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(11) |
EP 3 215 745 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.04.2020 Patentblatt 2020/14 |
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Anmeldetag: 03.08.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/067821 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/071014 (12.05.2016 Gazette 2016/19) |
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SCHUTZGITTER MIT VERBESSERTEM WIRKUNGSGRAD- UND GERÄUSCHVERHALTEN
PROTECTIVE GRILLE WITH IMPROVED EFFICIENCY AND NOISE CHARACTERISTICS
GRILLE DE PROTECTION À COMPORTEMENT AMÉLIORÉ EN TERMES DE BRUIT ET D'EFFICACITÉ
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
04.11.2014 DE 102014116047
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.09.2017 Patentblatt 2017/37 |
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Patentinhaber: EBM-Papst Mulfingen GmbH&CO. KG |
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74673 Mulfingen (DE) |
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Erfinder: |
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- STREHLE, Michael
74653 Ingelfingen (DE)
- GRUBER, Erhard
74589 Satteldorf (DE)
- MÜLLER, Jens
74653 Künzelsau (DE)
- VOGEL, Manuel
74653 Jagsthausen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Staeger & Sperling
Partnerschaftsgesellschaft mbB |
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Sonnenstraße 19 80331 München 80331 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-03/054395 DE-A1-102005 019 421 US-A- 6 071 079
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WO-A1-2015/124237 DE-U1-202009 017 511
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft Schutzgitter als Berührschutz für die Saugseite von Ventilatoren,
beispielsweise Radialventilatoren oder Diagonalventilatoren, wobei die Schutzgitter
eine ebene Gitterstegstruktur gebildet aus in Umfangsrichtung beabstandeten Radialstegen
und in radialer Richtung beabstandeten koaxialen Umfangsstegen aufweisen. Ein solches
Schutzgitter ist aus
WO 03/054395 A1 bekannt. Das Dokument
WO 2015/1247237 A1 zeigt auch ein Schutzgitter. Dieses Dokument fällt unter Art. 54(3) EPÜ, und ist
damit für die Frage der erfinderischen Tätigkeit nicht von Bedeutung. Als Material
wird üblicherweise Kunststoff oder Metall mit verhältnismäßig dicken Wandstärken verwendet,
um eine ausreichende Stabilität zu gewährleisten.
[0002] Dabei ist nachteilig, dass sich bei der Ansaugung der Luft durch das Schutzgitter
der statische Gesamtwirkungsgrad des Ventilators mit daran angeordnetem Schutzgitter
verschlechtert und die Schallleistung insbesondere bei höheren Volumenströmen deutlich
erhöht.
[0003] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Schutzgitter für Ventilatoren
bereit zu stellen, das an Ventilatoren befestigt gegenüber herkömmlichen Schutzgittern
einen verbesserten statischen Gesamtwirkungsgrad sowie eine reduzierte Schallleistung
gewährleistet.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Schutzgitter mit der Merkmalskombination gemäß Patentanspruch
1 gelöst.
[0005] Dabei wird erfindungsgemäß ein zumindest abschnittsweise dreidimensional in axialer
Richtung gekrümmtes Schutzgitter mit Befestigungsmitteln zur Anordnung an einem Ventilator
vorgeschlagen, dessen axialer Zentralbereich jedoch durch die zumindest abschnittsweise
konvexe Form weiter von dem Ventilator und somit dem Ventilatorrad beabstandet ist.
Das Schutzgitter weist eine Gitterstegstruktur auf, die in Umfangsrichtung beabstandete
Radialstege und in radialer Richtung beabstandete koaxiale Umfangsstege umfasst, wobei
das Schutzgitter zumindest einen radialen Außenbereich und einen Zentralbereich um
eine Mittelachse des Schutzgitters aufweist, eine von dem radialen Außenbereich und
dem Zentralbereich aufgespannte Hüllfläche im radialen Außenbereich konvex gekrümmt
und im Zentralbereich flach, insbesondere parallel zu einer Radialebene des Schutzgitters
ausgebildet ist.
