[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kühlung von warmen Partikelschüttungen,
insbesondere von Gießereiformsand.
[0002] Benutzter Gießereiformsand kann wieder verwendet werden, wenn der Gießereiformsand
aufbereitet wird. Dazu ist es notwendig den gebrauchten Sand abzukühlen.
[0003] Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus der
DE 1 508 698 bekannt. Die dort beschriebene Vorrichtung besteht aus einem Mischbehälter und zwei
vertikal angeordneten Antriebswellen für ein Mischwerkzeug. Der zu kühlende Gießereiformsand
wird auf einer Seite in den Mischbehälter eingebracht und auf der anderen Seite entnommen.
Während der zu kühlende Gießereisand die Vorrichtung durchläuft, wird der Gießereisand
mit Hilfe der Mischwerkzeuge durchmischt. Zusätzlich weist der Mischbehälter unmittelbar
am Behälterboden in der Behälterwand eine Öffnung zur Zuführung von Luft auf.
[0004] Mit dieser Vorrichtung wird versucht, eine luftdurchströmte, mit Wasser bedüste mechanisch
unterstützte Wirbelschicht zu erzeugen, um den durch den vorangehenden Gussvorgang
auf bis zu 150° C erhitzten Gießereisand auf die Gebrauchstemperatur von ca. 45° C
durch Verdunstungskühlung abzukühlen.
[0005] Der Mischbehälter ist in einen Maschinenrahmen integriert. Der Mischbehälter selbst
weist zwei sich gegenseitig durchdringende polygonale Abschnitte auf. Im Zentrum jedes
der beiden Abschnitte ist ein entsprechendes drehbares Mischwerkzeug angeordnet. Die
an der Welle angebrachten Mischflügel weisen typischerweise plattenförmige Schaufeln
auf, die an vertikal angeordneten Haltern von sich radial erstreckenden rotierenden
Tragarmen bewegt werden. Die plattenförmigen Schaufeln erzielen lediglich auf einer
im Wesentlichen lokal um die Schaufel herum begrenzten Kreisringbahn mit geringer
Ausdehnung eine Wirkung. Bei der in der
DE 1 508 698 beschriebenen Vorrichtung durchdringen sich die beiden Abschnitte, sodass bei der
Ansteuerung der beiden Mischwerkzeuge darauf geachtet werden muss, dass diese nicht
miteinander kollidieren, was eine abgestimmte Bewegungssteuerung notwendig macht.
[0006] Insbesondere dann, wenn mit der Vorrichtung sehr große Mengen an Gießereiformsand
abgekühlt werden sollen und daher der Behälterdurchmesser entsprechend groß ausgebildet
wird, gelingt mit den bekannten Vorrichtungen nur eine ungleichmäßige Abkühlung, was
die Qualität des weiterzuverwendenden Gießereiformsandes deutlich beschränkt. Eine
verbesserte Formsandqualität kann beispielsweise durch die Verwendung von Vakuummischern
erfolgen, die jedoch relativ teuer sind.
[0007] Bei den preisgünstigen Vorrichtungen, wie sie in der
DE 1 508 698 gezeigt sind, bläst die am Rand eingeleitete Kühlluft lediglich in unmittelbarer
Umgebung der Eintrittsöffnungen Strömungskanäle durch das Sandbett frei und entweicht
auf relativ kurzem Weg nach oben, ohne die eigentliche Aufgabe der gleichförmigen
Fluidisierung der Schüttung und Kühlung mit hohem Wirkungsgrad zu erfüllen. Das Zentrum
des Mischgutes in der Behältermitte wird von der Luft gar nicht erreicht, da dieses
nur auf einer äußeren kreisringförmigen Bahn in unmittelbarer Nähe der Lufteintrittsöffnungen
mit der aus- und aufströmenden Luft in Kontakt kommt. Aufgrund des wesentlich höheren
Strömungswiderstandes der Schüttung in radialer Richtung zur Mischwerkwelle hin, strömt
die Luft nach dem Austritt aus der schlitzförmigen Öffnung und dem geringsten Druckverlust
folgend vertikal nach oben. Im Zentrum des Mischbehälters wird durch die rotierenden
Schaufeln der Sand aufgrund der vorherrschenden geringen Umfangsgeschwindigkeit und
Geschwindigkeitsdifferenzen nur geringfügig vermischt und durch die nach außen weisende
Schaufelneigung langsam radial nach außen gedrückt, um diesen in die Kühlzone zu befördern.
[0008] Die Verweilzeit des Mischgutes weist in Folge der Geschwindigkeitsdifferenzen auch
große Unterschiede zwischen dem in der Behältermitte und am äußeren Umfang befindlichen
Materials auf. Im schlimmsten Fall durchwandert das Mischgut von der auf der Mittelachse
befindlichen Zugabeöffnung zur gegenüberliegenden Entleeröffnung im Bereich der Antriebswellen
den Kühler ohne wesentlichen Kontakt mit der zugeführten Kühlluft. Darüber hinaus
werden durch die lokal entstehenden vertikalen Strömungskanäle im Wandbereich sehr
hohe Austrittsgeschwindigkeiten aus dem Mischgutbett beobachtet, die aufgrund der
hohen Geschwindigkeit und Fluktuation der Strömung eine große Menge Feststoffpartikel
mitreißen.
[0009] Daher ist bereits in der
DE 199 25 720 beschrieben, die Kühlluft über eine in der Regel zentrisch angeordnete Öffnung im
Gehäusedeckel durch ein Absauggebläse abzuziehen und in einem dem Kühler nachgeschalteten,
in der Regel sehr voluminösen Gaszyklon zu reinigen. Dabei werden die im Gasstrom
mitgetragenen Sand- und Additivanteile weitestgehend im Zyklon abgeschieden und auf
den aus dem Kühler ausgetragenen Sand aufgegeben. Aufgrund der Wirkweise eines Gaszyklons
werden dort vorzugsweise die großen und schweren Sandpartikel abgeschieden, während
die in Schwebe befindlichen Feinanteile wie Bentonit und Kohlenstoff der Gasströmung
folgen und vollständig ausgetragen werden. Eine vollständige Abtrennung der Partikel
findet nicht statt. Aufgrund der nicht definierten Zusammensetzung der später in einem
Filter abgeschiedenen Feinanteile müssen diese Anteile entsorgt und durch Zugabe neuer
Additive ausgeglichen werden. Der aus dem Bodenaustrag des Zyklons abgezogene in der
Regel eher zu trockene Sand wird auf einem Förderband auf den gekühlten Sand aufgelegt.
