[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine stationäre Feuerlöschvorrichtung. Insbesondere
betrifft die vorliegende Erfindung, wie im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegeben,
eine stationäre Feuerlöschvorrichtung, umfassend einen im Wesentlichen rotationssymmetrischen,
Löschmedium enthaltenden Behälter, der an seinem Umfang definierte Sollbruchstrukturen
bildende Behälter-Schwächungslinien aufweist, und einen sich im Wesentlichen längs
der Achse des Behälters erstreckenden Gasgenerator in Form einer Explosivmittel enthaltenden,
mit einer Zündeinrichtung versehenen Kapsel.
[0002] Stationäre, d. h. zur dauerhaften Anbringung in Räumen hergerichtete Feuerlöschvorrichtungen
zählen in diversen Ausführungen zum Stand der Technik. Zu verweisen ist beispielsweise
auf die
US 2013/ 0 175 058 A1,
WO 97/ 19 728 A1,
WO 00/ 15 304 A1,
CN 1 01 049 531 A,
CN 2 04 219 669 U,
CN 1 03 566 508 A,
CN 2 00 970 428 Y,
EP 1 878 471 A1 und
EP 390 384 A1. Von diesen Dokumenten offenbart die zuletzt genannte
EP 390 384 A1 eine Feuerlöschvorrichtung der gattungsgemäßen, im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Art. Die Sollbruchstrukturen, beispielsweise in Form von längs und quer erstreckenden
Rilllinien, konzentrieren sich dergestalt auf einen Bereich (bzw. mehrere Bereiche)
der Oberfläche des Behälters, dass - nach Auslösen des Gasgenerators - das Löschmedium
ein eine (oder ggf. mehrere) vorgegebene Richtung(en) über einen vorgegebenen Bereich
ausgestoßen wird. Der Bereich des Behälters, der demgegenüber intakt bleiben soll,
kann durch Sicken ausgesteift sein. Der Gasgenerator umfasst ein sich über die Länge
des Behälters erstreckendes, an dessen beiden Stirnseiten mit diesem verbundenes Aufnahmerohr
mit einem darin angeordneten, die Zündeinrichtung und mehrere Sprengladungen enthaltenden
Sprengrohr, wobei Aufnahmerohr und Sprengrohr dünnwandig aus einem Material geringer
Festigkeit ausgeführt sind.
[0003] Eine andere stationäre Feuerlöscheinrichtung ist aus der
DE 298 21 952 U1 bekannt. In einem zylindrischen Behälter trennt ein längs verschiebbarer Kolben einen
mit Löschmittel gefüllten Raum von einem Druckraum. Bei einem Löscheinsatz erzeugt
ein in dem Druckraum aufgenommener Gasgenerator ein Druckgas. Der entsprechende hohe
Druck wirkt auf den Kolben, der seinerseits das Löschmittel durch eine - zunächst
mittels einer Membran verschlossene - Öffnung des Behälters austreibt. Im Bereich
des Druckraumes weist die Wandung des Behälters Sollbruchstellen auf, welche im Falle
einer unzulässig hohen Druckentwicklung ein kontrolliertes Abblasen des Druckgases
ermöglichen sollen.
[0004] Die
EP 0 488 937 A2 offenbart eine insbesondere für einen Airbag-Gasgenerator bestimmte Zündeinheit.
Diese umfasst ein hutförmiges Verteilergehäuse und eine darin aufgenommene, ebenfalls
hutförmige, allerdings gegenüber dem Verteilergehäuse kürzere, die Zündladung aufnehmende
Kapsel. Diese weist eine Sollbruchstelle in Form einer umlaufenden Nut auf, so dass
sich bei Zündung der Zündladung ein kappenförmiger Deckel von dem Rest der Kapsel
trennt und, durch einen Gummidämpfer gepuffert, gegen den Boden des Verteilergehäuses
geschleudert wird. Die sich bei dem Zünden der Zündung entwickelnden Flammen verlassen
die Zündeinheit durch den zwischen den beiden Teilen der Kapsel gebildeten Ringspalt
und hierzu fluchtende, in der Wandung des Verteilergehäuses vorgesehene Öffnungen,
um die eigentliche Treibladung zu entzünden, welche sich in einem Gehäuse befindet,
in das die Zündeinheit eingesetzt ist.
