[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren zur Verbrennung von festen, flüssigen oder gasförmigen
Brennstoffen, insbesondere Kohlenstaub, ein Brenner und eine Feuerungsanlage zur Durchführung
des Verfahrens.
Technischer Hintergrund der Erfindung
[0002] Braunkohle liefert einen bedeutenden Beitrag zur Stromerzeugung. Braunkohle enthält
üblicherweise einen hohen Wassergehalt, der während der Zerkleinerung in der Mühle
durch Mischung mit heißem, aus dem Feuerraum abgesaugtem Rauchgas verdampft wird.
Daraus ergibt sich am ein Partikel-Traggas-Gemisch, das einen hohen Anteil an Wasserdampf
enthält und die Zündeigenschaften am Brennstoffaustritt beeinträchtigt. Aufgrund der
großen Transportgas-Volumenströme in Verbindung mit den aus dem geringeren Heizwert
resultierenden größeren Braunkohlemassenströmen, ergeben sich zur Einhaltung vorgegebener
Geschwindigkeiten des Traggas-Partikel-Gemischs große Querschnitte für die Brenner.
Braunkohlenstaubbrenner werden meist als Strahlbrenner (auch Register- oder Schlitzbrenner
genannt) mit rechteckigen Querschnitten eingesetzt. Typischerweise werden in den Mittelebenen
aber auch ober- und unterhalb des Staubaustritts Luftdüsen zur Zuführung von Unterluft,
Mittelluft und Oberluft vorgesehen. Der Brenner teilt sich in zwei Finger, die wiederum
jeweils von einer Kernluft horizontal getrennt werden. Unterhalb des unteren Fingers
befindet sich die Unterluftzugabe, zwischen beiden Fingern die Zwischen- oder Mittelluft
und oberhalb des oberen Brennerfingers die Oberluft.
[0003] Die
DE 37 31 271 C2 beschreibt einen Braunkohle-Strahlbrenner, der zwischen Unter-, Mittel- und Oberluftöffnung
und dem zugeordneten Staub-Traggas-Gemisch-Querschnitt jeweils durch einen weiteren
Querschnitt Rauchgas zugibt, um die Luft vom Brennstoff zu trennen. Definiertes Ziel
war hiermit eine verzögerte Zündung zu erreichen, um Verbrennungsspitzentemperauren
zu vermeiden und dadurch die Verschlackungsneigung des Feuerraums durch Braunkohlenasche
zu reduzieren.
[0004] In Abhängigkeit des aus der verdampften Braunkohlefeuchte resultierenden Wasserdampfgehalts
im Traggas, kann eine Trennung des Partikel-Traggas-Gemischs in einen mit Partikeln
angereicherten und einen abgereicherten Anteil mittels sogenannter Brüdentrennung
sinnvoll sein. Eine Vorrichtung dazu offenbart beispielsweise die
DE-OS 29 33 528 A1, wobei ein Drallkörper in der Staubleitung von der Mühle zu den Brennern dafür sorgt,
das eine brennstoffreiche und eine brennstoffarme (Brüden) Teilströmung entsteht,
die dann individuellen Brennern zugeführt wird. Nach dieser Art der "Brüdentrennung"
werden die Teilströme zu Strahlbrennern geführt, wobei der mit Brennstoff angereicherte
Teilstrom zu zwei Brennern (Hauptbrenner) im unteren Feuerraumbereich und der brennstoffarme
Brüdenstrom zu einem separaten Brenner oberhalb der Hauptbrenner geführt wird.
[0005] Die Integration des Brüdenstaubstroms in einen Braunkohle-Strahlbrenner mittels separater
Düsen offenbart die
DE PS 37 31 271 C2. Hier wird ebenfalls eine Brüdentrennung vollzogen, um die Hauptbrenner mit einem
mit Brennstoff angereicherten Strom zu versorgen. Der abgetrennte Brüdenstrom wird
jedoch nicht über einen separaten Brüdenbrenner in den Feuerraum eingeblasen, sondern
in einem Filter entstaubt und "über Dach", also nicht in den Kessel zurück, freigesetzt.
Der im Filter abgeschiedene Staubstrom wird separat durch den Braunkohle-Strahlbrenner
über eine eigene Düse mit in den Feuerraum gegeben.
[0006] Ein weiterer Ansatz, um die bisherigen Nachteile der Strahlbrenner zu umgehen war
die Konstruktion eines Rundbrenners für Braunkohlenstaub, wie z.B. in der
EP 0 670 454 B1 dargelegt. Hierbei erfolgt innerhalb der konzentrischen Ringspalte des RundBrenners
selbst eine Brüden-Trennung indem durch Drallschaufeln eine partikelreiche und eine
partikelarme Schicht innerhalb des Staubringspalts erzeugt wird. Die Zufuhr von Verbrennungsluft
erfolgt über außen liegende, ebenfalls konzentrische Ringspalten um den Staub-Traggas-Ringquerschnitt
herum.
[0007] Für die Anordnung der Brenner am Feuerraum kommt im Falle der Braunkohleverbrennung
fast ausschließlich das Prinzip der Tangentialfeuerung zum Einsatz. Tangentialfeuerung
bedeutet, dass die Brenner von der Wand oder aus den Ecken tangential auf einen gedachten
Kreis feuern, den sogenannten Brennkreis oder Feuerkreis. Das Zusammenspiel aller
Brenner bewirkt eine rotierende Strömung im Feuerraum und somit im Wesentlichen eine
verbesserte Vermischung, Homogenisierung des Temperaturfeldes und Erhöhung der Verweilzeit.
Derartige Tangential-Feuerungen sind beispielsweise in der
DE-OS 35 31 571 als Wandfeuerung oder in der
DE-PS 195 14 302 C2 als Eckenfeuerung beschrieben. In der
DE-PS 195 14 302 C2 wird die bezogen auf den Feuerkreis radiale Stufung der Luft mittels abgewinkelter
Luftdüsen beschrieben.
[0008] Im Falle der Braunkohlefeuerung werden aufgrund der hohen Brennstoffmassenströme
meist 6 bis 8 Mühlen eingesetzt, die jeweils eine Brennergruppe versorgen. Daher ist
die Eckenfeuerung weniger geeignet, stattdessen werden auf den Wänden die 6 bis 8
Brennergruppen angeordnet, wozu die
DE-OS 35 31 571 ein entsprechendes Verfahren beschreibt.
[0009] DE890254C beschreibt ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0010] Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe zur Dampferzeugung entstehen Stickstoffoxide
(NO
x). Die gesetzlichen Bestimmungen zur Reinhaltung der Luft lassen eine NO
x-Emission nur in immer engeren Grenzen zu. Daher müssen entsprechend den gesetzlichen
Vorgaben Maßnahmen zur Steuerung des Verbrennungsprozesses etabliert werden, so dass
nur wenig NO
x entsteht und in die Atmosphäre gelangt.
[0011] Die Bildung von NO
x unterliegt komplexen Reaktionsmechanismen, wobei die wichtigsten NO
x-Quellen die Oxidation des Stickstoffs der Verbrennungsluft (thermisches NO
x) und die Oxidation des Brennstoffstickstoffs (Brennstoff-NO
x) sind.
[0012] Thermisches NO
x entsteht im Wesentlichen bei Temperaturen, die größer sind als etwa 1200°C bis 1500°C,
weil erst bei diesen Temperaturen der in der Luft vorhandene molekulare Sauerstoff
merklich in atomaren Sauerstoff (thermische Oxidation) übergeht und sich mit dem Stickstoff
der Luft verbindet. Die Bildungsrate des thermischen NO
x hängt exponentiell von der Temperatur ab und ist proportional zur Sauerstoffkonzentration.
[0013] Die im Brennstoff enthaltenen primären Stickstoffverbindungen zerfallen zunächst
in sekundäre Stickstoffverbindungen (einfache Amine und Cyanide), die im Verlauf der
Verbrennung konkurrierend entweder zu NO
x oder zu N
2 umgewandelt werden. Bei Sauerstoffmangel wird die Bildung von N
2 bevorzugt bzw. die NO
x-Bildung unterdrückt oder sogar rückgängig gemacht. Die Bildung von Brennstoff NO
x ist nur wenig temperaturabhängig und läuft auch bei niedrigen Temperaturen ab.
[0014] Die Maßnahmen zur Reduzierung der NO
x-Emission richten sich auf eine Senkung der Verbrennungstemperatur und das Erzeugen
eines Sauerstoffmangels bei der Verbrennung.
[0015] Bei Brennern mit geringer NO
x-Emission wurden z.B. die stufenweise Zuführung der Verbrennungsluft und die Rauchgasrückführung
verwirklicht.
[0016] Bei solchen Stufenbrennern wird die gesamte Verbrennungsluft in Primärluft und Stufenluft
aufgeteilt. Ein Teil des rezirkulierten Rauchgases wird mit der Primärluft durch den
Brennerkern aufgegeben, der andere mit kalter Frischluft als Stufenluft zugeführt.
[0017] Ein wesentliches Merkmal bei Feuerungsanlagen mit mehreren übereinanderliegenden
Brennerebenen ist, dass der Temperaturverlauf des Rauchgases entlang der Längsachse
des Feuerraumes ein Maximum aufweist. Im Bereich um das Temperaturmaximum, im sogenannten
Hochtemperaturbereich, setzt eine verstärkte Bildung von thermischem NO
x ein.
[0018] Eine weitere Reduzierung der NO
x-Emission kann daher durch gezielte Beeinflussung des Verbrennungsprozesses im Feuerraum,
z.B. durch eine zusätzliche Luft- oder Brennstoffstufung, erreicht werden.
[0019] Bei der Luftstufung im Feuerraum erhalten die Brenner nur einen Teil der zur vollständigen
Verbrennung notwendigen Luftmenge. Die restliche Luft wird z.B. bei dem sogenannten
OFA-Verfahren (Over-Fire-Air) oberhalb der Brenner in den Feuerraum eingeblasen.
[0020] Zur stickoxidarmen Verbrennung von Kohlenstaub in einer Brennkammer ist bekannt das
Oxidationsmittel, meistens in Form von Luft, gestuft zuzuführen.
[0021] Der Brennstoff, z.B. Braunkohlenstaub, wird mit der Sekundärluft in die Brennkammer,
z.B. mittels in der Brennkammerwand eingebauten Strahlbrennern, dabei so eingebracht,
dass vorerst nur eine unterstöchiometrische Verbrennung stattfinden kann. Dadurch
wird erreicht, dass möglichst wenig NO
x entsteht bzw. in einer anschließenden Reduktionszone reduziert wird. Zur völligen
Umsetzung des Brennstoffes erfolgt eine weitere Zugabe von Luft (Ausbrandluft) oberhalb
der Strahlbrenner in einer so genannten Luftstufung. Durch eine überstöchiometrische
Zugabe der Luft wird hierbei eine Reduzierung des bei der unterstöchiometrischen Verbrennung
entstandenen CO erreicht.
[0022] Die
DE 35 31 571 A1 offenbart ein Verfahren zum Verfeuern von Brennstoffen unter Reduzierung der Stickoxidbelastung
sowie eine Feuerung zur Durchführung des Verfahrens. Dabei wird insbesondere Kohlenstaub
über Hauptbrenner tangential in einen rechteckigen bzw. quadratischen Feuerraum eingeführt
und zusätzlich Reduktionsbrennstoff über Reduktionsbrenner zur Reduktion der bei der
Verbrennung des Hauptbrennstoffs entstehenden Stickoxide ebenfalls in den Feuerraum
eingeführt und unterstöchiometrisch verbrannt. Weiterhin wird zur Umsetzung des Hauptbrennstoffes
oberhalb der Zufuhr von Haupt- und Reduktionsbrennstoff Ausbrandluft zugeführt. Die
Zuführung aller Reaktionspartner geschieht dabei derart, dass eine schraubenförmige
aufsteigende Strömung im Feuerraum aufgebaut wird. Es bilden sich durch die gestufte
Zuführung des Reduktionsbrennstoffes eine Verbrennungszone im Bereich der Hauptbrenner
mit einer unterstöchiometrischen Verbrennung sowie eine Ausbrandzone oberhalb der
Zuführung der Ausbrandluft aus. Problematisch war in diesem Zusammenhang die bis dahin
ungenügende Reduzierung des gebildeten NO
x aufgrund der schraubenförmig aufsteigenden gasförmigen und festen Stoffe und eine
mangelhafte Durchmischung zwischen Rauchgasen aus der primären Verbrennungszone sowie
dem Reduktionsbrennstoff.
[0023] Um dem Problem zu begegnen, sind die Reduktionsbrenner nahe dem ihm zugeordneten
Hauptbrenner mindestens mit einem seitlichen Abstand angeordnet und so ausgerichtet,
dass bei Betrieb der Tangentialfeuerung der über den Reduktionsbrenner eingedüste
Reduktionsbrennstoff an einer vorgegebenen Stelle in die dem Hauptbrenner zuzuordnende
Primärflamme eingemischt wird.
[0024] Durch die mittels Reaktionsbrenner zusätzlich im Bereich der Hauptbrenner eingebrachten
Brennstoff erfolgt eine weitere Reduzierung des Sauerstoffgehalts, d.h. der infolge
der unterstöchiometrischen Fahrweise im unmittelbaren Brennerbereich vorhandene Sauerstoffmangel
zur Erreichung einer NO
x-armen Verbrennung wird weiter durch die zusätzlichen Reduktionsbrenner verstärkt,
womit eine Korrosionsgefahr der Brennkammerwände weiterhin bestand.
