[0001] Die Erfindung betrifft einen Zyklonabscheider für einen Staubsauger und einen Staubsauger.
[0002] Bei einem Zyklonabscheider kann ein Feinstaubfilter erforderlich sein. Der Feinstaubfilter
kann durch Feinstaub zugesetzt werden, was zu einem Saugkraftverlust führen kann.
[0003] Der Erfindung stellt sich die Aufgabe, einen verbesserten Zyklonabscheider für einen
Staubsauger und einen verbesserten Staubsauger zu schaffen.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Zyklonabscheider für einen Staubsauger
sowie einen Staubsauger mit den Merkmalen der Hauptansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden
Unteransprüchen.
[0005] Ein Feinstaubfilter kann ausgewaschen, abgerüttelt oder ausgeklopft werden. Wenn
der Feinstaubfilter abgerüttelt oder ausgeklopft wird, wird anhaftender Feinstaub
aufgrund seiner Massenträgheit aus einem Filtermedium des Feinstaubfilters geschleudert
und Poren des Filtermediums werden wieder freigegeben. Der abgerüttelte oder abgeklopfte
Feinstaub kann mit gröberem Sauggut entsorgt werden.
[0006] Das Ausklopfen des Feinstaubfilters kann durch eine Ausklopfeinrichtung auf einer
Luftaustrittsseite des Feinstaubfilters ausgeführt werden. Der anhaftende Feinstaub
verbleibt dabei auf einer Lufteintrittsseite des Feinstaubfilters. Die Ausklopfeinrichtung
kann eine lokale elastische Verformung des Filtermediums hervorrufen. Wenn das Filtermedium
zurückfedert, bewirkt die resultierende ruckartige Beschleunigung das Abklopfen des
Feinstaubs.
[0007] Die Verformung des Filtermediums kann bei einem zylinderförmigen Feinstaubfilter
durch eine Drehbewegung hervorgerufen werden. Die Drehbewegung kann von einem von
außen zugänglichen Zyklonbehälter des Zyklonabscheiders auf den Feinstaubfilter übertragen
werden.
[0008] Bei der hier vorgestellten Lösung zum Reinigen des Feinstaubfilters ist es nicht
erforderlich, in den Schmutzbereich zu fassen. Ebenso ist es nicht erforderlich, einen
verschmutzten Schaumfilter in die Hand zu nehmen, um diesen auszuwaschen. Der hier
vorgestellte Ansatz ist darüber hinaus technisch einfach, da kein Elektromotor und/oder
Getriebe erforderlich ist.
[0009] Das Abreinigen des Feinstaubfilters zwischendurch ist einfach und hygienisch. Der
Kontakt mit Schmutz wird vermieden. Die Reinigung ist während des Saugens möglich,
ohne das Gerät auseinanderzubauen. Der Saugvorgang wird durch das Reinigen des Feinstaubfilters
nicht unterbrochen. Das Abreinigen ist einfach.
[0010] Es wird ein Zyklonabscheider für einen Staubsauger vorgestellt, wobei der Zyklonabscheider
die folgenden Merkmale aufweist:
einen um ein zentrales Lufteintrittsrohr des Zyklonabscheiders drehbaren, abnehmbaren
Zyklonbehälter; und
einen um das Lufteintrittsrohr drehbaren und mit dem Lufteintrittsrohr verbundenen
Feinstaubfilter, der lösbar mit dem Zyklonbehälter gekoppelt ist.
[0011] Unter einem Zyklonabscheider kann ein Fliehkraftabscheider beziehungsweise eine Abscheideeinrichtung
für Feststoffe und/oder Flüssigkeiten aus einem Luftstrom verstanden werden. Im Zyklonabscheider
wird der einströmende Luftstrom dazu in Rotation versetzt. Die Rotation kann als Zyklon
bezeichnet werden. Durch die Rotation wirkt auf Teilchen im Luftstrom eine Fliehkraft,
die die Teilchen an eine Wand des Zyklonabscheiders drängt. Dort werden die Teilchen
abgebremst und rieseln aus dem Luftstrom aus. Ein Zyklonbehälter ist im Wesentlichen
zylindrisch. Der Zyklonbehälter kann auch leicht konisch sein. Das Lufteintrittsrohr
ist zentral entlang einer Hauptachse des Zyklonbehälters angeordnet und an einem oberen
Ende des Zyklonabscheiders zu der Wand des Zyklonbehälters gebogen, um den Luftstrom
zur Wand zu leiten und in die Rotation zu versetzen. Ein Feinstaubfilter weist eine
geringe Porengröße und eine große Oberfläche zum Zurückhalten von Feinstaub aus dem
Luftstrom auf. Der Feinstaubfilter ist ebenfalls zylindrisch und konzentrisch zu dem
Zyklonbehälter sowie dem Lufteintrittsrohr angeordnet.
