[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betrieb eines Flurförderzeugs nach
Anspruch 1.
[0002] Viele Ausführungen von Flurförderzeugen sind mit einem Fahrantrieb versehen. Mit
einem vom Fahrer betätigten Bedienelement wird die Fahrgeschwindigkeit vorgegeben.
Üblicherweise ist dem Fahrmotor eine Steuer- oder Regelvorrichtung zugeordnet. Ist
der Fahrmotor elektrisch, ist eine elektrische oder elektronische Steuer- oder Regelvorrichtung
vorgesehen. Die meisten Flurförderzeuge weisen auch mindestens ein gelenktes Rad auf,
das von einer geeigneten Lenkvorrichtung betätigt wird. Die Lenkvorrichtung arbeitet
entweder mechanisch, beispielsweise mit Hilfe einer Deichsel, die einen das Rad lagernden
Drehschemel betätigt. Größere Flurförderzeuge weisen für die Lenkung einen Lenkmotor
auf. Auch dieser kann von einer Deichsel betätigt werden oder von einem Lenkrad. In
beiden Fällen erzeugt ein Lenkorgan einen Lenkbefehl für eine Steuer- oder Regelvorrichtung
für den Lenkmotor. Der Lenkmotor ist zumeist elektrisch, kann jedoch auch hydraulisch
ausgeführt sein.
[0003] Das zu lenkende Rad des Flurförderzeugs muss auch im Stand lenkbar sein, z.B. wenn
der Fahrer das Fahrpedal nicht betätigt. In diesem Fall dreht das Rad im Stand auf
der Stelle und reibt so auf dem Boden. Es entstehen hohe Lenkmomente, für die der
Lenkantrieb ausgelegt sein muss. Bei einer mechanischen Lenkung muss der Benutzer
eine hohe Lenkkraft aufwenden. Bei einem Lenkmotor muss das Lenkmoment von diesem
erzeugt werden. Der Motor ist dadurch groß und benötigt viel Energie. Auch die Übertragungsbauteile
(Zahnräder, Bolzen usw.) müssen entsprechend ausgelegt sein. Somit sind Lenkantriebe
für den normalen Betrieb überdimensioniert.
[0004] Aus
DE 10 2011 113 610 A1 ist ein Verfahren zum Betreiben eines selbstlenkenden Parkassistenzsystems bekannt
geworden, bei dem ein Befehl zum Anfahren des Fahrzeugs ausgegeben wird, wenn die
maximale Lenkkraft der Lenkeinrichtung vor Erreichen des Endanschlags erreicht wird.
Bei diesem Lenkmanöver wird die bei Fahrt des Fahrzeugs herabgesetzte Lenkkraft ausgenutzt.
[0005] Aus
DE 10 2004 003 886 A1 ist bekannt geworden, ein Verfahren zum Bemessen der Bremskraft an den lenkbaren
Vorderrädern eines im Wesentlichen stillstehenden Kraftfahrzeugs bekannt geworden.
Dort wird eine Reduzierung der Lenkkräfte beim Parken vorgeschlagen, indem die gelenkten
Räder durch eine pulsierende Bremskraft nur kurzzeitig blockiert und dazwischen kurzzeitig
freigegeben werden.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betrieb eines Flurförderzeugs
anzugeben, bei dem das Lenkmoment für ein zu lenkendes Rad verringert ist bei gleichzeitiger
Vermeidung unnötigen Verschleißes durch Abrieb am gelenkten Rad.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird sensiert, wenn mit der Lenkvorrichtung ein
Lenkvorgang initiiert wird. Es wird ein Fahrbefehl für die Steuer- oder Regelvorrichtung
erzeugt und der Fahrmotor treibt das Flurförderzeug mit einer Geschwindigkeit an,
die viel kleiner ist, als die normale Fahrgeschwindigkeit, und zwar über eine begrenzte
Zeitdauer, die einer begrenzten Fahrstrecke oder der Dauer einer Lenkbewegung der
Lenkvorrichtung entspricht.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht, dass bei einem Stillstand des Flurförderzeugs
das Lenkmoment dadurch deutlich reduziert wird, dass das Fahrzeug während der Lenkbewegung
minimal vorwärts bewegt wird. Bei einem Stillstand des Fahrzeugs erzeugt das zu lenkende
Rad bei einer Einlenkung eine nicht unerhebliche Reibung aufgrund der sogenannten
Haftreibung. Die Reibung wird deutlich reduziert, wenn das zu lenkende Rad auf dem
Untergrund abrollt. Diese Bewegung braucht nur minimal zu sein und nur so lange anzuhalten,
wie eine Lenkbewegung ausgeführt wird.