[0025] In der
EP 1 731 832 wird eine Weiterentwicklung vorgeschlagen, wobei der Brenner aus einem oder mehreren
Hauptbrennern besteht und Brennstoffdüsen durch Unterluftdüsen, Zwischenluftdüsen
und Oberluftdüsen horizontal begrenzt werden, wobei beidseitig jeder Brennstoffdüse
zusätzliche Seitenluftdüsen ohne seitlichen Abstand zu den Brennstoffdüsen angeordnet
sind. Bei dieser Konstruktion können die zusätzlichen Seitenluftdüsen die gleiche
vertikale Erstreckung wie die Brennstoffdüsen aufweisen oder sich über die gesamte
vertikale Länge des Hauptbrenners erstrecken. Mit dieser Anordnung wurde erreicht,
dass der Brennstoffstrahl eine seitliche Fixierung erfährt, d.h. es wurde Sauerstoff
unmittelbar seitlich der Brennstoffdüse, also in den Bereichen, welche zu Rezirkulationsströmungen
neigen, zur Verfügung gestellt. Damit wurde der bis dahin dort unmittelbar herrschende
Sauerstoffmangel beseitigt sowie die Berührung von unverbrannten Gasen mit der Wand
der Brennkammer vermieden.
[0026] Im Dokument
EP 1 731 832 wird weiterhin eine Tangentialfeuerung beschrieben. Dabei sind die Achsen der Hauptbrenner
auf einen Kreis der Brennkammerlängsachse gerichtet. Der Hauptbrenner besteht aus
drei rechteckigen Brennstoffdüsen, die unten durch die Unterluftdüse und oben durch
die Oberluftdüse begrenzt sind. Zwischen den einzelnen Brennstoffdüsen sind Zwischenluftdüsen
angeordnet. Die Unterluftdüsen, die Oberluftdüsen und die Zwischenluftdüsen sind über
die gesamte Breite der Brennstoffdüse angeordnet. Über die Brennstoffdüsen wird das
Kohlenstaub-Rauchgas-Gemisch in die Brennkammer eingetragen. Die Brennstoffdüsen weisen
Mittenkernluftrohre bzw. -düsen in kreuzförmiger Anordnung auf. Über die Oberluftdüse,
die Zwischenluftdüse und die Unterluftdüse wird der Brennkammer so viel Sekundärluft
zugeführt, dass mit dem eingedüsten Kohlenstaub eine unterstöchiometrische Verbrennung
stattfinden kann. Eine weitere Luftzugabe für den kompletten Ausbrand erfolgt oberhalb
der oberen Hauptbrenner über die Ausbrandluftdüsen.
[0027] Weitere Abwandlungen der Kohlenstaubbrenner für rohbraunkohlegefeuerte Dampferzeuger
werden hauptsächlich als Registerbrenner bzw. als Schlitzbrenner ausgeführt. Die Geometrie
des Brenners hängt im Wesentlichen von den eingesetzten Luft- und Kohlenstaubmassenströmen
ab. Der Anmelder verwendet im Stand der Technik drei Grundvarianten, wovon eine in
Figur 1 gezeigt wird. Die gezeigte Variante ist mit zwei Brennerfingern ausgestattet,
wobei jeder Brennerfinger horizontale Mittenkernluftrohre bzw. -düsen aufweist. Weiterhin
sind bei dieser Bauweise die Brennerfinger durch Unterluftschlitz, Zwischenluftschlitz
und Oberluftschlitz horizontal begrenzt. Die Mittenkernluftrohre teilen den Brennerfinger
in zwei Brennerhalbfinger und sorgen neben der Teilnahme am Verbrennungsprozess auch
für die Kühlung der Staubfinger wenn der Brenner außer Betrieb ist. Bei diesem Brennerkonzept
wird der Hauptsekundärluftstrom ober-, zwischen und unterhalb des Brennstoffstrahles
eingeblasen. Das kennzeichnende oder besondere Merkmal bei diesem herkömmlichen Brenner
ist die horizontale Schichtung zwischen Kohlenstaubstrom und dem Hauptsekundärluftstrom.
Durch diese Luftstufung erfolgt einerseits am Gesamtbrennstrahl eine Rezirkulation
von heißem Rauchgas, die für eine sichere Zündung erforderlich ist. Andererseits werden
durch diese Luftstufung die primären Schadstoffemissionen, insbesondere die Stickoxid-Bildung,
aufgrund der Absenkung des O
2-Angebotes durch eine niedrige Luftzahl (Luft-/Brennstoff-Verhältnis) im Brennergürtelbereich
reduziert. Wegen der horizontalen Schichtung von Verbrennungsluft und Kohlenstaub
wird eine langsame Mischung der beiden Komponenten erreicht.
Aufgabe der Erfindung
[0028] Die Probleme der Brenner des Standes der Technik stellen weiterhin die primäre NO
x-Bildung, die Wandkorrosion und Verschlackung dar.
[0029] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher die primäre NO
x-Bildung und die Wandkorrosion und Verschlackung im Brennergürtelbereich weiter zu
verringern.
[0030] Die technische Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Verbrennung von festen,
flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen, insbesondere Kohlenstaub, bei dem der Brennstoffstrom
über einen oder mehrere Hauptbrenner in einen Feuerraum eingeführt und verbrannt wird,
wobei der Brennstoffstrom des jeweiligen Hauptbrenners über einen Brennstoffschlitz
oder über mehrere in einer Vertikalebene angeordnete Brennstoffschlitze in den Feuerraum
eingeführt wird,
wobei zusätzliche Brennerluft (Sekundärluft) über Luftschlitze oder Luftdüsen in den
Feuerraum eingeführt wird;
wobei ein Teil der zusätzlichen Brennerluft mittels horizontal verlaufender Reihen
von Luftschlitzen oder Luftdüsen in den Feuerraum eingeführt wird, wobei der Brennstoffstrom
von der durch diese Luftschlitze oder Luftdüsen eingeführten Brennerluft oberhalb
und unterhalb begrenzt wird; wobei optional weitere Brennerluft mittels einer oder
mehrerer horizontal verlaufender Reihen von Luftschlitzen oder Luftdüsen in den Feuerraum
eingeführt wird, wobei der Brennstoffstrom horizontal durch diese Brennerluft unterteilt
wird;
gemäß der Erfindung wird der andere Teil der Brennerluft über einseitig angeordnete
Luftschlitze oder Luftdüsen, welche sich mindestens über die gesamte vertikale Erstreckung
aller Brennstoffschlitze des Hauptbrenners erstrecken, in den Feuerraum eingeführt,
wobei diese seitlich eingeführte Brennerluft den Brennstoffstrom des jeweiligen Hauptbrenners,
an einer Seite vertikal begrenzt und einen Seitenluftstrom ausbildet;
dabei wird mindestens 20% der über einen Hauptbrenner eingeführten Brennerluft über
die seitlichen Luftschlitze oder Luftdüsen des Hauptbrenners in den Feuerraum eingeführt,
so dass eine vertikale Schichtung zwischen Brennstoffstrom und Brennerluftstrom erzeugt
wird; und
die Konzentration des Brennstoffstroms innerhalb des Brennstoffstroms nimmt von der
Seite des Seitenluftstroms zur gegenüberliegenden Seite hin zu, wobei eine radiale
Brennstoffstufung erzeugt wird.
Der Begriff "Schichtung" bedeutet, dass mindestens zwei benachbarte Schichten von
Massenströmen erzeugt werden, beispielsweise bei der horizontalen Schichtung die abwechselnden
Schichten Brennerluftstom (die z.B. über die Oberluftdüsen, Unterluftdüsen, Zwischenluftdüsen
und Mittenkernluftdüsen eingedüst werden) und Brennstoffstrom, d.h. eine Linie entlang
der Vertikalen passiert verschiedene Schichten. Bei der vertikalen Schichtung liegen
abwechselnde Schichten von Brennstoffstrom und Seitenluftstrom vor, d.h. eine Linie
entlang der Horizontalen passiert verschiedene Schichten.
Der Begriff "Stufung" bedeutet, dass innerhalb eines Massenstroms, d.h. innerhalb
einer Schicht des Brennstoffstroms oder eines Luftstroms, eine unterschiedliche Dichte
der Teilchen vorliegt. Bei einer horizontalen Stufung, bzw. bei einer "radialen Stufung"
bezogen auf den in einer horizontalen Ebene liegenden gedachten Feuerkreis, verändert
sich die Konzentration bzw. Dichte der Teilchen des jeweiligen Stroms entlang einer
horizontalen Linie. Man könnte daher auch von einem horizontal verlaufenden Gradienten
sprechen.
[0031] Das Einführung des Hauptsekundärluftstroms in den Feuerraum über "einseitig" angeordnete
Luftschlitze oder Luftdüsen, welche sich mindestens über die gesamte vertikale Erstreckung
aller Brennstoffschlitze des Hauptbrenners erstrecken, ist gemäß der Erfindung so
zu verstehen, dass solche Seitenluftschlitze- bzw. düsen lediglich an einer Seite
des Brenners angeordnet sind, und nicht an beiden Seiten.
[0032] Weiterhin ist die Erstreckung der einseitig angeordneten Luftschlitze oder Luftdüsen,
über die gesamte vertikale Erstreckung aller Brennstoffschlitze des Hauptbrenners
gemäß der Erfindung so zu verstehen, dass die Seitenluftschlitze- bzw. düsen mindestens
über die vertikale Strecke von der Unterkante des untersten Brennstoffschlitzes bis
zur Oberkante des obersten Brennstoffschlitzes des jeweiligen Hauptbrenners angeordnet
sind, und ggf. weitere nach unten und/oder oben angeordnet werden können.
[0033] Als "Brennerluft" oder "Sekundärluft" wird die Luft bezeichnet, die mittels separater
Luftschlitze oder Luftdüsen unmittelbar benachbart zu den Brennstoffschlitzen oder
Brennstoffdüsen in den Feuerraum eingeführt wird. Falls Luft als Trägermedium oder
ein Teil davon für den Brennstoff verwendet wird, und somit über die Brennstoffschlitze
oder Brennstoffdüsen eingeführt wird, wird diese als Primärluft bezeichnet.
[0034] Die zusätzliche Brennerluft wird über horizontal verlaufende Reihen von Luftschlitzen
oder Luftdüsen in den Feuerraum eingeführt. Diese sind mindestens oberhalb des obersten
Brennstoffschlitzes und unterhalb des unteren Brennstoffschlitzes angeordnet. So wird
der Brennstoffstrom von der durch diese horizontal verlaufenden Reihen von Luftschlitzen
oder Luftdüsen eingeführten Brennerluft oberhalb und unterhalb begrenzt.
[0035] In einem bevorzugten Verfahren strömen mindestens 30%, vorzugsweise mindestens 40%,
mindestens 50%, mindestens 60%, mindestens 70%, mindestens 80%, mindestens 85%, mindestens
90%, mindestens 95% des über den Hauptbrenner eingeführten Luftstroms über die seitlichen
Luftschlitze oder Luftdüsen des Hauptbrenners in den Feuerraum.
[0036] Die beschriebene Anordnung von Luft- und Brennstoffschlitzen bzw. -düsen dient der
NO
x-armen Verbrennung. Über die Brennstoffschlitze wird vorzugsweise Kohlenstaub bzw.
bevorzugt ein Kohlenstaub-Rauchgas-Gemisch, insbesondere ein Braunkohlenstaub-Rauchgas-Gemisch
in den Feuerraum eingeführt. Über die Seitenluftschlitze bzw. -düsen, und die horizontal
verlaufenden Reihen von Luftschlitzen bzw. Luftdüsen (wie etwa Oberluftdüsen, Unterluftdüsen,
Zwischenluftdüsen und Mittenkernluftdüsen), wird soviel Luft zugeführt, dass mit dem
eingedüsten Brennstoff eine unterstöchiometrische Verbrennung stattfinden kann (λ
= 0,8 - 0,99).
[0037] In einem weiteren bevorzugten Verfahren wird der Brennerluftstrom über seitliche
Luftschlitze oder Luftdüsen in den Feuerraum eingeführt, wobei der Abstand zwischen
dem Mittelpunkt des Luftschlitzes bzw. der Luftdüse zur benachbarten Kante des Brennstoffschlitzes
höchstens ½ der horizontalen Abmessung des Brennstoffschlitzes ist.
[0038] In dem Verfahren wird im Feuerraum eine schraubenförmige, aufsteigende Strömung aufgebaut,
wobei in bevorzugter Weise der über die seitlichen Luftschlitze oder Luftdüsen in
den Feuerraum eingeführte Brennerluftstrom bezogen auf den Drehsinn der schraubenförmigen
Strömung voreilend zum Brennstoffstrom eingeführt wird.
[0039] In einem weiteren bevorzugten Verfahren wird die vertikale Schichtung zwischen Brennstoffstrom
und Brennerluftstrom derart aufgebaut, dass die Schicht des Brennerluftstroms zwischen
der Wand des Feuerraums und dem Brennstoffstrom, und der Brennstoffstrom zwischen
dem Brennerluftstrom und der zentralen Längsachse des Feuerraums verläuft.