[0006] Die durch den mit einer konvexen Hüllfläche versehenen radialen Außenbereich erzeugte
gewölbte Form des Schutzgitters erhöht dessen Festigkeit und Stabilität und ermöglicht
es, die Radialstege und Umfangsstege im Querschnitt dünnwandiger auszubilden. Hierdurch
reduzieren sich die Anströmfläche der Stege, der durch die Stege erzeugte Strömungswiderstand
und die durch die Stege bedingte Wirbelbildung, die wiederum zu Geräuschbildung führt.
[0007] In einer vorteilhaften Ausführung weisen die Radialstege und/oder die Umfangsstege
einen rechteckigen Querschnitt mit einer Höhe H und einer Wanddicke B auf, deren Verhältnis
auf H/B ≥ 3, insbesondere H/B ≥ 3,5, weiter bevorzugt H/B ≥ 4 festgelegt ist. Dabei
weist die die Wanddicke B bestimmende Seite der Radial- und Umfangsstege in eine bzw.
entgegen der Strömungsrichtung, welche im Zentralbereich zumindest im Wesentlichen
einer axialen Richtung des Schutzgitters entspricht.
[0008] Das Schutzgitter ist vorzugsweise rotationssymmetrisch ausgebildet. Der Zentralbereich
schließt sich in einer günstigen Ausführungsvariante in radialer Richtung unmittelbar
an den radialen Außenbereich an, wobei die konvex gekrümmte Hüllfläche des radialen
Außenbereichs fließend in den flach ausgebildeten Zentralbereich übergeht. Diese sprunglose
Ausbildung des Schutzgitters entlang dessen Hüllfläche begünstigt ebenfalls die Festigkeit
und Stabilität und fördert die Möglichkeit, die Radial- und Umfangsstege wie zuvor
beschrieben dünnwandiger auszubilden. Alternativ kann zwischen dem radialen Axialbereich
und dem Zentralbereich noch ein Zwischenbereich vorgesehen werden, dessen Hüllfläche
eine gegenüber dem radialen Außenbereich geringere konvexe Krümmung aufweist, jedoch
nicht flach ausgebildet ist.
[0009] Bei der Erfindung ist vorgesehen, dass die in radialer Richtung in jeweils einem
radialen Abstand r zur axialen Mitte des Schutzgitters angeordneten Umfangsstege jeweils
eine variierende Winkelanstellung gegenüber einer Axialebene des Schutzgitters aufweisen.
Dabei vergrößert sich in einer günstigen Ausführungsform die Winkelanstellung der
Umfangsstege in Richtung radial auswärts des Schutzgitters. Erfindungsgemäß bedeutet
das, dass die jeweilige Winkelanstellung der Umfangsstege in Abhängigkeit von deren
Abstand r zur axialen Mittelachse des Schutzgitters im Verhältnis zu einem maximalen
Abstand R eines äußersten Umfangsstegs zur axialen Mittelachse des Schutzgitters variiert
und bei einem Abstandverhältnis r/R=1,0 eine Winkelanstellung von 50-70°, bei einem
Abstandverhältnis r/R=0,85 eine Winkelanstellung von 30-50°, bei einem Abstandverhältnis
r/R=0,70 eine Winkelanstellung von 20-30° und/oder bei einem Abstandverhältnis r/R≤0,55
eine Winkelanstellung von 0-20° gegenüber einer Axialebene des Schutzgitters vorgesehen
ist. Der Winkel wird gemessen zwischen einer Erstreckung der Umfangsstege entlang
ihrer Höhenrichtung (Höhe H) und der Axialebene des Schutzgitters. Die steigende Winkelanstellung
der Umfangsstege von dem Zentralbereich in Richtung des radialen Außenbereichs trägt
ebenfalls zur Geräuschreduzierung und einem verbesserten Wirkungsgrad des angeschlossenen
Ventilators bei.
