[0001] Die Erfindung betrifft ein Bandsystem aus zumindest einem Bandaufnahmeelement zur
Aufnahme eines Bandlappens eines Türbandes, wobei das Bandaufnahmeelement eine Grundplatte
und eine Deckplatte aufweist, wobei zwischen der Grundplatte und der Deckplatte ein
mittels Verstellspindeln verfahrbarer Klemmblock mit einer Trägerplatte und zumindest
einer Klemmschraube zur Aufnahme des Bandlappens angeordnet ist, wobei die Trägerplatte
Durchgangsgewinde aufweist, die von den Verstellspindeln durchgriffen werden und wobei
die Trägerplatte eine Ausnehmung in einem Bereich zur Aufnahme des Bandlappens zwischen
den Spindeln aufweist, und mit zumindest einem Türband, wobei das Türband einen ersten
Bandlappen zur Montage in dem Bandaufnahmeelement und zumindest einen zweiten Bandlappen
zur Montage an einem Bauelement aufweist.
[0002] Die Bandlappen weisen dabei zueinander fluchtende Bandrollen auf, an denen sie drehbar
um die Bandachse verbunden sind.
[0003] Derartige Bandsysteme mit einem oder mehreren Bandaufnahmeelementen zur Aufnahme
jeweils eines Bandlappens eines Türbandes sowie der entsprechenden Anzahl von Türbändern
sind bekannt. Derartige Bandaufnahmeelemente sind beispielsweise bekannt aus der
DE 39 00 608 C1,
DE 39 32 733 C2 und der
DE 10 2004 016 769 A1.
[0004] Allen vorgenannten Bandaufnahmeelementen ist gemein, dass der zwischen Grundplatte
und Deckplatte verstellbare Klemmblock mittels die Trägerplatte des Klemmblockes durchgreifender
Verstellspindeln verstellbar ist. Hierzu sind die in der Grundplatte und der Deckplatte
des Bandaufnahmelementes drehbar gelagerten Verstellspindeln mittels entsprechender
Schlüssel durch Bohrungen der Deckplatte hindurch ergreifbar und verdrehbar, um somit
den Klemmblock in der Richtung senkrecht zu der Grundplatte zwischen der Grundplatte
und der Deckplatte verstellen und in seiner Lage verändern zu können.
[0005] Nach Ausrichtung des Klemmblockes in der gewünschten Position kann der Bandlappen
in den Zwischenraum zwischen Klemmplatte und Trägerplatte des Klemmblockes eingeschoben
und mittels entsprechender Schrauben festgelegt werden, indem der Bandlappen in dem
Klemmblock zwischen Trägerplatte und Klemmplatte eingeklemmt wird.
[0006] Die Verstellspinden verfügen endseitig über jeweils einen einteilig angeformten zylinderförmigen,
konzentrischen Stumpf, wobei die Zylinderstümpfe jeweils in entsprechenden Bohrungen
in Grund- und Deckplatte drehbar und mit möglichst wenig radialem Spiel einliegen.
Bevorzugt verfügen die Außendurchmesser der Spindelstümpfe und die Innendurchmesser
der korrespondierenden Bohrungen über Spielpassungen.
[0007] In dem Fall, dass endseitige Stümpfe der Verstellspindeln jeweils in entsprechenden
Bohrungen in Grund- und Deckplatte drehbar einliegen, ist jede Spindel unmittelbar
mittels eines entsprechenden Werkzeuges ergreifbar und verdrehbar.
[0008] Nachteilig bei diesen Bandaufnahmeelementen ist es, dass der Bandlappen lediglich
durch die Klemmwirkung zwischen der Trägerplatte und der Klemmplatte fixiert wird.
Bei schweren Türen kann dies dazu führen, dass der in dem Klemmblock eingeklemmte
Bandlappen aufgrund der hohen Last verrutscht.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Bandsystem der eingangs genannten Art derart
weiterzubilden, dass nach Ausrichtung des Klemmblockes und Festlegung des Bandlappens
in dem Klemmblock des Bandaufnahmeelementes auch bei größten Lasten zuverlässig gegen
ein verrutschen gesichert ist.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Bandsystem gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0011] Besonders vorteilhaft bei dem erfindungsgemäßen Bandsystem aus zumindest einem Bandaufnahmeelement
zur Aufnahme eines Bandlappens eines Türbandes, wobei das Bandaufnahmeelement eine
Grundplatte und eine Deckplatte aufweist, wobei zwischen der Grundplatte und der Deckplatte
ein mittels Verstellspindeln verfahrbarer Klemmblock mit einer Trägerplatte und zumindest
einer Klemmschraube zur Aufnahme des Bandlappens angeordnet ist, wobei die Trägerplatte
Durchgangsgewinde aufweist, die von den Verstellspindeln durchgriffen werden und wobei
die Trägerplatte eine Ausnehmung in einem Bereich zur Aufnahme des Bandlappens zwischen
den Spindeln aufweist, und mit zumindest einem Türband, wobei das Türband einen ersten
Bandlappen zur Montage in dem Bandaufnahmeelement und zumindest einen zweiten Bandlappen
zur Montage an einem Bauelement aufweist, ist es, dass der erste Bandlappen formschlüssig
in der Ausnehmung der Trägerplatte einliegt.
[0012] Es ist bekannt, bei Bandaufnahmeelementen für große Lasten eine Verstärkung der Trägerplatte
des Klemmblocks im Bereich der Durchgangsgewinde für die Verstellspindeln vorzusehen,
um die tragende Höhe des Durchgangsgewindes zu vergrößern. Infolge dieser Verstärkung
bildet sich in dem Bereich zwischen den Verstellspindeln eine Ausnehmung in einem
Bereich zur Aufnahme des Bandlappens. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, den ersten Bandlappen
und den Klemmblock des Bandaufnahmeelementes derart aufeinander abzustimmen, sodass
der erste Bandlappen formschlüssig in der Ausnehmung der Trägerplatte einliegt. Durch
diesen Formschluss zwischen Trägerplatte und erstem Bandlappen wird der Bandlappen
zusätzlich zu der kraftschlüssigen Fixierung in dem Klemmblock fixiert und gesichert.
Hierdurch ist es auch bei schweren Türen und den damit verbundenen großen Lasten gewährleistet,
dass der erste Bandlappen unter Last nicht verrutscht.
[0013] Bevorzugt sind mehrere, insbesondere drei oder vier Klemmschrauben angeordnet, mittels
derer der erste Bandlappen in der gewünschten Position in dem Klemmblock fixiert wird
Zusätzlich kann der Klemmblock eine Klemmplatte aufweisen, die mittels mehrerer Klemmschrauben
gegen die Trägerplatte verspannt wird und mittels derer der erste Bandlappen zwischen
Trägerplatte und Klemmplatte fixiert wird. Bei den Klemmschrauben handelt es sich
bevorzugt um Zylinderkopfschrauben.
[0014] Bevorzugt ist um eine Klemmschraube ein elastischer Abstandshalter, z.B. ein flexibles
kurzes Kunststoffschlauchstück angeordnet, welches Klemmplatte und Trägerplatte voneinander
beabstandet. Bevorzugt ist der elastische Abstandshalter um eine der mittleren Schrauben
bei einer geraden Zahl an Klemmschrauben bzw. um die mittlere Klemmschraube bei einer
ungeraden Zahl an Klemmschrauben angeordnet. Es können aber Abstandshalter an mehreren
oder allen Klemmschrauben angeordnet sein.
[0015] Der Klemmblock dient somit der Aufnahme des ersten Bandlappens, d.h. sowohl der Aufnahme
als auch der Fixierung des ersten Bandlappens durch Klemmen zwischen Trägerplatte
und Klemmschrauben. Bei Anordnung einer Klemmplatte erfolgt die Fixierung des ersten
Bandlappens durch Klemmen zwischen Trägerplatte und Klemmplatte.
[0016] Der Klemmblock kann somit aus einer Trägerplatte und einer Klemmplatte gebildet sein,
wobei zwischen Trägerplatte und Klemmplatte der Bandlappen des Türbands einsteckbar
ist und die Klemmplatte mittels Schrauben gegen die Trägerplatte klemmend fixierbar
ist.
[0017] Die Klemmplatte kann in Bezug auf ihre Breite so dimensioniert sein, dass die Längskanten
der Klemmplatte mit den korrespondierenden Längskanten der Trägerplatte übereinstimmen.
Es ist auch möglich, dass eine und/oder beide Längskanten der Klemmplatte gegenüber
der bzw. den korrespondierenden Längskanten der Trägerplatte vor- und/oder zurückspringen.
[0018] Der Klemmblock ist mittels einer auf jeder Seite zwischen der Grundplatte und der
Deckplatte angeordneten Verstellspindel zwischen der Grundplatte und der Deckplatte
verstellbar- Die Verstellspindeln weisen ein Außengewinde auf und sind zwischen der
Grundplatte und der Deckplatte drehbar gelagert. Der Klemmblock wird vorzugsweise
gebildet aus einer Trägerplatte und einer Klemmplatte, wobei zwischen Trägerplatte
und Klemmplatte das Türband einsteckbar ist und die Klemmplatte mittels Schrauben
gegen die Trägerplatte fixierbar ist. Durch Anziehen der im Gewinde der Trägerplatte
eingeschraubten Schrauben wird somit die Klemmplatte mit samt dem zwischen Trägerplatte
und Klemmplatte eingeschobenen Bandlappen verspannt und klemmt den Bandlappen somit
in dem Klemmblock ein.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Trägerplatte eine rechteckige Form hat und
die gedachte Verbindungslinie zwischen den Mittelpunkten der beiden Verstellspindeln
parallel zu den Längsseiten der Trägerplatte verläuft. In Breitenrichtung können die
Verstellspindeln mittig, aber auch außermittig angeordnet sein. In Längsrichtung sind
sie besonders vorteilhaft symmetrisch angeordnet, d. h. beide Spindeln haben jeweils
den gleichen Abstand zur jeweiligen Stirnseite der Trägerplatte.
[0020] Die Trägerplatte des Klemmblockes weist an ihren Enden entsprechende Gewindebohrungen
auf, die von den Verstellspindeln durchgriffen werden, so dass durch die Betätigung
der Verstellspindeln die relative Lage der Trägerplatte und damit des gesamten Klemmblockes
zwischen der Grundplatte und der Deckplatte variabel einstellbar ist. Die Deckplatte
weist hierzu entsprechende Bohrungen auf, durch die Schlüssel führbar sind, um die
Verstellspindeln zu betätigen sowie um die Klemmplatte mittels Schrauben gegen die
Trägerplatte zu fixieren.
[0021] Das Bandaufnahmeelement kann in einer Ausfräsung in der Zarge eingeschraubt sein,
wobei der zweite Bandlappen des Türbandes dann in einer Ausfräsung in dem Bauelement
wie einer Tür oder eines Fensterflügels eingeschraubt ist Es ist jedoch auch eine
umgekehrte Anordnung möglich, d.h. dass das Sandaufnahmeelement in einer Ausfräsung
in einem Bauelement wie eine Tür oder ein Fensterflügel eingeschraubt ist und der
zweite Bandlappen des Türbandes an einer Zarge angeschraubt wird.
