[0001] Die Erfindung betrifft ein Druckaggregat gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] In Druckmaschinen kommen unterschiedliche Druckverfahren zum Einsatz. Unter Non Impact
Druckverfahren (NIP = non impact printing) sind Druckverfahren zu verstehen, die ohne
feste, also körperlich unveränderlich vorliegende Druckform auskommen. Solche Druckverfahren
können in jedem Druckvorgang unterschiedliche Druckbilder erzeugen. Beispiele für
Non Impact Druckverfahren sind ionografische Verfahren, magnetografische Verfahren,
thermografische Verfahren, Elektrofotografie, Laserdruck und insbesondere Inkjet-Druckverfahren
oder Tintenstrahldruckverfahren. Solche Druckverfahren weisen üblicherweise zumindest
eine bilderzeugende Einrichtung auf, beispielsweise zumindest einen Druckkopf. Im
Fall des Tintenstrahldruckverfahrens ist ein solcher Druckkopf beispielsweise als
Tintenstrahldruckkopf ausgebildet und weist zumindest eine und bevorzugt mehrere Düsen
auf, mittels denen gezielt zumindest ein Druckfluid, beispielsweise in Form von Tintentropfen,
auf einen Bedruckstoff übertragen werden kann. Der Bedruckstoff sollte dabei einen
möglichst konstanten Abstand zu der bilderzeugenden Einrichtung aufweisen, einerseits,
um die Bilderzeugung zeitlich koordinieren zu können und andererseits um Beschädigungen
der bilderzeugenden Einrichtung zu vermeiden.
[0003] Beispielsweise beim Tintenstrahldruckverfahren, insbesondere im Zusammenhang mit
wasserbasierter Tinte, kann es vorkommen, dass sich der Bedruckstoff verformt, beispielsweise
Wellen schlägt. Solche Wellen können einerseits die Gefahr von Beschädigungen sowohl
von Druckköpfen als auch des Bedruckstoffs bergen und andererseits zu geringer Druckqualität
führen, beispielsweise wegen unterschiedlich langer Flugzeiten von Tropfen von Druckfluid.
[0004] Durch die
US 2012/0162299 A1 ist ein Druckaggregat bekannt, das mehrere Druckköpfe und feststehende Leitelemente
im Bereich der Druckköpfe aufweist.
[0005] Durch die
WO 03/03705 A1 ist ein Druckaggregat bekannt, das eine Reihe von Druckköpfen und diesen Druckköpfen
gegenüberliegende Bahnleitwalzen aufweist, wobei diese Bahnleitwalzen gemeinsam linear
von den Druckköpfen abstellbar angeordnet sind.
[0006] Durch die
US 2011/0 043 554 A1 ist ein Druckaggregat mit übereinander angeordneten Druckwerken für eine jeweilige
Bedruckung von unterschiedlichen Seiten einer Bedruckstoffbahn bekannt. Als Leitelemente
sind Walzen in einem gemeinsamen Rahmen angeordnet.
[0007] Durch die
EP 0 771 652 A1 ist ein Druckaggregat mit vertikalem Transportweg für eine Bedruckstoffbahn in einem
Druckabschnitt bekannt.
[0008] Durch die
JP 2005-246 617 A ist ein Druckaggregat mit schwenkbarem Leitelement bekannt.
[0009] Durch die
US 2010/0 245 418 A1 ist ein Druckaggregat mit in einer Querrichtung bewegbaren Leitelementen bekannt.
[0010] Durch die
US 4 334 946 A ist ein Druckaggregat bekannt, bei dem zwei Bahnfixiereinrichtungen gemeinsam an
einem bewegbaren Tragkörper angeordnet sind.
[0011] Durch die
JP 2007-147 817 A ist ein Druckaggregat bekannt, bei dem bahnförmiger Bedruckstoff in Abschnitte getrennt
wird, die dann einzeln weiter verarbeitet werden.
[0012] Durch die
US 2014/0 176 639 A1 ist ein Druckaggregat bekannt, das feststehende Leitelemente aufweist, gegen die
ein Bedruckstoff teilweise mittels eines Unterdrucks angesaugt wird.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Druckaggregat zu schaffen.
[0015] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0016] Eine Druckmaschine weist bevorzugt zumindest ein Druckaggregat auf. Das Druckaggregat
weist bevorzugt zumindest zwei insbesondere als Druckköpfe ausgebildete Bildgebungseinrichtungen
auf, durch die jeweils Auftragstellen für Druckfluid festgelegt sind, wobei bevorzugt
durch zumindest zwei Leitelemente des Druckaggregats ein insbesondere erster für Bedruckstoff
vorgesehener Transportweg durch das Druckaggregat festgelegt ist und wobei diese zumindest
zwei Leitelemente bevorzugt zumindest zwei bevorzugt feststehende Leitelemente des
Druckaggregats sind. Bevorzugt beginnt ein Druckabschnitt des für Bedruckstoff vorgesehenen
Transportwegs an einer entlang dieses vorgesehenen Transportwegs ersten Auftragstelle
des Druckaggregats und endet dieser Druckabschnitt an einer entlang dieses vorgesehenen
Transportwegs letzten Auftragstelle des Druckaggregats. Durch die feststehenden Leitelemente
ist es möglich, diese besonders einfach aufzubauen. Es ist weiterhin möglich, sehr
große Druckbreiten ohne Probleme mit durchhängenden Leitelementen zu realisieren.
Ein Druckkopf ist bevorzugt eine bilderzeugende Einrichtung für ein Non Impact Druckverfahren,
also ein Druckverfahren ohne feste Druckform.
[0017] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat dadurch aus, dass entlang des Druckabschnitts
dieses vorgesehenen Transportwegs zumindest zwei, bevorzugt zumindest fünf, weiter
bevorzugt zumindest acht, noch weiter bevorzugt zumindest zehn, noch weiter bevorzugt
zumindest vierzehn und noch weiter bevorzugt zumindest achtundzwanzig feststehende,
den vorgesehenen Transportweg mit festlegende Leitelemente hintereinander angeordnet
sind. Daraus ergibt sich insbesondere der Vorteil, dass eine besonders große Anzahl
von Druckköpfen und damit eine hohe Druckgeschwindigkeit und eine hohe Druckqualität
realisiert werden kann.
[0018] Unter einem feststehenden Leitelement ist dabei insbesondere ein Leitelement zu verstehen,
das in einem Druckbetrieb unbeweglich und/oder still stehend angeordnet ist und/oder
das weder durch einen eigenen Antrieb noch durch einen Kontakt mit Bedruckstoff drehbar
ist und/oder das bezüglich Rotationsbewegungen und/oder Drehbewegungen und/oder Schwenkbewegungen
um solche Achsen, die zu einer Transportrichtung des für Bedruckstoff vorgesehenen
Transportweg orthogonal orientiert sind, höchstens zu Schwenkbewegungen gemeinsam
mit anderen Leitelementen um zumindest eine gemeinsame Schwenkachse vorgesehen ist.
Insbesondere zeichnet sich das zumindest eine Druckaggregat bevorzugt dadurch aus,
dass bevorzugt die zumindest zwei und weiter bevorzugt die zumindest fünf insbesondere
feststehenden Leitelemente bezüglich Drehbewegungen oder Schwenkbewegungen um andere
Achsen als zumindest eine ihnen gemeinsame Schwenkachse feststehende Leitelemente
sind. Unter einem feststehenden Leitelement ist dabei insbesondere ein Leitelement
zu verstehen, das relativ zu zumindest einem dieses Leitelement tragenden Tragelement
unbeweglich angeordnet ist, wobei weiter bevorzugt zumindest ein weiteres feststehendes
Leitelement relativ zu demselben zumindest einen Tragelement unbeweglich angeordnet
ist. Insbesondere sind die feststehenden Leitelemente bevorzugt relativ zu zumindest
einem Tragrahmen einer Schwenkvorrichtung feststehend. Das Tragelement und/oder der
Tragrahmen selbst ist bevorzugt relativ zu einem Gestell des Druckaggregats beweglich
angeordnet. Bevorzugt sind die feststehenden Leitelemente bezüglich Drehbewegungen
um Drehachsen zumindest bezüglich solcher Drehachsen feststehend, die das jeweilige
Leitelement schneiden. Bevorzugt sind die feststehenden Leitelemente insbesondere
zueinander feststehende Leitelemente.
[0019] Dass zumindest ein Leitelement einen vorgesehenen Transportweg mit festlegend angeordnet
ist, bedeutet bevorzugt, dass der vorgesehene Transportweg durch das zumindest eine
Leitelement und gegebenenfalls aber nicht zwangsläufig durch weitere Bauteile des
Druckaggregats festgelegt ist.
[0020] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass die zumindest zwei und weiter bevorzugt zumindest fünf feststehenden Leitelemente
bezüglich des für Bedruckstoff vorgesehenen Transportwegs jeweils einen Umlenkwinkel
aufweisen, der zumindest 0,5°, weiter bevorzugt zumindest 1° und noch weiter bevorzugt
zumindest 1,5°beträgt und der bevorzugt höchstens 5°, weiter bevorzugt höchstens 3°
und noch weiter bevorzugt 2,5° beträgt. Daraus ergibt sich insbesondere der Vorteil,
dass ein besonders flacher Verlauf des Druckabschnitts des vorgesehenen Transportwegs
realisiert werden kann und somit sehr viele Druckköpfe hintereinander angeordnet werden
können. Außerdem verringert sich bei kleinem Umlenkwinkel eine Reibung zwischen dem
Bedruckstoff und den insbesondere feststehenden Leitelementen.
[0021] Eine Querrichtung ist bevorzugt eine horizontale, orthogonal zu dem für Bedruckstoff
vorgesehenen Transportweg durch das zumindest eine Druckaggregat orientierte Richtung.
Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass die insbesondere zumindest zwei und bevorzugt zumindest fünf feststehenden Leitelemente
jeweils über mehr als die Hälfte ihrer Ausdehnung in der Querrichtung einen radiärsymmetrischen
oder sogar kreisförmigen Querschnitt aufweisen. Unter Radiärsymmetrie oder auch Drehsymmetrie
ist eine Form der Symmetrie zu verstehen, bei der die Drehung eines Objektes um einen
gewissen Drehwinkel um eine Achse, insbesondere Drehachse oder Symmetrieachse, dieses
Objekt wieder mit sich selbst zur Deckung bringt. Diese Drehachse oder Symmetrieachse
verläuft bei zweidimensionalen Objekten bevorzugt durch einen Flächenschwerpunkt,
bei dreidimensionalen Objekten bevorzugt durch einen Volumenschwerpunkt des jeweiligen
Objektes. Bevorzugt weisen die Leitelemente jeweils über mehr als die Hälfte ihrer
Ausdehnung in der Querrichtung einen radiärsymmetrischen oder sogar kreisförmigen
Querschnitt auf, auch wenn sie als nicht feststehende Leitelemente ausgebildet sind.
[0022] Man spricht bevorzugt von einer n-zähligen Radiär- oder Drehsymmetrie, wenn eine
Drehung um einen Drehwinkel von 360°/n das Objekt auf sich selbst abbildet. n ist
dabei bevorzugt eine natürliche Zahl. Radiärsymmetrische Objekte, die bei einer Drehung
um die Drehachse oder Symmetrieachse um einen beliebigen Drehwinkel auf sich selbst
abgebildet werden, beispielsweise Zylinder, sind nicht nur radiärsymmetrisch, sondern
sogar rotationssymmetrisch. Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder
zusätzlich dadurch aus, dass eine jeweilige äußere Fläche der insbesondere zumindest
zwei und bevorzugt zumindest fünf Leitelemente zumindest innerhalb eines Arbeitsbereichs
des Druckaggregats zylindermantelförmig ausgebildet ist. Daraus ergibt sich insbesondere
der Vorteil, dass die Leitelemente bei Abnutzung ihrer mit dem Bedruckstoff in Kontakt
kommenden Oberflächenabschnitte einfach um einen gewissen, beispielsweise vorgegebenen
Winkel gedreht erneut eingebaut bzw. fixiert und weiter verwendet werden können. Bei
einem sehr kleinen Umlenkwinkel ergibt sich eine besonders große Anzahl von möglichen
erneuten Einsätzen der Bahnleitelemente. Durch die große Anzahl der Bahnleitelemente
und den kleinen Umlenkwinkel fallen nur geringe Reibungskräfte und damit wenig Abnutzung
der Leitelemente an. Insgesamt wird eine sehr hohe Standzeit erreicht, bevor verschleißbedingt
Leitelemente ersetzt werden müssten.
[0023] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass diese zumindest zwei und bevorzugt zumindest fünf diesen vorgesehenen Transportweg
im Bereich des Druckabschnitts mit festlegende Leitelemente um zumindest eine ihnen
gemeinsame Schwenkachse schwenkbar angeordnet sind, insbesondere um diese zumindest
zwei und bevorzugt zumindest fünf Leitelemente zwischen einer jeweiligen Arbeitsposition
und einer jeweiligen Wartungsposition zu bewegen. Bevorzugt sind diese zumindest zwei
und bevorzugt zumindest fünf diesen vorgesehenen Transportweg im Bereich des Druckabschnitts
mit festlegenden Leitelemente mittels zumindest eines Schwenkantriebs und/oder in
zumindest einer gemeinsamen Bewegung und/oder relativ zu den zumindest zwei Druckköpfen
um die zumindest eine ihnen gemeinsame Schwenkachse schwenkbar angeordnet. Daraus
ergibt sich insbesondere der Vorteil, dass ein Wartungsraum insbesondere zum Reinigen
einer Abschirmeinrichtung und/oder der Leitelemente geschaffen werden kann. Bevorzugt
zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass diese
zumindest zwei und weiter bevorzugt zumindest fünf Leitelemente mit einem Schwenkwinkel
um die zumindest eine ihnen gemeinsame Schwenkachse schwenkbar angeordnet sind, der
zumindest 10°, weiter bevorzugt zumindest 20° und noch weiter bevorzugt zumindest
30° beträgt.
[0024] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass eine durch eine geradlinige Verbindung zwischen einem auf den Druckabschnitt
des für Bedruckstoff vorgesehenen Transportwegs bezogen ersten Leitelement und einem
auf den Druckabschnitt des für Bedruckstoff vorgesehenen Transportwegs bezogen letzten
Leitelement festgelegte Hauptförderrichtung orthogonal zu der Querrichtung orientiert
ist und dass die Hauptförderrichtung bei in ihrer Wartungsposition angeordneten Leitelementen
unter einem Winkel von höchstens 30°, weiter bevorzugt höchstens 20° und noch weiter
bevorzugt höchstens 10° zu einer vertikalen Richtung angeordnet ist. Daraus ergibt
sich insbesondere der Vorteil, dass der Wartungsraum besonders groß wird und die Leitelemente
in ihrer Wartungsposition besonders zugänglich sind. Insbesondere können damit große
Bedruckstoffbreiten bzw. Arbeitsbreiten des Druckaggregats realisiert werden.
[0025] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass die Hauptförderrichtung bei in ihrer Arbeitsposition angeordneten Leitelementen
unter einem Winkel von zumindest 10°, weiter bevorzugt zumindest 20° und noch weiter
bevorzugt zumindest 30° sowie insbesondere unabhängig davon höchstens 70°, weiter
bevorzugt höchstens 55° und noch weiter bevorzugt höchstens 40° zu einer horizontalen
Ebene ausgerichtet ist. Daraus ergibt sich insbesondere der Vorteil, dass selbst die
untersten Druckköpfe nicht zu schräg angeordnet sind und dass dennoch ein ansteigender
Verlauf des Druckabschnitts ermöglicht wird. Durch den Anstieg ist es möglich, die
Bahn direkt im Anschluss im Wesentlichen von oben nach unten durch einen Trockner
zu führen, ohne Umlenkmittel mit der frisch bedruckten Seite der Bahn in Kontakt zu
bringen. Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch
aus, dass der für Bedruckstoff vorgesehene Transportweg entlang des Druckabschnitts
ausschließlich in eine Richtung gekrümmt ist, insbesondere nach unten. Eine Krümmung
nach unten steht dabei nicht im Widerspruch zu einem nach oben verlaufenden Transportweg,
sondern bedeutet beispielsweise einen im Verlauf des Transportwegs kontinuierlich
oder stufenweise flacher werdenden Anstieg. Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat
alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass der für Bedruckstoff vorgesehene Transportweg
entlang des Druckabschnitts ausschließlich auf genau einer Seite von Bestandteilen
des Druckaggregats begrenzt wird und/oder kontaktiert wird und/oder diese tangiert.
[0026] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass die zumindest zwei Druckköpfe jeweils eine Mehrzahl von Düsen aufweisen und dass
weiter bevorzugt je Druckkopf zumindest eine Düse einen Zielbereich aufweist, der
zumindest und weiter bevorzugt genau eines der insbesondere zumindest zwei und weiter
bevorzugt zumindest fünf bevorzugt feststehenden Leitelemente schneidet. Dies gilt
bevorzugt insbesondere bei jeweils in seiner Druckposition angeordnetem jeweiligen
Druckkopf und jeweils in seiner Arbeitsposition angeordnetem jeweiligem Leitelement.
Bevorzugt gilt dies alternativ oder zusätzlich für mehrere oder weiter bevorzugt alle
Düsen des jeweiligen Druckkopfes. Daraus ergibt sich insbesondere der Vorteil, dass
das Druckfluid in einem Bereich auf den Bedruckstoff aufgetragen wird, in dem dieser
besonders flach ist, weil er durch den Umlenkwinkel gegen das entsprechende Leitelement
gezogen wird. Insbesondere wasserbasiertes Druckfluid lässt den Bedruckstoff nämlich
prinzipiell aufquellen, was zu Verformungen, insbesondere Wellungen des Bedruckstoffs
führen kann. Dies ist besonders kritisch im Zusammenhang mit nicht vollflächigen und/oder
variablen Druckbildern. Durch die Ausrichtung der Düsen auf die Leitelemente und damit
auf die flach gezogenen Bereiche des Bedruckstoffs werden somit Druckfehler und/oder
Beschädigungen der mit nur geringem Abstand am vorgesehenen Transportweg angeordneten
Düsen verringert und/oder vermieden. Insbesondere soweit derartige Verformungen nicht
in zu großem Ausmaß auftreten, können auch sämtliche Düsen Zielbereiche aufweisen,
die keines der insbesondere zumindest zwei und weiter bevorzugt zumindest fünf bevorzugt
feststehenden Leitelemente schneiden, sondern ausschließlich zwischen den Leitelementen
und die Leitelemente passierend verlaufen.
[0027] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass zumindest eines der zumindest zwei und bevorzugt zumindest fünf diesen vorgesehenen
Transportweg im Bereich des Druckabschnitts mit festlegenden Leitelemente an drei
in der Querrichtung voneinander beabstandeten, bevorzugt als Auflagebereiche ausgebildeten
Stellen mit insgesamt zumindest zwei seitlichen Tragelementen und zumindest einem
inneren Tragelement in Kontakt steht und dadurch in seiner Lage festgelegt ist. Weiter
bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass das zumindest eine innere Tragelement starr mit zumindest einem der zumindest
zwei seitlichen Tragelemente verbunden und/oder verbindbar angeordnet ist. Bevorzugt
sind die zumindest zwei seitlichen Tragelemente als Teil zumindest eines Tragrahmens
ausgebildet. Bevorzugt weist der zumindest eine Tragrahmen zumindest eine von den
Leitelementen unterschiedliche Traverse auf, die sich zumindest in der Querrichtung
erstreckt und für eine konstante relative Lage der seitlichen Tragelemente sorgt.
Beispielweise sorgt die zumindest eine von den Leitelementen unterschiedliche Traverse
für eine konstante relative Lage der seitlichen Tragelemente und des zumindest einen
inneren Tragelements. Bevorzugt sorgen zumindest zwei von den Leitelementen unterschiedliche
Traversen für eine konstante relative Lage der seitlichen Tragelemente und des zumindest
einen inneren Tragelements.
[0028] Weiter bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch
aus, dass mehrere oder noch weiter bevorzugt alle der zumindest zwei und bevorzugt
zumindest fünf diesen vorgesehenen Transportweg im Bereich des Druckabschnitts mit
festlegenden Leitelemente an drei in der Querrichtung voneinander beabstandeten, bevorzugt
als Auflagebereiche ausgebildeten Stellen mit insgesamt zumindest zwei seitlichen
Tragelementen und zumindest einem inneren Tragelement in Kontakt stehen und dadurch
in ihrer Lage festgelegt sind, wobei bevorzugt die mehreren oder noch weiter bevorzugt
alle Leitelemente jeweils mit denselben seitlichen und/oder inneren Tragelementen
in Kontakt stehen. Dadurch ergibt sich auch zwischen den äußeren Enden der Leitelemente
eine stützende Wirkung auf die Leitelemente, die dadurch weniger oder gar nicht dazu
neigen, durch die Schwerkraft und/oder die Bahnspannung durchgebogen zu werden. Eine
solche Durchbiegung hätte ansonsten insbesondere Auswirkungen auf den Abstand zwischen
Düsen und Bedruckstoff. Somit wird eine hohe Druckbildqualität auch bei großen Bahnbreiten
sichergestellt. Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich
dadurch aus, dass das zumindest eine innere Tragelement an einer bevorzugt als Auflagebereich
ausgebildeten Stelle mit dem zumindest einen Leitelement in Kontakt steht, deren Lage
auf die Querrichtung bezogen mit der Lage zumindest einer Düse zumindest eines Druckkopfs
des Druckaggregats übereinstimmt.
[0029] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass innerhalb des zumindest einen Druckaggregats zumindest zeitweise zumindest ein
entlang zumindest eines Einziehwegs bewegbares und weiter bevorzugt von jeglichem
Bedruckstoff verschiedenes Einziehmittel zum Einziehen einer Bedruckstoffbahn angeordnet
und/oder anordenbar ist. Daraus ergibt sich insbesondere der Vorteil, dass ein besonders
einfaches und sicheres Einziehen von Bedruckstoff in das Druckaggregat und/oder die
Druckmaschine ermöglicht wird, was insbesondere bei großen Bahnbreiten zum Tragen
kommt.
