[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine zur Befestigung eines Wickelwellenkastens
auf einem Fenster- oder Türrahmen dienende Befestigungsanordnung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, sowie eine mit der Befestigungsanordnung ausgestattete Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung.
[0002] Um einen montagefreundlichen Einbau bei guter Wärmedämmung zu gewährleisten wird
heute häufig das Fenster und der zugeordnete Aufsatzrollladenkasten zu einer Gesamteinheit
vormontiert und dann als Einheit in die dafür vorgesehene Fensteröffnung am Gebäude
eingesetzt.
[0003] Bekannte Lösungen hierfür verwenden Metallbügel, die an den stirnseitigen Seitenteilen
des Rollladenkastens einerseits und dem Fensterrahmen andererseits befestigt werden,
um so Fenster und Rollladenkasten zu der insgesamt in die Gebäudeöffnung einsetzbaren
Gesamteinheit zu verbinden. Die beidseitig angebrachten Bügel verhindern dabei ein
Abkippen oder Abrutschen des Rollladenkastens vom Fenster beim Einsetzen der Gesamteinheit.
[0004] Die deutsche Patentanmeldung
DE 102005055384 A1 zeigt ein solches Befestigungskonzept, wobei die seitlichen Blechstreifen bzw. Metallbügel
in einer ersten Stellung (Transportposition) nicht über den Rand des Kastenseitenteils
hinausragen, sondern nur in einer zweiten Stellung, der Montageposition, in der das
Blech dann am Fensterrahmen befestigt wird. Dabei soll das Befestigungsblech auch
in der Transportstellung am Kasten fixierbar sein, wofür ein am Kasten angebrachtes
Trägerelement vorgesehen ist.
[0005] Die deutsche Patentanmeldung
DE 102012100524 A1 zeigt die seitliche Befestigung eines Rollladenkastens an einem Fenster- oder Türrahmen
mittels eines Blechstreifens, welcher per Spreizdübel an der Kastenstirnseite befestigt
wird.
[0006] Der europäischen Patentschrift
EP 1775416 B1 ist ein Befestigungssystem für einen Aufsatzrollladenkasten zu entnehmen, welches
wenigstens ein Kopfstück eines Aufsatzrollladenkastens und ein Seitenlaschenelement
umfasst, über das das Kopfstück mit einem Blendrahmen einer Tür oder eines Fensters
zu verbinden ist. Dabei können das Seitenlaschenelement und das Kopfstück miteinander
rastverbunden werden. Ferner weist das Seitenlaschenelement an seinem unteren Ende
Klemmvorsprünge auf, wobei das untere Ende des Seitenlaschenelements in eine Nut des
Fensterrahmens einschiebbar und darin mit den Klemmvorsprüngen verklemmbar ist.
[0007] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine zur Befestigung
eines Wickelwellenkastens auf einem Fenster- oder Türrahmen dienende Befestigungsanordnung
und eine damit ausgestattete Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung zu schaffen,
die neben einer einfachen Befestigung des Wickelwellenkastens auf dem Rahmen eine
große Kompatibilität zu vielen unterschiedlichen Fenster- oder Türrahmen verspricht.
[0008] Dies Aufgabe wird hinsichtlich der Befestigungsanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst, hinsichtlich der Gebäudeöffnungs-verschattungsvorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 11.
[0009] Die ein Seitenteil des Wickelwellenkastens und einen Verbindungsbügel aufweisende
Befestigungsanordnung des Oberbegriffs des Anspruchs 1 umfasst erfindungsgemäß ferner
einen Klipsadapter am unteren Endabschnitt des Verbindungsbügels , welcher mit einer
Anzahl Klipselementen versehen ist, mit denen er in der Verbindungsstellung mit Gegenklipselementen
der Vertikalstrebe klipsverbunden ist, d.h. mit den Gegenklipselementen der Vertikalstrebe
klipsverbindbar ist.
