[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Vor allem in gewerblichen Wäschereien finden Durchlaufwaschmaschinen in mehreren
aufeinanderfolgenden Behandlungszonen in einer drehend antreibbaren länglichen Trommel
Verwendung. In einer solchen Durchlaufwaschmaschine werden die Wäschestücke gewaschen,
und zwar üblicherweise in einer Vorwäsche und einer Klarwäsche, und gegebenenfalls
auch gespült und nachbehandelt, beispielsweise desinfiziert und/oder mit einer Ausrüstung
versehen.
[0003] In der länglichen Trommel der Durchlaufwaschmaschine sind mehrere aufeinanderfolgende
Kammern gebildet, wobei die Behandlungszonen aus einer oder auch mehreren Kammern
gebildet sein können. In der Durchlaufwaschmaschine wird die Wäsche postenweise gewaschen,
indem vorzugsweise in mehreren oder gegebenenfalls auch allen aufeinanderfolgenden
Kammern unterschiedliche Wäscheposten gleichzeitig behandelt werden.
[0004] Die Wäsche muss am Anfang des Waschvorgangs in der Durchlaufwaschmaschine derart
gewaschen werden, dass sie von einem Großteil ihrer Verunreinigungen, insbesondere
Schmutz, befreit wird. Bei stark verschmutzter Wäsche, beispielsweise Berufswäsche,
[0005] Feuchtwischtücher oder auch Wäsche von inkontinenten Personen, muss dann am Anfang
der Durchlaufwaschmaschine die Wäsche in erheblichem Umfang von Verunreinigungen bzw.
Schmutz befreit werden. Das erfordert eine längere Taktzeit. Dadurch verbleiben die
Wäscheposten in den nachfolgenden Kammern der Durchlaufwaschmaschine länger als nötig.
Das führt zu Leistungseinbußen bei bekannten Durchlaufwaschmaschinen.
[0006] Die Erfindung sieht es vor, ein Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche zu schaffen,
das die Leistungsfähigkeit der Durchlaufwaschmaschine steigert.
[0007] Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf.
Dadurch, dass vor der Durchlaufwaschmaschine ein Teil der Verunreinigungen aus der
Wäsche entfernt und/oder von der Wäsche getrennt wird, gelangt in die Durchlaufwaschmaschine
Wäsche mit einer geringeren Menge an Verunreinigungen. Die in der Wäsche verbleibenden
Verunreinigungen können dadurch am Anfang der Durchlaufwaschmaschine rascher aus der
Wäsche herausgewaschen werden, wodurch selbst stark verunreinigte Wäsche die Taktzeit
am Anfang der Durchlaufwaschmaschine nicht mehr erhöht und so in der Durchlaufwaschmaschine
stark verschmutzte Wäsche mit einem höheren Durchsatz an Wäsche pro Zeiteinheit behandelt
werden kann.
[0008] Bevorzugt findet durch das Entfernen oder Trennen eines Teils der Verunreinigungen
aus bzw. von der Wäsche eine Vorabscheidung der Verunreinigungen vor der Durchlaufwaschmaschine
statt, so dass vor allem am Anfang der Durchlaufwaschmaschine von derselben nur noch
der übrige Teil der Verunreinigungen entfernt werden muss. Dadurch kann auch stark
verschmutzte Wäsche mit der Durchlaufwaschmaschine quasi ohne Taktzeitverlust nassbehandelt
werden.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird zum Vorabscheiden eines Teils
der Verunreinigungen der Wäsche mindestens eine Flüssigkeit verwendet. Die Flüssigkeit
dient dazu, die bei der Vorabscheidung von der Wäsche abgeschiedene Verunreinigung,
insbesondere Schmutz, aufzunehmen.
[0010] Gegebenenfalls kann es vorgesehen sein, feuchte Wäsche oder nasse Wäsche von mindestens
einem Teil ihrer vorzugsweise gebundenen Feuchtigkeit und/oder Flüssigkeit zu trennen,
bevor der Wäsche mindestens eine insbesondere andere Flüssigkeit zum Vorabscheiden
eines Teils ihrer Verunreinigungen wieder zugegeben wird.
[0011] Bevorzugt ist es vorgesehen, die zum Vorabscheiden der Verunreinigungen der Wäsche
zugeführte mindestens eine Flüssigkeit wenigstens zum Teil mit den Verunreinigungen
von der Wäsche zu trennen, bevor die Wäsche mit den restlichen Verunreinigungen der
Durchlaufwaschmaschine zugeführt wird. Die mindestens eine Flüssigkeit dient dabei
als Träger für die bei der Vorabscheidung von der Wäsche abgetrennten Verunreinigungen
und gleichzeitig als Transportmittel zum Abtransport dieser Verunreinigung.
[0012] Bevorzugt ist es vorgesehen, der Wäsche mindestens eine solche Menge einer Flüssigkeit
oder auch mehrerer, vorzugsweise unterschiedlicher Flüssigkeiten zuzugeben, die die
Wäsche als gebundene Flotte aufnehmen kann. Die Wäsche wird dadurch vollständig benetzt
bzw. durchnässt, wodurch die mindestens eine Flüssigkeit in der Wäsche möglichst viel
Verunreinigungen und/oder Schmutz aufnehmen kann.
