[0001] Die Erfindung betrifft eine Führungseinrichtung für flächige, verschiebbare Gebäudeelemente,
insbesondere Türen, Fenster, Trennwände oder Fensterläden, umfassend zumindest eine
Verschlussplatte mit Grundkörper und Führungselementen.
[0002] Führungseinrichtungen werden für große flächige, verschiebbare Gebäudeelemente benötigt,
damit diese bei einer Bewegung verkantungsfrei geführt werden können und beispielsweise
keine seitliche Pendelbewegung ausführen können. Hierbei kann es sich um Türelemente,
Fensterelemente oder aber auch um Trennwände oder gegebenenfalls Fensterläden handeln,
die in der Regel eine große Flächenausdehnung aufweisen und über Führungsstangen mit
Laufrollen oder Führungsschienen mit Laufwagen im oberen Bereich befestigt sind. Soweit
diese Gebäudeelemente über die gesamte Höhe der Räumlichkeiten ausgeführt werden und
damit eine nicht unbeachtliche Größe aufweisen, besteht die Gefahr, dass die verschiebbaren
Gebäudeelemente eine Pendelbewegung ausführen und gegebenenfalls aus der oberen Führung
herausfallen können. Soweit die verschiebbaren Gebäudeelemente hinter einer Verkleidung
eingeschoben werden sollen, kommt es hierbei darauf an, dass eine einwandfreie Führung
vorhanden ist, damit die Gebäudeelemente nicht gegen die Verkleidung schlagen können.
[0003] Aus der europäischen Patentanmeldung
EP 1 394 347 A1 ist eine Vorrichtung zur Führung von verschiebbaren Trennelementen mit einem elastischen
Führungselement bekannt. In diesem Fall liegt ein festschraubbarer Grundkörper mit
einem U-förmigen Querschnitt vor. In den beiden Seitenschenkeln, die eine entsprechende
Ausnehmung aufweisen, sind Andruckelemente einschiebbar und können dort rastend aufgenommen
werden. Die Einschiebelemente weisen ein elastisches hervorstehendes Federelement
auf, welches zur Anlage an den Gebäudeelementen vorgesehen ist. Die Federelemente
können hierbei gegen die Rückwand der beiden Schenkel des Grundkörpers zurückgedrückt
werden, wobei der Abstand der beiden Federelemente die Weite und somit die maximale
Wandstärke der aufnehmbaren Gebäudeelemente bestimmt. Diese Vorrichtung eignet sich
somit nur für eine bestimmte Materialstärke der Gebäudeelemente, welche aufgrund des
vorhandenen Federweges eng toleriert ist. Die äußeren Federelemente können hierbei
durch weitere mittlere Federelemente unterstützt werden, die zentrisch angeordnet
sind und beispielsweise die Führung zweier beweglicher Gebäudeelemente ermöglichen,
welche parallel verlaufen.
[0004] Aus der europäischen Patentanmeldung
EP 0 675 252 A1 ist ebenfalls eine Vorrichtung zur Führung von verschiebbaren Elementen bekannt,
wobei in diesem Fall in einer ersten Ausführungsvariante ein Führungssteg eines aufschraubbaren
Grundkörpers innerhalb einer Nut gelagert ist. Der Führungssteg kann hierbei durch
ein schwenkbewegliches Andruckelement mit einer Feder ausgestattet sein, welches in
Kontakt mit der Nutwandung gelangt, sodass eine kraftschlüssige Führung vorliegt.
Alternativ besteht die Möglichkeit, dass auf den Führungssteg ein Federelement aufgesteckt
wird, welches mit zwei balligen Seitenwänden an den inneren Flächen der Nut anliegt
oder es können zwei federvorgespannte Rollen verwendet werden, welche seitlich entlang
der Gebäudeelemente geführt sind und mithilfe von Andruckfedern kraftschlüssig anliegen.
Im Falle der Rollenführung mit Federvorspannung liegt eine relativ aufwendige Konstruktion
vor, die aufgrund von eintretenden Verschmutzungen sehr leicht zu Störungen führen
kann. Soweit die Federelemente nur aufgrund ihrer Eigenelastizität an den Gebäudeelementen
anliegen, besteht die Gefahr, dass durch Abnutzungserscheinungen sowohl der Federelemente
als auch der Nutwandungen frühzeitig ein so großer Verschleiß eintritt, dass die beweglichen
Gebäudeelemente nicht mehr kraftschlüssig geführt werden können, weil keine Nachspannung
möglich ist.