[0010] Die Fensterhersteller fertigen Ihre Rahmen meist schon mit vorgegebenen Gegenklipselementen,
die man sich für die Anbindung des Verbindungsbügels zu Nutze machen kann. Die bei
der erfindungsgemäßen Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung beidseitig vorgesehenen
Verbindungsbügel können somit einfach von der Seite her auf den Fensterrahmen geklipst
werden. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung liegt in einer einfachen und zeitsparenden
Montage auf der Baustelle.
[0011] Der Klipsadapter kann dabei beispielsweise ein auf den Verbindungsbügel aufgeschrumpftes
oder anderweitig vorab fest mit dem Verbindungsbügel verbundenes Plastikteil oder
-profil sein. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn der Klipsadapter als nicht fest mit
dem Verbindungsbügel verbundenes, sondern beispielsweise erst auf der Baustelle daran
anbringbares Bauteil bzw. Profil ausgebildet ist. Denn verschiedene Fensterhersteller
fertigen Ihre Rahmen mit verschiedenen Gegenklipselementen, die bei hoher Gleichteiligkeit
in der Fertigung durch Auswahl des richtigen Klipsadapters für das jeweilige Fenster
auf der Baustelle kompatibel gemacht werden können. Bevorzugt kann der Klipsadapter
kostengünstig aus Kunststoff gefertigt werden, wohingegen der höher belastete Verbindungsbügel
aus einem Flacheisen bzw. Flachmetallstreifen geformt sein kann. Vorteilhaft ist ein
aufklips- oder -schiebbares Kunststoffprofil bzw. ein aufklips- oder -schiebbarer
Kunststoffschuh, welches das Anbringen oder Austauschen des Klipsadapters am Verbindungsbügel
erleichtert
[0012] Im Sinne einer Kompatibilität zu einer größeren Anzahl unterschiedlicher Fenster-
und Türrahmen bzw. unterschiedlicher Fensterhersteller ist es ferner vorteilhaft,
wenn die Befestigungsanordnung eine Mehrzahl unterschiedlicher Klipsadapter mit sich
unterscheidenden Klipselementen umfasst, so dass die Befestigungsanordnung zu Gegenklipselementen
unterschiedlicher Rahmen kompatibel ist. Denn die Klipsadapter sind als Kunststoffprofile
relativ günstig herstellbar. Die Auswahl des richtigen Klipsadapters bzw. im Falle
eines Irrtums der Austausch des Klipsadapters genügt dann auf der Baustelle, um Kompatibilität
zu den Gegenklipselementen des jeweliigen Fensters herzustellen, an dem der Wickelwellenkasten,
also in der Regel der Rollladenkasten angebracht werden soll.
[0013] Alternativ oder ergänzend könnte auch ein Klipsadapter vorgesehen sein, an dem Klipselemente
für unterschiedliche Fensterrahmen vorhanden sind. Als Klipselemente kommen dabei
beispielsweise zum Rahmen hin vorspringende, in Verbindungsstellung vertikal verlaufende
Klipsleisten in Frage, die an ihrem freien Ende einen nasenförmigen Rastvorsprung
oder der gleichen tragen, mit welchen sie in Hintergriff mit entsprechenden, entlang
der Vertikalstrebe des Fensterrahmens vorgesehenen Gegenrastnasen gebracht werden
können.
[0014] Um das untere Ende des Verbindungsbügels nach dem Erreichen der Verbindungsstellung
mit einem Rahmen eines seltener eingesetzten Fensterherstellers zu verbinden können
am unteren Endabschnitt des Verbindungsbügels jedoch auch - ergänzend zu dem bzw.
den Klipsadaptern für Rahmen bekannterer und häufiger anzutreffender Fensterhersteller
- Bohrungen vorgesehen sein, an denen der Verbindungsbügel mit der Vertikalstrebe
verschraubbar ist.
[0015] Vorteilhaft weist der Verbindungsbügel ferner einen oberseitig an den Körper anschließenden
Gelenkabschnitt auf, welcher zusammen mit der Aufnahme am Kastenseitenteil ein Scharnier
bildet, an dem der Verbindungsbügel in die Verbindungsstellung verschwenkbar ist.