[0010] In einer ferner günstigen Ausführung weisen die Radialstege in einem axialen Querschnitt
jeweils eine gekrümmte Form auf und verlaufen bogenförmig mit einem zur axialen Mittellinie
des Schutzgitters weisenden Bogenbauch.
[0011] Ein weiterer positiver Aspekt der Erfindung wird durch die speziell konvex geformte
Hüllfläche im radialen Außenbereich des Schutzgitters erzielt. Erfindungsgemäß ist
vorgesehen, dass die konvex gekrümmte Hüllfläche im radialen Außenbereich in einem
seitlichen Querschnitt eine teilelliptische Kontur bestimmt und sich dadurch auszeichnet,
dass das Verhältnis der radialen Länge a des Außenbereichs zu dem Radius c des Schutzgitters
auf a/c > 0,25 festgelegt ist. Daraus ergibt sich eine Radialerstreckung des radialen
Außenbereichs von mindestens 25% des Gesamtradius des Schutzgitters. Ferner ist eine
Ausführungsvariante bevorzugt, bei der ein Verhältnis der axialen Höhe b des Schutzgitters
zu dem Radius c des Schutzgitters auf b/c > 0,02 festgelegt ist. Weiter bevorzugt
ist, dass das Verhältnis der axialen Höhe b des Schutzgitters zu dem Radius c des
Schutzgitters in einem Bereich von 0,025 ≤ b/c ≤ 1 liegt, so dass ein ausreichender
axialer Abstand zu dem angeschlossenen Ventilator bzw. dessen Ventilatorrades gewährleistet
und gleichzeitig ein in Sachen Geräuschentwicklung und Wirkungsgrad optimiertes Schutzgitter
bereitgestellt ist.
[0012] Hinsichtlich der Erstreckung und Anordnung der Umfangsstege und Radialstege des Schutzgitters
haben sich mehrere weitere Einflussgrößen als vorteilhaft auf die Geräuschentwicklung
und den Wirkungsgrad erwiesen. In einem ersten Aspekt ist vorgesehen, dass sich die
Radialstege über den äußersten der Umfangsstege radial bzw. axial hinaus erstrecken
und eine Außenkante des Schutzgitters bilden, die dadurch strömungsoffen gestaltet
ist. Da sich das Schutzgitter im äußersten radialen Außenbereich fast ausschließlich
in axialer Richtung erstreckt, liegt der Hauptanteil bei einer axialen Erstreckung
der Radialstege über den radial äußersten Umfangssteg. An der radialen Außenkante
des Schutzgitters werden in einer Ausführungsform die Befestigungsmittel einstückig
an dem Schutzgitter ausgebildet, um einen Anschluss an den Ventilator über die im
Stand der Technik üblichen Befestigungselemente zu ermöglichen.
[0013] In einem weiteren Aspekt wird das Schutzgitter derart ausgebildet, dass die Anzahl
der Radialstege im radialen Außenbereich höher ist als im Zentalbereich, um den Strömungswiderstand
im Zentralbereich so gering wie möglich zu gestalten. Aufgrund der insgesamt gewölbten
Form des Schutzgitters und des damit einhergehenden vergrößerten axialen Abstands
des Zentralbereichs gegenüber dem angeschlossenen Ventilator bzw. Ventilatorrad kann
dort die Maschenweite der Gitterstegstruktur vergrößert werden. Erfindungsgemäß erfolgt
dies durch eine Reduzierung der Anzahl der in dem Zentralbereich vorgesehenen Radialstege,
d.h. ihre Anzahl verringert sich in Richtung einer axialen Mitte des Schutzgitters.
[0014] Die Erfindung umfasst ferner die aus einem Ventilator mit einem oben beschriebenen
Schutzgitter gebildete Einheit, deren Wirkungsgrad verbessert und Schallleistung reduziert
ist.