[0012] Der Feinstaubfilter kann Lamellen aufweisen. Zwischen dem Feinstaubfilter und dem
Lufteintrittsrohr kann ein Luftaustrittskanal des Zyklonabscheiders ausgebildet sein.
Das Lufteintrittsrohr kann in dem Luftaustrittskanal angeordnete Reinigungspaddel
zum Abklopfen der Lamellen des Feinstaubfilters aufweisen. Durch Lamellen kann der
Feinstaubfilter eine große Oberfläche bereitstellen. Reinigungspaddel können eine
Innenseite des Feinstaubfilters berühren. Durch eine Drehbewegung zwischen dem Lufteinlassrohr
und dem Feinstaubfilter kann der Feinstaubfilter ausgeklopft werden.
[0013] Ein unteres Ende des Feinstaubfilters kann an dem Lufteintrittsrohr drehbar gelagert
sein, um ein unteres Ende des Luftaustrittskanals auszubilden. Ein oberes Ende des
Feinstaubfilters kann an einer Außenseite des Luftaustrittskanals drehbar gelagert
sein. Der Feinstaubfilter kann an zwei Lagerstellen drehbar gelagert sein. Die Lagerstellen
können die Drehbewegung ermöglichen, jedoch eine axiale Bewegung verhindern. Dadurch
ist der Feinstaubfilter fest mit dem Lufteinlassrohr verbunden.
[0014] Der Zyklonbehälter und der Feinstaubfilter können miteinander verzahnt sein. Durch
eine Verzahnung kann die Drehbewegung übertragen werden.
[0015] Der Zyklonbehälter und der Feinstaubfilter können je zumindest einen Zahn und eine
Zahnlücke aufweisen. Der Zahn kann eine geringere Breite, als die Zahnlücke aufweisen.
Durch schmale Zähne kann ein Zusammenfügen des Zyklonfilters vereinfacht sein.
[0016] Die Zahnlücke kann an zumindest einem Übergang zu einer Zahnflanke eine geringere
Tiefe aufweisen, als eine Zahnhöhe des Zahns an dem Übergang. Durch im Randbereich
flachere Zahnlücken kann eine axiale Bewegung zwischen dem Feinstaubfilter und dem
Zyklonbehälter bewirkt werden. Da der Feinstaubfilter axial unbeweglich ist, wird
der Zyklonbehälter um einen geringen Weg von dem Feinstaubfilter weggedrückt. Dieser
geringe Weg erleichtert die Drehbewegung des Zyklonbehälters gegen seine Dichtungen.
[0017] Weiterhin wird ein Staubsauger mit einem Zyklonabscheider gemäß dem hier vorgestellten
Ansatz vorgestellt.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- eine Darstellung eines Staubsaugers gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 2
- eine Detaildarstellung einer axialen Verzahnung gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 3
- eine Darstellung eines Lösens eines Zyklonbehälters von einem Zyklonabscheider gemäß
einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 4
- eine Darstellung eines von einem Zyklonabscheider getrennten Zyklonbehälters gemäß
einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 5
- eine Schnittdarstellung durch einen Zyklonabscheider gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 6
- eine Darstellung von feststehenden und drehbaren Teilen eines Zyklonabscheiders gemäß
einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 7
- eine Darstellung eines Lufteintrittsrohrs eines Zyklonabscheiders gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 8
- eine Darstellung von drehbaren Teilen eines Zyklonabscheiders gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 9
- eine räumliche Darstellung eines Lufteintrittsrohrs eines Zyklonabscheiders gemäß
einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 10
- eine räumliche Darstellung eines Luftaustrittsrohrs mit einem Träger für einen Feinstaubfilter
gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 11
- eine räumliche Darstellung eines Oberteils eines Zyklonabscheiders gemäß einem Ausführungsbeispiel;
und
- Figur 12
- eine Darstellung einer Reinigungsbewegung an einem Staubsauger gemäß einem Ausführungsbeispiel.
[0019] In der nachfolgenden Beschreibung günstiger Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung werden für die in den verschiedenen Figuren dargestellten und ähnlich wirkenden
Elemente gleiche oder ähnliche Bezugszeichen verwendet, wobei auf eine wiederholte
Beschreibung dieser Elemente verzichtet wird.
