| (19) |
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(11) |
EP 3 218 331 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.01.2020 Patentblatt 2020/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.11.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/076096 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/075091 (19.05.2016 Gazette 2016/20) |
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| (54) |
PYROTECHNISCHES VERZÖGERUNGSELEMENT
PYROTECHNICAL RETARDING ELEMENT
ÉLÉMENT RETARDATEUR PYROTECHNIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
10.11.2014 DE 102014016512
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.09.2017 Patentblatt 2017/38 |
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Patentinhaber: Dynitec GmbH |
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53840 Troisdorf (DE) |
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Erfinder: |
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- ZÖLLNER, Helmut
40670 Meerbusch (DE)
- FUNKE, Dirk
53604 Bad Honnef (DE)
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Vertreter: Fitzner, Uwe et al |
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Meissner Bolte
Patentanwälte Rechtsanwälte
Partnerschaft mbB
Hauser Ring 10 40878 Ratingen 40878 Ratingen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 304 973 EP-A2- 0 310 580 DE-B- 1 061 245 FR-A1- 2 603 576 GB-A- 2 136 794
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EP-A1- 0 847 972 DE-A1- 2 416 920 DE-C1- 3 028 914 GB-A- 628 247 US-A- 3 028 229
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein pyrotechnisches Verzögerungselement für die Verwendung
in pyrotechnischen Anzündketten und insbesondere einen Verzögerungssatz darin. Das
Verzögerungselement zeichnet sich durch eine flexible und einfache Einstellung der
Brenngeschwindigkeit über einen weiten Bereich aus.
[0002] Bei pyrotechnischer Munition erfolgt die Auslösung über Anzündketten, die aus mehreren
Anzündmitteln bestehen können. Aufgabe dieser Anzündkette ist es, einen externen Auslöseimpuls
in eine pyrotechnische Reaktion umzuwandeln und die Wirkladung zum gewünschten Zeitpunkt
zur Reaktion zu bringen. Oftmals ist es notwendig, ein bestimmtes Zeitintervall zwischen
dem externen Auslöseimpuls und der Reaktion der Wirkladung einzuhalten. Da die Zeitpunkte
für externe Auslösung und Reaktion der Wirkladung in der Regel unbeeinflussbar feststehen,
muss innerhalb der Anzündkette ein sogenanntes Verzögerungselement den notwendigen
Zeitabstand (Verzögerungszeit) sicherstellen. Diese Verzögerungszeit kann in Abhängigkeit
von der Anwendung zwischen einigen Millisekunden und mehreren Sekunden liegen.
[0003] Eine typische Ausführungsform eines Verzögerungselementes (auch Anzündverzögerer
genannt) zeigt Abbildung 1 . Der Anzündverzögerer (1) besteht aus einem zylindrischen
Metallröhrchen (2) und enthält in der Regel drei pyrotechnische Sätze. Das zylindrische
Metallröhrchen (2) besteht vorzugsweise aus Stahl, Messing oder Aluminium. Eingangsseitig
befindet sich der flammempfindliche Anfeuerungssatz (3), der durch das vorgeschaltete
Anzündmittel angezündet wird und die Aufgabe hat, den nachfolgenden in der Regel unempfindlicheren
Verzögerungssatz (4) sicher anzuzünden. Ausgangsseitig befindet sich nach dem Verzögerungssatz
der Abfeuerungssatz (5), der die Übertragung der Reaktion auf das folgende Anzündmittel
sicherstellt. Die pyrotechnische Reaktion läuft also linear durch den Anzündverzögerer
hindurch. Alle Sätze werden durch ein- oder mehrteilige Lade- und Pressprozesse in
den Metallkörper eingebracht. Aus konstruktionstechnischer Sicht der Munition ist
es wünschenswert, die unterschiedlichen Verzögerungszeiten mit einer festen Länge
des Anzündverzögerers zu realisieren. Da die Menge des Abfeuerungssatzes (5) konstant
gehalten werden muss (Sicherstellung einer gleichmäßigen Ausgangsleistung) und auch
die Länge der Anfeuerung nur in begrenztem Umfang variiert werden kann, ist die Steuerung
der Verzögerungszeit vorzugsweise durch die Satzzusammensetzung zu realisieren. Notwendig
ist daher ein Verzögerungssatzsystem, dass durch Feinabstimmung innerhalb seiner Zusammensetzung
die Einstellung der gewünschten Verzögerungszeit ermöglicht.
