[0001] Die Erfindung betrifft ein Gehäuse, insbesondere für Heizungs-, Lüftungs- oder Klimageräte,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Abdeckung für ein solches Gehäuse
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 8.
[0002] Ein derartiges Gehäuse ist beispielsweise aus der
DE 197 19 783 C1 bekannt.
[0003] Zentral aufgestellte Klimageräte werden heute weltweit verkauft, aber zu einem hohen
Anteil in Deutschland produziert. Die Geräte müssen deshalb kostengünstig zu fertigen
und montieren sein. Diese zentral aufgestellten Klimageräte realisieren einen individuellen,
bzw. variablen Aufbau mit den gewünschten Komponenten, wobei aber bei der Konzeption
auch der Transport als wesentlicher Kostenfaktor im Focus steht. An technische Kriterien
wie eine glatte Innenoberfläche, die Wärmedämmung, Dichtigkeit und an die Robustheit
werden hohe Anforderungen gestellt. Entsprechende Normen und Richtlinien sind bei
einer Neuentwicklung zu beachten. Besonders bei Wartungs- und Servicearbeiten haben
Hygieneaspekte, wie beispielsweise eine einfache, umfassende Reinigung des Bodenbereiches
eine hohe Priorität.
[0004] Eine weitere Überlegung zur Einsparung von Transportkosten, aber auch primären Montagekosten
am Produktionsstandort betrifft die Lieferung von vorgefertigten "Baukästen", die
erst am Aufstellort zusammengebaut werden. Für diese bauseitige Montage kann deshalb
nur ein steck- und schraubbarer Gehäuse- und Rahmenaufbau, der leicht verständlich
und handhabbar ist, in Frage kommen.
[0005] Der Einsatz derartiger Geräte liegt etwa bei einem Luftmengenbereich von 1000 m
3/h bis zu 100.000 m
3/h, spezielle Ausführungen bis 300.000 m
3/h. Um Wärmeverluste und Wärmebrücken möglichst gering zu halten, sind Verkleidungen
mit Mineral- bzw. Steinwolle oder PU-Schaum wärmeisoliert, wobei die Isolierdicken
je nach Anforderung zwischen 20 und 100 mm betragen.
[0006] Bekannte Gerätesysteme werden aus sogenannten kubischen Einheiten (3-D-Rahmen) aufgebaut,
wobei die Komponenten, wie z. B. Ventilator, Erhitzer, Kühler, Filter, Wärmerückgewinnung,
usw. in jeweils ein eigenes Gehäuse eingebaut sind.
[0007] Mit diesem Baukastensystem ist eine universelle Kombination sehr leicht und schnell
realisierbar. Es können aber auch mehrere Komponenten zu einem sogenannten Multifunktionskubus
aufgebaut werden. Diese Systeme haben einen stabilen Rahmen aus speziell geformten
in den Ecken verschweißten Winkelprofilen. Die Verkleidungsplatten sind einfach aufgebaut;
für elementare Anforderungen sind die außenliegenden Blechplatten ohne Kantungen vorgesehen.
Aufwendig sind dagegen die erforderlichen Rahmenabdeckungen durch den hohen Fertigungs-
und Montageaufwand. Ein Gehäuse, das sich in Form eines Baukastensystems zusammensetzen
lässt und die technischen Anforderungen im Hinblick auf eine glatte Oberfläche und
gute Dichtigkeit sowie ein robustes und stabiles Gehäuse optimal erfüllt, ist in der
DE 20 2006 020 204 U1 beschrieben.
[0008] Derartigen, bisher bekannten, Gehäusen für Heizungs-, Lüftungs- oder Klimageräte
ist jedoch nach wie vor der Nachteil inhärent, dass an den Rahmenkonstruktionen der
Gehäuse Wärmebrücken vorhanden sind, welche die thermische Isolierung der Gehäuse
nachteilig beeinflussen. Der Grund liegt darin, dass zur Herstellung eines Grundgerüsts
bzw. Rahmens für Heizungs-, Lüftungs- oder Klimageräte üblicherweise Hohlkammerprofile
verwendet werden, die ausschlaggebend für eine Stabilität der Geräte sind. Des Weiteren
haben diese Hohlkammerprofile aber auch Einfluss auf die thermischen Eigenschaften
der Geräte, da sie eine direkte Verbindung vom Inneren der Geräte nach außen herstellen.