[0005] Unabhängig davon, ob der Behälter im Einzelfall mit flüssigem, mit pulverförmigem
oder aber einem sonstigen Löschmedium gefüllt ist, besteht die angestrebte Funktionsweise
darin, dass im Falle eines Brandes in dem zu schützenden Raum die Zündeinrichtung
der (mindestens einen) dort angebrachten Feuerlöschvorrichtung (z. B. mittels eines
externen Wärme-, IR- und/oder Rauchsensors) ausgelöst wird, wodurch das in der Kapsel
enthaltene Explosivmittel detoniert. Die Kapsel birst, und die durch die Detonation
freigesetzte Druckwelle breitet sich in dem Behälter aus und bringt auch diesen zum
Bersten, wobei der Behälter an den an seinem Umfang verteilt angeordneten Behälter-Schwächungslinien
aufreißt. Durch die dadurch in der Behälterwand entstehenden Öffnungen hindurch wird
das Löschmedium durch die bei der Detonation des Explosivmittels entstehenden Gase
ausgetrieben.
[0006] In der Praxis lässt sich allerdings häufig beobachten, dass die tatsächliche Verteilung
des Löschmediums in dem zu schützenden Raum ganz erheblich von der angestrebten gleichmäßigen
Verteilung abweicht, namentlich weil nur ein Teil der Behälter-Schwächungslinien aufreißt,
so dass das Löschmedium nicht gleichmäßig über den Umfang des Behälters verteilt (sondern
vielmehr mehr oder weniger einseitig) aus diesem austritt. Die Folgen sind ein unzureichender
Brandschutz in dem zu schützenden Raum oder aber übermäßig hohe Kosten, weil in dem
zu schützenden Raum vorsorglich eine erheblich größere Anzahl an Feuerlöschvorrichtungen
installiert wird als theoretisch, d. h. bei idealer Funktionsweise der Feuerlöschvorrichtungen
erforderlich.
[0007] Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gemacht, hier Abhilfe zu schaffen.
Insbesondere soll eine stationäre Feuerlöschvorrichtung der gattungsgemäßen Art bereitgestellt
werden, welche die vorstehend dargelegten Nachteile des Standes der Technik überwindet
und unter deren Verwendung sich zu vergleichsweise geringen Kosten durch ein verbessertes
Verteilungsmuster des Löschmediums ein besonders zuverlässiger effektiver Brandschutz
erreichen lässt.
[0008] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabenstellung dadurch gelöst, dass
die nur einseitig an einem Befestigungsabschnitt relativ zum Behälter fixierte Kapsel
sich dergestalt nur über einen Teil der axialen Länge des Behälters erstreckt, dass
ein dem Befestigungsabschnitt gegenüberliegender freier Endabschnitt einen Abstand
zum Behälter einhält, wobei die Kapsel weiterhin zwischen dem Befestigungsabschnitt
und dem freien Endabschnitt eine umlaufende Kapsel-Schwächungslinie aufweist. Bei
einer solchen Gestaltung der Feuerlöschvorrichtung lässt sich im Vergleich zum Stand
der Technik - unter ansonsten vergleichbaren Voraussetzungen - auf überraschend einfache
Weise und ohne jegliche Mehrkosten ein entschieden verbessertes Verteilungsmuster
des Löschmediums erzielen. Dies lässt sich durch mehrere miteinander zusammenwirkende,
sich wechselseitig günstig beeinflussende Effekte erklären. Zum einen führt die axiale
Untergliederung der sich nur über einen Teil der axialen Länge des Behälters erstreckenden
Kapsel in einen an dem Behälter (z. B. dessen Deckel) fixierten Befestigungsabschnitt
und einen von diesem mittels einer umlaufenden Kapsel-Schwächungslinie abgegrenzten