[0004] Pyrotechnische Verzögerungssätze sind seit Jahrzehnten bekannt und finden auch in
der zivilen Sprengtechnik bei sogenannten Sprengzeitzündern Anwendung. Sie bestehen
in der Regel aus einem Gemisch von Brennstoff und Oxidationsmittel. Gegenüber den
zivilen Anwendungen kommen bei Einsatz in pyrotechnischer Munition zusätzliche Anforderungen
hinzu. Das Durchbrennvermögen (also der zuverlässige lineare Abbrand des Verzögerungssatzes)
muss über einen großen Temperaturbereich (mindestens -54°C bis +71 °C) und weitgehend
unabhängig von den Druckverhältnissen gegeben sein. Dabei sollte die Brenngeschwindigkeit
idealerweise keine oder nur eine geringe Abhängigkeit von der Temperatur und dem äußeren
Druck aufweisen. Es wird zwischen Anzündverzögerern in "geschlossener" und "offener"
Konstruktion unterschieden. Bei geschlossener Bauweise sind ein auslösendes Element
(beispielsweise ein Anzündhütchen) und eine Abdeckung des Abfeuerungssatzes integriert.
In offener Konstruktion liegen die Oberflächen der An- und Abfeuerung frei. Die offene
Konstruktion verlangt von den verwendeten pyrotechnischen Sätzen eine weitgehende
Unabhängigkeit der Brenngeschwindigkeit vom äußeren Druck. Zudem ist eine hohe Stabilität
der Verzögerungssätze und Verträglichkeit mit den Kontaktmaterialien notwendig, um
die lange Lebensdauer zwischen 12 und 20 Jahren zu gewährleisten. In diesem Zeitraum
sollte sich die Brenngeschwindigkeit nicht ändern. Pyrotechnische Verzögerungssätze
können als Trockenmischung der Ausgangsstoffe oder in einem Nassverfahren unter Zugabe
eines Binders als Granulat der Ausgangsstoffe hergestellt werden.
[0005] Ein pyrotechnisches Verzögerungselement wird in der
EP 0847972 A1 offenbart. U.a. kann das Verzögerungselement aus Schwarzpulver, Silizium, Eisen-III-Oxid
sowie Bindemittel bestehen.
[0006] Eine Alternative zu diesem Verzögerungssatz ist in der europäischen Anmeldung
EP 0304973 A1 genannt. U.a. ist ein Verzögerungssatz mit langer Verzögerungsdauer enthaltend Wolfram,
Bleichromat, Nitrozellulose, Ferozen sowie Polytetrafluorethylen genannt.
[0007] Derzeit werden in offenen Anzündverzögerern für militärische Applikationen oftmals
pyrotechnische Verzögerungssätze verwendet, die einerseits SVHC-Stoffe (Substances
of Very High Concern) enthalten und andererseits einen vergleichsweise deutlichen
Temperaturgang der Brennzeit aufweisen. Ein typischer Vertreter dieser Verzögerungssätze
ist ein System bestehend aus Kaliumperchlorat, Bleichromat, Antimon und einem Bindemittel
wie Nitrozellulose. Dieser Verzögerungssatz enthält mit Bleichromat einen SVHC-Stoff,
der nach Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 REACH seit Mai 2015 genehmigungspflichtig ist.
