[0001] Die Erfindung betrifft einen Lasttrennschalter, insbesondere einen Lasttrennschalter
mit einem leistenförmigen Gehäuse, in dem für verschiedene Stromphasen Stromsicherungen
angeordnet sind.
[0002] Lasttrennschalter dienen zur Trennung einer Last bzw. eines Verbrauchers von einem
Strom- bzw. Spannungsverteilsystem. Ein Stromverteilsystem kann eine oder mehrere
Stromversorgungsschienen umfassen, insbesondere Stromsammelschienen. Die Verbraucher
bzw. Lasten sind über den Lasttrennschalter an das Stromverteilsystem angeschlossen.
Der Lasttrennschalter kann einsetzbare Stromsicherungen enthalten. Zum Trennen der
Stromphasen von den Lasten bzw. Verbrauchern kann ein Nutzer bzw. eine Bedienperson
einen Betätigungsgriff manuell betätigen, um Schaltkontakte innerhalb des Lasttrennschalters
zu öffnen. Der Betätigungsgriff weist dabei Führungsbügel auf, die in den Innenraum
des Lasttrennschalters verlaufen und mechanisch mit den Schaltkontakten gekoppelt
sind. Bei herkömmlichen Lasttrennschaltern ist die Bedieneinheit zur Betätigung des
Lasttrennschalters nicht vollkommen werkzeugsicher. Es besteht beispielsweise die
Möglichkeit, über in dem Gehäuse des Lasttrennschalters für den Betätigungsgriff vorgesehene
schlitzartige Öffnungen ein Werkzeug, beispielsweise einen Schraubendreher, einzuführen,
wodurch die Sicherheit für einen Nutzer und eine betriebene Anlage vermindert wird.
[0003] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Lasttrennschalter zu
schaffen, welcher besonders sicher bedient und betrieben werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Lasttrennschalter mit den in Patentanspruch
1 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0005] Die Erfindung schafft demnach einen Lasttrennschalter, in dem für jede Stromphase
eine Schaltkontaktanordnung vorgesehen ist, die mit einer zugehörigen Zugangsschiene
verbunden ist, welche an einer Rückseite eines Gehäuses des Lasttrennschalters zur
Herstellung eines elektrischen Kontaktes mit einer stromführenden Schiene vorgesehen
ist, wobei die Schaltkontaktanordnung mittels einer an einer Frontseite des Gehäuses
angebrachten werkzeugsicheren Bedieneinheit des Lasttrennschalters schaltbar ist.
[0006] Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters ist
für jede Stromphase eine zugehörige Stromsicherung in das Gehäuse des Lasttrennschalters
einsetzbar.
[0007] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
weist das Gehäuse des Lasttrennschalters eine Leistenbauform auf.
[0008] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
sind in dem leistenbauförmigen Gehäuse des Lasttrennschalters mehrere Sicherungen
für verschiedene Stromphasen, insbesondere für drei Stromphasen, nebeneinander angeordnet.
[0009] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
weist die werkzeugsichere Bedieneinheit einen Betätigungsgriff mit zwei Führungsbügeln
auf, die mit einem Sprungschaltwerk zum bedienerunabhängigen Schalten der mindestens
einen Schaltkontaktanordnung des Lasttrennschalters verbunden sind.
[0010] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
sind die Führungsbügel des Betätigungsgriffes der werkzeugsicheren Bedieneinheit in
zugehörigen Seitenteilen des leistenförmigen Gehäuses des Lasttrennschalters entlang
mehrerer Schutzrippen geführt.
[0011] Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters sind
die Schutzrippen der Seitenteile derart verschachtelt zueinander angeordnet, dass
kein Werkzeug, insbesondere kein Schraubendreher, in den Innenraum des Gehäuses des
Lasttrennschalters einführbar ist.
[0012] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
weisen die Führungsbügel des Betätigungsgriffes der werkzeugsicheren Bedieneinheit
jeweils mindestens eine S-förmige Auswölbung auf, die eine zugehörige Schutzrippe
des entsprechenden Seitenteils berührungslos umschließt.
[0013] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
weisen die Schaltkontaktanordnungen jeweils mindestens einen in dem Gehäuse des Lasttrennschalters
fest angeordneten Schaltkontakt und mindestens einen an einem Loskontaktträger angebrachten
Loskontakt auf.
[0014] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
weist der Loskontaktträger einen Schaltschlitten auf, der durch das Sprungschaltwerk
des Lasttrennschalters bei Betätigung des Betätigungsgriffes der werkzeugsicheren
Bedieneinheit in Längsrichtung des leistenförmigen Gehäuses des Lasttrennschalters
translatorisch bewegbar ist.
[0015] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
ist das leistenförmige Gehäuse des Lasttrennschalters in vertikaler Richtung auf im
Wesentlichen horizontal verlaufende stromführende Schienen, insbesondere Stromsammelschienen,
montierbar.
[0016] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
ist der Betätigungsgriff der werkzeugsicheren Bedieneinheit des Lasttrennschalters
zum Ausschalten der Schaltkontaktanordnungen in Längsrichtung des leistenförmigen
Gehäuses des vertikal auf die stromführenden Schienen montierten Lasttrennschalters
nach unten und zum Einschalten der Schaltkontaktanordnungen in Längsrichtung des leistenförmigen
Gehäuses des vertikal auf die stromführenden Schienen montierten Lasttrennschalters
nach oben bewegbar.
[0017] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
ist in einem ausgeschalteten Schaltzustand des Lasttrennschalters, in dem sich der
Betätigungsgriff der werkzeugsicheren Bedieneinheit in einer unteren Schaltstellung
befindet, ein an einer oberen Stirnseite des Gehäuses des Lasttrennschalters angebrachter
Abschließriegel aus dem Gehäuse des Lasttrennschalters herausziehbar, wobei in der
herausgezogenen Stellung das Sprungschaltwerk des Lasttrennschalters mechanisch blockiert
wird.
[0018] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
ist der Abschließriegel in der herausgezogenen Stellung mittels mindestens eines Bügelschlosses
sichtbar verschließbar.
[0019] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
ist mindestens ein Flagindikator vorgesehen, welcher den tatsächlichen Schaltzustand
des Lasttrennschalters, insbesondere der darin enthaltenen Schaltkontaktanordnungen,
unabhängig von der Position des Betätigungsgriffes der werkzeugsicheren Bedieneinheit
anzeigt.
[0020] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
ist an der Frontseite des Lasttrennschalters ein Sicherungsdeckel mit Sichtscheiben
vorgesehen, welcher in dem Gehäuse enthaltene Stromsicherungen des Lasttrennschalters
abdeckt.
[0021] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
ist in dem ausgeschalteten Schaltzustand des Lasttrennschalters der Betätigungsgriff
der werkzeugsicheren Bedieneinheit mit dem Sicherungsdeckel verbunden und ist aus
dem Sprungschaltwerk des Lasttrennschalters zum Öffnen des Sicherungsdeckels herausziehbar.
[0022] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
ist der Sicherungsdeckel sowohl in dem eingeschalteten Schaltzustand des Lasttrennschalters
als auch in dem ausgeschalteten Schaltzustand des Lasttrennschalters abschließbar.