Eine Vermischung dieser ausgetragenen Sandpartikel mit dem befeuchteten Sand findet
nicht mehr statt, was zu Problemen in den Formmaschinen führen kann, wenn keine weitere
Sandhomogenisierung und Befeuchtung mehr nachgeschaltet ist.
[0011] Ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik ist es daher Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine verbesserte Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, mit der eine gleichförmigere
Wirbelschicht möglichst über den gesamten Querschnitt des Mischbehälters erzielt wird,
wobei darüber hinaus der Anteil, der mit dem Gasstrom mitgerissenen Feststoffpartikel,
reduziert werden soll.
[0012] Erfindungsgemäß wird dies durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß
weist das Mischwerkzeug zumindest zwei in vertikaler Richtung voneinander beabstandete
Mischflügel auf und zumindest ein Mischflügel besitzt ein gegenüber der Horizontalen
geneigtes Mischerblatt, welches vorzugsweise in Drehrichtung des Mischwerkzeuges nach
unten geneigt ist. Die Drehrichtung wird dabei von der Antriebsvorrichtung des Mischwerkzeuges
vorgegeben. Daher ist die Antriebsvorrichtung des Mischwerkzeuges derart ausgelegt,
dass sie das Mischwerkzeug derart antreibt, dass die die Mischwerkzeuge in Drehrichtung
nach unten geneigt sind. In einer alternativen Ausführungsform kann die Antriebsvorrichtung
auch derart ausgebildet sein, dass bei Bedarf die Drehrichtung des Mischwerkzeuges
geändert werden kann.
[0013] Die Verwendung von in vertikaler Richtung zueinander versetzten Mischflügen führt
zu einer besseren Durchmischung des Mischgutes. Dabei erstrecken sich vorzugsweise
die Mischflügel in horizontaler Richtung von der Antriebswelle. Die Neigung des Mischerblattes
erfolgt derart, dass das Mischerblatt, welches in Drehrichtung des Mischwerkzeuges
nach unten geneigt ist, dazu führt, dass das Mischgut beim Mischen angehoben wird,
wodurch direkt hinter dem Mischerblatt innerhalb des Mischgutes ein Hohlraum gebildet
wird, in dem die zugeführte Luft über die gesamte Breite und Länge des Mischerblattes
im Mischgut verteilt werden kann. Daher erstreckt sich das Mischerblatt vorzugsweise
über zumindest den halben Radius des Kreises, den der äußere Abschnitt des Mischerblattes
beim Drehen beschreibt. In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass sich das Mischerblatt
von der Behälterwand bis zur Antriebswelle erstreckt.
[0014] Um die Durchmischung der Kühlluft mit dem Mischgut noch zu verbessern, erstreckt
sich das Mischerblatt in einer bevorzugten Ausführungsform im Wesentlichen bis zu
Behälterwand. Dabei beträgt der Abstand zwischen Mischerblatt und Behälterwand vorzugsweise
weniger als 100 mm und liegt am besten zwischen 20 und 60 mm. Durch diese Maßnahme
wird eine schichtweise Auflockerung entlang des Werkzeugprofils im Sandbett erreicht.
Es ist auch möglich, dass am Mischerblatt ein vorzugsweiser flexibler Aufsatz befestigt
ist, der radial über das Mischerblatt in Richtung der Behälterwand vorsteht und diese
berührt, so dass der Aufsatz im Betrieb über die Behälterwand schleift.
[0015] Weiterhin ist vorgesehen, dass die Behälterwand geneigt ist, sodass der Behälterquerschnitt
vom Behälterboden aus nach oben größer wird. Dabei weist jeder Mischflügel ein Mischerblatt
auf, wobei der Abstand zwischen Mischerblatt und Behälterwand bei beiden Mischerblättern
gleich ist. Aufgrund der geneigten Behälterwand und der Anordnung der beiden Mischerbehälter
in unterschiedlicher Höhe hat dies zur Folge, dass das weiter oben angeordnete Mischerblatt
sich radial weiter nach außen erstrecken muss. Das Mischerblatt ist strömungstechnisch
derart ausgebildet, dass das Mischgut nach oben angehoben wird, sodass sich auf der
strömungsabgewandten Seite des Mischerblattes ein Hohlraum ausbildet, der als Strömungskanal
für eintretende Luft dient. Im Idealfall kann die Luft nun über den Hohlraum zwischen
Antriebswelle und Behälterwand strömen und auf der von der Feststoffströmung abgewandten
Seite durch das hinter dem Mischwerkzeug wieder durch die Schwerkraft bedingte herabfallende
Mischgut aufsteigen, sodass das Mischgut bis hin zur Behältermitte durch aufströmende
Luft gleichförmig durchströmt wird. Durch diese Konstellation wird bei einer ausreichend
hohen Umfangsgeschwindigkeit der Werkzeuge ein lokales Aufströmen der Luft im Wesentlichen
nur im Bereich der Luftaustrittsöffnungen verhindert. Versuche haben gezeigt, dass
der Antrieb zum Drehen des Mischwerkzeuges vorzugsweise derart ausgestaltet ist, dass
das Mischerblatt eine Umfangsgeschwindigkeit an seinem radial äußeren Ende zwischen
2 und 75 m pro Sekunde und vorzugsweise zwischen 30 und 60 m pro Sekunde hat.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist zumindest ein Mischerblatt jedes
Mischwerkzeuges im Wesentlichen am Behälterboden angeordnet.
