[0001] Die Erfindung betrifft eine Halterung zur Fixierung eines Objekts in einem Waffenrohr.
[0002] Auf militärischen Schiffen werden Waffenrohre eingesetzt, um Objekte aufzunehmen
und auszustoßen. Unter einem Waffenrohr wird ein Rohr mit in erster Näherung rundem
Querschnitt verstanden. Typische Waffenrohre sind beispielsweise Torpedorohre oder
Ausstoßvorrichtungen für Täuschkörper oder Sonareinrichtungen. Objekte umfassen erfindungsgemäß
Waffen wie zum Beispiel Torpedos, Flugkörper, Minen sowie Täuschkörper aber auch Staucontainer.
Staucontainer im Sinne dieser Erfindung sind Staucontainer wie diese zum Beispiel
in Unterseebooten zur Ausbringung durch Torpedorohre Verwendung finden. Diese Staucontainer
dienen dazu, Ausrüstungsgegenstände zum Beispiel für Taucher zu transportieren und
im Einsatzfall insbesondere auch unter Wasser aus einem Unterseeboot auszubringen.
Um diese Objekte im Waffenrohr stabil zu lagern, weisen die Objekte an der Objekthülle
eine Fixiervorrichtung auf. Bei Torpedos wird diese Fixiervorrichtung typischer Weise
Haltewarze genannt. Das Waffenrohr weist vorzugsweise im Inneren eine Schiene auf,
in der die Fixiervorrichtung laufen kann. Hierdurch wird eine Rotation des Objekts
verhindert. Um auch die ungewollte Translation des Objekts zu verhindern, wird die
Fixiervorrichtung durch eine Halteklinke fixiert.
[0003] An Objekten zur Verwendung in Waffenrohren wie Waffen, zum Beispiel Torpedos, Flugkörpern
oder Minen, oder Staucontainern ist nach dem Stand der Technik an der Objekthülle
eine quaderförmige Fixiervorrichtung mit einer mittig liegenden Nut zur Fixierung
der Waffe im Waffenrohr angeordnet. Die Objekte zur Verwendung in Waffenrohren werden
hierbei durch eine Halteklinke mit nur einer Klinke fixiert. Zur Fixierung liegt die
Klinke formschlüssig in der Nut. Bei einer Fehlbedienung der Halteklinke kann es bei
einer Waffenrohrbeladung möglich sein, dass die Klinke die Nut der Fixiervorrichtung
nicht trifft oder die Waffe die Halteklinke überfährt und so die Waffe beschädigt
wird.
[0004] Aus der
DE 10 2009 020 323 A1 ist eine Waffenmulde zur Aufnahme einer Waffe bekannt, welche eine Halteklinke aufweist.
Damit eine solche Halteklinke verwendet werden kann, muss die Fixiervorrichtung der
Waffe eine Nut auf, in die die Halteklinke formschlüssig eingreift. Damit die schwenkbar
gelagerte Haltklinke beim Einführen der Waffe sich automatisch anhebt, muss die Fixiervorrichtung
in Einführrichtung angeschrägt sein. Dieses führt dazu, dass die Waffe speziell auf
die Haltevorrichtung des Waffenrohrs ausgelegt sein muss.
[0005] Für Waffen oder Objekte, welche eine quaderförmige Fixiervorrichtung ohne Nut aufweisen,
sind aus dem Stand der Technik eine Reihe von Haltevorrichtungen bekannt.
[0006] Aus der
US 5,025,744 ist eine wippenförmige Haltevorrichtung zur Fixierung der Fixiervorrichtung bekannt.
[0007] Aus der
US 5,174,236 ist eine plattenförmige Haltevorrichtung zur Fixierung der Fixiervorrichtung bekannt.
Hierbei wird die Haltevorrichtung senkrecht zur Translationsbewegung bewegt und so
zwischen dem Ladezustand, dem geschlossenen Zustand und dem Zustand zum Abschuss der
Waffe umgeschaltet.
[0008] Aus der
US 5,690,044 und aus der
US 6,367,307 B1 sind einstückige Haltevorrichtungen zur Halterung einer quaderförmigen Fixiervorrichtung
bekannt. Bei diesen Haltevorrichtungen ist es jedoch notwendig, das Objekt beim Einführen
in das Waffenrohr präzise im Waffenrohr zu positionieren, damit die Haltevorrichtung
exakt über die Fixiervorrichtung greifen kann.
