[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit mehreren, in einem Zylinderkurbelgehäuse
in einer Zylinderreihe nebeneinander angeordneten Brennräumen, die von einem gemeinsamen
Kühlmittelmantel umgeben sind, der von einem durch einen Einlass zuführbaren und durch
einen Auslass abführbaren Kühlmittel in zumindest zwei Teilströmen entlang verschiedener,
an unterschiedlichen Seiten der Brennräume angeordneten Kühlmittelmantelabschnitten
durchströmbar ist, die zwischen sich die Zylinderreihe einschließen.
[0002] Bei Brennkraftmaschinen ist es bekannt, eine Flüssigkeitskühlung der Zylinder durch
Anströmung eines Kühlmittels durch einen Kühlmittelmantel, der die Zylinder umgibt,
bereitzustellen. Die Zylinder werden durch das vorbeigeführte Kühlmittel über einen
Kontakt mit den Zylinderwänden gekühlt.
[0003] Aus dem Stand der Technik bekannte Systeme für eine Zylinderreihe leiten im Allgemeinen
eine Kühlmittelströmung längs an den ausgerichteten Zylindern vorbei, von einem Ende
der Zylinderreihe zum anderen, wie dies beispielsweise in der
US 6 289 855 B1 beschrieben wird.
[0004] Die von dem Einlassende zu dem Auslassende des Mantels zunehmende Temperatur des
Kühlmittels führt dazu, dass die Zylinder ungleichmäßig gekühlt werden, was dazu führen
kann, dass sich bei hohen Motorbelastungen in der Nähe des Auslassendes Dampfblasen
bilden.
[0005] Die
DE 10 2005 018 364 A1 schlägt einen Kühlmantel vor, in dem ein Kühlmittel durch Einlassgänge zu oberen
Enden der Zylinder benachbart zu den Brennkammern befördert wird. Das Kühlmittel wird
gleichmäßig an die Seitenströmungsschlitze entlang der Zylinder verteilt und strömt
entlang der Zylinder axial abwärts zu kühleren unteren Enden, wo es in Auslassgängen
gesammelt wird und von dem Mantel ausgetragen wird. Der Kühlmantel ist vorzugsweise
in Aufnahme- und Abgabeseiten der Zylinderreihe getrennt und mit getrennten Einlass-
und Auslassgängen für jede Seite versehen. Die Gänge sind mit verschiedenen Strömungsdurchgängen
ausgestattet, um jeden Zylinder mit einer gleichen und separaten Kühlmittelströmung,
die gleiche Kühlmitteltemperaturen aufweist, zu versehen. Hierzu sind die Strömungseinlassgänge
mit sich von dem ersten Zylinder an den Einlassenden der Gänge zu dem letzten Zylinder
verringernden Strömungsquerschnittsflächen gebildet, um die Kühlmittelströmung von
der Strömung durch den Kühlmantel gleich an die Zylinder zu verteilen. Umgekehrt sind
die Strömungsauslassgänge mit größer werdenden Strömungsquerschnittsflächen für die
Auslassströmung von dem ersten Zylinder zu dem letzten Zylinder an den Austragsenden
der Auslassgänge gebildet, um eine relativ konstante Strömungsgeschwindigkeit bzw.
einen relativ konstanten Strömungsdurchsatz des Kühlmittels in den Gängen beizubehalten.
Die Strömungseinlassgänge und die Strömungsauslassgänge sind zwischen den Zylindern
und durch Trennwände entlang der Mittellinie der Zylinderreihe an Längsenden der Gänge
getrennt.
[0006] Die
DE 103 57 340 A1 betrifft eine Brennkraftmaschine mit mehreren, nebeneinander angeordneten Brennräumen,
die von einem gemeinsamen Kühlmittelmantel umgeben sind. Dem Kühlmittelmantel ist
ein Kühlmittelleitungselement in Form einer Sammelleiste zugeordnet, welches sich
über mehrere Brennräume erstreckt und über das dem Kühlmittelmantel Kühlmittel zuführbar
und bei Bedarf abführbar ist. Eine Verbindung zwischen Sammelleiste und Kühlmittelmantel
wird durch mehrere Kühlmitteldurchlässe realisiert. Um einen möglichst gleichmäßigen
Wärmetransfer von und zu den jeweiligen Brennräumen bzw. deren Wandungen zu ermöglichen
dient ein Strömungsleitelement zur Vergleichmäßigung einer durch die Kühlmitteldurchlässe
geführten Kühlmittelströmung, wobei zugleich die Strömung verzweigt wird. Das Strömungsleitelement
bewirkt eine Reduzierung einzelner Geschwindigkeitskomponenten der Kühlmittelströmung
von der Sammelleiste in den Kühlmittelmantel und folglich eine Umlenkung und Vergleichmäßigung
der Strömung im Kühlmittelmantel selbst.
