TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Montagehilfe-Set zur Befestigung eines Bauteils
an einer Tür oder einem Fenster. Das Montagehilfe-Set ist insbesondere dazu geeignet,
ein Bauteil benachbart zum Spalt zwischen Türrahmen und Türflügel zu montieren. Das
Bauteil ist vorzugsweise ein Fingerschutz-Rollo.
STAND DER TECHNIK
[0002] Um ein Bauteil an einem anderen Bauteil, insbesondere an einem Gebäudeteil, positionsgenau
zu montieren, wird üblicherweise zuerst gemessen, an welcher Stelle die Befestigungslöcher
gebohrt bzw. die Nägel eingeschlagen bzw. die Klebemittel angebracht werden sollen.
Um die Montage zu erleichtern, sind sogenannte Anreisshilfen bekannt. Derartige Anreisshilfen
erlauben das Anbringen einer Markierung, üblicherweise mit einem Bleistift, auf dem
Bauteil, z.B. dem Gebäudeteil.
[0003] Alternativ oder zusätzlich zu den Anreisshilfen lassen sich auch Montagehilfen einsetzen,
welche die genaue Positionierung und Montage der Bauteile erleichtern.
[0004] Es ist ferner bekannt, an Türen nachträglich Fingerschutzvorrichtungen zu befestigen,
um Kleinkinder vor Unfällen zu schützen. In einer Lösungsvariante wird der Spalt zwischen
der gegenbandseitigen Nebenschliesskante des Türflügels und dem Türrahmen mit einem
textilen Schutzrollo überdeckt, welcher einerseits am Türrahmen und andererseits am
schwenkbaren oder schiebbaren Türflügel befestigt ist.
[0005] "Bandseitig" ist diejenige Seite des Türflügels, auf welcher das Türband, d.h. das
Türscharnier angeordnet ist. Die "Bandgegenseite" liegt auf der dazu gegenüberliegenden
Seite des Türblatts. Beide liegen an der Nebenschliesskante. Die Schlossseite des
Türflügels, auch Hauptschliesskante genannt, befindet sich am anderen Ende der Tür,
nämlich beim Türschloss und bei der Türklinke.
[0006] Die Montage derartiger Fingerschutzvorrichtungen muss möglichst schnell und kostengünstig
erfolgen. Trotzdem muss die Montage positionsgenau und fehlerfrei sein.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, eine Montagehilfe zu schaffen, welche
die Montage eines Bauteils an einer Tür oder einem Fenster, insbesondere im Bereich
nahe dem Spalt zwischen Türrahmen und Türflügel, erleichtert.
[0008] Diese Aufgabe löst ein Montagehilfe-Set mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0009] Das erfindungsgemässe Montagehilfe-Set erleichtert die Befestigung eines Bauteils
an einer Tür, welche einen Türflügel und einen Türrahmen aufweist. Das erfindungsgemässe
Montagehilfe-Set weist ein erstes Modul und ein zweites Modul auf. Das erste Modul
weist einen ersten Grundkörper zur gleichzeitigen Anlage an den Türrahmen und an den
Türflügel und ein Befestigungselement zur lösbaren Fixierung des ersten Moduls an
der Tür auf, wobei der erste Grundkörper mindestens eine erste Anschlagfläche zur
Positionierung des zu montierenden Bauteils aufweist. Das zweite Modul weist einen
zweiten Grundkörper zur gleichzeitigen Anlage an den Türrahmen und an den Türflügel
auf. Der zweite Grundkörper weist mindestens eine zweite Anschlagfläche zur Positionierung
des zu montierenden Bauteils auf. Die erste und die zweite Anschlagfläche definieren
gemeinsam die Position des zu montierenden Bauteils.
[0010] Dieses mindestens zweiteilige Montagehilfe-Set bietet zwei zueinander beabstandete
Anschlagflächen an, welche so zueinander ausgerichtet sind, dass sie gemeinsam die
Position des zu montierenden Bauteils definieren. Das Bauteil muss somit lediglich
diese zwei Anschlagflächen kontaktieren und kann dann sogleich montiert werden oder
es können Markierungen, beispielsweise für Bohrungen an Türrahmen und/oder Türflügel
angebracht werden. Da das erste Modul des Sets ein Befestigungsmittel zur lösbaren
Fixierung an der Tür aufweist, muss es nicht gehalten werden. Der Monteur hat somit
mindestens eine Hand frei, um das Bauteil zu halten. Vorzugsweise muss auch das zweite
Modul nicht von Hand gehalten werden, beispielsweise indem es auf dem Boden des Gebäudes
aufliegt oder ebenfalls an der Tür befestigt, beispielsweise eingeklemmt, ist.
