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<ep-patent-document id="EP16162073A1" file="EP16162073NWA1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="3222734" kind="A1" date-publ="20170927" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-5">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>ATBECHDEDKESFRGBGRITLILUNLSEMCPTIESILTLVFIROMKCYALTRBGCZEEHUPLSKBAHRIS..MTNORSMESMMA....MD..........</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>BDM Ver 0.1.63 (23 May 2017) -  1100000/0</B007EP></eptags></B000><B100><B110>3222734</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG</B121></B120><B130>A1</B130><B140><date>20170927</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>16162073.7</B210><B220><date>20160323</date></B220><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B400><B405><date>20170927</date><bnum>201739</bnum></B405><B430><date>20170927</date><bnum>201739</bnum></B430></B400><B500><B510EP><classification-ipcr sequence="1"><text>C21D   6/00        20060101AFI20160712BHEP        </text></classification-ipcr></B510EP><B540><B541>de</B541><B542>VERFAHREN ZUM TEMPERATURBEHANDELN EINES MANGAN-STAHLZWISCHENPRODUKTS UND STAHLZWISCHENPRODUKT, DAS ENTSPRECHEND TEMPERATURBEHANDELT WURDE</B542><B541>en</B541><B542>METHOD FOR TEMPERATURE TREATING A MANGANESE STEEL INTERIM PRODUCT AND STEEL INTERIM PRODUCT PUT THROUGH CORRESPONDING TEMPERATURE TREATMENT</B542><B541>fr</B541><B542>PROCEDE DE TRAITEMENT THERMIQUE D'UN PRODUIT INTERMEDIAIRE EN ACIER/MANGANESE ET PRODUIT INTERMEDIAIRE EN ACIER TRAITE THERMIQUEMENT</B542></B540><B590><B598>NONE</B598></B590></B500><B700><B710><B711><snm>Voestalpine Stahl GmbH</snm><iid>101171256</iid><irf>V08-0012P-EP</irf><adr><str>Voestalpine-Strasse 3</str><city>4020 Linz</city><ctry>AT</ctry></adr></B711></B710><B720><B721><snm>KRIZAN, Daniel</snm><adr><str>Muldenstrasse 18</str><city>4020 Linz</city><ctry>AT</ctry></adr></B721><B721><snm>FÜREDER-KITZMÜLLER, Friedrich</snm><adr><str>Hackerweg 10</str><city>4048 Puchenau</city><ctry>AT</ctry></adr></B721><B721><snm>SCHNEIDER, Reinhold</snm><adr><str>Glaserstrasse 6</str><city>4600 Wels</city><ctry>AT</ctry></adr></B721></B720><B740><B741><snm>OK pat AG</snm><iid>101477649</iid><adr><str>Industriestrasse 47</str><city>6300 Zug</city><ctry>CH</ctry></adr></B741></B740></B700><B800><B840><ctry>AL</ctry><ctry>AT</ctry><ctry>BE</ctry><ctry>BG</ctry><ctry>CH</ctry><ctry>CY</ctry><ctry>CZ</ctry><ctry>DE</ctry><ctry>DK</ctry><ctry>EE</ctry><ctry>ES</ctry><ctry>FI</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>GR</ctry><ctry>HR</ctry><ctry>HU</ctry><ctry>IE</ctry><ctry>IS</ctry><ctry>IT</ctry><ctry>LI</ctry><ctry>LT</ctry><ctry>LU</ctry><ctry>LV</ctry><ctry>MC</ctry><ctry>MK</ctry><ctry>MT</ctry><ctry>NL</ctry><ctry>NO</ctry><ctry>PL</ctry><ctry>PT</ctry><ctry>RO</ctry><ctry>RS</ctry><ctry>SE</ctry><ctry>SI</ctry><ctry>SK</ctry><ctry>SM</ctry><ctry>TR</ctry></B840><B844EP><B845EP><ctry>BA</ctry></B845EP><B845EP><ctry>ME</ctry></B845EP></B844EP><B848EP><B849EP><ctry>MA</ctry></B849EP><B849EP><ctry>MD</ctry></B849EP></B848EP></B800></SDOBI>
<abstract id="abst" lang="de">
<p id="pa01" num="0001">Verfahren zum Temperaturbehandeln eines Mangan-Stahlzwischenprodukts, dessen Legierung umfasst:<br/>
o einen Mangananteil, der im folgenden Manganbereich 3 Gew.% ≤ Mn ≤ 12 Gew.% liegt,<br/>
o einen Anteil von einem oder mehreren Legierungselementen der Gruppe: Silizium (Si), Aluminium (Al), Nickel (Ni), Chrom (Cr), Molybdän (Mo), Phosphor (P), Schwefel (S), Stickstoff (N), Kupfer (Cu), Bor (B), Kobalt (Co), Wolfram (W),<br/>
o einen optionalen Kohlenstoffanteil (C) von weniger als 1 Gew.%,<br/>
o einen optionalen Anteil von einem oder mehreren Mikrolegierungselementen, wobei der gesamte Anteil der Mikrolegierungselemente weniger als 0,45 Gew.% beträgt, und<br/>
o als Rest einen Eisenanteil (Fe) und unvermeidbare Verunreinigungen, wobei das Temperaturbehandeln des Stahlzwischenprodukts einen ersten Temperaturbehandlungsprozess und einen nachfolgenden zweiten Temperaturbehandlungsprozess umfasst, wobei es sich<br/>
- bei dem ersten Temperaturbehandlungsprozess um ein Hochtemperaturverfahren handelt, bei dem das Stahlzwischenprodukt während einer ersten Haltedauer einer ersten Glühtemperatur ausgesetzt wird, die oberhalb einer kritischen Temperaturgrenze liegt, die wie folgt definiert ist: T<sub>KG</sub> = (856 - S<sub>K</sub> * Mangananteil) Grad Celsius, wobei S<sub>K</sub> ein Steigungswert ist,<br/>
- bei dem zweiten Temperaturbehandlungsprozess um ein Glühverfahren handelt, bei dem das Stahlzwischenprodukt einer zweiten Glühtemperatur ausgesetzt wird, die niedriger ist als die erste Glühtemperatur.</p>
</abstract>
<description id="desc" lang="de"><!-- EPO <DP n="1"> -->
<p id="p0001" num="0001">Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Temperaturbehandeln eines Mangan-Stahlzwischenprodukts. Es geht auch um eine spezifische Legierung eines Mangan-Stahlzwischenprodukts, das im Rahmen eines speziellen Verfahrens temperaturbehandelt wird, um so eine deutlich reduzierte Lüdersdehnung zu erzielen.</p>
<p id="p0002" num="0002">Sowohl die Zusammensetzung, respektive Legierung, als auch die Wärmebehandlung im Herstellungsprozess haben einen deutlichen Einfluss auf die Eigenschaften von Stahlprodukten.</p>
<p id="p0003" num="0003">Es ist bekannt, dass im Rahmen einer Wärmebehandlung das Aufwärmen, Halten und Abkühlen einen Einfluss auf das endgültige Gefüge eines Stahlprodukts haben kann. Weiterhin spielt, wie bereits angedeutet, natürlich auch die Legierungszusammensetzung des Stahlprodukts eine große Rolle. Die thermodynamischen und werkstofftechnischen Zusammenhänge in legierten Stählen sind sehr komplex und hängen von vielen Parametern ab.</p>
<p id="p0004" num="0004">Es hat sich gezeigt, dass sich durch eine Kombination verschiedener Phasen im Gefüge eines Stahlprodukts die mechanischen Eigenschaften und die Verformbarkeit beeinflussen lassen.</p>
<p id="p0005" num="0005">Je nach spezifischem Anforderungsprofil kommen unterschiedliche Stähle zum Einsatz.<!-- EPO <DP n="2"> --></p>
<p id="p0006" num="0006">Eine bedeutende Komponente heutiger, neuer Stahl-Legierungen ist Mangan (Mn). Es handelt sich um sogenannte Mittel-Mangan-Stähle, die auch als Medium-Mangan-Stähle bezeichnet werden. Der Mangan-Anteil in Gewichtsprozent (Gew.%) liegt dabei häufig im Bereich zwischen 3 und 12. Ein Medium-Mangan-Stahl hat aufgrund seines Gefüges eine hohe Kombination von Zugfestigkeit und Dehnung. Typische Anwendung in der Automobilindustrie sind komplexe sicherheitsrelevante Tiefziehbauteile.</p>
<p id="p0007" num="0007">In <figref idref="f0001">Fig. 1</figref> ist ein klassisches, stark schematisiertes Diagramm gezeigt, bei dem die Bruchdehnung A<sub>80</sub> (im Englischen total elongation genannt) in Prozent über der Zugfestigkeit (im Englischen tensile strength genannt) in MPa aufgetragen ist. Die Zugfestigkeit wird hier mit R<sub>m</sub> abgekürzt. Das Diagramm der <figref idref="f0001">Fig. 1</figref> gibt eine Übersicht über die Festigkeitsklassen momentan eingesetzter Stahlwerkstoffe für die Automobilindustrie. Generell gilt die folgende Aussage: umso höher die Zugfestigkeit R<sub>m</sub> einer Stahllegierung ist, umso geringer ist die Bruchdehnung A<sub>80</sub> dieser Legierung. Vereinfacht ausgedrückt kann festgestellt werden, dass die Bruchdehnung A<sub>80</sub> mit zunehmender Zugfestigkeit R<sub>m</sub> abnimmt und umgekehrt. Es muss also für jede Anwendung ein optimaler Kompromiss zwischen der Bruchdehnung A<sub>80</sub> und der Zugfestigkeit R<sub>m</sub> gefunden werden.</p>
