[0001] Die Erfindung betrifft einen Rundsteckverbinder und ein Verfahren zum Montieren eines
Rundsteckverbinders.
[0002] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Steckverbindertechnik, insbesondere auf dem
Gebiet der Rundsteckverbinder, also Steckverbinder mit z.B. einem M12-, M8-, M23-
oder einem 7/8"-Gewinde. Solche Rundsteckverbinder, insbesondere M12-Rundsteckverbinder,
werden zum Beispiel zur elektrischen Kontaktierung und/oder Verbindung von industriellem
Ethernet verwendet. Weiterhin sind solche Rundsteckverbinder oft mechanischen Beanspruchungen,
wie z. B. Vibrationen durch angeschlossene Maschinen, ausgesetzt, weswegen diese Rundsteckverbinder
für mechanische Belastungen ausgelegt sein sollten und insbesondere ein Gewinde aufweisen
können, mit dem die Steckverbindung verschraubt und gesichert werden kann.
[0003] Rundsteckverbinder sind üblicherweise an einem Kabelende angeordnet und dienen zur
Kontaktierung eines komplementären Rundsteckverbinders und/oder einer komplementären
Rundsteckverbinderbuchse. Rundsteckverbinder können mehrere Funktionen aufweisen.
So können Rundsteckverbinder z.B. ein elektrisches Kontaktieren, ein mechanisches
Sichern, ein Isolieren und/oder ein Abschirmen des Rundsteckverbinders ermöglichen.
Um diese Mehrzahl von Funktionalitäten zu ermöglichen sind Rundsteckverbinder üblicherweise
mehrteilig aufgebaut. Deswegen ist der Bauteilaufwand für Rundsteckverbinder hoch
und die Montage von Rundsteckverbindern aufwendig.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Montage eines Rucksteckerverbinders
zu vereinfachen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Ausführungsformen
der Erfindung sind die Gegenstände der abhängigen Ansprüche.
[0006] Ein erster Aspekt betrifft einen Rundsteckverbinder mit einer Kabelkappe zum Kontaktieren
eines Kabelendes und einem Steckkopf zum Herstellen einer Steckverbindung mit einem
komplementären Rundsteckverbinder und/oder einer komplementären Rundsteckverbinderbuchse.
Der Rundsteckverbinder weist weiterhin einen beweglichen Schirmkontakt auf, der beim
Montieren des Steckkopfes an die Kabelkappe in eine Schirmposition bewegbar ist, in
der der Schirmkontakt eine elektrische Verbindung zwischen einer Kabelschirmung des
Kabelendes und einer Steckkopfschirmung des Steckkopfes bereitstellt.
[0007] Der Rundsteckverbinder kann als einer der eingangs genannten Steckverbinder ausgebildet
sein, also zum Beispiel mit einem M12-, M8-, M23- oder einem 7/8-Zollgewinde. Der
Rundsteckverbinder kann insbesondere zum Anschließen von industriellem Ethernet ausgebildet
sein. Das Kabelende kann insbesondere als Kabelende eines Netzwerkkabels ausgebildet
sein. Das Kabelende kann zumindest teilweise abisoliert sein und eine Mehrzahl von
Adern aufweisen, die zum Übertragen von elektrischen Signalen ausgebildet sein können.
Die Kabelkappe kann zum elektrischen und/oder mechanischen Kontaktieren des Kabelendes
ausgebildet sein, also insbesondere zum mechanischen und/oder elektrischen Kontaktieren
der einzelnen Adern des Kabelendes. Das Kabel selber ist als ein abgeschirmtes Kabel
ausgebildet und weist die Kabelschirmung auf. Die Kabelschirmung kann zum Beispiel
als eine metallische Folie ausgebildet sein, die um die Adern des Kabels herum und
elektrisch isoliert zu diesen angeordnet ist
[0008] Der Steckkopf weist Steckelemente auf, mit denen der Rundsteckverbinder in eine komplementäre
Rundsteckverbinderbuchse bzw. einen komplementären Rundsteckverbinder steckbar ist.
Der Rundsteckverbinder ist somit zum Eingehen einer Steckverbindung mit einem komplementären
Gegenstück ausgebildet. Der Steckkopf kann Schraubmittel zum Herstellen einer Schraubverbindung
aufweisen, mit denen der Rundsteckverbinder an seinem komplementären Gegenstück verschraubt
und somit gesichert werden kann. Die Schraubmittel können zum Beispiel als eine Schraubnuss
und/oder ein Schraubring ausgebildet sein.
[0009] Der Rundsteckverbinder ist zumindest zweiteilig aufgebaut und weist sowohl die Kabelkappe
als auch den Steckkopf auf. Diese werden bei der Montage des Steckkopfes aneinander
montiert. Beim Montieren des Rundsteckverbinders wird zunächst die Kabelkappe am Kabelende
angeordnet, und anschließend der Steckkopf an der Kabelkappe.
[0010] Beim Montieren des Steckkopfes an die Kabelkappe wird der bewegliche Schirmkontakt
in seine Schirmposition bewegt. Der Schirmkontakt nimmt seine Schirmposition ein,
wenn der Rundstecker zusammengebaut und assembliert ist. In diesem fertig montierten
Zustand des Rundsteckverbinders kann der Schirmkontakt unbeweglich sein. Der Schirmkontakt
kann somit lediglich solange frei beweglich ausgebildet sein, solange er noch nicht
in seiner Schirmposition angeordnet ist. Der Schirmkontakt ist somit insbesondere
in einem unmontierten Zustand des Rundsteckverbinders beweglich. Der Schirmkontakt
kann z.B. relativ zur Kabelkappe beweglich ausgebildet sein. Die Bewegung, die der
Schirmkontakt zumindest im unmontierten Zustand ausführen kann, kann eine Schwenkbewegung,
eine translatorische Bewegung, eine Rotationsbewegung und/oder eine elastische Bewegung
sein. Der Schirmkontakt kann solange beweglich gelagert sein, solange der Steckkopf
noch nicht an die Kabelkappe montiert ist. Beim Montieren des Steckkopfes an die Kabelkappe
kann der Schirmkontakt seine Bewegung durchführen. Dabei wird er in seine Schirmposition
bewegt. Die Bewegung des Schirmkontakts kann insbesondere durch eine Bewegung des
Steckkopfes relativ zur Kabelkappe verursacht werden, die zur Montage des Rundsteckverbinders
notwendig sein kann.
[0011] Mit anderen Worten kann der Schirmkontakt automatisch in seine Schirmposition bewegt
werden, wenn der Steckkopf auf die Kabelkappe montiert wird. Die dazu notwendige Montagebewegung
des Steckkopfes relativ zur Kabelkappe kann die Bewegung des Schirmkontaktes in seine
Schirmposition verursachen.
[0012] Der Schirmkontakt ist als ein metallischer Leiter ausgebildet und bewirkt bei mechanischem
Kontakt mit der Kabelschirmung und der Steckkopfschirmung eine elektrische Kontaktierung
dieser beiden Schirmungen.
[0013] In seiner Schirmposition ist der Schirmkontakt so angeordnet, dass er die Kabelschirmung
der Kabelkappe mit der Steckkopfschirmung des Steckkopfes elektrisch und/oder mechanisch
verbindet. Die Steckkopfschirmung kann aus einem zumindest teilweise elektrisch leitend
ausgebildetem Gehäuseelement des Steckkopfes ausgebildet sein. Der Steckkopf kann
einen elektrisch leitenden Griffbereich aufweisen, den eine Person beim Einstecken
des Rundsteckverbinders in sein komplementäres Gegenstück berührt. Der Griffbereich
kann als Bestandteil der Steckkopfschirmung und/oder elektrisch leitend mit der Steckkopfschirmung
verbunden ausgebildet sein. Somit kann eine statische Aufladung eines Benutzers über
die Steckkopfschirmung, den Schirmkontakt und schließlich die Kabelschirmung abgeleitet
werden.
