[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schrumpfen einer um einen, insbesondere
palettierten, Gutstapel, der eine Bodenfläche, eine Deckelfläche und eine umlaufende
Seitenfläche, die aus vier Seitenflächenteilbereichen besteht, aufweist, gelegten
Heißschrumpffolie mit zumindest einer Heizeinrichtung zum Schrumpfen der Heißschrumpffolie
durch Erhitzen, wobei die Heißschrumpffolie die Seitenfläche des Gutstapels zumindest
in ihrem oberen Bereich, vorzugsweise die gesamte Höhe der Seitenfläche, abdeckt und
die Heißschrumpffolie zumindest mit einem Heißschrumpffolienteilbereich über die Oberkante
des Gutstapels zur Oberschrumpfbildung oberseitig hinausragt. Damit bildet der Heißschrumpffolienteilbereich
einen umlaufenden Überstand. Selbstverständlich kann die Heißschrumpffolie auch zumindest
mit einem Heißschrumpffolienteilbereich über die Unterkante des Gutstapels oder über
die Unterkante einer Palette, auf die der Gutstapel abgestellt ist, zur Unterschrumpfbildung
unterseitig hinausragen.
[0002] Ein Gutstapel weist üblicherweise eine quaderförmige Ausgestaltung auf. Eine Palette
hat üblicherweise eine rechteckige Kontur bestehend aus zwei gegenüberliegenden Längsseiten
und zwei gegenüberliegenden Kurzseiten. Üblicherweise wird um einen Gutstapel eine
Heißschrumpffolie in Form eines Heißschrumpffolienmantels gelegt, wobei der Heißschrumpffolienmantel
mit einem umlaufenden Heißschrumpffolienteilbereich über die Oberkante des Gutstapels
zur Oberschrumpfbildung oberseitig hinausragt. Ferner befindet sich eine Deckblattfolie
auf der Deckelfläche des Gutstapels. Der Heißschrumpffolienteilbereich wird zunächst
umgefaltet, so dass er im Wesentlichen plan auf der Deckelfolie aufliegt. Dies kann
in einer separaten Maschine erfolgen. Zusätzlich kann der Heißschrumpffolienteilbereich
beispielsweise im Bereich zumindest einer Ecke durch ein Punktschweißen fixiert worden
sein, so dass der noch ungeschrumpfte Heißschrumpffolienmantel beim Transport des
Gutstapels nicht nach unten rutscht. Ein solches lokales Verschweißen im Bereich der
Oberseite zur Sicherung gegen ein Herunterrutschen kann auch durch einen horizontal
ausgerichteten und vertikal verfahrbaren Schweißbalken erfolgen. Anschließend werden
die vier Seitenflächenteilbereiche der Heißschrumpffolienmantel geschrumpft, in dem
der Gutstapel durch zwei vertikal ausgerichtete Heizeinrichtungen hindurch bewegt
wird.
[0003] Nachteilig hierbei ist, dass sich beim Schrumpfen und anschließenden Abkühlen der
Heißschrumpffolienmantel nicht nur in Längsrichtung, sondern auch in Querrichtung
zusammenzieht. Dabei kommt es insbesondere im Bereich der langen Seiten eines Gutstapels
zu einer Halbmondbildung, da sich hier der Heißschrumpffolienmantel aufgrund des Querschrumpfens
nach oben zieht.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren
anzugeben, bei dem eine Halbmondbildung vermieden werden kann, so dass der Gutstapel
durch die Heißschrumpffolie gut geschützt und - sofern er auf einer Palette angeordnet
ist - optimal auf der Palette gesichert ist.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zunächst die Heißschrumpffolie im Bereich
eines ersten Seitenflächenteilbereichs der vier Seitenflächenteilbereiche des Gutstapels
geschrumpft wird, wobei die Schrumpfrichtung von unten nach oben ist, anschließend
unter Änderung der Schrumpfrichtung um in etwa 90° der über die Oberkante des Gutstapels
oberseitig hinausragende Heißschrumpffolienteilbereich der Heißschrumpffolie beginnend
von der Oberkante des ersten Seitenflächenteilbereichs entlang der Deckelfläche bis
zur Oberkante des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs
geschrumpft wird und in einem weiteren Schritt
- entweder
- unter Änderung der Schrumpfrichtung um weitere in etwa 90° die Heißschrumpffolie im
Bereich des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs
des Gutstapels von oben nach unten geschrumpft wird
- oder aber
- unter Änderung der Schrumpfrichtung um weitere in etwa 90° die Heißschrumpffolie im
Bereich des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs
des Gutstapels von oben nach unten vorgewärmt wird und anschließend in umgekehrter
Richtung von unten nach oben geschrumpft wird.
[0006] Dabei ist mit Änderung der Schrumpfrichtung um in etwa 90° jeweils eine Änderung
von 70° bis 110° gemeint. Wenn die erste Änderung größer 90° ist, ist die zweite Änderung
bevorzugt so gewählt, dass insgesamt eine Änderung von ca. 180° durch diese beiden
Änderungen erfolgt.
[0007] Damit sind die Schrumpfrichtung beim Schrumpfen eines ersten der vier Seitenflächenteilbereiche
und die Schrumpfrichtung beim Schrumpfen des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden
Seitenflächenteilbereichs entgegengesetzt, sofern in dem weiteren Schritt der dem
ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegende Seitenflächenteilbereich des Gutstapels
von oben nach unten geschrumpft wird.
[0008] Sofern in dem weiteren Schritt der dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegende
Seitenflächenteilbereich des Gutstapels von unten nach oben geschrumpft wird, sind
die Schrumpfrichtung beim Schrumpfen des ersten Seitenflächenteilbereichs und des
dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs identisch.
[0009] In dem weiteren Schritt wird entweder direkt unter Änderung der Schrumpfrichtung
um weitere 90° die Heißschrumpffolie im Bereich des dem ersten Seitenflächenteilbereich
gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs des Gutstapels von oben nach unten geschrumpft.
Alternativ wird zunächst unter Änderung der Schrumpfrichtung um weitere 90° die Heißschrumpffolie
im Bereich des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs
des Gutstapels von oben nach unten vorgewärmt und anschließend in umgekehrter Richtung
von unten nach oben geschrumpft.