[0007] Aus der
DE 10 2012 021 065 A1 ist ein Zylinderkurbelgehäuse für eine Hubkolbenmaschine mit wenigstens einem Zylinder
und mit einem den Zylinder zumindest bereichsweise umgebenden Wassermantel bekannt,
der zum Kühlen des Zylinders von einer Kühlflüssigkeit durchströmbar ist, wobei sich
seitlich neben dem Wassermantel ein Wasserverteilerkanal erstreckt.
[0008] Die
US 4,455,972 A beschreibt einen Zylinderblock mit einem Wasserkasten, wobei eine sich in Strömungsrichtung
erstreckende Wandung den Wasserkasten in einen oberen und einen unteren Abschnitt
teilt. In Strömungsrichtung gesehen ist dabei die teilende Wandung derart schräg verlaufend
ausgebildet, dass sich der obere Abschnitt verengt, wogegen sich der untere Abschnitt
verbreitert.
[0009] Aus der
EP 0 671 552 B1 ist ein Kühlsystem für eine Brennkraftmaschine bekannt, wobei ein oberes, den Brennräumen
der Zylinder zugeordnetes Teilkanalsystem zu einem Zylinderkopf hin offen ist und
mit Kühlflüssigkeitsräumen im Zylinderkopf ein einheitliches oberes Kanalsystem bildet,
wobei die im Zylinderkopf befindlichen Kühlflüssigkeitsräume vom Teilkanalsystem im
Zylinderblock durch mehrere, über eine Zylinderkopfbodenplatte verteilte Durchlässe
mit Kühlflüssigkeit versorgt werden.
[0010] Aus der
DE 32 47 663 C1 ist ein Zylinderblock für einen Verbrennungsmotor bekannt, wobei Kühlwasserhohlräume
im Zylinderblock entsprechende im Zylinderblock ausgebildete Zylinder umgeben. Ein
unterer Bereich der Kühlwasserhohlräume ist durch ein eingebrachtes, hitzebeständiges
Kunststoffmaterial teilweise aufgefüllt. Dadurch ist der Zylinderblock an unterschiedliche
Anforderungen bzgl. der Kühlverhältnisse nachträglich entsprechend anpassbar.
[0011] Die
DE 24 17 925 C2 oder die
DE 10 2012 203 021 A1 offenbart eine flüssigkeitsgekühlte Mehrzylinder-Brennkraftmaschine, wobei abgetrennt
von einem die Zylinder umgebenden Wassermantel eine zusätzliche Kühlmittelkammer vorgesehen
ist, welche sich in Strömungsrichtung horizontal verengt und stromab in den Wassermantel
mündet.
[0012] Aus der
DE 41 40 772 A1 oder der
US 6 481 392 B1 ist eine Vorrichtung zur Kühlung von Stegen zwischen Zylindern eines Zylinderblockes
einer Brennkraftmaschine bekannt. Diese Stege sind zwischen zumindest im Bereich eines
Zylinderblockes einer Brennkraftmaschine zusammengegossen Zylindern angeordnet und
weisen Kühlkanäle auf.
[0013] Die
DE 198 12 831 A1 betrifft eine Brennkraftmaschine mit wenigstens einem im Zylinderblock ausgebildeten
Fluidkanal. Um eine optimierte laminare Strömung des Kühlmittels über eine gesamte
Länge eines Kühlkanales im Zylinderblock zu erreichen, ist der Boden des Fluidkanales
in Form einer gekrümmten Ebene mit mehreren aufeinander folgenden Erhöhungen und dazwischen
liegenden Senken ausgebildet.