[0009] Aus der
GB 2 316 894 A ist eine Haltevorrichtung mit zwei Greifarmen bekannt.
[0010] Aus der
US 3,072,019 A ist ein Transportsystem für eine Abschussvorrichtung von Lenkwaffen bekannt.
[0011] Aus der
GB 473,062 A ist eine Torpedoausstoßvorrichtung bekannt.
[0012] Aus der
DE 170426 A ist eine Vorrichtung zur Beschleunigung der Bewegung des Torpedos bekannt.
[0013] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Halterung zu schaffen, mit welcher ein Objekt
mit einer quarderförmigen Fixiervorrichtung ohne Nut sicher gehalten werden kann und
wobei ein Laden, Entladen, Ablaufen oder Ausstoßen des Objekts sicher und zuverlässig
erfolgen kann und Fehlbedienungen weitmöglichst ausgeschlossen werden.
[0014] Gelöst wird die Aufgabe durch ein Waffenrohr mit einer Haltung mit den in Anspruch
1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung sowie den Zeichnungen.
[0015] Die Erfindung betrifft ein Waffenrohr mit einer Haltung, wobei die Halterung zur
Fixierung eines Objekts in dem Waffenrohr eine erste Klinke und eine zweite Klinke
aufweist, wobei die erste Klinke und die zweite Klinke jeweils unabhängig voneinander
beweglich sind. Die erste Klinke und die zweite Klinke sind so angeordnet, dass bei
einer Fixierung des Objekts die erste Klinke und die zweite Klinke jeweils an gegenüberliegenden
Seiten der Fixiervorrichtung angeordnet sind, beispielsweise ist die erste Klinke
in Translationsrichtung des Objekts beim Einbringen in das Waffenrohr vor der quaderförmigen
Fixiervorrichtung angeordnet, die zweite Klinke entsprechend hinter der quaderförmigen
Fixiervorrichtung. So kann eine Translationsbewegung des Objekts im Waffenrohr verhindern
werden. Die erste Klinke und die zweite Klinke sind bewegbar gelagert. Da die Klinken
bewegbar gelagert sind, können diese das Objekt sowohl fixieren (für die Lagerung)
als auch freigeben (zu Laden und Entladen bzw. beim Auslaufen oder Ausstoßen). Bevorzugt
sind die erste Klinke und die zweite Klinke einzeln bewegbar gelagert. Die Klinke
ist vorzugsweise aus hochfestem Stahl gefertigt, damit diese die auftretenden Kräfte
aufnehmen kann.
[0016] In einer Ausführungsform der Halterung sind die erste Klinke und die zweite Klinke
elastisch gelagert. Die elastische Lagerung der ersten Klinken und der zweiten Klinke
kann beispielsweise dadurch ausgeführt sein, dass die Klinken in Form einer Feder
gearbeitet sind, wobei in Form einer Feder bedeutet, dass die Klinke federnd gelagert
ist. Bevorzugt sind die erste Klinke und die zweite Klinke dadurch elastisch gelagert,
dass die Klinken drehbar gelagert werden und dass eine externe Kraft elastisch in
Richtung des Objekts wirkt. Die externe Kraft kann beispielsweise durch eine Feder
erzeugt werden. Es sind jedoch andere Mechanismen zur Einstellung einer äußeren Kraft
denkbar, welche eine elastische Bewegung der Klinke erlauben, zum Beispiel Magnetismus.
[0017] In einer Ausführung sind die erste Klinke und die zweite Klinke so beabstandet, dass
diese die Fixiervorrichtung des Objekts formschlüssig umfassen. Unter Umfassen wird
im Sinne der Erfindung verstanden, dass die beiden Klinken wenigstens an zwei sich
gegenüberliegenden Seiten der Fixiervorrichtung befinden und diese somit in einer
Bewegungsrichtung, vorzugsweise in der Längsrichtung des Waffenrohrs, fixieren. Hierdurch
wird verhindert, dass das Objekt sich in dem Waffenrohr bewegen kann. Dieses kann
insbesondere wichtig sein, wenn sich die Lage des Waffenrohrs ändert, zum Beispiel
beim Auf- oder Abtauchen eines Unterseebootes oder bei Wellengang bei einem Überwasserschiff.