[0011] In bevorzugten Ausführungsformen lassen sich die zwei Module getrennt und unabhängig
voneinander anordnen. Vorzugsweise ist der Abstand zwischen den zwei Modulen frei
wählbar.
[0012] Die Befestigung des ersten Moduls und gegebenenfalls auch des zweiten Moduls erfolgt
in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel durch Einklemmen in den Spalt zwischen Türrahmen
und Türflügel. Hierfür ist das Befestigungselement des entsprechenden Moduls vorzugsweise
als Klemmflügel ausgebildet, welcher sich in den Spalt hinein schieben lässt. Andere
Arten von Befestigungen sind jedoch ebenfalls möglich. Beispielsweise lässt sich das
erste Modul lösbar ankleben.
[0013] Vorzugsweise ist der erste Grundkörper des ersten Moduls als erstes Winkelelement
ausgebildet. Es bildet vorzugsweise einen rechten Winkel.
[0014] Vorzugsweise weist dieses erste Winkelelement zwei Schenkel auf, wobei der Klemmflügel
schmaler ausgebildet ist als diese zwei Schenkel. Die zwei Schenkel können gleich
lang oder unterschiedlich lang ausgebildet sein. Sie sind vorzugsweise Quader und
weisen an ihrem freien Ende je eine Stirnfläche auf, welche die Anschlagfläche für
das zu montierende Bauteil bildet.
[0015] Der Klemmflügel bildet vorzugsweise eine geradlinige Verlängerung eines der zwei
Schenkel. Er weist eine Oberfläche auf, welche vorzugsweise mit einer Oberfläche des
entsprechenden Schenkels fluchtet. Diese Oberfläche des Schenkels bildet eine Referenzfläche,
mit welcher das erste Modul am Türrahmen oder am Türflügel anliegt.
[0016] Vorzugsweise verjüngt sich der Klemmflügel zu einem freien Ende hin. Dies erleichtert
das Einschieben des ersten Moduls in den Türspalt und verhindert eine Beschädigung
einer sich dort befindenden Türdichtung. Die Verjüngung verläuft vorzugsweise an der
der Referenzfläche gegenüberliegenden Seite.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der zweite Grundkörper des zweiten Moduls
als zweites Winkelelement ausgebildet, wobei es ebenfalls vorzugsweise einen rechten
Winkel bildet. Auch hier bildet eine Stirnseite eines freien Endes eines Schenkels
vorzugsweise die zweite Anschlagfläche. Vorzugsweise bilden auch hier beide freien
Enden beider Schenkel derartige Anschlagflächen.
[0018] Die doppelten Anschlagflächen erlauben, Bauteile am Türrahmen und am Türflügel aufeinander
abgestimmt zu montieren, so dass sie optimal zusammenpassen. Diese Bauteile sind beispielsweise
ein Gehäuse eines Fingerschutzrollos einerseits und eine Einhänge- oder Befestigungsleiste
für das Rollo andererseits.
[0019] In einer einfachen Ausführungsform ist das zweite Modul in der Form und vorzugsweise
auch in der Grösse identisch wie das erste Modul ausgebildet und ebenfalls im Türspalt
eingeklemmt haltbar.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das zweite Modul nicht identisch zum ersten
Modul ausgebildet und vorzugsweise auch nicht einklemmbar. Es weist vielmehr eine
Basisplatte zur Auflage auf einen Boden auf, wobei sich der zweite Grundkörper von
dieser Basisplatte nach oben erstreckt. Damit steht das zweite Modul selbständig,
wobei der zweite Grundkörper wiederum den Türrahmen und auch den Türflügel kontaktiert.
[0021] Vorzugsweise ist die Basisplatte als drittes Winkelelement ausgebildet. Vorzugsweise
fluchten die Stirnseiten der Basisplatte mit den Rückseiten, d.h. den Referenzflächen,
des zweiten Grundkörpers, welche beim Gebrauch am Türrahmen und am Türflügel anliegen.
[0022] Die Basisplatte dient einerseits dazu, dass das zweite Modul mit einem Fuss des Monteurs
in seiner Position gehalten werden kann, falls dies notwendig sein sollte. Andererseits
kann das zu montierende Bauteil auf die Basisplatte gestellt werden, so dass es in
einem wohldefinierten Abstand zum Boden an der Tür befestigt werden kann. Hierfür
weist die Basisplatte vorzugsweise eine horizontale Auflagefläche auf.