[0015] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der
Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Schutzgitters;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Schutzgitters aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine seitliche Schnittansicht des Schutzgitters aus Fig. 1;
- Fig. 4
- eine seitliche Darstellung eines Teils der Hüllfläche des Schutzgitters;
- Fig. 5
- eine seitliche Darstellung eines Teils der Hüllfläche des Schutzgitters;
- Fig. 6
- einen Kennlinienvergleich des statischen Gesamtwirkungsgrads eines Ventilators; und
- Fig. 7
- einen Kennlinienvergleich der Schalleistung eines Ventilators.
[0016] In den Figuren benennen gleiche Bezugszeichen gleiche Bauteile.
[0017] In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines rotationssymmetrischen Schutzgitters
1 in perspektivischer Ansicht dargestellt. Das Schutzgitter 1 weist eine Gitterstegstruktur
auf, gebildet aus sich kreuzenden in Umfangsrichtung beabstandet verlaufenden Radialstegen
2 und in radialer Richtung beabstandet verlaufenden, koaxialen Umfangsstegen 3. Die
Radialstege 2 erstrecken sich über den äußersten Umfangssteg 3 radial und axial hinaus
und bilden eine in Umfangsrichtung verlaufende radiale Außenkante. An dieser radialen
Außenkante des Schutzgitters 1 sind einstückig vier Befestigungsstege 4 in Umfangsrichtung
jeweils in 90 Gradwinkeln beabstandet ausgebildet. Die Befestigungsstege 4 sind selbst
teilweise aus Radialstegen 2 gebildet.
[0018] Figur 2 zeigt das Schutzgitter 1 aus Figur 1 in einer Seitenansicht. Das Schutzgitter
1 weist einen umlaufenden radialen Außenbereich A und einen Zentralbereich Z um die
Mittelachse M auf. Eine von dem radialen Außenbereich A und dem Zentralbereich Z gedacht
aufgespannte Hüllfläche ist im radialen Außenbereich A konvex gekrümmt und im Zentralbereich
Z flach und eben, so dass sich der Zentralbereich Z parallel zu einer Radialebene
X des Schutzgitters 1 erstreckt. Der Zentralbereich Z schließt sich in radialer Einwärtsrichtung
unmittelbar an den radialen Außenbereich A an. Der Übergang ist dabei fließend.
[0019] Im radialen Außenbereich A ist die Anzahl der Radialstege 2 höher als im Zentralbereich
Z. Dies ist dadurch realisiert, dass sich die Radialstege 2 unterschiedlich weit in
radialer Einwärtsrichtung erstrecken und teilweise die radial innen liegenden Umfangsstege
2 nicht mehr erreichen. Somit erhöht sich die lichte Maschenweite innerhalb der Gitterstegstruktur
im Zentralbereich Z, wodurch gleichzeitig der Strömungswiderstand sinkt.
[0020] Die Vielzahl der Umfangsstege 3 ist in radialer Richtung des Schutzgitters 1 in jeweils
einem radialen Abstand r zur axialen Mitte des Schutzgitters 1 angeordnet. Beispielhaft
ist in Figur 2 ein Abstand r des fünften von sieben Umfangsstegen 3 ausgehend von
der axialen Mittelachse M gekennzeichnet. Der Abstand des radial äußersten Umfangsstegs
3 ist mit R gekennzeichnet. Die Umfangsstege 3 weisen in Abhängigkeit von ihrem Abstand
r zu axialen Mittelachse M eine variierende Winkelanstellung gegenüber einer Axialebene
des Schutzgitters 1 auf, wobei in der gezeigten Ausführung bei einem Abstandverhältnis
r/R=1,0 (äußerster Umfangssteg) eine Winkelanstellung von α=60°, bei einem Abstandverhältnis
r/R=0,85 eine Winkelanstellung von β=40°, bei einem Abstandverhältnis r/R=0,70 eine
Winkelanstellung von 30° und bei einem Abstandverhältnis r/R≤0,55 im Zentralbereich
Z eine Winkelanstellung δ von unter 20° gegenüber einer Axialebene des Schutzgitters
1 vorgesehen ist.
