[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0003] Signallichtfunktionen von Kraftfahrzeugen, wie zum Beispiel Tagfahrlicht, Positionslicht,
Blinklicht, Rücklicht und Bremslicht sollen heutzutage nicht mehr nur mit Leuchten
erfüllt werden, die ein rundes oder rechteckiges Erscheinungsbild besitzen, sondern
sie sollen auch mit komplexeren Formen verwirklicht werden können und dabei eine bestimmte,
gleichmäßige Helligkeitsverteilung über ihrer leuchtenden Fläche aufweisen. Gleichmäßige
Helligkeitsverläufe lassen sich mit stabförmigen Lichtleitern erzielen, wie sie aus
der
WO 1998033008 A1 bekannt sind.
[0004] Bei der industriellen Fertigung von Lichtleitern kommt meist das Spritzgießverfahren
zum Einsatz. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit sind dabei die erreichbaren Durchmesser
der Lichtleiter limitiert. Dadurch können mit einem einzelnen Lichtleiter nur schmale,
längliche Leuchten, beziehungsweise schmale, längliche Konturen wirtschaftlich erzeugt
werden.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Angabe einer Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung
der eingangs genannten Art, mit der sich auch breitere Erscheinungsbilder verwirklichen
lassen, die kollimiertes Licht abgibt, und deren Leuchtdichteverteilung (Helligkeitsverteilung)
beim Entwurf der Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung variierbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erfüllt. Die Erfindung unterscheidet
sich von dem eingangs genannten Stand der Technik dadurch, dass der Lichtleiter einen
wallartigen Vorsprung aufweist, der aus der dem Reflektor zugewandten Seite des Lichtleiters
herausragt und entlang des langgestreckten Lichtleiters verläuft, wobei ein Teil der
Oberfläche des wallartigen Vorsprungs als sekundäre Lichtaustrittsfläche dient.
[0007] Durch den längs des Lichtleiters verlaufenden Reflektor, seine Beleuchtung durch
den Lichtleiter und die an ihm erfolgende Umlenkung des Lichtes setzt sich die insgesamt
leuchtende Fläche aus der Teilfläche des Lichtleiters, aus der das erste Lichtbündel
austritt, und der Fläche des Reflektors, von der Licht in die erste Hauptabstrahlrichtung
ausgeht zusammen, so dass sich insgesamt eine breitere leuchtende Fläche ergibt als
sie allein mit dem Lichtleiter erzielbar wäre. Durch die Dichte der Anordnung der
Störstellen und die Abmessungen der Störstellen lässt sich die Menge des austretenden
Lichtes beim Entwurf einstellen. Durch den wallartigen Vorsprung, der aus der dem
Reflektor zugewandten Seite des Lichtleiters herausragt und der entlang des langgestreckten
Lichtleiters verläuft, wobei ein Teil der Oberfläche des wallartigen Vorsprungs als
sekundäre Lichtaustrittsfläche dient, lässt sich die sekundäre Lichtaustrittsfläche
so anordnen, dass sie in einem zur Längserstreckung des Lichtleiters senkrechten Querschnitt
quer zu dem an den zweiten Störstellen umgelenkten Licht steht. Als Folge kann dieses
Licht über die zweite Lichtaustrittsfläche austreten und den Reflektor beleuchten,
so dass sich das gewünschte breitere Erscheinungsbild ergibt. Dadurch, dass die sekundäre
Lichtaustrittsfläche ein Teil der Oberfläche des wallartigen Vorsprungs ist, lässt
sich diese Fläche so gestalten, dass der Reflektor in einer gewünschten Weise, zum
Beispiel gleichmäßig hell, beleuchtet wird, ohne dafür die die übrige Form des Lichtleiters
verändern zu müssen.
[0008] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0009] Eine bevorzugte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die lichtumlenkenden
Störstellen der weiteren Reihe die gleiche Ausrichtung besitzen wie die lichtumlenkenden
Störstellen der ersten Reihe von lichtumlenkenden Störstellen.