[0017] Durch eine geeignete Anzahl und Anordnung von Mischerblättern übereinander in Verbindung
mit der Wahl einer geeigneten Mischwerkzeugumfangsgeschwindigkeit kann eine mechanische
Unterstützung des Wirbelbetts derart erreicht werden, dass die Luft weitgehend homogen
über den gesamten Querschnitt verteilt durch das Sandbett strömt und der Sand gleichmäßig
gekühlt wird.
[0018] Durch die gute und gleichmäßige Verteilung der Luft über den gesamten Querschnitt
des Sandbettes werden auch die Strömungsgeschwindigkeiten an der Oberfläche der Schüttung
reduziert, sodass der Austrag von Partikeln mit dem Luftstrom deutlich vermindert
wird.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Mischbehälter mindestens zwei Mischabschnitte
auf, wobei in jedem Mischabschnitt jeweils ein um eine Antriebswelle drehbares Mischwerkzeug
vorgesehen ist, wobei vorzugsweise jedes Mischwerkzeug mindestens zwei Mischflügel
aufweist, die in vertikaler Richtung voneinander beabstandet sind.
[0020] Dabei kann die Umfangsgeschwindigkeit der Mischflügel und die Drehrichtung in den
einzelnen Mischabschnitten unterschiedlich sein.
[0021] Bei dieser Ausführungsform ist der Einlass für den abzukühlenden Gießereiformsand
in dem einen Abschnitt, während der entsprechende Auslass in dem anderen Abschnitt
ist, sodass der Gießereiformsand nacheinander beide Mischabschnitte durchlaufen muss.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist jedes Mischwerkzeug ein im Wesentlichen
am Behälterboden angeordnetes Mischerblatt auf, wobei die beiden Mischwerkzeuge so
weit voneinander beabstandet sind, dass sich die beiden am Behälterboden angeordneten
Mischerblätter in keiner Position der Mischwerkzeuge berühren. Die Kreisbahnen der
beiden am Behälterboden angeordneten Mischerblättern grenzen daher im engsten Fall
tangential aneinander.
[0022] Die vertikal höher angeordneten Mischerblätter unterschiedlicher Mischwerkzeuge sind
vorzugsweise in verschiedenen axialen Höhen angeordnet. Sie sind dabei so ausgeführt,
dass sich deren Kreisbahnen überschneiden. Durch die unterschiedliche Anordnung in
vertikaler Richtung wird vermieden, dass es zu einer Kollision kommen kann. Durch
die beschriebene Ausführung ist eine wandnahe Gestaltung aller Werkzeuge möglich.
Zudem können beide Mischwerkzeuge unabhängig voneinander mit verschiedenen Drehzahlen
angetrieben werden, ohne dass eine Kollision befürchtet werden muss. Damit kann den
Mischwerkzeugen in den einzelnen Mischbehälterabschnitten eine für die jeweilig überwiegende,
verfahrenstechnische Aufgabe optimale Drehzahl zugewiesen werden. So kann die Werkzeugdrehzahl
des materialeingangsseitigen Mischkammerabschnitts auf die effiziente Einmischung
des Wassers optimiert werden, während die Drehzahl des Werkzeuges in dem nachfolgenden
Mischkammerabschnitt auf die optimale Durchströmung des Sandbettes mit Kühlluft bei
gleichzeitig reduziertem Partikelaustrag abgestimmt sein kann, da hier durch die Feuchtigkeitsreduktion
die Klebrigkeit der Partikel bereits nachgelassen hat. Auch kann die Mischwerkzeuggeometrie
in den unterschiedlichen Ebenen und Mischkammerabschnitten unterschiedlich ausgeführt
sein, sodass eine entsprechende Optimierung im Hinblick auf die Durchströmung des
Sandbettes bei gleichzeitig minimiertem Feststoffaustrag aus dem Bett erreicht wird.
[0023] Beispielsweise kann die Luftzuführung Öffnungen in der Behälterwand aufweisen, durch
die Luft in das Behälterinnere geblasen werden kann. Dabei sind die Öffnungen vorzugsweise
in der gleichen vertikalen Höhe angeordnet, wie das sich im Wesentlichen zur Behälterwand
erstreckende Mischerblatt.
[0024] In einer alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Luftzuführung über
das Mischwerkzeug selbst, das beispielsweise eine Hohlwelle aufweist, zugeführt wird.
Beispielsweise kann das Mischerblatt auf seiner entgegengesetzt zur Drehrichtung ausgerichteten
Seite entsprechende Luftaustrittsöffnungen aufweisen. Selbstverständlich wäre auch
ein kombinierter Lufteintrag über Öffnungen in der Behälterwand und über Öffnungen
im Mischwerkzeug möglich.
[0025] Aufgrund der Konstruktion nimmt die Umfangsgeschwindigkeit des Mischerblattes mit
zunehmendem Abstand von der Antriebswelle zu mit der Folge, dass die Mischwirkung
in Richtung der Behälterwand zunimmt. Bei gleichbleibendem Querschnitt des Mischerblattes
wird daher die Mischintensität mit zunehmendem Wirkdurchmesser ebenfalls zunehmen,
da die Umfangsgeschwindigkeit mit steigendem Radius größer wird. Dieser physikalischen
Gesetzmäßigkeit kann durch geeignete Gestaltung der Querschnittsform der Blätter von
innen nach außen entgegengewirkt werden. Beispielsweise kann das Mischerblatt eine
sich in radialer Richtung zunehmende Breite aufweisen. Alternativ oder in Kombination
dazu, kann sich der Neigungswinkel des Mischerblattes zur Horizontalen in radialer
Richtung verkleinern.
[0026] Das Mischerblatt kann eben oder gekrümmt ausgeführt sein. Der Neigungswinkel gegenüber
der Horizontalen liegt vorzugsweise zwischen 15° und 60° und besonders bevorzugt zwischen
20° und 50°.
