(19)
(11) EP 3 225 282 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.10.2017  Patentblatt  2017/40

(21) Anmeldenummer: 16163442.3

(22) Anmeldetag:  31.03.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A62B 35/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(71) Anmelder: Skylotec GmbH
56566 Neuwied (DE)

(72) Erfinder:
  • Kruse, Jan-Eric
    56599 Leutesdorf (DE)
  • Probst, Myriam
    50674 Köln (DE)

(74) Vertreter: Michalski Hüttermann & Partner Patentanwälte mbB 
Speditionstraße 21
40221 Düsseldorf
40221 Düsseldorf (DE)

 
Bemerkungen:
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
 


(54) GURT ZUM ANLEGEN AN EINE ZU SICHERNDE PERSON


(57) Die Erfindung betrifft einen Gurt zum Anlegen an eine zu sichernde Person, insbesondere Klettergurt oder als persönliche Schutzausrüstung, mit einem Hüftgurt (1), einem Beingurt (2) und einem Anseilpunkt (3), wobei der Beingurt (2) zwei Beinschlaufen (7) mit jeweils zwei Schlaufenenden (11) aufweist, die zwei Schlaufenenden (11) jeweils in einen sich zwischen zwei entgegengesetzten Enden (10) erstreckenden Beinverbindungsbereich (9) derart übergehen, dass an jedem Ende (10) zwei Schlaufenenden (11) angeordnet sind, so dass der Beinverbindungsbereich (9) die Beinschlaufen (7) miteinander verbindet, und die Schlaufenenden (11) zwischen den beiden Enden (10) miteinander verwebt sind, um den Beinverbindungsbereich (9) auszubilden, und der Hüftgurt (1) und der Beinverbindungsbereich (9) an dem Anseilpunkt (3) derart miteinander verbunden sind, dass der Anseilpunkt (3) zwischen den Beinschlaufen (7) angeordnet ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Gurt zum Anlegen an eine zu sichernde Person, insbesondere Klettergurt oder als persönliche Schutzausrüstung, mit einem Hüftgurt, einem Beingurt und einem Anseilpunkt, wobei der Beingurt zwei Beinschlaufen mit jeweils zwei Schlaufenenden aufweist und der Hüftgurt und der Beingurt an dem Anseilpunkt derart miteinander verbunden sind, dass der Anseilpunkt zwischen den Beinschlaufen angeordnet ist.

[0002] Als Gurt bezeichnet man ein Teil einer Sicherheitsausrüstung, der beim Klettern, Bergsteigen, Klettersteig gehen oder absturzgefährdeten Arbeiten am Körper getragen wird und durch den eine Verbindung zwischen der zu sichernden Person und einer Sicherungseinrichtung gegen Absturz hergestellt wird. Der Gurt ist in der Regel aus mehreren Schlaufen aufgebaut, die als Hüftgurt um die Körpermitte sowie als Beingurt um die Beine gelegt werden. Die Schlaufen sind an einem Anseilpunkt zusammengeführt, mit dem ein Sicherungsseil oder ein Karabiner als Sicherungseinrichtung gegen Absturz verbunden werden kann. Der Hüftgurt, der Beingurt und ein gegebenenfalls vorhandener Brustgurt sind an die Körpermaße der zu sichernden Person anpassbar, damit einerseits zwischen Person und Gurt auftretende Kräfte sicher übertragen und andererseits verhindert werden kann, dass die zu sichernde Person unbeabsichtigt aus dem Gurt rutscht. Gurte zum Klettern im Freizeitbereich sowie für den Arbeitsschutz sind vom grundsätzlichen Aufbau vergleichbar, haben jedoch unterschiedlichen Normen zu erfüllen. Während im Sportbereich beispielsweise die Norm EN 12277 einschlägig ist, gilt für Gurte zur Arbeitssicherung die Norm EN 361 sowie für Haltegurte die Norm EN 358.

[0003] Die Beinschlaufen des Beingurtes sind in der Regel über einen Beinverbindungsbereich miteinander verbunden, welcher wiederum mit dem beispielsweise als Anseilring ausgestalteten Anseilpunkt verbunden ist. Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Gurten ist der Beinverbindungsbereich und der Anseilpunkt aus einem oder mehreren Bändern, beispielsweise Gurtbändern, Einfassbändern oder einer Kombination der vorgenannten Bänder, oder aus einzelnen Schnüren ausgeführt. Da der Beinverbindungsbereich und der Anseilpunkt die kräftemäßig höchst beanspruchte Stelle des Gurtes darstellen, werden die Bänder einzeln miteinander vernäht, wobei besonders wichtige Nähte manuell und teils sehr umständlich eingebracht werden. Insofern benötigt die Herstellung des Beinverbindungsbereiches und des Anseilpunkts trotz der in den letzten Jahren einhergehenden Automatisierung immer noch viel aufwändige Handarbeit, um eine entsprechende Sicherheit und Langlebigkeit des Gurtes zu gewährleisten. Dies erklärt, warum sich in den letzten Jahrzehnten im Stand der Technik keinerlei grundsätzlich andere Ausgestaltungen für diese einerseits bei der Herstellung aufwändigste Stelle und andererseits beim Gebrauch meist beanspruchte Stelle des Gurtes finden.

