[0001] Die vorliegende Erfindung beschreibt ein werkzeuglos zusammensteckbares Untergestell
zur Verwendung bei einem Warenpräsenter, umfassend mindestens zwei Platten oder Rahmen.
[0002] Zum Ausstellen von Waren auf Messen oder in Laden werden entsprechende Vorrichtungen
oder Behältnisse benötigt. Diese bestehen meistens aus Körben oder Schalen, die in
dafür vorhandene und vorgesehene Gerüste eingelegt, eingeschoben oder eingehängt werden,
oder einfach auf Tischen oder Behelfstischen aufgestellt werden.
[0003] Diese Tragevorrichtungen müssen im Allgemeinen einerseits stabil genug sein um die
zu präsentierenden Waren mechanisch unterstützen, also tragen zu können und sollen
andererseits aber auch schnell aufzubauen sein. Neben den schon erwähnten Tischen
bzw. Behelfstischen. welche mit Auflegen einer Platte auf Böcken, insbesondere Klappböcken,
erstellt werden können, sind im Stand der Technik insbesondere Gerüste zur Aufnahme
bestimmter Körbe oder Schalen bekannt. Bei diesen sind Form und Größe der damit verwendbaren
Präsentierbehältnisse durch die Geometrie des Gerüstes fest vorgegeben.
[0004] Diese allgemein praktizierte Lösung hat zwar den Vorteil, sehr schnell aufbaubar
zu sein, jedenfalls falls die Gerüste im montierten Zustand transportiert werden,
bringt jedoch auch entscheidende Nachteile mit sich. Zum einen sind diese Tragevorrichtungen
gar nicht oder nur schlecht im beladenen Zustand transportabel, da sie nicht zur Aufnahme
von größeren und schnell wechselnden Querkräften ausgelegt sind. Der andere Nachteil
besteht darin, dass die vormontierten Gerüste beim Transport zum Einsatzort ein großes
Volumen beanspruchen, also in ihrem Platzbedarf unpraktisch sind.
[0005] Das erstgenannte Problem wird gelöst durch den sogenannten Palettenpräsenter, der
in der Gebrauchsmusterschrift
DE 20 2015 104 583 U1 offenbart ist. Dabei handelt es sich um einen Präsenter, der auf dem Fundament von
drei übereinandergelegten Standartpaletten aufbauend schon in einetagiger Ausführung
auf der Oberfläche des Fundamentes Platz für bis zu vier oder mehr Präsentierkörbe
und zusätzlich noch durch Aufsetzen (einer) kreuzförmige(r/n) Stützsäule(n) auf mehrere
Etagen erweiterbar ist. Dabei ist die Konstruktion auch im Falle einer mehretagigen
Ausführung so stabil, dass sie durchaus zusammen mit der Beladung transportiert werden
kann. Durch die Verwendung der Paletten kann dies vorteilhafterweise mittels Flurförderfahrzeugen
wie Gabelstapler oder Hubwagen geschehen.
[0006] Dies löst also das Problem, einen stabilen Korbpräsenter bereitzustellen, er immer
noch recht einfach und schnell montiert werden kann. Der verbleibende Nachteil ist
jedoch, dass er aus sperrigen Einzelteilen besteht. Zum einen betrifft dies die Paletten
des Fundamentes, aber insbesondere die metallenen Stützsäulen benötigen beim Transport
zum Einsatzort viel Platz, der dann nicht für Waren zur Verfügung steht. Im Falle
der Stützsäulen rührt dieses unvorteilhafte Packmaß daher, dass sie bisher in oben
genanntem Gebrauchsmuster als einstückig vorgesehen waren und zwar in einer besonderen
Ausführungsform als aus mehreren kreuzförmig angeordneten, an Ober und Unterseite
mit Metallkreuzen zusammengehaltenen und fest verschweißten Metallstreben aufgebaut.