Aus diesem Grund ist an dieser Stelle eine optimale thermische Entkopplung zwischen
Innenseite und Außenseite des Geräts anzustreben, um die nach DIN EN 1886 für Klima-/
Lüftungsgeräte geforderten Kriterien hinsichtlich mechanischer Stabilität, GehäuseLeckage
sowie der thermischen Isolierung und dem damit verbundenen Wärmebrückenfaktor zu gewährleisten.
[0009] Gemäß dem derzeitigen Stand der Technik werden zur Verbesserung der thermischen Isolierung
und des Wärmebrückenfaktors in Bezug auf die Rahmenkonstruktion und dessen Aufbau
aufwändige Konstruktionen eingesetzt, wie beispielsweise unterbrochene Rahmenprofile,
bei welchen der Metallrahmen durch eine Einlage aus Kunststoff unterbrochen wird,
so dass sich ein Wärmeleitwiderstand durch eine sich daraus ergebende Reihenschaltung
aus den gut bzw. schlecht wärmeleitenden Materialien Metall-Kunststoff-Metall erhöht.
Nachteilig an dieser Lösung ist jedoch, dass sich dadurch die Steifigkeit des Rahmens
entscheidend verschlechtert und darüber hinaus auch der Fertigungsaufwand sowohl bei
der Herstellung der Rahmenprofile als auch beim Zusammenbau des Gehäuses mit diesen
Rahmenprofilen steigt.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein thermisch optimiertes Gehäuse, insbesondere
für Heizungs-, Lüftungs- oder Klimageräte, zur Verfügung zu stellen, das die vorgenannten
Nachteile vermeidet, kostengünstig herstellbar ist und einen einfachen, schnellen
und kostengünstigen Aufbau des Gehäuses ermöglicht. Darüber hinaus liegt der Erfindung
ferner die Aufgabe zugrunde, einen Nachrüstsatz anzubieten, mit welchem aus dem Stand
der Technik bekannte Gehäuse, insbesondere für Heizungs-, Lüftungs- oder Klimageräte,
hinsichtlich ihrer thermischen Isolierung sowie in Bezug auf deren Wärmebrückenfaktor
verbessert werden können.
[0011] Diese Aufgabe wird durch ein Gehäuse gemäß Patentanspruch 1 sowie durch eine Abdeckung
gemäß Patentanspruch 8 gelöst.
[0012] Insbesondere wird die Aufgabe durch ein Gehäuse, insbesondere für Heizungs-, Lüftungs-
oder Klimageräte, mit einem aus Profilen hergestellten Rahmen und mehreren an diesem
befestigbaren, eine Deckenwand, eine Bodenwand, sowie Seitenwände definierenden Wandpaneelen
gelöst, wobei die Rahmenprofile jeweils als Hohlprofile ausgebildet sind, die jeweils
zwei über eine gemeinsame Längskante miteinander verbundene Profile, die vorzugsweise
als Vierkantprofile ausgebildet sind, umfassen, von welchen sich in montiertem Zustand
ein inneres Profil in ein Gehäuseinneres des Gehäuses und ein äußeres Profil außerhalb
des Gehäuses erstrecken, und wobei das äußere Profil von einer Abdeckung, die wenigstens
eine Schicht eines thermisch isolierenden Kunststoffs aufweist oder vollständig aus
einem solchen thermisch isolierenden Kunststoff besteht, umhüllt ist.