[0005] Als besonders nachteilig und störend wird hierbei empfunden, dass sobald die Führungen
große Toleranzen aufweisen oder im einfachsten Fall, beispielsweise aus einer in eine
Nut der Gebäudeelemente eingreifenden Schiene bestehen, ein seitlicher Schlag möglich
ist und damit ein unruhiger Schiebeverlauf vorliegt. Aufgrund von Abnutzungserscheinungen
vorhandener Führungselemente könnte ebenfalls ein zu großes Spiel entstehen, sodass
eine Nachstellung der Führungselemente erforderlich wird.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neuartige Führungseinrichtung
aufzuzeigen, welche wartungsfrei eine sichere Anlage der Führungselemente an den verschiebbaren
Gebäudeelementen ermöglicht.
[0007] Erfindungsgemäß ist zur Lösung der Aufgabenstellung vorgesehen, dass die Führungselemente
eine abgeschrägte Führungsfläche aufweisen und mit dieser Führungsfläche an einer
korrespondierenden Führungsfläche eines Aufnahmeelementes oder eines Grundkörpers
anliegen und vertikal beweglich unter Federvorspannung innerhalb des Grundkörpers
gelagert sind. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Soweit die Führungselemente innerhalb des Grundkörpers beweglich, insbesondere vertikal
beweglich gelagert sind, besteht die Möglichkeit, diese mit einem geringen Druck unmittelbar
an die flächigen Gebäudeelemente angedrückt werden, und zwar insoweit, dass mithilfe
der Federvorspannung zwar eine direkte Anlage sichergestellt ist, aber die Federkraft
nicht dazu führt, dass die Führungselemente Schleifspuren auf den Gebäudeelementen
hinterlassen. Durch die vertikal beweglichen Führungselemente wird erreicht, dass
die Gebäudeelemente ausreichend fixiert werden und die Pendelbewegungen vermieden
werden. Darüber hinaus wird eine einwandfreie Gleitführung erreicht, weil die Gebäudeelemente
im oberen Bereich aufgehängt sind und im unteren Bereich durch die Führungseinrichtung
kraftschlüssig über die Führungselemente in einer vertikalen Position sicher geführt
werden, wodurch ein störungsfreies Gleiten möglich ist. Die Führungseinrichtung mit
Führungselementen wird hierbei im unteren Bereich der Gebäudeelemente derart platziert,
dass die Gebäudeelemente immer durch eine Führungseinrichtung erfasst werden. Die
Verschiebbarkeit der Gebäudeelemente wird beispielsweise durch Anschläge begrenzt,
wobei die Anschläge ein vollständiges Verschließen von beispielsweise Trennwänden
oder Türelementen ermöglichen, aber beim Öffnen diese nur bis zu einer bestimmten
Endposition geöffnet werden können. Die Führungseinrichtung mit den Führungselementen
wird hierbei so angeordnet, dass bei vollständig geöffneter Tür die Gebäudeelemente
innerhalb der Führungseinrichtung zum Liegen kommen und im umgekehrten Fall, bei vollständig
geschlossener Tür ebenfalls die Gebäudeelemente noch innerhalb der Führungseinrichtung
verbleiben. Somit kann auf diese Weise sichergestellt werden, dass die Führung sowohl
beim Öffnen und beim Schließen durch die Führungseinrichtung begleitet wird. Bei besonders
großen verschiebbaren Gebäudeelementen könnten gegebenenfalls auch zwei Führungseinrichtungen
verwendet werden.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Führungselemente
jeweils durch zumindest ein Federelement vertikal nach oben bewegbar sind, die Führungselemente
werden hierbei gegen die Schwerkraft durch das Federelement angehoben, wobei zumindest
ein Federelement ausreichend ist, jedoch können gegebenenfalls auch mehrere Federelemente
mit einer geringeren Federkonstanten eingesetzt werden, um ein Verkanten der Führungselemente
innerhalb der Grundkörper auszuschließen.