[0014] Als nachteilig erweist sich bei diesem Stand der Technik, dass eine gleichmäßige
Anströmung der Zylinderreihe entlang der beiden Seiten in der Praxis entsprechende
Maßnahmen zur Beeinflussung der Strömung erfordern. Insbesondere werden die hierzu
erforderlichen Drosselungen der Strömung durch in Strömungsrichtung verringerten Strömungsquerschnittsflächen
oder durch spezielle Strömungsleitelemente erreicht, um die Kühlmittelströmung von
der Strömung durch den Kühlmantel gleichmäßig auf die Brennräume zu verteilen und
eine Vergleichmäßigung der Kühlmittelströmung zu realisieren. Hiermit sind jedoch
zusätzliche Strömungsverluste verbunden.
[0015] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Brennkraftmaschine
der eingangs genannten Art derart auszuführen, dass die auftretenden Strömungsverluste
gering sind und zugleich zumindest annähernd übereinstimmende Strömungsverhältnisse
in den Teilströmen erreicht werden.
[0016] Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Brennkraftmaschine gemäß den Merkmalen des Patentanspruches
1. Die Unteransprüche betreffen besonders zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung.
[0017] Erfindungsgemäß ist also eine Brennkraftmaschine vorgesehen, bei welcher der Einlass
auf einer ersten Seite und der Auslass auf einer der ersten Seite gegenüberliegenden
zweiten Seite angeordnet ist. Indem der Einlass und der Auslass auf unterschiedlichen
Seiten in Bezug auf die Zylinderreihe und das Zylinderkurbelgehäuse angeordnet sind,
wird in überraschend einfacher Weise eine Aufteilung des zugeführten Kühlmittels derart
möglich, dass der in dem jeweiligen Teilstrom auftretende Gesamtströmungswiderstand
im Wesentlichen übereinstimmend ist. Bei Versuchen konnte so bereits nachgewiesen
werden, dass der Volumenstrom ohne zusätzliche Strömungsleitelemente bei einer Aufteilung
in zwei Teilströme nahezu übereinstimmt. Dadurch kann zugleich auf Drosselelemente
bzw. Drosselstellen in den Kühlmittelmantelabschnitten verzichtet werden, sodass der
insgesamt zwischen Einlass und Auslass auftretende Strömungsverlust auf ein Minimum
reduziert werden kann. Zu diesem Zweck wird jeder der Teilströme an gegenüberliegenden
Enden der Zylinderreihe um den jeweils äußeren Brennraum herumgeführt, während beim
Stand der Technik ein Teilstrom um die beiden äußeren Brennräume herumgeführt wird
und somit einen wesentlich längeren Weg zurücklegt als der den Einlass und den Auslass
direkt verbindende andere Teilstrom, welcher zum Ausgleich der unterschiedlichen Streckenlänge
mit einer Drosselung ausgestattet ist.
[0018] Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die erste Seite der Auslassseite
den Verbrennungsgasen der Brennkraftmaschine und die zweite Seite der Saugseite den
der Brennkraftmaschine zugeführten Frischluft zugeordnet ist, sodass das von der Wärme
der Brennräume zunächst noch nicht erwärmte Kühlmittel zuerst auf die durch die Verbrennungsabgase
zusätzlich erhitzte Seite des Zylinderkurbelgehäuses trifft. Hierdurch wird die maximale
Kühlwirkung auf der Seite der höheren Temperaturen bereitgestellt, um so den Gesamtwirkungsgrad
zu verbessern.
[0019] Indem jeder Kühlmittelteilstrom zwischen dem Einlass und dem Auslass sowohl einen
Kühlmittelmantelabschnitt auf der ersten Seite als auch einen Kühlmittelmantelabschnitt
auf der zweiten Seite durchströmt, trifft der gesamte Kühlmittelstrom zunächst auf
dieselbe Seite des Zylinderkurbelgehäuses und verteilt sich dort in zwei Teilströmen
auf die den verschiedenen Brennräumen zugeordneten Kühlmittelmantelbereiche, während
jeder Teilstrom anschließend auf die der ersten Seite abgewandte zweite Seite derselben
Brennräume trifft.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es darüber hinaus, wenn die Längen der Teilströme zwischen
Einlass und Auslass zumindest im Wesentlichen übereinstimmen, sodass bei einem im
Übrigen symmetrischen Aufbau des Kühlmittelmantels sich nahezu übereinstimmende Strömungswiderstände
bzw. Strömungsverluste ergeben. Zusätzliche Drosselstellen sind somit verzichtbar.
