Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Linearleuchte mit einem Tragprofil, einer Optik und einem
Leuchtmittel gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1. Bei solchen Linearleuchten
umfasst das Leuchtmittel mehrere Platinen mit jeweils einer Frontoberfläche und einer
Rückoberfläche und eine Vielzahl von an der Frontoberfläche montierter Leuchtdioden.
Das Tragprofil und die Optik weisen jeweils korrespondierende Montagemittel auf, sodass
die Optik am Tragprofil montierbar ist. Die Optik deckt die Leuchtdioden des Leuchtmittels
zumindest teilweise ab, wenn die Optik und das Leuchtmittel am Tragprofil montiert
sind. Solche Linearleuchten können zum Beleuchten von Räumen, Plätzen, Arbeitsflächen,
Ständen und dergleichen eingesetzt werden.
Stand der Technik
[0002] Zur Beleuchtung von Innen- und Aussenräumen werden heutzutage häufig längsförmige
Leuchten eingesetzt, die sich entlang eines Raumes oder eines Objektes, an dem sie
angeordnet sind, erstrecken. Solche Leuchten werden üblicherweise als Linearleuchten
bezeichnet und können beispielsweise direkt auf Wände, abgependelt oder auf Decken
angebaut beziehungsweise daran befestigt oder auch in Decken eingebaut werden.
[0003] Typischerweise umfassen Linearleuchten ein gerades oder auch gekrümmtes meist längliches
beziehungsweise längsförmiges Tragprofil beziehungsweise Basisprofil beziehungsweise
Gehäuse, das direkt oder indirekt an dem Objekt oder der Wand beziehungsweise der
Decke befestigt wird. Zudem weisen Linearleuchten häufig eine Lichtleiste auf, entlang
welcher ein längsförmiges Leuchtmittel wie beispielsweise eine Leuchtstoffröhre oder
eine Serie von Leuchtdioden beziehungsweise eine Mehrzahl von Leuchtmitteln sowie
zugehörige Betriebsgeräte befestigt sind.
[0004] Bei der Verwendung einer Serie von Leuchtdioden als Leuchtmittel (LED-Leuchtmittel)
wird ohne zusätzliche Optik beziehungsweise Linse typischerweise eine punkförmige
Linie auf einer beleuchteten Fläche erzeugt. Deshalb werden solche Linearleuchten
mit einer Optik ausgestattet, die das oder die Leuchtmittel so abdeckt, dass das erzeugte
Licht gestreut wird, beziehungsweise bevorzugte Abstrahlcharakteristika aufweist.
So kann eine Lichtverteilungskurve (LVK) festgelegt werden, die an einen vorgesehenen
Verwendungszweck der Linearleuchte angepasst ist. Beispielsweise werden mit Optiken
Farbton, Streuung und/oder Richtung des abgestrahlten Lichts festgelegt. Auch werden
solche Optiken zum Abschluss der Linearleuchten eingesetzt. In möglichen vorteilhaften
Ausgestaltungen trägt die Optik selbst das Leuchtmittel, sodass Optik und Lichtleiste
identisch sind.
[0005] Bei LED-Leuchtmitteln sind typischerweise Platinen mit Leuchtdioden bestückt. Der
Begriff "Platine" kann sich in diesem Zusammenhang auf eine Leiterplatte (Printed
Circuit Board, PCB) beziehen, die ein Träger für elektronische Bauteile ist. Im Allgemeinen
dienen Platinen der mechanischen Befestigung und elektrischen Verbindung elektronischer
Bauteile. Üblicherweise bestehen Leiterplatten beziehungsweise Platinen aus einem
elektrisch isolierenden Material mit daran haftenden, leitenden Verbindungen (Leiterbahnen).
Als isolierendes Material ist faserverstärkter Kunststoff gängig. Die Leiterbahnen
werden zumeist aus einer dünnen Schicht Kupfer geätzt. Die Bauelemente werden üblicherweise
auf Lötflächen (Pads) oder in Lötaugen gelötet. Grössere Komponenten können auch mit
Kabelbindern, Klebstoff oder Verschraubungen auf der Platine befestigt werden. Zur
Stromversorgung des LED-Leuchtmittels ist die zugehörige Platine typischerweise mit
Anschlüssen ausgestattet. Beispielsweise ist es bekannt, die Platine an ihren Längsenden
mit seitlichen Steckern zu bestücken, über welche die Platine mit einer Stromversorgung
verbunden werden kann.
[0006] Bei der Montage einer Linearleuchte wird normalerweise erst das Tragprofil an einer
Zielposition an der Wand, der Decke oder dem Objekt befestigt, beispielsweise angeschraubt.
Häufig ist gewünscht, dass die Linearleuchte sich möglichst wenig von der Decke beziehungsweise
Wand beziehungsweise vom Objekt abhebt. Dazu werden sie teilweise in die Decken, Wände
oder Objekte selbst oder in mit diesen verbundenen Paneelen eingebettet. In diesem
Zusammenhang ist es erstrebenswert, dass Linearleuchten eine möglichst geringe Bauhöhe
aufweisen, damit sie möglichst einfach und vollständig in die Decke, Wände und Objekte
integriert werden können.
[0007] Bei der Befestigung des Tragprofils der Linearleuchte wird eine mit einer Stromquelle
verbundene Verkabelung als Stromversorgung so arrangiert, dass sie bei befestigtem
Tragprofil zugänglich ist. Eine oder mehrere mit Leuchtmitteln versehene Lichtleiste
beziehungsweise Optiken werden dann am Basisprofil zumeist lösbar montiert. Vor oder
während dieser Montage des Leuchtmittels wird die zugehörige Platine mit der Verkabelung
verbunden, sodass die Leuchtdioden betrieben werden können.
[0008] Das elektrische Anschliessen der Platine des Leuchtmittels während der Montage bereitet
jedoch häufig Probleme oder Unannehmlichkeiten. Zum Beispiel ist die Verkabelung an
einer Decke häufig schwierig zugänglich, sodass ein sauberes Anschliessen für den
Monteur umständlich ist. Bei der Verwendung von Platinen mit seitlichen Anschlusssteckern
können mehrere Platinen miteinander verbunden sein, sodass Strom von einer Platine
auf die benachbarte Platine fliessen kann. Bei einem Wechsel einer der Platinen zum
Beispiel aus Wartungszwecken muss jedoch die Linearleuchte von einem ihrer Längsenden
her bis zu der zu wechselnden Platine demontiert und nach dem Wechsel wieder montiert
werden. Dies kann insbesondere bei langen Linearleuchten mit verhältnismässig vielen
in Serie liegenden Leuchtmitteln aufwendig sein.
[0009] Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der nachfolgenden Erfindung, eine Linearleuchte
vorzuschlagen, die in kompakter Bauweise eine einfache Montage und eine einfache Wartung
ermöglicht.
Darstellung der Erfindung
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Linearleuchte gelöst, wie sie im unabhängigen
Anspruch 1 definiert ist, sowie durch ein Verfahren, wie es im unabhängigen Anspruch
14 definiert ist. Vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Ansprüchen.
[0011] Das Wesen der Erfindung besteht im Folgenden: Eine Linearleuchte weist ein Tragprofil,
eine Optik und ein Leuchtmittel auf. Das Leuchtmittel umfasst mehrere Platinen mit
jeweils einer Frontoberfläche und einer Rückoberfläche und einer Vielzahl von an der
Frontoberfläche montierter Leuchtdioden. Das Tragprofil und die Optik weisen jeweils
korrespondierende Montagemittel auf, die so ausgebildet sind, dass die Optik vorzugsweise
lösbar am Tragprofil montierbar ist. Die Optik deckt die Leuchtdioden des Leuchtmittels
zumindest teilweise ab, wenn die Optik und das Leuchtmittel am Tragprofil montiert
sind. Die Linearleuchte umfasst weiter einen Kupplungsadapter und die mehreren Platinen
des Leuchtmittels sind jeweils mit Strombahnen bestückt. Über die Strombahnen sind
die Leuchtdioden mit Strom versorgbar. Dabei verbindet der Kupplungsadapter die Strombahnen
zweier benachbarter der mehreren Platinen miteinander, wenn das Leuchtmittel am Tragprofil
montiert ist.