[0010] Bevorzugt ist auch, dass die erste Reihe von lichtumlenkenden Störstellen in einem
zentralen Bereich der Rückseite des Lichtleiters verlaufend angeordnet ist.
[0011] Bevorzugt ist auch, dass die wenigstens eine weitere Reihe parallel zur ersten Reihe
verläuft.
[0012] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Reihe
von Störstellen parallel und in zwei Richtungen versetzt zu der ersten Reihe 18 von
Störstellen verläuft.
[0013] Bevorzugt ist auch, dass die Störstellen in die Rückseite eingeformte und schräg
zur Hauptlichtausbreitungsrichtung ausgerichtete Flächenelemente sind.
[0014] Bevorzugt ist auch, dass die primäre Lichtaustrittsfläche und die sekundäre Lichtaustrittsfläche
konvex gewölbt sind.
[0015] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die primäre
Lichtaustrittsfläche ein Teil der Vorderseite insbesondere ein zentraler Teil der
Vorderseite ist.
[0016] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die reflektierende
Oberfläche des Reflektors eine spiegelnde Beschichtung, insbesondere eine metallische
Beschichtung aufweist oder eine weiße Oberfläche ist oder die Farbe einer Signalfunktion
der Beleuchtungseinrichtung besitzt.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Dabei bezeichnen gleiche Bezugszeichen
in verschiedenen Figuren jeweils gleiche oder zumindest ihrer Funktion nach vergleichbare
Elemente. Es zeigen, jeweils in schematischer Form:
- Figur 1
- eine bekannte Anordnung eines langestreckten Lichtleiters und einer Lichtquelle;
- Figur 2
- eine Ansicht einer Anordnung aus einem Lichtleiter und einem Reflektor eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung; und
- Figur 3
- einen seitlichen Querschnitt einer Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung, die eine
Anordnung gemäß der Figur 2 aufweist.
[0018] Im Einzelnen zeigt die Figur 1 eine Seitenansicht eines langgestreckten Lichtleiters
1 zusammen mit einer Lichtquelle 2. Die Lichtquelle 2 ist an einer Stirnseite 3 des
Lichtleiters 1 angeordnet und strahlt ihr Licht in einem auf die Stirnseite 3 des
Lichtleiters 1 gerichteten Bündel ab. Die Hauptabstrahlrichtung der Lichtquelle entspricht
dabei bevorzugt der Richtung, in der sich der Lichtleiter 1, von seiner als Lichteintrittsfläche
dienenden Stirnseite 3 ausgehend, zunächst erstreckt. In der Figur 1 ist dies die
x-Richtung. Beim Eintreten des Lichtbündels in den Lichtleiter 1 verringert sich der
Bündelquerschnitt. Dies trägt dazu bei, dass die Lichtstrahlen an glatten Wänden des
Lichtleiters 1 interne Totalreflexionen erfahren. Als Folge kann das Licht im Lichtleiter
1 praktisch verlustlos weitergeleitet werden, solange die Bedingungen für eine interne
Totalreflexion erfüllt sind.
[0019] Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, erstreckt sich der Lichtleiter 1 in der mittleren
Lichttransportrichtung, die in der Figur 1 die x-Richtung ist, über eine Länge, die
ein Mehrfaches seiner Breite in y-Richtung entspricht. Dies soll analog auch für seine
in der Figur 1 nicht dargestellte z-Richtung gelten und einen langgestreckten Lichtleiter
charakterisieren: Ein langgestreckter Lichtleiter zeichnet sich dadurch aus, dass
seine Länge in der mittleren Lichttransportrichtung ein Mehrfaches, insbesondere mindestens
ein Dreifaches seiner Abmessungen in quer zu seiner mittleren Lichttransportrichtung
liegenden Richtungen ist. Der Lichtleiter der Figur 1 weist eine als Lichtaustrittsseite
dienende Vorderseite 4 und eine der Vorderseite 4 gegenüberliegende Rückseite 5 auf.
