[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein beheizbares Verkehrszeichen mit einer Signalfläche,
einem ersten elektrischen Heizelement, das derart angeordnet und eingerichtet ist,
dass mit dem ersten elektrischen Heizelement die Signalfläche beheizbar ist, und einer
Steuer- und/oder Regelungselektronik, die zum Steuern und/oder Regeln des ersten Heizelementes
eingerichtet und mit dem ersten Heizelement verbunden ist.
[0002] Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Steuern und/oder
Regeln eines beheizbaren Verkehrszeichens.
[0003] Verkehrszeichen sind häufig unterschiedlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Einige
Witterungsbedingungen können dazu führen, dass die informationsanzeigende Signalfläche
des Verkehrszeichens mit Kondensat beschlägt, vereist und/oder durch Schneeansammlungen
unlesbar oder verdeckt wird. Eine verdeckte oder unlesbare informationsanzeigende
Signalfläche wirkt dem Zweck des Verkehrszeichens, den Verkehr zu informieren, zu
wider. Handelt es sich bei dem Verkehrszeichen beispielsweise um einen Verkehrsspiegel,
der eine bessere Übersicht eines Verkehrsteilnehmers über schwer überschaubare Kreuzungen
und/oder Ein- bzw. Ausfahrten ermöglichen soll, ist die Signalfläche die Spiegelfläche
des Verkehrsspiegels. Ist die Spiegelfläche mit Kondensat beschlagen, vereist oder
mit Schnee bedeckt, ist eine möglicherweise gefahrabwendende Einsichtnahme gar nicht
oder nur eingeschränkt möglich.
[0004] Um ein Beschlagen mit Kondensat, ein Vereisen oder ein Anlagern von Schnee zu verhindern,
sind die Spiegelflächen einiger Verkehrsspiegel beheizbar. Zum Beheizen der Spiegelfläche
weist der Verkehrsspiegel ein elektrisches Heizelement auf, das hinter der Spiegelfläche
angeordnet oder in die Spiegelfläche eingelassen ist.
[0005] Die Ursachen für ein Beschlagen mit Kondensat, einem Vereisen oder ein Ansammeln
von Schnee kann in einer ersten Näherung auf die Temperatur des Verkehrsspiegels zurückgeführt
werden. Liegt die Temperatur des Verkehrsspiegels unter dem Taupunkt von Wasser, kann
die Spiegelfläche mit Kondensat beschlagen, vereisen oder sich Schnee ansammeln. Bei
herkömmlichen beheizbaren Verkehrsspiegeln ermittelt ein Thermostat die Umgebungstemperatur.
Liegt die ermittelte Temperatur unter einem voreingestellten Wert, wird das Heizelement
mit einer Steuer- und/oder Regelungselektronik zum Beheizen der Spiegelfläche eingeschaltet.
[0006] Die pauschale Beheizung des Verkehrsspiegels unterhalb einer vorbestimmten Temperatur,
führt dazu, dass das Heizelement auch dann eingeschaltet wird, wenn die Spiegelfläche
nicht mit Kondensat beschlagen, vereist oder mit Schnee bedeckt ist. Ein unnötiges
Einschalten des Heizelementes reduziert dessen Lebensdauer, führt zu einem höheren
Energieverbrauch und verursacht auf diese Weise höhere Betriebskosten.
[0007] Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein beheizbares
Verkehrszeichen bereitzustellen, das im Hinblick auf den Energiebedarf und die damit
verbundenen Kosten wirtschaftlicher betreibbar ist.
[0008] Die Aufgabe wird durch ein beheizbares Verkehrszeichen mit einer Signalfläche, einem
ersten elektrischen Heizelement, das derart angeordnet und eingerichtet ist, dass
mit dem ersten elektrischen Heizelement die Signalfläche beheizbar ist, einer Steuer-
und/oder Regelungselektronik die zum Steuern und/oder Regeln des ersten Heizelementes
eingerichtet und mit dem ersten Heizelement verbunden ist, gelöst, wobei das beheizbare
Verkehrszeichen eine Referenzfläche und ein zweites elektrisches Heizelement und eine
Sensorik aufweist, wobei das zweite elektrische Heizelement derart angeordnet und
eingerichtet ist, dass mit dem zweiten elektrischen Heizelement die Referenzfläche
beheizbar ist, wobei die Sensorik derart angeordnet und eingerichtet ist, dass sie
in einem Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens einen Beschlag auf der Referenzfläche
erfasst, wobei die Referenzfläche derart angeordnet und eingerichtet ist, dass in
dem Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens von dem Beschlag auf der Referenzfläche
auf einen Beschlag auf der Signalfläche rückschließbar ist, wobei die Steuer- und/oder
Regelungselektronik weiter derart eingerichtet ist, dass in dem Betrieb des beheizbaren
Verkehrszeichens mit der Steuer- und/oder Regelungselektronik basierend auf den von
der Sensorik erfassten Beschlag auf der Referenzfläche das erste und zweite Heizelement
steuer- und/oder regelbar sind.
[0009] Im Sinne der vorliegenden Erfindung umfasst der Begriff "Verkehrszeichen" Verkehrszeichen
aller Art, einschließlich Verkehrsspiegel, stationäre Spiegel für den Außenbereich,
Ampelanlagen, Hinweisschildern und -tafeln, die zur Weitergabe von Informationen dienen
und eine Signalfläche aufweisen. Der Begriff "Beschlag" verweist im Sinne der vorliegenden
Erfindung auf Kondensat und/oder Eis und/oder Schnee.
[0010] Der der Anmeldung zugrundeliegende Erfindungsgedanke sieht anstelle einer dauerhaften
Beheizung unterhalb eines voreingestellten Temperaturwertes vor, dass die Signalfläche
des beheizbaren Verkehrszeichens nur dann mit einem ersten elektrischen Heizelement
beheizt wird, wenn eine ausreichende Wahrscheinlichkeit für ein Beschlag auf der Signalfläche
anzunehmen ist. Für die Bestimmung einer ausreichenden Wahrscheinlichkeit, ob ein
Beschlag auf der Signalfläche ein Beheizen der Signalfläche notwendig macht, wird
ein möglicher Beschlag auf einer Referenzfläche erfasst. Die Referenzfläche dient
somit als Referenz dafür, ob die Signalfläche mit Kondensat beschlagen, vereist oder
mit Schnee bedeckt ist und durch das erste elektrische Heizelement beheizt werden
muss.
[0011] Die vorliegende Erfindung betrifft darüber hinaus auch ein Verfahren zum Steuern
und/oder Regeln eines beheizbaren Verkehrszeichen, wobei eine Signalfläche des beheizbaren
Verkehrszeichens mit einem ersten elektrischen Heizelement beheizt wird, wenn eine
Sensorik für eine Referenzfläche, die ein Referenzelement für die Signalfläche und
mit einem zweiten elektrischen Heizelement beheizbar ist, einen Beschlag auf der Referenzfläche
erfasst.
[0012] Auf der Referenzfläche angesammeltes Kondensat kann beispielsweise durch die Erfassung
von Feuchtigkeit auf der Referenzfläche erfasst werden. Liegt die erfasste Feuchtigkeit
für die Referenzfläche über einem vorbestimmten Feuchtigkeitswert, so ist die Referenzfläche
mit Kondensat beschlagen. Vorzugsweise ist der vorbestimmte Feuchtigkeitswert ein
zuvor experimentell bestimmter Feuchtigkeitswert. In einer Ausführungsform ist der
vorbestimmte Feuchtigkeitswert im Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens durch ein
maschinelles Lernen der Regel- und/oder Steuerelektronik anpassbar.
[0013] In einer Ausführungsform weist die Sensorik einen resistiven Feuchtesensor und/oder
ein Leitwertsensor auf. Der resistive Feuchtesensor und/oder der Leitwertsensor sind
so angeordnet, dass der Feuchtesensor und/oder der Leitwertsensor eine Feuchtigkeit
auf der Referenzfläche als Maß für den Beschlag erfassen. In einer weiteren Ausführungsform
weist die Sensorik zusätzlich oder alternativ einen kapazitiven und/oder optischen
Feuchtesensor auf, der so angeordnet ist, dass der kapazitive und/oder optische Feuchtesensor
eine Feuchtigkeit auf der Referenzfläche als Maß für den Beschlag erfasst.
[0014] Liegt die Temperatur für die Referenzfläche unter dem Gefrierpunkt, kann ein Beschlag
in Form von Schnee und/oder Eis vorliegen. Selbst bei Temperaturen über dem Gefrierprunkt,
d.h. bis ca. 12°C, kann sich ein Beschlag aus Schnee auf der Signalfläche und/oder
der Referenzfläche bilden, da die Verweildauer des Schnees auf der Signalfläche und/oder
der Referenzfläche auch von der Temperatur des Schnees abhängt. Je kälter der auf
die Signalfläche oder auf die Referenzfläche auftreffende Schnee ist, desto länger
dauert es, bis der Schnee bei einer Temperatur der Referenzfläche über dem Gefrierpunkt
schmilzt. Die Erfassung der Temperatur für die Referenzfläche kann daher nützlich
sein, um einen Beschlag der Referenzfläche zu erfassen.
[0015] In einer Ausführungsform weist die Sensorik einen Temperatursensor auf, der so angeordnet
und eingerichtet ist, dass er in dem Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens eine
Temperatur für die Referenzfläche erfasst, wobei die Referenzfläche derart angeordnet
und eingerichtet ist, dass in dem Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens von der
Temperatur für die Referenzfläche auf eine Temperatur für die Signalfläche rückschließbar
ist.
[0016] Insbesondere wenn die zum Erfassen eines Beschlags auf der Referenzfläche angeordnete
und eingerichtete Sensorik eine Feuchtigkeit für die Referenzfläche erfasst, ist es
vorteilhaft, wenn die Sensorik in einer Ausführungsform zusätzlich einen Temperatursensor
aufweist, der so angeordnet und eingerichtet ist, dass er in dem Betrieb des beheizbaren
Verkehrszeichens eine Temperatur für die Referenzfläche erfasst, wobei die Referenzfläche
derart angeordnet und eingerichtet ist, dass in dem Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens
von der Temperaturfür die Referenzfläche auf eine Temperatur für die Signalfläche
rückschließbar ist.
[0017] Liegt ein Beschlag in Form von Eis und/oder Schnee vor, ist eine Feuchtigkeit für
die Referenzfläche in der Regel nicht erfassbar oder liegt unter einem vorherbestimmten
Feuchtigkeitswert; dennoch ist die Referenzfläche und/oder die Signalfläche beschlagen.
Für die Ausbildung von Schnee oder Eis muss die Temperatur für die Referenzfläche
unter einem vorherbestimmten Temperaturwert liegen, beispielsweise unter dem Gefrierpunkt
von Wasser.
[0018] In einer Ausführungsform ist daher vorgesehen, dass wenn die Temperatur für die Referenzfläche
unter einem vorherbestimmten Temperaturwert liegt, die Steuer- und/oder Regelungselektronik
zunächst das zweite Heizelement zum Beheizen der Referenzfläche steuert und/oder regelt,
um möglicherweise auf der Referenzfläche angesammeltes Eis und/oder Schnee zu schmelzen.
Möglicherweise auf der Referenzfläche befindliches Eis und/oder Schnee wird durch
das Beheizen der Referenzfläche mit dem zweiten elektrischen Heizelement geschmolzen,
sodass das daraus resultierende Schmelzwasser die Feuchtigkeit für die Referenzfläche
erhöht und mit der Sensorik erfassbar ist. Auf diese Weise ist durch ein Beheizen
der Referenzfläche bei Temperaturen unter einem vorherbestimmten Temperaturwert und
ein Erfassen einer Feuchtigkeit für die Referenzfläche auf einen Beschlag aus Eis
und/oder Schnee auf der Signalfläche rückschließbar.
[0019] In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Steuern und/oder Regeln
eines beheizbaren Verkehrszeichens wird eine Temperatur für die Referenzfläche mit
Hilfe der Sensorik erfasst, wobei wenn die erfasste Temperatur für die Referenzfläche
unter einem vorherbestimmten Temperaturwert liegt, vorzugsweise dem Gefrierpunkt von
Wasser, die Referenzfläche mit dem zweiten elektrischen Heizelement beheizt wird,
um eventuell auf der Referenzfläche befindliches Eis und/oder befindlichen Schnee
zu schmelzen, wobei wenn die Feuchtigkeit für die Referenzfläche über einem vorherbestimmten
Schwellenwert liegt, die Signalfläche mit dem ersten elektrischen Heizelement und
die Referenzfläche mit dem zweiten elektrischen Heizelement beheizt werden.
[0020] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Steuern und/oder
Regeln eines beheizbaren Verkehrszeichens wird die Referenzfläche dann zum Schmelzen
von möglicherweise auf der Referenzfläche befindlichem Eis und/oder Schnee beheizt,
wenn die Sensorik keine Feuchtigkeit oder eine Feuchtigkeit für die Referenzfläche
unter einem vorherbestimmten Feuchtigkeitswert erfasst und die Temperatur für die
Referenzfläche unter einem vorherbestimmten Temperaturwert, vorzugweise unter dem
Gefrierpunkt von Wasser, liegt.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform wird zur Vermeidung von einer zukünftigen Beschlagsbildung
auf der Signalfläche, die Signalfläche mit dem ersten elektrischen Heizelement und
die Referenzfläche mit dem zweiten elektrischen Heizelement beheizt, wenn die Sensorik
eine Temperatur für die Referenzfläche erfasst, die unter einem vorherbestimmten Temperaturwert
liegt. Sinkt die Temperatur für die Referenzfläche unter den vorherbestimmten Temperaturwert,
so steigt die Wahrscheinlichkeit für ein Beschlagen der Signalfläche. Vorbeugend kann,
unabhängig davon, ob tatsächlich ein Beschlag auf der Signalfläche vorhanden ist,
auf diese Weise die Temperatur für die Signalfläche oberhalb der vorherbestimmten
Temperatur gehalten werden, sodass sich erst gar kein Beschlag auf der Signalfläche
bilden kann.
[0022] Weil von einer Temperatur für die Referenzfläche auf eine Temperatur der Signalfläche
geschlossen werden kann, kann auch von einer Temperatur für die Signalfläche auf eine
Temperatur für die Referenzfläche geschlossen werden. In einer Ausführungsform ist
daher vorgesehen, dass die Sensorik einen Temperatursensor aufweist, der so angeordnet
und eingerichtet ist, dass er in dem Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens eine
Temperatur für die Signalfläche erfasst, wobei die Referenzfläche derart angeordnet
und eingerichtet ist, dass in dem Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens von der
Temperatur für die Signalfläche auf eine Temperatur für die Referenzfläche rückschließbar
ist. Liegt die erfasste Temperatur für die Signalfläche unter einem vorherbestimmten
Temperaturwert, so ist anzunehmen, dass auch die Temperatur für die Referenzfläche
unter einem vorherbestimmten Temperaturwert liegt. Die erfasste Temperatur für Signalfläche
kann in gleicher Weise genutzt werden wie eine erfasste Temperatur für die Referenzfläche,
wie es zuvor beschrieben wurde.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Steuern und/oder
Regeln eines beheizbaren Verkehrszeichens wird mit der Sensorik ein Beschlag auf der
Referenzfläche in zeitlich vorgegebenen Abständen erfasst. Auf diese Weise wird der
Stromverbrauch für den Betrieb eines beheizbaren Verkehrszeichens reduziert.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Steuern und/oder
Regeln eines beheizbaren Verkehrszeichens wird mit der Sensorik eine Feuchtigkeit
für die Referenzfläche und/oder eine Temperatur für die Referenzfläche in zeitlich
vorgegebenen Abständen erfasst. Insbesondere das Erfassen von möglicherweise auf der
Referenzfläche befindlichem Eis und/oder Schnee durch ein testweises Beheizen der
Referenzfläche und des daraus entstehenden Schmelzwassers kann in zeitlich vorgegebenen
Abständen erfolgen, sodass ein dauerhaftes Beheizen der Referenzfläche mit dem zweiten
elektrischen Heizelement vermeidbar ist.
[0025] In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Steuern und/oder Regeln
eines beheizbaren Verkehrszeichens wird die Referenzfläche nur dann testweise zum
Erfassen von auf der Referenzfläche befindlichem Eis und/oder Schnee beheizt, wenn
die Temperatur für die Referenzfläche unter einem vorbestimmten Temperaturwert liegt.
Liegt die Temperatur über dem vorbestimmten Temperaturwert, der vorzugsweise 12°C
ist, ist die Referenzfläche zu warm, um durch Eis und/oder Schnee bedeckt zu sein.
Ein testweises Beheizen zum Schmelzen von Eis und/oder Schnee und das Erfassen von
daraus entstehenden Schmelzwassers erübrigt sich. Bei Temperaturen der Referenzfläche
über dem vorbestimmten Temperaturwert ist es insbesondere vorgesehen, dass in zeitlich
vorgegebenen Abständen mit der Sensorik eine Feuchtigkeit für die Referenzfläche erfasst
wird.
[0026] Um einen Rückschluss von einem Beschlag auf der Referenzfläche auf einen Beschlag
auf der Signalfläche zu verbessern, ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass
die Signalfläche und die Referenzfläche aus dem gleichen Material bestehen und/oder
das Material der Signalfläche und das Material der Referenzfläche die gleiche Materialstärke
aufweisen. Durch die Verwendung von dem gleichen Material für die Signalfläche und
die Referenzfläche ist sichergestellt, dass die spezifische Wärmekapazität des verwendeten
Materials, welches auch aus einem oder mehreren Materialien oder einem Materialverbund
bestehen kann, für Signalfläche und Referenzfläche identisch sind.
[0027] Das mit dem Feuchtesensor erfasste Maß für den Beschlag auf der Referenzfläche dient
somit auch als Maß für den Beschlag auf der Signalfläche. Ausgehend von dem erfassten
Maß für den Beschlag auf der Signalfläche und vorbestimmten Materialeigenschaften
für die Signalfläche ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass die Steuer- und/oder
Regelungselektronik die Heizdauer und/oder Heizleistung bestimmt, die zum Entfernen
des festgestellten Beschlags auf der Signalfläche erforderlich ist.
[0028] Von Vorteil ist weiterhin, dass die Signalfläche und die Referenzfläche die gleichen
Umgebungsbedingungen aufweisen. Unter dem Begriff "Umgebungsbedingungen" sind die
Bedingungen zu verstehen, die durch die Art der Anordnung und der konstruktiven Umgebung
für die Signalfläche bzw. die Referenzfläche festgelegt sind.
[0029] In noch einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Referenzfläche einen
Flächeninhalt aufweist, der 0,1 % bis 10 %, vorzugsweise 0,1 % bis 5 %, besonders
bevorzugt 0,1 % bis 1 % des Flächeninhalts der Signalfläche beträgt. Es ist nicht
erforderlich, dass die als Referenz für die Signalfläche genutzte Referenzfläche den
gleichen Flächeninhalt wie die Signalfläche aufweist. Vielmehr reicht es aus, wenn
die Referenzfläche einen Flächeninhalt aufweist, der eine Rückschluss von einem Beschlag
auf der Referenzfläche auf einen Beschlag auf der Signalfläche ermöglicht. Ist die
Fläche der Referenzfläche kleiner als die Fläche der Signalfläche, ist der Energiebedarf
für das testweise Beheizen der Referenzfläche mit dem zweiten elektrischen Heizelement
zum Erfassen von Beschlag auf der Referenzfläche gering im Vergleich zu dem Energiebedarf
für das Beheizen der Signalfläche mit dem ersten elektrischen Heizelement. Der Energiebedarf
zum Erfassen eines Beschlags auf der Referenzfläche kann auf diese Weise reduziert
werden.
[0030] In einer Ausführungsform sind die Signalfläche und die Referenzfläche räumlich getrennte
Flächen. Die Referenzfläche kann außerhalb der Signalfläche angeordnet sein und schränkt
auf diese Weise nicht den für die Signalfläche zur Verfügung stehenden Raum ein.
[0031] In einer Ausführungsform sind die Signalfläche und das erste Heizelement in einem
ersten Gehäuse und die Referenzfläche, das zweite Heizelement, die Sensorik und die
Steuer- und/oder Regelungselektronik in einem zweiten Gehäuse angeordnet. Die als
Referenz dienende Referenzfläche muss nicht an oder in der Nähe der Signalfläche angeordnet
sein, sofern von einem Beschlag auf der Referenzfläche auf einen Beschlag auf der
Signalfläche zurückgeschlossen werden kann.
[0032] In einer Ausführungsform kann das zweite Gehäuse an dem ersten Gehäuse, vorzugsweise
an der Rückseite des ersten Gehäuses, angeordnet werden. Auf diese Weise stört die
Anordnung des zweiten Gehäuses nicht die Sicht auf die Signalfläche.
[0033] In einer Ausführungsform weist das erste Gehäuse und/oder das zweite Gehäuse ein
oder mehrere Lüftungsöffnungen auf. Zur Vermeidung von Schwitzwasser ist es von Vorteil,
wenn das Gehäuse und/oder die Gehäuse belüftbar sind. Die Lüftungsöffnungen ermöglichen
ein Belüften des Gehäuseinneren. Dabei sind die in dem Gehäuse angeordneten Komponenten
weitestgehend vor Beschädigungen geschützt.
[0034] In einer Ausführungsform weist das beheizbare Verkehrszeichen eine regenerative Energieversorgung,
vorzugsweise ein Solarmodul und/oder einen mit Windkraft betriebenen Dynamo auf. Zum
Speichern der erzeugten Energie umfasst die regenerative Energieversorgung in einer
weiteren Ausführungsform einen Akkumulator, der zum Speichern der erzeugten Energie.
Ein mit der regenerativen Energieversorgung elektrisch verbundener Akkumulator hilft
die Sonnen- und/oder Windenergie zu speichern und bei Bedarf zum Betrieb des elektrischen
Verkehrszeichens abzugeben. Zum Aufstellen beheizbarer Verkehrszeichen fernab von
Anschlussmöglichkeiten an ein Energieversorgungsnetz, ist die Verwendung einer regenerativen
Energieversorgung zur Ausnutzung von Sonnen- und/oder Windenergie hilfreich. Die Verwendung
von begrenzten Energieressourcen erfordert es, dass der Energieverbrauch für das beheizbare
Verkehrszeichen niedrig ist. Ein erfindungsgemäßes Verkehrszeichen ist daher besonders
für das Aufstellen fernab von Anschlussmöglichkeiten an ein öffentliches Stromnetz
von Vorteil.
[0035] Für einen stromsparenden Betrieb eines beheizbaren Verkehrszeichens, ist in einer
Ausführungsform die Sensorik weiter derart eingerichtet, dass die Sensorik im Betrieb
ein Maß für die für den Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens zur Verfügung stehende
elektrische Energie aus der regenerativen Energieversorgung, vorzugsweise den Ladezustand
des Akkumulators oder die von dem Solarmodul erzeugte Energie, erfasst und der Steuer-
und/oder Regelungselektronik bereitstellt, wobei die Steuer- und/oder Regelungselektronik
weiter derart eingerichtet ist, dass die Steuer- und/oder Regelungselektronik im Betrieb
des beheizbaren Verkehrszeichens, die Sensorik zum Erfassen eines Beschlags in zeitlichen
Abständen ansteuert und/oder regelt, die gegenüber den zeitlichen Abständen in einem
Normalbetrieb größer sind, wenn die verfügbare Energie unter einem vorherbestimmten
Wert liegt. Ist der Ladezustand eines Akkumulators beispielsweise niedrig, d.h. niedriger
als ein vorherbestimmter Wert, wird der zeitliche Abstand zwischen der Erfassung eines
Beschlags auf der Referenzfläche und dem gegebenenfalls damit einhergehenden testweisen
Beheizen der Referenzfläche vergrößert, um den Energieverbrauch zu reduzieren.
[0036] In einer Ausführungsform ist das beheizbare Verkehrszeichen ein Verkehrsspiegel,
wobei die erste beheizbare Fläche eine Spiegelfläche ist.
[0037] Soweit in der vorliegenden Beschreibung, einschließlich der nachfolgenden Figurenbeschreibung
Aspekte der Erfindung im Hinblick auf das beheizbare Verkehrszeichen beschrieben wurden,
so gelten diese auch für das entsprechende Verfahren zum Steuern und/oder Regeln eines
beheizbaren Verkehrszeichens und umgekehrt. Insbesondere sind Ausführungsformen des
beheizbaren Verkehrszeichens zum Ausführen des Verfahrens geeignet.
[0038] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
werden anhand der vorliegenden Beschreibung einer Ausführungsform und der dazugehörigen
Figuren deutlich, wobei gleiche Bezugszeichen auf gleiche Elemente verweisen. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Ansicht eines beheizbaren Verkehrszeichen nach einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, und
- Figur 2:
- eine zweite Ausführungsform eines beheizbaren Verkehrszeichens gemäß der vorliegenden
Erfindung in einer schematischen Ansicht.
[0039] In der Figur 1 ist eine erste Ausführungsform eines beheizbaren Verkehrszeichens
1 gemäß der vorliegenden Erfindung in einer schematischen Darstellung gezeigt. Das
beheizbare Verkehrszeichen 1 weist eine Signalfläche 2 auf, die mit einem ersten elektrischen
Heizelement 3 beheizbar ist. Das erste elektrische Heizelement 3 ist in der Figur
1 gestrichelt dargestellt. Das elektrische Heizelement 3 ist eine elektrische Widerstandsheizung,
die in Form einer Heizmatte in die Spiegelfläche eingelassen ist. Mit dem ersten elektrischen
Heizelement 3 ist eine Steuer- und/oder Regelungselektronik 5 derart verbunden, dass
die Steuer- und/oder Regelungselektronik 5 das erste elektrische Heizelement 3 ansteuern
und/oder regeln kann.
[0040] Bei Bedarf, d.h. wenn die Signalfläche 2 mit Kondensat beschlagen, vereist oder mit
Schnee zumindest teilweise zugesetzt ist, kann die Steuer- und/oder Regelungselektronik
5 das erste elektrische Heizelement anschalten, sodass das erste elektrische Heizelement
3 die Signalfläche 2 beheizt und einen etwaigen Beschlag, wie Feuchtigkeit, Eis und/oder
Schnee, auf der Signalfläche 2 entfernt wird. Um Rückschlüsse auf einen Beschlag auf
der Signalfläche 2 zu erhalten, ist die Steuer- und/oder Regelungselektronik 5 mit
einer Sensorik 4 verbunden. Die Sensorik 4 ist derart angeordnet und eingerichtet,
dass die Sensorik 4 im Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens 1 einen Beschlag auf
einer Referenzfläche 7 erfasst. Die Referenzfläche 7 besteht aus dem gleichen Material
und weist die gleiche Materialstärke auf, wie die Signalfläche 2. Durch einen Beschlag
auf der Referenzfläche 7 ist auf einen Beschlag auf der Signalfläche 2 rückschließbar.
[0041] Das beheizbare Verkehrszeichen 1 weist weiter ein zweites elektrisches Heizelement
6 auf, das in der Figur 1 durch eine gestrichelte Linie angedeutet ist. Mit dem zweiten
elektrischen Heizelement 6 ist die Referenzfläche 7 beheizbar. Wird mit der Sensorik
4 eine Feuchtigkeit auf der Referenzfläche 7 erfasst, so ist davon auszugehen, die
Feuchtigkeit auch auf der Signalfläche 2 vorhanden ist. Durch Beheizen der Signalfläche
2 mit dem ersten elektrischen Heizelement 3 und Beheizen der Referenzfläche 7 mit
dem zweiten elektrischen Heizelement 6, kann eine Feuchtigkeit auf der Signalfläche
2 und der Referenzfläche 7 entfernt werden.
[0042] In der Figur 2 ist eine weitere Ausführungsform eines beheizbaren Verkehrszeichens
1 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Das beheizbare Verkehrszeichen 1 ist
ein Verkehrsspiegel, dessen Spiegelfläche die Signalfläche 2 ist. Die Signalfläche
2 ist mit einem ersten elektrischen Heizelement 3 beheizbar. Das erste elektrische
Heizelement 3 ist mit einer Steuer- und/oder Regelungselektronik 5 verbunden, die
die Heizleistung des ersten elektrischen Heizelementes 3 steuert und/oder regelt.
[0043] Um Rückschlüsse auf einen Beschlag auf der Signalfläche 2 zu ermöglichen, weist das
beheizbare Verkehrszeichen 1 eine Referenzfläche 7 auf. Die Referenzfläche 7 besteht
aus dem gleichen Material wie die Signalfläche 2 und weist auch die gleiche Materialdicke
auf. Der Flächeninhalt der Referenzfläche 7 ist kleiner als der Flächeninhalt der
Signalfläche 2.
[0044] Mit der Referenzfläche 7 ist eine Sensorik 4 verbunden, die derart angeordnet und
eingerichtet ist, um einen Beschlag auf der Referenzfläche 7 zu erfassen. Die Sensorik
4 weist bei dieser Ausführungsform hierzu einen resistiven Feuchtesensor und einen
Leitwertsensor auf. Erfasst die Sensorik 4 eine Feuchtigkeit auf der Referenzfläche
7, die über einem vorherbestimmten Feuchtigkeitswert liegt, so befindet sich auf der
Referenzfläche 7 ein Beschlag. Weil von einem Beschlag auf der Referenzfläche 7 auf
einen Beschlag auf der Signalfläche 2 rückschließbar ist, ist davon auszugehen, dass
auch auf der Signalfläche 2 ein Beschlag vorhanden ist. Zum Entfernen des Beschlags
von der Signalfläche 2 und der Referenzfläche 7, wird die Signalfläche 2 mit dem ersten
elektrischen Heizelement 3 und die Referenzfläche 7 mit einem zweiten elektrischen
Heizelement 6 beheizt. Das zweite elektrische Heizelement 6 ist zu diesem Zweck, wie
auch das erste elektrische Heizelement 7, mit der Steuer- und/oder Regelungselektronik
5 verbunden. Sinkt der mit der Sensorik 4 erfasste Feuchtigkeitswert für die Referenzfläche
7 unter den vorherbestimmten Feuchtigkeitswert, ist der Beschlag von der Referenzfläche
7 und der Signalfläche 2 entfernt. Die Beheizung der Signalfläche 2 und der Referenzfläche
7 kann beendet werden.
[0045] Befindet sich auf der Referenzfläche 7 Eis und/oder Schnee, also Feuchtigkeit in
einem gefrorenen Zustand, kann der mit der Sensorik 4 erfasste Feuchtigkeitswert unter
dem vorherbestimmten Feuchtigkeitswert liegen, obwohl die Referenzfläche 7 beschlagen
ist. Allerdings muss hierfür die Temperatur für die Referenzfläche 7 unter dem Gefrierpunkt
für Wasser oder zumindest etwas über dem Gefrierpunkt von Wasser, z.B. unterhalb von
12°C, liegen. Um einen Beschlag in Form von Eis und/oder Schnee zu erfassen, weist
die Sensorik 4 der vorliegenden Ausführungsform weiter einen Temperatursensor zum
Erfassen einer Temperatur für die Referenzfläche 7 auf. Liegt der mit der Sensorik
4 erfasste Feuchtigkeitswert unter dem vorherbestimmten Feuchtigkeitswert, wenn die
Temperatur für die Referenzfläche 7 unter einem vorherbestimmten Temperaturwert liegt,
so wird die Referenzfläche 7 testweise mit dem zweiten elektrischen Heizelement 6
beheizt.
[0046] Entsteht durch das testweise Beheizen Schmelzwasser auf der Referenzfläche 7, so
erhöht das Schmelzwasser die Feuchtigkeit auf der Referenzfläche 7. Die erhöhte Feuchtigkeit
auf der Referenzfläche 7 wird mit der Sensorik 4 erfasst und ist ein Maß für einen
Beschlag auf der Referenzfläche 7 und damit auch auf der Signalfläche 2. Zum Entfernen
des Beschlags, wird die Signalfläche 2 mit dem ersten elektrischen Heizelement 3 und
die Referenzfläche 7 mit dem zweiten elektrischen Heizelement 6 beheizt. Fällt der
Feuchtigkeitswert für die Referenzfläche 7 nach dem Beheizen unter den vorherbestimmten
Feuchtigkeitswert, so ist der Beschlag vollständig entfernt und die Beheizung der
Signalfläche 2 und der Referenzfläche 7 wird beendet.
[0047] Um nicht die Sicht auf die Signalfläche 2 einzuschränken, sind die Signalfläche 2
und das erste elektrische Heizelement 3 in einem ersten Gehäuse 8 und die Referenzfläche
7, das zweite elektrische Heizelement 6, die Sensorik 4 und die Steuer- und/oder Regelungselektronik
5 in einem zweiten Gehäuse 9 angeordnet. Das erste Gehäuse 8 und das zweite Gehäuse
9 schützen die darin angeordneten Komponenten außerdem vor Beschädigungen.
[0048] Das in der Figur 2 gezeigte beheizbare Verkehrszeichen 1 weist weiter eine regenerative
Energieversorgung 10 auf. Die regenerative Energieversorgung 10 umfasst ein Solarmodul
11, das mit einem Akkumulator 12 zum Speichern der von dem Solarmodul 11 erzeugten
Energie elektrisch verbunden ist, wobei die Sensorik 4 weiter dafür eingerichtet ist,
die von der regenerativen Energieversorgung 10 verfügbare Energie zum Betreiben des
beheizbaren Verkehrszeichens 1 zu erfassen und der Steuer- und/oder Regelungselektronik
5 bereitzustellen. Ist der Wert für die zum Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens
1 verfügbare Energie kleiner als ein vorherbestimmter Wert, werden die zeitlichen
Abständen zum Erfassen eines Beschlags auf der Referenzfläche 7 gegenüber einem Normalbetrieb
vergrößert.
[0049] Für Zwecke der ursprünglichen Offenbarung wird darauf hingewiesen, dass sämtliche
Merkmale, wie sie sich aus der vorliegenden Beschreibung, den Zeichnungen und den
Ansprüchen für einen Fachmann erschließen, auch wenn sie konkret nur im Zusammenhang
mit bestimmten weiteren Merkmalen beschrieben wurden, sowohl einzeln als auch in beliebigen
Zusammenstellungen mit anderen der hier offenbarten Merkmale oder Merkmalsgruppen
kombinierbar sind, soweit dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurde oder technische
Gegebenheiten derartige Kombinationen unmöglich oder sinnlos machen. Auf die umfassende,
explizite Darstellung sämtlicher denkbarerer Merkmalskombinationen wird hier nur der
Kürze und der Lesbarkeit der Beschreibung wegen verzichtet.
[0050] Während die Erfindung im Detail in den Zeichnungen und der vorangehenden Beschreibung
dargestellt und beschreiben wurde, erfolgt diese Darstellung und Beschreibung lediglich
beispielhaft und ist nicht als Beschränkung des Schutzbereichs gedacht, so wie er
durch die Ansprüche definiert wird. Die Erfindung ist nicht auf die offenbarten Ausführungsformen
beschränkt.
[0051] Abwandlungen der offenbarten Ausführungsformen sind für den Fachmann aus den Zeichnungen,
der Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen offensichtlich. In den Ansprüchen
schließt das Wort "aufweisen" nicht andere Elemente oder Schritte aus, und der unbestimmte
Artikel "eine" oder "ein" schließt eine Mehrzahl nicht aus. Die bloße Tatsache, dass
bestimmte Merkmale in unterschiedlichen Ansprüchen beansprucht sind, schließt ihre
Kombination nicht aus. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Beschränkung
des Schutzbereichs gedacht.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- beheizbares Verkehrszeichen
- 2
- Signalfläche
- 3
- erstes Heizelement
- 4
- Sensorik
- 5
- Steuer- und/oder Regelungselektronik
- 6
- zweites Heizelement
- 7
- Referenzfläche
- 8
- erstes Gehäuse
- 9
- zweites Gehäuse
- 10
- Energieversorgung
- 11
- Solarmodul
- 12
- Akkumulator
1. Beheizbares Verkehrszeichen (1) mit
einer Signalfläche (2),
einem ersten elektrischen Heizelement (3), das derart angeordnet und eingerichtet
ist, dass mit dem ersten elektrischen Heizelement (3) die Signalfläche (2) beheizbar
ist,
einer Steuer- und/oder Regelungselektronik (5), die zum Steuern und/oder Regeln des
ersten Heizelements (3) eingerichtet und mit dem ersten Heizelement (3) verbunden
ist, dadurch gekennzeichnet, dass
das beheizbare Verkehrszeichen (1) eine Referenzfläche (7), ein zweites elektrisches
Heizelement (6) und eine Sensorik (4) aufweist, wobei das zweite elektrische Heizelement
(6) derart angeordnet und eingerichtet ist, dass mit dem zweiten Heizelement (6) die
Referenzfläche (7) beheizbar ist, wobei die Sensorik (4) derart angeordnet und eingerichtet
ist, dass sie in einem Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens einen Beschlag auf
der Referenzfläche (7) erfasst, wobei die Referenzfläche derart angeordnet und eingerichtet
ist, dass in dem Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens von dem Beschlag auf der
Referenzfläche auf einen Beschlag auf der Signalfläche rückschließbar ist, wobei die
Steuer- und/oder Regelungselektronik (5) weiter derart eingerichtet ist, dass in dem
Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens mit der Steuer- und/oder Regelungselektronik
(5) basierend auf dem von der Sensorik (4) erfassten Beschlag auf der Referenzfläche
(7) das erste Heizelement (3) und das zweite Heizelement (6) steuer- und/oder regelbar
sind.
2. Beheizbares Verkehrszeichen (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik (4) einen resistiven Feuchtesensor und/oder einen Leitwertsensor aufweist,
die so angeordnet sind, dass sie eine Feuchtigkeit auf der Referenzfläche als Maß
für den Beschlag erfassen.
3. Beheizbares Verkehrszeichen (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik (4) einen Temperatursensor aufweist, der so angeordnet und eingerichtet
ist, dass er in dem Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens (1) eine Temperatur für
die Referenzfläche (7) erfasst, wobei die Referenzfläche (7) derart angerordnet und
eingerichtet ist, dass in dem Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens (1) von der
Temperatur für die Referenzfläche (7) auf eine Temperatur für die Signalfläche (2)
rückschließbar ist.
4. Beheizbares Verkehrszeichen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalfläche (2) und die Referenzfläche (7) aus dem gleichen Material bestehen
und/oder das Material der Signalfläche (2) und das Material der Referenzfläche (7)
die gleiche Materialstärke aufweisen.
5. Beheizbares Verkehrszeichen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzfläche (7) einen Flächeninhalt aufweist, der 0,1 % bis 10%, vorzugsweise
0,1% bis 5%, besonders bevorzugt 0,1% bis 1%, des Flächeninhalts der Signalfläche
(2) entspricht.
6. Beheizbares Verkehrszeichen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalfläche (2) und die Referenzfläche (7) räumlich getrennte Flächen sind.
7. Beheizbares Verkehrszeichen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalfläche (2) und das erste Heizelement (3) in einem ersten Gehäuse (8), und
die Referenzfläche (7), das zweite Heizelement (6), die Sensorik (4) und die Steuer-und/oder
Regelungselektronik (5) in einem zweiten Gehäuse (9) angeordnet sind.
8. Beheizbares Verkehrszeichen (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gehäuse (9) an dem ersten Gehäuse (8), vorzugsweise an der Rückseite des
ersten Gehäuses (9), angeordnet ist, wobei vorzugsweise das erste Gehäuse (9) und/oder
das zweite Gehäuse (9) teilweise offen ist.
9. Beheizbares Verkehrszeichen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verkehrszeichen (1) eine Energieversorgung (10), vorzugsweise ein Solarmodul
(11) und/oder einen Akkumulator (12), aufweist.
10. Beheizbares Verkehrszeichen (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik (4) eingerichtet ist, um im Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens
(1) ein Maß für die für den Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens (1) zur Verfügung
stehenden elektrische Energie aus der Energieversorgung (10), vorzugsweise den Ladezustand
des Akkumulators (12) oder die von dem Solarmodul erzeugte Energie, zu erfassen und
der Steuer- und/oder Regelungselektronik (5) bereitzustellen, wobei die Steuer- und/oder
Regelungselektronik (5) weiter derart eingerichtet ist, dass die Steuer- und/oder
Regelungselektronik (5) im Betrieb des beheizbaren Verkehrszeichens (1), die Sensorik
(4) zum Erfassen eines Beschlags in zeitlichen Abständen ansteuert und/oder regelt,
die gegenüber den zeitlichen Abständen in einem Normalbetrieb größer sind, wenn die
verfügbare Energie unter einem vorherbestimmten Wert liegt.
11. Beheizbares Verkehrszeichen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das beheizbare Verkehrszeichen (1) ein Verkehrsspiegel ist, wobei die Signalfläche
(2) eine Spiegelfläche ist.
12. Verfahren zum Steuern und/oder Regeln eines beheizbaren Verkehrszeichens (1), dadurch gekennzeichnet, dass eine Signalfläche (2) des beheizbaren Verkehrszeichens (1) mit einem ersten elektrischen
Heizelement (3) beheizt wird, wenn eine Sensorik (4) für eine Referenzfläche (7),
die ein Referenzelement für die Signalfläche (2) und mit einem zweiten elektrischen
Heizelement (6) beheizbar ist, einen Beschlag auf der Referenzfläche (7) erfasst.
13. Verfahren zum Steuern und/oder Regeln eines beheizbaren Verkehrszeichens (1) nach
Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Feuchtigkeit für die Referenzfläche mit Hilfe der Sensorik (4) erfasst wird,
wobei wenn die Feuchtigkeit für die Referenzfläche (7) über einem vorherbestimmten
Wert liegt, die Signalfläche (2) mit dem ersten elektrischen Heizelement (3) und die
Referenzfläche (7) mit dem zweiten elektrischen Heizelement (6) beheizt werden.
14. Verfahren zum Steuern und/oder Regeln eines beheizbaren Verkehrszeichens (1) nach
Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Temperatur für die Referenzfläche (7) mit Hilfe der Sensorik (4) erfasst wird,
wobei dann, wenn die erfasste Temperatur für die Referenzfläche (7) unter einem vorherbestimmten
Temperaturwert, vorzugsweise dem Gefrierpunkt von Wasser, liegt, die Referenzfläche
(7) mit dem zweiten elektrischen Heizelement (6) beheizt wird, um eventuell auf der
Referenzfläche befindliches Eis und/oder befindlichen Schnee zu schmelzen.
15. Verfahren zum Steuern und/oder Regeln eines beheizbaren Verkehrszeichens (1) nach
Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte des Anspruchs 14 dann ausgeführt werden, wenn eine mit der Sensorik
(4) erfasste Feuchtigkeit unter einem vorherbestimmten Feuchtigkeitswert liegt, wobei
wenn nach dem Beheizen der Referenzfläche (7) mit dem zweiten elektrischen Heizelement
(6) eine erfasste Feuchtigkeit für die Referenzfläche (7) über einem vorherbestimmten
Schwellenwert liegt, die Signalfläche (2) mit dem ersten elektrischen Heizelement
(3) und die Referenzfläche (7) mit dem zweiten elektrischen Heizelement (6) beheizt
werden.