[0018] Erfindungsgemäß sind die erste Klinke und die zweite Klinke parallel nebeneinander
rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Objekts im Waffenrohr angeordnet. Bevorzugt
sind die erste Klinke und die zweite Klinke in diesem Fall so weit voneinander beabstandet,
dass die Fixiereinrichtung des Objekts genau zwischen die erste und die zweite Klinke
passt.
[0019] In einer weiteren Ausführungsform ist die erste Klinke an der der zweiten Klinke
abgewandten Seite abgeschrägt. Abgeschrägt im Sinne der Erfindung bedeutet, dass die
Klinke eine Form aufweist, sodass diese, wenn die quarderförmige Fixiervorrichtung
gegen die abgeschrägte Seite der Klinke geschoben wird, sich das Objekt unter die
Klinke schiebt und die Klinke hierbei anhebt. Vorteilhafter Weise weist die Abschrägung
einen Winkel zwischen 5 ° und 70 ° zur Bewegungsrichtung des Objekts auf, besonders
bevorzugt einen Winkel zwischen 10° und 50 °, ganz besonders bevorzugt zwischen 15
° und 40°. Der Winkel ist relativ zur Längsrichtung des Waffenrohres, welche auch
der Bewegungsrichtung des Objekts entspricht. Hierdurch ist es möglich, von der Seite
der ersten Klinke, bevorzugt aus dem Schiffsinneren, ein Objekt in das Waffenrohr
einzuführen. Beim Einführen trifft die quarderförmige Fixiervorrichtung auf die abgeschrägte
elastisch gelagerte erste Klinke und drückt diese aus der Bewegungsbahn des Objekts.
Das Objekt kann weiter in das Waffenrohr eingeführt werden, bis die Fixiervorrichtung
an die zweite Klinke anstößt.
[0020] Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, die erste Klinke beim Einführen des Objekts
von der Seite der ersten Klinke, bevorzugt aus dem Schiffsinneren, anzuheben. Auch
in diesem Fall kann das Objekt in das Waffenrohr eingeführt werden, bis die Fixiervorrichtung
des Objekts an die zweite Klinke anstößt. Zur Fixierung wird die erste Klinke wieder
abgesenkt.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform ist die zweite Klinke an der der ersten Klinke
abgewandten Seite abgeschrägt. Hierdurch ist es möglich, von der Seite der zweiten
Klinke, bevorzugt von der Außenseite des Schiffs, ein Objekt in das Waffenrohr einzuführen.
Beim Einführen trifft die quarderförmige Fixiervorrichtung auf die abgeschrägte elastisch
gelagerte zweite Klinke und drückt diese aus der Bewegungsbahn des Objekts. Das Objekt
kann weiter in das Waffenrohr eingeführt werden, bis die Fixiervorrichtung an die
erste Klinke anstößt.
[0022] Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, die zweite Klinke beim Einführen des Objekts
von der Seite der zweiten Klinke, bevorzugt von der Außenseite des Schiffs, anzuheben.
Auch in diesem Fall kann das Objekt in das Waffenrohr eingeführt werden, bis die Fixiervorrichtung
des Objekts an die erste Klinke anstößt. Zur Fixierung wird die zweite Klinke wieder
abgesenkt.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform sind sowohl die erste als auch die zweite Klinke
abgeschrägt. Hierdurch ist es möglich, ein Objekt in das Waffenrohr sowohl aus dem
Schiffsinneren als auch von der Seeseite zu laden.
[0024] Zum Ablaufen oder Ausstoßen des Objekts oder zum Entfernen des Objekts aus dem Waffenrohr
werden die erste Klinke oder die zweite Klinke oder beide Klinken angehoben. Hierdurch
ist die Fixiervorrichtung nicht mehr fixiert und das Objekt kann frei bewegt werden.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform sind die erste Klinke und die zweite Klinke in
einem Halteklinkenrahmen angebracht. Durch einen Halteklinkenrahmen können im Bedarfsfall
die Halteklinken ausgetauscht werden, sollte ein Objekt mit einer anders geformten
Fixiervorrichtung verwendet werden. Außerdem ist es bei der Verwendung eines gemeinsamen
Halteklinkenrahmens vorteilhaft, mechanische Mittel zum Anheben der Klinken gemeinsam
für beide Klinken zu verwendet und somit den Gesamtaufbau zu vereinfachen.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform ist an den Halteklinkenrahmen wenigstens ein erster
Puffer angebracht. Der Puffer dient dazu, die kinetische Energie eines eingeführten
Objekts zu übernehmen. Übliche Torpedos mit einem Durchmesser von 533 mm haben eine
Masse von 1,3 bis 1,7 Tonnen. Wenn diese in das Waffenrohr eingeführt werden, würde
die Bewegung abrupt enden, sobald die Fixiervorrichtung gegen die zweite Klinke stößt.