In der Rückseite 5 befinden sich Störstellen 6, die zum Beispiel in die Rückseite
eingeformte Prismen sind. Diese Störstellen 6 lenken einfallendes Licht so steil zu
der Vorderseite 4 um, dass dieses Licht dort die Bedingungen für eine interne Totalreflexion
nicht mehr erfüllt und aus dem Lichtleiter 1 austritt.
[0020] Die Figur 2 bezieht sich auf ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und zeigt eine
Anordnung aus einem langgestreckten, stabförmigen Lichtleiter 10 und einem ebenfalls
langgestreckten Reflektor 12 von schräg hinten. Der Lichtleiter 10 weist eine als
primäre Lichtaustrittsfläche dienende Vorderseite 15 auf, von der in der Figur 2 nur
eine Kante sichtbar ist. In seiner der Vorderseite 15 gegenüberliegenden Rückseite
16 weist der langgestreckte Lichtleiter 10 eine erste Reihe 18 von lichtumlenkenden
Störstellen und wenigstens eine weitere Reihe 20 von lichtumlenkenden Störstellen
auf. Durch die Positionierung der Störstellen auf der Rückseite 16 des Lichtleiters
10 sind diese aus der Hauptrichtung nicht sichtbar.
[0021] Die erste Reihe 18 von lichtumlenkenden Störstellen ist in einem zentralen Bereich
der Rückseite 16 des Lichtleiters 10 verlaufend angeordnet. Auf beiden Seiten der
ersten Reihe 18 von lichtumlenkenden Störstellen schließen sich an den Lichtleiter
10 seitlich begrenzende glatte Lichtleitflächen 22, 24 an. Dabei erweitert sich der
von diesen Lichtleitflächen 22, 24 begrenzte Querschnitt des Lichtleiters 10 von der
ersten Reihe 18 lichtumlenkender Störstellen ausgehend mit zunehmender Annäherung
an die als primäre Lichtaustrittsfläche dienende Vorderseite 15. Die Vorderseite 15
ist daher breiter als die erste Reihe 18 lichtumlenkender Störstellen. Eine erste
Lichtleitfläche 22 der beiden Lichtleitflächen 22, 24 begrenzt den Lichtleiter 10
auf seiner dem Reflektor 12 zugewandten ersten Seite. Eine zweite Lichtleitfläche
24 der beiden Lichtleitflächen 22, 24 begrenzt den Lichtleiter 10 auf der dem Reflektor
12 abgewandten zweiten Seite des Lichtleiters 10.
[0022] Die zweite Lichtleitfläche 24 besitzt ein der ersten Reihe 18 von Störstellen zugewandtes
Ende 24.1 und ein diesem Ende 24.1 gegenüberliegendes Ende 24.2. An dieses gegenüberliegende
Ende 24.2 schließt sich die zweite Reihe 20 von Störstellen an. Die zweite Reihe 20
von Störstellen verläuft parallel und in zwei Richtungen versetzt zu der ersten Reihe
18 von Störstellen. Die beiden Richtungen sind in der Darstellung der Figur 1 die
y-Richtung und die z-Richtung, die zur lokalen Längserstreckungsrichtung x senkrecht
sind. Das in der Figur 1 angegebene Koordinatensystem ist ein mit der mittleren Lichttransportrichtung
mitgeführtes Dreibein, wobei die x-Richtung immer die mittlere Lichttransportrichtung
angibt. Dabei besitzen die lichtumlenkenden Störstellen der ersten Reihe 18 und der
zweiten Reihe 20 die gleiche Ausrichtung. Die Störstellen sind zum Beispiel in die
Rückseite eingeformte und schräg zur Hauptlichtausbreitungsrichtung ausgerichtete
Flächenelemente. Unter einer gleichen Ausrichtung wird dabei verstanden, dass die
Flächennormalen dieser Flächenelemente in die gleiche Richtung weisen. Dies trägt
zu einer guten Entformbarkeit bei einer Herstellung des Lichtleiters durch Spritzgießen
bei.