[0016] Durch Einschwenken der bei der erfindungsgemäßen Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung
beidseitig vorgesehenen Verbindungsbügel in ihre Verbindungsstellung und Aufklipsen
derselben an der jeweils zugeordneten Vertikalstrebe lässt sich dann die seitliche
Befestigung des zumeist bei liegendem Fenster- oder Türrahmen auf die oberen, horizontalen
Strebe des Rahmens aufgesetzte Wickelwellenkasten am Fenster- bzw. Türrahmen insgesamt
komplett werkzeugfrei durchführen.
[0017] Der besondere Vorteil dieser Weiterbildung liegt somit in einer werkzeuglosen, einfachen
und zeitsparenden Montage des Verbindungsbügels, nicht nur am Seitenteil des Wickelwellenkastens,
sondern, nach Einschwenken in Richtung Verbindungsstellung, auch durch bloßes Aufklipsen
auch an der jeweiligen Vertikalstrebe des Rahmens. Die seitliche Fixierung des Wickelwellenkastens
am Fensterrahmen auf der Baustelle kann also insgesamt werkzeuglos und schnell erfolgen.
[0018] Dabei kann ein über ein fest am Seitenteil angebrachtes Scharniergelenk angelenkter
Verbindungsbügel vorgesehen sein. Aus Verpackungs- und Kostengründen ist es jedoch
bevorzugt, wenn der Verbindungsbügel und das zugeordnete Seitenteil als zusammensteckbare,
separate Bauteile ausgebildet sind. Die beiden Verbindungsbügel können dann in der
Transportverpackung des Wickelwellenkastens einfach lose beigelegt sein und ragen
nicht über die Seitenteile hinaus. Wenn der Verbindungsbügel in einer zur Vertikalen
geneigten Einsteckstellung mit seinem Gelenkabschnitt in die Aufnahme hinein bis in
eine Scharnierstellung einsteckbar und anschließend aus seiner Scharnierstellung in
seine Verbindungsstellung verschwenkbar ist ergibt sich dabei eine zeitsparende und
werkzeuglose Montage des Verbindungsbügels am Seitenteil des Wickelwellenkastens durch
bloßes Einstecken und anschließendes Einscharnieren in die Verbindungsstellung.
[0019] Baulich besonders einfach und kostengünstig ist es, wenn die Aufnahme aus einer Anzahl
in beispielsweise die Kastenstirnwand bildende Außenwand des Seitenteils hinein verlaufender
oder diese Außenwand des Seitenteils durchdringender Einstecköffnungen besteht, welche
Anzahl Einstecköffnungen sich insgesamt längs einer Scharnierachse erstreckt, um die
herum der Verbindungsbügel in seine Verbindungsstellung einscharniert werden soll.
Der Gelenkabschnitt kann sich dabei mit seiner Breite in Querrichtung des Verbindungsbügels
erstrecken, welche in Scharnierstellung des Verbindungsbügels mit der Scharnierachsrichtung
fluchtet, in der sich die Anzahl Einstecköffnungen an der Kastenstirnwand erstreckt,
so dass sich für den Monteur sofort erschließt, wie er den Verbidnugnsbügel an der
Kastenseitenwand ansetzen soll. Der Gelenkabschnitt des Verbindungsbügels kann als
Fortsatz des Körpers am oberen Ende des Verbindungsbügels ausgebildet sein, welcher
Fortsatz beispielsweise einfach in den Metallflachstreifen miteingeformt ist, aus
dem auch der Körper des Verbindungsbügels besteht.
[0020] Wenn darüber hinaus eine Einstecktiefenbegrenzungseinrichtung vorgesehen ist, welche
verhindert, das der Verbindungsbügel weiter als bis in seine Scharnierstellung in
die Aufnahme hinein gesteckt wird gestaltet sich dieser Vorgang besonders einfach.