[0023] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
weisen die Sichtscheiben des Sicherungsdeckels Prüflöcher zur Spannungsprüfung auf.
[0024] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
sind unterhalb der in dem Gehäuse einsetzbaren Stromsicherungen jeweils Montagetunnel
innerhalb des Gehäuses des Lasttrennschalters vorgesehen, die jeweils eine abnehmbare
Schutzabdeckung aufweisen.
[0025] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
verlaufen die Montagetunnel des Gehäuses des Lasttrennschalters durch längliche Öffnungen
des innerhalb des Gehäuses translatorisch beweglichen Schaltschlittens.
[0026] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
sind die Stromsicherungen innerhalb des leistenförmigen Gehäuses des Lasttrennschalters
in einer Reihe angeordnet.
[0027] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
liegen die reihenförmig angeordneten Stromsicherungen nach vertikaler Montage des
Lasttrennschalters auf die im Wesentlichen horizontal verlaufenden stromführenden
Schienen übereinander.
[0028] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
transportiert ein nach vertikaler Montage des Lasttrennschalters auf die im Wesentlichen
horizontal verlaufenden stromführenden Schienen vertikal innerhalb des Gehäuses des
Lasttrennschalters verlaufender Lüftungskanal Abwärme und/oder Schaltgase nach oben
und gibt diese an einer oberen Stirnseite des Gehäuses des Lasttrennschalters nach
außen ab.
[0029] Die Erfindung schafft ferner gemäß einem weiteren Aspekt ein Stromverteilungssystem
mit den in Anspruch 23 angegebenen Merkmalen.
[0030] Die Erfindung schafft demnach ein Stromverteilungssystem, bei dem sowohl Sicherungslasttrennschalter
als auch Lasttrennschalter gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung in vertikaler Richtung
auf im Wesentlichen horizontal verlaufende stromführende Schienen, insbesondere Stromsammelschienen,
montierbar sind.
[0031] Dies erlaubt eine besonders flexible Anordnung von Lasttrennschaltern als auch Sicherungslasttrennschaltern
auf gemeinsamen horizontal angeordneten stromführenden Schienen, insbesondere Stromsammelschienen.
Hierdurch kann bei der Montage beispielsweise innerhalb eines Schaltschrankes erheblich
Platz gespart werden. Da alle Schaltgeräte vertikal auf parallel verlaufende stromführende
Schienen montiert werden können, werden hierdurch zudem vertikal verlaufende Abzweigungen
von den stromführenden Schienen überflüssig.
[0032] Im Weiteren werden mögliche Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
und des erfindungsgemäßen Stromverteilsystems unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren näher erläutert.
[0033] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Lasttrennschalters;
- Fig. 2
- eine Frontalansicht auf den in Fig. 1 dargestellten Lasttrennschalter mit geöffnetem
Gehäuse;
- Fig. 3
- eine perspektivische Detailansicht auf das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel
eines Lasttrennschalters;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht auf einen in dem Lasttrennschalter gemäß Fig. 1 verwendeten
Schaltschlitten als Loskontaktträger für in dem Lasttrennschalter enthaltene Schaltkontaktanordnungen;
- Fig. 5
- ein Ausführungsbeispiel eines Loskontaktpaketes, welches für eine in dem erfindungsgemäßen
Lasttrennschalter enthaltene Schaltkontaktanordnung verwendet werden kann;
- Fig. 6
- ein Ausführungsbeispiel einer Schaltkontaktanordnung, welche das in Fig. 5 dargestellte
Loskontaktpaket verwendet;
- Fig. 7
- eine perspektivische Detailansicht auf eine bei dem erfindungsgemäßen Lasttrennschalter
verwendete werkzeugsichere Bedieneinheit;
- Fig. 8
- eine Ansicht auf eine Frontseite des in Fig. 1 dargestellten erfindungsgemäßen Lasttrennschalters;
- Fig. 9
- eine Ansicht auf den in Fig. 1 dargestellten erfindungsgemäßen Lasttrennschalter ohne
die in Fig. 8 dargestellte Frontabdeckung;
- Fig. 10
- eine Schnittansicht durch das Gehäuse des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters zur
Darstellung eines Ausführungsbeispiels der von dem erfindungsgemäßen Lasttrennschalter
verwendbaren werkzeugsicheren Bedieneinheit;
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht zur Erläuterung eines durch den erfindungsgemäßen Lasttrennschalter
realisierten technischen Vorteils;
- Fig. 12
- eine Schnittansicht zur Darstellung einer durch die werkzeugsichere Bedieneinheit
des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters geschaffenen Bediensicherheit;
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht auf den erfindungsgemäßen Lasttrennschalter mit geöffnetem
Sicherungsdeckel;
- Fig. 14
- eine partielle Schnittansicht durch ein Gehäuse des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
zur Erläuterung einer möglichen Montageweise auf eine stromführende Schiene;
- Fig. 15
- ein Diagramm zur Erläuterung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Stromverteilsystems
gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung.
[0034] Fig. 1 zeigt eine perspektivische, teilweise geschnittene Ansicht zur Darstellung
eines exemplarischen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters
1 gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung. Der Lasttrennschalter 1 weist
für verschiedene Stromphasen L Schaltkontaktanordnungen 2 auf, die mit zugehörigen
Zugangsschienen 16 des Last-trennschalters verbunden sind. Die Zugangsschienen 16
sind an einer Rückseite eines Gehäuses 5 des Lasttrennschalters 1 zur Herstellung
eines elektrischen Kontaktes mit einer entsprechenden stromführenden Schiene SS vorgesehen.
Das Gehäuse 5 besteht beispielsweise aus feuerresistentem Kunststoff. Die innerhalb
des Gehäuses 5 vorgesehenen Schaltkontaktanordnungen 2 des Lasttrennschalters 1 sind
mittels einer an einer Frontseite des Gehäuses 5 angebrachten werkzeugsicheren Bedieneinheit
19 des Lasttrennschalters 1 schaltbar. In Fig. 6 ist ein exemplarisches Ausführungsbeispiel
für eine in dem Lasttrennschalter 1 enthaltene Schaltkontaktanordnung 2 dargestellt.
Die Schaltkontaktanordnung 2 besitzt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine
Loskontakteinheit 3 bzw. ein Loskontaktpaket 3. Ein Ausführungsbeispiel für ein derartiges
Loskontaktpaket 3 ist in Fig. 5 gezeigt. Die Loskontakteinheit 3 ist in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel an einem Loskontaktträger 4 bzw. Schaltschlitten 4 angebracht,
wie in Fig. 6 dargestellt. Bei dem in Fig. 6 dargestellten Loskontaktträger 4 kann
es sich um einen Schaltschlitten des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters 1 handeln,
der perspektivisch in Fig. 4 dargestellt ist. Der Schaltschlitten 4 des Lasttrennschalters
1 ist, wie in Fig. 1 dargestellt, innerhalb des Gehäuses 5 des Lasttrennschalters
1 translatorisch beweglich angeordnet.
