[0001] Die Erfindung betrifft ein Tischsystem oder Arbeitsplatzsystem aus wenigstens zwei
Tischen bzw. Arbeitsplätzen.
[0002] Bei den im Stand der Technik bekannten Tischen und Büroarbeitsplätzen ist der Benutzer
in der Regel auf einen Arbeitsplatz mit einem Tisch beschränkt, was zu einer überwiegend
sitzenden Tätigkeit führt. Bekannte Tische und Arbeitsplatzsysteme sind derzeit als
einzelne voneinander unabhängige Funktionseinheiten gestaltet, die die Nutzer in seiner
gewünschten Anordnung anordnen kann. Konventionelle Büros sind daher so organisiert,
dass möglichst alle Arbeitsmittel wie Telefon, Tastatur, Maus, Bildschirm und Arbeitsmittel
in Griffweite liegen. Solche Arbeitsplatzsysteme weisen häufig auch einen Rollcontainer
auf, in dem zusätzliche Arbeitsmittel in Griffweite für den Benutzer erreichbar sind.
Es gibt sogar Refa Studien, welche die Zeiten bis auf Zehntelsekunden erfassen, wie
ein zeitsparendes Handling von Arbeitsmitteln und Peripheriegeräten einschließlich
Druckern und Entnahme von Druckerzeugnissen realisiert werden kann.
[0003] Der diesem Konzept zugrunde liegende Gedanke, dass jede Zehntelsekunde an Zeitersparnis
beim schnellen Zugriff auf Unterlagen und Arbeitsmitteln, die Leistungsfähigkeit und
Effizienz erhöht, ist richtig für Maschinen, nicht aber für den Menschen, die an solchen
Arbeitsplätzen arbeiten sollen.
[0004] Beim Menschen entscheiden physiologische und körperliche Faktoren und Eigenschaften
über seine Leistungsfähigkeit und Effizienz.
[0005] Die Zunahme der gesundheitlichen Schäden, die auf die nicht "menschenspezifische
Belange" in konventionellen Büros zurückgehen, zeigt sich in den zunehmenden Krankheitsbildern
der Menschen, die Büroarbeit verrichten. Immer mehr Menschen leiden an sogenannten
Zivilisationskrankheiten, die durch ständiges und stundenlanges starres Sitzen im
Büro hervorgerufen werden.
[0006] Im Bereich von Bürostühlen wurden bereits sogenannte aktivdynamische Sitzgelegenheiten
entwickelt, um dem Stuhlnutzer ein aktives und "bewegtes" Sitzen zu ermöglichen. Aus
der
DE 44 00 395 A1 ist zum Beispiel ein Sitzmöbel bzw. ein Pendelstuhl bekannt, bei dem eine allseitige
Neigbarkeit der Sitzfläche durch ein geführtes Gelenk und eine elastische Rückstellvorrichtung
realisiert ist. Ein weiteres bewegliches Sitzmöbel der genannten Gattung als ein Pendelhocker
ist aus der europäischen Patentschrift
EP 0 808 116 B1 bekannt, welcher eine Rückstellvorrichtung an einem Fußteil aufweist. Diese Rückstellvorrichtung
ist aus Schwingmetall ausgebildet und besteht aus einem rohrförmigen Oberteil, einem
Unterteil und einem zwischen Oberteil und Unterteil angeordneten elastischen Material.
[0007] Allerdings besteht dabei immer noch die Möglichkeit, dass der Nutzer oder zum Beispiel
der Büroangestellte sich selten von seinem Stuhl weg bewegt und insofern dennoch eine
überwiegend sitzende Tätigkeit hervorruft.
[0008] In den vergangenen Jahrzehnten wurden Büroarbeitsplätze nach technischen und wirtschaftlichen
Gesichtspunkten eingerichtet, manchmal auch nach ästhetischen. Überlegungen, die Arbeitsumgebung
des Menschen nach den Bedürfnissen seiner genetischen Prägung und seiner physiologischen
Besonderheiten zu gestalten, sind neu und bisher unbekannt.
[0009] Ein Nachteil im Stand der Technik ist der Umstand, dass es keine für den Benutzer
geeigneten Möbelsysteme gibt, welche technisch geeignet beschaffen sind, so dass sich
damit eine zwar veränderbare, nicht aber beliebig verschiebbare Anordnung realisieren
lässt.
