| (19) |
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(11) |
EP 3 218 178 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.05.2022 Patentblatt 2022/18 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.11.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/075665 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/075001 (19.05.2016 Gazette 2016/20) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM MASCHINELLEN FERTIGEN EINES FÜLLMATERIALERZEUGNISSES
DEVICE FOR THE MACHINE-PRODUCTION OF A PACKING MATERIAL PRODUCT
INSTALLATION DE FABRICATION AUTOMATISÉE D'UN ARTICLE DE MATÉRIAU REMBOURRAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
14.11.2014 DE 102014016874
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.09.2017 Patentblatt 2017/38 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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21207746.5 / 3974169 |
| (73) |
Patentinhaber: Sprick GmbH
Bielefelder Papier- und Wellpappenwerke & Co. |
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33607 Bielefeld (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHALK, Bastian
32758 Detmold (DE)
- ENGEMANN, Christoph
34414 Warburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmid, Nils T.F. |
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Boehmert & Boehmert
Anwaltspartnerschaft mbB
Pettenkoferstrasse 22 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 711 168 WO-A2-97/31773
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EP-A2- 0 523 382 US-A1- 2007 117 703
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum maschinellen Fertigen eines Füllmaterialerzeugnisses
aus einer ein- oder mehrlagigen kontinuierlichen Papierbahn, wie eine Verpackungsmaterialfertigungsmaschine.
Gattungsgemäße Füllmaterialfertigungsvorrichtungen werden beispielsweise in Logistikzentren
als ortsveränderliche, mobile Einheit aufgestellt, um beim Verpacken eines Gegenstands
längenkonfektioniertes Polstermaterial bereitzustellen. Das Polstermaterial wird aus
einer im Vergleich zum Polstermaterial raumsparenden Papierbahnrolle, insbesondere
einer Recyclingpapierrolle, oder aus einer gestapelten Recyclingpapierbahn gewonnen.
Zur Fertigung des Polstermaterials wird die Papierbahn von einer Rolle abgezogen und
derart umgeformt, dass sich Lufteinschlüsse bilden, die eine Dämpfung zwischen dem
zu verpackenden Gegenstand und der Außenverpackung bewirken.
[0002] Um eine große Auswahl an zu verpackenden Gegenständen zügig transportsicher verpacken
zu können, werden die Gegenstände anhand standardisierter Verpackungsabläufe und in
Verpackungen standardisierter Größen verstaut. Dabei ist es wichtig, dass gegebenenfalls
notwendiges Füllmaterial stets in gleichbleibender Polsterqualität und vordefinierten
dreidimensionalen Dimensionen zur Verfügung steht, um einen effizienten Arbeitsfluss
zu ermöglichen und die Logistikkosten zu reduzieren.
[0003] Eine bekannte Vorrichtung zum maschinellen Fertigen eines dreidimensionalen Verpackungserzeugnisses
oder Füllmaterialerzeugnisses, die in dem oben beschriebenen technischen Feld zum
Einsatz kommt, ist in
DE 10 2012 018 941 A1 beschrieben.
[0004] Die bekannte Fertigungsvorrichtung erstellt ein in Breiten, Höhen und Längendimension
vorkonfektioniertes Füllmaterialerzeugnis aus einem Papierbahnmaterial. Dazu wird
der bekannten Vorrichtung eine Papierbahn in einer Förderrichtung zugeführt und anschließend
in einer Deformationsstation die Papierbahn in einen dreidimensionalen Füllmaterialstrang
umgeformt. In Förderrichtung anschließend werden von dem Füllmaterialstrang durch
einen Rotationsschneider Füllmaterialerzeugnisse vordefinierter Länge abgetrennt.
[0005] Mit Erhöhung der Förder- und Bereitstellungsgeschwindigkeit der Füllmaterialerzeugnisse
steigt bei der bekannten Vorrichtung allerdings das Risiko, dass unmittelbar nach
dem Abtrennen eines Füllmaterialerzeugnisses vom Füllmaterialstrang der Weitertransport
des nachlaufenden Füllmaterialstrangs durch das abgetrennte vorlaufende Füllmaterialerzeugnis
behindert wird und es zu einem Förderstau kommt. Aufgrund der hohen Bereitstellungsgeschwindigkeiten
führt ein Fördermaterialstau häufig zu einer Verstopfung, die nur durch einen manuellen
Wartungseingriff einer Bedienperson an der Fertigungsvorrichtung behebbar ist, was
zu einer Unterbrechung des Verpackungsablaufs führt.
[0006] Es zeigte sich, dass im Falle eines Förderstaus Bedienpersonen dazu neigen, zu versuchen,
den Förderstau durch die Ausgabeöffnung für das Füllmaterialerzeugnis zu beheben.
Da das Schneidmesser eines Rotationsschneiders eine erhebliche Verletzungsgefahr darstellt,
weisen marktübliche Fertigungsvorrichtungen in der Regel zusätzliche konstruktive
Schutzmaßnahmen auf, die einen Handeingriff durch die Ausgabeöffnung in die Fertigungsvorrichtung
verhindern. Die aufwendigere Konstruktion mit Schutzklappen und ähnlichem verkompliziert
jedoch bei bekannten Modellen den an der Fertigungsvorrichtung notwendigen Wartungsvorgang,
um den Förderstau ordnungsgemäß zu beseitigen und die Vorrichtung wieder in Betrieb
zu nehmen. Überdies steigen durch die zusätzlichen Konstruktionsmaßnahmen die Anschaffungskosten
einer derartigen Vorrichtung. Die Patentschrift
EP 0 523 382 A2 offenbart eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Stands der Technik zu überwinden,
insbesondere eine Vorrichtung zum maschinellen Fertigen eines Füllmaterialerzeugnisses
bereitzustellen, die eine hohe Bereitstellungsgeschwindigkeit bei niedriger Materialstauwahrscheinlichkeit
aufweist, sowie hohe Sicherheitsanforderungen erfüllt.
[0008] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand gemäß Anspruch 1 gelöst. Danach ist eine
Vorrichtung zum maschinellen Fertigen eines Füllmaterialerzeugnisses aus einer ein-
oder mehrlagigen kontinuierlichen Papierbahn vorgesehen. Die Fertigungsvorrichtung
umfasst eine Zuförderung zum Einziehen der Papierbahn in die Vorrichtung, wodurch
eine Förderrichtung definiert ist, und eine Ablängeinrichtung zum Abtrennen des Füllmaterialerzeugnisses
von einem in der Vorrichtung aus der Papierbahn umgeformten dreidimensionalen Füllmaterialerzeugnisstrang.
Erfindungsgemäß schließt an die Ablängeinrichtung in Förderrichtung eine Abfördereinrichtung
an, die das abgetrennte Füllmaterialerzeugnis von der Ablängeinrichtung weg transportiert.
[0009] Durch den Abtransport des Füllmaterialerzeugnisses unmittelbar im Moment des Abtrennens
von dem nachlaufenden Füllmaterialerzeugnisstrang wird eine Kollision des nachlaufenden
Füllmaterialstrangs mit dem Füllmaterialerzeugnis vermieden. Ein Papierstau im Nachlauf
der Ablängeinrichtung wird zuverlässig ausgeschlossen. Mit der erfindungsgemäßen Maßnahme
des Abförderns des Füllmaterialerzeugnisses konnten die Bereitstellungsgeschwindigkeit
der Fertigungsvorrichtung deutlich erhöht und die Wartungszeiten erheblich reduziert
werden. Wartungseingriffe aufgrund eines Förderstaus im Nachlauf der Ablängeinrichtung
wurden auf ein vernachlässigbares Maß gesenkt. Die Abfördereinrichtung bildet durch
deren Nachordnung im Förderfluss relativ zur Ablängeinrichtung einen wirksamen Schutz
gegen ein Eingreifen in den Bereich der Ablängeinrichtung der Fertigungsvorrichtung
durch die Ausgabeöffnung, ohne dass zusätzliche konstruktive Maßnahmen notwendig wären.
