellen
12 zu "BigData" können vorgesehen sein. Beliebige weitere Module 13 sind möglich.
Mit der Datenübertragung an das Backend hat der Nutzer die Möglichkeit, alle gespeicherten
Daten des Systems über das Internet an das Backend zu senden. Nach erfolgreichem Senden
können die Daten vom CAN-Bus Tracker gelöscht werden.
[0022] In Figur 2 ist die Struktur der auf dem Smartphone laufenden Applikation gezeigt.
Zunächst bietet die Applikation dem Nutzer 14 vier verschiedene Menüpunkte: Unter
Menüpunkt 15 kann der Nutzer 14 die gespeicherten Betriebsdaten an das Backend übertragen,
wobei die Daten aus dem Smartphone eigenen Speicher 16 stammen. Unter Menüpunkt 16
kann der Nutzer die Aufzeichnung von GPS Daten starten, die dann den gespeicherten
Betriebsdaten auf dem Zeitstrahl entsprechend zugeordnet werden. Menüpunkt 17 bietet
die zentrale Eingabemöglichkeit, mit der der Startbefehl zum Einfrieren der Betriebsdaten
aus dem rollierenden Speicher und die Aufnahme der Betriebsdaten in den linearen Speicher
gestartet wird. Die Betriebsdaten wereden in den Speicher 16 transferriert. Unter
Menüpunkt 18 bewerkstelligt der Nutzer die Aufnahme zusätzlicher daten. Über ein ihm
dargebotenes Textfeld 19 kann er eine Texteingabe machen. Zudem kann er eine Aufnahme
mit einer Fotokamera 20, einem Mikrofon 21 oder einer Videokammera 22 veranlassen.
Die jeweils aufgenommen Daten werden ebenfalls in den Speicher 16 transferriert.
1. Verfahren zur Aufzeichnung von Betriebsdaten in einem im Betrieb befindlichen Kraftfahrzeug
(1), wobei die aufzuzeichnenden Betriebsdaten mittels am Kraftfahrzeug (1) befindlicher
Sensoren aufgenommen werden, wobei die Sensoren oder deren Auswertemodule über einen
gemeinsamen CAN-Bus mit einer Speichereinheit (2) in datenleitender Verbindung stehen
und wobei die Betriebsdaten in der Speichereinheit (2) aufgezeichnet werden,
wobei die Betriebsdaten innerhalb eines Zeitintervalls vorgebbarer Länge aufgezeichnet
werden,
wobei sich das Zeitintervall aus einem ersten Teilintervall ΔT1 und einem zweiten
Teilintervall ΔT2 zusammensetzt,
wobei das erste Teilintervall ΔT1 mit einem Ringspeicher aufgenommen wird, der die
Betriebsdaten während des Betriebes kontinuierlich aufzeichnet und bei Erreichen seiner
Speicherkapazität am Anfang beginnend überschreibt,
wobei mit einem Startbefehl das Zeitintervall an einem zeitlichen Fixpunkt fixiert
wird,
wobei das erste Teilintervall vor dem Fixpunkt und das zweite Teilintervall nach dem
Fixpunkt liegt,
wobei mit dem Startbefehl der aktuelle Speicherinhalt des Ringspeichers als erstes
Teilintervall in einen separaten Speicher kopiert wird,
wobei der Speicherinhalt des Ringspeichers die Länge des ersten Teilintervalls und
entsprechend den Anfangszeitpunkt des Zeitintervalls definiert,
wobei die vom Fixpunkt bis zum Endzeitpunkt aufgezeichneten Betriebsdaten als zweites
Teilintervall als zeitlich lineare Datenfolge in den separaten Speicher angehängt
werden und wobei die Betriebsdaten aus den beiden Teilintervallen zeitlich hintereinander
gekoppelt werden,
wobei eine lineare Datenaufnahme, die das zweite Teilintervall bildet, als Echtzeitaufnahme
der über den CAN-Bus ausgetauschten Daten erfolgt,
wobei die Betriebsdaten innerhalb des gesamten Zeitintervalls auf der Zeitachse aufgezeichnet
werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch eine Benutzervorgabe der Endzeitpunkt des Zeitintervalls definiert wird und
dass durch eine Benutzervorgabe die zeitliche Auflösung der Aufnahme der Betriebsdaten
voreingestellt wird, wobei bei einer höheren Auflösung mehr Betriebsdaten pro Zeitintervall
von den Sensoren aufgenommen und abgespeichert werden.
2. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die innerhalb des Zeitintervalls aufgezeichneten Betriebsdaten über eine Nahfunkverbindung
(4), insbesondere über WLAN oder Bluetooth, an ein Smartphone (3) gesendet und dort
zur weiteren Verarbeitung durch eine Applikation gespeichert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Startbefehl von der Applikation auf dem Smartphone (3) generiert und über die
Nahfunkverbindung (4) an das System geschickt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels des Smartphones (3) Zusatzdaten in Form von Bilddaten, Textdaten oder Audiodaten
zu bestimmten Zeitpunkten aufgenommen und den aufgezeichneten Betriebsdaten zu entsprechenden
Zeitpunkten zugeordnet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Betriebsdaten gegebenenfalls mit den zugeordneten Zusatzdaten mittels der Applikation
von dem Smartphone über eine Funkverbindung (8), insbesondere über WLAN oder Bluetooth,
zur Auswertung an ein Backendsystem (7) geschickt werden.
6. System eingerichtet zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorherigen Ansprüche
1-5.