[0022] Zum Verschrauben des Bandaufnahmeelementes in einer Holzzarge, insbesondere in einer
massiven Blockzarge, können Holzschrauben und/oder Schrauben mit metrischem Gewinde
verwendet werden. Werden Schrauben mit metrischem Gewinde verwendet, sind entsprechende
Einschraubmuffen in der Holzzarge angeordnet, um Schrauben mit metrischem Gewinde
aufzunehmen.
[0023] Ferner ist es in Bezug auf die Befestigungsschrauben zur Befestigung der Grundplatte
des Bandaufnahmeelements an der Zarge auch möglich, die metrischen Schrauben in eine
Anschraubplatte mit korrespondierenden metrischen Gewinden einzuschrauben. Diese Anschraubplatte
weist bevorzugt die identische Dimensionierung und Außenkontur wie die Grundplatte
auf und wird in den Grund der korrespondierenden Ausfräsung in der Zarge bevorzugt
mittels Senkkopfschrauben verschraubt, deren Senkköpfe in den Senklöchern bündig oder
zurückspringend einliegen. Um möglicherweise aus der Grundplatte herausragende Bauteile
wie beispielsweise Spannschrauben, Exzenterbolzen aufnehmen zu können, kann die Anschraubplatte
selbstverständlich mit diesen Bauteilen fluchtende Durchgangsbohrungen aufweisen.
Es ist auch möglich, dass sich diese Durchgangsbohrungen z.B. in Form von Sacklöchern
in der Zarge fortsetzen. Die Befestigung des Bandaufnahmeelements erfolgt in diesem
Fall im Bereich der Grundplatte also über die zuvor eingeschraubte Anschraubplatte.
[0024] Vorzugsweise sind die Durchgangslöcher in der Grundplatte als Senklöcher ausgebildet,
in denen Senkkopfschrauben mit ihrem Senkkopf bündig oder zurückspringend einliegen,
um das Bandaufnahmeelement im Bereich der Grundplatte mit der Zarge über die Einschraubmuffen
oder über eine Anschraubplatte zu verschrauben.
[0025] Die Anschraubplatte kann mittels Holzschrauben an der Zarge und/oder mittels metrischer
Schrauben, die in zuvor in die Holzzarge eingeschraubte Einschraubmuffen eingeschraubt
werden, angeschraubt werden.
[0026] Bei dem Bandaufnahmeelement können die Deckplatte und die Grundplatte über zwei auf
der Grundplatte und/oder Deckplatte endseitig angeordnete Verbindungsbolzen miteinander
verbunden sein. Diese Verbindungsbolzen können oben und unten an der Grundplatte und
der Deckplatte verschraubt oder vernietet sein. Soll eine Verschraubung erfolgen,
weisen die Verbindungsbolzen entsprechende Innengewinde auf. Insbesondere können die
die Verbindungsbolzen mittels Senkkopfschrauben oben und unten an der Grundplatte
und an der Deckplatte verschraubt sein. Deckplatte und Grundplatte weisen hierzu entsprechende
Senklöcher auf, in denen die Köpfe der Senkkopfschrauben in etwa bündig oder zurückspringend
einliegen.
[0027] Vorzugsweise ist die Ausnehmung durch Materialaufdickungen der Trägerplatte, insbesondere
aufgeschweißte Platten, in den Bereichen der von den Verstellspindeln durchgriffenen
Durchgangsgewinde in der Trägerplatte und/oder durch Materialabtragung, insbesondere
durch eine Ausfräsung gebildet.
[0028] Dementsprechend kann die Materialaufdickung durch aufgeschweißte Platten gebildet
sein. Es kann aber auch ein dickeres Ausgangsmaterial zur Herstellung der Trägerplatte
verwendet werden, bei dem eine Ausnehmung im Zwischenbereich zwischen den Durchgangsgewindebohrungen
durch eine Materialabtragung wie beispielsweise Fräsen hergestellt wird.
[0029] Die Trägerplatte des Klemmblockes kann somit im Bereich der Durchgangsgewinde zur
Aufnahme der Verstellspindeln Materialaufdickungen aufweisen, wobei insbesondere Bleche
auf diese Bereiche der Trägerplatte aufgeschweißt sein können, um die tragende Höhe
der Durchgangsgewinde für die Verstellspindeln zu vergrößern. Die Ausnehmung in der
Trägerplatte zur formschlüssigen Aufnahme des Bandlappens kann alternativ oder kumulativ
durch Materialabtragung, insbesondere durch eine Ausfräsung erzeugt sein.
[0030] Vorzugsweise weist der erste Bandlappen Fasen auf, um einen Kontakt mit einer Schweißnaht
der Aufdickung oder mit dem Werkzeugauslauf einer Ausfräsung zu vermeiden.
[0031] Vorzugsweise werden die Bleche mittels WIG-Schweißen mit oder ohne Schweißzusatz,
Laserschweißen, Punkt- oder Buckelscheißen auf die Trägerplatte aufgeschweißt. Es
sind aber auch andere Schweißverfahren möglich.
[0032] Vorzugsweise ist die Materialaufdickung ist an ihren drei Außenseiten bündig zur
eigentlichen Trägerplatte ausgeprägt. Es ist auch möglich, dass die Materialaufdickung
nur an einer oder an zwei Außenseiten bündig zur eigentlichen Trägerplatte ist. Ebenso
ist es möglich, dass die Materialaufdickung , an ihren drei Außenseiten gegenüber
der eigentlichen Trägerplatte zurückspringt. Auch ist es möglich, dass die Materialaufdickung
lediglich an einer oder an zwei Außenseiten gegenüber der eigentlichen Trägerplatte
zurückspringt. Ferner ist es möglich, dass die Materialaufdickung an ihren drei Außenseiten
gegenüber der eigentlichen Trägerplatte vorspringt. Auch ist es möglich, dass lediglich
an einer oder an zwei Außenseiten die Materialaudickung gegenüber der eigentlichen
Trägerplatte vorspringt. Selbstverständlich ist auch eine Kombination der zuvor beschriebenen
Dimensionierungen der Materialaufdickung gegenüber der eigentlichen Trägerplatte möglich.
So kann beispielsweise die Materialaufdickung an einer Außenseite bündig, an einer
Außenseite vorspringend und an der dritten Außenseite zurückspringend ausgeprägt sein.
[0033] Die eigentliche Trägerplatte ist vorzugsweise in den Bereichen der Materialaufdickungen
schmaler, also weniger breit als im übrigen Bereich zwischen den Materialaufdickungen
ausgebildet. Auch ist der genau umgekehrte Fall möglich, dass also die die eigentliche
Trägerplatte im Bereich der Materialaufdickungen breiter ausgebildet ist als im übrigen
Bereich. Selbstverständlich ist auch der Fall möglich, dass die eigentliche Trägerplatte
überall gleich breit ausgebildet ist.
[0034] Vorzugsweise weist das Bandaufnahmeelement eine oder mehrere Spannschrauben auf,
mittels derer der Klemmblock gegen die Grundplatte und/oder gegen die Deckplatte verspannt
wird- Alternativ oder kumulativ weist das Bandaufnahmeelement eine oder mehrere Spannschrauben
auf, mittels derer die Deckplatte gegen die Grundplatte verspannt wird
[0035] Durch die Anordnung solcher Spannschrauben kann der Klemmblock, nachdem er in seiner
Einbausituation in der Zarge gegenüber der Grundplatte und der Deckplatte des Bandaufnahmeelementes
ausgerichtet ist, gegenüber dem Bandaufnahmeelement verspannt werden. Durch diese
Verspannung wird das in den Gewinden der Verstellspindeln vorhandene Spiel überwunden
und der Klemmblocks gegenüber der Grundplatte und/oder gegenüber der Deckplatte des
Bandaufnahmeelementes verspannt und spielfrei festgelegt.
[0036] Auch ist es möglich, dass die Deckplatte über eine Durchgangsbohrung, insbesondere
ein Senkloch, sowie von Verbindungsbolzen, die jeweils über eine Durchgangsbohrung
verfügen, durch die eine Schraube in ein Gewindeloch, welches in die Grundplatte eingebracht
ist, geschraubt werden. Auf diese Weise lassen sich Deckplatte, Verbindungsbolzen
und Grundpaltte auch fest miteinander verbinden.
[0037] Die Verbindungsbolzen können ein Untermaß gegenüber den Verstellspindeln aufweisen,
sodass durch das feste Anziehen der Verbindungsschrauben gleichzeitig ein Verspannen
der Deckplatte gegenüber den Grundplatte erfolgt. Dabei ist es unerheblich, ob die
Verbindungsbolzen über Durchgangsbohrungen zum Durchstecken von Verbindungsschrauben
oder über Innengewinde zum Einschrauben von Verbindungsschrauben verfügen.
[0038] Vorzugsweise sind ein oder mehrere Spannmittel symmetrisch zur senkrecht auf der
Grundplatte stehenden Mittelachse des Bandaufnahmeelementes angeordnet. Besonders
bevorzugt ist an jedem Ende des Klemmblockes jeweils eine Schraube als Spannmittel
angeordnet. Hierdurch wird eine exakt symmetrische Anordnung realisiert und einem
Verkanten wirksam vorgebeugt.
[0039] Besonders bevorzugt sind in jedem Endbereich des Klemmblocks jeweils zwei Spannschrauben
vorgesehen, wobei in Längsrichtung des Klemmblocks betrachtet die jeweils eine Spannschraube
auf der einen Seite der korrespondierenden Verstellspindel und die jeweils andere
Spannschraube auf der anderen Seite der korrespondierenden Verstellspindel angeordnet
ist.
[0040] Bevorzugt liegen die Spannschrauben zentrisch auf der mittleren Längsachse der Trägerplatte.
[0041] Bevorzugt handelt es sich bei der jeweiligen aus Sicht der Klemmplatte hinter der
Verstellspindel angeordneten Schraube um die Spannschraube zum Verspannen des Klemmblocks
gegen die Deckplatte und bei der jeweiligen Spannschraube vor der Verstellspindel
um die Spannschraube zum Verspannen des Klemmblocks gegen die Grundplatte. Es ist
aber auch der genau umgekehrte Fall möglich.
[0042] Bevorzugt handelt es sich bei den Spannschrauben zur Verspannung des Klemmblocks
gegen die Deckplatte um Senkkopfschrauben, die in korrespondierenden Senklöchern in
der Deckplatte einliegen und in Gewinde in der Trägerplatte eingreifen. In der Flucht
dieser Spannschrauben können in der Grundplatte entsprechende Durchgangsbohrungen
vorgesehen sein, die die Spannschrauben aufzunehmen. In Bezug auf Ihre Länge können
diese Spannschrauben also so lang ausgeführt sein, dass diese bis in die Durchgangsbohrung
hineinragen oder diese durchragen. Es ist aber auch möglich, diese Spannschrauben
kürzer auszuführen, also dass diese Spannschrauben im eingeschraubten Zustand nicht
bis zur Grundplatte reichen.