[0013] Bevorzugt ist es vorgesehen, der Wäsche die 1,2- bis 3-fache, vorzugsweise die 1,2-
bis 2-fache, Menge der Flüssigkeit, die sie als gebundene Flotte aufnehmen kann, als
Flüssigkeit zuzugeben. Dadurch wird mit einem vorzugsweise nur geringen Überschuss
an Flüssigkeit gearbeitet, wodurch sichergestellt ist, dass der Wäsche ausreichend
Flüssigkeit zur Vorabscheidung eines Teils ihrer Verunreinigungen zur Verfügung steht.
[0014] Alternativ oder zusätzlich ist es vorgesehen, der Wäsche das 2- bis 6-fache, vorzugsweise
2,5- bis 4,5-fache, ihres Trockengewichts an Flüssigkeit zuzugeben. Auch dadurch ist
sichergestellt, dass der Wäsche ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht und die
maximal mögliche Flüssigkeit in oder an der Wäsche gebunden werden kann.
[0015] Eine vorteilhafte Weiterbildungsmöglichkeit des Verfahrens sieht es vor, die Wäsche
und/ oder ihre Verunreinigungen mit der mindestens einen dieser zugegebenen Flüssigkeit
zu emulgieren. Dadurch bildet die mindestens eine zugegebene Flüssigkeit mit den Verunreinigungen
der Wäsche ein Gemisch. Das Emulgieren führt so zu einer Verbindung der mindestens
einen zugeführten Flüssigkeit mit den Verunreinigungen und/oder dem Schmutz der Wäsche.
Nach dem Emulgieren können so besonders wirksam die Verunreinigungen oder Verschmutzungen
der Wäsche mit der mindestens einen zur Vorabscheidung eingesetzten Flüssigkeit abtransportiert
werden.
[0016] Bevorzugt erfolgt eine Bewegung der Wäsche in der Flüssigkeit bzw. mit der Flüssigkeit
sowie alternativ oder zusätzlich ein Hindurchdrücken der zur Vorausscheidung mindestens
eines Teils der Verunreinigungen der Wäsche hinzugegebenen, mindestens einen Flüssigkeit
durch die Wäsche. Dadurch kann die mindestens eine Flüssigkeit an der Wäsche entlangströmen
und/oder durch die Wäsche hindurchströmen. Das führt zu einer gleichmäßigen Durchmischung
bzw. Durchfeuchtung der gesamten Wäsche, insbesondere des gesamten jeweiligen Wäschepostens,
durch die mindestens eine Flüssigkeit und Anreichern der Flüssigkeit mit den von der
beschmutzten Wäsche vor abzuscheidenden Verunreinigungen. Bevorzugt erfolgt auf vorstehend
beschriebene Weise das Emulgieren.
[0017] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht es vor, nach dem Zugeben mindestens
einer Flüssigkeit zur Wäsche einen Teil der in der Wäsche gebundenen zugegebenen Flüssigkeit
(gebundene Flotte) und/oder überschüssige zugegebene Flüssigkeit (freie Flotte) zu
entfernen. Das Entfernen des Teils der gebundenen Flotte und/oder überschüssiger freier
Flüssigkeit kann durch Zentrifugieren und/oder Pressen erfolgen. Mit dem Entfernen
eines Teils der gebundenen Flotte und der überschüssigen freien Flüssigkeit von der
Wäsche und/oder aus der Wäsche ist der Vorgang der Vorabscheidung eines Teils der
Verunreinigungen bzw. Verschmutzungen der Wäsche abgeschlossen. Die nur einen Teil
ihrer Verunreinigungen bzw. Verschmutzungen aufweisende Wäsche wird dann der Durchlaufwaschmaschine
zugeführt und in dieser der üblichen Nassbehandlung unterzogen, insbesondere mindestens
gewaschen mit zum Beispiel einer Vorwäsche und/oder einer Klarwäsche.
[0018] Durch die Abscheidung der freien Flüssigkeit und eines Teils der in der Wäsche gebundenen
Flüssigkeit vor dem Beladen der Durchlaufwaschmaschine mit der von einem Teil der
Verunreinigungen befreiten Wäsche gelangt in die Durchlaufwaschmaschine Wäsche mit
einem bestimmten, vorzugsweise gleichmäßigen Flüssigkeits- bzw. Feuchtigkeitsanteil.
[0019] Bevorzugt ist es beim erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen, als mindestens eine
der Wäsche zum Vorabscheiden ihrer Verunreinigungen zugeführte Flüssigkeit benutzte
Behandlungsflüssigkeit von der Durchlaufwaschmaschine und/oder Frischwasser zu verwenden.
Besonders vorteilhaft ist es, mindestens größtenteils benutzte Behandlungsflüssigkeit
aus der Durchlaufwaschmaschine einzusetzen. Dadurch kann Frischwasser gespart werden.
