| (19) |
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(11) |
EP 3 215 371 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.01.2019 Patentblatt 2019/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.10.2015 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/002119 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/070965 (12.05.2016 Gazette 2016/19) |
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| (54) |
DATENTRÄGER MIT DURCHSICHTSSICHERHEITSELEMENT
DATA CARRIER WITH SEE-THROUGH SECURITY ELEMENT
SUPPORT DE DONNÉES COMPRENANT UN ÉLÉMENT DE SÉCURITÉ TRANSPARENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
04.11.2014 DE 102014016249
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.09.2017 Patentblatt 2017/37 |
| (73) |
Patentinhaber: Giesecke+Devrient Currency Technology GmbH |
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81677 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- WIEDNER, Bernhard
83714 Miesbach (DE)
- GREGAREK, André
81671 München (DE)
- RENNER, Patrick
83677Reichersbeuern (DE)
- GERHARDT, Thomas
81549 München (DE)
- PFEIFFER, Matthias
81675 München (DE)
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| (74) |
Vertreter: Zeuner, Stefan |
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Zeuner Summerer Stütz
Nußbaumstraße 8 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 719 637 DE-A1-102009 011 424
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EP-A2- 2 484 537
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Datenträger insbesondere ein Wert- oder Sicherheitsdokument,
mit einem Verbundsubstrat, das eine Kernlage und zumindest eine Decklage umfasst,
und das mit einem Durchsichtssicherheitselement versehen ist. Die Erfindung betrifft
auch ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Datenträgers.
[0002] Datenträger, wie Wert- oder Ausweisdokumente, aber auch andere Wertgegenstände, wie
etwa Markenartikel, werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen versehen,
die eine Überprüfung der Echtheit des Datenträgers gestatten und die zugleich als
Schutz vor unerlaubter Reproduktion dienen. Dabei gewinnen zunehmend Durchsichtssicherheitsmerkmale,
wie etwa Durchsichtsfenster in Banknoten, an Attraktivität. Zur Fenstererzeugung wird
dabei beispielsweise eine auf einer Seite vollflächig mit einer Kleberschicht versehene
Folie auf eine Banknote aufgebracht, um eine zuvor eingebrachte durchgehende Öffnung
zu verschließen. Typischerweise ist die Folie dabei mit einem Sicherheitsmerkmal,
wie etwa einem Hologramm oder einer optisch variablen Beschichtung, versehen.
[0003] Das Patentdokument
EP 2 484 537 A2 offenbart die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0004] Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Datenträger
der eingangs genannten Art mit einem visuell attraktiven und kostengünstig herstellbaren
Durchsichtssicherheitselement anzugeben.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Gemäß der Erfindung ist bei einem gattungsgemäßen Datenträger vorgesehen, dass das
Durchsichtssicherheitselement ein Scherenschnittfenster darstellt, worunter im Rahmen
dieser Beschreibung ein Bereich der Kernlage des Verbundsubstrats verstanden wird,
der mit einer durchgehenden Öffnung mit einer innen liegenden, zusammenhängenden und
aus dem Kernlagenmaterial bestehenden Einlage in Motivform versehen ist, wobei die
durchgehende Öffnung eine umlaufende Randkontur aufweist, entlang der die Einlage
so an zumindest einem schmalen Stegbereich mit den außen liegenden Bereichen der Kernlage
verbunden ist, dass die durchgehende Öffnung die zusammenhängende Einlage in Motivform
und zumindest eine bevorzugt nicht-kreisförmige Aussparung umfasst. Die motivförmige
Einlage erzeugt dabei im Kontrast zu den vorzugsweise nicht-kreisförmigen Aussparungen
vor allem bei Betrachtung in Durchsicht den visuellen Eindruck eines Scherenschnitts,
so dass das so gebildete Durchsichtssicherheitselement als Scherenschnittfenster bezeichnet
wird.
[0007] Die zusammenhängende Einlage in Motivform kann sowohl intern als auch lediglich extern
zusammenhängend sein. Unter einer intern zusammenhängenden Einlage wird im Rahmen
dieser Beschreibung eine Einlage verstanden, bei der zwei Punkte der Einlage stets
durch einen internen Weg auf der Einlage verbunden sind, also einen Weg, der nur im
Inneren der Einlage verläuft und nicht über die schmalen Stegbereiche in die außen
liegenden Bereiche der Kernlage führt. Ist die Einlage lediglich extern zusammenhängend,
so gibt es Teilbereiche der Einlage, in denen zwei Punkte nicht durch einen internen
Weg verbunden werden können, in den aber ein über einen oder mehrere Stegbereiche
in die Kernlage verlaufender Weg zwischen den beiden Punkten existiert.
[0008] In vorteilhaften Gestaltungen ist die Einlage entweder intern zusammenhängend oder
sie ist lediglich extern zusammenhängend und besteht aus einer kleinen Anzahl von
höchstens fünf, vorzugsweise von nur zwei oder drei, jeweils intern zusammenhängenden
Teilbereichen.
[0009] Wie nachfolgend im Detail erläutert, weist das erfindungsgemäße Scherenschnittfenster
nicht nur ein visuell attraktives, sehr kontrastreiches Erscheinungsbild auf, es stellt
durch seine Einbettung in ein Verbundsubstrat auch ein echtes substratbasiertes, in
der Regel taktiles Sicherheitselement mit hoher Umlaufbeständigkeit dar, das vor Abrieb
und Verschmutzung gut geschützt ist, im Register zu weiteren Sicherheitsmerkmalen
der Kern- oder Decklagen angeordnet werden kann und zudem durch Laserschnitt der Kernlage
kostengünstig herstellbar ist.
[0010] In vorteilhaften Ausgestaltungen ist die Einlage so an zwei oder mehr schmalen Stegbereichen,
insbesondere an drei oder mehr schmalen Stegbereichen mit den außen liegenden Bereichen
der Kernlage verbunden, dass die durchgehende Öffnung die zusammenhängende Einlage
in Motivform und eine Mehrzahl von Aussparungen, vorzugsweise eine Mehrzahl von nicht-kreisförmigen
Aussparungen umfasst. Die Verbindung der Einlage an mehreren schmalen Stegbereichen
erhöht die Prozesssicherheit, da die Einlage durch die Stegbereiche sicher in ihrer
Lage innerhalb der durchgehenden Öffnung fixiert wird.
[0011] Allerdings kann auch nur ein, insbesondere relativ breiter Stegbereich mit einer
Breite von mehr als 10% der Länge der umlaufenden Randkontur ausreichende Prozesssicherheit
aufweisen, insbesondere wenn die Laufrichtung des Materials bei der Herstellung und
die Lage des Stegbereichs innerhalb der Öffnung aufeinander abgestimmt sind. In der
Praxis können Gestaltungen mit nur einem Stegbereich beispielsweise bei Portraits
zum Einsatz kommen, in denen die Hals- oder Brustpartie des Portraits den relativ
breiten Stegbereich bilden.
[0012] Die Breite der angesprochenen schmalen Stegbereiche zusammen beträgt vorteilhaft
weniger als 50%, bevorzugt weniger als 30%, und insbesondere weniger als 25% der Länge
der umlaufenden Randkontur. Mit Vorteil beträgt die Breite jedes der schmalen Stegbereiche
weniger als 30%, insbesondere weniger als 20% der Länge der umlaufenden Randkontur
und es weist höchstens einer der Stegbereiche eine Breite von mehr als 10% der Länge
der umlaufenden Randkontur auf. Durch solch schmale Stegbereiche wird der Scherenschnitt-
oder Schattenrisscharakter des Durchsichtssicherheitselements besonders betont und
es entsteht ein für Durchsichtsfenster ungewöhnliches Erscheinungsbild mit hohem Aufmerksamkeits-
und Wiedererkennungswert.
