[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Feuerfestschutzsegment für eine Feuerfestschutzauskleidung
zum Befestigen an einer Heizgasbehälterwand, wobei das Feuerfestschutzsegment eine
Aufnahme aufweist, über die das Feuerfestschutzsegment mittel- oder unmittelbar mit
der Heizgasbehälterwand in Formschluss bringbar ist, wobei das Feuerfestschutzsegment
sich in eine Richtung Y und in eine im Wesentlichen rechtwinklig zur Richtung Y verlaufende
Richtung Z erstreckt und mindestens zwei Feuerfestschutzblöcke aufweist, die im Wesentlichen
in der Richtung Y übereinander liegen, wobei die Feuerfestschutzblöcke je eine Vorderseite
und je eine Rückseite in Bezug auf eine Richtung X aufweisen, wobei die Richtung X
im Wesentlichen rechtwinklig zur Richtung Z ist, wobei die Rückseite der Heizgasbehälterwand
zuwendbar ist.
[0002] Es ist bereits ein Schutzelement aus feuerfestem Material aus der
DE 10 2013 018 936 A1 bekannt. Das Schutzelement ist dabei über einen Anker an der Ofenwand befestigt und
weist zwei Ausnehmungen auf, die zur Aufnahme hervorstehender Rohre der Ofenwand dienen.
[0003] Die
WO 2015/001517 A1 zeigt ein Schutzsegment, bei dem jeweils ein Feuerfestschutzblock über vier Befestigungselemente
direkt mit der Gehäusewand einer Gasturbine verbunden ist. Die Befestigungselemente
stehen jeweils an einem Ende mit der Gehäusewand in Formschluss, mit dem anderen Ende
halten sie den Feuerfestschutzblock.
[0004] Ein Schutzsegment ist auch aus der
WO 2010/105709 A2 bekannt. Diese zeigt einen Feuerfestschutzblock, der über vier Befestigungselemente
mit einer keramischen Brücke verbunden ist. Die Brücke weist keinen Krümmungsradius
auf. Die Befestigungselemente halten die Feuerfestschutzblöcke dabei randseitig.
[0005] Die
WO 99/47874 A1 zeigt ein Schutzsegment für einen Brennraum. Dieses Segment umfasst eine gekrümmte
Brücke, die aus einer Tragstruktur und einer Trennschicht gebildet ist. Die Brücke
trägt zumindest zwei Feuerfestschutzblöcke. Die Feuerfestschutzblöcke sind mittels
Bolzen an der Brücke verschraubt.
[0006] Ferner zeigt die
EP 2 354 660 A2 ein Schutzsegment für eine Brennkammer für einen Motor einer Gasturbine. Die Brennkammer
weist eine gekrümmte Brücke auf. Diese Brücke trägt zumindest zwei Feuerfestschutzblöcke.
Zwischen den Feuerfestschutzblöcken sind Dichtungselemente aus Keramik oder einer
Metalllegierung vorgesehen, die über die Feuerfestschutzblöcke geklemmt sind.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Feuerfestschutzsegment derart auszubilden
und anzuordnen, dass eine einfache Montage und eine optimale Standfestigkeit gewährleistet
sind.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass
- a) je zwei übereinander liegende Feuerfestschutzblöcke unmittelbar miteinander gelenkig
verbunden und relativ zur Heizgasbehälterwand bewegbar sind oder
- b) je zwei übereinander liegende Feuerfestschutzblöcke mittelbar über ein Verbindungselement
gelenkig verbunden und relativ zur Heizgasbehälterwand bewegbar sind,
so dass bei einer Druckbelastung des Feuerfestschutzsegmentes in Richtung Y aufgrund
einer erhöhten Wärmeausdehnung der angrenzenden Feuerfestschutzwand eine reversible
Änderung der relativen Lage der Feuerfestschutzblöcke zueinander möglich ist.
[0009] Dadurch, dass je zwei übereinander liegende Feuerfestschutzblöcke unmittelbar miteinander
gelenkig verbunden sind oder mittelbar über ein Verbindungselement gelenkig verbunden
sind, wird erreicht, dass bei einer Druckbelastung des Feuerfestschutzsegmentes in
Richtung Y aufgrund einer erhöhten Wärmeausdehnung der angrenzenden Feuerfestschutzwand
eine Stauchung des Feuerfestschutzsegments möglich ist. Diese Stauchung des Feuerfestschutzsegments
führt zu einer Veränderung der relativen Lage der Blöcke bzw. zu einer Verkleinerung
des Biegeradius bzw. des Schwenkwinkels α. Mit einer Verkleinerung des Biegeradius
bzw. des Schwenkwinkels α geht eine Verformung bzw. Veränderung der einzelnen Spalte
zwischen den einzelnen Feuerfestschutzblöcken einher. Aufgrund der gelenkigen Verbindung
der Feuerfestschutzblöcke nimmt das Feuerfestschutzsegment bei Rückgang des Drucks
aufgrund einer Abkühlung der angrenzenden Feuerfestschutzwand wieder die ursprüngliche
Form bzw. die ursprüngliche relative Lage der Blöcke an, so dass auch die Spalte zwischen
den Feuerfestschutzblöcken ihre ursprüngliche Form annehmen.
[0010] Durch die Stauchung verändert sich wie angesprochen die relative Lage oder der Schwenkwinkel
α zwischen den Blöcken. Diese Änderung kann dazu führen, dass sich über verschiedene
Bereiche des Feuerfestschutzsegments in Richtung Y möglicherweise verschiedene Schwenkwinkel
α bzw. Krümmungsradien ergeben. Beim Stauchen des Feuerfestschutzsegmentes wird aber
zumindest der mittlere Krümmungsradius beziehungsweise Schwenkwinkel α verkleinert.
[0011] Das Feuerfestschutzsegment dient vor allem zum Überbrücken von Vorsprüngen wie Traversen,
Trägerelementen oder von anderen Ungänzen. Das Feuerfestschutzsegment kann auch zum
Überbrücken einer sonstigen Ausgleichsfuge dienen, ohne dass ein Vorsprung wie vorstehend
beispielsweise genannt überbrückt werden müsste.
[0012] Vorteilhaft kann es auch sein, wenn mindestens zwei übereinander liegende Reihen
R1, R2 aus jeweils mindestens zwei in Richtung Z nebeneinander liegenden Feuerfestschutzblöcken
vorgesehen sind und wenn ein Teil der Feuerfestschutzblöcke der ersten Reihe R1 und
der zweiten Reihe R2 in Bezug auf die Richtung Y versetzt angeordnet ist und somit
in Bezug auf die Richtung Z eine Überdeckung 01 aufweist, wobei der jeweilige Feuerfestschutzblock
im Bereich der Überdeckung 01 einen Lagerabschnitt aufweist, wobei mindestens einer
von zwei nebeneinander liegenden Feuerfestschutzblöcken im Bereich des Lagerabschnitts
eine Gelenköffnung aufweist, und wenn das Verbindungselement als Gelenkbolzen ausgebildet
ist, der mit einem Feuerfestschutzblock verbunden ist und der in der Gelenköffnung
des benachbarten Feuerfestschutzblocks gelenkig gelagert ist.
[0013] Zwischen den Feuerfestschutzblöcken sind Schließblöcke, spezielle Feuerfestschutzblöcke,
in den Lücken vorgesehen. Die Schließblöcke können separates Bauteil oder integraler
Bestandteil eines Feuerfestschutzblocks sein. Für die Fixierung der Schließblöcke
an den Feuerfestschutzblöcken sind zahlreiche Varianten denkbar, so können zum Beispiel
die Feuerfestschutzblöcke mittels einer Schiene, die sich über mindestens einen Feuerfestschutzblock
und einen Schließblock erstreckt, und entsprechender Stiftverbindungen miteinander
verbunden sein. Möglich wäre zum Beispiel auch eine wechselseitige Nut-Feder-Verbindung
zwischen Feuerfestschutzblock und Schließblock.
[0014] Ist die gelenkige Verbindung mittels des Gelenkbolzens in etwa der Mitte der Feuerfestschutzblöcke
realisiert, so sind keine Schließblöcke nötig und es ist dennoch eine nahezu vollständige
Abschottung der Feuerfestschutzwand gewährleistet, solange sich die Blöcke in Bezug
auf Richtung Z überschneiden. Um große Schwenkwinkel α zu kompensieren, sind aus diesem
Grund breite Blöcke oder Blöcke mit einem fächerförmigen Querschnitt Q von Vorteil.
[0015] Ferner kann es vorteilhaft sein, wenn der Gelenkbolzen ein separates Bauteil ist
oder wenn der Gelenkbolzen ein integraler Bestandteil des jeweiligen Feuerfestschutzblocks
ist, der in die Gelenköffnung des benachbarten Feuerfestschutzblocks eingeführt ist.