[0043] Bevorzugt handelt es sich bei den Spannschrauben zur Verspannung des Klemmblocks
gegen die Grundplatte um Senkkopfschrauben, die in entsprechenden Senklöchern in der
Trägerplatte einliegen und in Gewinde in der Grundplatte eingreifen.
[0044] Sofern Spannschrauben gleich welcher Art die Grundplatte in Richtung der Zarge überragen
oder überragen können, sind der Zarge entsprechende Freiräume (z.B. Sacklochbohrungen)
zur Aufnahme der Schrauben vorzusehen.
[0045] Zur Klarstellung wird erwähnt, dass die Spannschrauben gleich welcher Art auch anders
angeordnet werden können, als zuvor in Form der vorteilhaften Ausprägungen erläutert.
[0046] Zum Einbau des Bandaufnahmeelementes in einer Zarge kann die Deckplatte verbreitert
ausgeführt sein, um eine Mehrzahl von Schrauben zur Befestigung an der Zarge oder
Aufschraubplatte vorsehen zu können. Hierfür weist die Deckplatte eine entsprechende
Anzahl von Bohrungen, insbesondere Senklöcher auf, die von den Befestigungsschrauben,
insbesondere Senkkopfschrauben durchgriffen werden können.
[0047] Ist die Deckplatte nicht verbreitert ausgeführt, weist die Deckplatte eine geringere
Anzahl von Bohrungen, insbesondere Senklöchern auf, die von Befestigungsschrauben,
insbesondere Senkkopfschrauben durchgriffen werden.
[0048] Sofern die Deckplatte die Grundplatte ein- oder beidseitig in Längsrichtung und/oder
in Breitenrichtung überragt, ist es vorteilhaft, wenn die Grundplatte zum Grund der
entsprechenden zargenseitigen Ausfräsung bzw. bei Einsatz einer zusätzlichen Aufschraubplatte
oder Anschraubplatte zur Anschraubplatte einen geringfügigen Abstand aufweist. Hierdurch
ist ein schmaler Luftspalt zwischen Grundplatte und Zarge bzw. Anschraubplatte sichergestellt,
so dass das Bandaufnahmeelement sicher und spielfrei an der Zarge befestigt ist. In
diesem Fall liegt nämlich nur die Deckplatte mit Ihren die Grundplatte überragenden
Teilen auf der Zarge auf, so dass eine eindeutige Auflagefläche vorliegt.
[0049] Mit Hilfe der Befestigungsschrauben wird die Deckplatte und damit das Bandaufnahmeelement
an der Zarge befestigt. Kommen Holzschrauben zum Einsatz greifen diese direkt in die
Zarge ein. Es ist auch mögliche, metreische Schrauben zu verwenden, die in zuvor in
die Zarge eingeschraubte Einschraubmuffen eingeschraubt werden.
[0050] Ferner sind in der Deckplatte weitere Bohrungen vorgesehen, um mit entsprechenden
Werkzeugen die Verstellspindeln ergreifen zu können und ferner die Klemmschrauben
am Klemmblock betätigen zu können, um den Bandlappen in dem Klemmblock einzuklemmen.
Sofern in der Grundplatte Durchgangsbohrungen, insbesondere Senklöcher, für Befestigungsschrauben,
insbesondere Senkkopfschrauben, vorgesehen sind, weisen die darüber liegenden Bauteile
wie Trägerplatte, Klemmplatte und Deckplatte weiterhin Durchgangsbohrungen auf, um
die Befestigungsschrauben zur Befestigung an der Zarge zu ergreifen. Diese Durchgangsbohrungen
können in Bezug auf ihren Durchmesser so groß dimensioniert sein, dass lediglich ein
Werkzeug, z.B. ein Schraubendreher zum Ergreifen der Befestigungsschrauben hindurchgesteckt
werden kann. In diesem Fall müssen die Befestigungsschrauben bei der Montage des Bandaufnahmeelements
vormontiert werden. Es ist aber auch möglich, die Durchgangsbohrungen so zu dimensionieren,
dass die Befestigungsschrauben durch diese hindurch entnommen werden können. In diesem
Fall ist der Außendurchmesser etwas größer als der Außendurchmesser der Schraubenköpfe
zu dimensionieren. Die Deckplatte und/oder die Grundplatte und/oder die Trägerplatte
können an ihren jeweiligen vier Außenecken abgerundet oder rechtwinkelig sein.
[0051] Die Grundplatte des Bandaufnahmeelementes kann Bohrungen und/oder Senkungen und/oder
Ausbeulungen in der Flucht der Klemmschrauben des Klemmblockes und bestimmter Spannschrauben
aufweisen, um diese bei entsprechenden Toleranzen oder wenn die Schrauben unterseitig
in Richtung auf die Grundplatte über die Trägerplatte des Klemmblocks hinaus stehen,
aufnehmen zu können. Dies dient der maximalen Verstellbarkeit des Klemmblockes innerhalb
des Zwischenraumes zwischen Grundplatte und Deckplatte.
[0052] Vorzugsweise ist das Bandaufnahmeelement mit fluchtenden Bohrungen durch sämtliche
Teile und Platten des Bandaufnahmeelementes versehen, um Schrauben in der Grundplatte
unter dem Klemmblock in insbesondere gesenkten Bohrungen in der Zarge zu verschrauben,
um dem Bandaufnahmeelement insgesamt in der Zarge eine höhere Stabilität zu geben.
[0053] Alternativ oder kumulativ zu den verschiedenen Spannschrauben und/oder alternativ
oder kumulativ zu den Befestigungsschrauben zur Befestigung der Grundplatte des Bandaufnahmeelements
an der Holzzarge können auch Bauteilverspannungsmittel zum Einsatz kommen, mit denen
die Deckplatte des Bandaufnahmeelements direkt gegen die Zarge verspannt wird, in
welche das Bandaufnahmeelement eingesetzt wird.
[0054] Vorzugsweise sind ein oder mehrere Bauteilverspannungsmittel symmetrisch zur senkrecht
auf der Grundplatte stehenden Mittelachse des Bandaufnahmeelements angeordnet. Bevorzugt
ist jeweils eine Schraube als Bauteilverspannungsmittel im Endbereich der Grundplatte
zwischen dem Verbindungsbolzen und der jeweils korrespondierenden Verstellspindel
angeordnet. Alternativ oder kumulativ ist es auch möglich, jeweils eine Schraube als
Bauteilverspannungsmittel zwischen Verstellspindel und der jeweils korrespondierenden
äußeren Klemmschraube, mit der der erste Bandlappen direkt oder über eine Klemmplatte
gegen die Trägerplatte klemmend fixiert wird, anzuordnen.
[0055] Die Bauteilverspannungsmittel können in der Flucht der gedachten Verbindungslinie
zwischen den Mittelpunkten der Verstellspindeln liegen und/oder auch außerhalb.
[0056] Zur Klarstellung wird erwähnt, dass auch noch weitere Anordnungen der Bauteilverspannungsmittel
insbesondere hinsichtlich Anzahl und Position möglich sind.
[0057] Vorzugsweise sind die Bauteilverspannungsmittel als Schrauben oder Gewindebolzen
ausgebildet. Sind die Bauteilverspannungsmittel als Schrauben ausgebildet, kann es
sich bei diesen Schrauben der Bauteilverspannung um Senkkopf- oder Zylinderkopfschrauben
handeln. Eine Schraube oder ein Gewindebolzen durchdringt Durchgangslöcher in der
Deckplatte und Grundplatte und greift endseitig in ein Gewinde in der Zarge ein.
[0058] Kommen Senkkopfschrauben zum Einsatz, liegen diese vorzugsweise in etwa bündig in
korrespondierenden Senklöchern in der Deckplatte ein.
[0059] Sofern die Trägerplatte einschließlich der möglichen Aufdopplung und/oder die Klemmplatte
in der Flucht der Bauteilverspannungsschrauben liegen, verfügen diese selbstverständlich
an den entsprechenden Stellen auch über korrespondierende Durchgangsbohrungen, welche
von den Bauteilverspannungsschrauben durchgriffen werden.
[0060] Bei einer Holzzarge kommen vorzugsweise Holzschrauben als Bauteilverspannungsschrauben
zum Einsatz. Sollen metrische Schrauben zum Einsatz kommen, sind in der Holzzarge
an den entsprechenden Stellen korrespondierende Einschraubmuffen vorzusehen. Auch
ist es möglich alternativ oder kumulativ eine Anschraubplatte, die insbesondere über
die gleiche Außenkontur wie die Grundplatte verfügen kann, im Grund der Ausfräsung
für das Bandaufnahmeelement vorzusehen, in die in entsprechend in die Anschraubplatte
eingebrachte. Gewinde die metrischen Bauteilverspannungsschrauben eingeschraubt werden.
[0061] Bei der Anschraubplatte, in welche die Bauteilverspannungsschrauben eingeschraubt
werden, handelt es sich um die gleiche und bereits beschriebene Anschraubplatte, die
Verwendung findet, wenn die Grundplatte des Bandaufnahmeelements über eine Anschraubplatte
an der Zarge befestigt wird. Werden Bauteilverspannungsschrauben in die Anschraubplatte
eingeschraubt, verfügt diese an den korrespondierenden Stellen selbstverständlich
über entsprechende Gewindelöcher zur Aufnahme der Bauteilverspannungsschrauben.
[0062] Soll auch bei Verwendung einer Anschraubplatte im Grund der Ausfräsung in der Zarge
die Deckplatte weiterhin direkt gegen die Holzzarge mit Holzschrauben oder mit metrischen
Schrauben mit zuvor in die Zarge eingebrachten Einschraubmuffen verschraubt werden,
verfügt die Anschraubplatte an den entsprechenden Stellen über Durchgangslöcher, die
von den Bauteilverspannungsschrauben durchgriffen werden.
[0063] Es ist selbstverständlich, dass die Bauteilverspannungsschrauben in Bezug auf ihre
Länge so dimensioniert sind, dass sie mit einer ausreichenden Anzahl an Gewindegängen
in das jeweilige Gegengewinde in der Holzzarge und/oder in den Einschraubmuffen und/oder
in der Anschraubplatte eingreifen. Bei Verwendung einer Anschraublatte ist es vorteilhaft,
wenn in der Holzzarge in der Flucht der Gewindelöcher in der Anschraubplatte mit den
Gewindelöchern fluchtende Sacklochbohrungen vorgesehen sind, die nach dem Einschrauben
der Bauteilverspannungsschrauben jeweils den möglichen aus der Anschraubplatte herausragenden
Teil der jeweiligen Bauteilverspannungsschaube aufnehmen können.
