[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Herstellung von Verpackungspapier,
insbesondere Sackkraftpapier.
[0002] Sackpapier, auch Sackkraftpapier genannt, wird aus Zellstofffasern und überwiegend
aus Langfaserzellstoff hergestellt, da dieser eine hohe Festigkeit und eine hohe Porosität
des Papiers mit sich bringt. Aus Sackpapier werden Säcke .B. für die Verpackung von
Zement und von pulverförmigen Produkten gefertigt. Zu den wesentlichen Eigenschaften
des Sackpapiers gehören eine hohe Festigkeit bei ausreichender Dehnung, eine hohe
Porosität sowie eine ausreichende Steifigkeit. Solche Eigenschaften sind nur hinsichtlich
der Belastung der Säcke beim Transport entscheidend, sondern auch im Hinblick auf
die Belastung der Säcke beim Befüllen erforderlich. Durch eine entsprechende Porosität
wird sichergestellt, dass bei einem raschen Befüllen der Säcke genügend Luft durch
das Sackpapier hindurch entweichen kann, um zu verhindern, dass die Säcke platzen
und durch das Abströmen von Luft durch die Befüllöffnung zu viel Staub oder dergleichen
entweicht. Zunehmend wird auch gefordert, dass eine Seite der Papierbahn, die die
spätere Außenseite des Sackes bildet, bedruckbar ist, was eine höhere Glätte der betreffenden
Seite voraussetzt.
[0003] Im Dokument
DE102010029580 A1 ist eine Maschine zur Herstellung einer gestauchten oder ungestauchten Sackpapierbahn
beschrieben. Die Maschine weist einen Stoffauflauf, eine Siebpartie, eine Pressenpartie,
eine Trockenpartie, ein Glättwerk und eine Aufrolleinheit auf. Die Pressenpartie besteht
aus nur einem einzigen Pressnip, der als Schuhpressnip ausgeführt ist.
[0004] Das Dokument
WO1999/02772 A1 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Kraftpapier. Dabei wird in der Stoffaufbereitung
der Stoff einer. Hochkonsistenz- und einer Niederkonsistenzmahlung unterzogen.
[0005] Im
Magazin Pulp &Paper International, 1. Oktober 2004, wurde der Artikel "Stretching the Limits" veröffentlicht. Es werden verschiedene
Parameter zur Herstellung eines Sackkraftpapieres beschrieben. Unter anderem wird
der Einsatz einer "Clupac-Einheit" zur mikro-Kreppung von Sackkraftpapier dargelegt.
[0006] In der Offenlegungsschrift
EP1798331 A1 ist ein Verfahren zur Dispergierung von Papierfaserstoffen beschrieben. Das Verfahren
dient zur Dispergierung eines Papierfaserstoffes, bei dem vor der Dispergierung mit
Hilfe einer Fraktioniervorrichtung eine Grobfraktion und eine Feinfraktion gebildet
wird. Dabei wird die Fraktionierung so durchgefuehrt, dass in der Grobfraktion moeglichst
alle Fasern und in der Feinfraktion möglichst nur die Feinstoffe enthalten sind. Durch
das Verfahren wird die z. B. in einem Disperger durchgefuehrte Dispergierung effektiver
und oekonomischer. Auch das Gesamtverfahren kann insgesamt weniger aufwaendig gestaltet
werden.
[0007] Das Dokument
DE29518848 U1 betrifft eine Pressenpartie einer Papiermaschine mit geschlossener Bahnfuehrung,
mit wenigstens einem Pressspalt und einem Transferspalt, in dem die Papierbahn von
einer ersten Walze auf eine zweite Walze uebergeben wird, wobei die Papierbahn auf
einem Band mit wenig wasseraufnehmender Oberflaeche ueber die erste Walze gefuehrt
ist, und wobei die Papierbahn mit derzweiten Walze in Kontakt steht.
[0008] Im Dokument
DE10056138 A1 ist ein Verfahren zur Erhöhung der Stabilität der Bahnränder von Papier-, Karton-,
Tissue- oder anderen Faserstoffbahnen in einer Pressenpartie zur Entwässerung derselben
beschrieben. Davon ausgehend soll die Stabilität der Bahnränder ohne eine wesentliche
negative Beeinflussung der Qualität der fertigen Faserstoffbahn dadurch erhöht werden,
dass der Trockengehalt der Bahnränder in und/oder vor der Pressenpartie über den Trockengehalt
des mittleren Bereiches der Faserstoffbahn angehoben wird.
[0009] Das Dokument
GB934757 A bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Trocknung einer Papierbahn.
Als Trocknungsvorrichtung ist der Aufbau einer Prallströmungstrocknungshaube und deren
Anwendung in einer Trockenpartie einer Papiermaschine beschrieben.
[0010] Bei den Sackkraftpapiersorten handelt es sich um ein Nischenprodukt im Bereich der
Verpackungspapiere. Ungebleichte Sorten werden mit bestehenden Maschinen auf der Basis
mehrerer unterschiedlicher Maschinenkonzepte produziert. Dabei werden dehnbare Sackkraftpapier-Sorten
auch bereits unter Verwendung einer sogenannten "Extensible Unit", beispielsweise
bekannt als Clupak-Einheit, als Staucheinrichtung mit einem elastischen Band hergestellt,
durch die noch feuchte Faserstoffbahn gekreppt wird, um deren Dehnungseigenschaften
in Bahnlaufrichtung zu verbessern.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur
Herstellung von Verpackungspapier, insbesondere Sackkraftpapier, anzugeben, mit denen
unter Aufrechterhaltung einer hohen Qualität des erzeugten Verpackungspapiers die
Investitions- und Betriebskosten insgesamt minimiert werden.
[0012] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung von
Verpackungspapier, insbesondere Sackkraftpapier, bei dem in einer Stoffaufbereitung
eine Faserstoffsuspension vor einer Hochkonsistenzmahlung auf eine Feststoffkonzentration
im Bereich von etwa 30 % bis etwa 35 % eingedickt wird und die Hochkonsistenzmahlung
bei einer Feststoffkonzentration im Bereich von etwa 30 % bis etwa 35 % durchgeführt
wird, die Faserstoffbahn nach der Hochkonsistenzmahlung einer Niedrigkonsistenzmahlung
bei einer Feststoffkonzentration im Bereich von etwa 1 % bis etwa 3 % unterzogen wird,
die Faserstoffsuspension mittels eines Stoffauflaufs mit einer Stoffdichte < 0,5 %,
insbesondere mit einer Stoffdichte im Bereich von etwa 0,15 % bis etwa 0,25 %, zur
Entwässerung und Bildung einer Faserstoffbahn auf das Langsieb eines Langsiebformers
oder eines Hybridformers aufgebracht wird, das Langsieb insbesondere im initialen
Blattbildungsbereich zu Schüttelbewegungen angeregt wird, und die gebildete Faserstoffbahn
in einer Presspartie weiter entwässert und in einer Trockenpartie getrocknet wird.