[0013] Die durchgehende Öffnung des Scherenschnittfensters nimmt auf dem Datenträger vorteilhaft
eine Fläche von 20 mm x 50 mm oder weniger, vorzugsweise von 15 mm x 35 mm oder weniger
ein. Die Fläche jeder der bevorzugt nicht-kreisförmigen Aussparungen ist mit Vorteil
kleiner als 120 mm
2, vorzugsweise kleiner als 80 mm
2, besonders vorzugsweise kleiner als 60 mm
2, insbesondere kleiner als 40 mm
2. Je kleiner die Aussparungen sind, umso unwahrscheinlicher und damit technisch einfacher
umsetzbar ist die weiter unten genau beschriebene, vorteilhafte Vermeidung der Verklebung
gegenüberliegender Decklagen.
[0014] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Gesamtfläche der vorzugsweise nicht-kreisförmigen
Aussparungen größer als die Fläche der zusammenhängenden Einlage in der Öffnung. Mit
Vorteil ist das Verhältnis der Gesamtfläche der vorzugsweise nicht-kreisförmigen Aussparungen
zur Fläche der zusammenhängenden Einlage in der Öffnung sogar größer als 1,2, besonders
bevorzugt größer als 1,5 oder sogar größer als 2,0.
[0015] Die zusammenhängende Einlage stellt bevorzugt ein geometrisches Motiv oder ein Naturmotiv,
insbesondere eine Pflanze, ein Tier, einen Menschen oder ein Fabelwesen dar. Auch
architektonische oder technische Motive oder eine Kombination der vorgenannten Motive
kommen für die zusammenhängende Einlage in Betracht. Das Motiv kann auch einen individuellen
Bestandteil, beispielsweise eine Zifferung, Charge oder dergleichen aufweisen oder
aus einer solchen individuellen Gestaltung bestehen.
[0016] In einer vorteilhaften Weiterbildung stellt die umlaufende Randkontur ebenfalls ein
Motiv dar, das vorzugsweise mit dem von der zusammenhängenden Einlage dargestellten
Motiv in einem Sinnzusammenhang steht. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die
umlaufende Randkontur und die zusammenhängende Einlage jeweils aufeinander bezogene,
einander ergänzende oder sich gegenseitig erklärende Motivteile eines Gesamtmotivs
darstellen. Die umlaufende Randkontur und die Einlage können auch beide integraler
Teil desselben Motivs sein, wie etwa in den weiter unten gezeigten Portraits der Figuren
7 und 8.
[0017] Die zusammenhängende Einlage kann weiter mit Vorteil Schnittlinien und/ oder kleine
flächige Aussparungen aufweisen. Die Schnittlinien können gerade oder gekrümmt sein
und mehrere Schnittlinien können als Gruppe paralleler bzw. äquidistanter oder divergierender
Schnittlinien ein Muster oder Motiv bilden. In anderen Gestaltungen sind die Schnittlinien
und kleinen flächigen Aussparungen unregelmäßig gestaltet und dienen dazu das von
der zusammenhängenden Einlage gebildete Motiv genauer und/oder detailreicher auszugestalten.
[0018] Die Kernlage kann zumindest in einem Teilbereich mit einem lasermodifzierbaren Markierungsstoff
versehen sein, so dass die durch Laserschnitt erzeugten Schnittlinien und kleinen
flächigen Aussparungen in diesem Teilbereich einen durch Einwirkung von Laserstrahlung
modifizierten Randbereich aufweisen. Beispielsweise ist die Kernlage in dem genannten
Teilbereich mit einem Markierungsstoff versehen, dessen sichtbare Farbe durch die
Einwirkung der Laserstrahlung veränderbar ist. Da die Intensität der beim Laserschnitt
verwendeten Laserstrahlung nach außen typischerweise gaußförmig abfällt, gibt es einen
schmalen Randbereich parallel zur Schnittkante, in dem die Laserenergie zwar nicht
mehr zum Schneiden der Kernlage ausreicht, jedoch noch über der Modifizierungsschwelle
des Markierungsstoffs liegt. Die Schnittlinien und die kleinen flächigen Aussparungen
werden in dem mit Markierungsstoff versehenen Teilbereich daher automatisch mit einem
farbigen Randbereich erzeugt. Durch den Einsatz unterschiedlicher Markierungsstoffe
können die Schnittlinien in verschiedenen Teilbereichen auch mit verschiedenfarbigen
Rändern versehen sein. Einzelheiten zu geeigneten Gestaltungen der Schnittlinien und
der Randmodifikationen können den Druckschriften
WO 2010/072329 A1 und
WO 2011/154112 A1 entnommen werden, deren Offenbarungsgehalt insoweit in die vorliegende Anmeldung
aufgenommen wird.
[0019] Das Verbundsubstrat kann neben der Kernlage nur eine, auf einer Seite der Kernlage
angeordnete Decklage aufweisen. Die Decklage kann transparent oder mit weiteren Sicherheitsmerkmalen
versehen sein, wie weiter unten genauer ausgeführt. In einer anderen vorteilhaften
Ausgestaltung weist das Verbundsubstrat neben der Kernlage zwei beiderseits der Kernlage
angeordnete Decklagen auf, wobei die Decklagen vorzugsweise im Bereich der bevorzugt
nicht-kreisförmigen Aussparungen nicht miteinander verklebt sind. Dadurch werden optische
Fehlstellen vermieden, die durch eine bereichsweise Verklebung, beispielsweise im
mittleren Bereich einer Aussparung entstehen können. Auch weist das Scherenschnittfenster
im Gegensatz zu vollständig mit Klebstoff gefüllten Fenstern in den Aussparungen eine
deutlich fühlbare Tiefentaktilität auf. Die Tiefentaktilität des Scherenschnittfensters
ist in vorteilhaften Ausgestaltungen mit einer Höhentaktilität, beispielsweise durch
erhabene Druckbereiche oder eine Prägestruktur, kombiniert.
[0020] Eine oder beide Decklagen können dabei eine von der Kernlage abweichende Abmessung
aufweisen.
[0021] Die Kernlage des Verbundsubstrats kann durch eine Folienlage gebildet sein, vorzugsweise
durch eine opake, teilweise opake oder opak bedruckte Folienlage. In anderen Gestaltungen
ist die Kernlage mit Vorteil durch eine Papierlage gebildet. Als Folienmaterial für
die Kern- oder Decklagen kommen insbesondere PP-, PE-, PET-, PA-, PC-Folien, koextrudierte
Folien oder Biofolien in Betracht. Weiter können die Kernlage oder die Decklagen aus
einem Faserverbund gebildet sein, insbesondere aus Vliesen, Tyvek®, Baumwollpapier
oder Zellstoffpapier. Besonders bewährt haben sich Verbundsubstrate mit einer Kernschicht
aus einem Faserverbund und zwei Foliendecklagen sowie Verbundsubstrate aus drei Folienlagen.
Der Verbund kann dabei durch Haftklebung, Heißlaminierung, Extrusionsverfahren oder,
derzeit besonders bevorzugt, durch Kaschierung aus den Kern- und Decklagen erzeugt
werden.