[0064] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der in dem Klemmblock aufgenommene erste
Bandlappen eine Horizontalverstellung mit einem Exzenter auf, durch dessen Drehung
der erste Bandlappen horizontal gegenüber dem Klemmblock verstellbar ist.
[0065] Hierzu weist der erste Bandlappen eine entsprechende Ausnehmung auf, in welcher die
Exzenterscheibe des Exzenters einliegt.
[0066] Bevorzugt ist der Exzenter der Horizontalverstellung an einem drehbaren Bolzen angeordnet,
wobei der Bolzen eine Bohrung der Trägerplatte durchgreift Insbesondere kann der Bolzen
unverlierbar an der Trägerplatte gelagert sein, insbesondere kann der Bolzen einen
in einer umlaufenden Nut einliegenden O-Ring aufweisen. Der Außendurchmesser des in
die Nut eingesetzten O-Rings ist im Einbauzustand etwas größer als der Innendurchmesser
der Bohrung in der Trägerplatte, so dass die Unverlierbarkeit gegeben ist. Die Nut
ist an dem Bolzen vorzugsweise so positioniert, dass der Exzenter nach dem Durchstecken
des Bolzens durch die Bohrung der Trägerplatte und dem Aufstecken des O-Rings in die
Nut möglichst wenig axiales Spiel in der Bohrung der Trägerplatte hat. Der Außendurchmesser
des Bolzens und der Innendurchmesser der Bohrung in der Trägerplatte sind so zueinander
zu dimensionieren, dass der Bolzen leicht drehbar ist und gleichzeitig möglichst wenig
radiales Spiel in der Bohrung aufweist. In der Grundplatte und/oder in der Zarge kann
in der Flucht der Mittelachse des Exzenterbolzens jeweils eine zusätzliche Bohrung
angeordnet sein, um das Ende des Bolzens aufzunehmen. Durch diese Bohrung in der Grundplatte
und/oder in der Zarge wird somit die vollständige Verfahrbarkeit des Klemmblocks garantiert
und nicht etwa der Verfahrweg durch den überstehenden Bolzen des Exzenters beschränkt.
Der Innendurchmesser dieser Bohrungen ist größere als der des korrespondierenden Teils
des Exzenterbolzens.
[0067] Durch eine Drehung des Exzenters wird somit eine horizontale Verstellung des ersten
Bandlappen gegenüber dem Bandaufnahmeelement bewirkt. Hierdurch kann eine Andruckverstellung
des Bauelementes in Richtung auf die Zarge durchgeführt werden.
[0068] Der Exzenter der Horizontalverstellung kann an seiner Außenseite Abflachungen aufweisen,
wodurch das Rastmoment erhöht und ein versehentliches Verstellen erschwert wird. Ferner
kann der Exzenter an seiner Außenseite elliptisch oder abschnittweise elliptisch,
insbesondere in Form einer Evolvente ausgebildet sein.
[0069] Die Dicke der Exzenterscheibe der Horizontalverstellung kann ein geringfügiges Untermaß
gegenüber der Materialdicke des ersten und zweiten Bandlappens aufweisen. Alternativ
kann die Materialstärke der Exzenterscheibe identisch zur oder größer als die Materialstärke
des ersten und zweiten Bandlappens sein.
[0070] Die Außenkontur des Exzenters kann insbesondere kreisrund oder elliptisch sein. Auch
ist es möglich, dass der Exzenter an seinem Außenumfang abgeflachte Bereiche oder
Zacken aufweist. Es ist auch möglich, dass die Außenkontur wellig ist.
[0071] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der zur Montage an einem Bauelement dienende
zweite Bandlappen eine Vertikalverstellung mit einem Exzenter auf, durch dessen Drehung
der zweite Bandlappen vertikal gegenüber dem Bauelement verstellbar ist.
[0072] Hierzu weist der zweite Bandlappen eine entsprechende Ausnehmung auf, in welcher
die Exzenterscheibe des Exzenters einliegt.
[0073] Bevorzugt ist der Exzenter der Vertikalverstellung an einem drehbaren Bolzen angeordnet,
wobei der Bolzen in einer in einem Bauelement einliegenden Metallplatte insbesondere
unverlierbar gelagert sein kann.
[0074] Durch eine Drehung des Exzenters wird somit eine vertikale Verstellung des zweiten
Bandlappens gegenüber dem Bandaufnahmeelement bewirkt. Umgekehrt erfolgt somit dadurch,
dass die geodätische Höhe des zweiten Bandlappens aufgrund der Fixierung des Türbandes
über den ersten Bandlappen an dem Bandaufnahmeelement nicht variabel ist, eine Höhenverstellung
des Bauelementes gegenüber der Zarge. Durch die Drehung des Exzenters der Vertikalverstellung
kann somit eine Höheneinstellung des Bauelementes gegenüber der Zarge durchgeführt
werden.
[0075] Es kann somit eine in einer Ausfräsung einliegende Metallplatte angeordnet sein,
welche den Bolzen des Exzenters der Vertikalverstellung aufnimmt. Durch diese Montageplatte
wird die Tragfähigkeit erhöht. Diese Metallplatte ist vorzugsweise mit Senkkopfschrauben
in eine Ausfräsung in dem Bauelement eingeschraubt, wobei die Köpfe der Senkkopfschrauben
bündig oder zurückspringend in entsprechenden Senklöchern in der Metallplatte einliegen.
[0076] Der Bolzen kann einen in einer umlaufenden Nut einliegenden O-Ring aufweisen. Hierdurch
ist der Exzenter mit dem Bolzen drehbar, aber unverlierbar an dem Bauelement befestigt.
Der Außendurchmesser des in die Nut eingesetzten O-Rings ist im Einbauzustand etwas
größer als der Innendurchmesser der Bohrung in der Metallplatte, so dass die Unverlierbarkeit
gegeben ist. Die Nut ist an dem Bolzen vorzuasweise so positioniert, dass der Exzenter
nach dem Durchstecken des Bolzens durch die entsprechende Bohrung in der Metallplatte
und dem Aufstecken des O-Rings in die Nut möglichst wenig axiales Spiel in der Bohrung
der Metallplatte hat. Der Außendurchmesser des Bolzens und der Innendurchmesser der
Bohrung in der Metallplatte sind so zueinander zu dimensionieren, dass der Bolzen
leicht drehbar ist und gleichzeitig möglichst wenig radiales Spiel in der Bohrung
aufweist. In dem Bauelement kann in der Flucht der Mittelachse des Exzenterbolzens
eine zusätzliche Bohrung angeordnet sein, um das Ende des Bolzens aufzunehmen. Der
Innendurchmesser dieser zusätzlichen Bohrung ist größer als der des korrespondierenden
Teils des Exzenterbolzens.
[0077] Der Exzenter der Vertikalverstellung kann an seiner Außenseite Abflachungen aufweisen,
wodurch das Rastmoment erhöht und ein versehentliches Verstellen erschwert wird. Ferner
kann der Exzenter an seiner Außenseite elliptisch oder abschnittweise elliptisch,
insbesondere in Form einer Evolvente ausgebildet sein.
[0078] Die Dicke der Exzenterscheibe der Vertikalverstellung kann ein geringfügiges Untermaß
gegenüber der Materialdicke des ersten und zweiten Bandlappens aufweisen. Alternativ
kann die Materialstärke der Exzenterscheibe identisch zur oder größer als die Materialstärke
des ersten und zweiten Bandlappens sein.
[0079] Die Außenkontur des Exzenters kann insbesondere kreisrund oder elliptisch sein. Auch
ist es möglich, dass der Exzenter an seinem Außenumfang abgeflachte Bereiche oder
Zacken aufweist. Es ist auch möglich, dass die Außenkontur wellig ist.
[0080] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Bandsystem eine Anschlagschiene zur
Montage an einem Bauteil auf, an welcher der zweite Bandlappen geführt wird. Durch
eine derartige Anschlagschiene wird eine Anlage und Führung gebildet. Hierdurch werden
die Montage und die Ausrichtung des Bauelementes erleichtert.
[0081] Die Anschlagschiene wird mit Hilfe von Senkkopfschrauben, die in das Bauelement eingeschraubt
werden und deren Köpfe bündig oder zurückspringend in entsprechenden Senklöchern in
der Anschlagschiene einliegen, an dem Bauelement befestigt.
[0082] Kommt eine Anschlagschiene zur seitlichen Führung des zweiten Bandlappens zum Einsatz,
ist sie vorzugsweise so zu dimensionieren, dass diese über die gleiche Dicke wie der
zweite Bandlappen verfügt.
[0083] Der zweite Bandlappen liegt bevorzugt in einer entsprechenden Ausfräsung in dem Bauelement,
insbesondere einem Bauelement aus massivem Holz oder zumindest mit einem massiven
Holzrahmen ein. Durch diese formschlüssige Aufnahme des zweiten Bandlappens wird das
Band in seitlicher Richtung, also parallel zur Bandachse gestützt. Durch die Anordnung
einer Anschlagschiene kann die seitliche Stützwirkung weiter gesteigert werden. In
vertikaler Richtung, also in Richtung der Bandachse hat der zweite Bandlappen in der
bauelementseitigen Ausfräsung oben und unten jeweils Spiel. Dieses Spiel ist erforderlich,
um das Bauelement in vertikaler Richtung verstellen zu können. Die dem Bandaufnahmeelement
zugewandte Seite des zweiten Bandlappens liegt flächenbündig in der Ausfräsung im
Bauelement ein.
[0084] Zur Klarstellung wird erläutert, dass mit der dem Bandaufnahmeelement zugewandten
Seite des zweiten Bandlappens die Seite des Bandlappens gemeint ist, die nicht dem
Bauelement zugewandt ist.
[0085] Kommt eine Anschlagschiene zum Einsatz, liegt diese bevorzugt mit in der Ausfräsung
des zweiten Bandlappens in dem Bauelement ein.
[0086] Der zweite Bandlappen kann mittels Holzschrauben direkt in das Bauelement eingeschraubt
werden. Es ist auch möglich, metrische Schrauben zu verwenden, die in Einschraubmuffen
eingeschraubt werden, die an dem Bauelement angeordnet sind.
[0087] Liegt der zweite Bandlappen nicht in einer Ausfräsung ein, sondern auf dem Bauelement
auf, ist bevorzugt eine Anschlagsschiene zur seitlichen Führung des Bandlappens vorzusehen.
[0088] Ferner kann der zweite Bandlappen über eine Montageplatte in Form einer Metallplatte
an dem Bauelement mittels metrischer Schrauben befestigt werden. Hierzu weist die
Montageplatte, die ihrerseits mittels bündig in korrespondierenden Senklöchem einliegenden
Senkkopfschrauben in einer vorzugsweise passgenauen Ausfräsung einliegend an dem Bauelement
angeschraubt ist, an entsprechenden Stellen korrespondierende Innengewinde auf.
[0089] Die Montageplatte kann mittels Holzschrauben an dem Bauelement und/oder mittels metrischer
Schrauben, die in zuvor in das Bauelement eingeschraubte Einschraubmuffen eingeschraubt
werden, angeschraubt werden.