Zudem beträgt der Temperaturgang im verarbeiteten Zustand im Anzündverzögerer ca.
10 bis 20% des Nennwertes der Verzögerungszeit (Temperaturbereich: -54°C bis +71 °C).
Zur Steigerung der Präzision der pyrotechnischen Munition ist hier eine deutliche
Verbesserung wünschenswert.
[0008] Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, ein pyrotechnisches Verzögerungselement
für pyrotechnische Anzündketten anzugeben. Dieses soll:
- eine Einstellmöglichkeit der Verzögerungszeit von 0,5 bis 5 s innerhalb einer Rahmenzusammensetzung
des Verzögerungssatzes bei vorgegebener Geometrie und Ausführung des Anzündverzögerers
gestatten,
- die Funktionsfähigkeit im Temperaturbereich zwischen -54°C und +71 °C sicherstellen,
- eine geringe Abhängigkeit der Verzögerungszeit von der Umgebungstemperatur und vom
äußeren Druck aufweisen sowie
- die Einhaltung der Verzögerungszeit über einen Zeitraum von mindestens 12 Jahren gewährleisten.
[0009] Die vorgenannten Ziele werden durch ein Verzögerungselement gelöst, welches in einer
Metallhülse ein Anfeuerungssatz-, ein Verzögerungssatz- und ein Abfeuerungssatz-Gemisch
enthält, wobei im An- und Abfeuerungssatz-Gemisch mindestens 35 Gewichtsanteile Bor,
mindestens 15 Gewichtsanteile Eisen(III)-oxid und mindestens 5 Gewichtsanteile Kalium-Perchlorat
sich jeweils ergänzend zu 100 Gew.-% enthalten sind und in der Mischung des Verzögerungssatzes
mindestens 5 Gewichtsanteile Kaliumperchlorat, mindestens 10 Gewichtsanteile Titan(IV)-oxid,
mindestens 25 Gewichtsanteile Wolfram und mindestens 1 Gewichtsanteil Aluminium enthalten
sind. In den Mischungen mit einem Mindestgehalt aufgeführte Komponenten und gegebenenfalls
mindestens einer weiteren Komponente ergänzen sich zu 100 Gewichtsanteilen.
[0010] Die vorgenannten Ziele werden auch durch ein Verzögerungselement gelöst, bei dem
An-und Abfeuerungssatz-Gemisch aus mindestens 70 Gewichtsanteilen Bleimennige und
mindestens 20 Gewichtsanteilen Silizium bestehen.
[0011] Vorzugsweise sind in den Mischungen des An- und Abfeuerungssatzes und des Verzögerungssatzes
noch 0,1 - 3 % Gewichtsanteile eines Bindemittels als Zuschlag enthalten.
[0012] Besonders bevorzugt sind in den Mischungen des An- und Abfeuerungssatzes und des
Verzögerungssatzes als Bindemittel 0,1 - 3 % Gewichtsanteile Celluloseether (Tylose),
Nitrozellulose oder Polyvinylalkohol als Zuschlag enthalten.
[0013] Die hohe Flexibilität des vorgeschlagenen Verzögerungssatzsystems lässt sich durch
Messungen der Verzögerungszeit in Anzündverzögerern nachweisen. Dazu werden der Verzögerungssatz
sowie An- und Abfeuerungssatz in Anzündverzögerer gemäß Abbildung 1 eingebracht und
verdichtet. Dabei bezeichnet (2) die Metallhülse zur Aufnahme der Sätze, (3) den Anfeuerungssatz,
(4) den Verzögerungssatz und (5) den Abfeuerungssatz.
Beispielsweise beträgt die Länge der Metallhülse 19 mm bei einem Außendurchmesser
von 6 mm und einem Innendurchmesser von 3,6 mm. Die Höhe der Verzögerungssatzsäule
beträgt in allen Beispielen 9 mm. An- und Abfeuerung haben eine Höhe von jeweils 5
mm. Die Verzögerungszeit ist dann definiert als Zeit zwischen der Anzündung der Anfeuerungsladung
und der Reaktion der Abfeuerungsladung (Abbildung 2).