Dadurch ist es möglich, den Gelenkbolzen an den Schwenkwinkel α, der bei Druckbelastung
entsteht, anzupassen. Bei großen Schwenkwinkeln α ist die Ausführung mit einem separaten
Bauteil vorteilhaft. Zusätzlich ist eine Teilmontage der gelenkigen Verbindung des
Feuerfestschutzsegments außerhalb des Heizgasbehälters möglich, wenn der Gelenkbolzen
ein separates Bauteil ist.
[0016] Weiter kann es vorteilhaft sein, wenn das Verbindungselement ein Scharnier mit zwei
Scharnierschenkeln und einer Scharnierachse aufweist, wobei das Scharnier über den
jeweiligen Scharnierschenkel mindestens zwei in Bezug zur Richtung Y übereinander
liegende Feuerfestschutzblöcke gelenkig verbindet. Diese Ausführungsform hat den Vorteil,
dass die Montage des Gelenks außerhalb des Heizkessels stattfinden kann.
[0017] Für die Verbindung zwischen Scharnier und Feuerfestschutzblock kann der Scharnierschenkel
mindestens eine Scharnierausnehmung und der Feuerfestschutzblock mindestens eine Blocknut
aufweisen, wobei die Blocknut koaxial zur Scharnierausnehmung bringbar ist, so dass
das Scharnier mit dem Feuerfestschutzblock mittels eines Stifts verbindbar ist.
[0018] Vorteilhaft kann es auch sein, wenn das Verbindungselement einen Gelenkschenkel und
mindestens einen Gelenkbolzen aufweist, wobei der Gelenkschenkel ein Bolzenlager für
den Gelenkbolzen aufweist, und wenn mindestens ein Feuerfestschutzblock eine Gelenköffnung
für den Gelenkbolzen aufweist, wobei der Feuerfestschutzblock und der Gelenkschenkel
mittels des Gelenkbolzens gelenkig verbunden sind, und wenn der Gelenkschenkel mit
einem in Richtung Y benachbarten zweiten Feuerfestschutzblock gekoppelt ist.
[0019] Das Bolzenlager kann sich an mindestens einem Lagerabschnitt des Gelenkschenkels
befinden. Mindestens einer der Feuerfestschutzblöcke kann an seiner Stirnseite eine
Aussparung aufweisen, in die das Verbindungselement zumindest teilweise einführbar.
[0020] Zwischen der Aufnahme und dem jeweiligen Feuerfestschutzblock kann eine entsprechende
gelenkige Verbindung vorgesehen sein zwecks Ausgleich der Relativbewegung zwischen
dem jeweiligen Feuerfestschutzblock und der Heizgasbehälterwand. Vorteilhafterweise
ist die Aufnahme lediglich elastisch verformbar und stellt ein Kompensationsglied
dar, das einen Ausgleich der Relativbewegung zwischen dem jeweiligen Feuerfestschutzblock
und der Heizgasbehälterwand zulässt bzw. gewährleistet.
[0021] Ferner kann es vorteilhaft sein, wenn das Feuerfestschutzsegment als Verbindungselement
eine als Trägerteil für Feuerfestschutzblöcke ausgebildete Brücke aufweist, wobei
die Brücke eine Halteseite für Feuerfestschutzblöcke aufweist, die sich in eine Richtung
Y und in eine im Wesentlichen rechtwinklig zur Richtung Y verlaufende Richtung Z erstreckt,
wobei das Feuerfestschutzsegment mindestens zwei Feuerfestschutzblöcke mit jeweils
einer Vorderseite und jeweils einer Rückseite aufweist, die mit der Rückseite der
Halteseite zugewandt an der Brücke angeordnet sind, wobei der jeweilige Feuerfestschutzblock
mit der Brücke in Formschluss steht, wobei der Formschluss zumindest in eine Richtung
X wirkt, die rechtwinklig zur Richtung Y und/oder normal zur Halteseite ist, wobei
die Feuerfestschutzblöcke mit Bezug zur Richtung Y nebeneinander angeordnet sind,
wobei die Brücke eine Krümmung mit zumindest einem Krümmungsradius aufweist, wobei
der Krümmungsradius in eine Richtung X verläuft, wobei die Richtung X im Wesentlichen
rechtwinklig zur Richtung Z ist.
[0022] Bei dieser Ausführung wird auf ein verschleißanfälliges Gelenk verzichtet und die
gelenkige Verbindung durch die Verformbarkeit der Brücke selbst realisiert. Die Stauchung
der Brücke erfolgt vorzugsweise im elastischen Bereich der Brücke, so dass bei Rückgang
des Drucks aufgrund einer Abkühlung der angrenzenden Feuerfestschutzwand die Brücke
die ursprüngliche Form wieder annimmt. Die Feuerfestschutzblöcke werden allenfalls
im Bereich ihrer Rückseite, mithin der Seite, an der sie auf der Brücke aufliegen,
auf Druck beansprucht, was jedoch zu keiner übermäßigen Beanspruchung oder zu einem
Versagen des jeweiligen Feuerfestschutzblockes führen würde. Beim Verformen ist das
Maß der Änderung des Spaltes in Richtung X proportional zum Abstand des jeweiligen
Feuerfestschutzblocks zu der Brücke. Nahe an der Brücke wird sich der Abstand zwischen
den einzelnen Feuerfestschutzblöcken nahezu nicht ändern. Mit wachsendem Abstand zur
Brücke in radialer Richtung X nimmt der Spalt bzw. die Veränderung des Spaltes beim
Verformen entsprechend proportional zum Abstand zu.
[0023] Hierdurch wird erreicht, dass bei einer Druckbelastung des Feuerfestschutzsegmentes
in Richtung Y aufgrund einer erhöhten Wärmeausdehnung der angrenzenden Feuerfestschutzwand
eine Stauchung des Feuerfestschutzsegments, mithin der Brücke möglich ist. Diese Stauchung
des Feuerfestschutzsegments führt zu einer Verkleinerung des Biegeradius der Brücke.
Die einzelnen Feuerfestschutzblöcke erfahren keine Biegebeanspruchung. Denn mit einer
Verkleinerung des Biegeradius geht eine Vergrößerung der einzelnen Spalte zwischen
den einzelnen Feuerfestschutzblöcken einher. Die Feuerfestschutzblöcke werden allenfalls
im Bereich ihrer Rückseite, mithin der Seite, an der sie auf der Brücke aufliegen,
leicht auf Druck belastet, was jedoch zu keiner übermäßigen Beanspruchung oder einem
Versagen des jeweiligen Feuerschutzblockes führen würde. Hinzu kommt, dass die Feuerfestschutzblöcke
wie unten ausgeführt relativ zur Brücke verschiebbar auf der Brücke gelagert sind,
so dass der jeweilige Feuerschutzblock dem entstehenden Druck ausweichen kann. Vorgenannte
Stauchung der Brücke erfolgt vorzugsweise im elastischen Bereich der Brücke, so dass
bei Rückgang des Druckes beispielsweise aufgrund einer Abkühlung der angrenzenden
Feuerschutzwand die Brücke wieder die ursprüngliche Form annimmt und die Feuerschutzblöcke
wieder die ursprüngliche Lage einnehmen, mithin wieder eine Verkleinerung bzw. ein
Schließen der Spalte zwischen den Feuerfestschutzblöcken erfolgt. Das Maß der Änderung
des Spaltes in Richtung X ist proportional zum Abstand zu der Brücke. Nahe an der
Brücke wird sich der Abstand zwischen den einzelnen Feuerfestschutzblöcken nahezu
nicht ändern. Mit wachsendem Abstand zur Brücke in radialer Richtung X nimmt der Spalt
bzw. die Veränderung des Spaltes entsprechend proportional zum Abstand zu.
[0024] Durch die Stauchung verändert sich wie angesprochen der Krümmungsradius der Brücke
und somit des Feuerfestschutzsegmentes insgesamt. Diese Änderung des Krümmungsradius
kann dazu führen, dass sich über verschiedene Bereiche der Brücke in Richtung Y möglicherweise
verschiedene Krümmungsradien ergeben. Beim Stauchen der Brücke bzw. des Feuerfestschutzsegmentes
wird aber zumindest der so gesehen mittlere Krümmungsradius verkleinert.
[0025] Die Brücke ist vorzugsweise einteilig. Die Feuerfestschutzblöcke sind nur an der
Brücke befestigt. Die Feuerfestschutzblöcke sind vorzugsweise direkt an der Brücke
formschlüssig befestigt. Ein Formschluss mit der Heizgasbehälterwand oder anderen
Feuerfestschutzblöcken der flächigen Feuerfestschutzauskleidung der Heizgasbehälterwand
kommt nicht in Betracht.
[0026] Der Krümmungsradius erstreckt sich über die gesamte Brücke, d. h. die gesamte Brücke
ist gekrümmt mit Ausnahme der jeweils endseitig vorgesehenen Aufnahmen. Die Krümmung
kann aber auch über den Verlauf der Brücke variieren. Dies gilt jedoch nicht für die
Richtung bzw. das Vorzeichen der Krümmung. Die Feuerfestschutzblöcke sind über den
gesamten Bereich dieser Krümmung verteilt auf der äußeren Halteseite platziert. Der
Terminus "äußeren" bezieht sich nicht nur auf die Lage gegenüberliegend zur Innenseite,
sondern auch auf die Richtung des Krümmungsradius. Die Halteseite liegt weiter außen.