[0010] Zur Hitzebeaufschlagung kann beispielsweise eine Heizeinrichtung eingesetzt werden,
die länglich ausgebildet und horizontal und parallel zum ersten der vier Seitenflächenteilbereiche
ausgerichtet ist und sich die längliche Erstreckung der Heizeinrichtung zumindest
in etwa über die Breite des Gutstapels ausdehnt. Die Heizeinrichtung ist vorzugsweise
höhenverstellbar angeordnet und vorzugsweise um eine parallel zu ihrer länglichen
Erstreckung ausgerichtete Achse verschwenkbar gelagert. Beim Schrumpfen ist die Heizeinrichtung
so ausgerichtet, dass die Heißluft, vorzugsweise unmittelbar, auf den zu schrumpfenden
Seitenflächenteilbereich oder den zu schrumpfenden Heißschrumpffolienteilbereich gerichtet
ist. Sofern in dem vollständigen Schrumpfprozess nur eine Heizeinrichtung eingesetzt
wird, muss beim Schrumpfen die Ausblasrichtung der Heißluft verändert werden.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht, dass die Heißschrumpffolie auch in den
beiden gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichen, die orthogonal zum ersten der
vier Seitenflächenteilbereiche und zum gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereich
ausgerichtet sind, gespannt wird, ohne dass sie sich in diesen beiden nicht geschrumpften
Seitenflächenteilbereichen zumindest in dem mittleren Bereich der Unterkante des Gutstapels
oder einer eventuellen Palette hochzieht. Daher kommt es nicht zu der unerwünschten
Halbmondbildung. Auch entstehen durch das Spannen keine Falten, so dass diese beiden
gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereiche optimal beispielsweise für Werbezwecke
oder für andere Aufdrucke verwendet werden können. Bei den beiden gegenüberliegenden
ungeschrumpften Seitenflächenteilbereichen handelt es sich vorzugsweise um die Längsseiten
bei einem rechteckigen Gutstapel. Da nicht mehr wie im Stand der Technik alle Seitenflächenteilbereiche
vollständig geschrumpft werden, kann zudem Energie gespart werden.
[0012] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden der erste und der dem ersten Seitenflächenteilbereich
gegenüberliegende Seitenflächenteilbereich vollständig geschrumpft. Auch wird der
über die Oberkante des Gutstapels oberseitig hinausragende umlaufende Heißschrumpffolienteilbereich
der Heißschrumpffolie vollständig geschrumpft. Somit werden erfindungsgemäß die beiden
gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereiche gar nicht oder allenfalls in ihren Randbereichen,
die an den geschrumpften ersten Seitenflächenteilbereich oder an den geschrumpften
gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereich oder an die Deckelfläche angrenzen, erhitzt
und gegebenenfalls etwas geschrumpft.
[0013] Es bietet sich an, wenn eine Heißschrumpffolie verwendet wird, die im um den Gutstapel
gelegten Zustand einen maximalen Schrumpfkoeffizienten parallel zur Umfangsrichtung
des Gutstapels, vorzugsweise von größer 70 %, aufweist, während der Schrumpfkoeffizient
parallel zur Höhe des Gutstapels gesehen möglichst klein, vorzugsweise kleiner 10%,
ist. Der Schrumpfkoeffizient gibt die prozentuale Verkürzung der Heißschrumpffolie
in Folge der Schrumpfung an.
[0014] Der Gutstapel kann während des Schrumpfens ortsfest sein und zumindest eine, vorzugsweise
höhenverstellbare, Heizeinrichtung kann entlang des Gutstapels geführt werden. Hierzu
kann beispielsweise angrenzend zum Gutstapel ein rahmenartig ausgebildetes Portal
vorgesehen sein, an dem die betreffende Heizeinrichtung beispielsweise mittels eines
Schlittens geführt wird.
[0015] Alternativ kann der Gutstapel beim Schrumpfen mittels einer, vorzugsweise in seiner
Fördergeschwindigkeit regelbaren, Fördereinrichtung in eine Förderrichtung bewegt
werden, wobei der erste der vier Seitenflächenteilbereiche des Gutstapels in Förderrichtung
weist, und zumindest eine Heizeinrichtung kann um eine parallel zu ihrer länglichen
Erstreckung ausgerichtete Achse verschwenkbar, jedoch in Relation zur Förderrichtung
ortsfest, angeordnet sein. Eine solche Ausgestaltung erlaubt ein Schrumpfen im Durchlaufverfahren.
[0016] Bei der relativen Verlagerung zwischen dem Gutstapel und zumindest einer, vorzugsweise
höhenverstellbaren, Heizeinrichtung beim Schrumpfen kann zusätzlich noch ein schmaler
Randbereich der Heißschrumpffolie an wenigstens einer der beiden parallel zur Schrumpfrichtung
während der Schrumpfung der Deckelfläche ausgerichteten Seitenflächenteilbereiche,
der an die Kante mit dem ersten Seitenflächenteilbereich des Gutstapels (vertikal
ausgerichtete Seitenkante zum ersten Seitenflächenteilbereich) und/oder an die Kante
mit der Oberseite des Gutstapels (horizontal ausgerichtete Oberkante des Seitenflächenteilbereichs)
und/oder an die Kante mit der dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden
Seitenflächenteilbereich des Gutstapels (vertikal ausgerichtete Seitenkante mit dem
gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereich) angrenzt, geschrumpft werden. Wird ein
parallel zur Schrumpfrichtung während der Schrumpfung der Deckelfläche ausgerichteter
Seitenflächenteilbereich in den drei Randbereichen (Kante mit dem ersten Seitenflächenteilbereich
des Gutstapels sowie Kante mit der Oberseite des Gutstapels sowie Kante mit dem dem
ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereich des Gutstapels)
geschrumpft, ergibt der geschrumpfte Bereich des parallel zur Schrumpfrichtung während
der Schrumpfung der Deckelfläche ausgerichteten Seitenflächenteilbereichs ein auf
dem Kopf stehendes "U". Hierdurch wird die Ladungssicherheit erhöht. Die verbleibende
Fläche dieses Seitenflächenteilbereichs ist nach wie vor ungeschrumpft.
[0017] Die Heißschrumpffolie kann als Heißschrumpffolienmantel ausgebildet sein. Ein Heißschrumpffolienmantel
hat keinen Deckel und auch keinen Boden. Der Heißschrumpffolienmantel kann unterseitig
gegenüber der Unterseite des, insbesondere palettierten, Gutstapels überstehen. In
einem solchen Fall bietet es sich an, wenn der, insbesondere palettierte, Gutstapel
beim Schrumpfen angehoben wird, so dass der nach unten überstehende Rand des Heißschrumpffolienmantels
unter Bildung eines Unterschrumpfs geschrumpft werden kann.