[0090] Auch für den Fall, dass der zweite Bandlappen über eine Montageplatte an dem Bauelement
befestigt wird, liegt der Bandlappen vorzugsweise bündig in dem Bauelement ein.
[0091] Vorzugsweise weist das Bandsystem zumindest eine Stützplatte mit mehreren Bohrungen,
insbesondere Senklöchern, zur Befestigung an einem Bauelement unmittelbar oberhalb
des zweiten Bandlappens auf, sodass der zweite Bandlappen eine Auflage bildet, auf
der die Stützplatte aufliegt und eine Abstützung des Bauelementes in vertikaler Richtung
gegen die Gewichtskraft bildet. Die Stützplatte weist bevorzugt dieselbe Materialdicke
auf wie der zweite Bandlappen.
[0092] Durch eine derartige Stützplatte werden eine zusätzliche Stützauflage zur Aufnahme
der Gewichtskraft des Bauelementes und eine verbesserte Krafteinleitung geschaffen.
Hierdurch wird die Stabilität der Gesamtanordnung weiter gesteigert.
[0093] Diese Stützplatte weist eine Mehrzahl von Bohrungen, insbesondere Senklöchern, zur
Aufnahme von Befestigungsschrauben, insbesondere Senkkopfschrauben auf. Besonders
vorteilhaft ist dabei, dass bei einer Erstmontage des Bandsystems nicht in sämtliche
Bohrungen, sondern beispielsweise nur in zwei Bohrungen Befestigungsschrauben eingesetzt
werden können. Sofern ein Ausbau und eine Neubefestigung des Bandsystems beispielsweise
um das Bauelement nach einer gewissen Standzeit neu auszurichten oder um Beschläge
zu wechseln, so können aufgrund der Mehrzahl von Bohrungen in der Stützplatte bei
einer erneuten Montage Befestigungsschrauben in andere Bohrungen eingesetzt werden,
als bei der ersten Montage, sodass die Bohrungen in dem Bauelement nicht ausgeschlagen,
sondern erneut tragfähig sind.
[0094] Bevorzugt wird die Stützplatte direkt, also unmittelbar an das Bauelement angeschraubt,
[0095] Liegt der zweite Bandlappen in einer Ausfräsung im Bauelement ein, ist diese Ausfräsung
bevorzugt so zu gestalten, dass die Stützplatte mit in dieser Ausfräsung einliegen
kann. Hierzu ist die Ausfräsung oberhalb des Bandlappens derart zu erweitern, dass
die Stützplatte an Ihren beiden Längsseiten formschlüssig in der Ausfräsung einliegt.
In Längsrichtung, also in Richtung der Bandachse ist die Ausfräsung so zu dimensionieren,
dass die Stützplatte bei allen möglichen Höhenpositionen des zweiten Bandlappens in
der Ausfräsung einliegt. Bevorzugt liegen die seitliche Bandlappenkante des zweiten
Bandlappens und die äußere Kante der Stützplatte, also die der Bandrolle abgewandte
Kante der Stützplatte in einer Flucht. Weist die Stützplatte in Breitenrichtung ein
Untermaß gegenüber dem Abstand zwischen der der Bandrolle zugewandten Kante des Bauelements
und der Bandlappenkante auf, ergibt sich ein optisch vorteilhafter Abschluss, da die
Stützplatte von außen im geschlossenen Zustand des Bauelements nicht sichtbar ist.
Bevorzugt liegt die Stützplatte flächenbündig in der Ausfräsung im Bauelement ein.
[0096] Zur Klarstellung wird erwähnt, dass für den Fall, dass das Bandaufnahmeelement an
dem Bauelement und der zweite Bandlappen an der Zarge angeordnet wird, die Stützplatte
unterhalb des zweiten Bandlappen angeordnet werden muss, um die gewünschte Stützwirkung
zu erhalten. Alle weiteren Ausführungen gelten analog.
[0097] Die Metallplatte, in der der Bolzen des Exzenters drehbar gelagert ist, liegt bündig
unterhalb des zweiten Bandlappens bündig zur restlichen Auflagefläche des Bandlappens
und zur Auflagefläche der Stützplatte in einer Ausfräsung konturgenau in dem Bauelement
ein. Bevorzugt ist die Metallplatte so dimensioniert, dass diese nicht bis an die
äußeren Kanten des Bauelements reicht, d.h., dass das Bauelement die Metallplatte
an ihrem gesamten Umfang umgreift. Auf diese Weise lässt sich ein optisch vorteilhaftes
Gestaltungsbild des Bauelements realisieren, da die Kanten der Metallplatte im montierten
Zustand nicht sichtbar sind.
[0098] Dabei kann die Metallplatte selbstverständlich insbesondere in Bezug auf Ihre Länge
und Breite unterschiedlich groß ausgeführt sein. Bevorzugt ist die Metallplatte gerade
so groß in Bezug auf ihre Breite und Länge ausgeführt, dass diese den Exzenterbolzen
sowie die Schrauben zur Befestigung der Metallplatte an der Zarge aufnehmen kann.
[0099] Es ist selbstverständlich auch möglich, die Metallplatte größer auszubilden. Besonders
bevorzugt weist die Metallplatte neben den Senklöchern zur Aufnahme der Schrauben
zur Befestigung der Metallplatte an der Zarge sowie der Bohrung zur Aufnahme des Exzenterbolzens
auch an entsprechenden Stellen Gewinde auf, über die der zweite Bandlappen mittels
Schrauben an der Metallplatte angeschraubt werden kann. Da die Metallplatte ihrerseits
an dem Bauelement angeschraubt ist, ist der Bandlappen dann über die Metallplatte
an dem Bauelement befestigt. Die Metallplatte kann an Ihren Außenkanten eckig und/oder
abgerundet sein.
[0100] Vorzugsweise ist die Deckplatte als Winkel ausgebildet, der einen vorderen Schenkel
aufweist, wobei der vordere Schenkel insbesondere einen Schlitz aufweist, durch den
der Bandlappen des Türbands einsteckbar ist. Bei dieser Ausgestaltung der Deckplatte
als Winkel bildet die Deckplatte gleichzeitig den oberen und vorderen optischen Abschluss
des Bandaufnahmeelementes. Dieser Winkel weist einen vorderen Schenkel auf, wobei
der vordere Schenkel einen Schlitz aufweist, durch den das Türband einsteckbar ist.
Der vordere Schenkel kann an seinem freien Ende kantige oder abgerundete Ecken aufweisen.
[0101] Der Übergang zwischen vorderem Schenkel und eigentlicher Deckplatte, also der Winkel
im engeren Sinne, kann kantig, also rechtwinklig, oder abgerundet ausgeprägt sein.
Insbesondere kann es sich um ein gebogenes Teil mit einem entsprechenden Radius handeln.
Dabei kann der Radius auch einen Wert von nahezu 0° annehmen und damit nahezu rechtwinklig
sein.
[0102] Der Winkel kann jedoch auch geschweißt sein, indem aus zwei einzelnen Blechteilen
auf der Rückseite mehrere Schweißpunkte angeordnet werden. Vorzugsweise wird dabei
die Oberseite mittels eines Lasers verschweißt und sodann geschliffen und/oder poliert
und/oder gebürstet, um einen scharfkantigen Winkel zu erzeugen, wenn dies aus Designgründen
gewünscht ist. Sofern der Abdeckwinkel als Schweißkonstruktion aus zwei Blechen ausgeführt
ist, sind auch Anordnungen unterschiedlicher Materialstärken möglich. Dabei kann beispielsweise
eine Deckplatte mit einer Materialdicke von 4 mm zum Einsatz kommen, um dem Bandaufnahmeelement
insgesamt eine sehr hohe Tragfähigkeit zu verleihen, wobei der vordere Schenkel mit
dem Einsteckschlitz aus einer dünneren Materialstärke bestehen kann, wie beispielsweise
3 mm, da dieser lediglich dem vorderen optischen Abschluss dient.
[0103] Die Deckplatte kann somit mit oder ohne vorderen Schenkel ausgeführt sein. In der
Draufsicht von oben auf die Deckplatte kann die Deckplatte eine vordere glatte Kante
aufweisen oder einen Vorsprung oder einen Rücksprung, wie einen Einschnitt oder eine
Ausfräsung aufweisen, um das Bandaufnahmeelement der jeweiligen Einbausituation anpassen
zu können. Sofern die Deckplatte ohne vorderen Schenkel ausgeprägt ist und die Deckplatte
einen Rücksprung aufweist, kann die Klemmplatte ebenfalls einen mit der Deckplatte
deckungsgleichen Rücksprung aufweisen. Auf diese Weise lassen sich vorteilhafte Tür-/Zargenkonstruktionen
realisieren.
[0104] Grundplatte und Deckplatte des Bandaufnahmeelementes können durch Bolzen verbunden
sein. Hierzu werden die Bolzen von der Deckplatte ausgehend mittels entsprechender
Schrauben durchgriffen, die in Gewinde in der Grundplatte eingreifen.
[0105] Um einen optisch ansprechenden Abschluss zu erzielen, kann auf die Deckplatte, die
über eine Reihe von Durchgangsbohrungen und Senklöcher, durch die die Befestigung-,
Klemm- und Spannschrauben sowie Werkzeuge zum Ergreifen darunter liegender Schrauben
gesteckt werden sowie durch die die Zylinderköpfe der Klemmschrauben durchragen können"
verfügt, eine Blende, die über die gleiche Außenkontur und die gleichen Außenmaße
wie die Deckplatte verfügt, geschraubt werden. Die Außenkanten von Deckplatte und
Blende stimmen dabei nahezu überein. Die Blende verfügt lediglich über zwei kleine
Senklöcher, in denen Senkkopfschrauben einliegen, die in korrespondierende Gewinde
in der Deckplatte eingeschraubt sind und die die Blende auf der Deckplatte halten.
[0106] Die Blende kann auch über mehr als zwei Senklöcher verfügen, in denen Senkkopfschrauben
einliegen, die in korrespondierende Gewinde in der Deckplatte eingeschraubt sind und
die die Blende auf der Deckplatte halten.
[0107] Dementsprechend weist das Bandaufnahmeelement bevorzugt eine Blende auf, die auf
die Deckplatte aufgeschraubt ist, insbesondere eine Blende, die über die gleiche Außenkontur
und die gleichen Außenmaße wie die Deckplatte verfügt. Hierdurch kann die eine Vielzahl
von Bohrungen und Schrauben aufweisende Deckplatte des Bandaufnahmeelementes in optisch
vorteilhafter Weise abgedeckt werden.
[0108] Diese Blende über der Deckplatte des Bandaufnahmeelements wird vorzugsweise mittels
Senkkopfschrauben an der Deckplatte angeschraubt. Alternativ oder kumulativ kann auch
eine Verschraubung an der Zarge erfolgen.