[0014] Über den Schirmkontakt erfolgt eine Verbindung der Kabelschirmung mit der Steckkopfschirmung.
Dadurch wird die Schirmung des Rundsteckverbinders an die Kabelschirmung gekoppelt,
was insgesamt die elektrische Abschirmung des an das Kabel gekoppelten Rundsteckverbinders
verbessert, ohne die Montage des Rundsteckverbinders zu komplizieren.
[0015] Der beweglich ausgebildete Schirmkontakt kann die Montage und somit das Assemblieren
des Rundsteckverbinders verbessern und/oder vereinfachen.
[0016] Gemäß einer Ausführungsform ist der Schirmkontakt als eine verschwenkbare Kontaktwippe
ausgebildet. Die Kontaktwippe weist einen dem Steckkopf zugeordneten Wippenflügel
zum elektrischen Kontaktieren der Steckkopfschirmung auf sowie einen dem Kabelende
zugeordneten Wippenflügel zum elektrischen Kontaktieren der Kabelschirmung. Bei dieser
Ausführungsform ist der Schirmkontakt somit insbesondere dazu ausgebildet, eine Schwenkbewegung
um eine Schwenkachse, und somit eine Wippbewegung um ein Wippenlager (auch genannt
Wippachse), durchzuführen. Die Kontaktwippe weist die beiden Wippenflügel auf, die
an zueinander gegenüberliegenden Seiten des Wippenlagers angeordnet sind. Die Kontaktwippe
ist bezüglich des Wippenlagers verschwenkbar, insbesondere um das Wippenlager. Bei
der Kontaktwippe verursacht eine Krafteinwirkung auf und/oder eine Bewegung des einen
der beiden Wippenflügels eine Krafteinwirkung auf und/oder eine Bewegung des anderen
Wippenflügels. Im Gegensatz zu einer als Kinderspielzeug bekannten Spielzeugwippe
müssen die beiden Wippenflügel der Kontaktwippe nicht im Wesentlichen geradlinig zueinander
angeordnet sein. Vielmehr kann die Kontaktwippe gebogen ausgebildet sein, insbesondere
kann der erste der beiden Wippenflügel relativ zu dem zweiten der beiden Wippenflügel
verbogen angeordnet sein.
[0017] In einer Weiterbildung dieser Ausführungsform wirkt ein kabelseitiges Steckkopfende
so auf den dem Steckkopf zugeordneten Wippenflügel ein, dass der dem Kabelende zugeordnete
Wippenflügel auf die Kabelschirmung des Kabelendes schwenkt. Das kabelseitige Steckkopfende
ist an der Seite des Steckkopfes ausgebildet, das im montierten Zustand des Rundsteckverbinders
an dem dem Kabelende benachbarten Steckkopfende angeordnet ist. Dieses kabelseitige
Steckkopfende ist insbesondere an dem Ende des Steckkopfes angeordnet, das einem Einsteckende
des Steckkopfes gegenüberliegend angeordnet ist. Das kabelseitige Steckkopfende kann
als Bestandteil der Steckkopfschirmung ausgebildet sein und somit als ein elektrischer
Leiter. Die bewegliche und verschwenkbare Kontaktwippe ist dabei so angeordnet, dass
sie beim Montieren des Steckkopfes an die Kabelkappe das kabelseitige Steckkopfende
mit dem dem Steckkopf zugeordneten Wippenflügel mechanisch kontaktiert und/oder berührt.
Das kabelseitige Steckkopfende kann dabei insbesondere den dem Steckkopf zugeordneten
Wippenflügel bewegen, wodurch auch der dem Kabelende zugeordnete Wippenflügel bewegt
wird. Beim Montieren des Steckkopfes an die Kabelkappe erfolgt somit eine Krafteinwirkung
von dem kabelseitigen Steckkopfende auf den dem Steckkopf zugeordneten Wippenflügel.
Dies bewirkt eine Schwenkbewegung der Kontaktwippe, die den dem Kabelende zugeordneten
Wippenflügel auf die Kabelschirmung des Kabelendes bewegt, schwenkt, presst und/oder
drückt. Dadurch erfolgt eine besonders effiziente Koppelung der Kabelschirmung an
die Steckkopfschirmung über die Kontaktwippe.
[0018] In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung dieser Ausführungsform ist
die Kontaktwippe an ihrem Wippenlager so gebogen ausgebildet, dass der dem Steckkopf
zugeordnete Wippenflügel bezüglich einer Kabelachse des Kabelendes radial beabstandet
zu dem dem Kabelende zugeordneten Wippenflügel angeordnet ist. Die Kabelachse des
Kabelendes fällt hierbei zumindest am Kabelende mit der Stromleitungsrichtung durch
das Kabel zusammen. Die Kabelachse kann weiterhin mit einer Mittelachse des Rundsteckverbinders
zusammenfallen, die im Falle eines geradlinig ausgebildeten Rundsteckverbinders mit
einer Einsteckrichtung des Rundsteckverbinders zusammenfallen kann. Bezüglich dieser
Kabelachse sind die beiden Wippenflügel radial beabstandet voneinander angeordnet.
Die Kontaktwippe ist an ihrem Wippenlager soweit gebogen, dass die beiden Wippenflügel
ähnlich wie bei einem U nahezu parallel zueinander ausgebildet sind. In Richtung der
Kabelachse betrachtet hat die Kontaktwippe somit im Wesentlichen einen U-förmigen
Querschnitt. Hierbei ist ein erster Schenkel des U's, also ein erster der Wippenflügel,
radial innen angeordnet, also näher an der Kabelachse, während der zweite der beiden
Wippenflügel radial weiter außen angeordnet ist, also weiter von der Kabelachse beabstandet.
Hierbei kann insbesondere der dem Steckkopf zugeordnete Wippenflügel radial weiter
von der Kabelachse beabstandet sein als der dem Kabelende zugeordnete Wippenflügel.
Der dem Kabelende zugeordnete Wippenflügel kann insbesondere ungefähr radial so weit
von der Kabelachse beabstandet sein wie die Kabelschirmung des Kabels. Bei dieser
Ausführungsform kann ein Einwirken des Steckkopfes auf den radial äußeren Wippenflügel
bewirken, dass der radial innere Wippenflügel (insbesondere fester als zuvor) an die
Kabelschirmung gedrückt und/oder gepresst wird.
[0019] In einer weiteren alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung dieser Ausführungsform
ist die Kontaktwippe um ein Wippenlager der Kabelkappe verschwenkbar gelagert. Hierbei
kann die Kontaktwippe insbesondere als ein beweglich gelagertes Bestandteil der Kabelkappe
ausgebildet sein. Auch das Wippenlager kann als Bestandteil der Kabelkappe ausgebildet
sein. Das Wippenlager kann insbesondere als ein unbewegliches Bestandteil der Kabelkappe
ausgebildet sein. Die Kontaktwippe ist so an dem Wippenlager angeordnet, dass es um
das Wippenlager verschwenkbar beweglich ist.
[0020] In einer alternativen Ausführungsform kann die Kontaktwippe als ein separates Bauteil
oder als ein Bauteil des Steckkopfes ausgebildet sein. Bei den Ausführungsformen,
bei denen die Kontaktwippe nicht als separates Bauteil sondern als Bauteil des Steckkopfes
oder der Kabelkappe ausgebildet ist, ist das Montieren des Rundsteckverbinders durch
die erniedrigte Bauteilanzahl besonders einfach.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform ist der Schirmkontakt beweglich an der Kabelkappe angeordnet.
Wie voranstehend beschrieben, ist hierbei kein separates Bauteil mehr notwendig, was
das Montieren des Rundsteckverbinders vereinfacht.