1. A method for recording operational data in a motor vehicle (1) in operation, wherein
the operational data to be recorded are recorded by means of sensors located on the
motor vehicle (1), wherein the sensors or their evaluation modules are connected in
data-conducting manner with a memory unit (2) via a common CAN bus, and wherein the
operational data are recorded in the memory unit (2),
wherein the operational data are recorded within a time interval of predefinable length,
wherein the time interval is compiled from a first subinterval ΔT1 and a second subinterval
ΔT2,
wherein the first subinterval ΔT1 is recorded with a ring memory, which records the
operational data continuously during operation and upon reaching its storage capacity
overwrites the recording starting from the beginning,
wherein the time interval is fixed at a temporally fixed point with a start command,
wherein the first subinterval occurs before the fixed point and the second subinterval
occurs after the fixed point,
wherein at the start command the current memory content of the ring memory is copied
to a separate memory as the first subinterval,
wherein the memory content of the ring memory defines the length of the first subinterval
and correspondingly the start time point of the time interval,
wherein the operational data recorded from the fixed point until the end time point
as the second subinterval are appended to the separate memory as a temporally linear
data sequence, and wherein the operational data from the two subintervals are coupled
temporally one after the other,
wherein a linear data recording that forms the second subinterval is carried out as
a real-time recording of the data exchanged via the CAN bus,
wherein the operational data are recorded on the time axis within the entire time
interval,
characterized in that
the end time point of the time interval is defined by a user preference, and the temporal
resolution of the recording of the operational data is preset by a user preference,
wherein a higher resolution enables more operational data per time interval to be
recorded by the sensors and stored in memory.
2. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the operational data recorded within the time interval are transmitted to a smartphone
(3) via a short-range radio link (4), in particular via WLAN or Bluetooth, and stored
there for further processing by an application.
3. The method according to Claim 2,
characterized in that
the start command is generated by the application on the smartphone (3) and sent to
the system over the short-range radio link (4).
4. The method according to Claim 3,
characterized in that
additional data in the form of image data, text data or audio data are recorded at
certain time points by means of the smartphone (3) and assigned to the recorded operational
data at corresponding time points.
5. The method according to Claim 4,
characterized in that
the operational data, optionally with the assigned additional data, are sent by means
of the application from the smartphone via a radio link (8), in particular via WLAN
or Bluetooth, to a backend system (7) for evaluation.
6. A system configured to carry out the method according to any one of the preceding
Claims 1 - 5.
1. Procédé d'enregistrement des données d'exploitation d'un véhicule automobile (1) se
trouvant en fonctionnement, dans lequel les données de fonctionnement à enregistrer
sont enregistrées au moyen de capteurs situés sur le véhicule automobile (1), dans
lequel les capteurs ou leurs modules d'évaluation sont dans une liaison conductrice
de données via un bus CAN commun avec une unité de mémoire (2) et les données de fonctionnement
mémorisées sont enregistrées dans l'unité de mémoire (2),
dans lequel les données de fonctionnement sont enregistrées dans un intervalle de
temps d'une longueur prédéterminée,
dans lequel l'intervalle de temps est composé d'un premier sous-intervalle ΔT1 et
d'un deuxième sous-intervalle ΔT2,
dans lequel le premier sous-intervalle ΔT1 est enregistré avec une mémoire en anneau,
qui enregistre en continu les données de fonctionnement pendant le fonctionnement
et, lorsqu'elle atteint sa capacité de mémorisation, écrase à partir du début,
dans lequel avec une commande de démarrage l'intervalle de temps est fixé à un point
temporel fixe,
dans lequel le premier sous-intervalle se situe avant le point fixe et le deuxième
sous-intervalle après le point fixe,
dans lequel avec la commande de démarrage le contenu actuel de la mémoire en anneau
est copié comme premier sous-intervalle dans une mémoire séparée,
dans lequel le contenu de la mémoire de la mémoire en anneau définit la longueur du
premier sous-intervalle et, par conséquent, l'heure de début de l'intervalle de temps,
dans lequel les données de fonctionnement enregistrées depuis le point fixe jusqu'à
l'heure de fin sont ajoutées en tant que deuxième sous-intervalle sous la forme d'une
séquence de données linéaire dans le temps dans la mémoire séparée et les données
de fonctionnement des deux sous-intervalles sont couplées l'une après l'autre dans
le temps,
dans lequel un enregistrement de données linéaire qui forme le deuxième sous-intervalle
a lieu comme un enregistrement en temps réel des données échangées via le bus CAN,
dans lequel les données de fonctionnement pendant la totalité de l'intervalle de temps
sont enregistrées sur l'axe temporel,
caractérisé en ce que
l'heure de fin de l'intervalle de temps est définie par une spécification d'utilisateur
et en ce que la résolution temporelle de l'enregistrement des données de fonctionnement est prédéfinie
par une spécification d'utilisateur, dans lequel en présence d'une résolution plus
élevée et un mémorisation plus de données de fonctionnement par intervalle de temps
sont enregistrées et mémorisées par les capteurs.
2. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
les données de fonctionnement enregistrées dans l'intervalle de temps sont envoyées
à un smartphone (3) via une connexion radio locale (4), notamment via WLAN ou Bluetooth,
et là, sont enregistrées en vue d'un traitement ultérieur par une application.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que
la commande de démarrage soit générée par l'application sur le smartphone (3) et envoyée
au système via la connexion radio locale (4).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que
des données supplémentaires sous forme de données d'image, de données textuelles ou
de données audio sont enregistrées à des moments précis à l'aide du smartphone (3)
et affectées aux données de fonctionnement enregistrées à des moments correspondants.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que
les données d'exploitation, le cas échéant avec les données supplémentaires associées,
sont envoyées du smartphone via une connexion radio (8), notamment via WLAN ou Bluetooth,
à un système backend (7) en vue d'une évaluation à l'aide de l'application.
6. Système mis en place pour mettre en œuvre le procédé selon une des revendications
précédentes 1 à 5.