[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzugsanlage mit einer ersten Aufzugskabine und zumindest
einer zweiten Aufzugskabine, die vorzugsweise in einem Tragrahmen, insbesondere Aufzugskabinenrahmen,
der Aufzugsanlage angeordnet sind. Speziell betrifft die Erfindung das Gebiet der
Aufzugsanlagen, die als sogenannte Doppeldecker-Aufzugsanlagen ausgestaltet sind.
[0002] Aus der
WO 2005/014461 A1 ist ein Aufzug mit zwei Aufzugskabinen bekannt, wobei die beiden Aufzugskabinen so
miteinander gekoppelt sind, dass diese zusammen in einem Aufzugsschacht bewegbar sind.
Hierbei kann ein vertikaler Abstand zwischen den beiden Aufzugskabinen durch Bewegen
zumindest einer Aufzugskabine in Bezug zu der anderen Aufzugskabine eingestellt werden.
Hierfür dient ein Einstellseil. Ein Ende des Einstellseils ist hierbei am Ende des
Schachtbodens befestigt. Am anderen Ende des Einstellseils hängt ein Gegengewicht.
Ferner ist das Einstellseil über eine Treibscheibe eines Einstellantriebs geführt,
der eine Aufzugsmaschine umfasst. Zusätzlich ist eine weitere Aufzugsmaschine vorgesehen,
die zum Bewegen der gesamten Anordnung mit den beiden Aufzugskabinen durch den Aufzugsschacht
dient.
[0003] Die aus der
WO 2005/014461 A1 bekannte Aufzugsanlage hat den Nachteil, dass weitgehend zwei komplette Anordnungen
mit Aufzugsmaschinen und Gegengewichten sowie den diesbezüglich erforderlichen Umlenkrollen
benötigt werden, um sowohl die gemeinsame Bewegung der beiden Aufzugskabinen durch
den Aufzugsschacht als auch den Verstellmechanismus der beiden Aufzugskabinen zueinander
zu realisieren. Hierbei sind außerdem leistungsfähige Aufzugmaschinen erforderlich,
da beispielsweise allein durch die weitere Aufzugsmaschine die komplette Last der
Anordnung durch den Aufzugsschacht bewegt werden muss. Neben den hohen Kosten für
die große Anzahl an leistungsfähigen Komponenten ergeben sich somit auch ein großer
Platzbedarf und ein hoher Konstruktionsaufwand bei der Realisierung.
[0004] Bei der Realisierung eines geeigneten Verstellmechanismus zur Verstellung der beiden
Aufzugskabinen zueinander ist es denkbar, dass die Komponenten für diesen Verstellmechanismus
an dem Aufzugskabinenrahmen angebracht werden. Diese Ausgestaltung hat allerdings
den Nachteil, dass insbesondere der Antrieb für den Verstellmechanismus nun ebenfalls
in dem Aufzugskabinenrahmen angeordnet ist und somit die Aufzugsmaschine, die zum
Bewegen der Anordnung aus den Aufzugskabinen zuzüglich des Verstellmechanismus benötigt
wird, leistungsfähiger ausgestaltet werden muss. Die Masse des diesbezüglichen Gegengewichts
ist ebenfalls größer.
[0005] Die
JP H11228058 und
JP 2001080856 beschreiben ebenfalls Aufzugsanlagen mit zwei Aufzugskabinen in einer Kabinenanordnung,
die relativ zueinander verstellbar sind. Die entsprechenden Verstellmechanismen weisen
zwei Verstellzugmittel auf, die einerseits mit einer Aufzugkabine und andererseits
mit einem Gegengewicht verbunden sind.
[0006] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Aufzugsanlage zu schaffen, die einen verbesserten
Aufbau aufweist. Speziell ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Aufzugsanlage zu
schaffen, bei der eine Verstellung mehrerer Aufzugskabinen zueinander in optimierter
Weise ermöglicht ist und/oder bei der die Anforderungen an eine Antriebsmaschineneinheit
zum gemeinsamen Bewegen der Aufzugskabinen durch einen Aufzugsschacht reduziert sind.
[0007] Im Folgenden sind Lösungen und Vorschläge für eine entsprechende Aufzugsanlage vorgestellt,
welche zumindest Teile zumindest einer der gestellten Aufgaben lösen. Ferner sind
vorteilhafte ergänzende oder alternative Weiterbildungen und Ausgestaltungen angegeben.
[0008] Die Aufzugsanlage umfasst eine Kabinenanordnung mit einer ersten Aufzugkabine und
zumindest mit einer zweiten Aufzugskabine, ein Gegengewicht und eine Antriebsmaschineneinheit
mit einer Treibscheibe und einem Zugmittel. Dabei ist das Zugmittel über die Treibscheibe
der Antriebsmaschineneinheit geführt, wobei das Zugmittel einerseits der Treibscheibe
mit der Kabinenanordnung und andererseits der Treibscheibe mit dem Gegengewicht verbunden
ist. Ferner ist die Kabinenanordnung in einem für die gemeinsame Fahrt der Aufzugskabinen
der Kabinenanordnung vorgesehenen Fahrraum eines Aufzugsschachtes verfahrbar. Zudem
ist ein Verstellmechanismus vorgesehen, durch den die zweite Aufzugskabine relativ
zur ersten Aufzugskabine innerhalb der Kabinenanordnung verstellbar ist. Die Aufzugsanlage
zeichnet sich dadurch aus,
dass der Verstellmechanismus eine Verstelleinrichtung, ein erstes Verstellzugmittel
und ein zweites Verstellzugmittel aufweist, dass das erste Verstellzugmittel und das
zweite Verstellzugmittel über die Verstelleinrichtung geführt sind und dass das erste
Verstellzugmittel und das zweite Verstellzugmittel einerseits der Verstelleinrichtung
mit der zweiten Aufzugskabine und andererseits der Verstelleinrichtung mit dem Gegengewicht
verbunden sind.
[0009] Die Aufzugsanlage umfasst eine erste Aufzugskabine und eine zweite Aufzugskabine.
Hierbei können auch weitere Aufzugskabinen vorgesehen sein. Zumindest die zweite Aufzugskabine
ist hierbei relativ zu der ersten Aufzugskabine und dem Zugmittel verstellbar. Wenn
ein Tragrahmen, insbesondere ein Aufzugskabinenrahmen, vorgesehen ist, dann ist die
zweite Aufzugskabine bezüglich solch eines Tragrahmens verstellbar, während die erste
Aufzugskabine zumindest weitgehend ortsfest in dem Tragrahmen angeordnet ist. Es versteht
sich, dass hierbei geeignete Dämpfungsmittel oder dergleichen, insbesondere eine Federaufhängung,
vorgesehen sein können.