[0022] Gemäß einer Ausführungsform ist der Schirmkontakt als eine elastisch verformbare
Kontaktfeder ausgebildet. Hierbei kann beim Montieren des Steckkopfes an das Kabelende
eine elastische Verformung des Schirmkontaktes erfolgen, wobei zumindest ein Bereich
des Schirmkontaktes an die Kabelschirmung bewegt wird und ein anderer Teil des Schirmkontaktes
an die Steckkopfschirmung. Die elastisch verformbare Ausbildung des Schirmkontaktes
kann insbesondere mit der voranstehend beschriebenen Ausbildung als verschwenkbare
Kontaktwippe kombiniert sein. Diese Kombination einer elastisch verformbaren Ausbildung
mit einer verschwenkbaren Ausbildung des Schirmkontakts ist besonders gut dazu geeignet,
sich an die beiden Abschirmungen des Kabels und Steckkopfes anzulegen und/oder diese
zu kontaktieren.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform weist der Rundsteckverbinder zumindest zwei bezüglich
einer Kabelachse des Kabelendes im Wesentlichen symmetrisch angeordnete bewegliche
Schirmkontakte auf. Zum Beispiel können zwei Schirmkontakte die Kabelschirmung an
zueinander bezüglich der Kabelachse gegenüberliegenden Seiten kontaktieren. Die Verwendung
einer Mehrzahl von beweglichen Schirmkontakten verbessert dabei die elektrische Kontaktierung
der Abschirmungen der einzelnen Bestandteile des Rundsteckverbinders.
[0024] Gemäß einer Ausführungsform kontaktiert der Schirmkontakt die Kabelschirmung in der
Schirmposition flächig. Dazu kann der Schirmkontakt insbesondere eine konkave Kontaktfläche
für die Kabelschirmung aufweisen. Die Kabelschirmung ist üblicherweise als eine metallische
Folie in der Nähe des Kabelmantels ausgebildet. Somit weist die Kabelschirmung üblicherweise
(von radial außen betrachtet) eine konvexe Form auf. Die der Kabelschirmung zugeordnete
Kontaktfläche des Schirmkontakts kann komplementär dazu konkav ausgebildet sein und
somit eine besonders gute und flächige Kontaktierung der Kabelschirmung ermöglichen.
Dabei weist der Schirmkontakt für die Kabelschirmung eine Kontaktfläche auf, die zumindest
etwa 10 mm
2 groß ausgebildet sein kann, bevorzugt zumindest etwa 20 mm
2. Diese Kontaktfläche kann insbesondere von etwa 20 mm
2 bis etwa 40 mm
2 groß ausgebildet sein, bevorzugt von etwa 25 mm
2 bis etwa 35 mm
2.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform weist die Kabelkappe eine Steckkopfaufnahme für ein kabelseitiges
Steckkopfende auf. Beim Montieren des Steckkopfes an die Kabelkappe wird das kabelseitige
Steckkopfende in die Steckkopfaufnahme der Kabelkappe eingeführt. Im montierten und
assemblierten Zustand des Rundsteckverbinders ist das kabelseitige Steckkopfende in
der Steckkopfaufnahme angeordnet und kann dort insbesondere kraftschlüssig, formschlüssig
und/oder stoffschlüssig befestigt sein.
[0026] In einer Weiterbildung dieser Ausführungsform ist das kabelseitige Steckkopfende
so in der Steckkopfaufnahme angeordnet, dass das kabelseitige Steckkopfende von radial
außen an den Schirmkontakt gepresst ist.
[0027] Im Rahmen der Erfindung beziehen sich die Begriffe "radial", "radial außen", "radial
innen" usw. auf eine radiale Richtung zur Kabelachse des Kabelendes, also zu der Kabelachse
desjenigen Stückes des Kabels, das an der Kabelkappe befestigt ist.
[0028] Hierbei ist die Kabelachse parallel zur Stromflussrichtung durch das Kabelende.
[0029] Beim Rundsteckverbinder ist in dieser Ausführungsform das Kabelende so fest in der
Steckkopfaufnahme angeordnet, dass es von radial außen an den Schirmkontakt gepresst
ist. Hierbei kann die Steckkopfaufnahme zumindest einen Bestandteil aufweisen (z.B.
eine Mantellippe), der das kabelseitige Steckkopfende von radial außen in Richtung
zur Kabelachse hin hält und/oder drückt. Dieser Bestandteil der Steckkopfaufnahme
kann insbesondere so starr ausgebildet sein, dass er ein Herausbewegen des kabelseitigen
Steckkopfendes aus der Steckkopfaufnahme in radialer Richtung nach außen be- und/oder
verhindert. In dieser Anordnung kann das kabelseitige Steckkopfende insbesondere auf
einen radial äußeren Wippenflügel des Schirmkontaktes einwirken, wenn der Schirmkontakt
wie voranstehend beschrieben als Kontaktwippe ausgebildet ist.
[0030] In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung dieser Ausführungsform ist
das kabelseitige Steckkopfende unverschraubt in einem Klemmsitz in der Steckkopfaufnahme
angeordnet. Zum Montieren des Steckkopfes an die Kabelkappe ist somit kein Verschrauben
und/oder Vernieten notwendig. Allein ein hinreichend festes und/oder tiefes Einführen
des kabelseitigen Endes des Steckkopfes in die Steckkopfaufnahme ist ausreichend zum
Montieren des Rundsteckverbinders. Bei dieser Ausführungsform sind zum Befestigen
des Steckkopfes an die Kabelkappe weiterhin keine Rastmittel notwendig. Der Steckkopf
kann somit in einer nicht vollständig vorbestimmten und/oder definierten Lage relativ
zur Kabelkappe angeordnet sein. Der Steckkopf wird somit ausschließlich durch die
Klemmverbindung an der Kabelkappe gehalten. Weiterhin kann der Steckkopf noch an die
Kabelkappe vergossen sein.
[0031] In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung dieser Ausführungsform sind
an dem kabelseitigen Steckkopfende Steckkopfrutschflächen ausgebildet, die mit Kabelkappenrutschflächen,
die an einem dem Steckkopf zugewandten Kabelkappenende der Kabelkappe ausgebildeten
sind, so zusammenwirken, dass beim Montieren des Rundsteckverbinders das kabelseitige
Steckkopfende in die Steckkopfaufnahme geführt ist. Die Rutschflächen können insbesondere
als zur Radialrichtung komplementär winklig ausgebildete Schrägflächen ausgebildet
sein. Hierbei kann der Winkel zur Radialrichtung insbesondere zwischen 20 und 70°
groß ausgebildet sein, bevorzugt zwischen 40 und 50°. Die jeweils komplementären Rutschflächen
können im Gegenwinkel hierzu ausgebildet sein, so dass sich die Kabelkappenrutschflächen
und die Steckkopfrutschflächen beim Montieren des Rundsteckverbinders im Wesentlichen
flächig kontaktieren. Die jeweiligen Rutschflächen sind hierbei so ausgebildet, dass
das kabelseitige Steckkopfende in Richtung zur Steckaufnahme hin verschoben wird,
insbesondere in die Steckkopfaufnahme hinein. Dabei können die Kabelkappenrutschflächen
an dem beweglichen Schirmkontakt ausgebildet sein, insbesondere an einem steckseitigen
Ende des Schirmkontakts. Somit kann eine Kontaktierung der Rutschflächen auch die
Schwenkbewegung des Schirmkontakts in seine Schirmposition bewirken.