[0007] Der Nachteil des großen Packmaßes der metallenen Stützsäule könnte naheliegender
Weise dadurch gelöst werden, dass auf eine einstückige Konstruktion verzichtet wird
und die Stützsäule aus Einzelteilen aufbaubar gestaltet wird. Wird hierbei jedoch
einfach die Verschweißung 1-1 durch eine lösbare Art der Verbindung ersetzt, brächte
dies den Nachteil mit sich, dass die schnelle Montierbarkeit des Präsenters verloren
ginge.
[0008] Daraus ergibt sich für die vorliegende Erfindung die Aufgabe, ein Untergestell zum
Tragen von Präsentierbehältnissen, insbesondere zum Einsatz als Stützsäule eines mehretagigen
Warenpräsenters, zu schaffen, welche im demontierten Zustand wenig Raum beansprucht
und schnell und einfach zu montieren ist.
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Untergestell mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 1. Dabei besteht das Untergestell aus mindestens zwei Platten oder Rahmen,
welche über je mindestens einen Schlitz verfügen, an denen sie einfach und schnell
werkzeuglos ineinander gesteckt werden können.
[0010] Die klaren Vorteile des erfindungsgemäßen Untergestells liegen zum einen darin, dass
die Montage sehr schnell durch wenige Handgriffe vollzogen werden kann und dadurch
nur wenige Sekunden in Anspruch nimmt. Darüber hinaus kann die Montage auch komplett
ohne Werkzeug und ohne immer mit Verlustrisiko behaftete Kleinteile wie z.B. Schrauben,
Klammern oder Bolzen erfolgen. Da die Komponenten des erfindungsgemäßen Untergestells
im Wesentlichen flächigen Charakter haben, ist das Packmaß, als der beanspruchte Raum,
im demontierten Zustand wie gewünscht ebenfalls sehr gering.
[0011] Zwar belegen die Komponenten, d.h. die Rahmen oder Platten, hier je nach Ausführungsform
denkbarerweise eine vergleichsweise große Fläche, ihre flache Ausführung stellt jedoch
sicher, dass das insgesamt beanspruchte, für andere voluminöse Gegenstände effektiv
nicht mehr verfügbare, Volumen nicht sehr groß ist.
[0012] Dabei ist es von Vorteil, statt durchgehend massiver Platten Rahmen zu verwenden,
welche im Wesentlichen entweder Platten mit darin eingebrachten Aussparungen oder
aus anderen Teilen wie Brettern, Schienen oder Hohlschienen aufgebaut sein können.
Rahmen bieten den Vorteil, dass sie zum einen ein niedrigeres Gewicht aufweisen als
gleich große massive Platten und zum anderen auch viel leichter zu handhaben sind,
zunächst einmal wegen des geringeren Gewichts, aber auch durch das Vorhandensein mehrerer
Griffmöglichkeiten.
[0013] In einigen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gestells sind die Komponenten
nicht vollkommen flach und eben sind, sondern weisen auch abstehende Teile vor. Hier
hat die Verwendung von Rahmen ebenfalls den Vorteil, ein potentiell kleineres Packmaß
zu ermöglichen, da in einer demontierten Transportkonfiguration die abstehenden Teile
des einen Rahmens vorteilhafterweise in die Aussparungen eines anderen greifen können.
[0014] Um im montierten Zustand im Wesentlichen parallele Ober- und Unterseiten zu bieten,
was zum Aufsetzen von Etagenkörben häufig gewünscht ist, verfügen alle beteiligten
Rahmen oder Platten anderer Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gestells über
je mindestens zwei parallele Seiten. Ein aus solchen Rahmen oder Platten aufgebautes
Unterteil ist sehr vielseitig einsetzbar.
[0015] Im Zuge der erfindungsgemäßen Verwendung als Gestell für einen Warenpräsenter können
Körbe entweder direkt aufgestellt, aufgesetzt oder aufgesetzt und festgeschraubt werden.
Des Weiteren ist es möglich eine Platte aufzulegen, welche wiederum Körbe oder andere
Präsentierbehältnisse trägt oder unter Umständen auch weitere gleichartige erfindungsgemäße
Untergestelle.