freien Endabschnitt dazu, dass bei einer Detonation des Explosivmittels die Kapsel
nicht seitlich aufplatzt, sondern dass vielmehr der freie Endabschnitt abgesprengt
wird, so dass die bei der Detonation entstehenden Gase mehr oder weniger axial gerichtet
aus dem verbleibenden, durch den nun einseitig offenen Befestigungsabschnitt der Kapsel
gebildeten Rohr austreten. Die Druckwelle verbreitet sich auf diese Weise entschieden
gleichförmiger, symmetrischer innerhalb des Behälters als im Falle eines einseitigen
seitlichen Aufplatzens der Kapsel. Folglich sind die aufgrund der Druckwelle in der
Behälterwand wirkenden Spannungen deutlich gleichförmiger verteilt als nach dem Stand
der Technik mit der Folge, dass das Risiko eines Aufplatzens nur eines Teils der Behälter-Schwächungslinien
und somit insbesondere eines einseitigen Aufplatzens bzw. Ein-/Aufreißens der Behälter-Schwächungslinien
substantiell reduziert wird. Dieser Effekt wird dadurch unterstützt, dass der von
dem Befestigungsabschnitt abgesprengte Endabschnitt der Kapsel bei seinem Auftreffen
auf die Wand des Behälters (z. B. dessen Boden) für eine massive Erschütterung mit
der Folge starker sich in der Behälterstruktur ausbreitender Schwingungen sorgt. Diese
starken Schwingungen begünstigen das synchrone Aufplatzen sämtlicher Behälter-Schwächungslinien
unter der sich gleichzeitig ausbreitenden Druckwelle. Hinzu kommt weiterhin, dass
das Gas, welches - nach dem Absprengen des Endabschnitts - den Befestigungsabschnitt
der Kapsel gezielt in axialer Richtung verlässt, den in dem Behälter befindlichen
Vorrat an Löschmedium gewissermaßen in der Mitte trifft und auf diese Weise das Löschmedium
gleichmäßig in Richtung auf die allseits durch die aufgeplatzten Behälter-Schwächungslinien
gebildeten Öffnungen mitreißt. Das sich auf diese Weise mit hoher Zuverlässigkeit
ergebende ausgesprochen homogene Verteilungsmuster für das Löschmedium erlaubt es,
die Anzahl der in einem Raum zu installierenden Feuerlöschvorrichtungen zumindest
im Wesentlichen auf das theoretische Minimum zu begrenzen, was unter Kostengesichtspunkten
sowie unter dem Blickwinkel einer optimalen Nutzung des (typischerweise begrenzten)
Volumens eines zu sichernden Raumes (z. B. Motorraum eines Busses oder sonstigen Nutzfahrzeugs,
elektrischer Schalt- bzw. Verteilerschrank, etc.) besonders günstig ist.
[0009] Gemäß einer ersten bevorzugten Weiterbildung weist der Behälter einen umlaufenden
Behältermantel und einen Behälterboden auf, wobei der Behälter in diesem Falle insbesondere
eine zumindest im Wesentlichen zylindrische Grundform (mit einem ggf. leicht balligen
Behältermantel) aufweisen kann. Bei solchen Behälterstrukturen mit einem ausgeprägten
(seitlichen) Behältermantel und einem ausgeprägten Behälterboden zeigen sich die vorstehend
erläuterten Effekte in einem besonders ausgeprägten Maße. Unter Gesichtspunkten einer
besonders einfachen und kostengünstigen Herstellung ist dabei vorteilhaft, wenn der
Behältermantel und der Behälterboden Teil einer einstückig geformten, beispielsweise
tiefgezogenen Büchse sind.
[0010] In konstruktiver Hinsicht ist weiterhin besonders vorteilhaft, wenn der Behälter
gegenüber dem Behälterboden durch einen separaten Deckel verschlossen ist. Die Kapsel
kann dabei im Bereich ihres Befestigungsabschnitts mit dem Deckel fest verbunden sein.