[0040] Insbesondere ist ein Verfahren bevorzugt, bei dem das Verhältnis der vertikalen Ausdehnung
zur horizontalen Ausdehnung der Schicht des Brennstoffstroms eines Hauptbrenners am
Austritt in den Feuerraum mindestens 1,0:1, bevorzugt mindestens 1,5:1, weiter bevorzugt
mindestens 2,0:1, noch weiter bevorzugt mindestens 2,5:1, weiter bevorzugt mindestens
3,0:1, noch weiter bevorzugt mindestens 3,5:1 und besonders bevorzugt mindestens 4,0:1
beträgt. Diese Maßnahmen fördern die Ausbildung einer vertikalen Schichtung.
[0041] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung wird weitere Brennerluft mittels einer oder mehrerer horizontaler Reihen
von Luftschlitzen oder Luftdüsen in den Feuerraum eingeführt, wodurch der Brennstoffstrom
horizontal durch diese Brennerluft unterteilt wird.
Radiale Luftstufung
[0042] In einem bevorzugten Verfahren nimmt die Menge der über die eine oder die mehreren
horizontal verlaufenden Reihen von Luftschlitzen bzw. Luftdüsen in den Feuerraum eingeführten
Brennerluft in Richtung Seitenluftschlitze bzw. Seitenluftdüsen zu. Hierbei wird eine
radiale Luftstufung erzeugt. Bei dieser Verfahrensführung erfolgt die Luftstufung
am Brenner vom Feuerraum aus gesehen in radialer Richtung. Dies bedeutet, dass die
Seitenluft so eingedüst wird, dass sie einen bezogen auf den Feuerkreis außen liegenden
Schleier bildet. An den Brennerluftdüsen wird die eingedüste Luftmenge in Rotationsrichtung
der Feuerraumströmung (also nach außen hin) erhöht. Vom Brenner aus gesehen handelt
es sich um eine horizontale Luftstufung, weil entlang der Horizontalen die Menge der
eingedüsten Luft entlang der horizontal verlaufenden Reihe(n) von Luftschlitzen bzw.
Luftdüsen gesteigert wird, nämlich in Richtung der Seite des Brenners, an der die
Seitenluftdüsen angeordnet sind.
[0043] Durch die radiale/horizontale Luftstufung am Brenner erfolgt auch eine radiale Luftstufung
am Feuerkreis. Dies hat zur Folge, dass sich die Luft zeitverzögert einmischt, was
die Bildung von Primär-NO
x unterdrückt. Die radiale Luftstufung sorgt außerdem für eine überwiegend oxidierende
Atmosphäre in Wandnähe, was ein wichtiges Kriterium für die Unterdrückung von Korrosion
ist. Sauerstoff, also oxidierende Verhältnisse, an der Wand verhindern Korrosion der
Feuerraumwände.
Vertikale Luftstufung
[0044] Wie oben erwähnt, wird die Brennerluft mittels einer oder mehrerer horizontal verlaufender
Reihen von Luftschlitzen bzw. Luftdüsen in den Feuerraum eingeführt, wobei der Brennstoffstrom
oberhalb und unterhalb begrenzt wird, sowie ggf. horizontal unterteilt wird. In bevorzugter
Weise nimmt die Menge der über diese Luftschlitze bzw. Luftdüsen eingeführten Brennerluft
von oben nach unten, von unten nach oben oder von oben und unten in Richtung Mitte
des Brenners zu, d.h. es wird eine vertikale Luftstufung erzeugt. Es handelt sich
um eine vertikale Luftstufung, weil entlang der Vertikalen die Menge der eingedüsten
Luft variiert wird.
[0045] Diese vertikale Luftstufung wird bevorzugt zusammen mit der oben beschriebenen radialen
Luftstufung zum vorteilhaften Betrieb im Brenner vorgenommen. Dazu werden in Unterluft,
Oberluft und ggf. Zwischenluft jeweils unterschiedliche Luftmengen eingestellt. Zusätzlich
kann in weiter bevorzugter Weise auch die Seitenwandluft über die Höhe variiert werden.
Die exakte Einstellung hängt von den Brennstoffeigenschaften, wie etwa Mahlfeinheit,
Wassergehalt und Reaktivität, aber auch von der Feuerraumgeometrie und -strömung ab.
Eine vorteilhafte Einstellung kann bevorzugt so vorgenommen werden, dass in der Unterluft
die Luftmenge größer eingestellt wird als in der Zwischenluft und Oberluft. Der Grund
hierfür ist je nach Reaktivität der Kohle und/oder je nach Mahlfeinheit die Unterluftmenge
zu erhöhen, um unverbrannte Partikel, die in den Trichter fallen, zu reduzieren. Grundsätzlich
erlaubt der Brenner eine zweidimensionale Luftstufung (in radialer und gleichzeitig
in vertikaler Richtung) um ein optimale Anpassung an den aktuellen Brennstoff zu ermöglichen.
Radiale Brennstoffstufung
[0046] In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine radiale Brennstoffstufung vorgenommen,
das heißt die Konzentration des Brennstoffstroms nimmt entlang der Horizontalen zu,
und zwar innerhalb des Brennstoffstroms entlang der Horizontalen von der Seite, die
von dem Seitenluftstrom begrenzt wird, zur gegenüberliegenden Seite. Dabei steigt
entgegen der Rotationsrichtung der Feuerraumströmung (also von außen nach innen) die
Partikeldichte im Brennstoffstrom an. Damit erfolgt die radiale Brennstoffstufung
entgegen der Richtung der radialen Luftstufung. In einer bevorzugten Ausführungsform
des Verfahrens beträgt der Unterschied der Konzentration des Brennstoffs am Brennstoffaustritt
(des Brennstoffschlitzes) an der dem Seitenluftstrom zugewandten Kante im Vergleich
zur gegenüberliegenden Kante mindestens 5%.
[0047] Um eine radiale Brennstoffstufung zu erreichen wird die Gestaltung des Zufuhrkanals
zum Brennstoffaustritt so ausgeführt, dass durch die Strömungsführung eine lokale
Anreicherung des Brennstoffpartikelstroms erfolgt. Die Bildung von Primär-NO
x wird so weiter unterdrückt. So enthält der Brenner in den Brennstoffschlitzen oder
in den Zufuhrkanälen der Brennstoffschlitze Mittel zu Strömungsumlenkung, um die Konzentration
des durch die Brennstoffschlitze eingeführten Brennstoffstroms von der Seite der seitlichen
Luftschlitze bzw. Luftdüsen zur gegenüberliegenden Seite hin zu erhöhen. Dabei wird
eine radiale Brennstoffstufung erzeugt. Diese Mittel zur Strömungsumlenkung in den
Brennstoffschlitzen oder deren Zufuhrkanäle sind ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus i) einer einseitigen Verjüngung des Zufuhrkanals, wobei die Verjüngung im Zufuhrkanal
auf der Seite angeordnet ist, die den Seitenluftschlitzen bzw. -düsen benachbart ist;
ii) Schikanen; iii) Lenkklappen; iv) Krümmung des Zufuhrkanals. Die Partikel werden
durch Strömungsumlenkung auf die Seite des Brenners geführt, die der Seite der Seitenluftdüsen
bzw. dem Seitenluftstrom gegenüberliegt. Dadurch wird die Einmischung der Verbrennungsluft
in den Traggas-Brennstoffstrom verzögert und es bildet sich eine ausgedehntere Entgasungszone
aus. Zudem bildet sich eine Zone der unterstöchiometrischen Verbrennung aus. Diese
Umstände führen zu einer verringerten Produktion von NO
X.
[0048] In einem weiteren bevorzugten Verfahren wird der über die seitlichen Luftschlitze
bzw. Luftdüsen eingeführte Luftstrom so ausgerichtet, dass dieser um einen Winkel
von 2° bis 20°, vorzugsweise von 5° bis 15°, von der Ausrichtung des Brennstoffstroms
weg geneigt in den Feuerraum eingeführt wird. Auch dadurch wird die Einmischung der
Verbrennungsluft in den Traggas-Brennstoffstrom verzögert was zu einer Verringerung
der Produktion von NO
X führt.
[0049] Auch eine weitere bevorzugte Maßnahme führt zu einer ausgedehnteren Entgasungszone
mit unterstöchiometrischer Verbrennung, was zu einer Verringerung der Produktion von
NO
X führt. Dabei wird der Brennstoffstrom um einen Winkel von 2° bis 30°, vorzugsweise
von 5° bis 15°, bezüglich der Horizontalen nach unten geneigt in den Feuerraum eingeführt.
[0050] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lässt sich die undefinierte Zündung, die Ungleichverteilung
des Brennstoffes und die undefinierte Einmischung der Verbrennungsluft und deren negative
Auswirkungen auf die NO
x-Emissonen beseitigen. In bevorzugten Verfahrensführungen ermöglicht die Erfindung
eine verbesserte Verbrennung mit reduzierten NO
x-Emissionen mittels definierter Zündung, optimierter Luftstufung (radial und vertikal),
optimierter Verbrennungslufteinmischung in den Traggas-Staub-Strahl und radialer Brennstoffstufung.
Darüber hinaus werden mittels der oben genannten Maßnahmen vorteilhafte Eigenschaften
während des Betriebs erreicht, nämlich eine Reduktion lokaler Temperaturspitzen, und
dadurch eine Reduktion der Verschlackungsneigung und des in den Temperaturspitzen
thermisch gebildeten NO
x. Weiterhin wird eine Verbesserung der Wandatmosphäre durch radiale Luftschleier bewirkt,
wodurch die Korrosionsneigung an den Feuerraumwänden verringert wird.
[0051] Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung führt zu einer Optimierung des Verbrennungsprozesses
und zur Senkung der primären NO
x-Emissionen im Brennergürtelbereich. Bevorzugt wird die Verbrennungsluft im Gegensatz
der Verwendung des klassischen Braunkohlebrenners im Wesentlichen radial gestuft.
Die vertikale Schichtung zwischen Kohlenstaubstrom und Seitenluftstrom stellt das
kennzeichnende Merkmal der vorliegenden Erfindung dar. Die Überlagerung der radialen
Luftstufung im Brenner und der vertikalen Luftstufung im Feuerraum (über Oberluftdüsen)
gewährleistet einen noch langsameren Mischeffekt der Luft in den Brennstoffstrahl
und somit eine zusätzliche Unterdrückung der primären NO
x-Bildung.
[0052] Darüber hinaus versorgt die Seitenluft am Brenner die nächstliegenden Verdampferwände
mit Verbrennungsluft, so dass sich dort moderate Rauchgastemperaturen und eine vergleichsweise
hohe O
2-Wandatmosphäre einstellen. Dadurch wird das Risiko sowohl von Wandkorrosion als auch
von Verschlackung im Brennergürtelbereich deutlich minimiert. In bevorzugten Verfahren
wird die Ober-, Zwischen- und Unterluft wird nicht mehr über Schlitze, sondern durch
thermisch stabilere Rohrkonstruktionen eingeführt.
[0053] In einem weiteren bevorzugten Verfahren wird der Brennstoffstrom über einen oder
mehrere Hauptbrenner tangential in den Feuerraum eingeführt, wobei der Brennstoffstrom
oder die aus mehreren Hauptbrennern zugeführten Brennstoffteilströme auf einen Brennkreis
im Feuerraum ausgerichtet ist bzw. sind.
[0054] Weiterhin ist bevorzugt, dass zur Sicherung des Ausbrands des in den Feuerraum eingeführten
Brennstoffes oberhalb der Zufuhr des Brennstoffstroms Ausbrandluft zugeführt wird.
[0055] In einem weiteren bevorzugten Verfahren weist der Feuerraum einen rechteckigen, insbesondere
einen quadratischen Querschnitt auf, wobei der Brennstoffstrom in Form einer Wandfeuerung,
vorzugweise einer Allwandfeuerung in den Feuerraum eingeführt wird.
[0056] In weiteren bevorzugten Verfahren wird eine Feuerung verwendet, wobei zwei oder mehr
erfindungsgemäße Brenner nebeneinander je Feuerraumwand angeordnet sind. In einem
anderen bevorzugten Verfahren sind zwei oder mehr erfindungsgemäße Brenner übereinander
je Feuerraumwand angeordnet. Besonders bevorzugt ist in einer ersten Ebene mindestens
ein erfindungsgemäßer Brenner je Feuerraumwand und in einer zweiten Ebene ebenfalls
mindestens ein erfindungsgemäßer Brenner je Feuerraumwand angeordnet, wobei die zweite
Ebene oberhalb der ersten Ebene angeordnet ist. Dabei ist jeder Brenner einer Ebene
auf einen Feuerkreis ausgerichtet, wobei der Feuerkreis der 1. Ebene zum Feuerkreis
der 2. Ebene entlang der Vertikalen versetzt ist. In weiteren bevorzugten Verfahren
wird eine Feuerung angewandt, wobei in der Feuerungsanlage entsprechend der beschriebenen
1. bzw. 2. Ebene weitere Ebenen mit den erfindungsgemäßen Brennern angeordnet. Insbesondere
ist bevorzugt, dass in mindestens einer Brennerebene mindestens zwei erfindungsgemäße
Brenner nebeneinander je Feuerraumwand angeordnet sind.