[0021] Gemäß der Zusammenschau der Figuren 2 und 4 lässt sich die konvex gekrümmte Hüllfläche
des Schutzgitters 1 näher spezifizieren. Im radialen Außenbereich A bestimmt die konvex
gekrümmte Hüllfläche in einem seitlichen Querschnitt eine teilelliptische Kontur 5,
deren Verhältnis der radialen Länge a des radialen Außenbereichs A zu dem Radius c
des Schutzgitters 1 in der gezeigten Ausführung einen beispielhaften Wert von ca.
0,55 einnimmt. Hinsichtlich des Verhältnis der axialen Höhe b des Schutzgitters 1
zu dem Radius c ist in der gezeigten Ausführung ein beispielhafter Wert von 0,35 festgelegt.
Figur 5 zeigt beispielhaft eine alternative Ausführung einer teilelliptischen Kontur
5 der Hüllfläche mit stärkerer konvexer Wölbung des radialen Außenbereichs A und Verhältnissen
a/c von über 0,6 und b/c von über 0,4.
[0022] Figur 3 zeigt eine seitliche Schnittdarstellung des Schutzgitters aus Figur 1 mit
einem Schnitt durch einen Radialsteg 2. Gut zu erkennen ist die Winkelanstellung der
Umfangsstege 3. Ferner ist die dünnwandige Ausbildung der Radialstege 2 und Umfangsstege
3 gezeigt, wobei die Wanddicke B und Höhe H anhand von Radialstegen 2 gekennzeichnet
wurde. Dies ist jedoch entsprechend auf die Umfangsstege 3 anwendbar. Im Querschnitt
sind sowohl die Radialstege 2 als auch die Umfangsstege 3 rechteckig. Das Verhältnis
Wanddicke B zur Höhe H liegt in der gezeigten Ausführung bei einem Wert von 5. Die
derart dünnwandige Ausbildung der Stege 2, 3 ist durch die Form des Schutzgitters
1 ermöglicht.
[0023] Die Figuren 6 und 7 zeigen Diagramme von Kennlinienvergleichen des statischen Gesamtwirkungsgrads
(Fig. 6) sowie der Schalleistung (Fig. 7) bei verschiedenen Volumenströmen durch das
Schutzgitter 1 der Fig. 1 und durch herkömmliche flache Schutzgitter. Die Kennlinien
des erfindungsgemäßen Schutzgitters 1 sind mit 100, die der herkömmlichen Schutzgitter
mit 200 gekennzeichnet. Der verwendete Ventilator ist dabei immer derselbe. Gemäß
Fig. 6 steigt der statische Gesamtwirkungsgrad des erfindungsgemäßen Schutzgitters
1 bei einem Volumenstrom von 400 m
3/h weiter stark an und erzeugt dadurch einen Unterschied von über 2%, der bis zum
maximalen Volumenstrom aufrecht erhalten bleibt. Der Unterschied der Schallleistung
zeigt sich ebenfalls ab einem Volumenstrom von 400 m
3/h, wobei das erfindungsgemäße Schutzgitter 1 beim maximalen Volumenstrom um über
4 dBA leiser ist als herkömmliche Schutzgitter. Die für das erfindungsgemäße Schutzgitter
1 gemessenen Werte liegen dabei auf einem Niveau mit Werten eines Ventilatorbetriebs
ganz ohne Schutzgitter.
[0024] Die Offenbarung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend angegebenen
bevorzugten Ausführungsbeispiele. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar,
welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht. Beispielsweise können benachbarte Umfangsstege auch eine identische
Winkelanstellung aufweisen. Ferner können die entgegen der Strömungsrichtung weisenden
Oberflächen der Stege des Schutzgitters eine weiter angepasste Form aufweisen, beispielsweise
abgerundet sein.