[0010] Bei einer Lenkbewegung im Stand kommt es bei den derzeitigen Flurförderzeugen meist
zu einem Ruckeln, weil das gelenkte Rad nicht exakt mittig sitzt. Eine bei der Erfindung
hinzutretende sanfte Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung um einige Millimeter bis Zentimeter
wird daher dem Fahrer kaum auffallen.
[0011] Die Fahrgeschwindigkeit, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt wird,
ist gleich oder kleiner 0,1 km/h oder 0,03 m/s. Sie ist daher gegenüber den üblichen
Fahrgeschwindigkeiten minimal. Auch die zurückgelegte Fahrstrecke, die naturgemäß
von der Dauer der Lenkbewegung abhängig ist, ist außerordentlich klein, beispielsweise
im Bereich der Aufstandsfläche des gelenkten Rades oder maximal bis zu einer Breite
des gelenkten Rades.
[0012] Arbeitet die Lenkvorrichtung mechanisch, ist nach einer Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, dass die Lenkvorrichtung einen Sensor aufweist, der ein Signal erzeugt,
wenn die Lenkvorrichtung betätigt wird. Das Signal des Sensors wird als Fahrbefehl
auf die Steuer- und/oder Regelvorrichtung für den Fahrmotor gegeben. Wie schon erwähnt,
wird der Fahrmotor jedoch nur in Betrieb gesetzt, wenn er vorher im Stillstand war.
[0013] Wie schon erwähnt, weisen viele Flurförderzeuge einen elektrischen oder hydraulischen
Lenkmotor auf. In diesem Fall sieht die Erfindung vor, dass der Lenkmotor von einer
Steuer- und Regelvorrichtung betätigt wird, die ihrerseits von einem Lenksignal eines
Lenkorgans betätigt wird und das Lenksignal des Lenkorgans oder der Steuer- oder Regelvorrichtung
des Lenkmotors parallel als Fahrbefehl auf die Steuer- oder Regelvorrichtung des Fahrmotor
gegeben wird. Für die Durchführung des Verfahrens ist es allgemein gleich, ob das
Lenksignal des Lenkorgans oder das Steuer- oder Regelsignal für den Lenkmotor als
Steuerbefehl oder Fahrbefehl für den Fahrmotor eingesetzt wird.
[0014] Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Stromaufnahme
bzw. Leistungsaufnahme des Lenkmotors gemessen wird und ein Fahrbefehl für die Steuer-
oder Regelvorrichtung des Fahrmotors erzeugt wird, wenn die Stromaufnahme oder Leistungsaufnahme
größer Null ist. Ein Lenkbefehl vom Lenkorgan für den Lenkmotor führt naturgemäß zu
einer relativ hohen Strom- oder Leistungsaufnahme des Lenkmotors. Diese kann in geeigneter
Weise erfasst und für einen Fahrbefehl für die Steuer- und Regelvorrichtung des Fahrmotors
eingesetzt werden.