[0022] Die Kernlage weist in einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ein weiteres
Echtheitskennzeichen auf, insbesondere eine Druckschicht, ein Wasserzeichen, eine
diffraktive Struktur, eine Metallisierung, eine Farbfläche oder eine Punktrasterperforation,
wobei das Echtheitskennzeichen und die durchgehende Öffnung mit besonderem Vorteil
passergenau zueinander angeordnet sind. Eine Punktrasterperforation kann angrenzend
an ein Scherenschnittfenster angeordnet sein und dem dargestellten Motiv zusätzliche
Tonalität verleihen. Eine Druckschicht oder Farbfläche kann, insbesondere wenn sie
in Motivform vorgesehen ist, das Motiv der durchgehenden Öffnung ergänzen oder zusammen
mit diesem ein Gesamtmotiv bilden. Eine Farbfläche kann durch einen Farbaufdruck gebildet
sein oder kann beispielsweise auch durch eine laserinduzierte Verfärbung der Kernlage
erzeugt sein.
[0023] Ist die Kernlage eine Papierlage, ist das weitere Echtheitskennzeichen mit besonderem
Vorteil durch ein Wasserzeichen gebildet, das sich zumindest auf den Bereich der zusammenhängenden
Einlage, vorzugsweise auch auf einen die Einlage umgebenden Bereich der Papier-Kernlage
erstreckt. Bei dem Wasserzeichen handelt es sich insbesondere um ein hochauflösendes,
mehrstufiges Wasserzeichen, wie es beispielsweise in der Druckschrift
WO 2008/071325 A1 beschrieben ist, deren Offenbarungsgehalt insoweit in die vorliegende Anmeldung aufgenommen
wird. Das Wasserzeichen kann beispielsweise einen Kulissenhintergrund für das Motiv
der durchgehenden Öffnung bzw. der Einlage darstellen.
[0024] Alternativ oder zusätzlich zur Kernlage kann auch zumindest eine Decklage mit einem
weiteren Echtheitskennzeichen versehen sein, insbesondere mit einer Druckschicht,
einem Wasserzeichen, einer diffraktiven Struktur oder einer Metallisierung, wobei
das weitere Echtheitskennzeichen und die durchgehende Öffnung passergenau zueinander
angeordnet sind.
[0025] Mit Vorteil kann die durchgehende Öffnung dabei als Belichtungsmaske für eine Laserbeaufschlagung
verwendet werden, so dass in einer auf einer der Decklagen angeordneten lasersensitiven
Druckschicht oder Metallisierung passergenau ein Sicherheitsmerkmal erzeugt werden
kann. Die Laserbeaufschlagung kann beispielsweise zu einer bereichsweisen Demetallisierung
einer Metallschicht oder zu einer Farbumwandlung oder Transparentisierung einer Druckschicht
führen, die wegen der Verwendung der durchgehenden Öffnung als Belichtungsmaske im
perfekten Passer zu den Aussparungen und der zusammenhängenden Einlage stehen.
[0026] Auch ein Wasserzeichen, insbesondere ein kontrastreiches Wasserzeichen im Schablonendesign,
kann als Belichtungsmaske verwendet werden, wobei die Laserparameter hierzu mit Vorteil
so gewählt werden, dass bei vollflächiger Laserung lediglich das Kernschichtmaterial
der Dünnstellen des Wasserzeichen herausgelöst wird.
[0027] In vorteilhaften Gestaltungen ist der Datenträger im Bereich der nicht-kreisförmigen
Aussparungen transparent oder transluzent. In anderen, ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltungen
ist in den bevorzugt nicht-kreisförmigen Aussparungen eine auf einer der äußeren Decklagen
vorliegende Druckschicht oder Metallisierung im Auflicht oder Durchlicht sichtbar.
[0028] Decklagen aus Folienmaterial können über einen Farbdruck oder eine Prägung mattiert
sein, wobei das Scherenschnittfenster dabei ausgespart sein kann. Durch eine solche
Mattierung kann ein Folienglanz der Decklagen vermieden und eine ausgeprägte Banknotenhaptik
erzeugt werden.
[0029] Das Scherenschnittfenster ist mit Vorteil maschinenlesbar ausgebildet, wobei eine
Echtheitserkennung beispielsweise mittels Ultraschall erfolgen kann.
[0030] Eine weitere Erhöhung der Fälschungssicherheit kann durch eine Kombination des Scherenschnittfensters
mit einem Sicherheitsfaden erreicht werden. Dabei läuft ein Sicherheitsfaden zunächst
durch den Bereich der durchgehenden Öffnung und wird beim Ausschneiden der Aussparungen
gleichzeitig mit durchgeschnitten. Dadurch ist sichergestellt, dass die verbleibenden
Teile des Sicherheitsfadens im genauen Passer zu den Aussparungen bzw. der zusammenhängenden
Einlage stehen. Auch eventuelle Motivelemente oder Demetallisierungen des Fadens befinden
sich in der richtigen Sequenz gemäß des Fadendesigns. Weiter kann bei entsprechender
Auslegung des Sicherheitsfadens auch dessen Maschinenlesbarkeit sichergestellt bleiben.
Neben einer Erhöhung der Fälschungssicherheit und erschwerten Spaltbarkeit erweitert
die Kombination des Scherenschnittfensters mit einem Sicherheitsfaden auch die Gestaltungsmöglichkeiten
für den Designer.
[0031] Bei dem Datenträger kann es sich insbesondere um ein Wertdokument, wie eine Banknote,
insbesondere eine Folienverbundbanknote, um eine Aktie, eine Anleihe, eine Urkunde,
einen Gutschein, einen Scheck, eine hochwertige Eintrittskarte, aber auch um eine
Ausweiskarte, wie etwa eine Kreditkarte, eine Bankkarte, eine Barzahlungskarte, eine
Berechtigungskarte, einen Personalausweis oder eine Passpersonalisierungsseite handeln.
[0032] Die Erfindung enthält auch ein Verfahren zum Herstellen eines Datenträgers der oben
genannte Art, bei dem ein Verbundsubstrat aus einer Kernlage und zumindest eine Decklage
erzeugt und mit einem Durchsichtssicherheitselement versehen wird, indem in der Kernlage
des Verbundsubstrats eine durchgehende Öffnung mit einer innen liegenden, zusammenhängenden
und aus dem Kernlagenmaterial bestehenden Einlage in Motivform erzeugt wird, wobei
die durchgehende Öffnung mit einer umlaufenden Randkontur erzeugt wird, entlang der
die Einlage so an zumindest einem schmalen Stegbereich mit den außen liegenden Bereichen
der Kernlage verbunden ist, dass die durchgehende Öffnung die zusammenhängende Einlage
in Motivform und zumindest eine bevorzugt nicht-kreisförmige Aussparung umfasst.
[0033] Die bevorzugt nicht-kreisförmigen Aussparungen der durchgehenden Öffnung werden dabei
bevorzugt durch Stanzen, Wasserstrahlschneiden oder besonders vorzugsweise durch Laserschnitt
der Kernlage erzeugt, ebenso die gegebenenfalls in der Einlage vorgesehene Schnittlinien
und/ oder kleinen flächigen Aussparungen.
[0034] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0035] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem erfindungsgemäßen Scherenschnittfenster,
- Fig. 2
- das Scherenschnittfenster der Fig. 1 in Aufsicht genauer,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch die Banknote der Fig. 1 im Bereich des Scherenschnittfensters
entlang der Linie III-III der Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels der Figuren 1 bis
3,
- Fig. 5
- ein Scherenschnittfenster nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung in
Aufsicht,
- Fig. 6
- ein Ausführungsbeispiel, bei dem ein Scherenschnittfenster in einer Papier-Kernlage
einer Banknote mit einem Wasserzeichen kombiniert ist, und
- Fig. 7 bis 9
- Scherenschnitt-Portraits nach weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung.