1. Schutzgitter mit Befestigungsmitteln zur Anordnung an einem Ventilator, mit einer
Gitterstegstruktur, die in Umfangsrichtung beabstandete Radialstege (2) und in radialer
Richtung beabstandete koaxiale Umfangsstege (3) umfasst, wobei das Schutzgitter (1)
zumindest einen radialen Außenbereich (A) und einen Zentralbereich (Z) um eine Mittelachse
des Schutzgitters (1) aufweist, und eine von dem radialen Außenbereich (A) und dem
Zentralbereich (Z) aufgespannte Hüllfläche im radialen Außenbereich (A) konvex gekrümmt
und im Zentralbereich (Z) flach, insbesondere parallel zu einer Radialebene des Schutzgitters
(1) ausgebildet ist, wobei die Umfangsstege (3) in radialer Richtung in jeweils einem
radialen Abstand r zur axialen Mitte des Schutzgitters (1) angeordnet sind und jeweils
eine variierende Winkelanstellung gegenüber einer Axialebene des Schutzgitters (1)
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die konvex gekrümmte Hüllfläche im radialen Außenbereich (A) in einem seitlichen
Querschnitt eine teilelliptische Kontur (5) bestimmt, und dass ein Verhältnis der
radialen Länge (a) des Außenbereichs zu einem Radius (c) des Schutzgitters auf a/c>0,25
festgelegt ist.
2. Schutzgitter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es rotationssymmetrisch ausgebildet ist und sich der Zentralbereich (Z) in radialer
Richtung unmittelbar an den radialen Außenbereich (A) anschließt, wobei die konvex
gekrümmte Hüllfläche des radialen Außenbereichs (A) fließend in den flach ausgebildeten
Zentralbereichs (Z) übergeht.
3. Schutzgitter nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialstege (2) und/oder die Umfangsstege (3) einen rechteckigen Querschnitt
mit einer Höhe H und einer Wanddicke B aufweisen, deren Verhältnis auf H/B ≥ 3 festgelegt
ist.
4. Schutzgitter nach dem vorigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Winkelanstellung der Umfangsstege (3) in Abhängigkeit von deren Abstand
r zur axialen Mittelachse des Schutzgitters (1) im Verhältnis zu einem maximalen Abstand
R eines äußersten Umfangsstegs zur axialen Mittelachse des Schutzgitters (1) variiert
und bei einem Abstandverhältnis r/R=1,0 eine Winkelanstellung von 50-70°, bei einem
Abstandverhältnis r/R=0,85 eine Winkelanstellung von 30-50°, bei einem Abstandverhältnis
r/R=0,70 eine Winkelanstellung von 20-30° und/oder bei einem Abstandverhältnis r/R≤0,55
eine Winkelanstellung von 0-20° gegenüber einer Axialebene des Schutzgitters (1) vorgesehen
ist.
5. Schutzgitter nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die konvex gekrümmte Hüllfläche
im radialen Außenbereichs (A) in einem seitlichen Querschnitt eine teilelliptische
Kontur (5) bestimmt, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Verhältnis einer axialen Höhe b des Schutzgitters zu dem Radius c des Schutzgitters
auf b/c > 0,02 festgelegt ist.
6. Schutzgitter nach dem vorigen Anspruch, wobei die konvex gekrümmte Hüllfläche im radialen
Außenbereichs (A) in einem seitlichen Querschnitt eine teilelliptische Kontur (5)
bestimmt, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Verhältnis der axialen Höhe b des Schutzgitters zu dem Radius c des Schutzgitters
in einem Bereich von 0,025 ≤ b/c ≤ 1 festgelegt ist.
7. Schutzgitter nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Radialstege (2) über einen äußersten Umfangssteg radial und/oder axial hinaus
erstrecken und eine Außenkante des Schutzgitters (1) bilden.
8. Schutzgitter nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Radialstege (2) im radialen Außenbereich (A) höher ist als im Zentralbereich
(Z).
