(19)
(11) EP 3 211 155 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.08.2017  Patentblatt  2017/35

(21) Anmeldenummer: 17157498.1

(22) Anmeldetag:  22.02.2017
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04G 17/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(30) Priorität: 29.02.2016 DE 102016002360

(71) Anmelder: Redima AG
6300 Zug (CH)

(72) Erfinder:
  • BRECHT, Jürgen
    76676 Graben-Neudorf (DE)

(74) Vertreter: Fischer & Konnerth 
Patentanwälte Partnerschaft Schertlinstraße 18
81379 München
81379 München (DE)

   


(54) ECKVERBINDUNGSVORRICHTUNG EINER BETONWANDSCHALUNG


(57) Eckverbindungsvorrichtung (1) einer Betonwandschalung mit zwei Schalungselementen (2, 3), die mittels der Eckverbindungsvorrichtung (1) in einer eine Schalungsaußenecke (40) bildenden Anordnung miteinander verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Eckverbindungsvorrichtung (1) zumindest einen Winkelanker (4) mit einer Ankerbasis (5) und mit zwei sich von der Ankerbasis (5) insbesondere rechtwinklig erstreckenden Ankerschenkeln (6, 7) aufweist, die jeweils einem der beiden Schalungselemente (2, 3) zugeordnet sind,
dass an jedem Ankerschenkel (6, 7) ein Schieber (17, 18) bewegbar gelagert und entlang dem Ankerschenkel (6, 7) verstellbar ist,
dass jeder Schieber (17, 18) ein Eingriffselement (26) aufweist, das zum Eingriff an einer zugeordneten Eingriffsaufnahme (37) an dem jeweiligen Schalungselement (2, 3) gebildet ist, und
dass jeder Schieber (17, 18) entlang dem zugehörigen Ankerschenkel (6, 7) in Spannstellungen festlegbar ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Eckverbindungsvorrichtung einer Betonwandschalung mit zwei Schalungselementen, die mittels der Eckverbindungsvorrichtung in einer eine Schalungsaußenecke bildenden Anordnung miteinander verbindbar sind, sowie eine Eckanordnung von Schalungselementen einer Betonwandschalung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 8.

[0002] Aus der DE 20 2006 013 331 U1 ist eine Eckverbindungsvorrichtung für zwei eine Außenecke bildende äußere Schaltafeln einer Schaltafeleckanordnung mit jeweils einer äußeren und einer inneren Schaltafel, die zueinander parallel und voneinander beabstandet sind, bekannt geworden. Die Eckverbindungsvorrichtung umfasst zwei Zugbolzen, die vor der Außenecke mittels einer Kreuzmuffe miteinander verbunden sind und jeweils mittels einer Kreuzmuffe mit einem Spannbolzen verbunden sind, der die äußere Schaltafel mit der inneren Schaltafel unmittelbar benachbart zu dem von den beiden inneren Schaltafeln gebildeten Inneneck verbindet und auf Abstand hält.

[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine eingangs genannte Eckverbindungsvorrichtung zu schaffen, die gegenüber der bekannten Vorrichtung im Hinblick auf ihre Funktionalität verbessert ist und einfacher zu montieren ist, sowie eine Eckanordnung von Schalungselementen mit einer verbesserten Eckverbindungsvorrichtung zu schaffen.

[0004] Diese Aufgaben werden durch eine Eckverbindungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch eine Eckanordnung von Schalungselementen mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst.

[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

[0006] Dadurch, dass die Eckverbindungsvorrichtung einen Winkelanker mit einer Ankerbasis und mit zwei sich von der Ankerbasis insbesondere rechtwinklig erstreckenden Ankerschenkeln aufweist, die jeweils einem der beiden Schalungselemente zugeordnet sind, wobei an jedem Ankerschenkel ein Schieber bewegbar gelagert und entlang dem Ankerschenkel verstellbar ist, wobei jeder Schieber ein Eingriffselement aufweist, das zum Eingriff an einer zugeordneten Eingriffsaufnahme an dem jeweiligen Schalungselement gebildet ist, und jeder Schieber entlang dem zugehörigen Ankerschenkel in Spannstellungen festlegbar ist, können die beiden Schalungselemente außenseitig bzw. an ihrer gemeinsamen Außenecke in einfacher Weise fest miteinander verbunden werden, wobei auf ansonsten benötigte Spannbolzen oder Schalungsanker, die die einander zugeordnete inneren und äußeren Schalungselemente miteinander verbinden, im Eckbereich verzichtet werden kann.

[0007] Ein solches Schalungselement mit Aufnahmeöffnungen für Spannbolzen oder Schalungsanker ist grundsätzlich z. B. aus der EP 1 541 781 A1 und der DE 10 2014 012 037 A1 bekannt. Derartige am Schalungselement schon vorhandene Aufnahmeöffnungen sind als Eingriffsaufnahmen für die Eingriffselemente besonders geeignet.

[0008] Der Winkelanker und die Schieber sind bevorzugt Teile aus Stahl oder Stahlblech, deren Einzelteile insbesondere miteinander verschweißt oder verschraubt sind oder über Bolzenverbindungen miteinander verbunden sind, oder sie sind aus Stahlguss gefertigt.

[0009] Zweckmäßigerweise ist jeder Schieber an seinem Ankerschenkel ausschließlich linear verschiebbar geführt. Dadurch ist eine sichere Kraftübertragung bei hoher Stabilität gewährleistet, da ein Verdrehen des Schiebers ausgeschlossen ist.