[0010] Nicht jede Art von Bewegung ist prinzipiell gut für den Menschen und Bewegung ist
nicht gleich Bewegung. Es kommt vielmehr auf die Qualität der Bewegung an, was neueste
wissenschaftliche Erkenntnisse belegen. "Komplexe, spontane Bewegungen" sind äußerst
positiv für den menschlichen Organismus, während überwiegend "lineare, erzwungene
Bewegungen" eher abträglich für den Menschen sind, da diese oft nach einem vorgegebenen
Schema oder Muster durchgeführt werden und demnach nicht intuitiv erfolgen.
[0011] Es ist demnach Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Tischsystem und Arbeitsplatzsystem
bereitzustellen, welches solche technische Eigenschaften aufweist, dass eine spezifische
Anordnung möglich ist, um einen definierten Arbeitsraum für einen Tischnutzer zu schaffen.
[0012] Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
[0013] Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist es, Arbeitsplatzmöbel, wie zum Beispiel
Bürotische mittels einer beweglichen Verbindungsanordnung in einem zwar veränderbaren,
aber dennoch in einem definierten Abstandsbereich und einem definierten Winkelbereich
zueinander anzuordnen.
[0014] Erfindungsgemäß ist daher ein Arbeitsplatzsystem aus wenigstens zwei Arbeitsplatzmöbel
vorgesehen, welche vorzugsweise eine Arbeitsfläche (z. B. eine Tischfläche) bereitstellen,
wobei die Arbeitsplatzmöbel mittels eines drehbeweglichen Verbindungsmittels miteinander
verbunden sind.
[0015] Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Tische nur in bestimmten Abstands-
und Winkelverhältnissen zueinander angeordnet werden können, wobei sich vorzugsweise
der relative Abstand der Arbeitsplatzmöbel in Abhängigkeit des Orientierungswinkels
bestimmungsgemäß ändert.
[0016] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Arbeitsplatzmöbel Tische, insbesondere Bürotische darstellen. Bei Bürotischen
kann durch eine solche Ausgestaltung eine besonders geeignete Anordnung der Tische
erzielt werden, die z. B. zwischen einer Anordnung fluchtend nebeneinander und einer
Anordnung unter einem Winkel von z. B. 90° zueinander stufenlose gewählt werden kann.
[0017] Mit Vorteil ist dabei vorgesehen, dass die Tische je ein Tischgestell und weiter
vorteilhaft ein Standbein aufweisen, an denen das drehbewegliche Verbindungsmittels
angeordnet oder ausgebildet ist. Besonders geeignet ist ein Tischbein, das sich in
etwa in der Tischmittenachse benachbart zu einer Tischseitenkante nach Unten erstreckt
und an dessen Ende ein Standfuß angeordnet ist. Der Standfuß an dem mit Vorteil das
erfindungsgemäße Verbindungsmittel angeordnet bzw. ausgebildet ist, ist dabei in V-Form
ausgeführt und so beschaffen, dass je ein Arm des V-förmigen Standfußes gleichzeitig
jeweils ein Teil des Verbindungsmittels darstellt.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
das drehbewegliche Verbindungsmittels aus wenigstens einem ersten Verbindungsarm des
ersten Tisches, einem zweiten Verbindungsarm des zweiten Tisches und einem zwischen
den beiden Verbindungsarmen angeordneten Drehgelenk besteht.
[0019] Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung eines Arbeitsplatzsystems, bei der das
drehbewegliche Verbindungsmittel am Boden oder knapp oberhalb des Bodens (bodennah)
entlang verläuft. Auf diese Weise kann trotz des Verbindungsmittels ein Durchgangsraum
zwischen den Tischen als Zugang zu dahinter befindlichen Bereichen geschaffen werden.
Insofern ist eine flache bodennahe Ausgestaltung der Verbindungsarme weiter worteilhaft,
um eine flachbauende Verbindung zu realisieren.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
jedes Arbeitsplatzmöbel über einen Fuß, vorzugsweise einen V-förmig oder Y-förmig
ausgebildeten Fuß aus je zwei unter einem Winkel zueinander orientierten Fußabschnitten
verfügt, wobei die Füße vorzugsweise benachbart zum unteren Ende je eines Standbeines
(bodennah oder auf der Bodenfläche stützend) angeordnet sind.