[0010] Der Begriff des Zugmittels und der Begriff des Verstellzugmittels sind allgemein
zu verstehen. Hierbei sind ein- und mehrsträngige Ausführungen denkbar. Bei mehrsträngigen
Ausführungen können auch getrennte Anordnungen der einzelnen Stränge realisiert werden.
Ferner können auch teilweise getrennte und teilweise kombinierte Führungen realisiert
werden. Außerdem können sowohl Trag- als auch Zugfunktionen zusammen in einem Strang
oder auch getrennt in mehreren Strängen realisiert werden. Für die Zugfunktion ist
hierbei ein geeigneter Kraftschluss mit der Treibscheibe der Antriebsmaschineneinheit
realisiert.
[0011] Der Begriff des Aufzugschachtes ist allgemein zu verstehen. Hierbei können gegebenenfalls
vom Gebäude vorgegebene oder auch separate Trennelemente vorgesehen sein, um beispielsweise
den Fahrraum von einem Gegengewichtsraum zu trennen. Ferner kann auf diese Weise auch
eine gewisse räumliche Trennung zwischen dem Fahrraum und einem Raum für die Verstelleinrichtung
vorgesehen sein. Entsprechend kann auch die Antriebsmaschineneinheit in einem separaten
Maschinenraum oder nicht separiert in dem Aufzugsschacht untergebracht sein.
[0012] Unter der gemeinsamen Fahrt der Aufzugskabinen der Kabinenanordnung durch den Fahrraum
ist insbesondere ein gemeinsames Heben oder Senken zu verstehen. Allerdings ist auch
eine Ausgestaltung als Schrägaufzug denkbar.
[0013] Außerdem kann die Verstellung der zweiten Aufzugskabine relativ zu der ersten Aufzugskabine
je nach Ausgestaltung der Aufzugsanlage bei stehender erster Aufzugskabine und/oder
während der gemeinsamen Fahrt der Aufzugskabinen durch den Fahrraum des Aufzugsschachtes
möglich sein.
[0014] Erfindungsgemäss ist die Verstelleinrichtung über das erste Verstellzugmittel und
das zweite Verstellzugmittel im Aufzugsschacht aufgehängt. Hierbei kann eine geeignete
Führung der Verstelleinrichtung über Führungsschienen, die im Aufzugsschacht angebracht
sind, vorgesehen sein. Eine Abstützung der Verstelleinrichtung, die die Gewichtskraft
der Verstelleinrichtung aufnimmt, ist dann nicht erforderlich. Außerdem ist es vorteilhaft,
dass das erste Verstellzugmittel so an der zweiten Aufzugskabine angreift, dass die
von dem ersten Verstellzugmittel auf die zweite Aufzugskabine übertragene Zugkraft
entgegen der Schwerkraft wirkt. Hierbei ist es möglich, dass die Kabinenanordnung
in vorteilhafter Weise einen Tragrahmen aufweist, dass an dem Tragrahmen zumindest
eine Umlenkrolle befestigt ist und dass das erste Verstellzugmittel von der Verstelleinrichtung
kommend um die zumindest eine Umlenkrolle wieder nach unten zu der zweiten Aufzugskabine
geführt ist. Innerhalb des Tragrahmens kann hierbei eine geeignete Führung der zweiten
Aufzugskabine beispielsweise an dem Tragrahmen realisiert werden. Die auf die zweite
Aufzugskabine übertragene Zugkraft wirkt nicht notwendigerweise vertikal entgegen
der Schwerkraft. Gegebenenfalls kann auch nur eine Kraftkomponente der Zugkraft entgegen
der Richtung der Schwerkraft wirken.
[0015] Des Weiteren ist es vorteilhaft, dass das zweite Verstellzugmittel so an der zweiten
Aufzugskabine angreift, dass die von dem zweiten Verstellzugmittel auf die zweite
Aufzugskabine übertragene Zugkraft in Richtung der Schwerkraft wirkt. Diese auf die
zweite Aufzugskabine übertragene Zugkraft muss ebenfalls nicht notwendigerweise in
Richtung der Schwerkraft wirken. Gegebenenfalls kann auch nur eine Kraftkomponente
dieser Zugkraft in Richtung der Schwerkraft wirken. Vorzugsweise wirkt die von dem
zweiten Verstellzugmittel auf die zweite Aufzugskabine übertragene Zugkraft allerdings
zumindest im Wesentlichen in Richtung der Schwerkraft, so dass diese Zugkraft zu einer
maximal möglichen Belastung mit der Schwerkraft führt. Somit ist es vorteilhaft, dass
die von dem ersten Verstellzugmittel auf die zweite Aufzugskabine übertragene Zugkraft
zumindest teilweise entgegen der Richtung der Schwerkraft wirkt, während die von dem
zweiten Verstellzugmittel auf die zweite Aufzugskabine übertragene Zugkraft zumindest
teilweise in Richtung der Schwerkraft wirkt. Vorzugsweise ist hierbei eine Ausgestaltung
realisiert, bei der die von dem ersten Verstellzugmittel auf die zweite Aufzugskabine
übertragene Zugkraft zumindest im Wesentlichen entgegen der Richtung der Schwerkraft
wirkt und/oder bei der die von dem zweiten Verstellzugmittel auf die zweite Aufzugskabine
übertragene Zugkraft zumindest im Wesentlichen in Richtung der Schwerkraft wirkt.
[0016] Vorteilhaft ist es, dass die Verstelleinrichtung eine erste Rollengruppe aufweist,
um die das erste Verstellzugmittel so geführt ist, dass die Verstelleinrichtung zumindest
teilweise über das erste Verstellzugmittel im Aufzugsschacht aufgehängt ist. Ferner
ist es vorteilhaft, dass die Verstelleinrichtung eine zweite Rollengruppe aufweist,
um die das zweite Verstellzugmittel so geführt ist, dass die Verstelleinrichtung zumindest
teilweise über das zweite Verstellzugmittel im Aufzugsschacht aufgehängt ist. Die
Verstelleinrichtung weist in vorteilhafter Weise eine Verstelleinrichtung auf, über
die ein Abstand zwischen der ersten Rollengruppe und der zweiten Rollengruppe verstellbar
ist. Eine Verstellung des Abstands zwischen den Rollengruppen wirkt sich dann in einer
entsprechenden Betätigung der zweiten Aufzugskabine innerhalb der Kabinenanordnung
aus. Dadurch kommt es zu einer relativen Verstellung der zweiten Aufzugskabine bezüglich
der ersten Aufzugkabine.