[0010] In weiterer besonderer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Führungselemente
eine abgeschrägte Führungsfläche aufweisen. Die abgeschrägte Führungsfläche dient
hierbei dazu, die Führungselemente durch die Federkraft einerseits nach oben zu drücken,
aber gleichzeitig eine horizontale Bewegung auszuführen und somit die Führungselemente
aufeinander zu zubewegen. Durch diese Maßnahme wird erreicht, dass die Führungselemente
unmittelbar an den verschiebbaren Gebäudeelementen anliegen, um somit eine kraftschlüssige
federvorbelastete Führung zu erzielen.
[0011] Durch die abgeschrägte Fläche der Führungselemente und einer korrespondierenden Führungsfläche
des Grundkörpers wird hierbei erreicht, dass bei einem Anheben des Führungselementes
mithilfe der Federelemente diese gleichzeitig in Richtung auf die beweglichen Gebäudeelemente
bewegt werden. Somit wird auf diese Weise erreicht, dass die Führungselemente immer
mit geringem aber ausreichendem Druck an den Gebäudeelementen anliegen. Durch einen
ausreichenden Hubweg ist hierbei sichergestellt, dass die gleichen Führungseinrichtungen
mit Führungselementen für unterschiedliche Wandstärken der Gebäudeelemente eingesetzt
werden können.
[0012] Um ein Verklemmen der Führungselemente zu vermeiden, ist in weiterer Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, dass die Führungselemente an den Stirnflächen mit jeweils
einem Führungszapfen ausgestattet sind. Die Führungszapfen dienen zur Verhinderung
eines möglichen Verkantens der Führungselemente innerhalb des Grundkörpers, sodass
eine unterstützte vertikale Hubbewegung mit gleichzeitigem horizontalen Versatz möglich
ist.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Führungselemente
mit ihren Führungszapfen jeweils in einer Nut des Grundkörpers aufgenommen sind. Durch
die Führungszapfen, welche in der Nut des Grundkörpers einliegen, wird hierbei ein
Verkanten der Führungselemente ausgeschlossen, sodass aufgrund der vorhandenen Federvorspannung
eine gleichmäßige Hubbewegung der Führungselemente innerhalb des Grundkörpers erfolgen
kann, um auf diese Weise den Andruck gegen die Gebäudeelemente konstant zu halten.
Um die Gebäudeelemente sicher zu führen, reicht es in diesem Fall aus, dass die Führungselemente
mit einer kleinen Andruckfläche an den beweglichen Gebäudeelementen anliegen. Zu diesem
Zweck ist vorgesehen, dass die Führungselemente auf der den Wandelementen zugewandten
Seite beispielsweise ballig ausgeführt sind.
[0014] Um die Montage so einfach wie möglich zu gestalten, wird die Verschlussplatte mit
dem Grundkörper, den Führungselementen und Federelement verbunden, wobei beispielsweise
ein Klippverschluss ausreichend ist, aber auch die Möglichkeit besteht mithilfe zumindest
einer Schraube oder Niete eine feste Verbindung zwischen dem Grundkörper und der Verschlussplatte
herzustellen, sodass eine Vormontage erfolgen kann. Der Grundkörper kann mithilfe
von Schrauben auf dem Untergrund festgeschraubt werden.
[0015] Eine erste Ausführungsform sieht vor, dass der Grundkörper einstückig ausgebildet
ist und einen U-förmigen Querschnitt aufweist, wobei in den seitlichen Schenkeln jeweils
eine nach innen gerichtete rechteckförmige Ausnehmung vorhanden ist. Das untere Ende
der beweglichen Gebäudeelemente wird hierbei von dem U-förmigen Querschnitt aufgenommen
und mithilfe der Führungselemente geführt. Die Führungselemente werden in den rechteckförmigen
Ausnehmungen aufgenommen, wobei in weiterer Ausgestaltung die Ausnehmung eine abgeschrägte
Führungsfläche und zwei zur Führungsfläche parallel verlaufenden Nuten aufweist. Über
die abgeschrägte Führungsfläche, welche korrespondierend zur abgeschrägten Fläche
der Führungselemente ausgebildet ist, erfolgt aufgrund der Federvorspannung nicht
nur eine Verlagerung der Führungselemente vertikal nach oben, sondern darüber hinaus
horizontal in Richtung auf die beweglichen Gebäudeelemente. Somit wird mithilfe der
abgeschrägten Führungsflächen erreicht, dass die Führungselemente immer in kraftschlüssigen
Kontakt mit den Gebäudeelementen stehen, wobei die Kontaktkraft durch die Federkraft
bestimmt wird. Um eine mögliche Verkantung der Führungselemente auszuschließen sind
zusätzlich zwei Nuten vorgesehen, welche parallel zur Führungsfläche verlaufen und
zur Aufnahme der an den Führungselementen angeformten Führungszapfen dienen. In diesem
speziellen Fall liegt ein einstückiger Grundkörper vor, in dem lediglich zwei Führungselemente
aufgenommen werden, die aufgrund der Federvorspannung und der horizontal ausgeführten
Bewegung zur Längsmittelachse des Grundkörpers gedrückt werden und auf diese Weise
zur Anlage an den beweglichen Gebäudeelementen gelangen. Durch die Wahl eines entsprechenden
Hubweges und einer horizontalen Gleitbewegung der Führungselemente können Gebäudeelemente
mit ein und derselben Führungseinrichtung aufgenommen werden. Die Führungselemente
passen sich aufgrund der Federkraft an die Wandstärke der Gebäudeelemente an, welche
somit über einen größeren Wandstärkenbereich variieren können.