<p id="p0008" num="0008">Im Automobilsektor arbeitet man mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Stahllegierungen, die jeweils speziell für ihr jeweiliges Einsatzgebiet am Fahrzeug optimiert wurden. Bei Innen- und Außenpanelen, strukturellen Teilen und Stoßfängern kommen Legierungen zum Einsatz, die eine gute Energieabsorption aufweisen. Stahlpanele für die Außenhaut eines Fahrzeugs sind relativ "weich" und haben beispielsweise eine Zugfestigkeit R<sub>m</sub> von ca. 300 MPa und eine gute Bruchdehnung A<sub>80</sub> &gt;30%. Die Stahllegierungen von sicherheitsrelevanten Bauteilen haben beispielsweise eine Zugfestigkeit R<sub>m</sub> im Bereich zwischen 600 und 1000 MPa. Hierfür eignen sich zum Beispiel sehr gut die TRIP (transfomation induced plasticity) Stähle (Bezugszeichen 1 in <figref idref="f0001">Fig. 1</figref>).</p>
<p id="p0009" num="0009">Bei Stahlbarrieren (z.B. für den Seitenaufprallschutz), die bei einem Unfall das Eindringen von Fahrzeugteilen verhindern sollen, werden Stahllegierungen eingesetzt, die eine hohe Zugfestigkeit R<sub>m</sub> von meist mehr als 1000 MPa<!-- EPO <DP n="3"> --> aufweisen. Hier eignet sich beispielweise die neue Generation von höherfesten AHSS (Advanced High-Strength Steels) Stählen (Bezugszeichen 2 in <figref idref="f0001">Fig. 1</figref>). In dieser Kategorie befinden sich die TBF (Trip Bainitic Ferrite) Stähle und die Q&amp;P (Quenching &amp; Partitioning) Stähle. Diese hochfesten AHSS Stähle haben beispielsweise einen Mangan-Anteil im Bereich zwischen 1,2 und 3 Gew.% und einen Kohlenstoffanteil C, der zwischen 0,05 und 0,25 Gew.% liegt.</p>
<p id="p0010" num="0010">In dem Bereich, der in <figref idref="f0001">Fig. 1</figref> mit dem Bezugszeichen 3 bezeichnet ist, sind die bereits erwähnten Medium-Mangan-Stähle schematisch zusammengefasst. Der mit dem Bezugszeichen 3 bezeichnete Bereich umfasst Medium-Mangan-Stähle mit einem Mn-Anteil zwischen 3 und 12 Gew.% und mit einem Kohlenstoff-Anteil ≤ 1 Gew.%.</p>
<p id="p0011" num="0011">Die heutigen Medium Mangan Stähle weisen aufgrund ihres ultra feinen Kornes (typischerweise ≤ 1µm) eine ausgeprägte Streckgrenze auf, die sich bei der Zugprüfung deutlich zeigt. Eine beispielhafte Zugkurve 4 (auch Spannungs-Dehnungs-Kurve genannt) ist der <figref idref="f0001">Fig. 2</figref> zu entnehmen. In <figref idref="f0001">Fig. 2</figref> ist die Spannung σ (in MPa) über die Dehnung ε (in %) aufgetragen. Die Zugkurve 4 zeigt ein Zwischenmaximum 5, das als obere Streckgrenze (R<sub>eH</sub>) bezeichnet wird, gefolgt von einem Plateau 6. Im Bereich der unteren Streckgrenze (R<sub>eL</sub>) geht das Plateau 6 in einen ansteigenden Kurvenbereich über. Die "Länge" des Plateaus 6 wird als Lüdersdehnung (A<sub>L</sub>) bezeichnet, wie in <figref idref="f0001">Fig. 2</figref> gezeigt. Ein Stahlprodukt mit einer solch ausgeprägten Streckgrenze kann an der Oberfläche der Bauteile für die Automobilindustrie unerwünschte Lüdersbänder (strecher-strainer marks) bilden. Daher muß die ausgeprägte Streckgrenze typischerweise durch einen Nachwalz - Prozess reduziert werden. Das Nachbehandeln in einem entsprechenden Nachwalzwerk (meist mit einem Dressiergerüst) wird auch als Dressieren bezeichnet.</p>
<p id="p0012" num="0012">Der energetische und technische Aufwand für das Dressieren ist zum Teil recht hoch. Zusätzlich führt dieser Prozess zu einer Reduktion der nutzbaren Dehnung.</p>
<p id="p0013" num="0013">Es stellt sich daher die Aufgabe, ein Verfahren zum Herstellen von Mangan-Stahlzwischenprodukten zu entwickeln, bei denen die Lüdersdehnung<!-- EPO <DP n="4"> --> weniger deutlich ausgeprägt ist. Vorzugsweise sollen die Mangan-Stahlzwischenprodukte keine (messbare) Lüdersdehnung aufweisen.</p>
<p id="p0014" num="0014">Untersuchungen an zahlreichen Legierungszusammensetzungen von Medium-Mangan-Stählen haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der ursprünglichen Austenit-Korngrösse dieser Stähle und der Lüdersdehnung gibt. D.h. die ursprüngliche Austenit-Korngrösse hat einen Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften dieser Stähle. Generell kann postuliert werden, dass sich die Lüdersdehnung umgekehrt proportional zur ursprünglichen Austenit-Korngrösse verhält.</p>
<p id="p0015" num="0015">Als Teilaufgabe der Erfindung geht es somit darum eine Legierungszusammensetzung und ein Verfahren zur Temperaturbehandlung zu finden, um eine Vergrößerung der ursprünglichen Austenit-Korngrösse zu erzielen und um die vergrösserten Austenit-Körner im Gefüge der Medium-Mangan-Stähle zu manifestieren. Anders als im Stand der Technik (siehe z.B. <patcit id="pcit0001" dnum="WO2014095082A1"><text>WO2014095082 A1</text></patcit>), wo es um das Bereitstellen von ultrafeinen Gefügen geht (mit einer Ultrafeinkörnigkeit mit einer mittleren Korngrösse von ca. 1 µm), zielt die Erfindung in eine andere Richtung. Ausserdem kommt in der beispielhaft genannten Patentanmeldung <patcit id="pcit0002" dnum="WO2014095082A1"><text>WO2014095082 A1</text></patcit> ein Doppelglühverfahren zum Einsatz, das mit anderen Temperaturen und Verfahrensabläufen arbeitet. Stahlprodukte, die nach dem Verfahren von <patcit id="pcit0003" dnum="WO2014095082A1"><text>WO2014095082 A1</text></patcit> hergestellt wurden, haben eine deutlich ausgeprägte Streckgrenze.</p>
<p id="p0016" num="0016">Gemäß Erfindung werden eine besonders geeignete Mangan-Stahl-Legierung und ein optimiertes Verfahren zum Temperaturbehandeln eines Mangan-Stahlzwischenprodukts bereitgestellt.</p>
<p id="p0017" num="0017">Die Mangan-Stahl-Legierung der Erfindung umfasst:
<ul id="ul0001" list-style="dash" compact="compact">
<li>einen Mangananteil (Mn), der im folgenden Manganbereich 3 Gew.% ≤ Mn ≤ 12 Gew.% liegt,</li>
<li>einen Anteil von einem oder mehreren Legierungselementen der Gruppe: Silizium (Si), Aluminium (Al), Nickel (Ni), Chrom (Cr), Molybdän (Mo), Phosphor (P), Schwefel (S), Stickstoff (N), Kupfer (Cu), Bor (B), Kobalt (Co), Wolfram (W),<!-- EPO <DP n="5"> --></li>
<li>einen optionalen Kohlenstoffanteil (C) von weniger als 1 Gew.%,</li>
<li>einen optionalen Anteil von einem oder mehreren Mikrolegierungselementen z. B.: Titan (Ti), Niob (Nb) und Vanadin (V), wobei der gesamte Anteil der Mikrolegierungselemente weniger als 0,45 Gew.% beträgt, und</li>
<li>als Rest einen Eisenanteil (Fe) und unvermeidbare Verunreinigungen.</li>
</ul></p>
<p id="p0018" num="0018">Die Mangan-Stahlzwischenprodukte, die aus einer Schmelze dieser Mangan-Stahl-Legierung hergestellt wurden, werden im Rahmen einer erfindungsgemässen Temperaturbehandlung einem ersten Temperaturbehandlungsprozess und einem nachfolgenden zweiten Temperaturbehandlungsprozess unterzogen.</p>
<p id="p0019" num="0019">Bei dem ersten Temperaturbehandlungsprozess handelt es sich um ein Hochtemperaturverfahren, bei dem das Stahlzwischenprodukt während einer ersten Haltedauer einer ersten Glühtemperatur ausgesetzt wird, die oberhalb einer kritischen Temperaturgrenze (als T<sub>KG</sub> bezeichnet,) liegt, wobei diese kritische Temperaturgrenze (T<sub>KG</sub>) wie folgt definiert ist: T<sub>KG</sub> ≥ (856 - S<sub>K</sub> * Mangananteil) Grad Celsius, und wobei S<sub>K</sub> ein Steigungswert ist.</p>
<p id="p0020" num="0020">Die genannte Formel, die als Definiton der kritischen Temperaturgrenze (T<sub>KG</sub>) dient, sagt aus, dass die kritische Temperaturgrenze (T<sub>KG</sub>) im genannten Manganbereich mit zunehmendem Mangananteil abnimmt.</p>
<p id="p0021" num="0021">Der genannte Steigungswert ist vorzugsweise bei allen Ausführungsformen wie folgt definiert S<sub>K</sub> = 7,83±10% und besonders vorzugsweise bei S<sub>K</sub> = 7,83.</p>
<p id="p0022" num="0022">Bei dem zweiten Temperaturbehandlungsprozess handelt es sich um ein Glühverfahren, bei dem das Stahlzwischenprodukt einer zweiten Glühtemperatur T2 ausgesetzt wird, die in jedem Fall niedriger ist als die erste Glühtemperatur T1.</p>