9. Schutzgitter nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Anzahl der in dem Zentralbereich (Z) vorgesehenen Radialstege (2) in Richtung
einer axialen Mitte des Schutzgitters (1) verringert.
10. Schutzgitter nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialstege (2) in einem axialen Querschnitt eine gekrümmte Form aufweisen.
11. Ventilator mit einem Schutzgitter (1) nach einem der vorigen Ansprüche.
1. A protective grille with attachment means for placement on a fan, with a grille web
structure, which in the circumferential direction has spaced- apart radial webs (2)
and in the radial direction has spaced-apart axial circumferential webs (3), wherein
protective grille (1) at least has a radially outer region (A) and in a central region
(Z) about a central axis of protective grille (1), and an envelope surface spanning
from the radial outer region (A) and the central region (Z) configured convexly curved
in the radial outer region (A) and planar in the central region (Z), especially parallel
to a radial plane of protective grille (1), wherein the circumferential webs (3) each
are placed in a radial direction at a radial distance r to the axial center of the
protective grille (1) and each has a varied angular position vis-à-vis an axial plane
of protective grille (1), characterized in that the convex curved envelope surface in the radial outer region (A) in a lateral cross
section determines a partially elliptical contour (5) and in that a ratio of the radial length (a) of the outer region to the radius (c) of the protective
grille is fixed at a/c > 0.25.
2. The protective grille as specified in claim 1, characterized in that it is configured to be rotationally symmetric and the central region (Z) in the radial
direction directly adjoins the radial outer region (A), wherein the convexly curved
envelope surface of the radial outer region (A) makes a smooth transition into the
planar configured central region (Z).
3. The protective grille as specified in one of the foregoing claims, characterized in that the radial webs (2) and/or the circumferential webs (3) have a rectangular cross
section with a height H and a wall thickness B, the ratio of which is set at H/B ≥
3.
4. The protective grill as specified in the foregoing claim, characterized in that the particular angular position of the circumferential webs (3) in dependence on
their distance r to the axial central axis of protective grille (1) varies in relation
to a maximum distance R of an outermost circumferential web to the axial central axis
of protective grille (1) and with a distance ratio r/R = 1.0, an angular placement
is provided of 50-70°, with a distance ratio r/R = 0.85 an angular placement of 30-50°,
with a distance ratio r/R = 0.70 an angular displacement of 20-30° and/or with a distance
ratio r/R ≤ 0.55 an angular placement of 0-20° is provided vis-à-vis an axial plane
of protective grille (1).
5. The protective grille as specified in one of the foregoing claims, wherein the convex
curved envelope surface in the radial outer region (A) in a lateral cross section
determines a partially elliptical contour (5), which is characterized in that a ratio of the axial height b of the protective grille to the radius c of the protective
grille is fixed at b/c > 0.02.
6. The protective grille as specified in the foregoing claim, wherein the convex curved
envelope surface in the radial outer region (A) in a lateral cross section determines
a partially elliptical contour (5), which is characterized in that a ratio of the axial height b of the protective grille to the radius c of the protective
grille is fixed in a range of 0.025 ≤ b/c ≤ 1.
7. The protective grille as specified in one of the foregoing claims, characterized in that the radial webs (2) extend out radially and/or axially over an outermost circumferential
web and form an outer edge of protective grille (1).
8. The protective grille as specified in one of the foregoing claims, characterized in that the number of radial webs (2) in the radially outer region (A) is greater than in
the central region (Z).
9. The protective grille as specified in one of the foregoing claims, characterized in that the number of radial webs (2) provided in the central region (Z) is reduced in the
direction of an axial center of protective grille (1).
10. The protective grille as specified in one of the foregoing claims, characterized in that the radial webs (2) in an axial cross section have a curved shape.