[0016] Alternativ ist bei einer zweiten Ausführungsform vorgesehen, dass der Grundköper
mehrteilig ausgebildet ist und einen U-förmigen Querschnitt aufweist, wobei in den
seitlichen Schenkeln jeweils eine nach innen gerichtete Ausnehmung vorhanden ist,
in welche ein Aufnahmeelement einsetzbar ist. Der Grundkörper wird hierbei wiederum
mit Verschlussplatten verschraubt und dient zur Aufnahme der beiden Aufnahmeelemente,
welche eine Führungskante an den Stirnseiten aufweisen, die jeweils in einer Nut des
Grundkörpers aufgenommen sind, sodass die Aufnahmeelemente durch den Grundkörper formschlüssig
und ortsfest gehalten werden. Die Aufnahmeelemente selbst dienen im Weiteren zur Aufnahme
jeweils eines Führungselementes und besitzen zu diesem Zweck eine rechteckförmige
Ausnehmung mit einer abgeschrägten Führungsfläche und zwei zur Führungsfläche parallel
verlaufende Nuten. Die Führungselemente weisen zwei Führungszapfen auf, die in den
Nuten aufgenommen sind und mit einer abgeschrägten Führungsfläche der Führungselemente
zur Anlage an die abgeschrägte Führungsfläche der Aufnahmeelemente gelangen, sodass
unter Einwirkung einer Federvorspannung die Führungselemente wiederum vertikal bewegbar
sind und über die abgeschrägten Flächen gleichzeitig eine horizontale Bewegung zur
Längsmittelachse des Grundkörpers ausführen. Hierdurch wird der Abstand zwischen den
beiden Führungselementen bis zu einer lichten Weite reduziert, welche durch die höchste
Position der Führungselemente bestimmt wird. Nach Einführung eines Gebäudeelementes
zwischen den beiden Führungselementen werden diese zunächst auseinandergedrückt, liegen
aber aufgrund der Federvorspannung kraftschlüssig an den Gebäudeelementen an, sodass
auch bei längerem Einsatz und eventuell auftretender Abnutzung eine sichere Führung
gewährleistet ist.
[0017] Die Verschlussplatte zur Aufnahme des Grundkörpers weist hierbei zumindest zwei Aufnahmetaschen
für die Federelemente auf, welche vertikal ausgerichtet sind. Die beiden Aufnahmetaschen
sind jeweils links- und rechtsseitig zur Längsachse angeordnet, wobei ohne weiteres
die Möglichkeit besteht, dass anstelle von zwei Aufnahmetaschen gegebenenfalls drei
oder vier Aufnahmetaschen verwendet werden, um die Anzahl der Federn zu erhöhen und
somit den Anpressdruck der Führungselemente an die Gebäudeelemente zu erhöhen. Soweit
die Führungseinrichtung relativ klein gehalten wird, reichen in der Regel zwei Aufnahmetaschen
mit entsprechenden Federelementen aus, wenn aber große und schwere Gebäudeelemente
geführt werden sollen, muss die Führungseinrichtung gegebenenfalls entsprechend lang
ausgeführt werden und demzufolge besteht die Möglichkeit, mehrere Federelemente einzusetzen,
wobei darüber hinaus die Möglichkeit besteht, dass mehrere Führungseinrichtungen nebeneinander
beabstandet angeordnet werden können.