[0030] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass das Druckaggregat zumindest ein insbesondere ortsfestes Gestell oder Maschinengestell
aufweist und dass das Druckaggregat den zumindest einen ersten, durch zumindest zwei
Leitelemente mit festgelegten, für Bedruckstoffbahnen vorgesehen Transportweg und
zumindest ein relativ zu dem Gestell bewegbares, insbesondere schwenkbares Tragelement
aufweist und dass entlang dieses ersten vorgesehenen Transportwegs zumindest eine
erste Bahnfixiereinrichtung zum Fixieren eines ersten Abschnitts einer Bedruckstoffbahn
relativ zu der ersten Bahnfixiereinrichtung und/oder relativ zu dem Gestell angeordnet
ist. Unter einem Fixieren ist insbesondere nicht lediglich ein Abstützen gegen die
Schwerkraft zu verstehen, sondern eine relative Unbeweglichkeit, insbesondere bezüglich
jeglicher Bewegung in jeglicher Richtung. Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat
alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass entlang dieses ersten vorgesehenen Transportwegs
und insbesondere nach der zumindest einen ersten Bahnfixiereinrichtung zumindest eine
mit dem zumindest einen relativ zu dem Gestell bewegbaren Tragelement verbundene und
zumindest gemeinsam mit diesem zumindest einen relativ zu dem Gestell bewegbaren Tragelement
ebenfalls relativ zu dem Gestell bewegbare zweite Bahnfixiereinrichtung zum Fixieren
eines zweiten Abschnitts einer Bedruckstoffbahn relativ zu der zweiten Bahnfixiereinrichtung
und/oder relativ zu dem zumindest einen bewegbaren Tragelement angeordnet ist. Bevorzugt
ist die zumindest eine erste Bahnfixiereinrichtung zumindest teilweise ortsfest relativ
zu dem Gestell des zumindest einen ersten Druckaggregats und/oder zumindest teilweise
an dem Gestell des zumindest einen ersten Druckaggregats angeordnet. Bevorzugt ist
die zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung zumindest teilweise ortsfest relativ
zu dem zumindest einen Tragrahmen und/oder zumindest teilweise an dem zumindest einen
Tragrahmen angeordnet. Unter einer gemeinsamen Bewegung zweier Objekte soll bevorzugt
insbesondere eine solche Bewegung verstanden werden, bei der die Schwerpunkte dieser
Objekte sich relativ einem weiteren Objekt, beispielsweise dem zu dem Gestell bewegen,
aber bei der ein Abstand dieser Schwenkpunkte zueinander gleich bleibt.
[0031] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass die zumindest zwei den ersten für Bedruckstoff vorgesehenen Transportweg mit
festlegenden Leitelemente zusammen mit dem zumindest einen Tragelement relativ zu
dem Gestell bewegbar, insbesondere schwenkbar angeordnet sind, bevorzugt an diesem
zumindest einen Tragelement. Bevorzugt sind die zumindest zwei Leitelemente relativ
zu dem zumindest einen Tragelement feststehende Leitelemente. Bevorzugt zeichnet sich
das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass das zumindest eine
Tragelement zusammen mit der zumindest einen zweiten Bahnfixiereinrichtung und/oder
zusammen mit den zumindest zwei Leitelementen um die zumindest eine gemeinsame Schwenkachse
schwenkbar angeordnet ist, insbesondere mittels zumindest eines gemeinsamen Schwenkantriebs
und/oder in einer gemeinsamen Bewegung. Bevorzugt ist die zumindest einen zweite Bahnfixiereinrichtung
unabhängig von der zumindest einen ersten Bahnfixiereinrichtung bewegbar angeordnet.
Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass die zweite Bahnfixiereinrichtung insbesondere gemeinsam mit den zumindest zwei
Leitelementen relativ zu der ersten Bahnfixiereinrichtung bewegbar ist und/oder dass
ein Abstand zwischen der zumindest einen zweiten Bahnfixiereinrichtung und der zumindest
einen ersten Bahnfixiereinrichtung veränderbar ist. Bevorzugt ist die gesamte zweite
Bahnfixiereinrichtung relativ zu der gesamten ersten Bahnfixiereinrichtung bewegbar.
Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass die zumindest eine erste Bahnfixiereinrichtung an dem Gestell des Druckaggregats
angeordnet ist. Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich
dadurch aus, dass ein gegebenenfalls vorhandener maximaler Stellweg der zumindest
einen ersten Bahnfixiereinrichtung kleiner ist als ein Zehntel eines maximalen Stellwegs
der zumindest einen zweiten Bahnfixiereinrichtung.
[0032] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass die zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung insbesondere gemeinsam mit dem
daran fixierten Teil des zweiten Abschnitts der zumindest einen Bedruckstoffbahn in
unterschiedlichen Abständen zu der zumindest einen bevorzugt als Druckkopf ausgebildeten
bilderzeugenden Einrichtung anordenbar ist.
[0033] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass entlang dieses ersten vorgesehenen Transportwegs zwischen der zumindest einen
ersten Bahnfixiereinrichtung und der zumindest einen zweitem Bahnfixiereinrichtung
zumindest ein Verbindungsbereich zumindest einer Verbindungshilfe angeordnet ist,
wobei weiter bevorzugt diese zumindest eine Verbindungshilfe zumindest eine Verbindungshilfe
zum Verbinden zumindest zweier Enden von Bedruckstoffbahnen ist. Beispielsweise ist
die Verbindungshilfe zumindest teilweise Teil der zumindest einen ersten Bahnfixiereinrichtung
und/oder zumindest teilweise Teil der zumindest einen zweiten Bahnfixiereinrichtung.
[0034] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass das Druckaggregat zumindest zwei bilderzeugende Einrichtungen aufweist, durch
die jeweils Auftragstellen für Druckfluid festgelegt sind und dass ein Druckabschnitt
des ersten für Bedruckstoff vorgesehenen Transportwegs an einer entlang dieses vorgesehenen
Transportwegs ersten Auftragstelle des Druckaggregats beginnt und an einer entlang
dieses vorgesehenen Transportwegs letzten Auftragstelle des Druckaggregats endet und
dass die zumindest zwei den vorgesehenen Transportweg mit festlegenden Leitelemente
entlang des Druckabschnitts dieses ersten vorgesehenen Transportwegs hintereinander
angeordnet sind.
[0035] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass zumindest eine Trenneinrichtung und/oder zumindest eine Verbindungseinrichtung
entlang des vorgesehenen Transportwegs zwischen der zumindest einen ersten Bahnfixiereinrichtung
und der zumindest einen zweiten Bahnfixiereinrichtung angeordnet ist. Bevorzugt zeichnet
sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass der erste Abschnitt
der Bedruckstoffbahn und der zweite Abschnitt der Bedruckstoffbahn zumindest vor einer
möglichen Durchtrennung einer selben Bedruckstoffbahn angehören.
[0036] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass die zumindest eine erste Bahnfixiereinrichtung und/oder die zumindest eine zweite
Bahnfixiereinrichtung als Saugeinrichtung ausgebildet ist oder sind. Bevorzugt zeichnet
sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass die zumindest
eine erste Bahnfixiereinrichtung und/oder die zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung
als Klemmeinrichtung ausgebildet ist oder sind.
[0037] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat alternativ oder zusätzlich dadurch aus,
dass die zumindest eine erste Bahnfixiereinrichtung und die zumindest eine zweite
Bahnfixiereinrichtung entlang des für Bedruckstoff vorgesehenen Transportwegs von
einer Rollenhaltevorrichtung und/oder von einer Nachbearbeitungsvorrichtung zumindest
zweimal, weiter bevorzugt zumindest fünfmal und noch weiter bevorzugt zumindest zehnmal
so weit entfernt sind wie von einer ihnen nächsten Auftragstelle des Druckaggregats.
[0038] Bevorzugt wird weiterhin ein Verfahren zum Handhaben einer Bedruckstoffbahn in einem
Druckaggregat, wobei bevorzugt zunächst gegebenenfalls eine Bedruckstoffbahn in einen
Stillstand versetzt wird und wobei zumindest ein Teil der Bedruckstoffbahn mittels
einer ersten Bahnfixiereinrichtung relativ zu dieser ersten Bahnfixiereinrichtung
und/oder relativ zu einem Gestell des Druckaggregats fixiert wird und wobei zumindest
ein Teil der Bedruckstoffbahn mittels einer zweiten Bahnfixiereinrichtung relativ
zu dieser zweiten Bahnfixiereinrichtung und/oder relativ zu einem bewegbaren, diese
zweite Bahnfixiereinrichtung tragenden Tragelement des Druckaggregats fixiert wird.
Derartige Fixierungen erfolgen beispielsweise durch Aktivierung zumindest einer Saugvorrichtung.
Derartige Fixierungen erfolgen bevorzugt durch Aktivierung zumindest einer Klemmeinrichtung.
Das Verfahren zeichnet sich bevorzugt dadurch aus, dass zumindest ein Teil einer Bedruckstoffbahn
mittels einer ersten Bahnfixiereinrichtung relativ zu dieser ersten Bahnfixiereinrichtung
und/oder relativ zu einem Gestell des Druckaggregats fixiert wird, indem dieser Teil
der Badruckstoffbahn von zwei Seiten von jeweiligen Klemmelementen eingeklemmt wird,
zwischen denen eine magnetische Anziehungskraft herrscht und/oder dass zumindest ein
Teil der Bedruckstoffbahn mittels einer zweiten Bahnfixiereinrichtung relativ zu dieser
zweiten Bahnfixiereinrichtung und/oder relativ zu einem bewegbaren, diese zweite Bahnfixiereinrichtung
tragenden Tragelement des Druckaggregats fixiert wird, indem dieser Teil der Badruckstoffbahn
von zwei Seiten von jeweiligen Klemmelementen eingeklemmt wird, zwischen denen eine
magnetische Anziehungskraft herrscht.
[0039] Bevorzugt wird an einer entlang der Bedruckstoffbahn zwischen der ersten Bahnfixiereinrichtung
und der zweiten Bahnfixiereinrichtung angeordneten Trennstelle die Bedruckstoffbahn
in einen ersten Abschnitt und einen zweiten Abschnitt getrennt, so dass zumindest
ein Teil des ersten Abschnitts der zumindest einen Bedruckstoffbahn relativ zu der
ersten Bahnfixiereinrichtung und/oder relativ zu dem Gestell fixiert ist und so dass
zumindest ein Teil des zweiten Abschnitts der zumindest einen Bedruckstoffbahn relativ
zu der zweiten Bahnfixiereinrichtung und/oder relativ zu dem die zweite Bahnfixiereinrichtung
tragenden Tragelement und/oder bevorzugt relativ zu den zumindest zwei gemeinsam mit
dem zumindest einen Tragelement bewegbaren Leitelementen fixiert ist. Bevorzugt wird
danach die zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung zusammen mit dem daran fixierten
zweiten Abschnitt der Bedruckstoffbahn bewegt und von der ersten Bahnfixiereinrichtung
und dem daran fixierten ersten Abschnitt der Bedruckstoffbahn entfernt.
[0040] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass
die zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung zusammen mit dem daran fixierten zweiten
Abschnitt der Bedruckstoffbahn bewegt und von der ersten Bahnfixiereinrichtung und
dem daran fixierten ersten Abschnitt der Bedruckstoffbahn entfernt wird, indem das
die zweite Bahnfixiereinrichtung tragende Tragelement gemeinsam mit der zweiten Bahnfixiereinrichtung
um zumindest eine gemeinsame Schwenkachse geschwenkt wird.
[0041] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass
durch das Entfernen des zweiten Abschnitts der Bedruckstoffbahn von dem ersten Abschnitt
der Bedruckstoffbahn ein Wartungsraum freigegeben wird, in dem bevorzugt Wartungsarbeiten
durchgeführt werden. Beispielsweise ist während der Wartungsarbeiten zumindest eine
Bedienperson und/oder zumindest eine Wartungsvorrichtung zumindest zeitweise so positioniert
ist, dass eine geradlinige Verbindung zwischen der ersten Bahnfixiereinrichtung und
der zweiten Bahnfixiereinrichtung diese Bedienperson und/oder diese Wartungsvorrichtung
schneidet. Eine Wartungsarbeit besteht beispielsweise zumindest in einem Reinigen
zumindest einer Abschirmeinrichtung. Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren alternativ
oder zusätzlich dadurch aus, dass während des Entfernens des zweiten Abschnitts der
Bedruckstoffbahn von dem ersten Abschnitt der Bedruckstoffbahn zumindest ein den Transportweg
festlegendes Leitelement in eine Wartungsposition bewegt, insbesondere geschwenkt
wird und dass weiter bevorzugt dadurch zumindest eine Abschirmeinrichtung und/oder
zumindest eine Düse eines Druckkopfes des Druckaggregats zugänglich wird.
[0042] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass
danach zumindest eine Standfläche entlang eines Bereitstellungswegs aus einer Bereitschaftsposition
in eine Einsatzposition bewegt wird, in der sowohl ein erster Abstand zwischen der
Standfläche und der ersten Bahnfixiereinrichtung als auch ein zweiter Abstand zwischen
der Standfläche und der zweiten Bahnfixiereinrichtung jeweils kleiner sind, als ein
dritter Abstand zwischen der ersten Bahnfixiereinrichtung und der zweiten Bahnfixiereinrichtung.
Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass
danach, beispielsweise nach Ausführung der Wartungsarbeiten, die zumindest eine Standfläche
wieder zurück in ihre Bereitschaftsposition bewegt wird.
[0043] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass
danach die zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung zusammen mit dem daran fixierten
zweiten Abschnitt der Bedruckstoffbahn bewegt und auf die erste Bahnfixiereinrichtung
und den daran fixierten ersten Abschnitt der Bedruckstoffbahn zu bewegt, insbesondere
geschwenkt wird, insbesondere bis sich zuvor getrennte Enden der beiden Abschnitte
der Bedruckstoffbahn erneut gegenüber liegen. Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren
alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass danach die zuvor getrennten Enden der
beiden Abschnitte der Bedruckstoffbahn miteinander verbunden werden, beispielsweise
durch einen Klebevorgang.
[0044] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass
danach die erste Fixiereinrichtung und die zweite Fixiereinrichtung deaktiviert werden,
um die Bedruckstoffbahn von diesen zu lösen, beispielsweise in dem ein Unterdruck
zumindest einer Saugeinrichtung abgebaut wird.
[0045] Bevorzugt wird ein Verfahrensvorgang zum Betreiben eines Druckaggregats, wobei das
Druckaggregat zumindest zwei Druckköpfe aufweist, durch die jeweils Auftragstellen
für Druckfluid festgelegt sind und wobei durch zumindest zwei Leitelemente des Druckaggregats
ein für Bedruckstoff vorgesehener Transportweg durch das Druckaggregat mit festgelegt
ist und wobei ein Druckabschnitt des für Bedruckstoff vorgesehenen Transportwegs an
einer entlang dieses vorgesehenen Transportwegs ersten Auftragstelle des Druckaggregats
beginnt und an einer entlang dieses vorgesehenen Transportwegs letzten Auftragstelle
des Druckaggregats endet und wobei diese zumindest zwei diesen vorgesehenen Transportweg
im Bereich des Druckabschnitts mit festlegenden Leitelemente mit einem Schwenkwinkel
von zumindest 10° um zumindest eine ihnen gemeinsame Schwenkachse aus einer Arbeitsposition
in eine Wartungsposition geschwenkt werden.
[0046] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren beispielsweise dadurch aus, dass dabei ein
Teil eines zumindest teilweise in dem Druckaggregat angeordneten Bedruckstoffs gemeinsam
mit den zumindest zwei diesen vorgesehenen Transportweg im Bereich des Druckabschnitts
mit festlegenden Leitelementen um die zumindest eine gemeinsame Schwenkachse geschwenkt
wird.
[0047] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass
der Teil des zumindest teilweise in dem Druckaggregat angeordneten Bedruckstoffs gemeinsam
mit den zumindest zwei diesen vorgesehenen Transportweg im Bereich des Druckabschnitts
mit festlegenden Leitelementen um einen Schwenkwinkel von zumindest 10°, weiter bevorzugt
zumindest 20° und noch weiter bevorzugt zumindest 30° um die zumindest eine gemeinsame
Schwenkachse geschwenkt wird.
[0048] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren alternativ oder zusätzlich dadurch aus, dass
eine Hauptförderrichtung durch eine geradlinige Verbindung zwischen einem auf den
Druckabschnitt des für Bedruckstoff vorgesehenen Transportwegs bezogen ersten diesen
Transportweg im Bereich des Druckabschnitts mit festlegenden Leitelement und einem
auf den Druckabschnitt des für Bedruckstoff vorgesehenen Transportwegs bezogen letzten
diesen Transportweg im Bereich des Druckabschnitts mit festlegenden Leitelement festgelegt
ist und dass die Hauptförderrichtung bei in ihrer Wartungsposition angeordneten diesen
Transportweg im Bereich des Druckabschnitts mit festlegenden Leitelementen unter einem
Winkel von höchstens 30°, weiter bevorzugt höchstens 20° und noch weiter bevorzugt
höchstens 10° zu einer vertikalen Richtung angeordnet ist.
[0049] Bevorzugt zeichnet sich die das zumindest eine erste Druckaggregat aufweisende Druckmaschine
dadurch aus, dass entlang des für Bedruckstoff vorgesehenen Transportwegs nach dem
zumindest einen ersten Druckaggregat zumindest ein erster Trockner angeordnet ist,
der einen als Trocknungsabschnitt ausgebildeten Bereich des für Bedruckstoff vorgesehenen
Transportwegs aufweist, der durch einen Einwirkbereich des zumindest einen Trockners
festgelegt ist und dass in zumindest der Hälfte und weiter bevorzugt zumindest in
75 % des gesamten Trocknungsabschnitts eine für den Bedruckstoff vorgesehene Transportrichtung
zumindest eine vertikale, bevorzugt nach unten weisende Komponente aufweist, die größer
ist, als jede gegebenenfalls vorhandene horizontale Komponente dieser Transportrichtung.
Dadurch ergibt sich ein besonders sicherer Aufbau, weil auch bei einem Stillstand
und/oder einem Reißen der Bedruckstoffbahn verhindert wird, dass Bedruckstoff direkt
über und/oder auf heißen Bauteilen des Trockner liegen bleibt und beschädigt wird
oder gar Feuer fängt.
[0050] Die Erfindung ist bevorzugt für unterschiedliche Non Impact Druckverfahren anwendbar,
insbesondere für ionografische Verfahren, magnetografische Verfahren, thermografische
Verfahren, Eletrofotografie, Laserdruck und insbesondere Inkjet-Druckverfahren oder
Tintenstrahldruckverfahren. Im Vorangegangenen und im Folgenden sind für "Druckfarben"
dargelegten Ausführungen und Varianten - soweit kein offensichtlicher Widerspruch
ersichtlich ist - auf jegliche Art von fließfähigen Druckfluiden, insbesondere auch
auf farbige oder farblose Lacke, und auf reliefbildende Materialien wie beispielsweise
Pasten anzuwenden und durch - lediglich gedachten oder tatsächlichen - Austausch des
Ausdruckes "Druckfarbe" durch den verallgemeinernden Ausdruck "Druckfluid" oder einen
speziellen Ausdruck "Lack", "höherviskose Druckfarbe", "niederviskose Druckfarbe"
bzw. "Tinte", oder "Paste" bzw. "pastöses Material" zu übertragen.
[0051] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0052] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Transportwegs für Bedruckstoff durch ein Druckaggregat
und einen Trockner;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Umlenkung einen Bedruckstoffs an einem Leitelement;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Menge von Leitelementen, die durch einen gemeinsamen
Tragrahmen gehalten sind;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer Haltevorrichtung für ein Leitelement;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Teils eines Druckabschnitts;
- Fig. 6a
- eine schematische Darstellung eines Druckaggregats mit Leitelementen in einer Arbeitsposition
und Druckköpfen in einer Druckposition;
- Fig. 6b
- eine schematische Darstellung des Druckaggregats gemäß Fig. 1a mit Leitelementen in
einer Arbeitsposition und Druckköpfen in einer Abstellposition;
- Fig. 6c
- eine schematische Darstellung des Druckaggregats gemäß Fig. 1a mit Leitelementen in
einer Wartungsposition und Druckköpfen in einer Druckposition;
- Fig. 7a
- eine schematische Darstellung eines Druckaggregats mit Bahnfixiereinrichtungen und
mit Leitelementen in einer Arbeitsposition;
- Fig. 7b
- eine schematische Darstellung eines Druckaggregats mit Bahnfixiereinrichtungen und
mit Leitelementen in einer Wartungsposition;
- Fig. 8a
- eine schematische Darstellung eines Druckaggregats mit deaktivierter Umlenkeinrichtung
und mit Leitelementen in einer Arbeitsposition;
- Fig. 8b
- eine schematische Darstellung eines Druckaggregats mit deaktivierter Umlenkeinrichtung
und mit Leitelementen in einer Wartungsposition;
- Fig. 8c
- eine schematische Darstellung eines Druckaggregats mit aktivierter Umlenkeinrichtung
und mit Leitelementen in einer Wartungsposition.
[0053] Unter dem Begriff eines Druckfluids sind im Vorangegangenen und im Folgenden Tinten
und Druckfarben, aber auch Lacke und pastöse Materialien zusammengefasst. Bevorzugt
sind Druckfluide Materialien, die durch eine Druckmaschine 01 oder zumindest ein Druckaggregat
200 der Druckmaschine 01 auf einen Bedruckstoff 02 übertragen werden und/oder übertragbar
sind und dabei bevorzugt in fein strukturierter Form und/oder nicht lediglich großflächig
eine bevorzugt sichtbare und/oder durch Sinneseindrücke spürbare und/oder maschinell
detektierbare Textur auf dem Bedruckstoff 02 begründen. Tinten und Druckfarben sind
bevorzugt Lösungen oder Dispersionen zumindest eines Farbmittels in zumindest einem
Lösungsmittel. Als Lösungsmittel kommen beispielsweise Wasser und/oder organische
Lösungsmittel in Betracht. Alternativ oder zusätzlich kann das Druckfluid als unter
UV-Licht vernetzendes Druckfluid ausgebildet sein. Tinten sind relativ niedrigviskose
Druckfluide und Druckfarben sind relativ hochviskose Druckfluide. Tinten weisen dabei
bevorzugt kein Bindemittel oder relativ wenig Bindemittel auf, während Druckfarben
bevorzugt relativ viel Bindemittel und weiter bevorzugt weitere Hilfsstoffe enthalten.