[0017] Die Verstelleinheit zwischen der ersten Rollengruppe und der zweiten Rollengruppe
kann je nach Ausgestaltung nur auf Zug oder auf Zug und Druck belastbar sein. Beispielsweise
kann die Verstelleinheit als Flaschenzug ausgestaltet sein, der nur auf Zug belastbar
ist. Bei einer Belastung auf Zug und Druck kann die Verstelleinheit speziell als Spindeleinheit
oder als elektrohydraulische Verstelleinheit ausgebildet sein. Allerdings kann auch
bei einer Ausgestaltung als Spindeleinheit oder als elektrohydraulischer Verstelleinheit
eine Auslegung bezüglich einer nur auf Zug vorgesehenen Belastung realisiert sein.
[0018] Die Verstelleinrichtung weist in vorteilhafter Weise einen Verstellantrieb für die
Verstelleinheit auf. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird solch ein Verstellantrieb
über die zweite Rollengruppe im Aufzugschacht aufgehängt. Dies ist speziell bei einer
Ausgestaltung sinnvoll, bei der die Verstelleinheit zwischen der ersten Rollengruppe
und der zweiten Rollengruppe nur auf Zug belastbar ist. Denn dann muss lediglich das
Eigengewicht der ersten Rollengruppe zusätzlich kompensiert werden. Hierbei kann gegebenenfalls
auch ein Zusatzgewicht an der zweiten Rollengruppe vorgesehen sein.
[0019] Bei der Auslegung der Aufzugsanlage ist es vorteilhaft, dass eine verstellbare Masse
der zweiten Aufzugskabine nicht größer ist als die Hälfte der Masse der Verstelleinrichtung.
Hierdurch wird erreicht, dass die bewegbare zweite Aufzugskabine nicht in ihre tiefste
Position innerhalb der Kabinenanordnung läuft.
[0020] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung
anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen sich entsprechende Elemente mit übereinstimmenden
Bezugszeichen versehen sind, und der beigefügten Formeln näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1A eine Aufzugsanlage mit einer beispielhaften ersten Kabineneinstellung in einer
auszugsweisen, schematischen Darstellung entsprechend einem Ausführungsbeispiel der
Erfindung und
Fig. 1B die Aufzugsanlage mit einer beispielhaften zweiten Kabineneinstellung in einer
auszugsweisen, schematischen Darstellung entsprechend dem Ausführungsbeispiel der
Erfindung und
Fig. 2 eine Verstelleinrichtung der in Fig. 1A und Fig. 1B dargestellten Aufzugsanlage
in einer auszugsweisen, schematischen Darstellung entsprechend dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung und
Fig. 3 die Vorgabe einer zulässigen Gewichtsverteilung in der Verstelleinrichtung
bzw. zwischen der Verstelleinrichtung und einer Aufzugskabine anhand der Formeln (1),
(2) und (3).
[0021] Fig. 1A zeigt eine Aufzugsanlage 1 in einem Aufzugsschacht 2 eines Gebäudes 3 in
einer auszugsweisen, schematischen Darstellung entsprechend einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Die im folgenden eingeführten Größen d, D und L werden hier als Variablen
betrachtet, die in der Beschreibung des Ausführungsbeispiels jeweils die konkreten
Werte d1 und d2, D1 und D2 sowie L1 und L2 annehmen. Diese konkreten Werte d1, d2,
D1, D2, L1 und L2 sind in den Fig. 1A und 1B als mögliche Werte für die Variablen
d, D und L eingezeichnet.
[0022] Wie in Fig. 1A dargestellt, wird der Aufzugsschacht 2 von Schachtwänden 4, 5 des
Gebäudes 3 begrenzt. Außerdem sind benachbarte Stockwerke 6A, 7A des Gebäudes 3 veranschaulicht.
Zwischen diesen Stockwerken 6A, 7A und beliebigen anderen Stockwerken, insbesondere
den Stockwerken 6B und 7B (Fig. 1B), variiert ein Abstand D. Die Stockwerke 6A, 7A
haben einen Abstand D1 voneinander. Der variable Abstand D ist in diesem Ausführungsbeispiel
ein vertikaler Abstand D.
[0023] Die Aufzugsanlage 1 weist einen Tragrahmen 8 auf. Der Tragrahmen 8 kann hierbei als
Aufzugskabinenrahmen 8 ausgestaltet sein, in den eine erste Aufzugskabine 9 und eine
zweite Aufzugskabine 10 angeordnet sein können.
[0024] In diesem Ausführungsbeispiel ist die erste Aufzugskabine 9 an einem Träger 11 des
Tragrahmens 8 befestigt. Die zweite Aufzugskabine 10 ist an einer Plattform 12 des
Tragrahmens 8 befestigt. Die Plattform 12 ist hierbei relativ zu dem Träger 11 bewegbar.
[0025] Zur Vereinfachung und besseren Übersichtlichkeit der Darstellung sind die Aufzugskabinen
9, 10 in der Darstellung der Fig. 1 seitlich neben dem Tragrahmen 8 dargestellt. Die
vertikale Position der Aufzugskabinen 9, 10 bezüglich des Trägers 11 beziehungsweise
der Plattform 12 ist über Hilfslinien 13, 14 verdeutlicht.
[0026] Eine beispielhaften erste Kabineneinstellung der Aufzugskabinen 9, 10 innerhalb des
Tragrahmens ist durch eine Einstellung des Abstands d zwischen den Aufzugskabinen
9, 10 auf einen Wert d1 charakterisiert. Der Wert d1 wird für die Stockwerken 6A,
7A durch den konkreten Abstand D1 vorgegeben.
[0027] In diesem Ausführungsbeispiel ist die erste Aufzugskabine 9 auf der Höhe einer Schachttür
15 des Stockwerks 6A positioniert. Die zweite Aufzugskabine 10 ist auf der Höhe einer
Schachttür 16 des Stockwerks 7A positioniert. Der auf den Wert d1 eingestellte Abstand
d zwischen den Aufzugskabinen 9, 10 ist in der Ausgangssituation somit gleich dem
Abstand D1 zwischen den Stockwerken 6A, 7A. Der Abstand d ist in diesem Ausführungsbeispiel
ebenfalls ein vertikaler Abstand d.
[0028] Die Aufzugsanlage 1 weist außerdem ein Gegengewicht 20, eine oben im Aufzugsschacht
2 angeordnete Umlenkrolle 21 und eine Antriebsmaschineneinheit 22 mit einer Treibscheibe
23 auf. Außerdem ist ein Zugmittel 24 vorgesehen, das einerseits der Treibscheibe
23 mit dem Tragrahmens 8, beispielsweise mit dem Träger 11, und andererseits der Treibscheibe
23 mit dem Gegengewicht 20 verbunden ist. Das Zugmittel 24 läuft hierbei über die
Treibscheibe 23 sowie die Umlenkrolle 21. Über den Tragrahmen 8 ist eine Kabinenanordnung
25 der Aufzugkabinen 9, 10 ermöglicht. Das Zugmittel 24 ist einerseits der Treibscheibe
23 mittels des Trägers 11 auch zumindest mittelbar mit der ersten Aufzugkabine 9 verbunden.