[0035] Die Frontseite des Lasttrennschalters 1, d.h. die in Fig. 1 oben liegende Seite des
Gehäuses 5, stellt die Bedienebene des Schaltgerätes bzw. des Lasttrennschalters 1
dar. Die Bedieneinheit 19 ist bei dem erfindungsgemäßen Lasttrennschalter 1 werkzeugsicher
(IP30) ausgestaltet. Die werkzeugsichere Bedieneinheit 19 verfügt über einen Betätigungsgriff
15, welcher zwei Führungsbügel 15A, 15B besitzt, die mit einem Sprungschaltwerk 17
zum bedienerunabhängigen Schalten der mindestens einen innerhalb des Gehäuses 5 vorhandenen
Schaltkontaktanordnung 2 verbunden sind. Die Führungsbügel 15A, 15B des Betätigungsgriffes
15 die einerseits in der werkzeugsicheren Bedieneinheit 19 geführt werden, werden
andererseits vorzugsweise in zugehörigen Seitenteilen des leistenförmigen Gehäuses
5 des Lasttrennschalters 1 entlang mehrerer Schutzrippen mechanisch geführt.
[0036] Fig. 10 zeigt eine Detailansicht eines Schnittes durch ein an dem Gehäuse 5 vorhandenes
Seitenteil, welches Schutzrippen 23 aufweist. Wie in Fig. 10 dargestellt, befindet
sich die Bedieneinheit 19 innerhalb des Außengehäuses 5 des Lasttrennschalters 1.
Sowohl die Bedieneinheit 19 als auch das in Fig. 10 dargestellte Seitenteil des Außengehäuses
5 verfügt über Schutzrippen 23, 24. Dabei sind die Schutzrippen 23, 24 vorzugsweise
derart verschachtelt zueinander angeordnet, dass kein Werkzeug W in den Innenraum
des Gehäuses 5 des Lasttrennschalters 1 einführbar ist. Fig. 10 zeigt einen innerhalb
des Gehäuses 5 verlaufenden Führungsbügel 15B des Betätigungsgriffes 15 in Schnittansicht.
Die Führungsbügel 15A, 15B des Betätigungsgriffes 15 sind jeweils an die Geometrie
der verschachtelten Schutzrippen angepasst. In einer bevorzugten Ausführungsform weist
der Führungsbügel, beispielsweise der Führungsbügel 15B wie er in Fig. 10 dargestellt
ist, mindestens eine S-förmige Auswölbung 22B auf, die eine zugehörige Schutzrippe
23 des Seitenteils des Gehäuses 5 berührungslos umschließt, wie in Fig. 10 dargestellt.
Alternativ kann der Führungsbügel 15B bzw. der Führungsbügel 15A des Betätigungsgriffes
15 auch eine Schutzrippe des Bedienteils 19 S-förmig bzw. meanderförmig berührungslos
umschließen. Fig. 10 zeigt mehrere im Wesentlichen horizontal verlaufende Schutzrippen
24 der Bedieneinheit 19. Weiterhin sind mehrere im Wesentlichen horizontal verlaufende
Schutzrippen 23 des Seitenteils des Gehäuses 5 dargestellt. Die Konturen der Bedieneinheit
19 und des Außengehäuses 5 greifen vorzugsweise ineinander, wobei sich ein Öffnungsspalt
ergibt, der vorzugsweise eine Breite von beispielsweise maximal 2 mm besitzt. Die
konstruktive Formgebung, wie sie in Fig. 10 dargestellt ist, dient zur Einhaltung
eines IP30-Bedienschutzes im Durchführungsbereich des Betätigungsgriffes 15.
[0037] Fig. 11 zeigt perspektivisch von oben das Ansetzen eines Werkzeuges W, nämlich eines
Schraubendrehers W, an einen Öffnungsschlitz der Bedieneinheit bzw. Bedienkappe 19
des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters 1. Der Betätigungsgriff 15 befindet sich
dabei im unteren ausgeschalteten Zustand des Lasttrennschalters 1.
[0038] Fig. 12 zeigt die entsprechende Schnittansicht durch das Seitenteil des Gehäuses
5 des Lasttrennschalters 1. Wie man erkennen kann, wird das Einführen des Werkzeuges
bzw. Schraubendrehers W aufgrund der verschachtelten Anordnung der Schutzrippen 23,
24 verhindert. Diese Schutzrippen 23, 24 sind vorzugsweise derart verschachtelt angeordnet,
dass selbst ein kleiner Schraubendreher W, welcher leicht schräg in den entsprechenden
Spalt eingeführt werden kann, dort auf die nächste Schutzrippe 23, 24 trifft. Die
Anzahl der vorgesehenen Schutzrippen 23, 24 in der Bedienkappe 19 bzw. in dem Seitenteil
des Außengehäuses 5 kann variieren. Weiterhin kann die Verschachtelungsgeometrie der
sich gegenüberliegenden Schutzrippen 23, 24 variieren. Auch die Abstände und Neigungen
der verschiedenen Schutzrippen 23, 24 kann je nach Anwendungsfall unterschiedlich
ausgestaltet sein.
[0039] Der in den Figuren 1, 2 dargestellte erfindungsgemäße Lasttrennschalter 1 weist eine
Leistenbauform auf, wobei in seinem Gehäuse 5 mehrere Stromsicherungen 14A, 14B, 14C
einsetzbar sind. Das leistenförmige Gehäuse 5 des Lasttrennschalters 1 ist in vertikaler
Richtung auf im Wesentlichen horizontal verlaufende stromführende Schienen SS, insbesondere
Stromsammelschienen, montierbar. Nach der Montage des leistenförmigen Gehäuses 5 ist
der Lasttrennschalter 1 im Wesentlichen vertikal ausgerichtet, wobei die Frontseite
des Lasttrennschalters 1, d.h. die in Fig. 1, 2 oben liegende Seite, die Frontseite
des Lasttrennschalters 1 bildet, an der auch die werkzeugsichere Bedieneinheit 19
des Lasttrennschalters 1 für einen Nutzer zugänglich ist. Zum Ausschalten der innerhalb
des Gehäuses 5 befindlichen Schaltkontaktanordnungen 2 wird der Betätigungsgriff 15
der werkzeugsicheren Bedieneinheit 19 des Lasttrennschalters 1 in Längsrichtung des
vertikal ausgerichteten leistenförmigen Gehäuses 5, welches auf die stromführenden
Schienen SS montiert ist, nach unten bewegt. Umgekehrt wird zum Einschalten der Schaltkontaktanordnungen
2 der Betätigungsgriff 15 des vertikal auf die stromführenden Schienen SS montierten
Lasttrennschalters 1 nach oben bewegt. Die Betätigung des Betätigungsgriffes 15 erfolgt
vorzugsweise manuell durch einen Benutzer.
[0040] Fig. 8 zeigt den in den Figuren 1, 2 dargestellten Lasttrennschalter 1 von oben,
d.h. Fig. 8 zeigt die Frontseite des Lasttrennschalters 1. Im montierten Zustand des
Lasttrennschalters 1 befindet sich die in Fig. 8 links dargestellte Bedieneinheit
bzw. Bedienkappe 19 oben. Fig. 8 zeigt den Lasttrennschalter 1 im ausgeschalteten
Zustand, in dem der Betätigungsgriff 15 sich in der unteren Schaltstellung befindet.