[0018] Auf der Oberseite des Gutstapels kann eine, vorzugsweise über zumindest eine Seitenkante
der Deckelfläche des Gutstapels überstehende, Deckblattfolie angeordnet sein, die
mit dem über die Oberkante des Gutstapels hinausragenden Heißschrumpffolienteilbereich
der als Heißschrumpffolienmantel ausgebildeten Heißschrumpffolie verschweißt wird.
Sofern der über die Oberkante des Gutstapels hinausragende Heißschrumpffolienteilbereich
auf ganzer Länge, d. h. umlaufend, mit der Deckblattfolie verschweißt ist, ist der
Gutstapel von oben wasserdicht. Bei Umlegen des Heißschrumpffolienteilbereichs des
Heißschrumpffolienmantels, was auch in einer vorgeschalteten Vorrichtung erfolgen
kann, wird - sofern die Deckblattfolie einen seitlich überstehenden Randbereich aufweist
- auf die Oberseite des Gutstapels umgefaltet.
[0019] Gleichzeitig mit oder nach dem Schrumpfen des über die Oberkante des Gutstapels oberseitig
hinausragenden Heißschrumpffolienteilbereichs der Heißschrumpffolie und dem Verschweißen
der Deckblattfolie mit dem Heißschrumpffolienteilbereich des Heißschrumpffolienmantels
kann auch die Deckblattfolie zumindest teilweise in dem Bereich, der nicht in Kontakt
mit dem in Folge des Schrumpfens umgelegten Heißschrumpffolienteilbereichs ist, geschrumpft
werden.
[0020] Die Heißschrumpffolie kann alternativ auch als über den Gutstapel übergezogene Heißschrumpffolienhaube
ausgebildet sein. Die Heißschrumpffolienhaube kann unterseitig gegenüber der Unterseite
des, insbesondere palettierten, Gutstapels überstehen. In einem solchen Fall bietet
es sich an, wenn der, insbesondere palettierte, Gutstapel beim Schrumpfen angehoben
wird, damit der nach unten überstehende Rand der Heißschrumpffolienhaube unter Bildung
eines Unterschrumpfs geschrumpft werden kann.
[0021] Der Gutstapel kann zumindest während des Schrumpfens des ersten der vier Seitenflächenteilbereiche
durch eine oberhalb des Gutstapels im Abstand zur Deckelfläche angeordnete und parallel
zu dieser ausgerichtete flächige Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung oberseitig
zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, abgedeckt sein. Die Wärmeleit- und/oder
Wärmereflexionseinrichtung kann beispielsweise als Wärmestaublech ausgebildet sein.
Sofern eine gute Reflexion erwünscht ist, kann beispielsweise eine als Spiegelblech
ausgebildete Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung vorgesehen sein. Die beim
Schrumpfen des ersten der vier Seitenflächenteilbereiche aufsteigende Heißluft wird
in den Zwischenraum zwischen der Deckelfläche des Gutstapels und der Wärmeleit- und/oder
Wärmereflexionseinrichtung geleitet, durchströmt den Zwischenraum und wärmt dabei
zumindest den über die Oberkante des Gutstapels oberseitig hinausragenden Heißschrumpffolienteilbereich
der Heißschrumpffolie vor.
[0022] Der Gutstapel kann zumindest während des Schrumpfens der Deckelfläche durch eine
oberhalb des Gutstapels im Abstand zur Deckelfläche angeordnete und parallel zu dieser
ausgerichtete flächige Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung oberseitig zumindest
teilweise, vorzugsweise vollständig, abgedeckt sein. Die Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung
kann beispielsweise als Wärmestaublech ausgebildet sein. Sofern eine gute Reflexion
erwünscht ist, kann beispielsweise eine als Spiegelblech ausgebildete Wärmeleit- und/oder
Wärmereflexionseinrichtung vorgesehen sein. Die beim Schrumpfen der Deckelfläche verwendete
Heißluft kann in den Zwischenraum zwischen der Deckelfläche des Gutstapels und der
Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung strömen und wärmt durch den Aufstau
der Heißluft und/oder durch die Reflexion der Wärme in Richtung des Gutstapels hier
zumindest den über die Oberkante des Gutstapels oberseitig hinausragenden und noch
nicht geschrumpften Heißschrumpffolienteilbereich der Heißschrumpffolie vor.
[0023] Es ist selbstverständlich auch möglich, dass die Heißschrumpffolie im Bereich des
ersten Seitenflächenteilbereichs vor dem Schrumpfen, vorzugsweise von oben nach unten,
vorgewärmt wird. Eine solche Fahrweise bietet sich insbesondere dann an, wenn der
gegenüberliegende Seitenflächenteilbereich des Gutstapels, der gerade fertig geschrumpft
worden ist, von oben nach unten vorgewärmt und anschließend in umgekehrter Richtung
von unten nach oben geschrumpft worden ist, da dann die Heißschrumpffolie des nächsten,
zur Schrumpfung anstehenden, Gutstapels im Bereich des ersten Seitenflächenteilbereichs
vor dem Schrumpfen beispielsweise von oben nach unten vorgewärmt werden kann.
[0024] Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zum Schrumpfen einer um einen, insbesondere
palettierten, Gutstapel, der eine Bodenfläche, eine Deckelfläche und eine umlaufende
Seitenfläche, die aus vier Seitenflächenteilbereichen besteht, aufweist, gelegten
Heißschrumpffolie mit zumindest einer Heizeinrichtung zum Schrumpfen der Heißschrumpffolie
durch Erhitzen, wobei die Heißschrumpffolie die Seitenfläche des Gutstapels zumindest
in ihrem oberen Bereich, vorzugsweise die gesamte Höhe der Seitenfläche, abdeckt und
die Heißschrumpffolie zumindest mit einem Heißschrumpffolienteilbereich über die Oberkante
des Gutstapels zur Oberschrumpfbildung oberseitig hinausragt, insbesondere zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens. Damit bildet der Heißschrumpffolienteilbereich einen
umlaufenden Überstand. Selbstverständlich kann die Heißschrumpffolie auch zumindest
mit einem Heißschrumpffolienteilbereich über die Unterkante des Gutstapels oder über
die Unterkante einer Palette, auf die der Gutstapel abgestellt ist, zur Unterschrumpfbildung
unterseitig hinausragen.