Dadurch ist die erste Aufzugkabine 9 relativ zu dem Zugmittel 24 fest angeordnet.
Über die bewegbare Plattform 12 ist die zweite Aufzugskabine 10 hingegen bewegbar
bezüglich des Zugmittels 24 in der Kabinenanordnung 25 angeordnet.
[0029] Der Begriff des Zugmittels 24 ist hierbei allgemein zu verstehen. Beispielsweise
kann das Zugmittel 24 auch aus mehreren Strängen ausgebildet sein, die vorzugsweise
gemeinsam über die Treibscheibe 23 und die Umlenkrolle 21 geführt sind. Das Zugmittel
24 übernimmt dann auch die Tragfunktion. Allerdings sind auch Abwandlungen denkbar.
[0030] Die Aufzugsanlage 1 weist außerdem einen Verstellmechanismus 26 auf. Durch den Verstellmechanismus
26 sind die erste Aufzugskabine 9 und die zweite Aufzugskabine 10 innerhalb der Kabinenanordnung
25 relativ zueinander verstellbar. Hierbei ermöglicht der Verstellmechanismus eine
Einstellung des Abstands d zwischen der ersten Aufzugskabine 9 und der zweiten Aufzugskabine
10. Beispielsweise kann das Zugmittel 24 stillstehen, wenn die Treibscheibe 23 der
Antriebsmaschineneinheit 23 nicht rotiert. Dann ergibt sich eine Situation, bei der
die erste Aufzugskabine 9 und das Zugmittel 24 ortsfest in dem Aufzugsschacht 2 still
stehen. Der Verstellmechanismus 26 ermöglicht dann eine Bewegung der zweiten Aufzugskabine
10 in dem Aufzugsschacht 2. Je nach Ausgestaltung und den Steuermöglichkeiten für
die Aufzugsanlage 1 kann solch eine Verstellung auch bei rotierender Treibscheibe
23 und damit bei sich bewegendem Zugmittel 24 erfolgen.
[0031] Der Aufzugsschacht 2 ist in diesem Ausführungsbeispiel in einen Fahrraum 27 und einen
Gegengewichtsraum 28 aufgeteilt. Der Fahrraum 27 dient hierbei für eine gemeinsame
Fahrt der Aufzugskabinen 9, 10 der Kabinenanordnung 25 innerhalb des Aufzugsschachtes
2. Der Gegengewichtsraum 28 steht für die Fahrt beziehungsweise Bewegung des Gegengewichts
20 innerhalb des Aufzugsschachtes 2 zur Verfügung.
[0032] Der Verstellmechanismus 26 weist eine Verstelleinrichtung 29 auf. Die Verstelleinrichtung
29 ist in einem Raum 30 des Aufzugsschachtes 2 untergebracht, der für die Verstelleinrichtung
29 reserviert ist.
[0033] Der Verstellmechanismus 26 weist ein erstes Verstellzugmittel 31 und ein zweites
Verstellzugmittel 32 auf. Die Verstellzugmittel 31, 32 können hierbei auch mehrsträngig
ausgestaltet sein. Beispielsweise sind in diesem Ausführungsbeispiel Stränge 33, 34
des ersten Verstellzugmittels 31 abschnittsweise zusammen und abschnittsweise getrennt
voneinander durch den Aufzugsschacht 2 geführt. Das erste Verstellzugmittel 31 ist
über eine erste Rollenanordnung 35 geführt. Das zweite Verstellzugmittel 32 ist über
eine zweite Rollenanordnung 36 geführt. Die Rollenanordnungen 35, 36 sind hierbei
Teile der Verstelleinrichtung 29. Die erste Rollenanordnung 35 ist in diesem Ausführungsbeispiel
an einem ersten Träger 37 der Verstelleinrichtung 29 angebracht. Die zweite Rollenanordnung
36 ist exemplarisch an einem zweiten Träger 38 der Verstelleinrichtung 29 angebracht.
[0034] Außerdem weist die Verstelleinrichtung 29 eine Verstelleinheit 40 und einen Verstellantrieb
41 für die Verstelleinheit 40 auf. Über die Verstelleinheit 40 kann ein Abstand L
zwischen den Rollenanordnungen 35, 36 eingestellt werden. Je nach Ausgestaltung kann
die Verstelleinheit 40 hierbei auf Zug und gegebenenfalls zusätzlich auch auf Druck
belastet werden.
[0035] An dem Tragrahmen 8 sind Umlenkrollen 42, 43 befestigt. Hierbei sind die Stränge
33, 34 des ersten Verstellzugmittels 31 von der Verstelleinrichtung 29 kommend um
die Umlenkrollen 42, 43 und wieder nach unten zu der Plattform 12 geführt. Dadurch
sind die Stränge 33, 34 des ersten Verstellzugmittels 31 einerseits zu der zweiten
Aufzugskabine 10 geführt, die an der verstellbaren Plattform 12 angeordnet beziehungsweise
befestigt ist. Ferner ist das zweite Verstellzugmittel 32 einerseits mit der Plattform
12 und somit mit der zweiten Aufzugkabine 10 verbunden. Andererseits sind sowohl das
erste Verstellzugmittel 31 als auch das zweite Verstellzugmittel 32 mit dem Gegengewicht
20 verbunden.
[0036] Die Schwerkraft 44 beziehungsweise die Richtung 44 der Erdbeschleunigung ist in der
Fig. 1 durch einen Pfeil 44 veranschaulicht. Das erste Verstellzugmittel 31 greift
so an der zweiten Aufzugskabine 10 an, dass die von dem ersten Verstellzugmittel 31
auf die zweite Aufzugskabine 10 übertragene Zugkraft entgegen der Richtung 44 der
Schwerkraft wirkt. Das zweite Verstellzugmittel 32 greift so an der zweiten Aufzugskabine
10 an, dass die von dem zweiten Verstellzugmittel 32 auf die zweite Aufzugskabine
10 übertragene in der Richtung 44 der Schwerkraft wirkt.
