[0001] Die Erfindung betrifft in einer ersten Variante einen Dokumentenhalter mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1, in einer zweiten Variante einen Dokumentenhalter
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 4 und in einer dritten Variante einen
Dokumentenhalter mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 9.
[0002] Bei bekannten Dokumentenhaltern können Hilfsmittel auf der Auflagefläche platziert
werden, falls solche am Arbeitsplatz bereit liegen. Dabei kann es sich beispielsweise
um ein Bürolineal handeln, um ausgewählte Passagen eines auf der Auflagefläche angeordneten
Dokuments markieren zu können.
[0003] Ist eine Höhenverstelleinrichtung für die Auflagefläche vorgesehen, so ist diese
schwer zugänglich unterhalb der Auflagefläche angeordnet, kann nicht mit einer Hand
bedient werden und wird von Benutzern deshalb ignoriert. Der für ein ergonomisch korrektes
Arbeiten richtige Abstand der Auflagefläche von einem Benutzer ist dann allenfalls
zufällig gegeben. Ein angenehmes Arbeiten ist bei bekannten Dokumentenhaltern also
von der Ausstattung des Arbeitsplatzes mit Hilfsmitteln abhängig und davon, dass der
Abstand der Auflagefläche vom Benutzer zufällig stimmt.
[0004] Aufgabe ist die Bereitstellung eines Dokumentenhalters, bei welchem eine gegenüber
dem Stand der Technik vereinfachte Benutzung möglich ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Dokumentenhalter mit den Merkmalen des Anspruchs 1
und/oder einen Dokumentenhalter mit den Merkmalen des Anspruchs 4 und/oder einen Dokumentenhalter
mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung
sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0006] Weil der Dokumentenhalter in einer ersten Variante der Erfindung ein entlang der
Auflagefläche verfahrbares Lineal aufweist, welches - unverlierbar - an einem in einer
Nut verfahrbaren Schlitten angeordnet ist, steht stets ein Hilfsmittel für den Benutzer
zur Verfügung. Durch die Führung des Schlittens in der Nut ergibt sich ein rechter
Winkel des Lineals zur Nut und damit die Möglichkeit einer klaren Zeilenpositionierung
des Lineals mit nur einer Hand über die gesamte Breite der Auflagefläche. Das Lineal
kann mit einer Teilung (d. h. eine Skala oder ein vorgegebenes Raster, z. B. in Millimeter)
versehen sein. Die Auflagefläche kann mit einer Teilung versehen sein.
[0007] Sind sowohl das Lineal als auch die Auflagefläche mit Teilungen versehen, ermöglicht
dies z. B. das horizontale und vertikale Messen einer Zeichnung eines auf der Auflagefläche
angeordneten Dokuments.
[0008] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Lineal transparent oder zumindest teiltransparent
ausgebildet ist und vorzugsweise eine kontrastverstärkende Farbe aufweist. Das Lineal
fungiert in diesem Fall primär als ggf. den Kontrast verstärkendes Leselineal, d.
h. der gerade gelesene Text eines auf der Auflagefläche angeordneten Dokuments wird
durch das Lineal markiert und ist im Falle einer Kontrastverstärkung im Bereich des
Lineals leichter lesbar. Ist alternativ oder zusätzlich die Verwendung des Lineals
als Anlagelineal gewünscht, kann die Linealführung zwei voneinander entlang der Auflagefläche
beabstandete Nuten zum beidseitigen Führen des Lineals aufweisen.
[0009] Um die Anordnung eines Dokuments auf der Auflagefläche unterhalb des Lineals zu erleichtern,
kann vorgesehen sein, dass das Lineal aus einem flexiblen Material, vorzugsweise aus
einem flexiblen Kunststoff besteht.
[0010] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Nut an einem vom Untergrund abgewandten Abschnitt
des Körpers seitlich neben der Auflagefläche angeordnet ist. Hierdurch ist das Lineal
samt Führungsmechanismus innerhalb der Konturen des Dokumentenhalters angeordnet und
zwar für einen Benutzer leicht zugänglich und mit einer Hand bedienbar neben dem betrachteten
Dokument.