[0023] Vorzugsweise ist die Basisplatte in einem rechten Winkel zum zweiten Grundkörper
angeordnet.
[0024] Vorzugsweise weist die Basisplatte eine grössere Grundfläche auf als der zweite Grundkörper.
Dies ermöglicht das oben erwähnte Aufstellen des Basisteils, das Festhalten mit dem
Fuss und die Standfestigkeit des zweiten Moduls insgesamt.
[0025] Das zweite Modul besteht vorzugsweise aus einem liegenden, planparallelen, flächigen
Winkelelement und einem stehenden, planparallelen, flächigen Winkelelement.
[0026] Vorzugsweise sind beide Module einstückig ausgebildet. Sie sind vorzugsweise aus
Holz, Kunststoff oder Metall gefertigt.
[0027] Die rechten Schenkel des ersten und zweiten Moduls sind vorzugsweise gleich lang
ausgebildet und auch die linken Schenkel sind vorzugsweise gleich lang ausgebildet.
Dadurch lässt sich das Bauteil, insbesondere das Fingerschutz-Rollogehäuse und die
Einhängeleiste, parallel zur vertikalen Türflügelkante montieren.
[0028] Falls das türrahmenseitig montierte Bauteil in einem anderen Abstand montiert werden
soll als das türflügelseitig montierte Bauteil, lässt sich dies durch Verwendung eines
Montagehilfe-Sets mit unterschiedlich langen Schenkeln ebenfalls einfach erreichen.
[0029] Auch Ausrichtungen von Bauteilen in einem Winkel zur vertikalen Türflügelkante sind
einfach zu erhalten, indem das erste und zweite Modul in einem wohldefinierten Abstand
zueinander verwendet werden und die einander zugehörigen Schenkel des ersten und zweien
Moduls unterschiedlich lang und entsprechend schräg verlaufend ausgebildet sind.
[0030] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0031] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines ersten Moduls eines erfindungsgemässen Montagehilfe-Sets
von vorne;
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung des ersten Moduls gemäss Figur 1 von hinten;
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung eines zweiten Moduls des erfindungsgemässen Montagehilfe-Sets
von vorne;
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung des zweiten Moduls gemäss Figur 3 von hinten;
- Figur 5
- eine Ansicht einer Tür mit Türrahmen und geschlossenem Türflügel mit einer Fingerschutzvorrichtung
und dem erfindungsgemässen Montagehilfe-Set gemäss den Figuren 1 bis 4 von oben;
- Figur 6
- eine perspektivische Darstellung der Tür gemäss Figur 5 vor der Montage der Fingerschutzvorrichtung
und
- Figur 7
- eine perspektivische Darstellung der Tür gemäss Figur 6 mit an die Module angelegter
Fingerschutzvorrichtung.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0032] In den Figuren 1 und 2 ist ein erstes Modul des erfindungsgemässen Montagehilfe-Sets
zur Montage eines Bauteils dargestellt. Das erste Modul 1 weist einen ersten Grundkörper
13 in Form eines Winkelelements mit einem rechten Schenkel 10 und einem linken Schenkel
11 auf.
[0033] Beide Schenkel 10, 11 sind in diesem Beispiel gleich lang. Ihre Länge bestimmt die
gewünschte Befestigungsposition des Bauteils und ist entsprechend gewählt. Die zwei
Schenkel 10, 11 können somit je nach Ausführungsform auch unterschiedliche Längen
aufweisen.
[0034] Die zwei Schenkel 10, 11 bilden je zwei gleich grosse Quader mit planparallelen Seitenflächen
und planen Stirnseiten. Die Quader bilden in diesem Beispiel einen rechten Winkel.
Je nachdem, wo die Montagehilfe eingesetzt werden soll, kann der Winkel auch von 90°
abweichen.
[0035] Die vertikal verlaufenden Stirnseiten an den freien Enden der Schenkel 10, 11 sind
als erste rechte Anschlagfläche 102 und als erste linke Anschlagfläche 112 ausgebildet.
Die im Winkel nach aussen gerichteten Flächen der zwei Schenkel 10, 11 bilden eine
erste rechte Referenzfläche 101 und eine erste linke Referenzfläche 111. Die Richtungsangaben
"vertikal", "horizontal", "oben" und "unten" beziehen sich auf die Lage des Montagehilfe-Sets
im Gebrauchszustand.