Demnach ist der mittlere Krümmungsradius, den die Feuerfestschutzblöcke beschreiben,
größer als der mittlere Krümmungsradius der Brücke oder ein Krümmungsradius der Halteseite.
[0027] Die Brücke kann auch eine V-Form aufweisen mit zwei Schenkeln mit relativ großem
Krümmungsradius bzw. keinem Krümmungsradius und einer Verbindungsstelle mit sehr kleinem
Krümmungsradius. Beide Schenkel könnten somit mit jeweils einem Feuerfestschutzblock
versehen sein.
[0028] Das Feuerfestschutzsegment dient vor allem zum Überbrücken von Vorsprüngen wie Traversen,
Trägerelementen oder von anderen Hindernissen. Das Feuerfestschutzsegment kann auch
zum Überbrücken einer sonstigen Ausgleichsfuge dienen, ohne dass ein Vorsprung wie
vorstehend beispielsweise genannt überbrückt werden müsste.
[0029] Vorteilhaft kann es hierzu auch sein, wenn die Brücke aus einem flachen Profil aus
Metall oder aus warmfestem Stahl gebildet ist. Aufgrund der erhöhten Anforderungen
an die Elastizität der Brücke ist diese vorzugsweise aus warmfestem Stahl oder sogar
aus warmfestem Federstahl gebildet. Die Anforderungen an das Material der Brücke können
somit den Betriebstemperaturen einerseits sowie dem gewünschten bzw. notwendigen Verformungsgrad
andererseits angepasst werden.
[0030] Ferner kann es vorteilhaft sein, wenn der jeweilige Feuerfestschutzblock mit Bezug
zur Richtung Y im Bereich der Rückseite eine Breite B1 - B6 aufweist, wobei die Halteseite
in Richtung Y eine Länge L aufweist, die mindestens so groß ist wie die Summe der
Breiten B1 - B6 der Feuerfestschutzblöcke. Somit decken die auf der Brücke angeordneten
Feuerfestschutzblöcke den größten Teil der Halteseite der Brücke ab. Die in Richtung
Y endseitig vorstehenden Enden der Brücke dienen deren Befestigung an der Heizgasbehälterwand
wie beispielsweise einer Industrieofenwand oder einer Kesselwand. Sie werden vorzugsweise
durch die benachbarten Teile der angrenzenden Feuerfestschutzwand geschützt. Die Anzahl,
mithin die Breite B1 - B6 der verwendeten Feuerfestschutzblöcke kann variieren. Die
Feuerfestschutzblöcke können auch unterschiedliche Breiten B1 - B6 aufweisen, um Anzahl
und Größe der sich ergebenden Spalten zu beeinflussen.
[0031] Vorteilhaft kann es auch sein, wenn die Feuerfestschutzblöcke in Richtung Y relativ
zur Brücke verschiebbar an der Brücke gelagert sind. In erster Linie ist es notwendig,
dass die Feuerfestschutzblöcke in Richtung X, mithin zum Behälterinneren hin fest
mit der Brücke gekoppelt sind. Aufgrund der Einspannung in der übrigen Wärmeschutzwand
können die Feuerfestschutzblöcke mit Bezug auf Richtung Y innerhalb der Brücke verschiebbar
angeordnet sein. Dies gewährleistet, dass sich die Feuerfestschutzblöcke je nach Druckverhältnissen
sowie aufgrund der Schwerkraft bei vertikaler Montage den gegebenen Bedingungen nach
in Richtung Y ausrichten. Dies führt außerdem dazu, dass die Feuerfestschutzblöcke
nicht nur im warmen Zustand bei Druckbeaufschlagung, sondern auch im kalten Zustand
zumindest bei vertikaler Montage gegeneinander zur Anlage kommen; letzteres wie gesagt
im Bereich ihrer unteren Seite auf Höhe der Halteseite der Brücke selbst. Die Feuerfestschutzblöcke
sind parallel zur Brücke angeordnet. Bei vertikaler Montage wäre auch in einer Richtung
Z quer zur Richtung Y kein Formschluss mit der Brücke notwendig, weil benachbarte
Feuerfestschutzwandabschnitte oder benachbarte Feuerfestschutzsegmente die Lage in
Richtung Z sichern bzw. einen Anschlag bilden.
[0032] Dabei kann es vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass an der Brücke für jeden Feuerfestschutzblock
zumindest ein Befestigungselement vorgesehen ist, das mit dem Feuerfestschutzblock
in Formschluss steht, oder dass an der Brücke für jeden Feuerfestschutzblock jeweils
ein Paar Befestigungselemente vorgesehen ist, das mit Bezug zur Richtung Z randseitig
an der Brücke, gegenüberliegend zur Halteseite angeordnet ist. Vor dem Hintergrund
des notwendigen Formschlusses, zumindest in Richtung X, kann ein einzelnes Befestigungselement
für den jeweiligen Feuerfestschutzblock ausreichend sein. Dieses Befestigungselement
wäre vorzugsweise mittig an der Rückseite zu platzieren, um eine Anpassung an die
sich verändernden Krümmungsradien der Brücke zu gewährleisten. Die Anwendung von zwei
Befestigungselementen, die jeweils rechts und links an der Seitenfläche des Feuerfestschutzblockes
eingreifen, gewährleistet eine einfache Herstellung wie auch Montage des Feuerfestschutzsegmentes.
Auch die Verschiebbarkeit der Feuerfestschutzsegmente auf der Brücke wird durch die
vorgehend genannte zweiseitige Lagerung begünstigt.
[0033] Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Ausbildung und Anordnung kann es von Vorteil
sein, wenn der Feuerfestschutzblock zwei gegenüberliegende Seitenflächen aufweist,
die durch die Vorderseite und die Rückseite begrenzt sind, wobei in der Seitenfläche
ein Halteteil vorgesehen ist, das mit dem Befestigungselement zumindest in Richtung
X in Formschluss steht. Als Halteteil kommt im einfachsten Fall eine Nut, eine Ausnehmung
oder in entsprechender Weise ein Vorsprung in Frage, der mit dem entsprechenden Befestigungselement
in Formschluss steht. Der Formschluss besteht wie vorstehend ausgeführt zumindest
in Richtung X. In Richtung Z ist ein entsprechender Formschluss auch möglich, nicht
aber notwendig. Bei Anwendung von seitlich angebrachten Klammern an der Brücke sowie
entsprechenden Ausnehmungen oder Nuten im Feuerfestschutzblock erfolgt ein Formschluss
auch in Richtung Z. Ein Formschluss in Richtung Z ist zumindest bei horizontaler Montage
des Feuerfestschutzsegmentes ohnehin zumindest einseitig notwendig.
[0034] Vorteilhaft kann es ferner sein, wenn der Feuerfestschutzblock einen Querschnitt
Q aufweist, der trapezförmig ausgebildet ist oder der mit Bezug zur Richtung Y wechselseitig
konkav-konvex ausgebildet ist oder der fächerförmig ausgebildet ist. Durch Anwenden
einer trapezförmigen Querschnittsform Q lässt sich ein Feuerfestschutzsegment bilden,
dessen Spalten auch schon im kalten Zustand bei Vorliegen der Grundkrümmung der Brücke
einen geschlossenen Spalt zwischen den einzelnen Feuerfestschutzblöcken gewährleisten.
Letzteres wie vorstehend schon ausgeführt aufgrund der Erhöhung der jeweiligen Breite
B1 - B6 mit wachsendem Radius, was letztlich die Trapezform begründet. Es ist auch
denkbar, dass die trapezförmige Querschnittsform Q so gewählt wird, dass der Spalt
gerade unter einer Druckbelastung des Feuerfestschutzsegmentes in Richtung Y während
des Betriebs des Heizgasbehälters möglichst geschlossen ist. Aber auch eine Querschnittsform
Q, die mit Bezug zur Richtung Y wechselseitig konkav-konvex ausgebildet ist, ist im
Hinblick auf eine Überdeckung benachbarter Feuerfestschutzblöcke sowohl im kalten
Zustand bei Grundkrümmung als insbesondere auch im heißen Zustand bei verkleinertem
Krümmungsradius der Brücke vorteilhaft. Die jeweils konkav ausgebildete Seite eines
Feuerfestschutzblockes greift dabei in die entsprechend konvex ausgebildete Seite
des jeweils benachbarten Feuerfestschutzblockes ein, so dass in radialer Richtung
bzw. in Richtung X eine Überdeckung benachbarter Feuerfestschutzsegmente gewährleistet
wird. Somit gibt es keinen geraden Weg für die Wärmestrahlung, um von dem heißen Innenbereich
des Heizgasbehälters zu der Heizgasbehälterwand zu gelangen, wodurch ein Wärmeeintrag
auf die Heizgasbehälterwand minimiert wird. Weiterhin ist vorteilhaft, dass bei einer
Stauchung des Feuerfestschutzsegments der Abstand der einander zugewandten Stirnseiten
benachbarter Feuerfestschutzblöcke nahezu konstant bleibt. Die fächerförmige Querschnittsform
gewährleistet eine Überdeckung der Feuerfestschutzblöcke mit Bezug zur Richtung Z
und eine entsprechende Abdeckung der Heizgasbehälterwand auch bei verändertem bzw.
verkleinertem Schwenkwinkel α.