[0021] Erfindungsgemäß ist dem Kühlmittelmantel ein Kühlmittelleitungselement mit einer
Kühlmittelsammelleiste zugeordnet. Indem die Brennkraftmaschine eine Kühlmittelsammelleiste
aufweist, die im Bereich des Einlasses mit dem Kühlmittelmantel verbunden ist, ist
stets eine ausreichende Kühlmittelmenge verfügbar und es erfolgt entlang der vorzugsweise
parallel zu der Zylinderreihe ausgerichteten Kühlmittelsammelleiste eine zusätzliche
Kühlwirkung des Zylinderkurbelgehäuses.
[0022] Erfindungsgemäß sind durch die Kühlmittelsammelleiste das Zylinderkurbelgehäuse und
der Zylinderkopf der Brennkraftmaschine durch die Kühlmittelsammelleiste gemeinsam
mit dem Kühlmittel beaufschlagbar, wodurch ein sogenanntes Einkreissystem realisiert
wird. Die Aufteilung der dem Zylinderkurbelgehäuse einerseits und dem Zylinderkopf
andererseits zuzuführenden Kühlmittelmenge ist dabei variabel aufteilbar, durch ein
einstellbares Drosselelement. Auf diese Weise kann die Kühlwirkung beispielsweise
vorübergehend in Abhängigkeit erfasster Betriebsparameter auf den Zylinderkopf konzentriert
werden.
[0023] Eine andere, ebenfalls besonders praxisrelevante Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Brennkraftmaschine wird dadurch erreicht, dass zumindest einzelne Stege zwischen benachbarten
Brennräumen mit einer die beiden Seiten verbindenden Durchbrechung, insbesondere horizontalen
Bohrung, ausgestattet sind. Hierdurch gelingt es, auch die Trennflächen zwischen den
Brennräumen, die als Stege ausgeführt sind, mit dem Kühlmittel zu beaufschlagen. Die
Durchbrechungen werden dabei aufgrund des Druckgefälles zwischen dem Einlass und dem
Auslass zuverlässig durchströmt und verlaufen insbesondere horizontal.
[0024] Erfindungsgemäß ist in einem außenseitigen Übergangsbereich zumindest eines Kühlmittel-Mantelabschnittes
zwischen den beiden Seiten eines Brennraumes eine Drosselung vorgesehen, um den Strömungsanteil
in der Durchbrechung in den Stegen zu erhöhen. Diese Drosselung kann beispielsweise
auch einstellbar sein. Hierdurch strömt ein erhöhter Anteil des zugeführten Kühlmittels
durch die Durchbrechungen in den Stegen, wodurch der Strömungswiderstand zwischen
Einlass und Auslass zunimmt und bei einem Einkreissystem ein entsprechend erhöhter
Anteil einem weiteren Kühlkreis zugeführt wird, der beispielsweise dem Zylinderkopf
zugeordnet sein kann.
[0025] Bei einer besonders bevorzugten Variante der Erfindung erstreckt sich im Bereich
zumindest eines Steges ein Durchtritt bis zu einem oberen Rand des Zylinderkurbelgehäuses.
Dieser einen Bereich des Kühlmittelmantels bildende Durchtritt kann dann wahlweise
ein Überströmen des Kühlmittels in den Bereich des Zylinderkopfes ermöglichen oder
wird durch eine entsprechende, das Zylinderkurbelgehäuse von dem Zylinderkopf trennende
Dichtung verschlossen. In beiden Fällen erfolgt so die Kühlmittelbeaufschlagung über
die gesamte Höhe der Brennräume, sodass insbesondere auch der dem Zylinderkopf zugewandte
Abschnitt der Brennräume mit einer ausreichenden Kühlleistung beaufschlagt werden
kann.
[0026] Vorzugsweise ist der Auslass in einem dem oberen Ebene des Zylinderkurbelgehäuses
zugewandten Randbereich angeordnet, sodass der Auslass bei einer horizontalen oder
gegenüber der Horizontalen lediglich geringfügig geneigten Orientierung der Zylinderreihe
geodätisch höher liegt als der Einlass. Eingeschlossene Luft sammelt sich somit im
Bereich des Auslasses und kann dort problemlos abgeführt werden. Alternativ kann selbstverständlich
auch eine gesonderte Entlüftungsöffnung vorgesehen sein.