[0109] Die Blende des Bandaufnahmeelements liegt vorzugsweise bündig in der Zarge ein. Hierzu
ist die Ausfräsung in der Zarge entsprechend auszuführen.
[0110] Vorzugsweise weist das Bandsystem eine Blende auf, die den zweiten Bandlappen nach
der Montage an einem Bauelement abdeckt, insbesondere eine Blende, die an dem zweiten
Bandlappen und/oder an dem Bauelement und/oder an der Metallplatte, auf der der zweite
Bandlappen- mit seiner dem Bauelement zugewandten Seite aufliegt, angeschraubt ist.
Hierdurch kann der eine Vielzahl von Bohrungen und Schrauben aufweisende zweite Bandlappen
des Bandaufnahmeelementes in optisch vorteilhafter Weise abgedeckt werden. Insbesondere
kann die Blende den Bandlappen überragen und in einer Ausfräsung des Bauelementes
bündig einliegen, sodass auch die für eine vertikale Verstellbarkeit erforderlichen
Spalte zwischen Ausfräsung und zweitem Bandlappen durch die Blende abgedeckt werden.
Sofern eine zusätzliche Stützplatte oberhalb des zweiten Bandlappens angeordnet ist,
kann die Blende so dimensioniert werden, dass zusätzlich auch diese Stützplatte sowie
der für die vertikale Verstellbarkeit erforderlichen Spalte von der Blende mit abgedeckt
werden. Dies ist möglich, da die dem Bauelement abgewandten Seiten (Flächen) des zweiten
Bandlappens und der Stützplatte in einer Ebene liegen, so dass die Blende versatzfrei
auf dem zweiten Bandlappen und der Stützplatte aufliegen kann.
[0111] Kommt eine Anschlagschiene zur seitlichen Führung des zweiten Bandlappens zum Einsatz,
deren dem Bauelement abgewandte Seite (Fläche) mit der korrespondierenden Fläche des
zweiten Bandlappens in einer Ebene liegt, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Blende
auch diese Anschlagschiene mit abdeckt.
[0112] Selbstverständlich ist es auch möglich, dass die Blende in vertikaler Richtung einseitig
oder beidseitig länger dimensioniert ist, als es zur Abdeckung der entsprechenden
Teile des Bandsystems sowie der Spalte zur vertikalen Verstellbarkeit erforderlich
wäre. Die Blende kann an ihren Außenseiten eckig und/oder abgerundet ausgeführt sein.
[0113] Vorzugsweise liegt die der Bandrolle abgewandte Längskante der Blende in einer Flucht
mit der der Bandrolle abgewandten Längskante des zweiten Bandlappens. In dem Bereich,
in dem der zweite Bandlappen von der Blende verdeckt wird, stimmen diese beiden Längskanten
also in diesem Fall überein.
[0114] Die der Bandrolle zugewandte Längskante der Blende kann mit der korrespondierenden
Längskante des Bauelements übereinstimmen oder aber gegenüber dieser Kante in Richtung
der der Bandrolle abgewandten Längskante der Blende ganz oder in Teilen zurückspringen.
[0115] Sämtliche Längskanten der Blende und/oder Längskantenteile sind vorzugsweise zueinander
parallel. Zur Klarstellung wird erläutert, dass mit Längskanten die Kanten gemeint
sind, die sich in der Höhenverstellrichtung des Bandsystems, also in vertikaler Richtung
erstrecken.
[0116] Die Blende kann mittels Schrauben an dem Bauelement und/oder an dem zweiten Bandlappen
und/oder mittels Bohrungen in dem zweiten Bandlappens durchgreifender Schrauben und/oder
mittels Bohrungen in dem zweiten Bandlappen und in der Metallplatte durchgreifender
Schrauben an dem Bauelement befestigt sein. Auch ist es möglich, die Blende mittels
Bohrungen in dem zweiten Bandlappen durchgreifender Schrauben an der Metallplatte
zu befestigen.
[0117] Diese Blende über dem zweiten Bandlappen des Bandsystems kann mittels Senkkopfschrauben
an dem zweiten Bandlappen angeschraubt werden. Alternativ oder kumulativ kann auch
eine Verschraubung an dem Bauelement erfolgen. Sofern im Bereich des zweiten Bandlappens
Verschraubungen mit dem Bauelement vorgesehen sind, kann der zweite Bandlappen Langlöcher
aufweisen, die von den Schrauben für die Befestigung der Blende durchgriffen werden.
Ist eine Metallplatte vorgesehen, auf der der zweite Bandlappen mit seiner dem Bauelement
zugewandten Fläche aufliegt, kann zusätzlich auch die Metallplatte entsprechende Bohrungen
und/oder Langlöcher aufweisen, die von den Schrauben für die Befestigung der Blende,
nachdem diese die Langlöcher im zweiten Bandlappen durchgriffen haben, durchgriffen
werden. Alternativ oder kumulativ kann auch eine Verschraubung der Blende an der Metallplatte
erfolgen. Sofern im Bereich des zweiten Bandlappen Verschraubungen mit der Metallplatte
vorgesehen sind, kann der zweite Bandlappen Langlöcher aufweisen, die von den Schrauben
für die Befestigung der Blende durchgriffen werden. Sämtliche Langlöcher ermöglichen
die Verstellbarkeit des zweiten Bandlappens gegenüber dem Bauelement und der daran
zu befestigenden Blende, die vorzugsweise in einer Ausfräsung in dem Bauelement bündig
einliegt. Die Blende liegt dabei vorzugsweise an den Fräskanten des Bauelements an,
so dass kein oder nur ein sehr kleiner sichtbarer Spalt zwischen Fräskante und Kante
der Blende entsteht.
[0118] Bevorzugt liegen die Deckplatte und der vordere Winkel flächenbündig in der Zarge
ein. Ist eine Blende auf der Deckplatte vorgesehen, liegt die Blende bevorzugt flächenbündig
in der Zarge ein.
[0119] Die Blende liegt dabei vorzugsweise genau wie die Deckplatte an den Fräskanten der
Zarge an, so dass kein oder nur ein sehr kleiner sichtbarer Spalt zwischen Fräskante
und Kante der Blende entsteht.
[0120] Ist die Deckplatte ohne vorderen Schenkel ausgebildet, ist in der Zarge ein entsprechender
Schlitz zum Einstecken des Bandlappens vorzusehen.
[0121] Der Bandlappen zur Montage in dem Bandaufnahmeelement weist vorzugsweise horizontal
verlaufende Langlöcher auf. Der zweite Bandlappen zur Montage an einem Bauelement
weist vorzugsweise vertikal verlaufende Langlöcher auf. Bevorzugt weisen diese Langlöcher
Fasen auf, sodass Senkkopfschrauben bündig in den Langlöchern einliegen können.
[0122] Der zur Montage in dem Bandaufnahmeelement vorgesehene erste Bandlappen kann geschlossene
Langlöcher aufweisen, die von den Klemmschrauben des Klemmblocks durchgriffen werden.
Da die Langlöcher in diesem Fall geschlossen sind, ist ein herausziehen des ersten
Bandlappens aus dem Klemmblocks in diesem Fall nicht möglich. Daher ist der erste
Badlappen bei dieser Ausführungsform vormontiert. Ferner kann der erste Bandlappen
an seiner in das Bandaufnahmeelement hineinragenden Stirnseite Ausnehmungen aufweisen,
um ein Ergreifen der darunter liegenden Befestigungsschrauben zum Verschrauben des
Bandaufnahmeelementes in der Zarge mittels entsprechenden Werkzeugen wie beispielsweise
einem Schraubendreher zu ermöglichen.
[0123] Es ist aber auch möglich, dass der erste Bandlappen endseitig in Bandiappeneinschubrichtung
offene Langlöcher aufweist, so dass ein Herausziehen des Bandlappens aus dem Klemmblock
grundsätzlich möglich ist.
[0124] Vorzugsweise ist das Bandsystem als Schwerlastbandsystem ausgestaltet. Dementsprechend
weisen sämtliche Bauteile eine ausreichende Materialstärke auf. Sofern es sich bei
der Deckplatte um einen Winkel handelt, kann dieser im Biegebereich eine eingefräste
Nut aufweisen, um die Biegelinie zu definieren und das Verformen zu erleichtern. Das
Vorsehen einer Nut ist besonders für den Fall vorteilhaft, wenn der Winkel nach dem
Biegen außenseitig keinen Radius aufweisen, sondern scharfkantig sein soll.
[0125] Ferner betrifft die Erfindung eine Zargen- und Flügelanordnung, insbesondere eine
Metall- und/oder Kunststoff- und/oder Holzzargen- und Flügelanordnung mit einem oder
mehreren erfindungsgemäßen Bandsystemen. Bei dem Flügel kann es beispielsweise sich
um eine Tür oder ein Fenster handeln, insbesondere um eine massive Holztür bzw, eine
massive Holzrahmentür oder um ein massives Holzfenster. Bei einer Holzzarge handelt
es sich insbesondere um eine massive Blockzarge.
[0126] Besonders bevorzugt handelt es sich um eine Anordnung aus einer massiven Blockzarge
und einer massiven Holztür bzw. einer massiven Holzrahmentür oder eines massiven Holzfensters.
[0127] Vorzugsweise weist nur eines der mehreren Bandsysteme eine Vertikalverstellung auf.
Besonders bevorzugt handelt es sich bei diesem einem Bandsystem mit Vertikalverstellung
um das oberste Bandsystem,
[0128] Vorzugsweise weisen nicht alle der mehreren Bandsysteme eine als Andruckverstellung
dienende Horizontalverstellung auf. Es ist unter anderem der Fall denkbar, dass nur
eines der mehreren Bandsysteme eine als Andruckverstellung dienende Horizontalverstellung
aufweist.
[0129] Sämtliche Bauteile weisen dabei vorzugsweise fluchtende Durchgangsbohrungen auf,
um die in den darunter liegenden Ebenen angeordneten Schrauben wie Klemmschrauben,
Befestigungsschrauben und Spannschrauben mit einem entsprechenden Werkzeug ergreifen
und betätigen zu können.
[0130] Sämtliche Bauteile des Bandsystems können mit einem Trockengleitfilm, Gleitlack,
Schmierstoffen oder dergleichen versehen sein.
[0131] Immer dann, wenn eine Senkkopfschraube in einem Senkloch einliegt, kann der Senkkopf
bündig oder zurückspringend in dem entsprechenden Senkloch einliegen.
[0132] Immer dann, wenn eine metrische Schraube in ein Gewinde eingreift, ist es auch möglich,
alternativ oder kumulativ zu diesen in den entsprechenden Bauteilen eingebrachten
Gewinden Pressmuttern bzw. Setzmuttem und/oder Schweißmuttern zu verwenden. Hierzu
verfügt das jeweils entsprechende Bauteil des Bandsystems an der jeweils korrespondierenden
Stelle über eine Durchgangsbohrung, in die die Einpressmutter bzw. Setzmutter eingepresst
und/oder eingeklebt und/oder eingeschweißt wird. Kommt eine Schweißmutter zum Einsatz,
wird diese zentrisch fluchtend über der Durchgangsbohrung positioniert und dann aufgeschweißt.
