[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Dosieren von Kohlendioxidschnee, mit
einem Vorlagebehälter, in den eine Zuleitung für flüssiges oder schneeförmiges Kohlendioxid
sowie eine Gasabzugsleitung zum Abführen von Kohlendioxidgas einmündet und der mit
einer Ausgabeeinheit zum dosierten Abgeben von Kohlendioxidschnee ausgerüstet ist.
[0002] Um die Oberflächen insbesondere von Lebensmittelprodukten schnell einfrieren zu können,
werden diese mit einem kryogenen Kältemittel, beispielsweise flüssigem Stickstoff
oder Kohlendioxidschnee, besprüht. Die Behandlung erfolgt dabei vorzugsweise in einem
Gefriertunnel mittels Injektionsdüsen oder sogenannter Schneehörner.
[0003] In Schneehörnern erfolgt die Erzeugung von Kohlendioxidschnee durch Entspannen von
flüssigem Kohlendioxid unter Ausnutzung des Joule-Thomson-Effekts. Das Schneehorn
umfasst dabei ein Entspannungsorgan in Form einer Düse, die üblicherweise im Kopfabschnitt
des Schneehorns oberhalb eines senkrecht angeordneten Trichters angeordnet ist. Unter
Druck stehendes, flüssiges Kohlendioxid wird an der Entspannungsdüse auf einen Druck
von unter 5,18 bar entspannt, wobei ein Gemisch aus Kohlendioxidgas und Kohlendioxidschnee
entsteht. Der Kohlendioxidschnee fällt im Trichter unter der Wirkung der Schwerkraft
auf eine zu kühlende Oberfläche hinab. Beim Einsatz derartiger Schneehörner führt
jedoch der starke Strom des bei der Entspannung gleichzeitig erzeugten Kohlendioxidgases
zu einer Verwirbelung der leichten Schneepartikel und damit zu einer breiten Streuung
der Schneepartikel vor der Mündungsöffnung des Schneehorns.
[0004] Es wurde bereits versucht, die Schneeteilchen mit Hilfe mechanischer Einrichtungen,
wie etwa Trichter oder Leitbleche, stärker zu fokussieren, wie beispielsweise in der
EP 1 188 715 A1, der
US 4 415 346 A oder der
GB 294 584 A beschrieben. Hierbei besteht allerdings die Tendenz, dass der Kohlendioxidschnee
an den mechanischen Einrichtungen anbackt und den Betrieb der Einrichtung beeinträchtigt.
[0005] Aus der
EP 2 363 377 A1 ist ein Schneehorn bekannt, bei dem zwischen einer Entspannungskammer und einer Austragsöffnung
eine Förderschnecke angeordnet ist. Die Förderschnecke sorgt für eine Trennung des
bei der Entspannung erzeugten Gasstroms vom Kohlendioxidschnee und transportiert den
Kohlendioxidschnee präzise zum Einsatzort. Dadurch kann Kohlendioxidschnee ohne Verwirbelung
durch den Gasstrom einem Verbraucher zugeführt werden. Allerdings erfolgt die Zuführung
des Kohlendioxids kontinuierlich; zur gezielten Kühlung einzelner Produkte, die beispielsweise
auf einem Förderband durch einen Kühltunnel transportiert werden, ist diese Vorrichtung
nur bedingt geeignet.
[0006] Aus der
US 4 145 894 A ist eine Vorrichtung zum Verteilen von Kohlendioxidschnee auf Produkte bekannt geworden,
in deren Betrieb flüssiges Kohlendioxid in einem Vorlagebehälter unter Entstehung
von Kohlendioxidgas und Kohlendioxidschnee entspannt wird. Der Kohlendioxidschnee
sammelt sich im Vorlagebehälter, während das Kohlendioxidgas über eine Abgasleitung
abgeführt wird. Am Boden des Vorlagebehälters ist eine Zellenradschleuse angeordnet,
mittels der Kohlendioxidschnee aus dem Vorlagebehälter in vorgegebenen Mengen auf
ein darunter liegendes Produkt aufgetragen werden kann.
[0007] Die
EP 0 478 316 B1 beschreibt eine Vorrichtung zum Behandeln von Lebensmittelprodukten mit Kohlendioxidschnee,
bei der der Boden eines gleichfalls mit einer Zuführung für flüssiges Kohlendioxid
ausgerüsteten Vorlagebehälters mit einer Lochplatte sowie mit einem über die Lochplatte
gespannten Drahtgewebe ausgestattet ist. Das Drahtgewebe hält den bei der Entspannung
des flüssigen Kohlendioxids erzeugten Kohlendioxidschnee im Vorlagebehälter zurück.
Im Einsatz der Vorrichtung wird mittels eines Wischers Kohlendioxidschnee durch die
Maschen des Drahtgewebes und die Öffnungen der Lochplatte hindurch gepresst, der anschließend
auf die Oberfläche des zu behandelnden Produkts fällt.
[0008] Bei den beiden zuletzt genannten Vorrichtungen besteht jedoch weiterhin die Gefahr,
dass innerhalb der Zellenradschleuse oder in den Maschen des Drahtgewebes Kohlendioxidschnee
anbackt oder Feuchte aus der Umgebungsatmosphäre ebendort anfriert, und so die Funktionsfähigkeit
der Apparatur beeinträchtigt wird. Aufgabe der Erfindung ist daher, eine Vorrichtung
zum Bereitstellen einer möglichst genau dosierten Menge an Kohlendioxidschnee zu schaffen,
bei der die Abgabe des Kohlendioxidschnees an zu kühlende Produkte nicht durch einen
Gasstrom gestört wird und bei dem gleichzeitig die Gefahr der Beeinträchtigung der
Funktionsfähigkeit durch Anbacken von Kohlendioxidschnee oder Festfrieren von Feuchtigkeit
minimiert ist.
[0009] Gelöst ist diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1.