<p id="p0023" num="0023">Vorzugsweise zeigt die erste Glühtemperatur T1 bei allen Ausführungsformen eine Abhängigkeit vom genannten Manganbereich der Legierung, die wie folgt definiert ist: T1 ≥ T<sub>KG</sub>.<!-- EPO <DP n="6"> --></p>
<p id="p0024" num="0024">Besonders bevorzugt sind Ausführungsformen der Erfindung, bei einer kritischen Temperatur T<sub>K</sub> ≥ (866 - S<sub>K</sub> * Mangananteil) Grad Celsius, wobei gilt: <maths id="math0001" num=""><math display="block"><mrow><msub><mi mathvariant="normal">S</mi><mi mathvariant="normal">K</mi></msub><mo>=</mo><mn>7</mn><mo>,</mo><mn>83</mn><mo>±</mo><mn>10</mn><mo>%</mo><mn>.</mn></mrow></math><img id="ib0001" file="imgb0001.tif" wi="35" he="6" img-content="math" img-format="tif"/></maths></p>
<p id="p0025" num="0025">Vorzugsweise beträgt die erste Haltedauer bei allen Ausführungsformen mindestens 10 Sekunden. Besonders vorzugsweise beträgt die erste Haltedauer bei allen Ausführungsformen zwischen 10 Sekunden und 7000 Minuten.</p>
<p id="p0026" num="0026">Vorzugsweise liegt die zweite Glühtemperatur T2 bei allen Ausführungsformen im Bereich zwischen den Temperaturen A<sub>1</sub> und A<sub>3</sub>.</p>
<p id="p0027" num="0027">Es werden vorteilhafte Ergebnisse erzielt, falls der zweite Temperaturbehandlungsprozess inklusive des Erwärmens des Stahlzwischenprodukts, des Haltens der zweiten Glühtemperatur und des Abkühlens des Stahlzwischenprodukts weniger als 6000 Minuten dauert. Vorzugsweise liegt diese Gesamtzeit sogar bei weniger als 5000 Minuten.</p>
<p id="p0028" num="0028">Die Erfindung lässt sich besonders vorteilhaft auf Legierungen anwenden, bei denen der Anteil der einen oder mehreren Legierungselemente im folgenden Bereich liegt:
<ul id="ul0002" list-style="dash" compact="compact">
<li>Silizium (Si) ≤ 3 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 2 Gew.%,</li>
<li>Aluminium (Al) ≤ 8 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 6 Gew.%,</li>
<li>Nickel (Ni) ≤ 2 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 1 Gew.%,</li>
<li>Chrom (Cr) ≤ 2 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,5 Gew.%,</li>
<li>Molybdän (Mo) ≤ 0,5 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,25 Gew.%,</li>
<li>Phosphor (P) ≤ 0,05 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,025 Gew.%,</li>
<li>Schwefel (S) ≤ 0,03 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,01 Gew.%,</li>
<li>Stickstoff (N) ≤ 0,05 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,025 Gew.%,</li>
<li>Kupfer (Cu) ≤ 1 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,5 Gew.%,</li>
<li>Bor (B) ≤ 0,005 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,0035 Gew.%.</li>
<li>Wolfram (W) ≤ 1 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,5 Gew.%.</li>
<li>Kobalt (Co) ≤ 2 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 1 Gew.%.</li>
</ul><!-- EPO <DP n="7"> --></p>
<p id="p0029" num="0029">Vorteilhafte Ergebnisse zeigen sich bei allen Ausführungsformen, bei denen als Mikrolegierungselemente Elemente der folgenden Gruppe eingesetzt werden: Titan (Ti), Niob (Nb), Vanadium (V).</p>
<p id="p0030" num="0030">Die Erfindung ermöglicht erstmals das Bereitstellen von Stahlzwischenprodukten, die eine Lüdersdehnung A<sub>L</sub> aufweisen, die geringer ist als 3% und vorzugsweise geringer als 1%.</p>
<p id="p0031" num="0031">Gleichzeitig haben die Stahlzwischenprodukte der Erfindung vorzugsweise bei allen Ausführungsformen eine mittlere primäre Austenit-Korngrösse, die grösser ist als 3 µm.</p>
<p id="p0032" num="0032">Die Legierung der Stahlzwischenprodukte der Erfindung weist gemäß Erfindung vorzugsweise einen mittleren Mangangehalt auf, was bedeutet, dass der Mangananteil im Bereich 3 Gew.% ≤ Mn ≤ 12 Gew.% liegt. Vorzugsweise liegt der Mangananteil bei allen Ausführungsformen im Bereich von 3,5 Gew.% ≤ Mn ≤ 8,5 Gew.%.</p>
<p id="p0033" num="0033">Der Kohlenstoffanteil der Stahlprodukte der Erfindung ist generell eher niedrig. Ausserdem ist der Kohlenstoffanteil bei allen Ausführungsformen optional. D.h. der Kohlenstoffanteil liegt bei der Erfindung im Bereich C ≤ 1 Gew.%. Besonders bevorzugt sind Ausführungsformen, bei denen der Kohlenstoffanteil im einem der folgenden Bereiche liegt
<ol id="ol0001" compact="compact" ol-style="">
<li>a. 0,01 ≤ C ≤ 0,8 Gew.%, oder</li>
<li>b. 0,05 ≤ C ≤ 0,3 Gew.%.</li>
</ol></p>
<p id="p0034" num="0034">Bei einem bevorzugten Verfahren der Erfindung wird der erste Temperaturbehandlungsprozess in einer kontinuierlichen Bandanlage (Glühanlage) durchgeführt. Dieser Vorgang wird auch als Kontiglühen bezeichnet. Oder eine andere Möglichkeit ist eine diskontinuierliche Wärmebehandlung (Haubenglühung) des Stahlzwischenproduktes.</p>
<p id="p0035" num="0035">Falls es um das Temperaturbehandeln eines Warmbandes geht, so kann die erste Temperaturbehandlung der Erfindung auch durch eine spezielle Temperaturführung beim Warmwalzen durchgeführt werden. Bei dieser speziellen<!-- EPO <DP n="8"> --> Temperaturführung wird darauf geachtet, dass die Walzendtemperatur des Warmbandes beim Warmwalzen im Bereich oberhalb der kritischen Temperaturgrenze T<sub>KG</sub> liegt.</p>
<p id="p0036" num="0036">Bei einem bevorzugten Verfahren der Erfindung wird der zweite Temperaturbehandlungsprozess in einer diskontinuierlich arbeitenden Anlage durchgeführt wird, wobei das Stahlzwischenprodukt dem Glühverfahren in dieser Anlage in einer Schutzgasatmosphäre ausgesetzt wird. Dieser Vorgang wird vorzugsweise in einer Haubenglühanlage durchgeführt. Der zweite Temperaturbehandlungsprozess kann bei allen Ausführungsformen aber auch in einer kontinuierlichen Bandanlage (Glühanlage) oder in einer Feuerverzinkungsanlage durchgeführt werden.</p>
<p id="p0037" num="0037">Das Stahlzwischenprodukt aller Ausführungsformen kann optional einem Dressierverfahren unterzogen werden, wobei dieses Dressierverfahren primär darauf gerichtet ist die Oberfläche des Stahlzwischenprodukts zu konditionieren. Ein intensiveres Dressieren ist nicht erforderlich, da die Stahlzwischenprodukte der Erfindung eine geringe Lüdersdehnung aufweisen.</p>
<p id="p0038" num="0038">Mit der Erfindung kann somit der Dressiergrad reduziert oder ganz vermieden werden.</p>
<p id="p0039" num="0039">Es ist ein Vorteil der Erfindung, dass Stahlzwischenprodukte hergestellt werden können, die eine Lüdersdehnung aufweisen, die geringer ist als 3% und die vorzugsweise geringer ist als 1%.</p>
<p id="p0040" num="0040">Es ist ein Vorteil der Erfindung, dass Stahlzwischenprodukte hergestellt werden können, die eine Zugfestigkeit R<sub>m</sub> (auch Mindestfestigkeit genannt) aufweisen, die grösser ist als 490 MPa.</p>
<p id="p0041" num="0041">Es ist ein Vorteil der Erfindung, dass Stahlzwischenprodukte hergestellt werden können, die aufgrund der reduzierten Lüdersdehnung eine (Mindest-) Bruchdehnung (A<sub>80</sub>) aufweisen, die grösser ist als 10%.<!-- EPO <DP n="9"> --></p>
<p id="p0042" num="0042">Es ist ein Vorteil der Erfindung, dass die Stahlzwischenprodukte aufgrund der reduzierten Lüdersdehnung eine erhöhte technisch nutzbare Dehnung aufweisen.</p>
<p id="p0043" num="0043">Die Erfindung kann eingesetzt werden, um z.B. Kaltband-Stahlprodukte in Form von kaltgewalztem Flachzeug (z.B. Coils) bereit zu stellen. Die Erfindung kann auch eingesetzt werden, um z.B. Feinbleche oder auch Draht und Drahtprodukte herzustellen.</p>
<p id="p0044" num="0044">Die Erfindung kann auch eingesetzt werden, um Warmband-Stahlprodukte bereit zu stellen.</p>
<p id="p0045" num="0045">Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung bilden die Gegenstände der abhängigen Ansprüche.</p>
<heading id="h0001">ZEICHNUNGEN</heading>
<p id="p0046" num="0046">Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben.