[0013] Ein wesentlicher Punkt der Erfindung liegt darin, dass eine Rahmenkonstruktion für
ein erfindungsgemäßes Gehäuse keine Durchbrechungen für eine Anbringung von Isoliermaterialien
erfordert, um eine thermische Entkopplung zwischen einer Innenseite und einer Außenseite
des Gehäuses zu erreichen. Auf diese Weise ermöglicht es die Erfindung, für das Gehäuse
eine einfache, kostengünstige und stabile Rahmenkonstruktion zu verwenden, deren äußeres
Profil durch die Anbringung einer thermisch isolierenden Abdeckung, welche das äußere
Profil im Wesentlichen vollständig umhüllt, gegenüber der Umgebung isoliert ist. Somit
ist ein für das erfindungsgemäße Gehäuse verwendbares Rahmenprofil nicht durchbrochen
ausgebildet, so dass das Rahmenprofil keine Schwächungspunkte, sondern eine hohe Stabilität
und Steifigkeit aufweist.
[0014] Gemäß einer Ausführungsform ist die Abdeckung als offenes Profil ausgebildet, das
im Wesentlichen der Form des äußeren Profils entspricht und das äußere Profil, vorzugsweise
klammerartig, umgreift. Die Form des Querschnitts der Abdeckung entspricht hierbei
im Wesentlichen der Form des Querschnitts des äußeren Profils, mit dem Unterschied,
dass der Querschnitt der Abdeckung etwas größer als der Querschnitt des äußeren Profils
ist, so dass die Abdeckung um das äußere Profil herum angebracht werden kann. Die
Kanten der Abdeckung grenzen erfindungsgemäß an die jeweiligen Kanten und/oder Flächen
der an die Kanten der Abdeckung angrenzenden Deckenwand, Bodenwand oder Seitenwand
an, so dass zwischen den Kontaktstellen der Abdeckung und der jeweiligen angrenzenden
Wand keine Lücke und damit keine thermische Leckage, sondern eine optimale Isolierung
zwischen Gehäuseinnerem und Gehäuseäußerem besteht. Der Begriff "thermische Leckage"
bezieht sich im Rahmen dieser Erfindung auf etwaige Wärmeverluste aufgrund von Wärmestrahlung.
Das erfindungsgemäße Gehäuse und/oder die Anbringung der Abdeckung an dem äußeren
Profil, kann, muss aber nicht, luftdicht sein.
[0015] Erfindungsgemäß ist die Abdeckung auf das äußere Profil aufschiebbar und/oder aufklipsbar.
Zum Zweck des Aufschiebens der Abdeckung auf das Profil wird die Abdeckung üblicherweise
von einem Ende des Profils beginnend über die Länge des Profils in Richtung anderes
Ende des Profils geschoben, bis die vollständige Länge des Profils von der Abdeckung
überdeckt ist.
[0016] Sofern es gewünscht ist, dass die Abdeckung auf das äußere Profil aufgeklipst wird,
ist die Abdeckung erfindungsgemäß flexibel, so dass die Abdeckung, die als offenes
Profil ausgebildet ist, mit ihrer Öffnung beginnend über das äußere Profil gestülpt
werden kann. Zu diesem Zweck wird die Abdeckung, respektive das offene Profil, während
des Aufklipsvorgangs zunächst aufgeweitet und schnappt nach seiner Anbringung über
dem äußeren Profil wieder in seine Ausgangsform zurück und umklammert auf diese Weise
das äußere Profil.
[0017] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann die Abdeckung, respektive das offene
Profil, auch ein Scharnier, vorzugsweise ein Filmscharnier, aufweisen, wobei das Scharnier
selbst aus einem thermisch isolierenden Kunststoff hergestellt ist. Hierbei hat sich
erwiesen, dass die Verwendung eines Filmscharniers besonders vorteilhaft ist, da die
Seiten des Filmscharniers übergangs- und lückenlos in die seitlichen Flächen der Abdeckung
übergehen können, so dass die Abdeckung eine im Wesentlichen einheitliche thermische
Isolierung des äußeren Profils zur Verfügung stellt. Eine Vorsehung eines Scharniers
in der Abdeckung ermöglicht in vorteilhafter Weise die Anbringung der Abdeckung auch
an großen äußeren Profilen. Darüber hinaus ist es bei der Verwendung eines Scharniers
in der Abdeckung auch möglich, die Abdeckung mit versteifenden Elementen zu versehen,
die ein Aufklipsen der Abdeckung auf das äußere Profil möglicherweise behindern würden.