Um eine Beschädigung des Objekts durch den Stoß zu vermeiden, wird ein Puffer an den
Halteklinkenrahmen angebracht, um die kinetische Energie des Objekts aufzunehmen und
dieses sanft abzubremsen.
[0027] Vorzugsweise ist der Puffer in Form einer elastischen Kunststoffmasse ausgeführt,
welche zwischen zwei Metallplatten eingeklebt ist. Der Puffer wirkt derart, dass ein
Impuls entlang der Bewegungsrichtung des Objekts durch den Puffer aufgefangen wird.
Vorzugsweise weist der Puffer Führungsstangen auf, die die Bewegungsmöglichkeit des
Puffers und damit auch der Klinke nur in die Richtung der Führungsstangen zulassen.
Vorzugsweise sind die Führungsstangen parallel zur Längsrichtung des Waffenrohrs.
Die Führungsstangen sind vorzugsweise als Zapfen ausgeführt.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Puffer zwischen dem Halteklinkenrahmen
und dem Halter angeordnet. Der Halter ist mit dem Waffenrohr starr verbunden und überträgt
somit den vom Halteklinkenrahmen aufgenommenen Impuls des eingeführten Objekts auf
das Waffenrohr.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform sind wenigstes ein erster Puffer und wenigstens
ein zweiter Puffer an den Halteklinkenrahmen angebracht. Hierdurch wird die Pufferung
bei der Beladung sowohl aus dem Schiffsinneren als auch von der Schiffsaußenseite
ermöglicht.
[0030] In einer weiteren Ausführungsform weist der Halteklinkenrahmen eine Drehstabfeder
auf, welche auf die erste Klinke und die zweite Klinke in Richtung auf das Objekt
einwirkt. Die Drehstabfeder erzeugt eine Kraft F
D, mit welcher die erste Klinke und die zweite Klinke auf das Objekt einwirken. Vorteil
einer Drehstabfeder ist die gute Integration in einen flachen Bau der Halterung, insbesondere
die einfache Integration in den Halteklinkenrahmen und somit eine gute Integration
in das Waffenrohr. Bevorzugt ist die Drehstabfeder wasserdicht gekapselt.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform weist die Halterung einen Keil auf. Der Keil ist
relativ zu der ersten Klinke und der zweiten Klinke bewegbar. Mit dem Keil sind die
erste Klinke und die zweite Klinke in Richtung von dem Objekt weg bewegbar. Insbesondere
zum Ablaufen oder Ausstoßen des Objekts müssen die Klinken vom Objekt entfernt werden,
damit dieses sich frei bewegen kann. Dieses kann mit Hilfe des Keils in einfacher
Weise gewährleistet werden. Der Keil wird bevorzugt hydraulisch oder manuell betätigt.
[0032] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung des Waffenrohrs ist das Objekt
ein Torpedo, die Fixiervorrichtung ist eine Haltewarze, wie diese für Torpedos üblich
ist. Die erste Klinke ist in Laufrichtung des Torpedos hinter der Haltewarze angeordnet
und die zweite Klinke ist in Laufrichtung des Torpedos vor der Haltewarze angeordnet.
Die erste Klinke und die zweite Klinke umfassen die Haltewarze formschlüssig.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird die Position der Klinken anhand
der Position der an dem Keil angekoppelten Antriebsmechanik detektiert. Alternativ
oder zusätzlich kann die Position der Klinken auch anhand von Sensoren im Rahmen detektiert
werden.