[0010] In besonders bevorzugter Gestaltung ist vorgesehen, dass eine Gewindestange am Ankerschenkel in Verschieberichtung des Schiebers angeordnet ist, an der eine Spanneinheit oder eine Mutter zum Verspannen des Schiebers im Eingriff ist. Die Gewindestange ist z. B. von einem sogenannten DYWIDAG-Stab gebildet, kann aber auch ein anderes Gewinde aufweisen, das sich zum Schrauben oder Klemmen einer Mutter oder einer Spanneinheit eignet. Eine solche Gewindestange, die zweckmäßigerweise in einem hohlen Inneren des z. B. aus einem Rohr gefertigten Ankerschenkels fest angebracht ist und durch das offene Ende hinausragt, stellt grundsätzlich einen Spannstab dar und weist über ihre Länge einen großen Spannbereich auf. Damit ist der Winkelanker über einen großen Bereich einstellbar und für Schalungselemente mit unterschiedlichen Positionierungen der Eingriffsaufnahmen oder Aufnahmeöffnungen vom eckseitigen Rand des Schalungselements geeignet.

[0011] Statt der am oder in dem Ankerschenkel angebrachten Gewindestange kann auch eine Mutter am jeweiligen Ankerschenkel angebracht sein, an der eine Spanneinheit oder eine Gewindestange, die z. B. mittels eines Schraubkopfes schraubbar ist, zum Verspannen des Schiebers im Eingriff ist.

[0012] Zweckmäßigerweise enthält der Schieber eine Abschlusswand mit einer Öffnung, durch die sich die Gewindestange erstreckt und an der die Spanneinheit bzw. die Mutter in Spanneingriff ist. Die Abschlusswand dient insbesondere zur Anlage der Spanneinheit bzw. der Mutter und sie führt die sich durch die Öffnung erstreckende Gewindestange auch bei hoher Kraftaufbringung zentrisch am Ankerschenkel, wenn die Öffnung einen geringfügig größeren Durchmesser aufweist wie die Gewindestange. Der Schieber kann auch ohne Abschlusswand gebildet sein, wobei sich dann die Mutter auf den Außenwänden des Schiebers abstützt.

[0013] Wenn die Mutter am Ankerschenkel fest angebracht ist, kann sich in alternativer Gestaltung die Gewindestange zum Eingriff mit der Mutter des Ankerschenkels durch die Öffnung erstrecken und der Schraubkopf kann in Spanneingriff an der Abschlusswand sein.

[0014] Wenn in bevorzugter Gestaltung im Inneneck der Ankerbasis des Winkelankers ein einwärts vorstehendes Positionierteil angeordnet ist, kann dieses bei einer zugeordneten speziellen Außeneckgestaltung der Schalelemente zur Zentrierung der Schalelemente an der Schalungsaußenecke und zur Kraftübertragung und Kraftableitung dienen.

[0015] Zweckmäßigerweise ist das Eingriffselement ein vom Schieber zapfen- oder stiftförmig vorstehendes und insbesondere zylindrisch oder konisch geformtes Teil. Jedoch eigen sich auch andere Eingriffselemente wie z. B. Haken oder Winkelleisten oder dergleichen. So können z. B. zwei Haken in zugeordnete Öffnungen der Schalungselemente eingreifen, z. B. in Öffnungen an der Tragstruktur der Schalungselemente.

[0016] Weiterhin kann eine Verstärkungsplatte vorgesehen sein, die die Ankerbasis außenseitig umgreift und mit den Ankerschenkeln fest verbunden ist. Hierdurch kann die Festigkeit des Winkelankers insbesondere an der biegekritischen Ankerbasis erhöht werden, wobei ansonsten die Bauteilwandstärke zur Gewichtsersparnis reduziert werden kann. Als Verstärkungsplatte wird jedes die Ankerbasis z. B. außenseitig umgreifendes Verstärkungsteil bezeichnet.

[0017] Andererseits kann auch zumindest eine Verstärkungsplatte flächig auf den Ankerschenkeln oder auf Rohrwänden der beiden Ankerschenkel befestigt sein. Insbesondere sind zwei Verstärkungsplatten auf gegenüber liegenden Außenseiten der Ankerschenkel bzw. Rohrwände angeordnet und beispielsweise daran verschweißt.

[0018] Eine erfindungsgemäße Eckanordnung von Schalungselementen einer Betonwandschalung, die unter Bildung einer Außenecke zueinander winklig angeordnet sind und mittels einer an den äußeren Schalungselementen außenseitig angeordneten Eckverbindungsvorrichtung miteinander verspannbar sind, ist nach einem der Ansprüche 1 bis 7 bzw. gemäß den obigen Ausführungen gebildet. Die Eckverbindungsvorrichtung weist zumindest einen Winkelanker auf, umfasst aber zweckmäßigerweise in Abhängigkeit von der Höhe der aufgestellten Schalungselemente zwei oder mehrere Winkelanker, die an der Außenecke übereinander angeordnet sind.

[0019] Zweckmäßigerweise ist an der Außenecke eine Eckleiste an den Stirnseiten der Schalungselemente angeordnet, an der ein bzw. das Positionierteil des Winkelankers im Halteeingriff ist. Die Eckleiste sorgt für eine gleichmäßige rechtwinkelige Ausrichtung und Anlage der beiden Schalungselemente zueinander. Die Eckleiste kann an den beiden Stirnseiten der Schalungselemente ohne Befestigung anliegen oder sie ist durch Schalschlösser oder Klammern oder dergleichen mit den beidseitig angrenzenden Schalungselementen fest verbunden. Die Eckleiste kann Anlageleisten oder dergleichen Positionierhilfen aufweisen, die eine korrekte Positionierung an den Schalungselementen unterstützen. Auf eine Eckleiste kann auch verzichtet werden, wenn z. B. die beiden Schalungselemente überlappend angeordnet sind, indem das eine Schalungselement randseitig auf der Stirnseite des anderen Schalungselementes angeordnet ist.