[0011] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Dicke oder Stärke des Körpers im Bereich der Nut
um die Tiefe der Nut geringer ist, als im Bereich außerhalb der Nut. Mit anderen Worten
ist die Nut in diesem Fall als Sacköffnung im Material des Körpers ausgebildet (z.
B. entweder in den Körper eingefräst oder bei der Herstellung des Körpers in diesen
eingeformt). Dies bringt gegenüber einer Ausbildung der Nut als Durchgangsöffnung
den Vorteil, dass die mechanische Stabilität des Körpers weniger beeinträchtigt wird.
Gerade bei kleineren Dokumentenhaltern kann aber eine als Durchgangsöffnung ausgebildete
Nut durchaus hinsichtlich der mechanischen Stabilität des Körpers akzeptabel sein.
[0012] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Auflagefläche geneigt, d. h. in Benutzungslage
mit einem von Null verschiedenen Winkel zur Horizontalen, verläuft. Der Winkel kann
z. B. in einem Bereich von 2° bis 30°, bevorzugt 5° bis 30°, besonders bevorzugt 5°
bis 20° liegen.
[0013] Weil der Dokumentenhalter in einer zweiten Variante der Erfindung eine Höhenverstelleinrichtung
mit einem seitlich von außen zugänglichen Feststellmittel (z. B. eine in eine Mutter
eingreifende Rändelschraube) zum Feststellen der wenigstens zwei Fußabschnitte wenigstens
eines Stützfußes in einer gewünschten Höhe aufweist, kann ein Benutzer leicht eine
für ihn ergonomisch korrekte Höhe der Auflagefläche wählen. Diese Höhenverstelleinrichtung
kann an beiden der wenigstens zwei Stützfüßen vorgesehen sein.
[0014] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Höhenverstelleinrichtung eine an einem der wenigstens
zwei Fußabschnitte angeordnete Kulisse aufweist und das Feststellmittel am anderen
der wenigstens zwei Fußabschnitte angeordnet und in der Kulisse verfahrbar ist, wobei
die Kulisse zumindest zwei in unterschiedlichen Höhen vom Untergrund angeordnete Ruhepositionen
für das Feststellmittel aufweist, die durch einen Kanal miteinander verbunden sind
und wobei das Feststellmittel wahlweise in einer der Ruhepositionen platzierbar ist
und die wenigstens zwei Fußabschnitte zumindest eines der wenigstens zwei Stützfüße
durch das Feststellmittel in der gewählten Ruheposition aneinander feststellbar sind.
Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass die zumindest zwei Ruhepositionen in Endbereichen
zumindest zweier in unterschiedlichen Höhen zueinander verlaufender Kulissenabschnitte
der Kulisse angeordnet sind, wobei die Kulissenabschnitte durch den Kanal miteinander
verbunden sind.
[0015] Bevorzugt weist das Feststellmittel einen mit einem Gewinde versehenen Stift (z.
B. Rändelschraube) und ein Widerlager (z. B. Mutter) auf, welches ein korrespondierendes
Gewinde für den Stift aufweist. Der Stift ist an einem der Fußabschnitte angeordnet.
Das Widerlager kann bevorzugt verdrehsicher oder drehfest am oder im anderen der Fußabschnitte
befestigt oder ausgebildet sein, weil dies eine einhändige Bedienung des Stifts gestattet.
Bevorzugt ist die Anordnung des Widerlagers in einer im Material des Fußabschnittes
ausgebildeten Ausnehmung. Die Verdrehsicherung kann dann z. B. auf die Weise erfolgen,
dass die Form der Innenwandung der Ausnehmung ein Verdrehen des Widerlagers verhindert.
Bei Verwendung einer Mutter als Widerlager kann die Ausnehmung z. B. polygonal ausgebildet
sein. Die Verdrehsicherung kann alternativ ganz allgemein auch durch Ankleben des
Widerlagers erfolgen.