Farbmittel können Pigmente und/oder Farbstoffe sein, wobei Pigmente im Anwendungsmedium
unlöslich sind, während Farbstoffe im Anwendungsmedium löslich sind.
[0054] Der Einfachheit halber soll im Vorangegangenen und im Folgenden - falls nicht explizit
unterschieden und entsprechend benannt - der Ausdruck "Druckfarbe" oder "Druckfluid"
im Sinne eines in der Druckmaschine zu verdruckenden flüssigen oder zumindest fließfähigen
Färbefluids verstanden sein, der sich nicht nur auf die umgangssprachlich eher mit
dem Ausdruck "Druckfarbe" in Verbindung gebrachten höherviskosen Färbefluide für die
Anwendung in Rotationsdruckmaschinen, sondern neben diesen höherviskosen Färbefluids
im Besonderen auch niederviskose Färbefluids wie "Tinten", insbesondere Inkjet-Tinten,
aber auch pulverförmige Färbefluids wie z. B. Toner, einschließt. So sind im Vorangegangenen
und im Folgenden insbesondere auch farblose Lacke gemeint, wenn von Druckfluiden und/oder
Tinten und/oder Druckfarben die Rede ist. Bevorzugt sind im Vorangegangenen und im
Folgenden insbesondere auch Mittel für eine Vorbehandlung (sogenanntes precoating)
des Bedruckstoffs 02 gemeint, wenn von Druckfluiden und/oder Tinten und/oder Druckfarben
die Rede ist. Alternativ zu dem Begriff des Druckfluids ist der Begriff des Beschichtungsmittel
synonym zu verstehen.
[0055] Als Druckmaschine 01 ist hier eine zumindest ein Druckfluid auf einen Bedruckstoff
02 auftragende oder aufzutragen fähige Maschine zu verstehen. Eine Druckmaschine 01
weist bevorzugt zumindest eine Bedruckstoffquelle, bevorzugt zumindest ein erstes
Druckaggregat 200, bevorzugt zumindest ein erstes die Trocknung unterstützendes Mittel,
d. h. erstes Trocknungshilfsmittel 301, z. B. einen ersten Trockner 301, und bevorzugt
zumindest eine Nachbearbeitungsvorrichtung auf. Die Druckmaschine 01 weist gegebenenfalls
beispielsweise zumindest ein zweites Druckaggregat und beispielsweise zumindest ein
zweites die Trocknung unterstützendes Mittel, d. h. Trocknungshilfsmittel, z. B. einen
zweiten Trockner auf. Die Druckmaschine 01 ist bevorzugt als Tintenstrahldruckmaschine
01 ausgebildet. Bevorzugt ist die Druckmaschine 01 als Rollen-Druckmaschine 01 ausgebildet,
weiter bevorzugt als Rollen-Tintenstrahldruckmaschine 01. Die Druckmaschine 01 kann
als eine - insgesamt oder ggf. neben anderen Non Impact Druckverfahren und/oder druckformbasierten
Verfahren - nach dem Inkjet- oder Tintenstrahlverfahren arbeitende Druckmaschine 01
ausgeführt sein, insbesondere als Tintenstrahldruckmaschine 01. Das zumindest eine
erste Druckaggregat 200 ist bevorzugt als zumindest ein erstes Tintenstrahldruckaggregat
200 ausgebildet. Insbesondere ist das Druckaggregat 200 bevorzugt ein Druckaggregat
200 für eine Bearbeitung von bahnförmigem Bedruckstoff 02.
[0056] Im Fall einer Rollen-Druckmaschine 01 ist die Bedruckstoffquelle als Rollenabspulvorrichtung
ausgebildet. In der Bedruckstoffquelle wird bevorzugt zumindest ein Bedruckstoff 02
ausgerichtet, bevorzugt zumindest bezüglich einer Kante dieses Bedruckstoffs 02. In
der Rollenabspulvorrichtung einer Rollen-Druckmaschine 01 wird zumindest ein bahnförmiger
Bedruckstoff 02, also eine Bedruckstoffbahn 02, vorzugsweise eine Papierbahn 02 von
einer Bedruckstoffrolle 101 abgespult und bevorzugt bezüglich ihrer Kanten in einer
axialen Richtung A ausgerichtet. Die axiale Richtung A ist bevorzugt eine Richtung
A, die sich parallel zu einer Rotationsachse einer Bedruckstoffrolle in einer Querrichtung
A erstreckt. Die Querrichtung A ist bevorzugt eine horizontal verlaufende Richtung
A. Die Querrichtung A ist orthogonal zu der vorgesehenen Transportrichtung des Bedruckstoffs
02 und/oder orthogonal zu dem vorgesehenen Transportweg des Bedruckstoffs 02 durch
das zumindest eine erste Druckaggregat 200 orientiert. Ein Transportweg des zumindest
einen Bedruckstoffs 02 und insbesondere die Bedruckstoffbahn 02 verläuft im Anschluss
an die zumindest eine Bedruckstoffquelle bevorzugt durch das zumindest eine erste
Druckaggregat 200, wo der Bedruckstoff 02 und insbesondere die Bedruckstoffbahn 02
bevorzugt mittels zumindest einer Druckfarbe einseitig mit einem Druckbild versehen
wird.
[0057] Die Transportrichtung ist im Fall eines gekrümmten Transportwegs bevorzugt jeweils
diejenige Richtung, die tangential zu einem einem jeweiligen Referenzpunkt nächsten
Teilstück und/oder Punkt des vorgesehenen Transportwegs verläuft. Dieser jeweilige
Referenzpunkt liegt bevorzugt an dem Punkt und/oder an dem Bauteil, das zu der Transportrichtung
in Bezug gesetzt wird.
[0058] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Tintenstrahldruckmaschine 01 beschrieben.
Die Erfindung ist aber auch für andere Non Impact Druckverfahren oder vollständig
andere Druckverfahren wie beispielsweise einen Rotationsdruck, Offset-Druck, Flachdruck,
Hochdruck, Siebdruck oder Tiefdruck einsetzbar soweit sich daraus keine Widersprüche
ergeben. Im Folgenden wird die Erfindung im Zusammenhang mit einem bahnförmigen Bedruckstoff
02, also einer Bedruckstoffbahn 02 beschrieben. Entsprechende Merkmale sind aber bevorzugt
ebenso auf Druckmaschinen 01 für bogenförmigen Bedruckstoff 02 anwendbar, soweit sich
daraus keine Widersprüche ergeben.
[0059] In der Rollenabspulvorrichtung ist zumindest eine Bedruckstoffrolle rotierbar angeordnet.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Rollenabspulvorrichtung für die Aufnahme
einer Bedruckstoffrolle geeignet ausgebildet, weist also nur eine Speicherposition
für eine Bedruckstoffrolle auf. In einer anderen Ausführungsform ist die Rollenabspulvorrichtung
als Rollenwechsler ausgebildet und weist Speicherpositionen für zumindest zwei Bedruckstoffrollen
auf. Bevorzugt ist der Rollenwechsler derart ausgebildet, dass er einen fliegenden
Rollenwechsel ermöglicht, also ein Verbinden einer ersten Bedruckstoffbahn 02 einer
aktuell verarbeiteten Bedruckstoffrolle mit einer zweiten Bedruckstoffbahn 02 einer
nachfolgend zu verarbeitenden Bedruckstoffrolle, während sowohl die aktuell verarbeitete
Bedruckstoffrolle, als auch die nachfolgend zu verarbeitende Bedruckstoffrolle rotieren.
[0060] Bevorzugt weist die Rollenabspulvorrichtung entlang des vorgesehenen Transportwegs
der Bedruckstoffbahn 02 nach einer Rollenhaltevorrichtung eine bevorzugt an einem
Tänzerhebel auslenkbar angeordnete Tänzerwalze und/oder einen ersten Bahnkantenausrichter
und/oder ein, einen von einer Zugwalze und einem Zugpresseur gebildeten Einzugspalt
und eine als erste Messwalze, insbesondere Einzugmesswalze ausgebildete erste Messeinrichtung
aufweisendes Einzugwerk auf. Diese Zugwalze weist bevorzugt einen eigenen, als Zugantriebsmotor
ausgebildeten Antriebsmotor auf, der bevorzugt mit einer Maschinensteuerung verbunden
ist. Mittels der Tänzerwalze ist eine Bahnspannung einstellbar und in Grenzen haltbar
und/oder wird die Bahnspannung bevorzugt in Grenzen gehalten. Gegebenenfalls weist
die Rollenabspulvorrichtung eine Klebe- und Schneideinrichtung auf, mittels der ein
Rollenwechsel fliegend, d. h. ohne Stillstand der Bedruckstoffbahn 02 vonstattengehen
kann. Dem ersten Bahnkantenausrichter nachfolgend ist bevorzugt das Einzugwerk angeordnet.
Als Bestandteil des Einzugwerks ist bevorzugt die zumindest die Zugwalze angeordnet,
mit der bevorzugt der Zugpresseur zusammen den Einzugspalt bildend angeordnet ist.
Der Einzugspalt dient einer Regelung einer Bahnspannung und/oder einem Transport des
Bedruckstoffs 02.
[0061] Unter einem Druckaggregat 200 ist eine Vorrichtung zu verstehen, mittels der ein
bahn- oder bogenförmiger Bedruckstoff 02 zumindest auf einer seiner Seiten mit zumindest
einem Druckfluid versehen wird oder werden kann. Das zumindest eine erste Druckaggregat
200 der Druckmaschine 01 weist bevorzugt zumindest eine Druckstelle 201 auf. Unter
einer Druckstelle 201 ist dabei ein bevorzugt vollständiger Bereich zu verstehen,
in dem Kontakt zwischen einem jeweiligen selben Druckfluid und einem Bedruckstoff
02 hergestellt wird oder herstellbar ist. Der Begriff der Druckstelle 201 soll auch
dann zum Einsatz kommen, wenn das Druckfluid ohne Pressung zwischen Bedruckstoff 02
einerseits und einem das Druckfluid übertragenden Bauteil andererseits auf den Bedruckstoff
02 aufgetragen wird, beispielsweise durch ein Auftreffen frei beweglichen Druckfluids
auf dem Bedruckstoff 02, beispielsweise fliegender Tropfen des Druckfluids. Bevorzugt
umfasst eine Druckstelle 201 sämtliche Bereiche, die für ein Auftreffen eines bestimmten,
insbesondere dieser Druckstelle 201 zugeordneten Druckfluids auf den Bedruckstoff
02 vorgesehen sind. Im Fall eines nach dem Tintenstrahldruckverfahren arbeitenden
Druckaggregats 200 umfasst beispielsweise eine Druckstelle 201 sämtliche Bereiche,
die für ein Auftreffen einer schwarzen Tinte auf eine erste Seite des Bedruckstoffs
02 vorgesehen sind.
[0062] Das zumindest eine erste Druckaggregat 200 weist bevorzugt mehrere Druckstellen 201
auf, denen jeweils ein jeweiliges Druckfluid zugeordnet ist, beispielsweise zumindest
vier Druckstellen 201, bevorzugt zumindest fünf Druckstellen 201, weiter bevorzugt
zumindest sechs Druckstellen 201 und noch weiter bevorzugt zumindest sieben Druckstellen
201.
[0063] Eine Arbeitsbreite der Druckmaschine 01 und/oder des zumindest einen Druckaggregats
200 ist eine Abmessung, die sich bevorzugt orthogonal zu dem vorgesehenen Transportweg
des Bedruckstoffs 02 durch das zumindest eine erste Druckaggregat 200 erstreckt, weiter
bevorzugt in der Querrichtung A. Die Querrichtung A ist bevorzugt eine horizontal
verlaufende Richtung A. Die Querrichtung A ist orthogonal zu der vorgesehenen Transportrichtung
des Bedruckstoffs 02 und/oder orthogonal zu dem vorgesehenen Transportweg des Bedruckstoffs
02 durch das zumindest eine Druckaggregat 200 orientiert. Die Arbeitsbreite der Druckmaschine
01 entspricht bevorzugt einer maximalen Breite, die ein Bedruckstoff 02 aufweisen
darf, um noch mit der Druckmaschine 01 verarbeitet werden zu können, also einer maximalen
mit der Druckmaschine 01 verarbeitbaren Bedruckstoffbreite. Die Arbeitsbreite der
Druckmaschine 01 entspricht bevorzugt der Arbeitsbreite des zumindest einen ersten
Druckaggregats 200.
[0064] Jede Druckstelle 201 weist bevorzugt zumindest eine Auftragstelle 211 auf. Jede Auftragstelle
211 ist bevorzugt zumindest einer bilderzeugende Einrichtung 221 zugeordnet, insbesondere
zumindest einem Druckkopf 221 und weiter bevorzugt zumindest einer Druckkopfreihe
222. Jede Auftragstelle 211 erstreckt sich bevorzugt in der Querrichtung A, weiter
bevorzugt über die gesamte Arbeitsbreite der Druckmaschine 01. Im Fall einer Tintenstrahldruckmaschine
01 ist die zumindest eine bilderzeugende Einrichtung 221 bevorzugt als zumindest ein
Druckkopf 221, insbesondere Tintenstrahldruckkopf 221 ausgebildet. Das zumindest eine
Druckaggregat 200 weist bevorzugt zumindest zwei druckköpfe 221 auf. Beispielsweise
zeichnet sich das zumindest eine Druckaggregat 200 dadurch aus, dass die zumindest
zwei Druckköpfe 221 als für ein Non Impact Druckverfahren ausgelegte Druckköpfe 221
ausgebildet sind und weiter bevorzugt dadurch, dass die zumindest zwei Druckköpfe
221 als Tintenstrahldruckköpfe 221 ausgebildet sind. Bilderzeugende Einrichtungen
221 wie beispielsweise Druckköpfe 221 weisen üblicherweise eine begrenzte Abmessung
auf, insbesondere in der Querrichtung A. Daraus ergibt sich ein eingeschränkter Bereich
des Bedruckstoffs 02, auf den von einem jeweiligen Druckkopf 221 Druckfluid aufgetragen
werden kann. Deshalb werden üblicherweise mehrere bilderzeugende Einrichtungen 221
oder Druckköpfe 221 in der Querrichtung A hintereinander angeordnet. Solche bezüglich
der Querrichtung A hintereinander angeordneten Druckköpfe 221 werden als Druckkopfreihe
222 bezeichnet. Im Folgenden werden unterbrochene Druckkopfreihen 222 und durchgehende
Druckkopfreihen 222 beschrieben. Im Sonderfall eines sich über die gesamte Arbeitsbreite
erstreckenden Druckkopfes 221 soll dieser ebenfalls als Druckkopfreihe 222 gelten,
insbesondere als durchgehende Druckkopfreihe 222.
[0065] Üblicherweise sind solche einzelnen Druckköpfe 221 nicht bis zu einem Rand ihres
Gehäuses mit Düsen versehen. Darum sind bevorzugt zumindest zwei und weiter bevorzugt
genau zwei sich in der Querrichtung A erstreckende Druckkopfreihen 222 entlang des
für den Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportwegs versetzt zueinander angeordnet.
Solche Druckkopfreihen 221 sind beispielsweise unterbrochene Druckkopfreihen 222.
Jeweils zwei solche insbesondere unterbrochenen Druckkopfreihen 222 bilden gemeinsam
eine Doppelreihe 223 von Druckköpfen 221. Durch entsprechende versetzte Anordnung
der Druckköpfe 221 der beiden unterbrochenen Druckkopfreihen 222 ist bevorzugt die
gesamte Arbeitsbreite der Druckmaschine 01 und/oder des zumindest einen ersten Druckaggregats
200 von Düsen der Druckköpfe erreichbar. Bevorzugt sind in einer Richtung orthogonal
zu der Querrichtung A, insbesondere in Transportrichtung entlang des vorgesehenen
Transportwegs des Bedruckstoffs 02 mehrere Druckkopfreihen 222, weiter bevorzugt zumindest
vier Doppelreihen 223 und noch weiter bevorzugt zumindest acht Doppelreihen 223 von
Druckköpfen 221 nacheinander angeordnet, insbesondere auf den für den Transport des
Bedruckstoffs 02 vorgesehenen Transportweg ausgerichtet. Jeder Doppelreihe 223 von
Druckköpfen 221 ist bevorzugt ein Druckfluid, insbesondere eine Tinte einer bestimmten
Farbe zugeordnet und/oder zuordenbar, beispielsweise jeweils eine der Farben Schwarz,
Cyan, Gelb und Magenta oder ein Lack, beispielsweise ein Klarlack, oder ein Mittel
oder Stoffgemisch für eine Vorbehandlung (precoating) des Bedruckstoffs 02 oder eine
Sonderfarbe. Bei entsprechender Ausgestaltung der Druckköpfe 221 ist alternativ auch
denkbar, eine durchgehende Druckkopfreihe 222 anzuordnen, deren Düsen gemeinsam die
komplette Arbeitsbreite der Druckmaschine 01 abdecken.
[0066] Jeder Düse ist bevorzugt ein eindeutig festgelegter Zielbereich auf die Richtung
A der Breite der Bedruckstoffbahn 02 und bevorzugt auf die Querrichtung A bezogen
zugeordnet. Bevorzugt ist jeder Zielbereich einer Düse zumindest in dem Druckbetrieb
eindeutig festgelegt. Insbesondere ist ein Zielbereich einer Düse derjenige insbesondere
im Wesentlichen geradlinige Raumbereich, der sich in einer Ausstoßrichtung dieser
Düse von dieser Düse aus erstreckt. Ein Auftreffbereich ist bevorzugt ein Bereich,
der für einen Kontakt von Druckfluid mit dem Bedruckstoff 02 vorgesehen ist, insbesondere
für Tropfen von Druckfluid mit dem Bedruckstoff 02. Jeder Düse jedes Druckkopfes 221
ist bevorzugt ein Auftreffbereich zugeordnet, insbesondere in einem direkten Tintenstrahldruckverfahren.
Ein Auftreffbereich eines Druckkopfes 221 ist bevorzugt eine Summe aller Auftreffbereiche
von Düsen dieses Druckkopfes 221. Eine Auftragstelle 211 ist bevorzugt eine Summe
von Auftreffbereichen von insbesondere funktionell zusammengefassten Druckköpfen 221,
die gemeinsam die gesamte Arbeitsbreite der Druckmaschine 01 überspannen. Im Fall
von als Doppelreihen 223 ausgebildeten Paaren von unterbrochenen Druckkopfreihen 222
ist eine Auftragstelle 211 bevorzugt eine Summe von Auftreffbereichen der Druckköpfe
221, die gemeinsam die Doppelreihe bilden. Im Fall von durchgehenden Druckkopfreihen
222 ist eine Auftragstelle 211 bevorzugt eine Summe von Auftreffbereichen der Druckköpfe
221, die gemeinsam die durchgehende Druckkopfreihe 222 bilden.
[0067] Beispielsweise sind zumindest einem Druckfluid mehrere Auftragstellen 211 zugeordnet,
beispielsweise in der Form, dass zwei Doppelreihen 223 von Druckköpfen 221 ein gleiches
Druckmedium ausstoßen oder auszustoßen fähig sind. Dies ist beispielsweise sinnvoll,
um eine Auflösung eines Druckbilds zu erhöhen und/oder um eine Geschwindigkeit eines
Druckvorgangs zu erhöhen. Diese mehreren Auftragstellen 211 bilden dann gemeinsam
die diesem Druckmedium zugeordnete Druckstelle 201.
[0068] Beispielsweise dient eine entlang des vorgesehenen Transportwegs erste Druckstelle
201 und/oder erste Auftragstelle 211 dem Auftragen eines Mittels oder Stoffgemischs
zur Vorbehandlung (precoating) des Bedruckstoffs 02. Dadurch kann dieses Mittel oder
Stoffgemisch selektiv und gezielt auf den Bedruckstoff 02 aufgetragen werden, insbesondere
nur an solchen Stellen, an denen eine weitere Behandlung des Bedruckstoffs 02 erfolgt,
die eine solche Vorbehandlung erforderlich machen, beispielsweise ein Auftragen eines
weiteren Druckfluids.
[0069] Ein Druckaggregat 200 umfasst beispielsweise lediglich eine Druckstelle 201, beispielsweise
für die Farbe Schwarz. Bevorzugt weist das zumindest eine erste Druckaggregat 200
aber wie beschreiben mehrere Druckstellen 201 auf. Die Druckstellen 201 können sich
räumlich direkt aneinander anschließen oder aber voneinander beabstandet sein, beispielsweise
nach Farben getrennt. Unter den Begriff einer Druckstelle 201 soll auch ein Abschnitt
fallen, der-z. B. ohne Unterbrechung durch eine andere Farbe - mehrere aufeinander
folgenden Auftragstellen 211 einer selben Farbe aufweist. Sind jedoch ein- oder mehrfache
Auftragstellen 211 einer Farbe entlang des für Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportwegs
betrachtet durch zumindest eine einfache oder mehrfache Auftragstelle 211 zumindest
einer anderen Farbe getrennt, so stellen diese in diesem Sinne zwei voneinander verschiedene
Druckstellen 201 dar. Für den Fall lediglich einer Druckstelle 201 stellt diese gleichzeitig
die erste und die letzte Druckstelle 201 des betreffenden Druckaggregats 200 dar.
Beispielsweise im Fall eines indirekten Tintenstrahldruckverfahrens ist eine Druckstelle
ein Kontaktbereich zwischen einem Übertragungskörper und dem Bedruckstoff 02.
