[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzverriegelung zur Sicherung von Türen und Fenstern
(Figur 2). Die bekannten Verriegelungseinrichtungen weisen sämtlich den Nachteil auf,
dass sie deutlich sichtbar und störend an den Türen und Fenstern bzw. Wänden angebracht
werden müssen. Außerdem sind Verriegelungseinrichtungen fest in den Wänden verbaut,
so dass eine Wartung nicht möglich, bzw. eine Demontage nur mit der Zerstörung des
Wandkörpers möglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach aufgebaute, einfach zu installierende
und zu wartende Schutzverriegelung zu schaffen, die unauffällig in der Wandung an
Türen und Fenstern angeordnet werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Dadurch,
dass die Schutzverriegelung aus wenigstens einer in einer Bohrung in einer Wand, vor
einer Tür oder einem Fenster eingedübelt wird oder in einem Dübel eingebracht wird.
Die Schutzvorrichtung (1) bestehend aus einer Führungshülse (Gehäuse) (4) und einem
Verriegelungsbolzen (Sperrmittel) (5), die zu Zwecken einer einfachen Wartung oder
Demontage in einen Dübel (2) verbracht wird, dass die äußere Stirnfläche der Führungsbuchse
bündig mit der Wand (9) abschließt. Der in der Führungshülse (4) angeordnete Verriegelungsbolzen
(5) ist auf eine sehr einfache Weise in eine über die Tür oder das Fenster greifende
Verriegelungsstellung und Entriegelungsstellung bringbar, wobei der Verriegelungsbolzen
sich in seiner Verriegelungsstellung im Wesentlichen innerhalb der Führungsbuchse,
bzw. innerhalb der Wand befindet. An der zu sichernden Tür oder dem zu sichernden
Fenster können wahlweise eine oder mehrere Schutzverriegelungen nach Anspruch 1 angebracht
werden. Da sich der Entriegelungsbolzen in seiner Entriegelungsstellung im Wesentlichen
oder auch vollständig innerhalb der Führungsbuchse befindet, ist der Verriegelungsbolzen
bei einer derartigen Anordnung nicht störend. Dies gilt insbesondere dann, sofern
die äußere Stirnfläche des Verriegelungsbolzens mit der äußeren, in der Wand eingebrachten
Führungsbuchse, sichtbaren Stirnfläche bündig abschließt (Figur 1).
[0002] Der Verriegelungsbolzen ist in seiner Verriegelungsstellung und in seiner Entriegelungsstellung
mittels einer Kulissenführung achsial zu seinem Durchmesser verriegelbar, dies wird
dadurch erreicht, dass ein Federstift (13) in einer Kulissenführung in dem Verriegelungsbolzen,
auf einem definierten Weg Rastpunkte abfährt. Die Kulissenführung ist im Wesentlichen
in Form der Buchstaben "Y" und "V" aufgebaut und zeichnet sich dadurch aus, dass sich
die V-Form im Kopf der Y-Form befindet, wobei die jeweiligen oberen Endpunkte miteinander
verbunden sind und der Fuß der V-Form frei im Kopfteil der Y-Form verbracht ist. Ein
Arretierungsstift sichert den Verriegelungsbolzen in der Führungsbuchse gegen radiales
verdrehen.
[0003] Vorteilhafterweise wird die Führungshülse inklusive seiner mechanischen Komponenten
in einem speziellen Dübel gelagert. Dies gewährt eine einfache Demontage der Schutzverriegelung
zu Wartungszwecken. Die Verklebung der Schutzverriegelung in der Wand erfolgt somit
über seinen Dübel. Je nach Beschaffenheit der Wand oder des Mauerwerkes können spezifische
Klebeverfahren angewendet werden. Es wird nur der Dübel eingeklebt, welcher Bestandteil
der Schutzverriegelung ist. Der röhrenförmige Dübel ist nur nach einer Stirnseite
geöffnet, in der die Schutzverriegelung verbracht wird. Somit wird sichergestellt,
dass keine Klebemittel in den Hohlraum des Dübels, während und nach dem Klebevorgang,
gelangen.
[0004] In der Führungshülse wird eine Druckfeder derart gelagert, dass deren Anschlagpunkte
an der geschlossenen Stirnfläche der Führungshülse und an der innenliegenden Stirnfläche
des Verriegelungsbolzens liegen. Auf der Außenwandung der Führungshülse befindet sich
eine Ringnut, in der eine Ringfeder gelagert ist. Diese Ringfeder bewirkt, dass ein
Federstift, der die Kulisse des Verriegelungsbolzens abtastet, in seiner Position
federnd arretiert wird. Der Hauptaufnahmepunkt des Federstiftes befindet sich in einer
Bohrung in einer Abfräsung in der Führungsbuchse. Damit der Federstift an seinem anderen
Ende in die Kulisse des Verriegelungsbolzens eintauchen kann, befindet sich in der
Wandung der Führungshülse neben der Abfräsung eine Ausfräsung. Diese Ausfräsung ist
so ausgeführt, das der Federstift, mit seinem nicht in einer Bohrung arretierten Ende,
frei darin Arbeitswege verrichten kann. Um den Verriegelungsbolzen achsial zu führen
und gegen Verdrehen zu sichern, ist in der Wandung der Führungshülse ein Dorn eingebracht,
welcher außen bündig in den Hohlraum der Führungshülse ragt. Der freiliegende Teil
des Dorns bewirkt, in einer Längsnut, des Verriegelungsbolzen, dessen Arretierung
gegen Verdrehen und dessen Hublänge sowie seiner Position zwischen Verriegelungsstellung
und Entriegelungsstellung. Die Anbringung des Dorns kann auch in dem Verriegelungsbolzen
erfolgen, welcher dann in der Längsnut in der Führungshülse geführt wird.