[0015] Es ist denkbar, bei einer Ansteuerung des Fahrmotors diesen mit einer vorgegebenen
Drehzahl anzutreiben und damit dem Fahrzeug eine vorgegebene Geschwindigkeit zu erteilen.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Fahrgeschwindigkeit
in Abhängigkeit von der Lenkwinkeländerungsgeschwindigkeit geregelt wird. Hierbei
werden vorzugsweise der vom Lenkorgan vorgegebene Lenkwinkelsollwert, die Drehwinkelgeschwindigkeit
des Lenkorgans und der Istwert der Winkelgeschwindigkeit des gelenkten Rades einbezogen.
Mit Winkelgeschwindigkeit ist hierbei nicht die Drehung des gelenkten Rades gemeint,
sondern der eingeschlagene Lenkwinkel. Bei derzeitigen Fahrzeugen reagieren Lenkungen,
die mit einem Lenkmotor ausgestattet sind, leicht verzögert, besonders bei schnellen
Drehungen am Lenkorgan. Durch diese Verzögerung hat die Steuer- oder Regelvorrichtung
für den Fahrmotor ausreichend Zeit, diesen zu aktivieren.
[0016] Für die Reduzierung des Lenkmoments im Stillstand des Fahrzeugs ist es letztlich
gleich, in welcher Fahrtrichtung sich das Fahrzeug bewegt. Ist eine Fahrtrichtung
vorgewählt, wird diese verwendet. Ist keine vorgewählt, kann in die Steuer- oder Regelvorrichtung
für den Fahrmotor eine vorgegebene Fahrtrichtung einprogrammiert werden.
[0017] Eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass die
Lenkachse des gelenkten Rades gegenüber dem Mittelpunkt der Aufstandsfläche um einen
Radius versetzt ist, die Geschwindigkeit des Flurförderzeugs in Abhängigkeit von der
Lenkwinkelgeschwindigkeit und dem Radius geregelt und die Fahrtrichtung so vorgegeben
wird, dass sie in Richtung des Mittelpunkts der Aufstandsfläche liegt.
[0018] Wenn das Antriebsrad oder die Antriebsräder des Flurförderzeugs im Vortrieb in Abhängigkeit
von der Lenkwinkelgeschwindigkeit und dem Radius des Versatzes der Lenkachse geregelt
wird, bewegt sich das Fahrzeug vorwärts nicht von der Stelle. Die begrenzte Zeitdauer
entspricht dabei der Dauer der Lenkbewegung.
[0019] Die Lenkachse muss nicht außerhalb der Aufstandsfläche liegen, es reicht aus, wenn
sie seitlich vom Mittelpunkt der Aufstandsfläche in deren Bereich liegt.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren ist sowohl für Flurförderzeuge mit elektrischer Lenkung
als auch mit oder ohne Lenkhilfe anwendbar. Ein Verzicht auf elektrische Lenkung oder
Lenkhilfe ist auch bei etwas größeren deichselgelenkten Flurförderzeugen möglich.
Alternativ ist eine geringere Dimensionierung bei großen deichselgelenkten Flurförderzeugen
oder mit Flurförderzeugen mit Lenkradlenkung möglich.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt ein Ablaufschema für die Ansteuerung eines Fahrmotors bei mechanischer Lenkung
eines Flurförderzeugs.
- Fig. 2
- zeigt ein Ablaufschema für eine Vorentscheidung zur Ansteuerung eines Fahrmotors eines
Flurförderzeugs bei Initiierung eines Lenkvorgangs.
- Fig. 3
- zeigt ein Ablaufschema für die Regelung der Fahrgeschwindigkeit bei der Reduzierung
eines Lenkmoments bei einem Flurförderzeug.