[0016] Bei einer dritten Variante der Erfindung ist vorgesehen, dass der Dokumentenhalter
eine Neigungsverstelleinrichtung zum Verstellen der Neigung der Auflagefläche relativ
zum Untergrund aufweist, wobei die Neigungsverstelleinrichtung eine Schwenkachse aufweist,
um welche die Auflagefläche verschwenkbar ist und wobei die Neigungsverstelleinrichtung
ein seitlich von außen zugängliches Festlegemittel zum Festlegen der Auflagefläche
in der gewünschten Schwenklage mit der gewünschten Neigung aufweist. Hierdurch kann
neben der Höhe auch die Neigung der Auflagefläche durch den jeweiligen Benutzer wie
gewünscht eingestellt werden.
[0017] Das Festlegemittel kann zumindest zwei in unterschiedlichen Höhen zum Untergrund
angeordnete Öffnungen und einen wahlweise in eine der zumindest zwei Öffnungen einbringbaren,
vorzugsweise vorgespannten, Stift aufweisen, wobei vorzugsweise die wenigstens zwei
Öffnungen denselben Abstand zur Schwenkachse aufweisen. Es kann vorgesehen sein, dass
das Festlegemittel durch den Benutzer in einer Stellung lösbar arretierbar ist, in
welcher es nicht in einer der wenigstens zwei Öffnungen eingreift. Dies erleichtert
eine Höhenverstellung mittels der Höhenverstelleinrichtung, da das Festlegemittel
im arretierten Zustand funktionslos ist und so mit nur einer Hand die Veränderung
der Höhe der Auflagefläche vorgenommen werden kann.
[0018] Bei einer Kombination der zweiten und der dritten Variante der Erfindung (und ggf.
der ersten Variante der Erfindung) ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass die Schwenkachse
wahlweise durch eine der zumindest zwei Ruhepositionen des Feststellmittels der oben
beschriebenen Höhenverstelleinrichtung verläuft. Für jede wählbare Höhe der Auflagefläche
kann somit eine bequeme Einstellung der gewünschten Neigung vorgenommen werden.
[0019] Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass die Neigungsverstelleinrichtung zumindest eine
erste Vielzahl von Öffnungen und eine zweite Vielzahl von Öffnungen aufweist und die
Öffnungen der ersten Vielzahl von Öffnungen denselben Abstand zu einer ersten der
zumindest zwei Ruhepositionen aufweisen und die Öffnungen der zweiten Vielzahl von
Öffnungen denselben Abstand zu einer zweiten der zumindest zwei Ruhepositionen aufweisen.
Die Öffnungen einer gegebenen Vielzahl liegen somit auf einem gedachten Kreisbogen,
dessen Mittelpunkt eine der Ruhepositionen des Feststellmittels ist.
[0020] Bevorzugt ist vorgesehen, dass zumindest der Körper, vorzugsweise auch die Stützfüße,
des Dokumentenhalters aus Acrylglas (PMMA) besteht bzw. bestehen.
[0021] Es kann eine über dem zu betrachtenden Dokument anordenbare transparente, antireflektierende
Folie vorgesehen sein.
[0022] Der erfindungsgemäße Dokumentenhalter ist auch als Schreibpult einsetzbar.
[0023] Die Auflagefläche ist bevorzugt eben ausgebildet, könnte jedoch auch eine konkave
Ausbildung aufweisen.
[0024] Die wenigstens zwei Stützfüße können z. B. über eine Platte oder Strebe miteinander
verbunden sein.
[0025] Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Figuren diskutiert. Die Fig. 1
bis 4 und 9 zeigen ein Ausführungsbeispiel gemäß der ersten Variante der Erfindung.
Die Fig. 5 bis 7 zeigen ein Ausführungsbeispiel gemäß einer Kombination der ersten,
zweiten und dritten Variante der Erfindung. Anders als in den Fig. 5 bis 7 gezeigt,
ist bei diesem Ausführungsbeispiel die Anordnung eines Lineals nicht zwingend vorgesehen,
dann ergibt sich ein Ausführungsbeispiel gemäß einer Kombination der zweiten und dritten
Variante der Erfindung. Anders als dargestellt, könnte auch die Höhenverstelleinrichtung
oder die Neigungsverstelleinrichtung weggelassen sein, dann ergibt sich ein Ausführungsbeispiel
nach der dritten bzw. zweiten Variante der Erfindung. Fig. 8 zeigt eine Ausführungsbeispiel
für ein Festlegemittel der Neigungsverstelleinrichtung. Fig. 9 zeigt eine Variante
zur ersten Variante der Erfindung. Fig. 10 zeigt eine Variante zur Fig. 5 bis 7.