[0018] Als weitere Befestigungsmöglichkeit kann die erfindungsgemäße Abdeckung auch an das
äußere Profil angeklebt werden. Zu diesem Zweck können an der Innenseite der Abdeckung,
d.h. an der dem äußeren Profil zugewandten Seite der Abdeckung, Klebeflächen vorgesehen
sein. Alternativ oder zusätzlich können die an die jeweilige Wand angrenzenden Kanten
der Abdeckung ebenfalls als Klebeflächen ausgebildet sein. Des Weiteren kann die Abdeckung
alternativ oder zusätzlich mit dem äußeren Profil vernietet, verschraubt oder auf
andere Weise verbunden sein. Denkbar ist auch eine Steckverbindung, bei welcher die
Abdeckung mittels eines Vorsprungs oder mehrerer Vorsprünge oder Auskragung(en) an
dem äußeren Profil befestigt wird. Die Vorsprünge oder Auskragungen können erfindungsgemäß
auch eine Doppelfunktion aufweisen und gleichzeitig zu deren Befestigungsfunktion
auch als Abstandshalter fungieren. In diesem Zusammenhang kann auch eine Klettverbindung
vorgesehen sein, wobei die jeweiligen Klettgegenstücke an der Innenseite der Abdeckung
einerseits und an der Außenseite des äußeren Profils andererseits befestigt, insbesondere
angeklebt, sein können. Eine Anbringung der Abdeckung mittels Klettmechanismus bringt
den erfindungsgemäßen Vorteil mit sich, dass zwischen der "Häkchen-Schlingenverbindung"
des Klettmechanismus Luftpolster gebildet werden, die eine zusätzliche thermische
Isolierung gewährleisten,darüber hinaus ist eine solcherart angebrachte Abdeckung
sehr einfach anbringbar und, beispielsweise im Zuge von Erweiterungs- oder Instandhaltungsarbeiten,
sehr einfach abnehmbar.
[0019] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Abdeckung
in an dem äußeren Profil montierten Zustand im Wesentlichen beabstandet zu dem äußeren
Profil angeordnet, so dass zwischen der Abdeckung und dem äußeren Profil Hohlräume
ausgebildet sind, die als zusätzliche Isolierschicht dienen. Zu diesem Zweck weist
die Abdeckung und/oder das äußere Profil erfindungsgemäß Abstandshalter auf, durch
welche ein definierter Abstand zwischen der Abdeckung und dem äußeren Profil vorgebbar
ist. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind diese Abstandshalter vorzugsweise
einstückig mit der Abdeckung ausgebildet und erstrecken sich punkt- oder linienförmig
längs der Abdeckung.
[0020] Des Weiteren wird die erfindungsgemäße Aufgabe auch durch eine Abdeckung für ein
Gehäuse, insbesondere für Heizungs-, Lüftungs- oder Klimageräte, mit einem aus Profilen
hergestellten Rahmen und mehreren an diesem befestigbaren, eine Deckenwand, eine Bodenwand,
sowie Seitenwände definierenden Wandpaneelen gemäß vorstehenden Ausführungen gelöst,
wobei die Rahmenprofile jeweils als Hohlprofile ausgebildet sind, die jeweils zwei
über eine gemeinsame Längskante miteinander verbundene Profile, die vorzugsweise als
Vierkantprofile ausgebildet sind, umfassen, von welchen sich in montiertem Zustand
ein inneres Profil in ein Gehäuseinneres des Gehäuses und ein äußeres Profil außerhalb
des Gehäuses erstrecken, wobei die Abdeckung wenigstens eine Schicht eines thermisch
isolierenden Kunststoffs aufweist und das äußere Profil außenseitig im Wesentlichen
vollständig umhüllt.
[0021] Auf diese Weise ermöglicht es die Erfindung einen Nachrüstsatz anzubieten, mit dem
aus dem Stand der Technik bekannte Gehäuse, insbesondere für Heizungs-, Lüftungs-
oder Klimageräte, hinsichtlich ihrer thermischen Isolierung sowie in Bezug auf deren
Wärmebrückenfaktor verbessert werden können.