[0020] Figur 1 zeigt eine Darstellung eines Staubsaugers 100 gemäß einem Ausführungsbeispiel.
Der dargestellte Staubsauger 100 weist oben einen Gerätekorpus 102, in der Mitte einen
Zyklonabscheider 104 und unten einen Anschluss 106 für eine Saugdüse auf. Dabei ist
der Zyklonabscheider 104 in Verlängerung des Gerätekorpus 102 angeordnet. Der Anschluss
106 ist auf einer dem Gerätekorpus 102 gegenüberliegenden Seite des Zyklonabscheiders
104 angeordnet. Damit ist der Anschluss 106 an einer Unterseite des Staubsaugers 100
angeordnet. An dem Anschluss 106 kann beispielsweise eine Bodendüse angeschlossen
werden. Der Zyklonabscheider 104 ist ein Zyklonabscheider mit koaxialen Luftwegen
und Lamellen-Feinstaubfilter 108. Im Gerätekorpus 102 sind ein Antrieb und ein Ansauggebläse
des Staubsaugers 100 angeordnet. Angesaugte Luft wird von dem Anschluss 106 durch
ein zentrales Lufteintrittsrohr 110 nach oben in den Zyklonabscheider 104 gesaugt.
An einer dem Gerätekorpus 102 zugewandten Seite des Zyklonabscheiders wird der Luftstrom
in Rotation um das Lufteintrittsrohr 110 versetzt und tritt in einen Zyklonbehälter
112 des Zyklonabscheiders 104 ein. Im Zyklonbehälter 112 wird Grobstaub aus dem Luftstrom
abgeschieden und setzt sich in einem Sammelbereich 114 an einer vom Gerätekorpus 102
abgewandten Seite des Zyklonbehälters 112 ab. Die Luft wird durch den koaxial zu dem
Lufteintrittsrohr 110 angeordneten Feinstaubfilter 108 in ein zum Gerätekorpus 102
und dem Gebläse führendes Luftaustrittsrohr 116 abgesaugt.
[0021] In Figur 1 ist ein Detailbereich 118 zwischen dem Feinstaubfilter 108 und dem Sammelbereich
114 markiert. Der Detailbereich 118 ist in Figur 2 dargestellt.
[0022] Mit anderen Worten zeigt Figur 1 ein Bodenpflegegerät 100 mit einem Lamellenfilter
108 mit innenliegender Abreinigungsmechanik. Zyklonstaubsauger 100 ohne Multizyklonsystem
benötigen zusätzlich zum Zyklonabscheider 104 immer auch einen Feinstaubfilter 108
zum Anscheiden kleinster Partikel. Dieser hat die Eigenschaft, mit der Zeit zu verstopfen,
was wiederum zu einem Saugkraftverlust des Staubsaugers 100 führt. Um die Reinigungsleistung
des Staubsaugers 100 wieder vollständig wiederherzustellen, kann der Filter 108 in
regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Es gibt verschiedene Ansätze zur Feinstaubfilterreinigung,
wie Auswaschen, Rütteln und Klopfen. Das Ausklopfen kann manuell oder automatisch
erfolgen.
[0023] Der Zyklonabscheider 104 mit koaxialen Luftwegen weist zentral den Lamellenfilter
108 auf. Dieser ist um die Längstachse drehbar gelagert und am unteren Ende lösbar
an den zylindrischen Zyklonbehälter 112 gekoppelt. Innerhalb des Lamellenfilters 108
befindet sich starr am Gerät angekoppelt der lange Lufteintrittskanal 110 mit seitlich
angeformten Paddeln. Durch Drehen des Zyklonbehälters 112 um die Längsachse von außen
mit der Hand dreht sich der Lamellenfilter 108 um den innenliegenden Lufteintrittskanal
110, wobei die Paddel über die einzelnen Lamellen streifen und diese dadurch abklopfen.
Die mechanische Einwirkung auf den Lamellenfilter 108 bewirkt, dass der festsitzende
Feinstaub aus den Poren herausgeschleudert wird und in den Zyklonbehälter 112 fällt.
Dieser Feinstaub wird dann mit der nächsten Entleerung entsorgt.
[0024] Figur 2 zeigt zwei Detaildarstellungen einer axialen Verzahnung 200 gemäß einem Ausführungsbeispiel.