[0037] Das erste Verstellzugmittel 31 ist so um die erste Rollenanordnung 35 geführt, dass
die Verstelleinrichtung 29 zumindest teilweise über das erste Verstellzugmittel 31
im Aufzugsschacht 2 aufgehängt ist. Speziell wenn die Verstelleinheit 40 nur auf Zug
beanspruchbar ist, dann ist der an dem ersten Träger 37 befestigte Teil der Verstelleinrichtung
29 über das erste Verstellzugmittel 31 im Aufzugsschacht 2 aufgehängt.
[0038] Das zweite Verstellzugmittel 32 ist so um die zweite Rollenanordnung 36 geführt,
dass die Verstelleinrichtung 29 zumindest teilweise über das zweite Verstellzugmittel
32 im Aufzugsschacht aufgehängt ist. Speziell wenn die Verstelleinheit 40 nur auf
Zug beanspruchbar ist, dann ist der an dem zweiten Träger 38 befestigte Teil der Verstelleinrichtung
29 über das zweite Verstellzugmittel 32 im Aufzugsschacht 2 aufgehängt.
[0039] In diesem Ausführungsbeispiel ist der Verstellantrieb 41 an dem zweiten Träger 38
der Verstelleinrichtung 29 angeordnet und befestigt.
[0040] Im Betrieb der Aufzugsanlage 1 ist eine Anpassung des Abstands d zwischen den Aufzugskabinen
9, 10 möglich. Beispielsweise kann im Bereich einer Eingangshalle eine größere Deckenhöhe
vorgegeben sein, was einen vergrößerten Abstand D bedingt, wenn die zweite Aufzugskabine
10 an der Eingangshalle hält, während die erste Aufzugskabine 9 in dem darüberliegenden
Stockwerk hält. Ferner kann beispielsweise zwischen zwei Stockwerken eine Klimaanlage
untergebracht sein, so dass der Abstand D zwischen diesen Stockwerken vergrößert ist.
[0041] Fig. 1B zeigt diesbezüglich zur weiteren Erläuterung der Erfindung die Aufzugsanlage
1 mit einer beispielhaften zweiten Kabineneinstellung der Aufzugskabinen 9, 10 in
einer auszugsweisen, schematischen Darstellung entsprechend dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Hierbei sind zwei weitere Stockwerke 6B, 7B dargestellt, die den Abstand
D2 voneinander haben. Der Abstand D2 soll in diesem Beispiel kleiner als der Abstand
D1 sein.
[0042] Im Folgenden ist ausgehend von einem bestimmten Abstand D1 beschrieben, wie eine
Anpassung auf einen kleineren Abstand D2 möglich ist. Hierbei ist zur Veranschaulichung
eine Hilfsgröße x eingeführt, wobei D2 = D1 - x ist. Durch eine Betätigung des Verstellantriebs
41 wird die Verstelleinheit 40 so betätigt, dass sich der Abstand L zwischen den Rollengruppen
35, 36, der in der Fig. 1A den Ausgangswert L1 hat, verringert. Hierbei wird die Rollengruppe
35 in diesem Ausführungsbeispiel relativ zu dem Aufzugsschacht 2 um einen Weg x nach
unten versetzt. Hierbei kommt es zu einer entsprechend großen Versatz der zweiten
Rollengruppe 36 um den Weg x nach oben. Somit verkürzt sich der variierbare Abstand
L zwischen den Rollengruppen 35, 36 von seinem Ausgangswert L1 (Fig. 1A) auf den Abstand
L2 = L1 - 2x, wie es in Fig. 1B dargestellt ist. In diesem Beispiel verkürzt sich
der variable Abstand d von dem konkreten Abstand d1 auf den konkreten Abstand d2 =
d1 - x.
[0043] Umgekehrt kann der Verstellantrieb 41 auch so betätigt werden, dass sich die erste
Rollengruppe 35 anhebt und die zweite Rollengruppe 36 absenkt. Dadurch kann wieder
der im Ausgangszustand vorgegebene Abstand L1 angenommen werden.
Es ist anzumerken, dass unterschiedliche Variationen des Abstands L der Rollengruppen
35, 36 zueinander realisiert werden können, um eine entsprechende Anzahl an geeigneten,
konkreten Werten für den Abstand d zwischen den Aufzugskabinen 9, 10 zu ermöglichen.
In Bezug auf die sich aus dem Gebäude ergebenden Werten D1, D2, ... für den Stockwerksabstand
D ergeben sich direkt die Zielwerte d1, d2, ... für den Abstand d der Aufzugskabinen
9, 10 und daraus die Zielwerte L1, L2, ... für den Abstand L zwischen den Rollengruppen
35, 36.
[0044] Die Ausgestaltung der Aufzuganlage 1, insbesondere der Verstelleinrichtung 29 des
Verstellmechanismus 26, ist im Folgenden auch unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und
die beigefügten Formeln (1), (2) und (3) der Fig. 3 weiter beschrieben.
[0045] Fig. 2 zeigt die Verstelleinrichtung 29 der in Fig. 1 dargestellten Aufzugsanlage
1 in einer auszugsweisen, schematischen Darstellung entsprechend dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung. An dem ersten Träger 37 ergibt sich eine Masse m1. An dem zweiten Träger
38 ergibt sich eine Masse m2. Die Gesamtmasse m der Verstelleinrichtung 29 setzt sich
entsprechend der Formel (1) aus der Masse m1 am ersten Träger 37 und der Masse m2
am zweiten Träger 38 zusammen. Die Masse m der Verstelleinrichtung 29 ist über die
Verstellzugmittel 31, 32 im Aufzugsschacht 2 aufgehängt.
[0046] Wesentliche und schwere Bauteile des Verstellmechanismus 26, insbesondere der Verstellantrieb
41, befinden sich somit in aufgehängter Lage im Aufzugsschacht 2. Im Betrieb der Aufzugsanlage
1 reduziert sich somit die Masse am Tragrahmen 11, die von der Antriebsmaschineneinheit
22 bewegt werden muss, im Vergleich zu einer denkbaren Ausgestaltung, bei der unter
anderem ein Verstellantrieb 41 in die Kabinenanordnung 25 beziehungsweise dem Tragrahmen
8 integriert ist.
[0047] Wenn die Verstelleinheit 40 nur auf Zug belastbar ist oder zumindest im Wesentlichen
nur auf Zug belastet werden soll, dann ist eine Anordnung des Verstellantriebs 41
an dem zweiten Träger 38 besonders vorteilhaft. Denn dadurch kann entsprechend der
Formel (2) die Masse m2 am zweiten Träger 38 sehr viel größer als die Masse m1 am
ersten Träger 37 vorgegeben sein. Hierdurch wird die Masse m1, insbesondere die Masse
der ersten Rollengruppe 35, hinsichtlich ihres Eigengewichts kompensiert. Denn die
Gewichtskraft der Masse m1 am ersten Träger 37 wirkt über das erste Verstellzugmittel
31 als entlastende Zugkraft auf die zweite Aufzugkabine 10 und könnte bei ungünstigem
Gewichtsverhältnis zwischen den Massen m1 und m2 das Verstellzugmittel 32 über die
zweite Aufzugkabine 10 so weit entlasten, dass dieses nicht mehr auf Zug belastet
ist bzw. straff gespannt ist.
[0048] Bei einer nur auf Zug belastbaren Verstelleinheit 40 kann sich hierbei eine um beispielsweise
20 % größere Vorgabe der Gesamtmasse m im Unterschied zu einer Ausgestaltung ergeben,
bei der die Verstelleinheit 40 auf Zug und Druck belastbar ist, um diese Kompensation
zuverlässig zu ermöglichen.
[0049] Eine auf Zug belastbare Verstelleinheit 40 kann insbesondere als Flaschenzug 40 ausgestaltet
sein.
[0050] Die Verstelleinheit 40 kann bei einer abgewandelten Ausgestaltung auch als Spindeleinheit
40 oder als elektrohydraulische Verstelleinheit 40 ausgebildet sein. Hierdurch können
insbesondere Verstelleinheiten 40 realisiert werden, die zwischen den Rollengruppen
35, 36 auf Zug und Druck belastbar sind.
[0051] Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung der Verstelleinheit 40 ist eine verstellbare
Masse mAK der zweiten Aufzugskabine 10 nicht größer als die Hälfte der Masse m der
Verstelleinrichtung 29 vorgegeben, wie es durch die Formel (3) beschrieben ist. Die
hierdurch definierte verstellbare Masse mAK stellt eine von gegebenenfalls mehreren
Einschränkungen für eine zulässige Gesamtmasse beziehungsweise ein zulässiges Gesamtgewicht
der zweiten Aufzugskabine 10 dar. Je nach Ausgestaltung der Aufzugsanlage 1 kann die
zulässige Gesamtmasse beziehungsweise das zulässige Gesamtgewicht für die zweite Aufzugskabine
10 allerdings auch niedriger als die gemäß Formel (3) definierte obere Grenze m/2
für die verstellbare Masse mAK der zweiten Aufzugskabine 10 sein.
[0052] Durch die Bedingung gemäß Formel (3) ist gewährleistet, dass die bewegbare zweite
Aufzugskabine 10 nicht in ihre tiefste Position innerhalb der Kabinenanordnung 25
läuft und die gesamte Verstelleinrichtung 29 angehoben wird.
[0053] Um die Masse m der Verstelleinrichtung 29 und speziell die Masse m2 am zweiten Träger
38 zu vergrößern, kann ein Zusatzgewicht 45 vorgesehen sein. Solch ein Zusatzgewicht
45 ist dann vorzugsweise an dem zweiten Träger 38 angeordnet, so dass es vollständig
in die Masse m2 eingeht. Allerdings ist auch eine Aufteilung des Zusatzgewichts 45
auf die Träger 37, 38 denkbar.
[0054] Je nach Ausgestaltung kann die Aufzugsanlage 1 außerdem eine Bremsschiene 50 aufweisen,
die sich zumindest im Bereich der Verstelleinrichtung 29 vertikal durch den Aufzugsschacht
2 erstreckt. Bei dieser Ausgestaltung weist die Verstelleinrichtung 29 zumindest eine
Fangbremse 51, 52 auf, die mit der Bremsschiene 50 zusammen wirkt. Die Bremsschiene
50 und die zumindest eine Fangbremse 51, 52 sind Bestandteile einer Antisprungvorrichtung
53. Durch die Antisprungvorrichtung 53 wird verhindert, dass bei ungünstigen Betriebszuständen,
insbesondere Fehlfunktionen, die Verstelleinrichtung 29 aus ihrer aufgehängten Lage
nach oben springt.
[0055] Gegebenenfalls kann die Fangbremse 52 auch eingespart werden. Denn neben einer denkbaren
Begrenzung über die Verstelleinheit 40 ist die Sprunghöhe der Anordnung am zweiten
Träger 38 durch ein Anschlagen an der abgefangenen Anordnung am ersten Träger 37 denkbar.
Hierdurch begrenzt sich die Sprunghöhe des zweiten Trägers 38, was in Bezug auf den
konkreten Anwendungsfall ausreichen kann.
[0056] Ferner können je nach Ausgestaltung der Aufzugsanlage 1 ein oder mehrere Dämpfungselemente
55, 56 vorgesehen sein. Hierdurch können die Rollengruppen 35, 36 gedämpft werden.
Speziell ist hierbei eine Dämpfung gegenüber einem schematisch dargestellten
Schachtboden 57 möglich. Solch eine Dämpfung ist speziell bei Beschleunigungsvorgängen,
bei denen die Kabinenanordnung bei ihrer Fahrt durch den Fahrraum 27 positiv beschleunigt
oder abgebremst wird, vorteilhaft.
[0057] Somit können ein oder mehrere Vorteile erzielt werden. Die Masse der Kabinenanordnung
25 kann reduziert werden, wodurch sich die Anforderungen an die Antriebsmaschineneinheit
22 reduzieren. Außerdem kann der Verstellantrieb 41 entfernt und entkoppelt von den
Aufzugskabinen 9, 10 angeordnet werden. Dies führt wie die Gewichtsreduktion zu einer
Verbesserung des Geräuschverhaltens und erhöht den Fahrkomfort. Außerdem befindet
sich die Verstelleinrichtung 29 zumindest im Wesentlichen ortsfest im Aufzugsschacht
2, was die Energieversorgung erheblich erleichtert.
[0058] Ferner kann die Kabinenanordnung 25 einfacher realisiert werden. Hierbei reduziert
sich auch die Belastung des Tragrahmens 8.
[0059] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele und Abwandlungen
beschränkt.