[0010] Die Fertigungsvorrichtung arbeitet vorzugsweise derart vollautomatisch, dass auf
Nutzeranforderung ein oder mehrere Füllmaterialerzeugnisse gefertigt und von der Vorrichtung
abgegeben werden, insbesondere ohne dass ein Bedieneingriff notwendig ist. Die der
Vorrichtung zugeführte Papierbahn ist insbesondere im Wesentlichen zweidimensional,
mit festgelegten Breiten- und Längendimensionen, wobei insbesondere die Längendimension
die Breitendimension um ein Vielfaches übersteigt, und vernachlässigbarer durch die
Papierbahnstärke repräsentierter Höhendimension. Insbesondere umfasst die Vorrichtung
eine Papierbahnaufnahme, von der die Zuförderung die Papierbahn in die Vorrichtung
gelangt. Die Papierbahn kann durch die Aufnahme als Rolle und/oder Stapel vorgehalten
sein. Die Zuförderung bringt auf die Papierbahn Antriebskräfte in einer vordefinierten
Förderrichtung auf. Insbesondere fällt die Förderrichtung mit einer Haupterstreckungsrichtung
der Fertigungsvorrichtung, insbesondere eines Gehäuses oder eines Gehäuseträgers der
Fertigungsvorrichtung, zusammen. Entlang des Wegs der Papierbahn in und durch die
Fertigungsvorrichtung wird die zweidimensionale Papierbahn zu einem dreidimensionalen
Füllmaterialstrang umgeformt. Insbesondere weist die Fertigungsvorrichtung einen sich
verjüngenden Förderkanal auf. In dem Förderkanal werden die Längsränder der Papierbahn
zur Papierbahnmitte umgeschlagen, um Luftzwischenräume zu bilden. Insbesondere weist
die Fertigungsvorrichtung Prägeräder auf, die die Papierbahn deformieren, um einen
dreidimensionalen Füllmaterialstrang zu formen. Insbesondere übertragen die Prägeräder
Antriebskräfte auf die Papierbahn. Der Füllmaterialstrang läuft in die Ablängeinrichtung,
die insbesondere in vordefinierten Zeit- und/oder Längenintervallen einen Abschnitt
von dem Füllmaterialstrang abtrennt. Es sei klar, dass auch die Ablängeinrichtung
den Füllmaterialstrang weiter umformen kann und/oder Antriebskräfte auf den Füllmaterialstrang
aufbringen kann.
[0011] Die an die Ablängeinrichtung anschließende Abfördereinrichtung teilt dem Füllmaterialerzeugnis
Antriebskräfte in Förderrichtung oder einer Richtung mit, die eine überwiegende Richtungskomponente
in Förderrichtung aufweist, um das Füllmaterialerzeugnis aus dem Arbeitsbereich der
Ablängeinrichtung zu entfernen. Insbesondere treibt die Abfördereinrichtung das abgetrennte
Füllmaterialerzeugnis hin zu und/oder durch eine Abgabeöffnung in der Fertigungsvorrichtung,
so dass das Füllmaterialerzeugnis von einer Bedienperson weiterverwendet werden kann.
Insbesondere überträgt die Abfördereinrichtung Antriebskräfte auf den Füllmaterialstrang
zumindest unmittelbar bevor die Ablängeinrichtung das Füllmaterialerzeugnis von dem
Füllmaterialstrang abtrennt. Insbesondere schließt die Abfördereinrichtung strukturell
unmittelbar an die Ablängeinrichtung in Förderrichtung an.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführung ist eine von der Abfördereinrichtung dem Füllmaterialerzeugnis
und/oder dem Füllmaterialstrang mitgeteilte Fördergeschwindigkeit gleich oder größer
der von der Zuförderung der Papierbahn mitgeteilten Fördergeschwindigkeit. Die Zuförderung
bestimmt eine Zufördergeschwindigkeit, in der die Papierbahn der Fertigungsvorrichtung
und der Ablängeinrichtung zugeführt wird. Die Abfördereinrichtung greift in die zu
einem Füllmaterialstrang umgeformte Papierbahn ein und fördert diese mit einer Fördergeschwindigkeit
in Förderrichtung weiter, die mindestens der Zufördergeschwindigkeit entspricht. Dadurch
wird erreicht, dass der Füllmaterialstrang zumindest im Moment des Abtrennens sowohl
durch die Zuförderung als auch durch die Abförderung gehalten und/oder geführt ist.
Insbesondere ist die Ablängeinrichtung auf die Abfördereinrichtung und/oder die Zuförderung
derart abgestimmt, dass eine Führung des Füllmaterialstrangs bereits vor dem Abtrennen
gegeben ist. Durch die wenigstens gleich große Abfördergeschwindigkeit bezogen auf
die Zufördergeschwindigkeit wird außerdem sichergestellt, dass nach dem Abtrennen
des Füllmaterialerzeugnisses der Vorderrand des Füllmaterialstrangs von der Zuförderung
und/oder der Ablängeinrichtung in den Antriebskräfteeinflussbereich, insbesondere
den Eingriffsbereich der Abfördereinrichtung gelangt, ohne dass dieser mit einem nachlaufenden
Kurzrand des Füllmaterialerzeugnisses in Kontakt kommt.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführung sind die Zuförderung und/oder die Abfördereinrichtung
mit der Ablängeinrichtung derart synchronisiert, dass vor und/oder beim Abtrennen
des Füllmaterialerzeugnisses die Zuförderung und die Abfördereinrichtung dem Füllmaterialstrang
Förderkräfte mitteilen. Es sei klar, dass Förderkräfte kraftschlüssig, wie durch Reib-
oder Verzahnungseingriff, oder kontaktfrei, wie durch eine Druckluftbeaufschlagung,
dem Füllmaterialstrang und/oder der Papierbahn oder dem Füllmaterialerzeugnis mitgeteilt
sein können. Die Ablängeinrichtung durchtrennt zeitabgestimmt den Füllmaterialstrang,
der die Ablängeinrichtung mit einer durch die Zuförderung und/oder die Abfördereinrichtung
erzeugten Fördergeschwindigkeit durchläuft. Insbesondere ist die (Zu-)Fördergeschwindigkeit
vor und während und/oder nach dem Abtrennen konstant. Das Abtrennen des Füllmaterialerzeugnisses
erfolgt somit im Förderfluss ohne Zeitverlust. Zudem ist sichergestellt, dass das
abgetrennte Füllmaterialerzeugnis von dem Moment des Abtrennens an Förderkräfte erfährt,
die ein ungeführtes Verbleiben in der Fertigungsvorrichtung unterbinden, so dass kein
Fördermaterialstau auftreten kann. Insbesondere weisen die Zuförderung, die Abfördereinrichtung
und die Ablängeinrichtung Initialzustände und/oder Initialpositionen auf, die aufeinander
abgestimmt sind, so dass bei einem Erstdurchlauf eines vorlaufenden Papierbahnabschnitts
die Ablängeinrichtung genau dann ein erstes Füllmaterialerzeugnis von dem umgeformten
Füllmaterialstrang abtrennt, unmittelbar nachdem die Abfördereinrichtung dem vorlaufenden
Füllmaterialstrangbeginn erstmalig Förderantriebskräfte mitteilt. Insbesondere ist
die Abfördereinrichtung mit der Ablängeinrichtung derart synchron angesteuert, dass
ein Füllmaterialerzeugnis stets dann von dem Füllmaterialstrang abgetrennt wird, sobald
die Abfördereinrichtung einem vorlaufenden Rand des Füllmaterialstrangs Abförderantriebskräfte
mitteilt.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausführung sind die Zuförderung und/oder die Abfördereinrichtung
und die Ablängeinrichtung derart aufeinander abgestimmt, dass der Füllmaterialstrang
insbesondere beim Abtrennen unter Zugspannung gebracht wird. Insbesondere teilt die
Abfördereinrichtung einem vorlaufenden Rand des Füllmaterialstrangs und/oder dem Füllmaterialstrang
eine vorzugsweise geringfügig höhere, wie etwa 1 bis 10 % höhere, (Ab-)Fördergeschwindigkeit
mit, als die Zuförderung. Insbesondere ist die Abfördergeschwindigkeit nur kurz vor
und/oder während des Abtrennens des Füllmaterialerzeugnisses erhöht. Alternativ oder
zusätzlich kann vorgesehen sein, dass zum Erzeugen der Zugspannung ein Abstand zwischen
einer Eingriffsstelle der Zuförderung in die Papierbahn und einer Eingriffsstelle
der Abfördereinrichtung in den Füllmaterialstrang zeitweise erhöht wird. Ein unter
einer leichten Zugspannung stehender Füllmaterialstrang erlaubt eine exakte Längenkonfektionierung.