Fig. 1a zeigt eine Draufsicht auf die Auflagefläche 2 eines erfindungsgemäßen Dokumentenhalters
1. Erkennbar ist ein hier an einem oberen Bereich der Auflagefläche 2 angeordnetes
Lineal 3, welches über einen Schlitten 4 entlang einer Nut 5 über die gesamte Höhe
der Auflagefläche 2 bis zu einem an einem unteren Bereich der Auflagefläche 2 angeordneten
Rückhaltesteg 15 für auf der Auflagefläche 2 angeordnete Dokumente verfahrbar ist.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel begrenzt der Rückhaltesteg 15 die Verfahrbarkeit
des Lineals 3, dies ist aber nicht zwingend erforderlich.
Fig. 1b zeigt eine Rückansicht zur Fig. 1a, wobei eine zwischen zwei rückwärtigen
Stützfüßen 6 angeordnete Ausnehmung erkennbar ist, welche ein Aufnehmen des Dokumentenhalters
1 durch einen Benutzer gestattet. Außerdem gestattet die Ausnehmung die Platzierung
eines Fußes eines Computermonitors sowie das Passieren von Kabeln und dgl. zwischen
den Stützfüßen 6.
Fig. 2a zeigt eine Vorderansicht zur Fig. 1a. Erkennbar sind hier zwei an der Vorderseite
unterhalb des Rückhaltestegs 15 angeordnete Stützfüße 6. Diese sind im gezeigten Ausführungsbeispiel
einstückig mit dem Rückhaltesteg 15 ausgebildet und ragen durch Öffnungen im Körper
14 des Dokumentenhalters 1 hindurch. Der Zusammenbau des gezeigten Dokumentenhalters
1 erfolgt z. B. so, dass zunächst der Schlitten 4 mit daran befestigtem oder ausgebildetem
Lineal 3 in die Nut 5 eingeführt wird und anschließend der Rückhaltesteg 15 über die
einstückig mit ihm ausgebildeten vorderen Stützfüße 6 am Körper 14 befestigt wird.
Fig. 2b zeigt die hier T-förmig gewählte Ausbildung der Nut 5. Andere Formen sind
denkbar. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Dicke des Körpers 14 im Bereich
der Nut 5 um die Tiefe der Nut 5 geringer, als im Bereich außerhalb der Nut 5.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht zur Fig. 1a.
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Dokumentenhalters
1.
Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines weiteren erfindungsgemäßen Dokumentenhalters
1. Bei diesem Dokumentenhalter 1 sind die Stützfüße 6 jeweils zweiteilig ausgebildet,
mit einem mit der Auflagefläche 2 einstückig ausgebildeten ersten Fußabschnitt 61
und einem zur Abstützung am Untergrund ausgebildeten zweiten Fußabschnitt 62. Auf
den zweiten Fußabschnitt 62 sind hier jeweils zwei Gummiringe 16 aufgeschoben, um
die Rutschfestigkeit gegenüber dem Untergrund zu erhöhen. Die Gummiringe 16 können
durch den Benutzer entfernt werden. Im Unterschied zur Ausführung nach den Fig. 1
bis 4 sind hier zwei voneinander getrennte Rückhaltestege 15 vorgesehen.
Fig. 6 zeigt eine Frontansicht zur Fig. 5.
Fig. 7a bis 7c zeigen die Funktionsweise der bei diesem Ausführungsbeispiel gemeinsam
vorgesehenen Höhenverstelleinrichtung und Neigungsverstelleinrichtung. Beide sind
bequem für einen Benutzer seitlich von außen zugänglich und ohne einen Eingriff in
die Innenseite mit nur einer Hand bedienbar. Schwächer angedeutet sind unterschiedliche
Neigungen der Auflagefläche 2.