In einem ausgeschalteten Schaltzustand des Lasttrennschalters 1, in dem sich der Betätigungsgriff
15 der werkzeugsicheren Bedieneinheit 19 in einer unteren Schaltstellung befindet,
ist ein an einer oberen Seite des Gehäuses 5 des Lasttrennschalters 1 angebrachter
Abschließriegel 26 aus dem Gehäuse 5 des Lasttrennschalters 1 herausziehbar. Durch
den herausgezogenen Abschließriegel 26 wird vorzugsweise das Sprungschaltwerk 17 des
Lasttrennschalters 1 mechanisch blockiert. Bei einer möglichen Ausführungsform ist
der Abschließriegel 26 in seiner herausgezogenen Stellung mittels mindestens eines
Bügelschlosses für einen Nutzer sichtbar verschließbar.
[0041] Der Betätigungsgriff 15 kann in einer quasi translatorischen Bewegung manuell betätigt
werden, um den Lasttrennschalter 1 ein- oder auszuschalten. Die Betätigungsrichtung
des Betätigungsgriffes 15 verläuft dabei vorzugsweise in Längsrichtung des leistenförmigen
Gehäuses 5. Alternativ kann auch ein Drehgriff mit motorischer Betätigung vorgesehen
sein. Zum Einschalten des Lasttrennschalters 1 wird der Betätigungsgriff 15 nach oben
bewegt. Zum Ausschalten des auf die stromführenden Schienen SS montierten Lasttrennschalters
1 wird der Betätigungsgriff 15 nach oben bewegt. Zum Ausschalten des montierten Lasttrennschalters
1 wird der Betätigungsgriff 15 nach unten bewegt. Der Betätigungsgriff 15 greift vorzugsweise
in entsprechende Konturen des Sprungschaltwerkes 17 ein und betätigt das Sprungschaltwerk
17 entsprechend. Weiterhin befindet sich an der Stirn- bzw. Frontseite des Lasttrennschalters
1 der nach vorne ausziehbare Abschließriegel 26, der in Fig. 8 links an der oberen
Stirnseite dargestellt ist. In herausgezogenem Zustand des Abschließriegels 26 wird
das Sprungschaltwerk 17 des Lasttrennschalters 1 mechanisch blockiert. Nach erfolgter
Blockage des Sprungschaltwerkes 17 kann der Lasttrennschalter 1 nicht mehr aus- bzw.
eingeschaltet werden. In den herausgezogenen Abschließriegel 26 können bei einer möglichen
Ausführungsform bis zu drei Bügelschlösser eingehängt werden, um ein für den Anwender
sichtbares Verschließen des Lasttrennschalters 1 anzuzeigen. Der Betätigungsgriff
15 kann sowohl im eingeschalteten Zustand als auch im ausgeschalteten Zustand bei
einer möglichen Ausführungsform plombiert werden. Weiterhin kann der Lasttrennschalter
1 bei einer möglichen Ausführungsform, wie in Fig. 8 dargestellt, eine mechanische
Deckelverriegelung 27 zur Verriegelung des Schutzdeckels 25 aufweisen.
[0042] Fig. 13 zeigt perspektivisch den Lasttrennschalter 1 mit geöffnetem Sicherungsdeckel
25. An der Frontseite des Lasttrennschalters 1 ist der Sicherungsdeckel 25 mit mehreren
Sichtscheiben 25A, 25B, 25C vorgesehen. Der Sicherungsdeckel 25 kann bei einer möglichen
Ausführungsform mehrere in dem Gehäuse 5 enthaltene Stromsicherungen 14A, 14B, 14C
abdecken. In ausgeschaltetem Schaltzustand des Lasttrennschalters 1, wie er schematisch
beispielsweise in den Figuren 8, 13 dargestellt ist, ist der Betätigungsgriff 15 der
werkzeugsicheren Bedieneinheit mit dem Sicherungsdeckel 25 mechanisch verbunden und
kann aus dem Sprungschaltwerk 17 des Lasttrennschalters 1 zum Öffnen des Sicherungsdeckels
25 zumindest teilweise herausgezogen werden. Der Sicherungsdeckel 25 kann ferner sowohl
im eingeschalteten Schaltzustand des Lasttrennschalters 1 als auch im ausgeschalteten
Schaltzustand des Lasttrennschalters 1 beispielsweise mittels der in Fig. 8 dargestellten
Deckelverriegelung 27 abgeschlossen werden.
[0043] Beim Ausschalten des Lasttrennschalters 1 wird der Betätigungsgriff 15 in die untere
Schaltstellung verbracht, wie in Fig. 13 dargestellt, und gewissermaßen an den Sicherungsdeckel
25 übergeben, sodass der Betätigungsgriff 15 in dieser Schaltstellung zum Öffnen des
Sicherungsdeckels 25 benutzt werden kann. Durch Öffnen des Sicherungsdeckels 25 gelangt
der Anwender an den Sicherungsraum innerhalb des Gehäuses 5 des Lasttrennschalters
1. Bei den Sicherungen 14A, 14B, 14C kann es sich beispielsweise um NH-Sicherungen
handeln, die in Sicherungskontakte 13 einsetzbar sind, wie sie beispielsweise in Fig.
1 dargestellt sind. Fig. 9 zeigt den Lasttrennschalter 1 von vorne mit teilweise entferntem
Gehäuse 5 mit einer eingesetzten Stromsicherung 14A. Man erkennt in Fig. 9 drei Sicherungskontaktpaare
13 für drei Stromsicherungen, wobei lediglich die oben gelegene erste Stromsicherung
14A eingesetzt dargestellt ist. Die Stromsicherungen 14A, 14B, 14C sind innerhalb
des leistenförmigen Gehäuses 5 des Lasttrennschalters 1 vorzugsweise in Reihe angeordnet,
wie in Fig. 9 erkennbar. Die reihenförmig angeordneten Stromsicherungen 14A, 14B,
14C liegen nach erfolgter vertikaler Montage des Lasttrennschalters 1 auf den im Wesentlichen
horizontal verlaufenden stromführenden Schienen SS übereinander. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform befindet sich ein Lüftungskanal innerhalb des Gehäuses 5, welcher
nach erfolgter Montage vertikal verläuft. Der Lüftungskanal kann bei einer möglichen
Ausführungsform Abwärme und/oder Schaltgase nach oben transportieren und an einer
oberen Stirnseite des Gehäuses 5, d.h. in Fig. 9 links, an die Umgebung abgeben.
[0044] An der Frontseite des Lasttrennschalters 1 kann bei einer möglichen Ausführungsform
mindestens ein Flagindikator vorgesehen sein, welcher den tatsächlichen Schaltzustand
des Lasttrennschalters 1, d.h. den Schaltzustand der innerhalb des Gehäuses 5 befindlichen
Schaltkontaktanordnungen 2, unabhängig von der Position des Betätigungsgriffes 15
der werkzeugsicheren Bedieneinheit 19 dem Anwender anzeigt.