[0022] Die nachrüstbare Abdeckung ist zu diesem Zweck gemäß den vorgenannten Ausführungen
ausgebildet; d.h. insbesondere, dass die Abdeckung aus einem thermisch isolierenden
Material, vorzugsweise aus, insbesondere flexiblen, Kunststoff besteht, als offenes
Profil ausgebildet ist, dessen Querschnitt im Wesentlichen dem Querschnitt des äußeren,
aus dem Stand der Technik bekannten, Profils entspricht, wobei das Abdeckungsprofil
eine etwas größere lichte Weite als die äußere Peripherie des äußeren Profils hat,
so dass die Abdeckung über das bestehende äußere Profil geschoben oder auf dieses
aufgeklipst werden kann.
[0023] Der Gegenstand der Erfindung kann somit wie folgt zusammengefasst werden:
Die Erfindung sieht vor, dass an den freiliegenden Seiten des Rahmens, die in direktem
Kontakt mit der Umgebung stehen, eine Abdeckung aus Kunststoff angebracht wird. Diese
Abdeckung kann über das äußere Profil geklipst oder geschoben werden, wobei zwischen
der als Kunststoffprofil ausgebildeten Abdeckung und dem Metallrahmen durch Abstandsprofile
ein Luftspalt realisiert wird.
[0024] Durch die Abdeckung aus Kunststoff des äußeren Profils wird die thermische Dämmung
des Gehäuses in vorteilhafter Weise dahingehend positiv beeinflusst, dass sich der
Wärmedurchgangswiderstand durch die Reihenschaltung von Metall, Luftspalt und Kunststoff
maßgeblich erhöht, wodurch sich die Gehäuseklasse des Gerätes bezüglich des Wärmebrückenfaktors
beispielsweise von TB3 (0,52) auf TB2 (0,62) verbessert, während die Gehäuseklassen
für die mechanische Stabilität und die Gehäuseleckage unverändert bleiben. Dies bedeutet,
dass das erfindungsgemäße Gehäuse durch die Abdeckung aus Kunststoff hinsichtlich
die Stabilität und Steifigkeit des Grundgerüstes, respektive Profilrahmens, unverändert
bleibt, während sich der Wärmebrückenfaktor des erfindungsgemäßen Gehäuses deutlich
verbessert.
[0025] Die wesentlichen Merkmale der Erfindung sowie insbesondere des erfindungsgemäß thermisch
optimierten Gehäuses bestehen somit darin, dass das erfindungsgemäße Gehäuse einen
thermisch optimierten Rahmen aufweist, sowie darin, dass der Metallrahmen zur Erhöhung
von dessen Wärmedurchgangswiderstand an seinen Eck- und Kantenprofilen eine thermisch
isolierende Abdeckung aufweist.
[0026] Die Geometrie der Abdeckung erstreckt sich hierbei über alle freiliegenden Kanten
und Flächen.
[0027] Erfindungsgemäß wird die Abdeckung in vorteilhafter Weise mittels Formschluss an
dem Rahmen, respektive dem äußeren Profil des Rahmens, befestigt, wobei zwischen der
Abdeckung und dem Metallrahmen ein Luftspalt vorgesehen ist, der über Stegprofile
realisiert ist.
[0028] Die Abdeckung selbst weist wenigstens eine thermisch isolierende Schicht auf und
ist aus Kunststoff oder einem ähnlichen Material mit niedriger Wärmeleitfähigkeit
hergestellt.
[0029] Des Weiteren hat die Erfindung den Vorteil, dass die maßgeblichen technischen Anforderungen
im Hinblick auf eine glatte Oberfläche und gute Dichtigkeit sowie ein robustes und
stabiles Gehäuse gewährleistet sind.
[0030] Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Profile des Profilrahmens als Hohlprofile
ausgebildet und jeweils aus einem Blechstreifen durch Längskantung desselben und unter
Ausbildung einer Längsschweißnaht an zwei aneinander stoßenden Längskanten erhalten.
[0031] Die Profile können vorzugsweise als Vierkantprofile ausgebildet sein; jedoch sind
vom Umfang der Erfindung auch Dreikant- sowie andere Mehrkantprofile, insbesondere
Fünf- bis Zwölfkantprofile, umfasst, die als jeweilige Doppelprofile, gegebenenfalls
mit unterschiedlichen Kantungen, ausgebildet sind.