[0034] Nachfolgend ist die erfindungsgemäße Halterung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
- Figur 1:
- Waffenrohr mit Halterung und beispielhafter Torpedobeladung
- Figur 2:
- Detailansicht X der Halterung
- Figur 3:
- Aufsicht Y auf die Halterung mit fixierter Fixiervorrichtung
- Figur 4:
- Querschnitt A-A (axial) durch Waffenmitte im Zustand der Waffenrohrbeladung
- Figur 5:
- Querschnitt A-A (axial) durch Waffenmitte im Zustand der Fixierung der Fixiervorrichtung
- Figur 6:
- Querschnitt A-A (axial) durch Waffenmitte im Zustand des Ablauf / des Ausstoßes /
der Entladung.
- Figur 7:
- Querschnitt B-B (axial) durch den Punkt der Klinkenlagerungen mit dargestellter Drehstabfeder
- Figur 8:
- Querschnitt C-C (radial) durch die Klinken
- Figur 9:
- Querschnitt D-D (axial) durch den profilierten Keil
[0035] In Figur 1 ist ein Waffenrohr mit einem Waffenrohrmantel 2 gezeigt. In dem Waffenrohr
ist ein Objekt 1, hier beispielhaft ein Torpedo, geladen. Das Objekt 1 wird mittels
einer Halterung 13 in Position gehalten.
[0036] Der Bereich X der Figur 1 ist in Figur 2 vergrößert dargestellt. An dem Waffenrohrmantel
2 sind Schweißhaltestücke 7 angeschweißt. Die Halterung 13 weist Halter 8 auf. Die
Halter 8 werden mit den Schweißhaltestücken 7 verschraubt.
[0037] Figur 3 zeigt die Halterung 13 gemäß Figur 2 in der Draufsicht. Die Halterung 13
weist einen Halteklinkenrahmen 6 auf, in welchem eine erste Klinke 4 und eine zweite
Klinke 5 angeordnet sind. Zwischen der ersten Klinke 4 und der zweiten Klinke 5 kann
eine Fixiervorrichtung 3 eines Objekts 1 gehalten werden. Der Halteklinkenrahmen 6
ist über Zapfen 9 und Puffer 10 mit den Haltern 8 verbunden. Die Puffer 10 dienen
dazu, den Stoß aufzunehmen, der entsteht, wenn die Fixiervorrichtung 3 eines Objekts
1 beim Beladen gegen die erste Klinke 4 oder die zweite Klinke 5 stößt.
[0038] Die erste Klinke 4 und die zweite Klinke 5 sind über Zapfen 14 schwenkbar gelagert.
Um die erste Klinke 4 und die zweite Klinke 5 elastisch in der Position zu halten,
weist die Halterung 13 eine Drehstabfeder 11 (gezeigt in Figur 8) auf. Die Drehstabfeder
11 steckt beidseitig in Spannstücken 15. Die Kraft F
D, mit welcher die erste Klinke 4 und die zweite Klinke 5 nach unten gedrückt werden,
wird durch Verdrehen von Spannstücken 15 mit anschließender Konterung mittels Kontermuttern
16 erreicht.
[0039] Um die erste Klinke 4 und die zweite Klinke 5 gegen den Druck der Drehstabfeder 11
anzuheben, weist die Halterung 13 ferner einen Keil 12 auf.
[0040] Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Halterung 13 soll des Einbringens eines
Objektes 1 in Figur 4, der Fixierung des Objekts 1 in Figur 5 und des Ablaufen oder
Ausstoßen des Objekts in Figur 6 gezeigt werden. Die Geschwindigkeit v gibt hierbei
die Bewegung des Objektes an.
[0041] Beim Einführen eines Objektes 1 mit einer Fixiervorrichtung 3 in ein Waffenrohr mit
Halterung 13 stößt die Fixiervorrichtung 3 zunächst auf die erste Klinke 4. Diese
ist, wie in Figur 4 dargestellt, angeschrägt. Dadurch hebt die Fixiervorrichtung 3
die erste Klinke 4 gegen die Kraft F
D, welche durch die Drehstabfeder 11 erzeugt wird, an. Das Objekt 1 kann weiter eingeführt
werden, bis die Fixiervorrichtung 3 gegen die zweite Klinke 5 stößt. Durch die Kraft
F
D kehrt die erste Klinke 4 in die ursprüngliche Position zurück. Die Kraft des Stoßes
der Fixiervorrichtung 3 gegen die zweite Klinke 5 wird durch die Puffer 10 abgefangen,
um eine Beschädigung an der Halterung 13 oder dem Objekt 1 zu verhindern. Es stellt
sich die in Figur 5 dargestellte Situation ein. Die Sicherung des Objekts 1 in korrekter
Positionierung kann durch Zurückziehen des Objekts 1 nach dem Einführen getestet werden.