Die Trockenpartie eine Vortrockenpartie und eine Nachtrockenpartie umfasst, und die
Vortrockenpartie bevorzugt mehrere Trockengruppen enthält und die Vortrockenpartie
maximal zwei einreihige Trockengruppen umfasst und die Vortrockenpartie maximal drei
zweireihige Trockengruppen mit insbesondere jeweils maximal acht Trockenzylindern
umfasst, getrocknet wird. Dabei wird zumindest einem Trockenzylinder der Nachtrockenpartie
eine Impingement-Trocknungseinheit zugeordnet und zwischen der Vortrockenpartie und
der Nachtrockenpartie eine mit einem elastischen Band ausgeführte Staucheinrichtung
angeordnet wird, um die Faserstoffbahn in Bahnlaufrichtung zu stauchen.
[0013] Dabei erfolgt das Eindicken der Faserstoffbahn bevorzugt mittels einer Schneckenpresse
oder mittels einer Doppelsiebpresse.
[0014] Ein Hybridfomer weist ein Langsieb auf, auf dem die Faserstoffbahn im Anfangsbereich
lediglich nach einer Seite entwässert wird. Nach dem Anfangsbereich wird die Faserstoffbahn
zwischen einem zweiten Entwässerungssieb und dem Langsieb liegend nach beiden Seiten
entwässert. Hybridformer sind bei höheren Geschwindigkeiten der Papiermaschine vorteilhaft.
Die Entwässerungsleistung wird dadurch erhöht, ohne die Qualität der produzierten
Faserstoffbahn zu beeinträchtigen.
[0015] Mit dem Eindicken wird die in der Faserstoffbahn enthaltene Wassermenge reduziert,
wodurch sich entsprechend eine höhere Stoffdichte der Faserstoffsuspension ergibt,
die die prozentual in der Faserstoffsuspension noch enthaltene trockene Stoffmenge
angibt. Durch die Hochkonsistenzmahlung bei einer Feststoffkonzentration im angegebenen
Bereich wird die Festigkeit der später gebildeten verpackungspapierbahn erhöht. Indem
das Langsieb des Langsiebformers bzw. Hybridformers zu Schüttelbewegungen angeregt
wird, wird die Blattbildung positiv beeinflusst, was eine höhere Festigkeit in der
Verpackungspapierbahn mit sich bringt. Bei dem Langsieb des Langsiebformers bzw. Hybridformers
handelt es sich um ein endloses umlaufendes Langsiebband. Dabei können insbesondere
innerhalb der Schlaufe dieses Langsiebes Entwässerungselemente vorgesehen sein.
[0016] Die Siebpartie kann mit einer Siebsaugwalze oder auch ohne eine solche Siebsaugwalze
ausgeführt sein. Dabei kann das Langsieb des Langsiebformers bzw. Hybridformers insbesondere
am Ende des Blattbildungsbereichs um eine Walze geführt sein, die je nachdem als Siebsaugwalze
oder als geschlossene Walze vorgesehen ist.
[0017] Bevorzugt wird das Langsieb im initialen Blattbildungsbereich um eine Brustwalze
geführt und zur Schüttelung des Langsiebs die Brustwalze mittels einer Schütteleinrichtung
beaufschlagt. Dabei kann die Brustwalze insbesondere in Achsrichtung hin- und herbewegt
werden, womit das Langsieb quer zur Bahnlaufrichtung verlagert wird.
[0018] Die Schüttelung des Langsiebs erfolgt bevorzugt mit einer Intensität ≥ 3000, insbesondere
≥ 4000, wobei die Intensität definiert ist durch f
2 · H(mm) / v(m/min), mit f = Anregungsfrequenz, H = Hub, v = Bahnlaufgeschwindigkeit.
[0019] Die aus der Pressenpartie austretende Faserstoffbahn weist bevorzugt einen Trockengehalt
im Bereich von 35 % bis 45 % und vorzugsweise einen Trockengehalt im Bereich von 40
% auf.
[0020] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die
Faserstoffbahn in der Pressenpartie nur durch einen einzigen Pressnip hindurchgeführt,
der durch einen in Bahnlaufrichtung verlängerten, insbesondere als Schuhpressnip vorgesehenen
doppelt befilzten Pressnip gebildet ist. Bei der betreffenden Presseinheit kann es
sich somit um eine sogenannte SingleNipcoFlex-Presse handeln.
[0021] Indem die Faserstoffbahn in der Pressenpartie nur durch einen einzigen Pressnip geführt
wird, wird sie bei der Entwässerung nicht mehr so stark verdichtet. Damit kann die
Porosität des Verpackungspapiers bzw. Sackkraftpapiers auf einem hohen Niveau gehalten
werden. Ein betreffender Schuhpressnip kann insbesondere zwischen einer Schuhpresswalze
und einer Gegenwalze gebildet sein, wobei die Schuhpresswalze einen flexiblen Walzenmantel
besitzt, der über einen Pressschuh geführt ist. Die Faserstoffbahn wird zwischen den
beiden Filzen liegend durch den verlängerten Pressnip geführt. Bei den Filzen handelt
es sich um endlose umlaufende Filzbänder.
[0022] Gemäß einer alternativen vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird die Faserstoffbahn in der Pressenpartie nur durch zwei hintereinander angeordnete
Pressnips hindurchgeführt, die jeweils durch einen in Bahnlaufrichtung verlängerten,
insbesondere als Schuhpressnip vorgesehenen Pressnip gebildet sind, wobei der in Bahnlaufrichtung
zweite Pressnip insbesondere einfach befilzt und mit einem Transferband versehen ist.
Der erste Pressnip kann insbesondere doppelt befilzt sein.
[0023] Dabei handelt es sich bei den Filzen und dem Transferband um endlose umlaufende Filzbänder
bzw. ein endloses umlaufendes Transferband. Das Transferband kann zumindest im Wesentlichen
impermeabel und glatt ausgeführt sein. Indem die Faserstoffbahn mit einem solchen
Transferband durch den zweiten Pressnip geführt wird, erhält die Faserstoffbahn eine
glattere Seite, womit das fertige Verpackungspapier bzw. Sackkraftpapier besser bedruckbar
ist.