[0027] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Mischerblatt als abgewinkeltes
Profil ausgebildet, wobei der innere Winkel entgegengesetzt zur Drehrichtung des Mischerblattes
angeordnet ist und vorzugsweise zwischen 90° und 180° beträgt. Durch diese Maßnahme
kann ein größerer von der Feststoffströmung abgewandter Hohlraum ausgebildet werden,
sodass die von innen oder außen in den so gebildeten Kanal einströmende Luft bei gleichzeitig
reduziertem Druckverlust bis an das Ende des gebildeten Luftkanals vordringen kann.
[0028] Alternativ kann das Mischerblatt auch ein im Wesentlichen geschlossenes Polygonprofil,
wie zum Beispiel ein Rechteck- oder Dreieckprofil, sein, wobei auf der strömungsabgewandten
Seite entsprechende Luftaustrittsöffnungen angeordnet sind, sodass die Kühlluft über
das Profil in das Mischgut eingebracht werden kann.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform sind auf radial inneren Abschnitten des Mischblattes
zum Ausgleich der geringeren Umfangsgeschwindigkeit ein- bzw. beidseitig wirkende
pflugscharähnliche Aufsätze befestigt, um zum Einen das Anheben und Überströmen der
Mischung zu verstärken und zum Anderen eine verbesserte Mischwirkung zu erzielen.
In Kombination mit unterhalb der Pflugscharen angeordneten Luftaustrittsöffnungen
kann somit ein fallender Sandvorhang geschaffen werden, der aufgrund seiner größeren
Wärme- und Stoffaustauschfläche beim Kontakt mit der ausströmenden Luft eine höhere
Kühlleistung erzielt.
[0030] Insbesondere bei feinen Sandqualitäten kann es von Vorteil sein, wenn das Mischerblatt
des obersten Mischflügels entgegengesetzt geneigt ist, sodass das Mischgut nach unten
geleitet wird, um eine übermäßige Aufwirbelung und damit einhergehend einen übermäßigen
Austrag aus der Kühleinrichtung mit dem Abgasstrom entgegenzuwirken.
[0031] Der Abstand zwischen den im Mischbehälter angeordneten Lufteintrittsöffnungen und
des radial äußeren Endes des Mischerblattes sollte möglichst gering sein, um zu vermeiden,
dass ein zu großer Anteil der Kühlluft bereits vor Erreichen des Mischerblattes nach
oben entweicht.
[0032] Versuche haben gezeigt, dass die mittlere Strömungsgeschwindigkeit der Kühlluft im
Austrittsbereich der Lufteintrittsöffnungen zwischen 15 und 35 m/s und besonders bevorzugt
zwischen 20 und 30 m/s betragen sollte. Auch wenn grundsätzlich der Neigungswinkel
der Behälterwand jeden beliebigen Wert zwischen 0 und 45° einnehmen kann, beträgt
die Neigung vorzugsweise zwischen 15 und 35° und besonders bevorzugt zwischen 20 und
30° gegenüber der Vertikalen.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform befinden sich an den radial äußeren Enden der Mischerblätter
feste, alternativ auch federbelastete, in radialer Richtung bewegliche Verlängerungen
aus beispielsweise Kunststoff, die schleifend die Behälterwand berühren und somit
einen direkten Kontakt zwischen der Luftaustrittsöffnung und der der Feststoffströmung
abgewandten Seite des Mischflügels herstellen.
[0034] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind sogar mehr als zwei, nämlich drei
oder noch mehr Mischkammerabschnitte hintereinander angeordnet, die vom Mischgut nacheinander
durchströmt werden. Bei solch einer Ausführungsform wird in der ersten eingangsseitigen
Kammer im Wesentlichen das Einmischen und die homogene Verteilung des Wassers vorgenommen,
während erst in der zweiten Kammer die intensive Belüftung des Sandbettes und dadurch
die Verdunstungskühlung erreicht wird. In der dritten bzw. jeder weiteren nachfolgenden
Kammer kann die Qualität des gekühlten Sands durch Zugabe von beispielsweise Wasser
oder anderen Zuschlagsstoffen, nachkorrigiert werden. Beispielsweise sollte der Gießereiformsand
dann beim Verlassen der Vorrichtung eine Restfeuchte zwischen 3,0 und 3,5 % besitzen,
um den den Sand umhüllenden Bentonit, der die bildenden Eigenschaften des Formsandes
bewirkt, wieder zu aktivieren und um eine direkte Nutzung in der Formmaschine zu ermöglichen.
In diesem Fall kann es von Vorteil sein, wenn das Mischwerkzeug im dritten Mischkammerabschnitt,
d.h. dem Abschnitt, der als letztes vom Mischgut durchströmt wird, Mischerblätter
aufweist, die in Drehrichtung nach oben geneigt sind, wodurch sichergestellt wird,
dass es im letzten Mischkammerabschnitt zu einer scherenden Beanspruchung des Mischgutes
kommt. In der Regel ist es im letzten Mischkammerabschnitt auch nicht notwendig, dass
Luft zugeführt wird, so dass in diesem Abschnitt auf entsprechende Öffnungen verzichtet
werden kann. Auch kann es für manche Anwendungsfälle von Vorteil sein, wenn im dritten
Mischkammerabschnitt das Mischkammerwerkzeug mit gegenüber dem Mischkammerwerkzeug
des zweiten Mischkammerabschnittes gegenläufiger Drehrichtung ausgeführt ist.
[0035] Wie bereits erwähnt, wird die lokale Durchströmungsgeschwindigkeit durch die erfindungsgemäßen
Maßnahmen deutlich reduziert, was zur Folge hat, dass weniger Feststoffpartikel durch
die Luftströmung mitgerissen und ausgetragen werden.
[0036] Dennoch kann es in einer besonders bevorzugten Ausführungsform von Vorteil sein,
wenn die aufsteigende Gasströmung noch im Gehäuse möglichst weitestgehend von den
mitgerissenen Feststoffpartikeln befreit wird. Daher ist in einer bevorzugten Ausführungsform
vorgesehen, dass ein Feststoffabscheider oberhalb des Mischwerkzeuges angeordnet ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Abscheidung der Feststoffpartikel
in einer Wirbelströmung, zum Beispiel in einer von einem Rotor erzeugten Drehströmung.