[0036] Am ersten Grundkörper 13 ist ein Klemmflügel 12 angeformt. Dieser bildet die rückseitige
Verlängerung des rechten Schenkels 10. Er ist vorzugsweise gleich hoch wie der rechte
Schenkel 10 und weist eine Rückseite auf, welche mit der Rückseite des rechten Schenkels
10 fluchtet, so dass sie eine gemeinsame plane Ebene bilden. Vorzugsweise verjüngt
sich der Klemmflügel 12 zu seinem freien Ende hin, indem er auf der der Rückseite
gegenüber liegenden Seite eine Schrägfläche aufweist.
[0037] Die zwei Schenkel 10, 11 und der Klemmflügel 12 sind in ihrer Lage zueinander unveränderbar.
Vorzugsweise ist das erste Modul 1 einstückig und vorzugsweise steif ausgebildet.
Es besteht vorzugsweise aus Kunststoff, Holz oder einem Metall.
[0038] Das Montagehilfe-Set weist ein zweites Modul 2 auf. Auch dieses ist vorzugsweise
einstückig, in seiner Form unveränderbar und steif und vorzugsweise aus Kunststoff,
Holz oder Metall gefertigt. Es ist in den Figuren 3 und 4 dargestellt.
[0039] Es weist einen zweiten Grundkörper 21 auf, welcher ebenfalls als Winkelelement ausgebildet
ist und einen rechten Schenkel 210 sowie einen linken Schenkel 211 aufweist. Die zwei
Schenkel 210, 211 sind in diesem Beispiel gleich lang ausgebildet und bilden zwei
gleich grosse Quader. Auch hier bilden die nach aussen gerichteten Flächen, d.h. die
Rückseiten, eine zweite rechte Referenzfläche 212 und eine zweite linke Referenzfläche
213. Die vertikal verlaufenden Stirnseiten der freien Enden der Schenkel 210, 211
bilden eine zweite rechte Anschlagfläche 214 und eine zweite linke Anschlagfläche
215.
[0040] Der Grundkörper 21 ist mit einer Basisplatte 20 verbunden, vorzugsweise einstückig
ausgebildet. Die Basisplatte 20 ist durch ein flaches Winkelelement gebildet. Es weist
einen rechten Arm 200 und einen linken Arm 201 auf, welche vorzugsweise gleich lang
sind. Die Schnittpunkte der Winkel der Basisplatte 20 und des zweiten Grundkörpers
21 definieren eine vertikale Gerade. Die Winkel betragen in diesem Beispiel 90°.
[0041] Die Unterseite der Basisplatte 20 bildet eine plane Grundfläche 202. Die rechte und
die linke Rückseite 203, 204 der zwei Arme 200, 201 der Basisplatte 20 sind plan ausgebildet
und liegen in einer gemeinsamen Ebene mit der zweiten rechten bzw. der zweiten linken
Referenzfläche 212, 213. Die Oberfläche der Basisplatte 20 bildet eine plane Auflagefläche
205.
[0042] Wie oben anhand des ersten Moduls erläutert, kann der Winkel auch von 90° abweichen
bzw. die Schenkel des zweiten Moduls können ebenfalls unterschiedlich lang sein.
[0043] Das erfindungsgemässe Montagehilfe-Set weist mindestens zwei Module auf. Es können
jedoch auch mehr Module vorhanden sein. Beispielsweise kann das erste Modul mehrfach
vorhanden sein.
[0044] Anhand der Figuren 5 bis 7 ist nachfolgend erläutert, wie sich das Montagehilfe-Set
zur Montage eines Bauteils im Bereich einer Tür einsetzen lässt. Die Verwendung bei
einem Fenster ist identisch.
Das hier zu montierende Bauteil ist eine Fingerschutzvorrichtung, welche verhindert,
dass insbesondere Kleinkinder ihre Finger im Türspalt einklemmen. Der Spalt zwischen
der gegenbandseitigen Nebenschliesskante des Türflügels und dem Türrahmen wird dabei
mit einem textilen Schutzrollo überdeckt, welches einerseits am Türrahmen und andererseits
am Türflügel befestigt ist.
[0045] Das textile Rollo ist in einem Rollogehäuse 3 aufgerollt gehalten, wobei das Gehäuse
3 eine seitlich vorstehende Montageleiste 30 aufweist. Diese Montageleiste 30 wird
am Türrahmen R befestigt. Üblicherweise wird sie angeschraubt.