11. A fan with a protective grille (1) as specified in one of the foregoing claims.
1. Grille de protection avec moyens de fixation à agencer au niveau d'un ventilateur,
avec une structure nervurée en treillis, qui comprend des nervures radiales (2) espacées
dans le sens circonférentiel et des nervures circonférentielles (3) coaxiales espacées
dans la direction radiale, dans laquelle la grille de protection (1) présente au moins
une zone extérieure radiale (A) et une zone centrale (Z) autour d'un axe médian de
la grille de protection (1), et une surface enveloppante définie par la zone extérieure
radiale (A) et la zone centrale (Z) est réalisée incurvée de manière convexe dans
la zone extérieure radiale (A) et plate, en particulier parallèle à un plan radial
de la grille de protection (1), dans la zone centrale (Z), dans laquelle les nervures
circonférentielles (3) sont agencées dans la direction radiale à respectivement une
distance radiale r par rapport au milieu axial de la grille de protection (1) et présentent
respectivement une inclinaison d'angle variable par rapport à un plan axial de la
grille de protection (1),
caractérisée en ce que
la surface enveloppante incurvée de manière convexe détermine dans la zone extérieure
radiale (A) dans une coupe transversale latérale un contour partiellement elliptique
(5) et
qu'un rapport de la longueur radiale (a) de la zone extérieure par rapport à un rayon
(c) de la grille de protection est fixé à a/c>0,25.
2. Grille de protection selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'elle est réalisée à symétrie de révolution et la zone centrale (Z) se raccorde dans
la direction radiale directement à la zone extérieure radiale (A), dans laquelle la
surface enveloppante incurvée de manière convexe de la zone extérieure radiale (A)
passe de façon fluide dans la zone centrale (Z) réalisée plate.
3. Grille de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les nervures radiales (2) et/ou les nervures circonférentielles (3) présentent une
coupe transversale rectangulaire avec une hauteur H et une épaisseur de paroi B, dont
le rapport est fixé à H/B ≥ 3.
4. Grille de protection selon la revendication précédente, caractérisée en ce que l'inclinaison d'angle respective des nervures circonférentielles (3) varie en fonction
de leur distance r par rapport à l'axe médian axial de la grille de protection (1)
par rapport à une distance maximum R d'une nervure circonférentielle la plus extérieure
par rapport à l'axe médian axial de la grille de protection (1) et pour un rapport
de distance r/R=1,0, un réglage angulaire de 50-70°, pour un rapport de distance r/R=0,85,
un réglage angulaire de 30-50°, pour un rapport de distance r/R=0,70, un réglage angulaire
de 20-30° et/ou pour un rapport de distance r/R≤0,55, un réglage angulaire de 0-20°
est prévu par rapport à un plan axial de la grille de protection (1).
5. Grille de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
la surface enveloppante incurvée de manière convexe détermine dans la zone extérieure
radiale (A) dans une coupe transversale latérale un contour partiellement elliptique
(5), qui est caractérisé en ce qu'un rapport d'une hauteur axiale b de la grille de protection par rapport au rayon
c de la grille de protection est fixé à b/c > 0,02.
6. Grille de protection selon la revendication précédente, dans laquelle la surface enveloppante
incurvée de manière convexe détermine dans la zone extérieure radiale (A) dans une
coupe transversale latérale un contour partiellement elliptique (5), qui est caractérisé en ce que le rapport de la hauteur axiale b de la grille de protection par rapport au rayon
c de la grille de protection est fixé dans une plage de 0,025 ≤ b/c ≤ 1.
7. Grille de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les nervures radiales (2) s'étendent radialement et/ou axialement au-delà d'une nervure
circonférentielle la plus extérieure et forment un bord extérieur de la grille de
protection (1).
8. Grille de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le nombre de nervures radiales (2) dans la zone extérieure radiale (A) est supérieur
à celui dans la zone centrale (Z).
9. Grille de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le nombre de nervures radiales (2) prévues dans la zone centrale (Z) diminue en direction
d'un milieu axial de la grille de protection (1).
10. Grille de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les nervures radiales (2) présentent une forme incurvée dans une coupe transversale
axiale.
11. Ventilateur avec une grille de protection (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes.
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