[0070] Bevorzugt weist das zumindest eine Druckaggregat 200 zumindest einen Druckkopf 221
auf, der weiter bevorzugt als zumindest ein Tintenstrahldruckkopf 221 ausgebildet
ist. Jeder Druckkopf 221 weist bevorzugt eine Mehrzahl von Düsen auf, aus denen Tropfen
von Druckfluid, insbesondere Tintentropfen ausgestoßen werden und/oder ausstoßbar
sind. Bevorzugt weist das zumindest eine Druckaggregat 200 zumindest einen Düsenbalken
231 auf. Ein Düsenbalken 231 ist dabei ein Bauteil, das sich bevorzugt über zumindest
80 % und weiter bevorzugt zumindest 100 % der Arbeitsbreite der Druckmaschine 01 erstreckt
und/oder bevorzugt als Träger des zumindest einen Druckkopfs 221 dient. Dabei ist
beispielsweise ein einziger oder sind bevorzugt mehrere Düsenbalken 231 je Druckaggregat
200 angeordnet. Weiter bevorzugt weist das zumindest eine Druckaggregat 200 zumindest
drei Düsenbalken 231 auf, noch weiter bevorzugt zumindest fünf Düsenbalken 231 und
noch weiter bevorzugt zumindest vierzehn (14) Düsenbalken 231 .
[0071] Der zumindest eine erste Düsenbalken 231 erstreckt sich bevorzugt orthogonal zu dem
vorgesehenen Transportweg des Bedruckstoffs 02 über die gesamte Arbeitsbreite der
Druckmaschine 01, insbesondere in der Querrichtung A. Der zumindest eine Düsenbalken
231 weist bevorzugt zumindest eine Reihe von Düsen auf, insbesondere dadurch, dass
zumindest ein Düsen aufweisender Druckkopf 221 an dem zumindest einen Düsenbalken
231 angeordnet ist. Die zumindest eine Reihe von Düsen weist in der Querrichtung A
gesehen bevorzugt über die gesamte Arbeitsbreite der Druckmaschine 01 in regelmäßigen
Abständen Düsenöffnungen auf. In einer Ausführungsform ist dazu ein einziger durchgehender
Druckkopf 221 angeordnet, der sich in der Querrichtung A über die gesamte Arbeitsbreite
der Druckmaschine 01 erstreckt. In einer anderen, bevorzugten Ausführungsform sind
in der Querrichtung A nebeneinander mehrere Druckköpfe 221 an dem zumindest einen
Düsenbalken 231 angeordnet.
[0072] Bevorzugt weist der zumindest eine Düsenbalken 231 jeweils zumindest einen Druckkopf
221 und bevorzugt jeweils mehrere Druckköpfe 221 auf. In dem Fall, in dem der zumindest
eine Düsenbalken 231 jeweils nur einen Druckkopf 221 aufweist, erstreckt sich dieser
Druckkopf 221 bevorzugt über eine gesamte Arbeitsbreite der Druckmaschine 01. In dem
Fall, in dem der zumindest eine Düsenbalken 231 jeweils mehrere Druckköpfe 221 aufweist,
sind diese Druckköpfe 221 bevorzugt als zumindest eine Druckkopfreihe 221 oder weiter
bevorzugt als zumindest eine Doppelreihe 223 von Druckköpfen 221 ausgebildet und erstreckt
sich die zumindest eine Druckkopfreihe 222 oder Doppelreihe 223 von Druckköpfen 221
bevorzugt über eine gesamte Arbeitsbreite der Druckmaschine 01. Im Fall einer Doppelreihe
223 von Druckköpfen 221 ist die zumindest eine Reihe von Düsen des jeweiligen Düsenbalkens
231 bevorzugt auf zumindest zwei unterbrochene Druckkopfreihen 222 aufgeteilt.
[0073] Weist ein Druckkopf 221 mehrere Düsen auf, so bilden alle Zielbereiche der Düsen
dieses Druckkopfes 221 zusammen einen Arbeitsbereich dieses Druckkopfes 221. Arbeitsbereiche
von Druckköpfen 221 eines Düsenbalkens 231 und insbesondere einer Doppelreihe von
Druckköpfen 221 grenzen in der Querrichtung A gesehen aneinander an und/oder überlappen
in der Querrichtung A gesehen. Auf diese Weise ist auch bei in Querichtung A nicht
durchgehendem Druckkopf 221 sichergestellt, dass in Querrichtung A gesehen in regelmäßigen
und bevorzugt periodischen Abständen Zielbereiche von Düsen des zumindest einen Düsenbalkens
231 und/oder insbesondere jeder Doppelreihe 223 von Druckköpfen 221 liegen. In jedem
Fall erstreckt sich ein gesamter Arbeitsbereich des zumindest einen Düsenbalkens 231
bevorzugt über zumindest 90 % und weiter bevorzugt zumindest 100 % der Arbeitsbreite
der Druckmaschine 01 in der Querrichtung A bzw. der gesamten Breite einer Bedruckstoffführung
249. An einer oder beiden Seiten bezüglich der axialen Richtung A kann ein schmaler
Bereich der Bedruckstoffbahn 02 und/oder des der Breite der Bedruckstoffführung 249
vorhanden sein, der nicht dem Arbeitsbereich der Düsenbalken 231 angehört. Ein gesamter
Arbeitsbereich des zumindest einen Düsenbalkens 231 ist bevorzugt aus allen Arbeitsbereichen
von Druckköpfen 221 dieses zumindest einen Düsenbalkens 231 zusammengesetzt und ist
bevorzugt aus allen Zielbereichen von Düsen dieser Druckköpfe 221 dieses zumindest
einen Düsenbalkens 231 zusammengesetzt. Bevorzugt entspricht ein gesamter Arbeitsbereich
einer Doppelreihe 223 von Druckköpfen 221 in der Querrichtung A gesehen dem Arbeitsbereich
des zumindest einen Düsenbalkens 231. Jeder Doppelreihe 223 von Druckköpfen 221 ist
bevorzugt ein Druckfluid einer bestimmten Farbe zugeordnet und/oder zuordenbar, beispielsweise
jeweils eine der Farben Schwarz, Cyan, Gelb und Magenta oder ein Lack, beispielsweise
ein Klarlack. Bevorzugt bilden alle Arbeitsbereiche von Druckköpfen 221 des zumindest
einen ersten Druckaggregats 200 gemeinsam einen Arbeitsbereich dieses zumindest einen
ersten Druckaggregats 200.
[0074] Bevorzugt weist der zumindest eine Düsenbalken 213 in einer Förderrichtung einer
Bedruckstoffführung 249 mehrere Reihen von Düsen auf. Diese Förderrichtung der Bedruckstoffführung
249 ist bevorzugt identisch mit der Transportrichtung des für den Transport von Bedruckstoff
02 vorgesehenen Transportwegs. Bevorzugt weist jeder Druckkopf 221 eine Vielzahl von
Düsen auf, die weiter bevorzugt in einer Matrix von mehreren Zeilen in Querrichtung
A und/oder mehreren Spalten bevorzugt in Förderrichtung der Bedruckstoffführung 249
angeordnet sind, wobei derartige Spalten beispielsweise schräg zu der Förderrichtung
der Bedruckstoffführung 249 verlaufend angeordnet sind, beispielsweise um eine Auflösung
eines Druckbildes zu erhöhen.
[0075] Der zumindest eine Druckkopf 221 arbeitet zur Erzeugung von Druckfarbetropfen bevorzugt
nach dem drop-on-demand-Verfahren, bei dem Druckfarbetropfen bei Bedarf gezielt erzeugt
werden. Bevorzugt kommt je Düse zumindest ein Heizelement zum Einsatz, das eine Verdampfung
von Druckfluid innerhalb eines Reservoirs erzeugt. Durch das von der entstehenden
Gasblase verdrängte Volumen wird aus der entsprechenden Düse eine im Wesentlichen
der Gasblase entsprechende Menge Druckfluid ausgestoßen, insbesondere in Tropfenform.
Durch unterschiedlichen Stromfluss durch das Heizelement wird auf die Wärmeentwicklung
des Heizelements und damit die Größe der Druckfarbetropfen Einfluss genommen. Auf
diese Weise sind Farbabstufungen im entstehenden Druckbild realisierbar, ohne eine
zum Druckbild beitragende Tropfenanzahl zu verändern (Amplitudenmodulation). Alternativ
kommt je Düse zumindest ein Piezoelement zum Einsatz, das bei Anlage einer Spannung
ein mit Druckfarbe gefülltes Volumen mit hoher Geschwindigkeit um einen bestimmten
Anteil verringern kann. Dadurch wird Druckfarbe verdrängt, die durch eine, mit dem
mit Druckfarbe gefüllten Volumen verbundene Düse ausgestoßen wird und zumindest einen
Druckfarbetropfen bildet. Durch Anlage unterschiedlicher Spannungen an das Piezoelement
wird auf den Stellweg des Piezoelements und damit die Verringerung des Volumens und
damit die Größe der Druckfarbetropfen Einfluss genommen.
[0076] Beim drop-on-demand-Verfahren ist eine Tropfenablenkung nach deren Ausstoß aus der
entsprechenden Düse nicht notwendig, da es möglich ist, eine Zielposition des jeweiligen
Druckfarbetropfens auf der bewegten Bedruckstoffbahn 02 bezüglich der Förderrichtung
der Bedruckstoffführung 249 allein durch einen Emissionszeitpunkt des jeweiligen Druckfarbetropfens
und eine Fördergeschwindigkeit der Bedruckstoffführung 249 festzulegen. Durch einzelne
Ansteuerung jeder Düse werden nur zu ausgewählten Zeitpunkten und an ausgewählten
Orten Druckfarbetropfen von dem zumindest einen Druckkopf 221 auf die Bedruckstoffbahn
02 übertragen. Dies geschieht in Abhängigkeit von der Fördergeschwindigkeit und/oder
Fördermittelposition der Bedruckstoffführung 249, einem Abstand zwischen der jeweiligen
Düse und der Bedruckstoffbahn 02 sowie der Lage des Zielbereichs der jeweiligen Düse
bezüglich der in Transportrichtung betrachteten Lage der Bedruckstoffführung 249.
Dadurch ergibt sich ein erwünschtes Druckbild, das in Abhängigkeit von der Ansteuerung
aller Düsen gestaltet ist. Ein Ausstoß von Tintentropfen aus der zumindest einen Düse
des zumindest einen Druckkopfs 221 erfolgt bevorzugt in Abhängigkeit von der von der
Maschinensteuerung vorgegebenen Drehstellung des ersten Antriebsmotors. Dabei werden
die von der Maschinensteuerung an den ersten Antriebsmotor vorgegebene Soll-Daten
der Drehstellung des ersten Antriebsmotors bevorzugt in Echtzeit in eine Berechnung
von Daten zur Ansteuerung der Düsen des zumindest einen Druckkopfs 221 mit einbezogen.
Ein Abgleich mit Ist-Daten der Drehstellung des ersten Antriebsmotors ist bevorzugt
nicht notwendig und findet bevorzugt nicht statt. Eine exakte und konstante Lage der
Bedruckstoffbahn 02 relativ zu der ersten Bedruckstoffführung 249 ist daher für ein
passergerechtes und/oder registergerechtes Druckbild von großer Bedeutung.
[0077] Die große Genauigkeit der von der Maschinensteuerung vorgegebenen und von dem ersten
Antriebsmotor verarbeiteten Soll-Daten zur Drehlage des ersten Antriebsmotors der
Bedruckstoffführung 249 ermöglicht eine sehr genaue Lagebestimmung und/oder Kenntnis
der Lage der Bedruckstoffbahn 02 relativ zu den Düsen und deren Zielbereichen. Eine
Tropfenflugzeit zwischen den Düsen und der Bedruckstoffbahn 02 ist beispielsweise
durch einen Einlernvorgang und/oder durch den bekannten Abstand zwischen den Düsen
und der Bedruckstoffbahn 02 und eine bekannte Tropfengeschwindigkeit bekannt. Aus
der Lage der Bedruckstoffführung 249 und/oder des ersten Antriebs der Bedruckstoffführung
249, der Fördergeschwindigkeit der Bedruckstoffführung 249 und der Tropfenflugzeit
wird ein idealer Zeitpunkt zum Ausstoß eines jeweiligen Tropfens bestimmt, so dass
eine passergerechte und/oder registergerechte Bebilderung der Bedruckstoffbahn 02
erreicht wird.
[0078] Eine Förderstrecke, insbesondere eine Förderstrecke für Bedruckstoff umfasst bevorzugt
diejenigen Einrichtungen 241; 251; 252; 253; 254; 256; 257, die einen Transportweg
für den Bedruckstoff festlegen, beispielsweise Walzen, Zylinder, Leitelemente und
ähnliches. Eine Förderstrecke des zumindest einen ersten Druckaggregats 200, die sich
von einer entlang des für den Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportwegs ersten Druckstelle
201 des zumindest einen ersten Druckaggregats 200 bis zu einer entlang des für den
Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportwegs letzten Druckstelle 201 des zumindest einen
ersten Druckaggregats 200 erstreckt, wird als Druckstrecke 224 des zumindest einen
ersten Druckaggregats 200 bezeichnet. Der vorgesehene Transportweg ist dabei derjenige
Raumbereich, den der Bedruckstoff 02 im Fall seiner Anwesenheit gegebenenfalls einnehmen
würde. Die Förderstrecke des zumindest einen ersten Druckaggregats 200 umfasst bevorzugt
diejenigen Einrichtungen 241; 251; 252; 254; 256, die den Transportweg durch das zumindest
eine erste Druckaggregat 200 festlegen, insbesondere sowohl den vorgesehen Transportweg
unabhängig von einer Anwesenheit des Bedruckstoffs 02 als auch den tatsächlichen Transportweg
bei anwesendem Bedruckstoff 02. Der von der Druckstrecke 224 festgelegte Teil des
vorgesehenes Transportweg des Bedruckstoffs 02 wird als Druckabschnitt 226 des vorgesehenen
Transportwegs bezeichnet.
[0079] Bevorzugt weist das zumindest eine Druckaggregat 200 entlang des Druckabschnitts
226 des für Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportwegs mehrere Stützstellen 261 auf.
Stützstellen 261 zeichnen sich bevorzugt dadurch aus, dass an Stützstellen 261 der
vorgesehene Transportweg bezüglich seiner Transportrichtung beeinflusst, beispielsweise
verändert wird. Diese Stützstellen 261 sind bevorzugt durch jeweilige Leitelemente
241 festgelegt. Die Leitelemente 241 sind bevorzugt Bestandteil der Bedruckstoffführung
249. Leitelemente 241 sind bevorzugt solche Einrichtungen, die den für den Bedruckstoff
02 vorgesehenen Transportweg begrenzen und umlenken und insbesondere im Fall der Anwesenheit
des Bedruckstoffs 02 bevorzugt zumindest teilweise mit dem Bedruckstoff 02 in Kontakt
stehen. Als Leitelemente 241 kommen mitdrehende und/oder zwangsgetriebene Walzen und/oder
Rollen und/oder Bandfördereinrichtungen in Frage, bevorzugt sind die Leitelemente
241 jedoch als einteilige oder mehrteilige feststehende Leitelemente 241 ausgebildet.
Ein Umlenkwinkel 227 eines Leitelements 241 ist bevorzugt ein Winkel zwischen einer
ersten lokalen Transportrichtung T1 und einer zweiten lokalen Transportrichtung T2,
wobei die erste lokale Transportrichtung T1 eine Richtung T1 des für den Bedruckstoff
02 vorgesehenen Transportwegs in einem Bereich ist, in dem der vorgesehene Transportweg
auf das Leitelement 241 aufläuft bzw. aufzulaufen vorgesehen ist und wobei die zweite
lokale Transportrichtung T2 eine Richtung T2 des für den Bedruckstoff 02 vorgesehenen
Transportwegs in einem Bereich ist, in dem der vorgesehene Transportweg das Leitelement
241 verlässt bzw. zu verlassen vorgesehen ist. (Beispielhaft ist dies auch schematisch
in Fig. 2 erläutert.) Die Leitelemente 241 sind insbesondere Bestandteile der Förderstrecke.
Zumindest die im Bereich des Druckabschnitts 226 des für Bedruckstoff 02 vorgesehenen
Transportwegs angeordneten Leitelemente 241 sind insbesondere Bestandteile der Druckstrecke
224.
[0080] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat 200 alternativ oder zusätzlich dadurch
aus, dass die diesen Transportweg im Bereich des Druckabschnitts mit festlegenden
Leitelemente 241 bezüglich Bewegungen in der axialen Richtung A feststehende Leitelemente
241 sind. Die zumindest zwei den vorgesehenen Transportweg mit festlegenden Leitelemente
241 weisen bevorzugt jeweils eine in der axialen Richtung A über zumindest 25 %, bevorzugt
zumindest 50 %, weiter bevorzugt zumindest 80 % und noch weiter bevorzugt zumindest
100 % der Arbeitsbreite des Druckaggregats 200 ununterbrochene Leitfläche auf. Bevorzugt
erstreckt sich das zumindest eine Leitelement 241 in der Querrichtung A über die gesamte
Arbeitsbreite der Druckmaschine 01. Ein Querschnitt des zumindest einen Leitelements
241 ist bevorzugt eine Schnittmenge der zumindest einen Leitelements mit einer Ebene,
deren Flächennormale parallel zu der Querrichtung A orientiert ist. Bevorzugt ist
zumindest ein den für den Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportweg berührender Teil
des Querschnitts des zumindest einen Leitelements 241 über die Arbeitsbreite der Druckmaschine
01 gesehen gleich, insbesondere unabhängig von der Position des Querschnitts innerhalb
des Arbeitsbereichs des zumindest einen ersten Druckaggregats 200 und/oder unabhängig
von der Position des Querschnitts bezüglich der Querrichtung A. Weiter bevorzugt ist
der gesamte Querschnitt des zumindest einen Leitelements 241 über die Arbeitsbreite
der Druckmaschine 01 gesehen gleich, insbesondere unabhängig von der Position des
Querschnitts innerhalb des Arbeitsbereichs des zumindest einen ersten Druckaggregats
200 und/oder unabhängig von der Position des Querschnitts bezüglich der Querrichtung
A.
[0081] Es sind relativ flache Leitelemente 241 denkbar, beispielsweise in Form von leicht
gebogenen Blechen. Bevorzugt weisen die Leitelemente jedoch eine im Wesentlichen zylindermantelförmige
Oberfläche 228 auf. Bevorzugt weist der Querschnitt des zumindest einen Leitelements
241 zumindest eine gekrümmte äußere Begrenzung auf, insbesondere mit endlichem, von
Null unterschiedlichem Krümmungsradius. Bevorzugt ist dieser Krümmungsradius und damit
der Radius der Leitelemente 241 größer als 5 mm, weiter bevorzugt größer als 10 mm
und noch weiter bevorzugt größer als 13 mm. Bevorzugt ist dieser Krümmungsradius und
damit der Radius der Leitelemente 241 kleiner als 50 mm, weiter bevorzugt kleiner
als 30 mm und noch weiter bevorzugt kleiner als 18 mm. Diese gekrümmte äußere Begrenzung
liegt bevorzugt zumindest in einem Bereich des Querschnitts, der dem für den Bedruckstoff
02 vorgesehenen Transportbereich zugewandt ist. Die Krümmung ist insbesondere konvex.
Weiter bevorzugt ist die gesamte äußere Begrenzung dieses Querschnitts gekrümmt. Noch
weiter bevorzugt ist die Begrenzung dieses Querschnitts im Wesentlichen kreisförmig.
[0082] Bevorzugt weist das zumindest eine Leitelement 241 zumindest im Bereich der Arbeitsbreite
der Druckmaschine 01 und/oder des zumindest einen ersten Druckaggregats 200 eine zylindermantelförmige
äußere Fläche 228 auf, weiter bevorzugt über eine gesamte Ausdehnung der Arbeitsbreite
der Druckmaschine 02 und noch weiter bevorzugt über die gesamte Ausdehnung des zumindest
einen Leitelements in der Querrichtung A. Bevorzugt ist das zumindest eine Leitelement
241 als zumindest eine Stange 241 mit im wesentlichen kreisförmigem Querschnitt ausgebildet,
insbesondere als zylinderförmige Stange 241. Die Krümmungsachse der Oberfläche 228
der Stange 241 fällt beispielsweise mit einer Mittelachse 229 der Stange 241 zusammen.
Minimale, beispielsweise durch Verschleiß hervorgerufene Abflachungen sollen dabei
nicht als Abweichungen von dem im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt verstanden
werden. Bevorzugt ist eine äußere Fläche 228 des zumindest einen Leitelements 241
durch zumindest eine reibungsvermindernde Oberfläche gebildet, beispielsweise durch
eine Beschichtung. Beispielsweise ist diese äußere Fläche 228 des zumindest einen
Leitelements 241 durch eine Chrombeschichtung gebildet. Bevorzugt ist diese äußere
Fläche 228 des zumindest einen Leitelements 241 eine gesamte im Bereich der Arbeitsbreite
der Druckmaschine 01 angeordnete Mantelfläche 228 des bevorzugt als Stange 241 ausgebildeten
Leitelements 241. Bevorzugt sind mehrere der Leitelemente 241 gleich aufgebaut, weiter
bevorzugt sämtliche Leitelemente 241 innerhalb der Druckstrecke 224 des zumindest
einen ersten Druckaggregats 200.
[0083] Bevorzugt sind mehrere derartige Leitelemente 241 bezüglich des für den Bedruckstoff
02 vorgesehenen Transportwegs nacheinander angeordnet, insbesondere zumindest drei,
weiter bevorzugt zumindest fünf und noch weiter bevorzugt zumindest vierzehn, beispielsweise
achtundzwanzig. Bevorzugt weist die Druckstrecke 224 mehrere derartige nacheinander
angeordnete Leitelemente 241 auf, insbesondere zumindest drei, weiter bevorzugt zumindest
fünf und noch weiter bevorzugt zumindest vierzehn, beispielsweise achtundzwanzig.