[0046] Das freie Ende des textilen Rollos ist mit einer Befestigungsleiste versehen, welche
in einer einfachen Ausführungsform direkt am Türflügel T befestigt, insbesondere angeschraubt,
wird. Vorzugsweise ist jedoch eine Einhängeleiste 4 vorhanden, welche am Türflügel
T befestigt, z.B. angeschraubt wird, und die Befestigungsleiste des Rollos wird in
diese lösbar eingehängt.
[0047] In Figur 5 ist erkennbar, dass das erste Modul 1 in den Türspalt F zwischen Türrahmen
R und Türflügel T eingeklemmt ist. Hierfür ist der Klemmflügel 12 in den Spalt eingeschoben
und drückt gegen die Dichtung D. Das erste Modul 1 ist dadurch selbsttätig im Spalt
F gehalten. Der Türflügel T ist bei der Montage üblicherweise geschlossen, wie auch
anhand der Stellung des Scharniers S der Tür erkennbar ist. Die erste rechte und erste
linke Referenzfläche 101, 111 liegen am Türflügel T bzw. am Türrahmen R an. Die erste
rechte und erste linke Anschlagfläche 102, 112 liegen frei, so dass die Montageleiste
30 und die Einhängeleiste 4 bündig nacheinander an sie rangeschoben werden können.
[0048] Das erste Modul 1 ist, wie in Figur 6 erkennbar ist, in einer beliebigen Höhe der
Tür eingeklemmt. Am Boden liegt das zweite Modul 2 auf, wobei die zweite rechte und
linke Referenzfläche 212, 213 des zweiten Grundkörpers 2 sowie die rechte und linke
Rückseite 203, 204 der Basisplatte 20 ebenfalls am Türflügel T bzw. am Türrahmen R
anliegen. Auch hier liegen die zweite rechte und linke Anschlagfläche 214, 215 frei
und dienen als Anschlag für die Einhängeleiste 4 bzw. die Montageleiste 30. Zudem
können, wie in Figur 7 dargestellt, die Einhängeleiste 4 und die Montageleiste 30
auf die Basisplatte 20 gestellt werden. Die Basisplatte 20 bildet somit einen unteren
Anschlag und ermöglicht die Montage beider Bauteilelemente auf gleicher Höhe.
[0049] Wie in Figur 6 erkennbar ist, werden zuerst beide Module 1, 2 am Türspalt F angeordnet.
Das erste Modul 1 muss nicht mehr gehalten werden. Auch das zweite Modul 2 benötigt
keine Fixierung. Es lässt sich vorsorglich mit einem Fuss des Monteurs in Position
halten, falls gewünscht. Die Montageleiste 30 lässt sich an die erste und zweite linke
Anschlagfläche 112, 215 anlegen und auf die Basisplatte 20 stellen. Damit sind die
Höhe und die vertikale Ausrichtung bestimmt. Es lassen sich Markierungen für die Befestigungslöcher
anbringen oder die Montageleiste 30 lässt sich direkt befestigen. Auch die Einhängeleiste
4 lässt sich auf diese Art einfach und schnell montieren, indem sie an die rechte
erste und zweite Anschlagfläche 102, 214 angelegt und auf die Basisplatte 20 gestellt
wird.
[0050] Selbstverständlich lassen sich auch andere Bauteile auf diese Weise an Türen oder
Fenster montieren. Des Weiteren können anstelle von rechten und linken Anschlagflächen
lediglich Anschlagflächen auf einer der zwei Seiten vorhanden sein.
[0051] Das erfindungsgemässe Montagehilfe-Set ermöglicht eine vereinfachte Montage von Bauteilen
an Türen oder Fenster.
