[0001] Die Erfindung betrifft eine Verbundpackung, insbesondere eine Getränkekartonverpackung
für flüssige Lebensmittel, die wenigstens teilweise aus einem Packungslaminat besteht,
mit einem Packungsgrundkörper, einem Packungsboden und einem Packungsgiebel, wobei
der Packungsgiebel aus wenigstens einem Packungsgiebelpanel besteht, wobei das Packungsgiebelpanel
durch eine wenigstens teilweise gekrümmte Vorderkante begrenzt ist.
[0002] Die Erfindung betrifft zudem ein Packungslaminat mit wenigstens einer Kartonträgerschicht
und einer Polymerschicht, mit einer Mehrzahl von in das Material eingearbeiteten Rillungen,
um Packungsfalzlinien zur Ausbildung von Packungskanten vorzudefinieren.
[0003] Die Erfindung betrifft schließlich einen Packungsmantelrohling bestehend aus einem
Packungslaminat mit wenigstens einer Kartonträgerschicht und einer Polymerschicht,
mit einer Mehrzahl von in das Material eingearbeiteten Rillungen, um Packungsfalzlinien
zur Ausbildung von Packungskanten vorzudefinieren, wobei das Packungslaminat auf das
Intervall einer Verbundpackung zugeschnitten und durch eine Längssiegelnaht zu einem
Rohr verbunden ist.
[0004] Im Bereich der Verpackungstechnik gehören Verbundverpackungen seit langem zum gängigen
Stand der Technik. So bestehen beispielsweise Getränkekartons aus verschiedenen Packstoffen
wie Papier und Kunststoffen, die, vollflächig gefügt und bedruckt, ein Packungslaminat
bilden. Der Schichtaufbau kann je nach Anforderungen variieren, so wird beispielsweise
für aseptische Füllgüter zusätzlich eine Aluminiumschicht eingelegt, um eine gute
Barrierewirkung gegen Gase und Licht zu erzielen.
[0005] Das eigentliche Formen und Befüllen der Verpackung und das Verschließen zu einer
Packung geschieht in einer Verpackungsmaschine, die nicht selten in Anlehnung an ihre
Hauptfunktionen auch als
Form-/
Fill-/
Seal-Maschine bezeichnet wird. Dabei haben sich das Schlauch- und das Mantelverfahren etabliert.
Während beim ersten das Packungslaminat als Endlosmaterial (Rollenware) der Maschine
zugeführt wird, ist bei letzterem das Packungslaminat bereits auf das Intervall einer
Verpackung zugeschnitten. Nicht selten sind solche Zuschnitte zudem bereits zu einem
Rohr umgelegt und durch eine Längssiegelnaht zu sogenannten Packungsmantelrohlingen
verbunden, die dann als Halbzeug einer entsprechenden Maschine zur Verarbeitung bereitstehen.
Als Füllgüter kommen vorwiegend flüssige Lebensmittel wie beispielsweise Getränke,
Suppen oder Joghurt in Frage. Denkbar sind auch gestockte, pastöse oder stückige Produkte
oder dergleichen.
[0006] Die Verpackung wird durch umformende, fügende und zuweilen auch trennende Prozesse
des Packungslaminats oder Packungsmantelrohlings geschaffen. Hierzu wird das Material
u. a. gefalzt (maschinell gefaltet), so dass sich beispielsweise Packungsboden und
Packungsgiebel bilden lassen und am Packungsgrundkörper Packungskanten entstehen.
Um dem Material die nötige Biegefähigkeit zu verleihen, werden bei dessen Herstellung
entsprechende Rillungen eingearbeitet. Ein solches Rillen bei der Herstellung des
Packungslaminats ist beispielsweise in der auf den Anmelder zurückgehenden Offenlegungsschrift
DE 10326106 A1 gezeigt. Das Ausführungsbeispiel zeigt einen gerillten, für das Mantelverfahren geeigneten
Packungsmantelrohling. Vom Verbrauchermarkt zunehmend nachgefragte Packhilfsmittel,
wie beispielsweise wiederverschließbare Verschlüsse, Öffnungs- und Ausgießvorrichtungen,
Strohhalme, Pull Tabs, usw. erfordern oft eine zusätzliche Vorbehandlung des Packungslaminats,
etwa in Form von lokal eingebrachten Schwächungen wie überbeschichteten Löchern oder
speziellen Perforierungen oder dergleichen.