[0021] Besonders vorteilhaft ist es, wenn jeweils ein Fußabschnitt der vorzugsweise V-förmigen
oder Y-förmigen Fußabschnitte jeden Fußes einen Verbindungsarm des Verbindungsmittels
ausbildet. Damit erfüllen die Fußabschnitte zweierlei Funktion. Sie dienen erstens
als Fußstütze zum Stabilisieren des festen Standes des Tisches und andererseits als
Teil des Verbindungsmittels zwischen den Tischen.
[0022] Weiter vorteilhaft ist es, wenn das Verbindungsgelenk zum Zweck der Montage als lösbares
Gelenk ausgebildet ist, so dass die Aufstellung der Tische einfacher und bequemer
von statten geht.
[0023] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
wenigstens ein Tisch ein höhenverstellbares Tischgestell aufweist, um die Tischarbeitsplatte
dieses Tisches in der Höhe verstellen zu können. Auf diese Weise lässt sich eine Erweiterung
des Arbeitsraumes nicht nur im Abstand und relativen Drehwinkel der Tische, sondern
auch in der Höhe zueinander schaffen.
[0024] Die Verbindungsarme der Arbeitsplatzmöbel können mit Vorteil unter einem veränderbaren
Winkel β zueinander angeordnet werden und zwar so, dass sich dabei der Abstand der
Tische gemessen am Ende der Verbindungsarme zueinander derart verändert, dass mit
veränderlichem Winkel β in einem Winkelbereich von 90° bis 180° der Abstand bis zu
einem Maximalwert vergrößert wird. Hierzu ist allerdings der Verbindungsarm gegenüber
dem Tisch an dem er befestigt ist, fest montiert, so dass durch Verändern des Winkels
β, d. h. durch relatives Verdrehen des einen Tisches zu dem anderen, der Abstand der
Tische zueinander verändert wird.
[0025] Weiter vorteilhaft ist es, wenn jeweils diejenigen benachbarten Tischseitenkanten,
welche senkrecht nach oben betrachtet oberhalb des Verbindungselements angeordnet
sind, in einem vorderen in Richtung zur Tischvorderkante befindlichen Bereich so verlaufen,
dass der Abstand zwischen den seitlichen Tischkanten bei zumindest einem Winkel β
= 90° in Richtung zur vorderen Tischkante zumindest abschnittsweise größer wird.
[0026] Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass der rechte vorderer Bereich des einen Tisches
und der linke vordere Bereich des anderen damit verbundenen Tisches jeweils eine schräg
eingekürzte Tischplatte aufweisen.
[0027] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der
Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Tischsystems aus zwei
Tischen;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Unteransicht des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1;
- Fig. 4
- eine Darstellung des Tischsystems des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 in unterschiedlichen
Montagestellungen;
- Fig. 5
- die Montagestellungen aus Fig. 4 in einer Unteransicht;
- Fig. 6
- eine Schnittansicht entlang der Schnittlinie A - A aus Fig. 1 und
- Fig. 7
- ein Detail des Drehgelenks des Tischsystems aus Fig. 6.
[0029] Im Folgenden wird die Erfindung mit Bezug auf die Figuren 1 bis 7 näher erläutert,
wobei gleiche Bezugszeichen in den Figuren auf gleiche strukturelle und/oder funktionale
Merkmale hinweisen.
[0030] In der Fig. 1 ist eine Ansicht von Oben eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Arbeitsplatzsystems und zwar ein Tischsystem 1 aus zwei Tischen 10, 20 dargestellt.
Die Tische 10, 20 weisen jeweils eine Tischplatte (10a, 20a) mit je einer Arbeitsfläche
11, 21 auf.
[0031] Die beiden Tische 10, 20 sind mittels eines drehbeweglichen Verbindungsmittels 30
miteinander über das Drehgelenk 31 drehbeweglich verbunden.
[0032] Der Tisch 20 kann demnach relativ zu dem Tisch 10 um einen Winkel β gedreht werden.
In der Ansicht der Fig. 1 ist der Winkel β = 90°. Bei einer solchen Montageposition
der beiden Tische zueinander, sind die Tische nebeneinander in Reihe angeordnet und
verlaufen die vorderen Tischkanten 18a, 28a und hinteren Tischkanten 18c, 28c parallel.
Ebenfalls parallel verlaufen die beiden jeweils voneinander abgewandten Tischseitenkanten
18d, 28d, während die unmittelbar benachbarten Tischkanten 18b, 28b voneinander weg
verlaufen.