<dl id="dl0001" compact="compact">
<dt><b>FIG. 1</b></dt><dd>zeigt ein stark schematisiertes Diagramm, bei dem die (Mindest-) Bruchdehnung (A<sub>80</sub>) in Prozent über die Zugfestigkeit (R<sub>m</sub>) in MPa für verschiedene Stähle für die Automobilindustrie aufgetragen sind;</dd>
<dt><b>FIG. 2</b></dt><dd>zeigt ein schematisiertes Spannungs-Dehnungs-Diagramm eines Stahlprodukts, das eine deutlich ausgeprägte Streckgrenze (Lüdersdehnung A<sub>L</sub>) aufweist;</dd>
<dt><b>FIG. 3</b></dt><dd>zeigt ein schematisiertes Diagramm, das die beiden Temperaturbehandlungsprozesse zeigt;</dd>
<dt><b>FIG. 4</b></dt><dd>zeigt in Form eines schematisierten Diagramms die kritische Temperatur T<sub>K</sub> und den Verlauf der entsprechenden kritischen Temperaturgrenze T<sub>KG</sub>;</dd>
<dt><b>FIG. 5</b></dt><dd>zeigt ein schematisiertes Diagramm, das einerseits die Lüdersdehnung A<sub>L</sub> in Prozent und andererseits auch die mittlere ursprüngliche Austenit-Korngrösse (D<sub>UAK M</sub>) als Funktion der ersten Glühtemperatur T1 darstellt, wobei in diesem Diagramm die<!-- EPO <DP n="10"> --> entsprechenden Kurven von zwei unterschiedlichen Proben gezeigt sind;</dd>
<dt><b>FIG. 6</b></dt><dd>zeigt ein schematisiertes Diagramm, das die Spannung σ in MPa als Funktion der Dehnung ε in % zeigt (analog zu <figref idref="f0001">Fig. 2</figref>), wobei hier vier identische Legierungen vier verschiedenen Temperaturbehandlungsprozessen unterzogen wurden.</dd>
</dl></p>
<heading id="h0002">Detaillierte Beschreibung</heading>
<p id="p0047" num="0047">Gemäß Erfindung geht es um Stahlprodukte, respektive um Stahlzwischenprodukte, die sich durch eine spezielle Gefügekonstellation und Eigenschaften auszeichnen.</p>
<p id="p0048" num="0048">Teilweise ist im Folgenden von Stahlzwischenprodukten die Rede, wenn es darum geht zu betonen, dass es nicht um das fertige Stahlprodukt sondern um ein Vor- oder Zwischenprodukt in einem mehrstufigen Fertigungsprozess geht. Ausgangspunkt für solche Fertigungsprozesse ist meist eine Schmelze. Im Folgenden wird die Legierungszusammensetzung der Schmelze angegeben, da man auf dieser Seite des Fertigungsprozesses relativ genau auf die Legierungszusammensetzung Einfluss nehmen kann (z.B. durch Zuchargieren von Bestandteilen, wie Legierungselementen und optionalen Mikrolegierungselementen). Die Legierungszusammensetzung des Stahlzwischenprodukts weicht im Normalfall nur unwesentlich von der Legierungszusammensetzung der Schmelze ab.</p>
<p id="p0049" num="0049">Mengen oder Anteilsangaben werden hier grossteils in Gewichtsprozent (kurz Gew.%) gemacht, soweit nichts anderes erwähnt ist. Wenn Angaben zur Zusammensetzung der Legierung, respektive des Stahlprodukts gemacht werden, dann umfasst die Zusammensetzung neben den explizit aufgelisteten Materialien bzw. Stoffen als Grundstoff Eisen (Fe) und sogenannte unvermeidbare Verunreinigungen, die immer im Schmelzbad auftreten und die sich auch in dem daraus entstehenden Stahlzwischenprodukt zeigen. Alle Gew.%-Angaben sind also stets auf 100 Gew.% zu ergänzen und alle Vol.%-Angaben sind stets auf 100 % des Gesamtvolumens zu ergänzen.<!-- EPO <DP n="11"> --></p>
<p id="p0050" num="0050">Neben der speziellen Kombination der Legierungselemente, kommt ein speziell optimiertes Verfahren zur Temperaturbehandlung zum Einsatz. Ein entsprechendes Diagramm ist in <figref idref="f0002">Fig. 3</figref> gezeigt und wird im Folgenden näher erläutert.</p>
<p id="p0051" num="0051">Das Temperaturbehandeln des Stahlzwischenprodukts umfasst einen ersten Temperaturbehandlungsprozess S.1 und einen nachfolgenden zweiten Temperaturbehandlungsprozess S.2. Diese beiden Temperaturbehandlungsprozesse S.1 und S.2 sind in <figref idref="f0002">Fig. 3</figref> in zwei nebeneinander gezeigten Temperatur-Zeit-Diagrammen dargestellt.</p>
<p id="p0052" num="0052">Bei dem ersten Temperaturbehandlungsprozess S.1 handelt es sich um ein Hochtemperaturverfahren, bei dem das Stahlzwischenprodukt während einer ersten Haltedauer Δ1 einer ersten Glühtemperatur T1 ausgesetzt wird (dieser Schritt wird auch als Halten H1 bezeichnet). Die Glühtemperatur T1 liegt während des Haltens H1 oberhalb einer kritischen Temperaturgrenze T<sub>KG</sub>.</p>
<p id="p0053" num="0053">Der Verlauf dieser kritischen Temperaturgrenze T<sub>KG</sub> ist (unter anderem) abhängig vom Mangananteil Mn der Legierung des Mangan-Stahlzwischenprodukts, wie anhand zahlreicher Untersuchungen ermittelt werden konnte. In <figref idref="f0003">Fig. 4</figref> sind die kritische Temperatur T<sub>K</sub> (dargestellt durch die Gerade 7) und der Verlauf der entsprechenden kritischen Temperaturgrenze T<sub>KG</sub> (dargestellt durch die Gerade 8) gezeigt.</p>
<p id="p0054" num="0054">Auf der horizontalen Achse ist der Manganbereich MnB in Gewichtsprozent aufgetragen. Wie bereits erwähnt, liefert die Erfindung vor allem bei einem Mangananteil im folgenden Manganbereich MnB hervorragende Ergebnisse: 3 Gew.% ≤ Mn ≤ 12 Gew.%. Dieser Manganbereich MnB ist in <figref idref="f0003">Fig. 4</figref> durch zwei vertikale Grenzlinien bei Mn = 3 Gew.% und Mn = 12 Gew.% gezeigt.</p>
<p id="p0055" num="0055">In <figref idref="f0003">Fig. 4</figref> sind beispielhaft die Messergebnisse von vier Proben anhand kleiner Kreissymbole gezeigt. Weitere Details zu diesen vier beispielhaft zu verstehenden Proben und zu weiteren Proben der Erfindung sind den Tabellen 1 und 2 zu entnehmen.<!-- EPO <DP n="12"> -->
<tables id="tabl0001" num="0001">
<table frame="all">
<tgroup cols="7">
<colspec colnum="1" colname="col1" colwidth="20mm"/>
<colspec colnum="2" colname="col2" colwidth="14mm"/>
<colspec colnum="3" colname="col3" colwidth="12mm"/>
<colspec colnum="4" colname="col4" colwidth="12mm"/>
<colspec colnum="5" colname="col5" colwidth="14mm"/>
<colspec colnum="6" colname="col6" colwidth="23mm"/>
<colspec colnum="7" colname="col7" colwidth="23mm"/>
<thead>
<row>
<entry namest="col1" nameend="col7" align="left" valign="top"><b>Tabelle 1</b></entry></row>
<row>
<entry align="center" valign="top">Legierung</entry>
<entry align="center" valign="top">C</entry>
<entry align="center" valign="top">Mn</entry>
<entry align="center" valign="top">Al</entry>
<entry align="center" valign="top">Nb</entry>
<entry align="center" valign="top">S.1</entry>
<entry align="center" valign="top">S.2</entry></row></thead>
<tbody>
<row>
<entry align="center">Type 1</entry>
<entry align="center">0,096</entry>
<entry align="center">5,08</entry>
<entry align="center"/>
<entry align="center"/>
<entry align="center">Kont. Glühen</entry>
<entry align="center">Haube</entry></row>
<row>
<entry align="center">Typ2</entry>
<entry align="center">0,097</entry>
<entry align="center">5,13</entry>
<entry align="center"/>
<entry align="center">0,09</entry>
<entry align="center">Kont. Glühen</entry>
<entry align="center">Haube</entry></row>
<row>
<entry align="center">Typ3</entry>
<entry align="center">0,100</entry>
<entry align="center">6,38</entry>
<entry align="center"/>
<entry align="center"/>
<entry align="center">Kont. Glühen</entry>
<entry align="center">Haube</entry></row>
<row>
<entry align="center">Typ4</entry>
<entry align="center">0,106</entry>
<entry align="center">3,53</entry>
<entry align="center"/>
<entry align="center"/>
<entry align="center">Kont. Glühen</entry>
<entry align="center">Haube</entry></row>
<row>
<entry align="center">Typ5</entry>
<entry align="center">0,110</entry>
<entry align="center">3,56</entry>
<entry align="center"/>
<entry align="center">0,095</entry>
<entry align="center">Kont. Glühen</entry>
<entry align="center">Haube</entry></row>
<row>
<entry align="center">Typ6</entry>
<entry align="center">0,148</entry>
<entry align="center">7,73</entry>
<entry align="center">2,09</entry>
<entry align="center"/>