[0036] Die Erfindung wird nun am Beispiel von Banknoten erläutert. Fig. 1 zeigt dazu eine
schematische Darstellung einer Banknote 10, die neben herkömmlichen Sicherheitsmerkmalen,
wie einem Wasserzeichen 12 und einem Fenstersicherheitsfaden 14, mit einem Scherenschnittfenster
16 ausgestattet ist, das ein kontrastreiches, scherenschnittartiges Motiv, im Ausführungsbeispiel
einen sitzenden Fuchs zeigt. Die in der Figur im Scherenschnittfenster 16 schwarz
dargestellten Bereiche stellen dabei transparente Bereiche der Banknote dar, während
die weiß dargestellten Bereiche opake Banknotenbereiche darstellen.
[0037] Das Motiv des Scherenschnittfensters 16 ist bereits in Aufsicht leicht erkennbar
und tritt bei Betrachtung in Durchsicht mit hohem Kontrast hervor. Durch seine nachfolgend
genauer beschriebene Einbettung in ein Verbundsubstrat stellt sich das Scherenschnittfenster
16 als echtes substratbasiertes, in der Regel taktiles Sicherheitselement dar, das
vollständig vor Abrieb und Verschmutzung geschützt ist, im Register zu weiteren Sicherheitsmerkmalen
angeordnet werden kann und zudem kostengünstig herstellbar ist.
[0038] Für die weitere Erläuterung ist das Scherenschnittfenster 16 in Fig. 2 in Aufsicht
nochmals genauer dargestellt. Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch die Banknote 10
im Bereich des Scherenschnittfensters 16 entlang der Linie III-III der Fig. 2.
[0039] Mit Bezug zunächst auf Fig. 3 weist die Banknote 10 ein Verbundsubstrat 30 auf, das
eine mittlere Kernlage 32 aus Papier und zwei Folien-Decklagen 34 enthält. Die Folien-Decklagen
34 sind über- bzw. unterhalb der Papier-Kernlage 32 angeordnet und mit dieser über
Kaschierkleberschichten 36 verbunden.
[0040] In die Papier-Kernlage 32 wurde durch Laserschnitt eine durchgehende Öffnung 20 eingebracht,
die im Ausführungsbeispiel mit einer elliptischen umlaufenden Randkontur 21 (Fig.
2) gestaltet ist und eine im Inneren der Öffnung 20 liegende, zusammenhängende Papiereinlage
22 enthält. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist die Papiereinlage 22 intern zusammenhängend,
da zwei Punkte der Einlage stets durch einen im Inneren der Einlage verlaufenden Weg
verbunden werden können. Die Papiereinlage 22 ist dabei in Motivform, im Ausführungsbeispiel
in Form eines sitzenden Fuchses ausgebildet. Die Papiereinlage 22 ist an mehreren
schmalen Stegbereichen 23 mit den außen liegenden Bereichen der Papier-Kernlage 32
verbunden, so dass ihre relative Lage innerhalb der Öffnung 20 fixiert ist.
[0041] Durch die mehrfache Verbindung der Papiereinlage 22 mit den außen liegenden Bereichen
der Papier-Kernlage 32 ergibt sich eine Mehrzahl von unregelmäßig geformten Aussparungen
24 in der Kernlage 32, die in den Figuren jeweils schwarz dargestellt sind. Die durchgehende
Öffnung 20 des Scherenschnittfensters 16 umfasst so insbesondere die Papiereinlage
22 in Fuchsform und die unregelmäßig geformten Aussparungen 24, wobei benachbarte
Aussparungen 24 jeweils durch einen der Stegbereiche 23 getrennt sind. Um das Motiv
der Papierlage 22 detailreicher und optisch ansprechender auszugestalten, ist die
Papiereinlage 22 zusätzlich mit einer Mehrzahl von Schnittlinien 25 und mit kleinen
flächigen Aussparungen 26 versehen.
[0042] Wie insbesondere in Fig. 3 dargestellt, sind die beiden Folien-Decklagen 34 im Bereich
der unregelmäßig geformten Aussparungen 24 nicht miteinander verklebt. Dadurch werden
einerseits optische Fehlstellen vermieden, die durch eine bereichsweise Verklebung
entstehen können und wird andererseits eine gute Tiefentaktilität in den Aussparungsbereichen
24 sichergestellt.
[0043] Um die Verklebung der Decklagen 34 zu vermeiden, kann insbesondere das Design der
Papiereinlage 22 und die Lage der Stegbereiche 23 innerhalb der Öffnung 20 so gewählt
sein, dass keine zu großen Aussparungen 24, insbesondere keine Aussparungen 24 mit
einer Fläche von mehr als 40 mm
2 entstehen. Neben der Fläche der Aussparungen 24 kann auch die Form der Aussparungen,
die eingesetzte Menge an Kaschierkleber, die Dicke der Kern- und Decklagen und eine
eventuelle Vorbeschichtung der Decklagen geeignet gewählt werden, um eine dauerhafte
Verklebung zu vermeiden.
[0044] Bei der Gestaltung der Fig. 3 wurden vor dem Kaschierschritt die Decklagen 34 mit
Kaschierkleber 36 beschichtet und die beschichteten Decklagen 34 dann mit der Kernlage
32 in einem Kaschierspalt zusammenführt. Um eine Verklebung der Decklagen 34 in den
Aussparungsbereichen 24 zu vermeiden, kann alternativ auch der Kaschierkleber 36,
beispielsweise im Kissprint-Verfahren auf die mit den Aussparungen 24 versehene Kernschicht
32 aufbracht sein, wie in der Abwandlung der Fig. 4 gezeigt. Da dann die Bereiche
der Aussparungen 24 kleberfrei bleiben, können die Decklagen 34 unabhängig von der
Größe der Aussparungen 24 beim Kaschierschritt nicht miteinander verkleben.
[0045] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, liegt die Breite b der Stegbereiche 23 im Ausführungsbeispiel
für jeden einzelnen Stegbereich 23 deutlich unterhalb von 10% der Länge der umlaufenden
Randkontur 21, typischerweise sogar unterhalb von 8% der Länge der umlaufenden Randkontur
21. Die Breiten aller Stegbereiche 23 zusammen liegt deutlich unterhalb von 30% der
Länge der umlaufenden Randkontur 21, typischerweise sogar unterhalb von 25% der Länge
der umlaufenden Randkontur 21. Durch eine solche schmale Ausbildung der Stegbereiche
wird der Scherenschnitt- oder Schattenrisscharakter des Scherenschnittfensters 16
besonders betont und ein für Durchsichtsfenster ungewöhnliches Erscheinungsbild mit
hohem Aufmerksamkeits- und Wiedererkennungswert geschaffen.
[0046] Zurückkommend auf die Darstellung der Fig. 3 kann das Verbundsubstrat 30 neben den
bisher genannten Schichten optional auch weitere Schichten 38 enthalten, beispielsweise
auf den Decklagen 34 angeordnete Farbannahme- oder Mattierungsschichten. Diese weiteren
Schichten können eine Druckschicht oder eine Metallisierung umfassen, die durch die
Aussparungen 24, 25, 26 hindurch passergenau modifiziert, beispielsweise demetallisiert,
farbverändert oder transparentisiert werden können.