[0020] Die Eingriffsaufnahmen oder Aufnahmeöffnungen für die Eingriffselemente der Schieber können insbesondere zylindrische oder konische Einsätze oder Hülsen enthalten, die an die jeweiligen Eingriffselemente angepasst sind. Mit den Einsätzen oder Hülsen, die in unterschiedlichen Formen gebildet sein können, können die Eingriffsaufnahmen oder Aufnahmeöffnungen an jeweilige Eingriffselemente angepasst werden. Grundsätzlich sind aber jegliche Art von kraftübertragenden Eingriffsaufnahmen verwendbar.

[0021] Zweckmäßigerweise sind die Eingriffsaufnahmen oder Aufnahmeöffnungen an einer Tragstruktur des Schalungselements und insbesondere an einem Querholm der Tragstruktur gebildet. Ein solcher Querholm ist insbesondere zur Aufnahme hoher Kräfte ausgelegt. Diese Eingriffsaufnahmen oder Aufnahmeöffnungen können ansonsten zum Aufnehmen von Ankerstäbe aufweisenden Ankervorrichtungen vorgesehen sein, die sich gegenüberliegende Schalungselemente einer Betonwandschalung lasttragend miteinander verbinden. Diese Eingriffsaufnahmen oder Aufnahmeöffnungen haben somit eine doppelte Funktion, so dass keine zusätzlichen Eingriffsaufnahmen oder Aufnahmeöffnungen nur für die Eckverbindungen bereit gestellt werden müssen.

[0022] Gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass jedes der beiden äußeren Schalungselemente zumindest im Bereich des Winkelankers frei von einer eine Ankervorrichtung aufweisenden Ankerverbindung mit einem jeweils zugeordneten inneren Schalungselement oder einem die inneren Schalungselemente verbindenden Schalungsinneneckelement ist. Der Winkelanker nimmt die auf die äußeren Schalungselemente wirkenden Druckkräfte von eingefülltem flüssigen Beton auf und leitet die Druckkräfte als Zugkräfte in die äußeren Schalungselemente und daran angrenzende weitere Schalungselemente ein, so dass zumindest im unmittelbaren Bereich des Winkelankers keine Ankerverbindung zwischen den äußeren und den inneren Schalungselemente erforderlich ist. Damit wird die Montage aufgrund der wegfallenden Ankerverbindungen erleichtert und es entstehen daher keine Öffnungen in der fertiggestellten Betonwand, die ansonsten beim Entfernen der Betonwandschalung und der Ankerverbindungen bzw. der Ankerstäbe verbleiben.

[0023] Zweckmäßigerweise erstreckt sich der Bereich ohne Ankerverbindung an den beiden äußeren Schalungselementen über die 1-fache bis 3-fache Länge der Ankerschenkel des Winkelankers. In diesem Bereich ist eine sichere Abstützung und Kraftweiterleitung in die angrenzenden Schalungselemente gewährleistet.

[0024] Wenn die Breite zumindest eines der beiden äußeren Schalungselemente und die Länge des zugeordneten Ankerschenkels des Winkelankers im Wesentlichen aneinander angepasst sind oder auch übereinstimmen, so kann an diesem Schalungselement gänzlich auf eine Ankerverbindung mit der gegenüberliegenden inneren Schalung bzw. dem gegenüberliegenden Schalungselement verzichtet werden. Dieses Schalungselement wird in üblicher Weise mit Klammern oder Schalschlössern mit einem angrenzenden Schalungselement verbunden. Dabei ist die Anpassbarkeit und der Verstellweg der Schieber zu berücksichtigen und zu nutzen.

[0025] Die beiden äußeren Schalungselemente können als vergleichsweise schmale und leichte Bauteile gebildet sein, z. B. unter Verwendung einer Tragstruktur, die im Wesentlichen aus Leichtmetall hergestellt ist. Durch das geringere Gewicht wird die Montage der Betonwandschalung an der Schalungsaußenecke erleichtert. Jedoch können auch großflächige oder breite Schalungselemente mit der erfindungsgemäßen Eckverbindungsvorrichtung miteinander verbunden werden.

[0026] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Eckverbindungsvorrichtung sowie einer erfindungsgemäßen Eckanordnung von Schalungselementen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1
in isometrischer Ansicht zwei Schalungselemente einer Betonwandschalung, die rechtwinklig aneinander angrenzen, und eine Eckverbindungsvorrichtung, die an der Außenecke zum Verbinden der beiden Schalungselemente vorgesehen ist;
Fig. 2
in isometrischer Ansicht gemäß Fig. 1 die beiden Schalungselemente mit der in Spannstellung angebrachten Eckverbindungsvorrichtung;
Fig. 3
in isometrischer Ansicht die Eckverbindungsvorrichtung in Explosionsdarstellung;
Fig. 4
in isometrischer Ansicht gemäß Fig. 3 die Eckverbindungsvorrichtung in Spannstellung gemäß Fig. 3;
Fig. 5
in einer weiteren isometrischen Ansicht die Eckverbindungsvorrichtung in Explosionsdarstellung gemäß Fig. 3;
Fig. 6
in einer weiteren isometrischen Ansicht die Eckverbindungsvorrichtung in Spannstellung gemäß Fig. 4;
Fig. 7
in einer isometrischen Ansicht gemäß Fig. 1 die beiden Schalungselemente vor dem Anbringen einer Eckleiste und der Eckverbindungsvorrichtung;
Fig. 8
in einer horizontalen Querschnittsansicht in schematischer Darstellung eine Eckverbindungsvorrichtung an einer Betonwandschalung;
Fig. 9
in einer isometrischen Ansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel der Eckverbindungsvorrichtung in Explosionsdarstellung gemäß Fig. 5;
Fig. 10
in einer isometrischen Ansicht ein Rohr zur Herstellung eines Winkelankers der Eckverbindungsvorrichtung der Fig. 9; und
Fig. 11
in einer isometrischen Ansicht den Winkelanker der Eckverbindungsvorrichtung der Fig. 9.