Hier ist jeweils der Detailbereich 118 aus Figur 1 dargestellt. Die Verzahnung 200
besteht aus Zähnen 202, die in Zahnlücken 204 eingreifen. Sowohl der Feinstaubfilter
108 beziehungsweise ein Träger 206 des Feinstaubfilters 108, als auch der Zyklonbehälter
112 weisen dabei gleichartige Zähne 202 und Zahnlücken 204 auf. Dabei sind die Zahnlücken
204 breiter, als die Zähne 202. Die Zähne 202 sind also in den Zahnlücken 204 seitlich
beweglich. Die Verzahnung 200 ist trennbar. Der Träger 206 ist um einen, durch die
Breite der Zahnlücken 204 definierten Winkel relativ zu dem Zyklonbehälter 112 verdrehbar,
bevor die Zahnflanken von zwei Zähnen aneinander anliegen.
[0025] Die Zahnlücken 204 weisen im Bereich der Zahnflanken eine geringere Tiefe auf, als
in einer Mitte der Zahnlücken 204.
[0026] In der ersten Detaildarstellung sind die Zähne 202 mittig in den Zahnlücken 204 angeordnet.
Die Verzahnung weist so eine minimale Höhe auf.
[0027] In der zweiten Detaildarstellung ist der Träger 206 zu einer verdreht, bis die Zahnflanken
aneinander anliegen. Dadurch sind die Zähne 202 über eine Schräge Ebene in den erhöhten
Bereich gerutscht. Die Verzahnung 200 weist jetzt eine größere Höhe auf, als in der
ersten Detaildarstellung.
[0028] Mit anderen Worten werden der Träger 206 mit dem Feinstaubfilter 208 und der Zyklonbehälter
112 axial geringfügig auseinander gedrückt, wenn der Zyklonbehälter 112 gegenüber
dem Träger 206 verdreht wird.
[0029] Figur 3 zeigt eine Darstellung eines Lösens eines Zyklonbehälters 112 von einem Zyklonabscheider
104 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Der Zyklonabscheider 104 entspricht im Wesentlichen
dem Zyklonabscheider in Figur 1. Hier ist der Zyklonbehälter 112 wie in der zweiten
Detaildarstellung in Figur 2 geringfügig gegenüber dem Träger 206 verdreht. Dadurch
werden Dichtungen 300 des Zyklonbehälters 112 geringfügig auseinander gedrückt, was
ein Drehen des Zyklonbehälters 112 mit dem daran gekoppelten Feinstaubfilter 108 gegenüber
dem Lufteintrittsrohr 110 aufgrund einer verringerten Reibung erleichtert.
[0030] Die Kopplung des Lamellenfilters 108 ist dabei so ausgelegt, dass durch die Drehung
der feststehende Teil des Abscheiders 104 leicht angehoben wird. Dadurch werden die
pressenden Dichtungen 300 gelockert und eine leichtere Drehung mit der Hand ermöglicht.
[0031] Figur 4 zeigt eine Darstellung eines von einem Zyklonabscheider 104 getrennten Zyklonbehälters
112 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Der Zyklonabscheider 104 entspricht im Wesentlichen
dem Zyklonabscheider in den Figuren 1 bis 3. Zum Entleeren des Sammelbereichs 114
wird der Feinstaubfilter 108, der drehbar an dem Lufteintrittsrohr 110 gelagert ist,
mit seinem Träger 206, dem Lufteintrittsrohr 110 und dem Luftaustrittsrohr 116 axial
aus dem Zyklonbehälter 112 entnommen. Dabei wird die Verzahnung 200 gelöst.
[0032] Figur 5 zeigt eine Schnittdarstellung durch einen Zyklonabscheider 104 gemäß einem
Ausführungsbeispiel. Der Zyklonabscheider 104 entspricht im Wesentlichen dem Zyklonabscheider
in den Figuren 1 bis 4. Der Zyklonabscheider 104 ist im Wesentlichen rotationssymmetrisch.
Nur das Lufteintrittsrohr 110 weist im oberen Teil eine asymmetrische Luftführung
auf, um den angesaugten Luftstrom in Rotation zu versetzen. Das Lufteintrittsrohr
110 umhüllt einen Lufteintrittskanal 500 des Zyklonabscheiders 104. Am oberen Ende
des Zyklonabscheiders 104 tritt in dem Luftaustrittsrohr 116 ein Luftaustrittskanal
502 koaxial zu dem Lufteintrittskanal 500 aus dem Zyklonabscheider 104 aus.