Ganz besonders günstig kann sogar eine Herstellung von Deckel und Kapsel als einstückiges
Bauteil in dem Sinne sein, dass die Kapsel an dem Deckel angeformt ist, wobei beispielsweise
die Kapsel endseitig an ihrem Befestigungsabschnitt mittels der dort eingepressten
oder eingeschraubten Zündeinrichtung verschlossen sein kann. Im Bereich des Deckels
kann dabei eine Montagestruktur vorgesehen sein, mittels welcher sich die Feuerlöschvorrichtung
an einer Fläche des zu sichernden Raumes (Wand, Decke, etc.) anbringen lässt. Die
bei der Detonation des Explosivmittels und dem Ausstoßen der gebildeten Gase aus dem
endseitig offenen Befestigungsabschnitt der Kapsel entstehenden Reaktionskräfte werden
auf diese Weise (über den Deckel und die Montagestruktur) direkt in die Montagefläche
des Raumes eingeleitet.
[0011] Eine besonders günstige Art und Weise, den Deckel mit der Behälterwand so zu verbinden,
dass eine Trennung der beiden Teile nach der Detonation des Explosivmittels zuverlässig
unterbleibt, besteht darin, dass der - an seinem Außenumfang leicht konische - Deckel
in eine (korrespondierende) konische Aufweitung des Behältermantels eingesetzt und
der Behältermantel endseitig dergestalt eingebördelt ist, dass er an einer Stirnfläche
des Deckels anliegt. Besonders zuverlässig ist die Befestigung dann, wenn der Behältermantel
im Bereich des Deckels von einem Spannring umgeben ist, wobei diese Form der Sicherung
namentlich bei der Verwendung von Leichtmetall für die Herstellung des Behälters sehr
zweckmäßig ist. Der Spannring kann besonders bevorzugt eine Montagestruktur, beispielsweise
in Form eines Flansches aufweisen, wobei sich in diesem Falle ersichtlich die Anbringung
einer (weiteren) Montagestruktur an dem Deckel (s. o.) erübrigt.
[0012] Was die Ausführung der Behälter-Schwächungslinien im Detail angeht, so besteht hier
ein erheblicher Spielraum. Das Gleiche gilt für die Anordnung der Behälter-Schwächungslinien
an dem Behälter. Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung verlaufen
die Behälter-Schwächungslinien im Wesentlichen parallel zur Achse und sind gleichmäßig
am Umfang des Behälters verteilt angeordnet. Bei einem solchen Behälter, der über
einen ausgeprägten (seitlichen) Behältermantel und einem ausgeprägten Behälterboden
verfügt (s. o.), hat sich als besonders günstig erwiesen, wenn die Behälter-Schwächungslinien
ein Stück weit vor dem Behälterboden enden, so dass der Behälterboden hinreichend
sicher intakt bleibt.
[0013] Was die Kapsel angeht, so hängt auch deren Gestaltung im Detail von der konkreten,
spezifischen Umsetzung der Erfindung im Übrigen ab. In aller Regel ist allerdings
vorteilhaft, wenn die Kapsel eine im Wesentlichen zylindrische Grundform mit einem
(ggf. direkt an den Behälterdeckel angeformten; s. o.) Kapselmantel und einem Kapselboden
aufweist. Auch die Kapsel besteht vorteilhafterweise ganz oder zumindest teilweise
aus Leichtmetall. Es kommt auch eine gemischte Bauweise beispielsweise dergestalt
in Betracht, dass der Befestigungsabschnitt aus Leichtmetall und der (beispielsweise
in den Befestigungsabschnitt eingepresste) Endabschnitt aus einem härteren Material
besteht, so dass letzterer beim Aufprallen auf die Behälterwand (nach dem Absprengen
vom Befestigungsabschnitt) einen besonders starken Schwingungsimpuls erzeugt. In diesem
Zusammenhang lassen sich auch die Abmessungen der Kapsel und die Relation zwischen
Kapselabmessungen und Behälterabmessungen optimieren. In einer insoweit besonders
bevorzugten Weiterbildung der Erfindung untergliedert die Kapsel-Schwächungslinie
die Kapsel dergestalt in einen befestigten Bereich und einen freien Bereich, dass
die Länge des befestigten Bereichs zwischen 25% und 75%, bevorzugt zwischen 35% und
65% der gesamten Länge der Kapsel ausmacht. Und die axiale Länge der Kapsel beträgt
besonders bevorzugt zwischen 40% und 75%, besonders bevorzugt zwischen 50% und 65%
der axialen Länge des Behälters.