[0024] Es ist jedoch insbesondere auch eine solche Ausgestaltung des Verfahrens denkbar,
bei der die Faserstoffbahn in der Pressenpartie nur durch eine sogenannte DuoCentriNipcoFlex-Presse
mit drei aufeinanderfolgenden Pressnips hindurchgeführt wird. Bei der DuoCentriNipcoFlex-Presse
handelt es sich um eine kompakte Drei-Nip-Presse, bei der die Unterseite der Faserstoffbahn
nur im in Bahnlaufrichtung betrachtet ersten Pressnip mit einem Filz in Kontakt kommt,
während in den beiden darauffolgenden Pressnips nur die Oberseite der Faserstoffbahn
mit einem Filz in Kontakt gerät und die Unterseite der Faserstoffbahn jeweils mit
einer glatten Walze in Berührung kommt. Auch mit einem solchen Pressenkonzept erhält
man wieder eine einseitig glatte Papierbahn. Eine auf diese Weise ausgeführte Pressenpartie
ist somit ebenso wie eine Pressenpartie mit nur zwei hintereinander angeordneten Pressnips
und einem durch den zweiten Pressnip geführten Transferband in besonderer Weise zur
Herstellung von insbesondere gebleichten, zu bedruckenden Sackkraftpapier-Sorten geeignet.
[0025] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von Verpackungspapier, insbesondere
Sackkraftpapier, umfasst entsprechend eine Stoffaufbereitung, die eine Eindickeinrichtung
aufweist, um eine Faserstoffsuspension auf eine Feststoffkonzentration im Bereich
von etwa 30 % bis etwa 35 % einzudicken, sowie Refiner enthält, um die Faserstoffsuspension
nach dem Eindicken einer Hochkonsistenzmahlung bei einer Feststoffkonzentration im
Bereich von etwa 30% bis etwa 35% sowie nach der Hochkonsistenzmahlung einer Niedrigkonsistenzmahlung
bei einer Feststoffkonzentration im Bereich von etwa 1 % bis etwa 3 % zu unterziehen,
eine Siebpartie zur Entwässerung der Faserstoffsuspension und zur Bildung einer Faserstoffbahn,
die einen Langsiebformer oder Hybridformer umfasst, auf dessen Langsieb die Faserstoffsuspension
durch einen Stoffauflauf mit einer Stoffdichte < 0,5 %, insbesondere mit einer Stoffdichte
im Bereich von etwa 0,15 % bis etwa 0,25 %, aufbringbar ist, eine Schütteleinrichtung,
durch die das Langsieb insbesondere im initialen Blattbildungsbereich zu Schüttelbewegungen
anregbar ist, eine Pressenpartie zur weiteren Entwässerung der Faserstoffbahn sowie
eine Trockenpartie zur Trocknung der Faserstoffbahn. Die Trockenpartie umfasst eine
Vortrockenpartie und eine Nachtrockenpartie, und wobei die Vortrockenpartie bevorzugt
mehrere Trockengruppen enthält und die Vortrockenpartie maximal zwei einreihige Trockengruppen
umfasst und die Vortrockenpartie maximal drei zweireihige Trockengruppen mit insbesondere
jeweils maximal acht Trockenzylindern umfasst. Zumindest einem Trockenzylinder der
Nachtrockenpartie eine Impingement-Trocknungseinheit zugeordnet ist und zwischen der
Vortrockenpartie und der Nachtrockenpartie eine mit einem elastischen Band ausgeführte
Staucheinrichtung angeordnet ist, um die Faserstoffbahn in Bahnlaufrichtung zu stauchen.
[0026] Dabei umfasst die Eindickeinrichtung bevorzugt eine Schneckenpresse oder eine Doppelsiebpresse.
[0027] Die Siebpartie kann mit einer Siebsaugwalze oder auch ohne eine solche Siebsaugwalze
ausgeführt sein. Dabei kann das Langsieb des Langsiebformers bzw. Hybridformers insbesondere
am Ende des Blattbildungsbereichs um eine Walze geführt sein, die je nachdem als Siebsaugwalze
oder als geschlossene Walze vorgesehen ist.
[0028] Bevorzugt ist zur Schüttelung des Langsiebs eine Schütteleinrichtung vorgesehen,
durch die eine Brustwalze beaufschlagbar ist, um die das Langsieb im initialen Blattbildungsbereich
geführt ist.
[0029] Bevorzugt ist die Schütteleinrichtung zur Schüttelung des Langsiebs mit einer Intensität
≥ 3000, insbesondere ≥ 4000, ausgeführt, wobei die Intensität definiert ist durch
f
2 · H(mm) / v(m/min), mit f = Anregungsfrequenz, H = Hub, v = Bahnlaufgeschwindigkeit.
[0030] Bevorzugt ist die Vorrichtung so ausgeführt, dass die aus der Pressenpartie austretende
Faserstoffbahn einen Trockengehalt im Bereich von 35 % bis 45 % und vorzugsweise einen
Trockengehalt im Bereich von 40 % aufweist.
[0031] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist
die Pressenpartie nur einen einzigen Pressnip auf, der durch einen in Bahnlaufrichtung
verlängerten, insbesondere als Schuhpressnip vorgesehenen, doppelt befilzten Pressnip
gebildet ist. Dabei ist der verlängerte Pressnip bevorzugt zur Erzeugung von Pressimpulsen
> 55 kPa · s ausgeführt. Die Faserstoffbahn und der untere Filz können nach dem doppelt
befilzten verlängerten Pressnip insbesondere mittels eines Trennsaugers von dem oberen
Filz getrennt werden, wobei die Faserstoffbahn durch den unteren Filz weitergeführt
wird.
[0032] Gemäß einer alternativen vorteilhaften Ausführungsform weist die Pressenpartie nur
zwei hintereinander angeordnete Pressnips auf, die jeweils durch einen in Bahnlaufrichtung
verlängerten, insbesondere als Schuhpressnip vorgesehenen Pressnip gebildet sind,
wobei der in Bahnlaufrichtung betrachtet zweite Pressnip insbesondere einfach befilzt
und mit einem Transferband versehen ist. Der in Bahnlaufrichtung betrachtet erste
Pressnip ist bevorzugt doppelt befilzt.
[0033] Gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
weist die Pressenpartie nur eine DuoCentriNipcoFlex-Presse mit drei aufeinanderfolgenden
Pressnips auf.
[0034] Der Stoffauflauf ist bevorzugt mit einer Verdünnungswasserregelung ausgerüstet.