[0016] Zusätzlich kann das erfindungsgemäße Gestell darüber hinaus als einfaches Tischgestell
oder sogar als Ersatz für einen Klappbock dienen und somit zum Aufbau von Behelfstischen
verwendet werden. Das geringe benötigte Transportvolumen im demontierten Zustand und
der schnelle werkzeuglose Aufbau sowie das geringe Gewicht verbunden mit guter Handhabbarkeit
kommen bei allen diesen Anwendungen vorteilhaft zur Geltung.
[0017] Im Folgenden sollen bevorzugte Weiterbildungen vorliegender Erfindung, die einzeln
oder in Kombination realisierbar sind, sofern sie sich nicht gegenseitig offensichtlich
ausschließen, näher erläutert werden.
[0018] Es ist empfehlenswert, dass bei allen eingesetzten Rahme und/oder Platten je mindestens
zwei parallele Seiten vorhanden sind, in welche die Schlitze, welche zum Zusammenstecken
benötigt werden, eingebracht sind. Der gewünschte Effekt einer solchen Ausgestaltung
ist, dass die Ober- und Unterseite des montierten Gestells ebenfalls parallel zueinander
sind, was häufig gewünscht ist.
[0019] Parallele Ober- und Unterseiten sind jedoch nicht unbedingt nötig, denn es ist auch
denkbar und kommt auch in der Praxis vor, dass Präsentierkörbe in einem schrägen Winkel
aufgesetzt und aufgestellt werden können sollen, z.B. um die Einsehbarkeit durch Betrachter
zu verbessern.
[0020] Ebenfalls ist es möglich, dass insbesondere die Oberseite des erfindungsgemäßen Gestells
nicht aus einer einzigen (gedachten) Ebene besteht, sondern aus mehreren, also Knicklinien
vorhanden sind, um zum Beispiel in der Art eines Satteldachs nach zwei oder mehr Seiten
eine Neigung zu erhalten, so dass mehrere in verschiedene Richtungen geneigte Präsentierkörbe
oder andere Präsentierbehältnisse aufsetzbar sind.
[0021] Um zu einem kompakten und stabilen Gestell zusammensteckbar zu sein, werden die Schlitze
bevorzugt so in eine Seite eingebracht, dass sie senkrecht zu dieser verlaufen und
sich bis zur Mittellinie zwischen zwei parallelen Seiten erstrecken. Dies erhöht zum
einen die Stabilität der Platten oder Rahmen, da nur ein Schlitz mit minimaler Länge
geschnitten oder ausgespart werden muss, und es ist zum anderen auch für die Materialeffizienz
von Vorteil, d.h. es können durch das Vorsehen möglichst vieler rechter Winkel möglichst
kleine Platten und Rahmen verwendet werden.
[0022] Um die Verbindungsstelle von zwei Rahmen oder Platten gegen Verdrehung zu stabilisieren,
empfiehlt vorliegende Erfindung in weiteren Ausführungsformen, in unmittelbarer Nähe
der Schlitze hervorstehende Versteifungselemente anzufügen. Hierbei sind insbesondere
senkrecht zur Plattenebene abstehende und entlang eines Teils oder der gesamten Länge
des Schlitzes verlaufende Schienen, insbesondere Winkelschienen, oder Leisten bevorzugt.
Somit wird es möglich mit nur zwei zusammengesteckten Platten schon ein stabiles Gestell
zu verwirklichen. Schienen, bzw. Winkelbleche oder Leisten als Verstärkungs- bzw.
Versteifungsmittel zu wählen bietet hierbei den größten Stabilitätsgewinn, da ein
flächiger Kontakt mit einer in die erste Platte eingesteckten zweiten Platte erfolgt.