[0014] Nur zur Vermeidung von Missverständnissen ist darauf hinzuweisen, dass die Angabe,
wonach die Kapsel zwischen dem Befestigungsabschnitt und dem freien Endabschnitt eine
umlaufende Kapsel-Schwächungslinie aufweist, keinesfalls dahingehend (fehl-)verstanden
werden darf, dass es sich bei der Kapsel-Schwächungslinie zwingend um eine vollständig
ringförmig geschlossene Linie (z. B. eine Ringnut bzw. Ringkerbe) handelt. Zwar ist
eine solche vollständig ringförmig geschlossene Linie, insbesondere in Form einer
Ringkerbe mit einem V-förmigen Querschnitt, ganz besonders wirkungsvoll. Aber solange
dies der dargelegten Wirkungsweise, wonach bei einer Detonation des Explosivmittels
der Endabschnitt der Kapsel von deren Befestigungsabschnitt abgesprengt wird, nicht
entgegensteht, ist unschädlich, dass die umlaufende Kapsel-Schwächungslinie mehr oder
weniger ausgeprägte Unterbrechungen aufweist.
[0015] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand eines in der Zeichnung veranschaulichten
bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- die exemplarische Feuerlöscheinrichtung in Seitenansicht,
- Fig. 2
- einen Axialschnitt durch die Feuerlöscheinrichtung gemäß Fig. 1 entlang der Linie
A-A und
- Fig. 3
- die Feuerlöscheinrichtung nach den Figuren 1 und 2 in Draufsicht.
[0016] Die in der Zeichnung gezeigte stationäre Feuerlöschvorrichtung ist strukturell ganz
besonders einfach aufgebaut, indem sie sich durch eine Montage von lediglich fünf
Einzelteilen herstellen lässt. Sie umfasst, wie weiter unten in größerem Detail erläutert,
einen rotationssymmetrischen Behälter 1, einen Deckel 2 mit daran angeformter Kapsel
3, einen Spannring 4, eine Zündeinrichtung 5 und eine diese in dem Deckel 2 fixierende
Druckplatte 6. Nicht gezeigt sind das in dem Behälter 1 aufgenommene Löschmedium und
das in der Kapsel 3 aufgenommene Explosivmittel.
[0017] Der aus Leichtmetall (beispielsweise Aluminium) bestehende Behälter 1 weist einen
umlaufenden, zylindrischen Behältermantel 7 und einem weitgehend planen Behälterboden
8 auf. Behältermantel 7 und Behälterboden 8 sind dabei Teil einer einstückig geformten
Büchse 9. An ihrem dem Behälterboden 8 gegenüberliegenden Endabschnitt weist die Büchse
9, d. h. der Behältermantel 7 eine konische Aufweitung 10 auf. In diese ist der -
ebenfalls aus Leichtmetall bestehende - Deckel 2 passgenau eingesetzt, zu welchem
Zweck dieser an seinem Außenumfang 11 - zu der Aufweitung 10 des Behälters 1 korrespondierend
- kegelstumpfförmig ausgeführt ist. Schematisch ist - mit gestrichelten Linien B -
veranschaulicht, dass der Behältermantel 7 endseitig eingebördelt sein und an einer
Stirnfläche 12 des Deckels 2 anliegen kann.