[0035] Außerdem kann es vorteilhaft sein, wenn mit Bezug zur Richtung Y endseitig an der
Brücke jeweils eine Aufnahme vorgesehen ist, die mit einem Anker der Heizgasbehälterwand
mittel- oder unmittelbar verbindbar ist. Vorzugsweise werden zwei Aufnahmen vorgesehen,
so dass das Feuerfestschutzsegment bzw. die Brücke beidseitig mit der benachbarten
Feuerfestschutzwand bzw. Heizgasbehälterwand befestigt wird. Denkbar wäre auch zumindest
einseitig ein Loslager, welches lediglich zur Aufnahme der Druckkräfte in Richtung
Y ausgebildet ist. Die Brücke ist an bzw. auf der Heizgasbehälterwand festsetzbar.
[0036] Vorteilhaft kann es auch sein, wenn die Brücke Öffnungen aufweist, so dass Spülluft
mittels der Öffnungen in den Bereich der Halteseite eintreten kann, wobei der Spalt
zwischen der Brücke und den Feuerfestschutzblöcken spülbar ist. Die vorstehend genannten
Vorteile ergeben sich selbstverständlich auch für eine Feuerfestschutzauskleidung
bestehend aus mehreren Feuerfestschutzsteinen und mindestens mit einem vorstehend
beschriebenen Feuerfestschutzsegment.
[0037] Von Vorteil kann auch sein eine Heizgasbehälterwand mit einer Feuerfestschutzauskleidung
wie vorstehend genannt, wobei die Aufnahme des Feuerfestschutzsegments zwischen der
Heizgasbehälterwand und einem angrenzenden Feuerfestschutzstein positioniert ist und
wobei die Brücke über die Aufnahme von der Heizgasbehälterwand und/oder dem angrenzenden
Feuerfestschutzstein gehalten wird. Das Feuerfestschutzsegment wird als flexibler
Teil der Feuerfestschutzauskleidung zwischen angrenzenden Feuerfestschutzsteinen vorgesehen.
Hierzu ist lediglich die Aufnahme der Brücke formschlüssig zwischen der Heizgasbehälterwand
und dem angrenzenden Feuerfestschutzstein zu halten bzw. zu befestigen. Die Brücke
ist nur über die beiden jeweils endseitig vorgesehenen Aufnahmen gehalten. Die jeweilige
Aufnahme der Brücke wird dann durch den angrenzenden Feuerfestschutzstein zumindest
vor Strahlungswärme geschützt.
[0038] Dabei kann es von Vorteil sein, wenn ein Feuerfestschutzsegment nach einem der vorhergehenden
Ansprüche auf einer Innenseite der Heizgasbehälterwand montiert ist und wenn das Feuerfestschutzsegment
zusammen mit der Heizgasbehälterwand zumindest teilweise einen Spülluftkanal begrenzt,
wobei die Spülluftzuführöffnung im Spülluftkanal mündet. Die Anordnung mehrerer nebeneinander
angeordneter Feuerfestschutzsegmente der vorstehend genannten Art führt zur Ausbildung
eines Kanals zwischen der zu schützenden Heizgasbehälterwand und den Feuerfestschutzsegmenten.
Dieser Kanal kann vorteilhafterweise genutzt werden, um Spülgas, welches von außen
durch die Heizgasbehälterwand geführt wird, über die Länge L des so gebildeten Kanals
zu verteilen. Es ist auch vorgesehen, dass die jeweilige Brücke Öffnungen für Spülluft
aufweist, so dass die in den Kanal eingeführte Spülluft über besagte Öffnungen auch
die Halteseite der Brücke, mithin den Bereich zwischen der Brücke und den Feuerfestschutzsegmenten
zwecks Schutzes der Brücke erreicht.
[0039] Außerdem kann es vorteilhaft sein, wenn sich der Spülluftkanal in Umfangsrichtung
der zu schützenden Heizgasbehälterwand über zumindest mehrere vertikale Reihen von
Feuerfestschutzsteinen erstreckt und eine Verteilung der Spülluft über einen Teilumfang
oder den gesamten Umfang zulässt. Somit kann ein externer Luftverteilungskanal, der
auf der Außenseite der zu schützenden Heizgasbehälterwand bereitgestellt werden müsste,
ausbleiben. Die Spülluft wird an zentraler Stelle von außen durch die Heizgasbehälterwand
in den Spülluftkanal eingebracht und von dort in Umfangsrichtung, mithin in Richtung
Z verteilt. Dies gilt gleichermaßen für runde und rechteckförmige oder eckige Heizgasbehälter,
ungeachtet des Terminus "Umfang".
[0040] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen und
in der Beschreibung erläutert und in den Figuren dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Prinzipskizze des Feuerfestschutzsegmentes;
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Prinzipskizze nach Figur 1;
- Figur 2a
- eine Seitenansicht einer V-förmigen Variante;
- Figur 3
- eine Prinzipskizze einer Heizgasbehälterwand mit Feuerfestschutzauskleidung;
- Figur 4
- eine Seitenansicht der Prinzipskizze nach Figur 3;
- Figur 4a
- eine Prinzipskizze verschiedener Formen des Feuerfestschutzsegmentes;
- Figur 4b
- eine Prinzipskizze nach Figur 4a im erwärmten Zustand;
- Figur 5a
- eine Prinzipskizze des Feuerfestschutzsegments in der Seitenansicht;
- Figur 5b
- eine Prinzipskizze nach Figur 5a mit alternativer Querschnittsform des Feuerfestschutzblocks;
- Figur 6
- eine Prinzipskizze einer alternativen Ausführungsform nach Figur 5a mit verkürztem
Feuerfestschutzblock;
- Figur 7a
- eine Rückansicht des erweiterten Feuerfestschutzsegments nach Figur 5a;
- Figur 7b
- eine Seitenansicht des Feuerfestschutzsegments nach Figur 7a;
- Figur 7c
- eine Seitenansicht nach Figur 7b mit alternativer Feuerfestschutzblockform;
- Figur 8
- eine Rückansicht einer Prinzipskizze des Feuerfestschutzsegments mit integriertem
Bolzen;
- Figur 9
- eine alternative Ausführungsform nach Figur 8;
- Figur 10a
- eine Rückansicht der Prinzipskizze mit Scharnier;
- Figur 10b
- eine Seitenansicht nach Figur 10a;
- Figur 11a
- eine Rückansicht der Prinzipskizze mit Gelenkschenkel;
- Figur 11b
- eine Seitenansicht nach Figur 11a.
[0041] Ein Feuerfestschutzsegment 1 nach Figur 1 weist eine Brücke 3 auf, die im kalten
Zustand einen Krümmungsradius 3.4 besitzt. Auf der Brücke 3 sind sechs Feuerfestschutzblöcke
2.1 - 2.6 angeordnet, die in einer Richtung Y der Brücke 3 verlaufend nebeneinander
platziert sind. Die Feuerfestschutzblöcke 2.1 - 2.6 sind auf einer Halteseite 3.3
der Brücke 3 angeordnet. Zwischen benachbarten Feuerfestschutzblöcken 2.1 -2.6 ist
ein Spalt 7 vorgesehen, der ausgehend von einer hier zu sehenden Vorderseite 2.8 nach
innen zur Brücke 3 hin schmaler wird. Die Feuerfestschutzblöcke 2.1 -2.6 liegen vorzugsweise
auf Höhe der Halteseite 3.3 der Brücke 3 gegeneinander an. Der jeweilige Feuerfestschutzblock
2.1 -2.6 weist eine Breite B1 - B6 auf, die nach Ausführungsbeispiel Figur 1 gleich
groß ist. Die Summe der Breiten B1 - B6 bzw. sechs Mal einer der Breiten B1 - B6 eines
Feuerfestschutzblockes 2.1 -2.6 entspricht dabei einer Länge L der Halteseite 3.3
der Brücke 3. Endseitig in Richtung Y an dieser Halteseite 3.3 schließt sich beidseitig
eine Aufnahme 3.1 an, über welche die Brücke 3 mit einer hier nicht dargestellten
Heizgasbehälterwand 5 (nach Figur 3, 4) bzw. einem nicht weiter dargestellten Anker
verbunden und befestigt wird.