[0027] Eine Eckverbindungsvorrichtung 1 zum Verbinden von zwei Schalungselementen 2, 3 einer Betonwandschalung (siehe Fig. 1,2 und 8), die unter Bildung einer Außenecke als äußere Schalungselemente rechtwinklig zueinander angeordnet sind, weist zumindest einen Winkelanker 4 mit einer zentralen Ankerbasis 5 und zwei Ankerschenkeln 6 und 7 auf, die sich von der Ankerbasis 5 ausgehend unter einem Winkel von 90° in einer Ebene erstrecken. Jeder Ankerschenkel 6, 7 weist bevorzugt einen rechteckigen Querschnitt auf und ist insbesondere aus einem Rohr mit rechteckigem Querschnitt hergestellt. Die zwei Ankerschenkel 6, 7 sind beispielsweise an der Ankerbasis 5 jeweils in einem 45° Winkel abgeschrägt und miteinander z. B. durch Schweißen fest verbunden. Eine wahlweise vorgesehene Verstärkungsplatte 8 (in Fig. 8 nicht dargestellt), die eine rechtwinklige Innenkontur aufweist, ist an den schmalen Außenflächen 9 der beiden Ankerschenkel 6, 7 angeschweißt und erhöht die Festigkeit des Winkelankers 4 gegen Verformung der beiden Ankerschenkel 6, 7 sowie die Festigkeit der Verbindung der beiden Ankerschenkel 6, 7. Sowohl die Ankerschenkel 6, 7 wie auch die Verstärkungsplatte 8 sind bevorzugt aus Stahl hergestellt. Die Verstärkungsplatte 8 kann in ihrem zentralen breiten Abschnitt 10 Öffnungen 11 aufweisen, die das Gewicht der Verstärkungsplatte 8 reduzieren, die Festigkeit der Verstärkungsplatte 8 aber nicht oder nur unwesentlich verringern. An der zur Außenecke 12 der Ankerbasis 5 gegenüberliegenden Innenecke 13 ist ein flaches Positionierteil 14 an den schmalen Innenwänden oder Innenflächen 15 der beiden Ankerschenkel 6, 7 angeschweißt. Das Positionierteil 14 weist in Draufsicht eine quadratische Form und zweckmäßigerweise eine abgerundete oder abgeschrägte Innenecke 16 auf.

[0028] Jeder Ankerschenkel 6, 7 trägt einen Schieber 17 bzw. 18, der auf dem jeweiligen Ankerschenkel 6, 7 verschiebbar gelagert ist. Jeder Schieber 17 und 18 ist als rechteckiges rohrförmiges Hohlteil mit vier Wänden 19 gebildet, die einen solchen Innenquerschnitt bilden, dass der Schieber 17 bzw. 18 auf dem Ankerschenkel 6, 7 mit geringem Spiel oder weitgehend spielfrei gleiten kann. Aufgrund des Rechteckquerschnitts ist der Schieber 17, 18 auf dem Ankerschenkel 6, 7 drehfest angeordnet. Der Schieber 17, 18 weist eine äußere Abschlusswand 20 mit einer zentralen Öffnung 21 auf, die für den Durchtritt einer Gewindestange 22 vorgesehen ist, die im Inneren jedes Ankerschenkels 6, 7 befestigt ist, zentral in diesem verläuft und aus einer Endöffnung 23 des Ankerschenkels 6, 7 hervorragt, wobei die Gewindestange 22 insbesondere mit einer solchen Länge aus dem Ankerschenkel 6, 7 herausragt, die in etwa der Länge des Schiebers 17, 18 entspricht. Eine Mutter 24 kann im Eingriff mit einem Schraubgewinde 25 der Gewindestange 22 auf diese aufgeschraubt werden. Wenn der Schieber 17, 18 auf den Ankerschenkel 6, 7 aufgesteckt ist und die Gewindestange 22 sich durch die Öffnung 21 in der Abschlusswand 20 erstreckt (Fig. 4 und 6), kann durch die Stellung der Mutter 24 an der Gewindestange 22 die maximale Auszugstellung des Schiebers 17, 18 am Ankerschenkel 6, 7 eingestellt und begrenzt werden.

[0029] Der Schieber 17, 18 weist ein Eingriffselement 26 auf, das z. B. als zylindrischer oder leicht konischer Zapfen gebildet ist, an der schmalen Innenwand 27 des Schiebers 17, 18 fest angebracht ist und einwärts vorsteht.

[0030] Die zwei mit der Eckverbindungsvorrichtung 1 zu verbindenden Schalungselemente 2, 3 einer Betonwandschalung sind derart rechtwinklig zueinander angeordnet (Fig. 1, 2 und 8), dass ihre Schalplatten 28 bzw. 29, die die einer herzustellenden Betonwand zugewandten Innenflächen der Schalungselemente 2, 3 bilden, in einem Inneneck randseitig aneinander angrenzend angeordnet sind. An dem Außeneck der beiden Schalungselemente 2, 3 ist zwischen den beiden rechtwinklig zueinander stehenden Stirnseiten 30 und 31 (Fig. 7) der zwei Rahmenteile 32 und 33 der Schalungselemente 2, 3 eine Eckleiste 34 eingesetzt, die eine nach außen geöffnete 90°-Eckaussparung 35 aufweist. Jedes Schalungselement 2, 3 weist über seine Höhe mehrere Querholme 36 auf (in den Fig. 1,2 und 7 ist jeweils nur ein unterer Querholm 36 dargestellt), der eine Aufnahmeöffnung 37 aufweist, die zur Aufnahme des Eingriffselements 26 der Eckverbindungsvorrichtung 1 vorgesehen und an das Eingriffselement 26 angepasst ist.