[0018] Die vorliegende Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass eine Nachjustierung der
Führungselemente nicht notwendig ist, weil diese aufgrund vorhandener Federn, die
die Führungselemente horizontal über eine abgeschrägte Fläche nicht nur vertikal,
sondern auch horizontal bewegen nachjustierend ausgebildet sind, und zwar in Richtung
auf die Längsmittelachse des Grundkörpers, sodass die in den U-förmigen Grundkörper
geführten Gebäudeelemente innerhalb des Grundkörpers zentriert werden und aufgrund
der vorhandenen Federkraft und der hierdurch erzielten Andruckkraft eine kraftschlüssige
Führung der Gebäudeelemente ermöglichen. Eventuelle Abnutzungserscheinungen sowohl
bei den Federelementen als auch bei den Gebäudeelementen wird hierbei durch die Federkraft
und der horizontalen Verlagerung der Führungselemente ausgeglichen. Darüber hinaus
ist eine einfache Montage möglich, weil lediglich die Montageplatte auf den Boden
fixiert werden muss und der Grundkörper in einer einteiligen oder gegebenenfalls mehrteiligen
Version zusammen mit den Federelementen aufgesetzt und aufgeklipst oder verschraubt
werden kann, sodass im Anschluss lediglich die Gebäudeelemente zwischen die Führungselemente
geschoben werden müssen und eine selbstständige Justierung an die Wandstärke der Gebäudeelemente
erfolgt. Hierzu kann die Führungseinrichtung, bestehend aus Grundkörper, Führungselementen,
Federelementen und Verschlussplatte vormontiert werden und mithilfe von Schrauben
auf dem Untergrund festgeschraubt werden.
[0019] Die Erfindung wird im Weiteren anhand der Figuren nochmals verdeutlich.
[0020] Es zeigt
- Fig. 1
- in einer Explorationsdarstellung die einzelnen Elemente der Führungseinrichtung,
- Fig. 2
- in einer weiteren Explorationsdarstellung die Führungseinrichtung gemäß Figur 1 nach
einer erfolgten Teilmontierung,
- Fig. 3
- in einer perspektivischen Ansicht die Führungseinrichtung gemäß Figur 1 und 2 nach
erfolgter Endmontage,
- Fig. 4
- in einer Seitenansicht die Führungseinrichtung gemäß Figur 3 und
- Fig.5
- in einer Draufsicht die Führungseinrichtung gemäß Figur 3.
[0021] Figur 1 zeigt in einer Explorationszeichnung eine Führungseinrichtung 1, welche aus
einer Verschlussplatte 2, einem Grundkörper 3, zwei Aufnahmeelementen 4, 5 und zwei
Führungselementen 6, 7 sowie zwei Federelementen 8, 9 besteht.
[0022] Die Grundplatte zeigt einen flachen Aufbau der beispielsweise zur Montage auf einen
Boden vorgesehen ist und im Wesentlichen die Form des Buchstaben H aufweist. Ein Mittelteil
10 ist mit einer Bohrung ausgestattet, um eine Vormontage zu ermöglichen. Zwei seitliche
Stege 11, 12 weisen jeweils eine Aufnahmetasche 13, 14 auf, in der die beiden Federelemente
8, 9 vertikal positioniert werden.
[0023] Der Grundkörper 3 weist einen U-förmigen Querschnitt mit zwei seitlichen Schenkeln
15, 16 auf. In den Schenkeln 15, 16 ist eine Ausnehmung 17 eingearbeitet, in die die
Aufnahmeelemente 4, 5 gegenüberliegend eingeschoben werden können. Die Ausnehmung
17 weist im hinteren Bereich eine Nut 18 auf, in der Führungsstege 19, 20 der Aufnahmeelemente
4, 5 aufgenommen werden. Der Grundkörper 3 ist hierbei so konstruiert, dass die Aufnahmeelemente
4, 5 von unten in den Grundkörper 3 eingeschoben werden können und nach dem Aufsetzen
auf die Verschlussplatte 2 fixiert werden. Durch beispielsweise zumindest eine Schraube
oder einer Niete. Der Grundkörper 3 kann zusätzlich durch vorhandene Bohrungen 21
mit einer Einsenkung 22 mit dem Untergrund verschraubt werden, nach dem der Grundkörper
3 auf die Verschlussplatte 2 aufgesetzt und mit dieser verbunden worden ist.