[0020] Bei der benutzten Behandlungsflüssigkeit aus der Durchlaufwaschmaschine kann es sich
um Vorwasch-, Klarwasch- oder Spülflüssigkeit handeln, aber auch Gemische der genannten
Flüssigkeiten. Diese Flüssigkeiten sind sehr viel weniger mit Verunreinigungen beladen
als der Anteil der Verunreinigungen in der angelieferten Wäsche, insbesondere wenn
es sich um stark verschmutzte Wäsche handelt. Vor allem ist benutzte Behandlungsflüssigkeit
auch deswegen geeignet zur Vorabscheidung eines Teils der Verunreinigungen angelieferter
Wäsche, weil im Gegensatz zum Waschvorgang die Verunreinigungen mit der zugegebenen
benutzten Behandlungsflüssigkeit vorabgeschieden werden können beim Durchnässen der
trockenen oder gegebenenfalls Wäsche von der zugeführten Flüssigkeit, insbesondere
beim Emulgieren der Wäsche mit der Flüssigkeit.
[0021] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Nassbehandlungsanlage für Wäsche, und
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Nassbehandlungsanlage für Wäsche in einer Ansicht
analog zur Fig. 1.
[0022] Die gezeigten Nassbehandlungsanlagen, die im Fachjargon auch als "Waschstraßen" bezeichnet
werden, dienen zur Nassbehandlung, insbesondere zum Waschen, zur Vorbereitung des
Waschens und zum Entwässern und/oder Spülen gewaschener Wäsche 10.
[0023] Bei der Wäsche 10 kann es sich um jede Art von Wäsche 10 handeln, und zwar vor allem
Bekleidungsstücke, Flachwäsche, Berufsbekleidung, Reinigungstücher, Feuchtwischbezüge,
Eingangsmatten oder dergleichen. Vor allem sind die gezeigten Nassbehandlungsanlagen
geeignet, stark verschmutzte Berufsbekleidung, Feuchtwischbezüge, OP-Wäsche, Inkontinenzunterlagen
und Altenheim-Wäsche zu behandeln.
[0024] Erfindungsgemäß wird die Wäsche 10, zumindest stark verschmutzte Wäsche 10, vorbehandelt,
indem zunächst Verunreinigungen aus der Wäsche 10 entfernt und/oder von der Wäsche
10 getrennt werden. Es findet dadurch eine Vorabscheidung der Verunreinigungen der
Wäsche 10 statt.
[0025] Die in der Fig. 1 gezeigte Nassbehandlungsanlage verfügt über eine Durchlaufwaschmaschine
11 mit einer in Durchlaufrichtung 12 gesehen hinter der Durchlaufwaschmaschine 11
angeordneten Entwässerungspresse 13 und einer in Durchlaufrichtung 12 gesehen vor
der Durchlaufwaschmaschine 11 angeordneten Zentrifuge 14. Die Zentrifuge 14 dient
zur Vorabscheidung eines Teils der Verunreinigungen und/oder des Schmutzes der Wäsche
10. Außerdem ist ein schräg ansteigender Förderer 15 vorgesehen, der die Wäsche 10
nach dem Vorabscheiden eines Teils ihrer Verunreinigungen bzw. ihres Schmutzes von
der Zentrifuge 14 in einen Einlauftrichter 19 am Anfang der Durchlaufwaschmaschine
11 transportiert.
[0026] Die Durchlaufwaschmaschine 11 verfügt über eine längliche Trommel 16, in der eine
Mehrzahl gleicher oder unterschiedlicher Kammern 17 vorgesehen ist. Die in der Fig.
1 gezeigte Durchlaufwaschmaschine 11 verfügt über dreizehn in Durchlaufrichtung 12
aufeinanderfolgende bzw. hintereinanderliegende Kammern 17. Hierauf ist die Erfindung
aber nicht beschränkt. Die Erfindung eignet sich auch für Durchlaufwaschmaschinen
11 mit einer geringeren oder größeren Anzahl aufeinanderfolgender Kammern 17. Die
längliche Trommel 16 ist um eine mittige Drehachse, die auf der Längsmittelachse 18
der Durchlaufwaschmaschine 11 liegt, drehend antreibbar.
[0027] In der Durchlaufwaschmaschine 11 sind mehrere aufeinanderfolgende Behandlungszonen
gebildet, und zwar beispielsweise in Durchlaufrichtung 12 gesehen eine Vorwaschzone,
eine Klarwaschzone und gegebenenfalls eine Spülzone und/oder Nachbehandlungszone.
In die erste Kammer 17 der Vorwaschzone mündet der Einlauftrichter 19. In Durchlaufrichtung
12 gesehen hinter der letzten Kammer 17 befindet sich eine Entladerutsche 20, worüber
die die Durchlaufwaschmaschine 11 verlassende Wäsche 10 der auf die Durchlaufwaschmaschine
11 folgenden Entwässerungspresse 13 zugeführt wird.
[0028] Die Entwässerungspresse 13 verfügt über einen Sockel 21 mit einer teilweise flüssigkeitsdurchlässigen
Oberseite, einen darauf anordbaren Presskorb 22 und einen hydraulisch von oben in
den Presskorb 22 ein- und ausfahrbaren Pressstempel 23.
[0029] Die Zentrifuge 14 vor der Durchlaufwaschmaschine 11 verfügt über eine um eine mittige
Drehachse 27 drehend antreibbare Trommel 24 mit einer mindestens teilweise flüssigkeitsdurchlässigen
Wandung 25. Eine Oberseite der Trommel 24 ist teilweise offen, nämlich mit einer mittigen,
vorzugsweise zylindrischen, Öffnung 26 zum Be- und Entladen der Trommel 24 versehen.