Durch die relative Anordnung der Leitelemente 241 der Druckstrecke 224 zueinander
ist für jedes Leitelement 241 ein jeweiliger Umlenkwinkel 227 festgelegt. Bevorzugt
sind die Umlenkwinkel der Leitelemente 241 der Druckstrecke 224 im Wesentlichen gleich
und weichen höchstens im Bereich eines ersten und/oder eines letzten Leitelements
241 der Druckstrecke 224 von denen der übrigen Leitelemente 241 der Druckstrecke 224
ab. Der Umlenkwinkel 227 der Leitelemente 241 der druckstrecke 224 steht mit der Anzahl
der Druckkopfreihen 221 entlang der Druckstrecke 224, den Ausstoßrichtungen der Druckköpfe
221 entlang der Druckstrecke 224 und der Anzahl der Leitelemente 241 entlang der Druckstrecke
224 in Zusammenhang.
[0084] Wenn im Vorangegangenen und/oder im Folgenden von Leitelementen 241 die Rede ist,
sind bevorzugt zumindest und weiter bevorzugt ausschließlich diejenigen Leitelemente
241 der Druckstrecke 224 gemeint. Bevorzugt beträgt der Umlenkwinkel 227 des zumindest
einen Leitelements 241 und weiter bevorzugt mehrerer und noch weiter bevorzugt aller
Leitelemente 241 zumindest 0,5° (null Komma fünf Grad), weiter bevorzugt zumindest
1° (ein Grad) und noch weiter bevorzugt zumindest 1,5° (eins Komma fünf Grad). Bevorzugt
beträgt der Umlenkwinkel 227 des zumindest einen Leitelements 241 und weiter bevorzugt
mehrerer und noch weiter bevorzugt aller Leitelemente 241 höchstens 10° (zehn Grad),
weiter bevorzugt höchstens 5° (fünf Grad) und noch weiter bevorzugt höchstens 2,5°
(zwei Komma fünf Grad).
[0085] Bevorzugt sind die Leitelemente 241 der Druckstrecke 224 entlang der Druckstrecke
224 in Form eines Bogens angeordnet, insbesondere eines Kreisbogens. Bevorzugt sind
die Leitelemente 241 unbeweglich oder fixiert in jeweils zumindest einer Haltevorrichtung
271 angeordnet, insbesondere bezüglich Rotationsbewegungen um eine das jeweilige Leitelement
241 schneidende Rotationsachse unbeweglich und/oder fixiert. Die jeweilige zumindest
eine Haltevorrichtung 271 ist bevorzugt in ihrer Haltefunktion deaktivierbar, beispielsweise
durch Lösen zumindest einer Verschlusseinrichtung 272, insbesondere zumindest einer
Schraube 272. Beispielsweise ist die zumindest eine Verschlusseinrichtung 272 als
Schnellverschlusseinrichtung ausgebildet und weist zumindest einen Exzenterhebel auf.
Beispielsweise weist die zumindest eine Haltevorrichtung 271 zumindest eine Ausnehmung
auf, durch die das entsprechende Leitelement 241 hindurchragt und weist diese Haltevorrichtung
271 zumindest eine Bohrung auf, die in der zumindest einen Ausnhemung endet und in
die eine Schraube eingeschraubt ist, deren Ende mit dem entsprechenden Leitelement
241 in Kontakt steht, um das entsprechende Leitelement 241 zu fixieren. Durch die
bevorzugte Symmetrie, insbesondere Radiärsymmetrie oder sogar Rotationssymmetrie der
Leitelemente 241 ist es möglich, das entsprechende Leitelemente 241 aus seiner Fixierung
zu lösen, um einen geringen Winkel verdreht erneut in der Haltevorrichtung 271 anzuordnen
und erneut zu fixieren und dadurch einen anderen, bevorzugt noch unverbrauchten Bereich
der Oberfläche 228, insbesondere Mantelfläche 228 des entsprechenden Leitelements
241 zum Kontakt mit dem Bedruckstoff 02 vorzusehen. Bevorzugt ist dieser Winkel ein
ganzzahliger Bruchteil eines Vollwinkels, also 360°/n, wobei n eine natürliche Zahl
ist. Beispielsweise sind die Leitelemente rotationssymmetrisch, beispielsweise zylinderförmig.
Zur Erleichterung der korrekten Positionierung ist dann bevorzugt zumindest eine Markierung
an dem Leitelement und/oder an der Haltevorrichtung 271 vorgesehen, die einen Anhaltspunkt
über die relative Lage des Leitelements 241 und der Haltevorrichtung 271 gibt. Beispielsweise
weisen die Leitelemente 241 zumindest in ihren Endbereichen keine Rotationssymmetrie
sondern nur eine Radiärsymmetrie auf, beispielsweise durch einen Querschnitt mit einer
Außenkontur in Form eines regelmäßigen Vielecks. Auf diese Weise können bestimmte
Einbaulagen der Leitelemente 241 vorgegeben und bei Abnutzung eine ausreichend große
aber nicht zu große manuelle Verdrehung erleichtert werden, beispielsweise um eine
mögliche Verwendung des Umfangs der Leitelemente 241 im Laufe ihres Einsatzes optimal
auszuschöpfen.
[0086] Bevorzugt ist zumindest ein Tragelement 273; 274 angeordnet. Das zumindest eine Tragelement
273; 274 dient bevorzugt als Abstützeinrichtung für das zumindest eine Leitelement
241, weiter bevorzugt für mehrere Leitelemente 241 der Druckstrecke 224 und noch weiter
bevorzugt für alle Leitelemente 241 der Druckstrecke 224. Das zumindest eine Tragelement
273 ist beispielsweise als zumindest ein seitliches Tragelement 273 ausgebildet. Das
zumindest eine Tragelement 273; 274 ist bevorzugt als zumindest ein Tragrahmen 276
oder als Teil zumindest eines Tragrahmens 276 ausgebildet, der beispielsweise zumindest
zwei seitliche Tragelemente 273 aufweist, an denen weiter bevorzugt direkt und/oder
über die Haltevorrichtungen 271 insbesondere mehrere Leitelemente 241 befestigt sind.
Insbesondere sind die zumindest zwei seitlichen Tragelemente 273 bevorzugt als Teil
zumindest eines Tragrahmens 276 ausgebildet und weist der zumindest eine Tragrahmen
276 zumindest eine von den Leitelementen 241 unterschiedliche Traverse 277 auf, die
sich zumindest in der Querrichtung A erstreckt und für eine konstante relative Lage
der seitlichen Tragelemente 273 sorgt. Beispielsweise weist der zumindest eine Tragrahmen
276 zumindest zwei von den Leitelementen 241 unterschiedliche Traversen 277 auf, die
sich zumindest in der Querrichtung A erstrecken und für eine konstante relative Lage
der seitlichen Tragelemente 273 sorgen. Eine konstante relative Lage bedeutet dabei
bevorzugt einen Ausschluss jeglicher Relativbewegung.
[0087] Prinzipiell kann diese Funktion von den Leitelementen 241 selbst übernommen werden,
wobei dann darauf zu achten ist, dass bei Lösen aller Leitelemente 241 von den Tragelementen
273; 274 die seitlichen Tragelemente 273 zueinander nicht mehr fixiert sind. Aus Stabilitätsgründen
wird das Anordnen zumindest einer Traverse 277 bevorzugt. Das zumindest eine seitliche
Tragelement 273 weist bevorzugt je Leitelement 241 zumindest einen Auflagebereich
278 auf, an dem das jeweilige Leitelement 241 auf dem seitlichen Tragelement 273 aufliegt
oder zumindest mit dem seitlichen Tragelement 273 in Kontakt steht. Der zumindest
eine Auflagebereich 278 ist beispielsweise Bestandteil der jeweiligen Haltevorrichtung
271 oder wirkt bevorzugt zumindest mit der jeweiligen Haltevorrichtung 271 zusammen.
[0088] Bevorzugt ist zumindest ein inneres Tragelement 274 angeordnet. Das zumindest eine
innere Leitelemente 241 ist beispielsweise Bestandteil des zumindest einen Tragrahmens
276. Das zumindest eine innere Tragelement 274 dient bevorzugt zumindest dazu, eines
oder mehrere oder bevorzugt alle Leitelemente 241 vor ungewollter oder zumindest vor
ungewollt hoher Durchbiegung zu bewahren. Bei großen Arbeitsbreiten der Druckmaschine
01 könnte sonst bei nicht abgestützten Leitelementen 241 deren mittlerer Bereich nach
unten durchhängen. Bevorzugt ist das zumindest eine innere Tragelement 274 starr mit
zumindest einem der zumindest zwei seitlichen Tragelemente 273 verbunden und/oder
verbindbar angeordnet, beispielsweise nur mit einem der zumindest zwei seitlichen
Tragelemente 273. Weiter bevorzugt ist das zumindest eine innere Tragelement 274 starr
mit den zumindest zwei seitlichen Tragelementen 273 verbunden und/oder verbindbar
angeordnet. Die zumindest eine von den Leitelementen 241 unterschiedliche Traverse
277 sorgt bevorzugt für eine konstante relative Lage der seitlichen Tragelemente 273
und des zumindest einen inneren Tragelements 274. Weiter bevorzugt sorgen zumindest
zwei von den Leitelementen 241 unterschiedliche Traversen 277 für eine konstante relative
Lage der seitlichen Tragelemente 273 und des zumindest einen inneren Tragelements
274. Insbesondere ist bevorzugt das zumindest eine innere Tragelement 274 über zumindest
ein Stützelement 277 starr mit zumindest einem der zumindest zwei seitlichen Tragelemente
273 verbunden und/oder verbindbar angeordnet, wobei weiter bevorzugt das zumindest
eine Stützelement 277 als Traverse 277 ausgebildet ist, die zumindest mit den zumindest
zwei seitlichen Tragelemente 273 in Kontakt stehend angeordnet ist.
[0089] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat 200 dadurch aus, dass sich jede Kontaktfläche
zwischen zumindest einem inneren Tragelement 274 einerseits und zumindest einem Leitelement
241 andererseits auf die axiale Richtung A bezogen über höchstens 50 %, weiter bevorzugt
höchstens 25 %, noch weiter bevorzugt höchstens 10 % und noch weiter bevorzugt höchstens
5 % einer Arbeitsbreite des Druckaggregats 200 erstreckt. Ein Kontakt zwischen zumindest
einem inneren Tragelement 274 und zumindest einem Leitelement 241 ist bevorzugt auch
in solchen Fällen vorgesehen, in denen dieses zumindest eine Leitelement 241 um eine
jeweils individuelle Rotationsachse rotierbar und/oder nicht feststehend angeordnet
ist.
[0090] Das zumindest eine innere Tragelement 274 weist bevorzugt je Leitelement 241 zumindest
einen Auflagebereich 278 auf, an dem das jeweilige Leitelement 241 auf dem inneren
Tragelement 274 aufliegt oder zumindest mit dem inneren Tragelement 274 in Kontakt
steht. Der zumindest eine Auflagebereich 278 ist bevorzugt als konkav gekrümmter Auflagebereich
278 ausgebildet, weiter bevorzugt mit einer konkaven Fläche, die einer Teilfläche
eines Zylindermantels entspricht und im Querschnitt die Form eines Kreissegments aufweist.
Bevorzugt ist ein Innenwinkel dieses Kreissemgents größer als 180°, beispielsweise
etwa 270°. Das entsprechende Leitelementen 241 ist dann zu Montagezwecken beispielsweise
in der Querrichtung A in das innere Tragelement 274 einführbar. Dadurch ist eine stabile
Anordnung erreichbar. Weiter bevorzugt ist ein innerer Radius des Auflagebereichs
278 an den Radius der äußeren Fläche 228 des zumindest einen Leitelements 241 angepasst,
insbesondere damit identisch. Alternativ können auch andere Formen für diesen Querschnitt
des Auflagebereichs 278 vorgesehen sein, beispielsweise aus mehreren geraden Abschnitten
bestehend.
[0091] Da eine Abnutzung der Leitelemente 241 im Wesentlichen nur im Bereich einer Umschlingung
zu erwarten ist, deren Winkelbereich dem Umlenkwinkel 227 entspricht, ergibt sich
die Möglichkeit einer vielfachen erneuten Verwendung eines jeden Leitelement 241,
wenn dieses bei Abnutzung um einen Winkel verdreht wieder eingebaut wird, der beispielsweise
etwas größer ist als der Umlenkwinkel 227. Im Ergebnis werden auch nach mehrfacher
Abnutzung im Querschnitt des Leitelements 241 noch immer viele Stellen vorhanden sein,
an denen ein äußerster Punkt der Oberfläche 228 noch immer der ursprünglichen äußeren
Kreislinie des Querschnitts entspricht. Diese Stellen dienen bevorzugt dem Abstützen
des Leitelements 241 gegenüber dem zumindest einen inneren Tragelement 274. Auf diese
Weise ist auch bei teilweise abgenutztem Leitelement 241 gewährleistet, dass eine
Durchbiegung wirksam verringert oder gar verhindert wird.
[0092] Je breiter die Arbeitsbreite der Druckmaschine, umso mehr innere Leitelemente 241
können angeordnet werden, so dass ein maximaler Abstand zwischen einzelnen, das Leitelement
241 stützenden Stellen gering gehalten werden kann, egal welche Ausmaße die Arbeitsbreite
der Druckmaschine 01 annimmt. Ein Abstand zwischen benachbarten Tragelementen 273;
274 ist bevorzugt kleiner als zwei Meter, weiter bevorzugt kleiner als eineinhalb
Meter und noch weiter bevorzugt kleiner als ein Meter. Der Abstand zwischen benachbarten
Tragelementen 273; 274 ist bevorzugt größer als 5 cm, weiter bevorzugt größer als
10 cm und noch weiter bevorzugt größer als 30 cm.
[0093] Bevorzugt ist jedem Leitelement 241 eine Druckkopfreihe 222 zugeordnet. Alternativ
könnten auch jedem Leitelement 241 mehrere Druckkopfreihen 222 zugeordnet sein, beispielsweise
wenn die Leitelemente 241 nicht als Stangen, sondern als flache Leitelemente ausgebildet
wären. Bevorzugt ist jeder Druckkopfreihe 222 ein Leitelement 241 zugeordnet. Jede
Düse der Druckköpfe 221 weist bevorzugt eine jeweilige Ausstoßrichtung auf. Bevorzugt
weisen alle Düsen eines selben Druckkopfes 221 eine selbe Ausstoßrichtung auf. Bevorzugt
weist zumindest einer und weiter bevorzugt jeder Druckkopf 221 des zumindest einen
ersten Druckaggregats 200 zumindest eine Düse auf, deren gedachte Verlängerung in
Ausstoßrichtung bei in Druckposition angeordnetem Druckkopf 221 und bei in Arbeitsposition
angeordnetem Leitelement 241 ein Leitelement 241 schneidet, insbesondere das diesem
jeweiligen Druckkopf 221 zugeordnete Leitelement 241. Weiter bevorzugt weist zumindest
einer und noch weiter bevorzugt jeder Druckkopf 221 des zumindest einen ersten Druckaggregats
200 eine Vielzahl von Düsen auf, deren gedachte Verlängerung in Ausstoßrichtung bei
in Druckposition angeordnetem Druckkopf 221 und bei in Arbeitsposition angeordnetem
Leitelement 241 ein Leitelement 241 schneidet, insbesondere das diesem jeweiligen
Druckkopf 221 zugeordnete Leitelement 241. Weiter bevorzugt weist zumindest einer
und noch weiter bevorzugt jeder Druckkopf 221 des zumindest einen ersten Druckaggregats
200 ausschließlich solche Düsen auf, deren gedachte Verlängerung in Ausstoßrichtung
bei in Druckposition angeordnetem Druckkopf 221 und bei in Arbeitsposition angeordnetem
Leitelement 241 ein Leitelement 241 schneidet, insbesondere das diesem jeweiligen
Druckkopf 221 zugeordnete Leitelement 241.
[0094] Ein kürzester Abstand zwischen einer jeweiligen Düse eines jeweiligen in seiner Druckposition
angeordneten Druckkopfes 221 einerseits und dem für den Bedruckstoff 02 vorgesehenen
Transportweg oder dem nächstliegenden in seiner Arbeitsposition angeordneten Leitelement
241 andererseits beträgt bevorzugt zumindest 0,1 mm, weiter bevorzugt zumindest 0,5
mm und noch weiter bevorzugt zumindest 1,0 mm und bevorzugt höchstens 5 mm, weiter
bevorzugt höchstens 3,0 mm und noch weiter bevorzugt höchstens 2,0 mm. Ein kürzester
Abstand zwischen einer jeweiligen Düse eines jeweiligen in seiner Druckposition angeordneten
Druckkopfes 221 einerseits und dem Bedruckstoff 02 andererseits beträgt bevorzugt
zumindest 0,1 mm, weiter bevorzugt zumindest 0,5 mm und noch weiter bevorzugt zumindest
1,0 mm und bevorzugt höchstens 5 mm, weiter bevorzugt höchstens 3,0 mm und noch weiter
bevorzugt höchstens 2,0 mm. Diese Abstände stehen über die Dicke des Bedruckstoffs
02 miteinander in Zusammenhang.
[0095] Bevorzugt ist zumindest eine Abschirmeinrichtung 292 angeordnet. Die zumindest eine
Abschirmeinrichtung 292 dient bevorzugt dazu, Teile der Druckköpfe, beispielsweise
deren Versorgungseinrichtungen für Elektronik und/oder für Druckfluid und/oder deren
Halterungen und/oder Teile der Düsenbalken 231 einerseits gegen den für den Bedruckstoff
02 vorgesehenen Transportweg und insbesondere dessen Druckabschnitt 226 und/oder gegen
einen die Düsen der Druckköpfe 221 aufweisenden Bereich abzuschirmen. Auf diese Weise
wird verhindert, dass Druckfluid sich als Verschmutzung an solchen Teilen der Druckköpfe
221 ablagern kann, die dadurch beeinträchtigt werden könnten, beispielsweise in Form
von feinem Tintennebel. Die zumindest eine Abschirmeinrichtung 292 weist bevorzugt
je Druckkopf 221 zumindest eine Öffnung auf, durch die der jeweilige Druckkopf 221
oder zumindest dessen Düsen zumindest teilweise hindurchragen können und bei in seiner
Druckposition angeordneten Druckkopf 221 auch hindurchragen. Die Öffnungen werden
durch die in ihren Druckpositionen angeordneten Druckköpfe 221 bevorzugt im Wesentlichen
verschlossen. Die zumindest eine Abschirmeinrichtung 292 ist beispielsweise als zumindest
eine Abschirmfläche 292 ausgebildet, insbesondere als zumindest ein Abschirmblech
292. Bevorzugt ist die zumindest eine Abschirmeinrichtung 292 ortsfest relativ zu
einem Gestell 283 des zumindest einen ersten Druckaggregats 200 angeordnet, insbesondere
unabhängig von der Anordnung des zumindest einen Druckkopfs 221 in dessen Druckposition
oder in dessen Abstellposition und/oder unabhängig von der Anordnung des zumindest
einen Leitelements 241 und/oder des Tragrahmens 276 in dessen Arbeitsposition oder
in dessen Wartungsposition.
[0096] Bevorzugt ist zumindest rotierbares erstes Bahnleitmittel 251 bezüglich des für den
Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportwegs vor dem ersten Leitelement 241 der Druckstrecke
224 angeordnet. Dieses zumindest eine erste rotierbare Bahnleitmittel 251 ist bevorzugt
als ein erstes motorgetriebenes Bahnleitmittel 251 und/oder eine erste Bahnleitwalze
251 ausgebildet, insbesondere eine erste motorgetriebene Bahnleitwalze 251. Beispielsweise
weist die zumindest eine erste Bahnleitwalze 251 einen eigenen Antriebsmotor auf und/oder
ist die zumindest eine erste Bahnleitwalze 251 Teil zumindest eines Systems zur Regelung
einer Bahnspannung eines bahnförmigen Bedruckstoffs 02.
[0097] Alternativ oder zusätzlich ist zumindest eine weitere Bahnleitwalze 252 als motorgetriebene
Bahnleitwalze 252 ausgebildet, die bezüglich des für den Bedruckstoff 02 vorgesehenen
Transportwegs unmittelbar oder unter Zwischenschaltung weiterer Bahnleitwalzen 253
und/oder Bahnleitmittel 253 der ersten Bahnleitwalze 251 vorgeschaltet ist.
[0098] Bevorzugt ist zumindest ein rotierbares zweites Bahnleitmittel 254 bezüglich des
für den Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportwegs nach dem letzten Leitelement 241
der Druckstrecke 224 angeordnet. Dieses zumindest eine zweite rotierbare Bahnleitmittel
254 ist bevorzugt als ein zweites motorgetriebenes Bahnleitmittel 254 und/oder eine
zweite Bahnleitwalze 254 ausgebildet, insbesondere eine zweite motorgetriebene Bahnleitwalze
254. Beispielsweise weist die zumindest eine zweite Bahnleitwalze 254 einen eigenen
Antriebsmotor auf und/oder ist die zumindest eine zweite Bahnleitwalze 254 Teil des
zumindest einen Systems zur Regelung der Bahnspannung des bahnförmigen Bedruckstoffs
02. Alternativ oder zusätzlich ist zumindest eine weitere Bahnleitwalze 256 als motorgetriebene
Bahnleitwalze 256 ausgebildet, die bezüglich des für den Bedruckstoff 02 vorgesehenen
Transportwegs unmittelbar oder unter Zwischenschaltung weiterer Bahnleitwalzen 257
und/oder Bahnleitmittel 257 der zweiten Bahnleitwalze 254 nachgeschaltet ist. Die
Bahnleitmittel 251; 253; 254; 257 und/oder Bahnleitwalzen 251; 252; 253; 254; 256;
257 sind bevorzugt Bestandteil der Bedruckstoffführung 249.
[0099] Bevorzugt verläuft der Druckabschnitt 226 des für den Bedruckstoff 02 vorgesehenen
Transportwegs monoton steigend. Bevorzugt ist ein erstes Leitelement 241 der Druckstrecke
224 das am niedrigsten angeordnete aller Leitelemente 241 der Druckstrecke 224. Bevorzugt
ist ein letztes Leitelement 241 der Druckstrecke 224 das am höchsten angeordnete Leitelement
241 der Druckstrecke 224.