[0007] Mittlerweile sind verschiedenste Packungsformen bekannt und verfügbar. So existieren
Packungskörper mit speziell ausgebildeten Kanten, zusätzlichen Panelen, Rundungen
und gewölbten Flächen. Den Kopfbereich der Packung schließen beispielsweise Flachgiebel
oder Schräggiebel (etwa als Sattel- oder Pultdach) oder noch speziellere Geometrien
ab. Zudem sind separat geschaffene Formteile für den Kopfbereich und Boden der Packung
denkbar.
[0008] Die europäischen Patentanmeldung
EP 1 332 969 A1 zeigt zum Beispiel eine im Schlauchverfahren geschaffene Schräggiebelpackung mit
Pultdach. In das hierfür geeignete Packungslaminat sind entsprechende Rillmuster für
die spätere Falzung eingearbeitet. Zudem ist für das eine Ausführungsbeispiel eine
Schwächung im Bereich der Sollöffnung und des Ausgießers eingebracht.
[0009] Das auf den Anmelder zurückgehende europäische Patent
EP 1 216 192 B1 zeigt eine relativ eckige - hier im Mantelverfahren geschaffene - Packung mit einem
auf einem schrägen Giebelpanel angebrachten Ausgießelement. Das Schrägstellen des
Panels vergrößert die Fläche für ein zu applizierendes Ausgießelement, respektive
eröffnet die Möglichkeit dessen Durchmesser großzügiger zu dimensionieren. Dies ist
regelmäßig gewünscht, da so sein Ausgießverhalten merklich verbessert wird.
[0010] Eine zusätzliche Vergrößerung des Giebelpanels kann durch eine gekrümmte Packungsvorderkante
(einer sogenannten "smiling curve") erreicht werden, wie dies u.a. auch in der Nichtpatentliteratur
XP-00824919 beschrieben steht.
[0011] Verschiedene Packungen machen sich eine solche gekrümmte Packungsvorderkante bereits
zunutze, so beispielsweise auch einige, beispielhaft in der internationalen Publikation
WO 2004076302 A1 gezeigte Formen.
[0012] Vergrößerte Panele können aber auch für Packungen ohne Ausgießelement wünschenswert
sein. So lässt oft bereits die Form des vergrößerten Giebels die Packung attraktiver
und ansprechender erscheinen. Der vergrößerte Giebel hält zudem mehr Display-Fläche
für ein gedrucktes Dekor bereit. Ferner lässt eine geschwungene Packungsvorderkante
den Konsumenten leichter direkt von der Packung trinken ("on the go"), da die geschwungene
Kante besser der Ergonomie des menschlichen Mundes entspricht.
[0013] So geschaffene Panele bilden aber keine ebenen Flächen sondern eine nach Maßgabe
von Falzung und Zwangsformung nach innen oder außen gewölbte Fläche. Solche sind aber
ästhetisch oft unerwünscht und als Funktionsflächen nachteilig. Sollen Ausgießelemente
angebracht werden, bedürfen diese einer möglichst ebenen Fläche, insbesondere auch
dann, wenn sie vermittels Schmelzklebstoffen verbunden werden. Aber auch bei anderen
Verbindungstechniken wie Heißluft oder Ultraschall ist eine ebene Fläche stets wünschenswert.
[0014] Nicht selten lassen sich außerdem Rückstelleffekte oder Festigkeitseinbußen bei solchen
Falzungen beobachten, die die Formintegrität der Packungen beeinträchtigen und diese
allzu oft unansehnlich aussehen lassen.