[0010] Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art und Zweckbestimmung ist also dadurch
gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinheit eine in einem Dosierabschnitt des Vorlagebehälters
seitlich angeordnete Ausgabeöffnung und ein mit der Ausgabeöffnung zusammenwirkendes,
horizontal bewegliches Schiebeelement umfasst, das zwischen einer ersten, die Ausgabeöffnung
und den Dosierabschnitt des Vorlagebehälters verschließenden ersten Position und einer
den Dosierabschnitt und die Ausgabeöffnung freigebenden zweiten Position bewegbar
ist.
[0011] Im Innern des vertikal angeordneten, beispielsweise rohrförmig oder zylindrisch ausgebildeten
Vorlagebehälters mündet eine mit einer Quelle für Kohlendioxid strömungsverbundene
Zuführleitung. Bei der Zuführleitung handelt es sich beispielsweise um eine Zuleitung
für flüssiges Kohlendioxid, die im Innern des Vorlagebehälters an einer Entspannungsdüse
endet. Der auf seiner Unterseite durch einen Boden geschlossene Vorlagebehälter besitzt
in seinem unteren Bereich einen Dosierabschnitt und eine in einer Seitenwand des Vorlagebehälters
im Bereich des Dosierabschnitts angeordnete Ausgabeöffnung. Beim Dosierabschnitt handelt
es sich um ein Teilvolumen des Vorlagebehälters, das bodenseitig, unterhalb der Einmündungen
der Zuführleitung und der Gasabzugsleitung angeordnet ist und dessen Größe die Menge
des einem Produkt jeweils zuzuführendem Kohlendioxidschnees bestimmt. Beim Schiebeelement
handelt es sich beispielsweise um einen in den Dosierabschnitt des Vorlagebehälters
einschiebbaren oder in diesen hinein verschwenkbaren Körper, der einen der Größe und
Form der Ausgabeöffnung entsprechenden, als Schiebeschild wirkenden Flächenabschnitt
aufweist, mittels dem nach dem Befüllen des Dosierabschnitts mit Kohlendioxidschnee
dieser durch die Ausgabeöffnung hindurch aus dem Vorlagebehälter hinausgeschoben werden
kann.
[0012] Durch die Erfindung gelingt die genaue Dosierung einer abzugebenden Menge an Kohlendioxidschnee.
Zudem ermöglicht sie eine Beaufschlagung eines zu kühlenden Produkts mit einer vorgegebenen
Menge an Kohlendioxidschnee, ohne dass die Gefahr einer Verwirbelung der Schneepartikel
durch Kohlendioxidgas besteht. Die Erfindung kommt dabei ohne leicht vereisende Bauteile
wie etwa kleinflächige Öffnungen oder Zellenradschleusen aus.
[0013] Zweckmäßigerweise weist der Vorlagebehälter Mittel auf, die während des Hinausschiebens
des Kohlendioxidschnees den Dosierabschnitt vom übrigen Innenraum des Vorlagebehälters
trennen oder vollständig absperren und so das Eindringen von Kohlendioxidschnee in
den Dosierabschnitt unterbinden. Dies erfolgt beispielsweise dadurch, dass oberhalb
des Schiebeelements ein horizontal in den Vorlagebehälter einschiebbarer Trennboden
vorgesehen ist, oder das Schiebeelement selbst ist so ausgebildet, dass es beim Verfahren
in eine hier so genannte Schließposition gleichzeitig mit dem Hinausschieben des Kohlendioxidschnees
den Dosierabschnitt sperrt. Beispielsweise ist das Schiebeelement derart ausgebildet,
dass beim Einschieben in den Dosierabschnitt eine Seitenfläche als Schiebeschild zum
Hinausschieben des Kohlendioxidschnees fungiert, während zugleich eine von einer oberen
Kante der Seitenfläche abführende horizontale Deckfläche den Innenquerschnitt des
Vorlagebehälters sperrt und auf diese Weise verhindert, dass dem Vorlagebehälter zugeführter
Kohlendioxidschnee in einem nennenswerten Umfang in den Dosierabschnitt eindringen
oder aus der Ausgabeöffnung entweichen kann. Stattdessen sammelt sich dieser im Vorlagebehälter
im Teilvolumen oberhalb des Schiebeelements an.
[0014] Durch die horizontale Bewegung des Schiebeelements und ggf. der Mittel zum Abteilen
des Dosierabschnitts, beispielsweise durch Verschieben oder Verschwenken in eine jeweilige
Öffnungsposition, werden Dosierabschnitt und Ausgabeöffnung freigegeben, und Kohlendioxidschnee,
der sich oberhalb des Dosierabschnitts befindet, fällt in den Dosierabschnitt hinein.
Durch eine erneute Betätigung des Schiebeelements, diesmal zurück aus der Öffnungsposition
in die eine Schließposition, wird der innerhalb des Dosierabschnitts befindliche Kohlendioxidschnee
durch die Ausgabeöffnung hindurch aus dem Vorlagebehälter hinausgestoßen. Im Falle,
dass Mittel zum Abteilen des Dosierabschnitts vorhanden sind, werden diese gleichzeitig
zurück aus der Öffnungsposition in eine Schließposition bewegt, wodurch ein Nachströmen
von Kohlendioxidschnee in den Dosierabschnitt verhindert und gewährleistet wird, dass
ein Zurückfahren des Schiebeelements in die Öffnungsposition möglich ist. Der ausgestoßene
Kohlendioxidschnee fällt anschließend entweder unmittelbar auf die Oberfläche eines
zu kühlenden Produkts oder wird einem sich an die Ausgabeöffnung anschließenden Dosiertrichter
zugeführt.
[0015] In einer zweckmäßigen erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist die Ausgabeöffnung durch
einen beweglichen Deckel verschließbar, der gleichzeitig mit der Betätigung des Schiebeelements
und/oder durch den Druck des durch das Schiebeelement vorgeschobenen Kohlendioxidschnees
geöffnet wird. Allerdings sind die zwischen den Teilchen des Kohlendioxidschnees adhäsiv
wirkenden Kräfte im Allgemeinen so stark, dass insbesondere bei kleinen Ausgabeöffnungen
auf einen derartigen Deckel verzichtet werden kann.