[0004] Ausgehend von dieser Situation ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen Gurt anzugeben, der hinsichtlich des Beinverbindungsbereiches und des Anseilpunkts einerseits wesentlich einfacher herzustellen ist und andererseits langlebiger ist.

[0005] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

[0006] Demnach wird die Aufgabe durch einen Gurt zum Anlegen an eine zu sichernde Person, insbesondere Klettergurt oder als persönliche Schutzausrüstung, mit einem Hüftgurt, einem Beingurt und einem Anseilpunkt gelöst, wobei der Beingurt zwei Beinschlaufen mit jeweils zwei Schlaufenenden aufweist, die zwei Schlaufenenden jeweils in einem sich zwischen zwei entgegengesetzten Enden erstreckenden Beinverbindungsbereich derart übergehen, dass an jedem Ende zwei Schlaufenenden angeordnet sind, so dass der Beinverbindungsbereich die Beinschlaufen miteinander verbindet, und die Schlaufenenden zwischen den beiden Enden miteinander verwebt sind, um den Beinverbindungsbereich auszubilden, und der Hüftgurt und der Beinverbindungsbereich an dem Anseilpunkt derart miteinander verbunden sind, dass der Anseilpunkt zwischen den Beinschlaufen angeordnet ist.

[0007] Ein wesentlicher Aspekt des vorgeschlagenen Gurtes ist, dass die Schlaufenenden im Beinverbindungsbereich zum Ausbilden desselben miteinander verwebt sind. Während bei den aus dem Stand der Technik bekannten Gurten der Beinverbindungsbereich oftmals aus einzelnen miteinander vernähten Bändern gestaltet war, die umständlich miteinander vernäht werden mussten, zeichnet sich die vorgeschlagene Ausgestaltung durch einen integral gestalteten Beinverbindungsbereich aus: Die beiden Schlaufenenden der einen Beinschlaufe gehen an dem einen Ende miteinander verwebt in den Beinverbindungsbereich über, sind in dem Beinverbindungsbereich miteinander verwebt, und teilen sich an dem anderen Ende in die beiden Schlaufenenden der anderen Beinschlaufe auf. Derart lässt sich der Beinverbindungsbereich und damit der Gurt wesentlich einfacher herstellen, da im Beinverbindungsbereich einerseits keine Naht mehr benötigt wird und andererseits der Beinverbindungsbereich wesentlich einfacher nämlich insbesondere einteilig ausgestaltet ist. Da auch keine Nahtbilder oder dergleichen für den Beinverbindungsbereich benötigt werden, können diese bei der Herstellung auch nicht vergessen oder bei der Benutzung des Gurtes beschädigt werden. Durch das Verweben der Schlaufenenden zum Ausbilden des Beinverbindungsbereiches wird die Herstellung des Gurtes wesentlich vereinfacht, die Langlebigkeit erhöht und damit die Sicherheit verbessert.

[0008] Der Hüftgurt und/oder der Beingurt können wie aus dem Stand der Technik bekannt ausgeführt sein, beispielsweise eine Polsterung aufweisen, die von tragenden Einfassbändern umgeben und/oder eingefasst ist, welche mit dem Anseilpunkt verbunden sind. Zudem können an dem Hüftgurt, der im Stand der Technik auch als Bauchgurt oder Lendenteil bezeichnet wird, Materialtragschlaufen, eine Verstellschnalle und/oder ein Einbindepunkt zum Verbinden mit dem Anseilpunkt vorgesehen sein. Weiter bevorzugt umfassen der Hüftgurt, der Beingurt und/oder der Anseilpunkt ein oder mehrere Gurtbänder, vorgenannte Einfassbänder, einzelne Schnüre oder eine Kombination der vorgenannten Bänder bzw. Schnüre. Die an dem Hüftgurt und/oder an dem Beingurt vorgesehenen Polsterungen können aus einem atmungsaktiven Material ausgestaltet sein, um den Tragkomfort des Gurtes zu erhöhen, beispielsweise aus einem Abstandsgewirke, Abstandsgewebe, Abstandsgeflecht und/oder einer netzartigen Polsterung. Zudem kann die Polsterung eine eigene Quersteifigkeit und/oder stellenweise Querversteifung aufweisen, damit sich der Hüftgurt bzw. Beingurt auch unter Last oder Spannung formstabil verhält.