[0018] Eine dichte und feste Verbindung von Behälter 1 und Deckel 2 im Bereich der konischen
Trennfläche 13 wird durch den stramm auf die Aufweitung 10 des Behältermantels 7 aufgeschobenen,
ebenfalls korrespondierend konisch ausgeführten Spannring 4 sichergestellt. Dieser
geht endseitig in eine Montagestruktur 15 in Form eines vier Bohrungen 16 aufweisenden
Montageflansches 17 über.
[0019] Die Feuerlöscheinrichtung weist einen sich längs der Achse X des Behälters 1 erstreckenden
Gasgenerator 18 in Form der Explosivmittel enthaltenden, mit der Zündeinrichtung 5
versehenen Kapsel 3 auf. Diese ist nur einseitig an einem Befestigungsabschnitt 19
relativ zum Behälter 1 fixiert, nämlich mit dem den Behälter 1 verschließenden Deckel
2 verbunden, und erstreckt sich dergestalt nur über einen Teil der axialen Länge des
Behälters 1, dass ein dem Befestigungsabschnitt 19 gegenüberliegender freier Endabschnitt
20 der Kapsel 3 einen erheblichen Abstand zum Behälterboden 8 einhält. Im Detail ist
an den Deckel 2 mittig eine sich längs der Achse X erstreckende Kapsel 3 angeformt,
welche als eine im Wesentlichen zylindrische Büchse 21 ausgeführt ist und einen Kapselmantel
22 und einen Kapselboden 23 aufweist. In Verlängerung der Kapsel 3 weist der Deckel
2 einen eine Gewindebohrung 24 umfassenden Durchbruch 25 auf. In diesen ist die Zündeinrichtung
5 eingesetzt, welche mittels der ein - zu der Gewindebohrung 25 korrespondierendes
- Außengewinde aufweisenden Druckplatte 6 gegen den am Übergang vom Deckel 2 zur Kapsel
3 ausgeführten Sitz 26 dichtend anliegend verspannt ist. Die Druckplatte 6 weist einen
für das Zusammenwirken mit einem Schraubendreher geeigneten Schlitz 27 sowie zwei
Durchgangslöcher 28 auf, durch welche hindurch sich die beiden Anschlussfahnen 29
der Zündeinrichtung 5 erstrecken. Für die Kontaktierung der Anschlussfahnen 29 mittels
eine die Zündeinrichtung 5 mit einer Auslöseeinrichtung verbindenden Leitung weist
der Spannring 14 einen Durchbruch 30 auf.
[0020] Sowohl der Behälter 1 als auch die Kapsel 3 weisen definierte, Sollbruchstrukturen
bildende Schwächungslinien auf. So sind an dem Behälter 1 an dem Außenumfang des Behältermantels
7 sechs Behälter-Schwächungslinien 31 vorgesehen. Diese weisen die Form von sich parallel
zur Achse X erstreckenden Rillen 32 auf, wobei die Wandstärke im Bereich der Rillen
32 auf etwa 25% der Wandstärke des übrigen Behältermantels 7 reduziert ist. Die Behälter-Schwächungslinien
31 enden dabei nennenswert, vorliegend etwa im Abstand von 1/4 des Durchmessers des
Behälters 1 vor dem Behälterboden 8. Und an dem gegenüberliegenden Ende laufen die
Behälter-Schwächungslinien 31 ebenfalls nennenswert, nämlich wiederum etwa im Abstand
von 1/4 des Durchmessers des Behälters 1, vor dem aufgeweiteten Bereich 10 des Behältermantels
7 aus.
[0021] Die Kapsel-Schwächungslinie 33 ist als eine an dem Außenumfang des Kapselmantels
22 vorgesehene, sich geschlossen ringförmig über den gesamten Umfang erstreckend umlaufende
Ringkerbe 34 mit einem V-förmigen Querschnitt ausgeführt. Durch diese Ringkerbe 34
wird die Kapsel 3 in die beiden weiter oben bereits näher erläuterten Bereiche untergliedert,
nämlich den Befestigungsabschnitt 19 und den freien Endabschnitt 20.