[0032] Ein zweiter Aspekt betrifft ein Verfahren zum Montieren eines Rundsteckverbinders
mit den Schritten:
- Bereitstellen eines Steckkopfes zum Herstellen einer Steckverbindung mit einem komplementären
Rundsteckverbinder und/oder einer komplementären Rundsteckverbinderbuchse;
- Kontaktieren eines Kabelendes mittels einer Kabelkappe;
- Montieren des Steckkopfes an die Kabelkappe, wobei ein beweglicher Schirmkontakt in
eine Schirmposition bewegt wird; und
- Bereitstellen einer elektrischen Verbindung zwischen einer Kabelschirmung des Kabelendes
und einer Steckkopfschirmung des Steckkopfes mittels des in die Schirmposition bewegten
Schirmkontakts.
[0033] Das Verfahren gemäß dem zweiten Aspekt kann insbesondere an dem Rundsteckverbinder
gemäß dem ersten Aspekt durchgeführt werden. Deswegen treffen alle zum Rundsteckverbinder
gemäß dem ersten Aspekt getroffenen Aussagen auch auf das Verfahren gemäß dem zweiten
Aspekt zu und umgekehrt.
[0034] Gemäß einem Ausführungsbeispiel des Verfahren wird die elektrische Verbindung zwischen
der Kabelschirmung des Kabelendes und der Steckkopfschirmung des Steckkopfes mittels
Verschwenken des als eine verschwenkbare Kontaktwippe ausgebildeten, in die Schirmposition
bewegten Schirmkontakts bereitgestellt. Hierbei kann mit einem dem Steckkopf zugeordneten
Wippenflügel des Schirmkontakts die Steckkopfschirmung elektrisch kontaktiert werden
und mit einem dem Kabelende zugeordneten Wippenflügel des Schirmkontakts die Kabelschirmung
elektrisch kontaktiert werden.
[0035] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in Figuren gezeigten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Einzelne in den Figuren gezeigte Merkmale können mit anderen Ausführungsformen
kombiniert werden. Es zeigen:
- Figur 1
- in einer perspektivischen Darstellung einen Steckkopf eines Rundsteckverbinders;
- Figur 2
- in einer perspektivischen Darstellung eine Kabelkappe eines Rundsteckverbinders;
- Figur 3A
- in einer perspektivischen Darstellung ein Kabel mit einem teilweise abisolierten Kabelende
für einen Rundsteckverbinder;
- Figur 3B
- in einer perspektivischen Darstellung ein Einführen eines Kabels in eine Kabelkappe
eines Rundsteckverbinders;
- Figur 3C
- in einer perspektivischen Darstellung ein Befestigen von Adern eines Kabelendes an
einer Kabelkappe eines Rundsteckverbinders;
- Figur 4A
- in einer perspektivischen Darstellung eine angeschnittene Kabelkappe eines Rundsteckverbinders
mit zurückgezogener Ummantelung;
- Figur 4B
- in einer perspektivischen Darstellung eine Kabelkappe eines Rundsteckverbinders mit
daran befestigter Ummantelung;
- Figur 5A
- in einer perspektivischen Darstellung ein Montieren eines Steckkopfes an eine Kabelkappe
mit daran befestigtem Kabel;
- Figur 5B
- in einer perspektivischen Querschnittsdarstellung ein Montieren eines Steckkopfes
an eine Kabelkappe mit daran befestigtem Kabel;
- Figur 6A
- in einem Querschnitt ein Montieren eines Steckkopfes an eine Kabelkappe mit daran
befestigtem Kabel;
- Figur 6B
- in einem Querschnitt einen vergrößerten Ausschnitt aus der Fig. 6A;
- Figur 7A
- in einer perspektivischen Darstellung einen beweglichen Schirmkontakt eines Rundsteckverbinders;
- Figur 7B
- in einer Ansicht entgegen der Einsteckrichtung einen beweglichen Schirmkontakt eines
Rundsteckverbinders;
- Figur 8
- in einer perspektivischen Darstellung ein Montieren eines Kontaktkerns an eine Kabelkappe
mit daran befestigtem Kabel; und
- Figur 9
- in einer perspektivischen Darstellung einen Rundsteckverbinder.
[0036] Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung einen Steckkopf 10 eines Rundsteckverbinders.
Der Steckkopf 10 ist Bestandteil eines Rundsteckverbinders 1, der in einem zusammengebauten,
montierten und assemblierten Zustand in Figur 9 gezeigt ist.
[0037] Der Steckkopf 10 ist im Wesentlichen zylinderförmig aufgebaut und ist dazu ausgebildet,
mit seinem Einsteckende 11 voran in einen komplementären Rundsteckverbinder oder eine
komplementäre Rundsteckverbinderbuchse eingesteckt zu werden. Die dazu zu erfolgende
Einsteckbewegung erfolgt in einer Steckrichtung, die in Figur 1 mit dem Bezugszeichen
S gekennzeichnet ist sowie mit einem zugehörigen Pfeil. Das Einsteckende 11 ist an
einem Zylinderende des Steckkopfes 10 ausgebildet, das beim Einstecken des Rundsteckverbinders
1 voran und zuerst in das komplementäre Gegenstück eingesteckt wird. Die Steckrichtung
S ist bei dem Steckkopf 10 parallel zur "Zylinderachse" des Steckkopfes 10 ausgebildet.
[0038] Der Steckkopf 10 weist weiterhin ein kabelseitiges Steckkopfende 12 auf, das am anderen
Zylinderende des Steckkopfes 10 ausgebildet ist. Das kabelseitige Steckkopfende 12
ist dem Einsteckende 11 gegenüberliegend angeordnet, diese beiden Enden sind somit
an den beiden gegenüberliegenden Zylinderenden des Steckkopfes 10 ausgebildet. Das
kabelseitige Steckkopfende 12 ist an dem Ende des Steckkopfes 10 ausgebildet, das
dem Kabel zugewandt ist, an dessen Kabelende der Rundsteckverbinder 10 angeordnet
ist.
[0039] Benachbart zum Einsteckende 11 weist der Steckkopf 10 ein Gewinde 16 auf, mit dem
der Rundsteckverbinder 1 an seinem komplementären Gegenstück festgeschraubt werden
kann. An dem Einsteckende 11 weist der Steckkopf 10 weiterhin eine Stecköffnung 14
auf, die als Hohlraum ausgebildet ist und in die ein komplementäres Element des komplementären
Rundsteckverbinders bzw. der komplementären Rundsteckverbinderbuchse einführbar ist.
Im Inneren der Stecköffnung 14 sind weiterhin ein oder mehrere elektrische Kontaktpins
angeordnet, die in Figur 1 nicht gezeigt sind.
[0040] Der Steckkopf 10 weist weiterhin einen Schraubring 15 auf, der drehbar um den Steckkopf
10 herum gelagert ist. Der Schraubring 15 ist dabei drehbar um die Zylinderachse des
Steckkopfes 10, also insbesondere drehbar um die Steckrichtung S ausgebildet. Das
Gewinde 16 kann als ein Bestandteil des Schraubrings 15 ausgebildet sein, der sowohl
einen Griffbereich als auch das Gewinde 16 aufweisen kann.
[0041] Der Steckkopf 10 weist weiterhin eine Steckkopfschirmung 13 auf, die aus einem metallischen
Leiter ausgebildet ist, also zum Beispiel metallisch ausgebildet ist, und die das
Innere des Steckkopfes 10 elektrisch isoliert vom Außenbereich des Steckkopfes 10.
Dadurch können im Inneren des Steckkopfes 10 übertragene Signale von äußeren Feldeinwirkungen
geschützt werden. Die Steckkopfschirmung 13 verbessert somit die Qualität der Signalübertragung
durch den Rundsteckverbinder 1.
[0042] Die Steckkopfschirmung 13 ist insbesondere am kabelseitigen Steckkopfende 12 ausgebildet
und kann den Steckkopf 10 vom kabelseitigen Steckkopfende 12 bis zum Einsteckende
11 durchdringen. Die Kabelschirmung 13 kann insbesondere als metallisches Gehäuse
des Steckkopfes 10 ausgebildet sein, das selber im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet
ist.