[0033] Auf einer Außenseite des Lufteintrittsrohrs 110 sind im Luftaustrittskanal 502 Reinigungspaddel
504 angeordnet. Die Reinigungspaddel 504 sind länger als eine Dicke des Luftaustrittskanals
502 in dem Bereich. Dadurch berühren die Reinigungspaddel 504 die Lamellen des Feinstaubfilters
108, um bei einer relativen Drehbewegung des Lufteintrittsrohrs 110 und des Feinstaubfilters
108 am Feinstaubfilter 108 anhaftenden Feinstaub abzuschlagen. Um die Drehbewegung
von dem außen liegenden Zyklonbehälter 112 auf den innenliegenden Feinstaubfilter
108 zu übertragen, ist der Träger 206 mit dem Zyklonbehälter 112 über eine Kupplung
200 wie in Fig. 2 verzahnt. Das Lufteintrittsrohr 110 steckt dabei in einem den Sammelbereich
114 ausbildenden Rohrstumpf des Zyklonbehälters 112. Das Ende des Rohrstumpfs ist
verzahnt.
[0034] Der Träger 206 weist zwei Lagerstellen 506 auf. Die Lagerstellen 506 ermöglichen
eine Rotationsbewegung des Feinstaubfilters 108 und des Trägers 206 um das Lufteintrittsrohr
110. Die Lagerstellen 506 fixieren den Träger 206 und den Feinstaubfilter 108 in axialer
Richtung am Lufteintrittsrohr 110 und am Luftaustrittsrohr 116. An einem unteren Ende
des Trägers 206 ist der Träger über eine der Lagerstellen 506 direkt am Lufteintrittsrohr
110 abgestützt. An einem oberen Ende ist der Träger 206 an dem Luftaustrittsrohr 116
abgestützt.
[0035] Der Sammelbereich 114 ist unterhalb einer quer zu dem Lufteintrittsrohr 110 ausgerichteten
Platte angeordnet. Die Platte ist durch einen Spalt von einer Innenseite des Zyklonbehälters
112 beabstandet. Grobe Partikel fallen durch den Spalt in den Sammelbereich 114. Die
Platte bildet ein unteres Ende des Luftaustrittsrohrs 116 aus.
[0036] Figur 6 zeigt eine Darstellung von feststehenden und drehbaren Teilen eines Zyklonabscheiders
104 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Der Zyklonabscheider 104 entspricht im Wesentlichen
dem Zyklonabscheider in den Figuren 1 bis 5. Der Zyklonbehälter 112 ist mit dem Träger
206 gekoppelt. Über die Verzahnung 200 wird der Träger mitgenommen. Träger 206, Feinstaubfilter
108 und Zyklonbehälter 112 sind drehbar gegenüber dem Lufteintrittsrohr 110, den Reinigungspaddeln
504 und dem Luftaustrittsrohr 116.
[0037] Figur 7 zeigt eine Darstellung eines Lufteintrittsrohrs 110 eines Zyklonabscheiders
gemäß einem Ausführungsbeispiel. Das Lufteintrittsrohr 110 entspricht im Wesentlichen
dem in den Figuren 1 bis 6 dargestellten Lufteintrittsrohr. Das Lufteintrittsrohr
110 ist einstückig mit dem Luftaustrittsrohr 116 verbunden. Das Lufteintrittsrohr
110 weist auf seiner Außenseite vier Reinigungspaddel 504 auf. Die Reinigungspaddel
504 sind in zwei Ebenen übereinander paarweise angeordnet. Die Paare sind um 90 Grad
zueinander versetzt angeordnet.
[0038] Figur 8 zeigt eine Darstellung von drehbaren Teilen 108, 112, 206 eines Zyklonabscheiders
gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Teile 108, 112, 206 entsprechen im Wesentlichen
den in den Figuren 1 bis 6 dargestellten Teilen.
[0039] Figur 9 zeigt eine räumliche Darstellung eines Lufteintrittsrohrs 110 eines Zyklonabscheiders
gemäß einem Ausführungsbeispiel. Das Lufteintrittsrohr 110 entspricht im Wesentlichen
dem in den Figuren 1 bis 7 dargestellten Lufteintrittsrohr.
[0040] Figur 10 zeigt eine räumliche Darstellung eines Luftaustrittsrohrs 116 mit einem
Träger 206 für einen Feinstaubfilter gemäß einem Ausführungsbeispiel. Das Luftaustrittsrohr
116 entspricht im Wesentlichen dem in den Figuren 1 bis 9 dargestellten Luftaustrittsrohr.
Der Träger 206 kann als Filterkorb bezeichnet werden. Der Träger 206 weist eine Rippenstruktur
1000 auf, die einen oberen Lagerbereich 1002 mit einem unteren Lagerbereich 1004 verbindet.
[0041] Figur 11 zeigt eine räumliche Darstellung eines Oberteils eines Zyklonabscheiders
gemäß einem Ausführungsbeispiel. Das Oberteil entspricht im Wesentliche dem in Figur
4 dargestellten Oberteil. Das Oberteil besteht aus dem Lufteintrittsrohr 110, dem
Luftaustrittsrohr 116, dem Träger 206 und dem Feinstaubfilter 108. Der Feinstaubfilter
108 ist zwischen der Rippenstruktur 100 des Trägers 206 und dem Lufteintrittsrohr
110 angeordnet.
[0042] Figur 12 zeigt eine Darstellung einer Reinigungsbewegung 1200 an einem Staubsauger
100 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Der Staubsauger 100 entspricht dabei im Wesentlichen
dem Staubsauger in Figur 1. Hier ist eine manuelle Drehbewegung 1200 dargestellt,
die durch einen Bediener des Staubsaugers 100 ausgeführt wird, indem der Zyklonbehälter
112 mit der Hand um seine eigene Achse gedreht wird. Dabei wird die Drehbewegung 1200
auf den Feinstaubfilter 108 übertragen und der anhaftende Feinstaub wird abgeschlagen.
[0043] Mit anderen Worten zeigt Figur 12 eine Revolver-Reinigung des Feinstaubfilters 108
im Stabstaubsauger 100. Der Saugvorgang wird durch die Abreinigung des Feinstaubfilters
108 nicht unterbrochen. Das Abreinigen ist hygienisch und leicht. Das Gerät 100 kann
zum Reinigen zusammengebaut bleiben. Das spart Mühe und Zeit. Das Drehen des Zyklons
104 wie ein Revolvermagazin und das damit verbundene ratternde Geräusch bringen dem
Nutzer ein positives Erlebnis und eine direkte emotionale Vermittlung des Reinigungseffekts.
1. Zyklonabscheider (104) für einen Staubsauger (100), wobei der Zyklonabscheider (104)
die folgenden Merkmale aufweist:
einen um ein zentrales Lufteintrittsrohr (110) des Zyklonabscheiders (104) drehbaren,
abnehmbaren Zyklonbehälter (112); und
einen um das Lufteintrittsrohr (110) drehbaren und mit dem Lufteintrittsrohr (110)
verbundenen Feinstaubfilter (108), der lösbar mit dem Zyklonbehälter (112) gekoppelt
ist.
2. Zyklonabscheider (104) gemäß Anspruch 1, bei dem der Feinstaubfilter (108) Lamellen
aufweist und zwischen dem Feinstaubfilter (108) und dem Lufteintrittsrohr (110) ein
Luftaustrittskanal (502) des Zyklonabscheiders (104) ausgebildet ist, wobei das Lufteintrittsrohr
(110) in dem Luftaustrittskanal (502) angeordnete Reinigungspaddel (504) zum Abklopfen
der Lamellen des Feinstaubfilters (108) aufweist.
3. Zyklonabscheider (104) gemäß Anspruch 2, bei dem ein unteres Ende des Feinstaubfilters
(108) an dem Lufteintrittsrohr (110) drehbar gelagert ist, um ein unteres Ende des
Luftaustrittskanals (502) auszubilden, und ein oberes Ende des Feinstaubfilters (108)
an einer Außenseite des Luftaustrittskanals (502) drehbar gelagert ist.
4. Zyklonabscheider (104) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Zyklonbehälter
(112) und der Feinstaubfilter (108) miteinander verzahnt oder verzahnbar sind.
5. Zyklonabscheider (104) gemäß Anspruch 4, bei dem der Zyklonbehälter (112) und der
Feinstaubfilter (108) je zumindest einen Zahn (202) und eine Zahnlücke (204) aufweisen,
wobei der Zahn (202) eine geringere Breite, als die Zahnlücke (204) aufweist.
6. Zyklonabscheider (104) gemäß Anspruch 5, bei dem die Zahnlücke (204) an zumindest
einem Übergang zu einer Zahnflanke eine geringere Tiefe aufweist, als eine Zahnhöhe
des Zahns (202) an dem Übergang.
7. Staubsauger (100) mit einem Zyklonabscheider (104) gemäß einem der Ansprüche 1 bis
6.