Die Muttern sind dabei aus Sicht der Schraubverbindung außenseitig an dem jeweiligen
Bauteil des Bandaufnahmeelements anzuordnen, so dass sich die Muttern mit Ihren Auflageflächen
unter Last gegen das entsprechende Bauteil formschlüssig abstützen können.
[0133] Durch die Verwendung von Press- bzw. Setzrnuttern und/oder Schweißmuttern können
hochfeste und dauerfeste Schraubverbindungen realisiert werden.
[0134] Um eine mögliche Kollision der Muttern mit einem darunter liegenden Bauteil des Bandsystems
bzw. mit der Zarge bzw. mit dem Bauelement zu vermeiden, ist es besonders vorteilhaft,
wenn die entsprechenden Bauteile das Bandsystems (z-B. Grundplatte, Anschraubplatte,
Metallplatte) in Flucht der jeweiligen Mutter über eine entsprechende im Durchmesser
ausreichend dimensionierte Durchgangsbohrung verfügen, in die die Mutter hineinragen
kann. Sofern unterhalb der Mutter unmittelbar die Zarge bzw. das Bauelement angeordnet
ist, ist es vorteilhaft, wenn die Zarge bzw. das Bauelement in Flucht der jeweiligen
Mutter über eine entsprechende ausreichend dimensionierte Sacklochbohrung verfügt,
In die die Mutter hineinragen kann, um eine Kollision mit der Zarge bzw. dem Bauteil
zu vermeiden.
[0135] Zur Erzielung eines optisch ansprechenden Abschlusses können insbesondere alle sichtbaren
Teile des Bandsystems oberflächenbehandelt, insbesondere geschliffen, und/oder gebürstet
und/oder poliert und/oder lackiert und/oder beschichtet sein.
[0136] Das Bandsystem ermöglicht die dreidimensionale Verstellung und Ausrichtung des Bauelementes
gegenüber der Zarge, da das Bandsystem vorzugsweise eine Vertikalverstellung, eine
als Andruckverstellung dienende Horizontalverstellung sowie die Seitenverstellung
durch die Verfahrbarkeit des Klemmblocks kombiniert.
[0137] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren dargestellt und wird nachfolgend
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- Eine Explosionsdarstellung eines Bandaufnahmeelementes sowie eines Türbandes;
- Fig. 2
- die Explosionsdarstellung des Bandaufnahmeelementes nach Figur 1;
- Fig. 3
- die Explosionsdarstellung des Türbandes nach Fig. 1;
- Fig. 4
- das Türband nach Fig. 1 mit dem eingesetzten Exzenter der Horizontalverstsllung;
- Fig. 5
- den Exzenter;
- Fig. 6
- das montierte Bandaufnahmeelement mit eingesetztem Türband;
- Fig. 7
- die Ansicht einer Stützplatte zur Montage an einem Bauelement.
[0138] Identische Bauteile sind in den Figuren mit identischen Bezugsziffern gekennzeichnet.
[0139] In Figur 1 ist dargestellt eine Explosionsdarstellung eines Bandaufnahmeelementes
sowie eines Türbandes welches zur Montage in dem Bandaufnahmeelement sowie an einem
Bauelement vorgesehen ist. Vergrößerte Darstellungen der Explosionsdarstellungen des
Bandaufnahmeelementes sind abgebildet in Fig. 2 sowie des Türbandes in Fig. 3.
[0140] Das Bandaufnahmeelement ist gebildet durch eine Grundplatte 10 und der als Winkel
ausgebildeten Deckplatte 11. Die als Winkel ausgebildete Deckplatte 11 weist einen
vorderen Schenkel 12 mit einem Einsteckschlitz 13 auf. Der Einsteckschlitz 13 dient
dazu, den ersten Bandlappen 21 des Türbandes 20 in das montierte Bandaufnahmeelement
einzustecken.
[0141] Grundplatte 10 und Deckplatte 11 des Bandaufnahmeelementes werden verbunden durch
die Bolzen 14. Hierzu werden die Bolzen 14 von der Deckplatte 11 ausgehend mittels
entsprechender Schrauben durchgriffen, die in Gewinde in der Grundplatte 10 eingreifen.
[0142] Des Weiteren wird zwischen der Grundplatte 10 und der Deckplatte 11 die Trägerplatte
15 des Klemmblocks montiert. Die Trägerplatte 15 weist Durchgangsgewinde 16 auf, die
von Verstellspindeln 17 durchgriffen werden. Die Verstellspindeln 17 sind frei drehbar
in der Grundplatte 10 und der Deckplatte 11 gelagert. Durch Betätigung der Verstellspindeln
17 ist somit die Trägerplatte 16 zwischen Grundplatte 10 und Deckplatte 11 verfahrbar.
[0143] Der Klemmblock des Bandaufnahmeelementes wird komplettiert durch die Klemmplatte
18. In dem montierten Zustand wird der erste Bandlappen 21 des Türbandes zwischen
Trägerplatte 16 und Klemmplatte 18 in das Bandaufnahmeelement eingesteckt und durch
Anziehen entsprechender Klemmschrauben 35 zwischen Trägerplatte 15 und Klemmplatte
18 eingeklemmt.
[0144] Wie den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist, weist die Trägerplatte 15 Aufdickungen
19 auf, die durch aufgeschweißte Platten gebildet sind. Durch die Aufdickungen 19
wird die tragende Höhe der Durchgangsgewinde 16, welche die Verstellspindeln 17 aufnehmen,
erhöht. Im Zwischenraum zwischen den Aufdickungen 19 ist hierdurch eine Ausnehmung
ausgebildet, in welcher der erste Bandlappen 21 des Türbandes eingeschoben wird.
[0145] Bei dem erfindungsgemäßen Bandsystem sind die Trägerplatte 15 mit den Aufdickungen
19 und der erste Bandlappen 21 des Türbandes 20 derart dimensioniert und positioniert,
sodass die Aufdickungen 19 der Trägerplatte 15 Führungen für den ersten Bandlappen
21 bilden und der erste Bandlappens 21 des Türbandes 20 formschlüssig in der Ausnehmung
der Trägerplatte 15 zwischen den Materialaufdickungen 19 einliegt. Durch diesen Formschluss
wird die Stabilität des Bandsystems gesteigert. Die Dimensionierung des ersten Bandlappens
21 und der lichten Weite zwischen den Aufdickungen 19 der Trägerplatte 15 ist dergestalt
ausgeführt, sodass eine Spielpassung zwischen dem ersten Bandlappen 21 und den Aufdickungen
19 gegeben ist. Diese Spielpassung gestattet einerseits das Einschieben des ersten
Bandlappens 21 in den Zwischenraum zwischen den Aufdickungen 19, andererseits sorgt
diese Spielpassung für eine exakte Führung des ersten Bandlappens 21 zwischen den
Aufdickungen 19 der Trägerplatte. Da das Bandaufnahmeelement und der erste Bandlappen
21 in der Einbausituation senkrecht angeordnet sind, sorgt das formschlüssige Einliegen
des ersten Bandlappens 21 zwischen den Aufdickungen 19 der Trägerplatte für ein Abstützen
des ersten Bandlappens 21 und damit des Türbandes 20 gegen die Gewichtskraft aufgrund
des an dem Türband 20 montierten Bauelementes und verhindert ein Kippen des ersten
Bandlappens 21 gegenüber dem Bandaufnahmeelement.
[0146] Ebenfalls erkennbar in den Fig. 1 und 2 in der Explosionsdarstellung des Bandaufnahmeelementes
ist der Exzenter 31, dessen Bolzen in einer Bohrung der Trägerplatte 15 gelagert wird
und dessen Exzenterscheibe in die Ausnehmung 22 des ersten Bandlappens 21 eingreift.
Der Exzenter 31 dient der Horizontalverstellung des ersten Bandlappens 21 gegenüber
dem Bandaufnahmeelement. Durch diese Horizontalverstellung durch Drehung des Exzenters
31 kann somit die Andruckverstellung des Bauelementes gegenüber der Zarge erfolgen.
Hierzu verfügt der erste Bandlappen 21 des Türbandes 20 über entsprechende Langlöcher
23, die von den Klemmschrauben des Klemmblocks des Bandaufnahmeelementes durchgriffen
werden. Da die Langlöcher 23 geschlossen sind, wird der erste Bandlappen 21 in dem
Bandaufnahmeelement vormontiert, Die Orientierung der Langlöcher 23 gestattet die
Horizontalverstellung des ersten Bandlappen 21 gegenüber dem Bandaufnahmeelement durch
die Drehung des Exzenters 31.
[0147] Sämtliche Bauteile weisen wie dies den Figuren 1 und 2 entnehmbar ist entsprechende
Bohrungen auf, durch welche die entsprechenden Montageschrauben durchgreifen respektive
die dazu dienen, ein Werkzeug hindurchzuführen, um in den darunterliegenden Ebenen
liegende Schrauben mit dem Werkzeug zu ergreifen und zu betätigen.
[0148] Da die Langlöcher 23 des ersten Bandlappens 21 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
geschlossen sind und insofern der Bandlappen 21 nicht vollständig aus dem Bandaufnahmeelement
herausgezogen werden kann, sondern dieser von den Klemmschrauben des Klemmblock blockiert
wird, weist der erste Bandlappen 21 des Türbandes 20 Ausnehmungen 24 auf, die dazu
dienen, die Befestigungsschrauben zur Befestigung der Grundplatte 10 an der Zarge
zu ergreifen und einzuschrauben. Hierzu wird das Türband so weit wie möglich nach
vorne aus dem Bandaufnahmeelement herausgezogen. Sodann ist es möglich, die Befestigungsschrauben
zur Befestigung der Grundplatte 10 an der Zarge und damit des gesamten Bandaufnahmeelementes
an der Zarge durch die Ausnehmungen 24 hindurch an dem Bandlappen 21 vorbei zu ergreifen
und zu betätigen.
[0149] Zum Verschrauben des Bandaufnahmeelementes in der Holzzarge werden Holzschrauben
und/oder Schrauben mit metrischem Gewinde verwendet. Werden Schrauben mit metrischem
Gewinde verwendet, sind entsprechende Einschraubmuffen in der Holzzarge angeordnet,
um Schrauben mit metrischem Gewinde aufzunehmen.