[0043] Figur 2 zeigt in einer perspektivischen Darstellung eine Kabelkappe 20 des Rundsteckverbinders
1. Die Kabelkappe 20 ist dazu ausgebildet und vorgesehen, an sowohl ein Kabel als
auch an den Steckkopf 10 montiert zu werden. Die Kabelkappe 20 weist sowohl ein steckseitiges
Kabelkappenende 21 auf sowie ein kabelseitiges Kabelkappenende 22. Die beiden Kabelkappenenden
21 und 22 sind an einander gegenüberliegenden Enden der Kabelkappe 20 ausgebildet.
Die Kabelkappe 20 ist im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Hierbei ist die
"Zylinderachse" der Kabelkappe 20 im Wesentlichen parallel zur Steckrichtung S. Die
beiden Kabelkappenenden 21 und 22 sind an den zueinander gegenüberliegenden Zylinderenden
der Kabelkappe 20 ausgebildet.
[0044] Die Kabelkappe 20 weist einen Hohlraum auf. Insbesondere kann die Kabelkappe 20 im
Wesentlichen in Form eines hohlen Rohrs ausgebildet sein. Die Kabelkappe 20 kann über
ein Kabelende eines Kabels gefädelt werden, so dass die Adern des Kabels in eine Kontakthalterung
24 am steckseitigen Kabelkappenende 21 angeordnet werden können. Die Kabelkappe 20
ist somit dazu ausgebildet, zumindest von den Adern eines Kabels vollständig vom kabelseitigen
Kabelkappenende 22 bis zum steckseitigen Kabelkappenende 21 durchdrungen zu werden.
[0045] Die Kabelkappe 20 weist im Inneren eine Halterung 23 auf. Die Halterung 23 kann einen
Grundkörper der Kabelkappe 20 ausbilden. An der Halterung 23 ist sowohl die Kontakthalterung
24 ausgebildet, als auch eine Ummantelung 25 der Kabelkappe 20 angeordnet. Die Halterung
24 weist für jede Ader des Kabels eine Aufnahme auf, in die eine Ader des Kabels samt
ihrer zugehörigen Isolation einbringbar ist. Die Ummantelung 25 ist rohrförmig ausgebildet
und bildet ein Teil eines äußeren Gehäuses des Rundsteckverbinders 1. Die Ummantelung
25 umgibt im assemblierten Zustand des Rundsteckverbinders 1 sowohl das Kabelende,
als auch die Halterung 23 der Kabelkappe 20.
[0046] An der Halterung 23 ist ein Schirmkontakt 30 so gelagert, dass er relativ zum Rest
der Kabelkappe 20 beweglich ist, insbesondere verschwenkbar. Eine Ausführungsform
des Schirmkontakts 30 ist näher in den Figuren 7A und 7B gezeigt, auf die nachstehend
Bezug genommen wird.
[0047] Figur 3A zeigt ein Kabel 40, insbesondere ein Kabelende 41 des Kabels 40. Am Kabelende 41
ist das Kabel 40 in zumindest zwei unterschiedlichen Stufen absoliert, also von seiner
elektrisch isolierenden Ummantelung befreit ausgebildet. Während der Grundkörper des
Kabels 40, wie allgemein bei Kabeln üblich, nach außen isoliert ist, ist am Kabelende
41 die radial äußerste Ummantelung des Kabels 40 abisoliert. In einer ersten Stufe
ist das Kabelende 41 bis auf eine Kabelschirmung 42 des Kabels 40 abisoliert. Die
Kabelschirmung 42 kann zum Beispiel aus einer elektrisch leitenden Folie ausgebildet
sein, die um die einzelnen Adern 43 des Kabels 40 gewickelt ist und diese Adern 43
nach radial außen elektrisch abschirmt. Am äußersten Ende des Kabelendes 41 ist auch
die Kabelschirmung 42 abisoliert, und es ragen lediglich die einzelnen Adern 43 mit
ihrer individuellen Isolierung aus dem Kabel 40 heraus. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
weist das Kabel 40 acht Adern 43 auf, die in vier Paaren durch das Kabel 40 geführt
sind. Das Kabel 40 kann insbesondere als ein Netzwerkkabel ausgebildet sein.
[0048] Figur 3B zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein Einführen des Kabels 40 mit dem abisolierten
Kabelende 41 voran in die Kabelkappe 20. Dabei wird das Kabelende 41 mit den Adern
43 voran in das kabelseitige Kabelkappenende 22 eingeführt. Bei der Montage wird zunächst
die Kabelkappe 20 relativ zum Kabelende 41 so angeordnet, dass die Steckrichtung S
parallel zur Kabelachse K angeordnet ist. Die Kabelachse K ist dabei die Mittelachse
des Kabels 40, insbesondere am Kabelende 41. Die Kabelachse K ist parallel zur Stromflussrichtung
durch das Kabel 40 angeordnet. Das Kabelende 41 wird in den Hohlraum der Kabelkappe
20 eingeführt, und zwar zumindest so tief, dass die Enden der Adern 43 auf Höhe der
Kontakthalterung 24 am steckseitigen Kabelkappenende 21 angeordnet sind.
[0049] Figur 3C zeigt in einer perspektivischen Darstellung, wie die einzelnen Adern 43 des Kabels
40 in die jeweiligen Aufnahmen der Halterung 24 eingebracht sind. Die Adern 43 werden
an ihren Enden so umgebogen, dass sie aus einer parallel zur Kabelachse K angeordneten
Ausrichtung nach radial außen gebogen sind. Hierbei sind die Enden der Adern 43 im
Wesentlichen um 90° aus der parallel zur Kabelachse K angeordneten Ausrichtung umgebogen.
Die Adern 43 können im isolierten Zustand in die Aufnahmen der Kontakthalterung 24
eingeführt werden. Hierbei sind die Aufnahmen der Kontakthalterung 24 im Wesentlichen
als Vertiefungen und/oder Schlitze senkrecht zur Kabelachse K ausgebildet, in die
die Adern 43 des Kabels 40 hineingedrückt sind.
[0050] Figur 4A zeigt in einer perspektivischen Darstellung die Kabelkappe 20, an die das Kabel 40
befestigt ist. In der in Figur 4A gezeigten Form ist das steckseitige Kabelkappenende
21 abgeschnitten dargestellt, so dass weder die Kontakthalterung 24 noch die Enden
der einzelnen Adern 43 gezeigt sind. In dem in Figur 4A gezeigten Zustand ist die
Ummantelung 25 in Richtung zum Kabel 40 hin zurückgezogen, so dass ein Großteil des
Schirmkontakts 30 nach radial außen hin frei liegt. Ein solches Zurückziehen der Ummantelung
25 in Richtung zum kabelseitigen Kabelkappenende 22 hin kann ein Einfädeln des Kabelendes
41 in die Kabelkappe 20 erleichtern, genauso wie ein Umbiegen der Adern 43 in die
Aufnahmen der Kontakthalterung 24.
[0051] Figur 4B zeigt in einer perspektivischen Darstellung die Kabelkappe 20, bei der die Ummantelung
25 wieder zurück zum steckseitigen Kabelkappenende 21 bewegt ist. In der in Figur
4B gezeigten Position kann die Ummantelung 25 an der Halterung 23 verrastet sein.
Allgemein kann die Ummantelung 25 relativ zur Halterung 23 der Kabelkappe 20 beweglich
sein, also in und gegen die Steckrichtung S. Bei der Montage kann die Ummantelung
25 zunächst zurückgeschoben werden, also in Richtung kabelseitigem Kabelkappenende
22 (vgl. Figur 4A), und anschließend vorgeschoben zum steckseitigen Kabelkappenende
21 (vgl. Figur 4b) hin. Dort kann die Ummantelung 25 schließlich relativ zur Halterung
23 in der in Figur 4B gezeigten Position verrasten, in der die Ummantelung 25 den
Schirmkontakt 30 nahezu vollständig von radial außen betrachtet bedeckt.