[0026] In Fig. 7a ist eine Höhenverstelleinrichtung zu sehen, wobei eine hier am ersten
Fußabschnitt 61 angeordnete Kulisse erkennbar ist und ein Stift eines Feststellmittels
7 am zweiten Fußabschnitt 62 angeordnet ist, den ersten Fußabschnitt 61 im Bereich
der Kulisse durchsetzt und in der Kulisse verfahrbar ist. Dieselbe Anordnung findet
sich auf der anderen Seite des Dokumentenhalters 1. Die Kulisse weist drei in unterschiedlichen
Höhen vom Untergrund angeordnete Ruhepositionen 81, 82, 83 für das Feststellmittel
7 auf, die durch einen Kanal 9 miteinander verbunden sind. Die Ruhepositionen 81,
82, 83 sind jeweils am Ende eines Kulissenabschnittes 91, 92, 93 ausgebildet. Das
Feststellmittel 7 ist auf beiden Seiten in der obersten Ruheposition 83 platziert
(geringste Höhe der Auflagefläche 2) und die zwei Fußabschnitte 61, 62 beider Stützfüße
6 sind durch das jeweilige Feststellmittel 7 in der gewählten Ruheposition 83 aneinander
festgestellt (hier durch Anziehen einer Rändelschraube des Feststellmittels 7 relativ
zu einer am oder im zweiten Fußabschnitt 62 angeordneten Mutter). Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist im Bereich jeder Ruheposition 81, 82, 83 ein Sackloch angeordnet. Dieses dient
dazu, eine eindeutige Positionierung des Feststellmittels 7 (genauer gesagt, der Rändelschraube)
sicherzustellen. Es kann auch ein anders ausgebildetes Positioniermittel für die eindeutige
Positionierung des Feststellmittels 7 in der Kulisse vorgesehen sein, z. B. könnte
die Kulisse im Bereich der Ruheposition 81, 82, 83 einen nach oben weisenden Ausschnitt
aufweisen. Bedingt durch die Schwerkraft, rastet das Feststellmittel 7 in den Ausschnitt
ein und befindet sich so in einer definierten Position.
[0027] Weist das Feststellmittel 7 eine in eine Mutter eingreifende Rändelschraube auf,
ist bevorzugt vorgesehen, dass die Mutter verdrehsicher am oder im Stützfuß (hier
im zweiten Fußabschnitt 62) angeordnet ist, bevorzugt in einer entsprechend (z. B.
polygonal) ausgebildeten Öffnung im Material des Stützfußes 6. Dadurch entfällt die
Notwendigkeit einer Manipulation an der Innenseite des Dokumentenhalters 1 und eine
einhändige Betätigung der Rändelschraube nur von der Außenseite des Dokumentenhalters
1 her ist möglich.
[0028] In Fig. 7b wurde die mittlere Ruheposition 82 gewählt und in Fig. 7c die unterste
Ruheposition 83 (größte Höhe der Auflagefläche 2).
[0029] Außerdem ist erkennbar, dass die Neigungsverstelleinrichtung (dieselbe Anordnung
findet sich auf der anderen Seite des Dokumentenhalters 1) eine erste, zweite und
dritte Vielzahl 11, 12, 13 von Öffnungen aufweist. Die erste und dritte Vielzahl 11,
13 weisen drei Öffnungen auf, die zweite Vielzahl 12 fünf Öffnungen. Die Anzahl der
Öffnungen kann natürlich anders gewählt sein. Je nachdem, in welchem der Öffnungen
das hier als gefederter Stift ausgebildete Festlegemittel 10 angeordnet ist, ändert
sich die Neigung der Auflagefläche 2. Aus einem Vergleich der Fig. 7a bis 7c ist erkennbar,
dass für jede unterschiedliche Höhe der Auflagefläche 2 drei bis fünf verschiedene
Neigungen zur Verfügung stehen. Die Öffnungen einer gegebenen Vielzahl 11, 12, 13
liegen auf einem gedachten Kreisbogen, dessen Mittelpunkt eine der Ruhepositionen
81, 82, 83 des Feststellmittels 7 ist. Im hier gegebenen Fall der Ausbildung des Festlegemittels
10 als gefederter Stift muss der Benutzer nur am Stift ziehen, um diesen aus einer
der Öffnungen zu bewegen und diesen loslassen, wenn er sich über der gewünschten Öffnung
befindet. Durch die Federwirkung rastet der Stift in die gewünschte Öffnung ein. Es
ist keine Manipulation an der Innenseite des Dokumentenhalters 1 erforderlich. Im
gezeigten Ausführungsbeispiel sind die erste, zweite und dritte Vielzahl 11, 12, 13
von Öffnungen am zweiten Fußabschnitt 62 angeordnet und das Festlegemittel 10 ist
am ersten Fußabschnitt 61 angeordnet.