Die erzwungene Drehströmung erzeugt dabei ein entsprechendes Zentrifugalfeld, das
durch die Wahl der Rotationsgeschwindigkeit des Rotors in seiner Stärke eingestellt
werden kann. Damit besteht die Möglichkeit, die Abscheideleistung und die Trennkorngröße
einzustellen. Somit können beispielsweise, wenn die Rotationsgeschwindigkeit ausreichend
erhöht wird, auch die in der Gasströmung enthaltenen, besonders feinen Additivanteile
nahezu vollständig rückgeführt werden.
[0037] Durch die erfindungsgemäße Lösung wird eine sehr kompakte Bauform des Kühlers erreicht,
wobei zugleich nahezu alle Feststoffpartikel im Mischer zurückbehalten werden.
[0038] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
werden deutlich anhand der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der
Erfindung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Schnittansicht einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform einer Kühlungsvorrichtung,
- Figur 2
- eine Schnittansicht einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform,
- Figur 3
- eine Detailansicht eines Mischers mit mehreren unterschiedlichen Mischerblättern,
- Figuren 4 bis 8
- Querschnittsansichten verschiedener Mischerblätter.
[0039] In Figur 1 ist eine erste erfindungsgemäße Vorrichtung im Schnitt gezeigt. Die Vorrichtung
1 zur Aufbereitung und Kühlung von Gießereiformsand weist einen Mischbehälter 2 auf,
welcher in einem Gehäuse 3 angeordnet ist. Der Mischbehälter 2 weist zwei Mischabschnitte
auf, in deren Zentrum jeweils eine Antriebswelle 4 angeordnet ist, die wiederum jeweils
eine Mehrzahl von Mischflügeln mit entsprechenden Mischerblättern aufweisen. Die Vorrichtung
1 weist einen Einlass 5 und einen Auslass 5' auf, über den heißer Gießereiformsand
beispielsweise mittels eines Förderbandes 6 in den Mischbehälter 2 eingebracht bzw.
der aufbereitete Sand aus dem Mischbehälter 2 wieder ausgetragen werden kann. In der
geneigten Behälterwand 2 sind eine Reihe von Kühlluftöffnungen 7 eingebracht, über
die Kühlluft in den Mischbehälter 2 eingebracht werden kann. Die beiden Antriebswellen
4 weisen bodennah jeweils sich in entgegengesetzte Richtungen erstreckende Mischflügel
auf, an denen jeweils ein Mischerblatt 8 montiert ist. Die beiden Antriebswellen 4
sind derart voneinander beabstandet angeordnet, dass in keiner Drehposition die Mischerblätter
8, die bodennah angeordnet sind, miteinander kollidieren können. In vertikaler Richtung
beabstandet zu den bodennahen Mischflügeln sind weitere Paare von Mischflügeln angeordnet,
die ebenfalls jeweils mit entsprechenden Mischerblättern ausgestattet sind. In der
gezeigten Ausführungsform sind alle Mischerblätter nach unten geneigt, sodass, wenn
die Antriebswelle in die vorgesehene Richtung gedreht wird, der sich im Mischbehälter
2 befindliche Gießereiformsand angehoben wird und über die geneigte Mischerblattfläche
strömt. Die Mischerblätter der zweiten und dritten Ebene sind in einer Höhe angeordnet,
die der vertikalen Höhe der Lufteinlassöffnungen 7 in der Behälterwand 2 entspricht.
Darüber hinaus sind die Mischerblätter der Ebenen 2 und 3 so angeordnet, dass sie
nahezu bis zu den Lufteintrittsöffnungen 7 reichen. Die beiden Antriebswellen 4 werden
mit Hilfe der Antriebsmotoren 9 angetrieben. Im Deckel des Gehäuses 3 ist ein Feststoffabscheider
11 angeordnet, der aus einem mit Lamellen versehenen Rad besteht, welches mit Hilfe
des Antriebsmotors 10 gedreht werden kann. Die Absaugung der über die Lufteintrittsöffnungen
7 zugeführten Kühlluft erfolgt dann über die Zwischenräume zwischen den Lamellen des
Feststoffabscheiders 11. Durch das angetriebene Rad des Feststoffabscheiders 11 wird
eine Wirbelströmung erzeugt, in der die in der abzusaugenden Luft enthaltenen Festkörperanteile
abgeschieden werden und zurück in den Mischbehälter fallen.
[0040] In Figur 2 ist eine schematische Schnittansicht einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung gezeigt. Dabei wurden die gleichen Bezugszahlen für gleiche Elemente
verwendet. Bei der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform erfolgt die Zuführung der
Kühlluft einmal über eine als Hohlwelle ausgebildete Antriebswelle 4, in der mittels
der Zuführung 12 Luft in den Kanal 15 und über den Kanal in entsprechende Öffnungen
innerhalb der Mischerblätter 8, 8', 8" und 8''' in das Mischgut strömen. Zusätzlich
oder alternativ dazu kann über die Luftzuführung 13 Luft in das Gehäuse und über die
Lufteintrittsöffnungen 7 in das Mischgut gebracht werden. Man erkennt bei dieser Ausführungsform
deutlich, dass die Mischblätter der oberen Ebenen eine längere radiale Ausdehnung
haben als die Mischblätter der unteren Ebene.
[0041] Die Mischerblätter 8, 8', 8" und 8''' erstrecken sich im Wesentlichen bis zur Behälterwand.
Um Beschädigungen der Mischerblätter zu vermeiden, muss jedoch ein kleiner Spalt verbleiben.
Beispielhaft ist daher bei einem Mischerblatt dargestellt, dass die Mischerblätter
eine Verlängerung 14 aus Kunststoff aufweisen können, die zudem mit Hilfe von Federn
an die Behälterwand gepresst werden kann, um den Anteil der Kühlluftzuführung zu vermindern,
der direkt vertikal nach oben strömt.