[0015] Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verbundpackung, ein Packungslaminat
und einen Packungsmantelrohling der eingangs genannten und zuvor näher beschriebenen
Art so auszugestalten und weiterzubilden, dass die beschriebenen Nachteile überwunden
werden. Insbesondere sollen Qualität und Funktionsfähigkeit verbessert werden.
[0016] Gelöst wird diese Aufgabe bei einer Verbundpackung nach dem Oberbegriff von Patentanspruch
1 dadurch, dass das Packungsgiebelpanel im Wesentlichen die Form einer Ellipse aufweist.
Geometrisch ideal schließt eine Ellipse durch eine spezielle Kurve eine ebene Fläche
ein. Wenn hier von "Ellipse" die Rede ist, so meint dies stets ihre allgemeinste Form,
die mindestens abschnittsweise gekrümmt und mindestens beinahe vollständig geschlossen
ist. Es ist ferner klar, dass eine Verbundpackung der gattungsbildenden Art infolge
ihrer Materialbeschaffenheit, Herstellungsprozesse und Fertigungstoleranzen sich einer
mathematischen Idealform lediglich annähern kann. Eine mindestens beinahe geschlossene
(also stetige) Kantenkontur des Packungsgiebelpanels ermöglicht eine gute Annäherung
an eine Ebene. Harte Spannungsübergänge im Packungslaminat werden durch die Krümmung
der Packungskanten minimiert, was sich positiv auf die Formintegrität und Festigkeit
der Packung auswirkt. Schließlich werden so auch die Falzvorgänge bei der Formung
und Ausbildung der Verbundpackung erleichtert und verbessert.
[0017] Gelöst wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe zudem durch ein Packungslaminat,
das so beschaffen ist, dass es sich zur Herstellung einer solchen Verbundpackung eignet.
[0018] Der erfindungsgemäße Packungsmantelrohling ist schließlich so beschaffen, dass eine
solche Verbundpackung herstellbar ist.
[0019] Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass das Packungsgiebelpanel im Wesentlichen
die Form eines Kreises aufweist. Der einfachste Fall einer Ellipse ist der Kreis,
bei dem die Brennpunkte im Kreismittelpunkt zusammenfallen. Die stetige und konstant
gekrümmte Kreiskontur des Panels verteilt die Spannungen im Material besonders gut.
[0020] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist das Packungsgiebelpanel im
Wesentlichen die Form einer Superellipse auf. Eine Superellipse ist ein "Mittelding"
zwischen einer Ellipse und einem Rechteck. Im Wesentlichen ist also die Krümmung im
Bereich des Haupt- und Nebenscheitel der Ellipse verkleinert. Die Bereiche sind also
örtlich "abgeplattet". Eine solche Annäherung kann zusätzlich zu Spannungsreduktionen
und zu einem besser ausgebildeten Panel besonders im Zwischenabschnitt der Ellipsenbrennpunkte
führen.
[0021] In weiterer vorteilhafter Ausführung weist das superellipsoide Packungsgiebelpanel
wenigstens zwei zueinander parallele Abschnitte auf. Solche abschnittsweise geraden
Konturen können je nach Packungsform gewünscht oder geboten sein, da eine besonders
gute Falzung an solchen Stellen ausgebildet sein muss.
[0022] Nach einer weiteren Lehre der Erfindung bildet das Packungspanel wenigstens zwischen
den parallelen Abschnitten eine Ebene, so dass diese beispielsweise als vorteilhafte
Funktionsfläche bereitsteht. So lassen sich etwa auf ebenen Abschnitten vereinfacht
Ausgießelemente anbringen oder besonders geeignete Sollöffnungsstellen für Strohhalme
bilden. Ebenso kann ein zur Ebene stimmiges Dekor eine besondere Ästhetik der Packung
entfalten.
[0023] Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Packungsgiebel
eine Quersiegelnaht aufweist. Wird die Packung im Kopfbereich verschlossen, kann die
Verbindungsnaht gleich zur Bildung unterschiedener Panele dienen und diese teilweise
mitdefinieren.
[0024] Eine weitere Ausführung der Erfindung sieht vor, dass die parallelen Abschnitte der
Superellipse durch Abschnitte der Vorderkante und der Quersiegelnaht gebildet sind,
so dass auf zusätzliche Rillungen in diesen Bereichen verzichtet werden kann.