<entry align="center">Kont. Glühen</entry>
<entry align="center">Kont. Glühen</entry></row>
<row>
<entry align="center">Typ7</entry>
<entry align="center">0,098</entry>
<entry align="center">9,95</entry>
<entry align="center"/>
<entry align="center"/>
<entry align="center">Kont. Glühen</entry>
<entry align="center">Haube</entry></row></tbody></tgroup>
</table>
</tables>
<tables id="tabl0002" num="0002"><img id="ib0002" file="imgb0002.tif" wi="165" he="102" img-content="table" img-format="tif"/>
</tables></p>
<p id="p0056" num="0056">Die Legierungszusammensetzung des jeweiligen Typs ist der Tabelle 1 zu entnehmen, wobei hier nur die wesentlichen Legierungsbestandteile genannt sind. Zu jedem Typ gibt es eine Reihe von Ausführungsbeispielen, die getestet wurden. Die entsprechenden Beispiele sind in der linken Spalte in Tabelle 2 mit den Zahlen 1 bis 26 nummeriert.</p>
<p id="p0057" num="0057">In <figref idref="f0003">Fig. 4</figref> sind durch die erwähnten Kreissymbole die folgenden vier Proben gezeigt: Typ4, 18; Typ1, 1; Typ3, 14 und Typ7, 24 (die Bezeichnung<!-- EPO <DP n="13"> --> Typ4, 18 steht beispielweise für die Legierungszusammensetzung vom Typ4, Beispiel Nr. 18).</p>
<p id="p0058" num="0058">Wenn man die Kreissymbole der <figref idref="f0003">Fig. 4</figref>, respektive die Messergebnisse durch eine Gerade interpoliert, so ergibt sich eine konstant abfallende Gerade 7, wie in <figref idref="f0003">Fig. 4</figref> gezeigt. Diese Gerade 7 kann durch folgende Gleichung (1) umschrieben werden, wobei T<sub>K</sub> in Grad Celsius angegeben ist: <maths id="math0002" num="(1)"><math display="block"><mrow><msub><mi mathvariant="normal">T</mi><mi mathvariant="normal">K</mi></msub><mo>=</mo><mfenced separators=""><mn>866</mn><mo>−</mo><msub><mi mathvariant="normal">S</mi><mi mathvariant="normal">K</mi></msub><mo>*</mo><mi>Mangananteil</mi></mfenced></mrow></math><img id="ib0003" file="imgb0003.tif" wi="109" he="6" img-content="math" img-format="tif"/></maths></p>
<p id="p0059" num="0059">Der absolute Wert 866 in Grad Celsius definiert der Schnittpunkt mit der vertikalen Achse und der Wert S<sub>K</sub> definiert die Steigung. S<sub>K</sub> wird daher auch als Steigungswert bezeichnet.</p>
<p id="p0060" num="0060">Die Untersuchungen haben ergeben, dass der Steigungswert S<sub>K</sub> vorzugsweise bei allen Ausführungsformen = 7,83±10% beträgt.</p>
<p id="p0061" num="0061">Außerdem konnte gezeigt werden, dass die kritische Temperatur T<sub>K</sub> für erfindungsgemässe Legierungszusammensetzungen stets oberhalb einer unteren kritischen Temperaturgrenze T<sub>KG</sub> liegt. Diese untere kritische Temperaturgrenze T<sub>KG</sub> ist in <figref idref="f0003">Fig. 4</figref> als Gerade 8 dargestellt.</p>
<p id="p0062" num="0062">Diese Gerade 8 kann durch folgende Gleichung (2) umschrieben werden, wobei T<sub>KG</sub> in Grad Celsius angegeben ist: <maths id="math0003" num="(2)"><math display="block"><mrow><msub><mi mathvariant="normal">T</mi><mi>KG</mi></msub><mo>=</mo><mfenced separators=""><mn>856</mn><mo>−</mo><msub><mi mathvariant="normal">S</mi><mi mathvariant="normal">K</mi></msub><mo>*</mo><mi>Mangananteil</mi></mfenced></mrow></math><img id="ib0004" file="imgb0004.tif" wi="121" he="6" img-content="math" img-format="tif"/></maths></p>
<p id="p0063" num="0063">Die Gerade 8 liegt parallel zu der Geraden 7.</p>
<p id="p0064" num="0064">Es kann die folgende Bedingung postuliert werden: Bei Stahllegierungen des Mangan-Stahlzwischenprodukts, wie bereits definiert, muss die erste Glühtemperatur T1 stets oberhalb der unteren kritischen Temperaturgrenze T<sub>KG</sub> liegen, um zu gewährleisten, dass man ein Mangan-Stahlzwischenprodukt erhält, bei dem die Lüdersdehnung A<sub>L</sub> geringer ist als 3%.</p>
<p id="p0065" num="0065">Es konnte gezeigt werden, dass auch der zweite Temperaturbehandlungsprozess S.2 einen Einfluss auf die Lüdersdehnung hat.<!-- EPO <DP n="14"> --> Um die Korngrösse der Austenitkörner im Gefüge zu erhalten, muss die zweite Glühtemperatur T2 in jedem Fall niedriger sein als die erste Glühtemperatur T1. Da die erste Glühtemperatur T1 stets oberhalb der unteren kritischen Temperaturgrenze T<sub>KG</sub> liegt, kann daraus geschlossen werden, dass die zweite Glühtemperatur T2 vorzugsweise unterhalb der unteren kritischen Temperaturgrenze T<sub>KG</sub> liegen sollte.</p>
<p id="p0066" num="0066">Anhand des schematischen Beispiels der <figref idref="f0002">Fig. 3</figref> ist zu erkennen, dass die erste Glühtemperatur T1 oberhalb der Temperaturgrenze T<sub>KG</sub> liegt und dass die zweite Glühtemperatur T2 im Bereich zwischen A<sub>1</sub> und A<sub>3</sub> liegt. Die zweite Temperaturbehandlung S.2 wird in diesem Fall auch als interkritisches Glühen bezeichnet.</p>
<p id="p0067" num="0067">Die erste Haltedauer Δ1 beträgt bei allen Ausführungsformen vorzugsweise mindestens 10 Sekunden und vorzugsweise zwischen 10 Sekunden und 6000 Minuten.</p>
<p id="p0068" num="0068">Die zweite Haltedauer Δ2 beträgt bei allen Ausführungsformen mindestens 10 Sekunden. In <figref idref="f0002">Fig. 3</figref> sind die beiden Haltedauern Δ1 und Δ2 nur beispielhaft gezeigt. Der Zeitabstand zwischen dem ersten Temperaturbehandlungsprozess S.1 und dem zweiten Temperaturbehandlungsprozess S.2 kann nach Bedarf gewählt werden. Typischerweise wird der zweite Temperaturbehandlungsprozess S.2 kurz nach dem ersten Temperaturbehandlungsprozess S.1 durchgeführt.</p>
<p id="p0069" num="0069">Bevorzugt sind Ausführungsformen, bei denen der erste Temperaturbehandlungsprozess S.1 inklusive des Erwärmens E1 des Stahlzwischenprodukts, des Haltens H1 der ersten Glühtemperatur T1 und des Abkühlens Ab1 des Stahlzwischenprodukts weniger als 7000 Minuten dauert.</p>
<p id="p0070" num="0070">Bevorzugt sind Ausführungsformen, bei denen der zweite Temperaturbehandlungsprozess S.2 inklusive des Erwärmens E2 des Stahlzwischenprodukts, des Haltens H2 der zweiten Glühtemperatur T2 und des Abkühlens Ab2 des Stahlzwischenprodukts weniger als 6000 Minuten und vorzugsweise weniger als 5000 Minuten dauert.<!-- EPO <DP n="15"> --></p>
<p id="p0071" num="0071">Weiterhin konnte gezeigt werden, dass die deutliche Reduzierung der Lüdersdehnung A<sub>L</sub> davon unabhängig ist, ob der erste Temperaturbehandlungsprozess S.1 und/oder der zweite Temperaturbehandlungsprozess S.2 in einer kontinuierlichen Bandanlage (zum Beispiel in einer Kontianlage) oder in einer diskontinuierlich arbeitenden Anlage (zum Beispiel in einer Haubenglühe) durchgeführt werden/wird.</p>
<p id="p0072" num="0072">Die Erfindung kann sowohl auf Kaltband-Zwischenprodukte als auch auf Warmband-Zwischenprodukte angewendet werden. In beiden Fällen zeigt sich eine deutliche Reduktion der Lüdersdehnung A<sub>L</sub>.</p>
<p id="p0073" num="0073">Das Erhöhen der ersten Glühtemperatur T1 auf einen Wert oberhalb der kritischen Temperaturgrenze T<sub>KG</sub> führt klar zu einer Vergrößerung der mittleren ursprünglichen Austenit-Korngrösse und zu einer deutlichen Reduktion der Lüdersdehnung A<sub>L</sub>.</p>
<p id="p0074" num="0074"><figref idref="f0004">Fig. 5</figref> zeigt sowohl die Reduktion der Lüdersdehnung A<sub>L</sub> in Prozent als auch die Abhängigkeit der mittleren ursprünglichen Austenitkorngröße (D<sub>UAK M</sub>) in µm mit zunehmender Glühtemperatur T1 für zwei beispielhafte Proben vom Typ1 und Typ2 (siehe auch Tabelle 1), wie folgt.</p>
<p id="p0075" num="0075">Chemische Zusammensetzung der Legierungsproben vom Typ1 ohne Mikrolegierung:
<ul id="ul0003" list-style="none" compact="compact">
<li>Mn = 5,08 Gew.%,</li>
<li>C = 0,096 Gew.%,</li>
</ul>
Rest Eisen Fe und unvermeidbare Verunreinigungen.</p>
<p id="p0076" num="0076">Chemische Zusammensetzung der Legierungsproben vom Typ2 mit Mikrolegierung:
<ul id="ul0004" list-style="none" compact="compact">
<li>Mn = 5,13 Gew.%,</li>
<li>C = 0,097 Gew.%,</li>
<li>Nb = 0,90 Gew.%,</li>
</ul>
Rest Eisen Fe und unvermeidbare Verunreinigungen.<!-- EPO <DP n="16"> --></p>
<p id="p0077" num="0077">Man kann der <figref idref="f0004">Fig. 5</figref> entnehmen, dass bei der untersuchten Legierungszusammensetzung vom Typ1 (dargestellt durch die Kurve 9), die kritische Temperaturgrenze T<sub>KG1</sub> ∼820°C beträgt, wenn man für diese Legierungszusammensetzung vom Typ1 eine Lüdersdehnung erreichen möchte, die kleiner als 3% ist. Die Kurve 10 zeigt den dazugehörigen Verlauf der mittlerem ursprünglichem Austenitkorngrenze D<sub>UAK M 1</sub>, in Abhängigkeit von der Temperatur T1. Für das Beispiel Typ1 ergibt sich eine Korngröße hierfür mit &gt;3µm.</p>
<p id="p0078" num="0078">Man kann der <figref idref="f0004">Fig. 5</figref> entnehmen, dass bei der untersuchten Legierungszusammensetzung vom Typ2 (dargestellt durch die Kurve 11), die kritische Temperaturgrenze T<sub>KG2</sub> ∼970°C beträgt, wenn man für diese Legierungszusammensetzung vom Typ2 eine Lüdersdehnung erreichen möchte, die kleiner als 3% ist. Die Kurve 12 zeigt den dazugehörigen Verlauf der mittleren ursprünglichen Austenitkorngrenze D<sub>UAK M</sub>, in Abhängigkeit von der Temperatur T1. Für das Beispiel Typ2 ergibt sich eine Korngröße hierfür mit &gt;8µm. Das Mikrolegierungselement Niob (Nb) hat einen erkennbaren Einfluss, der sich als Verschiebung von T<sub>KG2</sub> (im Vergleich zu T<sub>KG1</sub>) zu einer höheren kritischen Temperatur für A<sub>L</sub> &lt; 3% zeigt.</p>
<p id="p0079" num="0079">Die Kurven 10 und 12 in <figref idref="f0004">Fig. 5</figref> zeigen, dass die ursprüngliche AustenitKorngröße mit zunehmender Temperatur T1 steigt.</p>
<p id="p0080" num="0080">Anhand der zuvor genannten Gleichung (2), kann für die Legierungszusammensetzungen vom Typ1 die untere kritische Temperaturgrenze T<sub>KG1</sub> wie folgt ermittelt werden: <maths id="math0004" num="(2.1)"><math display="block"><mrow><msub><mi mathvariant="normal">T</mi><mrow><mi>KG</mi><mn>1</mn></mrow></msub><mo>=</mo><mfenced separators=""><mn>856</mn><mo>−</mo><mn>7</mn><mo>,</mo><mn>83</mn><mo>*</mo><mn>5</mn></mfenced><mo>=</mo><mo>∼</mo><mn>817</mn><mi>°C</mi></mrow></math><img id="ib0005" file="imgb0005.tif" wi="125" he="6" img-content="math" img-format="tif"/></maths></p>
<p id="p0081" num="0081">In <figref idref="f0004">Fig. 5</figref> ist die entsprechende untere kritische Temperaturgrenze T<sub>KG1</sub> als strichlierte vertikale Linie eingezeichnet. Man kann erkennen, dass die Legierungszusammensetzungen vom Typ1 ab einer Glühtemperatur T1&gt; T<sub>KG1</sub> eine mittlere Korngrösse aufweisen, die &gt; 3 µm beträgt. Die untere kritische Temperaturgrenze T<sub>KG1</sub> ist in <figref idref="f0003">Fig. 4</figref> durch ein kleines schwarzes Dreieck gekennzeichnet.<!-- EPO <DP n="17"> --></p>
<p id="p0082" num="0082">Anhand der Gleichung (2) kann für die Legierungszusammensetzungen vom Typ2 die untere kritische Temperaturgrenze T<sub>KG2</sub> wie folgt ermittelt werden: <maths id="math0005" num="(2.2)"><math display="block"><mrow><msub><mi mathvariant="normal">T</mi><mrow><mi>KG</mi><mn>2</mn></mrow></msub><mo>=</mo><mfenced separators=""><mn>856</mn><mo>−</mo><mn>7</mn><mo>,</mo><mn>83</mn><mo>*</mo><mn>5</mn></mfenced><mo>=</mo><mo>∼</mo><mn>817</mn><mi>°C</mi><mo>=</mo><msub><mi mathvariant="normal">T</mi><mrow><mi>KG</mi><mn>1</mn></mrow></msub></mrow></math><img id="ib0006" file="imgb0006.tif" wi="138" he="6" img-content="math" img-format="tif"/></maths></p>
<p id="p0083" num="0083">Bei Legierungszusammensetzungen, die einen Nb-Anteil enthalten, führt die Mikrolegierung zu einer Erhöhung der kritischen Temperaturgrenze T<sub>KG</sub>. In <figref idref="f0004">Fig. 5</figref> ist am Beispiel Typ2 zu erkennen, dass die kritische Temperaturgrenze T<sub>KG2</sub> um ca. 150°C höher liegt als bei den Legierungszusammensetzungen vom Typ1. In <figref idref="f0004">Fig. 5</figref> ist die entsprechende effektive untere kritische Temperaturgrenze T*<sub>KG2</sub> als strichlierte vertikale Linie eingezeichnet. Bei Legierungszusammensetzungen vom Typ2 muss die Glühtemperatur T1 &gt; T*<sub>KG2</sub> = T<sub>KG2</sub> + 150°C sein. Die sich daraus ergebende mittlere ursprüngliche austenitische Korngröße liegt in diesem Fall ≥ 8 µm.</p>
<p id="p0084" num="0084"><figref idref="f0005">Fig. 6</figref> zeigt ein schematisiertes Diagramm, das die Spannung σ in MPa als Funktion der Dehnung ε in % zeigt. Die Darstellung der <figref idref="f0005">Fig. 6</figref> ist mit der Darstellung der <figref idref="f0001">Fig. 2</figref> zu vergleichen, wobei <figref idref="f0005">Fig. 6</figref> nur einen kleinen Ausschnitt zeigt.</p>
<p id="p0085" num="0085">Konkret wurden hier vier identische Proben (Typ3 Legierungen der Tabelle 1) miteinander verglichen. Auch die Legierungen vom Typ3 entsprechen den Vorgaben der Erfindung. Alle vier Proben wurden je einem ersten Temperaturbehandlungsprozess S.1 und einem nachfolgenden zweiten Temperaturbehandlungsprozess S.2 unterzogen. Dabei waren alle Prozessparameter identisch, ausser dass beim ersten Temperaturbehandlungsprozess S.1 die erste Glühtemperatur T1 wie folgt variiert wurde (siehe Spalte 2 der folgenden Tabelle 3):<!-- EPO <DP n="18"> -->
<tables id="tabl0003" num="0003">
<table frame="all">
<tgroup cols="4">
<colspec colnum="1" colname="col1" colwidth="20mm"/>
<colspec colnum="2" colname="col2" colwidth="15mm"/>
<colspec colnum="3" colname="col3" colwidth="15mm"/>
<colspec colnum="4" colname="col4" colwidth="14mm"/>
<thead>
<row>
<entry namest="col1" nameend="col4" align="left" valign="top"><b>Tabelle 3</b></entry></row>
<row>
<entry align="center" valign="top">Legierung</entry>
<entry align="center" valign="top">T1 [°C]</entry>
<entry align="center" valign="top">T2 [°C]</entry>
<entry align="center" valign="top">Kurve</entry></row></thead>
<tbody>
<row>
<entry align="center">Typ3</entry>
<entry align="center">810</entry>
<entry align="center">640</entry>
<entry align="center">13.1</entry></row>
<row>
<entry align="center">Typ3</entry>
<entry align="center">850</entry>
<entry align="center">640</entry>
<entry align="center">13.2</entry></row>
<row>
<entry align="center">Typ3</entry>
<entry align="center">900</entry>
<entry align="center">640</entry>
<entry align="center">13.3</entry></row>
<row>
<entry align="center">Typ3</entry>
<entry align="center">950</entry>
<entry align="center">640</entry>
<entry align="center">13.4</entry></row></tbody></tgroup>
</table>
</tables></p>
<p id="p0086" num="0086">Die Legierungen vom Typ3 hatten bei diesen Versuchen die folgende Hauptzusammensetzung:
<ul id="ul0005" list-style="none" compact="compact">
<li>Mn = 6,38 Gew.%,</li>
<li>C= 0,1 Gew.%,</li>
</ul>
Rest Eisen Fe und unvermeidbare Verunreinigungen.</p>
<p id="p0087" num="0087">Die durchgezogene Kurve 13.1 der <figref idref="f0005">Fig. 6</figref> (Typ3, 14 der Tabelle 2) zeigt eine deutlich sichtbare ausgeprägte Streckgrenze und weist eine Lüdersdehnung von A<sub>L</sub>∼2,60% auf. Die Temperatur T1 lag hier bei 810°C, was bei einer Legierung vom Typ3 und einem Steigungswert S<sub>K</sub>=7,83 ein Stück weit über der unteren kritischen Temperaturgrenze T<sub>KG</sub> liegt.</p>
<p id="p0088" num="0088">Die Kurve 13.2 repräsentiert eine weitere beispielhafte Probe (Typ3, 15 der Tabelle 2) vom Typ3, wobei hier Streckgrenze immer noch leicht ausgeprägt ist.</p>
<p id="p0089" num="0089">Eine weitere identische Probe (siehe die strichpunktierte Kurve 13.3 in <figref idref="f0005">Fig. 6</figref>) wurde bei einer höheren Temperatur T1 = 900°C (d.h. bei T1 &gt; T<sub>KG</sub>) temperaturbehandelt und es ist keine ausgeprägte Streckgrenze mehr sichtbar. Es handelt sich hier um Typ3, 16 der Tabelle 2.</p>