[0016] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Schiebeelement und/oder
die Mittel zum Abteilen des Dosierabschnitts mit einer Antriebseinheit ausgerüstet.
Die beispielsweise mit einem Elektromotor ausgerüstete Antriebseinheit steuert die
automatische Bewegung des Schiebeelements von der Öffnungsposition in die Schließposition
und zurück. In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Antriebseinheit
auch mit einer Einrichtung zusammenwirken, die die Bewegung von zu kühlenden Produkten
auf einem unterhalb der Ausgabeeinrichtung durchlaufenden Transportband detektiert,
sodass die Ausgabe von Kohlendioxidschnee automatisch genau dann erfolgt, wenn sich
ein zu kühlendes Produkt unterhalb der Ausgabeöffnung befindet.
[0017] In einer wiederum besonders zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung umfassen die
Mittel zum Abteilen des Dosierabschnitts ein Schneidwerkzeug, das oberhalb des Schiebeelements
angeordnet ist und mittels eines eigenen Antriebs unabhängig vom Schiebeelement bewegt
werden kann. Beim Schneidwerkzeug handelt es sich beispielsweise um eine Klinge oder
um einen Draht. Im Einsatz dient das Schneidwerkzeug dazu, den in der Ausgabeeinheit
befindlichen Schneekörper knapp oberhalb des Schiebeelements in einer im Wesentlichen
horizontalen Ebene mechanisch zu zerteilen und auf diese Weise Bindungen zwischen
den Schneepartikeln entlang der Schnittebene aufzubrechen. Dadurch wird die anschließende
Betätigung des Schiebeelements zum Auswerfen des im Dosierabschnitt befindlichen Kohlendioxidschnees
wesentlich erleichtert. Eine vollständige Abtrennung des Dosierabschnitts vom übrigen
Innenraum des Vorlagebehälters durch einen oberhalb des Schiebeelements angeordneten
Trennboden ist beim Einsatz eines derartigen Schneidwerkzeugs nicht erforderlich.
Eine solche Ausgestaltung ist insbesondere für größere Vorrichtungen sinnvoll, bei
denen der Kohlendioxidschnee zumindest im Bereich des Dosierabschnitts durch die Masse
des darüber befindlichen Kohlendioxidschnees stark verdichtet ist. Durch das Vorsehen
eines Schneidwerkzeugs kann die Motorleistung des Antriebselements für das Schiebeelement
geringer ausgelegt werden, zudem wird einer für die Kühlaufgabe unvorteilhaften zu
hohen Verdichtung des Kohlendioxidschnees entgegengewirkt.
[0018] In einer besonderen Ausgestaltung umfassen die Mittel zum Abteilen des Dosierabschnitts
einen in den Innenraum des Vorlagebehälters hineinschiebbaren oder verschwenkbaren
Trennboden. Beim Trennboden handelt es sich um ein flächiges Element, beispielsweise
ein dünnes Blech, dessen Fläche dem Querschnitt des Innenraums des Vorlagebehälters
derart angepasst ist, dass nach dem Einschieben in den Vorlagebehälter dessen Innenraum
schneedicht in zwei Teilräume abgeteilt ist, von denen der untere dem Dosierabschnitt
entspricht. In diesem Fall ist der Kohlendioxidschnee im Dosierabschnitt also vollständig
vom übrigen Kohlendioxidschnee abgetrennt und kann aufgrund von Kräften, die zwischen
den Schneepartikeln wirken, als kompakter Schneekörper auch von einem Schiebeelement
aus der Ausgabeöffnung hinausgeschoben werden, dessren Schiebeschild kleiner als die
Höhe des Schneekörpers ist.
[0019] Eine abermals bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die vertikale
Erstreckung der Ausgabeöffnung variabel ausgebildet ist. Dies kann beispielsweise
durch ein vertikal verschiebbares Schließelement realisiert werden, dass an der Ausgabeöffnung
montiert ist, oder durch ein vertikal verschiebbares Wandelement des Vorlagebehälters.
Durch die Änderung der Fläche der Ausgabeöffnung wird die dosierte Schneemenge variiert.
Eine zuverlässige Dosierung gelingt insbesondere dann, wenn im Vorlagebehälter mehrere
übereinander angeordnete Schneidwerkzeuge oder Trennböden vorgesehen sind, die jeweils
mit einer bestimmten, einstellbaren vertikalen Erstreckung der Ausgabeöffnung korrespondieren.
Die Ausgabeöffnung wird in diesem Fall einem ausgewählten Schneidwerkzeug oder Trennboden
angepasst, wodurch zugleich die Größe des auszuwerfenden Schneekörpers bestimmt ist.
[0020] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Ausgabeeinheit
zwei oder mehr übereinander angeordnete Schiebeelemente aufweist, die unabhängig voneinander
bewegbar sind. Diese Ausgestaltung kann mit oder ohne die zuvor beschriebenen Ausgestaltungen
mit Schneidelement, Trennboden oder variabler Ausgabeöffnung zum Einsatz kommen. Auf
diese Weise kann die Menge an auszuwerfendem Kohlendioxidschnee der Größe der zu kühlenden
Produkte und/oder dem Kältebedarf der jeweiligen Kühlaufgabe angepasst werden, ohne
dass die Vorrichtung dazu aufwändig umgebaut werden müsste. Bei kleinen Schneemengen
wird nur das jeweils oberste Schiebelement betätigt, während bei größeren Schneemengen
zwei oder mehr Schiebeelemente gleichzeitig betätigt werden. Die Größe der Ausgabeöffnung
entspricht, sofern sie nicht variabel ausgeführt ist, in ihrer Fläche der Summe der
als Schiebeschilder wirkenden Flächen aller vorhandener Schiebelemente. Eine solche
Ausgestaltung ist insbesondere bei Ausführungsformen vorteilhaft, bei denen nur eine
geringe Verdichtung des Kohlendioxidschnees innerhalb des Dosierabschnitts besteht.