Die Trommel 24 ist um eine die Drehachse 27 rechtwinklig schneidende, horizontale
Schwenkachse 28 verschwenkbar von einer Beladestellung in eine Schleuderstellung und
von dieser in eine Entladestellung. Die Trommel 24 ist von einem größtenteils flüssigkeitsundurchlässigen
Gehäuse 29 umgeben.
[0030] Unter dem Gehäuse befindet sich ein Sockel 30, in dem sich mindestens ein Tank oder
eine Wanne zum Auffangen der von der Zentrifuge 14 aus der Wäsche 10 ausgeschleuderten
Flüssigkeit dient.
[0031] Über dem Gehäuse 29 der Zentrifuge 14 ist ein Beladetrichter 31 fest angeordnet.
Der Beladetrichter 31 ist so bemessen, dass in der hochgeschwenkten Beladestellung
der Trommel 24 mit senkrechter Drehachse 27 die Wäsche 10 vom Beladetrichter 31 durch
die Öffnung 26 in die Trommel 24 gelangt. Die Wäsche 10 kann zum Beladetrichter 31
auf verschiedene Weisen transportiert werden, beispielsweise in Wäschesäcken und/oder
von einem Beladeförderer, aber auch auf andere geeignete Weise.
[0032] Der Zentrifuge 14 ist eine Flüssigkeitszufuhrleitung 32 mit einem Mundstück 33 am
zur Zentrifuge 14 weisenden Ende zugeordnet. Die Flüssigkeitszufuhrleitung 32 und
das Mundstück 33 sind derart zur Zentrifuge 14 geführt, dass ein aus dem Mundstück
33 austretender Flüssigkeitsstrahl 34 in der in der Fig. 1 gezeigten Schleuderstellung
der Trommel 24 der Zentrifuge 14 in die Öffnung 26 der Trommel 24 gerichtet ist, um
der Wäsche 10 in der Trommel 24 vor und/oder während des Schleuderns mindestens eine
Flüssigkeit zuzuführen.
[0033] Es ist auch denkbar, hinter der Durchlaufwaschmaschine 11 statt der in der Fig. 1
gezeigten Entwässerungspresse 13 eine Zentrifuge vorzusehen, die prinzipiell wie die
Zentrifuge 14 ausgebildet sein kann.
[0034] Die Fig. 2 zeigt eine Nassbehandlungsanlage, die sich von derjenigen der Fig. 1 dadurch
unterscheidet, dass in Durchlaufrichtung 12 gesehen vor der Durchlaufwaschmaschine
11 eine Wäschepresse 35 und hinter der Durchlaufwaschmaschine 11 eine Zentrifuge 36
angeordnet ist.
[0035] Im Übrigen entspricht die Nassbehandlungsanlage der Fig. 2 derjenigen der Fig. 1,
weswegen für gleiche Teile gleiche Bezugsziffern verwendet werden. Insbesondere entspricht
die Durchlaufwaschmaschine 11 der Fig. 2 derjenigen der Fig. 1. Gleiches gilt für
den Förderer 15 zwischen der Wäschepresse 35 und dem Einlauftrichter 19 der Durchlaufwaschmaschine
11.
[0036] Die Wäschepresse 35 ist prinzipiell wie die Entwässerungspresse 13 ausgebildet, verfügt
nämlich über einen teilweise flüssigkeitsdurchlässigen Sockel 37 mit mindestens einem
Auffangbehälter oder eine Auffangwanne für aus der Wäsche 10 herausgepresster Flüssigkeit,
einen auf den Sockel 37 aufsetzbaren und vorzugsweise zylindrischen Presskorb 38 und
einen hydraulisch in den Presskorb 38 hinein- und aus demselben herausfahrbaren Pressstempel
39. Des Weiteren ist seitlich oberhalb des Presskorbs 38 eine Flüssigkeitszufuhrleitung
40 mit einem Mundstück 41 vorgesehen. Zumindest das Mundstück 41 ist so neben und
über dem Presskorb 38 angeordnet, dass ein aus demselben austretender Flüssigkeitsstrahl
42 von der Seite in den oben offenen Presskorb 38 und so auf die darin befindliche
Wäsche 10 gelangen kann.
[0037] Das erfindungsgemäße Verfahren wird im Folgenden zunächst anhand der in der Fig.
1 dargestellten Nassbehandlungsanlage erläutert.
[0038] Die vor der Durchlaufwaschmaschine 11 angeordnete Zentrifuge 14 dient dazu, vor der
Durchlaufwaschmaschine 11 einen Teil der Verunreinigungen bzw. des Schmutzes aus der
Wäsche 10 zu entfernen und/oder von der Wäsche 10 zu trennen. Hierbei kommt es zu
einer Vorabscheidung der Verunreinigungen und/oder des Schmutzes der angelieferten
Wäsche 10.
[0039] Die zum Beispiel in Wäschesäcken angelieferte trockene oder gegebenenfalls auch feuchte
Schmutzwäsche 10 wird über den Beladetrichter 31 oberhalb der Zentrifuge 14 entladen.