[0023] Es bietet sich ebenfalls an, besonders in dem Fall, dass genau zwei Rahmen oder Platten
Einsatz finden, an den oberen- und unteren Stirnseiten der jeweiligen Platten ebenfalls
Schienen oder Leisten anzubringen oder zu schaffen (z.B. durch rechtwinkliges Umbiegen
des Randes der Platte bzw. des Rahmens). Diese dienen dazu, die Kontaktfläche mit
sowohl der Unterlage als auch der aufliegenden Platte oder dem aufliegenden Präsentierkorb
zu vergrößern. Dies erübrigt sich weitgehend dann, wenn ein erfindungsgemäßes Untergestell
aus Rahmen besteht, die wiederum selbst aus Komponenten zusammengesetzt sind, welche
eine größere Dicke aufweisen und somit schon eine ausreichende Auflagefläche an der
Stirnseite bieten.
[0024] Eine genügend große Auflagefläche ist aus im Wesentlichen zwei Gründen angezeigt:
einmal um die durch das beladene Präsentierbehältnis in das Untergestell eingeleiteten
Kräften großflächiger zu verteilen, d.h. zu hohe Drücke an den Auflagepunkten bzw.
-linien zu vermeiden. Darüber hinaus auch wegen der Möglichkeit, in diese Auflagefläche
Bohrungen oder dergleichen einzubringen, mithilfe derer das erfindungsgemäße Gestell
mit dem Untergrund oder einem darauf liegenden Präsentierbehältnis falls gewünscht
verschraubt oder anderweitig lösbar befestigt werden kann.
[0025] In einer weiteren Ausgestaltung lehrt vorliegende Erfindung, die Rahmen oder Platten
innerhalb oder in der Nähe der Schlitze bzw. Aussparungen mit Verrastungsmitteln auszustatten,
etwa federbelasteten Haken oder Bolzen, die beim Einstecken, bevorzugt automatisch,
einrasten und ein ungewolltes Lösen der Steckverbindung(en) wirksam verhindern.
[0026] Zwar lässt sich die vorliegende Erfindung mit einer Vielzahl von Materialien realisieren,
etwa Holz oder Kunststoff, das bevorzugte Material für das erfindungsgemäße Untergestell
ist aber Metall, beispielsweise Stahl (aus Kostengründen) oder Aluminium (aus Gewichtsgründen).
Zum einen bietet Metall die beste Robustheit und Stabilität, zum anderen ist die Herstellung
eines metallenen erfindungsgemäßen Untergestells vergleichsweise einfach und kostengünstig,
da sie nur wenige Arbeitsschritte umfasst und weitgehend maschinell erledigt werden
kann.
[0027] So ist es zum Beispiel möglich, die für das erfindungsgemäße Untergestell benötigten
Komponenten, also Rahmen oder Platten, aus einem einzigen Stück Blech herauszuschneiden
und durch Biegen der Ränder, Einfräßen von Schlitzen bzw. Aussparungen und Ausschneiden
von Stabilisierungs- und Führungselementen, die das erfindungsgemäße Untergestell
kennzeichnenden Merkmale zu schaffen.
[0028] Um für möglichst viele Präsentierbehältnisse eine gute Zugänglichkeit zu bieten,
was aufgrund der erfindungsgemäßen Verwendung zusammen mit einem Warenpräsenter sehr
wichtig ist, bietet es sich an, ein Gestell mit Kreuzquerschnitt zu realisieren. Dieses
wird bevorzugt dadurch erreicht, dass in zwei Rahmen oder Platten mit jeweils mindestens
zwei parallelen Seiten in eine dieser parallelen Seiten ungefähr in der Seitenmitte
ein sich mindestens bis zur Mittellinie zwischen den Seiten erstreckender Schlitz
vorhanden ist, mittels welchem die beiden Rahmen oder Platten ineinander gesteckt
werden können, wodurch ein erfindungsgemäßes Untergestell mit kreuzförmigem Querschnitt
entsteht. Wie oben bereits erwähnt, ist es vorteilhaft zur Ermöglichung der Befestigung
des Gestells an der Unterlage sowie mit dem darauf liegenden Präsentierbehältnis,
wenn an den parallelen (Stirn-)Seiten zusätzlich Schienen oder Leisten mit darin eingebrachten
Bohrungen vorhanden sind. Für die Handhabbarkeit eist es hierbei von Vorteil, wenn
eine oder besser noch beide Elemente mit Aussparungen ausgestatteter Rahmen statt
massiver Platten sind.