[0023] An den Störstellen der ersten Reihe umgelenktes Licht tritt über die primäre Lichtaustrittsfläche,
also aus der Vorderseite 15, als ein eine erste Hauptabstrahlrichtung aufweisendes
Lichtbündel 32 aus.
[0024] An den Störstellen der weiteren Reihe umgelenktes Licht tritt letztlich über eine
sekundäre Lichtaustrittsfläche 37 als ein (zunächst) eine weitere Hauptabstrahlrichtung
aufweisendes weiteres Lichtbündel 34 aus.
[0025] Der Reflektor 12 ist so angeordnet und geformt, dass er von dem weiteren Lichtbündel
34 beleuchtet wird und das weitere Lichtbündel 34 so umlenkt, dass die Hauptausbreitungsrichtung
des in dem weiteren Lichtbündel 34 propagierenden Lichtes nach der am Reflektor 12
erfolgenden Umlenkung eine größere Übereinstimmung mit der ersten Hauptausbreitungsrichtung
als vor der Umlenkung besitzt. Mit anderen Worten: Der Reflektor 12 lenkt das weitere
Bündel 34 in die Richtung des ersten Lichtbündels 32 um. Der Reflektor ist insbesondere
so geformt und angeordnet, dass er aus der Hauptausbreitungsrichtung des Lichtes im
weiteren Lichtbündel her einfallendes Licht in die Hauptausbreitungsrichtung des im
ersten Lichtbündel propagierenden Lichtes reflektiert. In einer bevorzugten Ausgestaltung
besitzt die von dem weiteren Lichtbündel beleuchtete Fläche des Reflektors in zur
Längserstreckung des Reflektors quer liegenden Querschnitten des Reflektors eine konkave
Form. Bei einer Ausgestaltung der von dem weiteren Lichtbündel beleuchteten Fläche
des Reflekors als
[0026] Spiegelfläche ergibt sich ein Hohlspiegelreflektor.
[0027] Figur 3 zeigt einen seitlichen Querschnitt eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung 26, die eine Anordnung gemäß der Figur 2 aufweist.
[0028] Im Einzelnen zeigt die Figur 3 eine Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung 26 mit einem
Gehäuse 28 und einer Lichtaustrittsöffnung, die von einer transparenten Abdeckscheibe
30 abgedeckt wird.
[0029] Im Inneren des Gehäuses 28 befindet sich die in Figur 2 abgebildete Anordnung aus
dem Lichtleiter 10 und dem Reflektor 12. Die Hauptlichtausbreitungsrichtung des im
Lichtleiter 10 propagierenden Lichtes folgt der langgestreckten Form des Lichtleiters
10 und steht in dieser Ansicht senkrecht zur Zeichnungsebene. Die in der Figur 3 dargestellten
Lichtstrahlen stellen jeweils in der Zeichnungsebene liegende Richtungskomponenten
von Lichtstrahlen dar.
[0030] An den Störstellen der zentral angeordneten ersten Reihe 18 umgelenktes Licht tritt
über eine primäre Lichtaustrittsfläche 14 aus, die ein Teil der Vorderseite 15, insbesondere
ein zentraler Teil der Vorderseite 15 ist. Das dort austretende Licht bildet ein eine
erste Hauptabstrahlrichtung aufweisendes Lichtbündel 32. Die primäre Lichtaustrittsfläche
14 ist bevorzugt konvex gewölbt, so dass das dort austretende Lichtbündel 32 beim
Austritt eine Verringerung seines Öffnungswinkels erfährt.