[0030] Zuerst bewegt der Benutzer das Festlegemittel 10 aus jener Öffnung heraus, in welcher
es sich gerade befindet. Ist eine Arretiervorrichtung für das Festlegemittel 10 vorgesehen,
arretiert der Benutzer das Festlegemittel 10 in einer Position, in welcher es in keiner
der Öffnungen eingreift. Dann wählt der Benutzer die gewünschte Höhe aus, indem das
Feststellmittel 7 in die gewünschte Ruheposition 81, 82, 83 bewegt wird. In dieser
werden die Fußabschnitte 61, 62 zueinander festgestellt (z. B. durch Eindrehen der
Rändelschraube). Anschließend wird die gewünschte Neigung eingestellt, indem der Benutzer
das Festlegemittel 10 in die gewünschte Öffnung jener Vielzahl 11, 12, 13 von Öffnungen
bewegt, die zur ausgewählten Ruheposition 81, 82, 83 gehört. Ist eine Arretierung
des Festlegemittels 10 erfolgt, löst der Benutzer die Arretierung, bewegt das Festlegemittel
10 zur gewünschten Öffnung und lässt das Festlegemittel 10 los. Während der Neigungsverstellung
dient das Feststellmittel 7 als Lager, welches die Schwenkachse für die Neigungsverstellung
zur Verfügung stellt. Weist der Dokumentenhalter 1 keine Höhenverstelleinrichtung
auf, dann kann eine einzige Schwenkachse für die Neigungsverstellung vorgesehen sein.
[0031] Fig. 8 zeigt ein Beispiel für ein Festlegemittel 10. Ein erster Teil des Festlegemittels
10 umfasst eine Mutter 102 mit einem daran angeordneten Gewindeabschnitt 103. Mittels
des Gewindeabschnitts 103 kann das Festlegemittel 10 an einem der Fußabschnitte 61,
62 (beim gezeigten Ausführungsbeispiel am ersten Fußabschnitt 61) befestigt werden.
Mutter 102 und Gewindeabschnitt 103 weisen eine durchgehende Öffnung für einen Stift
104 auf. Ein Griffelement 101 ist mit dem Stift 104 verbunden. Durch Zugausübung am
Griffelement 101 kann der Stift 104 gegen die Wirkung einer nicht erkennbaren Feder
in die Öffnung hinein zurückgezogen werden. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel ist
der Stift 104 in dieser zurückgezogenen Stellung arretierbar. Zu diesem Zweck weist
die Mutter 102 eine Ausnehmung auf, in welche ein zungenartiger Fortsatz 105 des Griffelements
101 hineinragt. In der zurückgezogenen Stellung des Stifts 104 ist der Fortsatz 105
aus der Ausnehmung der Mutter 102 heraus bewegt. Verdreht der Benutzer nun das Griffelement
101, kommt der Fortsatz 105 in einem Bereich der Mutter 102 zu liegen, welcher keine
Ausnehmung aufweist und der Stift 104 bleibt in der zurückgezogenen Stellung. Die
Arretiervorrichtung wird also durch den Fortsatz 105 und die Ausnehmung gebildet.
Es können auch zwei sich diametral gegenüberliegende Ausnehmungen bzw. Fortsätze 105
vorgesehen sein.