[0012] Platinen, wie sie in Leuchtmitteln für Linearleuchten eingesetzt werden, können eine
beliebige Grundform aufweisen. Typischerweise sind sie längsförmig. Meistens weisen
sie eine rechteckige Grundfläche auf. Indem die Platine mit Strombahnen bestückt ist,
kann der Strom zur Versorgung der Leuchtdioden über die Platine selbst verteilt beziehungsweise
an die Leuchtdioden geleitet werden. Die Platine muss dazu lediglich an einer Stelle
mit der Stromquelle verbunden werden, was auch via anderer Platinen beziehungsweise
anderer Leuchtmittel erfolgen kann. Ein aufwendiges Versorgen der Leuchtdioden über
direkte oder gruppenweise angeschlossene externe Stromleiter kann so vermieden werden.
[0013] Der Begriff "längsförmig" im Zusammenhang mit der Platine beziehungsweise der Linearleuchte
kann sich auf eine lineare, quasi lineare oder auch gekrümmte Form beziehen. Die Längenausdehnung
ist dabei in jedem Fall grösser als die Ausdehnung in der Breite. Dabei kann die Platine
in einem Querschnitt entlang einer Längsrichtung im Wesentlichen gerade ausgestaltet
sein.
[0014] Die Vielzahl von an der Frontoberfläche der Platine montierter Leuchtdioden beziehungsweise
die Serie von Leuchtdioden kann eine oder mehrere parallele Reihen von Leuchtdioden
umfassen. Dabei kann sich der Begriff "Reihe" in diesem Zusammenhang darauf beziehen,
dass die Leuchtdioden entlang einer gekrümmten, gewellten, gezackten oder insbesondere
geraden Linie angeordnet sind.
[0015] Der Begriff "Leuchtdiode" kann synonym für lichtemittierende Diode oder Light Emitting
Diode (LED) verstanden werden. Die Leuchtdioden können in einer Aufsicht beispielsweise
rund, elliptisch, quadratisch oder rechteckig ausgestaltet sein. Sie können auf der
Platine befestigt sein, die zusätzlich mit einer Steuerungselektronik zum Betreiben
der Leuchtdioden ausgestattet sein kann.
[0016] Das Leuchtmittel kann als LED-Leuchtmittel bezeichnet werden. LED-Leuchtmittel haben
verschiedene vorteilhafte Eigenschaften wie beispielsweise eine hohe Energieeffizienz,
lange Lebensdauer und eine kostengünstige Herstellung. Sie ermöglichen eine effiziente
auf die jeweilige Anwendung angepasste Beleuchtung.
[0017] Dabei können die Leuchtdioden auch eine benachbarte Primärlinse aufweisen. Solche
Primärlinsen beziehungsweise Primäroptiken können beispielsweise zur Entblendung des
von den Leuchtdioden erzeugten Lichts vorgesehen sein. Sie können auch das von den
Leuchtdioden erzeugte Licht beispielsweise in Richtung der Optik bündeln. Auf diese
Weise kann auf weitere Elemente zur Bündelung des Lichts wie beispielsweise auf Reflektoren
verzichtet werden beziehungsweise deren Konstruktion kann vereinfacht werden. Zudem
können sie die Leuchtdioden beispielsweise vor Berührungen schützen.
[0018] Die Optik kann die Leuchtdioden insbesondere in einer Abstrahlrichtung abdecken,
damit Leuchteigenschaften des Leuchtmittels angepasst werden und die Leuchtdioden
geschützt werden können. Idealerweise deckt sie die Leuchtdioden in allen deren Abstrahlrichtungen
vollständig ab. Über die Optik können Abstrahlcharakteristika der Linearleuchte beeinflusst
und eine Lichtverteilungskurve (LVK) der Linearleuchte festgelegt werden.
[0019] Die Optik kann die Linearleuchte nach aussen hin abschliessen und somit in einem
verbauten beziehungsweise montierten Zustand der Linearleuchte ein wesentlicher sichtbarer
Teil der Linearleuchte sein. Typischerweise ist die Optik transparent oder zumindest
teiltransparent ausgebildet. Der Begriff "transparent" kann sich in diesem Zusammenhang
auf lichtdurchlässig beziehungsweise eine zumindest teilweise Durchlässigkeit für
sichtbares Licht beziehen. Der Begriff "lichtdurchlässig" kann sich dabei insbesondere
auf eine gedämpfte oder ungedämpfte Durchlässigkeit des mittels des Leuchtmittels
erzeugten Lichts beziehen.
[0020] Die Optik kann beliebig geformt sein und aus einer beliebigen Anzahl Teilen zusammengesetz
sein. Mit Vorteil ist die Optik jedoch längsförmig und einteilig gefertigt. Sie kann
insbesondere aus einem Kunststoff wie beispielsweise einem Polycarbonat (PC) oder
einem Polymethylmethacrylat (PMMA) hergestellt sein. Solche Kunststoffe ermöglichen
einerseits eine robuste Ausgestaltung der Optik in vielen möglichen Geometrien. Andererseits
können sie auf vielfältige Weise lichtdurchlässig sein, sodass die gewünschte Abstrahlcharakteristik
flexibel und angepasst auf eine vorgesehene Verwendung vordefiniert werden kann. Zudem
können Optiken aus einem solchen Material verhältnismässig einfach und kostengünstig
hergestellt werden und weitere für den Gebrauch bevorzugte Eigenschaften wie beispielsweise
Elastizität oder Langlebigkeit aufweisen.
[0021] Die Optik kann ein Diffusor sein, wobei eine lichtformende Folie auf den Diffusor
aufgebracht sein kann. Vorteilhafterweise ist die Folie an einer Innen- oder Aussenseite
des Diffusors angebracht. Zum Anbringen an den Diffusor kann die Folie mit einer Klebschicht
versehen werden, sodass sie an den Diffusor geklebt werden kann. Eine solche lichtformende
Folie ermöglicht es, einen standardisierten Diffusor mit auf eine spezifische Anwendung
angepassten Eigenschaften auszustatten. Dadurch kann der Diffusor anwendungsorientiert
zur Definition einer Lichtverteilungskurve (LVK) der Linearleuchte ausgestaltet werden.
Neben dem flexiblen Einsatz des Diffusors ermöglicht die Verwendung der lichtformenden
Folie auch eine effiziente kostengünstige Herstellung des Diffusors. Dabei kann die
lichtformende Folie mit einer lichtformenden Struktur ausgestattet sein. Die Struktur
kann eine Nano- oder Mikrostruktur sein. Über eine solche Struktur kann das den Diffusor
durchdringende Licht effizient und spezifisch geformt werden.
[0022] Der Begriff "längsförmig" im Zusammenhang mit der Optik kann analog zu dessen Verwendung
im Zusammenhang mit der Platine beziehungsweise der Linearleuchte verstanden werden.
Insbesondere kann er sich auf eine lineare, quasi lineare oder auch gekrümmte Form
beziehen. Die Längsausdehnung der Optik ist in jedem Fall grösser als deren Ausdehnung
in der Breite. Dabei kann die Optik in einem Querschnitt entlang einer Längsrichtung
im Wesentlichen gerade ausgestaltet sein. In einer solchen Ausführung kann die Optik
in einer Aufsicht eine rechteckige Fläche beschreiben.
[0023] Der Begriff "verbinden" im Zusammenhang mit dem Kupplungsadapter und den Strombahnen
kann sich insbesondere auf ein elektrisches Verbinden beziehen. Zudem kann wie weiter
unten detaillierter beschrieben mit der gleichen Verbindung auch eine mechanische
Verbindung hergestellt werden.
[0024] Der Kupplungsadapter der Linearleuchte, der mit den Strombahnen elektrisch verbunden
ist, ermöglicht ein Überleiten von Strom von einer Platine auf eine andere Platine.
Ein gesondertes Anschliessen der einzelnen Platinen ist nicht notwendig. Zudem ermöglicht
er eine Kupplung zur Stromversorgung der Platinen senkrecht zu den Oberflächen der
Platine beziehungsweise senkrecht zur Längenausdehnung der Linearleuchte. Bei einer
Montage an einer Decke ermöglicht der Kupplungsadapter also beispielsweise eine vertikale
Kupplung zur Stromversorgung der Platinen. Insbesondere kann er dabei, wie weiter
unten genauer beschrieben ist, als Vertikalstecker dienen. Das Leuchtmittel kann so
beispielsweise von unten nach oben in die Linearleuchte beziehungsweise dessen Tragprofil
eingesetzt und gleichzeitig beziehungsweise in einem Schritt über den Kupplungsadapter
bereits mit der Stromquelle verbunden werden. Ein zusätzliches Verbinden der Platinen
über horizontale oder andere Steckverbindungen beziehungsweise eine gesonderte Verdrahtung
ist nicht notwendig. Dies ermöglicht ein effizientes Einsetzen und Entnehmen des Leuchtmittels.
Zu Deckenmontage der gesamten Linearleuchte ist sein Tragprofil vorzugsweise passend
ausgestaltet.
[0025] Der Begriff "Vertikalstecker" bezieht sich in diesem Zusammenhang auf Linearleuchten,
die an Decken montiert und horizontal ausgerichtet sind beziehungsweise eine horizontale
Längenausdehnung aufweisen. Dabei werden die Platinen eben vertikal oder quasi vertikal
eingesteckt. Ist die Linearleuchte beispielsweise an einer Wand montiert und somit
vertikal ausgerichtet, ermöglicht der Kupplungsadapter eine horizontale Kupplung und
kann als Horizontalstecker dienen. Die Begriffe vertikal und horizontal sind also
im Zusammenhang mit der Erfindung je nach Anwendung der Linearleuchte sinngemäss versetzt
zu verstehen. Da Linearleuchten der erfindungsgemässen Art häufig horizontal ausgerichtet
beziehungsweise an Decken montiert sind, wird in der vorliegenden Beschreibung der
einfachen Verständlichkeit halber der Begriff vertikal im Zusammenhang mit dem Kupplungsadapter
beispielhaft verwendet. Dies ist jedoch nicht als den Gegenstand der beanspruchten
Erfindung einschränkend zu verstehen.
[0026] Insbesondere bei Linearleuchten mit einer Vielzahl von Leuchtmitteln und Optiken,
sogenannten endlosen Linearleuchten, können über vertikal ausgerichtete Kupplungsadapter
einzelne Einheiten von Optiken und Leuchtmitteln an beliebiger Stelle entnommen und
eingesetzt werden, ohne dass andere Einheiten davon betroffen sind. Beispielsweise
kann also eine mittige Einheit unabhängig der benachbarten Einheiten beispielsweise
vertikal entnommen und eingesetzt werden. Dies ermöglicht eine besonders einfache
Montage und Wartung der Linearleuchte. Insbesondere bei in eine Decke eingebauten
Linearleuchten kann diese Vereinfachung in der Montage und Wartung ein entscheidender
Vorteil sein.
[0027] Der Kupplungsadapter und die auf der Platine ausgebildeten Strombahnen ermöglichen
zudem eine verhältnismässig geringe Bauhöhe der Linearleuchte. Damit kann erreicht
werden, dass die Linearleuchte auf effiziente Weise vollständig in einer Decke versenkt
ist. Beispielsweise kann die Bauhöhe ausreichend gering sein, dass die Linearleuchte
in eine Betondecke eingelassen ist, ohne dass bezüglich Armierung der Betondecke Anpassungen
notwendig sind.
[0028] Bevorzugt sind das Leuchtmittel und der Kupplungsadapter zwischen dem Tragprofil
und der Optik angeordnet, wobei ein Abstand zwischen einer dem Leuchtmittel abgewandten
Aussenseite des Tragprofils und einer dem Leuchtmittel abgewandten Aussenseite der
Optik höchstens etwa 20 mm, höchstens etwa 19 mm oder höchstens etwa 18 mm beträgt
und insbesondere zwischen 10 mm und 20 mm liegt. Der erwähnte Abstand kann eine Bauhöhe
der Linearleuchte definieren. Diese bevorzugte Ausgestaltung der Linearleuchte ermöglicht
die Realisierung der Linearleuchte mit einer verhältnismässig geringen Bauhöhe. Insbesondere
sind Linearleuchten mit Bauhöhen in der vorstehend erwähnten Dimension beziehungsweise
Grösse zum Einbau in eine Decke oder Wand geeignet. Dabei kann die Linearleuchte in
die Decke beziehungsweise Wand versenkt sein, sodass die Optik bündig mit der Decke
beziehungsweise Wand ist. Das Tragprofil kann aus einem Blech aus Aluminium oder Stahl
geformt sein. Ein solches Tragprofil ermöglicht unter anderem einen Einbau in eine
beispielsweise aus Beton hergestellte Decke.
[0029] Vorzugsweise umfasst der Kupplungsadapter ein Tragprofilteil und zwei Platinenteile,
wobei das Tragprofilteil am Tragprofil und die zwei Platinenteile jeweils an einem
der zwei benachbarten der mehreren Platinen montiert sind, sodass die zwei Platinenteile
mit dem Tragprofilteil verbunden sind, wenn das Leuchtmittel am Tragprofil montiert
ist. Ein solcher Kupplungsadapter ermöglicht eine komfortable Verbindung und gleichzeitige
Stromversorgung der Platinen. Dies kann eine effiziente Montage und Demontage der
Platinen ermöglichen.
[0030] Dabei sind vorzugsweise ein erstes der zwei Platinenteile des Kupplungsadapters an
der Rückseite der einen der zwei benachbarten der mehreren Platinen und ein zweites
der zwei Platinenteile des Kupplungsadapters an der Rückseite der anderen der zwei
benachbarten der mehreren Platinen befestigt. Auf diese Weise können die Platinen
effizient über ihre Rückseite beziehungsweise den Leuchtdioden abgewandte Seite gekoppelt
und montiert werden.
[0031] Dabei weisen das Tragprofilteil des Kupplungsadapters vorzugsweise eine erste Einsteckstruktur
und die zwei Platinenteile des Kupplungsadapters jeweils eine korrespondierende zweite
Einsteckstruktur auf, wobei die erste Einsteckstruktur und die zweiten Einsteckstrukturen
ineinander eingesteckt sind, wenn das Leuchtmittel am Tragprofil montiert ist. Solche
erste und zweite Einsteckstrukturen ermöglichen eine einfache, sichere und effiziente
Montage und Kopplung der Platinen im Stecker/Steckdosen-Prinzip. Die Einsteckstrukturen
können insbesondere dazu ausgestaltet sein, dass sie vertikal oder quasi vertikal
ineinander eingesteckt werden.
[0032] Vorzugsweise umfasst das Tragprofilteil des Kupplungsadapters eine erste Positionierstruktur,
welche die zwei benachbarten Platinen zum Tragprofilteil des Kupplungsadapters ausgerichtet
hält, wenn das Leuchtmittel am Tragprofil montiert ist. Die erste Positionierstruktur
kann bei der Montage und Demontage der Platinen hilfreich sein, da sie eine präzise
Ausrichtung der Platinen zum Tragprofilteil gewährleisten kann. Zudem kann sie insbesondere
eine Längsverschiebung der Platinen beziehungsweise der Optik relative zum Tragprofilteil
des Kupplungsadapters einschränken beziehungsweise verhindern. Dies kann einen effizienten
und störungsfreien Betrieb begünstigen.
[0033] Dabei umfassen die zwei benachbarten der mehreren Platinen vorzugsweise jeweils eine
zweite Positionierstruktur, die mit der ersten Positionierstruktur zusammenwirken,
wenn das Leuchtmittel am Tragprofil montiert ist. Die zweite Positionierstruktur ermöglicht
eine auf die erste Positionierstruktur angepasste Interaktion, sodass eine effiziente
Positionierung ermöglicht wird. Dabei weisen vorzugsweise die erste Positionierstruktur
des Tragprofilteils des Kupplungsadapters einen Pfosten und die zweiten Positionierstrukturen
der zwei benachbarten der mehreren Platinen jeweils einen Halbdurchgang aufweisen,
wobei sich der Pfosten durch einen von den Halbdurchgängen der zwei benachbarten der
mehreren Platinen gebildeten Durchgang erstreckt, wenn das Leuchtmittel am Tragprofil
montiert ist. Solche Pfosten und Halbdurchgänge ermöglichen eine effiziente Ausgestaltung
der Positionierstruktur. Die Halbdurchgänge können insbesondere an den Rändern der
zwei benachbarten Platinen in Form von Eindellungen am Rand ausgebildet sein.
[0034] Vorzugsweise sind die mehreren Platinen des Leuchtmittels jeweils eine Mehrlagenplatine,
wobei die Strombahnen zumindest teilweise zwischen zwei benachbarten mehrerer Lagen
der Mehrlagenplatine verlaufen. Der Begriff "Mehrlagenplatine" bezieht sich in diesem
Zusammenhang auf eine Leiterplatte, die aus mehr als einer tragenden Ebenen besteht.
Übliche Anzahl von Ebenen liegt zwischen zwei und vierundzwanzig. Die einzelnen Ebenen
können mittels Durchkontaktierungen miteinander verbunden werden. Solche mehrlagigen
Leiterplatten ermöglichen die Realisierung verhältnismässig komplexer Schaltungen
und Systeme. Mehrlagenplatinen werden auch als Multilayer-Leiterplatten oder Multilayer
Board (MLB) bezeichnet.
[0035] Dabei umfassen die Strombahnen vorzugsweise Längsbahnen und davon abzweigende Anschlüsse,
wobei die Längsbahnen zwischen den zwei benachbarten der mehreren Lagen der Mehrlagenplatine
verlaufen und die Anschlüsse die Längsbahnen mit den Leuchtdioden verbinden. Auf diese
Weise können die Strombahnen effizient integriert und abgeschirmt in den Platinen
vorgesehen sein. Die Anschlüsse können als Durchkontaktierungen ausgebildet sein.
[0036] Vorzugsweise trägt die Optik die mehreren Platinen des Leuchtmittels. Indem die Optik
das Leuchtmittel trägt und somit gleichzeitig die Funktion einer Lichtleiste übernimmt,
können Optik und Leuchtmittel zusammen eine Einheit bilden. Dies ermöglicht eine effiziente
und einfache Handhabung insbesondere beim Einsetzen und Entnehmen des Leuchtmittels
beziehungsweise beim Montieren und Demontieren der Platinen oder des Leuchtmittels
am Tragprofil. Zum Ersetzen des Leuchtmittels oder Teilen davon beispielsweise bei
defekten Leuchtdioden kann die Einheit als Ganzes beispielsweise vertikal von der
Linearleuchte entnommen werden. Danach kann die Platine mit den defekten Leuchtdioden
von der Optik getrennt und eine neue Platine mit der Optik verbunden werden. Die neue
Einheit aus der Optik und der neuen Platine kann dann wieder beispielsweise vertikal
in die Linearleuchte eingesetzt werden.
[0037] Die mindestens eine Optik kann eine ebene Hauptfläche aufweisen, die seitlich von
beispielsweise rechtwinklig angewinkelten Seitenwänden abgeschlossen ist. Bevorzugt
weist sie seitliche Fassungen auf, in welche mindesten eine der Platinen des Leuchtmittels
einschiebbar ist. Mit solchen Fassungen kann das Leuchtmittel auf einfache Art gehalten
sein, sodass Optik und Leuchtmittel eine Einheit bilden. Auch ermöglichen solche Fassungen,
dass das Leuchtmittel schwimmend gehalten ist, sodass unterschiedliche thermische
Längenausdehnungen der Platine im Vergleich zur Optik möglich sind.
[0038] Die tragende Optik kann also zusammen mit einer oder mit mehreren Platinen eine Einheit
bilden, die als Ganzes montiert und demontiert werden kann. Dabei umfasst die Linearleuchte
vorzugsweise mehrere Optiken. Es können also insbesondere mehrere Einheiten der vorgenannten
Art in der Linearleuchte vorgesehen sein. Dadurch kann die Linearleuchte als sogenannte
endlose Linearleuchte auf eine für die vorgesehene Verwendung bevorzugte Länge ausgebildet
sein. Das Tragprofil kann eine quasi beliebige Länge aufweisen und die Linearleuchte
kann mit einer dazu passenden Anzahl der vorgenannten Einheiten und Kupplungsadaptern
bestückt sein.
[0039] Vorzugsweise umfasst die Linearleuchte mindestens einen weiteren Kupplungsadapter,
der baugleich zum Kupplungsadapter ist, wobei der mindestens eine weitere Kupplungsadapter
die Strombahnen anderer zweier benachbarter der mehreren Platinen miteinander verbindet,
wenn das Leuchtmittel am Tragprofil montiert ist. Der Begriff "mindestens ein" im
Zusammenhang mit bestimmten Komponenten der Erfindung kann sich darauf beziehen, dass
in bevorzugter Ausführungsform jeweils mehrere der Komponenten vorhanden sind. Insbesondere
kann die Linearleuchte mit einer Anzahl Kupplungsadaptern ausgestattet sein, die zu
einer für eine gewünschte Länge der Linearleuchte vorgesehen Anzahl Platinen passt.
[0040] Vorzugsweise umfasst die Linearleuchte ein Vorschaltgerät, das an den Kupplungsadapter
angeschlossen, insbesondere elektrisch angeschlossen ist. Dabei ist das Vorschaltgerät
insbesondere direkt und nicht via andere Komponenten wie beispielsweise weitere Platinen
an den Kupplungsadapter angeschlossen. Es kann auch gleich am Kupplungsadapter montiert
sein wie beispielsweise daran fesgeschraubt oder dergleichen. Alternativ dazu kann
es auch direkt an der Platine montiert wie beispielsweise darauf aufgeklebt oder aufgelötet
und gleichzeitig direkt an den Kupplungsadapter angeschlossen sein. Der mindestens
eine weitere Kupplungsadapter muss dadurch selbst nicht an ein weiteres Vorschaltgerät
angeschlossen sein, sondern kann Strom von den Strombahnen der einen Platine auf die
Strombahnen der benachbarten Platine überleiten. Auf diese Weise können alle Platinen
des Leuchtmittels effizient über eine zweckmässige Anzahl Vorschaltgeräte mit Strom
versorgt und gesteuert werden. Insbesondere kann auch verhindert werden, dass mehr
Vorschaltgeräte vorhanden sind als für einen stabilen Betrieb notwendig ist.
[0041] Vorzugsweise ist das Tragprofil der Linearleuchte geerdet. Dies ermöglicht einen
einfachen und sicheren Betrieb der Linearleuchte.
[0042] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Montage einer wie oben
beschriebenen Linearleuchte an einer Decke. Das Verfahren umfasst die Schritte: Befestigen
eines Tragprofils der Linearleuchte an der Decke; Montieren eines Kupplungsadapters
am Tragprofil; Verbinden mindestens einer Platine eines Leuchtmittels der Linearleuchte
mit einer Optik der Linearleuchte zu einer Einheit; Anschliessen des Kupplungsadapters
an eine Stromversorgung; und Montieren der Einheit am Tragprofil, sodass der Kupplungsadapter
mit Strombahnen der mindestens einen Platine verbunden ist. Das erfindungsgemässe
Verfahren ermöglicht ein einfaches und effizientes Montieren und Demontieren der erfindungsgemässen
Linearleuchte. Auf diese Weise können die oben beschriebenen Vorteile der Linearleuchte
effizient umgesetzt und genutzt werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0043] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung mithilfe der schematischen Zeichnungen.
Insbesondere wird im Folgenden die erfindungsgemässe Linearleuchte unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen anhand von einem Ausführungsbeispiel detaillierter
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht von unten an einen Teil eines ersten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemässen Linearleuchte;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht von oben an einen Teil der Linearleuchte von Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht einer Platine eines Leuchtmittels der Linearleuchte von
Fig. 1;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht von oben an einen Kupplungsadapter und zwei benachbarte
Platinen der Linearleuchte von Fig. 1;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht von unten an den Kupplungsadapter und die zwei benachbarten
Platinen der Linearleuchte von Fig. 1;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Längsabdeckung der Linearleuchte
von Fig. 1; und
- Fig. 7
- eine perspektivische Explosionsansicht der Längsabdeckung von Fig. 6.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0044] Bestimmte Ausdrücke werden in der folgenden Beschreibung aus praktischen Gründen
verwendet und sind nicht einschränkend zu verstehen. Die Wörter "rechts", "links",
"unten" und "oben" bezeichnen Richtungen in der Zeichnung, auf die Bezug genommen
wird. Die Ausdrücke "nach innen", "nach aussen" "unterhalb", "oberhalb", "links",
"rechts" oder ähnliche werden zur Beschreibung der Anordnung bezeichneter Teile zueinander,
der Bewegung bezeichneter Teile zueinander und der Richtungen hin zum oder weg vom
geometrischen Mittelpunkt der erfindungsgemässen Linearleuchte sowie benannter Teile
derselben wie in den Fig. dargestellt verwendet. Diese räumlichen Relativangaben umfassen
auch andere Positionen und Ausrichtungen als die in den Fig. dargestellten. Zum Beispiel
wenn ein in den Fig. dargestelltes Teil umgedreht wird, sind Elemente oder Merkmale,
die als "unterhalb" beschrieben sind, dann "oberhalb". Die Terminologie umfasst die
oben ausdrücklich erwähnten Wörter, Ableitungen von denselben und Wörter ähnlicher
Bedeutung.
[0045] Um Wiederholungen in den Fig. und der zugehörigen Beschreibung der verschiedenen
Aspekte und Ausführungsbeispielen zu vermeiden, sollen bestimmte Merkmale als gemeinsam
für verschieden Aspekte und Ausführungsbeispiele verstanden werden. Das Weglassen
eines Aspekts in der Beschreibung oder einer Fig. lässt nicht darauf schliessen, dass
dieser Aspekt in dem zugehörigen Ausführungsbeispiel fehlt. Vielmehr kann ein solches
Weglassen der Klarheit und dem Verhindern von Wiederholungen dienen. In diesem Zusammenhang
gilt für die gesamte weitere Beschreibung folgende Festlegung: Sind in einer Figur
zum Zweck zeichnerischer Eindeutigkeit Bezugszeichen enthalten, aber im unmittelbar
zugehörigen Beschreibungstext nicht erwähnt, so wird auf deren Erläuterung in vorangehenden
Figurenbeschreibungen Bezug genommen. Sind ausserdem im unmittelbar zu einer Figur
gehörigen Beschreibungstext Bezugszeichen erwähnt, die in der zugehörigen Figur nicht
enthalten sind, so wird auf die vorangehenden und nachstehenden Figuren verwiesen.
Ähnliche Bezugszeichen in zwei oder mehreren Fig. stehen für ähnliche oder gleiche
Elemente.
[0046] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Linearleuchte 1 perspektivisch
von unten her. Die Linearleuchte 1 umfasst ein längsförmiges Tragprofil 4, ein Leuchtmittel,
das mehrere mit Leuchtdioden 22 bestückte Platinen 2 umfasst, mehrere längsförmige
Optiken 5, mehrere Kupplungsadapter 3 und einen längsförmigen Diffusor 6.
[0047] Das Tragprofil 4 ist zur Montage direkt an einer Decke vorgesehen. Es weist eine
längsförmige, in der Aufsicht rechteckige Basisleiste 41 auf, die sich über die ganze
Länge der Linearleuchte 1 erstreckt. Beidseitig an die Basisleiste 41 anschliessend
umfasst das Tragprofil 4 jeweils eine Rastaufnahme 43 mit jeweils einer inneren Einrastwand
und einer äusseren Einrastwand 42. Die Rastaufnahmen 43 erstrecken sich vertikal nach
unten und verlaufen über die ganze Länge des Tragprofils 4. An seinen Stirnseiten
weist das Tragprofil 4 jeweils zwei parallele Abdeckungsaufnahmen 44 auf.
[0048] Die Optiken 5 umfassen jeweils eine im Querschnitt gewellte Grundplatte 51 und seitlich
daran anschliessende, sich rechtwinklig nach oben erstreckende Seitenwände 52, die
an ihrem oberen Ende jeweils in eine Rastkontur 53 übergehen. Die Rastkonturen 53
weisen eine horizontale Basis auf, von der sich zwei mit jeweils einer Nase versehene
Seitenwände seitlich nach oben erstrecken. Sie sind so ausgestaltet, dass sie bei
einer Montage der Optik 5 am Tragprofil 4 in die Rastaufnahmen 43 lösbar einrasten
und damit die Optik 5 am Tragprofil 4 befestigen. Die Rastkonturen 53 und die Rastaufnahmen
43 bilden zusammen korrespondierende Montagemittel. Die Grundplatte 51 ist mit drei
längslaufenden Wölbungen 511 ausgestaltet. Die Übergange der Wölbungen 511 zueinander
bilden zwei nach oben gerichtete Auflagen 512. Zwischen der horizontalen Basis der
Rastkonturen 53 und den Auflagen 512 der Grundplatte 51 sind mehrere der Platinen
2 eingeschoben, sodass die Platinen 2 von der Optik 5 getragen beziehungsweise gehalten
sind.
[0049] Die Platinen 2 weisen jeweils eine Frontoberfläche 21 auf, die mit sechs parallelen
geradlinigen Reihen von Leuchtdioden 22 bestückt sind. Die Optik 5 deckt die Leuchtdioden
22 in deren Abstrahlrichtung ab, wobei jeweils zwei Reihen von Leuchtdioden 22 einer
Wölbung 511 der Grundplatte 51 der Optik 5 zugeordnet sind.
[0050] Die Kupplungsadapter 3 umfassen jeweils ein Tragprofilteil 31 und zwei Platinenteile
32. Das Tragprofilteil 31 ist dabei am Tragprofil 4 montiert. Die Platinenteile 32
sind jeweils aneinander angrenzend auf zwei benachbarten Platinen 2 befestigt.
[0051] Der Diffusor 6 ist im Querschnitt quasi U-förmig ausgebildet. Er umfasst einen ebenen,
in der Aufsicht rechteckigen Hauptabschnitt 61, der an seinen Längsseiten jeweils
in eine rechtwinklig anschliessende Seitenwand 62 übergeht. Die beiden Seitenwände
62 weisen gegen ihre oberen Enden zu jeweils einen nach aussen gerichteten Einrastabschnitt
63 auf. Sie sind so ausgestaltet, dass sie bei einer Montage des Diffusors am Tragprofil
4 in die Rastaufnahmen 43 lösbar einrasten und damit den Diffusor 6 am Tragprofil
4 befestigen.
[0052] In der Fig. 2 ist die Linearleuchte 1 perspektivisch von oben gezeigt. Dabei ist
ersichtlich, dass die Platinen 2 eine der Frontoberfläche 21 entgegengesetzte Rückoberfläche
26 aufweisen. Jede der Optiken 5 trägt zwei Platinen 2, sodass jeweils eine Optik
5 und zwei Platinen 2 zusammen eine Einheit bilden. Die Rückseiten 26 der Platinen
2 sind jeweils gegen die Längsenden zu mit einer der Platinenteile 32 der Kupplungsadapter
3 bestückt. Eine der beiden Platinen 2 der linken Einheit, in Fig. 2 ist dies die
rechte Platine 2, ist zudem an ihrer Rückseite 26 mit einem Vorschaltgerät 8 bestückt.
[0053] Fig. 3 zeigt eine der Platinen 2 in einer perspektivischen Explosionsansicht. Die
Platine 2 ist eine Mehrlagenplatine mit sieben Lagen 23. Die unterste Lage ist eine
erste Kupferschicht 237 und bildet die Frontoberfläche 21 der Platine 2. Die erste
Kupferschicht 237 umfasst eine Lötstop-Maske und die sechs Reihen mit jeweils einundvierzig
quaderförmigen Leuchtdioden 22. Oberhalb an die erste Kupferschicht 237 schliesst
eine erste isolierende Schicht 236 an, die beispielsweise aus einem FR4-Werkstoff
hergestellt ist. Solche FR4-Werkstoffe sind schwer entflammbar und sind aus Verbundwerkstoffen
bestehend aus Epoxidharz und einem Glasfasergewebe hergestellt.
[0054] Oberhalb an die erste isolierende Schicht 236 schliesst eine zweite Kupferschicht
235 an. Die zweite Kupferschicht 235 dient der Abschirmung der ersten Kupferschicht
237 von einer dritten Kupferschicht 233. Dadurch kann ein Nachglimmen der Leuchtdioden
verhindert werden. Zwischen der zweiten Kupferschicht 235 und der dritten Kupferschicht
233 ist eine zweite isolierende Schicht 234 angeordnet, die ebenfalls aus einem FR4-Werkstoff
hergestellt sein kann. Die dritte Kupferschicht 233 ist mit sieben, sich in Längsrichtung
erstreckenden, geraden und parallelen Längsbahnen von Strombahnen 24 bestückt.
[0055] Oberhalb der dritten Kupferschicht 233 schliesst eine dritte isolierende Schicht
232 an die dritte Kupferschicht 233 an. Die dritte isolierende Schicht 232 kann wiederum
aus einem FR4-Werkstoff hergestellt sein. Als oberste Schicht ist eine vierte Kupferschicht
231 auf der dritten isolierenden Schicht 232 angeordnet. Die vierte Kupferschicht
231 ist mit den Platinenteilen 32 der Kupplungsadapter 3 bestückt. Die Leuchtdioden
22 sind jeweils mittels einer Durchkontaktierung als Anschluss der Strombahnen 24
mit einer der Längsbahnen der Strombahnen 24 verbunden. Analog dazu sind auch die
Platinenteile 32 der Kupplungsadapter 3 mittels Durchkontaktierungen als Anschlüsse
der Strombahnen 24 mit den Längsbahnen der Strombahnen 24 verbunden.
[0056] In Fig. 4 und Fig. 5 sind zwei benachbarte Platinen 2 mit einem zugehörigen Kupplungsadapter
3 perspektivisch von oben und von unten gezeigt. Die zwei Platinenteile 32 jedes Kupplungsadapters
3 weisen jeweils einen Fussabschnitt 321 auf, über den sie auf der Rückseite 26 der
zugehörigen Platine 2 befestigt sind. Weiter umfassen sie sieben, nach oben ausgerichtete,
in einer Reihe liegende, männliche Stecker 322 als eine zweite Einsteckstruktur. Jeder
der sieben Stecker 322 ist über eine Durchkontaktierung an eine der Längsbahnen der
Strombahnen 24 (in Fig. 4 und Fig. 5 nicht ersichtlich) angeschlossen.
[0057] Das Tragprofilteil 31 jedes Kupplungsadapters 3 umfasst eine Grundplatte 311, von
der sich zwei parallele Reihen mit jeweils sieben weibliche Steckeraufnahmen 312 als
eine erste Einsteckstruktur nach unten erstrecken. Die Stecker 322 der Platinenteile
32 und die Steckeraufnahmen 312 des Tragprofilteils 31 sind korrespondierend zueinander
geformt und positioniert. Beim Montieren der Einheit aus Optik 5 und zwei Platinen
2 am Tragprofil 4 werden die Stecker 322 des Tragprofilteils 31 vertikal in die benachbarten
Steckeraufnahmen 312 der Platinen 5 eingeführt und mit diesen mechanisch und elektrisch
verbunden. So sind sie ineinander eingesteckt, wenn das Leuchtmittel am Tragprofil
4 montiert ist. Dabei kann Strom von den Längsbahnen der Strombahnen 24 einer Platine
2 via die Durchkontaktierungen und den Kupplungsadapter 3 auf die Längsbahnen der
Strombahnen 24 der benachbarten Platine 2 übergehen.
[0058] Das Tragprofilteil 31 des Kupplungsadapters 3 umfasst weiter einen sich nach unten
beziehungsweise in Richtung der Platinen 2 erstreckenden Pfosten 313 als eine erste
Positionierstruktur. Die Platinen 2 weisen an ihren Längsenden jeweils einen als Eindellung
angeformten Halbdurchgang 27 als eine zweite Positionierstruktur auf. Bei aneinander
anliegenden Platinen 2 beispielsweise in einer Einheit aus Optik 5 und Platinen 2
formen zwei der Halbdurchgänge 27 der angrenzenden Längsenden einen Durchgang, der
zum Pfosten 313 korrespondierend geformt ist. Bei am Tragprofil 4 montiertem Leuchtmittel
erstreckt sich der Pfosten 313 jedes Tragprofilteils 31 durch einen der Durchgänge
der Platinen 2. Dadurch wird eine Längsverschiebung der Platinen 2 beziehungsweise
der Optiken 5 relative zum Tragprofilteil 31 des Kupplungsadapters 3 eingeschränkt
beziehungsweise verhindert.
[0059] Das Tragprofilteil 31 weist weiter an seiner Unterseite Haltelemente 314 auf, die
sich nach unten beziehungsweise in Richtung der Platinen 2 erstrecken. Die Platinen
2 sind mit entsprechenden Öffnungen 25 ausgestattet. Wenn das Tragprofilteil 31 mit
den Platinenteilen 32 verbunden wird, greifen die Haltelemente 314 in die Öffnungen
25 ein. Die Platinen 2 werden so durch ein Klemmen der Haltelemente 314 in den Öffnungen
25 am Tragprofilteil 31 gehalten.
[0060] Bei Linearleuchten der oben beschriebenen Art werden die Längsenden oder Stirnseiten
vorzugsweise abgedeckt. Damit kann einerseits verhindert werden, dass die Linearleuchten
Schaden verursachen, wenn eine Person stirnseitig mit dem Innern in Kontakt kommt.
Andererseits können auch die Linearleuchten selbst vor Schmutz, Feuchtigkeit oder
dergleichen geschützt werden. Ein Problem, das dabei bei herkömmlichen Abdeckungen
auftreten kann, besteht darin, dass sich einzelne Komponenten bei wechselnden internen
oder externen Temperaturen unterschiedlich stark ausdehnen. Das macht es schwierig,
die Stirnseiten der Linearleuchten in allen Betriebsbedingen geschlossen zu halten
beziehungsweise sicherzustellen, dass die Stirnabdeckungen zuverlässig halten aber
die anderen Komponenten der Linearleuchten bei wechselnden Temperaturen nicht beschädigen
beziehungsweise beeinträchtigen.