[0035] Mit einer solchen Verdünnungswasserregelung wird insbesondere die Möglichkeit geschaffen,
den Durchsatz, die Feststoffdichte und somit das Flächengewicht und die Faserorientierung
sektional über die Breite der Faserstoffbahn in Zonen zu regeln. Das Flächengewichtsquerprofil
der Faserstoffbahn kann dadurch geregelt werden, dass an zu schweren Stellen im oder
vor dem Stoffauflauf mehr Wasser in die entsprechende Zone zugeführt wird und somit
die Stoffdichte in der Faserstoffsuspension in dieser Zone reduziert wird. Bei zu
leichten Stellen erfolgt die Regelung in umgekehrter Weise. Mit einem entsprechend
verbesserten Flächengewichtsquerprofil der Faserstoffbahn werden eine gleichmäßigere
Porosität, Festigkeit und Dehnfähigkeit des Sackkraftpapiers über die Breite der Papierbahn
erreicht.
[0036] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn ein jeweiliger in Bahnlaufrichtung verlängerter
Pressnip eine Länge > 220 mm, insbesondere > 270 mm, aufweist.
[0037] Mit einem entsprechend langen Pressnip ergibt sich ein höherer Trockengehalt der
Faserstoffbahn.
[0038] Die Trockenpartie umfasst eine Vortrockenpartie und eine Nachtrockenpartie. Dabei
enthält die Vortrockenpartie bevorzugt mehrere insbesondere kurze Trockengruppen.
[0039] Die Vortrockenpartie umfasst maximal zwei einreihige Trockengruppen.
[0040] Die Vortrockenpartie umfasst maximal drei zweireihige Trockengruppen mit insbesondere
jeweils maximal acht Trockenzylindern.
Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
umfasst die Vortrockenpartie wenigstens einen Düsenfeuchter zur Feuchtequerprofilierung.
Ein solcher Düsenfeuchter ist insbesondere dann bevorzugt, wenn die Pressenpartie
mit nur einem in Bahnlaufrichtung verlängerten Pressnip bzw. Schuhpressnip versehen
ist. Grundsätzlich ist der Einsatz eines solchen Düsenfeuchters jedoch auch in Zusammenhang
mit den anderen Pressenkonzepten denkbar. Die Trockenpartie umfasst eine insbesondere
als sogenannte "Extensible Unit" mit einem elastischen Band ausgeführte Staucheinrichtung,
um die Faserstoffbahn in Bahnlaufrichtung zu stauchen. Dabei weist die Faserstoffbahn
vor der Staucheinrichtung bevorzugt einen Trockengehalt im Bereich von etwa 62 % bis
etwa 68 % auf.
[0041] Die Faserstoffbahn wird durch das Zusammenziehen des entlasteten elastischen Bandes
der Staucheinrichtung ("Extensible Unit") in Bahnlaufrichtung gestaucht, womit sich
ein Krepp-Effekt einstellt. Hierbei ergibt sich in der Regel über der Staucheinrichtung
ein negativer Zug. Bevorzugt ist die Faserstoffbahn mittels der Staucheinrichtung
mit einem negativen Zug beaufschlagbar, der durch eine Geschwindigkeitsdifferenz in
einem Bereich von etwa -1 % bis etwa -5 % definiert ist. Ein negativer Zug von etwa
-3 % ist beispielsweise bei "SemiExtensible"-Sorten, d.h. bei Sorten mittlerer Dehnbarkeit
von Vorteil. Demgegenüber ist bei "Extensible"-Sorten, d.h. bei Sorten höherer Dehnbarkeit,
ein negativer Zug bis zu -5 % denkbar.
[0042] Das flexible Band der Staucheinrichtung ("Extensible Unit") ist zweckmäßigerweise
auf der nicht glatten Oberseite der Faserstoffbahn positioniert, um deren glatte Seite
nicht zu zerstören. Im Fall einer Pressenpartie mit einer DuoCentriNipcoFlex-Presse
ist die Unterseite der Faserstoffbahn glatt. Bei einer Presseinheit mit nur einem
verlängerten Pressnip sind beide Seiten der Faserstoffbahn im Wesentlichen gleich
glatt. Dennoch kann auch in diesem Fall das flexible Band einer Staucheinrichtung
("Extensible Unit") gegebenenfalls auf der Oberseite der Faserstoffbahn positioniert
werden, um eine gute Runability oder Maschinengängigkeit zu gewährleisten und die
Ausführung möglichst einfach zu halten.
[0043] Zumindest einem Trockenzylinder der Nachtrockenpartie ist eine Impingement-Trocknungseinheit
zugeordnet. Eine Impingement-Trocknung basiert auf einer Wärmeübertragung durch Konvektion
infolge des Aufpralls ("impingement") von Luftstrahlen auf die Faserstoffbahn.
[0044] Dabei ist eine jeweilige Impingement-Trocknungseinheit direkt über der unbefilzten
Faserstoffbahn positioniert, damit die Faserstoffbahn unbehindert durch einen Filz
frei schrumpfen kann. In einer zweireihigen Trockengruppe kann eine entsprechende
Impingement- oder Prallströmungstrocknung insbesondere über die oben liegenden Trockenzylinder
erfolgen. Grundsätzlich können solche Impingement-Trocknungseinheiten jedoch sowohl
an oben liegenden als auch an unten liegenden Trockenzylindern positioniert sein.
[0045] Der Trockenpartie bzw. Nachtrockenpartie ist zweckmäßigerweise ein Aufroller nachgeordnet,
wobei die Faserstoffbahn durch diesen Aufroller bevorzugt bei einem Trockengehalt
im Bereich von etwa 92 % bis etwa 94 % aufrollbar ist.
[0046] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Herstellung von Verpackungspapier, insbesondere Sackkraftpapier, und
- Fig. 2
- eine detailliertere schematische Darstellung der Pressenpartie der Vorrichtung gemäß
Fig. 1.
[0047] Die Fig. 1 und 2 zeigen in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zur Herstellung von Verpackungspapier, insbesondere
Sackkraftpapier.
[0048] Die Vorrichtung umfasst eine Stoffaufbereitung 12, eine Siebpartie 14 zur Entwässerung
einer Faserstoffsuspension und zur Bildung einer Faserstoffbahn, eine Pressenpartie
16 zur weiteren Entwässerung der Faserstoffbahn sowie eine Trockenpartie 18 zur Trocknung
der Faserstoffbahn.