[0057] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Verfeuern von Brennstoffen führt zur Reduzierung
der Stickoxidbelastung. Dabei wird bevorzugt Braunkohlenstaub über Hauptbrenner tangential
in einen rechteckigen bzw. quadratischen Feuerraum eingeführt und Luft vertikal geschichtet
ebenfalls in den Feuerraum eingeführt. Weiterhin wird zur Umsetzung des Brennstoffes
oberhalb dessen Zufuhr Ausbrandluft zugeführt. Die Zuführung aller Reaktionspartner
geschieht dabei derart, dass eine schraubenförmige aufsteigende Strömung im Feuerraum
aufgebaut wird. Es bilden sich durch die gestufte Zuführung des Reduktionsbrennstoffes
eine Verbrennungszone im Bereich der Hauptbrenner mit einer unterstöchiometrischen
Verbrennung sowie eine Ausbrandzone oberhalb der Zuführung der Ausbrandluft aus.
[0058] Zudem ist bevorzugt, dass ein zusätzlicher Luftstrom in Form einer Eckenfeuerung
in den Feuerraum eingeführt wird.
[0059] In einem besonders bevorzugten Verfahren wird der Brennstoffstrom an Flammenstabilisatoren
(Zähne), die direkt am Brennstoffaustritt (Kohlenstaubaustritt) der Brennstoffschlitze
angebracht sind, vorbeigeführt. Diese Flammenstabilisatoren werden dienen zur stabilen
Zündung des Kohlenstaub/Luft-Gemisches. Die Flammenstabilisatoren dienen dazu, die
Staubteilchen zu verlangsamen und eine Turbulenz der Partikel zu erzeugen, um die
Freigabe von flüchtigen Stoffen beschleunigen und die Zündung nah am Ausgang der Brenner
zu stabilisieren. Je nach Zündwilligkeit der Kohle liegt die Versperrung des freien
Querschnitts des Brennstoffschlitzes von 5 % bis 50 %.
[0060] In einem weiteren besonders bevorzugten Verfahren wird der Brennstoffstrom an Rampen,
die direkt am Brennstoffaustritt der Brennstoffschlitze angebracht sind, vorbeigeführt.
Diese Rampen dienen zur Sicherstellung der Zündung des Brennstoffes direkt am Brenner.
Die Rampen verengen den Brennerzufuhrkanal in Richtung Austritt zunehmend. Die Rampen
sorgen für eine weitere Erhöhung der Turbulenz am Brennstoffaustritt. Sie können sowohl
einzeln als auch zusammen in Kombination mit Flammenstabilisatoren ausgeführt werden.
[0061] Die technische Aufgabe wird weiterhin gelöst durch einen Brenner für eine Feuerungsanlage
zur Einführung eines Brennstoffstroms, insbesondere eines Kohlenstaubstroms in einen
Feuerraum der Feuerungsanlage,
wobei der Brenner einen Brennstoffschlitz oder mehrere in einer Vertikalebene angeordnete
Brennstoffschlitze aufweist,
wobei eine oder mehrere horizontale Reihen von Luftschlitzen oder Luftdüsen zumindest
oberhalb und unterhalb der Brennstoffschlitze angeordnet sind,
wobei einseitig der Brennstoffschlitze Luftschlitze oder Luftdüsen angeordnet sind,
welche sich mindestens über die gesamte vertikale Erstreckung aller Brennstoffschlitze
des Brenners erstrecken; und
wobei der Brenner in den Brennstoffschlitzen oder deren Zufuhrkanäle Mittel zu Strömungsumlenkung
enthält, um die Konzentration des durch die Brennstoffschlitze eingeführten Brennstoffstroms
von der Seite der seitlichen Luftschlitze bzw. Luftdüsen (11) zur gegenüberliegenden
Seite hin zu erhöhen, wobei eine radiale Brennstoffstufung erzeugt wird.
[0062] Der Brenner gemäß der vorliegenden Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus,
dass
- der Brenner einen Brennstoffschlitz oder mehrere in einer Vertikalebene angeordnete
Brennstoffschlitze aufweist,
- eine oder mehrere horizontale Reihen von Luftschlitzen oder Luftdüsen zumindest oberhalb
und unterhalb der Brennstoffschlitze angeordnet sind, zur Begrenzung des Brennstoffstroms
nach oben und unten mittels Brennerluft,
- einseitig der Brennstoffschlitze Luftschlitze oder Luftdüsen angeordnet sind, welche
sich mindestens über die gesamte vertikale Erstreckung aller Brennstoffschlitze des
Brenners erstrecken, zur Einführung von Brennerluft in den Feuerraum und zur vertikalen
Begrenzung des Brennstoffstroms an einer Seite mittels eines Seitenluftstroms; und
[0063] Wie bereits oben erwähnt bedeutet die "einseitige" Anordnung der Luftschlitze oder
Luftdüsen, dass solche Seitenluftschlitze- bzw. düsen lediglich an einer Seite des
Brenners bzw. der Brennstoffschlitze oder -düsen angeordnet sind, und nicht an beiden
Seiten.
[0064] Weiterhin ist die Erstreckung der einseitig angeordneten Luftschlitze oder Luftdüsen,
über die gesamte vertikale Erstreckung aller Brennstoffschlitze des Hauptbrenners
gemäß der Erfindung so zu verstehen, dass die Seitenluftschlitze- bzw. düsen mindestens
über die vertikale Strecke von der Unterkante des untersten Brennstoffschlitzes bis
zur Oberkante des obersten Brennstoffschlitzes des jeweiligen Hauptbrenners angeordnet
sind, und ggf. weitere nach unten und/oder oben angeordnet werden können.
[0065] Die Mittel zur Strömungsumlenkung in den Brennstoffschlitzen oder deren Zufuhrkanäle
können jegliche Ausgestaltung aufweisen, solange diese geeignet sind, die Konzentration
des durch die Brennstoffschlitze eingeführten Brennstoffstroms entlang einer horizontalen
Achse, d.h. von einer Seite des Brennstoffaustritts zur anderen, zu erhöhen, bzw.
einen horizontal verlaufenden Brennstoffgradienten zu schaffen. Diese Mittel sind
insbesondere ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
- i) einer einseitigen Verjüngung des Zufuhrkanals, wobei die Verjüngung im Zufuhrkanal
auf der Seite angeordnet ist, die den Seitenluftschlitzen bzw. -düsen benachbart ist;
- ii) Schikanen;
- iii) Lenkklappen;
- iv) Krümmung des Zufuhrkanals.
[0066] Die Brennstoffschlitze weisen vorzugsweise eine rechteckige oder quadratische Form
auf.
[0067] In bevorzugten Ausführungsformen des Brenners für eine Feuerungsanlage ist der Hauptbrenner
so konfiguriert, dass mindestens 20%, vorzugsweise mindestens 30%, mindestens 40%,
mindestens 50%, mindestens 60%, mindestens 70%, mindestens 80%, mindestens 85%, mindestens
90%, mindestens 95% des über den Brenner eingeführten Luftstroms über die seitlichen
Luftschlitze oder Luftdüsen strömen.
[0068] Besonders bevorzugt sind die seitlichen Luftschlitze oder Luftdüsen so angeordnet,
dass der Abstand zwischen dem Mittelpunkt des Luftschlitzes bzw. der Luftdüse zur
benachbarten Kante des Brennstoffschlitzes höchstens ½ der horizontalen Abmessung
des Brennstoffschlitzes beträgt.
[0069] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform beträgt das Verhältnis der vertikalen
Ausdehnung zur horizontalen Ausdehnung der Gesamtheit der Brennstoffschlitze des Brenners
mindestens 1,0:1, bevorzugt mindestens 1,5:1, weiter bevorzugt mindestens 2,0:1, noch
weiter bevorzugt mindestens 2,5:1, weiter bevorzugt mindestens 3,0:1, noch weiter
bevorzugt mindestens 3,5:1 und besonders bevorzugt mindestens 4,0:1.
[0070] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Ausrichtung der seitlichen
Luftschlitze bzw. Luftdüsen um einen Winkel von 2° bis 20°, vorzugsweise von 5° bis
15°, von den Brennstoffschlitzen weg geneigt.
[0071] Besonders bevorzugt sind Brenner wobei eine oder mehrere horizontale Reihen von Luftschlitzen
oder Luftdüsen zwischen den Brennstoffschlitzen angeordnet sind, zur horizontalen
Unterteilung des Brennstoffstroms eines Brenners mittels Brennerluft.
[0072] Weiter bevorzugt ist der Brenner so konfiguriert ist, dass die Brennerluft mittels
einer oder mehrerer horizontal verlaufender Reihen von Luftschlitzen bzw. Luftdüsen
in den Feuerraum eingeführt wird, wobei der Brennstoffstrom horizontal unterteilt
sowie oberhalb und unterhalb begrenzt wird, und insbesondere so konfiguriert, dass
die über diese Luftschlitzen bzw. Luftdüsen eingeführte Luftmenge in Richtung Seitenluftschlitze-
bzw. -düsen zunimmt, wobei eine radiale Luftstufung erzeugt wird.
[0073] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist der Brenner so konfiguriert, dass
die Brennerluft mittels einer oder mehrerer horizontal verlaufender Reihen von Luftschlitzen
bzw. Luftdüsen in den Feuerraum eingeführt wird, wobei der Brennstoffstrom horizontal
unterteilt sowie oberhalb und unterhalb begrenzt wird, und insbesondere so konfiguriert,
dass die über diese Luftschlitzen bzw. Luftdüsen eingeführte Luftmenge von oben nach
unten, von unten nach oben oder von oben und unten in Richtung Mitte des Brenners
zunimmt, wobei eine vertikale Luftstufung erzeugt wird.
[0074] Mit dem Brenner gemäß der vorliegenden Erfindung lässt sich die undefinierte Zündung,
die Ungleichverteilung des Brennstoffes und die undefinierte Einmischung der Verbrennungsluft
und deren negative Auswirkungen auf die NO
x-Emissonen beseitigen. Insbesondere stellt die Erfindung einen verbesserten Brenner
vom Typ "Strahlbrenner" mit reduzierten NO
x-Emissionen mittels definierter Zündung, optimierter Luftstufung (radial und vertikal),
optimierter Verbrennungslufteinmischung in den Traggas-Staub-Strahl und radialer Brennstoffstufung
zur Verfügung. Darüber hinaus werden durch die erfindungsgemäßen Brenner mittels der
oben genannten Maßnahmen vorteilhafte Eigenschaften während des Betriebs erreicht,
nämlich eine Reduktion lokaler Temperaturspitzen, und dadurch eine Reduktion der Verschlackungsneigung
und des in den Temperaturspitzen thermisch gebildeten NO
x. Weiterhin wird eine Verbesserung der Wandatmosphäre durch radiale Luftschleier bewirkt,
wodurch die Korrosionsneigung an den Feuerraumwänden verringert wird.
[0075] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform des Brenners sind zur Zündung
des Brennstoffs an den Auslässen der einzelnen Brennstoffschlitze Flammenstabilisatoren
(Zähne) angebracht. Diese Flammenstabilisatoren dienen der stabilen Zündung des Kohlenstaub/Luft-Gemisches.
Die Stabilisatoren dienen dazu die Staubteilchen zu verlangsamen und eine Turbulenz
der Partikel zu erzeugen, um die Freigabe von flüchtigen Stoffen beschleunigen und
die Zündung nah am Ausgang der Brenner zu stabilisieren. Die Flammenstabilisatoren
sind dabei am Brennstoffaustritt der Brennstoffschlitze angebracht und ragen in den
Querschnitt des Brennstoffschlitzes hinein.
[0076] Die Form der Flammenstabilisatoren ist nicht begrenzt. So können die Flammenstabilisatoren
eine abgerundete, rechteckige oder quadratische Form aufweisen. Die unterschiedlichen
Zahnformen dienen prinzipiell demselben Zweck, nämlich durch Erzeugung örtlicher Turbulenz
die Zündung zu begünstigen (Flammenhalter).
[0077] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden die Flammenstabilisatoren mit
einer Stützrippe bzw. Versteifungsrippe an der feuerraumabgewandten Seite versehen.
Diese Rippe erfüllt zwei Hauptaufgaben, nämlich i) der Versteifung des Flammenstabilisators
aus konstruktiver Sicht, und ii) der Abfuhr bzw. Ableitung von Wärme.
[0078] Der Flammenstabilisator ist aus dem Feuerraum heraus einer großen thermischen Strahlung
ausgesetzt. Zwar findet durch die kontinuierliche Anströmung von Traggas/Brennstaub-Gemisch
eine Kühlung statt. Dennoch erfolgt durch die Rippe eine bessere Wärmeableitung. Dies
ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn der Brenner außer Betrieb ist, also keine
Kühlung durch das Traggas/Brennstaub-Gemisch erfolgt. Die im Fall, dass der Brenner
außer Betrieb ist, dann üblicherweise aufgegebenen Kühlluftmengen sind vergleichsweise
gering, so dass die verbesserte Wärmeableitung durch die Rippe erforderlich ist.
[0079] Die Flammenstabilisatoren können an allen Kanten des Austritts des rechteckigen oder
quadratischen Brennstoffschlitzes angeordnet werden, i) an der oberen Horizontalen;
ii) an der unteren Horizontalen; iii) an der Vertikalen zur Seitenluft; iv) an der
Vertikalen gegenüber der Seitenluft. Es ist auch möglich, einzelne Kanten nicht mit
Flammenstabilisatoren auszustatten.