[0027] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
- Fig. 1
- einen Kühlmittelmantel einer Brennkraftmaschine;
- Fig. 2
- eine Variante des Kühlmittelmantels mit einer Stegkühlung;
- Fig. 3
- eine weitere Variante mit einem Durchtritt zu einem Zylinderkopf.
[0028] Eine erfindungsgemäße, mit einem Kühlmittelmantel ausgestattete Brennkraftmaschine
wird nachstehend anhand der Figuren 1 bis 3 näher erläutert. Die Brennkraftmaschine
hat in dem lediglich exemplarisch dargestellten Beispiel eines Vierzylindermotors
vier in einer Zylinderreihe nebeneinander angeordnete Brennräume 1, die in einem nicht
weiter dargestellten Zylinderkurbelgehäuse der Brennkraftmaschine angeordnet sind.
Die Brennräume 1 sind beiderseits der Zylinderreihe von einem gemeinsamen Kühlmittelmantel
2 umgeben. Dadurch gelangt das Kühlmittel von einer Kühlmittelsammelleiste 3 durch
einen als Speisung ausgeführten Einlass 4 umfangsseitig zu den nicht gezeigten, die
Brennräume 1 einschließenden Wandungen, mit Ausnahme der durch Stege 5 gebildeten
Zwischenwände zwischen benachbarten Brennräumen 1. Anschließend wird das Kühlmittel
durch einen als Abzug dienenden Auslass 6 abgeführt. Unmittelbar hinter dem Einlass
4 teilt sich der zugeführte Kühlmittelstrom in zwei Teilströme, die die Zylinderreihe
in einander entgegensetzten Strömungsrichtungen 7, 8 umströmen und im Bereich des
Auslasses 6 aufeinandertreffen. Indem der Einlass 4 an einer im Betrieb heißen Auslassseite
9 für die Verbrennungsgase der Brennkraftmaschine und der Auslass 6 an einer Saugseite
10 für die der Brennkraftmaschine zugeführte Frischluft angeordnet ist, wird der gesamte
Kühlmittelstrom zunächst der relativ heißeren Seite des Zylinderkurbelgehäuses zugeführt.
Hierdurch wird eine wesentliche Effizienzsteigerung bei der Kühlwirkung erreicht.
Darüber hinaus stimmt die jeweilige Gesamtlänge der Kühlmittelteilströme zwischen
dem Einlass 4 und dem Auslass 6, die dabei jeweils sowohl einen Kühlmittelmantelabschnitt
auf der Auslassseite 9 als auch einen Kühlmittelmantelabschnitt auf der Saugseite
10 durchströmen, überein. Durch diese Anordnung ist eine sehr günstige Gleichverteilung
der Strömung und der Drosselstellen in den Teilströmen, insbesondere bedingt durch
die in dem Zylinderkurbelgehäuse vorgesehenen Zylinderkopfschrauben, ohne eine zusätzliche
Drosselung möglich.
[0029] Bei einer in Figur 2 gezeigten Variante sind zudem die Stege 5 zwischen den benachbarten
Brennräumen 1 jeweils mit einer die Auslassseite 9 und die Saugseite 10 verbindenden,
als horizontale Bohrung ausgeführten Durchbrechung 11 ausgestattet. Diese werden aufgrund
des Druckgefälles des Kühlmittels zwischen der Kühlmittelsammelleiste 3 und dem Bereich
des Auslasses 6 auf der kalten Saugseite 10 zuverlässig durchströmt. Durch eine zusätzliche
Drosselung an den Stirnseiten des Kühlmittelmantels durch einen den freien Strömungsdurchtritt
beschränkenden Sperrkörper 12 kann der Volumenstrom gezielt durch die Durchbrechungen
11 gezwungen werden, wobei der Sperrkörper 12 zugleich die gegebenenfalls erforderliche
auslassseitige Drosselung ersetzt, welche genutzt wird, um bei einer Zweikreiskühlung
dem Zylinderkopf einen ausreichenden Anteil des Kühlmittels zuführen zu können.
[0030] Weiterhin ist in Figur 3 noch im Bereich der Stege 5 beispielhaft ein Durchtritt
13 dargestellt, der sich bis zu einem oberen Rand des Zylinderkurbelgehäuses erstreckt.