[0049] Die Stoffaufbereitung 12 umfasst eine Eindickeinrichtung 20, um die Faserstoffsuspension
auf eine Feststoffkonzentration im Bereich von etwa 30 % bis etwa 35 % einzudicken,
sowie Refiner 22, 24, um die Faserstoffsuspension nach dem Eindicken einer Hochkonsistenzmahlung
sowie nach der Hochkonsistenzmahlung einer Niedrigkonsistenzmahlung bei einer Feststoffkonzentration
im Bereich von etwa 1 % bis etwa 3 % zu unterziehen. Der Refiner 22 dient also einer
Hochkonsistenzmahlung, während der diesem nachgeordnete Refiner 24 einer Niedrigkonsistenzmahlung
dient.
[0050] Die Siebpartie 14 umfasst einen Langsiebformer, auf dessen Langsieb 26 die Faserstoffsuspension
durch einen Stoffauflauf 28 mit einer Stoffdichte < 0,5 %, insbesondere mit einer
Stoffdichte im Bereich von etwa 0,15 % bis etwa 0,25 %, aufbringbar ist. Grundsätzlich
könnte es sich bei dem Langsieb auch um das Langsieb eines Hybridformers handeln.
[0051] Der Siebpartie 14 ist eine (nicht gezeigte) Schütteleinrichtung zugeordnet, durch
die das Langsieb insbesondere im initialen Blattbildungsbereich zu Schüttelbewegungen
anregbar ist.
[0052] Die Eindickeinrichtung 20 kann, wie dargestellt, insbesondere eine Schneckenpresse
umfassen. Die Eindickung kann jedoch auch mittels einer Doppelsiebpresse erfolgen.
[0053] Das endlose umlaufende Langsieb 26 ist im initialen Blattbildungsbereich um eine
Brustwalze 30 geführt. Dabei kann zur Schüttelung des Langsiebs 26 insbesondere diese
Brustwalze 30 durch die Schütteleinrichtung beaufschlagbar sein. Die Schütteleinrichtung
kann insbesondere so ausgeführt sein, dass das Langsieb 26 mit einer Intensität ≥
3000, insbesondere ≥ 4000 geschüttelt wird, wobei die Intensität definiert ist durch
f
2 · H(mm) / v(m/min), mit f = Anregungsfrequenz, H = Hub, v = Bahnlaufgeschwindigkeit.
[0054] Die Vorrichtung 20 kann insbesondere so ausgeführt bzw. betrieben sein, dass die
aus der Pressenpartie 18 austretende Faserstoffbahn einen Trockengehalt im Bereich
von 35 % bis 45 % und vorzugsweise einen Trockengehalt im Bereich von 40 % aufweist.
[0055] Die Pressenpartie 16 weist im vorliegenden Fall nur einen einzigen Pressnip 32 (siehe
Fig. 2) auf, der durch einen in Bahnlaufrichtung L verlängerten, insbesondere als
Schuhpressnip vorgesehenen, doppelt befilzten Pressnip gebildet ist. Dabei ist dieser
Pressnip 32 zwischen zwei Presswalzen 34, 36 gebildet, von denen eine als Schuhpresswalze
mit einem über einen Pressschuh geführten flexiblen Walzenmantel ausgeführt ist. Die
Faserstoffbahn ist zwischen einem oberen Filz 38 und einem unteren Filz 40 liegend
durch den verlängerten Pressnip 32 geführt. Bei der betreffenden Presseinheit handelt
es sich somit um eine sogenannte SingleNipcoFlex-Presse. Die Presseinheit kann insbesondere
zur Erzeugung von Pressimpulsen > 55 kPa · s in dem Pressnip 32 ausgeführt sein.
[0056] Die Faserstoffbahn und der untere Filz 40 werden nach dem doppelt befilzten verlängerten
Pressnip 32 im vorliegenden Fall beispielsweise mittels eines Trennsaugers 42 von
dem oberen Filz 38 getrennt, so dass die Faserstoffbahn durch den unteren Filz 40
weitergeführt wird.
[0057] Es ist jedoch alternativ auch eine Pressenpartie mit nur zwei hintereinander angeordneten
Pressnips denkbar, die jeweils durch einen in Bahnlaufrichtung verlängerten, insbesondere
als Schuhpressnip vorgesehenen Pressnip gebildet sind, wobei der in Bahnlaufrichtung
betrachtet zweite Pressnip insbesondere einfach befilzt und mit einem Transferband
versehen sein kann. Gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform kann die Pressenpartie
16 auch nur eine DuoCentriNipcoFlex-Presse mit drei aufeinanderfolgenden Pressnips
aufweisen.
[0058] Der Stoffauflauf 28 kann mit einer Verdünnungswasserregelung versehen sein.
[0059] Die Siebpartie 14 kann mit einer Siebsaugwalze oder auch ohne eine solche Siebsaugwalze
ausgeführt sein. Dabei ist das Langsieb 26 am Ende des Blattbildungsbereichs um eine
Walze 44 geführt, die je nachdem als Siebsaugwalze oder als geschlossene Walze ausgeführt
sein kann. Als Siebsaugwalze kann gegebenenfalls eine Hochvakuum-Siebsaugwalze vorgesehen
sein.
[0060] Der verlängerte Pressnip 32 der die beiden Presswalzen 34, 36 umfassenden Schuhpresseinheit
kann insbesondere eine Länge > 220 mm, vorzugsweise größer 270 mm, aufweisen.
[0061] Die Trockenpartie 18 umfasst eine Vortrockenpartie 18
1 und eine Nachtrockenpartie 18
2.
[0062] Dabei enthält die Vortrockenpartie 18
1 bevorzugt mehrere, insbesondere kurze Trockenkuppen. Bevorzugt umfasst die Vortrockenpartie
18
1 ein oder zwei einreihige Trockengruppen und/oder eins bis drei zweireihige Trockengruppen
mit insbesondere jeweils maximal acht Trockenzylindern 46.
[0063] Zudem kann die Vortrockenpartie 18
1 insbesondere auch wenigstens einen Düsenfeuchter 48 zur Feuchtequerprofilierung umfassen.
Ein solcher Düsenfeuchter ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Pressenpartie
16 mit einer SingleNipcoFlex-Presse versehen ist.
[0064] Die Trockenpartie 18 umfasst auch eine beispielsweise zwischen der Vortrockenpartie
18
1 und der Nachtrockenpartie 18
2 angeordnete, insbesondere als sogenannte "Extensible Unit" mit einem elastischen
Band 52 ausgeführte Staucheinrichtung 50, um die Faserstoffbahn in Bahnlaufrichtung
L zu stauchen. Dabei ist das flexible Band 52 dieser Staucheinrichtung 50 auf der
Oberseite der Faserstoffbahn positioniert. Dies ist insbesondere auch in den Fällen
von Vorteil, wenn die Pressenpartie 16 mit einer zwei verlängerte Pressnips besitzenden
TandemNipcoFlex-Presse oder einer DuoCentriNipcoFlex-Presse versehen ist, um sicherzustellen,
dass die glatte Unterseite der Faserstoffbahn nicht zerstört wird. Dabei besitzt die
Faserstoffbahn vor der Staucheinrichtung 50 bevorzugt einen Trockengehalt im Bereich
von etwa 62 % bis etwa 68 %.