[0061] Zur Lösung dieser Probleme können die folgenden Beispiele von Linearleuchten eingesetzt
werden:
[0062] Beispiel 1 ist eine Linearleuchte mit einem längsförmigen Tragprofil, einer Optik,
einem Leuchtmittel und einer Längsabdeckung beziehungsweise Stirnabdeckung, bei der
das Leuchtmittel und die Optik am Tragprofil montiert sind, so dass die Optik das
Leuchtmittel in einer Abstrahlrichtung zumindest teilweise abdeckt, wobei die Längsabdeckung
eine Abdeckplatte, die das Tragprofil, die Optik und das Leuchtmittel an einer Längsseite
beziehungsweise Stirnseite der Linearleuchte abdeckt, und ein Federelement umfasst,
wobei das Federelement so angeordnet ist, dass es die Abdeckplatte in Bezug auf das
Tragprofil vorspannt, so dass die Abdeckplatte in Richtung des Tragprofils gedrückt
ist. Die Abdeckplatte kann dabei in Längsrichtung beweglich mit dem Tragprofil verbunden
sein, sodass sie in Längsrichtung verschoben werden kann. Dehnt sich beispielsweise
eine Komponente der Linearleuchte wie die Optik oder die Platinen stärker aus als
das Tragprofil, so wird die Abdeckplatte nach aussen beziehungsweise in Längsrichtung
verschoben. Gleichzeitig gewährleistet das Federelement, dass die Abdeckplatte immer
am Tragprofil anliegt und so die Linearleuchte geschlossen bleibt.
[0063] Beispiel 2 ist die Linearleuchte von Beispiel 1, wobei die Längsabdeckung einen Stift
aufweist, der ortsfest mit der Abdeckplatte verbunden ist und sich verschiebbar in
eine Stiftaufnahme des Tragprofils hinein erstreckt. Bevorzugt sind mehrere Stifte
vorgesehen. Eine solche Konstruktion mit Stift und Stiftaufnahme ermöglicht eine stabile
und in Längsrichtung bewegliche Verbindung zwischen Abdeckplatte und Tragprofil. Insbesondere
können auch mehrere vorzugsweise parallele Stifte in entsprechenden Stiftaufnahmen
des Tragprofils angeordnet sein.
[0064] Beispiel 3 ist die Linearleuchte von Beispiel 1 oder 2, wobei die Längsabdeckung
einen Tragprofilverbinder umfasst, der mit dem Tragprofil ortsfest verbunden ist,
wobei das Federelement zwischen Tragprofilverbinder und Abdeckplatte wirkt. Die Abdeckplatte
kann so effizient relativ zum Tragprofilverbinder und somit auch zum Tragprofil bewegt
werden.
[0065] Beispiel 4 ist die Linearleuchte von Beispiel 2 und 3, wobei die Längsabdeckung eine
ortsfest auf dem Stift angeordnete Anschlaghülse und das Federelement eine beweglich
auf dem Stift angeordnete Spiralfeder umfasst, wobei der Stift relativ zum Tragprofilverbinder
beweglich ist und wobei die Spiralfeder zwischen Anschlaghülse und Tragprofilverbinder
vorgespannt ist. Eine solche Ausgestaltung ermöglicht eine effiziente Implementierung
der Längsabdeckung.
[0066] Die vorstehenden Beispiele können unabhängig von der in den nachfolgenden Ansprüchen
definierten Linearleuchten sein. Ihre Merkmale können aber auch mit in den nachfolgenden
Ansprüchen definierten Merkmalen zu weiteren Ausführungsbeispielen kombiniert werden.
Bei der in den Fig. gezeigten Linearleuchte 1 sind beispielsweise die Merkmale der
Ansprüche mit den Merkmalen der vorstehenden Beispiele kombiniert.
[0067] Fig. 5 und Fig. 6 zeigen ein Ausführungsbeispiel einer für die Linearleuchte 1 vorgesehene
Längsabdeckung 7 gemäss der vorstehenden Beispiele. Die Längsabdeckung 7 umfasst eine
Abdeckplatte 71, die so geformt ist, dass sie die Stirnseiten der Linearleuchte 1
vollständig abdecken kann. Rechtwinklig von der Abdeckplatte 71 erstrecken sich zwei
parallele Stifte 72, die fest mit der Abdeckplatte 71 verbunden sind. Angrenzend an
die Abdeckplatte 71 befinden sich zwei Abstandszylinder 73, an welche die Stifte 72
anschliessen. Die Abdeckplatte 71, die Abstandszylinder 73 und die Stifte 72 sind
einteilig ausgebildet.
[0068] Angrenzend an die beiden Abstandszylinder 73 ist jeweils eine Verbindungshülse 74
als Tragprofilverbinder auf den Stiften 72 angeordnet. Die Verbindungshülsen 74 weisen
jeweils einen Durchgang auf, durch den sich einer der Stifte 72 hindurch erstreckt.
Die Stifte 72 sind so relativ zu den Verbindungshülsen 74 axial beweglich. Angrenzend
an die beiden Verbindungshülsen 74 sind jeweils der Reihe nach ein Anschlagszylinder
75, eine Spiralfeder 76 als Federelement und eine Abschlusshülse 77 auf den beiden
Stiften 72 angeordnet. Die Stifte 72 sind relativ zu den Anschlagszylindern 75 und
den Spiralfedern 76 axial bewegbar. Die Abschlusshülsen 77 sind fest mit den Stiften
72 verbunden. Die Spiralfedern sind jeweils zwischen einer der Abschlusshülsen 77
und einem der Anschlagszylinder 75 eingeklemmt.
[0069] In einem montierten Zustand erstrecken sich die Stifte 72 zusammen mit den Abstandszylindern
73, den Verbindungshülsen 74, den Anschlagszylindern 75, den Spiralfedern 76 und den
Abschlusshülsen 77 in jeweils eine der Abdeckungsaufnahmen 44 des Tragprofils 4 eingeführt.
Dabei sind die Verbindungshülsen 74 fest mit dem Tragprofil 4 verbunden und die Stifte
72 zusammen mit den Abschlusshülsen 77 axial in den Abdeckungsaufnahmen 44 beweglich.
Durch Kompression und Ausdehnung der Spiralfedern 76 können die Stifte 72 und die
Abdeckplatte 71 auf das Tragprofil 4 zu und von ihm weg bewegt werden.
[0070] Obwohl die Erfindung mittels der Figuren und der zugehörigen Beschreibung dargestellt
und detailliert beschrieben ist, sind diese Darstellung und diese detaillierte Beschreibung
illustrativ und beispielhaft zu verstehen und nicht als die Erfindung einschränkend.
Um die Erfindung nicht zu verklären, können in gewissen Fällen wohlbekannte Strukturen
und Techniken nicht im Detail gezeigt und beschrieben sein. Es versteht sich, dass
Fachleute Änderungen und Abwandlungen machen können, ohne den Umfang der folgenden
Ansprüche zu verlassen. Insbesondere deckt die vorliegende Erfindung weitere Ausführungsbeispiele
mit irgendwelchen Kombinationen von Merkmalen ab, die von den explizit beschriebenen
Merkmalskombinationen abweichen können.
[0071] Die vorliegende Offenbarung umfasst auch Ausführungsformen mit jeglicher Kombination
von Merkmalen, die vorstehend oder nachfolgend zu verschiedenen Ausführungsformen
genannt oder gezeigt sind. Sie umfasst ebenfalls einzelne Merkmale in den Figuren,
auch wenn sie dort im Zusammenhang mit anderen Merkmalen gezeigt sind und/oder vorstehend
oder nachfolgend nicht genannt sind. Auch können die in den Figuren und der Beschreibung
beschriebenen Alternativen von Ausführungsformen und einzelne Alternativen deren Merkmale
vom Erfindungsgegenstand beziehungsweise von den offenbarten Gegenständen ausgeschlossen
sein. Die Offenbarung umfasst Ausführungsformen, die ausschliesslich die in den Ansprüchen
beziehungsweise in den Ausführungsbeispielen beschriebenen Merkmale umfasst sowie
auch solche, die zusätzliche andere Merkmale umfassen.