Dabei befindet sich die Drehachse 27 der Trommel 24 der Zentrifuge 14 in einer senkrechten
Stellung mit nach oben weisender Öffnung 26. Die Wäsche 10 wird dann vom Beladetrichter
31 durch die Öffnung 26 in die beim Beladen stillstehende oder auch langsam drehend
angetriebene Trommel 24 geladen.
[0040] Nachdem die Trommel 24 der Zentrifuge 14 mit der zu waschenden Wäsche 10 beladen
worden ist, wird sie um die Schwenkachse 28 verschwenkt, und zwar im gezeigten Ausführungsbeispiel
um etwa 45° im Uhrzeigersinn, so dass die Öffnung 26 seitlich nach oben gerichtet
ist. Bei vorzugsweise langsam drehend angetriebener Trommel 24 wird dann über die
Flüssigkeitszufuhrleitung 32 und das Mundstück 33 Flüssigkeit durch die Öffnung 26
in die Trommel 24 geleitet. Die Schmutz und Verunreinigungen aufweisende Wäsche 10
wird dadurch mit der Flüssigkeit benetzt und/oder eingeweicht. Es wird der Wäsche
10 in der Trommel 24 mindestens so viel Flüssigkeit zugeführt, die die Wäsche 10 als
gebundene Flotte aufnehmen kann. Bevorzugt wird aber mehr Flüssigkeit der Wäsche 10
in der Trommel 24 zugeführt.
[0041] Erforderlichenfalls kann vor der Flüssigkeitszugabe die Wäsche 10 in der Trommel
24 geschleudert werden, um schon bei der Anlieferung feuchte oder nasse Schmutzwäsche
10 zu entwässern, vorzugsweise auch schon mit etwas Verunreinigungen, bevor zur Schmutz-Vorabscheidung
dienende Flüssigkeit zugegeben wird.
[0042] Es kann vorgesehen sein, der Wäsche das 1,2- bis 3-fache, vorzugsweise das 1,2- bis
2-fache, der Menge an Flüssigkeit zuzuführen, die die Wäsche 10 als gebundene Flüssigkeit
aufnehmen kann. Beispielsweise kann der Wäsche 10 die 2- bis 6-fache, vorzugsweise
2,5- bis 4,5-fache, Menge ihres Trockengewichts an Flüssigkeit zugegeben werden.
[0043] Besonders bevorzugt ist es, 1 kg trockener Wäsche 3 bis 5 I Flüssigkeit in der Zentrifuge
14 zur Vorabscheidung der Verunreinigungen bzw. des Schmutzes der Wäsche 10 zuzuführen.
[0044] Bei der der Wäsche 10 in der Zentrifuge 10 zugeführten Flüssigkeit kann es sich um
in der Durchlaufwaschmaschine 11 angefallene gebrauchte Behandlungsflüssigkeit auf
mindestens einer Behandlungszone der Durchlaufwaschmaschine 11 handeln. Denkbar ist
es aber auch, der Wäsche 10 in der Trommel 24 der Zentrifuge 14 nur Frischwasser oder
ein Gemisch aus Frischwasser und benutzter Behandlungsflüssigkeit aus der Durchlaufwaschmaschine
11 zuzuführen.
[0045] Die Zufuhr von Flüssigkeit zur anfangs trockenen oder feuchten Schmutzwäsche 10 in
der Trommel 24 der Zentrifuge 14 führt insbesondere aufgrund des bei der Flüssigkeitszugabe
drehenden Antriebs der Trommel 24 um ihre Drehachse 27 zu einer Anreichung und/oder
einem Emulgieren der in der Schmutzwäsche 10 vorhandenen oder dieser anhaftenden Verunreinigungen
und/oder des Schmutzes mit der zugegebenen Flüssigkeit.
[0046] Nachdem eine gewisse Zeit die schmutzige Wäsche 10 zusammen mit der dieser zugeführten
Flüssigkeit in der Trommel 24 der Zentrifuge 14 verblieben und dabei vorzugsweise
die Trommel 16 drehend angetrieben worden ist , erfolgt eine Trennung eines Teils
der zugeführten Flüssigkeit mit den von dieser aufgenommenen Verunreinigungen bzw.
Schmutz von der Wäsche 10. Die überschüssige, in der Wäsche ungebundene freie Flüssigkeit
wird lediglich abgelassen. Die Trennung eines Teils der gebundenen Flotte erfolgt
mit der Zentrifuge 14 durch Schleudern, das heißt einen relativ schnellen drehenden
Antrieb der Trommel 24, wobei die Wäsche 10 mit der Flüssigkeit gegen die Wandung
25 der Trommel gepresst und dabei ein Teil der Flüssigkeit, vor allem der gebundenen
Flotte, aus der Wäsche 10 wieder entfernt wird. Die mit Verunreinigungen bzw. Schmutz
angereicherte ausgeschleuderte Flüssigkeit sammelt sich dann im Sammeltank bzw. Sammelwanne
im Sockel 21 der Zentrifuge 14 oder in separaten Sammelbehältern außerhalb des Bereichs
des Sockels 21 der Zentrifuge 14. Weil diese Flüssigkeit einen Teil der Verunreinigungen
bzw. des Schmutzes aus der Wäsche 10 aufgenommen hat, ist sie nicht wiederverwendbar.