[0025] Ein Gutstapel weist üblicherweise eine quaderförmige Ausgestaltung auf. Eine Palette
hat üblicherweise eine rechteckige Kontur bestehend aus zwei gegenüberliegenden Längsseiten
und zwei gegenüberliegenden Kurzseiten. Zunächst wird üblicherweise um einen Gutstapel
eine Heißschrumpffolie in Form eines Heißschrumpffolienmantels gelegt, wobei der Heißschrumpffolienmantel
mit einem umlaufenden Heißschrumpffolienteilbereich über die Oberkante des Gutstapels
zur Oberschrumpfbildung oberseitig hinausragt. Ferner befindet sich eine Deckblattfolie
auf der Deckelfläche des Gutstapels. Der Heißschrumpffolienteilbereich wird zunächst
umgefaltet, so dass er im Wesentlichen plan auf der Deckelfolie aufliegt. Dies kann
in einer separaten Maschine erfolgen. Zusätzlich kann der Heißschrumpffolienteilbereich
beispielsweise im Bereich zumindest einer Ecke durch ein Punktschweißen fixiert worden
sein, so dass der noch ungeschrumpfte Heißschrumpffolienmantel beim Transport des
Gutstapels nicht nach unten rutscht. Ein solches lokales Verschweißen im Bereich der
Oberseite zur Sicherung gegen ein Herunterrutschen kann auch durch einen horizontal
ausgerichteten und vertikal verfahrbaren Schweißbalken erfolgen. Anschließend werden
die vier Seitenflächenteilbereiche des Heißschrumpffolienmantels geschrumpft, in dem
der Gutstapel durch zwei vertikal ausgerichtete Heizeinrichtungen hindurch bewegt
wird.
[0026] Nachteilig hierbei ist, dass sich beim Schrumpfen und anschließenden Abkühlen der
Heißschrumpffolienmantel nicht nur in Längsrichtung, sondern auch in Querrichtung
zusammenzieht. Dabei kommt es insbesondere im Bereich der langen Seiten eines Gutstapels
zu einer Halbmondbildung, da sich hier der Heißschrumpffolienmantel aufgrund des Querschrumpfens
nach oben zieht.
[0027] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und eine Vorrichtung
anzugeben, mittels der beim Schrumpfen eine Halbmondbildung vermieden werden kann,
so dass der Gutstapel durch die Heißschrumpffolie gut geschützt und - sofern er auf
einer Palette angeordnet ist - optimal auf der Palette gesichert ist.
[0028] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Vorrichtung eine Fördereinrichtung zum
Bewegen des Gutstapels während des Schrumpfens in eine Förderrichtung umfasst und
dass zur Hitzebeaufschlagung zumindest eine Heizeinrichtung länglich ausgebildet und
oberhalb der Fördereinrichtung horizontal und orthogonal zur Förderrichtung ausgerichtet
ist und sich die längliche Erstreckung der Heizeinrichtung zumindest in etwa über
die Breite des Gutstapels ausdehnt, wobei die Heizeinrichtung höhenverstellbar angeordnet
und um eine parallel zu ihrer länglichen Erstreckung ausgerichtete Achse verschwenkbar
gelagert ist und weiterhin eine Steuerung vorgesehen ist, mittels der zunächst die
Heißschrumpffolie im Bereich eines ersten Seitenflächenteilbereichs der vier Seitenflächenteilbereiche
des Gutstapels geschrumpft wird, wobei die Schrumpfrichtung von unten nach oben ist,
anschließend unter Änderung der Schrumpfrichtung um in etwa 90° der über die Oberkante
des Gutstapels oberseitig hinausragende Heißschrumpffolienteilbereich der Heißschrumpffolie
beginnend von der Oberkante des ersten Seitenflächenteilbereichs entlang der Deckelfläche
bis zur Oberkante des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs
geschrumpft wird und in einem weiteren Schritt
- entweder
- unter Änderung der Schrumpfrichtung um weitere in etwa 90° die Heißschrumpffolie im
Bereich des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs
des Gutstapels von oben nach unten geschrumpft wird
- oder aber
- unter Änderung der Schrumpfrichtung um weitere in etwa 90° die Heißschrumpffolie im
Bereich des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs
des Gutstapels von oben nach unten vorgewärmt wird und anschließend in umgekehrter
Richtung von unten nach oben geschrumpft wird.
[0029] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht, dass die Heißschrumpffolie auch in den
beiden gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichen, die orthogonal zum ersten der
vier Seitenflächenteilbereiche und zum gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereich
ausgerichtet sind, gespannt wird, ohne dass sie sich in diesen beiden nicht geschrumpften
Seitenflächenteilbereichen hochzieht. Daher kommt es nicht zu der unerwünschten Halbmondbildung.
Auch entstehen durch das Spannen keine Falten, so dass diese beiden gegenüberliegenden
Seitenflächenteilbereiche optimal beispielsweise für Werbezwecke verwendet werden
können. Bei den beiden gegenüberliegenden ungeschrumpften Seitenflächenteilbereichen
handelt es sich vorzugsweise um die Längsseiten bei einem rechteckigen Gutstapel.
[0030] Dabei kann zumindest eine Heizeinrichtung verschiedene, unabhängig voneinander regelbare
Heizbereiche aufweisen. Eine solche Ausgestaltung ermöglicht, dass die Heizleistung
in einigen Bereichen reduziert oder sogar abgeschaltet werden kann.
[0031] Zumindest eine Heizeinrichtung kann als Gasbrennerleiste ausgebildet sein. Bei einer
solchen Ausgestaltung kann zur Leistungsregulierung eines Heizbereichs eine steuerbare
Einrichtung vorgesehen sein, die beispielsweise den Querschnitt in der Gaszuführung
verändert. Selbstverständlich sind auch andere Arten an Heizeinrichtungen denkbar.
[0032] Die dem Gutstapel zugewandte Seite zumindest einer Heizeinrichtung kann eben ausgebildet
sein. Damit bildet die dem Gutstapel zugewandte Seite der Heizeinrichtung eine ebene
Fläche.
[0033] Dabei bietet es sich an, wenn zumindest eine Heizeinrichtung die Breite des Gutstapels
überragt, so dass die Heizeinrichtung zumindest auf einer Seite, vorzugsweise auf
beiden Seiten des Gutstapels, über den Gutstapel hinausragt. Eine solche Anordnung
erlaubt, dass beim Schrumpfen zusätzlich noch ein schmaler Randbereich der Heißschrumpffolie
an wenigstens einer der beiden parallel zur Schrumpfrichtung während der Schrumpfung
der Deckelfläche ausgerichteten Seitenflächenteilbereiche, der an die Kante mit dem
ersten Seitenflächenteilbereich des Gutstapels und/oder an die Kante mit der Oberseite
des Gutstapels und/oder an die Kante mit dem dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden
Seitenflächenteilbereich des Gutstapels angrenzt, geschrumpft wird.