[0032] Fig. 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel nach der ersten Variante der Erfindung
wobei sowohl das Lineal 3 als auch die Auflagefläche 2 mit einer Teilung versehen
sind.
[0033] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 10a bis 10i ist eine Variante gezeigt, bei welcher
zur Erhöhung der Stabilität eine zusätzliches Lager 17 (hier in Form einer Buchschraube)
vorgesehen ist. Das Lager 17 lässt sich entlang der Kulisse 18 verschieben, wobei
die Kulisse 18 im gezeigten Beispiel drei verschiedene Ruhepositionen für das Lager
17 aufweist. Die Auflagefläche 2 ist mit einer anhebbaren Antireflexfolie 19 versehen,
unter welcher Schrift oder dgl. anordenbar ist. Die Antireflexfolie 19 ist mittels
der Rückhaltestege 15 an der Auflagefläche 2 befestigt.
[0034] Für alle Ausführungsformen gilt, dass das Lineal 3 eine andere geometrische Form
als die gezeigte gerade Ausbildung aufweisen könnte.
1. Dokumentenhalter (1) mit einem auf einem Untergrund abstützbaren Körper (14) und einer
durch einen vom Untergrund abgewandten Abschnitt des Körpers (14) gebildeten Auflagefläche
(2) für Dokumente, dadurch gekennzeichnet, dass der Dokumentenhalter (1) ein entlang der Auflagefläche (2) verfahrbares Lineal (3)
aufweist, dass das Lineal (3) an einem entlang einer Linealführung verfahrbaren Schlitten
(4) angeordnet ist und dass die Linealführung in Form wenigstens einer einstückig
mit dem Körper (14) ausgebildeten Nut (5) ausgebildet ist.
2. Dokumentenhalter nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Nut (5) an einem vom Untergrund
abgewandten Abschnitt des Körpers (14) seitlich neben der Auflagefläche (2) angeordnet
ist.
3. Dokumentenhalter nach wenigstens einem der beiden vorangehenden Ansprüche, wobei die
Dicke des Körpers (14) im Bereich der Nut (5) um die Tiefe der Nut (5) geringer ist,
als im Bereich außerhalb der Nut (5).
4. Dokumentenhalter (1), insbesondere nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
mit einem auf einem Untergrund abstützbaren Körper (14) und einer durch einen vom
Untergrund abgewandten Abschnitt des Körpers (14) gebildeten Auflagefläche (2) für
Dokumente, wobei zum Abstützen des Körpers (14) auf dem Untergrund wenigstens zwei
Stützfüße (6) vorgesehen sind und der Dokumentenhalter (1) zumindest eine Höhenverstelleinrichtung
zum Verstellen der Höhe der Auflagefläche (2) vom Untergrund aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die wenigstens zwei Stützfüße (6) zwei zueinander verstellbare Fußabschnitte (61,
62) aufweisen, wobei ein erster der wenigstens zwei Fußabschnitte (61, 62) an der
Auflagefläche (2) angeordnet ist und ein zweiter der wenigstens zwei Fußabschnitte
(61, 62) zur Abstützung am Untergrund ausgebildet ist
- die Höhenverstelleinrichtung ein seitlich von außen zugängliches Feststellmittel
(7) zum Feststellen der wenigstens zwei Fußabschnitte (61, 62) wenigstens eines Stützfußes
(6) in einer gewünschten Höhe aufweist.
5. Dokumentenhalter nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Höhenverstelleinrichtung
eine an einem der wenigstens zwei Fußabschnitte (61, 62) angeordnete Kulisse aufweist
und das Feststellmittel (7) am anderen der wenigstens zwei Fußabschnitte (61, 62)
angeordnet und in der Kulisse verfahrbar ist, wobei die Kulisse zumindest zwei in
unterschiedlichen Höhen vom Untergrund angeordnete Ruhepositionen (81, 82, 83) für
das Feststellmittel (7) aufweist, die durch einen Kanal (9) miteinander verbunden
sind und wobei das Feststellmittel (7) wahlweise in einer der Ruhepositionen (81,
82, 83) platzierbar ist und die wenigstens zwei Fußabschnitte (61, 62) zumindest eines
der wenigstens zwei Stützfüße (6) durch das Feststellmittel (7) in der gewählten Ruheposition
(81, 82, 83) aneinander feststellbar sind.