[0021] Dazu kann der Gelenkabschnitt gabelförmig mit einer Mehrzahl in Querrichtung des
Verbindungsbügels fluchtend angeordneter Einsteckzinken ausgebildet sind und die Aufnahme
mit einer entsprechenden Mehrzahl in Scharnierachsrichtung fluchtend angeordneter,
den Einsteckzinken zugeordneten Einstecköffnungen. Das zwischen den Einstecköffnungen
vorhandene Material begrenzt dann das Einschieben auf die gewünschte Tiefe und sorgt
für eine gute Fluchtung der Scharniergelenkachsen am Kastenseitenteil und am Verbindungsbügel.
Denkbar wäre es auch, den Körper des Verbindungsbügels alternativ oder ergänzend breiter
und/oder dicker als seinen Gelenkabschnitt und die dem Gelenkabschnitt zugeordnete
Anzahl von Einstecköffnungen auszubilden, um die Einstecktiefe auf das gewünschte
Maß zu begrenzen.
[0022] Denkbar wäre es auch, alternativ oder ergänzend den Gelenkabschnitt mit einem vom
Körper des Verbindungsbügels zu seinem freien Ende hin um die Scharnierachse gekrümmten,
vorzugsweise bogenförmig gekrümmten Verlauf auszuformen, wobei sich der Gelenkabschnitt
in Scharnierachsrichtung fluchtend erstreckt. Diese Weiterbildung ergibt nicht nur
eine gewisse Einstecktiefenbegrenzung, sondern auch eine Führung der vom Monteur auszuführenden
Einscharnierbewegung.
[0023] Nachfolgend wird anhand der beiliegenden Zeichnungen eine vorteilhafte Ausführungsform
der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine teilausgeschnittene Seitenansicht eines auf einen Fensterrahmen aufgesetzten,
mit einer Befestigungsanordnung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ausgestatteten
Rollladenkastens;
- Figur 2
- Einzelheit II in Figur 1;
- Figur 3
- eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht mit einer Erläuterung der Montageabfolge der
Befestigungsanordnung;
- Figur 4
- eine der Fig. 3 entsprechende Schnittansicht;
- Figur 5
- eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht, wobei die Befestigungsanordnung einen zusätzlichen
Klipsadapter umfasst; und
- Figur 6
- eine Detailansicht im Schnitt entlang Linie VI-VI in Fig. 5.
[0024] Zunächst wird Bezug genommen auf die Fig. 1, welche einen auf einen Fensterrahmen
aufgesetzten Rollladenkasten zeigt, der auf der Baustelle mit dem Fensterrahmen verbunden
werden soll, um dann als Gesamteinheit aus liegender Stellung aufgerichtet und in
die jeweilige Fensterlaibung eingesetzt zu werden.
[0025] Dazu weist der Rollladenkasten eine Befestigungsanordnung an seinen beiden Stirnseiten
auf, wobei in der Fig. 1 nur eine Stirnseite gezeigt ist. Die Befestigungsanordnung
umfasst ein Seitenteil 1 des Rollladenkastens, sowie einen Verbindungsbügel 3 zum
Verbinden des Rollladenkastens über seine Seitenteile 1 mit den beiden Vertikalstreben
2 des Fensterrahmens. Der Verbindungsbügel 3 ist dabei insgesamt aus einem Flachstahlstreifen
ausgeformt und weist dementsprechend einen längserstreckten, flachen Körper auf, an
dessen oberen Ende ein als Fortsatz ausgebildeter Gelenkabschnitt 4 anschließt, der
insbesondere der Figur 2 zu entnehmen ist.
[0026] Die Figuren 1 und 2 zeigen den Verbindungsbügel in einer Montagesituation vor dem
Ansetzen an das Seitenteil 1 bzw. die Kastenseitenwand 1. Die Kastenseitenwand 1 weist
eine als eine Reihe von Einstecköffnungen ausgebildete Aufnahme 5 für den als eine
Reihe von Gabelzinken ausgebildeten Gelenkabschnitt 4 des Verbindungsbügels 3 auf.
Der Gelenkabschnitt 4 bildet also zusammen mit der Aufnahme 5 ein Scharnier, an dem
der Verbindungsbügel 3 in eine Verbindungsstellung einschwenkbar ist, wie dies der
Fig. 3 zu entnehmen ist.