Diese Variante ermöglicht in vorteilhafter Weise, dass der Kühlmittelmantel 2 bis
zu der dargestellten Trennebene des Zylinderkurbelgehäuses und des Zylinderkopfes
anströmbar ist. Diese Variante ist vor allem auch dann von Vorteil, wenn die in Figur
2 gezeigte Durchbrechung 11 der Stege 5 zwischen den benachbarten Brennräumen 1 nicht
möglich ist, jedoch aufgrund der spezifischen Leistung der Brennkraftmaschine eine
erhöhte Kühlleistung erforderlich ist.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Brennraum
- 2
- Kühlmittelmantel
- 3
- Kühlmittelsammelleiste
- 4
- Einlass
- 5
- Steg
- 6
- Auslass
- 7
- Strömungsrichtung
- 8
- Strömungsrichtung
- 9
- Auslassseite
- 10
- Saugseite
- 11
- Durchbrechung
- 12
- Sperrkörper
- 13
- Durchtritt
1. Brennkraftmaschine mit mehreren, in einem Zylinderkurbelgehäuse in einer Zylinderreihe
nebeneinander angeordneten Brennräumen (1), die von einem gemeinsamen Kühlmittelmantel
(2) umgeben sind, der von einem durch einen Einlass (4) zuführbaren und durch einen
Auslass (6) abführbaren Kühlmittel in zumindest zwei Teilströmen entlang verschiedener,
an unterschiedlichen Seiten der Brennräume (1) angeordneten Kühlmittelmantelabschnitten
durchströmbar ist, die zwischen sich die Zylinderreihe einschließen, wobei der Einlass
(4) auf einer ersten Seite und der Auslass (6) auf einer der ersten Seite gegenüberliegenden
zweiten Seite angeordnet ist, wobei dem Kühlmittelmantel (2) ein Kühlmittelleitungselement
mit einer Kühlmittelsammelleiste (3) zugeordnet ist und das Zylinderkurbelgehäuse
und ein Zylinderkopf durch die Kühlmittelsammelleiste (3) gemeinsam mit dem Kühlmittel
beaufschlagbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne Stege (5) zwischen benachbarten Brennräumen (1) mit einer die
beiden Seiten verbindenden Durchbrechung (11) ausgestattet und mit dem Kühlmittel
beaufschlagbar sind und dass in einem außenseitigen Übergangsbereich zumindest eines
Kühlmittelmantelabschnitts zwischen den beiden Seiten eine Drosselung vorgesehen ist
und dass die dem Zylinderkurbelgehäuse einerseits und dem Zylinderkopf andererseits
zuzuführende Kühlmittelmenge variabel durch ein einstellbares Drosselelement aufteilbar
ist.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seite der Auslassseite (9) für die Verbrennungsgase der Brennkraftmaschine
und die zweite Seite der Saugseite (10) für die der Brennkraftmaschine zugeführte
Frischluft zugeordnet ist.
3. Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass von jedem Kühlmittelteilstrom zwischen dem Einlass (4) und dem Auslass (6) sowohl
ein Kühlmittelmantelabschnitt auf der Auslassseite (9) als auch ein Kühlmittelmantelabschnitt
auf der Saugseite (10) durchströmbar ist.
4. Brennkraftmaschine nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längen der Teilströme zwischen Einlass (4) und Auslass (6) zumindest im Wesentlichen
übereinstimmen.
5. Brennkraftmaschine nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich zumindest eines Steges (5) ein Durchtritt (13) bis zu einem oberen Rand
des Zylinderkurbelgehäuses geführt ist.
6. Brennkraftmaschine nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslass (6) in einem einer oberen Ebene des Zylinderkurbelgehäuses zugewandten
Randbereich angeordnet ist.