[0031] An den Störstellen der zweiten Reihe 20 von Störstellen umgelenktes Licht tritt über
eine Oberfläche eines wallartigen Vorsprungs 36 des Lichtleiters 10 aus. Der wallartige
Vorsprung 36 ragt aus der dem Hohlspiegel 12 zugewandten Seite des Lichtleiters 10
heraus und verläuft entlang des langestreckten Lichtleiters 10. In dem Querschnitt,
der in der Figur 3 dargestellt ist, ändert sich die Krümmungsrichtung der Kontur beim
Übergang von dem konvex gewölbten Teil der Vorderseite 15 in einen zunächst konkav
gewölbten Übergangsbereich 17, an den sich eine weitere konvexe Wölbung anschließt.
Der Bereich der konvexen Wölbung (oder ein Teilbereich davon) bildet eine Kontur der
Lichtaustrittsfläche 37. Die Lichtaustrittsfläche 37 schließt sich mit einer Kante
an die erste Lichtleitfläche 22 an. Ein Teil der Oberfläche des wallartigen Vorsprungs
gehört zu der Vorderseite 15 des Lichtleiters 10. Ein weiterer Teil der Oberfläche
des wallartigen Vorsprungs 36 gehört zur Rückseite des Lichtleiters 10. Ein Teil der
Oberfläche des wallartigen Vorsprungs 36 dient als sekundäre Lichtaustrittsfläche
37, über die ein eine weitere Hauptabstrahlrichtung aufweisendes weiteres Lichtbündel
34 austritt. Die weitere Hauptabstrahlrichtung ist von der ersten Hauptabstrahlrichtung
verschieden und schließt mit dieser in der Zeichnungsebene bevorzugt einen Winkel
α von 90° bis 150°, insbesondere einen Winkel von 80° bis 140° und besonders bevorzugt
einen Winkel von 70° bis 130° ein. Dies gilt nur für das aus dem Lichtleiter 10 ausgetretene
und noch nicht am Reflektor 10 umgelenkte Licht.
[0032] Aufgrund der seitlich zu der zentralen Anordnung der ersten Reihe 18 von Störstellen
versetzten Anordnung der zweiten Reihe 20 von Störstellen und der konvexen Wölbung
der Vorderseite 15 trifft das an den Störstellen der zweiten Reihe 20 zur Vorderseite
15 des Lichtleiters 10 umgelenkte Licht flacher auf die Vorderseite 15 auf als Licht,
das an den Störstellen der ersten 18 Reihe zur Vorderseite 15 umgelenkt wird. Im Gegensatz
zu dem von der ersten Reihe 18 umgelenkten Licht, das aufgrund seines steilen Auftreffens
auf die Vorderseite 15 dort austritt, erfährt das an den Störstellen der zweiten Reihe
20 umgelenkte Licht an der Vorderseite 15 noch interne Totalreflexionen, die es letztlich
auf den gegenüberliegenden Rand der Vorderseite 15 richten. Dieser Rand ist in Form
des wallartigen Vorsprungs so ausgestaltet, dass das dort eintreffende und letztlich
von den Störstellen der zweiten Reihe 20 ausgehende Licht dort so steil auftrifft,
dass es dort aus dem Lichtleiter 10 austritt und auf den Reflektor 12 fällt. Die Ausgestaltung
der konkaven Übergangsfläche 17 erlaubt eine Beeinflussung des über die sekundäre
Lichtaustrittsfläche 37 austretenden und anschließend auf den Reflektor 12 einfallenden
Lichtbündels.
[0033] Der längs des langgestreckten Lichtleiters 10 verlaufende und dem wallartigen Vorsprung
36 zugewandt verlaufende Reflektor 12 ist durch seine Anordnung und Form dazu eingerichtet,
das weitere Lichtbündel 34 so umzulenken, dass die Hauptausbreitungsrichtung des in
dem weiteren Lichtbündel 34 propagierenden Lichtes nach der am Reflektor 12 erfolgenden
Umlenkung eine größere Übereinstimmung mit der ersten Hauptausbreitungsrichtung als
vor der Umlenkung besitzt.