[0029] Für Anwendungen, bei denen zusätzliche Stabilität gewünscht ist, schlägt vorliegende
Erfindung Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Untergestells mit mehr als zwei
Rahmen oder Platten vor. Eine besonders bevorzugte umfasst drei Rahmen oder Platten,
wobei zwei im Wesentlichen gleichartige in eine dritte eingesteckt sind, welche dementsprechend
über zwei Schlitze verfügt. Diese sind vorzugsweise beide in dieselbe Seite eingebracht.
Die geschlitzten bzw. mit Aussparungen versehenen Seiten der drei Rahmen oder Platten
befinden sich dabei bevorzugt in Seiten, zu denen eine dazu parallele Seite existiert.
Falls es der konkrete Fall verlangt, ist eine Erweiterung dieser grundsätzlichen Ausgestaltung
um weitere Rahmen oder Platten für den Fachmann vor dem Hintergrund der hier offenbarten
Lehre ohne weiteres möglich.
[0030] Wie bereits oben ausgeführt, ist das erfindungsgemäße Untergestell vielseitig einsetzbar
und zwar über die erfindungsgemäße Verwendung als Tragegestell zur Auflage für Präsentierkörbe
oder Platten, welche zum Tragen von Präsentierkörben oder anderen Präsentierbehältnissen
gedacht sind, hinaus. Im Rahmen einer erfindungsgemäßen Verwendung lassen sich Präsentierkörbe
mit mehreren Ebenen oder Etagen realisieren, indem auf ein Tragestell eine Platte
oder ein Korb aufgesetzt wird, auf den oder die wiederum ein weiteres erfindungsgemäßes
Untergestell, eventuell in kleinerer Ausführung, befestigt werden kann. Sind in dem
Boden des Tragekorbs oder der Platte mit den in der Oberseite des Gestells vorhandenen
Bohrungen fluchtende Löcher oder Bohrungen vorgesehen, und darüber hinaus wiederum
mit diesen fluchtende Bohrungen in der Unterseite des oberen Tragegestells vorhanden,
so lassen sich vorteilhafterweise unteres Tragegestell, Präsentierkorb oder Platte
und oberes Tragestell mittels Schrauben oder Bolzen zu einer festen Einheit verbinden.
[0031] Weitere Einzelheiten Merkmale und Vorteile vorliegender Erfindung ergeben sich aus
den folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläuterten besonders bevorzugten
Ausführungsformen. Diese dienen nur der Illustration vorliegender Erfindung und sollen
sie in keiner Weise einschränken.
Es zeigen:
[0032]
Figur 1A: Erfindungsgemäßes Untergestell aus zwei Rahmen mit parallelen Seiten und
mittigem Schlitz während der Montage.
Figur 1B: das Untergestell aus Figur 1A im montierten Zustand
Figur 1 B: das Untergestell aus Figur 1A im montierten Zustand.
Figur 2A: Verwendung des erfindungsgemäßen Untergestells im Rahmen eines mehretagigen
Warenpräsenters.
Figur 2B: die Verwendung aus Figur 2A mit zusätzlichem, aufgesetztem Präsentieretagenkorb.
[0033] Figur 1A zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Untergestells während der Montage. Wie abgebildet, besteht Untergestell 1 aus zwei
Rahmen 2, die jeweils parallele Seiten, nämlich eine Ober- und eine Unterseite, aufweisen
und in der Mitte einer der Seiten jeweils ein senkrecht zur Seite bis zur Mittellinie
zwischen den Seiten verlaufende® Schlitz bzw. Aussparung 3 vorhanden ist, mithilfe
derer die Rahmen 2 wie angedeutet ineinander gesteckt werden können. An Ober- und
Unterseite sowie neben den Schlitzen 3 in deren unmittelbarer Nähe angeordnet sind
senkrecht zur Ebene des jeweiligen Rahmens verlaufende Schienen 4, 5 vorhanden. Die
Funktion der Schienen 5 neben den Schlitzen 3 ist, die Stabilisierung des montierten
Gestells 1 gegen Drehung um die Verlaufsrichtung des Schlitzes 3 sowie eine Führung
beim Zusammenstecken. Dahingegen dienen die Schienen 4 an der Ober- bzw. Unterseite
der Vergrößerung der Kontaktfläche mit der Unterlage bzw. der aufliegenden Last. In
den Schienen der Ober- und Unterseite sind Bohrungen 6 vorhanden, welche optional
Bolzen, Schrauben oder ähnliche Befestigungsmittel aufnehmen können, um das Untergestell
1 mit seiner Unterlage bzw. ein auf dem Gestell 1 aufgelegtes Präsentierbehältnis
mit diesem lösbar verbinden zu können.