Bezugszeichenliste
| 1 |
erstes Modul |
210 |
rechter Schenkel |
| 10 |
rechter Schenkel |
211 |
linker Schenkel |
| 101 |
erste rechte Referenzfläche |
212 |
zweite rechte Referenzfläche |
| 102 |
erste rechte Anschlagfläche |
213 |
zweite linke Referenzfläche |
| 11 |
linker Schenkel |
214 |
zweite rechte Anschlagfläche |
| 111 |
erste linke Referenzfläche |
215 |
zweite linke Anschlagfläche |
| 112 |
erste linke Anschlagfläche |
|
|
| 12 |
Klemmflügel |
3 |
Rollogehäuse |
| 13 |
erster Grundkörper |
30 |
Montageleiste |
| |
|
|
|
| 2 |
zweites Modul |
4 |
Einhängeleiste |
| 20 |
Basisplatte |
|
|
| 200 |
rechter Arm |
R |
Türrahmen |
| 201 |
linker Arm |
T |
Türflügel |
| 202 |
Grundfläche |
D |
Dichtung |
| 203 |
rechte Rückseite |
S |
Scharnier |
| 204 |
linke Rückseite |
F |
Spalt |
| 205 |
rechte Auflagefläche |
|
|
| 21 |
zweiter Grundkörper |
|
|
1. Montagehilfe-Set zur Befestigung eines Bauteils an einer Tür oder einem Fenster, wobei
die Tür einen Türflügel (F) und einen Türrahmen (R) aufweist, wobei das Montagehilfe-Set
ein erstes Modul (1) und ein zweites Modul (2) aufweist,
wobei das erste Modul (1) einen ersten Grundkörper (13) zur gleichzeitigen Anlage
an den Türrahmen (R) und an den Türflügel (F) und ein Befestigungselement (12) zur
lösbaren Fixierung des ersten Moduls (1) an der Tür aufweist, wobei der erste Grundkörper
(13) mindestens eine erste Anschlagfläche (102, 112) zur Positionierung des zu montierenden
Bauteils aufweist,
wobei das zweite Modul (2) einen zweiten Grundkörper (21) zur gleichzeitigen Anlage
an den Türrahmen (R) und an den Türflügel (T) aufweist und wobei der zweite Grundkörper
(21) mindestens eine zweite Anschlagfläche (214, 215) zur Positionierung des zu montierenden
Bauteils aufweist,
wobei die erste und zweite Anschlagfläche (102, 112, 214, 215) gemeinsam die Position
des zu montierenden Bauteils definieren.
2. Montagehilfe-Set nach Anspruch 1, wobei das Befestigungselement ein am ersten Grundkörper
(13) angeordneter Klemmflügel (12) zur Befestigung des ersten Moduls (1) in einem
zwischen Türflügel (T) und Türrahmen (R) gebildeten Spalt (F).
3. Montagehilfe-Set nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der erste Grundkörper (13)
als erstes Winkelelement ausgebildet ist.
4. Montagehilfe-Set nach Anspruch 3, wobei das erste Winkelelement zwei Schenkel (10,
11) aufweist und wobei der Klemmflügel (12) schmaler ausgebildet ist als diese zwei
Schenkel (10, 11).
5. Montagehilfe-Set nach Anspruch 4, wobei der Klemmflügel (12) eine geradlinige Verlängerung
eines der zwei Schenkel (10, 11) bildet.
6. Montagehilfe-Set nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei sich der Klemmflügel (12)
zu einem freien Ende hin verjüngt.
7. Montagehilfe-Set nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der zweite Grundkörper (21)
als zweites Winkelelement ausgebildet ist.
8. Montagehilfe-Set nach Anspruch 7, wobei die mindestens eine erste und zweite Anschlagfläche
(102, 112, 214, 215) durch eine Stirnseite des ersten bzw. zweiten Winkelelements
gebildet sind.
9. Montagehilfe-Set nach Anspruch 8, wobei beide Stirnseiten des ersten bzw. zweiten
Winkelelements erste bzw. zweite Anschlagsflächen (102, 112, 214, 215) sind.
10. Montagehilfe-Set nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das zweite Modul (2) eine
Basisplatte (20) zur Auflage auf einen Boden aufweist und wobei der zweite Grundkörper
(21) sich von dieser Basisplatte (20) nach oben erstreckt.
11. Montagehilfe-Set nach Anspruch 10, wobei die Basisplatte (20) als drittes Winkelelement
ausgebildet ist.
12. Montagehilfe-Set nach einem der Ansprüche 10 oder 11, wobei die Basisplatte (20) in
einem rechten Winkel zum zweiten Grundkörper (21) angeordnet ist.
13. Montagehilfe-Set nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei die Basisplatte (20) eine
grössere Grundfläche aufweist als der zweite Grundkörper (21).
14. Montagehilfe-Set nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei die Basisplatte (20) eine
horizontale Auflagefläche (205) zum Abstellen des zu montierenden Bauteils bildet.
15. Montagehilfe-Set nach einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei das zweite Modul (2) aus
einem liegenden, planparallelen, flächigen Winkelelement und einem stehenden planparallelen,
flächigen Winkelelement besteht.