[0080] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden die Flammenstabilisatoren an
den folgenden Kanten des Austritts des rechteckigen oder quadratischen Brennstoffschlitzes
angeordnet: i) an der oberen Horizontalen; ii) an der unteren Horizontalen; iii) an
der Vertikalen benachbart zu den Seitenluftdüsen- bzw. -Schlitzen; iv) an der Vertikalen
gegenüber den Seitenluftdüsen- bzw. -Schlitzen, besonders bevorzugt insbesondere an
der Vertikalen gegenüber den Seitenluftdüsen- bzw. - Schlitzen. Bei einer besonders
bevorzugten Variante dieser Ausführungsform werden die Flammenstabilisatoren an der
Vertikalen benachbart zu den Seitenluftdüsen- bzw. -Schlitzen durchgehend an derselben
angebracht, während die Flammenstabilisatoren an der oberen Horizontalen und an der
unteren Horizontalen in Richtung der Kante benachbart über die ganze Kante verteilt
zu den Seitenluftdüsen- bzw. -Schlitzen nicht durchgehend angebracht sind. Diese Situation
wird in Figur 9 B dargestellt.
[0081] Als Flammenstabilisatoren können die oben aufgeführten Variationen zum Einsatz kommen,
und insbesondere auch Kombinationen daraus an einem Brennstoffaustritt. Diese Situation
wird in Figur 10 dargestellt.
[0082] Die von den Flammenstabilisatoren bezogen auf die freie Fläche A
frei,oben = b * h2 für den oberen Staub-Halbfinger bzw A
frei.unten = b * h1 (siehe Figur 9) für den unteren Staub-Halbfinger versperrte Fläche wird
maßgeblich durch die Brennstoffeigenschaften und die vorangegangene Mahltrocknung
bestimmt. Bei zündwilliger Kohle ist eine geringere Versperrung möglich. Bei zündunwilligerer
Kohle ist eine größere Versperrung notwendig, um die die Zwischenraumgeschwindigkeit
und damit die Turbulenz weiter zu erhöhen. Je nach Zündwilligkeit der Kohle liegt
die Versperrung des freien Querschnitts der Traggas-Staub-Austrittsdüse von 5 % bis
50 %.
[0083] Um die Zündung des Brennstoffes direkt am Brenner weiterhin stabil sicherzustellen
werden vorzugsweise Rampen am Brennstoffaustritt angebracht, die den Brennerzufuhrkanal
in Richtung Austritt zunehmend verengen. Die Rampen sorgen für eine weitere Erhöhung
der Turbulenz am Brennstoffaustritt. Sie können sowohl einzeln als auch zusammen in
Kombination mit Flammenstabilisatoren ausgeführt werden. Die Rampen können außerdem
horizontal und vertikal am Kohlenstaubaustritt angebracht werden. In Figur 11 ist
ein Anwendungsbeispiel der Rampen dargestellt. Die Rampen sind in diesem Fall einzeln
und an den horizontal verlaufenden Kanten des Brennstoffaustrittes angebracht.
[0084] Die technische Aufgabe wird weiterhin gelöst durch eine Feuerungsanlage zur Verbrennung
von festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen, insbesondere Kohlenstaub, wobei
mindestens je ein Brenner pro Feuerraumwand gemäß der vorliegenden Erfindung, wie
oben beschrieben, angeordnet ist und diese Brenner tangential auf einen Brennkreis
im Feuerraum ausgerichtet sind. Die in der Feuerungsanlage verwendeten Hauptbrenner
weisen einen Brennstoffschlitz oder mehrere in einer Vertikalebene angeordnete Brennstoffschlitze
auf,
wobei eine oder mehrere horizontale Reihen von Luftschlitzen oder Luftdüsen zumindest
oberhalb und unterhalb der Brennstoffschlitze angeordnet sind, zur Begrenzung des
Brennstoffstroms nach oben und unten mittels Brennerluft,
wobei einseitig der Brennstoffschlitze Luftschlitze oder Luftdüsen angeordnet sind,
welche sich mindestens über die gesamte vertikale Erstreckung aller Brennstoffschlitze
des Brenners erstrecken, zur Einführung von Brennerluft in den Feuerraum und zur vertikalen
Begrenzung des Brennstoffstroms an einer Seite mittels der Brennerluft; und
wobei der Brenner in den Brennstoffschlitzen oder deren Zufuhrkanäle Mittel zu Strömungsumlenkung
enthält, um die Konzentration des durch die Brennstoffschlitze eingeführten Brennstoffstroms
von der Seite der seitlichen Luftschlitze bzw. Luftdüsen zur gegenüberliegenden Seite
hin zu erhöhen, wobei eine radiale Brennstoffstufung erzeugt wird.
[0085] Die Feuerungsanlage weist einen rechteckigen, insbesondere einen quadratischen Querschnitt
auf, wobei mindestens eine Wand, vorzugsweise mindestens zwei gegenüberliegende Wände,
weiter bevorzugt alle Wände des Feuerraums jeweils mit mindestens einem Hauptbrenner,
vorzugsweise zwei nebeneinander angeordneten Hauptbrennern, ausgestattet ist bzw.
sind.
[0086] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die die Brenner tangential auf einen Brennkreis
im Feuerraum ausgerichtet. Bevorzugt ist dabei die Feuerungsanlage so konfiguriert,
dass bei Betrieb im Feuerraum eine schraubenförmige, aufsteigende Strömung aufgebaut
wird, wobei bezogen auf den Drehsinn der schraubenförmigen Strömung der über die seitlichen
Luftschlitze oder Luftdüsen in den Feuerraum eingeführte Seitenluftstrom voreilend
zum Brennstoffstrom eingeführt wird.
[0087] Weiterhin ist bevorzugt, dass bei Betrieb die vertikale Schichtung zwischen Brennstoffstrom
und Seitenluftstrom derart aufgebaut wird, dass die Schicht des Seitenluftstroms zwischen
der Wand des Feuerraums und dem Brennstoffstrom, und der Brennstoffstrom zwischen
dem Seitenluftstrom und der zentralen Längsachse des Feuerraums verläuft.
[0088] Weiterhin sind die Brenner vorzugsweise in einem Winkel von 2° bis 30°, vorzugsweise
von 5° bis 15°, bezüglich der Horizontalen nach unten geneigt ausgerichtet.
[0089] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind zwei oder mehr erfindungsgemäße
Brenner nebeneinander je Feuerraumwand angeordnet. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
sind zwei oder mehr erfindungsgemäße Brenner übereinander je Feuerraumwand angeordnet.
[0090] Besonders bevorzugt ist in einer ersten Ebene mindestens ein erfindungsgemäßer Brenner
je Feuerraumwand und in einer zweiten Ebene ebenfalls mindestens ein erfindungsgemäßer
Brenner je Feuerraumwand angeordnet, wobei die zweite Ebene oberhalb der ersten Ebene
angeordnet ist. Dabei ist jeder Brenner einer Ebene auf einen Feuerkreis ausgerichtet,
wobei der Feuerkreis der 1. Ebene zum Feuerkreis der 2. Ebene entlang der Vertikalen
versetzt ist. In weiteren bevorzugten Ausführungsformen sind in der Feuerungsanlage
entsprechend der beschriebenen 1. bzw. 2. Ebene weitere Ebenen mit den erfindungsgemäßen
Brennern angeordnet. Insbesondere ist bevorzugt, dass in mindestens einer Brennerebene
mindestens zwei erfindungsgemäße Brenner nebeneinander je Feuerraumwand angeordnet
sind.
[0091] Dabei ist besonders bevorzugt in einer ersten Ebene zwei oder mehr erfindungsgemäße
Brenner nebeneinander je Feuerraumwand und vorzugsweise in einer zweiten Ebene ebenfalls
zwei oder mehr erfindungsgemäße Brenner oberhalb der ersten Ebene angeordnet. Dabei
ist jeder Brenner einer Ebene auf einen Feuerkreis ausgerichtet, wobei der Feuerkreis
der 1. Ebene zum Feuerkreis der 2. Ebene entlang der Vertikalen versetzt ist. In weiteren
bevorzugten Ausführungsformen sind in der Feuerungsanlage entsprechend der beschriebenen
1. bzw. 2. Ebene weitere Ebenen mit den erfindungsgemäßen Brennern angeordnet.
[0092] In eine bevorzugten Ausführungsform der Feuerungsanlage ist der oder sind die Hauptbrenner
so konfiguriert, dass mindestens 20%, vorzugsweise mindestens 30%, mindestens 40%,
mindestens 50%, mindestens 60%, mindestens 70%, mindestens 80%, mindestens 85%, mindestens
90%, mindestens 95% des über einen Hauptbrenner eingeführten Luftstroms über die seitlichen
Luftschlitze oder Luftdüsen in den Feuerraum eingeführt wird, so dass eine vertikale
Schichtung zwischen Brennstoffstrom und Seitenluftstroms erzeugt wird.
[0093] Weiterhin ist bevorzugt, dass die seitlichen Luftschlitze oder Luftdüsen so angeordnet,
dass der Abstand zwischen dem Mittelpunkt des Luftschlitzes bzw. der Luftdüse zur
benachbarten Kante des Brennstoffschlitzes höchstens ½ der horizontalen Abmessung
des Brennstoffschlitzes beträgt.
[0094] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Feuerungsanlage gemäß der vorliegenden
Erfindung beträgt das Verhältnis der vertikalen Ausdehnung zur horizontalen Ausdehnung
der Gesamtheit der Brennstoffschlitze eines Hauptbrenners am Austritt in den Feuerraum
mindestens 1,0:1, bevorzugt mindestens 1,5:1, mindestens 2,0:1, mindestens 2,5:1,
weiter bevorzugt mindestens 3,0:1 und noch weiter bevorzugt mindestens 3,5:1 und besonders
bevorzugt mindestens 4,0:1.
[0095] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Feuerungsanlage ist diese so konfiguriert
ist, dass die Brennerluft mittels einer oder mehrerer horizontal verlaufender Reihen
von Luftschlitzen bzw. Luftdüsen in den Feuerraum eingeführt wird, wobei der Brennstoffstrom
horizontal unterteilt sowie oberhalb und unterhalb begrenzt wird, und insbesondere
so konfiguriert ist, dass die über diese Luftschlitzen bzw. Luftdüsen eingeführte
Luftmenge in Richtung Seitenluftschlitze- bzw. -düsen zunimmt, wobei eine radiale
Luftstufung erzeugt wird.
[0096] In eine weiteren Ausgestaltung der Feuerungsanlage ist diese so konfiguriert, dass
die Brennerluft mittels einer oder mehrerer horizontal verlaufender Reihen von Luftschlitzen
bzw. Luftdüsen in den Feuerraum eingeführt wird, wobei der Brennstoffstrom horizontal
unterteilt sowie oberhalb und unterhalb begrenzt wird, und insbesondere so konfiguriert,
dass die über diese Luftschlitzen bzw. Luftdüsen eingeführte Luftmenge von oben nach
unten, von unten nach oben oder von oben und unten in Richtung Mitte des Brenners
zunimmt, wobei eine vertikale Luftstufung erzeugt wird.
[0097] Besonders bevorzugt sind oberhalb der Hauptbrenner Ausbrandluftdüsen zur Einführung
von Ausbrandluft in den Feuerraum angeordnet.
[0098] In einer bevorzugten Ausführungsform der Feuerungsanlage sind zusätzliche Luftdüsen
in den Ecken des Feuerraums angeordnet, was auch als Eckenfeuerung bezeichnet wird.
[0099] Wie oben bereits erwähnt, sind zur Zündung des Brennstoffs an den Auslässen der einzelnen
Brennstoffschlitze bevorzugt Flammenstabilisatoren (Zähne) angebracht. Diese Flammenstabilisatoren
dienen der stabilen Zündung des Kohlenstaub/LuftGemisches. Die Stabilisatoren dienen
dazu die Staubteilchen zu verlangsamen und eine Turbulenz der Partikel zu erzeugen,
um die Freigabe von flüchtigen Stoffen beschleunigen und die Zündung nah am Austritt
der Brenner zu stabilisieren. Die Form der Flammenstabilisatoren ist nicht limitiert.
So können die Flammenstabilisatoren eine abgerundete, rechteckige oder quadratische
Form aufweisen. Vorzugsweise weisen die Brennstoffschlitze in den Feuerraum um den
ganzen Rand des Austritts der Brennstoffschlitze herum Flammenstabilisatoren auf.
[0100] In einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher beschrieben werden. Dazu dienen
auch die nachfolgenden Zeichnungen.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Brennerspiegels des Standes der Technik
vom Feuerraum aus gesehen.
Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Brennerspiegels gemäß der vorliegenden
Erfindung vom Feuerraum aus gesehen.
Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Brennerspiegels gemäß der vorliegenden
Erfindung vom Feuerraum aus gesehen bei der die radiale Luftstufung erläutert wird.
Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Brennerspiegels gemäß der vorliegenden
Erfindung vom Feuerraum aus gesehen bei der die vertikale Luftstufung erläutert wird.
Figur 5 zeigt die radiale Brennstoffstufung des Brenners, die in einem bevorzugten Verfahren
gemäß der vorliegenden Erfindung eingestellt wird.