[0022] Das in Fig. 1 dargestellte Schema entspricht dem erfindungsgemäßen Verfahren bei
einer mechanischen Lenkung des gelenkten Rades eines Flurförderzeugs. Der Beginn einer
Lenkbewegung wird von einem geeigneten Sensor, beispielsweise an der Deichsel des
Flurförderzeugs sensiert. In der Steuer- oder Regelvorrichtung für einen Fahrmotor
des Flurförderzeugs wird für diesen Fall ermittelt, ob die Fahrgeschwindigkeit größer
oder gleich Null ist. Ist die Fahrgeschwindigkeit größer Null, entspricht dies einem
normalen Fahrbetrieb. Ist sie jedoch nicht größer Null, wird eine Fahrtrichtung vorgewählt
oder auch nicht und es folgt eine Ansteuerung des Fahrmotors in der programmierten
oder gewählten Fahrtrichtung mit sehr geringer Geschwindigkeit über eine Zeitdauer,
welche zum Beispiel der Dauer der Lenkbewegung der Lenkvorrichtung entspricht. Damit
erfolgt eine Einschwenkung des gelenkten Rades bei sich langsam vorbewegendem Fahrzeug
und somit nicht im Stand, wodurch das Lenkmoment drastisch reduziert wird.
[0023] Es ist denkbar, dass das Fahrzeug bei nicht betätigtem Fahrmotor sich bewegt, zum
Beispiel ausrollt oder ein Gefälle herunterrollt. Auch für diesen Fall ist der Einsatz
des erfindungsgemäßen Verfahrens obsolet. Hierbei ist dann lediglich zu eruieren,
ob ein Fahrbefehl für den Fahrmotor vorliegt. Erst wenn dieser nicht vorliegt, kann
der Fahrmotor mit der geringen Geschwindigkeit in Gang gesetzt werden.
[0024] Bei dem Schema nach Fig. 2 wird wiederum der Beginn einer Lenkbewegung sensiert.
Das Lenksignal eines Lenkorgans stellt das sensierte Signal dar bzw. das von der Steuer-
oder Regelvorrichtung für den Lenkmotor erzeugte Steuersignal für den Lenkmotor. Dieses
Signal wird wiederum auf die Steuer- oder Regelvorrichtung für den Fahrmotor gegeben
und wenn festgestellt wird, dass die Geschwindigkeit größer Null ist, kann bei gewählter
Fahrtrichtung der Fahrmotor im üblichen Betrieb entsprechend angesteuert werden. Ist
die Fahrgeschwindigkeit jedoch Null, erfolgt eine Ansteuerung des Lenkmotors mit Ansteuerung
des Fahrmotors. Nach Vorwahl der Fahrtrichtung erfolgt eine Ansteuerung des Lenkmotors
und des Fahrmotors. Dies aber gemäß Fig. 3 unter Umständen mittels einer Regelung
der Geschwindigkeit des Lenkmotors. Ist der Sollwert für den Lenkwinkel größer als
sein Istwert, wird geprüft, ob der Motorstrom des Lenkmotors zu hoch ist. Ist dies
nicht der Fall, bleiben Fahrgeschwindigkeit und Lenkbewegung beibehalten. Ist der
Motorstrom des Lenkmotors zu hoch, wird die Fahrgeschwindigkeit erhöht bis zu einer
Begrenzung, die, wie erwähnt, deutlich unterhalb der normalen Fahrgeschwindigkeit
liegt. Nach diesem Schema ist es daher möglich, die Geschwindigkeit des Fahrmotors
bei nichtexterner Ansteuerung durch einen Nutzer zu regeln und an die Lenkbewegung
anzupassen.