Sofern zum Abtrennen Schneidwerkzeuge eingesetzt werden, unterliegen diese einem geringeren
Verschleiß.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführung weist die Vorrichtung eine Antriebsgetriebeeinheit
auf, welche die Zuförderung und/oder die Abfördereinrichtung derart ansteuert und/oder
antreibt, dass nach dem Abtrennen eines Füllmaterialerzeugnisses die Förderung des
Füllmaterialstrangs solange fortgesetzt wird, bis ein in Förderrichtung vorlaufender
Rand des Füllmaterialstrangs in Eingriff mit der Abfördereinrichtung kommt. Insbesondere
weist die Antriebsgetriebeeinheit eine Sensorik zum Erfassen von Antriebskräften und/oder
eine Zeitsteuerung auf, die misst, ob der vorlaufende Rand des Füllmaterialstrangs
mit der Abfördereinrichtung in Eingriff gekommen ist. Die Antriebsgetriebeeinheit
läuft nach dem Erzeugen eines Füllmaterialerzeugnisses insbesondere ohne Eingriff
einer Bedienperson solange nach, bis der Füllmaterialstrang sowohl durch die Zuförderung
als auch die Abfördereinrichtung geführt ist. Dadurch wird vermieden, dass ein Füllmaterialstrangende
nach dem Abtrennen des Füllmaterialerzeugnisses ungeführt in der Fertigungsvorrichtung
verbleibt und bei einem möglichen Wiederanfahren der Fertigungsvorrichtung einen Förderstau
verursachen könnte.
[0016] Bei einer bevorzugten Ausführung weist die Zuförderung und/oder die Abfördereinrichtung
ein Räderwerk auf. Insbesondere erfasst das Räderwerk wenigstens eines von Papierbahn,
Füllmaterialstrang und Füllmaterialerzeugnis zwischen zwei insbesondere entlang der
Förderrichtung gegenüberliegend angeordneten Förderrädern. Vorzugsweise umfassen die
Zuförderung und die Abfördereinrichtung jeweils ein Räderwerk. Insbesondere ist das
Räderwerk der Zuförderung als Prägeräderpaar realisiert, das die Papierbahn zu einem
Füllmaterialstrang umformt. Vorzugsweise transportiert das Räderwerk die Papierbahn,
den Füllmaterialstrang und/oder das Füllmaterialerzeugnis entlang der Förderrichtung
und/oder einer Durchführrichtung, die durch eine gemeinsame Tangente an die jeweiligen
Außenumfänge der Förderräder des Räderwerks definiert ist. Insbesondere ist die Durchführrichtung
gleich der Förderrichtung. Alternativ kann vorgesehen sein, dass sich die Durchführrichtungen
eines Räderwerks der Zuförderung und eines Räderwerks der Abfördereinrichtung in einem
Winkel von weniger als 45° und mehr als 5° kreuzen.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausführung umfasst die Zuförderung und/oder die Abfördereinrichtung
insbesondere je ein Räderwerk mit je zwei insbesondere relativ zu der Förderrichtung
lateral gegenüberliegend angeordneten Förderrädern. Insbesondere weisen die Förderräder
eines jeweiligen Räderwerks unterschiedliche Raddurchmesser auf. Vorzugsweise sind
die Abstände der Achsen der Förderräder eines jeweiligen Räderwerks bezüglich der
Raddurchmesser oder der Summe der Radien der beiden Förderräder derart unterdimensioniert,
dass die Förderräder gegeneinander elastisch vorgespannt sind. Durch die elastische
Vorspannung kann auch bei unprofilierten Förderrädern eine ausreichende Antriebskraftübertragung
auf den Füllmaterialstrang und/oder das Füllmaterialerzeugnis sichergestellt werden.
Ein Durchgreifen durch die Zuförderung oder die Abfördereinrichtung in den Bereich
der Ablängeinrichtung wird durch die elastische Vorspannung erschwert.
[0018] Bei einer bevorzugten Ausführung weist die Zuförderung und/oder die Abfördereinrichtung
je wenigstens ein Förderrad auf. Vorzugsweise umfasst das wenigstens eine Förderrad
einen elastisch deformierbaren Abrollbereich. Insbesondere ist das Förderrad durch
einen Elastomerkörper, wie einen PU-Schaumkörper gebildet. Insbesondere weist das
Förderrad eine Verzahnung auf. Vorzugsweise weist die Zuförderung und/oder Abfördereinrichtung
je zwei Förderräder auf, wobei das eine eine Verzahnung aufweist und das andere Förderrad
eine gegengleiche Verzahnung aufweist, in die die Verzahnung des ersten Förderrads
insbesondere Antriebskräfte übertragend eingreift. Durch einen Antriebskräfte übertragenden
Kraftschluss zwischen den Förderrädern und/oder der Abfördereinrichtung kann eine
Antriebskraftübertragung auf die Papierbahn und/oder den Füllmaterialstrang zuverlässig
erfolgen, ohne dass beide Förderräder angetrieben werden müssten. Dies ermöglicht
eine kostengünstige Konstruktion der Fertigungsvorrichtung.
[0019] Bei einer bevorzugten Ausführung weist die Ablängeinrichtung einen Rotationsschneider
auf, der insbesondere zwei auf je einer Welle gelagerte, bezüglich der Förderrichtung
lateral gegenüberliegend angeordnete Werkzeugteile umfasst. Insbesondere umfasst der
Rotationsschneider ein Schneidkissen an einem Werkzeugteil und eine Schneide an dem
gegenüberliegenden Werkzeugteil. Insbesondere erstreckt sich die im Wesentlichen vorzugsweise
geradlinige Schneide quer, im Wesentlichen senkrecht zur Förderrichtung. Insbesondere
ist die Schneide in die Richtung der Welle vor- und/oder nachlaufend wenigstens einer
Perforationsnase und/oder Schlitzaufnahme angeordnet. Vorzugsweise weist ein Werkzeugteil
zumindest die eine Perforationsnase auf und das andere Werkzeugteil zumindest eine
Schlitzaufnahme, in die die Perforationsnase während eines Umlaufs des Rotationsschneiders
eingreift.
[0020] Bei einer bevorzugten Ausführung weist die Vorrichtung eine Vorformstation auf, die
insbesondere der Zuförderung in Förderrichtung nachgeordnet ist und die Papierbahn
in einen dreidimensionalen Füllmaterialstrang umformt. Insbesondere ist die Vorformstation
durch einen Trichter zum Umformen der Papierbahn und/oder ein Räderwerk der Zuförderung
gebildet, das mit der Papierbahn in Förder- und/oder Prägeeingriff steht.