1. Aufzugsanlage (1) mit einer Kabinenanordnung (25), die eine erste Aufzugskabine (9)
und zumindest eine zweite Aufzugskabine (10) umfasst, einem Gegengewicht (20), einer
Antriebsmaschineneinheit (22) mit einer Treibscheibe (23) und einem Zugmittel (24),
wobei das Zugmittel (24) über die Treibscheibe (23) der Antriebsmaschineneinheit (22)
geführt ist, wobei das Zugmittel (24) einerseits der Treibscheibe (23) mit der Kabinenanordnung
(25) und andererseits der Treibscheibe (23) mit dem Gegengewicht (20) verbunden ist,
wobei die Kabinenanordnung (25) in einem für die gemeinsame Fahrt der Aufzugskabinen
(9, 10) der Kabinenanordnung (25) vorgesehenen Fahrraum (27) eines Aufzugsschachtes
(2) verfahrbar ist und wobei ein Verstellmechanismus (26) vorgesehen ist, durch den
die zweite Aufzugskabine (10) relativ zur ersten Aufzugskabine (9) innerhalb der Kabinenanordnung
(25) verstellbar ist,
wobei der Verstellmechanismus (26) eine Verstelleinrichtung (29), ein erstes Verstellzugmittel
(31) und ein zweites Verstellzugmittel (32) aufweist, dass das erste Verstellzugmittel
(31) und das zweite Verstellzugmittel (32) über die Verstelleinrichtung (29) geführt
sind und dass das erste Verstellzugmittel (31) und das zweite Verstellzugmittel (32)
einerseits der Verstelleinrichtung (29) mit der zweiten Aufzugskabine (10) und andererseits
der Verstelleinrichtung (29) mit dem Gegengewicht (20) verbunden sind dadurch gekennzeichnet
dass die Verstelleinrichtung (29) über das erste Verstellzugmittel (31) und das zweite
Verstellzugmittel (32) im Aufzugsschacht (2) aufgehängt ist.
2. Aufzugsanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Verstellzugmittel (31) so an der zweiten Aufzugskabine (10) angreift, dass
die von dem ersten Verstellzugmittel (31) auf die zweite Aufzugskabine (10) übertragene
Zugkraft zumindest teilweise entgegen der Richtung (44) der Schwerkraft wirkt.
3. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kabinenanordnung (25) einen Tragrahmen (8) aufweist, dass an dem Tragrahmen (8)
zumindest eine Umlenkrolle (42, 43) befestigt ist und das das erste Verstellzugmittel
(31) von der Verstelleinrichtung (29) kommend um die zumindest eine Umlenkrolle (42,
43) und wieder nach unten zu der zweiten Aufzugskabine (10) geführt ist.
4. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Verstellzugmittel (32) so an der zweiten Aufzugskabine (10) angreift,
dass die von dem zweiten Verstellzugmittel (32) auf die zweite Aufzugskabine (10)
übertragene Zugkraft zumindest teilweise in Richtung (44) der Schwerkraft wirkt.
5. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verstelleinrichtung (29) eine erste Rollengruppe (35) aufweist, um die das erste
Verstellzugmittel (31) so geführt ist, dass die Verstelleinrichtung (29) zumindest
teilweise über das erste Verstellzugmittel (31) im Aufzugsschacht (2) aufgehängt ist.
6. Aufzugsanlage nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verstelleinrichtung (29) eine zweite Rollengruppe (36) aufweist, um die das zweite
Verstellzugmittel (32) so geführt ist, dass die Verstelleinrichtung (29) zumindest
teilweise über das zweite Verstellzugmittel (32) im Aufzugsschacht (2) aufgehängt
ist.
7. Aufzugsanlage nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verstelleinrichtung (29) zumindest eine Verstelleinheit (40) aufweist, über die
ein Abstand (L) zwischen der ersten Rollengruppe (35) und der zweiten Rollengruppe
(36) verstellbar ist.
8. Aufzugsanlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verstelleinrichtung (29) einen Verstellantrieb (41) für die Verstelleinheit (40)
aufweist und dass der Verstellantrieb (41) über die zweite Rollengruppe (36) im Aufzugsschacht
(2) aufgehängt ist.
9. Aufzugsanlage nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verstelleinheit (40) zwischen der ersten Rollengruppe (35) und der zweiten Rollengruppe
(36) nur auf Zug belastbar ist.
10. Aufzugsanlage nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verstelleinheit (40) als Flaschenzug (40) ausgestaltet ist.
11. Aufzugsanlage nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verstelleinheit (40) zwischen der ersten Rollengruppe (35) und der zweiten Rollengruppe
(36) auf Zug und Druck belastbar ist.
12. Aufzugsanlage nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verstelleinheit (40) als Spindeleinheit (40) oder als elektrohydraulische Verstelleinheit
(40) ausgebildet ist.
13. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine verstellbare Masse (mAK) der zweiten Aufzugskabine (10) nicht größer ist als
die Hälfte der Masse (m) der Verstelleinrichtung (29).
1. A lift installation with a cage arrangement (25), which comprises a first lift cage
(9) and at least a second lift cage (10), a counterweight (20), a drive machine unit
(22) with a drive sheave (23) and a traction means (24), wherein the traction means
(24) is guided over the drive sheave (23) of the drive machine unit (22), wherein
the traction means (24) is connected on one side of the drive sheave (23) to the cage
arrangement (25) and on the other side of the drive sheave (23) to the counterweight
(20), wherein the cage arrangement (25) is traversable in a travel space (27) of a
lift shaft (2) provided for the joint travel of the lift cages (9, 10) of the cage
arrangement (25) and wherein an adjustment mechanism (26) is provided, by means of
which the second lift cage (10) can be adjusted relative to the first lift cage (9)
within the cage arrangement (25),
wherein the adjustment mechanism (26) comprises an adjustment device (29), a first
adjustment traction means (31) and the second adjustment traction means (32), that
the first adjustment traction means (31) and the second adjustment traction means
(32) are guided over the adjustment device (29) and that the first adjustment traction
means (31) and the second adjustment traction means (32) are connected on one side
of the adjustment device (29) to the second lift cage (10) and on the other side of
the adjustment device (29) to the counterweight,
characterised in that
the adjustment device (29) is suspended via the first adjustment traction means (31)
and the second adjustment traction means (32) in the lift shaft (2).
2. The lift installation according to claim 1,
characterised in that
the first adjustment traction means (31) engages with the second lift cage (10) in
such a way that the tractive force transmitted by the first adjustment traction means
(31) to the second lift cage (10) acts at least partially against the direction (44)
of gravity.
3. The lift installation according to any one of claims 1 or 2,
characterised in that
the cage arrangement (25) comprises a support frame (8), that at least one deflection
roller (42, 43) is fastened to the support frame (8) and that the first adjustment
traction means (31), coming from the adjustment device (29), is guided around the
at least one deflection roller (42, 43) and back down again to the second lift cage
(10).
4. The lift installation according to any one of claims 1 to 3,
characterised in that
the second adjustment traction means (32) engages with the second lift cage (10) in
such a way that the tractive force transmitted by the second adjustment traction means
(2) to the second lift cage (10) acts at least partially in the direction (44) of
gravity.
5. The lift installation according to any one of claims 1 to 4,
characterised in that
the adjustment device (29) comprises a first roller group (35), about which the first
adjustment traction means (31) is guided in such a way that the adjustment device
(29) is suspended at least partially via the first adjustment traction means (31)
in the lift shaft (2).