<p id="p0090" num="0090">Die Kurve 13.4 repräsentiert eine weitere beispielhafte Probe vom Typ3, wobei auch hier keine ausgeprägte Streckgrenze mehr sichtbar ist. Es handelt sich hier um Typ3, 17 der Tabelle 2.</p>
<p id="p0091" num="0091">Wenn man nun die Mangan-Stahlzwischenprodukte der Erfindung im Zusammenhang mit der Abbildung <figref idref="f0001">Fig. 1</figref> betrachtet, so liegen die entsprechenden Messwerte (z.B. für die Legierungszusammensetzungen vom<!-- EPO <DP n="19"> --> Typ1, Typ2 und Typ3) im Bereich von ca. 700 bis 1000 MPa und mit einer Bruchdehnung A<sub>80</sub> im Bereich von ca. 20 bis 40%.<!-- EPO <DP n="20"> -->
<tables id="tabl0004" num="0004">
<table frame="all">
<title>Bezugszeichen</title>
<tgroup cols="2">
<colspec colnum="1" colname="col1" colwidth="66mm"/>
<colspec colnum="2" colname="col2" colwidth="34mm"/>
<tbody>
<row>
<entry>TRIP Stähle</entry>
<entry>1</entry></row>
<row>
<entry>Q&amp;P und TBF - Stähle</entry>
<entry>2</entry></row>
<row>
<entry>Medium-Mangan-Stähle</entry>
<entry>3</entry></row>
<row>
<entry>Zugkurve</entry>
<entry>4</entry></row>
<row>
<entry>Zwischenmaximum</entry>
<entry>5</entry></row>
<row>
<entry>Plateau</entry>
<entry>6</entry></row>
<row>
<entry>Gerade</entry>
<entry>7</entry></row>
<row>
<entry>Gerade</entry>
<entry>8</entry></row>
<row>
<entry>Kurve</entry>
<entry>9</entry></row>
<row>
<entry>Kurve</entry>
<entry>10</entry></row>
<row>
<entry>Kurve</entry>
<entry>11</entry></row>
<row>
<entry>Kurve</entry>
<entry>12</entry></row>
<row>
<entry>Kurven</entry>
<entry>13.1, 13.2, 13.3, 13.4</entry></row>
<row>
<entry/>
<entry/></row>
<row>
<entry>Starttemperatur der Austenitisierung</entry>
<entry>A<sub>1</sub></entry></row>
<row>
<entry>Starttemperatur der Vollaustenitisierung</entry>
<entry>A<sub>3</sub></entry></row>
<row>
<entry>Bruchdehnung</entry>
<entry>A<sub>80</sub></entry></row>
<row>
<entry>Lüdersdehnung</entry>
<entry>A<sub>L</sub></entry></row>
<row>
<entry>erstes Abkühlen</entry>
<entry>Ab1</entry></row>
<row>
<entry>zweites Abkühlen</entry>
<entry>Ab2</entry></row>
<row>
<entry>mittlere ursprüngliche Austenitkorngrenze</entry>
<entry>D<sub>UAK M</sub></entry></row>
<row>
<entry>erste Haltedauer</entry>
<entry>Δ1</entry></row>
<row>
<entry>zweite Haltedauer</entry>
<entry>Δ2</entry></row>
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<entry>erstes Erwärmen</entry>
<entry>E1</entry></row>
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<entry>zweites Erwärmen</entry>
<entry>E2</entry></row>
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<entry>Dehnung</entry>
<entry>E</entry></row>
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<entry>erstes Halten</entry>
<entry>H1</entry></row>
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<entry>zweites Halten</entry>
<entry>H2</entry></row>
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<entry>Manganbereich</entry>
<entry>MnB</entry></row>
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<entry>Restaustenitgehalt</entry>
<entry>RA</entry></row>
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<entry>obere Streckgrenze</entry>
<entry>R<sub>eH</sub></entry></row><!-- EPO <DP n="21"> -->
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<entry>untere Streckgrenze</entry>
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<entry>Zugfestigkeit</entry>
<entry>R<sub>m</sub></entry></row>
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<entry>0,2%-Dehngrenze</entry>
<entry>R<sub>p0.2</sub></entry></row>
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<entry>erster Temperaturbehandlungsprozess</entry>
<entry>S.1</entry></row>
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<entry>zweiter Temperaturbehandlungsprozess</entry>
<entry>S.2</entry></row>
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<entry>Spannung</entry>
<entry>σ</entry></row>
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<entry>Steigungswert</entry>
<entry>S<sub>K</sub></entry></row>
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<entry>erste Glühtemperatur</entry>
<entry>T1</entry></row>
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<entry>zweite Glühtemperatur</entry>
<entry>T2</entry></row>
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<entry>kritische Temperaturgrenze</entry>
<entry>T<sub>KG</sub></entry></row>
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<entry>kritische Temperaturgrenze</entry>
<entry>T<sub>KG1</sub></entry></row>
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<entry>kritische Temperaturgrenze</entry>
<entry>T<sub>KG2</sub></entry></row>
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<entry>effektive kritische Temperaturgrenze</entry>
<entry>T*<sub>KG2</sub></entry></row></tbody></tgroup>
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<claims id="claims01" lang="de"><!-- EPO <DP n="22"> -->
<claim id="c-de-0001" num="0001">
<claim-text>Verfahren zum Temperaturbehandeln eines Mangan-Stahlzwischenprodukts, dessen Legierung umfasst:
<claim-text>o einen Mangananteil (Mn), der im folgenden Manganbereich (MnB) 3 Gew.% ≤ Mn ≤ 12 Gew.% liegt,</claim-text>
<claim-text>o einen Anteil von einem oder mehreren Legierungselementen der Gruppe: Silizium (Si), Aluminium (Al), Nickel (Ni), Chrom (Cr), Molybdän (Mo), Phosphor (P), Schwefel (S), Stickstoff (N), Kupfer (Cu), Bor (B), Wolfram (W), Kobalt (Co),</claim-text>
<claim-text>o einen optionalen Kohlenstoffanteil (C) von weniger als 1 Gew.%,</claim-text>
<claim-text>o einen optionalen Anteil von einem oder mehreren Mikrolegierungselementen, wobei der gesamte Anteil der Mikrolegierungselemente weniger als 0,45 Gew.% beträgt, und</claim-text>
<claim-text>o als Rest einen Eisenanteil (Fe) und unvermeidbare Verunreinigungen, wobei das Temperaturbehandeln des Stahlzwischenprodukts einen ersten Temperaturbehandlungsprozess (S.1) und einen nachfolgenden zweiten Temperaturbehandlungsprozess (S.2) umfasst, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> es sich
<claim-text>- bei dem ersten Temperaturbehandlungsprozess (S.1) um ein Hochtemperaturverfahren handelt, bei dem das Stahlzwischenprodukt während einer ersten Haltedauer (Δ1) einer ersten Glühtemperatur (T1) ausgesetzt wird, die oberhalb einer kritischen Temperaturgrenze (T<sub>KG</sub>) liegt, die wie folgt definiert ist: T<sub>KG</sub> = (856 - S<sub>K</sub> * Mangananteil) Grad Celsius, wobei S<sub>K</sub> ein Steigungswert ist,</claim-text>
<claim-text>- bei dem zweiten Temperaturbehandlungsprozess (S.2) um ein Glühverfahren handelt, bei dem das Stahlzwischenprodukt einer zweiten Glühtemperatur (T2) ausgesetzt wird, die niedriger ist als die erste Glühtemperatur (T1).</claim-text></claim-text></claim-text></claim>
<claim id="c-de-0002" num="0002">
<claim-text>Verfahren nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die erste Glühtemperatur (T1) in dem genannten Manganbereich (MnB) eine<!-- EPO <DP n="23"> --> Abhängigkeit aufweist, die wie folgt definiert ist: T1 ≈ (866 - S<sub>K</sub>* Mangananteil) Grad Celsius.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0003" num="0003">
<claim-text>Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der Steigungswert S<sub>K</sub> = 7,83 ± 10% und vorzugsweise S<sub>K</sub> = 7,83 beträgt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0004" num="0004">
<claim-text>Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die erste Haltedauer (Δ1) mindestens 10 Sekunden und vorzugsweise zwischen 10 Sekunden und 6000 Minuten beträgt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0005" num="0005">