[0034] Wenigstens ein seitlich gegenüber dem Gutstapel hinausragender Bereich zumindest
einer Heizeinrichtung kann in einem Winkel auf den Gutstapel zuweisend angeordnet
sein. Denkbar ist beispielsweise eine Ausgestaltung, bei der die Heizeinrichtung eine
U-Form aufweist. Die beiden hinausragenden Bereiche sind parallel zur Förderrichtung
ausgerichtet. Mittels jedes hinausragenden Bereichs wird beim Schrumpfen ein schmaler
Randbereich der Heißschrumpffolie an wenigstens einer der beiden parallel zur Förderrichtung
ausgerichteten Seitenflächenteilbereiche, der an die Kante mit dem ersten Seitenflächenteilbereich
des Gutstapels und/oder an die Kante mit der Oberseite des Gutstapels und/oder an
die Kante mit dem dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereich
des Gutstapels angrenzt, geschrumpft.
[0035] Es bietet sich an, wenn zumindest ein seitlich gegenüber dem Gutstapel hinausragender
Bereich wenigstens eine Einrichtung zur Veränderung der Ausblasrichtung der Heißluft
aufweist. Hierdurch kann die Ausblasrichtung eingestellt werden. Es ist beispielsweise
durchaus möglich, dass zumindest ein hinausragender Bereich mittels eines Antriebes
verschwenkbar ist oder beispielsweise die Heizbereiche, die in dem hinausragenden
Bereich angeordnet sind, schwenkbar sind.
[0036] Es bietet sich an, wenn zumindest eine den Gutstapel zumindest während des Schrumpfens
des ersten der vier Seitenflächenteilbereiche oberseitig zumindest teilweise, vorzugsweise
vollständig, abdeckende, oberhalb des Gutstapels im Abstand unter Bildung eines Zwischenraums
zur Deckelfläche angeordnete und parallel zu dieser ausgerichtete, flächige Wärmeleit-
und/oder Wärmereflexionseinrichtung vorgesehen ist. Die Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung
kann beispielsweise als Wärmestaublech ausgebildet sein. Sofern eine gute Reflexion
erwünscht ist, kann beispielsweise eine als Spiegelblech ausgebildete Wärmeleit- und/oder
Wärmereflexionseinrichtung vorgesehen sein. Die beim Schrumpfen des ersten der vier
Seitenflächenteilbereiche aufsteigende Heißluft kann in den Zwischenraum zwischen
der Deckelfläche des Gutstapels und der Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung
strömen und wärmt hier zumindest den über die Oberkante des Gutstapels oberseitig
hinausragenden Heißschrumpffolienteilbereich der Heißschrumpffolie vor.
[0037] Zumindest eine Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung kann höhenverstellbar
angeordnet sein und kann damit an Gutstapel unterschiedlicher Höhen angepasst werden.
[0038] Wenigstens eine Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung kann die Deckelfläche
des Gutstapels vollständig abdecken oder aber sogar größer mit einem Überstand ausgebildet
sein. Im Fall eines Überstandes steht die Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung
an zumindest einer Seite des Gutstapels über.
[0039] Zumindest eine Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung kann seitlich an ihren
beiden parallel zur Förderrichtung ausgerichteten Seitenkanten jeweils mit einer abwärts
weisenden Abwinklung versehen sein. Sofern die Unterkante jeder Abwinklung tiefer
als die Deckelfläche ist, ist der Abstand zwischen beiden Abwinklungen größer als
die Breite des Gutstapels. Durch die Abwinklungen wird das seitliche Wegströmen der
Heißluft vermindert.
[0040] Zumindest eine Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung kann an ihrer entgegen
die Förderrichtung ausgerichteten Seitenkante mit einer abwärts weisenden Stirnabwinklung
versehen sein. Sofern zwei seitliche Abwinklungen vorgesehen sind, weist die Stirnabwinklung
vorzugsweise eine geringere Höhe als die beiden seitlichen Abwinklungen auf. Hierdurch
ergibt sich im Bereich der Stirnabwinklung ein größerer Spalt, durch den die Heißluft
ausströmen kann. Ferner bietet es sich an, wenn die Unterkante der Stirnabwinklung
oberhalb der Deckelfläche ist, so dass der Gutstapel kollisionsfrei unter der Stirnabwinklung
durchgeführt werden kann.
[0041] Im Folgenden werden in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiele der Erfindung
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung
sowie
- Fig. 3 - 9
- den Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0042] In allen Figuren werden für gleiche bzw. gleichartige Bauteile übereinstimmende Bezugszeichen
verwendet.
[0043] Fig. 1 zeigt die Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Schrumpfen.
Diese weist eine Fördereinrichtung 1 auf, bei der es sich beispielsweise um ein Förderband
handelt. Auf der Fördereinrichtung 1 ist ein Gutstapel 2 abgestellt, der mittels der
Fördereinrichtung 1 in Förderrichtung 3 verlagert werden kann.
[0044] Der rechteckig ausgebildete Gutstapel 2 weist eine Deckelfläche, eine Seitenfläche,
die aus vier Seitenflächenteilbereichen besteht, sowie eine Bodenfläche auf. Der Gutstapel
2 hat zwei gegenüberliegende Längsseiten, die parallel zur Förderrichtung 3 ausgerichtet
sind, und zwei gegenüberliegende Kurzseiten. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der Gutstapel 2 nicht auf einer Palette abgestellt. Die Form des Gutstapels 2
ist quaderförmig.
[0045] Wie Fig. 1 zu entnehmen ist, weist die Vorrichtung zur Hitzebeaufschlagung einer
in Fig. 1 nicht dargestellten und um den Gutstapel 2 umgelegten Heißschrumpffolie
4 eine Heizeinrichtung 5 auf, die länglich ausgebildet und horizontal oberhalb der
Fördereinrichtung 1 und orthogonal zur Förderrichtung 3 ausgerichtet ist. Die Breite
des Heizbereichs der Heizeinrichtung 5 ist zumindest so groß wie die Breite des Gutstapels
2 im Bereich der beiden Kurzseiten, so dass sich die längliche Erstreckung der Heizeinrichtung
5 zumindest über die Breite des Gutstapels 2 ausdehnt. Die Heizeinrichtung 5 ist über
eine nicht dargestellte Vorrichtung höhenverstellbar angeordnet und ferner um eine
parallel zu ihrer länglichen Erstreckung ausgerichtete Achse 6 verschwenkbar gelagert.