[0045] Zudem können in den Sichtscheiben 25A, 25B, 25C des Sicherungsdeckels 25 Prüflöcher
zur Spannungsprüfung vorgesehen sein. Unterhalb der in dem Gehäuse 5 einsetzbaren
Stromsicherungen 14A, 14B, 14C befinden sich vorzugsweise Montagetunnel 20, die bei
einer möglichen Ausführungsform jeweils eine abnehmbare Schutzabdeckung besitzen.
Fig. 14 zeigt eine Schnittansicht zur Darstellung einer möglichen Ausführungsform
eines derartigen Montagetunnels 20. Bei einer möglichen Ausführungsform kann in dem
Montagetunnel 20 ein isolierter Klemmbügel 28 vorgesehen sein, der kraft- und formschlüssig
in dem Montagetunnel 20 gehalten wird. Der in Fig. 14 dargestellte Klemmbügel 28 erlaubt
eine Montage des Lasttrennschalters 1 an eine stromführende Schiene SS von der Frontseite
aus nach Abnahme des Sicherungsdeckels 25.
[0046] Bei einer möglichen Ausführungsform können beim Einschalten des Betätigungsgriffes
15 durch dessen Führungsbügel 15A, 15B zwei Verriegelungsschieber mitgezogen werden,
die in dem Deckel gelagert sind und beim Einschalten translatorisch aus diesem Deckel
herausgezogen werden. Im ausgeschalteten Zustand des Lasttrennschalters 1 sind diese
Verriegelungsschieber komplett in den Deckel hineingeschoben. Im Inneren des Lasttrennschalters
1 befindet sich das Schaltgehäuse. In dem Schaltgehäuse ist vorzugsweise der Schaltschlitten
4 enthalten, der sich in dem Schaltgehäuse translatorisch bewegt. Die Ausrichtung
des Lasttrennschalters 1 im montierten Zustand ist vorzugsweise vertikal. Auch ein
horizontaler Einbau des Lasttrennschalters 1 ist möglich. Die Abgangsschienen 21-i
befinden sich bei einer möglichen Ausführungsform, wie in Fig. 8 dargestellt, an der
Unterseite des Gehäuses 5. Alternativ können die Abgangsschienen 21-i oder sonstige
Anschlüsse an einer anderen Stelle der Frontseite des Gehäuses 5 vorgesehen sein.
Mit Zubehörteilen, beispielsweise Rahmenklemmen oder Schellenanschlüssen können Leitungen
direkt mit dem Gerät verbunden werden oder mittels Kabelschuh angeschraubt werden.
Auf der Rückseite des Gehäuses 5 befinden sich bei einer möglichen Ausführungsform
gelochte oder geschlitzte Zugangsschienen 16, die eine elektrische Kontaktierung zu
den stromführenden Schienen SS herstellen können. Die Kontaktierung erfolgt dabei
vorzugsweise entweder mit einer Schraubverbindung oder mit einer Klemmverbindung.
[0047] Zur einfachen Montage kann über ein Zubehörteil die Leiste auf die stromführende
Schiene aufgehängt werden, wobei erst anschließend die mechanische Verbindung mit
der stromführenden Schiene SS erfolgt. Die komplette Bedienebene an der Frontseite
des Lasttrennschalters 1 ist werkzeugsicher (IP30) ausgestaltet. An der Frontseite
befindet sich der Sicherungsdeckel 25 mit seinen Sichtfenstern 25A, 25B, 25C. Bei
einer möglichen Ausführungsform ist der Sicherungsdeckel 25 im montierten Zustand
an der Unterseite mechanisch drehbar gelagert. Im ausgeschalteten Zustand ist der
Schaltgriff 15 mit dem Sicherungsdeckel 25 mechanisch verbunden und kann als Griff
für den Sicherungsdeckel 25 dienen. Wird der Sicherungsdeckel 25 mit dem Schaltgriff
15 geöffnet, wird dieser aus dem Sprungschaltwerk 17 des Lasttrennschalters 1 zumindest
teilweise herausgezogen. Somit kann der Lasttrennschalter 1 bei geöffnetem Sicherungsdeckel
25 nicht mehr geschaltet werden, wodurch eine zusätzliche Sicherheitsfunktion für
den Anwender bzw. Bediener bereitgestellt wird. Der Sicherungsdeckel 25 kann vorzugsweise
sowohl im eingeschalteten als auch im ausgeschalteten Zustand abgeschlossen werden.
Im abgeschlossenen Zustand ist der Sicherungsdeckel 25 fest mit dem restlichen Leistenkörper
bzw. Gehäuse 5 des Lasttrennschalters 1 verbunden. Dann ist ein Zugang zu den in dem
Gehäuse 5 enthaltenen Sicherungen 14A, 14B, 14C nicht mehr möglich. Das Verschließen
kann bei einer möglichen Ausführungsform mittels eines Doppelbartschlüssels erfolgen.
Für jede Sicherung 14A, 14B, 14C können Prüflöcher zur Spannungsprüfung in den Sichtscheiben
25A, 25B, 25C des Sicherungsdeckels 25 vorgesehen sein. Diese Sichtscheiben 25A, 25B,
25C sind vorzugsweise partiell transparent, um auch technische Daten, die auf den
Sicherungen aufgedruckt sind, ablesen zu können.
[0048] Das Sprungschaltwerk 17 des Lasttrennschalters 1 erlaubt ein bedienerunabhängiges
Schalten. Der erfindungsgemäße Lasttrennschalter 1 weist bei einer bevorzugten Ausführungsform
eine elektromechanische Schaltkontaktanordnung 2 auf. Ein Ausführungsbeispiel einer
derartigen Schaltkontaktanordnung 2 ist in Fig. 6 dargestellt. Die Schaltkontaktanordnung
2 weist dabei mindestens eine Loskontakteinheit 3 auf, die relativ zu einem elektrischen
Schaltkontakt 6 beweglich angeordnet ist. Die Loskontakteinheit 3 besitzt mindestens
einen Stromführungskontakt 3A zur Stromführung nach Abschluss eines Schaltvorganges,
der durch einen Schalt-Opferkontakt 3B vor Verschleiß während des Schaltvorganges
geschützt wird. Die Loskontakteinheit 3 wird beispielsweise durch ein Loskontaktpaket
gebildet. Die Loskontakteinheit 3 ist an einem beweglichen Loskontaktträger angebracht,
insbesondere an dem in Fig.1 dargestellten Schaltschlitten 4. Der Schaltschlitten
4 ist innerhalb des Gehäuses 5 des Lasttrennschalters 1 relativ zu dem mindestens
einen feststehenden Schaltkontakt 6 translatorisch bewegbar. Dabei kann der in dem
Gehäuse 5 vorgesehene bewegliche Schaltschlitten 4 mittels des Schaltwerkes 17 manuell
betätigt werden. Der Schalt-Opferkontakt 3B der Loskontakteinheit 3 weist vorzugsweise
eine doppelt konisch ausgebildete Kontaktrolle auf, während der Stromführungskontakt
3A der Loskontakteinheit 3 eine zylinderförmige oder konisch geformte Kontaktrolle
besitzt. Alternativ kann ein Kontaktmesser des feststehenden Schaltkontaktes 6 konisch
ausgebildet sein oder verschiedene Kontaktierungsebenen aufweisen. Dabei sind sowohl
der Schalt-Opferkontakt 3B als auch der Stromführungskontakt 3A der Loskontakteinheit
3 vorzugsweise zylinderförmig ausgebildet.