1. Stationäre Feuerlöschvorrichtung, umfassend einen im Wesentlichen rotationssymmetrischen,
Löschmedium enthaltenden Behälter (1), der an seinem Umfang definierte Sollbruchstrukturen
bildende Behälter-Schwächungslinien (31) aufweist, und einen sich im Wesentlichen
längs der Achse (X) des Behälters (1) erstreckenden Gasgenerator (18) in Form einer
Explosivmittel enthaltenden, mit einer Zündeinrichtung (5) versehenen Kapsel (3),
dadurch gekennzeichnet, dass die nur einseitig an einem Befestigungsabschnitt (19) relativ zum Behälter (1) fixierte
Kapsel (3) sich dergestalt nur über einen Teil der axialen Länge des Behälters (1)
erstreckt, dass ein dem Befestigungsabschnitt (19) gegenüberliegender freier Endabschnitt
(20) einen Abstand zum Behälter (1) einhält, wobei die Kapsel (3) weiterhin zwischen
dem Befestigungsabschnitt (19) und dem freien Endabschnitt (20) eine umlaufende Kapsel-Schwächungslinie
(33) aufweist.
2. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) einen umlaufenden Behältermantel (7) und einem Behälterboden (8)
aufweist, wobei bevorzugt Behältermantel (7) und Behälterboden (8) Teil einer einstückig
geformten Büchse (9) sind.
3. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) eine zumindest im Wesentlichen zylindrische Grundform aufweist.
4. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Behältermantel (7) ballig ist.
5. Feuerlöschvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) gegenüber dem Behälterboden (8) durch einen Deckel (2) verschlossen
ist, wobei bevorzugt die Kapsel (3) im Bereich ihres Befestigungsabschnitts (19) mit
dem Deckel (2) fest verbunden ist, besonders bevorzugt indem zumindest der Befestigungsabschnitt
(19) der Kapsel (3) an dem Deckel (2) einstückig angeformt ist.
6. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (2) in eine konische Aufweitung (10) des Behältermantels (7) eingesetzt
ist.
7. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Behältermantel (7) endseitig eingebördelt (B) ist und an einer Stirnfläche (12)
des Deckels (2) anliegt.
8. Feuerlöschvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Deckels (2) eine Montagestruktur (15) vorgesehen ist.
9. Feuerlöschvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Behältermantel (7) im Bereich des Deckels (2) von einem Spannring (4), an dem
bevorzugt eine Montagestruktur (15) angebracht ist, umgeben ist.
10. Feuerlöschvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter-Schwächungslinien (31) vor dem Behälterboden (8) enden.
11. Feuerlöschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter-Schwächungslinien (31) im Wesentlichen parallel zur Achse (X) verlaufen.
12. Feuerlöschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die bevorzugt aus Leichtmetall bestehende Kapsel (3) einstückig in Form einer Büchse
(21) geformt ist und eine im Wesentlichen zylindrische Grundform mit einem Kapselmantel
(22) und einem Kapselboden (23) aufweist, wobei besonders bevorzugt die Kapsel-Schwächungslinie
(33) als eine sich umlaufend außen über den Umfang des Kapselmantels (22) erstreckende
Ringkerbe (34) ausgeführt ist.
13. Feuerlöschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel (3) mehrteilig aufgebaut und aus einer den Befestigungsabschnitt (19)
aufweisenden Basis und einem an diesen lösbar fixierten Kopf zusammengefügt ist.
14. Feuerlöschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel-Schwächungslinie (33) die Kapsel (3) dergestalt in einen befestigten Bereich
und einen freien Bereich untergliedert, dass die Länge des befestigten Bereichs zwischen
25% und 75%, bevorzugt zwischen 35% und 65% der gesamten Länge der Kapsel (3) ausmacht.
15. Feuerlöschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Länge der Kapsel (3) zwischen 40% und 75%, bevorzugt zwischen 50% und
65% der axialen Länge des Behälters (1) beträgt.