[0025] Eine andere Lehre der Erfindung sieht vor, dass das Packungsgiebelpanel oder auch
gleich der ganze Packungsgiebel gegenüber dem Packungsgrundkörper abgeschrägt ist.
Sollen auch bei einer erfindungsgemäßen gekrümmten Vorderkante des Packungspanels
parallele Rillungen und Zuschnitte des Packungslaminats und Packmantelrohlinge möglich
bleiben, muss dieses nach vorne hin abgeschrägt werden. Dies erleichtert deren Herstellung.
Abgeschrägte Panele und/oder ganze abgeschrägte Giebelbereiche bieten zudem den Vorteil
vergrößerter Displayflächen und maximieren beispielsweise den zur Verfügung stehenden
Platz für aufzubringende Ausgießer.
[0026] Weitere Arten der erfindungsgemäßen Ausführungen sehen vor, dass das Packungsgiebelpanel
eine konzentrische Schwächung des Packungslaminats aufweist und ggf. ein Ausgießelement
angebracht ist. Ausgießelemente oder eine Sollstechstelle für Strohhalme benötigen
in der Regel eine lokale - vorteilhafterweise im Zentrum des Packungspanels - in das
Packungslaminat eingebrachte Schwächung.
[0027] Nach einer weiteren zweckmäßigen Ausführungsform sind zwei Ergänzungspanele zwischen
Quersiegelnaht und Ellipse ausgebildet. Werden die Übergänge zwischen gerader Siegelnaht
und Ellipsenrundungen durch entsprechende Panele überbrückt, können sich diese wölben
und Spannungen im Material reduzieren und helfen, ein formstabiles Packungsgiebelpanel
zu gewährleisten.
[0028] Eine weitere Ausbildung der Verbundverpackung sieht vor, dass die Vorderkante seitlich
zwei hochragende lokale Spitzen bilden. Solche entstehen beispielsweise dann, wenn
vorne keine Ergänzungspanele zwischen Giebelpanel und Packungsvorderseite vorgesehen
sind. Solche Spitzen verleihen der Packung allgemein und dem Packungsgiebel im Besonderen
eine gute Festigkeit, insbesondere auch dann wenn die Packungsvorderseite eine gewölbte
Fläche ohne definierte vordere Packungskante am Packungsgrundkörper bildet.
[0029] Die Erfindung ist nachfolgend anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Zeichnungen
näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Verbundpackung mit Ausgießelement in perspektivischer Ansicht
von vorn oben,
- Fig. 2
- die Verbundpackung aus Fig. 1 mit ausgeblendetem Ausgießelement in selbiger Ansicht,
- Fig. 3
- die Verbundpackung aus Fig. 1 mit ausgeblendetem Ausgießelement in der Draufsicht
auf das Packungsgiebelpanel,
- Fig. 4
- das für die Verbundpackung aus Fig. 1 verwendete Packungsmaterial im Querschnitt,
- Fig. 5
- das Packungslaminat im Intervall einer Packung zur Herstellung einer in Fig. 1 gezeigten
Verbundpackung in Draufsicht,
- Fig. 6a
- die Vorderseite des Packungsmantelrohlings zur Herstellung einer in Fig. 1 gezeigten
Verbundpackung in perspektivischer Ansicht und
- Fig. 6b
- die Rückseite des Packungsmantelrohlings aus Fig. 7a.
[0030] Die in Figur 1 dargestellte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbundpackung
P ist durch einen Packungsgrundkörper 1, einen ihn verschließenden Packungsboden 2
und einen den Kopfteil der Packung bildenden Packungsgiebel 3 gebildet. Alle drei
Teile sind durch umformende Falzvorgänge aus ein und demselben Packungsmaterial geformt.