[0042] In Figur 3 sind beispielhaft verschiedene Ausführungsformen von Mischerblättern gezeigt.
Grundsätzlich könnte, wie in der mit der Bezugszahl 17 versehenen Ausführungsform
gezeigt, das Mischerblatt sich gleichmäßig von der Antriebswelle zur Behälterwand
erstrecken. Selbstverständlich wären jedoch auch gekrümmte Formen, wie bei der mit
der Bezugszahl 15 bezeichneten Ausführungsform, oder sich fächerartig erweiternde
Formen, wie bei der mit der Bezugszahl 16 versehenen Ausführungsform, möglich.
[0043] Bei der mit der Bezugszahl 18 versehenen Ausführungsform sind an den Mischerflügeln
pflugscharähnliche Aufsätze 19 vorgesehen.
[0044] Figur 4 zeigt eine Querschnittsansicht durch ein Mischerblatt 20, welches hier aus
einer einzelnen geneigten Fläche besteht. Hinter dem Mischerblatt bildet sich bei
Bewegung des Mischerblattes 20 eine im Wesentlichen vom Mischgut freigehaltene Zone
aus, in die die durch die Luftzuführungsöffnungen 7 in den Mischbehälter eingebracht
Kühlluft entlang der Mischerblätter radial nach innen strömen kann. Die Kontur der
Luftaustrittsöffnung 7 wird dabei idealerweise so gewählt, das in Kombination mit
der Geometrie des Mischerblattes eine möglichst gleichförmige und langanhaltende Lufteinströmung
in die vom Mischgut freigehaltene Zone hinter dem Mischerblatt erfolgen kann.
[0045] In Figur 5 ist eine Querschnittsansicht einer zweiten Ausführungsform eines Mischerblattes
21 gezeigt. Hier besteht das Mischerblatt aus einer geneigten Fläche und einer hierzu
abgewinkelten, im Wesentlichen horizontal verlaufenden Fläche.
[0046] In Figur 6 ist ein Querschnitt durch eine dritte Ausführungsform eines Mischerblattes
2 gezeigt. Auch hier ist eine geneigte Fläche vorgesehen, an die sich in einer Richtung
ein im Wesentlichen vertikal verlaufender Abschnitt und in der anderen Richtung ein
entgegengesetzt geneigter Abschnitt anschließt.
[0047] In Figur 7 ist ein Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform eines Mischerblattes
23 gezeigt. Das Mischerblatt 23 weist erneut eine geneigte Fläche auf. Es ist hier
an einem im Wesentlichen rohrförmigen Element montiert, durch das ebenfalls Kühlluft
in den Mischbehälter eingebracht werden kann.
[0048] In Figur 8 ist beispielhaft eine Ausführungsform gezeigt, bei der an der Antriebswelle
in drei unterschiedlichen Ebenen unterschiedliche Mischerblätter 24 bis 26 montiert
sind. Das in der untersten Ebene angeordnete Mischerblatt hat eine nach unten geneigte
Blattfläche und einen im Wesentlichen senkrecht dazu verlaufenden Abschnitt. In der
mittleren Ebene wird ein Mischerblatt 25 mit einem Querschnitt verwendet, das eine
Art Hohlraum bildet, durch den Kühlluft von der Antriebswelle radial nach außen transportiert
werden kann. In der obersten Ebene wird ein Mischerblatt 26 verwendet, das nach oben
geneigt ist, um ein zu starkes Aufwirbeln des Mischgutes zu verhindern. Selbstredend
sind weitere Geometrien für die Ausgestaltung des Mischerblattes möglich.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Mischerblatt
- 3
- Gehäuse
- 4
- Antriebswelle
- 5, 5'
- Einlass, Auslass
- 6
- Förderband
- 7
- Lufteintrittsöffnungen
- 8, 8', 8"
- Mischerblätter
- 9
- Antriebsmotoren
- 10
- Antriebsmotor
- 11
- Feststoffabscheider
- 12
- Zuführung
- 13
- Luftzuführung
- 14
- Verlängerung
- 15-18
- Mischerblätter
- 19
- Aufsätze
- 20-26
- Mischerblätter
1. Vorrichtung zur Aufbereitung und Kühlung von Gießereiformsand mit einem Mischbehälter
(2) und einem um eine Antriebswelle drehbaren Mischwerkzeug, wobei eine Luftzuführung
für das Zuführen von Luft in das Behälterinnere vorgesehen ist, wobei das Mischwerkzeug
zumindest zwei in vertikaler Richtung voneinander beabstandete Mischflügel aufweist
und mindestens ein Mischflügel ein Mischerblatt (8) mit einer gegenüber der Horizontalen
geneigten Fläche aufweist, wobei die Behälterwand geneigt ist, so dass der Behälterquerschnitt
vom Behälterboden aus nach oben größer wird, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Mischflügel ein Mischerblatt (8) aufweist, wobei der Abstand zwischen Mischerblatt
(8) und Behälterwand bei allen Mischerblättern annähernd gleich ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche des Mischerblattes (8)in Drehrichtung des Mischwerkzeuges nach unten geneigt
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischwerkzeug mindestens zwei vertikal beabstandete Mischflügel mit Mischerblättern
(8) aufweist, wobei ein Mischerblatt (8), vorzugsweise das oberste Mischerblatt (8),
eine in Drehrichtung des Mischwerkzeuges nach oben geneigte Fläche aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Mischerblatt (8) im Wesentlichen bis zur Behälterwand erstreckt, wobei vorzugsweise
entweder der Abstand zwischen Mischerblatt (8) und Behälterwand kleiner als 100 mm
ist und am besten zwischen 20 und 60 mm beträgt oder ein dem Mischerblatt zugeordneter
Aufsatz vorgesehen ist, der in Richtung der Behälterwand über das Mischerblatt vorsteht
und die Behälterwand berührt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb zum Drehen des Mischwerkzeuges vorgesehen ist, wobei der Antrieb derart
ausgestaltet ist, dass das Mischerblatt (8) eine Umfangsgeschwindigkeit an seinem
radial äußeren Ende zwischen 2 und 75 m/s und vorzugsweise zwischen 30 und 60 m/s
hat.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischerblatt (8) im Wesentlichen am Behälterboden angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis6, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischbehälter mindestens zwei und vorzugsweise drei Mischabschnitte aufweist,
wobei in jedem Mischabschnitt jeweils ein um eine Antriebswelle drehbares Mischwerkzeug
vorgesehen ist, wobei vorzugsweise jedes Mischwerkzeug mindestens zwei Mischflügel
aufweist, die in vertikaler Richtung voneinander beabstandet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebsvorrichtung vorgesehen ist, mit welcher jedes Mischwerkzeug mit einer