Figur 6 zeigt eine Querschnittsansicht eines Feuerraums in schematisierter Darstellung mit
Kennzeichnung der Strömungsrichtungen des in den Feuerraum eingeführten Brennstoffes
und der in den Feuerraum eingeblasenen Luft.
Figur 7 zeigt unterschiedliche Geometrien von Flammenstabilisatoren.
Figur 8 zeigt weitere Ausgestaltungen von Flammenstabilisatoren.
Figur 9 zeigt mögliche Anordnungen von Flammenstabilisatoren am Brennstoffaustritt.
Figur 10 zeigt unterschiedliche Geometrien von Flammenstabilisatoren an einem Brennstoffaustritt.
Figur 11 zeigt die Funktionsweise von Rampen an den Austritten der Brennstoffdüsen.
[0101] Der in
Figur 1 dargestellte herkömmliche Brenner 1 weist zwei Brennerfinger, einen oberen Brennerfinger
1a und einen unteren Brennerfinger 1b auf. Die Brennstoffschlitze sind mit 2 bezeichnet.
Reihen von Mittenkernluftrohren 3 teilen die Brennerfinger horizontal jeweils in zwei
Brennerhalbfinger auf. Zwischen dem oberen Brennerfinger und dem unteren Brennerfinger
ist ein Zwischenluftschlitz 5 angeordnet, während ein Oberluftschlitz 4 die Brennstoffschlitze
nach oben und ein Unterluftschlitz 6 die Brennstoffschlitze nach unten begrenzt. Bei
diesem Brennertyp wird der Hauptsekundärluftstrom ober-, zwischen und unterhalb des
Brennstoffstroms eingeblasen. Dieser Brennertyp des Standes der Technik ist durch
die horizontale Schichtung von Kohlenstaubstrom und Hauptsekundärluftstrom gekennzeichnet.
[0102] Der in
Figur 2 gezeigte Brenner 1 stellt eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar. Die
in Figur 2 gezeigte Ausführungsform weist zwei Brennerfinger, einen oberen Brennerfinger
1a und einen unteren Brennerfinger 1b auf. Die Brennstoffschlitze sind mit 2 bezeichnet.
Die einzelnen Brennstoffschlitze 2 werden durch Reihen von Mittenkernluftdüsen 9 bzw.
Zwischenluftdüsen 13 voneinander getrennt. Weiterhin begrenzt eine Reihe Oberluftdüsen
8 die Brennstoffschlitze 2 nach oben und eine Reihe Unterluftdüsen 10 die Brennstoffschlitze
nach unten. An einer Seite des Brenners bzw. der Brennstoffschlitze 2 des Brenners
1 sind gemäß der vorliegenden Erfindung Luftschlitze oder Luftdüsen 11 (Seitenluftschlitze
bzw. -düsen) angeordnet. Diese erstrecken sich mindestens über die gesamte vertikale
Erstreckung des Brenners 1 und dienen der Zuführung von Seitenluft. Gemäß der Erfindung
wird auf diese Weise im Feuerraum der Brennstoffstrom an einer Seite vertikal durch
die Seitenluft begrenzt. Dabei ist der Brenner 1 gemäß der vorliegenden Erfindung
so konfiguriert, dass mindestens 20% des über den Brenner eingeführten Luftstroms
über die seitlichen Luftschlitze 11 oder Luftdüsen in den Feuerraum eingeführt wird,
um eine vertikale Schichtung zwischen Brennstoffstrom und Hauptsekundärluftstrom bzw.
Seitenluftstrom zu erzeugen. Wie in der Figur 2 dargestellt, sind die seitlichen Luftschlitze
11 oder Luftdüsen bevorzugt so angeordnet. dass der Abstand zwischen dem Mittelpunkt
des Luftschlitzes 11 zur benachbarten Kante des Brennstoffschlitzes 2 höchstens ½
der horizontalen Abmessung des Brennstoffschlitzes 2 beträgt.
[0103] Bei Betrieb wird im Feuerraum eine schraubenförmige, aufsteigende Strömung aufgebaut.
Bezogen auf den Drehsinn der schraubenförmigen Strömung wird der über die seitlichen
Luftschlitze 11 geleitete Seitenluftstrom voreilend zum Brennstoffstrom in den Feuerraum
eingeführt. Die vertikale Schichtung von Brennstoffstrom und Seitenluftstrom ist gemäß
der vorliegenden Erfindung derart, dass die Schicht des Seitenluftstroms zwischen
der Wand des Feuerraums und dem Brennstoffstrom, und der Brennstoffstrom zwischen
dem Seitenluftstrom und der zentralen Längsachse des Feuerraums verläuft.
[0104] Wie in Figur 2 ersichtlich ist beträgt die vertikale Ausdehnung der Brennstoffschlitze
des Brenners am Austritt in den Feuerraum vorzugsweise ein Vielfaches zur horizontalen
Ausdehnung der Brennstoffschlitze, nämlich hier etwa Faktor 4.
[0105] In der in Figur 2 gezeigten bevorzugten Ausführungsform des Brenners 1 sind zur Zündung
des Brennstoffs an den Auslässen der einzelnen Brennstoffschlitze 2 Flammenstabilisatoren
12 angebracht. Diese Flammenstabilisatoren dienen der stabilen Zündung des Kohlenstaub/Luft-Gemisches.
Die Flammenstabilisatoren sind dabei am Brennstoffaustritt der Brennstoffschlitze
2 angebracht und ragen in den Querschnitt des Brennstoffschlitzes hinein. In der in
Figur 2 gezeigten Ausführungsform sind entlang aller vier Kanten der Brennstoffschlitze
2 Flammenhalter 12 angebracht.
[0106] In
Figur 3 wird die radiale Luftstufung des Brenners, die in einem bevorzugten Verfahren gemäß
der vorliegenden Erfindung eingestellt wird, erläutert. Ein Teil der Brennerluft wird
mittels einer oder mehrerer horizontal verlaufender Reihen von Luftdüsen 8, 9, 10
in den Feuerraum eingeführt. Dadurch wird der durch die Brennstoffschlitze 2 eingeführte
Brennstoffstrom horizontal unterteilt sowie oberhalb und unterhalb begrenzt. Bevorzugt
nimmt die über diese Luftdüsen 8, 9, 10 eingeführte Luftmenge in Richtung Seitenluftschlitze-
bzw. -düsen 11 hin zu, d.h. es wird eine radiale Luftstufung erzeugt. Die Seitenluft
wird so eingedüst, dass sie einen bezogen auf den Feuerkreis außen liegenden Schleier
bildet. Zusätzlich wird die über die horizontal verlaufenden Reihen von Brennerluftdüsen
8, 9, 10 eingedüste Luftmenge in Rotationsrichtung der Feuerraumströmung (also nach
außen hin bzw. in Richtung Seitenluftdüsen 11) erhöht. Die ansteigende Luftmenge bzw.
radiale Luftstufung ist durch den Keil am oberen Ende der Figur schematisch dargestellt.
In der gezeigten Ausführungsform sind am Austritt der Brennstoffschlitze 2 Flammenstabilisatoren
12 an nur drei Kanten der Brennstoffschlitze 2 angebracht.
[0107] In
Figur 4 wird die vertikale Luftstufung des Brenners, die in einem bevorzugten Verfahren gemäß
der vorliegenden Erfindung eingestellt wird, erläutert. Die Brennerluft wird mittels
einer oder mehrerer horizontal verlaufender Reihen von Luftdüsen 8, 9, 10 in den Feuerraum
eingeführt. Auf diese Weise wird der durch die Brennstoffschlitze 2 eingeführte Brennstoffstrom
horizontal unterteilt sowie oberhalb und unterhalb begrenzt. Bei der vertikalen Luftstufung
nimmt, wie in Figur 4 dargestellt, die über diese Luftdüsen 11 eingeführte Luftmenge
von oben nach unten zu. Die unterschiedliche Luftmenge bzw. die vertikale Stufung
der Luftmenge ist durch den Balken auf der rechten Seite der Figur schematisch dargestellt.
[0108] In
Figur 5 wird die radiale Brennstoffstufung des Brenners, die in einem bevorzugten Verfahren
gemäß der vorliegenden Erfindung eingestellt wird, erläutert. Figur 5 zeigt in der
linken Teilfigur den Brennerspiegel vom Feuerraum aus gesehen. Die rechte Teilfigur
stellt eine Schnittansicht entlang der in der linken Teilfigur eingezeichneten Ebene
C-C dar. Mit der Kennziffer 2 sind in der linken Teilfigur der Brennstoffschlitz und
in der rechten Teilfigur der Brennstoffzufuhrkanal und mit 19 der Austritt des Brennstoffschlitzes
bezeichnet. Die Seitenluftdüse wird mit 11 dargestellt. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Achse der Seitenluftdüse 11 von der Achse des Brennstoffzufuhrkanals 2 weg
geneigt. Bei der radialen Brennstoffstufung nimmt der Brennstoffstrom von der Seite
des Seitenluftstroms zur gegenüberliegenden Seite hin zu. Dabei steigt entgegen der
Rotationsrichtung der Feuerraumströmung die Partikeldichte im Brennstoffstrom an.
Um diese radiale Brennstoffstufung zu erreichen, wird die Gestaltung des Zufuhrkanals
2 zum Brenner so ausgeführt, dass durch die Strömungsführung eine lokale Anreicherung
des Brennstoffpartikelstroms erfolgt. Dies kann z.B. mit einer mit einer Schulter
20 beginnenden Verengung des Brennstoffzufuhrkanals 2 erreicht werden, die auf der
Seite des Brennstoffzufuhrkanals angeordnet ist, die dem Seitenluftkanal 11 benachbart
ist. Die Partikel werden durch Strömungsumlenkung auf die Seite des Brenners geführt,
die der Seite der Seitenluftdüsen bzw. dem Seitenluftstrom gegenüberliegt. Die radiale
Brennstoffstufung ist durch den Balken auf der unteren Seite der Figur schematisch
dargestellt.
[0109] In
Figur 6 wird eine Querschnittsansicht eines Feuerraums 18 in schematisierter Darstellung
mit Kennzeichnung der Strömungsrichtungen des in den Feuerraum 18 eingeführten Brennstoffes
(dicker Pfeil) und der in den Feuerraum eingeblasenen Seitenluft (dünner Pfeil) gezeigt.
Mit 14 wird die Feuerraumwand bezeichnet. Die Brenner 1 sind untereinander gleich
ausgebildet und stellvertretend für diese sind die Brenner durch ihre Brennerspiegel
1 veranschaulicht. Stromabwärts des Brenners entsteht an der Brennerwand ein Luftschleier.
Die Anordnung der Brenner am Feuerraum 18 folgt hier dem Prinzip der Tangentialfeuerung.
Hierbei feuern die Brenner 1 von der Wand 14 (oder aus den Ecken; in Figur 6 nicht
gezeigt) tangential auf einen gedachten Kreis, den sogenannten Brennkreis oder Feuerkreis.
Das Zusammenspiel aller Brenner 1 bewirkt eine rotierende, schraubenförmig aufsteigende
Strömung im Feuerraum 18 und somit im Wesentlichen eine verbesserte Vermischung, Homogenisierung
des Temperaturfeldes und Erhöhung der Verweilzeit. Bei der Verfahrensweise gemäß der
vorliegenden Erfindung, wobei von jedem Brenner 1 ein vertikal ausgerichteter Seitenluftstrom
abgegeben wird, wird bezogen auf den Drehsinn der schraubenförmigen Strömung des Feuerkreises
dieser Seitenluftstrom über die seitlichen Luftschlitze oder Luftdüsen voreilend zum
Brennstoffstrom eingeführt. So bildet sich an der Außenseite des Feuerkreises eine
Zone bzw. Schicht 16 mit hohem Luftanteil aus, während im inneren Teil 17 die Verbrennung
stattfindet. Auf diese Weise wird bei Betrieb die vertikale Schichtung zwischen Brennstoffstrom
und Seitenluftstrom derart aufgebaut, dass die Schicht des Seitenluftstroms zwischen
der Wand des Feuerraums und dem Brennstoffstrom, und der Brennstoffstrom zwischen
dem Seitenluftstrom und der zentralen Längsachse des Feuerraums verläuft. In der Figur
6 wird weiterhin mittels der aus Richtung des Brenners kommenden ausgefüllten Pfeile
schematisch dargestellt, dass in bevorzugten Ausführungsformen die Achse des Seitenluftstroms
(dünner Pfeil) von der Achse des Brennstoffstroms (dicker Pfeil) weg geneigt ist.
[0110] In
Figur 7 werden unterschiedliche Geometrien von Flammenstabilisatoren dargestellt (a, b, c:
Flammenstabilisatoren in Vorderansicht). In bevorzugten Ausführungsformen werden zur
Zündung des Brennstoffs an den Auslässen der einzelnen Brennstoffschlitze Flammenstabilisatoren
(Zähne) angebracht. Diese Flammenstabilisatoren dienen der stabilen Zündung des Kohlenstaub/Luft-Gemisches.