[0052] Figuren 5A und 5B zeigen einmal in einer perspektivischen Ansicht und einmal in einem perspektivisch
dargestellten Längsschnitt, wie der Steckkopf 10 an der Kabelkappe 20 befestigt wird.
Hierbei wird der Steckkopf 10 mit dem kabelseitigen Steckkopfende 12 voraus hin zum
steckseitigen Kabelkappenende 21 der Kabelkappe 20 bewegt. Zunächst können der Steckkopf
10 und die Kabelkappe 20 zueinander so ausgerichtet werden, dass die beiden Mittelachsen
des Steckkopfes 10 und der Kabelkappe 20 (also ihre Zylinderachsen) im Wesentlichen
zusammenfallen.
[0053] Wie in Figur 5B gezeigt, weist der Steckkopf 10 an seinem kabelseitigen Steckkopfende
12 einen Hohlraum auf, in den das steckseitige Kabelkappenende 21 eingeführt werden
kann. In diesem Hohlraum ist weiterhin ein Kontaktkern 17 angeordnet, der beim Einstecken
des steckseitigen Kabelkappenendes 21 in den Hohlraum am kabelseitigen Steckkopfende
12 des Steckkopfes 10 die Adern 43 des Kabels 40 kontaktieren kann. Der Kontaktkern
17 weist weiterhin Kontaktpins 19 auf, die im Inneren der Stecköffnung 14 zur elektrischen
Kontaktierung des komplementären Gegenstücks des Rundsteckverbinders 1 angeordnet
sind. Diese Kontaktpins 19 sind näher in Figur 8 gezeigt und nachfolgend beschrieben.
[0054] Figur 6A zeigt einen Längsschnitt durch den Rundstecker 1 in einem noch nicht vollständig
montierten Zustand. Hierbei ist gezeigt, wie der Steckkopf 10 auf die Kabelkappe 20
aufgesteckt wird. Die Kabelkappe 20 wird mit dem steckseitigen Kabelkappenende 21
voran in den vom kabelseitigen Steckkopfende 12 umschlossenen Hohlraum des Steckkopfes
10 eingeführt. In dem Längsschnitt sind weitere Elemente des Rundsteckverbinders 1
gezeigt, wie zum Beispiel ein Dichtungsring 28 zwischen der Ummantelung 25 und der
Halterung 23 der Kabelkappe 20. Der Dichtungsring 28 gewährleistet sowohl einen Staub
und einen Feuchtigkeitsschutz des Rundsteckverbinders 1. Der Rundsteckverbinder 1
kann insbesondere feuchtigkeits- und staubdicht gemäß Schutzklasse IP67 ausgebildet
sein.
[0055] Zwischen dem Schraubring 15 und der Steckkopfschirmung 13 kann ein Hemmring 15' angeordnet
sein, der ein unbeabsichtigtes Lösen der Schraubverbindung zwischen dem Rundsteckverbinder
1 und seinem komplementären Gegenstück hemmt und damit die Steckverbindung sichert.
[0056] Figur 6B zeigt einen Ausschnitt des in Figur 6A gezeigten Längsschnitts. Dabei zeigt Figur
6B insbesondere einen Ausschnitt an dem Übergang zwischen dem Steckkopf 10 und der
Kabelkappe 20. An dem kabelseitigen Steckkopfende 12 weist die Steckkopfschirmung
13 Steckkopfrutschflächen 18 auf. Die Steckkopfrutschflächen 18 sind in etwa unter
45° geneigt zur Steckrichtung S ausgebildet. Die Steckkopfrutschfläche 18 ist so ausgebildet,
dass ein radial innen liegendes Ende des kabelseitigen Steckkopfendes 12 kürzer ausgebildet
ist als ein radial außen liegendes Ende.
[0057] In dem in den Figuren 6A und 6B gezeigten Montagestadium ist die Kabelkappe 20 soweit
in den Steckkopf 10 eingesteckt, dass der Schirmkontakt 30 das kabelseitige Steckkopfende
12 berührt. Hierbei weist der Schirmkontakt 30 an seinem steckseitigen Ende, dass
dem Steckkopf 10 zugewandt ist, eine Kabelkappenrutschfläche 33 auf. Die Kabelkappenrutschfläche
33 ist komplementär und somit gegenwinklig zu der Steckkopfrutschfläche 18 ausgebildet.
Somit ist die Kabelkappenrutschfläche 33 ebenfalls etwa unter 45° geneigt ausgebildet
zur Steckrichtung S. Hierbei ist das radial weiter innen liegende Ende des Schirmkontakts
30 länger ausgebildet als das radial außen liegende Ende des Schirmkontakts 30.
[0058] Die Kabelkappenrutschfläche 33 und die Steckkopfrutschfläche 18 wirken beim Einstecken
der Kabelkappe 20 in den Steckkopf 10 so zusammen, dass der Schirmkontakt 30 nach
radial innen gedrückt wird, so dass das kabelseitige Steckkopfende 12 an dem Schirmkontakt
30 vorbei in eine Steckkopfaufnahme 26 eingeführt wird. Die Steckkopfaufnahme 26 ist
als ein im Wesentlichen ringförmiger Hohlraum der Kabelkappe 20 ausgebildet. Die Steckkopfaufnahme
26 ist dazu ausgebildet und vorgesehen, das kabelseitige Steckkopfende 12 aufzunehmen.
[0059] Im unmontierten Zustand ist der Schirmkontakt 30 zumindest teilweise im Inneren der
Steckkopfaufnahme 26 angeordnet. Beim Montieren der Kabelkappe 20 an den Steckkopf
10 wird der Schirmkontakt 30 zumindest teilweise aus der Steckkopfaufnahme 26 herausgedrückt
in eine nach radial innen verschobene Position. Hierbei wird der Schirmkontakt 30
verdrängt vom kabelseitigen Steckkopfende 12, der an dem Schirmkontakt 30 vorbei in
die Steckkopfaufnahme 26 eingeführt wird. Dabei wird der Schirmkontakt 30 bewegt.
Der Schirmkontakt 30 führt beim Einführen des kabelseitigen Steckkopfendes 12 in die
Steckkopfaufnahme 26 eine Schwenkbewegung durch, insbesondere eine Schwenkbewegung
relativ zur Kabelkappe 20.
[0060] Die Ummantelung 25 weist an einer radial außen gelegenen Position der Steckkopfaufnahme
26 eine Mantellippe 27 auf. Die Mantellippe 27 ist als radial äußere Begrenzung der
Kabelkappe 20 ausgebildet. Weiterhin begrenzt die Mantellippe 27 die Steckkopfaufnahme
26 und somit einen Raumbereich, in den das kabelseitige Steckkopfende 12 im montierten
Zustand nach radial außen gebogen werden kann. Die Mantellippe 27 kann somit einen
Druck von radial außen auf das kabelseitige Steckkopfende 12 ausüben, um das kabelseitige
Steckkopfende 12 in seiner Sollposition im Inneren der Steckkopfaufnahme 26 zu halten.
Die Mantellippe 27 ist insbesondere steif ausgebildet und kann z.B. aus einem elektrisch
isolierenden Material ausgebildet sein. Die Mantellippe 27 kann das kabelseitige Steckkopfende
12 so in der Steckkopfaufnahme 26 fixieren, dass das kabelseitige Steckkopfende 12
von radial außen einen Haltedruck auf dem verschwenkbaren Schirmkontakt 30 (insbesondere
auf einen Steckkopfkontaktbereich 36 - vgl. dazu Fig. 7B) ausüben kann, um den Schirmkontakt
30 in seiner Schirmposition zu halten. In seiner Schirmposition stellt der Schirmkontakt
30 einer Verbindung zwischen der Kabelschirmung 42 und der Steckkopfschirmung 13 bereit.