[0034] Figur 1B zeigt das Untergestell aus Figur 1A, jedoch im fertig montierten, d.h. zusammengesteckten,
Zustand. Wie zu sehen, bietet der kreuzförmige Querschnitt des Untergestells 1 eine
gute Zugänglichkeit, so dass Präsentierbehältnisse um das erfindungsgemäße Gestell
1 herum angeordnet werden können. Die Verwendung eines Rahmens 2 anstelle von massiven
Platten bietet zum einen den Vorteil eines geringeren Gesamtgewichts. Weiterhin ergibt
sich eine leichtere Handhabbarkeit, einmal aufgrund des geringeren Gewichts, andererseits
auch wegen der vielfältigeren Griffmöglichkeiten, die ein Rahmen natürlicherweise
bietet. Schließlich ist auch ein besserer Durchblick gegeben, d.h. Präsentierbehältnisse
und/oder Waren auf der anderen Seite des Rahmens sind für einen Betrachter zumindest
teilweise sichtbar, etwas das bei massiven Platten ein transparentes Material (Glas,
Acrylglas) voraussetzt. Selbst eine transparente Platte erlaubte jedoch nicht, wie
es bei einem Rahmen vorteilhafterweise der Fall ist, diese zu durchgreifen, um etwa
eine Ware aus einem auf der anderen Seite gelegenen Präsentierbehältnis zu ergreifen.
[0035] Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Verwendung des erfindungsgemäßen
Untergestells aus werkzeuglos ineinandersteckbaren Rahmen aus Figur 1 bei einem mehretagigen
Präsenter welcher über ein Fundament aus mehreren Paletten verfügt. Untergestell 1
wird hierbei von dem Fundament 101 des Präsenters 10 getragen, d.h. es ist auf dessen
Oberseite aufgesetzt und wird darauf mittels Haltekrallen 11 zumindest gegen Verrutschen
und versehentliches Abheben befestigt.
Das Fundament 101 aus (Standard)Paletten ist mit einer Verkleidung 102 aus Flechtwerk
versehen. Auf die Oberseite des Fundamentes 101 neben das Untergestell 1 können Präsentierbehältnisse,
z.B. Körbe oder Schalen aufgestellt werden (nicht abgebildet). Hierbei kommt, wie
schon erwähnt, der kreuzförmige Querschnitt des erfindungsgemäßen Untergestells 1
in der dargestellten bevorzugten Ausführungsform dem Platzangebot zugute.
Ohne dieses oder auch die Zugänglichkeit oder Sichtbarkeit von Waren wesentlich negativ
zu beeinflussen, ist zur Vergrößerung der Stabilität die Ergänzung einer weiteren
Platte in Längs- oder bevorzugt in Querrichtung (parallel zur kürzeren Seite) denkbar.
Die Schlitze bzw. die Aussparungen des doppelt geschlitzten Längsrahmens würden hierbei
bevorzugt bei etwa einem bzw. zwei Dritteln der Länge der Unter- oder alternativ der
Oberseite eingebracht um die Platzausnutzung zu optimieren.
[0036] Figur 2B zeigt den Präsenter mit dem erfindungsgemäßen Untergestell aus Figur 2A.