Um das Objekt 1 aus dem Waffenrohr zu entfernen, entweder um dieses in das Bootsinnere
aufzunehmen, um zum Beispiel ein anderes Objekt 1 einbringen zu können, oder um das
Objekt ablaufen zu lassen oder auszustoßen, werden durch den Keil 12 wie in Figur
6 dargestellt, die erste Klinke 4 und die zweite Klinke 5 angehoben. Die Fixiervorrichtung
3 des Objekts 1 ist frei beweglich und das Objekt 1 kann entweder in das Bootsinnere
entnommen werden oder das Objekt 1 kann ablaufen oder ausgestoßen werden.
[0042] Figur 7 zeigt einen Querschnitt B-B aus Figur 3 durch den Punkt der Klinkenlagerungen
mit Drehstabfeder 11. An den Halteklinkenrahmen 6 werden Zapfen 14, bevorzugt als
Vierkantzapfen, angesetzt und über Kontermuttern 16 Spannstücke 15 angebracht, mit
denen die Drehstabfeder 11 gespannt wird. Das feste Gegenlager der Drehstabfeder 11
liegt in der Mitte des Halteklinkenrahmens 6. Da das Waffenrohr zum Auslaufen bzw.
Ausstoßen des Objekts geflutet wird, ist die Halterung 13 wenigstens zeitweise Wasser,
insbesondere salzhaltigem Meerwasser, ausgesetzt. Aus diesem Grund weist die Vorrichtung
Dichtsysteme 17 auf, um eine Korrosion der Drehspannfeder 11 und so eine Verringerung
der Kraft F
D zu verhindern.
[0043] In Figur 8 ist der Querschnitt C-C aus Figur 3 durch die Klinken 4, 5 dargestellt.
Die Klinke 4, 5 ist in dem Halteklinkenrahmen 6 angeordnet und wird mittels der Drehstabfeder
11 mit der Kraft F
D nach unten gedrückt und ist auf dem Zapfen 14 drehbar gelagert. Um die Klinke 4,
5 anheben zu können, ist unter der Klinke 4, 5 der Keil 12 angeordnet. Um die Klinke
4, 5 anzuheben, muss über den Keil 12 eine Kraft auf die Klinke 4, 5 ausgeübt werden,
welche das Drehmoment M
D der Drehstabfeder 11 kompensiert. Wird der Keil 12 in seine Ursprungsposition zurückgeschoben,
drücken die Kräfte F
D die Klinke 4, 5 in die gesenkte Position zurück. Der Keil 12 ist so profiliert, dass
sich bei Stößen in Längsrichtung genügend Ausgleich in der Profilfläche befindet,
dass die Klinke 4, 5 nicht ungewollt angehoben wird. Der Keil kann sowohl hydraulisch
oder pneumatisch als auch manuell betätigt werden.
[0044] Der Keil 12 ist in Figur 9 detailliert als Querschnitt D-D aus Figur 3 dargestellt.
In der dargestellten Position des Keils 12 befinden sich die erste Klinke 4 und die
zweite Klinke 5 in der abgesenkten Position. Wird der Keil 12 nach links verschoben,
so werden die erste Klinke 4 und die zweite Klinke 5 angehoben. Dadurch ist die Fixiervorrichtung
3 nicht mehr fixiert, das Objekt 1 kann auslaufen, ausgestoßen oder entnommen werden.