[0014] Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Beispiel 1
[0015] Die bevorzugte Verzögerungszeit von 2,25 s kann beispielsweise mit folgenden pyrotechnischen
Sätzen erzielt werden:
Anfeuerungssatz:
| • Satzmenge: |
|
ca. 100 mg |
| • Zusammensetzung: |
|
|
| |
Bor |
65% |
| |
Eisen(III)-oxid |
25% |
| |
Kaliumperchlorat |
10% |
Verzögerungssatz:
| • Satzmenge: |
|
ca. 320-370 mg |
| • Zusammensetzung: |
|
|
| |
Wolfram |
40% |
| |
Titan(IV)-oxid |
45% |
| |
Aluminium |
5% |
| |
Kaliumperchlorat |
10% |
Abfeuerungssatz:
| • Satzmenge: |
|
ca. 110mg |
| • Zusammensetzung: |
|
|
| |
Bor |
45% |
| |
Eisen(III)-oxid |
45% |
| |
Kaliumperchlorat |
10% |
[0016] Das gewünschte gute Durchbrennvermögen konnte durch die Prüfung von ca. 1000 Anzündverzögerern
dieser Ausführung nachgewiesen werden. Basierend auf 1000 fehlerfreien Versuchen ergibt
sich eine Mindestzuverlässigkeit von 99,7 % (Vertrauensniveau 95 %), welches die üblichen
militärischen Anforderungen an solche Komponenten von 99 % deutlich übertrifft.
[0017] Die Abhängigkeit der Brennzeit von der Temperatur wurde anhand der Verzögerungszeit
im Anzündverzögerer im Temperaturbereich zwischen -54°C und +71 °C ermittelt. Sie
beträgt im betrachteten Temperaturbereich ca. 8 % bezogen auf die Brenngeschwindigkeit
bei Raumtemperatur und liegt damit deutlich unter dem Wert von ca. 10 - 20 % bei bisher
üblichen Satzsystemen (z.B. Kaliumperchlorat/Bleichromat/Antimon).
[0018] Die Langzeitstabilität wurde durch stoffliche Untersuchungen und Umweltsimulationsprogramme
mit geladenen Anzündverzögerern nachgewiesen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen
lassen eine positive Prognose für den Einsatz über mehr als 12 Jahren zu.
Beispiel 2
[0019] Die Einstellung einer weiteren bevorzugten Verzögerungszeit von 0,6 s ist unter Beibehaltung
von An- und Abfeuerung sowie der Höhe der Verzögerungssatzsäule von 9 mm mit folgender
Zusammensetzung des Verzögerungssatzes möglich:
| • Satzmenge: |
|
ca. 320-370 mg |
| • Zusammensetzung: |
|
|
| |
Wolfram |
50% |
| |
Titan(IV)-oxid |
30% |
| |
Aluminium |
10% |
| |
Kaliumperchlorat |
10% |
Beispiel 3
[0020] Die Einstellung einer weiteren bevorzugten Verzögerungszeit von 3,5 s ist unter Beibehaltung
von An- und Abfeuerung sowie der Höhe der Verzögerungssatzsäule von 9 mm mit folgender
Zusammensetzung des Verzögerungssatzes möglich:
| • Satzmenge: |
|
ca. 320-370 mg |
| • Zusammensetzung |
|
|
| |
Wolfram |
44% |
| |
Titan(IV)-oxid |
41,5% |
| |
Aluminium |
2% |
| |
Kaliumperchlorat |
12,5% |
1. Pyrotechnisches Verzögerungselement, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Anfeuerungssatz-, ein Verzögerungssatz- und ein Abfeuerungssatz-Gemisch enthält,
wobei im An- und Abfeuerungssatz-Gemisch mindestens 35 Gewichtsanteile Bor, mindestens
15 Gewichtsanteile Eisen(III)-oxid und mindestens 5 Gewichtsanteile Kaliumperchlorat
sich jeweils ergänzend zu 100 Gew.-% enthalten sind und in der Mischung des Verzögerungssatzes
mindestens 5 Gewichtsanteile Kaliumperchlorat, mindestens 10 Gewichtsanteile Titan(IV)-oxid,
mindestens 25 Gewichtsanteile Wolfram und mindestens 1 Gewichtsanteil Aluminium enthalten
sind.
2. Pyrotechnisches Verzögerungselement bei dem An- und Abfeuerungssatz-Gemisch aus mindestens
70 Gewichtsanteilen Bleimennige und mindestens 20 Gewichtsanteilen Silizium bestehen,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Mischung des Verzögerungssatzes mindestens 5 Gewichtsanteile Kaliumperchlorat,
mindestens 10 Gewichtsanteile Titan(IV)-oxid, mindestens 25 Gewichtsanteile Wolfram
und mindestens 1 Gewichtsanteil Aluminium enthalten sind.
3. Pyrotechnisches Verzögerungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im An- und Abfeuerungssatz-Gemisch Bor im Gewichtsanteil-Bereich von 35 bis 75 %,
Eisen(III)-oxid im Gewichtsanteil-Bereich von 15 bis 55 % und Kaliumperchlorat im
Gewichtsanteil-Bereich von 5 bis 15 % sowie in der Mischung des Verzögerungssatzes
5 - 15 Gewichtsanteile Kaliumperchlorat, 20 - 55 Gewichtsanteile Titan(IV)-oxid, 25
- 55 Gewichtsanteile Wolfram sowie 1 - 10 Gewichtsanteile Aluminium enthalten sind.
4. Pyrotechnisches Verzögerungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Mischung des Verzögerungssatzes 5 - 15 Gewichtsanteile Kaliumperchlorat, 20
- 55 Gewichtsanteile Titan(IV)-oxid, 25 - 55 Gewichtsanteile Wolfram sowie 1 - 10
Gewichtsanteile Aluminium enthalten sind.
5. Pyrotechnisches Verzögerungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Mischung des An- und Abfeuerungssatzes und/oder des Verzögerungssatzes 0,1
- 3 % Gewichtsanteile eines Bindemittels enthalten sind.
6. Pyrotechnisches Verzögerungselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel 0,1 -3 % Gewichtsanteile Polyvinylalkohol enthalten sind.
7. Pyrotechnisches Verzögerungselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Mischung des Verzögerungssatzes als Bindemittel 0,1 - 3 % Gewichtsanteile
Celluloseether enthalten sind.
8. Pyrotechnisches Verzögerungselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel 0,1 - 3 % Gewichtsanteile Nitrozellulose enthalten sind.
1. Pyrotechnical retarding element characterized in that it has a lighting charge mixture, a retarding charge mixture and a firing charge
mixture , the lightning charge mixture and the firing charge mixture containing at
least 40% by weight boron, at least 15% by weight iron(III)oxide and at least 5% by
weight potassium perchlorate , the percentages adding up to 100% in each mixture,
and the retarding charge mixture containing at least 5% by weight potassium perchlorate,
at least 10% by weight titanium(IV) oxide, at least 25% by weight tungsten and at
least 1% by weight aluminum.
2. Pyrotechnical retarding element, in which the lighting charge mixture and the firing
charge mixture consist at least of 70% by weight of read lead and at least 20% by
weight of silicon, characterized in that the retarding charge mixture contains at least 5% by weight potassium perchlorate,
at least 10% by weight titanium(IV) oxide at least 25% by weight tungsten and at least
1% by weight aluminum.