[0049] Der Schalt-Opferkontakt 3B ist, wie in Fig. 6 dargestellt, neben dem Stromführungskontakt
3A an dem beweglichen Loskontaktträger bzw. Schaltschlitten 4 an der dem elektrischen
Schaltkontakt 6 zugewandten Seite angebracht. Die Kontaktrolle des Schalt-Opferkontaktes
3B ist vorzugsweise etwas länger ausgebildet als die Kontaktrolle des Stromführungskontaktes
3A. Der feststehende Schaltkontakt 6 weist vorzugsweise eine messerförmig ausgebildete
Kontaktflanke auf. In einem eingeschalteten Zustand der Schaltkontaktanordnung 2 liegen
der Stromführungskontakt 3A und der Schalt-Opferkontakt 3B der Loskontakteinheit 3
an einer Kontaktfläche des Kontaktmessers 6A, 6B an. In einem ausgeschalteten Zustand
der Schaltkontaktanordnung 2 liegen der Stromführungskontakt 3A und der Schalt-Opferkontakt
3B der Loskontakteinheit 3 von der Kontaktfläche des Kontaktmessers 6A, 6B getrennt,
wobei der Schalt-Opferkontakt 3B der Loskontakteinheit 3 einer schräg verlaufenden
Kontaktflanke 7A, 7B des Kontaktmessers zugewandt ist.
[0050] Während eines Schaltvorganges aus dem eingeschalteten Zustand in einen ausgeschalteten
Zustand der Schaltkontaktanordnung 2 erfolgt zunächst eine Trennung des Stromführungskontaktes
3A von dem Kontaktmesser des elektrischen Schaltkontaktes 6 und erst anschließend
eine Trennung des Schalt-Opferkontaktes 3B von dem Kontaktmesser des feststehenden
Schaltkontaktes 6. Bei der Trennung des Schalt-Opferkontaktes 3B der Loskontakteinheit
3 von dem Kontaktmesser des elektrischen Schaltkontaktes 6 bildet sich ein Lichtbogen
LB, der entlang der schräg verlaufenden Kontaktflanke 7A, 7B des Kontaktmessers weg
von dem Loskontaktträger 4 nach außen zu einem Löschblechpaket 18 hin wandert. Die
Loskontakteinheit 3 weist vorzugsweise zwei durch ein oder mehrere Distanzbleche 9
voneinander beabstandete Loskontaktpaare auf, die jeweils einen Stromführungskontakt
3A und einen Schalt-Opferkontakt 3B umfassen. Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel
für eine Loskontakteinheit 3 bzw. ein Loskontaktpaket 3. Die beiden Loskontaktpaare
einer Loskontakteinheit 3 werden vorzugsweise bei einem Schaltvorgang über die beiden
gegenüberliegenden Kontaktflächen des entsprechenden Kontaktmessers 6A, 6B des feststehenden
Schaltkontaktes 6 der Schaltkontaktanordnung 2 geführt.
[0051] Bei einer möglichen Ausführungsform sind an dem Loskontaktträger bzw. Schaltschlitten
4 zwei Loskontakteinheiten 3 vorgesehen, die jeweils aus zwei Loskontaktpaaren bestehen,
die ihrerseits jeweils einen Stromführungskontakt 3A und einen Schalt-Opferkontakt
3B umfassen. Dabei sind die beiden Loskontakteinheiten 3 vorzugsweise beidseitig symmetrisch
an dem Loskontaktträger bzw. Schaltschlitten 4 angebracht und werden während eines
Schaltvorganges über die gegenüberliegenden Kontaktflächen von zwei entsprechend symmetrisch
angeordneten Kontaktmessern 6A, 6B eines zugehörigen feststehenden Schaltkontaktes
6 der Schaltkontaktanordnung 2 geführt. Bei einer möglichen Ausführungsform ist die
Loskontakteinheit 3 federnd in dem Schaltschlitten bzw. Loskontaktträger 4 gelagert.
Alternativ sind die Kontaktrollen innerhalb der Kontakteinheit 3 federnd gelagert.
[0052] Die in dem Lasttrennschalter 1 einsetzbaren Sicherungen 14A, 14B, 14C sind vorzugsweise
jeweils mittels mindestens einer Schaltkontaktanordnung 2, die beispielsweise in Fig.
6 dargestellt ist, in einen Strompfad schaltbar. Die Sicherungen 14A, 14B, 14C werden
in zwei gegenüberliegende Sicherungskontakte 13 eines Sicherungskontaktpaares eingesetzt.
Dabei sind vorzugsweise die Sicherungskontakte 13 eines Sicherungskontaktpaares jeweils
mit einem in dem Gehäuse 5 des Lasttrennschalters 1 vorgesehenen feststehenden Schaltkontakt
6 einer Schaltkontaktanordnung 2 elektrisch verbunden. Der Schaltschlitten 4 trägt
die Loskontakteinheiten 3 der verschiedenen Schaltanordnungen 2 und bewegt diese relativ
zu den in dem Gehäuse 5 fest angeordneten Schaltkontakten 6 der Schaltkontaktanordnungen
2 bei Betätigung translatorisch zum Schließen oder Trennen des jeweiligen Strompfades.
[0053] Der in Fig. 1 dargestellte Lasttrennschalter 1 mit NH-Sicherungen in Leistenbauform
mit einem darin enthaltenen Sprungschaltwerk 17 dient zum bedienerunabhängigen und
für den Anwender gefahrlosen Schalten von elektrischen Strömen von mehreren Stromphasen
L1, L2, L3. Der Lasttrennschalter 1 kann auf mehrere horizontal ausgerichtete und
parallel verlaufende stromführende Schienen SS, insbesondere Stromsammelschienen,
montiert werden. Beim Einschalten wird der Betätigungsgriff 15 vom Bediener translatorisch
nach oben verschoben. Nach dem Überwinden eines sogenannten Point of no Return kann
der Einschaltvorgang vom Bediener nicht mehr beeinflusst oder unterbrochen werden,
d.h., es erfolgt ein bedienerunabhängiges Schalten des Lasttrennschalters 1. Das Sprungschaltwerk
17 des Lasttrennschalters 1 ist derart ausgelegt, dass eine sehr hohe Schaltgeschwindigkeit
und eine sehr hohe Schaltkraft erreicht wird. Dies ist zweckdienlich, um beim Schalten
unter Last den entstehenden Lichtbogen LB so schnell wie möglich zu löschen und somit
einen Verschleiß der Schaltkontakte zu minimieren. Die Schaltkontakte der Schaltkontaktanordnungen
2 sind vorzugsweise derart ausgelegt, dass beim Ausschalten die jeweiligen Stromphasen
L1, L2, L3 an zwei Stellen gleichzeitig unterbrochen werden, d.h., es erfolgt eine
sogenannte Doppelunterbrechung. Dadurch ist im ausgeschalteten Zustand des Lasttrennschalters
1 ein gefahrloses Auswechseln der Sicherungen 14A, 14B, 14C möglich, da die vom Anwender
zugänglichen Sicherungskontakte 13 an der Frontseite des Schaltgerätes nach erfolgter
Doppelunterbrechung potentialfrei sind. Das Gehäuse 5 kann unterschiedliche Baubreiten
aufweisen. Für eine Ausführung NH00 kann das Gehäuse 5 beispielsweise 50 mm breit
sein und für die Ausführungsform NH1-3 beträgt die Breite des Gehäuses beispielsweise
100 mm.