[0100] Bevorzugt weist das zumindest eine Druckaggregat 200 zumindest eine und weiter bevorzugt
genau eine Schwenkvorrichtung 279 auf. Die zumindest eine Schwenkvorrichtung 279 ist
bevorzugt zumindest einem, weiter bevorzugt mehreren und noch weiter bevorzugt allen
Leitelementen 241 der Druckstrecke 224 zugeordnet. Insbesondere mittels der zumindest
einen Schwenkvorrichtung 279 sind bevorzugt mehrere Leitelemente 241 und weiter bevorzugt
alle Leitelemente 241 der Druckstrecke 224 um zumindest eine gemeinsame Schwenkachse
281; 282 schwenkbar angeordnet, insbesondere entlang eines jeweiligen individuellen
und/oder jeweils unterschiedlich langen Schwenkwegs. Dabei ist diese zumindest eine
gemeinsame Schwenkachse 281; 282 bevorzugt zumindest eine Schwenkachse 281; 282 der
Schwenkvorrichtung 279 des zumindest einen Druckaggregats 200. Beispielsweise ist
zumindest ein Tragelement 273; 274, insbesondere zumindest ein seitliches Tragelement
273 und/oder zumindest ein inneres Tragelement 274 gemeinsam mit den Leitelementen
241 und/oder zumindest ein Tragrahmen 276 um die zumindest eine gemeinsame Schwenkachse
281; 282 schwenkbar angeordnet, insbesondere entlang eines jeweiligen Schwenkwegs.
Bevorzugt ist der zumindest eine Tragrahmen 276 um die zumindest eine gemeinsame Schwenkachse
281; 282 schwenkbar angeordnet.
[0101] Jedem um die zumindest eine gemeinsame Schwenkachse 281; 282 schwenkbaren Leitelement
241 ist bevorzugt eine Arbeitsposition und eine Wartungsposition zugeordnet. Die Arbeitsposition
jedes Leitelements 241 zeichnet sich bevorzugt dadurch aus, dass das Leitelement 241
sich in einem Druckbetrieb in seiner Arbeitsposition befindet und/oder dass das in
seiner Arbeitsposition angeordnete Leitelement 241 von einem diesem Leitelement nächsten,
in seiner Druckposition angeordneten Druckkopf 221 einen kleinsten Abstand von höchstens
5 mm, weiter bevorzugt höchstens 3,0 mm und noch weiter bevorzugt höchstens 2,0 mm
aufweist und/oder dass das in seiner Arbeitsposition angeordnete Leitelement 241 von
dem für den Bedruckstoff 02 im Druckbetrieb vorgesehenen Transportweg tangiert wird.
Die Wartungsposition jedes Leitelements 241 zeichnet sich bevorzugt dadurch aus, dass
das Leitelement 241 sich in einem Wartungszustand des zumindest einen ersten Druckaggregats
200 in seiner Wartungsposition befindet und/oder dass das in seiner Wartungsposition
angeordnete Leitelement 241 von einem diesem Leitelement nächsten, in seiner Druckposition
angeordneten Druckkopf 221 einen kleinsten Abstand von zumindest 5 cm, weiter bevorzugt
zumindest 10 cm und noch weiter bevorzugt zumindest 20 cm aufweist. und/oder dass
das in seiner Wartungsposition angeordnete Leitelement 241 von dem für den Bedruckstoff
02 im Druckbetrieb vorgesehenen Transportweg beabstandet ist.
[0102] Die zumindest eine gemeinsame Schwenkachse 281; 282 der zumindest einen Schwenkvorrichtung
279 ist bevorzugt weiter oben angeordnet, als die Arbeitsposition und/oder die Wartungsposition
des in Transportrichtung des Bedruckstoffs 02 gesehen ersten Leitelements 241 der
Druckstrecke 224. Die zumindest eine gemeinsame Schwenkachse 281; 282 ist bevorzugt
weiter oben angeordnet, als die Arbeitsposition und/oder die Wartungsposition eines
jeden in Transportrichtung des Bedruckstoffs 02 gesehen einem mittleren Drittel der
Druckstrecke 224 zugeordneten Leitelements 241 der Druckstrecke 224. Bevorzugt ist
eine vertikale Komponente eines Abstands zwischen dem zumindest einen ersten Leitelement
241 der Druckstrecke 224 einerseits und der zumindest einen gemeinsamen Schwenkachse
281; 282 andererseits zumindest doppelt so groß, wie eine vertikale Komponente eines
Abstands zwischen dem zumindest einen letzten Leitelement 241 der Druckstrecke 224
einerseits und der zumindest einen gemeinsamen Schwenkachse 281; 282 andererseits,
weiter bevorzugt zumindest dreimal so groß und noch weiter bevorzugt zumindest viermal
so groß, insbesondere unabhängig von der Anordnung des zumindest einen Tragrahmens
276 in seiner Arbeitsposition oder seiner Wartungsposition.
[0103] In einer bevorzugten ersten Ausführungsform der Schwenkvorrichtung 279 weist die
Schwenkvorrichtung 279 genau eine gemeinsame Schwenkachse 281 auf. In dieser ersten
Ausführungsform der Schwenkvorrichtung 279 ist das zumindest eine Tragelement 273;
274 und insbesondere der zumindest eine Tragrahmen 276 um eine einzige gemeinsame
Schwenkachse 281 schwenkbar, insbesondere relativ zu einem Gestell 283 des zumindest
einen ersten Druckaggregats 200. Bevorzugt ist in dieser ersten Ausführungsform das
zumindest eine Leitelement 241 der Druckstrecke 224 um diese einzige gemeinsame Schwenkachse
281 schwenkbar, insbesondere relativ zu dem Gestell 283 des zumindest einen ersten
Druckaggregats 200. Weiter bevorzugt sind in dieser ersten Ausführungsform mehrere
und noch weiter bevorzugt alle Leitelemente 241 der Druckstrecke 224 um diese einzige
gemeinsame Schwenkachse 281 schwenkbar, insbesondere relativ zu dem Gestell 283 des
zumindest einen ersten Druckaggregats 200.
[0104] In einer zweiten Ausführungsform der Schwenkvorrichtung 279 weist die Schwenkvorrichtung
279 zumindest zwei und bevorzugt genau zwei gemeinsame Schwenkachsen 281; 282 und
zumindest ein Zwischenglied 284 auf. Das zumindest eine Zwischenglied 284 ist bevorzugt
um eine erste gemeinsame Schwenkachse 281 relativ zu dem Gestell 283 des zumindest
einen ersten Druckaggregats 200 schwenkbar. In dieser zweiten Ausführungsform der
Schwenkvorrichtung 279 ist das zumindest eine Tragelement 273; 274 und insbesondere
der zumindest eine Tragrahmen 276 um eine zweite gemeinsame Schwenkachse 282 schwenkbar,
insbesondere relativ zu dem Zwischenglied 284. Insbesondere ist dann die zweite gemeinsame
Schwenkachse 282 bevorzugt selbst nicht ortsfest, sondern beweglich, insbesondere
um die erste gemeinsame Schwenkachse 281 schwenkbar. Bevorzugt ist in dieser zweiten
Ausführungsform das zumindest eine Leitelement 241 der Druckstrecke 224 um diese zweite
gemeinsame Schwenkachse 282 schwenkbar, insbesondere relativ zu dem Zwischenglied
284 und/oder relativ zu dem Gestell 283. Weiter bevorzugt sind in dieser zweiten Ausführungsform
mehrere und noch weiter bevorzugt alle Leitelemente 241 der Druckstrecke 224 um diese
zweite gemeinsame Schwenkachse 282 schwenkbar, insbesondere relativ zu dem Zwischenglied
284 und/oder relativ zu dem Gestell 283.
[0105] Bevorzugt weist die zumindest eine Schwenkvorrichtung 279 zumindest einen insbesondere
gemeinsamen Schwenkantrieb 286 auf. Der zumindest eine Schwenkantrieb 286 weist beispielsweise
zumindest einen Linearantrieb 286 auf. Der zumindest eine Schwenkantrieb 286, insbesondere
Linearantrieb 286 greift bevorzugt mit zumindest einem ersten Verbindungselement an
dem Gestell 283 an, beispielsweise direkt oder unter Zwischenschaltung zumindest eines
weiteren Bauteils. Der zumindest eine Schwenkantrieb 286, insbesondere Linearantrieb
286 greift bevorzugt mit zumindest einem zweiten Verbindungselement an zumindest einem
Tragelement 273; 274 und/oder zumindest einer Traverse 277 und/oder dem Tragrahmen
276 an, beispielsweise direkt oder unter Zwischenschaltung zumindest eines weiteren
Bauteils. Als Schwenkantrieb 286 ist beispielsweise zumindest ein Fluidkolben angeordnet,
beispielsweise zumindest ein Hydraulikkolben und/oder zumindest ein Pneumatikkolben
und/oder ist weiter bevorzugt zumindest ein Elektromotor angeordnet, der beispielsweise
mit zumindest einer Gewindespindel und/oder zumindest einer Zahnstange und/oder zumindest
einem Zahnrad zusammenwirkt. Als Verbindungselemente und/oder weiteres Bauteil ist
beispielsweise zumindest ein Gelenk und/oder zumindest eine Spindel und/oder zumindest
eine Spindelmutter oder ähnliches angeordnet. Der zumindest eine Schwenkantrieb dient
bevorzugt dazu, eine Schwenkbewegung des zumindest einen Tragelements 273; 274 und/oder
der zumindest einen Traverse 277 und/oder des zumindest einen Tragrahmens 276 und/oder
insbesondere der Leitelemente 241 zu bewirken. Alternativ oder zusätzlich ist mittels
des zumindest einen Linearantriebs 286 ein Anfang eines flexiblen Zugmittels, insbesondere
einer Kette linear bewegbar und ist das Zugmittel um zumindest eine und bevorzugt
zumindest zwei Umlenkeinrichtungen umgelenkt und ist ein Ende des Zugmittels mit dem
zumindest einen Tragrahmen 276 verbunden. Wird nun der Anfang des Zugmittels linear
bewegt, so zieht das Zugmittel den Tragrahmen 276 nach oben, wodurch dieser um die
zumindest eine Schwenkachse 281; 282 geschwenkt wird. Durch Einsatz des flexiblen
Zugmittels kann eine Schwenkbewegung des Tragrahmens 276 insbesondere um eine einzige
Schwenkachse 281 mit einem Linearantrieb 286 realisiert werden, weil das flexible
Zugmittel keine feste Bewegungsbahn benötigt.
[0106] Beispielsweise im Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform der Schwenkvorrichtung
279 ist als Teil der zumindest einen Schwenkvorrichtung 279 bevorzugt zumindest eine
bezüglich ihrer linearen Bewegungsachse flexible, insbesondere schwenkbare Linearführung
angeordnet, entlang der beispielsweise zumindest ein Gleitelement geführt wird oder
die weiter bevorzugt zumindest einen relativ zu dem Gestell 283 schwenkbaren Kolben
umfasst. Beispielsweise greift der Kolben an einer Verbindungsstelle des zumindest
einen Tragelements 273; 274 und/oder der zumindest einen Traverse 277 und/oder des
zumindest einen Tragrahmens 276 an, wobei die Verbindungsstelle bevorzugt um die erste
gemeinsame Schwenkachse 281 schwenkbar ist. Bei einer Schwenkbewegung des zumindest
einen Tragelements 273; 274 und/oder der zumindest einen Traverse 277 und/oder des
zumindest einen Tragrahmens 276 und/oder des zumindest einen Leitelements 241 ändert
sich dann auch eine Ausrichtung der linearen Bewegungsachse der Linearführung.
[0107] Beispielsweise im Zusammenhang mit der zweiten Ausführungsform der Schwenkvorrichtung
279 ist als Teil der zumindest einen Schwenkvorrichtung 279 bevorzugt zumindest eine
bezüglich ihrer linearen Bewegungsachse bevorzugt konstante Linearführung 287 angeordnet,
entlang der bevorzugt zumindest ein Gleitelement geführt wird. Das zumindest eine
Gleitelement ist bevorzugt einer Verbindungsstelle 288 des zumindest einen Tragelements
273; 274 und/oder der zumindest einen Traverse 277 und/oder des zumindest einen Tragrahmens
276 zugeordnet und sorgt dafür, dass diese Verbindungsstelle 288 einen im Wesentlichen
linearen Weg zurücklegt, während die Leitelemente 241 und/oder das zumindest eine
Tragelement 273; 274 und/oder die zumindest eine Traverse 277 und/oder der zumindest
eine Tragrahmens 276 zwischen der Arbeitsposition und der Wartungsposition bewegt
werden. Durch Anordnung der beiden gemeinsamen Schwenkachsen 281; 282 ist eine lineare
Führung dieser Verbindungsstelle 288 des zumindest einen Tragelements 273; 274 und/oder
der zumindest einen Traverse 277 und/oder des zumindest einen Tragrahmens 276 ermöglicht.
[0108] Bevorzugt unabhängig von der Ausführung des zumindest einen Schwenkantriebs 286 und/oder
unabhängig von der Anzahl der gemeinsamen Schwenkachsen 281; 282 weist die zumindest
eine Schwenkeinrichtung 279 bevorzugt zumindest ein Fixierelement auf, weiter bevorzugt
zumindest zwei Fixierelemente und noch weiter bevorzugt zumindest vier Fixierelemente.
Das zumindest eine Fixierelement dient bevorzugt einer Fixierung der Leitelemente
241 und/oder des zumindest einen Tragelements 273; 274 und/oder der zumindest einen
Traverse 277 und/oder insbesondere des zumindest einen Tragrahmens 276 ist einer jeweiligen
Arbeitsposition. Bevorzugt sind mehrere und weiter bevorzugt alle Leitelemente 241
der Druckstrecke 224 mittels des zumindest einen Fixierelements gemeinsam in ihrer
jeweiligen Arbeitsposition fixierbar. Beispielsweise sind diese mehreren oder alle
Leitelemente 241 der Druckstrecke 224 ortsfest relativ zu dem zumindest einen Tragrahmen
276 angeordnet und ist der zumindest eine Tragrahmen 276 mittels des zumindest einen
Fixierelements ortsfest relativ zu dem Gestell 283 des zumindest einen ersten Druckaggregats
200 fixierbar und/oder fixiert. Beispielsweise ist der zumindest eine Tragrahmen 276
mittels des zumindest einen Schwenkantriebs 286 genau in seiner Arbeitsposition anordenbar
und dient die zumindest eine Fixiereinrichtungen lediglich seiner Fixierung. Bevorzugt
ist der der zumindest eine Tragrahmen 276 mittels des zumindest einen Schwenkantriebs
286 im Wesentlichen in seiner Arbeitsposition anordenbar und dient die zumindest eine
Fixiereinrichtung einer exakten Positionierung des zumindest einen Tragrahmens 276
und der Fixierung des zumindest einen Tragrahmens.
[0109] Die zumindest eine Fixiereinrichtung weist beispielsweise zumindest einen Anschlag
und zumindest ein Kontaktelement und zumindest eine, beispielsweise als zumindest
eine Zugvorrichtung und/oder Pressvorrichtung ausgebildete Kraftvorrichtung auf. Die
zumindest eine Kraftvorrichtung dient bevorzugt dazu, das zumindest eine Kontaktelement
gegen den zumindest einen Anschlag zu ziehen und/oder zu pressen. Beispielsweise ist
je Fixierelement zumindest ein Keil angeordnet, der durch seine Schrägfläche eine
Richtung einer linearen Bewegung und/oder Kraft in eine bezüglich ihrer Richtung mit
zumindest einer dazu orthogonalen Komponente orientierte lineare Bewegung und/oder
Kraft umwandelt. Bei entsprechender Wahl des Winkels wird bevorzugt eine Selbsthemmung
erreicht. Beispielsweise sind der zumindest eine Anschlag und die zumindest eine Kraftvorrichtung
an dem Gestell 283 des zumindest einen ersten Druckaggregats 200 angeordnet und ist
das zumindest eine Kontaktelement an dem zumindest einen Tragrahmen 276 angeordnet.
[0110] Durch die zumindest eine Fixiereinrichtung wird insbesondere eine reproduzierbare
und/oder genau einstellbare Lage des zumindest einen Tragelements 273; 274 und/oder
des zumindest einen Tragrahmens 276 und/oder der Leitelemente 241 der Druckstrecke
224 relativ zu dem Gestell 283 des zumindest einen ersten Druckaggregats 200 ermöglicht.
Durch eine bevorzugt reproduzierbare und/oder genau einstellbare Lage der Druckköpfe
221 relativ zu dem Gestell 283 des zumindest einen ersten Druckaggregats 200 ist damit
eine reproduzierbare und/oder genau einstellbare Lage der Druckköpfe 221 relativ zu
den Leitelementen 241 der Druckstrecke erreichbar.
[0111] Eine Hauptförderrichtung B ist bevorzugt durch eine geradlinige Verbindung zwischen
einem auf den für Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportweg bezogen ersten Leitelement
241 der Druckstrecke 224 und einem auf den für Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportweg
bezogen letzten Leitelement 241 der Druckstrecke 224 festgelegt. Die Hauptförderrichtung
B ist bevorzugt durch eine geradlinige Verbindung zwischen einem auf den Druckabschnitt
226 des für Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportwegs bezogen ersten Leitelement
241 und einem auf den Druckabschnitt 226 des für Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportwegs
bezogen letzten Leitelement 241 festgelegt. Die Hauptförderrichtung B weist von dem
auf den für Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportweg bezogen ersten Leitelement 241
der Druckstrecke 224 zu dem auf den für Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportweg
bezogen letzten Leitelement 241 der Druckstrecke 224. Die Hauptförderrichtung B ist
bevorzugt orthogonal zu der Querrichtung A orientiert.
[0112] Beispielsweise ist die Ausrichtung der Hauptförderrichtung B bei in ihrer Arbeitsposition
angeordneten Leitelementen 241 und/oder bei in seiner Arbeitsposition angeordnetem
Tragrahmen 276 unabhängig von der Ausrichtung der Hauptförderrichtung B bei in ihrer
Wartungsposition angeordneten Leitelementen 241 und/oder bei in seiner Wartungsposition
angeordnetem Tragrahmen 276. Bevorzugt weist jedoch die Ausrichtung der Hauptförderrichtung
B bei in ihrer Arbeitsposition angeordneten Leitelementen 241 und/oder bei in seiner
Arbeitsposition angeordnetem Tragrahmen 276 einen Winkel von zumindest 10°, weiter
bevorzugt zumindest 20° und noch weiter bevorzugt zumindest 30° zu der Ausrichtung
der Hauptförderrichtung B bei in ihrer Wartungsposition angeordneten Leitelementen
241 und/oder bei in seiner Wartungsposition angeordnetem Tragrahmen 276 auf.
[0113] Bevorzugt weist die Hauptförderrichtung B bei in ihrer Arbeitsposition angeordneten
Leitelementen 241 und/oder bei seiner Arbeitsposition angeordnetem Tragrahmen 276
zumindest eine vertikal nach oben weisende Komponente und zumindest eine horizontale
Komponente auf. Bevorzugt ist die Hauptförderrichtung B bei in ihrer Arbeitsposition
angeordneten Leitelementen 241 und/oder bei seiner Arbeitsposition angeordnetem Tragrahmen
276 unter einem Winkel von zumindest 10°, weiter bevorzugt zumindest 20° und noch
weiter bevorzugt zumindest 30° zu einer horizontalen Ebene ausgerichtet. Bevorzugt
ist die Hauptförderrichtung B bei in ihrer Arbeitsposition angeordneten Leitelementen
241 und/oder bei seiner Arbeitsposition angeordnetem Tragrahmen 276 unter einem Winkel
von höchstens 70°, weiter bevorzugt höchstens 55° und noch weiter bevorzugt höchstens
40° zu einer horizontalen Ebene ausgerichtet. In einer alternativen Ausführungsform
würde die Hauptförderrichtung B im Wesentlichen horizontal verlaufen, also einem Winkel
von höchstens 5° zu einer horizontalen Ebene.
[0114] Bevorzugt weist die Hauptförderrichtung B bei in ihrer Wartungsposition angeordneten
Leitelementen 241 und/oder bei in seiner Wartungsposition angeordnetem Tragrahmen
276 zumindest eine vertikal nach oben weisende Komponente und weiter bevorzugt ausschließlich
eine vertikal nach oben weisende Komponente auf. Bevorzugt ist die Hauptförderrichtung
B bei in ihrer Wartungsposition angeordneten Leitelementen 241 und/oder bei in seiner
Wartungsposition angeordnetem Tragrahmen 276 unter einem Winkel von höchstens 30°,
weiter bevorzugt höchstens 20° und noch weiter bevorzugt höchstens 10° zu einer vertikalen
Richtung angeordnet.
[0115] Um die Leitelemente 241 der Druckstrecke 224 aus ihrer Arbeitsposition in ihre Wartungsposition
zu überführen und/oder um den zumindest einen Tragrahmen 276 aus seiner Arbeitsposition
in seine Wartungsposition zu überführen, wird bevorzugt der zumindest ein Schwenkantrieb
286 aktiviert. Bevorzugt werden die Leitelemente 241 und/oder wird der zumindest eine
Tragrahmen 276 aus der jeweiligen Arbeitsposition in die jeweilige Wartungsposition
geschwenkt, weiter bevorzugt um die zumindest eine erste gemeinsame Schwenkachse 281
und/oder um die zumindest eine zweite gemeinsame Schwenkachse 282. Die Schwenkbewegung
weist dabei bevorzugt zumindest eine nach unten weisende Komponente auf. Die Schwenkbewegung
erfolgt bevorzugt mit einem Schwenkwinkel von zumindest 10°, weiter bevorzugt zumindest
20° und noch weiter bevorzugt zumindest 30°.