[0021] Bei einer bevorzugten Ausführung weist die Ablängeinrichtung ein Perforationswerkzeug
zum Einbringen einer Perforation in den Füllmaterialstrang auf, das wenigstens eine
Perforationsnase, wenigstens eine Perforationsaufnahme und wenigstens einen Abstreifer
umfasst. Insbesondere sind die Perforationsnase und die wenigstens eine Perforationsaufnahme,
wie eine Schlitzaufnahme, derart einander zugeordnet, dass zum Perforieren die wenigstens
eine Perforationsnase bezüglich der wenigstens einen Perforationsaufnahme, wie der
Schlitzaufnahme, ein- und ausfahren kann. Insbesondere ist der Abstreifer der wenigstens
einen Perforationsnase und/oder der wenigstens einen Perforationsaufnahme derart zugeordnet,
dass beim Ausfahren der perforierte Füllmaterialstrang von der wenigstens einen Perforationsnase
und/oder von der wenigstens einen Perforationsaufnahme entfernt wird. Insbesondere
ist das Perforationswerkzeug entsprechend der
deutschen Patentanmeldung 10 2013 015 875.3 mit Anmeldetag 23. September 2013 ausgeführt.
[0022] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden durch die nachfolgende Beschreibung
bevorzugter Ausführungen gemäß den beiliegenden Figuren deutlich, in denen zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht des Innenaufbaus der Fertigungsvorrichtung gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel; und
- Figur 2
- eine Schnittdarstellung der Fertigungsvorrichtung gemäß Figur 1.
[0023] In den Figuren 1 und 2 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung 10 zum maschinellen
Fertigen eines Füllmaterialerzeugnisses im Allgemeinen mit der Bezugsziffer 10 versehen.
In den Darstellungen ist die Fertigungsvorrichtung 10 ohne Gehäuse dargestellt, so
dass der Blick frei auf den Gehäuseträger 13 und die erfindungsrelevanten Bauteile
der Fertigungsvorrichtung 10 ist. Die Fertigungsvorrichtung 10 umfasst eine Zuförderung
2, die eine nicht näher dargestellte Papierbahn, die in Rollen- oder Stapelform vorliegt,
von einer Papieraufnahme abfördert, z.B. von einer Rolle wickelt oder einem Stapel
abträgt, und in einer Förderrichtung F in die Fertigungsvorrichtung 10 zieht.
[0024] Die Zuförderung 2 umfasst einen Zuführtrichter 21, der sich von einer nicht näher
dargestellten Papieraufnahme hin zu einem den Gehäuseträger in dessen Erstreckungsrichtung
durchlaufenden Förderkanal verjüngt, der an einer Ausgabeöffnung 9 mündet. Die Zuförderung
umfasst außerdem ein unmittelbar an den Zuführtrichter 21 anschließendes Räderwerk
23, das in dem Gehäuseträger 11 drehbar gelagert ist und der Papierbahn tangential
zu den Rädern Förderkräfte mitteilt. Bei der Zuführung der Papierbahn durch den Trichter
21 wird die schlauch- oder bahnförmig abgewickelte Papierbahn in deren Volumenausdehnung
radial zur Förderrichtung F komprimiert, so dass durch Knicken und Falten einzelner
Papierbahnabschnitte Lufthohlräume entstehen, welche eine Polsterwirkung des zu fertigenden
Füllmaterialerzeugnisses bestimmen.
[0025] Das Räderwerk 23 der Zuförderung 2 wird durch zwei gegenüberliegend entlang des Förderkanals
angeordnete Förderräder 23a, 23b gebildet, von denen insbesondere nur eines drehangetrieben
ist (nicht näher dargestellt). Der Drehantrieb kann über ein nicht näher dargestelltes
Getriebe oder ein Zahnriemensystem von einer Antriebsgetriebeeinheit 120 abgegriffen
sein. Das zweite Förderrad 23b des Räderwerks 23 ist im Wesentlichen frei drehend
gelagert. Die Förderräder 23a, 23b stehen in gegenseitigem Eingriff, so dass die Antriebskräfte
von dem angetriebenen Förderrad 23a dem Förderrad 23b mitgeteilt werden. Wie in Figur
2 zu erkennen ist, sind die Drehwelle 25b des freidrehenden Förderrads 23b und die
Drehwelle 25a des Förderrads 23a bezogen auf die maximalen Außendurchmesser der Förderräder
in einem unterdimensionierten radialen Abstand zueinander in dem Gehäuseträger 13
angeordnet, so dass sich eine Förderradüberschneidung und somit ein Förderkontaktbereich
26 zwischen den Förderrädern 23a, 23b ergibt. Die Förderräder 23a, 23b sind elastisch
gegeneinander vorgespannt.
[0026] Das angetriebene Förderrad 23a ist mit einem elastisch deformierbaren Abrollbereich
24 versehen, wie einer Schaumstofflauffläche, der sich im Kontaktbereich 24 relativ
zu dem mitangetriebenen Förderrad 23b elastisch verformt. Beide Förderräder 23a, 23b
können überwiegend oder vollständig aus einem elastischen Material, wie Schaumstoff,
gefertigt sein, oder wie das Förderrad 23a einen elastischen Abrollbereich 24 oder
eine elastische Lauffläche, zum Beispiels aus Schaumstoff, aufweisen. Alternativ sind
die Förderräder 23a, 23b als Zahnräder ausgeführt, die ineinander und in die Papierbahn
eingreifen und zudem eine Verprägung der Lufteinschlüsse in die Papierbahn zu einem
Füllmaterialerzeugnisstrang erreichen.
[0027] Das Räderwerk 23 ergreift die durch den Trichter 21 vorgeformte Papierbahn und formt
mittels der zwischen den Förderrädern 23a, 23b auf die vorgeformte Papierbahn wirkenden
Druckkraft Knicke und Falten in die Papierbahn ein, so dass ein dreidimensionaler
Füllmaterialerzeugnisstrang mit polsternden Lufteinschlüssen vorgeformt wird. Die
Förderrichtung F ist im Speziellen durch eine gemeinsame Tangente an die beiden Förderräder
23a, 23b der Zuförderung 2 definiert. Alternativ bestimmt sich die Förderrichtung
F aus Strangdurchlauferstreckung der Papierbahn bzw. des Füllmaterialstrangs bei Durchlaufen
der Vorrichtung 10. Der Trichter 21 und das Räderwerk 23 der Zuförderung 2 bilden
gemeinsam eine Vorformstation. Ein Beispiel für eine Zuförderung, die Vorformarbeit
leitet, ist durch die Vorformstation gemäß
DE 10 2012 018 941 A1 gegeben.
[0029] Das Perforationswerkzeug umfasst zwei gegenüberliegend im Wesentlichen symmetrisch
zur Förderrichtung angeordnete Werkzeugteile 127, 129. Die Werkzeugteile 127, 129
sind jeweils auf einer Welle 27, 27' drehend im Gehäuseträger 13 gelagert. Ein Werkzeugteil
weist eine Schneide 37 auf, die im Laufe einer Umdrehung um die Welle 27 einen in
Förderrichtung F transportierten Füllmaterialstrang durchtrennt. Das zweite Werkzeugteil,
das sich synchron zum ersten um die Welle 27' dreht, weist ein Schneidkissen 183 auf.
Das Schneidkissen 183 und die Schneide 37 kommen zum Abtrennen des Füllmaterialerzeugnisses
vom Füllmaterialstrang in Schneidkontakt. Die Wellen 27, 27' werden durch ein jeweiliges
Antriebszahnrad 161, 161' drehangetrieben, die den durch die Schneide 37 und das Schneidkissen
183 gebildeten Rotationsschneider drehantreiben. Die Zahnräder 161, 161' weisen jeweils
rotationssymmetrisch entlang des Umfangs gleichmäßig verteilte insbesondere kreisförmige
Materialausnehmungen 163 auf. Mittels der Materialausnehmungen 163 wird das Gewicht
der Antriebszahnräder 161, 161' reduziert und die Rotationsträgheit verringert.
[0030] In Förderrichtung F schließt unmittelbar an die Ablängeinrichtung 4 eine Abfördereinrichtung
6 an. Die Abfördereinrichtung 6 weist zwei Förderräder 61, 63 auf, deren Drehwellen
69, 69' auf gegenüberliegenden Seiten eines entlang der Förderrichtung F verlaufenden
Förderkanals des Gehäuseträgers 13 angeordnet sind. Das Förderrad 61 weist einen größeren
Durchmesser als das Förderrad 63 auf. Die Welle 69' des Förderrads 63 ist in Förderrichtung
in geringerem Abstand zur Welle 27' der Ablängeinrichtung 4 angeordnet als die Welle
69 zur Welle 27. Der Abstand der Wellen 69, 69' der Abfördereinrichtung ist relativ
zu dem maximalen Außendurchmessern der Förderräder 61, 63 unterdimensioniert, so dass
ein unter Kompressionsvorspannung stehender Kontaktbereich 66 zwischen den Förderrädern
61, 63 gebildet ist. Aufgrund der nicht exakt senkrecht zur Förderrichtung F gegenüber
liegenden Anordnung oder in Förderrichtung F versetzten Anordnung der Wellen 69, 69'
resultiert eine Abförderrichtung D zwischen den Förderrädern 61, 63, welche die durch
die Zuförderung und/oder die Gehäuseträgererstreckung definierte Förderrichtung F
kreuzt. Die Abförderrichtung D ist durch eine gemeinsame Tangente an die Förderräder
61, 63 festgelegt. Die Förderräder 61, 63 weisen eine elastische Lauffläche auf oder
sind überwiegend oder vollständig aus einem elastischen Material, wie einem Schaumstoff,
gefertigt.
[0031] Die Ausgabeöffnung 9 der Vorrichtung 10 ist von einer schwenkbar gelagerten Klappe
91 verdeckt. Die Klappe 91 ist nach Art eines Rückschlagventils ausgeführt. Insbesondere
ist die Klappe 91 derart in der Ausgabeöffnung 9 gelagert, dass die Abförderrichtung
D durch die Förderräder 61, 63 im Wesentlichen senkrecht zur geschlossenen Klappe
91 steht.
[0032] Die Welle 69 des Förderrads 61 weist einen Abtriebsritzel 68 auf. Die Antriebsgetriebeeinheit
120 treibt ein Antriebsritzel 121 an, das über einen Zahnriemen 123 Drehantriebskräfte
auf das Abtriebsritzel 68 der Abfördereinrichtung 6. Eine Spannrolle 28 ist in dem
Gehäuseträger 13 relativ zu dem Antriebsritzel 121 und dem Zahnriemen 123 derart angeordnet,
dass diese eine Vorspannung senkrecht zur Laufrichtung des Zahnriemens 123 auf den
Zahnriemen aufbringt. Die Spann- oder Umlenkrolle 28 kontaktiert die ungezahnte Außenfläche
des Zahnriemens 123, um den Zahnriemen umzulenken. Die Antriebsgetriebeeinheit 120
erzeugt außerdem Drehantriebskräfte für die Ablängeinrichtung 4. Die Antriebskräfte
werden über die Zahnräder 161, 161' auf die Ablängeinrichtung 4 übertragen, was für
eine bessere Übersichtlichkeit in den Figuren nicht näher dargestellt ist.
[0033] Die Drehgeschwindigkeit des Räderwerks 23 der Zuförderung 2 ist auf die Drehgeschwindigkeit
der Förderräder 61, 63 der Abfördereinrichtung 6 sowie auf die Drehgeschwindigkeit
der Ablängeinrichtung 4 derart abgestimmt, dass die Ablängeinrichtung 4 eine Schnittposition
erst dann erreicht, wenn ein durch die Zuförderung 2 bereitgestellter Füllmaterialstrang
in Eingriff mit den Förderrädern 61, 63 der Abfördereinrichtung 6 kommt. Die Schnittposition
ist dadurch definiert, dass die Schneide 37 in Kontakt mit dem Schneidkissen 183 steht
und insbesondere parallel zu diesem ausgerichtet ist. Weiterhin kann es vorgesehen
sein, dass die Vorrichtung eine vorbestimmte Wartungsposition für eine Erstinbetriebnahme
aufweist, um eine vordefinierte Stellung von Ablängeinrichtung 6, insbesondere des
Rotationsschneiders festzulegen.
[0034] Die Räderwerke 23, 62 der Zuförderung 2 und der Abfördereinrichtung 6 sowie die Zahnräder
161, 161' der Ablängeinrichtung 4 sind arbeiten insbesondere mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten synchron. Das heißt, dass die sich die Förderräder 23a, 23b, 61,
63 und die Zahnräder 161 '161' in einem vorbestimmten Zeit- und Geschwindigkeitsverhältnis
zueinander drehen.
[0035] Die Antriebsgetriebeeinheit 120 kann über eine nicht näher dargestellte Sensorik
oder Zeitsteuerung derart ausgelegt sein, dass nach dem Ablängen eines Füllmaterialerzeugnisses
von einem Füllmaterialstrang zumindest die Zuförderung 2 solange nachläuft, bis der
dem Füllmaterialerzeugnis nachlaufende Vorderrand des Füllmaterialstrangs in Eingriff
mit der Abfördereinrichtung 6 kommt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Anlage
in einem vordefinierten Betriebszustand anhält und beim Wiederauflauf kein Fördermaterialstau
auftreten kann.
[0036] Vorzugsweise ist die Drehgeschwindigkeit der Ablängeinrichtung 4 derart auf die Drehgeschwindigkeit
der Zuförderung 2 und der Abfördereinrichtung 6 abgestimmt, dass innerhalb einer Umdrehung
zwischen Schneidposition und Schneidposition eine vordefinierte Länge des Füllmaterialstrangs
entlang der Förderrichtung F die Vorrichtung 10 durchläuft. Vorzugsweise ist die Geschwindigkeit
der Ablängeinrichtung relativ zu der Fördergeschwindigkeit der Zuförderung 2 und der
Abfördereinrichtung 6 einstellbar, um die Länge des zu fertigenden Füllmaterialerzeugnisses
einzustellen. Vorzugsweise sind die Drehgeschwindigkeiten in einem vorbestimmten Verhältnis
zueinander synchronisiert. Diese Aufgabe wird durch ein Getriebe des Antriebsgetriebeeinheit
120 sowie durch die von dem Antriebsritzel 121, einem Getriebe der Zuförderung, dem
Abtriebsritzel 68 und den Zahnrädern 161, 161' bereitgestellte Übersetzung erreicht.
[0037] Der Fertigungsablauf eines Füllmaterialerzeugnisses gestaltet sich wie folgt: Die
Papierbahn wird durch die Zuförderung 2 in die Vorrichtung 10 in Förderrichtung F
entlang der Längserstreckung des Gehäuseträgers 13 eingezogen und beim Durchlaufen
des Räderwerks 23 der Zuförderung 2 in einen dreidimensionaler Füllmaterialerzeugnisstrang
vorgeformt. Die Zufördergeschwindigkeit der Zuförderung 2 ist dabei auf die Drehgeschwindigkeit
des Rotationsschneiders der Ablängeinrichtung 4 und dessen vordefinierter Initialdrehposition
derart synchron abgestimmt, dass das Räderwerk 62 der Abfördereinrichtung 6, das die
Förderräder 61, 63 umfasst, in einen Fördereingriff mit dem Füllmaterialstrang kommt,
bevor die Schneide 37 der Ablängeinrichtung 4 die Schnittposition erreicht, um von
dem Füllmaterialstrang das Füllmaterialerzeugnis abzuschneiden.
[0038] Die Abfördereinrichtung 6 bringt auf das Füllmaterialerzeugnis eine Abfördergeschwindigkeit
auf, die größer oder gleich der von der Zuförderung 2 auf den Füllmaterialstrang aufgebrachten
Zufördergeschwindigkeit ist. Dadurch wird sichergestellt, dass kein Papierstau auftreten
kann. Vorzugsweise wird durch eine zwischen 0,1 % und 20 %, insbesondere zwischen
0,1 % und 10 %, vorzugsweise zwischen 0,1 % und 5 % höhere Abfördergeschwindigkeit
der Füllmaterialstrang im Moment des Abtrennens unter Zugspannung innerhalb der Vorrichtung
geführt.
[0039] Das Füllmaterialerzeugnis wird im Anschluss durch die Abfördereinrichtung 6 in Richtung
der Abgabeöffnung 9 transportiert, wobei die Fördergeschwindigkeit hoch genug ist,
um die Verschlussklappe 91 aufzustoßen. Alternativ öffnet die Antriebsgetriebeeinheit
120 synchronisiert mit der Ablängeinrichtung 4 und/oder der Abfördereinrichtung 6
die Verschlussklappe 91 intervallweise oder in einem vordefinierten Zeitabstand zum
Abtrennen.
[0040] Die Schneide 37 der Ablängeinrichtung 4 ist in einem Perforationswerkzeug mit einem
Nasenwerkezugteil 127 und einem Aufnahmewerkzeugteil 129 integriert, welche beim Abtrennen
des Füllmaterialerzeugnisses Formerhaltungsperforationen am nachlaufenden Füllmaterialerzeugnisrand
und dem vorläufigen Füllmaterialrand fertigen. Das Aufnahmewerkzeugteil 129 weist
ein Schneidkissen 183 und Schlitzaussparungen 177a, 177b auf, in die Perforationsnasen
45a, 45b des gegenüberliegenden Nasenwerkzeugteils 127 eindringen. In dem Nasenwerkzeugteil
129 ist ein Abstreifer 57 vorgesehen, der als PU-Schaumbalken ausgeführt ist, um nach
der Perforation den Füllmaterialstrang aus dem Perforationswerkzeug zu entfernen.
[0041] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Figuren und den Ansprüchen offenbarten
Merkmale können einzeln als auch in ihrer Kombination für die Realisierung der Erfindung
in den verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 2
- Zuförderung
- 4
- Ablängeinrichtung
- 6
- Abfördereinrichtung
- 9
- Ausgabeöffnung
- 10
- Fertigungsvorrichtung
- 13
- Gehäuseträger
- 21
- Zuführtrichter
- 23,62
- Räderwerk
- 23a, 23b, 61, 63
- Förderräder
- 24
- Abrollbereich
- 25a, 25b
- Drehwelle
- 26,66
- Förderkontaktbereich
- 27, 27', 69, 69'
- Welle
- 28
- Spannrolle
- 37
- Schneide
- 45a, 45b
- Perforationsnasen
- 57
- Abstreifer
- 68
- Abtriebsritzel
- 91
- Klappe
- 120
- Antriebsgetriebeeinheit
- 121
- Antriebsritzel
- 123
- Zahnriemen
- 127
- Nasenwerkzeugteil
- 129
- Aufnahmewerkzeugteil
- 161, 161'
- Zahnräder
- 183
- Schneidkissen
- 177a, 177b
- Schlitzaussparungen
- 163
- Materialausnehmungen
- D
- Abförderrichtung
- F
- Förderrichtung
1. Vorrichtung (10) zum maschinellen Fertigen eines Füllmaterialerzeugnisses aus einer
ein- oder mehrlagigen kontinuierlichen Papierbahn, umfassend
- eine Zuförderung (2) zum Einziehen der Papierbahn in die Vorrichtung, wodurch eine
Förderrichtung (F) definiert ist, und
- eine Ablängeinrichtung (4) zum Abtrennen des Füllmaterialerzeugnisses von einem
in der Vorrichtung (10) aus der Papierbahn umgeformten dreidimensionalen Füllmaterialstrang,
wobei die Ablängeinrichtung (4) einen Rotationsschneider aufweist,
wobei an die Ablängeinrichtung (4) in Förderrichtung (F) eine Abfördereinrichtung
(6) anschließt, die geeignet ist, das abgetrennte Füllmaterialerzeugnis von der Ablängeinrichtung
(4) weg zu transportieren,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abfördereinrichtung geeignet ist, einem vorlaufenden Rand des Füllmaterialstrangs
und/oder dem Füllmaterialstrang eine zwischen 0,1 % und 20 % höhere Abfördergeschwindigkeit
mitzuteilen, als die Zuförderung.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit der Ablängeinrichtung (4) relativ zu der Fördergeschwindigkeit
der Zuförderung (2) und der Abfördereinrichtung (6) einstellbar ist, um die Länge
des zu fertigenden Füllmaterialerzeugnisses einzustellen.
3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfördereinrichtung (6) auf das Füllmaterialerzeugnis eine Abfördergeschwindigkeit
aufbringen kann, die zwischen 0,1 % und 10 %, vorzugsweise zwischen 0,1 % und 5 %
höher ist, als die von der Zuförderung (2) auf den Füllmaterialstrang aufgebrachten
Zufördergeschwindigkeit.
4. Vorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuförderung (2) und/oder die Abfördereinrichtung (6) mit der Ablängeinrichtung
(4) derart synchronisiert sind, dass vor und/oder beim Abtrennen des Füllmaterialerzeugnisses
die Zuförderung (2) und die Abfördereinrichtung (6) dem Füllmaterialstrang Förderkräfte
mitteilen.
5. Vorrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfördereinrichtung (6) mit der Ablängeinrichtung (4) derart synchron angesteuert
ist, dass ein Füllmaterialerzeugnis stets dann von dem Füllmaterialstrang abgetrennt
wird, sobald die Abfördereinrichtung (6) einem vorlaufenden Rand des Füllmaterialstrangs
Abförderantriebskräfte mitteilt.
6. Vorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuförderung (2) und/oder die Abfördereinrichtung (6) und die Ablängeinrichtung
(4) derart aufeinander abgestimmt sind, dass der Füllmaterialstrang beim Abtrennen
unter Zugspannung gebracht wird.
7. Vorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Antriebsgetriebeeinheit (120) aufweist, welche geeignet ist,
die Zuförderung (2) und/oder die Abfördereinrichtung (6) derart anzusteuern, dass
nach dem Abtrennen eines Füllmaterialerzeugnisses die Förderung des Füllmaterialstrangs
fortgesetzt wird, bis ein in Förderrichtung vorlaufender Rand des Füllmaterialstrangs
in Eingriff mit der Abfördereinrichtung (6) kommt, wobei insbesondere die Antriebsgetriebeeinheit
(120) eine Sensorik zum Erfassen von Antriebskräften und/oder eine Zeitsteuerung aufweist.
8. Vorrichtung (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsgetriebeeinheit (120) außerdem ausgebildet ist, Drehantriebskräfte für
die Ablängeinrichtung (4) zu erzeugen.
9. Vorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuförderung (2) und/oder die Abfördereinrichtung (6) ein Räderwerk (23, 62) aufweist,
die geeignet ist, das insbesondere wenigstens eines von Papierbahn, Füllmaterialstrang
und Füllmaterialerzeugnis zwischen zwei Förderrädern (23a, 23b, 61, 63) zu erfassen
und entlang der Förderrichtung (F) und/oder einer durch eine gemeinsame Tangente an
einen jeweiligen Außenumfang der Förderräder (23a, 23b, 61, 63) des Räderwerks (23,
62) definierten Durchführrichtung (D) weiterzutransportieren.
10. Vorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuförderung (2) und/oder die Abfördereinrichtung (6) je ein Räderwerk (23, 62)
mit je zwei insbesondere lateral gegenüberliegend relativ zu der Förderrichtung (F)
angeordneten Förderrädern (23a, 23b, 61, 63) umfasst, die unterschiedliche Raddurchmesser
aufweisen.
11. Vorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuförderung (2) und/oder die Abfördereinrichtung (6) je ein Räderwerk (23, 62)
mit je zwei insbesondere lateral gegenüberliegend relativ zu der Förderrichtung (F)
angeordneten Förderrädern (23a, 23b, 61, 63) umfasst, deren Radachsabstand bezüglich
der Raddurchmesser derart unterdimensioniert ist, dass die Förderräder (23a, 23b,
61, 63) gegeneinander elastisch vorgespannt sind.
12. Vorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuförderung (2) und/oder die Abfördereinrichtung (6) je wenigstens ein Förderrad
(23a, 23b, 61, 63) aufweist, das vorzugsweise einen elastisch deformierbaren Abrollbereich
(24) umfasst, wobei insbesondere das Förderrad (23a, 23b, 61, 63) durch einen Elastomerkörper,
wie einen PU-Schaumkörper, gebildet ist, und/oder das eine Verzahnung aufweist, die
insbesondere in eine Verzahnung eines jeweiligen gegenüberliegenden Förderrads (23a,
23b, 61, 63) insbesondere antriebskräfteübertragend eingreift.
13. Vorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablängeinrichtung (4) einen zwei auf je auf einer Welle (27,27') gelagerte Werkzeugteile
umfassenden Rotationsschneider aufweist, der insbesondere eine Schneide (37) und ein
Schneidkissen (73) umfasst, wobei insbesondere die im Wesentlichen geradlinige Schneide
(37) sich quer, insbesondere im Wesentlichen senkrecht zur Förderrichtung (F) erstreckt
und/oder der Schneide (37) in Drehrichtung (R) der Welle (27) vor- und/oder nachlaufend
wenigstens einer Perforationsnase (45a, 45b) und/oder Schlitzaufnahme (177a, 177b)
angeordnet ist.
14. Vorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine insbesondere der Zuförderung in Förderrichtung nachgeordnete Vorformstation
aufweist, welche geeignet ist, die Papierbahn in einen dreidimensionalen Füllmaterialstrang
umzuformen, wobei insbesondere die Vorformstation durch einen Trichter (21) zum Umformen
der Papierbahn und ein Räderwerk (23) der Zuförderung (2) gebildet ist, das mit der
Papierbahn in Förder- und/oder Prägeeingriff stehen kann.
15. Vorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablängeinrichtung (4) ein Perforationswerkzeug zum Einbringen einer Perforation
in den Füllmaterialstrang aufweist, das wenigstens eine Perforationsnase (45a, 45b),
wenigstens eine Perforationsaufnahme und wenigstens einen Abstreifer (57) umfasst,
wobei insbesondere die wenigstens eine Perforationsnase (45a, 45b) und die wenigstens
eine Perforationsaufnahme derart einander zugeordnet sind, dass zum Perforieren die
wenigstens eine Perforationsnase (45a, 45b) bezüglich der wenigstens einen Perforationsaufnahme
ein- und ausfahren kann, und/oder der Abstreifer (57) der wenigstens einen Perforationsnase
(45a, 45b) und/oder der wenigstens einen Perforationsaufnahme derart zugeordnet ist,
dass beim Ausfahren das perforierte Füllmaterialerzeugnis von der wenigstens einen
Perforationsnase (45a, 45b) und/oder von der wenigstens einen Perforationsaufnahme
entfernt wird.
1. A device (10) for machine-making a dunnage product from a single- or multi-ply paper
web, comprising
- a delivery conveyor (2) for drawing the paper web into the device so that a conveying
direction (F) is defined; and
- a cutter (4) for separating the dunnage product from a three-dimensional strand
of dunnage material formed from the paper web within the device (10), wherein the
cutter (4) comprises a rotary cutter;
wherein a removal conveyor (6)suitable for removing the separated dunnage product
from the cutter (4) follows up the cutter (4) in the conveying direction (F),
characterized in that the removal conveyor (6) is suitable to communicate a removal velocity to a leading
edge of the strand of dunnage material which is between 0,1 % and 20% larger than
the delivery conveyor.
2. The device (10) according to claim 1, characterized in that the velocity of the cutter (4) can be set in relation to the conveying velocity of
the delivery conveyor (2) and of the removal conveyor (6) in order to set the length
of the dunnage product to be made.
3. Device (10) according to claim 1, characterized in that the removal conveyor (6) can provide a removal velocity between 0,1 % and 10 %, preferably
between 0,1% and 5%, larger than the conveying velocity provided by the delivery conveyor
(2) to the strand of dunnage material.
4. Device (10) according to one of the preceding claims, characterized in that de delivery conveyor (2) and/or the removal conveyor (6) are synchronized with the
cutter (4) such that the delivery conveyor (2) and the removal conveyor (6) provide
conveying forces to the strand of dunnage material before and/or during separation
of the dunnage product.
5. Device according to claim 4, characterized in that the removal conveyor (6) is controlled synchronized with the cutter (4) such that
a dunnage product always becomes separated from the strand of dunnage material once
the removal conveyor communicates removal conveying forces to the leading edge of
the dunnage material strand.
6. Device (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the delivery conveyor (2) and/or the removal conveyor (6) and the cutter (4) are
attuned such that the strand of dunnage material is subjected to tensile stress in
particular during separation.
7. Device (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the device comprises a drive-transmission-unit (120) suitable to control the delivery
conveyor (2) and/or the removal conveyor (6) such that they conveying of the strand
of dunnage material is continued after the separation of the dunnage product, until
a edge of the strand of dunnage material running forward in the conveying direction
comes into engagement with the removal conveyor (6), wherein in particular the drive-transmission-unit
(120) comprises a sensor for detecting drive-forces and/or a timed control.
8. Device (10) according to claim 7, characterized in hat the drive-transmission-unit (120) is additional configured to create rotary driving
forces for the cutter (4).
9. Device (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the delivery conveyor (2) and/or the removal conveyor (6) comprises a wheelwork (23,
62), which in particular is suitable to grip at least one of the paper web, the strand
of dunnage material or the dunnage product between two conveying wheels (23a, 23b,
61, 63) and to transport it along a passage direction (D) defined by a common tangent
on each respective outer circumference of the conveyor wheels (23a, 23, 61, 63) of
the wheelwork (23, 62).
10. Device (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the delivery conveyor (2) and/or the removal conveyor (6) both comprise a wheelwork
(23, 62) with two conveying wheels (23a, 23b, 61, 63) in particular laterally opposite
one another relative to the conveying direction (F) comprising different wheel diameters..
11. Device (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the delivery conveyor (2) and/or the removal conveyor (6) both comprise a wheelwork
(23, 62) with two conveying wheels (23a, 23b, 61, 63) in particular laterally opposite
one another relative to the conveying direction (F), the wheel center distance being
undersize relative to the wheel diameters such that the conveyor wheels (23a, 23b,
61, 63) are elastically biased against each other.
12. Device (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the delivery conveyor (2) and/or the removal conveyor (6) each comprise at least
one conveying wheel (23a, 23b, 61, 63) preferably comprising a deformable rolling
surface (24) wherein in particular the conveying wheel (23a, 23b, 61, 63) is made
of an elastomer body, such as a PU-foam-body, and/or comprising a toothing in particular
engaging into a toothing of a respective opposing conveying wheel (23a, 23b, 61, 63)
particularly force-transmittingly.
13. Device (10) according to one of the preceding claims characterized in that the cutter (6) comprises a rotary cutter which in particular comprises two tool parts
being mounted on a respective shaft (27, 27'), in particular comprising a blade (37)
and a cutting pad (73), wherein in particular the essentially rectilinear blade (37)
extends across, particularly essentially orthogonally to the conveying direction (F)
and/or wherein in particular at least one perforating nose (45a, 45b) and/or slot
reception (177a, 177b) is arranged leading before and/or lagging behind the blade
in the rotational direction (R).
14. Device (10) according to one of the preceding claims characterized in that it comprises a preforming station particularly arranged downstream of the delivery
conveyor in the conveying direction (F), the preforming station suitable for forming
the paper web into the three-dimensional strand of dunnage material, wherein in particular
the preforming station is realized by a funnel (21) for preforming the paper web and
a wheelwork (23) of the delivery conveyor (2) capable of engaging the paper web in
a conveying engagement and/or embossing engagement.