[0072] Im Weiteren schliesst der Ausdruck "umfassen" und Ableitungen davon andere Elemente
oder Schritte nicht aus. Ebenfalls schliesst der unbestimmte Artikel "ein" bzw. "eine"
und Ableitungen davon eine Vielzahl nicht aus. Die Funktionen mehrerer in den Ansprüchen
aufgeführter Merkmale können durch eine Einheit beziehungsweise einen Schritt erfüllt
sein. Die blosse Tatsache, dass bestimmte Masse in zueinander verschiedenen abhängigen
Ansprüchen aufgeführt sind, bedeutet nicht, dass eine Kombination dieser Masse nicht
vorteilhaft verwendet werden kann. Die Begriffe "im Wesentlichen", "etwa", "ungefähr"
und dergleichen in Verbindung mit einer Eigenschaft beziehungsweise einem Wert definieren
insbesondere auch genau die Eigenschaft beziehungsweise genau den Wert. Die Begriffe
"etwa" und "ungefähr" im Zusammenhang mit einem gegebenen Zahlenwert oder -bereich
kann sich auf einen Wert beziehungsweise Bereich beziehen, der innerhalb 20%, innerhalb
10%, innerhalb 5% oder innerhalb 2% des gegebenen Werts beziehungsweise Bereichs liegt.
Alle Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als den Umfang der Ansprüche einschränkend
zu verstehen.
1. Linearleuchte (1) mit einem Tragprofil (4), einer Optik (5) und einem Leuchtmittel,
bei der
das Leuchtmittel mehrere Platinen (2) mit jeweils einer Frontoberfläche (21) und einer
Rückoberfläche (26) und einer Vielzahl von an der Frontoberfläche (21) montierter
Leuchtdioden (22) umfasst,
das Tragprofil (4) und die Optik (5) jeweils korrespondierende Montagemittel (43,
53) aufweisen, so dass die Optik (5) am Tragprofil (4) montierbar ist,
die Optik (5) die Leuchtdioden (22) des Leuchtmittels zumindest teilweise abdeckt,
wenn die Optik (5) und das Leuchtmittel am Tragprofil (4) montiert sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Linearleuchte (1) einen Kupplungsadapter (3) umfasst und
die mehreren Platinen (2) des Leuchtmittels jeweils mit Strombahnen (24) bestückt
sind, über welche die Leuchtdioden (22) mit Strom versorgbar sind, wobei
der Kupplungsadapter (3) die Strombahnen (24) zweier benachbarter der mehreren Platinen
(2) miteinander verbindet, wenn das Leuchtmittel am Tragprofil (4) montiert ist.
2. Linearleuchte (1) nach Anspruch 1, bei welcher der Kupplungsadapter (3) ein Tragprofilteil
(31) und zwei Platinenteile (32) umfasst, wobei das Tragprofilteil (31) am Tragprofil
(4) und die zwei Platinenteile (32) jeweils an einem der zwei benachbarten der mehreren
Platinen (2) montiert sind, so dass die zwei Platinenteile (32) mit dem Tragprofilteil
(31) verbunden sind, wenn das Leuchtmittel am Tragprofil (4) montiert ist.
3. Linearleuchte (1) nach Anspruch 2, bei der ein erstes der zwei Platinenteile (32)
des Kupplungsadapters (3) an der Rückoberfläche (26) der einen der zwei benachbarten
der mehreren Platinen (2) und ein zweites der zwei Platinenteile (32) des Kupplungsadapters
(3) an der Rückoberfläche (26) der anderen der zwei benachbarten der mehreren Platinen
(2) befestigt sind.
4. Linearleuchte (1) nach Anspruch 2 oder 3, bei der das Tragprofilteil (31) des Kupplungsadapters
(3) eine erste Einsteckstruktur (312) und die zwei Platinenteile (32) des Kupplungsadapters
(3) jeweils eine korrespondierende zweite Einsteckstruktur (322) aufweisen, wobei
die erste Einsteckstruktur (312) und die zweiten Einsteckstrukturen (322) ineinander
eingesteckt sind, wenn das Leuchtmittel am Tragprofil (4) montiert ist.
5. Linearleuchte (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei der das Tragprofilteil (31)
des Kupplungsadapters (3) eine erste Positionierstruktur (313) umfasst, welche die
zwei benachbarten Platinen (2) zum Tragprofilteil (31) des Kupplungsadapters (3) ausgerichtet
hält, wenn das Leuchtmittel am Tragprofil (4) montiert ist.
6. Linearleuchte (1) nach Anspruch 5, bei der die zwei benachbarten der mehreren Platinen
(2) jeweils eine zweite Positionierstruktur (27) umfassen, die mit der ersten Positionierstruktur
(313) zusammenwirken, wenn das Leuchtmittel am Tragprofil (4) montiert ist.
7. Linearleuchte (1) nach Anspruch 6, bei der die erste Positionierstruktur (313) des
Tragprofilteils des Kupplungsadapters (3) einen Pfosten (313) und die zweiten Positionierstrukturen
(27) der zwei benachbarten der mehreren Platinen (2) jeweils einen Halbdurchgang (27)
aufweisen, wobei sich der Pfosten (313) durch einen von den Halbdurchgängen (27) der
zwei benachbarten der mehreren Platinen (2) gebildeten Durchgang erstreckt, wenn das
Leuchtmittel am Tragprofil (4) montiert ist.
8. Linearleuchte (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der die mehreren Platinen
(2) des Leuchtmittels jeweils eine Mehrlagenplatine (2) sind, wobei die Strombahnen
(24) zumindest teilweise zwischen zwei benachbarten mehrerer Lagen (23) der Mehrlagenplatine
verlaufen.
9. Linearleuchte (1) nach Anspruch 8, bei der die Strombahnen (24) Längsbahnen (24) und
davon abzweigende Anschlüsse aufweisen, wobei die Längsbahnen (24) zwischen den zwei
benachbarten der mehreren Lagen der Mehrlagenplatine (2) verlaufen und die Anschlüsse
die Längsbahnen (24) mit den Leuchtdioden (22) verbinden.
10. Linearleuchte (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der die Optik (5) die
mehreren Platinen (2) des Leuchtmittels trägt.
11. Linearleuchte (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, die mindestens einen weiteren
Kupplungsadapter (3) umfasst, der baugleich zum Kupplungsadapter (3) ist, wobei der
Kupplungsadapter (3) die Strombahnen (24) anderer zweier benachbarter der mehreren
Platinen (2) miteinander verbindet, wenn das Leuchtmittel am Tragprofil (4) montiert
ist.
12. Linearleuchte (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, die ein Vorschaltgerät (8)
umfasst, das an den Kupplungsadapter (3) angeschlossen ist.
13. Linearleuchte (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der das Tragprofil (4)
zur Montage an einer Decke ausgestaltet ist.
14. Verfahren zur Montage einer Linearleuchte (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche
an einer Decke, umfassend
Befestigen eines Tragprofils der Linearleuchte (1) an der Decke,
Montieren eines Kupplungsadapters (3) am Tragprofil (4),
Verbinden mindestens einer Platine eines Leuchtmittels der Linearleuchte (1) mit einer
Optik (5) der Linearleuchte (1) zu einer Einheit,
Anschliessen des Kupplungsadapters (3) an eine Stromversorgung, und
Montieren der Einheit am Tragprofil (4), so dass der Kupplungsadapter (3) mit Strombahnen
(24) der mindestens einen Platine verbunden ist.