Die Flüssigkeit wird entsorgt, wobei gegebenenfalls vorher eine Trennung der Verunreinigungen
oder des Schmutzes aus der Flüssigkeit erfolgen kann, insbesondere wenn es sich um
Verunreinigungen oder Schmutz handelt, der nicht im Abfluss entsorgt werden kann.
[0047] Es ist auch denkbar, der Flüssigkeit zum Vorabscheiden eines Teils der Verunreinigungen
oder des Schmutzes aus der Wäsche 10 in der Zentrifuge 14 Zusatzstoffe zuzugeben.
Bei mit sogenanntem "harten" Wasser in Berührung gekommener Wäsche 10, beispielsweise
Handtücher oder Bademäntel aus Bädern, kann so die Wasserhärte verringert werden,
so dass der nachfolgende Waschvorgang vereinfacht und/oder effektiver wird.
[0048] Das Zentrifugieren der mit Flüssigkeit angefeuchteter und/oder durchnässter Wäsche
10 kann in einem solchen Umfang geschehen, dass ein Großteil der in der Wäsche 10
gebundenen Flotte abgetrennt wird und dabei gleichzeitig eine Vorabscheidung eines
Teils der Verunreinigungen und/oder des Schmutzes aus der Wäsche 10 erfolgt. Beispielsweise
nimmt 1 kg Wäsche 10 etwas 2 kg Flüssigkeit als gebundene Flotte auf. Beim Zentrifugieren
werden 0,5 bis 1 I Flüssigkeit pro Kg trockener Wäsche 10 abgetrennt. Werden zum Beispiel
1 kg trockener Wäsche 10 4 I Flüssigkeit zugegeben und aufgrund dieser Flüssigkeit
50% bezogen auf jedes Kilo trockener Wäsche abgetrennt, wird 1/8 der 1 kg trockener
Wäsche 10 zugegebene Flüssigkeit durch das Zentrifugieren von der Wäsche 10 zusammen
mit Verunreinigungen und/oder Schmutz aus der Wäsche 10 abgetrennt und dadurch vorabgeschieden.
Das entspricht einer Verdünnung der Verunreinigungen der Wäsche 10 vor der Durchlaufwaschmaschine
11 im Verhältnis 1:8.
[0049] Die in der Zentrifuge 14 geschleuderte Wäsche 10 mit einem Restanteil gebundener
Flüssigkeit wird durch weiteres Schwenken der Trommel 24 um die horizontale Schwenkachse
28 im Uhrzeigersinn bei seitlich nach unten weisender Öffnung 26 der Trommel 24 entladen
auf den Förderer 15, nämlich das Obertrum des als umlaufend angetriebenen Gurtförderer
ausgebildeten Förderers 15, gegeben. Die Wäsche 10 wird dann vom Förderer 15 in den
Einlauftrichter 19 am Anfang der Durchlaufwaschmaschine 11 transportiert. Dabei findet
eine Postenbildung der Wäsche 10 statt, indem eine solche Menge Wäsche 10 am Förderer
15 in den Einlauftrichter 19 der Durchlaufwaschmaschine 11 transportiert wird, die
dem Aufnahmevolumen der jeweiligen Kammer 17 der Durchlaufwaschmaschine 11 entspricht.
Um diese Postenbildung zu verbessern, kann dem Förderer 15 eine Wiegeeinrichtung zugeordnet
sein, die das Gewicht der Wäsche 10 mit der darin verbleibenden restlichen gebundenen
Flotte aus der Zentrifuge 14 ermittelt und dadurch die Postenbildung begünstigt und
vor allem genauer macht. Vor allem wird Postenbildung für die Beladung der Durchlaufwaschmaschine
11 auch dadurch genauer, weil die die Zentrifuge 14 verlassende Wäsche 10 einen bestimmten
und/oder konstanten Restfeuchtegehalt aufweist.
[0050] In der Durchlaufwaschmaschine 11 wird die mit der Zentrifuge 14 durch Vorabscheidung
bzw. Vorbehandlung von einem Teil ihrer Verunreinigungen und/oder Verschmutzungen
befreite Wäsche 10 gewaschen. Durch die Vorabscheidung eines Teils der Verunreinigungen
und/oder Verschmutzungen der Wäsche 10 in der Zentrifuge 14 braucht in der Durchlaufwaschmaschine
11 nur noch der restliche Teil der Verschmutzungen und/oder Verunreinigungen der Wäsche
10 ausgewaschen zu werden. Das begünstigt vor allem bei stark verschmutzter Wäsche
10 die Durchlauf- bzw. Taktzeit der Durchlaufwaschmaschine 10, weil starke Verschmutzungen
oder starke Verunreinigungen der Wäsche 10 infolge der Vorabscheidung eines Teils
der Verunreinigungen oder des Schmutzes keine längeren Behandlungs- bzw. Waschzeiten,
insbesondere in der Vorwaschzone, der Durchlaufwaschmaschine 11 erfordern. Es kann
dadurch die Wäsche 10 in allen Zonen der Durchlaufwaschmaschine 11 in nahezu gleichen
Taktzeiten behandelt werden, ohne dass die Behandlung im hinteren Teil der Durchlaufwaschmaschine
11 länger als notwendig stattfinden muss, weil am Anfang der Durchlaufwaschmaschine
10 das Herauswaschen starker Verunreinigungen und/oder Verschmutzungen überdurchschnittlich
lange Zeit in Anspruch nimmt.