[0024] Die beiden Aufnahmeelemente 4, 5 besitzen ebenfalls eine Ausnehmung 30, die eine
abgeschrägte Führungsfläche 31 aufweist und parallel zur Führungsfläche 31 verlaufenden
Nuten 32. Zusätzlich ist ein zweiter Ausnehmung 33 vorhanden, der zusammen mit den
Nuten 32 eine verkantungsfreie Führung der Führungselemente 6, 7 in den Aufnahmeelementen
4, 5 ermöglicht. Die beiden Aufnahmeelemente 4, 5 sind identisch aufgebaut und spiegelsymmetrisch
in dem Grundkörper 3 aufgenommen.
[0025] Die beiden Führungselemente 6, 7 weisen ebenfalls eine abgeschrägte Führungsfläche
35 sowie stirnseitige Führungszapfen 36, 37 auf. Die abgeschrägte Führungsfläche 35
ist korrespondierend zur abgeschrägten Führungsfläche 31 der Aufnahmeelemente 4, 5
ausgebildet, sodass bei einer vertikalen Bewegung der Führungselemente 6, 7 innerhalb
des Grundkörpers 3 gleichzeitig eine Verlagerung nach innen zur Längsmittelachse des
Grundkörper 3 erfolgt. Über die Führungszapfen 36, 37 erfolgt eine erste Führung innerhalb
der Aufnahmeelemente 4, 5 und über einen Vorsprung 38 eine zusätzliche Führung in
einer Ausnehmung 33 der Aufnahmeelemente 4, 5. Somit sind die Führungselemente 6,
7 jeweils dreifach geführt und ermöglichen eine sichere verkantungsfreie Hubbewegung
mit gleichzeitiger horizontaler Verlagerung durch die Federelemente 8, 9. Die Führungselemente
6, 7 sind ferner mit einer balligen Kontaktfläche 39 ausgestattet, die unmittelbar
zur Anlage an den Gebäudeelementen vorgesehen ist.
[0026] Figur 2 zeigt in einer Explorationszeichnung ebenfalls die Führungseinrichtung 1
nach erfolgter Teilmontage. Die beiden Führungselemente 6, 7 sind in diesem Fall in
den beiden Aufnahmeelementen 4, 5 bereits eingeschoben. Zur weiteren Montage besteht
die Notwendigkeit, die Aufnahmeelemente 4, 5 in der vorhandenen Ausnehmung 17 des
Grundkörpers 3 einzuschieben, um diesen anschließend mit der Verschlussplatte 2 zu
verbinden.
[0027] Figur 3 zeigt in einer perspektivischen Ansicht die Führungseinrichtung 1 nach erfolgter
Montage, sodass beispielsweise die Federelemente 8, 9 bedingt durch die Perspektive
der Zeichnung nicht mehr sichtbar sind, sondern lediglich der U-förmige Grundköper
3 mit den Aufnahmeelementen 4, 5 und den in die Aufnahmeelemente 4, 5 eingesetzten
Führungselementen 6, 7. Aus dieser Ansicht wird bereits deutlich, dass die balligen
Kontaktflächen 39 gegenüber den Schenkeln 15, 16 des Grundkörpers 3 hervorstehen und
in den Zwischenraum, gebildet durch die beiden Schenkel 15, 16, hineinragen. Solange
noch kein Gebäudeelement sich zwischen dem Führungselementen 6, 7 befindet werden
die Führungselemente 6, 7 durch die Federelemente 8, 9 in die oberste Position gedrückt
und erst bei der Einführung des Gebäudeelementes werden diese auseinander und über
die abgeschrägten Führungsflächen 31, 35 gleichzeitig gegen die Federkraft nach unten
gedrückt, sodass die Führungselemente 6, 7 immer unter Vorspannung an den Gebäudeelementen
anliegen können.
[0028] Figur 4 zeigt in einer Seitenansicht die Führungseinrichtung 1 nach erfolgtem Zusammenbau
und einem aufgenommenen Gebäudeelement 40, welches in unmittelbarer Anlage zur balligen
Kontaktfläche 39 der beiden Führungselemente 6, 7 steht, sodass eine wartungsfreie
Führung allein durch die vorhandene Federkraft ohne jegliche Nachjustierarbeiten vorliegt.