[0042] Die Brücke 3 weist mehrere Klammern 3.2 auf, über welche der jeweilige Feuerfestschutzblock
2.1 -2.6 gehalten wird. Hierzu weist der Feuerfestschutzblock 2.1 -2.6 eine jeweilige
Ausnehmung 2.7 in Form einer Nut auf, in welche die Klammer 3.2 eingreift. Die jeweilige
Klammer 3.2 und die jeweilige Nut 2.7 sind randseitig mit Bezug zur Richtung Z jeweils
paarweise vorgesehen, so dass jeder Feuerfestschutzblock 2.1 -2.6 mit Bezug zur Richtung
Z beidseitig gehalten ist. Der über die jeweilige Klammer 3.2 und die jeweilige Nut
2.7 hergestellte Formschluss wirkt sowohl in Richtung Z als auch in Richtung X. In
Richtung Y besteht kein Formschluss, so dass die Feuerfestschutzblöcke 2.1 - 2.6 in
Richtung Y verschiebbar auf der Brücke 3.3 gehalten sind. Dies gewährleistet eine
Relativbewegung der Feuerfestschutzblöcke 2.1 -2.6 untereinander sowie relativ zur
Brücke 3 in Richtung Y, insbesondere im Falle einer Druckbeaufschlagung wie nachgehend
erläutert.
[0043] Die Feuerfestschutzblöcke 2.1 -2.6 können auch mit Bezug zur Richtung Y einen Formschluss
mit der Brücke 3 aufweisen. Letzteres gilt insbesondere für den ersten Feuerfestschutzblock
2.1 und den letzten Feuerfestschutzblock 2.6, so dass die Feuerfestschutzblöcke 2.1
- 2.6 insgesamt während des Transports nicht herausfallen können.
[0044] Die hier dargestellten Feuerfestschutzblöcke 2.1 - 2.6 sind im Querschnitt rechteckförmig,
so dass die eingezeichnete Breite B1 - B6, beispielsweise Breite B3, auf der Vorderseite
2.8 gleich groß ist wie die entsprechende Breite auf der Höhe der Halteseite 3.3 der
Brücke 3 im Bereich einer jeweiligen Rückseite 2.9. des Feuerfestschutzblocks 2.1
- 2.6.
[0045] Das Feuerfestschutzsegment 1 nach Figur 1 wird als Überbrückungselement innerhalb
einer Feuerfestschutzauskleidung 4 nach den Figuren 3, 4 eingesetzt und erfährt insbesondere
bei Erwärmung der Feuerfestschutzauskleidung 4 durch die damit entstehende Wärmeausdehnung
von oben bzw. von unten eine Druckkraft P, die zu einer Stauchung der Brücke 3 führt.
Mit der Stauchung der Brücke 3 gehen wie nach den Figuren 4a, 4b skizziert eine Verformung
und eine Verkleinerung des Krümmungsradius 3.4 einher. Bei einer Verkleinerung des
Krümmungsradius 3.4 der Brücke 3 nehmen die jeweiligen Feuerfestschutzblöcke 2.1 -2.6
eine entsprechend neue Ausrichtung an, so dass lediglich der Spalt 7 zwischen den
Feuerfestschutzblöcken 2.1 -2.6 anwächst.
[0046] In der Seitenansicht nach Figur 2 sind ergänzend und beispielsweise die Breiten B2,
B6 der Feuerfestschutzblöcke 2.1, 2.6 bezeichnet, die wie gesagt für alle Feuerfestschutzblöcke
2.1 - 2.6 gleich sind. Ferner ist eine Innenseite 3.5 bezeichnet, welche bei eingesetztem
Feuerfestschutzsegment 1 einer zu schützenden Heizgasbehälterwand 5 zugewandt ist.
Die Brücke 3 weist zudem wie nachgehend weiter beschrieben mehrere Öffnungen 3.6 für
Spülluft auf. Die jeweilige Nut 2.7 befindet sich in einer jeweiligen Seitenfläche
2.10, 2.11 des jeweiligen Feuerfestschutzblockes 2.1 - 2.6.
[0047] Nach Figur 2a kann der Krümmungsradius 3.4 auch über den Verlauf der Brücke 3 variieren
und z. B. lokal auf eine kleine Zone der Brücke 3 begrenzt sein. Die Brücke kann demnach
abweichend von der kreisförmigen oder runden Form zum Beispiel der Seitenansicht nach
eine V-förmige Ausprägung aufweisen. Die Anzahl der Feuerfestschutzsteine 4.1 könnte
dann auf zwei begrenzt werden, weil kein Radius abzudecken wäre und weil die Stauchung
bzw. Verformung nur am Ende der Schenkel stattfindet. Dort liegt eine Überdeckung
zwischen angrenzenden Feuerfestschutzsteinen 4.1 bzw. Feuerfestschutzblöcken 2.1,
2.2 vor.
[0048] In beiden Fällen hat die Brücke 3 eine Symmetrieebene bzw. eine Symmetrieachse S,
die mittig zu beiden Aufnahmen verläuft.
[0049] Nach Figur 3 ist die Heizgasbehälterwand 5 wie eine Industrieofenwand mit einer darauf
angeordneten Feuerfestschutzauskleidung 4 dargestellt. Zwischen zwei Abschnitten der
Feuerfestschutzauskleidung 4 gebildet aus einer Vielzahl von Feuerfestschutzsteinen
4.1 sind mehrere Feuerfestschutzsegmente 1 nebeneinander in Richtung Z angeordnet,
die einen weiteren Abschnitt der Feuerfestschutzauskleidung 4 bilden. Wie vorstehend
kurz erläutert entsteht bei Erwärmung der Feuerfestschutzauskleidung 4 und der damit
einhergehenden Wärmeausdehnung eine Druckkraft P auf das Feuerfestschutzsegment 1,
was zu einer Verformung, mithin einer Verkleinerung des Krümmungsradius 3.4 führt.
Diese Verformung erfolgt vorzugsweise im elastischen Bereich der Brücke 3, so dass
nach dem Abkühlen die Grundform, mithin der Krümmungsradius 3.4 und damit die Grundausrichtung
der einzelnen Feuerfestschutzblöcke 2.1 -2.6 wieder erreicht wird.
[0050] Wie nach Figur 4 zu sehen begrenzt das jeweilige Feuerfestschutzsegment 1 bzw. die
nebeneinander angeordneten Feuerfestschutzsegmente 1 zusammen mit der Heizgasbehälterwand
5 einen Spülluftkanal 6. Die Heizgasbehälterwand 5 weist eine Spülluftzufuhröffnung
5.1 auf, über welche Spülluft von außen in den Spülluftkanal 6 gefördert wird. Über
den Spülluftkanal 6 kann die Spülluft in Umfangsrichtung bzw. in Richtung Z des Spülluftkanals
6 verteilt werden. Zudem kann die Spülluft in die nach Figur 2 dargestellten Öffnungen
3.6 der Brücke 3 eintreten und die Brücke 3 im Bereich ihrer Halteseite 3.3, mithin
in dem Spalt zwischen der Brücke 3 und den Feuerfestschutzblöcken 2.1 -2.6 spülen.
Die Brücke 3 ist mit der jeweiligen Aufnahme zwischen dem angrenzenden Feuerfestschutzstein
4.1 und der Heizgasbehälterwand 5 befestigt. Die Aufnahme kann hierzu lediglich zwischen
dem Feuerfestschutzstein 4.1 und der Heizgasbehälterwand 5 eingesteckt sein oder ergänzend
mit einem Anker der Heizgasbehälterwand 5 in Formschluss stehen.
[0051] Nach den Figuren 4a und 4b ist die vorbeschriebene Verformung, mithin die Verkleinerung
des Krümmungsradius 3.4 skizziert dargestellt. Zudem sind nach den Figuren 4a und
4b Feuerfestschutzblöcke 2.1 -2.6 vorgesehen, die einmal eine trapezförmige Querschnittsform
Q (jeweils auf der linken Seite) und eine konkav-konvex geformte Querschnittsform
Q (jeweils rechte Seite) aufweisen. In Figur 4a ist die Grundform der Brücke 3 mit
Grundradius 3.4 im kalten Zustand zu sehen. Durch Anwendung eines trapezförmigen Querschnitts
Q in Figur 4a (linke Seite) ergibt sich ein Spalt 7 zwischen den Feuerfestschutzblöcken
2.1 -2.6, der nahezu geschlossen ist. Bei Druckbeaufschlagung nach Figur 4b (linke
Seite) wird der Krümmungsradius 3.4 verkleinert. Die jeweiligen Feuerfestschutzblöcke
2.3 - 2.5 werden damit neu orientiert, so dass der Spalt 7 zwischen den Feuerfestschutzblöcken
2.1 -2.6 anwächst. Die jeweilige Position des jeweiligen Feuerfestschutzblockes 2.1
-2.6 an der Brücke 3 bleibt vornehmlich dieselbe. Lediglich die Winkelausrichtung
wird eine andere. Unter Voraussetzung eines Freiheitsgrades in Richtung Y wie zu den
Figuren 1 und 2 beschrieben könnten die einzelnen Feuerfestschutzblöcke 2.1 -2.6 im
Falle der vertikalen Montage wie nach den Figuren 4a, 4b gezeigt aufgrund der Schwerkraft
nach unten rutschen, so dass auch nach Figur 4b bei erhöhtem Krümmungsradius 3.4 der
Spalt 7 zwischen den Feuerfestschutzblöcken 2.3 -2.5 geschlossen wäre.