15. Device (10) according to one of the preceding claims characterized in that the cutter (4) comprises a perforator tool for introducing a perforation into the
strand of dunnage material, the perforator tool comprising at least one perforator
nose (45a, 45b), at least one perforator reception and at least one stripper (57),
wherein in particular the at least one perforator nose (45a, 45b) and the at least
one perforator reception are associated to one another such that, for perforating,
the at least one perforator nose (45a, 45b) can extend and retract relative to the
at least one perforator reception, and/or wherein in particular the stripper (57)
being associated to the perforator nose (45a, 45b) and/or to the at least one perforator
reception such that upon retracting, the perforated dunnage product is removed from
the at least one perforator nose (45a, 45b) and/or from the at least one perforator
reception.
1. Dispositif (10) de fabrication mécanisée d'un produit de matériau de remplissage à
partir d'une bande de papier continue mono- ou multicouche, comprenant
- un convoyage d'alimentation (2) pour l'insertion de la bande de papier dans le dispositif,
une direction de convoyage (F) étant de ce fait définie, et
- un système de coupe à longueur (4) pour séparer le produit de matériau de remplissage
d'un tronçon de matériau de remplissage tridimensionnel déformé dans le dispositif
(10) à partir de la bande de papier, sachant que le système de coupe à longueur (4)
comporte un découpeur rotatif,
sachant qu'un système convoyage d'évacuation (6) se raccorde au système de coupe à
longueur (4) dans la direction de convoyage (F), qui est adapté au fait de convoyer
le produit de matériau de remplissage séparé depuis le système de coupe à longueur
(4),
caractérisé en ce que le système d'évacuation est adapté pour communiquer à un bord défilant du tronçon
de matériau de remplissage et/ou au tronçon de matériau de remplissage une vitesse
d'évacuation située entre 0,1 % et 20 % plus élevée que l'alimentation.
2. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la vitesse du système de coupe à longueur (4) peut être réglée par rapport à la vitesse
du convoyage d'alimentation (2) et du système convoyage d'évacuation (6) pour régler
la longueur du produit de matériau de remplissage à fabriquer.
3. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le système convoyage d'évacuation (6) peut appliquer une vitesse d'évacuation au
produit de matériau de remplissage qui est entre 0,1 % et 10 %, de préférence entre
0,1 % et 5 % plus élevée que la vitesse d'alimentation appliquée par le convoyage
d'alimentation (2) au tronçon de matériau de remplissage.
4. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le convoyage d'alimentation (2) et/ou le système convoyage d'évacuation (6) sont
synchronisés avec le système de coupe à longueur (4) de telle manière que le convoyage
d'alimentation (2) et le système convoyage d'évacuation (6) communiquent au tronçon
de matériau de remplissage des forces de convoyage avant et/ou lors de la séparation
du produit de matériau de remplissage.
5. Dispositif (10) selon la revendication 4, caractérisé en ce que le système convoyage d'évacuation (6) est piloté de manière synchrone avec le système
de coupe à longueur (4) de telle sorte qu'un produit de matériau de remplissage est
toujours séparé ensuite du tronçon de matériau de remplissage dès que le système convoyage
d'évacuation (6) communique des forces d'entraînement d'évacuation au bord défilant
du tronçon de matériau de remplissage.
6. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le convoyage d'alimentation (2) et/ou le système convoyage d'évacuation (6) et le
système de coupe à longueur (4) sont harmonisés l'un avec l'autre de telle manière
que le tronçon de matériau de remplissage est placé sous tension de traction lors
de la séparation.
7. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif comporte une unité de transmission d'entraînement (120), laquelle est
adaptée pour piloter le convoyage d'alimentation (2) et/ou le système convoyage d'évacuation
(6) de telle manière que le convoyage du tronçon de matériau de remplissage se poursuit
après la séparation d'un produit de matériau de remplissage jusqu'à ce qu'un bord
défilant dans la direction de convoyage du tronçon de matériau de remplissage vienne
en prise avec le système convoyage d'évacuation (6) sachant en particulier que l'unité
de mécanisme d'entraînement (120) comporte un système capteur pour saisir des forces
d'entraînement et/ou une temporisation.
8. Dispositif (10) selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'unité de mécanisme d'entraînement (120) est constituée en outre pour produire des
forces d'entraînement rotatives pour le système de coupe à longueur (4).
9. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le convoyage d'alimentation (2) et/ou le système convoyage d'évacuation (6) comportent
un mécanisme à roues (23, 62), qui est adapté pour recueillir en particulier au moins
un tronçon de matériau de remplissage et un produit de matériau de remplissage de
la bande de papier entre deux roues de transport (23a, 23b, 61, 63) et poursuivre
le convoyage le long de la direction de convoyage (F) et/ou d'une direction de passage
(D) définie par une tangente commune sur une périphérie extérieure respective des
roues de transport (23a, 23b, 61, 63) du mécanisme à roues (23, 62).
10. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le convoyage d'alimentation (2) et/ou le système convoyage d'évacuation (6) comprennent
respectivement un mécanisme à roues (23, 62) avec respectivement deux roues de transport
(23a, 23b, 61, 63) disposées en particulier latéralement opposées par rapport à la
direction de convoyage (F), qui comportent des diamètres de roue différents.
11. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le convoyage d'alimentation (2) et/ou le système convoyage d'évacuation (6) comprennent
respectivement un mécanisme à roues (23, 62) avec respectivement deux roues de transport
(23a, 23b, 61, 63) disposées en particulier latéralement opposées par rapport à la
direction de convoyage (F), dont l'entraxe de roue concernant les diamètres de roue
est sous-dimensionné de telle manière que les roues de transport (23a, 23b, 61, 63)
sont précontraintes élastiquement l'une contre l'autre.
12. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le convoyage d'alimentation (2) et/ou le système convoyage d'évacuation (6) comportent
respectivement au moins une roue de convoyage (23a, 23b, 61, 63), qui comprend de
préférence une zone de déroulement (24) élastiquement déformable, sachant en particulier
que la roue de convoyage (23a, 23b, 61, 63) est formée par un corps élastomère, comme
un corps en mousse de polyuréthane (PU), et/ou qui comporte une denture, qui vient
en prise en particulier en transmettant des forces d'entraînement en particulier dans
une denture d'une roue de convoyage opposée correspondante (23a, 23b, 61,63).
13. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de coupe à longueur (4) comprennent un découpeur rotatif comprenant deux
parties d'outil logées chacune sur un arbre (27, 27'), qui comprend en particulier
un tranchant (37) et un patin de coupe (73), sachant en particulier que le tranchant
(37) pour l'essentiel rectiligne s'étend transversalement en particulier pour l'essentiel
perpendiculairement à la direction de convoyage (F) et/ou le tranchant (37) est disposé
dans la direction de rotation (R) de l'arbre (27) en faisant avancer et/ou reculer
au moins un protrusion de perforation (45a, 45b) et/ou un logement à fente (177a,
177b).
14. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que celui-ci comporte un poste de préformage disposé en particulier après l'alimentation
dans la direction de convoyage, lequel est adapté pour déformer la bande de papier
en un tronçon de matériau de remplissage tridimensionnel, sachant en particulier que
le poste de préformage est formé par une trémie (21) pour déformer la bande de papier
et un mécanisme à roues (23) du convoyage d'alimentation (2) qui peut être en prise
de convoyage et/ou de gaufrage avec la bande de papier.
15. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de coupe à longueur (4) comporte un outil de perforation pour introduire
une perforation dans le tronçon de matériau de remplissage, qui comprend au moins
un protrusion de perforation (45a, 45b), au moins un logement de perforation et au
moins un racloir (57), sachant en particulier qu'au moins un protrusion de perforation
(45a, 45b) et au moins un logement de perforation sont attribués l'un à l'autre de
telle sorte que pour la perforation au moins un protrusion de perforation (45a, 45b)
peut rentrer et sortir eu égard à au moins un logement de perforation et/ou le racloir
(57) est attribué à au moins un protrusion de perforation (45a, 45b) et/ou à au moins
un logement de perforation de telle sorte que lors de la sortie le produit de matériau
de remplissage perforé est éloigné d'au moins un protrusion de perforation (45a, 45b)
et/ou d'au moins un logement de perforation.


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