6. The lift installation according to claim 5,
characterised in that
the adjustment device (29) comprises a second roller group (36), about which the second
adjustment traction means (32) is guided in such a way that the adjustment device
(29) is suspended at least partially via the second adjustment traction means (32)
in the lift shaft (2).
7. The lift installation according to claim 6,
characterised in that
the adjustment device (29) comprises at least one adjustment unit (40), by means of
which the spacing (L) between the first roller group (35) and the second roller group
(36) can be adjusted.
8. The lift installation according to claim 7,
characterised in that
the adjustment device (29) comprises an adjustment drive (41) for the adjustment unit
(40) and that the adjustment drive (41) is suspended via the second roller group (36)
in the lift shaft (2).
9. The lift installation according to claim 7 or 8,
characterised in that
the adjustment unit (40) between the first roller group (35) and the second roller
group (36) can be loaded only by tractive forces.
10. The lift installation according to claim 9,
characterised in that
the adjustment unit (40) is constituted as a pulley (40).
11. The lift installation according to claim 7 or 8,
characterised in that
the adjustment unit (40) between the first roller group (35) and the second roller
group (36) can be loaded by tractive and compressive forces.
12. The lift installation according to claim 11,
characterised in that
the adjustment unit (40) is constituted as a spindle unit (40) or as an electrohydraulic
adjustment unit (40).
13. The lift installation according to any one of claims 1 to 12,
characterised in that
an adjustment mass (mAK) of the second lift cage (10) is not greater than half the
mass (m) of the adjustment device (29).
1. Dispositif d'ascenseur (1) avec un ensemble de cabines (25) comportant une première
cabine d'ascenseur (9) et au moins une deuxième cabine d'ascenseur (10), un contre-poids
(20), une unité de machine d'entraînement (22) avec une poulie motrice (23) et un
moyen de traction (24), dans lequel le moyen de traction (24) est guidé par le biais
de la poulie motrice (23) de l'unité de machine d'entraînement (22), dans lequel le
moyen de traction (24) est relié à l'ensemble de cabines (25) sur un côté de la poulie
motrice (23) et au contre-poids (20) de l'autre côté de la poulie motrice (23), dans
lequel l'ensemble de cabines (25) est déplaçable dans un espace de circulation (27)
d'une cage d'ascenseur (2) prévue pour le déplacement commun des cabines d'ascenseur
(9, 10) de l'ensemble de cabines (25), et dans lequel il est prévu un mécanisme de
réglage (26) permettant de régler la deuxième cabine d'ascenseur (10) par rapport
à la première cabine d'ascenseur (9) dans l'ensemble de cabines (25),
dans lequel le mécanisme de réglage (26) présente un dispositif de réglage (29), un
premier moyen de traction de réglage (31) et un deuxième moyen de traction de réglage
(32), en ce que le premier moyen de traction de réglage (31) et le deuxième moyen
de traction de réglage (32) sont guidés par le biais du dispositif de réglage (29)
et en ce que le premier moyen de traction de réglage (31) et le deuxième moyen de
traction de réglage (32) sont reliés à la deuxième cabine d'ascenseur (10) sur un
côté du dispositif de réglage (29) et au contre-poids (20) sur l'autre côté du dispositif
de réglage (29),
caractérisé en ce que le dispositif de réglage (29) est suspendu dans la cage d'ascenseur (2) par le biais
du premier moyen de traction de réglage (31) et du deuxième moyen de traction de réglage
(32).
2. Dispositif d'ascenseur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le premier moyen de traction de réglage (31) s'applique de telle façon sur la deuxième
cabine d'ascenseur (10), que la force de traction transmise du premier moyen de traction
de réglage (31) à la deuxième cabine d'ascenseur (10) agit au moins partiellement
contre la direction (44) de la force de gravité.
3. Dispositif d'ascenseur selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'ensemble de cabines (25) présente un cadre porteur (8), en ce qu'au moins une poulie de renvoi (42, 43) est fixée sur le cadre porteur (8) et en ce que le premier moyen de traction de réglage (31) arrivant du dispositif de réglage (29)
est guidé autour de l'au moins une poulie de renvoi (42, 43) et renvoyé vers le bas
vers la deuxième cabine d'ascenseur (10).
4. Dispositif d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le deuxième moyen de traction de réglage (32) s'applique de telle façon sur la deuxième
cabine d'ascenseur (10), que la force de traction transmise du deuxième moyen de traction
de réglage (32) à la deuxième cabine d'ascenseur (10) agit au moins partiellement
dans la direction (44) de la force de gravité.
5. Dispositif d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le dispositif de réglage (29) présente un premier groupe de rouleaux (35) autour duquel
le premier moyen de traction de réglage (31) est guidé de telle façon que le dispositif
de réglage (29) est au moins partiellement suspendu dans la cage d'ascenseur (2) par
le biais du premier moyen de traction de réglage (31).
6. Dispositif d'ascenseur selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
le dispositif de réglage (29) présente un deuxième groupe de rouleaux (36) autour
duquel le deuxième moyen de traction de réglage (32) est guidé de telle façon que
le dispositif de réglage (29) est au moins partiellement suspendu dans la cage d'ascenseur
(2) par le biais du deuxième moyen de traction de réglage (32).
7. Dispositif d'ascenseur selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le dispositif de réglage (29) présente au moins une unité de réglage (40) permettant
de régler un écart (L) entre le premier groupe de rouleaux (35) et le deuxième groupe
de rouleaux (36).
8. Dispositif d'ascenseur selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le dispositif de réglage (29) présente un entraînement de réglage (41) pour l'unité
de réglage (40) et en ce que l'entraînement de réglage (41) est suspendu dans la cage d'ascenseur (2) par le biais
du deuxième groupe de rouleaux (36).
9. Dispositif d'ascenseur selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
l'unité de réglage (40) entre le premier groupe de rouleaux (35) et le deuxième groupe
de rouleaux (36) ne peut être sollicitée qu'en traction.
10. Dispositif d'ascenseur selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
l'unité de réglage (40) est conçue comme un palan (40).
11. Dispositif d'ascenseur selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
l'unité de réglage (40) entre le premier groupe de rouleaux (35) et le deuxième groupe
de rouleaux (36) peut être sollicitée en traction et en pression.
12. Dispositif d'ascenseur selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
l'unité de réglage (40) est conçue comme une unité de broche (40) ou comme une unité
de réglage électrohydraulique (40).
13. Dispositif d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que
une masse réglable (mAK) de la deuxième cabine d'ascenseur (10) n'est pas plus grande
que la moitié de la masse (m) du dispositif de réglage (29).