[0052] Nach den Figuren 4a und 4b (jeweils rechte Seite) weist der jeweilige Feuerfestschutzblock
2.1 -2.6 eine wechselseitig konkav-konvex geformte Querschnittsform Q auf, bei der
mit Bezug zur Richtung Y eine Seite konkav und die gegenüberliegende Seite des jeweiligen
Feuerfestschutzblockes 2.1 - 2.6 entsprechend konvex (hier bogenförmig) geformt ist.
Diese Querschnittsform Q erlaubt eine Überschneidung U1, so dass mit Bezug zur Richtung
X eine Abdeckung der Brücke 3 gewährleistet ist. Selbst im erwärmten, mithin druckbeaufschlagten
Fall bei verkleinertem Krümmungsradius 3.4 nach Figur 4b (rechte Seite) wird trotz
eines vergrößerten Spaltes 7 besagte Abdeckung aufgrund der Überschneidung U1 gewährleistet.
[0053] Bei Druckbeaufschlagung und der daraus resultierenden Stauchung der Brücke 3 nimmt
ein beispielhaft angenommener Abstand a zwischen der Heizgasbehälterwand 5 und der
Brücke 3 zu. Dieser Zuwachs ist abhängig von der Position auf der Brücke in Richtung
Y und im zentralen Teil der Brücke 3 am größten.
[0054] Nach Ausführungsform der Figur 5a besteht das Feuerfestschutzsegment 1 aus zwei in
Richtung Z nebeneinander angeordneten Feuerfestschutzblöcken 2.1, 2.2. Die Feuerfestschutzblöcke
2.1, 2.2 sind jeweils an einem Lagerabschnitt 2.1A, 2.2A in etwa der Mitte der Feuerfestschutzblöcke
2.1, 2.2 mittels eines Gelenkbolzens 9, der in einer Gelenköffnung 2.10 platziert
ist, gelenkig miteinander verbunden. Die relative Lage der Feuerfestschutzblöcke 2.1,
2.2 mit Bezug zu einer Gelenkachse 9.1 definiert einen Schwenkwinkel α. An einem Endbereich
2.14 des jeweiligen Feuerfestschutzblocks 2.1, 2.2 ist dieser über die Aufnahme 3.1
an der Heizgasbehälterwand 5 angebracht. Die Aufnahme 3.1 ist elastisch verformbar
ausgebildet und stellt ein vorzugsweise metallisches Kompensationsglied dar, das einen
Ausgleich der Relativbewegung zwischen dem jeweiligen Feuerfestschutzblock 2.1 - 2.6
und der Heizgasbehälterwand 5 gewährleistet. Da in dieser Ausführungsform die Feuerfestschutzblöcke
2.1, 2.2 nebeneinander in Richtung Z angeordnet sind und sich über ihre Länge I überschneiden,
ist die Heizgasbehälterwand 5 vollständig geschützt.
[0055] Nach Figur 5b, einer alternativen Ausführungsform des Feuerfestschutzsegments 1 zu
Figur 5a, weisen die jeweiligen Feuerfestschutzblöcke 2.1, 2.2 einen fächerförmigen
Querschnitt Q auf, so dass in Bezug auf Richtung Z auch bei einer Verkleinerung des
Schwenkwinkels α stets eine Überdeckung der Feuerfestschutzblöcke gewährleistet ist.
[0056] Nach Figur 6, einer auszugsweisen Seitenansicht der Prinzipskizze des Feuerfestschutzsegments
1, sind die Feuerfestschutzblöcke 2.1, 2.2 jeweils mit der Aufnahme 3.1 in dem Endbereich
2.14 an der Heizgasbehälterwand 5 befestigt. Aufgrund der verkürzten Form der Feuerfestschutzblöcke
2.1, 2.2 kommt es zu einer Lücke in dem Feuerfestschutzsegment 1, die gemäß Figur
7a mittels eines Schließblocks 2.13 geschlossen ist. Bei Anwendung der Druckkraft
P auf das Feuerfestschutzsegment 1 in Richtung Y kommt es zu einer Veränderung der
relativen Lage der Feuerfestschutzblöcke 2.1, 2.2, mithin zu einer Verschwenkung um
eine Gelenkachse 9.1 mit einer Verkleinerung des Schwenkwinkels α, wie durch die gestrichelten
Elemente skizziert.
[0057] Nach Figur 7a, einer Vordersicht des Feuerfestschutzsegments 1, sind die Feuerfestschutzblöcke
2.2, 2.1, 2.2', 2.1' nebeneinander in Richtung Z angeordnet. Die Feuerfestschutzblöcke
2.2, 2.1, 2.2', 2.1' sind im Bereich des jeweiligen Lagerabschnitts 2.2A, 2.1A, 2.2'A,
2.1'A versetzt angeordnet, womit eine Überdeckung 01 gewährleistet wird. Die Feuerfestschutzblöcke
2.2, 2.1, 2.2', 2.1' weisen jeweils die Gelenköffnung 2.20, 2.1O, 2.2'0, 2.1'O im
Bereich der Lagerabschnitte 2.2A, 2.1A, 2.2'A, 2.1'A auf. Die gelenkige Verbindung
der Feuerfestschutzblöcke 2.2, 2.1, 2.2', 2.1' ist durch den Gelenkbolzen 9 realisiert,
der in den Gelenköffnungen 2.20, 2.1O, 2.2'O, 2.1'O platziert ist, so dass eine Verschwenkung
der Feuerfestschutzblöcke 2.2, 2.1, 2.2', 2.1' um die Gelenkachse 9.1 möglich ist.
Zum Verschließen der Lücken sind sowohl separate, als Schließblöcke 2.13 ausgebildete
Feuerfestschutzblöcke als auch alternativ ein integraler Schließblock 2.13 vorgesehen.
Die separaten Schließblöcke 2.13 sind jeweils mit Bezug zur Richtung Z an den benachbarten
Feuerfestschutzblöcken 2.2, 2.2', 2.1' befestigt. Der integrale Schließblock 2.13'
ist integraler Bestandteil des Feuerfestschutzblocks 2.1.
[0058] Nach Figur 7b, einer Prinzipskizze einer Seitenansicht von Figur 7a des Feuerfestschutzsegments
1, weisen der Feuerfestschutzblock 2.2 und der Schließblock 2.13 jeweils die trapezförmige
Querschnittsform Q auf.
[0059] Nach Figur 7c, einer alternativen Ausführungsform zu Figur 7b, sind Feuerfestschutzblock
2.2 und Schließblock 2.13 mit Bezug zum Querschnitt Q wechselseitig konkav-konvex
ausgebildet. Dies führt zu der Überschneidung U1 im Bereich des Spalts 7 zwischen
dem Feuerfestschutzblock 2.2 und dem Schließblock 2.13.
[0060] Nach Figur 8, einer weiteren Ausführungsform des Feuerfestschutzsegments 1 nach Figur
7a, ist der Gelenkbolzen 9 als Gelenkzapfen 2.2Z, 2.1Z, 2.2'Z ausgebildet, wobei die
Gelenkzapfen 2.2Z, 2.1Z, 2.2'Z und die Gelenköffnungen 2.10, 2.2'0, 2.1'O jeweils
integraler Bestandteil der entsprechenden Feuerfestschutzblöcke 2.2, 2.1, 2.2', 2.1'
sind. Die Verschwenkung der Feuerfestschutzblöcke 2.2, 2.1, 2.2', 2.1' um die Gelenkachse
9.1 ist dadurch realisiert, dass der Gelenkzapfen 2.2Z, 2.1Z, 2.2'Z des jeweiligen
Feuerfestschutzblocks 2.2, 2.1, 2.2' in der Gelenköffnung 2.1O, 2.2'0, 2.1'O seines
in Bezug auf Richtung Z benachbarten Feuerfestschutzblocks 2.1, 2.2', 2.1' platziert
ist. Die Lücke ober- und unterhalb in Richtung Y der Feuerfestschutzblöcke 2.2, 2.1,
2.2', 2.1' ist ebenso jeweils durch einen Schließblock 2.13 verschlossen.