[0033] Wie ferner z. B. aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, weisen die Tische 10, 20 je
ein Tischgestell 12, 22 sowie je ein Standbein 15a, 25a auf, an denen das drehbewegliche
Verbindungsmittels 30 angeordnet bzw. ausgebildet ist. Ferner ist auf der jeweils
gegenüberliegenden (äußeren) Tischseite der Tische 10, 20 je ein weiteres herkömmliches
Standbein 15b, 25b.
[0034] In der Ansicht von Unten gemäß Fig. 3 ist gut zu erkennen, dass am unteren Ende der
Tischbeine 15a, 15b bzw. 25a, 25b jeweils ein Fuß (14, 24) bestehend aus jeweils zwei
Fußabschnitten 14a, 24a ausgebildet ist.
[0035] Das drehbewegliche Verbindungsmittels 30 besteht dabei aus einem ersten Fußabschnitt
14a des einen V-förmigen Fußes 14 des ersten Tisches 10, sowie einem zweiten Fußabschnitt
24a des Fußes 24 des V-förmigen Fußes des zweiten Tisches 20, wobei die beiden Fußabschnitten
14a, 24a über ein Drehgelenk 31 miteinander verbunden sind.
[0036] Somit stellen die beiden Fußabschnitte 14a, 24a in diesem Ausführungsbeispiel gleichzeitig
die Verbindungsarme 13, 23 zwischen den beiden Tischen dar. In einer weniger vorteilhaften
Ausgestaltung könnten die Verbindungsarme auch weiter oberhalb und getrennt von den
Tischbeinen angeordnet sein.
[0037] Weiter ist in der Unteransicht der Fig. 3 die Lage der Tischbeine 15a, 15b, 25a,
25b bzw. der Stützen des Tisches, welche die vertikalen Abschnitte der Tischbeine
bilden dargestellt.
[0038] In den Figuren 4 und 5 ist je eine Darstellung des Tischsystems 1 des Ausführungsbeispiels
nach Fig. 1 in unterschiedlichen Montagestellungen (einmal in der Aufsicht und einmal
in der Unteransicht (mit eingezeichneten gestrichelten Hilfslinien) gezeigt.
[0039] Die jeweils obere Darstellung zeigt eine Montageposition, bei der der Winkel β zwischen
den an dem Verbindungselement 30 beteiligten Fußabschnitten 14a, 24a in etwa 90° beträgt
und die Tische demnach in Serie nebeneinander angeordnet sind. Die relative Position
der Tische zueinander beträgt demnach 0° bzw. 180° (infolge der spiegelbildlichen
Ausrichtung der Tische). Wie anhand der Hilfslinien in Fig. 5 gut zu erkennen ist,
ist der Abstand A zwischen den Tischbeinen 15a, 25a beim Winkel β von 90° minimal,
während der Abstand A bei maximalen Winkel von β = 180°, wie in der jeweils unteren
Ansicht der Fig. 4 und 5 zu sehen, maximal ist.
[0040] Die jeweils mittlere Ansicht zeigt einen Zwischenzustand bei einem Winkel β von ca.
130° und einem gegenüber der unteren Ansicht A geringeren Abstand A zwischen den Tischbeinen
15a, 25a.
[0041] Die in der Fig. 4 in der oberen Ansicht unmittelbar benachbarten seitlichen Tischkanten
18b, 28b (Seitenkanten), welche senkrecht nach oben betrachtet oberhalb des Verbindungselements
30 angeordnet sind, verlaufen in einem vorderen zur jeweiligen Tischvorderkante 18a,
28a befindlichen Bereich so, dass der Abstand B1 zwischen den seitlichen Tischkanten
18b, 28b bei einem Winkel β = 90° in Richtung zur vorderen Tischkante 18a, 28a zumindest
abschnittsweise größer wird. Dies hat den Vorteil, dass bei einer Anordnung der Tische
10, 20 in eine wie in Fig. 4 gezeigte untere Ansicht bei dem der Winkel β = 180° ist,
nicht nur eine Kollision zwischen den betroffenen Tischecken verhindert wird, sondern
ein verbleibender Abstand gewährleistet wird.
[0042] In der Fig. 6 ist eine Schnittansicht entlang der Schnittlinie A - A aus Fig. 1 und
in der Fig. 7 ein Detail des Drehgelenks des Tischsystems aus Fig. 6 dargestellt.