[0032] Mit vorgenanntem Verfahren kann insbesondere ein erfindungsgemäß bevorzugtes Doppelvierkantprofil
auf einfache und kostengünstige Weise hergestellt werden.
[0033] Die beiden Profile, insbesondere Vierkantprofile, eines jeden Hohlprofiles können
unterschiedlich großen Querschnitt aufweisen, so dass die beiden Teil-Kantprofile
mit unterschiedlichen Funktionen (beispielsweise Haltefunktion/Tragefunktion) belegt
werden können.
[0034] Dabei kann vorgesehen sein, dass sich das im montierten Zustand im Gehäuseinneren
erstreckende Vierkantprofil einen größeren Querschnitt als das außen angeordnete Kantprofil
aufweist. Das innere, bevorzugt Vierkantprofil, kann daher besonders gut als Halteelement
für die Anbringung von Einbauten, insbesondere von weiteren Blechen, eingesetzt werden.
[0035] Vorzugsweise bestehen die die Seitenwände und/oder die Decken- und Bodenwand definierenden
Wandpaneelen jeweils aus einem inneren und einem äußeren Blech, zwischen denen wärme-
und/oder schallisolierendes Material angeordnet sein kann, und dessen Längsränder
im montierten Zustand nach außen bzw. innen um jeweils 90° gekantet sind. Diese Doppelwandkonstruktion
vereinfacht die Anbringung von wärme- und/oder schallisolierendem Material, wobei
die Montage der Innen- und Außenbleche jeweils einer Wand aufgrund der um jeweils
90° im montierten Zustand nach außen bzw. innen gekanteten Längsränder besonders einfach
ist.
[0036] Eine besonders einfache und gleichzeitig sichere Befestigung wird erreicht, wenn
die die Innenseiten der Wandpaneelen definierenden Bleche mit ihren nach außen gebogenen
Längsrändern über die oder zwischen den innen liegenden Vierkantprofilen der Rahmenprofile
gestülpt sind. Damit sind die Innenbleche durch die innen angeordneten Vierkantprofile
lagefixiert, wobei die Anbringung der Innenbleche dadurch besonders einfach erfolgt,
dass diese über die Vierkantprofile gestülpt sind.
[0037] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die die Außenseiten der
Wandpaneelen definierenden Bleche an die seitlich nach außen versetzten Vierkantprofile
der Rahmenprofile angesetzt, insbesondere außenseitig bündig mit diesem angesetzt
sind.
[0038] Insbesondere durch die außenseitig bündig mit den Vierkantprofilen, respektive den
auf den Vierkantprofilen angeordneten Abdeckungen, angesetzten Außenbleche wird eine
durchgehend ebene Außenkontur des Gehäuses erreicht, so dass das Gehäuse mit anderen
Gehäusen in Modulbauweise kombiniert werden kann bzw. besonders leicht zu transportieren
ist.
[0039] Vorzugsweise sind die Rahmenprofile mittels dreiarmiger Eckprofile miteinander verbindbar,
die aus Metall oder, vorzugsweise thermisch isolierendem Kunststoff, hergestellt sind.
Dadurch wird eine besonders robuste Rahmenkonstruktion erreicht. Die Montage des Gehäuses
wird dadurch weiter vereinfacht, dass die Rahmenprofile in oder auf die Arme der Eckprofile
ein- bzw. aufsteckbar sind, wobei die Abdeckungen über die Eck- und/oder Kantenprofile
geschoben und/oder geklipst werden.
[0040] Ferner können die die Innen- und Außenseiten der Wandpaneelen definierenden Bleche
mit den Rahmenprofilen von innen und/oder außen her verschraubbar sein, wodurch eine
noch bessere Stabilität erreicht wird. Die Schraublöcher können in den Blechen getutet,
d.h. versenkt sowie mit einer isolierenden Kunststoffabdeckung versehen sein.