[0005] Der Verriegelungsbolzen ist als zylindrisches Sperrmittel ausgeführt, in diesem in
einer Ausfräsung eine Kulissennut eingearbeitet ist. Ein Federstift fährt auf einem
definierten Weg (z) Rastpunkte ab, die den Verriegelungsbolzen in seiner Entriegelungsstellung
und Verriegelungsstellung halten, wobei Position (x) die Entriegelungsstellung und
Position (y) die Verriegelungsstellung angibt (Figur 4). Um den mechanischen Weg zu
definieren ist der Endpunkt (e) einer Nutstrecke höher gelegen als der Anfangspunkt
(a) der anschließenden Nutstrecke. Dies führt dazu, das der abtastende Federstift,
bedingt von der ihn nach unten drückenden Ringfeder, von dem höher gelegenen Endpunkt
(e) einer Nutstrecke in den tiefer gelegenen Anfangspunkt (a) einer Nutstrecke einrastet
(Figur 5).
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0006]
Figur 1, schematische Darstellung der Anordnung der Schutzverriegelung in der Wand
bzw. vor einer Tür oder einem Fenster.
Figur 2, der wesentliche Aufbau der Schutzvorrichtung mit seinen Hauptkomponenten
und deren Positionierung.
Figur 3, schematische Darstellung des mechanischen Aufbau der Schutzverriegelung.
Figur 4, Kulissenführung (6) auf Verriegelungsbolzen (5) mit Wegstrecke und Rastpunkten.
Figur 5, Verriegelungsbolzen mit schematischer Darstellung der Rastpunkte in der Nutstrecke.
Bezeichnungsliste
[0007]
- 1
- - Schutzverriegelung
- 2
- - Dübel
- 3
- - Bohrung (Wand)
- 4
- - Führungshülse
- 5
- - Verriegelungsbolzen
- 6
- - Kulissenführung
- 7
- - Druckfeder
- 8
- - Tür oder Fenster
- 9
- - Wand
- 11
- - Ringfeder
- 12
- - Ringnut
- 13
- - Ferderstift
- 14
- - Bohrung / Lager Federstift
- 15
- - Dorn
- 16
- - Abfräsung
- 17
- - Ausfräsung
- 18
- - Stirnfläche
- 19
- - Kulissenführung
- 20
- - Zapfen
- a
- - Anfangspunkt einer Nutstrecke
- e
- - Endpunkt einer Nutstrecke
- x
- - Rastpunkt - Entriegelung
- y
- - Rastpunkt - Verriegelung
- z
- - definierte Wegstrecke der Kulisse
1. Schutzverriegelung (1) zur Sicherung von Türen und Fenstern, bestehend aus wenigstens
einer in einer Bohrung (3) in einer Wand (9) in unmittelbarer Nähe zu einem öffnenden
Tür, oder Wandelement angeordneter Führungshülse (4) in der ein Verriegelungsbolzen
(5) angeordnet ist, der in eine über die Tür oder Fenster greifende Verriegelungsstellung
im Wesentlichen innerhalb der Führungshülse (4), d.h. innerhalb der Wand (9) befindet,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzverriegelung (1) in einem Dübelartigen Gehäuse (2) in einer Wand (9) angeordnet
ist und das der Verriegelungsbolzen (5) in der Führungshülse (4) hubartig angeordnet
ist, derart, dass durch Federelemente (7, 11, 13) der Verriegelungsbolzen (5) mittels
einer Kulissenführung (6) per Druck auf dessen außen freiliegende Stirnfläche (18)
in Richtung der Führungshülse (4) aus seiner Verriegelungsstellung in eine Entriegelungsstellung
verbracht wird, im Wesentlichen durch wiederholten Druck auf Stirnfläche (18) in Richtung
der Führungshülse achsial von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung
verbracht wird, bis die Federelemente (7, 11, 13) den Verriegelungsbolzen in seiner
Verriegelungsstellung arretieren.
2. Schutzverriegelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülse (4), der Verriegelungsbolzen (5) und die mechanischen Komponenten
(6, 7, 11, 13, 14) wartungsfähig in einem Dübelartigen Gehäuse gelagert sind, um im
weiteren eine Systemerweiterung verbringen zu können.
3. Schutzverriegelung (1) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass ein in einer Kulissenführung (19) eingreifender Zapfen (20), den Verriegelungsbolzen
(5) gegen Verdrehen in der Führungshülse (4) sichert.
4. Schutzverriegelung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass in dem Verriegelungsbolzen (5) eine Kulissenführung (6) angeordnet ist, bei der ein
Federstift (13) richtungsabhängig geführt wird, dadurch das bei den Übergängen einer
Wegstrecke der Endpunkt einer Wegstrecke (a) über den Anfangspunkt einer Wegstrecke
(e) angeordnet ist.
5. Schutzverriegelung nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass eine Ringfeder (11) einen Federstift (13) in einer Kulisse (6) arretiert und das
ein Federstift (13) in einem Lager (14) gelagert ist.
6. Schutzverriegelung nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass ein Federstift in einer Kulisse in dem Rastpunkt (x) eine Verriegelungsstellung für
den Verriegelungsbolzen (5) ausübt und das ein Rastpunkt (y) die Entriegelungsstellung
darstellt.
7. Schutzverriegelung nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckfeder (7) an der innen liegenden Stirnfläche der Führungshülse (4) eine
mechanische Kraft auf die innen liegende Stirnfläche des Verriegelungsbolzen (5) ausübt.