Bezugszeichen:
[0045]
- 1
- Objekt
- 2
- Waffenrohrmantel
- 3
- Fixiervorrichtung
- 4
- erste Klinke
- 5
- zweite Klinke
- 6
- Halteklinkenrahmen
- 7
- Schweißhaltestück
- 8
- Halter
- 9
- Zapfen
- 10
- Puffer
- 11
- Drehstabfeder
- 12
- Keil
- 13
- Halterung
- 14
- Zapfen
- 15
- Spannstück
- 16
- Kontermutter
- 17
- Dichtsystem
- FD
- Federkraftdruckkraft
- MD
- Drehmoment
- V
- Geschwindigkeit
1. Waffenrohr mit einer Halterung zur Fixierung eines Objekts (1) mit einer Fixiervorrichtung
(3) in dem Waffenrohr, wobei die Halterung eine erste Klinke (4) und eine zweite Klinke
(5) aufweist, wobei die erste Klinke (4) und die zweite Klinke (5) so angeordnet sind,
dass bei einer Fixierung des Objekts die erste Klinke (4) und die zweite Klinke (5)
jeweils an gegenüberliegenden Seiten der Fixiervorrichtung angeordnet sind, wobei
die erste Klinke (4) und die zweite Klinke (5) jeweils unabhängig voneinander beweglich
sind und wobei die erste Klinke (4) und die zweite Klinke (5) bewegbar gelagert sind,
wobei die erste Klinke und die zweite Klinke parallel nebeneinander rechtwinklig zur
Bewegungsrichtung des Objekts im Waffenrohr angeordnet sind.
2. Waffenrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klinke (4) und die zweite Klinke (5) so beabstandet sind, dass diese die
Fixiervorrichtung (3) des Objekts (1) formschlüssig umfassen.
3. Waffenrohr nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klinke (4) und die zweite Klinke (5) elastisch gelagert sind.
4. Waffenrohr nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klinke (4) an der der zweiten Klinke (5) abgewandten Seite abgeschrägt
ist.
5. Waffenrohr nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Klinke (5) an der der ersten Klinke (4) abgewandten Seite abgeschrägt
ist.
6. Waffenrohr nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klinke (4) und die zweite Klinke (5) in einem Halteklinkenrahmen (6) angebracht
sind.
7. Waffenrohr nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Halteklinkenrahmen (6) wenigstens ein erster Puffer (10) angebracht ist.
8. Waffenrohr nach einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteklinkenrahmen (6) eine Drehstabfeder (11) aufweist, welche auf die erste
Klinke (4) und die zweite Klinke (5) in Richtung auf das Objekt (1) einwirkt, und
wobei die Drehstabfeder (11) eine Kraft FD der ersten Klinke (4) und der zweiten Klinke (5) auf das Objekt (1) erzeugt.
9. Waffenrohr nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehstabfeder (11) wasserdicht gekapselt ist.
10. Waffenrohr nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung einen Keil (12) aufweist, wobei der Keil (12) relativ zu der ersten
Klinke (4) und der zweiten Klinke (5) bewegbar ist und wobei die erste Klinke (4)
und die zweite Klinke (5) durch den Keil (12) in Richtung von dem Objekt (1) weg bewegbar
sind.
11. Waffenrohr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Objekt (1) ein Torpedo ist, dass die Fixiervorrichtung (3) eine Haltewarze ist
und dass die erste Klinke (4) in Laufrichtung des Torpedos hinter der Haltewarze angeordnet
sind und dass die zweite Klinke (5) in Laufrichtung des Torpedos vor der Haltewarze
angeordnet sind und dass die erste Klinke (4) und die zweite Klinke (5) die Haltewarze
formschlüssig umfassen.
1. Weapon barrel having a mount for fixing an object (1) with a fixing apparatus (3)
in the weapon barrel, the mount having a first pawl (4) and a second pawl (5), the
first pawl (4) and the second pawl (5) being arranged in such a way that, during fixing
of the object, the first pawl (4) and the second pawl (5) are arranged in each case
on opposite sides of the fixing apparatus, the first pawl (4) and the second pawl
(5) in each case being able to be moved independently of one another, and the first
pawl (4) and the second pawl (5) being mounted movably, the first pawl and the second
pawl being arranged in parallel next to one another at a right angle to the movement
direction of the object in the weapon barrel.
2. Weapon barrel according to Claim 1, characterized in that the first pawl (4) and the second pawl (5) are spaced apart in such a way that they
enclose the fixing apparatus (3) of the object (1) in a positively locking manner.
3. Weapon barrel according to either of the preceding claims, characterized in that the first pawl (4) and the second pawl (5) are mounted elastically.
4. Weapon barrel according to one of the preceding claims, characterized in that the first pawl (4) is beveled on the side which faces away from the second pawl (5).
5. Weapon barrel according to one of the preceding claims, characterized in that the second pawl (5) is beveled on the side which faces away from the first pawl (4).
6. Weapon barrel according to one of the preceding claims, characterized in that the first pawl (4) and the second pawl (5) are attached in a holding pawl frame (6).
7. Weapon barrel according to Claim 6, characterized in that at least one first buffer (10) is attached on the holding pawl frame (6).
8. Weapon barrel according to either of Claims 6 and 7, characterized in that the holding pawl frame (6) has a torsional spring (11) which acts on the first pawl
(4) and the second pawl (5) in the direction of the object (1), and the torsional
spring (11) generating a force FD of the first pawl (4) and the second pawl (5) on the object (1).
9. Weapon barrel according to Claim 7, characterized in that the torsional spring (11) is encapsulated in a watertight manner.
10. Weapon barrel according to either of Claims 5 and 6, characterized in that the mount has a wedge (12), it being possible for the wedge (12) to be moved relative
to the first pawl (4) and the second pawl (5), and it being possible for the first
pawl (4) and the second pawl (5) to be moved in the direction away from the object
(1) by the wedge (12) .
11. Weapon barrel according to one of the preceding claims, characterized in that the object (1) is a torpedo, in that the fixing apparatus (3) is a holding nipple, and in that the first pawl (4) is arranged behind the holding nipple in the running direction
of the torpedo, and in that the second pawl (5) is arranged in front of the holding nipple in the running direction
of the torpedo, and in that the first pawl (4) and the second pawl (5) enclose the holding nipple in a positively
locking manner.
1. Canon d'arme pourvu d'un support pour la fixation d'un objet (1) avec un dispositif
de fixation (3) dans le canon d'arme, dans lequel le support présente un premier cliquet
(4) et un second cliquet (5), dans lequel le premier cliquet (4) et le second cliquet
(5) sont disposés de telle manière que lors d'une fixation de l'objet le premier cliquet
(4) et le second cliquet (5) soient disposés respectivement sur des côtés opposés
du dispositif de fixation, dans lequel le premier cliquet (4) et le second cliquet
(5) sont respectivement mobiles indépendamment l'un de l'autre et dans lequel le premier
cliquet (4) et le second cliquet (5) sont montés de façon déplaçable, dans lequel
le premier cliquet et le second cliquet sont disposés parallèlement l'un à côté de
l'autre perpendiculairement à la direction de mouvement de l'objet dans le canon d'arme.
2. Canon d'arme selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier cliquet (4) et le second cliquet (5) sont espacés de telle manière que
ceux-ci encadrent par emboîtement le dispositif de fixation (3) de l'objet (1).
3. Canon d'arme selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier cliquet (4) et le second cliquet (5) sont montés de façon élastique.
4. Canon d'arme selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier cliquet (4) est biseauté sur le côté détourné du second cliquet (5).
5. Canon d'arme selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le second cliquet (5) est biseauté sur le côté détourné du premier cliquet (4).
6. Canon d'arme selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier cliquet (4) et le second cliquet (5) sont montés dans un cadre de cliquets
de retenue (6).
7. Canon d'arme selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'au moins un premier tampon (10) est placé sur le cadre de cliquets de retenue (6).
8. Canon d'arme selon une des revendications 6 à 7, caractérisé en ce que le cadre de cliquets de retenue (6) présente une barre de torsion (11), qui agit
sur le premier cliquet (4) et sur le second cliquet (5) en direction de l'objet (1),
et dans lequel la barre de torsion (11) produit une force FD du premier cliquet (4) et du second cliquet (5) sur l'objet (1).
9. Canon d'arme selon la revendication 7, caractérisé en ce que la barre de torsion (11) est placé dans une capsule étanche à l'eau.
10. Canon d'arme selon une des revendications 5 à 6, caractérisé en ce que le support présente un coin (12), dans lequel le coin (12) est déplaçable par rapport
au premier cliquet (4) et au second cliquet (5) et dans lequel le premier cliquet
(4) et le second cliquet (5) sont déplaçables au moyen du coin (12) dans une direction
d'éloignement de l'objet (1).
11. Canon d'arme selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'objet (1) est une torpille, en ce que le dispositif de fixation (3) est un bossage de retenue, et en ce que le premier cliquet (4) est disposé après le bossage de retenue dans la direction
de déplacement de la torpille et en ce que le second cliquet (5) est disposé avant le bossage de retenue dans la direction de
déplacement de la torpille, et en ce que le premier cliquet (4) et le second cliquet (5) encadrent par emboîtement le bossage
de retenue.