Über den Schirmkontakt 30 wird somit die elektrische Schirmung des Kabels 40 an die
elektrische Schirmung des Steckkopfes 10 gekoppelt.
[0061] Wie in Fig. 6A gezeigt, weist die Kabelkappe 20 zwei Schirmkontakte 30 auf, die an
der Halterung 23 so gelagert sind, dass sie bezüglich der Kabelachse K gegenüberliegend
zueinander angeordnet sind.
[0062] Figuren 7A und 7B zeigen den Schirmkontakt 30 aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Figur 7A zeigt
den Schirmkontakt 30 aus einer perspektivischen Ansicht schräg zur Steckrichtung S,
während Figur 7B den Schirmkontakt 30 in einer Ansicht gegen die Steckrichtung S zeigt.
[0063] Der Schirmkontakt 30 ist als eine verschwenkbare Kontaktwippe ausgebildet. Dabei
weist der Schirmkontakt 30 einen ersten Wippenflügel 31 und einen zweiten Wippenflügel
32 auf. Der erste Wippenflügel 31 ist dem Steckkopf 10 zugeordnet und dient zur elektrischen
Kontaktierung der Steckkopfschirmung 13. Dazu weist der erste Wippenflügel 31 einen
Steckkopfkontaktbereich 36 auf, der als Verdickung benachbart zu einem Flügelende
des ersten Wippenflügels 31 angeordnet ist. Der Steckkopfkontaktbereich 36 ist als
eine Verdickung des ersten Wippenflügels 31 ausgebildet und dient sowohl zur mechanischen
als auch elektrischen Kontaktierung des kabelseitigen Steckkopfendes 12.
[0064] Der Schirmkontakt 30 weist weiterhin eine gebogene Wippenachse 34 auf. Die Wippenachse
34 ist als Übergang zwischen dem ersten Wippenflügel 31 und dem zweiten Wippenflügel
32 ausgebildet. An der Wippenachse 34 ist der Schirmkontakt 30 verschwenkbar gelagert
um ein nicht näher dargestelltes Wippenlager der Halterung 23. Hierbei ist die Halterung
23 so ausgebildet, dass der Schirmkontakt 30 relativ zur Halterung 23 um seine Wippenachse
34 verschwenkbar ist. Das Wippenlager der Halterung 23 kann eine konvexe Rundung aufweisen,
also z.B. im Wesentlichen stabförmig ausgebildet sein, wobei die Stabachse z.B. etwa
parallel zur Kabelachse K angeordnet sein kann. Die gebogene Wippenachse 34 kann um
die Rundung der Halterung 23 herum angeordnet sein und dadurch ein Verschwenken des
Schirmkontakts um das Wippenlager und somit relativ zur Halterung 23 der Kabelkappe
20 ermöglichen.
[0065] Der zweite Wippenflügel 32 ist dem Kabelende 41 zugeordnet und dient zur elektrischen
Kontaktierung der Kabelschirmung 42. Wie insbesondere in Figur 5B gezeigt, ist der
zweite Wippenflügel 32 in etwa so weit von der Kabelachse K beabstandet angeordnet
wie die Kabelschirmung 42. Beim Verkippen des Schirmkontakts 30 wird beim Einführen
des kabelseitigen Steckkopfendes 12 in die Steckkopfaufnahme 26 der zweite Wippenflügel
32 auf die Kabelschirmung 42 verkippt. An dem zweiten Wippenflügel 32 weist der Schirmkontakt
30 eine Kabelkontaktfläche 35 auf. Diese Kabelkontaktfläche 35 ist an ihrer dem Kabelende
41 zugewandten Seite konkav ausgebildet. Dies ist besonders deutlich in der in Figur
7B dargestellten Ansicht gezeigt. Die konkave Fläche der Kabelkontaktfläche 35 ist
dabei im Wesentlichen komplementär zur konvexen Oberfläche der Kabelschirmung 42 ausgebildet.
[0066] Beim Einführen des kabelseitigen Steckerendes 12 in die Steckkopfaufnahme 26 führt
zunächst ein Zusammenwirken der Steckkopfrutschfläche 18 und der Kabelkappenrutschfläche
33 zu einem Einfädeln des kabelseitigen Steckkopfendes 12 in die Steckkopfaufnahme
26 sowie zu einem Druck auf den Schirmkontakt 30 von radial außen nach radial innen.
Beim Einführen des kabelseitigen Steckkopfendes 12 kann die Steckkopfrutschfläche
18 weiterhin auch mit dem Steckkopfkontaktbereich 36 so zusammenwirken, dass der erste
Wippenflügel 31 weiter nach radial innen gedrückt wird. Dazu kann der Steckkopfkontaktbereich
36 insbesondere an einem dem Steckkopf 10 zugewandten Ende eine weitere Kontaktbereichsrutschfläche
37 aufweisen, die im Wesentlichen komplementär winklig zur Steckkopfrutschfläche 18
ausgebildet ist.
[0067] Mit anderen Worten verkippt beim Einführen des kabelseitigen Steckkopfendes 12 in
die Steckkopfaufnahme 26 der Schirmkontakt 30 um seine gebogene Wippenachse 34 (genauer
um das Wippenlager der Halterung 23), so dass der zweite Wippenflügel 32 auf die Kabelschirmung
42 gedrückt wird.
[0068] Wie in Figur 7B gezeigt, ist der Schirmkontakt 30 an seiner Wippenachse 34 um etwa
180°±10° gebogen, so dass der erste Wippenflügel 31 radial beabstandet vom zweiten
Wippenflügel 32 angeordnet ist. Insbesondere ist der zweiten Wippenflügel 32 radial
weiter innen angeordnet als der erste Wippenflügel 31. Mit anderen Worten ist der
zweite Wippenflügel 32 näher am Kabel 40, insbesondere näher am Kabelende 41, angeordnet
als der erste Wippenflügel 31, der an einem radial äußeren Bereich des Rundsteckverbinders
1 angeordnet ist.
[0069] Figur 8 zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein Montieren des Kontaktkerns 17 an
die Kabelkappe 20. Der Kontaktkern 17 weist eine Mehrzahl von Kontaktpins 19 auf.
In der in Figur 8 gezeigten Schnittdarstellung sind lediglich vier Kontaktpins 19
gezeigt. Insgesamt kann der Kontaktkern 17 genauso viele Kontaktpins 19 aufweisen
wie das Kabel 40 Adern 43 aufweist. Bei Netzwerkkabeln kann das Kabel 40 z.B. acht
Adern 43 aufweisen. Deswegen kann auch der Kontaktkern 17 acht Kontaktpins 19 aufweisen.
[0070] Die Kontaktpins 19 sind als elektrisch leitende Kontaktpins ausgebildet, die elektrisch
isoliert zueinander im Inneren des Kontaktkerns 17 angeordnet sind. Jeder Kontaktpin
19 weist ein steckseitiges Kontaktpinende 19S auf, das beim vollständig montierten
und assemblierten Rundstecker 1 im Inneren der Stecköffnung 14 angeordnet ist (vgl.
auch Figur 9). Im Inneren der Stecköffnung 14 kann das steckseitige Kontaktpinende
19S vom komplementären Rundsteckverbinder bzw. von der komplementären Rundsteckverbinderbuchse
elektrisch und mechanisch kontaktiert werden. Am kabelseitigen Ende weist jeder der
Kontaktpins 19 ein kabelseitiges Kontaktpinende 19K auf. Am kabelseitigen Kontaktpinende
19K kann jeder der Kontaktpins 19 zumindest eine Schnittfläche aufweisen, die beim
Koppeln des Kontaktkerns 17 an die Kabelkappe 20 zur Abisolierung der in der Kontakthalterung
24 gehaltenen Adern 43 des Kabels 40 führen. Hierbei erfolgt automatisch eine elektrische
Kontaktierung der einzelnen Adern 43 durch die jeweiligen kabelseitigen Kontaktpinenden
19K.
[0071] Der Kontaktkern 17 kann im Inneren des Steckkopfes 10 so angeordnet sein, dass er
beim Koppeln der Kabelkappe 20 an den Steckkopf 10 automatisch die elektrische Kontaktierung
der Adern 43 durchführt.
[0072] Figur 9 zeigt den vollständig assemblierten und montierten Rundsteckverbinder 1 mit einem
Stück des daran gekoppelten Kabels 40. Wie in Figur 9 gezeigt ist der Außenumfang
des Steckkopfes 10 an den Außenumfang der Kabelkappe 20 angepasst, so dass sich ein
durchgehend etwa gleich umfangreicher Rundsteckverbinder 1 ergibt. Der Rundsteckverbinder
1 kann in bekannter Weise an einen komplementären Rundsteckverbinder bzw. eine komplementäre
Rundsteckverbinderbuchse gekoppelt werden.
Bezugszeichenliste
[0073]
- 1
- Rundsteckverbinder
- 10
- Steckkopf
- 11
- Einsteckende
- 12
- kabelseitiges Steckkopfende
- 13
- Steckkopfschirmung
- 14
- Stecköffnung
- 15
- Schraubring 15' Hemmring
- 16
- Gewinde
- 17
- Kontaktkern
- 18
- Steckkopfrutschfläche
- 19
- Kontaktpin
- 19K
- Kabelseitiges Kontaktpinende
- 19S
- Steckseitiges Kontaktpinende
- 20
- Kabelkappe
- 21
- steckseitiges Kabelkappenende
- 22
- kabelseitiges Kabelkappenende
- 23
- Halterung
- 24
- Kontakthalterung
- 25
- Ummantelung
- 26
- Steckkopfaufnahme
- 27
- Mantellippe
- 28
- Dichtungsring
- 30
- Schirmkontakt
- 31
- erster Wippenflügel
- 32
- zweiter Wippenflügel
- 33
- Kabelkappenrutschfläche
- 34
- Wippenachse
- 35
- Kabelkontaktfläche
- 36
- Steckkopfkontaktbereich
- 37
- Kontaktbereichsrutschfläche
- 40
- Kabel
- 41
- Kabelende
- 42
- Kabelschirmung
- 43
- Ader
- S
- Steckrichtung
- K
- Kabelachse
1. Rundsteckverbinder (1) mit
- einer Kabelkappe (20) zum Kontaktieren eines Kabelendes (41);
- einem Steckkopf (10) zum Herstellen einer Steckverbindung mit einem komplementären
Rundsteckverbinder und/oder einer komplementären Rundsteckverbinderbuchse; und
- einem beweglichen Schirmkontakt (30), der beim Montieren des Steckkopfes (10) an
die Kabelkappe (20) in eine Schirmposition bewegbar ist, in der der Schirmkontakt
(30) eine elektrische Verbindung zwischen einer Kabelschirmung (42) des Kabelendes
(41) und einer Steckkopfschirmung (13) des Steckkopfes (10) bereitstellt.
2. Rundsteckverbinder nach Anspruch 1, wobei der Schirmkontakt (30) als eine verschwenkbare
Kontaktwippe ausgebildet ist mit
- einem dem Steckkopf (10) zugeordneten Wippenflügel (31) zum elektrischen Kontaktieren
der Steckkopfschirmung (13) und
- einem dem Kabelende (41) zugeordneten Wippenflügel (32) zum elektrischen Kontaktieren
der Kabelschirmung (42).
3. Rundsteckverbinder nach Anspruch 2, wobei ein kabelseitiges Steckkopfende (12) so
auf den dem Steckkopf (10) zugeordneten Wippenflügel (31) einwirkt, dass der dem Kabelende
(41) zugeordnete Wippenflügel (32) auf die Kabelschirmung (42) des Kabelendes (41)
schwenkt.
4. Rundsteckverbinder nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Kontaktwippe an ihrem Wippenlager
so gebogen ausgebildet ist, dass der dem Steckkopf (10) zugeordneten Wippenflügel
(31) bezüglich einer Kabelachse (K) des Kabelendes (41) radial beabstandet angeordnet
ist zu dem dem Kabelende (41) zugeordneten Wippenflügel (32).
5. Rundsteckverbinder nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei die Kontaktwippe um ein
Wippenlager der Kabelkappe (20) verschwenkbar gelagert ist.
6. Rundsteckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Schirmkontakt
(30) beweglich an der Kabelkappe (20) angeordnet ist.
7. Rundsteckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Schirmkontakt
(30) als eine elastisch verformbare Kontaktfeder ausgebildet ist.
8. Rundsteckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, mit zumindest zwei bezüglich
einer Kabelachse (K) des Kabelendes (41) im Wesentlichen symmetrisch angeordneten
beweglichen Schirmkontakten (30).
9. Rundsteckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Schirmkontakt
(30) die Kabelschirmung (42) in der Schirmposition flächig kontaktiert.
10. Rundsteckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Kabelkappe
(20) eine Steckkopfaufnahme (26) für ein kabelseitiges Steckkopfende (12) aufweist.
11. Rundsteckverbinder nach Anspruch 10, wobei das kabelseitige Steckkopfende (12) so
in der Steckkopfaufnahme (26) angeordnet ist, dass das kabelseitige Steckkopfende
(12) von radial außen an den Schirmkontakt (30) gepresst ist.
12. Rundsteckverbinder nach Anspruch 10 oder 11, wobei das kabelseitige Steckkopfende
(12) unverschraubt in einem Klemmsitz in der Steckkopfaufnahme (26) angeordnet ist.
13. Rundsteckverbinder nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei an dem kabelseitigen
Steckkopfende (12) Steckkopfrutschflächen (18) ausgebildet sind, die mit Kabelkappenrutschflächen
(33), die an einem dem Steckkopf (10) zugewandten Kabelkappenende (21) der Kabelkappe
(20) ausgebildet sind, so zusammenwirken, dass beim Montieren des Rundsteckverbinders
(1) das kabelseitigen Steckkopfende (12) in die Steckkopfaufnahme (26) geführt ist.
14. Verfahren zum Montieren eines Rundsteckverbinders (1), mit den Schritten:
- Bereitstellen eines Steckkopfes (10) zum Herstellen einer Steckverbindung mit einem
komplementären Rundsteckverbinder und/oder einer komplementären Rundsteckverbinderbuchse;
- Kontaktieren eines Kabelendes (41) mittels einer Kabelkappe (20);
- Montieren des Steckkopfes (10) an die Kabelkappe (20), wobei ein beweglicher Schirmkontakt
(30) in eine Schirmposition bewegt wird; und
- Bereitstellen einer elektrischen Verbindung zwischen einer Kabelschirmung (42) des
Kabelendes (41) und einer Steckkopfschirmung (13) des Steckkopfes (10) mittels des
in die Schirmposition bewegten Schirmkontakts (30).
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei
- die elektrische Verbindung zwischen der Kabelschirmung (42) des Kabelendes (41)
und der Steckkopfschirmung (13) des Steckkopfes (10) mittels Verschwenken des als
eine verschwenkbare Kontaktwippe ausgebildeten, in die Schirmposition bewegten Schirmkontakts
(30) bereitgestellt wird,
- mit einem dem Steckkopf (10) zugeordneten Wippenflügel (31) des Schirmkontakts (30)
die Steckkopfschirmung (13) elektrisch kontaktiert wird und
- mit einem dem Kabelende (41) zugeordneten Wippenflügel (32) des Schirmkontakts (30)
die Kabelschirmung (42) elektrisch kontaktiert wird.