<claim-text>Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die zweite Glühtemperatur (T2) im Bereich zwischen den Temperaturen A<sub>1</sub> und A<sub>3</sub> liegt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0006" num="0006">
<claim-text>Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> im Rahmen des zweiten Temperaturbehandlungsprozesses (S.2) die zweite Glühtemperatur (T2) während einer zweiten Haltedauer (Δ2) von mindestens 10 Sekunden gehalten wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0007" num="0007">
<claim-text>Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der zweite Temperaturbehandlungsprozess (S.2) inklusive eines Erwärmvorgangs (E2) des Stahlzwischenprodukts, des Haltens (H2) der zweiten Glühtemperatur (T2) und eines Abkühlvorgangs (A2) des Stahlzwischenprodukts weniger als 6000 Minuten und vorzugsweise weniger als 5000 Minuten dauert.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0008" num="0008">
<claim-text>Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der Anteil der einen oder mehreren Legierungselemente im folgenden Bereich liegt:
<claim-text>- Silizium (Si) ≤ 3 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 2 Gew.%,</claim-text>
<claim-text>- Aluminium (Al) ≤ 8 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 6 Gew.%,</claim-text>
<claim-text>- Nickel (Ni) ≤ 2 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 1 Gew.%,</claim-text>
<claim-text>- Chrom (Cr) ≤ 2 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,5 Gew.%,</claim-text>
<claim-text>- Molybdän (Mo) ≤ 0,5 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,25 Gew.%,<!-- EPO <DP n="24"> --></claim-text>
<claim-text>- Phosphor (P) ≤ 0,05 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,025 Gew.%,</claim-text>
<claim-text>- Schwefel (S) ≤ 0,03 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,01 Gew.%,</claim-text>
<claim-text>- Stickstoff (N) ≤ 0,05 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,025 Gew.%,</claim-text>
<claim-text>- Kupfer (Cu) ≤ 1 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,5 Gew.%,</claim-text>
<claim-text>- Bor (B) ≤ 0,005 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,0035 Gew.%,</claim-text>
<claim-text>- Wolfram (W) ≤ 1 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 0,5 Gew.%,</claim-text>
<claim-text>- Kobalt (Co) ≤ 2 Gew.%, und vorzugsweise ≤ 1 Gew.%..</claim-text></claim-text></claim>
<claim id="c-de-0009" num="0009">
<claim-text>Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> es sich bei den Mikrolegierungselementen um Elemente der Gruppe handelt: Titan (Ti), Niob (Nb), Vanadium (V).</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0010" num="0010">
<claim-text>Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> es sich bei dem ersten Temperaturbehandlungsprozess (S.1) um einen Prozess handelt, der in einer kontinuierlichen Bandanlage oder in einer diskontinuierlich arbeitenden Anlage durchgeführt wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0011" num="0011">
<claim-text>Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> es sich bei dem zweiten Temperaturbehandlungsprozesses (S.2) um einen Prozess handelt, der in einer kontinuierlichen Bandanlage oder der in einer diskontinuierlich arbeitenden Anlage durchgeführt wird, wobei das Stahlzwischenprodukt in dieser Anlage dem Glühverfahren in einer Schutzgasatmosphäre ausgesetzt wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0012" num="0012">
<claim-text>Verfahren nach Anspruch 11, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> eine Haubenglühvorrichtung als diskontinuierlich arbeitende Anlage dient.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0013" num="0013">
<claim-text>Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> das Stahlzwischenprodukt in einem Schritt, der dem zweiten Temperaturbehandlungsprozess (S.2) nachgelagert ist, einem Dressierverfahren unterzogen wird, wobei dieses Dressierverfahren primär darauf gerichtet ist die Oberfläche des Stahlzwischenprodukts zu konditionieren.<!-- EPO <DP n="25"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-0014" num="0014">
<claim-text>Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der erste Temperaturbehandlungsprozess (S.1) während eines Warmwalzprozesses durchgeführt wird, wobei dieser Warmwalzprozess mit einer Walzendtemperatur durchgeführt wird, die im Bereich oberhalb der kritischen Temperaturgrenze (T<sub>KG</sub>) liegt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0015" num="0015">
<claim-text>Stahlzwischenprodukt, das nach einem Verfahren der Ansprüche 1 bis 14 temperaturbehandelt wurde, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> es eine Lüdersdehnung (A<sub>L</sub>) aufweist, die geringer ist als 3% und vorzugsweise geringer als 1% ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0016" num="0016">
<claim-text>Stahlzwischenprodukt, das nach einem Verfahren der Ansprüche 1 bis 14 temperaturbehandelt wurde, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> eine Lüdersdehnung (A<sub>L</sub>) von weniger als 3% an dem Stahlzwischenprodukt messbar ist, bevor das Stahlzwischenprodukt einem nachgelagerten Dressierverfahren ausgesetzt wurde.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0017" num="0017">
<claim-text>Stahlzwischenprodukt, das nach einem Verfahren der Ansprüche 1 bis 14 temperaturbehandelt wurde, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> es aufgrund einer reduzierten Lüdersdehnung (A<sub>L</sub>), im Vergleich zur Reduktion der Lüdersdehnung mit Dressieren, eine größere nutzbare technische Dehnung aufweist.</claim-text></claim>
</claims>
<drawings id="draw" lang="de"><!-- EPO <DP n="26"> -->
<figure id="f0001" num="1,2"><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="165" he="207" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="27"> -->
<figure id="f0002" num="3"><img id="if0002" file="imgf0002.tif" wi="165" he="82" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="28"> -->
<figure id="f0003" num="4"><img id="if0003" file="imgf0003.tif" wi="165" he="109" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="29"> -->
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The members are as contained in the European Patent Office EDP file on							The European Patent Office is in no way liable for these particulars which are merely given for the purpose of information.							For more details about this annex : see Official Journal of the European Patent Office, No 12/82						--><srep-patent-family><patent-family><priority-application><document-id><country>US</country><doc-number>2016002746</doc-number><kind>A1</kind><date>20160107</date></document-id></priority-application><family-member><document-id><country>CN</country><doc-number>104995317</doc-number><kind>A</kind><date>20151021</date></document-id></family-member><family-member><document-id><country>EP</country><doc-number>2746409</doc-number><kind>A1</kind><date>20140625</date></document-id></family-member><family-member><document-id><country>EP</country><doc-number>2935635</doc-number><kind>A1</kind><date>20151028</date></document-id></family-member><family-member><document-id><country>JP</country><doc-number>2016513169</doc-number><kind>A</kind><date>20160512</date></document-id></family-member><family-member><document-id><country>KR</country><doc-number>20150097722</doc-number><kind>A</kind><date>20150826</date></document-id></family-member><family-member><document-id><country>US</country><doc-number>2016002746</doc-number><kind>A1</kind><date>20160107</date></document-id></family-member><family-member><document-id><country>WO</country><doc-number>2014095082</doc-number><kind>A1</kind><date>20140626</date></document-id></family-member></patent-family></srep-patent-family></srep-for-pub></search-report-data>
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