[0051] In der Durchlaufwaschmaschine 11 kann die schon in der Zentrifuge 14 von einem Teil
ihrer Verunreinigungen bzw. Verschmutzungen befreite Wäsche 10 in einer Vorwaschzone,
einer Klarwaschzone und einer Spülzone behandelt werden. Gegebenenfalls kann sich
hinter der Spülzone noch eine Nachbehandlungszone, beispielsweise eine Ausrüstzone,
vorgesehen sein. Es ist aber auch denkbar, in der Durchlaufwaschmaschine 11 die Wäsche
10 nur vor- und klarzuwaschen, wenn das Spülen der Wäsche 10 in der der Durchlaufwaschmaschine
11 nachgeordneten Entwässerungspresse 13 stattfindet.
[0052] Die zumindest gewaschene Wäsche 10 verlässt die in Durchlaufrichtung 12 gesehen letzte
Kammer 17 der Durchlaufwaschmaschine 11 über die Entladerutsche 20. Die gewaschene
Wäsche mit mindestens einem Teil ihrer gebundenen Flotte gelangt über die Entladerutsche
20 in die Entwässerungspresse 13, in der die Wäsche 10 zumindest von einem Großteil
der darin gebundenen Flotte befreit wird. Gegebenenfalls kann in der Entwässerungspresse
13 die Wäsche 10 auch gespült werden. Die Entwässerungspresse dient dann dazu, die
Wäsche 10 zu spülen und zu entwässern.
[0053] An der Stelle der Entwässerungspresse 13 kann hinter der Durchlaufwaschmaschine 11
auch eine Wäscheschleuder vorgesehen sein. Diese kann genauso wie die Entwässerungspresse
13 dazu dienen, die Durchlaufwaschmaschine 11 verlassende Wäsche 10 mindestens von
einem Großteil ihrer gebundenen Flotte zu befreien und dadurch zu entwässern. Gegebenenfalls
kann die Wäschezentrifuge auch dazu dienen, die die Durchlaufwaschmaschine 11 verlassende
Wäsche 10 zu spülen und zu entwässern.
[0054] Das Verfahren läuft mit der Nassbehandlungsanlage der Fig. 2 prinzipiell genauso
ab wie zuvor beschrieben. Lediglich erfolgt die Vorabtrennung eines Teils der Verschmutzungen
und/oder Verunreinigungen der angelieferten verschmutzten Wäsche 10 nicht mit einer
Zentrifuge 14, sondern mit einer Wäschepresse 35.
[0055] Die trockene oder gegebenenfalls feuchte schmutzige Wäsche 10 wird bei hochgefahrenem
Pressstempel 39 in den oben offenen Presskorb 38 von beispielsweise einem nicht gezeigten
Förderer geladen. Anschließend wird bei sich noch in der hochgefahrenen Ausgangsstellung
befindendem Pressstempel 39 in den oben offenen mit Wäsche 10 beladenen Presskorb
38 über die Flüssigkeitszufuhrleitung 40 Flüssigkeit zugeführt. Dabei kann es sich
um Flüssigkeit handeln, die derjenigen entspricht, die beim im Zusammenhang mit dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 1 beschriebenen Verfahren verwendet wird. Gleiches gilt
für die Menge der zuzuführenden Flüssigkeit.
[0056] Von der dem Presskorb 38 zugeführten Flüssigkeit wird die Wäsche 10 durchfeuchtet
und zumindest benetzt. Überflüssige Flüssigkeit, die auch schon einen Teil der Verunreinigungen
und/oder des Schmutzes aus der Wäsche 10 mitgenommen hat, kann sofort durch die einen
Boden des Presskorbs 38 bildende flüssigkeitsdurchlässige Oberseite des Sockels 37
abfließen in die diesem zugeordnete Auffangwanne oder Sammelbehälter. Die in der Wäsche
10 verbleidende gebundene Flüssigkeit wird nun durch entsprechendes Hineinfahren des
Pressstempels 39 in den Presskorb 38 größtenteils herausgepresst. Dabei kommt es zu
einem Emulgieren der Wäsche 10 mit der Flüssigkeit, so dass die ausgepresste Flüssigkeit,
nämlich ein Teil der gebundenen Flotte der Wäsche 10, zusammen mit einem Teil, vorzugsweise
einem Großteil, der Verunreinigungen oder des Schmutzes aus der Wäsche 10 durch die
flüssigkeitsdurchlässige Oberseite des Sockels 37 hindurchfließen und im dem Sockel
37 zugeordneten mindestens einen Sammelbehälter und/oder die mindestens eine Auffangwanne
gesammelt werden kann.