[0047] Die Papiereinlage 22 eines Scherenschnittfensters kann nicht nur ein Naturmotiv,
sondern beispielsweise auch ein rein geometrisches Motiv darstellen, wie in Fig. 5
illustriert, die eine Aufsicht auf eine Banknote mit einem geometrischen Scherenschnittfenster
50 zeigt. Dabei enthält die Kernlage 32 der Banknote eine durchgehende Öffnung 40
mit einer quadratischen umlaufenden Randkontur 41, die eine im Inneren der Öffnung
liegende, intern zusammenhängende Papiereinlage 42 enthält. Auch die Papiereinlage
42 ist in Motivform ausgebildet, hier in Form einer Kreisscheibe, die ein konzentrisches
ausgeschnittenes Quadrat mit einer darin enthaltenen kleineren konzentrischen Papierkreisscheibe
enthält.
[0048] Die Papiereinlage 42 ist an vier schmalen Stegbereichen 43 mit den außen liegenden
Bereichen der Papier-Kernlage 32 verbunden und dadurch in ihrer relativen Lage innerhalb
der Öffnung 40 fixiert. Die Breite b der Stegbereiche 43 liegt im Ausführungsbeispiel
für jeden Stegbereich bei etwa 3,5 % der Länge der umlaufenden Randkontur 41, und
die Breite aller Stegbereiche 43 zusammen beträgt etwa 14% der Länge der umlaufenden
Randkontur 41. Durch diese Dimensionierung der Stegbereiche 43 tritt der Scherenschnitt-
bzw. Schattenrisscharakter des Scherenschnittfensters 50 eindrücklich zutage, wie
in Fig. 5 illustriert.
[0049] Durch die Verbindung der Papiereinlage 42 mit der Papier-Kernlage 32 an den Stegbereichen
43 ergeben sich in der Öffnung 40 vier nicht-kreisförmige Aussparungen 44. Zusätzlich
ist die Papiereinlage 42 mit einer Mehrzahl paralleler Schnittlinien 45 und mit vier
kleineren flächigen Aussparungen 46 versehen, die das von der Papiereinlage 42 dargestellte
geometrische Motiv weiter ausgestalten.
[0050] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen stellt die Papiereinlage eines Scherenschnittfensters
einen Menschen dar. Zur Illustration zeigt Fig. 7 eine Aufsicht auf eine Banknote
mit einem Scherenschnitt-Kopfbild, wobei die Kernlage 32 der Banknote eine durchgehende
Öffnung 80 mit einer umlaufenden Randkontur 81 enthält. Im Inneren der Öffnung ist
eine Papiereinlage vorgesehen, die im Ausführungsbeispiel lediglich extern zusammenhängend
ist. Während nämlich die beiden Teilbereiche 82 und 82' der Papiereinlage jeweils
intern zusammenhängend sind, gibt es keinen internen Weg von einem Punkt des Teilbereichs
82 zu einem Punkt des Teilbereichs 82'. Die Papiereinlage ist dennoch zusammenhängend,
da für jeden Punkt des Teilbereichs 82 stets ein über die beiden Stegbereiche 83 und
83' führender Weg zu einem beliebigen Punkt des Teilbereichs 82' existiert. Wie aus
Fig. 7 ersichtlich, sind die beiden Teilbereiche 82 und 82' selbst jeweils intern
zusammenhängend, so dass die Papiereinlage aus zwei intern zusammenhängenden Teilbereichen
besteht.
[0051] Die Papiereinlage der Fig. 7 ist in Form eines komplexen Motivs, nämlich in Form
des Inneren des gezeigten Kopfbilds ausgebildet. Sie ist an zwei schmalen Stegbereichen
83, 83' mit den außen liegenden Bereichen der Papier-Kernlage 32 verbunden und dadurch
in ihrer relativen Lage innerhalb der Öffnung 80 fixiert. Durch die Verbindung der
Papiereinlage 82, 82' mit der Papier-Kernlage 32 an den Stegbereichen 83, 83' ergeben
sich in der Öffnung 80 mehrere nicht-kreisförmige Aussparungen 84. Zusätzlich ist
die Papiereinlage 82, 82' mit einer Anzahl von Schnittlinien 85 und mit einigen kleineren
flächigen Aussparungen 86 versehen, die das von der Papiereinlage dargestellte Kopfbild
noch detailgetreuer ausgestalten.
[0052] Ein von dem Scherenschnittfenster gebildetes Portrait kann nicht nur ein Kopfbild,
sondern auch eine andere Abbildung eines Menschen, etwa ein Brustbild, ein Hüftbild,
eine Halbfigur, ein Kniestück oder eine Ganzfigur darstellen. Beispielhaft zeigt Fig.
8 eine Aufsicht auf eine Banknote mit einem Scherenschnitt-Hüftbild, wobei die Kernlage
32 der Banknote eine durchgehende Öffnung 90 mit einer umlaufenden Randkontur 91 und
einer im Inneren der Öffnung liegenden, intern zusammenhängenden Papiereinlage 92
enthält. Die Papiereinlage 92 ist an einer Vielzahl schmaler Stegbereiche 93, von
denen in der Figur nur einige zur Illustration mit Bezugszeichen versehen sind, mit
den außen liegenden Bereichen der Papier-Kernlage 32 verbunden und dadurch in ihrer
relativen Lage innerhalb der Öffnung 90 fixiert.
[0053] Durch die Verbindung der Papiereinlage 92 mit der Papier-Kernlage 32 an den Stegbereichen
93 ergibt sich in der Öffnung 90 eine Vielzahl nichtkreisförmiger Aussparungen 94.
Zusätzlich ist die Papiereinlage 92 mit einer Anzahl paralleler Schnittlinien 95 und
einigen kleineren flächigen Aussparungen 96 versehen, die das dargestellte Hüftbild
noch detailgetreuer ausgestalten.
[0054] Schließlich kann das Portrait eines Scherenschnittfensters auch in Form einer inversen
Bilddarstellung ausgebildet sein, wie in Fig. 9 illustriert, die eine Aufsicht auf
eine Banknote mit einem inversen Scherenschnitt-Kopfbild zeigt. Dabei enthält die
Kernlage 32 der Banknote eine durchgehende Öffnung 100 mit einer umlaufenden Randkontur
101 und einer im Inneren der Öffnung liegenden, intern zusammenhängenden Papiereinlage
102. Die Papiereinlage 102 ist im Ausführungsbeispiel an sechs schmalen Stegbereichen
103 mit den außen liegenden Bereichen der Papier-Kernlage 32 verbunden und dadurch
in ihrer relativen Lage innerhalb der Öffnung 100 fixiert. Durch die Verbindung der
Papiereinlage 102 mit der Papier-Kernlage 32 an den Stegbereichen 103 ergeben sich
in der Öffnung 100 mehrere nicht-kreisförmige Aussparungen 104. Zusätzlich ist die
Papiereinlage 102 mit kleineren flächigen Aussparungen 106 versehen, die das dargestellte
Kopfbild detailgetreuer ausgestalten.