[0031] Zum festen Verbinden der beiden Schalungselemente 2, 3 wird jeder Winkelanker 4 der Eckverbindungsvorrichtung 1 in horizontaler Ausrichtung auf Höhe der beiden Querholme 36 an die beiden Schalungsplatten 2, 3 derart angenähert (Fig. 1), dass das Positionierteil 14 vor der 90°-Eckaussparung 35 der Eckleiste 34 positioniert ist. Die Schieber 17, 18 werden jeweils auf den beiden Ankerschenkeln 6, 7 in eine solche Stellung verschoben, dass sie mit ihren Eingriffsteilen 26 vor den Aufnahmeöffnungen 37 in den Querholmen 36 angeordnet sind. Der Winkelanker 4 wird gegen die beiden Schalungselemente 2, 3 bewegt, wobei die Eingriffselemente 26 in die Aufnahmeöffnungen 37 eingeführt werden und die beiden Schieber 17, 18 sich dabei durch Verschieben entlang des jeweiligen Ankerschenkels 6, 7 in ihrer Stellung anpassen (Fig. 2). Das Positionierteil 14 ist nun in der 90°-Eckaussparung 35 der Eckleiste 34 zentriert aufgenommen. Die beiden Muttern 24 werden auf den Gewindestangen 22 gegen die Schieber 17, 18 geschraubt und in Anlage an den beiden Abschlusswänden 20 im Wesentlichen gleichmäßig angezogen, so dass die Schieber 17, 18 die in den Aufnahmeöffnungen 37 aufgenommenen Eingriffselemente 26 an den Querträgern in Richtung zu der Eckleiste 34 spannen und damit die beiden Schalungselemente 2, 3 in ihrer Eckstellung miteinander fest verbinden. Durch den Eingriff des Positionierteils 14 in der 90°-Eckaussparung 35 der Eckleiste 34 ist eine zentrische Verspannung des Winkelankers 4 gewährleistet.

[0032] Durch die entlang der Gewindestange 22 schraubbare Mutter 24 besteht ein entsprechend der freien Länge der Gewindestange 22 großer Verstellbereich des Schiebers 17, 18, so dass die Eckverbindungsvorrichtung bei unterschiedlich großen Abständen der Aufnahmeöffnungen 37 vom Außeneck bzw. von der Eckleiste 34 verwendet werden kann. Bevorzugt sind die Aufnahmeöffnungen 37 in der Mitte der Querholme 36 bzw. der Schalungselemente 2, 3 angeordnet.

[0033] Die Aufnahmeöffnungen 37 können z. B. in den Querholmen 36 eingesetzte insbesondere zylindrische oder konische Hülsen 38 enthalten, die an die jeweiligen Eingriffselemente 26 angepasst sind und eine optimale Kraftübertragung von dem Schieber 17, 18 auf das Schalelement 2, 3 gestatten.

[0034] Grundsätzlich können auch andere Eingriffspaarungen anstatt der beschriebenen Eingriffselemente 26 und Eingriffsöffnungen 37 vorgesehen sein, die eine hohe und sichere Kraftübertragung bereitstellen können.

[0035] Der Winkelanker 4 kann auch als einstückiges Gußteil mit angeformtem Positionierteil 14 gebildet sein. Die Ankerschenkel 6, 7 können anstatt als geschlossene Hohlprofile auch im Querschnitt U-förmig mit nur drei Wänden gebildet sein.

[0036] Die in Eckanordnung positionierten Schalungselemente 2, 3 weisen eine Mehrzahl von insbesondere regelmäßig angeordneten Aufnahmeöffnungen 37 auf. Mehrere solcher Schalungselemente 2, 3 können zum Erstellen einer höheren Betonwandschalung vertikal übereinander angeordnet werden und mit dem jeweils angrenzenden Schalungselement durch mehrere der Eckverbindungsvorrichtungen 1 bzw. der Winkelanker 4 miteinander verbunden, verspannt oder verankert werden.

[0037] Fig. 8 zeigt eine Betonwandschalung 39 mit den beiden äußeren Schalungselementen 2 und 3 gemäß Fig. 2, die eine Schalungsaußenecke 40 bilden und mit der Eckverbindungsvorrichtung 1 mit zumindest einem Winkelanker 4 und der Eckleiste 34 rechtwinklig miteinander verbunden sind. Die beiden äußeren Schalungselemente 2 und 3 sind jeweils mit einem weiteren äußeren Schalungselement 41 bzw. 42 über Klammern oder Schalschlösser 43 in ebenflächiger Anordnung randseitig fest miteinander verbunden und bilden eine äußere Schalung der Betonwandschalung 39. Eine innere Schalung der Betonwandschalung 39 enthält ein Schalungsinneneckelement 44 sowie zwei innere Schalungselemente 45 und 46, die mittels Klammern oder Schalschlössern 43 beidseitig mit dem Schalungsinneneckelement 44 verbunden sind.