[0065] Mittels der Staucheinrichtung 50 wird die Faserstoffbahn zweckmäßigerweise mit einem
negativen Zug beaufschlagt, der durch eine Geschwindigkeitsdifferenz in einem Bereich
von etwa -1 % bis etwa -5 % definiert ist.
[0066] Zumindest einen Trockenzylinder 46 der Nachtrockenpartie 18
2 ist eine Impingement-Trocknungseinheit 54 zugeordnet, wobei im vorliegenden Fall
mehreren Trockenzylindern jeweils eine solche Impingement-Trocknungseinheit 54 zugeordnet
ist.
[0067] Der Trockenpartie 18 bzw. der Nachtrockenpartie 18
2 ist ein Aufroller 56 nachgeordnet. Dabei kann die Faserstoffbahn durch diesen Aufroller
56 insbesondere bei einem Trockengehalt im Bereich von etwa 92 % bis etwa 94 % aufgerollt
werden.
Bezugszeichenliste
[0068]
- 10
- Vorrichtung
- 12
- Stoffaufbereitung
- 14
- Siebpartie
- 16
- Pressenpartie
- 18
- Trockenpartie
- 181
- Vortrockenpartie
- 182
- Nachtrockenpartie
- 20
- Eindickeinrichtung
- 22
- Refiner
- 24
- Refiner
- 26
- Langsieb
- 28
- Stoffauflauf
- 30
- Brustwalze
- 32
- Pressnip
- 34
- Presswalze
- 36
- Presswalze
- 38
- oberer Filz
- 40
- unterer Filz
- 42
- Trennsauger
- 44
- Walze
- 46
- Trockenzylinder
- 48
- Düsenfeuchter
- 50
- Staucheinrichtung
- 52
- elastisches Band
- 54
- Impingement-Trocknungseinheit
- 56
- Aufroller
- L
- Bahnlaufrichtung
1. Verfahren zur Herstellung von Verpackungspapier, insbesondere Sacckraftpapier, bei
dem in einer Stoffaufbereitung (12) eine Faserstoffsuspension vor einer Hochkonsistenzmahlung
auf eine Feststoffkonzentration im Bereich von etwa 30 % bis etwa 35 % eingedickt
wird und die Hochkonsistenzmahlung bei einer Feststoffkonzentration im Bereich von
etwa 30 % bis etwa 35 % durchgeführt wird, die Faserstoffsuspension nach der Hochkonsistenzmahlung
einer Niedrigkonsistenzmahlung bei einer Feststoffkonzentration im Bereich von etwa
1 % bis etwa 3 % unterzogen wird, die Faserstoffsuspension mittels eines Stoffauflaufs
(28) mit einer Stoffdichte < 0,5 %, insbesondere mit einer Stoffdichte im Bereich
von etwa 0,15 % bis etwa 0,25 %, zur Entwässerung und Bildung einer Faserstoffbahn
auf das Langsieb (26) eines Langsiebformers oder eines Hybridformers aufgebracht wird,
das Langsieb (26) insbesondere im initialen Blattbildungsbereich zu Schüttelbewegungen
angeregt wird, und die gebildete Faserstoffbahn in einer Pressenpartie (16) weiter
entwässert und in einer Trockenpartie (18) getrocknet wird, wobei die Trockenpartie
(18) eine Vortrockenpartie (181) und eine Nachtrockenpartie (182) umfasst, und wobei die Vortrockenpartie (181) bevorzugt mehrere Trockengruppen enthält und die Vortrockenpartie (181) maximal zwei einreihige Trockengruppen umfasst und die Vortrockenpartie (181) maximal drei zweireihige Trockengruppen mit insbesondere jeweils maximal acht Trockenzylindern
(46) umfasst, und wobei zumindest einem Trockenzylinder (46) der Nachtrockenpartie
(182) eine Impingement-Trocknungseinheit (54) zugeordnet wird und zwischen der Vortrockenpartie
(181) und der Nachtrockenpartie (182) eine mit einem elastischen Band ausgeführte Staucheinrichtung (50) angeordnet wird,
um die Faserstoffbahn in Bahnlaufrichtung (L) zu stauchen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Eindicken der Faserstoffbahn mittels einer Schneckenpresse oder mittels einer
Doppelsiebpresse erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die aus der Pressenpartie (16) austretende Faserstoffbahn einen Trockengehalt im
Bereich von 35 % bis 45 % und vorzugsweise einen Trockengehalt im Bereich von 40 %
aufweist.