[0055] Ein Scherenschnittfenster kann auch mit weiteren Sicherheitsmerkmalen in der Kernlage,
einer der Decklagen und/oder einer weiteren Schicht des Verbundsubstrats kombiniert
sein, wie oben bereits allgemein ausgeführt. Beispielhaft ist in Fig. 6 eine Ausgestaltung
gezeigt, bei der ein Scherenschnittfenster 70 in einer Papier-Kernlage 32 einer Banknote
mit einem Wasserzeichen 72 kombiniert ist. Bei dem Wasserzeichen 72 kann es sich insbesondere
um ein hochauflösendes mehrstufiges Wasserzeichen handeln, dessen in der Regel komplexes
Design in der Figur nur schematisch als Schraffur dargestellt ist. Im Bereich des
Wasserzeichens 72 ist die Papier-Kernlage 32 durch Laserschnitt mit einer durchgehenden
Öffnung 60 mit einer achteckigen umlaufenden Randkontur 61 versehen, die in ihrem
Inneren eine zusammenhängende Papiereinlage 62 in Form eines achtzackigen Sterns enthält.
[0056] Die Papiereinlage 62 ist dabei an acht schmalen Stegbereichen 63 mit den außen liegenden
Bereichen der Papier-Kernlage 32 verbunden und dadurch in ihrer relativen Lage innerhalb
der Öffnung 60 fixiert. Durch die Verbindung der Papiereinlage 62 mit der Papier-Kernlage
32 an den Stegbereichen 63 ergeben sich acht nicht-kreisförmige Aussparungen 64 in
der Kernlage 32.
[0057] Das Wasserzeichen 72 kann im Bereich der Papiereinlage 62 ein anderes Design als
im die Öffnung 60 umgebenden Bereich 74 der Papier-Kernlage 32 aufweisen. Das Wasserzeichen
72 kann sich aber auch einheitlich über die Papierlage 62 und den umgebenden Bereich
74 erstrecken. Die Genauigkeit des Passers zwischen dem Scherenschnittfenster 70 und
dem Wasserzeichen 72 ist dabei sehr hoch und stellt ein zusätzliches Nachahmungshindernis
dar.
[0058] Dies gilt insbesondere dann, wenn die Kontur des Scherenschnittfensters 70 dem Wasserzeichen
72 nachgeführt wird - dies kann beispielsweise anhand der für die Steuerung der Positionsbeurteilung
auf einem Substratbogen aufgebrachte Elemente, wie etwa Steuermarken, verwirklicht
werden.
[0059] Durch geeignete Wahl der Laserleistung beim Schneiden des Scherenschnittfensters
kann auch erreicht werden, dass der Laserschnitt an Verdickungen in der Kernlage 32
endet, oder dass lediglich selektiv Dünnstellen in einem Wasserzeichenbereich entfernt
werden.
Bezugszeichenliste
[0060]
- 10
- Banknote
- 12
- Wasserzeichen
- 14
- Fenstersicherheitsfaden
- 16
- Scherenschnittfenster
- 20
- durchgehende Öffnung
- 21
- Randkontur
- 22
- Papiereinlage
- 23
- Stegbereiche
- 24
- unregelmäßig geformte Aussparungen
- 25
- Schnittlinien
- 26
- kleine flächige Aussparungen
- 30
- Verbundsubstrat
- 32
- Kernlage
- 34
- Decklagen
- 36
- Kaschierkleberschichten
- 38
- weitere Schichten
- 40
- durchgehende Öffnung
- 41
- Randkontur
- 42
- Papiereinlage
- 43
- Stegbereiche
- 44
- nicht-kreisförmige Aussparungen
- 45
- parallele Schnittlinien
- 46
- kleine flächige Aussparungen
- 50
- Scherenschnittfenster
- 60
- durchgehende Öffnung
- 61
- Randkontur
- 62
- Papiereinlage
- 62
- Stegbereiche
- 64
- nicht-kreisförmige Aussparungen
- 70
- Scherenschnittfenster
- 72
- Wasserzeichen
- 74
- die Öffnung umgebender Bereich
- 80
- durchgehende Öffnung
- 81
- Randkontur
- 82, 82'
- Papiereinlage
- 83, 83'
- Stegbereiche
- 84
- nicht-kreisförmige Aussparungen
- 85
- Schnittlinien
- 86
- kleine flächige Aussparungen
- 90
- durchgehende Öffnung
- 91
- Randkontur
- 92
- Papiereinlage
- 93
- Stegbereiche
- 94
- nicht-kreisförmige Aussparungen
- 95
- Schnittlinien
- 96
- kleine flächige Aussparungen
- 100
- durchgehende Öffnung
- 101
- Randkontur
- 102
- Papiereinlage
- 103
- Stegbereiche
- 104
- nicht-kreisförmige Aussparungen
- 106
- kleine flächige Aussparungen
1. Datenträger insbesondere Wert- oder Sicherheitsdokument, mit einem Verbundsubstrat,
das eine Kernlage und zumindest eine Decklage umfasst, und das mit einem Durchsichtssicherheitselement
versehen ist, in dessen Bereich die Kernlage des Verbundsubstrats mit einer durchgehenden
Öffnung mit einer innen liegenden, zusammenhängenden und aus dem Kernlagenmaterial
bestehenden Einlage in Motivform versehen ist, wobei die durchgehende Öffnung eine
umlaufende Randkontur aufweist, entlang der die Einlage so an zumindest einem schmalen
Stegbereich mit den außen liegenden Bereichen der Kernlage verbunden ist, dass die
durchgehende Öffnung die zusammenhängende Einlage in Motivform und zumindest eine
bevorzugt nicht-kreisförmige Aussparung umfasst, und dadurch gekennzeichnet, dass das Durchsichtssicherheitselement ein Scherenschnittfenster darstellt, bei dem die
motivförmige Einlage im Kontrast zu den vorzugsweise nicht-kreisförmigen Aussparungen
bei Betrachtung in Durchsicht den visuellen Eindruck eines Scherenschnitts erzeugt.
2. Datenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage so an zwei oder mehr schmalen Stegbereichen, insbesondere an drei oder
mehr schmalen Stegbereichen mit den außen liegenden Bereichen der Kernlage verbunden
ist, dass die durchgehende Öffnung die zusammenhängende Einlage in Motivform und eine
Mehrzahl von Aussparungen, vorzugsweise eine Mehrzahl von nicht-kreisförmigen Aussparungen
umfasst.
3. Datenträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der schmalen Stegbereiche zusammen weniger als 50%, bevorzugt weniger
als 30%, und insbesondere weniger als 25% der Länge der umlaufenden Randkontur beträgt.
4. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite jedes der schmalen Stegbereiche weniger als 30% der Länge der umlaufenden
Randkontur beträgt und höchstens einer der Stegbereiche eine Breite von mehr als 10%
der Länge der umlaufenden Randkontur aufweist.
5. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die durchgehende Öffnung auf dem Datenträger eine Fläche von 20 mm x 50 mm oder weniger,
vorzugsweise von 15 mm x 35 mm oder weniger einnimmt.
6. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche jeder bevorzugt nicht-kreisförmigen Aussparung kleiner als 120 mm2, vorzugsweise kleiner als 80 mm2, besonders vorzugsweise kleiner als 60 mm2 und insbesondere kleiner als 40 mm2 ist.
7. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtfläche der vorzugsweise nicht-kreisförmigen Aussparungen größer als die
Fläche der zusammenhängenden Einlage ist.
8. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zusammenhängende Einlage ein geometrisches Motiv oder ein Naturmotiv, insbesondere
eine Pflanze, ein Tier, einen Menschen oder ein Fabelwesen, ein architektonisches
oder technisches Motiv oder eine Kombination der vorgenannten Motive darstellt.
9. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Randkontur ein Motiv darstellt, das vorzugsweise mit dem von der zusammenhängenden
Einlage dargestellten Motiv in einem Sinnzusammenhang steht, insbesondere dass die
umlaufende Randkontur und die zusammenhängende Einlage jeweils aufeinander bezogene,
einander ergänzende, oder sich gegenseitig erklärende Motivteile eines Gesamtmotivs
darstellen.
10. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zusammenhängende Einlage Schnittlinien und/ oder kleine flächige Aussparungen
aufweist.
11. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbundsubstrat neben der Kernlage nur eine, auf einer Seite der Kernlage angeordnete
Decklage aufweist.
12. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbundsubstrat neben der Kernlage zwei beiderseits der Kernlage angeordnete
Decklagen aufweist, wobei die Decklagen vorzugsweise im Bereich der bevorzugt nicht-kreisförmigen
Aussparungen nicht miteinander verklebt sind.
13. Datenträger nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder beide Decklagen eine von der Kernlage abweichende Abmessung aufweist.
14. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernlage ein weiteres Echtheitskennzeichen aufweist, insbesondere eine Druckschicht,
ein Wasserzeichen, eine diffraktive Struktur oder eine Metallisierung, wobei das Echtheitskennzeichen
und die durchgehende Öffnung passergenau zueinander angeordnet sind.
15. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernlage durch eine Papierlage gebildet ist.
16. Datenträger nach Anspruch 14 und Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Echtheitskennzeichen durch ein Wasserzeichen gebildet ist, das sich zumindest
auf den Bereich der zusammenhängenden Einlage, vorzugsweise auch auf einen die Einlage
umgebenden Bereich der Papier-Kernlage erstreckt.
17. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernlage durch eine Folienlage gebildet ist, vorzugsweise durch eine opake, teilweise
opake oder opak bedruckte Folienlage.
18. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Decklage mit einem weiteren Echtheitskennzeichen versehen ist, insbesondere
eine Druckschicht, ein Wasserzeichen, eine diffraktive Struktur oder einer Metallisierung,
wobei das weitere Echtheitskennzeichen und die durchgehende Öffnung passergenau zueinander
angeordnet sind.
19. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die durchgehende Öffnung eine Belichtungsmaske für eine Laserbeaufschlagung, insbesondere
eine Laserablation einer lasersensitiven Schicht, beispielsweise einer Farbannahmeschicht,
eines innen und/ oder außen liegenden Drucks, einer lasersensitiven Farbe oder einer
Metallisierung darstellt.
20. Verfahren zum Herstellen eines Datenträgers nach einem der Ansprüche 1 bis 19, bei
dem ein Verbundsubstrat aus einer Kernlage und zumindest eine Decklage erzeugt und
mit einem Durchsichtssicherheitselement versehen wird, in der Kernlage des Verbundsubstrats
eine durchgehende Öffnung mit einer innen liegenden, zusammenhängenden und aus dem
Kernlagenmaterial bestehenden Einlage in Motivform erzeugt wird, wobei die durchgehende
Öffnung mit einer umlaufenden Randkontur erzeugt wird, entlang der die Einlage so
an zumindest einem schmalen Stegbereich mit den außen liegenden Bereichen der Kernlage
verbunden ist, dass die durchgehende Öffnung die zusammenhängende Einlage in Motivform
und zumindest eine bevorzugt nicht-kreisförmige Aussparung umfasst, und dadurch gekennzeichnet, dass die motivförmige Einlage im Kontrast zu den vorzugsweise nicht-kreisförmigen Aussparungen
bei Betrachtung in Durchsicht den visuellen Eindruck eines Scherenschnitts erzeugt.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die bevorzugt nicht-kreisförmigen Aussparungen der durchgehenden Öffnung und gegebenenfalls
in der Einlage vorgesehene Schnittlinien und/oder kleine flächige Aussparungen durch
Stanzen, Wasserstrahlschneiden oder vorzugsweise durch Laserschnitt der Kernlage erzeugt
werden.
1. A data carrier, especially a value or security document, having a composite substrate
that comprises a core layer and at least one cover layer, and that is provided with
a see-through security element in the region of which the core layer of the composite
substrate is provided with a through opening having, in motif shape, an interior continuous
insert that consists of the core-layer material, the through opening comprising a
circumferential border contour along which, at at least one narrow bridge region,
the insert is connected with the exterior regions of the core layer in such a way
that the through opening comprises the continuous insert in motif shape and at least
one preferably non-circular gap, and characterized in that the see-through security element constitutes a paper-cutting window in which the
motif-shaped insert in contrast with the preferably non-circular gaps produces the
visual impression of a paper cutting when looked through.
2. The data carrier according to claim 1, characterized in that, at two or more narrow bridge regions, especially at three or more narrow bridge regions,
the insert is connected with the exterior regions of the core layer in such a way
that the through opening comprises the continuous insert in motif shape and a plurality
of gaps, preferably a plurality of non-circular gaps.
3. The data carrier according to claim 1 or 2, characterized in that the width of the narrow bridge regions together is less than 50%, preferably less
than 30% and especially less than 25% of the length of the circumferential border
contour.
4. The data carrier according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that the width of each of the narrow bridge regions is less than 30% of the length of
the circumferential border contour, and at most one of the bridge regions has a width
of more than 10% of the length of the circumferential border contour.
5. The data carrier according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the through opening takes up an area of 20 mm x 50 mm or less, preferably of 15 mm
x 35 mm or less on the data carrier.
6. The data carrier according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the surface area of each preferably non-circular gap is less than 120 mm2, preferably less than 80 mm2, particularly preferably less than 60 mm2 and especially less than 40 mm2.
7. The data carrier according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that the total area of the preferably non-circular gaps is greater than the surface area
of the continuous insert.
8. The data carrier according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that the continuous insert constitutes a geometric motif or a natural motif, especially
a plant, an animal, a person or a mythical creature, an architectural or technical
motif or a combination of the aforementioned motifs.
9. The data carrier according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the circumferential border contour constitutes a motif that is preferably associated
in meaning with the motif constituted by the continuous insert, especially in that the circumferential border contour and the continuous insert each constitute motif
portions of a complete motif that are related to, that complement or that explain
each other.
10. The data carrier according to at least one of claims 1 to 9, characterized in that the continuous insert comprises cutting lines and/or small areal gaps.
11. The data carrier according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that the composite substrate comprises, besides the core layer, only one cover layer arranged
on one side of the core layer.
12. The data carrier according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that the composite substrate comprises, besides the core layer, two cover layers arranged
on both sides of the core layer, the cover layers preferably not being bonded together
in the region of the preferably non-circular gaps.
13. The data carrier according to claim 11 or 12, characterized in that one or both cover layers have a dimension that differs from the core layer.
14. The data carrier according to at least one of claims 1 to 13, characterized in that the core layer comprises a further authenticating mark, especially a printing layer,
a watermark, a diffractive pattern or a metalization, the authenticating mark and
the through opening being arranged in perfect register with one another.
15. The data carrier according to at least one of claims 1 to 14, characterized in that the core layer is formed by a paper layer.
16. The data carrier according to claim 14 and claim 15, characterized in that the further authenticating mark is formed by a watermark that extends at least to
the region of the continuous insert, preferably also to a paper-core layer region
that surrounds the insert.
17. The data carrier according to at least one of claims 1 to 14, characterized in that the core layer is formed by a foil layer, preferably by an opaque, partially opaque
or opaquely printed foil layer.
18. The data carrier according to at least one of claims 1 to 17, characterized in that at least one cover layer is provided with a further authenticating mark, especially
a printing layer, a watermark, a diffractive pattern or a metalization, the further
authenticating mark and the through opening being arranged in perfect register with
one another.
19. The data carrier according to at least one of claims 1 to 18, characterized in that the through opening constitutes an exposure mask for a laser impingement, especially
a laser ablation of a laser-sensitive layer, for example an ink-receiving layer, an
interior and/ or exterior print, a laser-sensitive ink or a metalization.
20. A method for manufacturing a data carrier according to one of claims 1 to 19, in which
a composite substrate is produced from a core layer and at least one cover layer and
is provided with a see-through security element, in the core layer of the composite
substrate, a through opening is produced having, in motif shape, an interior continuous
insert that consists of the core-layer material, the through opening being produced
having a circumferential border contour along which, at at least one narrow bridge
region, the insert is connected with the exterior regions of the core layer in such
a way that the through opening comprises the continuous insert in motif shape and
at least one preferably non-circular gap, and characterized in that the motif-shaped insert in contrast with the preferably non-circular gaps produces
the visual impression of a paper cutting when looked through.
21. The method according to claim 20, characterized in that the preferably non-circular gaps of the through opening and, if applicable, cutting
lines and/or small areal gaps provided in the insert are produced by punching, water-jet
cutting or preferably by laser cutting the core layer.
1. Support de données, en particulier document de valeur ou de sécurité, avec un substrat
composite qui comprend une couche centrale et au moins une couche de recouvrement,
et qui est doté d'un élément de sécurité transparent dans la zone duquel la couche
centrale du substrat composite est dotée d'une ouverture traversante avec une insertion
en forme de motif située à l'intérieur, contiguë, et se composant du matériau de couche
centrale, dans lequel l'ouverture traversante présente un contour de bord périphérique
le long duquel l'insertion est reliée au niveau d'au moins une mince zone de nervure
aux zones situées à l'extérieur de la couche centrale d'une manière telle, que l'ouverture
traversante englobe l'insertion en forme de motif contiguë et au moins un évidement
de préférence non circulaire, et
caractérisé en ce que l'élément de sécurité transparent constitue une fenêtre de découpe aux ciseaux, dans
laquelle l'insertion en forme de motif produit, en contraste avec les évidements de
préférence non circulaires, lors d'une observation par transparence, l'impression
visuelle d'une découpe aux ciseaux.
2. Support de données selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'insertion est reliée au niveau de deux ou davantage de minces zones de nervure,
en particulier au niveau de trois ou davantage de minces zones de nervure, aux zones
de la couche centrale situées à l'extérieur, que l'ouverture traversante englobe l'insertion
en forme de motif contiguë et une pluralité d'évidements, de préférence une pluralité
d'évidements non circulaires.
3. Support de données selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la largeur des minces zones de nervure réunies s'élève à moins de 50%, de préférence
à moins de 30%, et en particulier à moins de 25% de la longueur du contour de bord
périphérique.
4. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la largeur de chacune des minces zones de nervure s'élève à moins de 30% de la longueur
du contour de bord périphérique et que l'une des zones de nervure tout au plus présente
une largeur de plus de 10% de la longueur du contour de bord périphérique.
5. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'ouverture traversante sur le support de données adopte une surface de 20 mm x 50
mm ou moins, de préférence de 15 mm x 35 mm ou moins.
6. Support de données selon l'une au moins de revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la surface de chaque évidement de préférence non circulaire est inférieure à 120
mm2, de préférence inférieure à 80 mm2, de manière particulièrement préférée, inférieure à 60 mm2, et en particulier inférieure à 40 mm2.
7. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la surface totale des évidements de préférence non circulaires est supérieure à la
surface de l'insertion contiguë.
8. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'insertion contiguë représente un motif géométrique ou un motif de nature, en particulier
une plante, un animal, un être humain ou une créature mythologique, un motif architectural
ou technique, ou une combinaison des motifs susmentionnés.
9. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le contour de bord périphérique représente un motif, lequel présente de préférence
un lien conceptuel avec le motif que représente l'insertion contiguë, en particulier
que le contour de bord périphérique et l'insertion contiguë représentent des parties
de motif respectives d'un motif global en rapport l'une avec l'autre, se complétant
l'une l'autre, ou s'expliquant l'une l'autre.
10. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'insertion contiguë présente des lignes de coupe et/ou de petits évidements en nappe.
11. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le substrat composite présente, en plus de la couche centrale, seulement une couche
de recouvrement disposée sur un côté de la couche centrale.
12. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le substrat composite présente, en plus de la couche centrale, deux couches de recouvrement
disposées des deux côtés de la couche centrale, dans lequel les couches de recouvrement
ne sont de préférence pas collées ensemble dans la zone des évidements de préférence
non circulaires.
13. Support de données selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce qu'une, ou les deux couches de recouvrement, présentent une dimension qui diffère de
la couche centrale.
14. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que la couche centrale présente une autre marque d'authenticité, en particulier une couche
d'impression, un filigrane, une structure diffractive ou une métallisation, dans lequel
la marque d'authenticité et l'ouverture traversante sont disposées l'une par rapport
à l'autre avec une précision de repérage.
15. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que la couche centrale est formée par une couche en papier.
16. Support de données selon la revendication 14 et la revendication 15, caractérisé en ce que l'autre marque d'authenticité est formée par un filigrane, lequel s'étend au moins
sur la zone de l'insertion contiguë, de préférence également sur une zone entourant
l'insertion de la couche centrale en papier.
17. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que la couche centrale est formée par une couche en feuille, de préférence par une couche
en feuille opaque, partiellement opaque ou imprimée opaque.
18. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 17, caractérisé en ce qu'au moins une couche de recouvrement est dotée d'une autre marque d'authenticité, en
particulier une couche d'impression, un filigrane, une structure diffractive ou une
métallisation, dans lequel l'autre marque d'authenticité et l'ouverture traversante
sont disposées l'une par rapport à l'autre avec une précision de repérage.
19. Support de données selon l'une au moins des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que l'ouverture traversante constitue un masque d'exposition pour une soumission aux
rayons laser, en particulier une ablation laser d'une couche sensible aux lasers,
par exemple une couche d'acceptation d'encre, d'une impression située à l'intérieur
ou à l'extérieur, d'une encre sensible aux lasers ou d'une métallisation.
20. Procédé pour la fabrication d'un support de données selon l'une des revendications
1 à 19, dans lequel un substrat composite en une couche centrale et au moins une couche
de recouvrement est produit et est doté d'un élément de sécurité transparent, une
ouverture traversante avec une insertion en forme de motif située à l'intérieur, contiguë,
et se composant du matériau de couche centrale, est produite dans la couche centrale
du substrat composite, dans lequel l'ouverture traversante est produite avec un contour
de bord périphérique le long duquel l'insertion est reliée au niveau d'au moins une
mince zone de nervure aux zones situées à l'extérieur de la couche centrale d'une
manière telle, que l'ouverture traversante englobe l'insertion en forme de motif contiguë
et au moins un évidement de préférence non circulaire, et caractérisé en ce que l'insertion en forme de motif produit, en contraste avec les évidements de préférence
non circulaires, lors d'une observation par transparence, l'impression visuelle d'une
découpe aux ciseaux.
21. Procédé selon la revendication 20, caractérisé en ce que les évidements de préférence non circulaires de l'ouverture traversante et, le cas
échéant, des lignes de coupe et/ou petits évidements en nappe prévus dans l'insertion,
sont produits par estampage, découpage au jet d'eau ou de préférence par découpe au
laser de la couche centrale.
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