Zusätzlich ist jedoch auf der Oberseite von Untergestell 1 ein großer Präsentierkorb
103 aufgesetzt und mittels der Schrauben 7, welche in fluchtende Bohrungen 6 von Untergestell
1 und Korb 103 eingesetzt sind, lösbar mit diesem verbunden.
Somit ist ein Warenpräsenter 10 mit zwei Etagen geschaffen, der durch einfaches Aufsetzen
und Befestigen gleichartiger erfindungsgemäßer Untergestelle um weitere Etagen erweitert
werden kann.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Untergestell
- 2
- Rahmen
- 3
- Schlitz oder Aussparung
- 4
- Auflageschienen
- 5
- Führungs- und Stabilisierungsschienen
- 6
- Bohrungen
- 7
- Schrauben
- 10
- Präsenter
- 101
- Fundament
- 102
- Verkleidung
- 103
- Präsentieretagenkorb
- 11
- Haltekrallen
1. Untergestell zur Verwendung mit einem Warenpräsenter (10) oder Präsentierkörben, umfassend
- mindestens zwei Platten oder Rahmen (2),
dadurch gekennzeichnet, dass
- in jeder der Platten oder Rahmen (2) ein Schlitz (3) vorhanden ist,
- die Platten oder Rahmen (2) an den Schlitzen ineinander gesteckt sind.
2. Untergestell nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Platten oder Rahmen (2).
- zueinander parallele Seiten aufweisen, und/oder
- aus Metall bestehen.
3. Untergestell nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Schlitz (3)
- in einer der zueinander parallelen Seiten eingebracht ist, und/oder
- senkrecht zu der Seite verläuft, in die er eingebracht ist, und/oder
- sich mindestens bis zur Mittenlinie zwischen den zueinander parallelen Seiten erstreckt.
4. Untergestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem der Schlitze (3) zur zusätzlichen Versteifung der Steckverbindung
gegen Drehung um die Verlaufsrichtung des Schlitzes (3) aus der Ebene der Platte oder
des Rahmens (2) hervorstehende Versteifungselemente (5) vorhanden sind.
5. Untergestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungselemente aus einer von der Rahmen- oder Plattenebene abstehenden,
unmittelbar neben dem Schlitz (3) verlaufenden Schiene (5) bestehen.
6. Untergestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass genau zwei Rahmen oder Platten (2) vorhanden sind.
7. Untergestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einer Stirnseite der Rahmen oder Platten (2) senkrecht zur Rahmen- oder
Plattenebene orientierte Schienen (4) vorhanden sind.
8. Untergestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Rahmen oder eine Platte aus einem Stück ist.
9. Untergestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass Verrastungsmittel vorhanden sind, welche geeignet sind, ein ungewolltes Lösen der
Steckverbindung zu verhindern.
10. Untergestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass zwei Rahmen oder Platten mit je mindestens zwei parallelen Seiten vorhanden sind,
wobei jeweils mindestens ein bis zur Mittellinie zwischen den Seiten reichender Schlitz
(3) vorhanden ist.
11. Untergestell nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass Versteifungsmittel (5) vorhanden sind, die jeweils senkrecht zur Rahmen- oder Plattenebene
verlaufen, so dass das Gestell (1) einen kreuzförmigen Querschnitt hat.
12. Untergestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass Rahmen verwendet sind.
13. Untergestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Oberseite des Untergestells eine Tragevorrichtung zum Tragen von Waren
und/oder Warenpräsentierbehältnissen und/oder eines weiteren gleichartigen Untergestells
nach einem der Ansprüche 1-12 vorhanden ist.
14. Untergestell nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragevorrichtung ein Präsentieretagenkorb (103) ist.
15. Untergestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Untergestell (1) auf einem im Wesentlichen quaderförmigen fundament (101) aufgesetzt
ist, welches insbesondere aus Standartpaletten gebildet ist.
16. Untergestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass drei oder mehr Rahmen oder Platten (2) vorhanden sind, die insbesondere so zusammengesteckt
sind, dass zwei der Rahmen oder Platten (2) senkrecht zur dritten verlaufend in diese
eingesteckt sind.