[0046] Zusätzlich ist eine ebenfalls in der Höhe verstellbare Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung
7 vorgesehen, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Wärmestaublech ausgebildet
ist. Das Wärmestaublech ist an beiden parallel zur Förderrichtung 3 ausgerichteten
Seitenkanten seitlich jeweils mit einer abwärts weisenden Abwinklung 8 versehen. Der
Abstand der beiden Abwinklungen 8 ist so gewählt, dass dieser größer ist als die Breite
des Gutstapels 2, so dass damit der Gutstapel 2 zwischen den beiden Abwinklungen 8
hindurch bewegt werden kann. Sofern Gutstapel 2 unterschiedlicher Breiten geschrumpft
werden sollen, bietet es sich an, wenn der Abstand der beiden gegenüberliegenden Abwinklungen
8 verstellbar ist. Bei einer solchen Ausgestaltung ist vorzugsweise jede Abwinklung
8 horizontal und in etwa orthogonal zur Förderrichtung 3 verlagerbar.
[0047] An ihrer entgegen die Förderrichtung 3 weisenden Seitenkante weist die Wärmeleit-
und/oder Wärmereflexionseinrichtung 7 eine ebenfalls abwärts weisende Stirnabwinklung
9 auf, deren Höhe jedoch so gewählt ist, dass der Gutstapel 2 kollisionsfrei unter
der Stirnabwinklung 9 hindurch verlagert werden kann. Zur Höhenverstellung weist die
Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung 7 zwei Schlitten 10 auf, die an zwei
nicht dargestellten Haltemasten vertikal verlagerbar angeordnet sind. Die Wärmeleit-
und/oder Wärmereflexionseinrichtung 7 ist über einen Halterahmen 11 an den Schlitten
10 befestigt.
[0048] In den Fig. 3 bis 9 ist die Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung 7 zur
besseren Darstellung des Verfahrensablaufes nur sehr stark vereinfacht dargestellt.
Nicht dargestellt sind beispielsweise die Abwinklungen 8 oder die Schlitten 10. Zur
Durchführung des nachfolgend beschriebenen Verfahrens weist die Vorrichtung eine geeignete
Steuerung auf.
[0049] In Fig. 3 ist der Beginn des Schrumpfprozesses dargestellt. In einer vorgeschalteten
Vorrichtung ist bereits die gestrichelt dargestellte Heißschrumpffolie 4, die in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel als Heißschrumpffolienmantel ausgebildet ist, um
den Gutstapel 2 gelegt worden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel deckt die
Heißschrumpffolie 4 die Seitenfläche des Gutstapels 2 über die gesamte Höhe der Seitenfläche
ab. Mit einem umlaufenden Heißschrumpffolienteilbereich 4a ragt die Heißschrumpffolie
4 oberseitig über die Oberkante des Gutstapels 2 für eine spätere Oberschrumpfbildung
hinaus. Zusätzlich ist in diesem Ausführungsbeispiel auf die Deckelfläche des Gutstapels
2 eine Deckblattfolie aufgelegt worden. Der oberseitig hinausragende Heißschrumpffolienteilbereich
4a ist bereits umgelegt worden und liegt auf der Deckblattfolie auf.
[0050] Wie in Fig. 3 dargestellt, befindet sich zu Beginn des Schrumpfprozesses die Heizeinrichtung
5 in ihrer untersten Stellung. Die Heizeinrichtung 5 wird aktiviert, so dass Heißluft
auf die erste der vier Seitenflächenteilbereiche des Gutstapels 2 geblasen wird. Bei
diesem ersten Seitenflächenteilbereich handelt es sich in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
um die in Förderrichtung 3 weisende Vorderseite. Wie in Fig. 3 zu erkennen, wird die
Heißluft vorzugsweise im Wesentlichen horizontal oder leicht schräg nach unten gerichtet
auf den Gutstapel 2 geblasen.
[0051] Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung
7 oberhalb des Gutstapels 2 und überdeckt diesen insoweit vollständig. Die beim Schrumpfen
des ersten Seitenflächenteilbereichs aufsteigende Heißluft strömt in den Zwischenraum
zwischen der Deckelfläche des Gutstapels 2 und der Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung
7 und ermöglicht hier ein Vorwärmen des oberseitig hinausragenden Heißschrumpffolienteilbereichs
4a sowie der Deckblattfolie. Die Heizeinrichtung 5 wird dann in Richtung des Pfeils
12 (Schrumpfrichtung) nach oben bewegt, bis sie die in Fig. 4 dargestellte Stellung
erreicht hat.
[0052] Dann wird der Gutstapel 2 durch die Fördereinrichtung 1 in Förderrichtung 3 verlagert.
Zum Schrumpfen des oberseitig hinausragenden Heißschrumpffolienteilbereichs 4a und
gegebenenfalls auch der Deckblattfolie wird die Heizeinrichtung 5 um ihre Längserstreckung
soweit verschwenkt, dass die Heißluft in etwa vertikal nach unten geblasen wird und
auf diese Weise der über die Oberkante des Gutstapels 2 oberseitig hinausragende Heißschrumpffolienteilbereich
4a der Heißschrumpffolie 4 und gegebenenfalls auch die Deckblattfolie beginnend von
der Oberkante des ersten Seitenflächenteilbereichs bis zur Oberkante des dem ersten
Seitenflächenteilbereichs gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs entlang der
Deckelfläche geschrumpft wird. Die Schrumpfrichtung 12 ist dabei parallel zur Deckelfläche.
Zum Schrumpfen wird der Gutstapel 2 fortwährend in Förderrichtung 3 bewegt, bis der
Gutstapel 2 die Stellung in Fig. 8 erreicht hat. Durch die Verlagerung des Gutstapels
2 wird der Anteil der von der Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung 7 überdeckten
Deckelfläche des Gutstapels 2 immer kleiner, bis - wie beispielsweise in Fig. 7 erkennbar
- keinerlei Überdeckung mehr durch die Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung
7 erfolgt.
[0053] Wie in Fig. 8 dargestellt, ändert sich nach Schrumpfen des oberseitig hinausragenden
Heißschrumpffolienteilbereichs 4a der Heißschrumpffolie 4 und gegebenenfalls auch
der Deckblattfolie die Schrumpfrichtung 12 erneut, da die Heizeinrichtung 5 zum Schrumpfen
des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs
nunmehr vertikal abgesenkt wird. Hierzu wird die Heizeinrichtung 5 wieder um ihre
Längserstreckung verschwenkt, so dass die Heißschrumpffolie 4 nunmehr im Bereich des
dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs von
oben nach unten geschrumpft werden kann. Der Schrumpfprozess ist in Fig. 9 abgeschlossen.