So ist der Packungsboden 2 einer Verpackungsmaschine auf einem Falzdorn über Packungsfalzlinien
8 geformt und mittels Ultraschall verschlossen (alternativ sind beispielsweise Heißluft,
Kleben, etc. denkbar). Das bodenverschlossene Verpackungshalbzeug wird dann über den
offenen Kopfbereich mit einem gewünschten Packgut befüllt und sodann über weitere
Packungsfalzlinien 8 ein zum Packungsgrundkörper 1 nach vorne abgeschrägter Packungsgiebel
3 ausgebildet, der mittels einer ultraschallgeschweißten Quersiegelnaht 12 die Packung
verschließt. Die bei der Ausformung des Packungsgiebels 3 entstehenden überschüssigen
Packungsmaterialabschnitte bilden Packungsohren 13, die über Falzungen an den Packungsgrundkörper
1 umgelegt und an dessen die Seitenwand befestigt sind. Durch die Falz- und Formvorgänge
entstehen an der Verbundpackung P verschiedene definierte Packungskanten 5. In gezeigter
Ausführung ist am Packungsgiebel 3 ein Ausgießelement 15 angebracht, aus dem das Produkt
ausgegossen werden kann.
[0031] Der Darstellung der Figur 2 ist das Ausgießelement ausgeblendet, so dass eine lokale
Schwächung 14 des Packungsmaterials (vgl. Erläuterungen weiter unten) und das Packungsgiebelpanel
4 gut sichtbar sind. Gut zu erkennen ist, dass das Packungsgiebelpanel 4 gegenüber
dem ohnehin schon abgeschrägten Packungsgiebel 3 zusätzlich abgeschrägt ist. Der vordere
Abschnitt des Packungsgiebelpanels 4 bildet eine teilweise gekrümmte Vorderkante 6,
die durch ihre Falzung eine spezielle Packungskante 5 zum Packungsgrundkörper 1 definiert.
Diese Vorderkante 6 läuft seitlich in lokale Spitzen 31, 32 über, die die vorderen
Packungsgiebelecken bilden und die Vorderkante 6 stets überragen. Diese bilden sich
durch das zusätzliche Abschrägen des Packungsgiebelpanels 4.
[0032] Figur 3 zeigt das Packungsgiebelpanel 4 in senkrechter Draufsicht. Die Kontur beschreibt
die Form einer Superellipse 43. Es sind zwei zueinander erste parallele Abschnitte
44 ausgebildet, wobei der vordere zugleich einen Teil der Vorderkante 6 des Packungsgiebels
3 zum vorderen Packungsgrundkörper 1 bildet und der hintere die Fußbereichsfalzung
der Quersiegelnaht 12. Ferner fallen zwei weitere parallele Abschnitte 44' des Packungsgiebelpanels
4 abschnittsweise mit den seitlichen Packungsgiebel-Packungskanten 5 zusammen. Zwischen
den ersten parallelen Abschnitten 44 erstreckt sich eine Ebene 45 (strichliniert angedeutet),
die zentrisch die Schwächung 14 des Packungsmaterials aufnimmt und peripher die Applikationsfläche
für das in Figur 1 gezeigte Ausgießelement 15 bietet.
[0033] In Figur 4 ist der geschichtete Aufbau des Packungsmaterials mit einer Kartonträgerschicht
16 dargestellt, die beidseitig mit einer Polymerschicht 17 laminiert ist. Die Schwächung
14 ist im gezeigten und insofern bevorzugten Ausführungsbeispiel als überbeschichtetes
Loch ausgeführt. Dabei wird der Kartonträgerschicht 16 vor dem Laminierungsprozess
ein Loch ausgestanzt, so dass beim fertigen Packungsmaterial die lokale Schwächung
14 nur durch die Polymerschichten 17 gebildet ist.
[0034] Figur 5 zeigt ein Intervall des mit Rillungen 7 versehenen Packungsmaterials als
verwendungsfertiges Packungslaminat L zur Ausbildung einer Verbundpackung P. Die Rillungen
7 definieren die späteren Falt- und Falzlinien 8 für den Transport und die Packungsherstellung
vor, wovon einige die späteren Packungskanten 5 bilden. Das Packungslaminat L ist
ferner mit einem - nicht dargestellten - Dekor bedruckt und liegt zunächst als Endlosmaterial
(Rollenware) vor.