[0029] Figur 5 zeigt in einer Draufsicht die Führungseinrichtung 1 mit Grundkörper 3 und
Gebäudeelement 40, welches zwischen den balligen Kontaktflächen 39 einklemmend aufgenommen
ist, wobei diese unter Federvorspannung an den Gebäudeelement 40 anliegen.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Führungseinrichtung
- 2
- Verschlussplatte
- 3
- Grundkörper
- 4
- Aufnahmeelement
- 5
- Aufnahmeelement
- 6
- Führungselement
- 7
- Führungselement
- 8
- Federelement
- 9
- Federelement
- 10
- Mittelteil
- 11
- Steg
- 12
- Steg
- 13
- Aufnahmetasche
- 14
- Aufnahmetasche
- 15
- Schenkel
- 16
- Schenkel
- 17
- Ausnehmung
- 18
- Nut
- 19
- Führungssteg
- 20
- Führungssteg
- 21
- Bohrung
- 22
- Einsenkung
- 30
- Ausnehmung
- 31
- Führungsfläche
- 32
- Nut
- 33
- Ausnehmung
- 35
- Führungsfläche
- 36
- Führungszapfen
- 37
- Führungszapfen
- 38
- Vorsprung
- 39
- Kontaktfläche
- 40
- Gebäudeelement
1. Führungseinrichtung (1) für flächige, verschiebbare Gebäudeelemente (40), insbesondere
Türen, Fenster, Trennwände oder Fensterläden, umfassend zumindest eine Verschlussplatte
(2) mit Grundkörper (3) und Führungselementen (6, 7),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungselemente (6, 7) eine abgeschrägte Führungsfläche (35) aufweisen und mit
dieser Führungsfläche an einer korrespondierenden Führungsfläche (31) eines Aufnahmeelementes
(4, 5) oder eines Grundkörpers (3) anliegen und vertikal beweglich unter Federvorspannung
innerhalb des Grundkörpers (3) gelagert sind.
2. Führungseinrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungselemente (6, 7) jeweils durch zumindest ein Federelement (8, 9) vertikal
nach oben bewegbar sind.
3. Führungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungselemente (6, 7) an den Stirnflächen mit einem Führungszapfen (36, 37)
ausgestattet sind.
4. Führungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungselemente (6, 7) mit ihren Führungszapfen (36, 37) in jeweils einer Nut
(32) des Grundkörpers (3) oder der Aufnahmeelemente (4, 5) aufgenommen sind.
5. Führungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungselemente (6, 7) auf der den Wandelementen zugewandten Seite ballig ausgeführt
sind.
6. Führungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (3) auf die Verschlussplatte (2) aufsetzbar ist und mithilfe von
Schrauben auf dem Untergrund festschraubbar ist, oder dass der Grundkörper (3), die
Federelemente (6, 7) und die Verschlussplatte (2) vormontierbar und mithilfe von Schrauben
auf dem Untergrund festschraubbar sind.
7. Führungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (3) einstückig ausgebildet ist und einen U-förmigen Querschnitt aufweist,
wobei in den seitlichen Schenkeln (15, 16) jeweils eine nach innen gerichtete rechteckförmige
Ausnehmung (17) vorhanden ist.
8. Führungseinrichtung (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmung (30) eine abgeschrägte Führungsfläche (31) und zwei zur Führungsfläche
(31) parallel verlaufenden Nuten (32) aufweist.
9. Führungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (3) mehrteilig ausgebildet ist und einen U-förmigen Querschnitt aufweist,
wobei in den seitlichen Schenkeln (15, 16) jeweils eine nach innen gerichtete Ausnehmung
(17) vorhanden ist, in welche ein Aufnahmeelement (4, 5) einsetzbar ist.
10. Führungseinrichtung (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmeelemente (4, 5) an den Stirnseiten jeweils eine Führungssteg (19, 20)
aufweisen, welche in jeweils einer Nut (18) des Grundkörpers (3) aufgenommen sind.
11. Führungseinrichtung (1) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmeelemente (4, 5) eine rechteckförmige Ausnehmung (30) mit einer abgeschrägten
Führungsfläche und zwei zur Führungsfläche (31) parallel verlaufenden Nuten (32) aufweisen.
12. Führungseinrichtung (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlussplatte (2) zumindest zwei Aufnahmetaschen (13, 14) für die Federelemente
(8, 9) aufweist.