[0034] Damit der Reflektor 12 gleichmäßig ausgeleuchtet wird, muss die sekundäre Lichtaustrittsfläche
37, also der dem Reflektor 12 zugwandte Teil der Oberfläche des wallartigen Vorsprungs
36 in geeigneter Form gestaltet werden.
[0035] Dazu existieren verschiedene Verfahren. Man kann beispielsweise die sekundäre Lichtaustrittsfläche
37 in bestimmte Abschnitte unterteilen, die sich dadurch auszeichnen, dass jeder dieser
Abschnitte einen bestimmten Bereich der reflektierenden Oberfläche des Reflektors
12 beleuchtet. Die Unterteilung erfolgt bevorzugt so, dass alle Bereiche des Reflektors
ähnlich hell erscheinen.
[0036] Dazu müssen die Abschnitt der sekundären Lichtaustrittsfläche jeweils entsprechend
so geneigt angeordnet sein, dass das Licht in die richtige Richtung umgelenkt wird,
und die Flächen der Abschnitte müssen so gekrümmt sein, dass der einem Abschnitt jeweils
zugeordnete Bereich des Reflektors 12 vollständig beleuchtet wird. Je kleiner die
Abschnitte gewählt werden, umso gleichmäßiger wird der Reflektor 12 beleuchtet. In
einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die Abschnitte eine Kissenform oder eine Walzenform
auf.
[0037] Im Querschnitt des Lichtleiters 10 ist die primäre Lichtauskoppelfläche, jeweils
von Krümmungen der Flächen abgesehen, annähernd parallel zur sekundären Lichtauskoppelfläche.
Das bedeutet in anderen Worten, dass die primäre Lichtauskoppelfläche 14 wenigstens
eine Tangente 14.1 aufweist, die zu einer Tangente 37.1 der sekundären Lichtaustrittsfläche
37 parallel ist. Die Tangente 37.1 schließt mit der Hauptabstrahlrichtung des ersten
Lichtbündels 32 bevorzugt einen rechten Winkel ein. Bevorzugt ist auch, dass die Tangenten
14.1 und 37.1 mit der der Längserstreckung des Lichtleiters folgenden Richtung ebenfalls
einen rechten Winkel einschließen. Weiter ist bevorzugt, dass die Tangente 14. 1 die
primäre Lichtaustrittsfläche 14 in einem zentralen Punkt berührt, der der ersten Reihe
18 von Störstellen in der Hauptabstrahlrichtung des ersten Lichtbündels 32 gegenüber
liegt.
[0038] Die reflektierende Oberfläche des Reflektors 12 weist in einer bevorzugten Ausgestaltung
eine spiegelnde Beschichtung, insbesondere eine metallische Beschichtung auf. In einer
weiteren Ausgestaltung ist die vom Lichtleiter 10 aus beleuchtete Fläche des Reflektors
12 eine weiße Oberfläche. Alternativ dazu besitzt die vom Lichtleiter 10 aus beleuchtete
Fläche des Reflektors 12 die Farbe der Signalfunktion der Leuchte, also zum Beispiel
weiß für Tagfahrlicht und Positionslicht, gelb für Blinklicht und rot für Bremslicht
und Schlusslicht. Die Oberflächenbeschaffenheit kann jeweils glänzend oder matt sein
oder auch wenigstens einen glänzenden Teilbereich und einen matten Teilbereich aufweisen.
1. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (26), mit einem langgestreckten Lichtleiter (10),
der eine erste Reihe (18) von lichtumlenkenden Störstellen und wenigstens eine weitere
Reihe (20) von lichtumlenkenden Störstellen aufweist, wobei an den Störstellen der
ersten Reihe (18) umgelenktes Licht über eine primäre Lichtaustrittsfläche (14) des
Lichtleiters (10) als ein eine erste Hauptabstrahlrichtung aufweisendes erstes Lichtbündel
(32) austritt und wobei an den Störstellen der weiteren Reihe (20) umgelenktes Licht
über eine sekundäre Lichtaustrittsfläche (37) als ein eine weitere Hauptabstrahlrichtung
aufweisendes weiteres Lichtbündel (34) austritt, wobei die Beleuchtungseinrichtung
(26) einen längs des langgestreckten Lichtleiters (10) verlaufenden und vom weiteren
Lichtbündel beleuchteten Reflektor (12) aufweist, der das weitere Lichtbündel (34)
so umlenkt, dass die Hauptausbreitungsrichtung des in dem weiteren Lichtbündel (34)
propagierenden Lichtes nach der am Reflektor (12) erfolgenden Umlenkung eine größere
Übereinstimmung mit der ersten Hauptausbreitungsrichtung als vor der Umlenkung besitzt,
dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtleiter einen wallartigen Vorsprung (36) aufweist, der aus der dem Hohlspiegel
(12) zugewandten Seite des Lichtleiters (10) herausragt und entlang des langgestreckten
Lichtleiters (10) verläuft, wobei ein Teil der Oberfläche des wallartigen Vorsprungs
(36) als sekundäre Lichtaustrittsfläche (37) dient.
2. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (26) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtumlenkenden Störstellen der weiteren Reihe (20) die gleiche Ausrichtung
besitzen wie die lichtumlenkenden Störstellen der ersten Reihe (18) von lichtumlenkenden
Störstellen.
3. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (26) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Reihe (18) von lichtumlenkenden Störstellen in einem zentralen Bereich
der Rückseite (16) des Lichtleiters (10) verlaufend angeordnet ist.
4. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (26) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine weitere Reihe (20) parallel zur ersten Reihe (18) verläuft.
5. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (26) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Reihe (20) von Störstellen parallel und in mindestens einer Richtung versetzt
zu der ersten Reihe (18) von Störstellen verläuft.
6. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (26) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Störstellen in die Rückseite (16) eingeformte und schräg zur Hauptlichtausbreitungsrichtung ausgerichtete Flächenelemente sind.
7. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (26) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die primäre Lichtaustrittsfläche (14) und die sekundäre Lichtaustrittsfläche (37)
konvex gewölbt sind.
8. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (26) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die primäre Lichtaustrittsfläche (14) ein Teil der Vorderseite (15), insbesondere ein zentraler Teil der Vorderseite (15) ist.
9. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (26) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine reflektierende Oberfläche des Reflektors (12) eine spiegelnde Beschichtung,
insbesondere eine metallische Beschichtung aufweist oder eine weiße Oberfläche ist
oder die Farbe einer Signalfunktion der Beleuchtungseinrichtung besitzt.
10. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (26) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Reihe (20) von Störstellen und die sekundäre Lichtaustrittsfläche (37)
auf einander gegenüber liegenden Seiten des langgestreckten Lichtleiters (10) angeordnet
sind, wobei die weitere Reihe(20) von Störstellen auf einer Längsseite der ersten
Reihe (18) von Störstellen liegt und die sekundäre Lichtaustrittsfläche (37) auf der
anderen Längsseite der ersten Reihe (18) von Störstellen liegt.
11. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (26) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die primäre Lichtaustrittsfläche (14) zwischen der weiteren Reihe (20) von Störstellen
und der sekundären Lichtaustrittsfläche (37) liegt und dass die weitere Reihe (20)
von Störstellen, die primäre Lichtaustrittsfläche (14) und die sekundäre Lichtaustrittsfläche
(37) relativ zueinander so angeordnet sind, dass die Störstellen der weiteren Reihe
(20) von Störstellen auf sie einfallendes Licht so auf die primäre Lichtaustrittsfläche
(14) richten, dass dieses Licht dort interne Totalreflexionen erfährt, durch die das
Licht zur sekundären Lichtaustrittsfläche gerichtet wird.