Wie in Fig. 6 zu erkennen ist, sind die Tische 10, 20 höhenverstellbar. Das Gelenk
31 ist aus zwei flachen Gelenkplatten 31 a, 31 b, die von den Fußteilen 14a, 24a endseitig
gebildet werden, ausgebildet. Das Ende des einen Fußteils 14a des ersten Tisches 10
ist halbkreisförmig ausgebildet und greift in eine korrespondierende teilkreisförmige
Ausnehmung an dem Ende des anderen Fußteils 24a des zweiten Tisches 20 ein. Entlang
der Unterseite der Fußteile 14a, 24a verläuft eine U-förmiges Profil 35, auf dem ein
flaches Profil aufgebracht ist.
[0043] Wie in Figur 4 (untere Abbildung) gezeigt ist, kragt ein am ersten Fußteile 14a stirnseitiger
Gelenksteg 33 mit einer darin ausgebildeten Öffnung 36 über das Flachteil 34 des anderen
Fußteils 24a hinaus und ist mit diesem über ein Gelenk drehbeweglich um die Achse
37 verbunden.
[0044] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend angegebenen
bevorzugten Ausführungsbeispiele. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar,
welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht.
1. Arbeitsplatzsystem (1) aus wenigstens zwei Arbeitsplatzmöbel (10, 20), welche eine
Arbeitsfläche (11, 21) bereitstellen, wobei die Arbeitsplatzmöbel (10, 20) mittels
eines drehbeweglichen Verbindungsmittels (30) miteinander verbunden sind.
2. Arbeitsplatzsystem (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsplatzmöbel (10, 20) Tische darstellen.
3. Arbeitsplatzsystem (1) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tische (10, 20) je ein Tischgestell (12, 22) und/ oder ein Standbein (15, 25)
aufweisen, an denen das drehbewegliche Verbindungsmittels (30) angeordnet oder ausgebildet
ist.
4. Arbeitsplatzsystem (1) gemäß Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das drehbewegliche Verbindungsmittels (30) aus wenigstens einem ersten Verbindungsarm
(13) des ersten Tisches (10), einem zweiten Verbindungsarm (23) des zweiten Tisches
(20) und einem zwischen den beiden Verbindungsarmen (13, 23) angeordneten Drehgelenk
(31) besteht.
5. Arbeitsplatzsystem (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das drehbeweglichen Verbindungsmittels (30) am Boden entlang verläuft.
6. Arbeitsplatzsystem (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Arbeitsplatzmöbel (10, 20) über einen Fuß (14, 24), vorzugsweise einen V-förmig
ausgebildeten Fuß aus je zwei unter einem Winkel α zueinander orientierten Fußabschnitten
(14a, 14b bzw. 24a, 24b) verfügt, wobei die Füße (14, 24) vorzugsweise benachbart
zum unteren Ende je eines Standbeines (15, 25) angeordnet sind.
7. Arbeitsplatzsystem (1) gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Fußabschnitt (14a, 24a) jedes Fußes (14, 24) einen Verbindungsarm des
Verbindungsmittels (30) ausbilden.
8. Arbeitsplatzsystem (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Tisch (10, 20) ein höhenverstellbares Tischgestell (12, 22) aufweist,
um die Tischarbeitsplatte (16, 26) dieses Tisches (10, 20) in der Höhe verstellen
zu können.
9. Arbeitsplatzsystem (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsarme (13, 14a, 23, 24a) der Arbeitsplatzmöbel (10, 20) unter einem
veränderbaren Winkel β zueinander angeordnet werden können, derart, dass sich dabei
der Abstand (A) der Tische gemessen am Ende der Verbindungsarme zueinander derart
verändert, dass mit zunehmendem Winkel β in einem Winkelbereich von 90° bis 180° der
Abstand (A) bis zu einem Maximalwert vergrößert wird.
10. Arbeitsplatzsystem (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils diejenigen seitlichen Tischkanten (18b, 28b), welche senkrecht nach oben
betrachtet oberhalb des Verbindungselements (30) angeordnet sind, in einem vorderen
zur Tischvorderkante (18a, 28a) befindlichen Bereich so verlaufen, dass der Abstand
(B1) zwischen den seitlichen Tischkanten (18b, 28b) bei einem Winkel β = 90° in Richtung
zur vorderen Tischkante (18a, 28a) zumindest abschnittsweise größer wird.