unabhängig voneinander einstellbaren Umfangsgeschwindigkeit an den Mischflügeln angetrieben
werden kann, wobei vorzugsweise die Antriebsvorrichtung derart ausgebildet ist, dass
zumindest zwei Mischwerkzeuge mit zueinander gegenläufiger Drehrichtung angetrieben
werden können.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Mischwerkzeug ein im Wesentlichen am Behälterboden angeordnetes Mischerblatt
(8) hat, wobei die beiden Mischwerkzeuge so weit voneinander beabstandet sind, dass
sich die beiden am Behälterboden angeordneten Mischerblätter (8) in keiner Position
der Mischwerkzeuge berühren, und/oder dass jedes Mischwerkzeug einen Mischflügel mit
einem nicht am Behälterboden angeordneten Mischerblatt (8) aufweist, wobei die nicht
am Behälterboden angeordneten Mischerblätter (8) in verschiedenen axialen Höhen angeordnet
sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Mischflügel des einen Mischwerkzeugs eine Kreisbahn beschreibt, die
in einer Projektion auf eine parallele Ebene sich mit einer Projektion einer von zumindest
einem Mischflügel des anderen Mischwerkzeuges beschriebenen Kreisbahn auf dieselbe
parallele Ebene schneidet.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzuführung Öffnungen (7) in der Behälterwand aufweist, durch die Luft in das
Behälterinnere geblasen werden kann, wobei die Öffnungen (7) vorzugsweise in der gleichen
vertikalen Höhe angeordnet sind, wie das sich im Wesentlichen zur Behälterwand erstreckende
Mischerblatt (8), und/oder dass die Luftzuführung über das eine Hohlwelle aufweisende
Mischwerkzeug erfolgt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischerblatt (8) eine sich in radialer Richtung erweiternde Breite aufweist,
und/oder dass das Mischerblatt (8) als abgewinkeltes Profil ausgebildet ist, wobei
der innere Winkel entgegengesetzt zur Drehrichtung des Mischerblattes (8) ausgebildet
ist und vorzugsweise zwischen 90° und 180° beträgt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischerblatt (8) auf seiner entgegengesetzt zur Drehrichtung ausgerichteten Seite
Luftaustrittsöffnungen aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Feststoffabscheider (11) oberhalb des Mischwerkzeuges angeordnet ist, wobei vorzugsweise
der Feststoffabscheider (11) derart ausgebildet ist, dass er mit Hilfe eines Rotors
eine Drehströmung erzeugt.
1. Apparatus for treating and cooling foundry moulding sand, comprising a mixing container
(2) and a mixing tool rotatable about a drive shaft, wherein there is provided an
air feed for the feed of air into the container interior, wherein the mixing tool
has at least two mixing vanes spaced from each other in the vertical direction and
at least one mixing vane has a mixer blade (8) with a surface which is inclined relative
to the horizontal, wherein the container wall is inclined so that the container cross-section
becomes larger in an upward direction from the container bottom, characterised in that each mixing vane has a mixer blade (8), wherein the spacing between mixer blade and
container wall is approximately the same for all mixer blades.
2. Apparatus according to claim 1 characterised in that the surface of the mixer blade (8) is inclined downwardly in the direction of rotation
of the mixing tool.
3. Apparatus according to claim 1 or 2 characterised in that the mixing tool has at least two vertically spaced mixing vanes with mixer blades
(8), wherein a mixer blade (8), preferably the uppermost mixer blade (8), has a surface
inclined upwardly in the direction of rotation of the mixing tool.
4. Apparatus according to one of claims 1 to 3 characterised in that the mixer blade (8) extends substantially to the container wall, wherein preferably
either the spacing between mixer blade (8) and container wall is less than 100 mm
and at best is between 20 and 60 mm or there is provided an attachment which is associated
with the mixer blade and which projects in the direction of the container wall beyond
the mixer blade and contacts the container wall.
5. Apparatus according to one of claims 1 to 4 characterised in that there is provided a drive for rotating the mixing tool, wherein the drive is so designed
that the mixer blade (8) has a peripheral speed at its radially outer end of between
2 and 75 m/s and preferably between 30 and 60 m/s.
6. Apparatus according to one of claims 1 to 5 characterised in that the mixer blade (8) is arranged substantially at the container bottom.
7. Apparatus according to one of claims 1 to 6 characterised in that the mixing container has at least two and preferably three mixing portions, wherein
provided in each mixing portion is a respective mixing tool rotatable about a drive
shaft, wherein preferably each mixing tool has at least two mixing vanes spaced from
each other in the vertical direction.
8. Apparatus according to claim 7 characterised in that there is provided a drive device with which each mixing tool can be driven with a
peripheral speed which is adjustable independently of each other at the mixing vanes,
wherein preferably the drive device is so designed that at least two mixing tools
can be driven in mutually opposite directions of rotation.
9. Apparatus according to claim 7 or claim 8 characterised in that each mixing tool has a mixer blade (8) arranged substantially at the container bottom,
wherein the two mixing tools are spaced from each other so far that the two mixer
blades (8) arranged at the container bottom do not touch each other in any position
of the mixing tools, and/or that each mixing tool has a mixing vane with a mixer blade
(8) which is not arranged at the container bottom, wherein the mixer blades (8) which
are not arranged at the container bottom are arranged at different axial heights.