3. Pyrotechnical retarding element according to claim 1, characterized in that the lightning charge mixture and the firing charge mixture contain 35 to 75% by weight
boron, 15% to 55% by weight iron(III)oxide and 5% to 15% by weight potassium perchlorate,
and the retarding charge mixture contains 5% to 15% by weight potassium perchlorate,
20 to 55 % by weight titanium(IV) oxide, 25 to 55% by weight tungsten and at least
1 to 10% by weight aluminum.
4. Pyrotechnical retarding element according to claim 1 or 2, characterized in that the retarding charge mixture contains 5 to 15% by weight potassium perchlorate, 20
to 55 % by weight titanium(IV) oxide, 25 to 55% by weight tungsten and at least 1
to 10% by weight aluminum.
5. Pyrotechnical retarding element according to claim 1 or 2, characterized in that the lightning charge mixture and the firing charge mixture and/or the retarding charge
mixture contain 0,1 to 3 % by weight of a binding agent.
6. Pyrotechnical retarding element according to claim 5, characterized in that 0,1 to 3 % by weight of polyvinyl alcohol is present as binding agent.
7. Pyrotechnical retarding element according to claim 5, characterized in that the retarding charge mixture contains 0,1 to 3 by weight of cellulose ether as binding
agent.
8. Pyrotechnical retarding element according to claim 5, characterized in that 0,1 to 3 % by weight of nitro cellulose is present as binding agent.
1. Elément retardateur pyrotechnique caractérisé en ce que lequel elément retardateur comprend une composition initiatrice, une composition
retardatrice, et une composition d'amorcage, la composition initiatrice et la composition
d'amorcage contenant au moins 40 parties en poids de bore, au moins 15 parties en
poids d'oxyde de fer (III) et au moins 5 parties en poids de perchlorate de potassium,
se complétant respectivement jusqu'à 100% en poids, et la composition retardatrice
contient au moins au moins 5 parties en poids de perchlorate de potassium , au moins
10 parties en poids d'oxyde de titane (IV), au moins 25 parties en poids de tungstène
et au moins 1 parties en poids d'aluminium.
2. Elément retardateur pyrotechnique, en lequel la composition initiatrice et la composition
d'amorcage contient au moins 70% en poids de minium et au moins 20% en poids de silicium,
caractérisé en ce la composition retardatrice contient au moins 5% en poids de perchlorate
de potassium, au moins 10% en poids d'oxyde de titane(IV), au moins 25% en poids de
tungstène et au moins 1% en poids d'aluminium.
3. Elément retardateur pyrotechnique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la composition initiatrice et la composition d'amorcage contient au moins 35 à 70%
en poids de bore, 15% to 55% en poids d'oxyde de fer(III) et 5% à 15% en poids de
potassium perchlorate, et la composition retardatrice contient 5% à 15% en poids de
potassium perchlorate, 20 à 55 % en poids d'oxyde de titanium(IV), 25 à 55% en poids
de tungstène et au moins 1 à 10% en poids d' aluminium.
4. Elément retardateur pyrotechnique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la composition retardatrice contient 5% à 15% en poids de potassium perchlorate,
20 à 55 % en poids d'oxyde de titanium(IV), 25 à 55% en poids de tungstène et au moins
1 à 10% en poids d'aluminium.
5. Elément retardateur pyrotechnique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la composition initiatrice et la composition d'amorcage et/ou la composition d'amorcage
contiennent 0,1 à 3% en poids d'un liant.
6. Elément retardateur pyrotechnique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que 0,1 à 3% en poids d'alcool polyvinylique sont contenus comme liant.
7. Elément retardateur pyrotechnique selon la revendication 5, caractérisé en ce que la composition retardatrice contient 0,1 à 3% en poids d'éther de cellulose comme
liant.
8. Elément retardateur pyrotechnique selon la revendication 5, caractérisé en ce que 0,1 à 3% en poids de nitrocellulose sont contenus comme liant.

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