6. Dokumentenhalter nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die zumindest zwei Ruhepositionen
(81, 82, 83) in Endbereichen zumindest zweier in unterschiedlichen Höhen zueinander
verlaufender Kulissenabschnitte (91, 92, 93) der Kulisse angeordnet sind, wobei die
Kulissenabschnitte (91, 92, 93) durch den Kanal (9) miteinander verbunden sind.
7. Dokumentenhalter nach wenigstens einem der beiden vorangehenden Ansprüche, wobei das
Feststellmittel (7) einen mit einem Gewinde versehenen Stift, vorzugsweise eine Rändelschraube,
und ein Widerlager, vorzugsweise eine Mutter, für den Stift aufweist, wobei das Widerlager
ein korrespondierendes Gewinde für den Stift aufweist und wobei vorzugsweise vorgesehen
ist, dass das Widerlager drehfest mit einem der Fußabschnitte (61, 62) verbunden ist.
8. Dokumentenhalter nach wenigstens einem der drei vorangehenden Ansprüche, wobei an
beiden der wenigstens zwei Stützfüßen (6) eine Höhenverstelleinrichtung angeordnet
ist.
9. Dokumentenhalter, insbesondere nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
mit einem auf einem Untergrund abstützbaren Körper (14) und einer durch einen vom
Untergrund abgewandten Abschnitt des Körpers (14) gebildeten Auflagefläche (2) für
Dokumente, wobei zum Abstützen des Körpers (14) auf dem Untergrund wenigstens zwei
Stützfüße (6) vorgesehen dadurch gekennzeichnet, dass der Dokumentenhalter (1) eine Neigungsverstelleinrichtung zum Verstellen der Neigung
der Auflagefläche (2) relativ zum Untergrund aufweist, wobei die Neigungsverstelleinrichtung
eine Schwenkachse aufweist, um welche die Auflagefläche (2) verschwenkbar ist und
wobei die Neigungsverstelleinrichtung ein seitlich von außen zugängliches Festlegemittel
zum Festlegen der Auflagefläche (2) in der gewünschten Schwenklage aufweist.
10. Dokumentenhalter nach dem vorangehenden Anspruch, wobei das Festlegemittel zumindest
zwei in unterschiedlichen Höhen zum Untergrund angeordnete Öffnungen und einen wahlweise
in eine der zumindest zwei Öffnungen einbringbaren, vorzugsweise vorgespannten, Stift
(10) aufweist, wobei vorzugsweise die wenigstens zwei Öffnungen denselben Abstand
zur Schwenkachse aufweisen.
11. Dokumentenhalter nach wenigstens einem der beiden vorangehenden Ansprüche, wobei die
Schwenkachse wahlweise durch eine der zumindest zwei Ruhepositionen (81, 82, 83) des
Anspruchs 5 verläuft.
12. Dokumentenhalter nach dem vorangehenden Anspruch, wobei zumindest eine erste Vielzahl
(11, 12, 13) von Öffnungen und eine zweite Vielzahl (11, 12, 13) von Öffnungen vorgesehen
sind und die Öffnungen der ersten Vielzahl (11, 12, 13) von Öffnungen denselben Abstand
zu einer ersten der zumindest zwei Ruhepositionen (81, 82, 83) aufweisen und die Öffnungen
der zweiten Vielzahl (11, 12, 13) von Öffnungen denselben Abstand zu einer zweiten
der zumindest zwei Ruhepositionen (81, 82, 83) aufweisen.
13. Dokumentenhalter nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Lineal
(3) transparent oder zumindest teiltransparent ausgebildet ist und vorzugsweise eine
kontrastverstärkende Farbe aufweist.
14. Dokumentenhalter nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Lineal
(3) aus einem flexiblen Material, vorzugsweise einem flexiblen Kunststoff besteht.
15. Dokumentenhalter nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zumindest
der Körper (14) des Dokumentenhalters (1) aus Acrylglas besteht.