1. Internal combustion engine with multiple combustion chambers (1) which are arranged
adjacent to one another in a cylinder row in a cylinder crankcase, which combustion
chambers are surrounded by a common coolant jacket (2) which can be flowed through
by a coolant, which can be supplied through an inlet (4) and discharged through an
outlet (6), in at least two partial streams along different coolant jacket sections
arranged on different sides of the combustion chambers (1), which coolant jacket sections
enclose the cylinder row between them, wherein the inlet (4) is arranged on a first
side and the outlet (6) is arranged on a second side situated opposite the first side,
wherein the coolant jacket (2) is assigned a coolant line element with a coolant collector
rail (3) and the cylinder crankcase and a cylinder head can be jointly charged with
the coolant through the coolant collector rail (3), characterized in that at least some webs (5) between adjacent combustion chambers (1) are equipped with
an aperture (11) connecting the two sides and can be charged with the coolant, and
in that a restrictor is provided in an outside transition region of at least one coolant
jacket section between the two sides, and in that the coolant quantity to be supplied to the cylinder crankcase, on the one hand, and
the cylinder head, on the other hand, can be variably split up by means of an adjustable
restrictor element.
2. Internal combustion engine according to Claim 1, characterized in that the first side is assigned to the outlet side (9) for the combustion gases of the
internal combustion engine and the second side is assigned to the intake side (10)
for the fresh air supplied to the internal combustion engine.
3. Internal combustion engine according to Claims 1 or 2, characterized in that both a coolant jacket section on the outlet side (9) and a coolant jacket section
on the intake side (10) can be flowed through by each coolant partial stream between
the inlet (4) and the outlet (6).
4. Internal combustion engine according to at least one of the preceding claims, characterized in that the lengths of the partial streams between inlet (4) and outlet (6) at least substantially
correspond.
5. Internal combustion engine according to at least one of the preceding claims, characterized in that a passage (13) is led in the region of at least one web (5) as far as an upper edge
of the cylinder crankcase.
6. Internal combustion engine according to at least one of the preceding claims, characterized in that the outlet (6) is arranged in an edge region facing toward an upper plane of the
cylinder crankcase.
1. Moteur à combustion interne comprenant plusieurs chambres de combustion (1) disposées
les unes à côté des autres dans une rangée de cylindres dans un carter de vilebrequin,
lesquelles sont entourées par une enveloppe de réfrigérant (2) commune qui peut être
parcourue par un réfrigérant pouvant être acheminé par une entrée (4) et évacué par
une sortie (6) dans au moins deux flux partiels le long de différentes portions de
l'enveloppe de réfrigérant disposées sur des côtés différents des chambres de combustion
(1), lesquelles entourent les rangées de cylindres, l'entrée (4) étant disposée sur
un premier côté et la sortie (6) étant disposée sur un deuxième côté opposé au premier
côté, un élément de guidage du réfrigérant avec un tube de collecte de réfrigérant
(3) étant associé à l'enveloppe de réfrigérant (2), et le carter de vilebrequin et
une culasse pouvant être sollicités ensemble avec le réfrigérant par le tube de collecte
de réfrigérant (3), caractérisé en ce qu'au moins des cloisons individuelles (5) entre des chambres de combustion adjacentes
(1) sont munies d'un orifice (11) reliant les deux côtés et peuvent être sollicitées
avec le réfrigérant et en ce que dans une région de transition du côté extérieur d'au moins une portion d'enveloppe
de réfrigérant, entre les deux côtés, est prévu un étranglement, et en ce que la quantité de réfrigérant devant être acheminée d'une part au carter de vilebrequin
et d'autre part à la culasse peut être divisée de manière variable par un élément
d'étranglement ajustable.
2. Moteur à combustion interne selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier côté est associé au côté d'échappement (9) pour les gaz de combustion
du moteur à combustion interne et le deuxième côté est associé au côté d'aspiration
(10) pour l'air frais acheminé au moteur à combustion interne.
3. Moteur à combustion interne selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'à la fois une portion de l'enveloppe de réfrigérant du côté d'échappement (9) et une
portion d'enveloppe de réfrigérant du côté d'aspiration (10) peuvent être parcourues
par chaque flux partiel de réfrigérant entre l'entrée (4) et la sortie (6).
4. Moteur à combustion interne selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les longueurs des flux partiels entre l'entrée (4) et la sortie (6) coïncident au
moins sensiblement.
5. Moteur à combustion interne selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un passage (13) est guidé dans la région d'au moins une cloison (5) jusqu'à un bord
supérieur du carter de vilebrequin.
6. Moteur à combustion interne selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la sortie (6) est disposée dans une région de bord tournée vers un plan supérieur
du carter de vilebrequin.