[0061] Nach Figur 9, einer weiteren Ausführungsform zu Figur 7, ist der nach Figur 9 obere
Teil des Feuerfestschutzsegments 1 aus drei Feuerfestschutzblöcken 2.1, 2.1', 2.2
und einem Schließblock 2.13 gebildet, wobei zwei der Feuerfestschutzblöcke 2.1, 2.1'
und der Schließblock 2.13 nebeneinander angeordnet sind. Der Schließblock 2.13 ist
dabei mittig platziert, wobei er in Richtung Y verkürzt ist, so dass die Lagerabschnitte
2.1A, 2.1'A zugänglich sind. Der nach Figur 9 untere Feuerfestschutzblock 2.2 weist
den freien Lagerabschnitt 2.2A auf, wobei die Feuerfestschutzblöcke 2.1, 2.1', 2.2
so platziert sind, dass es zu der Überdeckung 01 der Lagerabschnitte 2.1A, 2.1'A,
2.2A kommt. Der Feuerfestschutzblock 2.2 weist zudem zwei integrale Gelenkzapfen 2.2Z
im Bereich des Lagerabschnitts 2.2A auf. Die äußeren Feuerfestschutzblöcke 2.1, 2.1'
weisen im Bereich der Lagerabschnitte 2.1A, 2.1'A jeweils die Gelenköffnung 2.1O,
2.1'O auf. Um die gelenkige Verbindung zwischen den Feuerfestschutzblöcken 2.1, 2.1',
2.2 herzustellen, sind die Gelenkzapfen 2.2Z in den Gelenköffnungen 2.1O, 2.1'O platziert,
wodurch eine Verschwenkung um die Gelenkachse 9.1 möglich ist.
[0062] Nach Prinzipskizze Figur 10a weist das Feuerfestschutzsegment 1, hier in einer Ansicht
von unten, zwei Feuerfestschutzblöcke 2.1, 2.2 auf, die mittels eines Scharniers 3
gelenkig verbunden sind. Das Scharnier 3 setzt sich aus einer Scharnierachse 9 und
zwei Scharnierschenkeln 3.7, 3.7' zusammen, wobei der jeweilige Scharnierschenkel
3.7, 3.7' an dem entsprechenden Feuerfestschutzblock 2.1, 2.2 über einen Bolzen 10
fixiert ist. Der Spalt 7 zwischen den Feuerfestschutzblöcken 2.1, 2.2 ist im Unterschied
zu Figur 10b für die Skizze bewusst sehr groß gewählt, um eine übersichtliche Darstellung
zu gewährleisten.
[0063] Nach Figur 10b, einer Seitenansicht der Verbindungsweise aus Figur 10a, besteht das
Feuerfestschutzsegment 1 aus drei übereinander liegenden Feuerfestschutzblöcken 2.1-2.3.
Je zwei Feuerfestschutzblöcke 2.1-2.3 sind über das Scharnier 3 gelenkig verbunden.
Das jeweilige Scharnier 3 ist an der Rückseite 2.9 der Feuerfestschutzblöcke 2.1-2.3
angebracht, um es vor der direkten Hitze zu schützen. Die Feuerfestschutzblöcke 2.1-2.3
weisen ebenfalls einen im Wesentlichen trapezförmigen Querschnitt Q auf.
[0064] Nach Prinzipskizze Figur 11a, ebenfalls einer Ansicht von unten, weist das Feuerfestschutzsegment
1 zwei Feuerfestschutzblöcke 2.1, 2.2 auf, die mittels eines Gelenkschenkels 3 in
Kombination mit zwei Gelenkbolzen 9, 9' gelenkig verbunden sind. Zu diesem Zweck weist
der Gelenkschenkel 3 jeweils ein Bolzenlager 3.9, 3.9' auf. Zusätzlich weisen die
Feuerfestschutzblöcke 2.1, 2.2 jeweils eine Aussparung 2.12, 2.12' auf, in der der
Gelenkschenkel 3 jeweils platziert ist. Im Bereich der Überdeckungen 01 von Gelenkschenkel
3 und dem jeweiligen Feuerfestschutzblock 2.1, 2.2 weist der entsprechende Feuerfestschutzblock
2.1, 2.2 jeweils zwei Gelenköffnungen 2.10, 2.20 auf. Die Gelenkbolzen 9, 9' sind
in der jeweiligen Gelenköffnung 2.10, 2.20 und dem Bolzenlager 3.9, 3.9' platziert.
[0065] Nach Prinzipskizze Figur 11b bilden drei Feuerfestschutzblöcke 2.1- 2.3 das Feuerfestschutzsegment
1. Die Feuerfestschutzblöcke 2.1- 2.3 weisen je eine Aussparung 2.12 auf, in denen
die Gelenkschenkel 3, 3' platziert sind. Die nach Figur 11b unteren Feuerfestschutzblöcke
2.2, 2.3 sind entsprechend Figur 11a miteinander beidseitig gelenkig verbunden. Dabei
verbindet der Gelenkschenkel 3' die beiden Feuerfestschutzblöcke 2.2, 2.3 über die
Gelenkbolzen 9, 9'. Der nach Figur 11b obere Gelenkschenkel 3 ist alternativ nur mit
dem oberen Feuerfestschutzblock 2.1 über den Gelenkbolzen 9 verbunden. Mit dem mittleren
Feuerfestschutzblock 2.2 ist der Gelenkschenkel 3 starr verbunden, beispielsweise
eingegossen.
[0066] Die vorhergehend beschriebenen Alternativen zur gelenkigen Verbindung der Feuerfestschutzblöcke
können für sich alleine Anwendung finden oder auch in anderen Kombinationen, die praktikabel
erscheinen, realisiert werden.
Bezugszeichenliste
[0067]
- 1
- Feuerfestschutzsegment
- 2.1 - 2.6
- Feuerfestschutzblock (Keramik, Beton; monolithischer Stein)
- 2.1', 2.2'
- Feuerfestschutzblock (Keramik, Beton; monolithischer Stein)
- 2.7
- Halteteil, Ausnehmung, Nut
- 2.8
- Vorderseite
- 2.9
- Rückseite
- 2.10
- Seitenfläche
- 2.11
- Seitenfläche
- 2.12, 2.12'
- Aussparung
- 2.13, 2.13'
- Schließblock
- 2.14
- Endbereich
- 2.1O, 2.1'O
- Gelenköffnung
- 2.2O, 2.2'O
- Gelenköffnung
- 2.1A, 2.1'A
- Lagerabschnitt
- 2.2A, 2.2'A
- Lagerabschnitt
- 2.1Z
- Gelenkzapfen
- 2.2Z, 2.2'Z
- Gelenkzapfen
- 3, 3'
- Verbindungselement, Scharnier, Gelenkschenkel, Brücke
- 3.1
- Aufnahme
- 3.2
- Befestigungselement, Klammer, Haken
- 3.3
- Halteseite
- 3.4
- Krümmungsradius, Grundradius
- 3.5
- Innenseite (gegenüber Halteseite)
- 3.6
- Öffnung für Spülluft
- 3.7, 3.7'
- Scharnierschenkel
- 3.9, 3.9'
- Bolzenlager
- 4
- Feuerfestschutzauskleidung, Feuerfestschutzwand
- 4.1
- Feuerfestschutzstein
- 5
- Heizgasbehälterwand, Industrieofenwand, Kesselwand
- 5.1
- Spülluftzuführöffnung
- 5.2
- Innenseite
- 6
- Spülluftkanal
- 7
- Spalt
- 9, 9'
- Gelenkbolzen, Scharnierachse
- 9.1
- Gelenkachse
- 10
- Bolzen
- a
- Abstand 5 zu 3
- B1 - B6
- Breite von 2.1 - 2.6
- L
- Länge von 3.3
- I
- Länge von 2.1
- Q
- Querschnittsform, Querschnitt
- P
- Druck, Druckkraft
- U1
- Überschneidung
- 01
- Überdeckung
- R1
- Reihe
- R2
- Reihe
- X
- Richtung
- Y
- Richtung
- Z
- Richtung
- α
- Schwenkwinkel
1. Feuerfestschutzsegment (1) für eine Feuerfestschutzauskleidung (4) zum Befestigen
an einer Heizgasbehälterwand (5), wobei das Feuerfestschutzsegment (1) eine Aufnahme
(3.1) aufweist, über die das Feuerfestschutzsegment (1) mittel- oder unmittelbar mit
der Heizgasbehälterwand (5) in Formschluss bringbar ist, wobei das Feuerfestschutzsegment
(1) sich in eine Richtung Y und in eine im Wesentlichen rechtwinklig zur Richtung
Y verlaufende Richtung Z erstreckt und mindestens zwei Feuerfestschutzblöcke (2.1
- 2.6) aufweist, die im Wesentlichen in der Richtung Y übereinander liegen, wobei
die Feuerfestschutzblöcke (2.1 - 2.6) je eine Vorderseite (2.8) und je eine Rückseite
(2.9) in Bezug auf eine Richtung X aufweisen, wobei die Richtung X im Wesentlichen
rechtwinklig zur Richtung Z ist, wobei die Rückseite (2.9) der Heizgasbehälterwand
(5) zuwendbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) je zwei übereinander liegende Feuerfestschutzblöcke (2.1 - 2.6) unmittelbar miteinander
gelenkig verbunden und relativ zur Heizgasbehälterwand (5) bewegbar sind oder
b) je zwei übereinander liegende Feuerfestschutzblöcke (2.1 - 2.6) mittelbar über
ein Verbindungselement (3) gelenkig verbunden und relativ zur Heizgasbehälterwand
(5) bewegbar sind,
so dass bei einer Druckbelastung des Feuerfestschutzsegmentes (1) in Richtung Y aufgrund
einer erhöhten Wärmeausdehnung der angrenzenden Feuerfestschutzwand (4) eine reversible
Änderung der relativen Lage der Feuerfestschutzblöcke (2.1 - 2.6) zueinander möglich
ist.