[0027] Wie aus der Fig. 3 hervorgeht, wird der Verbindungsbügel 3 dabei in einer zur vertikal
geneigten Einsteckstellung an das Kastenseitenteil 1 angesetzt und mit seinem Gelenkabschnitt
4 in die Aufnahme 5 des Kastenseitenteils soweit eingesteckt, bis er eine Scharnierstellung
erreicht, aus der er dann unter Eindrehen der Gabelzinken des Gelenkabschnitts 4 in
die Einstecköffnungen der Aufnahme 5 in die vertikale Verbindungsstellung, d.h. in
Anlage an der Vertikalstrebe des Fensterrahmens verschwenkt werden kann, wie durch
Pfeil in Fig. 3 angedeutet.
[0028] Wie aus der Fig. 2 hervorgeht sind die Gabelzinken des Gelenkabschnitts 4 dabei bogenförmig
gekrümmt. Wie insbesondere aus Fig. 4 hervorgeht, sind die die Einstecköffnungen der
Aufnahme 5 nach oben hin begrenzenden Wandabschnitte dabei entsprechend der bogenförmigen
Krümmung der Gabelzinken des Gelenkabschnitts 4 halbkreisförmig abgerundet, so dass
das Eindrehen des Gelenkabschnitts 4 in die Aufnahme 5 vereinfacht wird.
[0029] Der Verbindungsbügel 3 weist dabei an seinem unteren Endabschnitt Bohrungen 6 auf,
an denen er an der Vertikalstrebe 2 des Fensterrahmens angeschraubt werden kann. Die
meisten Fensterhersteller fertigen ihre Rahmen jedoch bereits mit Einklipsmöglichkeiten,
die sich der Erfinder für die Verbindung des Verbindungsbügels 3 mit der Vertikalstrebe
2 zunutze macht.
[0030] Dabei weist die Befestigungsanordnung zusätzlich einen in Figur 5 gezeigten Klipsadapter
7 auf, der auf den unteren Endabschnitt des Verbindungsbügels 3 aufgeschoben wird
und als Klipselemente 8 zwei Klipsleisten 8 aufweist, die bei auf den Verbindungsbügel
3 aufgeschobenem Klipsadapter 7 zur Vertikalstrebe 2 hin vorspringen.
[0031] Die Fig. 6 zeigt den Verbindungsbügel 3 mit aufgeschobenem Klipsadapter 7 in Verbindungsstellung
an der Vertikalstrebe 2. Dabei erkennt man die mit nasenförmigen Vorsprüngen entsprechenden
Gegenrastnasen an der Vertikalstrebe hintergreifenden Klipsleisten 8 des Klipsadapters
7, sowie zwei Schienenvorsprünge 9, mit denen der Klipsadapter 7 den Verbindungsbügel
3 an seinen beiden Längskanten umgreift.
[0032] Abwandlungen und Modifikationen der gezeigten Ausführungsform sind möglich, ohne
den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
1. Befestigungsanordnung zur Befestigung eines Wickelwellenkastens auf einem Fenster-
oder Türrahmen, mit:
einem Seitenteil (1) des Wickelwellenkastens, welches eine Aufnahme (5) zum Anbringen
eines in seiner Verbindungsstellung nach unten über das Seitenteil (1) hinausragenden
Verbindungsbügels (3) aufweist, und
dem Verbindungsbügel (3), welcher in der Verbindungsstellung oberseitig an der Aufnahme
(5) des Seitenteils (1) und unterseitig an einer Vertikalstrebe (2) des Rahmens angebracht
ist, wobei der Verbindungsbügel (3) einen aus einem Flachstreifen gebildeten, insgesamt
längserstreckten oder beidseits einer Abkröpfung in die gleiche Richtung längserstreckten
Körper mit einem in der Verbindungsstellung dem Verlauf der Vertikalstrebe (2) folgenden,
da daran angebrachten unteren Endabschnitt aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Befestigungsanordnung ferner einen Klipsadapter (7) am unteren Endabschnitt des
Verbindungsbügels (3) umfasst, welcher mit einer Anzahl Klipselementen (8) versehen
ist, mit denen er in der Verbindungsstellung mit Gegenklipselementen der Vertikalstrebe
(2) klipsverbunden ist.
2. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Klipsadapter (7) ein auf den unteren Endabschnitt des Verbindungsbügels (3) aufklips-
oder -schiebbarer Klipsadapter (7) ist, der nach dem Aufklipsen oder -schieben auf
den Verbindungsbügel (2) mit den Gegenklipselementen der Vertikalstrebe (2) klipsverbindbar
ist
3. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsanordnung eine Mehrzahl unterschiedlicher Klipsadapter mit sich unterscheidenden
Klipselementen umfasst, so dass die Befestigungsanordnung zu Gegenklipselementen unterschiedlicher
Rahmen kompatibel ist.
4. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Klipsadapter (7) aus einem Kunststoffprofil besteht und der Verbindungsbügel
aus einem Flachmetallstreifen geformt ist.
5. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im unteren Endabschnitt des Verbindungsbügels (3) eine Anzahl Bohrungen (6) vorgesehen
sind, an der der Verbindungsbügel (3) mit der Vertikalstrebe (2) verschraubbar ist.
6. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbügel (3) und das Seitenteil (1) als zusammensteckbare, separate Bauteile
ausgebildet sind.
7. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (5) aus einer Mehrzahl horizontal nebeneinander in eine Außenwand des
Seitenteils (1) hinein verlaufender oder die Außenwand des Seitenteils (1) durchdringender
Einstecköffnungen besteht, der eine Mehrzahl in Querrichtung des Verbindungsbügels
(3) nebeneinander angeordneter Einsteckzinken am oberen Ende des Verbindungsbügels
(3) zugeordnet ist.
8. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbügel (3) einen oberseitig an seinen Körper anschließenden Gelenkabschnitt
(4) aufweist, welcher zusammen mit der Aufnahme (5) ein Scharnier bildet, an dem der
Verbindungsbügel (3) in die Verbindungsstellung verschwenkbar ist, wobei der Verbindungsbügel
(3) in einer zur Vertikalen geneigten Einsteckstellung mit seinem Gelenkabschnitt
(4) in die Aufnahme (5) hinein bis in eine Scharnierstellung einsteckbar und anschließend
aus seiner Scharnierstellung in seine Verbindungsstellung verschwenkbar ist.
9. Befestigungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (5) aus einer Anzahl horizontal nebeneinander in eine Außenwand des
Seitenteils (1) hinein verlaufender oder die Außenwand des Seitenteils (1) durchdringender
Einstecköffnungen besteht welche sich insgesamt längs einer Scharnierachse erstreckt,
wobei sich der Gelenkabschnitt als Fortsatz des Körpers am oberen Ende des Verbindungsbügels
(3) mit seiner Breite in in Scharnierstellung mit der Scharnierachsrichtung fluchtender
Querrichtung des Verbindungsbügels (3) erstreckt, wobei vorteilhaft eine Einstecktiefenbegrenzungseinrichtung
vorgesehen ist, welche verhindert, das der Verbindungsbügel (3) weiter als bis in
seine Scharnierstellung in die Aufnahme (5) hinein gesteckt wird.
10. Befestigungsanordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkabschnitt (4) einen vom Körper des Verbindungsbügels (3) zu seinem freien
Ende hin um die Scharnierachse gekrümmten, vorzugsweise bogenförmig gekrümmten Verlauf
aufweist, wobei sich der Gelenkabschnitt in Scharnierachsrichtung fluchtend erstreckt,
und wobei vorzugsweise auch die jede Einstecköffnung oberseitig begrenzende Wand einen
um die Scharnierachse gekrümmten, vorzugsweise halbkreisförmig gekrümmten Verlauf
aufweist.
11. Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung, insbesondere Rollladen, mit einem auf einem
Fenster- oder Türrahmen aufsetzbaren, eine Wickelwelle drehbar abstützenden Wickelwellenkasten,
dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Stirnseiten des Wickelwellenkastens eine Befestigungsanordnung nach einem
der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist.