[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beschallungseinrichtung mit einem Schallgeber,
welcher eine Hauptabstrahlrichtung aufweist, und mit einem Horn in Form eines sich
von einer Schalleintrittsöffnung aus zu einer Schallaustrittsöffnung trichterförmig
erweiternden Hohlkörpers, der zumindest eine erste sich zwischen den Öffnungen erstreckende,
eben Seitenfläche aufweist, wobei der Schallgeber an oder nahe der Schalleintrittsöffnung
angeordnet ist.
[0002] Derartige Beschallungseinrichtungen dienen der Sprachalarmierung von Personen in
Bereichen mit lauten Umgebungsgeräuschen. In Tunneln, aber auch in anderen offenen
und geschlossenen Räumen, wie beispielsweise Bahnhöfen, Flughäfen, Fabrikhallen und
Werfthallen, können Situationen auftreten, in denen Personen über Gefahren informiert
und mittels Sprachanweisungen aus den Gefahrenbereichen geführt werden müssen. Informationen,
Sprachdurchsagen oder Sprachanweisungen können über an den Wänden und insbesondere
an den Decken der Räume angeordnete Beschallungseinrichtungen übermittelt werden.
Die mit den Gefahrensituationen meist einhergehenden lauten Geräuschpegel, verursacht
durch zum Beispiel Feuer, laufende Maschinen oder Motoren oder schreiende Personen,
müssen durch die Beschallungseinrichtung übertönt werden, damit die möglicherweise
lebensrettenden Anweisungen von den zu evakuierenden Personen akustisch verständlich
wahrgenommen werden können.
[0003] Im Betrieb solcher Beschallungseinrichtungen kommt es aufgrund räumlicher Gegebenheiten
oft zur Ausbildung von destruktiven Interferenzen, die zu einer Reichweitenreduzierung
des akustischen Signals und zu einer Reduzierung der Signalqualität führen. Trifft
das von der Beschallungseinrichtung ausgesendete akustische Signal auf eine Grenzfläche,
wie beispielsweise eine Tunnelwand und/oder -decke, so wird ein Teil des auf die Grenzfläche
auftretenden Schalls reflektiert. Eine in einem Abstand zu der Grenzfläche und der
Beschallungseinrichtung befindliche Person nimmt sowohl das unmittelbar von dem Schallgeber
ausgesendete Schallsignal als auch das von der Wand oder Decke reflektierte Schallsignal
wahr. Der Laufzeitunterschied zwischen dem unmittelbar empfangenen und dem reflektierten
Signal führt jedoch zu teilweise destruktiven Überlagerungen und Verzerrungen.
[0004] Demgegenüber besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Beschallungseinrichtung
bereitzustellen, die Grenzflächenreflektionen zumindest reduziert, eine gut ausgerichtete
und wohldefinierte Schallwellenfront mit hohem Schalldruckpegel und einen ausgeglichen
Frequenzgang aufweist. Darüber hinaus sollte die Einrichtung einfach und kostengünstig
herstellbar und vielfältig einsetzbar sein.
[0005] Erfindungsgemäß wird eine Beschallungseinrichtung mit einem Schallgeber vorgeschlagen,
welcher eine Hauptabstrahlrichtung aufweist, mit einem Horn in Form eines sich von
einer Schalleintrittsöffnung aus zu einer Schallaustrittsöffnung trichterförmig erweiternden
Hohlkörpers, der zumindest eine erste sich zwischen den Öffnungen erstreckende, ebene
Seitenfläche aufweist, wobei der Schallgeber an oder nahe der Schalleintrittsöffnung
angeordnet ist, und wobei der Schallgeber unmittelbar neben der (ersten) ebenen Seitenfläche
oder einer gedachten Verlängerung derselben in der Weise angeordnet ist, dass seine
Hauptabstrahlrichtung parallel zu der (ersten) ebenen Seitenfläche von der Schalleintritts-
zu der Schallaustrittsöffnung hin verläuft.
[0006] Die Hauptabstrahlrichtung eines Schallgebers ist definiert durch die Richtung des
jeweils maximalen Schallpegels des freien Schallgebers bzw. des schallerzeugenden
Elementes desselben (das beispielsweise eine schwingende Membran ist) in einem (beliebigen)
gegebenen Abstand (innerhalb einer vorgegebenen Reichweite). Diese Definition der
Hauptabstrahlrichtung soll eine Reflexion und Richtungsänderung der von dem schallerzeugenden
Element ausgehenden Schallwellen vor oder im Bereich der Schalleintrittsöffnung ausschließen
[0007] Der Schallgeber wandelt ein elektrisches Signal in ein akustisches Signal um. Vorzugsweise
weist das akustische Signal einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz auf. Das erzeugte
akustische Signal tritt durch die Schalleintrittsöffnung in das Horn der Beschallungseinrichtung.
Durch die Anordnung des Schallgebers an oder nahe der Schalleintrittsöffnung treten
nahezu keine Wechselwirkungen zwischen dem akustischen Signal und der Schalleintrittsöffnung
auf. Das akustische Signal wird nahezu verlustfrei in das Horn der Beschallungseinrichtung
geleitet.
[0008] Als "Schalleintrittsöffnung" wird der kleinste freie Querschnitt des Hornes senkrecht
zur Abstrahlrichtung und in Hauptabstrahlrichtung hinter dem Schallgeber angesehen.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist der Schallgeber "an" oder "nahe der Schalleintrittsöffnung"
angeordnet, wenn der Schallgeber unmittelbar in der Schalleintrittsöffnung angeordnet
ist, an diese angrenzt oder zu dieser einen Abstand entlang der Hauptabstrahlrichtung
aufweist, der in der Größenordnung des maximalen Durchmessers der Schalleintrittsöffnung
liegt oder kleiner ist. Die Anordnung des Schallgebers an oder nahe der Schalleintrittsöffnung
verfolgt den Zweck eines nahezu verlustfreien Einleitens des akustischen Signals durch
die Schalleintrittsöffnung in das Horn und durch dieses hindurch, ohne zwischenzeitliche
Umlenkung oder Rückstreuung der von der eigentlichen Schallquelle (z. B. schwingenden
Membran) ausgehenden Schallwellen. Der Abstand des Schallgebers zur Schalleintrittsöffnung
sollte einen Wert von 50 mm nicht überschreiten und vorzugsweise 1 mm oder weniger
betragen.
[0009] Das in das Horn eingeleitete akustische Signal breitet sich in dem trichterförmigen
Horn in Form von Schallwellen aus. Weil der Schallgeber unmittelbar neben der ebenen
Seitenfläche angeordnet und die Hauptabstrahlrichtung des Schallgebers parallel zu
der ebenen Seitenfläche von der Schalleintrittsöffnung zu der Schallaustrittsöffnung
verläuft, breitet sich das Maximum (die maximale Amplitude) der Wellenfront parallel
zu dieser ebenen Seitenfläche aus. Diese Seitenfläche kann beispielsweise parallel
zu einer Wand oder Decke eines Bauwerks montiert sein. Dadurch werden Laufzeitunterschiede
zwischen der direkten Wellenfront und Reflexionen mit der ebenen Seitenfläche und/oder
der Wand weitestgehend vermieden bzw. auf sehr kleine Winkel beschränkt. Der erzeugte
Schalldruck in Abstrahlrichtung wird durch die ebene Seitenfläche des Horns und entsprechende
Wände oder Decken nicht geschwächt sondern durch Reflexionen unter sehr kleinem Winkel,
die keine spürbaren Laufzeitunterschiede verursachen, eher verstärkt, sodass das akustische
Signal auch in großer Entfernung gut und unverzerrt wahrnehmbar ist.
[0010] Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird unter "unmittelbar neben der ebenen Seitenfläche
oder einer gedachten Verlängerung derselben" verstanden, dass der Schallgeber möglichst
nahe an der ebenen Seitenfläche angeordnet ist.
[0011] Vorzugsweise berührt der Schallgeber die ebene Seitenfläche bzw. deren gedachte Verlängerung.
Ein lichter Abstand von bis zu 4 cm, vorzugsweise von höchstens 2 cm zwischen dem
Schallgeber und der ebenen Seitenfläche bzw. deren Verlängerung wird beispielsweise
noch als "unmittelbar neben der ebenen Seitenfläche oder einer gedachten Verlängerung
derselben" verstanden.
[0012] Beispielsweise weist der Schallgeber eine Membran auf, deren Hauptschwingungsrichtung
der Hauptabstrahlrichtung entspricht. Die zur Hauptabstrahlrichtung senkrecht gemessene
Projektionsfläche der Membran sollte dann den Querschnitt der Schalleintrittsöffnung
weitgehend (zu mehr als 50%), vorzugsweise vollständig überdecken. Ist die in eine
Ebene senkrecht zur Hauptabstrahlrichtung projizierte Fläche der Membran kleiner als
der Querschnitt der Schalleintrittsöffnung, sollte die in den Querschnitt der Schalleintrittsöffnung
projizierte Fläche der Membran an die durch die ebene Seitenfläche des Hornes definierte
Ebene angrenzen oder maximal einen lichten Abstand zur dieser Ebene haben, der geringer
ist als der halbe maximale Durchmesser der Projektionsfläche der Membran. Die Projektionsfläche
einer solchen schwingenden Membran auf die Schalleintrittsöffnung kann auch größer
sein als die Fläche der Schalleintrittsöffnung, sollte jedoch nicht mehr als das Doppelte
betragen.
[0013] In einer Ausführungsform ist die Schalleintrittsöffnung kreisförmig, wobei vorzugsweise
der Rand der Schalleintrittsöffnung die ebene Seitenfläche oder eine gedachte Verlängerung
der ebenen Seitenfläche tangiert.
[0014] Der Schallgeber weist vorzugsweise eine kreis- bzw. rotationsymmetrische Membran
als schallerzeugendes Element auf. Die entlang der Hauptabstrahlrichtung in eine zu
dieser senkrechten Ebene projizierte Fläche der Membran liegt dann in der Schalleintrittsöffnung
5, bzw. überdeckt diese. Im Allgemeinen fallen dann auch die Symmetrieachse der Membran
und die Hauptabstrahlrichtung zusammen.
[0015] In einer Ausführungsform haben der Öffnungsquerschnitt der Schallaustrittsöffnung
und der Öffnungsquerschnitt der Schalleintrittsöffnung, jeweils senkrecht zur Hauptabstrahlrichtung,
ein Verhältnis zwischen 10:1 und 500:1, vorzugsweise zwischen 50:1 und 200:1, besonders
bevorzugt 180:1.
[0016] In einer Ausführungsform ist der freie (Innen-)Querschnitt des Hornes rechteckig,
wobei die innenliegenden Ecken vorzugsweise einen Rundungsradius von einigen Millimetern
aufweisen. Das Horn kann in seinem Anfangsabschnitt, ausgehend von der Schalleintrittsöffnung
einen der Form des Schallgebers bzw. dessen Membran angepassten Querschnitt haben,
also beispielsweise einen kreisförmigen Querschnitt, der dann allmählich, zum Beispiel
innerhalb des ersten Zehntels der Hornlänge, in einen rechteckigen Querschnitt übergeht.
In diesem Anfangsbereich wäre die oben definierte ebene Fläche des Hornes noch nicht
exakt eben, jedoch läge eine Tangente an den Querschnitt des Hornes in dieser Ebene.
[0017] In einer Ausführungsform ist mindestens eine zweite, die Schalleintrittsöffnung und
die Schallaustrittsöffnung verbindende Seitenfläche des Hornes, gegenüberliegend zu
der ersten ebenen Seitenfläche angeordnet, die nicht eben, sondern beispielsweise
von der Schalleintrittsöffnung zu der Schallaustrittsöffnung nach außen konkav gekrümmt
ist so dass der freie Querschnitt des Hornes in Richtung der Schallaustrittsöffnung
progressiv zunimmt. Die Krümmungsachse liegt dabei parallel zu der ersten Ebene und
senkrecht zur Hauptabstrahlrichtung. Der gemittelte Krümmungsradius liegt in der Größenordnung
des 1- bis 3-fachen der Länge des Hornes, d. h. des Abstandes zwischen Schalleintritts-
und Schallaustrittsöffnung. Vorzugsweise ist der Verlauf der konkaven Seitenfläche
einem hyperbolischen Funktionsverlauf angenähert bzw. durch eine hyperbolische Funktion
beschreibbar.
[0018] Die Maße eines Horns von konkreten Ausführungsformen liegen bei einer Länge von ca.
70 cm bis 200 cm und einer Schallaustrittsöffnung von ca. 40 cm bis 100 cm Breite
und einer Höhe von 20 cm bis etwa 50 cm. Die übrigen Maße ergeben sich dabei aus den
als bevorzugt angegebenen relativen Verhältnissen.
[0019] Die verbleibenden Seitenflächen, welche den rechteckigen Querschnitt des Hornes definieren,
können ihrerseits ebene, unter einem Divergenzwinkel von bis zu 60°, vorzugsweise
40° bis 50°, voneinander divergierende Flächen sein, deren Ebenen vorzugsweise senkrecht
zu der Ebene der ersten Seitenfläche stehen und die mit der Hauptabstrahlrichtung
in etwa den halben Divergenzwinkel der beiden Seitenflächen einschließen.
[0020] Der Abstand zwischen der Schalleintrittsöffnung und der Schallaustrittsöffnung entlang
der ebenen Seitenfläche des trichterförmigen Hohlkörpers entspricht in einer Ausführungsform
einem 20-fachen bis 200-fachen des maximalen Durchmessers der Schalleintrittsöffnung,
vorzugsweise einem 20-fachen bis 50-fachen des maximalen Durchmessers der Schalleintrittsöffnung.
Dieses Verhältnis ist für eine im Verhältnis zu der maximalen Schallabstrahlung des
Schallgebers möglichst große Reichweite der Beschallungseinrichtung von Bedeutung.
[0021] In einer Ausführungsform ist in dem freien Querschnitt des trichterförmigen Hohlkörpers
im Abstand zu der Schallaustrittsöffnung ein Gitter oder ein Lochblech angeordnet,
wobei das Gitter oder das Lochblech vorzugsweise einen Neigungswinkel zwischen 60°
und 70°, vorzugsweise 65°, gegenüber der Hauptabstrahlrichtung aufweist. Vorzugsweise
beträgt der Abstand des Gitters oder des Lochblechs von der Schallaustrittsöffnung
maximal 1/3, zum Beispiel zwischen 1/4 und 1/8 des Abstandes zwischen Schalleintritts-
und Austrittsöffnung.
[0022] In erster Linie soll das Gitter oder das Lochblech ein Einnisten von Tieren in dem
Horn und ein Verstopfen des Horns durch Unrat verhindern, gleichzeitig soll das Gitter
oder Lochblech die Abstrahlcharakteristik des Horns möglichst wenig beeinträchtigen.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung und Anordnung des Gitters oder Lochbleches weist
einen geringen Klirrfaktor auf und beeinträchtigt die Klangqualität der Beschallungseinrichtung
nicht oder nur geringfügig.
[0023] Vorzugsweise ist das Gitter oder das Lochblech in einem Gitteraufnahmebereich angeordnet,
wobei das Gitter oder Lochblech mit einer Mehrzahl von versenkten Schrauben in der
Gitteraufnahme fixiert ist. Vorzugsweise sind die Aussparungen des Gitters oder die
Löcher des Lochblechs derart angeordnet, dass der Abstand zwischen den Mittelpunkten
benachbarter Aussparungen oder Löcher des Gitters bzw. des Lochblechs gleich ist.
Das Lochmuster kann beispielsweise ein hexagonales Muster aus gleichseitigen Dreiecken
bilden und der maximale Lochdurchmesser liegt beispielsweise bei 1 mm bis 20 mm, vorzugsweise
bei 3 mm.
[0024] In einer Ausführungsform ist zwischen dem Gitter und der Schalleintrittsöffnung ein
Gewebe, vorzugsweise ein Vlies, angeordnet. Das Gewebe oder Vlies schützt den Schallgeber
bei Reinigungsarbeiten am Horn und verhindert ein Eindringen von Wasser. In einer
Ausführungsform ist das Gewebe, vorzugsweise das Vlies, auf der der Schalleintrittsöffnung
zugewandten Seite des Gitters angeordnet.
[0025] In einer Ausführungsform weisen die Außenkanten des Gitters oder des Lochbleches
in ihrer Verbindung zu dem Horn eine Kantenschutzdichtung auf. Die Kantenschutzdichtung
vermindert den Klirrfaktor und verhindert ein Eindringen von Schmutz.
[0026] In einer Ausführungsform weist die Schallaustrittsöffnung eine umlaufende Randverstärkung
auf. Die umlaufende Randverstärkung, vorzugsweise in Form eines Versteifungswulstes,
trägt zur Versteifung des Horns bei. Im Betrieb der Beschallungseinrichtung trägt
die Randverstärkung dazu bei, dass das Horn sich durch den hindurchgeleiteten Schall
nicht oder nur unwesentlich verformt und Eigenresonanzen des Horns minimiert werden.
[0027] In einer Ausführungsform ist der Schallgeber in einem einseitig offenen Gehäuse angeordnet,
wobei das Gehäuse vorzugsweise wasserdicht und/oder staubdicht abgeschlossen ist.
Ein vorzugsweises wasserdichtes und/oder staubdichtes Gehäuse schützt den in dem Gehäuse
angeordneten Schallgeber vor Umwelteinflüssen und erhöht auf diese Weise die Lebensdauer
des Schallgebers. Die offene Seite des Gehäuses lässt die Schallquelle, wie zum Beispiel
eine Membran, frei, die noch durch ein den Schall nicht dämpfendes Schutzgitter oder
Netz bzw. Gewebe geschützt sein kann.
[0028] Das die Schalleintrittsöffnung aufweisende Ende des Hornes weist beispielsweise einen
umlaufenen Flansch auf, der die Eintrittsöffnung umgibt oder definiert und als Befestigungsflansch
für ein Schallgebergehäuse dienen kann. Der Flansch kann beispielsweise einstückig
mit dem Horn ausgeführt sein. Alternativ können das Horn und der Flansch mehrteilig
zusammengesetzt sein.
[0029] Um die Montage der Beschallungseinrichtung zu vereinfachen und/oder um eine Montage
bei unterschiedlichen Gegebenheiten am Montageort zu ermöglichen und auch um die Beschallungseinrichtung
im montieren Zustand ausrichten zu können, ist in einer Ausführungsform vorgesehen,
dass ein Montagebügel mit dem trichterförmigen Hohlkörper lös- und einstellbar verbunden
ist, wobei der Montagebügel so ausgelegt ist, dass er die ebene Seitenfläche des Hornes
in einem kleinen lichten Abstand der Seitenfläche zu der Montagewand von beispielsweise
zwischen 1 cm und 10 cm, vorzugsweise etwa 1 cm bis 7 cm, zu einer Montagefläche und
parallel zu dieser hält. Der lichte Abstand soll einerseits einem möglichen Überstand
des Schallgebergehäuses Rechnung tragen und andererseits auch die Montage des Hornes
an einer Wand oder Decke erleichtern.
[0030] Weiterhin soll der Abstand genügend klein sein, so dass Reflexionen des Schalls an
der parallel zu der ebenen Seitenfläche verlaufenden Wand oder Decke vor der Schallaustrittsöffnung
nur unter sehr flachen Winkeln möglich sind, so dass störende Interferenzen verhindert
werden.
[0031] In einer Ausführungsform weist der Montagebügel zwei parallel zueinander ausgerichtete,
U-förmige Bügel für ein zumindest abschnittsweises Umgreifen des Hohlkörpers und einen
die zwei Bügel miteinander verbindenden Steg auf. Jeder der parallel zueinander ausgerichteten
Bügel dient dem zumindest abschnittsweisen Umgreifen des Hohlkörpers auf seiner Außenseite
in der Nähe der Schalleintrittsöffnung bzw. der Schallaustrittsöffnung. Der die zwei
parallel ausgerichteten Bügel verbindende Steg erstreckt sich in einem montierten
Zustand entlang der Verbindung zwischen der Schalleintrittsöffnung und Schallaustrittsöffnung.
[0032] In einer Ausführungsform weist jeder der U-förmigen Bügel zwei Schenkel mit je einem
Langloch und/oder einer seitlichen Einführhilfe zum Einführen je eines Halteelementes
in das Langloch auf, wobei je zwei Haltelemente auf der Außenseite jeder von zwei
gegenüberliegenden Seitenwänden des trichterförmigen Hornes angeordnet sind. Für die
Montage der Beschallungseinrichtung wird zunächst der Montagebügel an der Wand oder
Decke befestigt, an der die Beschallungseinrichtung montiert werden soll. Anschließend
werden die Haltevorrichtungen des Hornes mit dem jeweiligen Langloch und/oder der
jeweiligen Einführhilfe des Montagebügels in Eingriff gebracht, so dass das Horn an
den U-förmigen Bügeln aufgehängt ist. Die Position der Halteelemente in den Langlöchern
ist veränderbar, sodass die Ausrichtung der Beschallungseinrichtung relativ zu dem
Montagebügel und der Wand oder Decke einstellbar ist. In einer Ausführungsform ist
die Einführhilfe eine schwalbenschwanzförmige Öffnung, die seitlich in ein Langloch
mündet. Insbesondere eine Montage der Beschallungseinrichtung "über Kopf", d.h. an
einer Decke und nachdem der Montagebügel bereits an der Decke montiert wurde, wird
so vereinfacht.
[0033] In einer Ausführungsform ist der Montagebügel aus Metall und/oder der Schallgeber
ist ebenfalls und unabhängig von dem trichterförmigen Horn, das typischerweise aus
Kunststoff besteht, über einen Befestigungsbügel und/oder eine Kette und/oder ein
Seil mit dem Montagebügel lösbar verbunden. Vorzugsweise sind der Befestigungsbügel,
die Kette und/oder das Seil feuerfest. Beispielsweise können der Befestigungsbügel,
die Kette und/oder das Seil aus Metall hergestellt sein. Auf diese Weise wird selbst
bei einem Brand an dem Montageort der Beschallungseinrichtung ein Herabfallen des
Schallgebers durch die Sicherung über den mit dem Montagebügel befestigten Befestigungsbügel,
Kette und/oder Seil verhindert.
[0034] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
werden deutlich anhand der folgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
und den dazugehörigen Figuren. Es zeigen:
- Figur 1a:
- eine Explosionsansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform einer Beschallungseinrichtung;
- Figur 1b:
- eine perspektivische Ansicht auf einen Montagebügel zum in Eingriff bringen mit der
Beschallungseinrichtung gemäß Figur 1a;
- Figur 1c:
- zeigt eine Ansicht auf eine Beschallungseinrichtung gemäß Figur 1a mit einem Montagebügel
gemäß Figur 1 b;
- Figur 2a:
- eine Seitenansicht auf ein Horn einer Beschallungseinrichtung gemäß einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 2b
- eine Rückseitenansicht auf die Schalleintrittsöffnung des Horns gemäß der Figur 2a;
- Figur 2c
- eine Draufsicht auf die erste, ebene Seitenfläche des Horns aus den Figuren 2a und
2b.
[0035] Die Figur 1 zeigt eine Ausführungsform einer Beschallungseinrichtung 1 gemäß der
vorliegenden Erfindung, wobei die Figur 1a eine Explosionsansicht der Beschallungseinrichtung
1 ohne Montagebügel, die Figur 1 b einen Montagebügel 10 zum in Eingriff bringen mit
der Beschallungseinrichtung 1 gemäß der Figur 1a und die Figur 1c die Beschallungseinrichtung
1 aus der Figur 1a mit dem Montagebügel 10 aus Figur 1 b zeigen.
[0036] Die Beschallungseinrichtung 1 weist ein Horn 4 in Form eines trichterförmigen Hohlkörpers
mit einer Schalleintrittsöffnung 5 und einer Schallaustrittsöffnung 6 auf. Von der
Schalleintrittsöffnung 5 erstreckt sich eine erste, ebene Seitenfläche 4a bis zu der
Schallaustrittsöffnung 6. Gegenüberliegend zu der ersten, ebenen Seitenfläche 4a verbindet
eine zweite, von der Schalleintrittsöffnung 5 zu der Schallaustrittsöffnung 6 nach
außen konkav gekrümmte Seitenfläche 4b die Schalleintrittsöffnung 5 und die Schallaustrittsöffnung
6.
[0037] Der Querschnitt des Hohlkörpers ist durchgehend rechteckig und erweitert sich von
der Schalleintrittsöffnung 5 hin zu der Schallaustrittsöffnung 6, wobei die Schalleintrittsöffnung
5 einen kreisförmigen Öffnungsquerschnitt aufweist, der aber unmittelbar in einen
rechteckigen Querschnitt übergeht. Konkret ist die Schalleintrittsöffnung 5 eine zentrale,
kreisförmige Öffnung in einer im Wesentlichen ebenen Flanschplatte 4e, die auf das
Ende des Hornes, welches einen rechteckigen Querschnitt aufweist, bündig aufgesetzt
bzw. einstückig mit diesem verbunden ist. Die Schallaustrittsöffnung 6 weist einen
rechteckigen Öffnungsquerschnitt auf. Die Querschnittsflächen von Schalleintritts-
zu Schallaustrittsöffnung verhalten sich etwa wie 1: 180, wobei der Abstand zwischen
Schalleintritts- zu Schallaustrittsöffnung in etwa 20% bis 60% größer ist als die
Breite der Schallaustrittsöffnung, die wiederum in etwa das Doppelte der Höhe dieser
Schallaustrittsöffnung beträgt.
[0038] An oder nahe der Schalleintrittsöffnung 5 ist ein Schallgeber 2 angeordnet. Der Schallgeber
2 weist eine Öffnung auf, hinter der eine schallerzeugende Membran angeordnet ist.
Die Öffnung des Schallgebers 2 ist fluchtend zu der Schalleintrittsöffnung 5 angeordnet,
wobei der Durchmesser der Öffnung des Schallgebers 2 dem Durchmesser der Schalleintrittsöffnung
5 entspricht. Die entlang der Hauptabstrahlrichtung in eine zu dieser senkrechten
Ebene projizierte Fläche der Membran liegt in der Schalleintrittsöffnung 5, bzw. überdeckt
diese. Im Allgemeinen fallen dann die Symmetrieachse einer solchen, typischerweise
kreis- bzw. rotationsymmetrischen Membran und die Hauptabstrahlrichtung zusammen.
[0039] Im Betrieb wandelt der Schallgeber 2 ein elektrisches Signal in ein akustisches Signal
um. Das akustische Signal wird durch die Schalleintrittsöffnung 5 in das Horn 4 geleitet.
Da der Schallgeber 2 unmittelbar an der Schalleintrittsöffnung 5 angeordnet ist, entstehen
an der Schalleintrittsöffnung 5 keine nennenswerten Reflexionen, die das akustische
Signal verschlechtern könnten. Das in das Horn 4 geleitete akustische Signal breitet
sich in dem trichterförmigen Hohlkörper aus. Um Reflexionen mit der ebenen Seitenfläche
4a des Horns 4 zu vermeiden bzw. auf sehr kleine Winkel zu beschränken, ist der Schallgeber
2 auch unmittelbar neben der ebenen Seitenfläche 4a oder einer gedachten Verlängerung
derselben in der Weise angeordnet, dass seine Hauptabstrahlrichtung 3 parallel und
in geringem Abstand zu der ebenen Seitenfläche 4a von der Schalleintrittsöffnung 5
zu der Schallaustrittsöffnung 6 verläuft.
[0040] Um den Schallgeber 2 vor äußeren Einflüssen zu schützen, ist dieser in einem Gehäuse
9 angeordnet. Das Gehäuse 9 ist mit einer Dichtung 9a gegenüber dem Horn 4 abgedichtet,
sodass das Gehäuse 9 wasserdicht und staubdicht abgeschlossen ist.
[0041] Die Schallaustrittsöffnung 6 weist einen Versteifungswulst, d.h. eine umlaufende
Randverstärkung 6c auf. Der Versteifungswulst versteift die Schallaustrittsöffnung
6 und verhindert, dass diese in einem Betrieb in Eigenschwingung versetzt wird. Die
innenliegenden Ecken 6a der Schallaustrittsöffnung 6 weisen eine Rundung 6b mit einem
Radius von wenigen Millimetern auf.
[0042] Um ein Einnisten von Tieren in der Beschallungseinrichtung 1 zu verhindern, ist in
einem maximalen Abstand von 1/3, hier in einem Abstand zwischen 1/4 bis 1/8 der Länge
zwischen der Schalleintrittsöffnung 5 und der Schallaustrittsöffnung 6 von der Schallaustrittsöffnung
6 entfernt ein Gitter 7 angeordnet. Das Gitter 7 sitzt in einer Gitteraufnahme zum
Beispiel in Form flacher Nuten oder Vorsprünge, die in der Figur 1 nicht gezeigt sind,
und ist mit jeweils vier versenkbaren Schrauben mit der ebenen Seitenfläche 4a und
der konkaven Seitenfläche 4b des Horns verschraubt. Der Mittelpunktabstand benachbarter
Öffnungen des Gitters 7 ist konstant. Darüber hinaus ist das Gitter 7 unter einem
Winkel von 65° zu der ebenen Seitenfläche 4a und in Richtung der Schalleintrittsöffnung
5 geneigt angeordnet. Die an der ebenen Seitenfläche 4a angeordnete Kante des Gitters
7 ist weiter entfernt von der Schalleintrittsöffnung 5 angeordnet als die an der konkaven
Seitenfläche 4b angeordnete Kante des Gitters 7.
[0043] Um die Beschallungseinrichtung 1 lös- und einstellbar mit einem Montagebügel 10 zu
verbinden, weist das Horn 4 an seinen zwei gegenüberliegenden Seiten 4c und 4d jeweils
zwei Haltevorrichtungen 11 auf. Bei der vorliegenden Ausführungsform sind die Haltevorrichtungen
11 keilförmige Materialverstärkungen in die eine Schraube oder ein Gewindebolzen mit
einer Schraubenmutter eindrehbar sind. Je zwei Haltevorrichtungen 11 sind in an dem
Ende des Horns 4 mit der Schallaustrittsöffnung 6 und dem Ende des Horns 4 mit der
Schalleintrittsöffnung 5 angeordnet.
[0044] Der zum in Eingriff bringen mit den Haltevorrichtungen 11 vorgesehene Montagebügel
10 ist in der Figur 1 b gezeigt. Der Montagebügel 10 weist zwei U-förmige Bügel 10a
auf, die parallel zueinander ausgerichtet sind und über einen Steg 10b miteinander
verbunden sind. Jeder Bügel 10a weist für das zumindest teilweise Umgreifen des Horns
4 zwei Schenkel 10c mit einem Langloch 10d und einer Einführhilfe 10e auf. Die in
die Haltevorrichtung 11 eingedrehte Schraube wird über die Einführhilfe 10e in das
Langloch 10d geführt. Durch ein Verschieben der Schraube in dem Langloch 10d kann
die Position des Horns 4 relativ zu dem Montagebügel 10 eingestellt werden. Anschließend
werden die Schrauben festgezogen und verbinden die Schenkel 10c fest mit den Haltevorrichtungen
11.
[0045] In der Figur 1c ist die Beschallungseinrichtung 1 gemäß der Figur 1a mit einem befestigten
Montagebügel 10 gemäß der Figur 1 b dargestellt. Gut erkennbar erstreckt sich der
Steg 10b des Montagebügels 10 in Richtung von der Schalleintrittsöffnung 5 zu der
Schallaustrittsöffnung 6. Der Steg 10b weist einen Abstand zu der ebenen Seitenfläche
4a des Horns auf.
[0046] Die Figur 2 zeigt ein Horn 4 einer weiteren Ausführungsform einer Beschallungseinrichtung
1 gemäß der vorliegenden Erfindung. Das in der Figur 2 gezeigte Horn 4 ist für die
in der Figur 1 gezeigte Beschallungseinrichtung 1 vorgesehen, wobei in der Figur 2a
eine Seitenansicht, in der Figur 2b eine Draufsicht auf die Rückseite der Schalleintrittsöffnung
5 und in der Figur 2c eine Draufsicht auf die erste, ebene Seitenfläche 4a des Horns
4 gezeigt sind.
[0047] In der Seitenansicht der Figur 2a ist gut erkennbar, dass sich die erste, ebene Seitenfläche
4a des Horns 4 von der Schalleintrittsöffnung 5 bis zu der Schallaustrittsöffnung
6 erstreckt und so die Schalleintrittsöffnung 5 mit der Schallaustrittsöffnung 6 verbindet.
Gegenüberliegend zu der ersten, ebenen Seitenfläche 4a ist eine zweite, konkave Seitenfläche
4b des Horns 4 angeordnet. Auch die zweite, konkave Seitenfläche 4b verbindet die
Schalleintrittsöffnung 5 mit der Schallaustrittsöffnung 6 und bildet zusammen mit
den zwei weiteren Seitenflächen 4c, 4d einen trichterförmigen Hohlkörper durch den
das akustische Signal im Betrieb der Beschallungseinrichtung geleitet wird.
[0048] Der in der Figur 2 nicht dargestellte Schallgeber 2 ist im Betrieb der Beschallungsreinrichtung
nahe oder an der Schalleintrittsöffnung 5 angeordnet. Hierzu ist bei dieser Ausführungsform
vorgesehen, dass der Schallgeber 2 an dem Flansch 4e des Horns derart befestigt wird,
dass der Schallgeber unmittelbar neben der ebenen Seitenfläche 4a oder einer gedachten
Verlängerung der ebenen Seitenfläche 4a angeordnet ist und seine Hauptabstrahlrichtung
parallel zu der ersten, ebenen Seitenfläche 4a von der Schalleintrittsöffnung 5 zu
der Schallaustrittsöffnung 6 verläuft.
[0049] Neben der Befestigung des Schallgebers 2 dient der Flansch 4e auch der Anbringung
eines, in der Figur 2 ebenfalls nicht gezeigten, Gehäuses 9, das den Schallgeber 2
im Betrieb der Beschallungseinrichtung vor Umwelteinflüssen schützt.
[0050] An den gegenüberliegenden Seitenflächen 4d, 4c sind jeweils zwei Haltevorrichtungen
11 zum in Eingriff bringen mit einem Montagebügel 10, der in der Figur 2 nicht dargestellt
ist, angeordnet. Die Haltevorrichtungen 11 sind derart angeordnet, dass in einem Betrieb
der Beschallungseinrichtung der Steg 10b eines Montagebügels 10 in einem Abstand von
der ersten, ebenen Seitenfläche 4a angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Abstand so
gewählt, dass der Steg 2 in einer in der Figur 2a gezeigten Seitenansicht auf einer
Höhe mit dem oberen Rand des Flansches 4e abschließt.
[0051] Umlaufend um die Schallaustrittsöffnung 6 weist das Horn 4 eine Randverstärkung 6c
auf, die verhindert, dass das Horn 4 in einem Betrieb der Beschallungseinrichtung
durch den durch das Horn 4 geführten Schall in Eigenschwingungen versetzt wird.
[0052] Die Figur 2b zeigt das Horn 4 in einer Draufsicht auf die Rückseite der Schalleintrittsöffnung
5. Die Schalleintrittsöffnung 5 ist eine kreisförmige Öffnung in dem Flansch 4e. Der
Durchmesser der Schalleintrittsöffnung 5 ist vorzugsweise so gewählt, dass dem Durchmesser
einer Membran eines Schallgebers 2 entspricht, der im Betrieb der Beschallungseinrichtung
an oder nahe der Schalleintrittsöffnung 5 angeordnet ist. In der Figur 2a ist gut
zu erkennen, dass die Schalleintrittsöffnung 5 in dem Flansch 4e derart angeordnet
ist, dass der Rand der Schalleintrittsöffnung 5 unmittelbar neben der ersten, ebenen
Seitenfläche 4a liegt.
[0053] In Ergänzung zu den Figuren 2a und 2b sind in der Figur 2c, die eine Draufsicht auf
die erste, ebene Seitenfläche 4a zeigt, die auf jeder der zwei Seitenflächen 4c, 4d
angebrachten Haltevorrichtungen 11 zum in Eingriff bringen mit einem Montagebügel
10 zu erkennen. Die Haltevorrichtungen 11 sind keilförmige Materialverstärkungen der
Seitenwände 4c, 4d.
[0054] Für Zwecke der ursprünglichen Offenbarung wird darauf hingewiesen, dass sämtliche
Merkmale, wie sie sich aus der vorliegenden Beschreibung, den Zeichnungen und den
Ansprüchen für einen Fachmann erschließen, auch wenn sie konkret nur in Zusammenhang
mit bestimmten weiteren Merkmalen beschrieben wurden, sowohl einzeln als auch in beliebigen
Zusammenstellungen mit anderen der hier offenbarten Merkmale oder Merkmalsgruppen
kombinierbar sind, soweit dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurde oder technische
Gegebenheiten derartige Kombinationen unmöglich oder sinnlos machen. Auf die umfassende,
explizite Darstellung sämtlicher denkbarer Merkmalskombinationen wird hier nur der
Kürze und der Lesbarkeit der Beschreibung wegen verzichtet.
[0055] Während die Erfindung im Detail in den Zeichnungen und der vorangehenden Beschreibung
dargestellt und beschrieben wurde, erfolgt diese Darstellung und Beschreibung lediglich
beispielhaft und ist nicht als Beschränkung des Schutzbereichs gedacht, so wie er
durch die Ansprüche definiert wird. Die Erfindung ist nicht auf die offenbarten Ausführungsformen
beschränkt.
[0056] Abwandlungen der offenbarten Ausführungsformen sind für den Fachmann aus den Zeichnungen,
der Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen offensichtlich. In den Ansprüchen
schließt das Wort "aufweisen" nicht andere Elemente oder Schritte aus, und der unbestimmte
Artikel "eine" oder "ein" schließt eine Mehrzahl nicht aus. Die bloße Tatsache, dass
bestimmte Merkmale in unterschiedlichen Ansprüchen beansprucht sind, schließt ihre
Kombination nicht aus. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Beschränkung
des Schutzbereichs gedacht.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 1
- Beschallungseinrichtung
- 2
- Schallgeber
- 2a
- Membran
- 2b
- Hauptschwingungsrichtung
- 3
- Hauptabstrahlrichtung
- 4
- Horn
- 4a
- ebene Seitenfläche des Horns 4
- 4b
- konkave Seitenfläche des Horns 4
- 4c
- Seitenfläche des Horns 4
- 4d
- Seitenfläche des Horns 4
- 4e
- Flanschplatte des Horns 4
- 5
- Schalleintrittsöffnung
- 6
- Schallaustrittsöffnung
- 6a
- Ecken der Schallaustrittsöffnung 6
- 6b
- Rundungen der Ecken 6a der Schallaustrittsöffnung 6
- 6c
- Randverstärkung der Schallaustrittsöffnung 6
- 7
- Gitter
- 8
- Lochblech
- 9
- Gehäuse
- 9a
- Dichtung
- 10
- Montagebügel
- 10a
- U-förmiger Bügel des Montagebügels 10
- 10b
- Steg des Montagebügels 10
- 10c
- Schenkel des U-förmigen Bügels 10a
- 10d
- Langloch in dem Schenkel 10c
- 10e
- Einführhilfe in dem Schenkel 10c
- 11
- Haltevorrichtung
1. Beschallungseinrichtung (1) mit einem Schallgeber (2), welcher eine Hauptabstrahlrichtung
(3) aufweist, und mit einem Horn (4) in Form eines sich von einer Schalleintrittsöffnung
(5) aus zu einer Schallaustrittsöffnung (6) hin trichterförmig erweiternden Hohlkörpers,
der zumindest eine erste sich zwischen den Öffnungen (5, 6) erstreckende, ebene Seitenfläche
(4a) aufweist, wobei der Schallgeber (2) an oder nahe der Schalleintrittsöffnung (5)
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallgeber (2) unmittelbar neben der ebenen Seitenfläche (4a) oder einer gedachten
Verlängerung derselben in der Weise angeordnet ist, dass seine Hauptabstrahlrichtung
(3) parallel zu der ebenen Seitenfläche (4a) von der Schalleintrittsöffnung (5) zu
der Schallaustrittsöffnung (6) hin verläuft.
2. Beschallungseinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallgeber (2) eine Membran (2a) mit einer Hauptschwingungsrichtung (2b) aufweist,
wobei die Hauptschwingungsrichtung (2b) parallel zu der Hauptabstrahlrichtung (3)
ist.
3. Beschallungseinrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (2a) kreisförmig ist, wobei vorzugsweise die Schalleintrittsöffnung (5)
kreisförmig ist und der Rand der Schalleintrittsöffnung (2a) die ebene Seitenfläche
(4a) oder eine gedachte Verlängerung der ebenen Seitenfläche (4a) tangiert.
4. Beschallungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche der Schallaustrittsöffnung (5) und die Querschnittsfläche
der Schalleintrittsöffnung (6) ein Verhältnis zwischen, 10:1 und 500:1, vorzugsweise
50:1 bis 200:1, besonders bevorzugt 180:1, zueinander haben.
5. Beschallungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsquerschnitt der Schallaustrittsöffnung (6) rechteckig ist, wobei vorzugsweise
die innenliegenden Ecken (6a) des Öffnungsquerschnitts eine Rundung (6b), vorzugsweise
mit einem Radius R in einem Bereich zwischen 2 mm und 10 mm aufweisen.
6. Beschallungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite, die Schalleintrittsöffnung (5) und die Schallaustrittsöffnung (6) verbindende
Seitenfläche (4b) des trichterförmigen Hohlkörpers, gegenüberliegend zu der ebenen
Seitenfläche (4a) angeordnet und konkav gekrümmt ist.
7. Beschallungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Schalleintrittsöffnung (5) und der Schallaustrittsöffnung
(6) entlang der ebenen Seitenfläche (4a) des trichterförmigen Hohlkörpers dem 50-fachen
bis 200-fachen des maximalen Durchmessers der Schalleintrittsöffnung (5) entspricht.
8. Beschallungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in dem freien Querschnitt des trichterförmigen Hohlkörpers ein Gitter (7) oder ein
Lochblech (8) angeordnet ist, wobei das Gitter (7) oder das Lochblech (8) vorzugsweise
einen Neigungswinkel zwischen 60° und 70°, vorzugsweis 65°, gegenüber der Hauptabstrahlrichtung
(3) aufweist, wobei das Gitter (7) oder das Lochblech (8) vorzugsweise in einem Abstand
von maximal 1/3, vorzugsweise zwischen 1/4 bis zu 1/8, der Länge zwischen der Schalleintrittsöffnung
(5) und der Schallaustrittsöffnung (6) von der Schallaustrittsöffnung (6) entfernt
angeordnet ist.
9. Beschallungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallaustrittsöffnung (6) eine umlaufende Randverstärkung (6c) aufweist.
10. Beschallungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallgeber (2) in einem Gehäuse (9) angeordnet ist, wobei das Gehäuse (9) vorzugsweise
wasserdicht und/oder staubdicht abgeschlossen ist.
11. Beschallungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Montagebügel (10) mit dem trichterförmigen Hohlkörper lös- und einstellbar verbunden
ist, wobei an einer Wand oder Decke zu montierende Teile des Montagebügels (10) im
montierten Zustand des Hornes (4) einen Abstand zu der ebenen Seitenfläche (4a) des
trichterförmigen Hohlkörpers aufweisen, der zwischen 1 cm und 10 cm vorzugsweise zwischen
1 cm und 7 cm beträgt.
12. Beschallungseinrichtung (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagebügel (10) zwei parallel zueinander ausgerichtete U-förmige Bügel (10a)
für ein zumindest abschnittsweises Umgreifen des Hohlkörpers und einen die U-förmigen
Bügel (10a) miteinanderverbindenden Steg (10b) aufweist.
13. Beschallungseinrichtung (1) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass jeder U-förmige Bügel (10a) zwei Schenkel (10c) mit je einem Langloch (10d) und/oder
einer Einführhilfe (10e) zum in Eingriff bringen mit je einer Haltevorrichtung (11)
des trichterförmigen Hohlkörpers aufweist, wobei je zwei Haltevorrichtungen (11) an
gegenüberliegenden Seitenflächen (4c, 4d) des trichterförmigen Hohlkörpers angeordnet
sind.
14. Beschallungseinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagebügel (10) aus Metall ist und/oder der Schallgeber (2) mit einem Befestigungsbügel
(12) aus Metall mit dem Montagebügel (10) lösbar verbunden ist.
15. Beschallungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Länge des Hornes zu Breite und Höhe der Austrittsöffnung innerhalb
eines Toleranzfensters von 10% 14:10:5 (Länge:Breite:Höhe) beträgt.