2. Feuerfestschutzsegment (1) nach Anspruch 1 ,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei übereinander liegende Reihen R1, R2 aus jeweils mindestens zwei in
Richtung Z nebeneinander liegenden Feuerfestschutzblöcken (2.2, 2.1, 2.2', 2.1') vorgesehen
sind und dass ein Teil der Feuerfestschutzblöcke (2.2, 2.1, 2.2', 2.1') der ersten
Reihe R1 und der zweiten Reihe R2 in Bezug auf die Richtung Y versetzt angeordnet
ist und somit in Bezug auf die Richtung Z eine Überdeckung 01 aufweist, wobei der
jeweilige Feuerfestschutzblock (2.2, 2.1, 2.2', 2.1') im Bereich der Überdeckung 01
einen Lagerabschnitt (2.2A, 2.1A, 2.2'A, 2.1'A) aufweist, wobei mindestens einer von
zwei nebeneinander liegenden Feuerfestschutzblöcken (2.2, 2.1, 2.2', 2.1') im Bereich
des Lagerabschnitts (2.2A, 2.1A, 2.2'A, 2.1'A) eine Gelenköffnung (2.20, 2.10, 2.2'0,
2.1'O) aufweist, und dass das Verbindungselement (3) als Gelenkbolzen (9) ausgebildet,
der mit einem Feuerfestschutzblock (2.2, 2.1, 2.2', 2.1') verbunden ist und der in
der Gelenköffnung (2.20, 2.10, 2.2'0, 2.1'O) des benachbarten Feuerfestschutzblocks
(2.2, 2.1, 2.2', 2.1') gelenkig gelagert ist.
3. Feuerfestschutzsegment (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Gelenkbolzen (9) ein separates Bauteil ist oder dass der Gelenkbolzen (9) ein
integraler Bestandteil des jeweiligen Feuerfestschutzblocks (2.2, 2.1, 2.2') ist,
der in die Gelenköffnung (2.10, 2.2'0, 2.1'O) des benachbarten Feuerfestschutzblocks
(2.1, 2.2', 2.1') eingeführt ist.
4. Feuerfestschutzsegment (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungselement (3) ein Scharnier (3) mit zwei Scharnierschenkeln (3.7, 3.7')
und einer Scharnierachse (9) aufweist, wobei das Scharnier (3) über den jeweiligen
Scharnierschenkel (3.7, 3.7') mindestens zwei in Bezug zur Richtung Y übereinander
liegende Feuerfestschutzblöcke (2.1 - 2.6) gelenkig verbindet.
5. Feuerfestschutzsegment (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungselement (3) einen Gelenkschenkel (3) und mindestens einen Gelenkbolzen
(9, 9') aufweist, wobei der Gelenkschenkel (3) ein Bolzenlager (3.9, 3.9') für den
Gelenkbolzen (9, 9') aufweist, und dass mindestens ein Feuerfestschutzblock (2.1 -
2.6) eine Gelenköffnung (2.10, 2.20) für den Gelenkbolzen (9, 9') aufweist, wobei
der Feuerfestschutzblock (2.1 - 2.6) und der Gelenkschenkel (3) mittels des Gelenkbolzens
(9, 9') gelenkig verbunden sind, und dass der Gelenkschenkel (3) mit einem in Richtung
Y benachbarten zweiten Feuerfestschutzblock (2.1 - 2.6) gekoppelt ist.
6. Feuerfestschutzsegment (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das Feuerfestschutzsegment (1) als Verbindungselement (3) eine als Trägerteil für
Feuerfestschutzblöcke (2.1 - 2.6) ausgebildete Brücke (3) aufweist, wobei die Brücke
(3) eine Halteseite (3.3) für Feuerfestschutzblöcke (2.1 - 2.6) aufweist, die sich
in eine Richtung Y und in eine im Wesentlichen rechtwinklig zur Richtung Y verlaufende
Richtung Z erstreckt;
b) das Feuerfestschutzsegment (1) mindestens zwei Feuerfestschutzblöcke (2.1 - 2.6)
mit jeweils einer Vorderseite (2.8) und jeweils einer Rückseite (2.9) aufweist, die
mit der Rückseite (2.9) der Halteseite (3.3) zugewandt an der Brücke (3) angeordnet
sind;
c) der jeweilige Feuerfestschutzblock (2.1 - 2.6) mit der Brücke (3) in Formschluss
steht, wobei der Formschluss zumindest in eine Richtung X wirkt, die rechtwinklig
zur Richtung Y und/oder normal zur Halteseite (3.3) ist;
d) die Feuerfestschutzblöcke (2.1 - 2.6) mit Bezug zur Richtung Y nebeneinander angeordnet
sind;
e) die Brücke (3) eine Krümmung mit zumindest einem Krümmungsradius (3.4) aufweist,
wobei der Krümmungsradius (3.4) in eine Richtung X verläuft, wobei die Richtung X
im Wesentlichen rechtwinklig zur Richtung Z ist.
7. Feuerfestschutzsegment (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Feuerfestschutzblöcke (2.1 - 2.6) in Richtung Y relativ zur Brücke (3) verschiebbar
an der Brücke (3) gelagert sind.
8. Feuerfestschutzsegment (1) nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Brücke (3) für jeden Feuerfestschutzblock (2.1 - 2.6) zumindest ein Befestigungselement
(3.2) vorgesehen ist, das mit dem Feuerfestschutzblock (2.1 - 2.6) in Formschluss
steht, oder dass an der Brücke (3) für jeden Feuerfestschutzblock (2.1 - 2.6) jeweils
ein Paar Befestigungselemente (3.2) vorgesehen ist, das mit Bezug zur Richtung Z randseitig
an der Brücke (3), gegenüberliegend zur Halteseite (3.3) angeordnet ist.
9. Feuerfestschutzsegment (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Feuerfestschutzblock (2.1 - 2.6) zwei gegenüberliegende Seitenflächen (2.10,
2.11) aufweist, die durch die Vorderseite (2.8) und die Rückseite (2.9) begrenzt sind,
wobei in der Seitenfläche (2.10, 2.11) ein Halteteil (2.7) vorgesehen ist, das mit
dem Befestigungselement (3.2) zumindest in Richtung X in Formschluss steht.
10. Feuerfestschutzsegment (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Feuerfestschutzblock (2.1 - 2.6) einen Querschnitt Q aufweist, der trapezförmig
ausgebildet ist oder der mit Bezug zur Richtung Y wechselseitig konkav-konvex ausgebildet
ist oder der fächerförmig ausgebildet ist.
11. Feuerfestschutzsegment (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit Bezug zur Richtung Y endseitig an der Brücke (3) oder an mindestens einem der
in Bezug auf die Richtung Y äußeren Feuerfestschutzblöcke (2.1 - 2.6) jeweils eine
Aufnahme (3.1) vorgesehen ist, die mit einem Anker der Heizgasbehälterwand (5) mittel-
oder unmittelbar verbindbar ist.
12. Feuerfestschutzsegment (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Brücke (3) Öffnungen (3.6) aufweist, so dass Spülluft mittels der Öffnungen (3.6)
in den Bereich der Halteseite (3.3) eintreten kann, wobei der Spalt zwischen der Brücke
(3) und den Feuerfestschutzblöcken (2.1 - 2.6) spülbar ist.
13. Feuerfestschutzauskleidung (4) einer Heizgasbehälterwand (5) bestehend aus mehreren
Feuerfestschutzsteinen (4.1) und mindestens mit einem Feuerfestschutzsegment (1) nach
einem der vorhergehenden Ansprüche.
14. Heizgasbehälterwand (5) mit einer Spülluftzuführöffnung (5.1) zwecks Zufuhr von Spülluft
von außerhalb des Heizgasbehälters,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Feuerfestschutzsegment (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche auf einer
Innenseite (5.2) der Heizgasbehälterwand (5) montiert ist und dass das Feuerfestschutzsegment
(1) zusammen mit der Heizgasbehälterwand (5) zumindest teilweise einen Spülluftkanal
(6) begrenzt, wobei die Spülluftzuführöffnung (5.1) im Spülluftkanal (6) mündet.
15. Heizgasbehälterwand (5) nach Patentanspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Spülluftkanal (6) in Umfangsrichtung der zu schützenden Heizgasbehälterwand
(5) über zumindest mehrere vertikale Reihen von Feuerfestschutzsteinen (4.1) erstreckt
und eine Verteilung der Spülluft über einen Teilumfang oder den gesamten Umfang zulässt.