Die Stabilisatoren dienen dazu, die Staubteilchen zu verlangsamen und eine Turbulenz
der Partikel zu erzeugen, um die Freigabe von flüchtigen Stoffen zu beschleunigen
und die Zündung nah am Ausgang der Brenner zu stabilisieren. Die Form der Flammenstabilisatoren
ist nicht begrenzt. So können die Flammenstabilisatoren eine abgerundete, rechteckige
oder quadratische Form aufweisen. In den Teilfiguren a1 und a2 werden weitere Ausgestaltungen
der Flammenstabilisatoren 12 gezeigt. Hierbei werden die Flammenstabilisatoren 12
mit einer Stützrippe bzw. Versteifungsrippe 15 an der feuerraumabgewandten Seite versehen.
Diese Rippe dient der Versteifung aus konstruktiver Sicht und der Ableitung von Wärme.
[0111] In
Figur 8 werden weitere Ausgestaltungen der Flammenstabilisatoren 12 gezeigt. Auch hierbei
sind die Flammenstabilisatoren 12 mit einer Stützrippe bzw. Versteifungsrippe 15 an
der feuerraumabgewandten Seite versehen.
[0112] In
Figur 9 werden mögliche Anordnungen von Flammenstabilisatoren am Brennstoffaustritt erläutert.
Die Flammenstabilisatoren 12 können an allen Kanten des Austritts des rechteckigen
oder quadratischen Brennstoffschlitzes 2 angeordnet werden: an der oberen Kante; an
der unteren Kante; an der vertikalen Kante benachbart zur Seitenluft; an der vertikalen
Kante gegenüber der Seitenluft. Es ist auch möglich, einzelne Kanten nicht mit Flammenstabilisatoren
auszustatten, wie dies in Figur 9 A und 9 B gezeigt wird. In einer Ausführungsform
sind die Flammenstabilisatoren 12 an der oberen und unteren Horizontalen durchgehend
an derselben über die ganze Kante verteilt angebracht, während die Flammenstabilisatoren
12 an der Vertikalen benachbart zu den Seitenluftdüsen- bzw. -Schlitzen 11 nicht durchgehend
verteilt angebracht sind (Figur 9 A). In einer anderen Ausführungsform sind die Flammenstabilisatoren
12 an der Vertikalen benachbart zu den Seitenluftdüsen- bzw. -Schlitzen 11 durchgehend
an derselben über die ganze Kante verteilt angebracht sind, während die Flammenstabilisatoren
an der oberen Horizontalen und an der unteren Horizontalen in Richtung der Kante benachbart
zu den Seitenluftdüsen- bzw. -Schlitzen nicht durchgehend verteilt angebracht sind
(Figur 9 B).
[0113] Figur 10 zeigt eine Ausführungsform, bei der Flammenstabilisatoren 12 unterschiedlicher Geometrien
an einem Brennstoffaustritt 2 angebracht sind.
[0114] Figur 11 zeigt die Funktionsweise von Rampen 7 an den Austritten der Brennstoffdüsen. Die
linke Teilfigur zeigt einen Schnitt entlang der in der rechten Teilfigur eingetragenen
Achse A-A. Ein Teil der Brennerluft wird mittels einer oder mehrerer horizontal verlaufender
Reihen von Luftdüsen 8, 9, 10 in den Feuerraum eingeführt. Dadurch wird der Brennstoffstrom
horizontal unterteilt sowie oberhalb und unterhalb begrenzt. Zur Sicherstellung der
Zündung des Brennstoffes direkt am Brenner werden vorzugsweise Rampen 7 am Brennstoffaustritt
2 angebracht. Diese Rampen 7 sorgen für eine weitere Erhöhung der Turbulenz am Brennstoffaustritt
(in der linken Teilfigur dargestellt). Die Figur zeigt eine Ausführungsform, bei der
die Rampen 7 an der oberen und unteren Kante angebracht sind, während die Flammenstabilisatoren
12 nur an den vertikalen Kanten angeordnet sind.
[0115] Der Brennertyp gemäß der vorliegenden Erfindung führt zu einer Optimierung des Verbrennungsprozesses
und zur Senkung der primären NO
x-Emissionen im Brennergürtelbereich. Im Gegensatz zum klassischen Braunkohlebrenner
wird die Verbrennungsluft im Wesentlichen radial gestuft. Das kennzeichnende Merkmal
der vorliegenden Erfindung ist die vertikale Schichtung zwischen Kohlenstaubstrom
und Seitenluftstrom. Die Überlagerung der radialen Luftstufung im Brenner und der
vertikalen Luftstufung im Feuerraum (über Oberluftdüsen) gewährleistet einen noch
langsameren Mischeffekt der Luft in den Brennstoffstrahl und somit eine zusätzliche
Unterdrückung der primären NO
x-Bildung.
[0116] Die Seitenluft am Brenner versorgt die nahe stehenden Verdampferwände mit Verbrennungsluft,
so dass dort moderate Rauchgastemperaturen und eine vergleichsweise hohe O
2-Wandatmosphäre herrschen. Durch die Schaffung eines ausreichenden Luftschleiers zur
Vermeidung einer Brennstoffberührung mit der Feuerraumwand wird das Risiko sowohl
von Wandkorrosion als auch von Verschlackung im Brennergürtelbereich deutlich minimiert.
[0117] Bei Einsatz des Verfahrens, der Feuerungsanlage bzw. des Brenners gemäß der vorliegenden
Erfindung bilden sich im Feuerraum von unten nach oben eine Hauptbrenner-Verbrennungszone
und bei Anwendung von Ausbrandluftzufuhr eine Ausbrandzone. Vorteilhafterweise wird
eine Tangentialfeuerung angewandt mit einer Vielzahl auf einen Brennkreis ausgerichteten
Hauptbrennern und vorzugsweise einer Vielzahl von oberhalb der Hauptbrenner angeordneten
Ausbrandluftdüsen.
Bezugszeichenliste
[0118]
- 1
- Brenner
- 1a
- oberer Brennerfinger
- 1b
- unterer Brennerfinger
- 2
- Brennstoffschlitz
- 3
- Mittenkernluftrohr
- 4
- Oberluftschlitz
- 5
- Zwischenluftschlitz
- 6
- Unterluftschlitz
- 7
- Rampe
- 8
- Oberluftdüsen
- 9
- Mittenkernluftdüse
- 10
- Unterluftdüsen
- 11
- Seitenluftschlitze bzw. -düsen
- 12
- Flammenstabilisatoren
- 13
- Zwischenluftdüse
- 14
- Feuerraumwand
- 15
- Stützrippe bzw. Versteifungsrippe
- 16
- Schicht mit hohem Luftanteil
- 17
- Verbrennungszone
- 18
- Feuerraum
- 19
- Austritt des Brennstoffschlitzes
- 20
- Schulter
1. Verfahren zur Verbrennung von festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen, insbesondere
Kohlenstaub, bei dem der Brennstoffstrom über einen oder mehrere Hauptbrenner (1)
in einen Feuerraum (18) eingeführt und verbrannt wird, wobei der Brennstoffstrom des
jeweiligen Hauptbrenners (1) über einen Brennstoffschlitz (2) oder über mehrere in
einer Vertikalebene angeordnete Brennstoffschlitze (2) in den Feuerraum (18) eingeführt
wird,
wobei zusätzliche Brennerluft über Luftschlitze oder Luftdüsen (8, 9, 10, 11) in den
Feuerraum (18) eingeführt wird;
wobei ein Teil der zusätzlichen Brennerluft mittels horizontal verlaufender Reihen
von Luftschlitzen oder Luftdüsen (8, 9, 10) in den Feuerraum (18) eingeführt wird,
wobei der Brennstoffstrom von der durch diese Luftschlitze oder Luftdüsen (8, 9, 10)
eingeführten Brennerluft oberhalb und unterhalb begrenzt wird;
wobei optional weitere Brennerluft mittels einer oder mehrerer horizontal verlaufender
Reihen von Luftschlitzen oder Luftdüsen (9) in den Feuerraum (18) eingeführt wird,
wobei der Brennstoffstrom horizontal durch diese Brennerluft unterteilt wird;
wobei der andere Teil der Brennerluft über einseitig angeordnete Luftschlitze oder
Luftdüsen (11), welche sich mindestens über die gesamte vertikale Erstreckung aller
Brennstoffschlitze (2) des Hauptbrenners (1) erstrecken, in den Feuerraum (18) eingeführt
wird und den Brennstoffstrom des jeweiligen Hauptbrenners (1), an einer Seite vertikal
begrenzt und ein Seitenluftstrom ausgebildet wird;
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens 20% der über einen Hauptbrenner (1) eingeführten Brennerluft über die
seitlichen Luftschlitze oder Luftdüsen (11) des Hauptbrenners (1) in den Feuerraum
(18) eingeführt wird, so dass eine vertikale Schichtung zwischen Brennstoffstrom und
Brennerluftstrom erzeugt wird; und
dass die Konzentration des Brennstoffstroms innerhalb des Brennstoffstroms von der
Seite des Seitenluftstroms zur gegenüberliegenden Seite hin zunimmt, wobei eine radiale
Brennstoffstufung erzeugt wird.
2. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens 30%, vorzugsweise mindestens 40%, mindestens 50%, mindestens 60%, mindestens
70%, mindestens 80%, mindestens 85%, mindestens 90%, mindestens 95% des über den Hauptbrenner
(1) eingeführten Luftstroms über die seitlichen Luftschlitze oder Luftdüsen (11) des
Hauptbrenners (1) strömen.
3. Das Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Feuerraum (18) eine schraubenförmige, aufsteigende Strömung aufgebaut wird, und
wobei bezogen auf den Drehsinn der schraubenförmigen Strömung der über die seitlichen
Luftschlitze oder Luftdüsen (11) in den Feuerraum (18) eingeführte Brennerluftstrom
voreilend zum Brennstoffstrom eingeführt wird.
4. Das Verfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge der über die eine oder die mehreren horizontal verlaufenden Reihen von
Luftschlitzen oder Luftdüsen (8, 9, 10) eingeführten Brennerluft in Richtung Seitenluftschlitze
bzw. -düsen (11) zunimmt, wobei eine radiale Luftstufung erzeugt wird.
5. Das Verfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge der über die Luftschlitze bzw. Luftdüsen (8, 9, 10, 11)eingeführten Brennerluft
von oben nach unten, von unten nach oben oder von oben und unten in Richtung Mitte
des Brenners (1) zunimmt, wobei eine vertikale Luftstufung erzeugt wird.
6. Brenner (1) für eine Feuerungsanlage zur Einführung eines Brennstoffstroms, insbesondere
eines Kohlenstaubstroms in einen Feuerraum (18) der Feuerungsanlage,
wobei der Brenner (1) einen Brennstoffschlitz (2) oder mehrere in einer Vertikalebene
angeordnete Brennstoffschlitze (2) aufweist,
wobei eine oder mehrere horizontale Reihen von Luftschlitzen oder Luftdüsen (8, 9,
10) zumindest oberhalb und unterhalb der Brennstoffschlitze (2) angeordnet sind, wobei
einseitig der Brennstoffschlitze (2) Luftschlitze oder Luftdüsen (11) angeordnet sind,
welche sich mindestens über die gesamte vertikale Erstreckung aller Brennstoffschlitze
(2) des Brenners (1) erstrecken; und dadurch gekennzeichnet dass der Brenner (1) in den Brennstoffschlitzen (2) oder deren Zufuhrkanäle Mittel zu
Strömungsumlenkung (20) enthält, um die Konzentration des durch die Brennstoffschlitze
(2) eingeführten Brennstoffstroms von der Seite der seitlichen Luftschlitze bzw. Luftdüsen
(11) zur gegenüberliegenden Seite hin zu erhöhen, wobei eine radiale Brennstoffstufung
erzeugt wird.
7. Brenner (1) für eine Feuerungsanlage gemäß Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Strömungsumlenkung (20) in den Brennstoffschlitzen (2) oder deren
Zufuhrkanäle ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus
i) einer einseitigen Verjüngung des Zufuhrkanals (20);
ii) Schikanen;
iii) Lenkklappen;
iv) Krümmung des Zufuhrkanals.
8. Brenner (1) für eine Feuerungsanlage gemäß Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Luftschlitze oder Luftdüsen (11) so angeordnet sind, dass der Abstand
zwischen dem Mittelpunkt des Luftschlitzes bzw. der Luftdüse (11) zur benachbarten
Kante des Brennstoffschlitzes (2) höchstens ½ der horizontalen Abmessung des Brennstoffschlitzes
(2) beträgt.
9. Brenner (1) für eine Feuerungsanlage gemäß irgendeinem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtung der seitlichen Luftschlitze bzw. Luftdüsen (11) um einen Winkel von
2° bis 20°, vorzugsweise von 5° bis 15°, von den Brennstoffschlitzen (2) weg geneigt
sind.
10. Brenner (1) für eine Feuerungsanlage gemäß irgendeinem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Brennstoffaustritt (19) der Brennstoffschlitze (2) Flammenstabilisatoren (12)
angebracht sind und in den Querschnitt des Brennstoffschlitzes (2) hineinragen.
11. Feuerungsanlage zur Verbrennung von festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen, insbesondere
Kohlenstaub, wobei mindestens ein Brenner (1) gemäß den Ansprüchen 6 bis 10 je Feuerraumwand
(14) angeordnet ist und diese Brenner (1) tangential auf einen Brennkreis im Feuerraum
(18) ausgerichtet sind.