[0025] Wie bereits erwähnt, ist es auch möglich, die Lenkdrehachse des gelenkten Rades gegenüber
dem Mittelpunkt der Aufstandsfläche des Rades zu versetzen. Dabei kann die Lenkachse
innerhalb oder außerhalb der Aufstandsfläche liegen. Dies ist in den Figuren nicht
dargestellt. Erfolgt eine Drehung des gelenkten Rades, reicht die Fahrtantriebsstrecke
des Fahrantriebs aus, die bei einem bestimmten Lenkwinkel nötig ist, um das Fahrzeug
zu bewegen. Wird der Antrieb so geregelt, dass die Fahrgeschwindigkeit abhängig ist
von der Lenkwinkelgeschwindigkeit sowie dem Radius zwischen Lenkdrehachse und Mittelpunkt,
braucht das Fahrzeug sich nicht vorwärts zu bewegen, um im Sinne einer reduzierten
Lenkkraft zu wirken. Das Fahrzeug bewegt sich hierbei nicht vorwärts, obwohl der Fahrantrieb
das angetriebene Rad in Bewegung setzt. Es versteht sich, dass hierbei die Fahrtrichtung
nicht beliebig gewählt werden kann, sondern in der gleichen Richtung vorgewählt werden
muss, in die sich der Mittelpunkt der Aufstandsfläche bewegt.
1. Verfahren zum Betrieb eines Flurförderzeugs, das einen Fahrmotor und mindestens einen
von einer Lenkvorrichtung betätigbares gelenktes Rad aufweist und eine elektrische
Steuer- oder Regelvorrichtung für den Fahrmotor,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
es wird sensiert, wenn mit der Lenkvorrichtung ein Lenkvorgang initiiert wird;
es wird ein Fahrbefehl für die Steuer- oder Regelvorrichtung erzeugt, und der Fahrmotor
treibt das Flurförderzeug mit einer Geschwindigkeit an, die viel kleiner ist als die
normale Fahrgeschwindigkeit, und zwar über eine begrenzte Zeitdauer, die einer begrenzten
Fahrstrecke oder der Dauer einer Lenkbewegung der Lenkvorrichtung entspricht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkvorrichtung mechanisch arbeitet und einen Sensor aufweist, der ein Signal
erzeugt, wenn die Lenkvorrichtung betätigt wird und das Signal als Fahrbefehl auf
die Steuer- und Regelvorrichtung für den Fahrmotor gegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkvorrichtung einen elektrischen oder hydraulischen Lenkmotor aufweist, der
von einer Steuer- oder Regelvorrichtung angesteuert wird, die ihrerseits von einem
Lenksignal eines Lenkorgans betätigt wird und das Signal das Lenkorgans oder das Signal
der Steuer- oder Regelvorrichtung als Fahrbefehl parallel auf die Steuer- oder Regelvorrichtung
des Fahrmotors gegeben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkvorrichtung einen elektrischen oder hydraulischen Lenkmotor aufweist und
die Stromaufnahme bzw. die Leistungsaufnahme des Lenkmotors gemessen wird und ein
Fahrbefehl für die Steuer- und Regelvorrichtung des Fahrmotors erzeugt wird, wenn
die Stromaufnahme oder Leistungsaufnahme größer Null ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrgeschwindigkeit gleich oder kleiner 0,1 km/h oder 0,03 m/s ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrstrecke im Bereich der Aufstandsfläche bis maximal der Breite des gelenkten
Rades ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Lenkwinkelgeschwindigkeit oder Anderungsgeschwindigkeit
geregelt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Lenkorgan vorgegebene Lenkwinkelsollwert, die Drehwinkelgeschwindigkeit des
Lenkorgans und der Istwert der Winkelgeschwindigkeit des gelenkten Rades einbezogen
werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Vorwahl der Fahrtrichtung des Flurförderzeugs diese verwendet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in die Steuer- oder Regelvorrichtung für den Fahrmotor eine vorgegebene Fahrtrichtung
einprogrammiert wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Versatz der Lenkdrehachse des gelenkten Rades gegenüber dem Mittelpunkt
der Aufstandsfläche des Rades um einen Radius die Geschwindigkeit des Flurförderzeugs
in Abhängigkeit von der Lenkwinkelgeschwindigkeit und dem Radius geregelt wird und
die Fahrtrichtung danach gewählt wird, in welche Richtung sich der Mittelpunkt der
Aufstandsfläche bewegt.