[0041] Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0042] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die
anhand der Abbildungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine Teildarstellung eines Rahmenprofils mit einer in ein äußeres Hohlprofil eingesetzten
Kunststoffisolierung gemäß dem Stand der Technik;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines zur Herstellung des erfindungsgemäßen Gehäuses
verwendeten Rahmenprofils mit einer Abdeckung gemäß einer ersten Ausführungsform der
Erfindung in Schnittansicht;
- Fig. 3
- eine Darstellung eines Rahmenprofils für ein erfindungsgemäßes Gehäuse in Schnittansicht;
- Fig. 4
- eine Darstellung eines Rahmenprofils mit einer angebrachten erfindungsgemäßen Abdeckung
für ein erfindungsgemäßes Gehäuse in Schnittansicht;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Rahmenprofils für ein erfindungsgemäßes Gehäuse
in schematischer isometrischer Darstellung während der Montage der Abdeckung; und
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines Rahmenprofils für ein erfindungsgemäßes Gehäuse
in schematischer isometrischer Darstellung nach der Montage der Abdeckung.
[0043] In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleich wirkende Teile dieselben
Bezugsziffern verwendet.
[0044] Fig. 1 zeigt eine Darstellung eines zu einem Gehäuse 10 gehörigen Rahmenprofils 11
gemäß dem Stand der Technik in zwei unterschiedlichen Darstellungen, nämlich in einer
Detailansicht sowie in einer Ansicht, die erkennen lässt, wie drei Rahmenprofile 11
über ein Eckprofil 21 zusammengesetzt sind. Das Rahmenprofil 11 weist ein inneres
Profil 18a sowie ein äußeres Profil 18b auf, wobei eine isolierende Kunststoffeinlage
22 in das äußere Profil 18b eingesetzt ist, die an zwei Durchbrechungen 23 des äußeren
Profils 18b von außen sichtbar ist und sich durch die Wandung des äußeren Profils
18b zur Gewährleistung einer thermischen Entkopplung sowie zur Reduzierung des Wärmebrückenfaktors
hindurch erstreckt. Durch die Durchbrechungen 23 des äußeren Profils 18b wird die
Stabilität und Steifigkeit des dargestellten Profilrahmens 11 deutlich geschwächt.
[0045] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines zur Herstellung des erfindungsgemäßen
Gehäuses 10 verwendeten Rahmenprofils 11 mit einer Abdeckung gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung in Schnittansicht. Das Rahmenprofil 11 weist ein inneres Profil 18a,
dass als inneres Vierkantprofil 18 ausgebildet ist sowie ein äußeres Profil 18b auf,
das ebenfalls als im Querschnitt kleineres Vierkantprofil 18 ausgebildet ist. Sowohl
das innere Profil 18a als auch das äußere Profil 18b sind als Hohlprofile 16 ausgebildet,
die Teil des Profilrahmens 11 sind und eine gemeinsame Linkskante 17 aufweisen, über
welche das innere Profil 18a und das äußere Profil 18b miteinander verbunden sind.
Das äußere Profil 18b ist von einer Abdeckung 19 klammerartig umgeben, wobei die Abdeckung
19 über Abstandshalter 24 beabstandet zur äußeren Oberfläche des äußeren Profils 18b
angeordnet ist. Die Abstandshalter 24 sind als Teil der Abdeckung 19 einstückig mit
dieser ausgebildet.
[0046] Fig. 3 zeigt eine Darstellung eines Rahmenprofils 11 für ein erfindungsgemäßes Gehäuse
10 in Schnittansicht, wobei an dem Profilrahmen 11, respektive an dessen äußerem Profil
18b noch keine Abdeckung 19 angebracht ist. Eine entsprechend an dem äußeren Profil
18b angebrachte Abdeckung 19 ist in Fig. 4 dargestellt.
[0047] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung eines Rahmenprofils 11 für ein erfindungsgemäßes
Gehäuse 10 in schematischer isometrischer Darstellung während der Montage der Abdeckung
19. Die Abdeckung 19 wird hierbei von oben nach unten über das äußere Profil 18b geschoben,
bis die Abdeckung 19 das thermisch isolierte Eckprofil 21, das ebenfalls aus einem
thermisch isolierenden Kunststoff hergestellt ist, erreicht und bündig an diesem anliegt.