[0021] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der vertikale
Abstand zwischen dem Boden des Vorlagebehälters mit einem Mittel zum Abteilen des
Dosierabschnitts veränderbar ist. Beispielsweise umfasst der Vorlagebehälter dazu
zwei vertikal gegeneinander verschiebbare Abschnitte, wobei in einem unteren Abschnitt
das Schiebeelement und in einem oberen Abschnitt ein Trennboden angeordnet ist. Beispielsweise
greifen die beiden Abschnitte teleskopartig übereinander und lassen sich entlang ihrer
gemeinsamen Längsachse stufenlos gegeneinander verschieben. Die Ausgabeöffnung ist
ein nach oben offener Wandabschnitt im unteren Abschnitt des Vorlagebehälters, der
nach unten durch den Boden des Vorlagebehälters und nach oben durch die Position des
Trennbodens begrenzt wird. Durch die Verschiebung beider Abschnitte gegeneinander
verändert sich der Abstand zwischen dem Boden des Vorlagebehälters und dem Trennboden
und damit die Größe des Dosierabschnitts. Die Bewegung der beiden Abschnitte gegeneinander
erfolgt manuell oder motorgetrieben.
[0022] Aufgrund von zwischen den Partikeln des Kohlendioxidschnees wirkenden Kräften wird
der Kohlendioxidschnee nicht als fein verteiltes Pulver, sondern als ein in großen
Teilen zusammenhängender Formkörper ausgetragen. Eine vorteilhafte Ausgestaltung der
Erfindung sieht daher vor, dass die Ausgabeöffnung und/oder der Dosierabschnitt und/oder
das Schiebeelement der Form der zu behandelnden Produkte angepasst ist/sind. Hierzu
weist die Ausgabeöffnung eine gewissen Breite auf, die der Breite eines zu kühlenden
Produkts entspricht, und/oder der Dosierabschnitt des Vorlagebehälters und/oder die
Schiebeeinheit weist/weisen eine der Oberfläche des Produkts entsprechende Form auf.
Beispielsweise kann zur Kühlung runder Produkte der Dosierabschnitt rund ausgebildet
sein und das Schiebeelement mit einer kreisförmigen Ausnehmung ausgerüstet sein. Dies
führt dazu, dass der aufgrund seiner inneren Kräfte zusammenbackende Kohlendioxidschnee
als kreiszylinderförmiger Formling aus der Ausgabeeinheit ausgeworfen und dem zu behandelnden
Produkt zugeführt wird.
[0023] Bevorzugt ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dabei in einer Einrichtung zum Kühlen
von Produkten angeordnet, bei der mittels einer Transporteinrichtung, beispielsweise
eines Förderbandes, die zu kühlenden Produkte nacheinander durch einen Kühltunnel
geführt und dabei mit Kohlendioxidschnee beaufschlagt werden. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung befindet sich dabei innerhalb des Kühltunnels oberhalb der Transporteinrichtung.
Im Einsatz der Einrichtung werden die zu kühlenden Produkte nacheinander unterhalb
der Ausgabeöffnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung durchgeführt und jeweils zielgenau
mit einer genau festgelegten Menge an Kohlendioxidschnee beaufschlagt, wobei zweckmäßigerweise
eine sensorgestützte Automatik die Betätigung der Schneeausgabe in Abhängigkeit von
der Position des zu behandelnden Produkts im Kühltunnel auslöst. Insbesondere können
auf diese Weise auch Produkte, die einem raschen Takt von beispielsweise 1 bis 2 Stück
pro Sekunde nacheinander durch den Kühltunnel geführt werden, mit einer genau dosierten
Menge an Kohlendioxidschnee beaufschlagt werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
ist insbesondere für Dosen von 5g bis über 1000g Kohlendioxidschnee, bevorzugt zwischen
10g und 500g geeignet.
[0024] Eine bevorzugte Verwendung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, Produktoberflächen
auf eine niedrige Temperatur zu bringen oder, etwa für die Dauer eines Transports,
auf einer niedrigen Temperatur zu halten. Eine besonders bevorzugte Verwendung besteht
in der Abkühlung oder im Kalthalten von Lebensmittelprodukten, beispielsweise Teiglinge,
Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse, jedoch ist die Erfindung nicht hierauf beschränkt,
vielmehr können auch andere Produkte, beispielsweise chemische oder pharmazeutische
Erzeugnisse abgekühlt, bzw. auf einer niedrigen Temperatur gehalten werden.
[0025] Anhand der Zeichnungen sollen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert
werden. In schematischen Ansichten zeigen:
- Fig. 1:
- Eine in einem Kühltunnel angeordnete erfindungsgemäße Vorrichtung in einer vertikalen
Schnittansicht,
- Fig. 2a bis 2c:
- Verschiedene Arbeitsschritte im Betrieb der Vorrichtung aus Fig. 1,
- Fig. 3a:
- Dosierabschnitt und Schiebeelement einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer ersten
Ausführungsform in einer horizontalen Schnittansicht,
- Fig. 3b:
- Dosierabschnitt und Schiebeelement einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer zweiten
Ausführungsform in einer horizontalen Schnittansicht ,
- Fig. 4:
- Eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer dritten Ausführungsform,
- Fig. 5a, 5b:
- Eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer vierten Ausführungsform,
- Fig. 6:
- Eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer fünften Ausführungsform,
- Fig. 7:
- Eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer sechsten Ausführungsform
[0026] Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung 1 umfasst einem Vorlagebehälter 2 mit thermisch
gut isolierten Wänden. In das Innere des Vorlagebehälters 2 mündet an einer Entspannungsdüse
eine Zuleitung 3 zum Zuführen von flüssigem Kohlendioxid ein. Anstelle der hier gezeigten
Zuleitung 3 für flüssiges Kohlendioxid ist im Rahmen der Erfindung auch direkte eine
Zuführung für Kohlendioxidschnee vorstellbar, etwa der Art wie in der
EP 2 363 377 A1 beschrieben. Möglich sind auch mehrere Zuleitungen für flüssiges Kohlendioxid und/oder
Kohlendioxidschnee. Im unteren Bereich des Vorlagebehälters 2 befindet sich eine Ausgabeeinheit
4 zum Ausgeben von Kohlendioxidschnee, im oberen Bereich des Vorlagebehälters 2 mündet
eine Gasabzugsleitung 5 aus.
[0027] Die Ausgabeeinheit 4 umfasst eine oberhalb des Bodens 6 des Vorlagebehälters 2 seitlich
angeordnete Ausgabeöffnung 7 sowie ein mit dieser zusammenwirkendes, horizontal bewegbares
Schiebeelement 8, das mittels einer Antriebseinheit 9 betätigt werden kann. Die Antriebseinheit
9 umfasst beispielsweise einen Elektromotor, der mittels einer hier nicht gezeigten
Steuereinheit angesteuert werden kann. In der in Fig. 1 gezeigten Position füllt das
Schiebeelement 8 ein unteres, hier als Dosierabschnitt 10 bezeichnetes Teilvolumen
des Innenraums des Vorlagebehälters 2 vollständig aus und verschließt zugleich die
Ausgabeöffnung 7. An die Ausgabeöffnung 7 kann sich bei Bedarf ein (hier nicht gezeigter)
Dosiertrichter anschließen.
[0028] Die Vorrichtung 1 ist beispielsweise innerhalb eines Kühltunnels 11 montiert und
dient dazu, Produkte 12, insbesondere Lebensmittelprodukte, die auf einem Transportband
13 durch den Kühltunnel 11 geführt werden, zielgenau und im Takt der durchlaufenden
Produkte 12 mit einer definierten Menge an Kohlendioxidschnee zu beaufschlagen. Die
Antriebseinheit 9 arbeitet dazu mit einer Sensoreinrichtung 14 zusammen, die die Position
eines Produkts 12 auf dem Transportband 13 erfasst, um eine zielgenaue Beaufschlagung
der Oberfläche eines Produktes 12 mit Kohlendioxidschnee zu ermöglichen.
[0029] In Fig. 2a-c sind verschiedene Betriebszustände der Vorrichtung 1 gezeigt.
Im laufenden Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 wird dem Vorlagebehälter
2 kontinuierlich Kohlendioxidschnee 15 zugeführt. Dies erfolgt durch Zufuhr von flüssigem
Kohlendioxid aus einem hier nicht gezeigten Tank über die Zuleitung 3, das innerhalb
des Vorlagebehälters 2 auf einen Druck von unter 5,18 bar, bevorzugt auf Atmosphärendruck
(1 bar), entspannt wird und in ein Gemisch aus Kohlendioxidschnee 15 und Kohlendioxidgas
übergeht. Während das im Vorlagebehälter 2 durch Entspannung oder Sublimation entstehende
Kohlendioxidgas über die Gasabzugsleitung 5 abgeführt wird, sammelt sich der überwiegende
Teil des Kohlendioxidschnees 15 im Innern des Vorlagebehälters 2 an. In dem in Fig.
2a gezeigten Betriebszustand ist der Dosierbereich 10 vom Volumen des Schiebeelements
8 vollständig ausgefüllt. Daher sammelt sich in dieser Position des Schiebeelements
8 der Kohlendioxidschnee 15 oberhalb des Schiebeelements 8.
[0030] Durch Betätigung der Antriebseinheit 9 wird das Schiebeelement 8 in Richtung des
Pfeils 16 in eine Position verfahren, in der der Dosierabschnitt 10 und die Ausgabeöffnung
7 geöffnet sind (Fig. 2b). Dadurch fällt der im Vorlagebehälter 2 befindliche Kohlendioxidschnee
15 nach unten, wie durch den Pfeil 17 angedeutet, und füllt dabei den Dosierabschnitt
10.
[0031] Durch erneute Betätigung der Antriebseinheit 9 wird das Schiebeelement 8 anschließend
wieder in die vorherige Position bewegt, wie durch Pfeil 18 angedeutet (Fig. 2c).
Dadurch wird der im Dosierabschnitt 10 befindliche Teil des Kohlendioxidschnees 15
durch die Ausgabeöffnung 7 hinausgestoßen und fällt aus dem Vorlagebehälter 2 hinaus
auf ein unter der Ausgabeeinrichtung 4 befindliches, Produkt 12. Da der Kohlendioxidschnee
aufgrund innerer Kräfte zwischen den einzelnen Schneeteilchen eine gewisse Formstabilität
aufweist, fällt der Kohlendioxidschnee überwiegend nicht als Pulver, sondern zumindest
zu einem großen Teil als kompakter Formkörper 19 aus der Ausgabeeinheit 4. Dies kann
in der unten näher beschriebenen Weise dazu ausgenutzt werden, die ausgetragene Schneemenge
noch besser an die zu behandelnde Oberfläche anzupassen. Der ausgetragene Kohlendioxidschnee
19 wird durch eine kontinuierliche Neuerzeugung von Kohlendioxidschnee durch Entspannung
von flüssigem Kohlendioxid an der sich am Austritt der Zuleitung 3 befindlichen Entspannungsdüse
ersetzt.
[0032] In Fig. 3a und Fig. 3b sind horizontale Schnittansichten von Dosierabschnitten 10
im Bereich des Schiebeelements gezeigt, die eine Anpassung des Formkörpers 19 an die
jeweilige Form des zu kühlenden Produkts 12 ermöglichen.
[0033] In der in Fig. 3a gezeigten Ausführungsform eines Vorlagebehälters 2 einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung weist der Dosierabschnitt 10 eines Vorlagebehälters 2 einen runden Querschnitt
auf; entsprechend besitzt der Vorderabschnitt 20 des - wie durch den Pfeil 21 angedeutet
- horizontal verschiebbaren Schiebeelements 8 eine Ausnehmung in Form eines Kreisausschnitts.
Demzufolge weist ein aus der Ausführungsform nach Fig. 3a ausgeworfener Formkörper
19 aus Kohlendioxidschnee 15 die Form einer Zylinderscheibe mit kreisförmigem Querschnitt
auf und eignet sich damit insbesondere zur Kühlung von kreisförmigen Produktoberflächen.
[0034] In der in Fig. 3b gezeigten Ausführungsform eines Vorlagebehälters 2 einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung besitzt der Dosierabschnitt 10 einen rechteckigen Querschnitt; entsprechend
ist der Vorderabschnitt 22 des Schiebeelements 8 als ebene Fläche ausgebildet. Ein
aus einer Ausführungsform nach Fig. 3b ausgestoßener Formkörper 19 aus Kohledioxidschnee
15 ist somit im wesentlichen quaderförmig aufgebaut.
[0035] Die in Fig. 4 gezeigte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 24 unterscheidet
sich von der Vorrichtung 1 dadurch, dass anstelle eines einzelnen Schiebelements 8
nunmehr zwei übereinander angeordnete, jeweils horizontal bewegbare Schiebeelemente
25, 26 sowie eine vergrößerte, eine der Summe der Vorderflächen 28, 29 der Schiebeelemente
25, 26 entsprechende Ausgabeöffnung 7 vorgesehen sind. Im Übrigen sind gleich wirkende
Elemente in Fig. 4 und Fig. 1 mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Die Schiebeelemente
25, 26, die in gleicher Weise wie das Schiebeelement 8 betätigt werden, sind unabhängig
voneinander von der Antriebseinheit 9 bewegbar. Auf diese Weise ist es möglich, die
ausgegebenen Dosiermengen an Kohlendioxidschnee 15 entsprechend den jeweiligen Anforderungen
zu variieren. Werden nur kleine Mengen gefordert, genügt die Betätigung des oberen
Schiebeelements 25; das untere Schiebeelement 26 bleibt dabei in der in Fig. 4 gezeigten
Position. Bei größeren Schneemengen werden dagegen beide Schiebeelemente 25, 26 simultan
betätigt. In ähnlicher Weise lassen sich im Übrigen auch mehr als zwei Schiebeelemente
25, 26 übereinander anordnen.
[0036] Die in den Fig. 5a und 5b gezeigte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
30 unterscheidet sich von der Vorrichtung 1 lediglich dadurch, dass in der Ausgabeeinheit
4, oberhalb des Schiebeelements 8, ein Schneidwerkzeug 31 angeordnet ist. Beim Schneidwerkzeug
31 handelt es sich beispielsweise um eine Klinge oder einen Draht, die bzw. der mittels
eines hier nicht gezeigten Antriebs bewegt werden kann. Im Einsatz wird das Schneidwerkzeug
31 aus einer in Fig. 5a gezeigten Ausgangsposition durch den innerhalb des Vorlagebehälters
2 befindlichen Kohlendioxidschnee 15 in Richtung des Pfeils 33 hindurch geführt und
trennt auf diese Weise den sich im Bereich des Dosierabschnitts 10 befindlichen Teil
des Kohlendioxidschnees 15 längs einer im wesentlichen horizontalen Ebene 32 von restlichen
im Innenraum des Vorlagebehälters 2 befindlichen Teil des Kohlendioxidschnees 15 ab,
wie in Fig. 5b gezeigt. Dadurch werden die Bindungskräfte zwischen den Schneepartikeln
entlang der Ebene 32 aufgebrochen und der im Dosierabschnitt 10 befindliche Teil des
Kohlendioxidschnees 15 kann leicht mit Hilfe des Schiebeelements 8 zur Ausgabeöffnung
7 hinausgeschoben werden.
[0037] Die in Fig. 5a und 5b gezeigte Ausführungsform ist insbesondere bei Vorrichtungen
30 vorteilhaft, bei denen der im Vorlagebehälter 2 befindliche Kohlendioxidschnee
stark verdichtet ist und die zwischen den Schneepartikeln wirkenden Haftkräfte das
Auswerfen von Kohlendioxidschnee 15 mittels des Schiebeelements 8 erschweren. Dies
ist beispielsweise bei größeren Vorrichtungen der Fall, in denen im Vorlagebehälter
2 große Mengen an Kohlendioxidschnee von beispielsweise einigen Kilogramm Masse vorhanden
sein können und der Kohlendioxidschnee 15 zumindest im Bereich des Dosierabschnitts
10 zu einem mehr oder minder kompakten Schneekörper verdichtet ist.
[0038] Durch die mechanische Abtrennung des im Bereich des Dosierabschnitts 10 befindlichen
Schneekörpers vom übrigen Kohlendioxidschnee 15 wird die Betätigung des Schiebeelements
8 wesentlich erleichtert. Selbstverständlich kann ein Schneidwerkzeug 31, oder mehrere
Schneidwerkzeuge 31, auch in einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit mehreren Schiebeelementen 25, 26 (entsprechend Fig. 4) zum Einsatz kommen, wobei
ein Schneidwerkzeug fallweise oberhalb des obersten Schiebeelements 25 oder oberhalb
eines jeden Schiebeelements 25, 26 angeordnet sein kann. Anstelle eines Schneidwerkzeugs
31 kann im übrigen auch ein Trennboden zum Einsatz kommen, mittels dessen der Innenraum
des Vorlagebehälters in zwei schneedicht voneinander getrennte Teilräume unterteilt
wird, von denen der untere dem Dosierabschnitt 10 entspricht.
[0039] Bei der in Fig. 6 gezeigte Vorrichtung 34, bei der im übrigen gleich wirkende Bauteile
mit den gleichen Bezugszeichen wie bei den zuvor beschriebenen Vorrichtungen 1, 20
bezeichnet sind, weist ein Vorlagebehälter 35 eine Ausgabeöffnung 36 auf, deren Höhe
verstellbar ist. Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 wird dies dadurch realisiert,
dass ein Wandabschnitt 37 des Vorlagebehälters 35 - wie durch den Pfeil 38 angedeutet
- nach oben und unten verschoben werden kann, wodurch die vertikale Beabstandung des
Wandabschnitts 37 vom Boden 6 des Vorlagebehälters 35 - und somit die Ausgabeöffnung
36 - verändert wird. Oberhalb des Schiebeelements 8 sind mehrere, im Ausführungsbeispiel
drei, Trennböden 39 ,40, 41 vorgesehen. Bei den Trennböden 39, 40, 41 handelt es sich
um Flächenelemente aus Kunststoff oder Metall, beispielsweise Bleche, die dem Innenquerschnitt
des Vorlagebehälters 35 angepasst sind und die unabhängig voneinander aus einer Position
(Öffnungsposition), in der sie sich außerhalb des Innenraums des Vorlagebehälters
35 befinden (In Fig. 6 bei den Trennböden 39, 41 gezeigt), horizontal in eine Position
(Schließposition) verschoben oder verschwenkt werden können, in der sie den Innenraum
des Vorlagebehälters 35 in zwei schneedicht voneinander separierte Teilvolumina 42,
43 aufteilen, von denen das untere Teilvolumen 43 dem Dosierabschnitt entspricht (In
Fig. 6 beim Trennboden 40 gezeigt).
[0040] Durch die Auswahl eines Trennbodens 39, 40, 41 kann die Menge des von der Vorrichtung
34 dosierten Kohlendioxidschnees 15 variiert werden. Dabei wird durch Bewegung des
ausgewählten Trennbodens (im Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist dies Trennboden 40)
in seine Schließposition der Innenraum des Vorlagebehälters 35 abgeteilt und der Kohlendioxidschnee
15 unterhalb des ausgewählten Trennbodens 40 vom Kohlendioxidschnee 15 oberhalb getrennt.
Sodann wird die Ausgabeöffnung 37 auf die Höhe des ausgewählten Trennbodens 40 eingestellt.
Zur Betätigung des Schiebeelements 8 wird anschließend der gesamte, sich unterhalb
des ausgewählten Trennbodens 40 befindliche Schnee ausgeworfen. Anstelle von Trennböden
29, 40, 41 können im Übrigen auch Schneidwerkzeuge 31 entsprechend der in Fig. 5a,
5b gezeigten Ausführungsform zum Einsatz kommen, um die auszuwerfende Schneemenge
vom übrigen Kohlendioxidschnee 15 im Vorlagebehälter 2 abzuteilen.
[0041] Die in Fig. 7 gezeigte Vorrichtung 44 ermöglicht eine stufenlose Einstellung der
Dosiermenge an abzugebendem Kohlendioxidschnee. Auch hier sind gleich wirkende Bestandteile
mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet wie in den zuvor beschriebenen Vorrichtungen
1, 20 und 34. Die Vorrichtung 44 weist einen Vorlagebehälter 45 auf, der in zwei Abschnitte
46, 67 unterteilt ist, die teleskopartig gegeneinander verschoben werden können, wie
durch den Pfeil 48 angedeutet. Im unteren Abschnitt 26 ist ein Schiebeelement 8, im
oberen Abschnitt 47 ein mit einem Antrieb 49 ausgerüsteter Trennboden 50 angeordnet.
Das Schiebeelement 8 und der Trennboden 50 sind bei der Vorrichtung 44 in gleicher
Weise wie bei der Vorrichtung 34 aufgebaut. Zur Variation der abzugebenden Menge an
Kohlendioxidschnee 15 wird der untere Abschnitt 46 gegenüber dem oberen Abschnitt
47 so weit verschoben, bis der als Volumen zwischen dem Boden 6 und dem Trennboden
50 definierte Dosierabschnitt 10 ausreicht, um die gewünschte Dosiermenge an Kohlendioxid
15 aufzunehmen. Im Betrieb der Vorrichtung 44 sind das Schiebeelement 8 und der Trennboden
50 zunächst außerhalb des Innenraums des Vorlagebehälters 45 angeordnet. Dem Vorlagebehälter
45 wird kontinuierlich schneeförmiges Kohlendioxid zugeführt, beispielsweise durch
Entspannen von flüssigem Kohlendioxid an einer Entspannungsdüse am Ausgang der Zuleitung
3. Dabei füllt sich der Dosierabschnitt 10 mit Kohlendioxidschnee 15. Durch Verschieben
des Trennbodens 50 in seine in Fig. 7 gezeigte Schließposition wird der sich innerhalb
des Dosierabschnitts 10 befindliche Kohlendioxidschnee 15 von dem sich im Vorlagebehälter
45 oberhalb des Schiebebodens 50 befindlichen Kohlendioxidschnee 15 abgetrennt. Durch
Betätigung des Schiebeelements 50 wird anschließend der im Dosierabschnitt 10 angesammelte
Kohlendioxidschnee 15 aus dem Vorlagebehälter 45 hinausgeschoben, wie durch den Pfeil
52 angedeutet, und fällt beispielsweise auf ein darunter befindliches, hier nicht
gezeigtes Produkt.
[0042] Die Verschiebung der beiden Abschnitte 46, 47 des in Fig. 7 gezeigten Vorlagebehälters
45 gegeneinander kann manuell oder mittels einer hier nicht gezeigten Antriebseinheit
erfolgen. Optional ermöglicht ein hier nicht gezeigter Deckel das Verschließen und
Freigeben der Ausgabeöffnung 7 während des Betriebs der Vorrichtung 44.
[0043] Die Erfindung ermöglicht eine im Vergleich zu entsprechenden Vorrichtungen aus dem
Stande der Technik genaue Dosierung einer Kohlendioxidmenge und besitzt eine geringe
Störanfälligkeit aufgrund von Schneeanbackungen oder sich bildender Wassereiskörper.
Zudem wird das zugleich mit dem Kohlendioxidschnee erzeugte Kohlendioxidgas unmittelbar
nach seiner Entstehung abgeführt, ohne sich beispielsweise mit der Atmosphäre im Kühltunnel
zu vermischen. Es ist somit von hoher Reinheit und kann problemlos aufgefangen und
anschließend weiter- oder wiederverwendet werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
ermöglicht darüber hinaus auch eine genaue Dosierung von Kohlendioxidschnee für die
indirekte Kühlung von Produkten in einem mit einem Kältemittelfach für Kohlendioxidschnee
ausgerüsteten Transportbehälter.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1.
- Vorrichtung
- 2.
- Vorlagebehälter
- 3.
- Zuleitung
- 4.
- Ausgabeeinheit
- 5.
- Gasabzugsleitung
- 6.
- Boden
- 7.
- Ausgabeöffnung
- 8.
- Schiebeelement
- 9.
- Antriebseinheit
- 10.
- Dosierabschnitt
- 11.
- Kühltunnel
- 12.
- Produkt
- 13.
- Transportband
- 14.
- Sensoreinrichtung
- 15.
- Kohlendioxidschnee
- 16.
- Pfeil
- 17.
- Pfeil
- 18.
- Pfeil
- 19.
- Formkörper
- 20.
- Vorderabschnitt
- 21.
- Pfeil
- 22.
- Vorderabschnitt
- 23.
- -
- 24.
- Vorrichtung
- 25.
- Schiebeelement
- 26.
- Schiebeelement
- 27.
- -
- 28.
- Vorderfläche
- 29.
- Vorderfläche
- 30.
- Vorrichtung
- 31.
- Schneidwerkzeug
- 32.
- Horizontale Ebene
- 33.
- Pfeil
- 34.
- Vorrichtung
- 35.
- Vorlagebehälter
- 36.
- Ausgabeöffnung
- 37.
- Wandabschnitt
- 38.
- Pfeil
- 39.
- Trennboden
- 40.
- Trennboden
- 41.
- Trennboden
- 42.
- Teilvolumen
- 43.
- Teilvolumen
- 44.
- Vorrichtung
- 45.
- Vorlagebehälter
- 46.
- Abschnitt
- 47.
- Abschnitt
- 48.
- Pfeil
- 49.
- Antriebseinheit
- 50.
- Trennboden
- 51.
- Pfeil
1. Vorrichtung zum Dosieren von Kohlendioxidschnee, mit einem Vorlagebehälter (2, 35,
45), in den eine Zuleitung (3) für flüssiges oder schneeförmiges Kohlendioxid sowie
eine Gasabzugsleitung (5) zum Abführen von Kohlendioxidgas einmündet und der mit einer
Ausgabeeinheit (4) zum dosierten Abgeben von Kohlendioxidschnee (15) ausgerüstet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausgabeeinheit (4) eine im Bereich eines Dosierabschnitts (10) des Vorlagebehälters
(2, 35, 45) seitlich angeordnete Ausgabeöffnung (7) und ein mit der Ausgabeöffnung
(7) zusammenwirkendes, horizontal bewegliches Schiebeelement (8, 25, 26) zum Hinausschieben
von im Dosierabschnitt (10) befindlichem Kohlendioxidschnee (15) durch die Ausgabeöffnung
(7) umfasst.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinheit (4) Mittel (39, 40, 41,50) zum Abteilen des Dosierabschnitts (10)
vom übrigen Teilvolumen (42) des Vorlagebehälters (2, 35, 45) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebeelement (8, 25, 26) und/oder die Mittel (39, 40, 41,50) zum Abteilen des
Dosierabschnitts (10) mit einer Antriebseinheit (9) ausgerüstet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (39, 40, 41,50) zum Abteilen des Dosierabschnitts (10) ein oberhalb des Schiebeelements
(8, 25, 26) angeordnetes, in das Innere des Vorlagebehälters (2) horizontal bewegbares
Schneidwerkzeug (31, 38, 39, 40, 50) umfassen, das unabhängig vom Schiebeelement (8,
25, 26) betätigbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Abteilen des Dosierabschnitts (10) wenigstens einen oberhalb des Schiebeelements
(8, 25, 26) angeordneten, in den Innenraum des Vorlagebehälters (2, 35, 45) horizontal
bewegbaren Trennboden (38, 39, 40, 50) umfassen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikale Erstreckung der Ausgabeöffnung (7) variabel ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinheit (4) mehrere übereinander angeordnete Schiebeelemente (25, 26)
aufweist, die unabhängig voneinander bewegbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorlagebehälter (45) zwei teleskopartig gegeneinander verschiebbare Abschnitte
(46, 47) umfasst, wobei in einem unteren Abschnitt (46) ein Schiebeelement (8) und
in einem oberen Abschnitt (47) ein Mittel (39, 40, 41,50) zum Abteilen des Dosierabschnitts
(10) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeöffnung (7) und/oder der Dosierabschnitt (10) und/oder das Schiebeelement
(8, 25, 26) der Form der zu behandelnden Produkte (12) angepasst ist/sind.
10. Einrichtung zum Kühlen von Produkten, mit einem Kühltunnel (11), einer Transporteinrichtung
(13) zum Transportieren einer Abfolge von Produkten (12) durch den Kühltunnel (11)
und mit einer innerhalb des Kühltunnels (11) angeordneten Einrichtung zum Beaufschlagen
der Oberflächen der Produkte (12) mit Kohlendioxidschnee, dadurch gekennzeichnet, dass als Einrichtung zum Beaufschlagen der Oberfläche der Produkte mit Kohlendioxidschnee
eine Vorrichtung (1, 24, 30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist.
11. Verwendung einer Vorrichtung oder Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
zum Abkühlen oder kalt halten von Oberflächen von Produkten (12), insbesondere Oberflächen
von Lebensmittelprodukten.