[0057] Im Folgenden wird die noch einen bestimmten, vorzugsweise gleichbleibenden restlichen
Teil gebundener Flotte aufweisende Wäsche 10 vom Förderer 15 wiederrum den Einlauftrichter
19 der Durchlaufwaschmaschine 11 zugeführt und in dieser gewaschen, gegebenenfalls
auch gespült und/oder nachbehandelt. Die gewaschene und gegebenenfalls gespülte Wäsche
10 verlässt dann die Durchlaufwaschmaschine 11 über ihre Entladerutsche 20. Von der
Entladerutsche 20 wird die Wäsche 10 dann in die der Durchlaufwaschmaschine 11 nachgeordnete
Zentrifuge 36 geleitet. In dieser Zentrifuge 36 findet ein Entwässern und gegebenenfalls
auch ein Spülen der aus der Durchlaufwaschmaschine 10 kommender Wäsche 10 statt, und
zwar prinzipiell so, wie das zuvor im Zusammenhang mit der Fig. 1 vorgesehenen Entwässerungspresse
13 erläutert worden ist.
[0058] Es kann auch beim Verfahren der Fig. 2 hinter der Durchlaufwaschmaschine 11 eine
Entwässerungspresse 13 vorgesehen sein, die die Durchlaufwaschmaschine 11 verlassende
Wäsche 10 zumindest entwässert und dabei von einem Großteil ihrer gebundenen Flotte
befreit, aber gegebenenfalls auch spült.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Wäsche |
36 |
Zentrifuge |
| 11 |
Durchlaufwaschmaschine |
37 |
Sockel |
| 12 |
Durchlaufrichtung |
38 |
Presskorb |
| 13 |
Entwässerungspresse |
39 |
Pressstempel |
| 14 |
Zentrifuge |
40 |
Flüssigkeitszufuhrleitung |
| 15 |
Förderer |
41 |
Mundstück |
| 16 |
Trommel |
42 |
Flüssigkeitsstrahl |
| 17 |
Kammer |
|
|
| 18 |
Längsmittelachse |
|
|
| 19 |
Einlauftrichter |
|
|
| 20 |
Entladerutsche |
|
|
| 21 |
Sockel |
|
|
| 22 |
Presskorb |
|
|
| 23 |
Pressstempel |
|
|
| 24 |
Trommel |
|
|
| 25 |
Wandung |
|
|
| 26 |
Öffnung |
|
|
| 27 |
Drehachse |
|
|
| 28 |
Schwenkachse |
|
|
| 29 |
Gehäuse |
|
|
| 30 |
Sockel |
|
|
| 31 |
Beladetrichter |
|
|
| 32 |
Flüssigkeitszufuhrleitung |
|
|
| 33 |
Mundstück |
|
|
| 34 |
Flüssigkeitsstrahl |
|
|
| 35 |
Wäschepresse |
|
|
1. Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche (10), wobei in einer Durchlaufwaschmaschine
(11) mit einer drehend antreibbaren länglichen Trommel (16) mit mehreren aufeinanderfolgenden
Behandlungszonen die Wäsche (10) mindestens gewaschen und gegebenenfalls gespült wird,
dadurch gekennzeichnet, dass vor der Durchlaufwaschmaschine (11) ein Teil der Verunreinigungen der Wäsche (10)
aus derselben entfernt und/oder von der Wäsche (10) getrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Entfernen und/ oder Trennen eines Teils der Verunreinigungen aus bzw. von der
Wäsche (10) eine Vorabscheidung der Verunreinigungen erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Vorabscheiden der Verunreinigungen der Wäsche (10) mindestens eine Flüssigkeit
verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Vorabscheiden der Verunreinigungen der Wäsche (10) mindestens eine Flüssigkeit
der Wäsche (10) zugeführt wird und wenigstens ein Teil dieser mindestens einen Flüssigkeit
mit Verunreinigungen der Wäsche (10) vor der Zufuhr der Wäsche (10) zur Durchlaufwaschmaschine
(11) von der Wäsche mindestens teilweise wieder getrennt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wäsche (10) mindestens eine solche Menge an Flüssigkeit zugegeben wird, die die
Wäsche (10) als gebundene Flotte aufnehmen kann.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wäsche (10) die 1,2- bis 3-fache, vorzugsweise die 1,2- bis 2-fache Menge der
Flüssigkeit, die die Wäsche (10) als gebundene Flotte aufnehmen kann, zugegeben wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wäsche (10) die 2- bis 6-fache, vorzugsweise 2,5- bis 4,5-fache, Menge ihres
Trockengewichts an Flüssigkeit zugegeben wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäsche (10) und/oder die mindestens eine dieser zugegebene Flüssigkeit emulgiert
werden und/oder die Wäsche (10) mit der zugegebenen Flüssigkeit emulgiert wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäsche (10) mit mindestens einem Teil der dieser zugeführten Flüssigkeit bewegt
wird und/oder mindestens ein Teil der der Wäsche zugeführten Flüssigkeit durch die
Wäsche hindurchgedrückt wird, vorzugsweise zum Emulgieren.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von der Wäsche (10) überschüssige freie zugegebene Flüssigkeit und/oder ein Teil
der in der Wäsche (10) gebundenen zugegebenen Flüssigkeit entfernt wird, vorzugsweise
durch Zentrifugieren und/oder Pressen der Wäsche (10).
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als mindestens eine der Wäsche (10) zuzuführende Flüssigkeit benutzte Behandlungsflüssigkeit
aus der Durchlaufwaschmaschine (11) und/oder Frischwasser verwendet werden.