[0048] Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung eines Rahmenprofils 11 für ein erfindungsgemäßes
Gehäuse 10 in schematischer isometrischer Darstellung nach der Montage der Abdeckung
19. Gemäß den Fig. 5 und Fig. 6 ist ein senkrechtes Rahmenprofil 11 des Gehäuses 10
auf ein gemeinsames Eckprofil 21 gesteckt, während die beiden horizontalen Rahmenprofile
11 noch nicht montiert sind.
[0049] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Teile für sich
alleine gesehen und in jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten
Details als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abänderungen hiervon sind dem
Fachmann geläufig.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 10
- Gehäuse
- 11
- Profil, Rahmenprofil, Profilrahmen
- 16
- Hohlprofil
- 17
- Längskante
- 18
- Vierkantprofil
- 18a
- inneres Profil
- 18b
- äußeres Profil
- 19
- Abdeckung
- 20
- äußere Längskante
- 21
- Eckprofil
- 22
- Kunststoffeinlage
- 23
- Durchbrechung
- 24
- Abstandshalter
1. Gehäuse (10), insbesondere für Heizungs-, Lüftungs- oder Klimageräte mit einem aus
Profilen (11) hergestellten Rahmen und mehreren an diesem befestigbaren, eine Deckenwand,
eine Bodenwand, sowie Seitenwände definierenden Wandpaneelen, wobei die Rahmenprofile
(11) jeweils als Hohlprofile (16) ausgebildet sind, die jeweils zwei über eine gemeinsame
Längskante (17) miteinander verbundene Profile (11), die vorzugsweise als Vierkantprofile
(18) ausgebildet sind, umfassen, von welchen sich in montiertem Zustand ein inneres
Profil (18a) in ein Gehäuseinneres des Gehäuses (10) und ein äußeres Profil (18b)
außerhalb des Gehäuses (10) erstrecken,
dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Profil (18b) von einer Abdeckung (19), die wenigstens eine Schicht eines
thermisch isolierenden Kunststoff aufweist, umhüllt ist.
2. Gehäuse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (19) als offenes Profil ausgebildet ist, das im Wesentlichen der Form
des äußeren Profils (18b) entspricht und das äußere Profil (18b), vorzugsweise klammerartig,
umfasst.
3. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (19) auf das äußere Profil (18b) aufschiebbar und/oder aufklipsbar
ist.
4. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (19) ein Scharnier, vorzugsweise ein Filmscharnier, aufweist.
5. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (19) an dem äußeren Profil (18b) mittels Kleben, Nieten, Schrauben,
An- und/oder Einstecken und/oder mittels eines Klettmechanismus, insbesondere lösbar,
befestigbar ist.
6. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (19) in an dem äußeren Profil (18b) montierten Zustand im Wesentlichen
beabstandet zu dem äußeren Profil (18b) angeordnet ist und mit dem äußeren Profil
(18b) Hohlräume bildet.
7. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (19) und/oder das äußere Profil (18b) Abstandshalter (24) aufweist/aufweisen.
8. Abdeckung (19) für ein Gehäuse (10), insbesondere für Heizungs-, Lüftungs- oder Klimageräte
mit einem aus Profilen (11) hergestellten Rahmen und mehreren an diesem befestigbaren,
eine Deckenwand, eine Bodenwand, sowie Seitenwände definierenden Wandpaneelen gemäß
einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Rahmenprofile (11) jeweils als Hohlprofile
(16) ausgebildet sind, die jeweils zwei über eine gemeinsame Längskante (17) miteinander
verbundene Profile (18), die vorzugsweise als Vierkantprofile ausgebildet sind, umfassen,
von welchen sich in montiertem Zustand ein inneres Profil (18a) in ein Gehäuseinneres
des Gehäuses (10) und ein äußeres Profil (18b) außerhalb des Gehäuses (10) erstrecken,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdeckung (19) wenigstens eine Schicht eines thermisch isolierenden Kunststoffs
aufweist und das äußere Profil (18b) außenseitig im Wesentlichen vollständig umhüllt.