10. Apparatus according to one of claims 7 to 9 characterised in that at least one mixing vane of the one mixing tool describes a circular path which in
a projection on to a parallel plane intersects with a projection of a circular path
described by at least one mixing vane of the other mixing tool on to the same parallel
plane.
11. Apparatus according to one of claims 1 to 10 characterised in that the air feed has openings (7) in the container wall, through which air can be blown
into the container interior, wherein the openings (7) are preferably arranged at the
same vertical height as the mixer blade (8) which extends substantially to the container
wall, and/or that the air feed is effected by way of the mixing tool which has a hollow
shaft.
12. Apparatus according to one of claims 1 to 11 characterised in that the mixer blade (8) is of a width which enlarges in the radial direction, and/or
that the mixer blade (8) is in the form of an angled profile, wherein the inner angle
is opposite to the direction of rotation of the mixer blade (8) and is preferably
between 90° and 180°.
13. Apparatus according to one of claims 1 to 12 characterised in that the mixer blade (8) has air outlet openings on its side oriented in opposite relationship
to the direction of rotation.
14. Apparatus according to one of claims 1 to 13 characterised in that a solids separator (11) is arranged above the mixing tool, wherein preferably the
solids separator (11) is so designed that by means of a rotor it produces a rotational
flow.
1. Dispositif pour la préparation et le refroidissement de sable de fonderie, comprenant
un récipient de mélange (2) et un outil de mélange monté à rotation autour d'un arbre
d'entraînement, une alimentation en air étant prévue pour amener de l'air à l'intérieur
du récipient, l'outil de mélange comprenant au moins deux ailettes de mélange espacées
dans la direction verticale et au moins une ailette de mélange comprenant une lame
de mélange (8) ayant une surface inclinée par rapport à l'horizontale, la paroi du
récipient étant inclinée de sorte que la section transversale du récipient augmente
depuis le fond vers le haut du récipient, caractérisé en ce que chaque ailette de mélange présente une lame de mélange (8), la distance entre lame
de mélange (8) et paroi du récipient étant sensiblement égale pour toutes les lames
de mélange.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface de la lame de mélange (8) est inclinée vers le bas dans la direction de
rotation de l'outil de mélange.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'outil de mélange comporte au moins deux ailettes de mélange espacées verticalement,
pourvues de lames de mélange (8), une lame de mélange (8), de préférence la lame de
mélange (8) la plus supérieure, ayant une surface inclinée vers le haut dans la direction
de rotation de l'outil de mélange.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la lame de mélange (8) s'étend sensiblement jusqu'à la paroi du récipient, de préférence
soit la distance entre la lame de mélange (8) et la paroi du récipient est inférieure
à 100 mm et le plus préférablement comprise entre 20 et 60 mm, soit il est prévu un
élément rapporté, associé à la lame de mélange, qui fait saillie de la lame de mélange
en direction de la paroi du récipient et est en contact avec la paroi du récipient.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'est prévu un entraînement pour la rotation de l'outil de mélange, l'entraînement étant
conçu de telle sorte que la lame de mélange (8) ait une vitesse périphérique à son
extrémité radialement extérieure comprise entre 2 et 75 m/s et, de préférence, entre
30 et 60 m/s.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la lame de mélange (8) est disposée sensiblement sur le fond du récipient.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le récipient de mélange comprend au moins deux, et de préférence trois parties de
mélange, un outil de mélange monté à rotation autour d'un arbre d'entraînement étant
respectivement prévu dans chaque partie de mélange, de préférence chaque outil de
mélange étant pourvu d'au moins deux ailettes de mélange qui sont espacées en direction
verticale.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'est prévu un dispositif d'entraînement au moyen duquel chaque outil de mélange peut
être entraîné à une vitesse périphérique réglable indépendamment l'une de l'autre
au niveau des ailettes de mélange, de préférence le dispositif d'entraînement étant
conçu de façon qu'au moins deux outils de mélange puissent être entraînés dans des
directions de rotation mutuellement opposées.
9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que chaque outil de mélange est pourvu d'une lame de mélange (8) disposée sensiblement
sur le fond du récipient, l'espacement mutuel des deux outils de mélange étant tel
que les deux lames de mélange (8) disposées sur le fond du récipient ne se touchent
en aucune position des outils de mélange et/ou en ce que chaque outil de mélange présente une ailette de mélange pourvue d'une lame de mélange
(8) non disposée sur le fond du récipient, les lames de mélange (8) non disposées
sur le fond du récipient étant disposées à différentes hauteurs axiales.
10. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce qu'au moins une ailette de mélange dudit un outil de mélange décrit une trajectoire circulaire
qui, en projection sur un plan parallèle, s'intersecte avec une projection, sur le
même plan parallèle, d'une trajectoire circulaire décrite par au moins une ailette
de mélange de l'autre outil de mélange.
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'alimentation en air comporte des ouvertures (7) dans la paroi du récipient au travers
desquelles peut être soufflé de l'air à l'intérieur du récipient, les ouvertures (7)
étant disposées de préférence à la même hauteur verticale que la lame de mélange (8)
s'étendant sensiblement vers la paroi du récipient, et/ou en ce que l'alimentation en air s'opère par l'intermédiaire de l'outil de mélange pourvu d'un
arbre creux.
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la lame de mélange (8) a une largeur croissante en direction radiale, et/ou en ce que la lame de mélange (8) présente un profil coudé, l'angle intérieur étant formé en
sens opposé à la direction de rotation de la lame de mélange (8) et, de préférence,
compris entre 90° et 180°.
13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la lame de mélange (8) présente des orifices de sortie d'air sur son côté orienté
à l'opposé de la direction de rotation.
14. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'un séparateur de matières solides (11) est disposé au-dessus de l'outil de mélange,
le séparateur de matières solides (11) étant, de préférence, conçu de façon à créer
un écoulement rotatif à l'aide d'un rotor.