[0035] In Figur 6a und Figur 6b ist die Ober- und Unterseite der auf das Intervall einer
zu schaffenden Verbundpackung P zugeschnittene und über die Längsnaht 18 zu einem
Rohr verbundene Packungsmantelrohling M zu sehen. Dieser ist über seitliche Faltlinien
für einen platzökonomischen Versand (etwa in einer Kartonage) flachgelegt. Der Packungsmantelrohling
M wird schließlich einer (hier im Mantelverfahren arbeitenden) Verpackungsmaschine
zugeführt, der die Verbundpackung P ausformt, befüllt und verschließt.
1. Verbundpackung (P), insbesondere eine Getränkekartonverpackung für flüssige Lebensmittel,
die wenigstens teilweise aus einem Packungslaminat (L) besteht, mit einem Packungsgrundkörper
(1), einem Packungsboden (2) und einem Packungsgiebel (3), wobei der Packungsgiebel
(3) aus wenigstens einem Packungsgiebelpanel (4) besteht, wobei das Packungsgiebelpanel
(4) durch eine wenigstens teilweise gekrümmte und gefalzte Vorderkante (6) begrenzt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Packungsgiebelpanel (4) im Wesentlichen die Form einer Ellipse aufweist.
2. Verbundpackung (P) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Packungsgiebelpanel (4) im Wesentlichen die Form eines Kreises aufweist.
3. Verbundpackung (P) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Packungsgiebelpanel (4) im Wesentlichen die Form einer Superellipse (43) aufweist.
4. Verbundpackung (P) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das superellipsoide Packungsgiebelpanel (4) wenigstens zwei zueinander parallele
Abschnitte (44) aufweist.
5. Verbundpackung (P) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Packungspanel (3) wenigstens zwischen den parallelen Abschnitten eine Ebene (45)
bildet.
6. Verbundpackung (P) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Packungsgiebel (3) eine Quersiegelnaht (12) aufweist.
7. Verbundpackung (P) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass parallele Abschnitte (44) der Superellipse (43) durch Abschnitte der Vorderkante
(6) und der Quersiegelnaht (12) gebildet sind.
8. Verbundpackung (P) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Packungsgiebelpanel (4) gegenüber dem Packungsgrundkörper (1) abgeschrägt ist.
9. Verbundpackung (P) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der ganze Packungsgiebel (4) gegenüber dem Packungsgrundkörper (1) abgeschrägt ist.
10. Verbundpackung (P) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Packungsgiebelpanel (4) eine konzentrische Schwächung (14) des Packungslaminats
(L) aufweist.
11. Verbundpackung (P) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an das Packungsgiebelpanel (4) ein Ausgießelement (15) angebracht ist.
12. Verbundpackung (P) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Ergänzungspanele (46) zwischen Quersiegelnaht (12) und Ellipse (41) ausgebildet
sind.
13. Verbundpackung (P) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderkante (6) seitlich zwei hochragende lokale Spitzen (31, 32) bilden.
14. Packungslaminat (L) mit wenigstens einer Kartonträgerschicht (16) und einer Polymerschicht
(17), mit einer Mehrzahl von in das Material eingearbeiteten Rillungen (7), um Packungsfalzlinien
(8) zur Ausbildung von Packungskanten (5) vorzudefinieren, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbundverpackung (P) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 herstellbar ist.
15. Packungsmantelrohling (M) bestehend aus einem Packungslaminat (L) mit wenigstens einer
Kartonträgerschicht (16) und einer Polymerschicht (17), mit einer Mehrzahl von in
das Material eingearbeiteten Rillungen (7), um Packungsfalzlinien (8) zur Ausbildung
von Packungskanten (5) vorzudefinieren, wobei das Packungslaminat (L) auf das Intervall
einer Verbundpackung (P) zugeschnitten und durch eine Längssiegelnaht (18) zu einem
Rohr verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbundpackung (P) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 herstellbar ist.