12. Die Feuerungsanlage gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Brenner (1) in einem Winkel von 2° bis 30°, vorzugsweise von 5° bis 15°, bezüglich
der Horizontalen nach unten geneigt ausgerichtet sind.
13. Die Feuerungsanlage gemäß Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Brenner (1) gemäß den Ansprüchen 6 bis 10 nebeneinander je Feuerraumwand
(14) angeordnet ist.
14. Die Feuerungsanlage gemäß irgendeinem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Brenner (1) gemäß den Ansprüchen 6 bis 10 übereinander je Feuerraumwand
(14) angeordnet ist.
15. Die Feuerungsanlage gemäß irgendeinem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Hauptbrenner (1) Ausbrandluftdüsen zur Einführung von Ausbrandluft in
den Feuerraum (18) angeordnet sind.
1. Process for the combustion of solid, liquid or gaseous fuels, in particular coal dust,
in which the fuel stream is introduced into a furnace (18) via one or more main burners
(1) and is burnt,
wherein the fuel stream of the respective main burner (1) is introduced into the furnace
(18) via a fuel slot (2) or via a plurality of fuel slots (2) arranged in a vertical
plane,
wherein additional burner air is introduced into the furnace (18) via air slots or
air nozzles (8, 9, 10, 11);
wherein a part of the additional burner air is introduced into the furnace (18) by
means of horizontally extending rows of air slots or air nozzles (8, 9, 10),
wherein the fuel stream is confined above and below by the burner air introduced through
these air slots or air nozzles (8, 9, 10);
wherein optionally further burner air is introduced into the furnace (18) by means
of one or more horizontally extending rows of air slots or air nozzles (9), wherein
the fuel stream is divided horizontally by said burner air;
wherein the other part of the burner air is introduced into the furnace (18) via air
slots or air nozzles (11), which are arranged on one side and extend at least over
the entire vertical extent of all the fuel slots (2) of the main burner (1), and confines
vertically the fuel stream of the respective main burner (1) at one side and wherein
a lateral air stream is formed;
characterized in that at least 20% of the burner air introduced via a main burner (1) is introduced into
the furnace (18) via the lateral air slots or air nozzles (11) of the main burner
(1) so as to produce a vertical layering between the fuel stream and the burner air
stream; and
in that the concentration of the fuel stream within the fuel stream increases from the side
of the lateral air stream to the opposite side, wherein a radial fuel staging is generated.
2. The method according to claim 1, characterized in that at least 30%, preferably at least 40%, at least 50%, at least 60%, at least 70%,
at least 80%, at least 85%, at least 90%, at least 95% of the air stream introduced
through the main burner (1) flows through the lateral air slots or air nozzles (11)
of the main burner (1).
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that a helical ascending stream is formed in the furnace (18), and wherein, with respect
to the direction of rotation of the helical stream, the burner air stream introduced
into the furnace (18) via the lateral air slots or air nozzles (11) is introduced
ahead of the fuel stream.
4. The method according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the amount of burner air introduced through the one or more horizontal rows of air
slots or air nozzles (8, 9, 10) increases towards lateral air slots or nozzles (11),
producing a radial air staging.
5. The method according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the amount of burner air introduced through the air slots or air nozzles (8, 9, 10,
11) increases from top to bottom, from bottom to top or from top and bottom in the
direction of the center of the burner (1), producing a vertical air staging.
6. Burner (1) for a combustion plant for introducing a fuel stream, in particular a coal
dust stream, into a furnace (18) of the combustion plant,
the burner (1) is having a fuel slot (2) or a plurality of fuel slots (2) arranged
in a vertical plane,
wherein one or more horizontal rows of air slots or air nozzles (8, 9, 10) are arranged
at least above and below the fuel slots (2),
wherein air slots or air nozzles (11) are arranged on one side of the fuel slots (2)
and extend at least over the entire vertical extent of all the fuel slots (2) of the
burner (1); and
characterized in that the burner (1) contains means for flow deflection (20) in the fuel slots (2) or supply
ducts thereof in order to increase the concentration of the fuel stream introduced
through the fuel slots (2) from the side of the lateral air slots or air nozzles (11)
towards the opposite side, wherein a radial fuel staging is generated.
7. Burner (1) for a combustion plant according to claim 6,
characterized in that the flow deflection means (20) in the fuel slots (2) or their supply ducts are selected
from the group consisting of
i) a one-sided tapering of the supply duct (20);
(ii) baffles;
(iii) steering flaps;
(iv) curvature of the supply ducts.
8. Burner (1) for a combustion plant according to claim 6 or 7, characterized in that the lateral air slots or air nozzles (11) are arranged such that the distance between
the center of the air slot or the air nozzle (11) to the adjacent edge of the fuel
slot (2) is at most ½ of the horizontal dimension of the fuel slot (2).
9. Burner (1) for a combustion plant according to any one of claims 6 to 8, characterized in that the orientation of the lateral air slots or air nozzles (11) is inclined by an angle
of 2° to 20°, preferably 5° to 15°, away from the fuel slots (2).
10. Burner (1) for a combustion plant according to any one of claims 6 to 9, characterized in that flame stabilizers (12) are mounted at the fuel outlet (19) of the fuel slots (2)
and project into the cross-section of the fuel slot (2).
11. Combustion plant for the combustion of solid, liquid or gaseous fuels, in particular
coal dust, wherein at least one burner (1) according to claims 6 to 10 is arranged
per furnace wall (14) and these burners (1) being aligned tangentially to a firing
circle within the furnace (18).
12. The furnace according to claim 11, characterized in that the burners (1) are inclined downwards at an angle of 2° to 30°, preferably 5° to
15°, with respect to the horizontal.
13. The combustion plant according to claim 11 or 12, characterized in that two or more burners (1) according to claims 6 to 10 are arranged side by side per
furnace wall (14).
14. The combustion plant according to any one of claims 11 to 13, characterized in that two or more burners (1) according to claims 6 to 10 are arranged one above the other
per furnace wall (14).
15. The combustion plant according to any one of claims 11 to 14, characterized in that burnout air nozzles for introducing burnout air into the furnace (18) are arranged
above the main burners (1).
1. Procédé de combustion de combustibles solides, liquides ou gazeux, en particulier
de charbon pulvérisé, dans lequel le flux de combustible est introduit et brûlé dans
une chambre de combustion (18) via un ou plusieurs brûleurs principaux (1), dans lequel
le flux de combustible du brûleur principal (1) respectif est introduit dans la chambre
de combustion (18) via une fente de combustible (2) ou via plusieurs fentes de combustible
(2) agencées dans un plan vertical,
dans lequel de l'air de brûleur supplémentaire est introduit dans la chambre de combustion
(18) via des fentes de passage d'air ou des buses d'air (8, 9, 10, 11) ;
dans lequel une partie de l'air de brûleur supplémentaire est introduite dans la chambre
de combustion (18) au moyen de rangées de fentes de passage d'air ou de buses d'air
(8, 9, 10) s'étendant horizontalement,
dans lequel le flux de combustible est confiné au-dessus et au-dessous de l'air de
brûleur introduit via ces fentes de passage d'air ou buses d'air (8, 9, 10) ;
dans lequel facultativement de l'air de brûleur supplémentaire est introduit dans
la chambre de combustion (18) au moyen d'une ou plusieurs rangées de fentes de passage
d'air ou de buses d'air (9) s'étendant horizontalement, dans lequel le flux de combustible
est divisé horizontalement par cet air de brûleur ;
dans lequel l'autre partie de l'air de brûleur est introduite dans la chambre de combustion
(18) par des fentes de passage d'air ou des buses d'air (11) agencées d'un côté, qui
s'étendent au moins sur toute l'étendue verticale de toutes les fentes de combustible
(2) du brûleur principal (1), et le flux de combustible du brûleur principal respectif
(1) est confiné verticalement d'un côté et un flux d'air latéral est réalisé ;
caractérisé en ce qu'au moins 20 % de l'air de brûleur introduit via un brûleur principal (1) est introduit
dans la chambre de combustion (18) via les fentes de passage d'air ou buses d'air
(11) latérales du brûleur principal (1), de sorte qu'une stratification verticale
entre le flux de combustible et le flux d'air de brûleur est générée ; et
en ce que la concentration du flux de combustible dans le flux de combustible augmente à partir
du côté du flux d'air latéral vers le côté opposé, dans lequel un étagement de flux
de combustible radial est généré.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins 30 %, de préférence au moins 40 %, au moins 50 %, au moins 60 %, au moins
70 %, au moins 80 %, au moins 85 %, au moins 90 %, au moins 95 % du flux d'air introduit
via le brûleur principal (1) s'écoule par les fentes de passage d'air ou buses d'air
(11) latérales du brûleur principal (1).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un flux ascendant hélicoïdal est établi dans la chambre de combustion (18), et dans
lequel le flux d'air de brûleur introduit dans la chambre de combustion (18) via les
fentes de passage d'air ou buses d'air (11) latérales par rapport au sens de rotation
du flux hélicoïdal est introduit en avance par rapport au flux de combustible.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la quantité de l'air de brûleur introduite via les une ou plusieurs rangées de fentes
de passage d'air ou de buses d'air (8, 9, 10) s'étendant horizontalement augmente
dans la direction des fentes de passage d'air ou des buses d'air (11) latérales, dans
lequel un étagement d'air radial est généré.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la quantité d'air de brûleur introduite via les fentes de passage d'air ou les buses
d'air (8, 9, 10, 11)augmente de haut en bas, de bas en haut ou du haut du bas dans
la direction du milieu du brûleur (1), dans lequel un étagement d'air vertical est
généré.
6. Brûleur (1) pour une installation de combustion permettant d'introduire un flux de
combustible, en particulier un flux de charbon pulvérisé, dans une chambre de combustion
(18) de l'installation de combustion,
dans lequel le brûleur (1) présente une fente de combustible (2) ou plusieurs fentes
de combustible (2) agencées dans un plan vertical,
dans lequel une ou plusieurs rangées horizontales de fentes de passage d'air ou de
buses d'air (8, 9, 10) sont agencées au moins au-dessus et au-dessous des fentes de
combustible (2),
dans lequel des fentes de passages d'air ou des buses d'air (11) sont agencées d'un
côté des fentes de combustible (2), qui s'étendent au moins sur toute l'étendue verticale
de toutes les fentes de combustible (2) du brûleur (1) ; et caractérisé en ce que
le brûleur (1), dans les fentes de combustible (2) ou leurs canaux d'alimentation,
contient des moyens de déviation de flux (20), pour augmenter la concentration du
flux de combustible introduit par les fentes de combustible (2) depuis le côté des
fentes de passage d'air ou des buses d'air (11) latérales vers le côté opposé, dans
lequel un étagement de combustible radial est généré.
7. Brûleur (1) pour une installation de combustion selon la revendication 6,
caractérisé en ce que les moyens de déviation de flux (20) dans les fentes de combustible (2) ou leurs
canaux d'alimentation sont sélectionnés à partir du groupe constitué par
i) un rétrécissement d'un côté du canal d'alimentation (20) ;
ii) des chicanes ;
iii) des volets de direction ;
iv) une incurvation du canal d'alimentation.
8. Brûleur (1) pour une installation de combustion selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que les fentes de passage d'air ou buses d'air (11) latérales sont agencées de sorte
que la distance entre le point médian de la fente de passage d'air ou de la buse d'air
(11) par rapport à un bord adjacent de la fente de combustible (2) est au plus égale
à ½ de la dimension horizontale de la fente de combustible (2).
9. Brûleur (1) pour une installation de combustion selon l'une quelconque des revendications
6 à 8, caractérisé en ce que l'orientation des fentes de passage d'air ou des buses d'air (11) latérales est inclinée
en s'éloignant des fentes de combustion (2) selon un angle de 2° à 20°, de préférence
de 5° à 15°.
10. Brûleur (1) pour une installation de combustion selon l'une quelconque des revendications
6 à 9, caractérisé en ce que des stabilisateurs de flamme (12) sont montés au niveau de la sortie de combustible
(19) des fentes de combustible (2) et font saillie dans la section transversale de
la fente de combustible (2).
11. Installation de combustion pour brûler des combustibles solides, liquides ou gazeux, en particulier du charbon
pulvérisé, dans laquelle au moins un brûleur (1) selon les revendications 6 à 10 est
agencé par paroi de chambre de combustion (14), et ces brûleurs (1) sont orientés
de manière tangentielle sur un circuit de combustion dans la chambre de combustion
(18).
12. Installation de combustion selon la revendication 11, caractérisée en ce que les brûleurs (1) sont orientés inclinés vers le bas selon un angle de 2° à 30°, de
préférence de 5° à 15°, par rapport à l'horizontale.
13. Installation de combustion selon la revendication 11 ou 12, caractérisée en ce que deux brûleurs (1) ou plus selon les revendications 6 à 10 sont agencés côte à côte
par paroi de chambre de combustion (14).
14. Installation de combustion selon l'une quelconque des revendications 11 à 13, caractérisée en ce que deux brûleurs (1) ou plus selon les revendications 6 à 10 sont agencés de manière
superposée par paroi de chambre de combustion (14).
15. Installation de combustion selon l'une quelconque des revendications 11 à 14, caractérisée en ce que des buses d'air comburant sont agencées au-dessus du brûleur principal (1) pour introduire
de l'air comburant dans la chambre de combustion (18).