[0116] Um die Leitelemente 241 der Druckstrecke 224 aus ihrer Wartungsposition in ihre Arbeitsposition
zu überführen und/oder um den zumindest einen Tragrahmen 276 aus seiner Wartungsposition
in seine Arbeitsposition zu überführen, wird bevorzugt der zumindest ein Schwenkantrieb
286 aktiviert. Bevorzugt werden die Leitelemente 241 und/oder wird der zumindest eine
Tragrahmen 276 aus der jeweiligen Wartungsposition in die jeweilige Arbeitsposition
geschwenkt, weiter bevorzugt um die zumindest eine erste gemeinsame Schwenkachse 281
und/oder um die zumindest eine zweite gemeinsame Schwenkachse 282. Die Schwenkbewegung
weist dabei bevorzugt zumindest eine nach oben weisende Komponente auf. Die Schwenkbewegung
erfolgt bevorzugt mit einem Schwenkwinkel von zumindest 10°, weiter bevorzugt zumindest
20° und noch weiter bevorzugt zumindest 30°.
[0117] Durch die gemeinsame Schwenkbarkeit der Leitelemente 241 der Druckstrecke 224 und/oder
die Schwenkbarkeit des zumindest einen Tragrahmens 276 ergibt sich bevorzugt eine
Möglichkeit zur Vergrößerung eines Abstandes zwischen den Düsen der Druckköpfe und/oder
der zumindest einen Abschirmeinrichtung 292 einerseits und den Leitelemente 241 der
Druckstrecke 224 andererseits. Durch die Schwenkbewegung fällt diese Vergrößerung
auf unterschiedliche dieser Leitelemente 241 bezogen unterschiedlich groß aus. Durch
die gemeinsame Schwenkbarkeit der Leitelemente 241 der Druckstrecke 224 und/oder die
Schwenkbarkeit des zumindest einen Tragrahmens 276 ergibt sich somit ein Wartungsraum
291 zwischen den Düsen der Druckköpfe 221 und/oder der zumindest einen Abschirmeinrichtung
292 einerseits und den Leitelementen 241 andererseits. Dieser Wartungsraum 291 ist
beispielsweise für Bedienpersonal zugänglich. Dieser Wartungsraum 291 ermöglicht beispielsweise
eine Wartung und/oder Reinigung der Leitelemente 241 der Druckstrecke 224, insbesondere
unabhängig von der Arbeitsbreite der Druckmaschine 01. Dieser Wartungsraums 291 ermöglicht
beispielsweise eine Wartung und/oder eine Reinigung der zumindest einen Abschirmeinrichtung
292, insbesondere unabhängig von der Arbeitsbreite der Druckmaschine 01.
[0118] Bevorzugt weist das zumindest eine erste Druckaggregat 200 zumindest ein erste bewegbare
Standhilfe 293, insbesondere Standfläche 293 auf. Die zumindest eine erste bewegbare
Standhilfe 293 ist bevorzugt zumindest in einer Einsatzposition anordenbar und ist
bevorzugt zumindest in einer Bereitschaftsposition positionierbar. Bei in ihrer Einsatzposition
angeordneter Standhilfe 293 ist die Standhilfe 293 bevorzugt innerhalb des Wartungsraums
291 angeordnet und/oder ermöglicht zumindest einer Bedienperson einen Zugriff auf
den Wartungsraum 291. Bevorzugt ist die zumindest eine erste bewegbare Standfläche
293 entlang eines Bereitstellungswegs zwischen ihrer zumindest einen Bereitschaftsposition
und ihrer zumindest einen Einsatzposition bewegbar angeordnet, beispielsweise schwenkbar
und/oder linear bewegbar.
[0119] Beispielsweise schneiden sich der zumindest eine Bereitstellungsweg der zumindest
einen Standhilfe 293 einerseits und der jeweilige Schwenkweg zumindest eines oder
mehrerer Leitelemente 241 und/oder des zumindest einen Tragelements 273; 274 und/oder
des zumindest einen Tragrahmens 276 andererseits. Bevorzugt wird deshalb zunächst
der zumindest eine Tragrahmen 276 und/oder die Leitelemente 241 aus ihrer jeweiligen
Arbeitsposition in ihre jeweilige Wartungsposition bewegt, insbesondere geschwenkt,
bevorzugt die zumindest eine erste Standhilfe 293 aus ihrer Bereitschaftsposition
in ihre Einsatzposition bewegt wird. Nachdem ein Einsatz auf der zumindest einen Standhilfe
293 abgeschlossen ist, wird bevorzugt zunächst die zumindest eine erste Standhilfe
293 aus ihrer Einsatzposition in ihre Bereitschaftsposition bewegt, bevor der zumindest
eine Tragrahmen 276 und/oder die Leitelemente 241 aus ihrer jeweiligen Wartungsposition
in ihre jeweilige Arbeitsposition bewegt, insbesondere geschwenkt wird. Alternativ
oder zusätzlich zu einer schwenkbaren Standhilfe 293 ist beispielsweise noch eine
entlang zumindest einer Führungskurve bewegbare Standhilfe 293 angeordnet, die bevorzugt
aus mehreren gemeinsam oder getrennt bewegbaren Einzelabschnitten besteht.
[0120] Da die Leitelemente 241 in ihrer Wartungsposition von dem für Bedruckstoff 02 vorgesehenen
Transportweg entfernt angeordnet sind, insbesondere weiter als in ihrer Arbeitsposition,
muss der Bedruckstoff 02 entsprechend gehandhabt werden, sofern er sich bereits in
dem zumindest einen ersten Druckaggregat 200 befindet.
[0121] In einer bevorzugten ersten Ausführungsform einer Handhabung des Bedruckstoffs 02
erfolgt bevorzugt eine Durchtrennung des Bedruckstoffs 02. Bevorzugt sind zumindest
eine erste Bahnfixiereinrichtung 294 und eine zwei Bahnfixiereinrichtungen 296 angeordnet.
Beispielsweise ist die zumindest eine erste Bahnfixiereinrichtung 294 und/oder die
zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung 296 als Saugeinrichtung ausgebildet und
weist bevorzugt zumindest eine mit einem Unterdruck beaufschlagbare Öffnung auf. Alternativ
oder zusätzlich ist die zumindest eine erste Bahnfixiereinrichtung 294 und/oder die
zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung 296 beispielsweise als jeweilige Klemmeinrichtung
ausgebildet. Beispielsweise weist die zumindest eine erste Bahnfixiereinrichtung 294
und/oder die zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung 296 insbesondere jeweils
zumindest einen insbesondere bewegbaren Permanentmagnet auf. Eine Wirkungsweise der
als Klemmeinrichtung ausgebildeten Bahnfixiereinrichtung 294; 296 ist dann beispielsweise
derart, dass ein oder bevorzugt mehrere bewegbare, insbesondere magnetische Klemmelemente
auf eine Fläche der Bedruckstoffbahn 02 aufgesetzt werden und auf einer gegenüberliegenden
Seite der Bedruckstoffbahn 02 zumindest ein als Gegenstück ausgebildetes Klemmelement
angeordnet ist, das beispielsweise als zumindest eine Anlagefläche ausgebildet ist
und/oder das beispielsweise selbst magnetisch ist. Durch magnetische Anziehungskraft
werden dann die Klemmelemente aneinander gepresst und die dazwischen angeordnete Bedruckstoffbahn
02 wird festgeklemmt. Die bewegbaren Klemmelemente werden beispielsweise manuell positioniert.
Bevorzugt sind je Bahnfixiereinrichtung 294; 296 mehrere bewegbare Klemmelemente angeordnet,
beispielsweise jeweils zumindest drei. Alternativ ist das zumindest eine bewegbare
Klemmelement mittels eines Antriebs antreibbar ausgebildet. Dann zeichnet sich das
Druckaggregat 200 beispielsweise dadurch aus, dass die zumindest eine erste Bahnfixiereinrichtung
294 und/oder die zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung 296 zumindest einen elektrischen
und/oder zumindest einen pneumatischen und/oder zumindest einen hydraulischen Antrieb
aufweist.
[0122] Die zumindest eine erste Bahnfixiereinrichtung 294 ist bevorzugt zumindest teilweise
an dem Gestell 283 des zumindest einen ersten Druckaggregats 200 und/oder zumindest
teilweise ortsfest relativ zu dem Gestell 283 des zumindest einen ersten Druckaggregats
200 angeordnet. Die zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung 296 ist bevorzugt
gemeinsam mit den Leitelementen 241 bewegbar angeordnet. Beispielweise ist die zumindest
eine zweite Bahnfixiereinrichtung 296 zumindest teilweise ortsfest relativ zu dem
zumindest einen Tragrahmen 276 und/oder zumindest teilweise an dem zumindest einen
Tragrahmen 276 angeordnet. Bevorzugt werden zunächst die zumindest eine erste Bahnfixiereinrichtung
294 und/oder die zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung 296 aktiviert und halten
dadurch die Bedruckstoffbahn 02. Insbesondere hält die zumindest eine erste Bahnfixiereinrichtung
294 zumindest falls sie als Saugeinrichtung ausgebildet ist bevorzugt einen ersten
Abschnitt der Bedruckstoffbahn 02 von einer den Druckköpfen 221 zugewandten Seite
der Bedruckstoffbahn 02 aus. Beispielsweise hält die zumindest eine zweite Bahnfixiereinrichtung
296 zumindest falls sie als Saugeinrichtung ausgebildet ist bevorzugt einen zweiten
Abschnitt der Bedruckstoffbahn 02 von einer den Druckköpfen 221 abgewandten und den
Leitelementen 241 zugewandten Seite der Bedruckstoffbahn 02 aus. Der erste Abschnitt
ist bevorzugt bezüglich der Transportrichtung des Bedruckstoffs 02 weiter vorne angeordnet
als der zweite Abschnitt.
[0123] Beispielsweise danach erfolgt bevorzugt eine Durchtrennung der Bedruckstoffbahn 02,
insbesondere zwischen der zumindest einen ersten Bahnfixiereinrichtung 294 einerseits
und der zumindest einen zweiten Bahnfixiereinrichtung 296 andererseits. Danach werden
bevorzugt die Leitelemente 241 und/oder der zumindest eine Tragrahmen 276 um die zumindest
eine gemeinsame Schwenkachse 281; 282 geschwenkt und wird bevorzugt der von der zweiten
Bahnfixiereinrichtung 296 gehaltene Teil der Bedruckstoffbahn 02 mit geschwenkt. Dadurch
entsteht der Wartungsraum 291, dessen Bodenfläche bevorzugt frei zugänglich ist. Nach
Abschluss entsprechender Wartungsarbeiten, beispielsweise an der zumindest einen Abschirmeinrichtung
292, werden die Leitelemente 241 wieder in ihre Arbeitsposition bewegt, insbesondere
geschwenkt. Dabei wird bevorzugt die zweite Bahnfixiereinrichtung 296 gemeinsam mit
dem von ihr gehaltenen Teil der Bedruckstoffbahn 02 wieder in die Ausgangslage geschwenkt.
Dadurch sind die beiden Enden der Bedruckstoffbahn 02 wieder in unmittelbarer Nähe
zueinander angeordnet. Bevorzugt werden diese beiden Enden der Bedruckstoffbahn 02
dann erneut miteinander verbunden, beispielsweise durch Klebung. Im Anschluss kann
ein Transportvorgang des Bedruckstoffs 02 und/oder ein zuvor unterbrochener Druckvorgang
fortgesetzt werden.
[0124] Bevorzugt zeichnet sich das Druckaggregat 200 alternativ oder zusätzlich dadurch
aus, dass entlang dieses ersten vorgesehenen Transportwegs im Bereich der ersten Bahnfixiereinrichtung
294 und/oder im Bereich der zweiten Bahnfixiereinrichtung 296 und insbesondere zwischen
der zumindest einen ersten Bahnfixiereinrichtung 294 und der zumindest einen zweitem
Bahnfixiereinrichtung 296 zumindest ein Verbindungsbereich zumindest einer Verbindungshilfe
298 angeordnet ist, wobei weiter bevorzugt diese zumindest eine Verbindungshilfe 298
zumindest eine Verbindungshilfe zum Verbinden zumindest zweier Enden von Bedruckstoffbahnen
02 ist. Bevorzugt weist die zumindest eine Verbindungshilfe 298 zumindest eine erste
Anlagefläche und/oder zumindest eine zweite Anlagefläche auf. Beispielsweise zeichnet
sich die zumindest eine Verbindungshilfe dadurch aus, dass die zumindest eine erste
Anlagefläche der zumindest einen ersten Bahnfixiereinrichtung 294 zugeordnet und/oder
als Teil der zumindest einen ersten Bahnfixiereinrichtung 294 ausgebildet ist und/oder
zumindest teilweise ortsfest relativ zu dem Gestell 283 des zumindest einen ersten
Druckaggregats 200 und/oder zumindest teilweise an dem Gestell 283 des zumindest einen
ersten Druckaggregats 200 angeordnet ist. Beispielsweise zeichnet sich die zumindest
eine Verbindungshilfe dadurch aus, dass die zumindest eine zweite Anlagefläche der
zumindest einen zweiten Bahnfixiereinrichtung 296 zugeordnet ist und/oder als Teil
der zumindest einen zweiten Bahnfixiereinrichtung 296 ausgebildet ist und/oder zumindest
teilweise ortsfest relativ zu dem zumindest einen Tragrahmen 276 und/oder zumindest
teilweise an dem zumindest einen Tragrahmen 276 angeordnet ist. Die zumindest eine
erste Anlagefläche ist beispielsweise als Klemmelement ausgebildet, an das als Gegenstück
zu bewegbaren Klemmelementen wirkt. Die zumindest eine zweite Anlagefläche ist beispielsweise
als Klemmelement ausgebildet, an das als Gegenstück zu bewegbaren Klemmelementen wirkt.
[0125] Die zumindest eine erste Anlagefläche erstreckt sich beispielsweise über zumindest
80 % und bevorzugt zumindest 100 % der Arbeitsbreite des Druckaggregats 200. Die zumindest
eine zweite Anlagefläche erstreckt sich beispielsweise über zumindest 80 % und bevorzugt
zumindest 100 % der Arbeitsbreite des Druckaggregats 200. Bevorzugt zeichnet sich
das Druckaggregat dadurch aus, dass die zumindest eine erste Anlagefläche und die
zumindest eine zweite Anlagefläche bei in ihren Arbeitspositionen angeordneten Leitelementen
241 einen minimalen Abstand aufweisen, der höchstens 100 mm, weiter bevorzugt höchstens
50 mm, noch weiter bevorzugt höchstens 20 mm, noch weiter bevorzugt höchstens 10 mm
und noch weiter bevorzugt höchstens 5 mm beträgt. Dadurch wird eine Verbindung erleichtert,
beispielsweise weil eine relativ kleine Lücke in einer Fläche zum Unterstützen der
Enden der Bedruckstoffbahn 02 beim Aufkleben eines Klebestreifens vorhanden ist.
[0126] In einer zweiten Ausführungsform einer Handhabung des Bedruckstoffs 02 erfolgt bevorzugt
keine Durchtrennung des Bedruckstoffs 02, sondern eine Veränderung der Lage der Bedruckstoffbahn
02. Bevorzugt ist dazu zumindest eine Umlenkeinrichtung 297 angeordnet, die weiter
bevorzugt bewegbar ist. Beispielsweise ist die zumindest eine Umlenkeinrichtung 297
als zumindest eine Stange oder Walze ausgebildet, die sich in der Querrichtung A erstreckt.
Beispielsweise ist die zumindest eine Umlenkeinrichtung 297 zumindest in einem Druckbetrieb
auf der den Druckköpfen 221 zugeordneten Seite des Bedruckstoffs 02 und/oder des vorgesehenen
Transportwegs angeordnet. Beispielsweise ist die zumindest eine Umlenkeinrichtung
297 entlang eines Stellwegs bewegbar, der den vorgesehenen Transportweg schneidet.
Die zumindest eine Umlenkeinrichtung 297 ist beispielsweise gemeinsam mit dem zumindest
einen Tragrahmen 276 bewegbar, insbesondere schwenkbar und bevorzugt an dem zumindest
einen Tragrahmen 276 angeordnet. Weiter bevorzugt ist die zumindest eine Umlenkeinrichtung
276 unabhängig von den Leitelementen 241 und/oder dem Tragrahmen 276 bewegbar, beispielsweise
mittels eine eigenen Antriebs und/oder entlang einer eigenen Führung, die beispielsweise
linear, insbesondere horizontal verläuft. Dadurch kann durch Schwenken des zumindest
einen Tragrahmens 276 zunächst ein Abstand zwischen den Leitelementen 241 und dem
Bedruckstoff erzeugt werden, wodurch beispielsweise die Leitelemente 241 für einen
Wartungsvorgang zugänglich sind, und kann insbesondere danach durch eine Bewegung
der zumindest einen Umlenkeinrichtung 297 die Bedruckstoffbahn 02 von den Druckköpfen
221 und/oder von der zumindest einen Abschirmeinrichtung 292 entfernt werden, beispielsweise
um die zumindest eine Abschirmeinrichtung 292 auf der dem vorgesehenen Transportweg
zugewandten Seite zu reinigen. Um erneut Drucken zu können, werden bevorzugt die entsprechenden
Schritte in umgekehrter Reihenfolge rückgängig gemacht.
[0127] Bevorzugt ist zumindest innerhalb des zumindest einen Druckaggregats 200 und weiter
bevorzugt in weiteren Bereichen der Druckmaschine 01 zumindest zeitweise zumindest
ein entlang zumindest eines Einziehwegs bewegbares Einziehmittel zum Einziehen einer
Bedruckstoffbahn 02 und/oder entlang zumindest eines vorgesehenen Transportwegs der
Bedruckstoffbahn 02 bewegbares Einziehmittel zum Einziehen einer Bedruckstoffbahn
02 angeordnet und/oder anordenbar. Bevorzugt weisen zumindest Teile des zumindest
einen Einziehwegs und weist weiter bevorzugt der vollständige Einziehweg auf die Querrichtung
A bezogen zu jedem Zielbereich jeder Düse jedes Druckkopfs 221 des zumindest einen
ersten Druckaggregats 200 einen Abstand von zumindest 2 cm, weiter bevorzugt zumindest
4 cm, noch weiter bevorzugt zumindest 6 cm und noch weiter bevorzugt zumindest 8 cm
auf. Bevorzugt weisen zumindest Teile des Einziehmittels und weiter bevorzugt das
vollständige Einziehmittel auf die Querrichtung A bezogen zu jedem Zielbereich jeder
Düse jedes Druckkopfs 221 des zumindest einen ersten Druckaggregats 200 einen Abstand
von zumindest 2 cm, weiter bevorzugt zumindest 4 cm, noch weiter bevorzugt zumindest
6 cm und noch weiter bevorzugt zumindest 8 cm auf. Insbesondere ist bevorzugt der
zumindest eine Einziehweg und/oder das zumindest eine Einziehmittel bezüglich der
axialen Richtung A außerhalb der Arbeitsbreite der Druckmaschine 01 angeordnet. Bevorzugt
ist der Einziehweg im Bereich des Druckabschnitts 226 des für Bedruckstoff 02 vorgesehenen
Transportwegs in genau einer Richtung gekrümmt.
[0128] Bevorzugt ist zumindest eine Bedruckstoffbahn 02 über zumindest ein weiter bevorzugt
als zumindest eine Einziehspitze ausgebildetes Verbindungselement mit dem zumindest
einen Einziehmittel verbunden und/oder verbindbar, insbesondere unabhängig von der
Ausbildung des zumindest einen Einziehmittels als Einziehband und/oder Einziehkette
und/oder endloses Einziehmittel und/oder endliches Einziehmittel. Bevorzugt ist das
Einziehmittel von jeglichem Bedruckstoff 02 verschieden.
[0129] Bevorzugt ist das zumindest eine Einziehmittel als zumindest ein endloses Einziehmittel
ausgebildet, beispielsweise als zumindest ein endloses Einziehband. Das zumindest
eine Einziehmittel ist alternativ als zumindest ein endliches Einziehmittel ausgebildet,
beispielsweise als endliches Einziehband und/oder als endliche Einziehkette. Bevorzugt
ist zumindest ein Einziehantrieb angeordnet, mittels dem das zumindest eine Einziehmittel
entlang des zumindest einen Einziehwegs bewegbar angeordnet ist. Beispielsweise im
Fall eines endlosen Einziehmittels genügt es, wenn genau ein solcher Einziehantrieb
angeordnet ist. Alternativ ist das zumindest eine Einziehmittel endlich ausgebildet.
Dann ist bevorzugt zumindest ein Einziehspeicher angeordnet, in dem das zumindest
einen Einziehmittel zumindest zeitweise anordenbar ist, insbesondere solange es nicht
verwendet wird, um eine Bedruckstoffbahn 02 einzuziehen. In einer alternativen Ausführungsform
ist das zumindest eine Einziehmittel als zumindest eine endliche Einziehkette ausgebildet.
In dem bevorzugten Fall des zumindest einen endlosen Einziehmittels ist bevorzugt
das zumindest eine Einziehmittel zum Einziehen einer Bedruckstoffbahn 02 entlang des
vorgesehenen Transportwegs der Bedruckstoffbahn 02 insbesondere dauerhaft entlang
seines zumindest einen Einziehwegs innerhalb der Druckmaschine 01 angeordnet.
[0130] Bevorzugt ist zumindest ein Einziehleitelement angeordnet, mittels dem zumindest
ein Einziehweg des zumindest einen Einziehmittels festlegbar und/oder festgelegt ist.
Das zumindest eine Einziehleitelement ist beispielsweise als zumindest eine Umlenkrolle
ausgebildet. Das zumindest eine Einziehleitelement ist alternativ als zumindest eine
Kettenschiene ausgebildet. Bevorzugt ist das zumindest eine Einziehleitelement als
zumindest ein rotierbares Einziehleitelement ausgebildet, beispielsweise als zumindest
eine Umlenkrolle. Insbesondere eine Kettenschiene kann dabei auch Weichen zur Realisierung
unterschiedlicher Einziehwege aufweisen.
[0131] Bevorzugt bleibt das zumindest eine Einziehleitelement während Schwenkbewegungen
der Leitelemente 241 und/oder des zumindest eines Tragrahmens 276 ortsfest relativ
zu dem Gestell 283 angeordnet. Beispielsweise werden die Leitelemente 241 und/oder
der zumindest eine Tragrahmen 276 zum Einziehen der Bedruckstoffbahn 02 zumindest
leicht, insbesondere um zumindest 3° und/oder höchstens 15° aus ihrer Arbeitsposition
heraus geschwenkt, um das Einziehen der Materialbahn 02 zu erleichtern, insbesondere
indem ein Abstand zwischen Druckköpfen 221 und Leitelementen 241 dadurch vergrößert
wird. Beispielsweise sind die Leitelemente 241 und/oder der zumindest eine Tragrahmen
276 für ein Durchtrennen der Materialbahn 02 in einer Trennposition anordenbar und/oder
angeordnet, bei der eine für einen Trennvorgang besonders günstige Lage relative zwischen
erster Bahnfixiereinrichtung 294 und zweiter Bahnfixiereinrichtung 296 sichergestellt
ist. Beispielsweise sind die Leitelemente 241 und/oder der zumindest eine Tragrahmen
276 für ein Verbinden von Enden von der Materialbahnen 02 in einer Verbindungsposition
anordenbar und/oder angeordnet, bei der eine für einen Verbindungsvorgang, insbesondere
Klebevorgang besonders günstige Lage relative zwischen erster Bahnfixiereinrichtung
294 und zweiter Bahnfixiereinrichtung 296 sichergestellt ist. Bei in ihrer Arbeitsposition
angeordneten Leitelementen 241 und/oder Tragrahmen 276 ist bevorzugt jedes Element
der Materialbahn 02 von der ersten Bahnfixiereinrichtung 294 und/oder von der zweiten
Bahnfixiereinrichtung 296 und/oder von der Verbindungshilfe und/oder von den Anlageflächen
beabstandet angeordnet. Dadurch ergibt sich bevorzugt eine Vermeidung von Reibung
dieser Bauteile mit der Materialbahn 02.
[0132] In einem regulären Druckbetrieb sind alle Druckköpfe 221 ortsfest angeordnet. Dadurch
wird eine dauerhafte passergerechte und/oder registergerechte Ausrichtung aller Düsen
sichergestellt. Es sind unterschiedliche Situationen denkbar, in denen eine Bewegung
der Druckköpfe 221 notwendig ist. Eine erste solche Situation stellt ein fliegender
Rollenwechsel oder Bedruckstoffwechsel oder allgemein ein Rollenwechsel mit Klebevorgang
oder ein Bedruckstoffwechsel mit Klebevorgang dar. Dabei wird eine Bedruckstoffbahn
02 mittels eines Klebestreifens mit einer anderen Bedruckstoffbahn 02 verbunden. Dadurch
ergibt sich eine Verbindungsstelle, die den gesamten Transportweg der Bedruckstoffbahn
02 durchlaufen muss. Diese Verbindungsstelle weist ein Dicke, also eine kleinste Abmessung
auf, die größer ist als eine Dicke der Bedruckstoffbahn 02. Je nach Art der Klebung
ist die Verbindungsstelle so dick wie die Bedruckstoffbahn 02 und der Klebestreifen
zusammen oder sogar so dick wie zwei Bedruckstoffbahnen 02 und der Klebestreifen zusammen.
Dadurch können sich Schwierigkeiten ergeben, wenn die Verbindungsstelle den Zwischenraum
zwischen den Düsen der Druckköpfe 221 und den Leitelementen 241 der Druckstrecke 224
passiert.
[0133] Zumindest die Druckköpfe 221 und bevorzugt der zumindest eine Düsenbalken 231 insgesamt
ist daher in zumindest einer Richtung relativ zur Führungsebene der ersten Bedruckstoffführung
249 bewegbar, insbesondere von dieser abstellbar, weiter bevorzugt orthogonal zu einer
dem Druckkopfs 221 nächsten Fläche des für Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportwegs.
Insbesondere sind bevorzugt die Druckköpfe 221 und weiter bevorzugt der zumindest
eine Düsenbalken 231 in zumindest einer Richtung relativ zur dem jeweils nächsten
Leitelement 241 bewegbar, insbesondere von diesem abstellbar. Auf diese Weise kann
der Abstand ausreichend vergrößert werden, muss aber im Anschluss wieder entsprechend
verringert werden. Eine zweite solche Situation ergibt sich beispielsweise bei einer
Wartung und/oder Reinigung zumindest eines der Druckköpfe 221. Die Druckköpfe 221
sind bevorzugt einzeln an dem zumindest einen Düsenbalken 231 befestigt und einzeln
von dem zumindest einen Düsenbalken 231 lösbar. Dadurch können einzelne Druckköpfe
221 gewartet und/oder gereinigt und/oder ersetzt werden.
[0134] Bevorzugt ist zumindest eine Reinigungsvorrichtung, insbesondere zumindest eine Düsenreinigungsvorrichtung
angeordnet, die zumindest eine Waschdüse und/oder zumindest eine Bürsten und/oder
zumindest einen Abzieher und/oder zumindest ein Reinigungsvlies aufweist. Bevorzugt
sin die Druckköpfe 221 so weit von den insbesondere in ihrer Arbeitsposition angeordneten
Leitelementen 241 der Druckstrecke 224 angeordnet, dass die zumindest eine Reinigungsvorrichtung,
insbesondere Düsenreinigungsvorrichtung in einen sich ergebenden Reinigungszwischenraum
289 passt. Bevorzugt ist diese zumindest eine Reinigungsvorrichtung in der Querrichtung
A bewegbar angeordnet und weist weiter bevorzugt in Querrichtung A eine Abmessung
auf, die kleiner ist, als die Arbeitsbreite der Druckmaschine. Bevorzugt ist die zumindest
eine Reinigungsvorrichtung im dem Fall, in dem die ihr zugeordneten Druckköpfe 221
in ihrer Druckposition angeordnet sind, bezüglich der Querrichtung A außerhalb der
Arbeitsbreite der Druckmaschine angeordnet. Bevorzugt ist jeder Druckkopfreihe 222
oder jeder Doppelreihe 223 von Druckköpfen 221 eine eigene Reinigungsvorrichtung zugeordnet.
[0135] Bevorzugt ist zumindest ein als erster Druckbildsensor ausgebildeter Sensor angeordnet,
weiter bevorzugt an einer Stelle entlang des Transportwegs der Bedruckstoffbahn 02
nach der letzten Druckstelle des zumindest einen ersten Druckaggregats 200. Der zumindest
eine erste Druckbildsensor ist beispielsweise als erste Zeilenkamera oder als erste
Flächenkamera ausgebildet. Der zumindest eine erste Druckbildsensor ist beispielsweise
als zumindest ein CCD-Sensor und/oder als zumindest ein CMOS-Sensor ausgebildet. Mittels
dieses zumindest einen ersten Druckbildsensors und einer entsprechenden Auswerteeinheit,
beispielsweise der übergeordneten Maschinensteuerung, wird bevorzugt eine Ansteuerung
aller in Förderrichtung der ersten Bedruckstoffführung 249 hintereinander liegender
und/oder wirkender Druckköpfe 221 und/oder Doppelreihen 223 von Druckköpfen 221 des
zumindest ersten Druckaggregats 200 überwacht und geregelt. In einer ersten Ausführungsform
des zumindest einen Druckbildsensors ist nur ein erster Druckbildsensor angeordnet,
dessen Sensorfeld die gesamte Breite des Transportwegs der Bedruckstoffbahn 02 umfasst.
In einer zweiten Ausführungsform des zumindest einen Druckbildsensors ist nur ein
erster Druckbildsensor angeordnet, der in der Richtung A orthogonal zu der Richtung
des Transportwegs der Bedruckstoffbahn 02 bewegbar ausgebildet ist. In einer dritten
Ausführungsform des zumindest einen Druckbildsensors sind mehrere Druckbildsensoren
angeordnet, deren jeweilige Sensorfelder jeweils unterschiedliche Bereiche des Transportwegs
der Bedruckstoffbahn 02 umfassen. Bevorzugt sind diese Bereiche in der Richtung A
orthogonal zu der Richtung des Transportwegs der Bedruckstoffbahn 02 zueinander versetzt
angeordnet. Bevorzugt umfasst eine Gesamtheit der Sensorfelder der mehreren Druckbildsensoren
eine gesamte Breite des Transportwegs der Bedruckstoffbahn 02.
[0136] Eine Lage von Bildpunkten, die von Druckfarbetropfen gebildet werden, die aus einem
jeweils ersten Druckkopf 221 stammen, wird bevorzugt mit einer Lage von Bildpunkten
verglichen, die von Druckfarbetropfen gebildet werden, die aus einem jeweils zweiten,
in Förderrichtung der ersten Bedruckstoffführung 249 nach dem jeweils ersten Druckkopf
221 liegenden Druckkopf 221 stammen. Dies geschieht bevorzugt unabhängig davon, ob
diese jeweils ersten und zweiten, in Förderrichtung der ersten Bedruckstoffführung
249 hintereinander liegenden und/oder wirkenden Druckköpfe 221 ein gleiches oder unterschiedliche
Druckfluide verarbeiten. Es wird eine Abstimmung der Lagen der aus unterschiedlichen
Druckköpfen 221 stammenden Druckbilder überwacht. Bei gleichen Druckfarben wird ein
registerhaltiges Zusammenfügen von Teilbildern überwacht. Bei unterschiedlichen Druckfarben
wird ein Passer oder Farbregister überwacht. Bevorzugt wird mit den Messwerten des
zumindest einen Druckbildsensors auch eine Qualitätskontrolle des Druckbildes durchgeführt.
[0137] Bevorzugt ist entlang des für Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportwegs nach dem
zumindest einen ersten Druckaggregat 200 zumindest ein erster Trockner 301 angeordnet,
der einen als Trocknungsabschnitt ausgebildeten Bereich des für Bedruckstoff 02 vorgesehenen
Transportwegs aufweist, der durch einen Einwirkbereich des zumindest einen Trockners
301 festgelegt ist. Nach einem Passieren des zumindest einen ersten Druckaggregats
200 durchläuft der Transportweg des Bedruckstoffs 02 und insbesondere der Bedruckstoffbahn
02 bevorzugt den zumindest einen ersten Trockner 301, um das aufgetragene Druckfluid
zu trocknen. Bevorzugt ist der zumindest eine erste Trockner 301 Bestandteil einer
Trocknereinheit 300.
[0138] Nachdem die Bedruckstoffbahn 02 das zumindest eine erste Druckaggregat 200 passiert
hat, wird die Bedruckstoffbahn 02 entlang ihres Transportwegs weiter transportiert
und bevorzugt dem zumindest einen ersten Trockner 301 der zumindest einen Trocknereinheit
300 zugeführt. Bevorzugt ist ein ein oder mehrere Leit- und/oder Fördermittel umfassender
Transportweg für Bedruckstoff 02 derart stromabwärts der letzten Druckstelle 201 ausgebildet,
dass die erste, in dem zumindest einen ersten Druckaggregat 200 bedruckte Seite der
Bedruckstoffbahn 02 nach dem Passieren der letzten Druckstelle 201 bis zu einem Einwirkbereich
des zumindest einen ersten Trockners 301 mit keinem Bestandteil der Rollen-Druckmaschine
01, insbesondere mit keinerlei Leit- und/oder Fördermittel in Berührkontakt kommt.
Bevorzugt steht die zweite, insbesondere von dem ersten Druckaggregat 200 nicht bedruckte,
Seite der Bedruckstoffbahn 02 nach dem Passieren der letzten Druckstelle 201 bis zu
dem Einwirkbereich des zumindest einen ersten Trockners 301 mit zumindest einem Bahnleitmittel
257, beispielsweise zumindest einer Bahnleitwalze 254; 256; 257.
[0139] Bevorzugt weist eine für den Bedruckstoff 02 vorgesehene Transportrichtung in zumindest
der Hälfte und weiter bevorzugt in zumindest 75 % des gesamten Trocknungsabschnitts
zumindest eine vertikale, bevorzugt nach unten weisende Komponente auf, die größer
ist, als jede gegebenenfalls vorhandene horizontale Komponente dieser Transportrichtung.
Bevorzugt ist dazu eine motorgetriebene Bahnleitwalze 254 angeordnet, die von dem
Bedruckstoff 02 und/oder dem vorgesehenen Transportweg mit einem Umschlingungswinkel
umschlungen wird, der bevorzugt zumindest 45° beträgt, weiter bevorzugt zumindest
60° und noch weiter bevorzugt zumindest 75°. Diese zumindest eine motorgetriebene
Bahnleitwalze 254 ist bevorzugt entlang des Bedruckstoff 02 und/oder des vorgesehenen
Transportwegs nach dem letzten Leitelemente der Druckstrecke 224 und vor dem Einwirkbereich
des zumindest einen Trockners 301 angeordnet.
[0140] Der zumindest eine erste Trockner 301 ist bevorzugt als ein Infrarotstrahlungstrockner
301 ausgebildet. Der zumindest eine erste Trockner 301 weist bevorzugt zumindest eine
Strahlungsquelle auf, die bevorzugt als Infrarotstrahlungsquelle ausgebildet ist.
Eine Strahlungsquelle, bevorzugt Infrarotstrahlungsquelle ist dabei eine Vorrichtung,
mittels der gezielt Energie, insbesondere elektrische Energie in Strahlung, bevorzugt
Infrarotstrahlung umgewandelt wird und/oder umwandelbar ist und auf die Bedruckstoffbahn
02 gerichtet wird und/oder richtbar ist. Die zumindest eine Strahlungsquelle weist
bevorzugt einen definierten Einwirkbereich auf. Insbesondere ist der Einwirkbereich
einer Strahlungsquelle jeweils der Bereich, der alle Punkte enthält, die insbesondere
ohne Unterbrechung geradlinig direkt oder über Reflektoren mit der Strahlungsquelle
verbunden werden können. Der Einwirkbereich des zumindest einen ersten Trockners 301
setzt sich aus den Einwirkbereichen aller Strahlungsquellen des zumindest einen ersten
Trockners 301 zusammen. Der Einwirkbereich des zumindest einen ersten Trockners 301
weist bevorzugt von der zumindest einen Strahlungsquelle zu einem der zumindest einen
Strahlungsquelle nächstgelegenen Teil des Transportwegs der Bedruckstoffbahn 02. Durch
zumindest eine Belüftungsöffnung wird Luft in den Innenraum des zumindest einen ersten
Trockners 301 eingeleitet. Im Inneren des ersten Trockners 301 wird durch die Infrarotstrahlung
aus der Bedruckstoffbahn 02 zu entfernendes Wasser und/oder Lösungsmittel der Druckfarben
entfernt und von der eingeleiteten Luft aufgenommen. Diese Luft wird dann durch zumindest
eine Entlüftungsöffnung aus dem zumindest einen ersten Trockner 301 abgeführt.
[0141] In Transportrichtung der Bedruckstoffbahn 02 nach dem Einwirkbereich der zumindest
einen Strahlungsquelle des zumindest einen ersten Trockners 301 ist bevorzugt zumindest
eine erste Kühleinrichtung angeordnet. Die zumindest eine erste Kühleinrichtung weist
bevorzugt zumindest eine erste Kühlwalze und bevorzugt einen ersten, an die zumindest
eine erste Kühlwalze anstellbaren und/oder angestellten Kühlwalzenpresseur und bevorzugt
zumindest eine, an die zumindest eine erste Kühlwalze anstellbare und/oder angestellte
Anlenkwalze auf.
[0142] Entlang des Transportwegs der Bedruckstoffbahn 02 nach einem Auszugspalt und/oder
nach einer Wiederbefeuchtungseinrichtung ist zumindest eine Nachbearbeitungsvorrichtung
angeordnet, die bevorzugt als ein- oder mehrstufige Falzvorrichtung ausgebildet ist
und/oder einen Bogenschneider und/oder eine Planauslage aufweist oder als Aufwickelvorrichtung
ausgebildet ist. In dieser und/oder durch diese Nachbearbeitungsvorrichtung wird die
Bedruckstoffbahn 02 bevorzugt gefalzt und/oder geschnitten und/oder geheftet und/oder
sortiert und/oder kuvertiert und/oder versandt und/oder aufgewickelt.
[0143] Die Arbeitsbreite der Druckmaschine 01 und/oder des zumindest einen ersten Druckaggregats
200 und/oder eine Breite eines zu bearbeitenden Bedruckstoffs 02 beträgt beispielsweise
zumindest 1500 mm, bevorzugt zumindest 2000 mm und weiter bevorzugt zumindest 2500
mm. Durch die angeordneten Leitelemente 241 , insbesondere in Verbindung mit den angeordneten
inneren Tragelementen 274, sind aber noch größere Arbeitsbreiten und/oder Bahnbreiten
möglich. Die Leitelemente 241 weisen in der Querrichtung bevorzugt eine Ausdehnung
auf, die zumindest so groß ist, wie die Arbeitsbreite der Druckmaschine 01 und/oder
des zumindest einen ersten Druckaggregats 200, weiter bevorzugt um zumindest 2 cm
und noch weiter bevorzugt um zumindest 5 cm größer, um eine Befestigung der Leitelemente
241 in den Haltevorrichtungen 271 zu ermöglichen.
[0144] In einer Ausführungsform des zumindest einen ersten Druckaggregats 200 ist eine für
einen Kontakt mit dem Bedruckstoff 02 vorgesehenen Kontaktfläche des jeweiligen Leitelements
241 in dessen auf die Querrichtung Q bezogen mittleren Bereich erhöht angeordnet im
Vergleich zu den beiden auf die Querrichtung Q bezogen äußeren Enden dieser Kontaktfläche.
Auf diese Weise ergibt sich insbesondere im Zusammenhang mit der konvexen Krümmung
des Druckabschnitts des Transportwegs in dem mittleren Bereich ein längerer Transportweg
des Bedruckstoffs 02 als an den äußeren Enden. Dadurch wird der Bedruckstoff 02 während
seines Transports in der Querrichtung jeweils nach außen gezogen und dadurch gestreckt.
Dies führt bevorzugt zu einer Verringerung von ungewollten Wellungen und Schwingungen
des Bedruckstoffs 02. Beispielsweise ist zumindest ein Leitelement 241 und sind bevorzugt
mehrere oder weiter bevorzugt alle den Druckabschnitt des für Bedruckstoff 02 vorgesehenen
Transportwegs festlegenden Leitelemente 241 in der Querrichtung A konvex gebogen.
Dazu ist beispielsweise je Leitelement 241 zumindest ein erhöhtes inneres Tragelement
angeordnet oder ist bevorzugt ein mehreren oder allen Leitelementen 241 gemeinsames
inneres Tragelement 274 erhöht angeordnet, insbesondere relativ zu den seitlichen
Tragelementen 273 und/oder insbesondere bezogen auf jeweilige Auflagebereiche 278.
Eine variable Erhöhung und damit Durchbiegung ist möglich, bevorzugt aber nicht notwendig.
Alternativ können die Leitelemente 241 auch nicht elastisch durchgebogen werden, sondern
selbst entsprechend geformt sein, beispielsweise in der Mitte einen dickeren Querschnitt
aufweisen als außen. Bevorzugt sind die Druckköpfe 221 dennoch alle mit einem im Wesentlichen
gleichen Abstand zum vorgesehenen Transportweg angeordnet. Beispielsweise sind sie
dazu in einem entsprechenden Bogen an einem Halteelement angeordnet und/oder ist ein
die Druckköpfe 21 tragendes Haltelement selbst gebogen, insbesondere analog zu den
entsprechenden Leitelementen 241.
Bezugszeichenliste
[0145]
- 01
- Druckmaschine, Tintenstrahldruckmaschine, Rollen-Druckmaschine, Rollen-Tintenstrahldruckmaschine,
Rotationsdruckmaschine
- 02
- Bedruckstoff, Bedruckstoffbahn
- 200
- Druckaggregat, Tintenstrahldruckaggregat, erstes
- 201
- Druckstelle
- 211
- Auftragstelle
- 221
- Bilderzugende Einrichtung, Druckkopf
- 222
- Druckkopfreihe
- 223
- Doppelreihe von Druckköpfen
- 224
- Druckstrecke
- 225
- -
- 226
- Druckabschnitt
- 227
- Umlenkwinkel
- 228
- Oberfläche, Mantelfläche, Fläche, äußere (241)
- 229
- Mittelachse (241)
- 230
- -
- 231
- Düsenbalken
- 241
- Leitelement
- 249
- Bedruckstoffführung
- 250
- -
- 251
- Bahnleitmittel, Bahnleitwalze, erste
- 252
- Bahnleitwalze
- 253
- Bahnleitmittel, Bahnleitwalze
- 254
- Bahnleitmittel, Bahnleitwalze, zweite
- 255
- -
- 256
- Bahnleitwalze
- 257
- Bahnleitmittel, Bahnleitwalze
- 258
- -
- 259
- -
- 260
- -
- 261
- Stützstelle
- 271
- Haltevorrichtung
- 272
- Verschlusseinrichtung, Schraube
- 273
- Tragelement, seitlich
- 274
- Tragelement, innen
- 275
- -
- 276
- Tragrahmen
- 277
- Traverse
- 278
- Auflagebereich (273; 274)
- 279
- Schwenkvorrichtung
- 280
- -
- 281
- Schwenkachse, erste
- 282
- Schwenkachse, zweite
- 283
- Gestell
- 284
- Zwischenglied
- 285
- -
- 286
- Schwenkantrieb, Linearantrieb
- 287
- Linearführung
- 288
- Verbindungsstelle
- 289
- -
- 290
- -
- 291
- Wartungsraum
- 292
- Abschirmeinrichtung, Abschirmfläche, Abschirmblech
- 293
- Standhilfe, Standfläche
- 294
- Bahnfixiereinrichtung, erste
- 295
- -
- 296
- Bahnfixiereinrichtung, zweite
- 297
- Umlenkeinrichtung
- 298
- Verbindungshilfe
- 300
- Trocknereinheit
- 301
- Trocknungshilfsmittel, Trockner, erster
- A
- Richtung, Querrichtung
- B
- Hauptförderrichtung
- T1
- Transportrichtung, erste
- T2
- Transportrichtung, zweite