[0054] Fig. 15 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel eines Stromverteilsystems gemäß
einem weiteren Aspekt der Erfindung. Wie man aus Fig. 15 erkennen kann, werden dabei
auf mehreren, im Wesentlichen parallel angeordneten Stromsammelschienen SS1, SS2,
SS3 Lasttrennschalter 1-1, 1-2, 1-3 gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung montiert.
Die Stromsammelschienen bzw. stromführenden Schienen SS verlaufen im Wesentlichen
horizontal. Die Lasttrennschalter 1-i weisen ein leistenförmiges Gehäuse 5 auf und
sind vertikal auf die stromführenden Schienen SS montiert. Das Stromverteilsystem
erlaubt eine flexible Anordnung der Lasttrennschalter 1-i auf die stromführenden Schienen.
Weiterhin können die Sicherungslasttrennschalter derart auf die Stromsammelschienen
platziert werden, dass ihre Gehäuse 5 aneinander anliegen, wie beispielsweise in Fig.
15 für die Sicherungslasttrennschalter 1-2, 1-3 gezeigt. Darüber hinaus können in
dem erfindungsgemäßen Stromverteilsystem die Lasttrennschalter 1-i in weiteren Schaltgeräten
gemischt flexibel verbaut werden, beispielsweise mit einem Sicherungslasttrennschalter
SLT, wie in Fig. 15 dargestellt. Weitere modular aufgebaute Schaltgeräte können in
vertikaler Richtung auf die im Wesentlichen horizontal verlaufenden Stromsammelschienen
SS montiert werden und beispielsweise Adapter enthalten oder Messmodule. Die Lasttrennschalter
1-i können bei einer möglichen Ausführungsform einsetzbare Stromsicherungen aufweisen,
die in einer Reihe übereinander angeordnet sind, nachdem der Lasttrennschalter 1 auf
die horizontal verlaufenden Stromsammelschienen SS montiert worden ist. Innerhalb
des Gehäuses 5 der montierten Lasttrennschalter 1 verläuft vorzugsweise vertikal ein
darin integrierte Lüftungskanal, welcher Abwärme und/oder Schaltgase nach oben ableitet.
Wie man aus Fig. 15 erkennen kann, benötigt das erfindungsgemäße Stromverteilsystem
bzw. Niederspannungsverteilsystem keinerlei vertikal verlaufende stromführende Schienen
bzw. Stromsammelschienen SS. Alle Geräte bzw. Schaltgeräte einschließlich der Lasttrennschalter
1-i werden sämtlich vorzugsweise in vertikaler Ausrichtung auf die horizontal verlaufenden
stromführenden Schienen bzw. Stromsammelschienen SS1, SS2, SS3 montiert. Hierdurch
wird eine signifikante Platzersparnis, beispielsweise innerhalb eines Schaltschrankes,
erreicht. Bei einer möglichen Ausführungsform kann auch an der Längsseite des Gehäuses
5 des Lasttrennschalters 1 eine halbkreisförmige Wärmekanalnut zur Wärmeableitung
und/oder Abgasableitung vorgesehen sein, die zusammen mit dem Gehäuse 5 des unmittelbar
daneben liegenden Schaltgerätes einen kreisförmigen in Vertikalrichtung verlaufenden
Kamin bildet. Bei einer möglichen Ausführungsform kann ein Trägerelement bzw. Positionierhaken
zur Vorpositionierung des leistenförmigen Gehäuses 5 auf der stromführenden Schiene
SS benutzt werden. Der Lasttrennschalter 1 eignet sich insbesondere zum Schalten starker
Ströme, beispielsweise in einem Strombereich von 100 bis 700 Ampere und/oder von hohen
Spannungen in einem Spannungsbereich von beispielsweise 400 bis etwa 700 Volt.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 1
- Lasttrennschalter
- 2
- Kontaktanordnung
- 3
- Loskontaktpaket
- 3A
- Stromführungskontakt
- 3B
- Schalt-Opferkontakt
- 4
- Loskontakteinheit
- 5
- Gehäuse
- 6
- Schaltkontakt
- 7A, 7B
- Kontaktflanke
- 8A, 8B
- Kontaktpunkt
- 9
- Distanzblech
- 10
- Feder
- 11
- Rollenkorb
- 12
- Rahmen
- 13
- Sicherungskontakt
- 14A, 14B, 14C
- Stromsicherung
- 15
- Betätigungsgriff
- 16
- Zugangsschiene
- 17
- Sprungschaltwerk
- 18
- Löschblechpaket
- 19
- Bedieneinheit
- 20
- Montagetunnel
- 21
- Abgangsschiene
- 22
- S-förmige Auswölbung
- 23
- Schutzrippe
- 24
- Schutzrippe
- 25
- Sicherungsdeckel
- 25A, 25B, 25C
- Sichtfenster
- 26
- Abschließriegel
- 27
- Deckelverriegelung
- 28
- Klemmbügelantrieb
1. Lasttrennschalter (1), in dem für jede Stromphase (L) eine Schaltkontaktanordnung
(2) vorgesehen ist, die mit einer zugehörigen Zugangsschiene (16) verbunden ist, welche
an einer Rückseite eines Gehäuses (5) des Lasttrennschalters (1) zur Herstellung eines
elektrischen Kontaktes mit einer stromführenden Schiene (SS) vorgesehen ist, wobei
die Schaltkontaktanordnung (2) mittels einer an einer Frontseite des Gehäuses (5)
angebrachten werkzeugsicheren Bedieneinheit (19) des Lasttrennschalters (1) schaltbar
ist.
2. Lasttrennschalter nach Anspruch 1,
wobei für jede Stromphase (L) eine zugehörige Stromsicherung (14A, 14B, 14C) in das
Gehäuse (5) des Lasttrennschalters (1) einsetzbar ist.
3. Lasttrennschalter nach Anspruch 1 oder 3,
wobei das Gehäuse (5) des Lasttrennschalters (1) eine Leistenbauform aufweist, in
welchem mehrere Sicherungen (14A, 14B, 14C) für verschiedene Stromphasen (L1, L2,
L3) nebeneinander angeordnet sind.
4. Lasttrennschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3,
wobei die werkzeugsichere Bedieneinheit (19) einen Betätigungsgriff (15) mit zwei
Führungsbügeln (15A, 15B) aufweist, die mit einem Sprungschaltwerk (17) zum bedienerunabhängigen
Schalten der mindestens einen Schaltkontaktanordnung (2) verbunden sind.