4. Vorrichtung (10) zur Herstellung von Verpackungspapier, insbesondere Sackkraftpapier,
insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorstehenden Ansprüche,
mit einer Stoffaufbereitung (12), die eine Eindickeinrichtung (20) umfasst, um eine
Faserstoffsuspension auf eine Feststoffkonzentration im Bereich von etwa 30 % bis
etwa 35 % einzudicken, sowie Refiner (22, 24) umfasst, um die Faserstoffsuspension
nach dem Eindicken einer Hochkonsistenzmahlung bei einer Feststoffkonzentration im
Bereich von etwa 30% bis etwa 35% sowie nach der Hochkonsistenzmahlung einer Niedrigkonsistenzmahlung
bei einer Feststoffkonzentration im Bereich von etwa 1 % bis etwa 3 % zu unterziehen,
mit einer Siebpartie (14) zur Entwässerung der Faserstoffsuspension und zur Bildung
einer Faserstoffbahn, die einen Langsiebformer oder Hybridformer umfasst, auf dessen
Langsieb (26) die Faserstoffsuspension durch einen Stoffauflauf (28) mit einer Stoffdichte
< 0,5 %, insbesondere mit einer Stoffdichte im Bereich von etwa 0,15 % bis etwa 0,25
%, aufbringbar ist, mit einer Schütteleinrichtung, durch die das Langsieb (26) insbesondere
im initialen Blattbildungsbereich zu Schüttelbewegungen anregbar ist, mit einer Pressenpartie
(16) zur weiteren Entwässerung der Faserstoffbahn sowie mit einer Trockenpartie (18)
zur Trocknung der Faserstoffbahn, wobei die Trockenpartie (18) eine Vortrockenpartie
(181) und eine Nachtrockenpartie (182) umfasst, und wobei die Vortrockenpartie (181) bevorzugt mehrere Trockengruppen enthält und die Vortrockenpartie (181) maximal zwei einreihige Trockengruppen umfasst und die Vortrockenpartie (181) maximal drei zweireihige Trockengruppen mit insbesondere jeweils maximal acht Trockenzylindern
(46) umfasst, und zumindest einem Trockenzylinder (46) der Nachtrockenpartie (182) eine Impingement-Trocknungseinheit (54) zugeordnet ist und zwischen der Vortrockenpartie
(181) und der Nachtrockenpartie (182) eine mit einem elastischen Band ausgeführte Staucheinrichtung (50) angeordnet ist,
um die Faserstoffbahn in Bahnlaufrichtung (L) zu stauchen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Eindickeinrichtung (20) eine Schneckenpresse oder eine Doppelsiebpresse umfasst.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass sie so ausgeführt ist, dass die aus der Pressenpartie (16) austretende Faserstoffbahn
einen Trockengehalt im Bereich von 35 bis 45 % und vorzugsweise einen Trockengehalt
im Bereich von 40 % aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Pressenpartie (16) nur einen einzigen Pressnip (32) aufweist, der durch einen
in Bahnlaufrichtung (L) verlängerten, insbesondere als Schuhpressnip vorgesehenen
doppelt befilzten Pressnip gebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Pressenpartie (16) nur zwei hintereinander angeordnete Pressnips aufweist, die
jeweils durch einen in Bahnlaufrichtung (L) verlängerten, insbesondere als Schuhpressnip
vorgesehenen Pressnip gebildet sind, wobei der in Bahnlaufrichtung (L) betrachtet
zweite Pressnip insbesondere einfach befilzt und mit einem Transferband versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliger in Bahnlaufrichtung (32) verlängerter Pressnip eine Länge > 220 mm,
insbesondere > 270 mm, aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vortrockenpartie (181) wenigstens einen Düsenfeuchter (48) zur Feuchtequerprofilierung umfasst.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffbahn vor der Staucheinrichtung (50) einen Trockengehalt im Bereich
von etwa 62 % bis etwa 68 % aufweist.
1. Method for producing packaging paper, in particular sack kraft paper, in which, in
a stock preparation system (12), a pulp suspension is thickened to a solids concentration
in the range from about 30% to about 35% before high-consistency refining, and the
high-consistency refining is carried out at a solids concentration in the range from
about 30% to about 35%, after the high-consistency refining, the pulp suspension is
subjected to low-consistency refining at a solids concentration in the range from
about 1% to about 3%, by means of a headbox (28), the pulp suspension having a consistency
< 0.5%, in particular having a consistency in the range from about 0.15% to about
0.25%, is applied to the Fourdrinier wire (26) of a Fourdrinier former or a hybrid
former for dewatering and forming a fibrous web, the Fourdrinier wire (26) is excited
into shaking movements, in particular in the initial sheet forming area, and the fibrous
web formed is further dewatered in a press section (16) and dried in a drying section
(18), wherein the drying section (18) comprises a pre-dryer section (181) and an after-dryer section (182), and wherein the pre-dryer section (181) preferably contains multiple dryer groups and the pre-dryer section (181) comprises a maximum of two single-row dryer groups, and the pre-dryer section (181) comprises a maximum of three two-row dryer groups each in particular having a maximum
of eight drying cylinders (46), and wherein at least one drying cylinder (46) of the
after-dryer section (182) is assigned an impingement dryer unit (54), and a Clupak device (50) equipped with
an elastic belt is arranged between the pre-dryer section (181) and the after-dryer section (182) in order to compress the fibrous web in the web running direction (L).
2. Method according to Claim 1,
characterized in that the fibrous web is thickened by means of a screw press or by means of a twin-wire
press.
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized in that the fibrous web emerging from the press section (16) has a dryness in the range from
35% to 45% and preferably a dryness in the region of 40%.
4. Device (10) for producing packaging paper, in particular sack kraft paper, in particular
for carrying out the method according to one of the preceding claims, having a stock
preparation system (12) which comprises a thickening device (20) in order to thicken
a pulp suspension to a solids concentration in the range from about 30% to about 35%,
and refiners (22, 24) in order to subject the pulp suspension following the thickening
to high-consistency refining at a solids concentration in the range from about 30%
to about 35% and, after the high-consistency refining, to low-consistency refining
at a solids concentration in the range from about 1% to about 3%, having a wire section
(14) for dewatering the pulp suspension and for forming a fibrous web, which comprises
a Fourdrinier former or hybrid former, to the Fourdrinier wire (26) of which the pulp
suspension can be applied by a headbox (28) with a consistency < 0.5%, in particular
with a consistency in the range from about 0.15% to about 0.25%, having a shaking
device, by means of which the Fourdrinier wire (26) can be excited into shaking movements,
in particular in the initial sheet forming area, having a press section (16) for the
further dewatering of the fibrous web and having a drying section (18) for drying
the fibrous web, wherein the drying section (18) comprises a pre-dryer section (181) and an after-dryer section (182), and wherein the pre-dryer section (181) preferably contains multiple dryer groups and the pre-dryer section (181) comprises a maximum of two single-row dryer groups, and the pre-dryer section (181) comprises a maximum of three two-row dryer groups each in particular having a maximum
of eight drying cylinders (46), and at least one drying cylinder (46) of the after-dryer
section (182) is assigned an impingement dryer unit (54), and a Clupak device (50) equipped with
an elastic belt is arranged between the pre-dryer section (181) and the after-dryer section (182) in order to compress the fibrous web in the web running direction (L) .
5. Device according to Claim 4,
characterized in that the thickening device (20) comprises a screw press or a twin-wire press.
6. Device according to Claim 4 or 5,
characterized in that it is designed in such a way that the fibrous web emerging from the press section
(16) has a dryness in the range from 35% to 45% and preferably a dryness in the region
of 40%.
7. Device according to one of Claims 4 to 6,
characterized in that the press section (16) has only a single press nip (32), which is formed by a double-felted
press nip that is extended in the web running direction (L), in particular provided
as a shoe press nip.
8. Device according to one of Claims 4 to 6,
characterized in that the press section (16) has only two press nips arranged one after the other, which
are each formed by a press nip that is extended in the web running direction (L),
in particular provided as a shoe press nip, wherein the second press nip, viewed in
the web running direction (L), is in particular single-felted and provided with a
transfer belt.
9. Device according to Claim 7 or 8,
characterized in that a respective press nip that is extended in the web running direction (32) has a length
> 220 mm, in particular > 270 mm.
10. Device according to Claim 4,
characterized in that the pre-dryer section (181) comprises at least one nozzle moistener (48) for moisture transverse profiling.
11. Device according to one of Claims 4 to 10,
characterized in that before the Clupak device (50), the fibrous web has a dryness in the range from about
62% to about 68%.
1. Procédé pour la fabrication de papier d'emballage, en particulier de papier kraft
pour sacs, selon lequel, dans une préparation de matière (12), une suspension de matière
fibreuse est épaissie avant un broyage à haute consistance à une concentration en
matière solide dans la plage allant d'environ 30 % à environ 35 %, et le broyage à
haute consistance est réalisé à une concentration en matière solide dans la plage
allant d'environ 30 % à environ 35 %, la suspension de matière fibreuse est soumise,
après le broyage à haute consistance, à un broyage à faible consistance à une concentration
en matière solide dans la plage allant d'environ 1 % à environ 3 %, la suspension
de matière fibreuse est appliquée sur la toile longue (26) d'un formeur à toile longue
ou d'un formeur hybride au moyen d'une caisse d'arrivée (28) à une densité de matière
< 0,5 %, en particulier à une densité de matière dans la plage allant d'environ 0,15
% à environ 0,25 %, pour la déshydratation et la formation d'une bande de matière
fibreuse, la toile longue (26), en particulier dans la zone initiale de formation
de feuille, est mise en mouvement d'agitation, et la bande de matière fibreuse formée
est davantage déshydratée dans une partie de pressage (16) et séchée dans une partie
de séchage (18),
la partie de séchage (18) comportant une partie de pré-séchage (181) et une partie de post-séchage (182), et la partie de pré-séchage (181) contenant de préférence plusieurs groupes de séchage et la partie de pré-séchage
(181) comportant au plus deux groupes de séchage à un étage et la partie de pré-séchage
(181) comportant au plus trois groupes de séchage à deux étages munis en particulier chacun
d'au plus huit cylindres de séchage (46), et une unité de séchage à impact (54) étant
associée à au moins un cylindre de séchage (46) de la partie de post-séchage (182), et un appareil de compression (50) réalisé avec une bande élastique étant agencé
entre la partie de pré-séchage (181) et la partie de post-séchage (182), afin de comprimer la bande de matière fibreuse dans la direction de déplacement
de la bande (L).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'épaississement de la bande de matière fibreuse a lieu au moyen d'une presse à vis
ou d'une presse à double toile.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la bande de matière fibreuse sortant de la partie de pressage (16) présente une teneur
en matière sèche dans la plage allant de 35 % à 45 % et de préférence une teneur en
matière sèche dans la plage de 40 %.
4. Dispositif (10) pour la fabrication de papier d'emballage, en particulier de papier
kraft pour sacs, en particulier pour la réalisation du procédé selon l'une quelconque
des revendications précédentes, comprenant une préparation de matière (12), qui comporte
un appareil d'épaississement (20), afin d'épaissir une suspension de matière fibreuse
à une concentration en matière solide dans la plage allant d'environ 30 % à environ
35 %, ainsi qu'un raffineur (22, 24), afin de soumettre la suspension de matière fibreuse,
après l'épaississement, à un broyage à haute consistance à une concentration en matière
solide dans la plage allant d'environ 30 % à environ 35 %, ainsi qu'après le broyage
à haute consistance, un broyage à faible consistance à une concentration en matière
solide dans la plage allant d'environ 1 % à environ 3 %, comprenant une partie toile
(14) pour la déshydratation de la suspension de matière fibreuse et pour la formation
d'une bande de matière fibreuse, qui comporte un formeur à toile longue ou un formeur
hybride, sur la toile longue (26) duquel la suspension de matière fibreuse peut être
appliquée par une caisse d'arrivée (28) à une densité de matière < 0,5 %, en particulier
à une densité de matière dans la plage allant d'environ 0,15 % à environ 0,25 %, comprenant
un appareil d'agitation, par lequel la toile longue (26) peut être mise en mouvement
d'agitation, en particulier dans la zone initiale de formation de feuille, comprenant
une partie de pressage (16) pour la déshydratation supplémentaire de la bande de matière
fibreuse, et comprenant une partie de séchage (18) pour le séchage de la bande de
matière fibreuse, la partie de séchage (18) comportant une partie de pré-séchage (181) et une partie de post-séchage (182), et la partie de pré-séchage (181) contenant de préférence plusieurs groupes de séchage et la partie de pré-séchage
(181) comportant au plus deux groupes de séchage à un étage et la partie de pré-séchage
(181) comportant au plus trois groupes de séchage à deux étages munis en particulier chacun
d'au plus huit cylindres de séchage (46), et une unité de séchage à impact (54) étant
associée à au moins un cylindre de séchage (46) de la partie de post-séchage (182), et un appareil de compression (50) réalisé avec une bande élastique étant agencé
entre la partie de pré-séchage (181) et la partie de post-séchage (182), afin de comprimer la bande de matière fibreuse dans la direction de déplacement
de la bande (L).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'appareil d'épaississement (20) comporte une presse à vis ou une presse à double
toile.
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce qu'il est réalisé de telle sorte que la bande de matière fibreuse sortant de la partie
de pressage (16) présente une teneur en matière sèche dans la plage allant de 35 %
à 45 % et de préférence une teneur en matière sèche dans la plage de 40 %.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que la partie de pressage (16) comprend uniquement une ligne de pressage unique (32),
qui est formée par une ligne de pressage à double feutre qui est allongée dans la
direction de déplacement de la bande (L), en particulier qui est prévue en tant que
ligne de pressage à sabot.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que la partie de pressage (16) comprend uniquement deux lignes de pressage agencées l'une
après l'autre, qui sont chacune formées par une ligne de pressage qui est allongée
dans la direction de déplacement de la bande (L), en particulier qui est prévue en
tant que ligne de pressage à sabot, la deuxième ligne de pressage dans la direction
de déplacement de la bande (L) étant en particulier à simple feutre et étant munie
d'une bande de transfert.
9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce qu'une ligne de pressage respective (32) allongée dans la direction de déplacement de
la bande présente une longueur > 220 mm, en particulier > 270 mm.
10. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la partie de pré-séchage (181) comporte au moins un humidificateur à buse (48) pour le profilage transversal de
l'humidité.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 10, caractérisé en ce que la bande de matière fibreuse présente, avant l'appareil de compression (50), une
teneur en matière sèche dans la plage allant d'environ 62 % à environ 68 %.