Wie in den Fig. 8 und 9 zu erkennen, wird die Heißluft vorzugsweise im Wesentlichen
horizontal oder leicht schräg nach unten gerichtet auf den Gutstapel 2 geblasen.
[0054] Sofern die Heizeinrichtung 4 die Breite des Gutstapels 2 überragt, ragt die Heizeinrichtung
5 vorzugsweise auf beiden Seiten des Gutstapels 2 über den Gutstapel 2 hinaus. Mittels
jedes hinausragenden Bereichs kann zusätzlich noch ein schmaler Randbereich 13 der
Heißschrumpffolie 4 an dem jeweiligen parallel zur Förderrichtung 3 bzw. parallel
zur Schrumpfrichtung 12 während der Schrumpfung der Deckelfläche ausgerichteten Seitenflächenteilbereich,
der an die Kante mit dem ersten Seitenflächenteilbereich des Gutstapels 2 und/oder
an die Kante mit der Oberseite des Gutstapels 2 und/oder an die Kante mit dem dem
ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereich des Gutstapels
2 angrenzt, geschrumpft werden.
[0055] Wird der parallel zur Förderrichtung 3 bzw. parallel zur Schrumpfrichtung 12 während
der Schrumpfung der Deckelfläche ausgerichtete Seitenflächenteilbereich in den drei
Randbereichen 13 (vertikal ausgerichtete Seitenkante mit dem ersten Seitenflächenteilbereich
sowie horizontal ausgerichtete Oberkante mit der Oberseite des Gutstapels 2 sowie
vertikal ausgerichtete Seitenkante mit dem dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden
Seitenflächenteilbereich) geschrumpft, hat der geschrumpfte Bereich dieses parallel
zur Förderrichtung 3 bzw. parallel zur Schrumpfrichtung 12 während der Schrumpfung
der Deckelfläche ausgerichteten Seitenflächenteilbereichs die Form eines auf dem Kopf
stehenden "U". Dieser U-förmige Randbereich 13 ist schraffiert ausschließlich in Fig.
9 dargestellt. Die verbleibende Fläche dieses Seitenflächenteilbereichs ist nach wie
vor ungeschrumpft.
[0056] Nach Abschluss des Schrumpfprozesses in Fig. 9 wird die Heizeinrichtung 5 um ihre
Längserstreckung um etwa 180° verschwenkt und der nächste noch ungeschrumpfte Gutstapel
2 wird durch die Fördereinrichtung 1 zum Schrumpfen herantransportiert.
1. Verfahren zum Schrumpfen einer um einen, insbesondere palettierten, Gutstapel (2),
der eine Bodenfläche, eine Deckelfläche und eine umlaufende Seitenfläche, die aus
vier Seitenflächenteilbereichen besteht, aufweist, gelegten Heißschrumpffolie (4)
mit zumindest einer Heizeinrichtung (5) zum Schrumpfen der Heißschrumpffolie (4) durch
Erhitzen, wobei die Heißschrumpffolie (4) die Seitenfläche des Gutstapels (2) zumindest
in ihrem oberen Bereich, vorzugsweise die gesamte Höhe der Seitenfläche, abdeckt und
die Heißschrumpffolie (4) zumindest mit einem Heißschrumpffolienteilbereich (4a) über
die Oberkante des Gutstapels (2) zur Oberschrumpfbildung oberseitig hinausragt,
dadurch gekennzeichnet, dass zunächst die Heißschrumpffolie (4) im Bereich eines ersten Seitenflächenteilbereichs
der vier Seitenflächenteilbereiche des Gutstapels (2) geschrumpft wird, wobei die
Schrumpfrichtung (12) von unten nach oben ist, anschließend unter Änderung der Schrumpfrichtung
(12) um in etwa 90° der über die Oberkante des Gutstapels (2) oberseitig hinausragende
Heißschrumpffolienteilbereich (4a) der Heißschrumpffolie (4) beginnend von der Oberkante
des ersten Seitenflächenteilbereichs entlang der Deckelfläche geschrumpft wird und
in einem weiteren Schritt
entweder unter Änderung der Schrumpfrichtung (12) um weitere in etwa 90° die Heißschrumpffolie
(4) im Bereich des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs
des Gutstapels (2) von oben nach unten geschrumpft wird
oder aber unter Änderung der Schrumpfrichtung (12) um weitere in etwa 90° die Heißschrumpffolie
(4) im Bereich des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs
des Gutstapels (2) von oben nach unten vorgewärmt wird und anschließend in umgekehrter
Richtung von unten nach oben geschrumpft wird.
2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Gutstapel (2) während des Schrumpfens ortsfest ist und dass zumindest eine, vorzugsweise
höhenverstellbare, Heizeinrichtung (5) entlang des Gutstapels (2) geführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gutstapel (2) beim Schrumpfen mittels einer, vorzugsweise in seiner Fördergeschwindigkeit
regelbaren, Fördereinrichtung (1) in eine Förderrichtung (3) bewegt wird, wobei der
erste der vier Seitenflächenteilbereiche des Gutstapels (2) in Förderrichtung (3)
weist, und dass zumindest eine Heizeinrichtung (5) um eine parallel zu ihrer länglichen
Erstreckung ausgerichtete Achse (6) verschwenkbar, jedoch in Relation zur Förderrichtung
(3) ortsfest, angeordnet ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der relativen Verlagerung zwischen dem Gutstapel (2) und zumindest einer, vorzugsweise
höhenverstellbaren, Heizeinrichtung (5) beim Schrumpfen zusätzlich noch ein schmaler
Randbereich (13) der Heißschrumpffolie (4) an wenigstens einer der beiden parallel
zur Schrumpfrichtung (12) während der Schrumpfung der Deckelfläche ausgerichteten
Seitenflächenteilbereiche, der an die Kante mit dem ersten Seitenflächenteilbereich
des Gutstapels (2) und/oder an die Kante mit der Oberseite des Gutstapels (2) und/oder
an die Kante mit dem dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereich
des Gutstapels (2) angrenzt, geschrumpft wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heißschrumpffolie (4) als Heißschrumpffolienmantel ausgebildet ist.
6. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberseite des Gutstapels (2) eine, vorzugsweise über zumindest eine Seitenkante
der Deckelfläche des Gutstapels (2) überstehende, Deckblattfolie angeordnet ist, die
mit dem über die Oberkante des Gutstapels (2) hinausragenden Heißschrumpffolienteilbereich
(4a) der als Heißschrumpffolienmantel ausgebildeten Heißschrumpffolie (4) verschweißt
wird.
7. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit oder nach dem Schrumpfen des über die Oberkante des Gutstapels (2)
oberseitig hinausragenden Heißschrumpffolienteilbereichs (4a) der Heißschrumpffolie
(4) auch die Deckblattfolie zumindest teilweise in dem Bereich, der nicht in Kontakt
mit dem in Folge des Schrumpfens umgelegten Heißschrumpffolienteilbereichs (4a) ist,
geschrumpft wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Heißschrumpffolie (4) als über den Gutstapel (2) übergezogene Heißschrumpffolienhaube
ausgebildet ist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gutstapel (2) zumindest während des Schrumpfens des ersten der vier Seitenflächenteilbereiche
durch eine oberhalb des Gutstapels (2) im Abstand zur Deckelfläche angeordnete und
parallel zu dieser ausgerichtete flächige Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung
(7) oberseitig zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, abgedeckt ist.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gutstapel (2) zumindest während des Schrumpfens der Deckelfläche durch eine oberhalb
des Gutstapels (2) im Abstand zur Deckelfläche angeordnete und parallel zu dieser
ausgerichtete flächige Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung (7) oberseitig
zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, abgedeckt ist.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heißschrumpffolie (4) im Bereich des ersten Seitenflächenteilbereichs vor dem
Schrumpfen, vorzugsweise von oben nach unten, vorgewärmt wird.
12. Vorrichtung zum Schrumpfen einer um einen, insbesondere palettierten, Gutstapel (2),
der eine Bodenfläche, eine Deckelfläche und eine umlaufende Seitenfläche, die aus
vier Seitenflächenteilbereichen besteht, aufweist, gelegten Heißschrumpffolie (4)
mit zumindest einer Heizeinrichtung (5) zum Schrumpfen der Heißschrumpffolie (4) durch
Erhitzen, wobei die Heißschrumpffolie (4) die Seitenfläche des Gutstapels (2) zumindest
in ihrem oberen Bereich, vorzugsweise die gesamte Höhe der Seitenfläche, abdeckt und
die Heißschrumpffolie (4) zumindest mit einem Heißschrumpffolienteilbereich (4a) über
die Oberkante des Gutstapels (2) zur Oberschrumpfbildung oberseitig hinausragt, insbesondere
zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Fördereinrichtung (1) zum Bewegen des Gutstapels (2) während
des Schrumpfens in eine Förderrichtung (3) umfasst und dass zur Hitzebeaufschlagung
zumindest eine Heizeinrichtung (5) länglich ausgebildet und oberhalb der Fördereinrichtung
(1) horizontal und orthogonal zur Förderrichtung (3) ausgerichtet ist und sich die
längliche Erstreckung der Heizeinrichtung (5) zumindest in etwa über die Breite des
Gutstapels (2) ausdehnt, wobei die Heizeinrichtung (5) höhenverstellbar angeordnet
und um eine parallel zu ihrer länglichen Erstreckung ausgerichtete Achse (6) verschwenkbar
gelagert ist und weiterhin eine Steuerung vorgesehen ist, mittels der zunächst die
Heißschrumpffolie (4) im Bereich eines ersten Seitenflächenteilbereichs der vier Seitenflächenteilbereiche
des Gutstapels (2) geschrumpft wird, wobei die Schrumpfrichtung (12) von unten nach
oben ist, anschließend unter Änderung der Schrumpfrichtung (12) um in etwa 90° der
über die Oberkante des Gutstapels (2) oberseitig hinausragende Heißschrumpffolienteilbereich
(4a) der Heißschrumpffolie (4) beginnend von der Oberkante des ersten Seitenflächenteilbereichs
entlang der Deckelfläche geschrumpft wird und in einem weiteren Schritt
entweder unter Änderung der Schrumpfrichtung (12) um weitere in etwa 90° die Heißschrumpffolie
(4) im Bereich des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs
des Gutstapels (2) von oben nach unten geschrumpft wird
oder aber unter Änderung der Schrumpfrichtung (12) um weitere in etwa 90° die Heißschrumpffolie
(4) im Bereich des dem ersten Seitenflächenteilbereich gegenüberliegenden Seitenflächenteilbereichs
des Gutstapels (2) von oben nach unten vorgewärmt wird und anschließend in umgekehrter
Richtung von unten nach oben geschrumpft wird.
13. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Heizeinrichtung (5) verschiedene, unabhängig voneinander regelbare
Heizbereiche aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Heizeinrichtung (5) als Gasbrennerleiste ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Gutstapel (2) zugewandte Seite zumindest einer Heizeinrichtung (5) eben ausgebildet
ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Heizeinrichtung (5) die Breite des Gutstapels (2) überragt, so dass
die Heizeinrichtung (5) zumindest auf einer Seite, vorzugsweise auf beiden Seiten
des Gutstapels (2), über den Gutstapel (2) hinausragt.
17. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein seitlich gegenüber dem Gutstapel (2) hinausragender Bereich zumindest
einer Heizeinrichtung (5) in einem Winkel auf den Gutstapel (2) zuweisend angeordnet
ist.
18. Vorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein seitlich gegenüber dem Gutstapel (2) hinausragender Bereich wenigstens
eine Einrichtung zur Veränderung der Ausblasrichtung der Heißluft aufweist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine den Gutstapel (2) zumindest während des Schrumpfens des ersten der
vier Seitenflächenteilbereiche oberseitig zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig,
abdeckende, oberhalb des Gutstapels (2) im Abstand zur Deckelfläche angeordnete und
parallel zu dieser ausgerichtete, flächige Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung
(7) vorgesehen ist.
20. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung (7) höhenverstellbar
angeordnet ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung (7) die Deckelfläche
des Gutstapels (2) vollständig abdeckt oder aber sogar größer mit einem Überstand
ausgebildet ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung (7) seitlich an ihren
beiden parallel zur Förderrichtung (3) ausgerichteten Seitenkanten jeweils mit einer
abwärts weisenden Abwinklung (8) versehen ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Wärmeleit- und/oder Wärmereflexionseinrichtung (7) an ihrer entgegen
die Förderrichtung (3) ausgerichteten Seitenkante mit einer abwärts weisenden Stirnabwinklung
(9) versehen ist.