5. Lasttrennschalter nach Anspruch 4,
wobei die Führungsbügel (15A, 15B) des Betätigungsgriffes (15) der werkzeugsicheren
Bedieneinheit (19) in zugehörigen Seitenteilen des leistenförmigen Gehäuses (5) des
Lasttrennschalters (1) entlang mehrerer Schutzrippen (23, 24) geführt sind.
6. Lasttrennschalter nach Anspruch 5,
wobei die Schutzrippen (23, 24) derart verschachtelt zueinander angeordnet sind, dass
kein Werkzeug (W) in den Innenraum des Gehäuses (5) des Lasttrennschalters (1) einführbar
ist.
7. Lasttrennschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche 4 bis 6 ,
wobei die Führungsbügel (15A, 15B) des Betätigungsgriffes (15) der werkzeugsicheren
Bedieneinheit (19) jeweils mindestens eine S-förmige Auswölbung aufweisen, die mindestens
eine zugehörige Schutzrippe (23, 24) berührungslos umschließt.
8. Lasttrennschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 7,
wobei die Schaltkontaktanordnungen (2) jeweils mindestens einen in dem Gehäuse (5)
des Lasttrennschalters (1) fest angeordneten Schaltkontakt (6) und mindestens eine
an einem Loskontaktträger (4) angebrachte Loskontakteinheit (3) aufweisen.
9. Lasttrennschalter nach Anspruch 8,
wobei der Loskontaktträger (4) einen Schaltschlitten aufweist, der durch das Sprungschaltwerk
(17) des Lasttrennschalters (1) bei Betätigung des Betätigungsgriffes (15) der werkzeugsicheren
Bedieneinheit (19) in Längsrichtung des leistenförmigen Gehäuses (5) des Lasttrennschalters
(1) translatorisch bewegbar ist.
10. Lasttrennschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche 3 bis 9,
wobei das leistenförmige Gehäuse (5) des Lasttrennschalters (1) in vertikaler Richtung
auf im Wesentlichen horizontal verlaufende stromführende Schienen (SS) montierbar
ist.
11. Lasttrennschalter nach Anspruch 10,
wobei der Betätigungsgriff (15) der werkzeugsicheren Bedieneinheit (19) des Lasttrennschalters
(1) zum Ausschalten der Schaltkontaktanordnungen (2) in Längsrichtung des leistenförmigen
Gehäuses (5) des vertikal auf die stromführenden Schienen (SS) montierten Lasttrennschalters
(1) nach unten und zum Einschalten der Schaltkontaktanordnungen (2) in Längsrichtung
des leistenförmigen Gehäuses (5) des vertikal auf die stromführenden Schienen (SS)
montierten Lasttrennschalters (1) nach oben bewegbar ist.
12. Lasttrennschalter nach Anspruch 11,
wobei in einem ausgeschalteten Schaltzustand des Lasttrennschalters (1), in dem sich
der Betätigungsgriff (15) der werkzeugsicheren Bedieneinheit (19) in einer unteren
Schaltstellung befindet, ein an einer oberen Stirnseite des Gehäuses (5) des Lasttrennschalters
(1) angebrachter Abschließriegel (26) aus dem Gehäuse (5) des Lasttrennschalters (1)
herausziehbar ist, welcher in der herausgezogenen Stellung das Sprungschaltwerk (17)
des Lasttrennschalters (1) mechanisch blockiert.
13. Lasttrennschalter nach Anspruch 12,
wobei der Abschließriegel (26) in der herausgezogenen Stellung mittels mindestens
eines Bügelschlosses sichtbar verschließbar ist.
14. Lasttrennschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche 4 bis 13,
wobei ein Flagindikator vorgesehen ist, welcher den tatsächlichen Schaltzustand des
Lasttrennschalters (1) unabhängig von der Position des Betätigungsgriffes (15) der
werkzeugsicheren Bedieneinheit (19) anzeigt.
15. Lasttrennschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 14,
wobei an der Frontseite des Lasttrennschalters (1) ein Sicherungsdeckel (25) mit Sichtscheiben
(25A, 25B, 25C) vorgesehen ist, welcher in dem Gehäuse (5) enthaltene Stromsicherungen
(14A, 14B, 14C) abdeckt.
16. Lasttrennschalter nach Anspruch 15,
wobei in dem ausgeschalteten Schaltzustand des Lasttrennschalters (1) der Betätigungsgriff
(15) der werkzeugsicheren Bedieneinheit (19) mit dem Sicherungsdeckel (25) verbunden
ist und aus dem Sprungschaltwerk (17) des Lasttrennschalters (1) zum Öffnen des Sicherungsdeckels
(25) herausziehbar ist.
17. Lasttrennschalter nach Anspruch 15 oder 16,
wobei der Sicherungsdeckel (25) sowohl in dem eingeschalteten Schaltzustand des Lasttrennschalters
(1) als auch in dem ausgeschalteten Schaltzustand des Lasttrennschalters (1) abschließbar
ist.
18. Lasttrennschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche 15 bis 17,
wobei die Sichtscheiben (25A, 25B, 25C) des Sicherungsdeckels (25) Prüflöcher zur
Spannungsprüfung aufweisen.
19. Lasttrennschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche 2 bis 18,
wobei unterhalb der in dem Gehäuse (5) einsetzbaren Stromsicherungen (14A, 14B, 14C)
jeweils Montagetunnel (20) innerhalb des Gehäuses (5) des Lasttrennschalters (1) vorgesehen
sind, die jeweils eine abnehmbare Schutzabdeckung aufweisen.
20. Lasttrennschalter nach Anspruch 19,
wobei die Montagetunnel (20) des Gehäuses (5) des Lasttrennschalters (1) durch längliche
Öffnungen des innerhalb des Gehäuses (5) translatorisch beweglichen Schaltschlittens
(4) verlaufen.
21. Lasttrennschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche 2 bis 20,
wobei die Stromsicherungen (14A, 14B, 14C) innerhalb des leistenförmigen Gehäuses
(5) des Lasttrennschalters (1) in einer Reihe angeordnet sind.
22. Lasttrennschalter nach Anspruch 21,
wobei die reihenförmig angeordneten Stromsicherungen (14A, 14B, 14C) nach vertikaler
Montage des Lasttrennschalters (1) auf die im Wesentlichen horizontal verlaufenden
stromführenden Schienen (SS) übereinander liegen und ein vertikal innerhalb des Gehäuses
(5) des Lasttrennschalters (1) verlaufender Lüftungskanal Abwärme nach oben transportiert
und an einer oberen Stirnseite des Gehäuses (5) des Lasttrennschalters (1) nach außen
abgibt.
23. Stromverteilsystem, bei dem sowohl Sicherungslasttrennschalter als auch Lasttrennschalter
(1) nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 22 in vertikaler Richtung auf im
Wesentlichen horizontal verlaufende stromführende Schienen (SS), insbesondere Stromsammelschienen,
montierbar sind.