[0038] Die äußere Schalung ist mit der inneren Schalung über Ankervorrichtungen 47 miteinander verbunden. Die Ankervorrichtungen 47 halten jeweils die zwei sich gegenüberstehenden Schalungselemente 41 und 45 bzw. 42 und 46 unter Bildung des Zwischenraums 48 auf Abstand und werden mit hohen Zugkräften belastet, wenn in den Zwischenraum 48 eingefüllter flüssiger Beton aufgrund seines Gewichts hohe Druckkräfte auf die beiden sich gegenüberstehenden Schalungselemente 41, 45 bzw. 42, 46 ausüben. Eine solche Ankervorrichtung 47 enthält beispielsweise einen ein Gewinde aufweisenden Ankerstab 49, der sich durch ein Abstandsrohr 50 sowie durch die beiden Schalungselemente 41, 45 bzw. 42, 46 erstreckt und beidseits der Schalungselemente mittels Ankermuttern 52 verspannt ist. Die beiden Schalungselemente 41, 45 bzw. 42, 46 können insbesondere in Querholmen 36 enthaltene Aufnahmeöffnungen 37 aufweisen, wie sie die Schalungselemente 2 und 3 (siehe Fig. 1) enthalten und durch die sich der jeweilige Ankerstab 49 erstreckt. Die DE 10 2014 012 037 A1 zeigt Schalungselemente mit solchen Aufnahmeöffnungen, die sowohl für Ankerstäbe wie auch für die Eingriffselemente 26 der Schieber 17, 18 zu verwenden sind. Grundsätzlich können die Schieber auch andere Eingriffselemente wie Haken oder dergleichen aufweisen, die auch an anderen Stellen wie z. B. an Öffnungen 51 an insbesondere horizontalen Aussteifungen 53 der Schalungselemente 2, 3 angreifen können.

[0039] Im Eckbereich der Betonwandschalung bzw. an der Schalungsaußenecke 40 wird die durch die Betondrucklast auf die äußeren Schalungselemente 2 und 3 einwirkende Kraft, die diese nach außen drückt, von der zumindest einen Eckverbindungsvorrichtung 1 aufgenommen und über den Winkelanker 4 und die Eingriffselemente 26 als Zugkraft in die Schalungselemente 2 und 3 und in die jeweiligen angrenzenden äußeren Schalungselemente 41 und 42 eingeleitet. Dabei gewährleistet die Eckleiste 34, die mittels Schalschlössern 43 mit den beiden angrenzenden Schalungselementen 2, 3 verbunden sein können, die korrekte Eckpositionierung der beiden äußeren Schalungselemente 2 und 3. Im Bereich jedes Schiebers 17 und 18, in dem die Kraft über das Eingriffselement 26 übertragen wird, ist eine gegenseitige Verankerung der äußeren Schalung mit der inneren Schalung über Ankervorrichtungen, die sich wie die weiter entfernt angeordneten Ankervorrichtungen 47 durch den Zwischenraum 48 und folglich durch die hergestellte Betonwand erstrecken, nicht erforderlich.

[0040] Daher kann auf Ankervorrichtungen verzichtet werden, die sich durch die herzustellende Betonwand erstrecken und die z. B. bei einer aus der DE 20 2006 013 331 U1 bekannten Eckverbindungsvorrichtung erforderlich sind (siehe Figur, Ankervorrichtungen mit Spannbolzen 18 und 30 unmittelbar an der Innenecke der beiden Schaltafeln 12 und 16 sowie nahe der Außenecke der beiden Schaltafeln 10 und 14). Neben einer Zeitersparnis bei der Montage der Schaltafeln entfällt auch eine Öffnung in der Betonwand, die durch das den entfernbaren Spannbolzen bzw. Ankerstab umgebende und in der Betonwand eingegossene Abstandsrohr ansonsten entsteht.

[0041] Die beschriebene Eckverbindungsvorrichtung gestattet somit eine sichere Abstützung und Übertragung hoher Spannkräfte, mit denen die beiden aneinander angrenzenden Schalungselemente 2, 3 verspannt werden können, solange noch keine Beton in die Schalung eingefüllt ist, wie auch mit eingefülltem flüssigen Beton. Dabei können im Schalungseckbereich ansonsten zur Kraftabstützung erforderliche Ankervorrichtungen entfallen.

[0042] Grundsätzlich ist die Verwendung der Eckleiste 34 bevorzugt, jedoch kann die Eckverbindungsvorrichtung 1 auch bei zwei sich überlappend angeordneten Schalungselementen 2, 3 (siehe Figur der DE 20 2006 013 331 U1) verwendet werden, wobei der Winkelanker 4 in diesem Fall zweckmäßigerweise ohne innen vorstehendes Positionierteil gebildet ist.

[0043] Fig. 9 zeigt den Winkelanker 4 in einer abgewandelten Ausführungsform. Die zwei Ankerschenkel 6, 7 des Winkelankers 4 sind aus einem Rohr 54 mit rechteckigem Querschnitt gebildet (siehe Fig. 10), bei dem ein 90°-Ausschnitt 55 derart angefertigt ist, dass jeweils 45°-Schnittflächen 56 und 57 an den Innenenden der beiden Ankerschenkel 6, 7 gebildet sind (45°-Winkel der Schnittflächen 56 und 57 bezogen auf die Längsachse des Rohres 54). Die die Außenfläche 9 bildende Außenwand 58 des Rohres 54 bleibt dabei erhalten. Die zwei Ankerschenkel 6, 7 werden um diesen Winkel von 90° unter Bildung der Außenecke 12 in die rechtwinklige Anordnung gemäß Fig. 11 gegeneinander gebogen, in der die beiden Schnittflächen 56 und 57 an der Ankerbasis 5 in einer 45°-Berührungsebene aneinander anliegen. Für eine exakte gegenseitige Positionierung der beiden Ankerschenkel 6 und 7 können an dem einen Ankerschenkel 6 zwei z. B. etwa halbkreisförmige Ausnehmungen 59 und 60 in den beiden zueinander parallelen Rohrwänden 61 und 62 und an dem anderen Ankerschenkel 7 zwei an die Ausnehmungen 59 und 60 angepasste etwa halbkreisförmige Vorsprünge 63 und 64 gebildet sein, die beim gegeneinander gerichteten Biegen der beiden Ankerschenkel 6 und 7 passgenau ineinander eingreifen (Fig. 11).