[0150] In einem nicht dargestellten Fall ist es in Bezug auf die Befestigungsschrauben zur
Befestigung der Grundplatte des Bandaufnahmeelements an der Zarge auch möglich, die
metrischen Schrauben in eine Anschraubplatte mit korrespondierenden metrischen Gewinden
einzuschrauben. Diese Anschraubplatte weist bevorzugt die identische Dimensionierung
und Außenkontur wie die Grundplatte 10 auf und wird in den Grund der korrespondierenden
Ausfräsung in der Zarge in bevorzugter Weise mittels Senkkopfschrauben verschraubt,
deren Senkköpfe in den Senklöchern bündig oder zurückspringend einliegen. Um möglicherweise
aus der Grundplatte 10 herausragende Bauteile (z.B. Spannschrauben, Exzenterbolzen
31) aufnehmen zu können, kann die Anschraubplatte selbstverständlich mit diesen Bauteilen
fluchtende Durchgangsbohrungen aufweisen. Es ist auch möglich, dass sich diese Durchgangsbohrungen
z.B. in Form von Sacklöchern in der Zarge fortsetzen. Die Befestigung des Bandaufnahmeelements
erfolgt in diesem Fall im Bereich der Grundplatte 10 also über die zuvor eingeschraubte
Anschraubplatte.
[0151] Zur Klarstellung wird erläutert, dass die Anschraubplatte zunächst in den Grund der
entsprechenden zargenseitigen Fräsung eingelegt wird, so dass sie mit ihrer der Zarge
zugewandten Fläche über ihre gesamte Fläche in unmittelbarem Kontakt zur Zarge steht.
Sodann wir sie mittels Senkkopfschrauben mit der Zarge verschraubt.
[0152] In vorteilhafter, nicht dargestellter Weise liegt die Deckplatte 11 in einer entsprechenden
zargenzeitigen Fräsung ein, wobei die der Zarge zugewandte Seite der Deckplatte in
mittelbarem oder unmittelbarem Kontakt zur Zarge steht. Die Grundplatte 10 hingegen
weist zum Grund der entsprechenden zargenseitigen Ausfräsung bzw. - bei Einsatz einer
zusätzlichen Anschraubplatte - zur Anschraubplatte einen geringfügigen Abstand auf.
Hierdurch ist ein schmaler Luftspalt zwischen Grundplatte 10 und Anschraubplatte bzw.
Zarge sichergestellt, so dass das Bandaufnahmeelement sicher und spielfrei an der
Zarge befestigt ist.
[0153] In vorteilhafter, nicht dargestellter Weise sind die Durchgangslöcher in der Grundplatte
10 als Senklöcher ausgebildet, in denen Senkkopfschrauben mit ihrem Senkkopf bündig
oder zurückspringend einliegen, um das Bandaufnahmeelement im Bereich der Grundplatte
10 mit der Zarge über die Einschraubmuffen oder über die Anschraubplatte zu verschrauben.
[0154] Des Weiteren ist in den Figuren 1 und 3 das Türband 20 dargestellt. Der erste Bandlappen
21 dient wie erläutert dazu, in dem Bandaufnahmeelement aufgenommen und mittels des
Klemmblocks festgelegt zu werden.
[0155] Fig. 4 zeigt die Ansicht auf das Türband 20 mit dem in die entsprechende Ausnehmung
in dem Türband 21 eingesetzten Exzenter 31 der Horizontalverstellung. Durch Drehen
des Exzenters 31 wird der Bandlappen 21 in horizontaler Richtung relativ zum Bandaufnahmeelement
verlagert. Ferner ist in Fig. 4 erkennbar, dass der erste Bandlappen 21 formschlüssig
zwischen den Aufdickungen der Trägerplatte einliegt.
[0156] Auf der gegenüberliegenden Seite weist das Bandaufnahmeelement 20 einen zweiten Bandlappen
25 auf, der dazu vorgesehen ist an einem Bauelement angeschraubt zu werden. Zur Befestigung
an dem Bauelement weist der zweite Bandlappen 25 Langlöcher 26 auf. Diese Langlöcher
26 sind gesenkt, sodass Senkkopfschrauben in den Langlöchern 26 bündig einliegen können.
Ferner weist der zweite Bandlappen 25 eine Ausnehmung 27 auf, in welcher die Exzenterscheibe
des Exzenters 32 einliegt. Dieser zweite Exzenter 32 dient der Vertikalverstellung
des Türbandes 20 gegenüber dem Bauelement. Durch Verdrehen des Exzenters 32 in der
Ausnehmung 27 des zweiten Bandlappens 25 wird das Türband 20 in vertikaler Richtung
relativ zu dem Bauelement bewegt. Nach der entsprechenden Ausrichtung in der gewünschten
Position können sodann die Senkkopfschrauben, welche die Langlöcher 26 durchgreifen,
fest angezogen und der zweite Bandlappen 25 gegenüber dem Bauelement festgelegt werden.
[0157] Der Bolzen des Exzenters 32 der Höhenverstellung ist aufgenommen in einer entsprechenden
Bohrung der Montageplatte 33. Die Montageplatte 33 weist Senkbohrungen auf, um die
Befestigung der Montageplatte 33 in einer entsprechenden Ausfräsung des Bauelementes
mit Senkkopfschrauben zu ermöglichen.
[0158] Der zweite Bandlappen 25 kann mittels Holzschrauben direkt in das Bauelement eingeschraubt
werden.
[0159] Es ist auch möglich, metrische Schrauben zu verwenden, die in Einschraubmuffen eingeschraubt
werden, die an dem Bauelement angeordnet sind.
[0160] In einer nicht dargestellten Alternative ist der Bandlappen 25 über eine Montageplatte
an dem Bauelement mittels metrischer Schrauben befestigt werden. Hierzu weist die
Montageplatte, die ihrerseits mittels bündig in korrespondierenden Senklöchern einliegenden
Senkkopfschrauben in einer passgenauen Ausfräsung einliegend an dem Bauelement angeschraubt
ist, an entsprechenden Stellen korrespondierende Innengewinde auf.
[0161] Auch in diesem Fall verfügt die Montageplatte selbstverständlich über die entsprechende
Bohrung zur Aufnahme des Bolzens des Exzenters 32.
[0162] Der Exzenter ist im Detail dargestellt in Fig. 5. Beide Exzenter 31, 32 der Horizontalverstellung
und der Vertikalverstellung sind identisch ausgeführt. Der Exzenter 31 weist einen
Bolzen 310 auf, mittels dessen er in einer entsprechenden Bohrung gelagert wird. Am
Ende des Bolzens 310 weist der Exzenter die Exzenterscheibe 311 auf. Wie in der Darstellung
gemäß Fig. 5 des Weiteren erkennbar ist weist der Bolzen 310 eine Nut 312 auf, in
welcher ein nicht dargestellter O-Ring einliegt. Dieser O-Ring in der Nut 312 dient
der unverlierbaren Festlegung des Exzenters 31 der Horizontalverstellung an der Trägerplatte
15 des Bandaufnahmeelementes. In Bezug auf den Exzenter 32 der Vertikalverstellung
dient ein solcher O-Ring entsprechend der unverlierbaren Festlegung an der Montageplatte
33. Hierdurch ist der Exzenter unverlierbar festgelegt, jedoch drehbar gegenüber dem
Bauelement.
[0163] Die Dicke der Exzenterscheibe 311 weist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ein geringfügiges Untermaß gegenüber der Materialdicke des ersten und zweiten Bandlappens
auf. Alternativ kann die Materialstärke der Exzenterscheibe identisch zur oder größer
als die Materialstärke des ersten und zweiten Bandlappens sein.
[0164] Die Außenkontur des Exzenters kann insbesondere kreisrund oder elliptisch sein. Auch
ist es möglich, dass der Exzenter an seinem Außenumfang abgeflachte Bereiche oder
Zacken aufweist. Es ist auch möglich, dass die Außenkontur wellig ist.
[0165] Fig. 6 zeigt das Bandaufnahmeelement im montierten Zustand mit der Grundplatte 10
und der Deckplatte 11, die über die Verbindungsbolzen 14 miteinander verschraubt sind.
Hierzu sind durch die Verbindungsbolzen 14 entsprechende Befestigungsschrauben durchgeführt
und in Gewinde in der Grundplatte 10 eingeschraubt.
[0166] Ferner ist die Trägerplatte 15 des Klemmblocks erkennbar, die im Bereich der Aufdickungen
19 von den Verstellspindeln 17 durchgriffen wird, um die Trägerplatte 15 und damit
den gesamten Klemmblock des Bandaufnahmeelementes in der Darstellung gemäß Fig. 7
nach oben und nach unten in dem Bandaufnahmeelement zu verfahren, Des Weiteren ist
die Klemmplatte 18 des Klemmblocks sowie der erste Bandlappen 21 des Türbandes erkennbar,
der in dem Klemmblock des Bandaufnahmeelementes zwischen Trägerplatte 15 und Klemmplatte
18 festgelegt ist.
[0167] Wie der Darstellung gemäß Fig. 6 weiter zu entnehmen ist, ist der Abstand zwischen
den Aufdickungen 19 der Trägerplatte 15 derart dimensioniert, dass diese eine seitliche
formschlüssige Führung des Bandlappens 21 des Türbandes 20 bilden. Die Dimensionierung
ist wie erläutert dergestalt ausgeführt, dass zwischen dem ersten Bandlappen 21 und
den Aufdickungen 19 der Trägerplatte 15 eine Spielpassung besteht.
[0168] Um die Stabilität der Gesamtanordnung weiter zu erhöhen kann an dem Bauelement oberhalb
des zweiten Bandlappens 25 des Türbandes 20 eine Stützplatte 40 wie sie in Fig. 7
dargestellt ist montiert werden. Die Stützplatte 40 weist eine Mehrzahl von Bohrungen
41 auf, die der Aufnahme von Befestigungsschrauben wie beispielsweise Senkkopfschrauben
zur Befestigung der Stützplatte 40 an dem Bauelement wie beispielsweise einer Tür
dienen. Nach der Ausrichtung des Türbandes in vertikaler Richtung durch Betätigung
der Höhenverstellung gegenüber dem Bauelement kann abschließend eine Stützplatte 40
gemäß Fig. 7 derart in einer Ausfräsung der Tür montiert werden dass die Unterkante
42 der Stützplatte 40 auf der Oberkante des zweiten Bandlappens 25 des Türbandes 20
aufliegt und durch die hierdurch geschaffene Auflage die Stabilität weiter erhöht.
[0169] Die Stützplatte 40 weist eine Mehrzahl von Bohrungen 41 auf. Diese Anzahl von Bohrungen
dient dazu eine Neumontage zu ermöglichen, sofern eine Ausrichtung nach einer gewissen
Zeit erforderlich sein sollte. Hierzu können bei einer Erstmontage zunächst zwei der
in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 vorgesehenen acht Bohrungen 41 zur Anbringung
entsprechender Befestigungsschreiben genutzt werden. Sofern eine Neuausrichtung und
Neumontage der Stützplatte 40 erforderlich sein sollte, können bei der Neumontage
sodann zwei andere Bohrungen 41 zur Befestigung der Stützplatte 40 verwendet werden.
Sofern es sich um eine Holztür handelt ist es besonders vorteilhaft bei einer Neumontage
nicht dieselben Bohrungen für eine Verschraubung verwenden zu müssen.
[0170] Die Stützplatte weist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel dieselbe Materialdicke
auf wie der zweite Bandlappen.