[0009] Zwar ist es grundsätzlich möglich, dass die Polsterung eine tragende Funktion übernimmt, jedoch nehmen bevorzugt die Einfassbänder die Kräfte auf und wirken gleichzeitig als Tragbänder. Die Polsterung weist bevorzugt eine Dicke von weniger als 30 mm, vorzugsweise 20 mm auf. Als Bänder, insbesondere als Einfassbänder oder Tragbänder für den Hüftgurt und/oder für den Beingurt bzw. die Beinschlaufen finden bevorzugt Bänder aus hochfesten, synthetischen Materialien wie Polyethylen oder Polyamid Verwendung, die eine Breite von ≥ 20 mm und ≤ 50 mm aufweisen und/oder als Breit/Schmalgewebe ausgestaltet sind, nachfolgend Breit/Schmalband genannt. Der Anseilpunkt ist bevorzugt ausgestaltet, dass ein Seil, ein Karabiner, ein Steigschutzläufer oder dergleichen mit diesem verbindbar ist.

[0010] Bei einer bevorzugten Weiterbildung sind die Schlaufenenden in dem gesamten Beinverbindungsbereich miteinander verwebt und/oder vernäht. Bevorzugt ist der Beinverbindungsbereich mit den an seinen beiden Enden herausführenden Schlaufenenden oder zumindest mit einem Teil der Schlaufenenden einstückig und/oder einteilig ausgeführt, insbesondere auf einer Jacquard-Maschine bzw. einem Jacquard-Webstuhl gewebt. Zum Erhöhen der Stabilität können die bereits miteinander verwebten Schlaufenenden zusätzlich noch miteinander vernäht sein. Gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Ausgestaltungen, bei denen der Beinverbindungsbereich nur durch miteinander vernähte Tragbänder aus einem Breit/Schmalband gestaltet ist, zeichnet sich eine verwebter Beinverbindungsbereiches ferner dadurch aus, dass die Reibung zwischen Beinverbindungsbereich und Anseilpunkt beim Verschieben derselben gegeneinander wesentlich geringer ist. Da der Anseilpunkt und Beinverbindungsbereich die höchstbeanspruchte Stelle des Gurtes ist, ist der Verschleiß an dieser Stelle dadurch geringer, was zu einer erhöhten Lebensdauer des Gurtes führt.

[0011] Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist der Beinverbindungsbereich zwischen seinen Enden einen runden Querschnitt insbesondere mit einem Durchmesser ≥ 4 mm und ≤ 8 mm auf, weisen die Schlaufenenden außerhalb des Beinverbindungsbereiches und insbesondere angrenzend an diesen einen rechteckigen Querschnitt insbesondere mit einer Breite ≥ 15 mm und ≤ 50 mm auf, und/oder erstreckt sich der Beinverbindungsbereich zwischen seinen Enden ≥ 20 cm und ≤ 40 cm. Demgegenüber können die Beinschlaufen einen größeren Querschnitt aufweisen. Gegenüber einem aus dem Stand der Technik bekannten Beinverbindungsbereich aus zwei miteinander vernähten Breit/Schmalbändern, ist die Reibung zwischen dem vorgeschlagenen Beinverbindungsbereich mit rundem Querschnitt und einem beispielsweise als Anseihing aus einem Breit/Schmalband ausgeführten Anseilpunkt nochmals wesentlich geringer, wodurch sich die Sicherheit und Lebensdauer des Gurtes in besonders vorteiliger Weise vergrößert.

[0012] Bei der Ausgestaltung des Beinverbindungsbereiches mit rundem Querschnitt in Verbindung mit Schlaufenenden, die außerhalb des Beinverbindungsbereiches und insbesondere angrenzend an diesen einen rechteckigen Querschnitt aufweisen, zeichnet sich der Beinverbindungsbereich durch zwei Schlaufenenden der einen Beinschlaufe mit rechteckigen Querschnitt aus, die an dem einen Ende in den Beinverbindungsbereich mit runden Querschnitt übergehen, um sich dann an dem anderen Ende des Beinverbindungsbereiches in die beiden anderen Schlaufenenden der anderen Beinschlaufe mit wiederum rechteckigem Querschnitt aufzuspalten. Der Beinverbindungsbereich ist an dem Anseilpunkt bevorzugt derart angeordnet, dass der Beinverbindungsbereich zwischen seinen Enden relativ zum Anseilpunkt verschiebbar ist und/oder durch den Anseilpunkt hindurch geführt ist.

[0013] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung sind wenigstens ein Teil des Beinverbindungsbereiches und wenigstens ein Schlaufenende jeder Beinschlaufe aus wenigstens einem durchgehenden Faden gewebt. Bevorzugt sind das jeweils andere Schlaufenende jeder Beinschlaufe und ein weiterer Teil des Beinverbindungsbereiches ebenso aus einen weiteren, durchgehenden Faden gewebt. Durch Verwendung eines durchgehenden Fadens wird eine besonders hohe Stabilität erreicht und andererseits eine einfache Herstellung ermöglicht. Bevorzugt sind der Beinverbindungsbereich und die Schlaufenenden in einem einzigen Teil gewebt. Noch weiter bevorzugt sind der Beinverbindungsbereich, die vier Schlaufenenden sowie die zwei Beinschlaufen in einem einzigen Teil aus einem einzigen durchgehenden Faden gewebt.

[0014] Zur Ausgestaltung des Anseilpunkts existieren, wie bereits angesprochen, verschiedene Möglichkeiten. Besonders bevorzugt ist der Anseilpunkt als Anseilschlaufe ausgeführt, der Hüftgurt und der Beinverbindungsbereich durch die Anseilschlaufe geführt und/oder die Anseilschlaufe aus einem Band mit einem rechteckigen Querschnitt, insbesondere als Breit/Schmalband ausgeführt. Ebenso kann der Anseilpunkt als Anseilring oder als Anseilöse ausgestaltet sein. Bevorzugt sind der Hüftgurt an einem oberen Ende der Anseilschlaufe und/oder der Beinverbindungsbereich an einem unteren Ende der Anseilschlaufe mit dieser verbunden ist.

[0015] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der Beinverbindungsbereich aus einem Kernfaden und einer den Kernfaden umhüllenden Verschleißschicht ausgeführt, wobei die Verschleißschicht ausgestaltet ist, mit fortschreitendem Gebrauch des Gurtes ihre Farbe und/oder die Farbintensität ihrer Farbe als Indikator für den Verschleiß des Gurtes zu ändern, und/oder der Kernfaden aus einem Material gebildet ist, welches gegenüber der Verschleißschicht eine andere Farbe und/oder eine andere Farbintensität der Farbe aufweist. Bei der Benutzung des Gurtes ist es regelmäßig so, dass der Beinverbindungsbereich an dem Anseilpunkt und/oder an einem Karabiner oder dergleichen scheuert. Dadurch nutzt sich die Verschleißschicht ab und der andersfarbige, bislang durch die Verschleißschicht abgedeckte Kernfaden kommt zum Vorschein. Die den Gurt benutzende Person erkennt, dass der Gurt zur Beibehaltung der Sicherheit ausgetauscht werden soll, auch wenn weiterhin der Kernfaden und gegebenenfalls ein Teil der Verschleißschicht den Beingurt sicher mit dem Anseilpunkt verbindet.

[0016] Durch das Vorsehen der den Kernfaden vorzugsweise vollständig umhüllenden Verschleißschicht wird eine objektive Möglichkeit geschaffen, in verlässlicher Weise den Verschleiß des Gurtes zu erkennen. Der Kernfaden und/oder die Verschleißschicht sind bevorzugt aus hochfesten, synthetischen Materialien wie Polyethylen oder Polyamid, beispielsweise Dyneema, ausgeführt. Besonders bevorzugt sind eine Mehrzahl miteinander verflochtener Kernfäden vorgesehen, wobei die Verschleißschicht ebenso aus miteinander verwebten Fäden ausgeführt ist. Bevorzugt umgibt die Verschleißschicht die gesamte Hüllfläche des Kernfadens. Noch weiter bevorzugt umhüllt die Verschleißschicht, in Schnittansicht, den Kernfaden derart, dass die Dicke der Verschleißschicht ≤ 5 %, ≤ 10 % oder ≤ 20 % des Durchmessers des Kernfadens beträgt. Dadurch, dass im Beinverbindungsbereich die Schlaufenenden zu einer Einheit zum Ausbilden des Beinverbindungsbereiches miteinander verwebt sind, lässt sich im Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik bekannten Ausgestaltungen, bei denen im Beinverbindungsbereich die Tragbänder der Beinschlaufen nur miteinander vernäht sind und insofern keine die Tragbänder umhüllende Verschleißschicht aufweisen können, in verlässlicher Weise der Verschleiß des Gurtes erkennen.

[0017] Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist ein Winkel zwischen den von dem Ende abzweigenden Schlaufenenden vorbestimmt und beträgt vorzugsweise ≥ 30° und ≤ 40°. An dem Ende des Beinverbindungsbereiches teilen sich die Schlaufenenden in Richtung der Beinschlaufe auf. Durch eine derartige Vorbestimmung des Winkels, in dem sich die von dem Ende abzweigenden Schlaufenenden zumindestens in dem Bereich angrenzend an dem Beinverbindungsbereich voneinander weg erstrecken, lässt sich ein optimaler Tragekomfort des Gurtes gewährleisten. Ein Winkel von ≥ 30° und ≤ 40° hat sich als besonders vorteilig herausgestellt, um, angepasst an die menschliche Anatomie der mit dem Gurt gesicherten Person, die sich an die Schlaufenenden anschließende Beinschlaufe einerseits eng und andererseits bequem an einem Bein der Person anliegen zu lassen.

[0018] Zur Ausgestaltung des Hüftgurts existieren grundsätzlich verschiedene aus dem Stand der Technik bekannte Möglichkeiten. Nach einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist jedoch vorgesehen, dass der Hüftgurt im Bereich des Anseilpunktes einen runden Querschnitt aufweist. Der Querschnitt weist bevorzugt einen Durchmesser von ≥ 4 mm und ≤ 8 mm auf. Weiter bevorzugt weist der Hüftgurt wenigstens teilweise ein Breit/Schmalband mit einem Breit/Schmal-Querschnitt auf, das im Bereich des Anseilpunktes in den runden Querschnitt übergeht bzw. mit rundem Querschnitt gewebt ist. Durch Vorsehen des runden Querschnitts wird, ebenso wie bei dem Beinverbindungsbereich mit rundem Querschnitt, die Reibung zwischen Hüftgurt und Anseilpunkt verringert, wodurch der Verschleiß des Hüftgurtes reduziert und die Lebensdauer des Gurtes verbessert wird.

[0019] Nach einer noch weiter bevorzugten Ausgestaltung sind die Schlaufenenden mit der Beinschlaufe mittels einer Verbindungsnaht verbunden bzw. vernäht. Bei dieser Ausgestaltung teilt sich der Beinverbindungsbereich an seinem Ende jeweils in die zwei Schlaufenenden auf, die sich beispielsweise über 10 cm erstrecken und an ihren jeweiligen Enden mit dem Beingurt vernäht sind. Bei einer derartigen zweiteiligen Fertigung lassen sich der Beinverbindungsbereich und der Beingurt mit Beinschlaufe in einfacher Weise und unabhängig voneinander herstellen und dann durch Vernähen zusammenfügen.

[0020] Nach einer noch weiter bevorzugten Ausgestaltung ist an dem Beinverbindungsbereich ein Fixierband ausbildet, welches insbesondere mit dem Beinverbindungsbereich verwebt ist, durch welches der Beinverbindungsbereich lagesicher an dem Anseilpunkt fixierbar ist. Alternativ kann das Fixierband auch mit dem Beinverbindungsbereich vernäht sein, beispielsweise auf den Beinverbindungsbereich aufgenäht sein. Sofern der Anseilpunkt als Anseilschleife ausgeführt ist, liegt das Fixierband vorzugsweise beidseitig an dem Beinverbindungsbereich an und umgreift derart zusammen mit dem Beinverbindungsbereich die Anseilschlaufe.

[0021] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen anhand einer bevorzugten Ausführungsform näher erläutert.

[0022] Es zeigen:
Fig. 1
einen Gurt nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer schematischen Vorderansicht,
Fig. 2
den Gurt gemäß Fig. 1 in einer perspektivischen Seit-/Rückansicht,
Fig. 3
einen Beingurt des Gurtes gemäß Fig. 1 mit Beinverbindungsbereich in einer perspektivischen Ansicht, und
Fig. 4
einen Ausschnitt des Beingurtes gemäß Fig. 3 mit Schnitt durch den Beinverbindungsbereich.


[0023] Fig. 1 zeigt einen Gurt zum Anlegen an eine zu sichernde Person gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer schematischen Vorderansicht. Der Gurt, der einerseits zum Klettern und Bergsteigen im Sportbereich und andererseits als Teil einer persönlichen Schutzausrüstung benutzbar ist, ist zudem in Fig. 2 in einer perspektivischen Seit-/Rückansicht gezeigt und weist einen Hüftgurt 1, einen Beingurt 2 sowie einen Anseilpunkt 3 auf.

[0024] Der Hüftgurt 1, auch Bauchgurt oder Lendengurt genannt, ist aus einem umlaufenden Tragband 4 oder Trägergewebe ausgestaltet, welches mittels einer Verstellschnalle 5 längenveränderbar ist. Das Tragband 4 bzw. Trägergewebe ist aus einem hochfesten, synthetischen Material wie Polyethylen oder Polyamid ausgeführt und weist im Bereich der Verstellschnalle 5 eine Breite von 40 mm auf. Innenseitig an dem Tragband 4 ist eine Polsterung 6 vorgesehen, die aus einem atmungsaktiven Material ausgestaltet ist und eine Dicke von 2 bis 10 mm aufweist. Die Polsterung 6 ist mit dem Tragband 4 bzw. Trägergewebe verklebt, vernäht oder auf sonstige Weise verbunden. Der Beingurt 2 weist zwei Tragschlaufen 7 auf, die ebenso aus einem Tragband mit innenliegender Polsterung ausgestaltet sind.

[0025] Der Anseilpunkt 3 ist als Anseilschlaufe 8 ausgeführt und weist wie das Tragband 4 bzw. Trägergewebe des Hüftgurtes 1 ein Breit/Schmalband aus hochfestem, synthetischem Material mit einer Breite von 10 bis 30 mm auf. Sowohl der Hüftgurt 1 als auch ein die beiden Beinschlaufen 7 verbindender Beinverbindungsbereich 9 sind durch die Anseilschlaufe 8 hindurch geführt. In die Anseilschlaufe 8 ist beispielsweise ein Karabiner einklinkbar, mittels dessen die mit dem Gurt gesicherte Person mit einem Auffanggerät oder dergleichen zur Sicherung gegen Absturz verbindbar ist.

[0026] Der Beinverbindungsbereich 9 erstreckt sich zwischen zwei entgegengesetzten Enden 10, wobei der Anseilpunkt 3 etwa mittig zwischen den beiden Enden 10 angeordnet ist. Jede der beiden Beinschlaufen 7 weist zwei Schlaufenenden 11 auf, die in Richtung des Beinverbindungsbereiches 9 in den Beinverbindungsbereich 9 übergehen, nämlich zwischen den beiden Enden 10 miteinander verwebt den Beinverbindungsbereich 9 ausbilden.

[0027] Im Gegensatz zu aus dem Stand der Technik bekannten Beinverbindungen, bei denen die Bänder der Beinschlaufen miteinander vernäht die Beinverbindung ausbilden, ist vorliegend der Beinverbindungsbereich 9 dadurch ausgebildet, dass die Schlaufenenden 11 jeder Beinschlaufe 7 jeweils beginnend ab dem jeweiligen Ende 10 miteinander verwebt sind. Während die Schlaufenenden 11 im Bereich des Endes 10 und außerhalb des Beinverbindungsbereiches 9 angrenzend an diesen einen rechteckigen Querschnitt mit einer Breite von 30 mm aufweisen, erstreckt sich der Beinverbindungsbereich 9 zwischen seinen Enden 10 über 30 cm, variierend je nach Größe des Gurtes, mit einem runden Querschnitt von 5 mm.

[0028] Durch den runden Querschnitt des Beinverbindungsbereiches 9 ist die Reibung zwischen Beinverbindungsbereich 9 und Anseilschlaufe 8 im Vergleich zu aus dem Stand der Technik bekannten Beinverbindungen mit miteinander vernähten Tragbändern aus Breit/Schmalband wesentlich geringer.

[0029] Zur lagesicheren Fixierung des Beinverbindungsbereiches 9 relativ zu dem Anseilpunkt 3 ist an dem Beinverbindungsbereich 9 ein Fixierband 12 ausgebildet, angedeutet durch einen Strich, welches ebenso als Breit/Schmalband ausgebildet, mit dem Beinverbindungsbereich 9 vernäht oder mit diesem verwebt ist.

[0030] Auch wenn es grundsätzlich möglich ist, die beiden Beinschlaufen 7 sowie den Beinverbindungsbereich 9 aus einem durchgehenden Faden zu weben, ist vorliegend der Beinverbindungsbereich 9 und jeweils ein Schlaufenende 11 jeder Beinschlaufe 7 aus einem durchgehenden Faden gewebt. Die jeweiligen Schlaufenenden 11 sind mit der jeweiligen Beinschlaufe 7 mit einer Verbindungsnaht 13 verbunden bzw. vernäht. Alternativ können beide Beinschlaufen 7, die vier Schlaufenende 11 und der Beinverbindungsbereich 9 aus einem einzigen Faden gewebt sein.

[0031] Um einen angenehmen Tragekomfort für die Beinschlaufen 7 zu schaffen, ist ein Winkel zwischen den von dem jeweiligen Ende 10 jeweils abzweigenden Schlaufenenden 11 vorbestimmt und beträgt, wie der nur den Beingurt 2 mit Beinverbindungsbereich 9 im Detail zeigenden Fig. 3 ersichtlich, vorliegend etwa 30°. Um die Reibung zwischen Anseilschlaufe 8 und dem Hüftgurt 1 zu verringern, ist das Tragband 4 bzw. Trägergewebe des Hüftgurtes 1 im Bereich 14 des Anseilpunktes 3 in einem runden Querschnitt gewebt.

[0032] Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt des Beinverbindungsbereiches 9 mit davon abzweigenden Schlaufenenden 11. Im oberen Teil der Figur 4 ist der Beinverbindungsbereich 9 in Schnittansicht mit rundem Querschnitt gezeigt. Aus dem Querschnitt ist ersichtlich, dass der Beinverbindungsbereich 9 aus einem Kernfaden 15 und einer den Kernfaden 15 umhüllenden Verschleißschicht 16 ausgeführt ist. Die Verschleißschicht 16 umhüllt die vollständige Mantelfläche des Kernfadens 15.

[0033] Der Kernfaden 15 sowie die Verschleißschicht 16 sind, wenn auch nur Fig. 4 schematisch gezeigt, jeweils aus einer Mehrzahl miteinander verwebter Fäden aus Polyethylen oder Polyamid ausgeführt, wobei der Kernfaden 15 gegenüber der Verschleißschicht 16 eine andere Farbe aufweist. Alternativ kann die Verschleißschicht 16 ausgestaltet sein, mit fortschreitendem Gebrauch des Gurtes ihre Farbe als Indikator für den Verschleiß des Gurtes zu ändern.

[0034] Denn dadurch, dass der Beinverbindungsbereich 9 relativ zu der Anseilschlaufe 8 in dieser verschoben wird, entsteht zwischen der Anseilschlaufe 8 und dem Beinverbindungsbereich 9 Reibung. Durch die Reibung reduziert sich die Dicke der Verschleißschicht 16, so dass nach einiger Zeit der Kernfaden 15 zum Vorschein kommt. Da der Kernfaden 15 gegenüber der Verschleißschicht 16 eine andere Farbe aufweist, erkennt die mit dem Gurt gesicherte Person, dass zur Beibehaltung der Sicherheit der Gurt bzw. der Beingurt 2 auszutauschen ist.
Bezugszeichenliste
Hüftgurt 1
Beingurt 2
Anseilpunkt 3
Tragband 4
Verstellschnalle 5
Polsterung 6
Beinschlaufe 7
Anseilschlaufe 8
Beinverbindungsbereich 9
Ende 10
Schlaufenende 11
Fixierband 12
Verbindungsnaht 13
Bereich 14
Kernfaden 15
Verschleißschicht 16



Ansprüche

1. Gurt zum Anlegen an eine zu sichernde Person, insbesondere Klettergurt oder als persönliche Schutzausrüstung, mit einem Hüftgurt (1), einem Beingurt (2) und einem Anseilpunkt (3), wobei
der Beingurt (2) zwei Beinschlaufen (7) mit jeweils zwei Schlaufenenden (11) aufweist,
die zwei Schlaufenenden (11) jeweils in einen sich zwischen zwei entgegengesetzten Enden (10) erstreckenden Beinverbindungsbereich (9) derart übergehen, dass an jedem Ende (10) zwei Schlaufenenden (11) angeordnet sind, so dass der Beinverbindungsbereich (9) die Beinschlaufen (7) miteinander verbindet, und die Schlaufenenden (11) zwischen den beiden Enden (10) miteinander verwebt sind, um den Beinverbindungsbereich (9) auszubilden, und
der Hüftgurt (1) und der Beinverbindungsbereich (9) an dem Anseilpunkt (3) derart miteinander verbunden sind, dass der Anseilpunkt (3) zwischen den Beinschlaufen (7) angeordnet ist.
 
2. Gurt nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Schlaufenenden (11) in dem gesamten Beinverbindungsbereich (9) miteinander verwebt und/oder vernäht sind.
 
3. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Beinverbindungsbereich (9) zwischen seinen Enden (10) einen runden Querschnitt insbesondere mit einem Durchmesser ≥ 4 mm und ≤ 8 mm aufweist, die Schlaufenenden (11) außerhalb des Beinverbindungsbereiches (9) einen rechteckigen Querschnitt insbesondere mit einem Breite ≥ 15 mm und ≤ 50 mm aufweisen, und/oder Beinverbindungsbereich (9) sich zwischen seinen Enden (10) ≥ 20 cm und ≤ 40 cm erstreckt.
 
4. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Beinverbindungsbereich (9) und wenigstens ein Schlaufenende (11) jeder Beinschlaufe (7) aus wenigstens einem durchgehenden Faden gewebt sind.
 
5. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Anseilpunkt (3) als Anseilschlaufe (8) ausgeführt sind, der Hüftgurt (1) und der Beinverbindungsbereich (9) durch die Anseilschlaufe (8) geführt ist und/oder die Anseilschlaufe (8) aus einem Band mit einem rechteckigen Querschnitt ausgeführt ist.
 
6. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Beinverbindungsbereich (9) aus einem Kernfaden (15) und einer den Kernfaden (15) umhüllende Verschleißschicht (16) ausgeführt ist und die Verschleißschicht (16) ausgestaltet ist, mit fortschreitendem Gebrauch des Gurtes ihre Farbe und/oder die Farbintensität ihrer Farbe als Indikator für den Verschleiß des Gurtes zu ändern, und/oder der Kernfaden (15) aus einem Material gebildet ist, welches gegenüber der Verschleißschicht (16) eine andere Farbe und/oder eine andere Farbintensität der Farbe aufweist.
 
7. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Winkel zwischen den von dem Ende (10) abzweigenden Schlaufenenden (11) vorbestimmt ist, vorzugsweise ≥ 30° und ≤ 40° beträgt.
 
8. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hüftgurt (1) im Bereich des Anseilpunktes (3) einen runden Querschnitt aufweist.
 
9. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schlaufenenden (11) mit der Beinschlaufe (7) mittels einer Verbindungsnaht (13) verbunden sind.
 
10. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an dem Beinverbindungsbereich (9) ein Fixierband (12) ausbildet ist, insbesondere mit dem Beinverbindungsbereich (9) verwebt ist, durch welches der Beinverbindungsbereich (9) lagesicher an dem Anseilpunkt (3) fixierbar ist.
 


Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.


1. Gurt zum Anlegen an eine zu sichernde Person, insbesondere Klettergurt oder als persönliche Schutzausrüstung, mit einem Hüftgurt (1), einem Beingurt (2) und einem Anseilpunkt (3), wobei

der Beingurt (2) zwei Beinschlaufen (7) mit jeweils zwei Schlaufenenden (11) aufweist,

die zwei Schlaufenenden (11) jeweils in einen sich zwischen zwei entgegengesetzten Enden (10) erstreckenden Beinverbindungsbereich (9) derart übergehen, dass an jedem Ende (10) zwei Schlaufenenden (11) angeordnet sind, so dass der Beinverbindungsbereich (9) die Beinschlaufen (7) miteinander verbindet, und die zu einer Beinschlaufe (7) gehörenden Schlaufenenden (11) zwischen den beiden Enden (10) miteinander verwebt sind, um den Beinverbindungsbereich (9) auszubilden, und

der Hüftgurt (1) und der Beinverbindungsbereich (9) an dem Anseilpunkt (3) derart miteinander verbunden sind, dass der Anseilpunkt (3) zwischen den Beinschlaufen (7) angeordnet ist.


 
2. Gurt nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Schlaufenenden (11) in dem gesamten Beinverbindungsbereich (9) miteinander verwebt und/oder vernäht sind.
 
3. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Beinverbindungsbereich (9) zwischen seinen Enden (10) einen runden Querschnitt insbesondere mit einem Durchmesser ≥ 4 mm und ≤ 8 mm aufweist, die Schlaufenenden (11) außerhalb des Beinverbindungsbereiches (9) einen rechteckigen Querschnitt insbesondere mit einem Breite ≥ 15 mm und ≤ 50 mm aufweisen, und/oder Beinverbindungsbereich (9) sich zwischen seinen Enden (10) ≥ 20 cm und ≤ 40 cm erstreckt.
 
4. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Beinverbindungsbereich (9) und wenigstens ein Schlaufenende (11) jeder Beinschlaufe (7) aus wenigstens einem durchgehenden Faden gewebt sind.
 
5. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Anseilpunkt (3) als Anseilschlaufe (8) ausgeführt sind, der Hüftgurt (1) und der Beinverbindungsbereich (9) durch die Anseilschlaufe (8) geführt ist und/oder die Anseilschlaufe (8) aus einem Band mit einem rechteckigen Querschnitt ausgeführt ist.
 
6. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Beinverbindungsbereich (9) aus einem Kernfaden (15) und einer den Kernfaden (15) umhüllende Verschleißschicht (16) ausgeführt ist und die Verschleißschicht (16) ausgestaltet ist, mit fortschreitendem Gebrauch des Gurtes ihre Farbe und/oder die Farbintensität ihrer Farbe als Indikator für den Verschleiß des Gurtes zu ändern, und/oder der Kernfaden (15) aus einem Material gebildet ist, welches gegenüber der Verschleißschicht (16) eine andere Farbe und/oder eine andere Farbintensität der Farbe aufweist.
 
7. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Winkel zwischen den von dem Ende (10) abzweigenden Schlaufenenden (11) vorbestimmt ist, vorzugsweise ≥ 30° und ≤ 40° beträgt.
 
8. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hüftgurt (1) im Bereich des Anseilpunktes (3) einen runden Querschnitt aufweist.
 
9. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schlaufenenden (11) mit der Beinschlaufe (7) mittels einer Verbindungsnaht (13) verbunden sind.
 
10. Gurt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an dem Beinverbindungsbereich (9) ein Fixierband (12) ausbildet ist, insbesondere mit dem Beinverbindungsbereich (9) verwebt ist, durch welches der Beinverbindungsbereich (9) lagesicher an dem Anseilpunkt (3) fixierbar ist.
 




Zeichnung
















Recherchenbericht









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