[0044] Zwei zweckmäßigerweise flächengleiche Verstärkungsplatten 65 und 66 sind im Eckbereich bzw. an der Ankerbasis 5 des Winkelankers 4 beidseits sich gegenüber liegend auf den Rohrwänden 61 und 62 der Ankerschenkel 6 und 7 angeordnet und z. B. durch Verschweißen befestigt. Hierfür kann jede Verstärkungsplatte 65 und 66 zusätzlich zumindest eine Öffnung wie z. B. ein Langloch 67 aufweisen, das über der 45°-Berührungsebene der beiden Ankerschenkel 6 und 7 angeordnet ist und in dem eine Schweißnaht die beiden Ankerschenkel 6, 7 miteinander und mit der jeweiligen Verstärkungsplatte 65 bzw. 66 verbinden kann. Der Außenrand 68 jeder Verstärkungsplatte 65 bzw. 66 verläuft zweckmäßigerweise rechteckig und ist annähernd deckungsgleich zur Außenecke 12 der beiden Ankerschenkel 6, 7 angeordnet oder einwärts etwas zurückgesetzt, so dass die Verstärkungsplatten 65 und 66 jedenfalls nicht nach außen überstehen. Die beiden Verstärkungsplatten 65 und 65 stehen an der Innenecke 13 der beiden Ankerschenkel 6, 7 über diese einwärts hinaus und weisen ein rechteckiges Positionierteil 69 mit einer Innenecke 70 entsprechend dem Positionierteil 14 des ersten Ausführungsbeispiels (siehe Fig. 5) auf.

[0045] Der auf dem jeweiligen Ankerschenkel 6, 7 verschiebbar gelagerte Schieber 17 bzw. 18 ist z. B. aus einem Rohrstück mit an den Ankerschenkel 6, 7 angepasstem Querschnitt gebildet und weist die die Öffnung 21 enthaltende äußere Abschlusswand 20 auf, die z. B. an das Rohrstück angeschweißt ist. Am Ende jedes Ankerschenkels 6, 7 ist in der Endöffnung 23 eine Mutter 71 zentral eingesetzt und am Ankerschenkel 6, 7 fest angebracht. Für eine passgenaue Anbringung können z. B. die beiden Rohrwände 61 und 62 zwei sich gegenüberliegende Aussparungen 72 und 73 aufweisen, in die die Mutter 71 eingesetzt ist und an der jeweiligen Rohrwand 61 bzw. 62 verschweißt ist.

[0046] Eine Gewindestange 74 ist durch die Öffnung 21 gesteckt. Die Gewindestange 74 weist einen Schraubkopf 75 auf, der drehfest an der Gewindestange 74 angebracht ist und mit dem die Gewindestange 74 nach dem Aufsetzen des Schiebers 17, 18 auf den Ankerschenkel 6, 7 in die jeweiligen Mutter 71 eingeschraubt werden kann. Durch die Stellung des Schraubkopfes 75 relativ zur Mutter 71, d. h. durch den Abstand zwischen dem Schraubkopf 75 und der Mutter 71, kann die maximale Auszugstellung des Schiebers 17, 18 am Ankerschenkel 6, 7 eingestellt und begrenzt werden. Die Funktion dieses in den Fig. 9 bis 11 dargestellten Winkelankers 4 gleicht derjenigen des ersten Ausführungsbeispiels des Winkelankers 4, wobei die Mutter 71 dessen Gewindestange 22 am Ankerschenkel 6, 7 und die Gewindestange 74 mit dem Schraubkopf 75 die Mutter 24 ersetzt.

[0047] Die in der Beschreibung und anhand der Ausführungsbeispiele sowie in den Figuren offenbarten einzelnen Merkmale der Erfindung können in beliebigen technisch zweckmäßigen Anordnungen und Gestaltungen mit dem Erfindungsgegenstand in seiner allgemeinen Form kombiniert werden.
Bezugszeichenliste
1 Eckverbindungsvorrichtung 31 Stirnseite
2 Schalungselement 32 Rahmenteil
3 Schalungselement 33 Rahmenteil
4 Winkelanker 34 Eckleiste
5 Ankerbasis 35 Eckaussparung
6 An kerschen kel 36 Querholm
7 An kerschen kel 37 Aufnahmeöffnung
8 Verstärkungsplatte 38 Hülse
9 Außenfläche 39 Betonwandschalung
10 Abschnitt 40 Schalungsaußenecke
11 Öffnung 41 äußeres Schalungselement
12 Außenecke 42 äußeres Schalungselement
13 Innenecke 43 Schalschloss
14 Positionierteil 44 Schalungsinneneckelement
15 Innenfläche 45 inneres Schalungselement
16 Innenecke 46 inneres Schalungselement
17 Schieber 47 Ankervorrichtung
18 Schieber 48 Zwischenraum
19 Wand 49 Ankerstab
20 Abschlusswand 50 Abstandsrohr
21 Öffnung 51 Öffnung
22 Gewindestange 52 Ankermutter
23 Endöffnung 53 Aussteifung
24 Mutter 54 Rohr
25 Schraubgewinde 55 Ausschnitt
26 Eingriffselement 56 Schnittfläche
27 Innenwand 57 Schnittfläche
28 Schalplatte 58 Außenwand
29 Schalplatte 59 Ausnehmung
30 Stirnseite 60 Ausnehmung
61 Rohrwand 69 Positionierteil
62 Rohrwand 70 Innenecke
63 Vorsprung 71 Mutter
64 Vorsprung 72 Aussparung
65 Verstärkungsplatte 73 Aussparung
66 Verstärkungsplatte 74 Gewindestange
67 Langloch 75 Schraubkopf
68 Außenrand    



Ansprüche

1. Eckverbindungsvorrichtung (1) einer Betonwandschalung mit zwei Schalungselementen (2, 3), die mittels der Eckverbindungsvorrichtung (1) in einer eine Schalungsaußenecke (40) bildenden Anordnung miteinander verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Eckverbindungsvorrichtung (1) zumindest einen Winkelanker (4) mit einer Ankerbasis (5) und mit zwei sich von der Ankerbasis (5) insbesondere rechtwinklig erstreckenden Ankerschenkeln (6, 7) aufweist, die jeweils einem der beiden Schalungselemente (2, 3) zugeordnet sind, dass an jedem Ankerschenkel (6, 7) ein Schieber (17, 18) bewegbar gelagert und entlang dem Ankerschenkel (6, 7) verstellbar ist,
dass jeder Schieber (17, 18) ein Eingriffselement (26) aufweist, das zum Eingriff an einer zugeordneten Eingriffsaufnahme (37) an dem jeweiligen Schalungselement (2, 3) gebildet ist, und
dass jeder Schieber (17, 18) entlang dem zugehörigen Ankerschenkel (6, 7) in Spannstellungen festlegbar ist.
 
2. Eckverbindungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schieber (17, 18) an seinem Ankerschenkel (6, 7) ausschließlich linear verschiebbar geführt ist.
 
3. Eckverbindungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
entweder eine Gewindestange (22) am Ankerschenkel (6, 7) in Verschieberichtung des Schiebers (17, 18) fest angeordnet ist, an der eine Spanneinheit oder eine Mutter (24) zum Verspannen des Schiebers (17, 18) im Eingriff ist
oder eine Mutter (71) am jeweiligen Ankerschenkel (6, 7) angebracht ist, an der eine Spanneinheit oder Gewindestange (74) mit Schraubkopf (75) zum Verspannen des Schiebers (17, 18) im Eingriff ist.
 
4. Eckverbindungsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (17, 18) eine Abschlusswand (20) mit einer Öffnung (21) aufweist, durch die sich entweder die fest am Ankerschenkel (6, 7) angeordnete Gewindestange (22) erstreckt und an der die Mutter (24) in Spanneingriff ist oder die Gewindestange (74) zum Eingriff mit der feststehenden Mutter (71) des Ankerschenkels (6, 7) erstreckt und an der der Schraubkopf (75) in Spanneingriff ist.
 
5. Eckverbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Innenecke (13) der Ankerbasis (5) des Winkelankers (4) ein einwärts vorstehendes Positionierteil (14, 69) angeordnet ist.
 
6. Eckverbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselement (26) ein vom Schieber (17, 18) zapfen- oder stiftförmig vorstehendes und insbesondere zylindrisch oder konisch geformtes Teil ist.
 
7. Eckverbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Verstärkung der Ankerbasis (5) eine Verstärkungsplatte (8) die Ankerbasis (5) außenseitig umgreift und mit den Ankerschenkeln (6, 7) fest verbunden ist und/oder zumindest eine Verstärkungsplatte (65, 66) flächig auf den Ankerschenkeln (6, 7) befestigt ist.
 
8. Eckanordnung von Schalungselementen einer Betonwandschalung, die
unter Bildung einer Schalungsaußenecke (40) zueinander winklig angeordnet sind und mittels einer an den äußeren Schalungselementen (2, 3) außenseitig angeordneten Eckverbindungsvorrichtung (1) miteinander verspannbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Eckverbindungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 gebildet ist.
 
9. Eckanordnung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Schalungsaußenecke (40) eine Eckleiste (34) an den Stirnseiten (30, 31) der Schalungselemente (2, 3) angeordnet ist, an der ein bzw. das Positionierteil (14, 69) des Winkelankers (4) im Halteeingriff ist.
 
10. Eckanordnung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Eingriffsaufnahmen (37) oder Aufnahmeöffnungen für die Eingriffselemente (26) der Schieber (17, 18) insbesondere zylindrische oder konische Einsätze oder Hülsen (38) enthalten, die an die jeweiligen Eingriffselemente (26) angepasst sind.
 
11. Eckanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Eingriffsaufnahmen (37) oder Aufnahmeöffnungen an einer Tragstruktur des Schalungselements (2, 3), insbesondere an einem Querholm (36) des Schalungselements (2, 3), gebildet sind.
 
12. Eckanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass jedes der beiden äußeren Schalungselemente (2, 3) zumindest im Bereich des Winkelankers (4) frei von einer eine Ankervorrichtung aufweisenden Ankerverbindung mit einem jeweils zugeordneten inneren Schalungselement (41, 42) oder einem die inneren Schalungselemente (41, 42) verbindenden Schalungsinneneckelement (44) ist.
 
13. Eckanordnung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der Bereich ohne Ankerverbindung an den beiden äußeren Schalungselementen (2, 3) über die 1-fache bis 3-fache Länge der Ankerschenkel (6, 7) des Winkelankers (4) erstreckt.
 
14. Eckanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Breite zumindest eines der beiden äußeren Schalungselemente (2, 3) mit der Länge des zugeordneten Ankerschenkels des Winkelankers (4) übereinstimmt.
 




Zeichnung





































Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente