[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für ein bewegbares Möbelteil, mit
einem in einer herzkurvenartigen Kulissenbahn verfahrbaren Rastelement, wobei die
Kulissenbahn einen Schließabschnitt, in welchem sich das Rastelement beim Schließen
des bewegbaren Möbelteils bewegt, einen Verriegelungsabschnitt mit einer Rastmulde,
in welchem das Rastelement in Verriegelungsstellung gehalten ist, einen Öffnungsabschnitt,
in welchem das Rastelement beim Öffnen des bewegbaren Möbelteils verfahrbar ist, und
einen ersten Verbindungsabschnitt, über den das Rastelement bei geöffnetem Möbelteil
vom Öffnungsabschnitt in den Schließabschnitt bewegbar ist, aufweist. Zudem betrifft
die Erfindung ein Möbel mit einem Möbelkorpus, einem bewegbaren Möbelteil und einer
solchen Antriebsvorrichtung für das bewegbare Möbelteil.
[0002] In der Möbelbeschlägeindustrie sind schon seit vielen Jahren Antriebsvorrichtungen
für bewegbare Möbelteile in Form von verriegelbaren Ausstoßvorrichtungen bekannt.
Dabei wird durch Bewegen (Drücken oder Ziehen) des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung
eine Entriegelung der Ausstoßvorrichtung ausgelöst, wodurch das bewegbare Möbelteil
automatisch ausgestoßen bzw. geöffnet wird.
[0003] Als gängige Verriegelungsart hat sich dabei die Verriegelung über eine herzkurvenförmige
Kulissenbahn etabliert. Im Verriegelungsabschnitt dieser Kulissenbahn wird das mit
einem Ausstoßelement verbundene Rastelement gehalten, wodurch sich das bewegbare Möbelteil
in der Schließstellung befindet. Durch Drücken auf das bewegbare Möbelteil wird auch
das Rastelement aus dem Verriegelungsabschnitt bewegt und gelangt in einen Öffnungsabschnitt.
Sobald dieser erreicht ist kann sich ein Ausstoßkraftspeicher entspannen und stößt
das bewegbare Möbelteil in Öffnungsrichtung aus. Dieser Öffnungsabschnitt ist dabei
in etwa so lang wie der Ausstoßweg des Ausstoßkraftspeichers. Sobald sich also der
Ausstoßkraftspeicher komplett entladen hat, befindet sich auch das Rastelement am
Ende des Öffnungsabschnittes der Kulissenbahn. Von dieser Stellung kann das bewegbare
Möbelteil in Freilauf händisch weiter geöffnet werden.
[0004] Bei einer Schließbewegung bzw. aktiven Einziehbewegung über eine Einziehvorrichtung
wird das Rastelement nicht wieder durch den Öffnungsabschnitt zurückbewegt sondern
durch die Ausgestaltung der Kulissenbahn in einen Schließabschnitt gelenkt. Dazu ist
ein Übergangsbereich zwischen Öffnungsabschnitt und Schließabschnitt vorgesehen. Dieser
Übergangsbereich kann auch als Verbindungsabschnitt bezeichnet werden. Bei gängigen
Antriebsvorrichtungen weist der Öffnungsabschnitt zwischen Rastmulde und erstem Verbindungsabschnitt
eine Länge zwischen ca. 3 cm und 20 cm auf. Dieser Weg kann aber individuell eingestellt
werden und ist abhängig von der Größe des bewegbaren Möbelteils und sonstiger Parameter.
[0005] Um wieder ein sicheres Verriegeln des Rastelements in der Rastmulde zu erreichen,
muss bei bekannten Antriebsvorrichtungen mit herzkurvenartiger Kulissenbahn (siehe
z.B. die prioritätsältere, ein älteres Recht bildende, österreichische Patentanmeldung
A 614/2011) das Rastelement bzw. der Steuerzapfen durch den Schließabschnitt bewegt werden.
Wenn aber aufgrund einer Fehlbedienung die Ausstoßbewegung unterbrochen wird, indem
beispielsweise das bewegbare Möbelteil noch während der Ausstoßbewegung angehalten
wird, so verbleibt das Rastelement im Öffnungsabschnitt. Wenn nun der Bediener das
Möbelteil wieder schließen will, so kann keine Verriegelung des Rastelements mehr
in der Rastmulde erfolgen, da sich das Rastelement vom Öffnungsabschnitt aufgrund
der Kulissenbahngestaltung nicht in den Verriegelungsabschnitt bewegen kann. Eine
sichere Verriegelung wäre nur möglich, wenn der Bediener das bewegbare Möbelteil soweit
in die Öffnungsrichtung bewegt bis das Rastelement den ersten Verbindungsabschnitt
erreicht hat und das Rastelement beim wieder Schließen in den Schließabschnitt gelangt.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine gegenüber dem Stand
der Technik verbesserte Antriebsvorrichtung zu schaffen. Insbesondere soll bei einer
Fehlbedienung eine Verriegelung des Rastelements im Verriegelungsabschnitt auf einfache
Weise auch dann möglich sein, wenn der Ausstoßvorgang unterbrochen wurde.
[0007] Dies wird durch eine Antriebsvorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist demnach ein zweiter, näher an der Rastmulde ausgebildeter Verbindungsabschnitt
zwischen Öffnungsabschnitt und Schließabschnitt vorgesehen. Mit anderen Worten muss
bei einer Fehlbedienung vom Rastelement nicht die gesamte herzkurvenartige Kulissenbahn
abgefahren werden, sondern es gibt eine Abkürzung in Form des zweiten Verbindungsabschnittes
durch das "Herz" der herzkurvenartigen Kulissenbahn.
[0008] Um ein ungewolltes Eindringen des Rastelements vom Schließabschnitt in den zweiten
Verbindungsabschnitt zu verhindern ist bevorzugt vorgesehen, dass zwischen dem zweiten
Verbindungsabschnitt und dem Schließabschnitt ein, vorzugsweise klappenartig ausgebildetes,
Ausweichelement angeordnet ist. Dieses Ausweichelement ist bevorzugt federbelastet,
wobei sich das Ausweichelement nur dann bewegt, wenn das Rastelement aus dem zweiten
Verbindungsabschnitt kommend auf das Ausweichelement trifft.
[0009] Um die Ablenkung des Rastelements in den zweiten Verbindungsabschnitt zu garantieren
ist bevorzugt vorgesehen, dass der Öffnungsabschnitt eine Ablenkschräge aufweist,
durch die das Rastelement bei der Öffnungsbewegung in einen zwischen ersten und zweiten
Verbindungsabschnitt liegenden Teilabschnitt des Öffnungsabschnitts ablenkbar ist.
Durch diese Ablenkung ist garantiert, dass bei Bewegung des Rastelements in Schließrichtung
im zwischen ersten und zweiten Verbindungsabschnitt liegenden Teilabschnitt des Öffnungsabschnitts
das Rastelement in den zweiten Verbindungsabschnitt gelangt.
[0010] Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Kulissenbahn
in einem Gehäuse der Antriebsvorrichtung ausgebildet ist, wobei ein von einem Ausstoßkraftspeicher
beaufschlagtes Ausstoßelement für das bewegbare Möbelteil relativ zum Gehäuse bewegbar
ist. Um die Bewegung des Rastelements in der Kulissenbahn zu erlauben ist bevorzugt
vorgesehen, dass das Rastelement am Ausstoßelement bewegbar, vorzugsweise verschwenkbar,
gelagert ist.
[0011] Schutz wird auch begehrt für ein Möbel mit einem Möbelkorpus, einem bewegbaren Möbelteil
und einer erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung für das bewegbare Möbelteil. Je nach
Ausgestaltung der Antriebsvorrichtung kann die Antriebsvorrichtung am Möbelkorpus
angeordnet sein und dadurch das bewegbare Möbelteil aktiv ausstoßen, oder am bewegbaren
Möbelteil angeordnet sein, wodurch sich die Antriebsvorrichtung vom Möbelkorpus abstößt.
[0012] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung
unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im
Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1 bis 4
- schematisch ein bewegbares Möbelteil in verschiedenen Stellungen mit einer Antriebsvorrichtung,
- Fig. 5 bis 6
- Explosionsdarstellungen einer Antriebsvorrichtung,
- Fig. 7 bis 12
- diverse, aufgebrochene 3D-Darstellungen der Antriebsvorrichtung,
- Fig. 13 bis 19
- den Bewegungsablauf beim Schließen und Entriegeln durch Überdrücken,
- Fig. 20 bis 22
- den Bewegungsablauf beim Entriegeln durch Ziehen,
- Fig. 23
- schematisch die herzkurvenartige Kulissenbahn mit verschiedenen Stellungen des Rastelements
und
- Fig. 24 bis 32
- 3D-Detailansichten des Rastelements in verschiedenen Stellungen in der Kulissenbahn.
[0013] Fig. 1 zeigt schematisch ein Möbel 16 bestehend aus einem Möbelkorpus 17 und einem
bewegbaren Möbelteil 2, an dessen Vorderseite eine Frontblende 21 angebracht ist.
Das bewegbare Möbelteil 2 ist über eine Ladenschiene 22 an einer Korpusschiene 23
- gegebenenfalls auch über eine nicht dargestellte Mittelschiene - bewegbar gelagert.
Die Korpusschiene 23 bildet in dieser schematischen Darstellung gleichzeitig das Gehäuse
4 der Antriebsvorrichtung1 In dieser Fig. 1 ist die gesamte Antriebsvorrichtung 1
dem Möbelkorpus 17 zugeordnet, nur der Mitnehmer 9 bewegt sich mit dem bewegbaren
Möbelteil 2 mit. Grundsätzlich kann die Anordnung auch genau umgekehrt angeordnet
sein, sodass die Antriebsvorrichtung 1 dem bewegbaren Möbelteil 2 zugeordnet ist,
während der Mitnehmer 9 möbelkorpusfest angeordnet ist. Über eine Erfassungseinrichtung
7 wird die Stellung des bewegbaren Möbelteils 2 - im Speziellen des Mitnehmers 9 -
erfasst und über den in diesem Fall als Kreis dargestellten Übertragungsschlitten
14 an das Verriegelungselement 5 weitergeleitet. Der Übertragungsschlitten 14 und
die Erfassungseinrichtung 7 bilden gemeinsam mit eventuellen weiteren Elementen die
Übertragungsvorrichtung 8 zum Übertragen der von der Erfassungseinrichtung 7 erfassten
Stellung des bewegbaren Möbelteils 2 auf das Verriegelungselement 5. Das Ausstoßelement
3 (kann auch als Ausstoßschlitten 3 bezeichnet werden) ist bewegbar am Gehäuse 4 gelagert
und von einem Ausstoßkraftspeicher 18 in Öffnungsrichtung OR beaufschlagt. Da die
Bewegung des Ausstoßelements 3 in Öffnungsrichtung OR durch das Verriegelungselement
5 versperrt ist, kann das bewegbare Möbelteil 2 nicht in Öffnungsrichtung OR ausgestoßen
werden, wodurch sich das bewegbare Möbelteil 2 in Schließstellung SS befindet.
[0014] Wenn nun gemäß Fig. 2 in Schließrichtung SR auf das bewegbare Möbelteil 2 gedrückt
wird, wird über die Übertragungsvorrichtung 8 das Verriegelungselement 5 bewegt, sodass
der Ausstoßweg für das Ausstoßelement 3 freigegeben ist. Beim Überdrücken in Schließrichtung
SR muss nicht unbedingt das Verriegelungselement 5 bewegt werden, wie in den Fig.
1 bis 4 und Fig. 23 bis 29. Vielmehr kann von der Erfassungseinrichtung 7 die Position
des bewegbaren Möbelteils 2 direkt auf das am Ausstoßelement 3 angeordnete Ausstoßelement
6 weitergeleitet werden, sodass sich dieses aus einer Rastmulde 13 einer herzkurvenförmigen
Kulissenbahn 12 in einen Öffnungsabschnitt 45 der Kulissenbahn 12 bewegt, wie in den
Fig. 5 bis 22 gezeigt. Durch dieses Überdrücken wird die Überdrückstellung ÜS erreicht.
[0015] Demgegenüber ist in Fig. 3 eine durch Ziehen am bewegbaren Möbelteil 2 in Öffnungsrichtung
OR entriegelte Antriebsvorrichtung 1 gezeigt. Auch diese Öffnungsbewegung wird über
die Erfassungseinrichtung 7 erfasst, wodurch über eine vom Rastelement 6 gesonderte
Übertragungsvorrichtung 8 das Verriegelungselement 5 relativ zum Gehäuse 4 bewegt
wird und dadurch den Ausstoßweg für das Ausstoßelement 3 freigibt. Dadurch ist die
unmittelbar vor der Schließstellung SS liegende Zugstellung ZS erreicht.
[0016] In Fig. 4 hat das Ausstoßelement 3 nach seiner Entriegelung durch Drücken (gemäß
Fig. 2) oder durch Ziehen (Fig. 3) durch Entspannen des Ausstoßkraftspeichers 18 das
bewegbare Möbelteil 2 in Öffnungsrichtung OR ausgestoßen, wodurch eine Offenstellung
OS erreicht ist. Beim Ausstoßen gelangt der Mitnehmer 9 außer Eingriff von der Erfassungseinrichtung
7. Dies kann durch ein Wegschwenken des Fanghebels 37 der Erfassungseinrichtung 7
erfolgen.
[0017] Explosionsdarstellungen eines konkreten Ausführungsbeispiels einer Antriebsvorrichtung
1 sind in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Dabei bilden die Gehäusegrundplatte 24, die
Gehäusemittelplatte 26 und die Gehäuseabdeckung 25 gemeinsam das Gehäuse 4, wobei
das Gehäuse 4 über die Gehäusegrundplatte 24 bevorzugt an einer Ladenschiene 22 montiert
ist. Um eine Positionsänderung des bewegbaren Möbelteils 2 in seiner Schließstellung
SS relativ zum Möbelkorpus 17 zu erreichen, kann die Gehäusemittelplatte 26 gegenüber
den möbelteilfesten Komponenten Gehäusegrundplatte 24 und Gehäuseabdeckung 25 verschoben
werden. Eine exakte Einstellung ist dabei über das Verstellmittel 28 und die an der
Gehäusemittelplatte 26 ausgebildeten Verstellnoppen möglich. Mit der Gehäusemittelplatte
26 ist auch eine Dämpfvorrichtung 27 für die Dämpfung der Einziehbewegung des bewegbaren
Möbelteils 2 verbunden. Die einzelnen Komponenten dieser Dämpfvorrichtung 27 werden
nicht näher bezeichnet.
[0018] In der Gehäusemittelplatte 26 und somit im Gehäuse 4 ist die Kulissenbahn 12 ausgebildet,
in der das Rastelement 6 verfährt. Das Rastelement ist an einem Ende an der Lagerstelle
42 im Ausstoßelement 3 verschwenkbar gehalten. Das Ausstoßelement 3 ist zwischen Anschlägen
relativ zur Gehäusemittelplatte 26 bewegbar. An diesem Ausstoßelement 3 ist die Federbasis
33 für den Ausstoßkraftspeicher 18 (Zugfeder) ausgebildet. Das andere Ende des Ausstoßkraftspeichers
18 ist an der Federbasis 32 gehalten. Diese Federbasis 32 befindet sich am Federspannelement
30, welches fest mit der Gehäusegrundplatte 24 verbunden ist. Je nach Ort der Befestigung
des Federspannelements 30 an der Gehäusegrundplatte 24 kann die Federspannkraft eingestellt
werden. Über das Verstellelement 31 kann das an der Gehäusegrundplatte 24 angeordnete
Federspannelement 30 relativ zur Gehäusegrundplatte 24 bewegt werden und somit die
Federspannkraft des Ausstoßkraftspeichers 18 eingestellt werden.
[0019] Am Ausstoßelement 3 befindet sich auch eine Federbasis 35 für den Einziehkraftspeicher
19 (Zugfeder), welcher andererseits an der am Einziehschlitten 15 ausgebildeten Federbasis
34 befestigt ist. Dieser Einziehschlitten 15 (kann auch als Einziehvorrichtung 15
bezeichnet) ist durch Anschläge begrenzt bewegbar am Ausstoßschlitten 3 gelagert.
An einem Ende des Einziehschlittens 15 befindet sich die Drehachse 38 für den Fanghebel
37.
[0020] Über diesen Fanghebel 37 - der Teil der Erfassungseinrichtung 7 ist - wird der Mitnehmer
9 gehalten. Der Mitnehmer 9 ist fest mit der Montageplatte 36 verbunden, welche an
der nicht dargestellten Korpusschiene 23 montiert ist. Am Ende des Einziehschlittens
15 ist auch ein Dämpfanschlag 40 vorgesehen, sodass beim Kontakt zwischen dem Einziehschlitten
15 und dem Mitnehmer 9 kein lautes Geräusch auftritt und die Komponenten geschont
werden.
[0021] Für die weggesteuerte Auslösung des Ausstoßschlittens 3 bzw. für die weggesteuerte
Aufhebung der Verriegelung beim Ziehen ist der an der Gehäusemittelplatte 26 bewegbar
gelagerte Übertragungsschlitten 14 vorgesehen. Dieser weist an einem Ende das Verriegelungselement
5 auf, welches teilweise die Rastmulde 13 der Kulissenbahn 12 mitbildet. Zudem ist
an diesem Übertragungsschlitten 14 die ebenfalls die Kulissenbahn 12 mitbildende Abweisschräge
43 für das Überdrücken ausgebildet. Am vorderen Ende des Übertragungsschlittens 14
ist das elastische Kupplungselement 10 gehalten, welches mit dem am Einziehschlitten
15 ausgebildeten Koppelelement 11 korrespondiert. Am Übertragungsschlitten 14 ist
auch das Ausweichelement 20 angeordnet, über das bei nicht voller Ausstoßbewegung
das Rastelement 6 zurück in die Schließstellung SS bewegt werden kann. Der an der
Gehäusemittelplatte 26 gefedert gelagerte Schieber 39 dient dazu, dass das Rastelement
6 nicht in einen ungewünschten Abschnitt der Kulissenbahn 12 gelangt, vor allem dann
wenn die Lade mit zu geringer Energie zugeworfen wird und vor der Verriegelung wieder
ausgestoßen wird. Bei einer solchen Bewegung bleibt der Schieber 39 geschlossen.
[0022] In Fig. 7 ist die Antriebsvorrichtung 1 in zusammengebautem Zustand dargestellt,
wobei die Gehäuseabdeckung 25 entfernt ist. Es ist erkennbar, dass die Dämpfvorrichtung
27 in der Gehäusemittelplatte 26 eingespannt ist. Zudem ist der einerseits an der
Gehäusegrundplatte 24 bzw. am Federspannelement 30 und andererseits am Ausstoßschlitten
3 befestigte Ausstoßkraftspeicher 18 ersichtlich. Auch der Einziehschlitten 15 sowie
der daran befestigte Fanghebel 37 sind teilweise erkennbar. Durch die Gehäusemittelplatte
26 hindurch ist auch der Großteil des Übertragungsschlittens 14 ersichtlich.
[0023] In Fig. 8 ist gegenüber Fig. 7 die Gehäusemittelplatte 26 ausgeblendet, wodurch ein
besserer Blick auf den Ausstoßschlitten 3 und den Einziehschlitten 15 gewährleistet
ist. Es ist erkennbar, dass an einem Ende des Einziehschlittens 15 - das durch den
Rastelementanschlag 41 gebildet wird - das Rastelement 6 anliegt. Das Rastelement
6 kann aus dieser Position nicht entweichen, da es in der Kulissenbahn 12 geführt
ist.
[0024] Diese Kulissenbahn 12 ist zum Großteil in Fig. 9 ersichtlich, in welcher von der
Antriebsvorrichtung 1 nur die Gehäusegrundplatte 24 fehlt. Der als Zugfeder ausgebildete
Einziehkraftspeicher 19 ist dabei zwischen den Federbasen 34 und 35 gehalten. Der
Ausstoßkraftspeicher 18 ist an den Federbasen 32 und 33 gehalten. Der Fanghebel 37
ist in geöffneter Position dargestellt, wobei der Mitnehmer 9 bereits an dem Anschlag
40 des Einziehschlittens 15 anliegt.
[0025] Um einen besseren Einblick zum Rastelement 6 zu gewähren ist in Fig. 10 im Gegensatz
zu Fig. 9 ein Teil des Ausstoßschlittens 3 ausgeblendet. Dadurch ist erkennbar, dass
das Rastelement 6 an der Kulissenbahn 12 und am Rastelementanschlag 41 anliegt. In
dieser ersten Kopplungsstellung K1 des Rastelements 6 ist der Einziehschlitten 15
mit dem Ausstoßschlitten 3 gekoppelt, da sich der Einziehschlitten 15 aufgrund des
am Rastelement 6 anschlagenden Rastelementanschlags 41 nicht weiter nach links relativ
zum Ausstoßschlitten 3 bewegen kann. Dadurch kann sich der Einziehkraftspeicher 19
nicht entspannen.
[0026] Dagegen ist in Fig. 11 der Einziehkraftspeicher 19 entspannt, da das Rastelement
6 die zweite Kopplungsstellung K2 erreicht hat, in der der Weg für den Einziehschlitten
15 relativ zum Ausstoßschlitten 3 freigegeben wurde.
[0027] Dazu passend ist in Fig. 12 der Einziehschlitten 15 teilweise ausgeblendet, sodass
der Blick zum in bzw. an der Rastmulde 13 gehaltenen Rastelement 6 frei ist.
[0028] In Fig. 13 befindet sich die Antriebsvorrichtung 1 und somit das bewegbare Möbelteil
2 in der Offenstellung OS. Das Rastelement 6 liegt - ähnlich wie in Fig. 10 - am Rastelementanschlag
41 des Einziehschlittens 15 an und ist in der in der Gehäusemittelplatte 26 ausgebildeten
Kulissenbahn 12 geführt. Der gesamte Ausstoßschlitten 3 befindet sich in einem ersten
Bewegungsabschnitt B1 und das Rastelement 6 befindet sich in der ersten Kopplungsstellung
K1. Am anderen Ende des Einziehschlittens 15 ist über den Fanghebel 37 die Kopplung
mit dem Mitnehmer 9 ersichtlich. Teilweise von der Gehäusemittelplatte 26 verdeckt
ist der Übertragungsschlitten 14 relativ zur Gehäusemittelplatte 26 bewegbar angeordnet.
Dieser Übertragungsschlitten 14 bildet auch Teile der Kulissenbahn 12 mit. So weist
der Übertragungsschlitten beispielsweise das Verriegelungselement 5 und die Abweisschräge
43 für das Rastelement 6 sowie und die Führungsschräge 47 für das Koppelelement 11
auf. Zusätzlich ist am Übertragungsschlitten 14 das Kupplungselement 10 verschwenkbar
gelagert, das mit dem Koppelelement 11 korrespondieren kann.
[0029] Wenn das bewegbare Möbelteil 2 von Fig. 13 weiter in Schließrichtung SR bewegt wird,
fährt das Rastelement 6 unter Beibehaltung der ersten Kopplungsstellung K1 entlang
der Kulissenbahn 12, die teilweise vom Ausweichelement 20 gebildet wird. In Fig. 14
ist das Ende des geraden Schließabschnitts der Kulissenbahn 12 und somit das Ende
des ersten Bewegungsabschnittes B1 erreicht.
[0030] Sobald das bewegbare Möbelteil 2 von der Stellung gemäß Fig. 14 weiter in die Stellung
gemäß Fig. 15 bewegt wird, wird das Rastelement 6 vom Rastelementanschlag 41 des Einziehschlittens
15 in die Rastmulde 13 der Kulissenbahn 12 gedrängt. Dadurch ist der Einziehschlitten
15 vom Ausstoßschlitten 3 entkoppelt und gleichzeitig ist der Ausstoßschlitten 3 am
Gehäuse 4 verriegelt und die zweite Kopplungsstellung K2 ist erreicht. Durch diese
eine Bewegung des Rastelements 6 werden somit zwei Kupplungsvorgänge getätigt.
[0031] Von der Offenstellung OS gemäß Fig. 15 in die Schließstellung SS gemäß Fig. 16 wird
das bewegbare Möbelteil durch Entspannen des Einziehkraftspeichers 19 bewegt bzw.
eingezogen. Sobald knapp vor dem Ende dieser Einziehbewegung das Koppelelement 11
am Kupplungselement 10 des Übertragungsschlittens 14 anliegt wird zunächst der gesamte
Übertragungsschlitten 14 bis zum Anschlag in der Gehäusemittelplatte 26 nach links
bewegt. Danach überfährt das Koppelelement 11 das Kupplungselement 10 in Schließrichtung
SR. Mit diesem nach links Bewegen des Übertragungsschlittens 14 wird auch dessen Verriegelungselement
5 nach links bewegt und bildet gemeinsam mit einem Teil der am Gehäuse 4 (in Speziellen
in der Gehäusemittelplatte 26) ausgebildeten Kulissenbahn 12 die eigentliche Rastmulde
13 für das Rastelement 6 im Gehäuse 4. Das Rastelement verbleibt somit in der zweiten
Kopplungsstellung K2, wenn auch leicht versetzt gegenüber Fig. 15. In der Fig. 16
ist gut erkennbar, dass nun die Kulissenbahn 12 eine Herzkurvenform aufweist.
[0032] Wenn in dieser Schließstellung SS in Schließrichtung SR auf das bewegbare Möbelteil
2 gedrückt wird (siehe Fig. 17), wird auch der Einziehschlitten 15 weiter in Schließrichtung
SR bewegt. Da dieser Einziehschlitten 15 in dieser Schließstellung SS einen Endanschlag
am Ausstoßschlitten 3 erreicht hat, wird auch der Ausstoßschlitten 3 mitsamt dem daran
verschwenkbar gelagerten Rastelement 6 in Schließrichtung SR bewegt. Dadurch bewegt
sich das Rastelement 6 gemäß Fig. 17 aus der Rastmulde 13, bis das Rastelement an
der Abweisschräge 43 anliegt. Dadurch ist die Überdrückstellung ÜS erreicht. Gleichzeitig
wird auch das Koppelelement 11 von der Führungsschräge 47 abgelenkt.
[0033] Durch das Abweisen an der Abweisschräge 43 (siehe Fig. 18) gelangt das Rastelement
6 weiter durch die im Übertragungsschlitten 14 ausgebildete und einen Teil der Kulissenbahn
12 bildende Vertiefung 44 in Richtung Öffnungsabschnitt 45 der Kulissenbahn 12.
[0034] Sobald dieser Öffnungsabschnitt 45 erreicht ist, ist das Ausstoßelement 3 entriegelt
und der Ausstoßkraftspeicher 18 kann sich entspannen und das bewegbare Möbelteil 2
wird in Öffnungsrichtung OR ausgestoßen und gelangt in die Offenstellung OS (siehe
Fig. 19). Bei dieser Ausstoßbewegung wird vom Koppelelement 11 über das Kupplungselement
10 wieder der Übertragungsschlitten 14 bis zum Anschlag ein Stück in Öffnungsrichtung
OR bewegt, sodass wieder die Ausgangsstellung des Übertragungsschlittens 14 erreicht
ist. Sollte die Öffnungsbewegung bereits kurz nach dem Start unterbrochen werden,
kann sich beim wieder Schließen das Rastelement 6 durch den zweiten Verbindungsabschnitt
48 bewegen und das Rastelement 6 gelangt durch Wegdrängen des klappenförmig ausgebildeten
Ausweichelements 20 wieder in den Schließabschnitt der Kulissenbahn 12.
[0035] In Fig. 20 ist wieder die Schließstellung SS gezeigt, bei dem sich das Rastelement
6 in der zweiten Kopplungsstellung K2 befindet. Diese Fig. 20 entspricht der Darstellung
gemäß Fig. 16.
[0036] Wenn nun aus dieser Schließstellung SS nicht auf das bewegbare Möbelteil 2 gedrückt
wird, sondern am bewegbaren Möbelteil 2 gezogen wird, wird diese Bewegung von der
Erfassungseinrichtung 7 - die vom Fanghebel 37 und dem Einziehschlitten 15 gebildet
wird - erfasst. Dadurch wird der Einziehschlitten 15 und mit diesem das Koppelelement
11 nach rechts bewegt, bis es am Kupplungselement 10 anliegt und dieses mitnimmt.
Durch diese Mitbewegung des Kupplungselements 10, wie in Fig. 21 dargestellt, wird
auch der gesamte Übertragungsschlitten 14 bewegt und das Verriegelungselement 5 bildet
keinen Teil der Rastmulde 13 mehr. Dadurch ist der Weg für das Rastelement 6 nicht
mehr durch das Verriegelungselement 5 versperrt und der Weg in den Öffnungsabschnitt
45 der Kulissenbahn 12 ist frei. Somit erfolgt die Übertragung der Ziehbewegung nicht
direkt auf das Rastelement 6, sondern diesem Rastelement 6 wird sozusagen der Rastanschlag
(= Verriegelungselement 5) weggezogen und somit die Verriegelungsstellung bzw. zweite
Kopplungsstellung K2 aufgehoben.
[0037] In weiterer Folge kann sich gemäß Fig. 22 wieder der Ausstoßkraftspeicher 18 entspannen
und bewegt über den Ausstoßschlitten 3 und dem daran gehaltenen Einziehschlitten 15
das bewegbare Möbelteil 2 in Öffnungsrichtung OR. Sobald sich der Ausstoßkraftspeicher
18 komplett entspannt hat wird mit dem weiteren Schwung des bewegbaren Möbelteils
2 bzw. durch aktives Ziehen am bewegbaren Möbelteil 2 in Öffnungsrichtung OR der Einziehkraftspeicher
19 geladen bis wieder die erste Kopplungsstellung K1 zwischen Einziehschlitten 15
und Ausstoßschlitten 3 erreicht ist. Beim Schließen des bewegbaren Möbelteils 2 wird
dann in weiterer Folge der Ausstoßkraftspeicher 18 vor Erreichen der Verriegelungsstellung
bzw. zweiten Kopplungsstellung K2 gespannt. Dies entspricht im Wesentlichen dem ersten
Bewegungsabschnitt B1, der zwischen den Stellungen gemäß Fig. 13 und Fig. 14 liegt.
[0038] In Fig. 23 ist schematisch eine herzkurvenförmige bzw. -artige Kulissenbahn 12 dargestellt,
in welchem sich beim Öffnen und beim Schließen des bewegbaren Möbelteils 2 das Rastelement
6 bewegt. In dieser Fig. 23 sind zehn verschiedene Stellungen des Rastelements 6 dargestellt,
wobei jede Stellung des Rastelements 6 mit römischen Zahlen bezeichnet ist.
[0039] Nach Beginn der Schließbewegung bzw. der Einziehbewegung befindet sich demnach das
Rastelement 6 gemäß Position I im Schließabschnitt 49. Während der Bewegung des Rastelements
6 durch diesen Schließabschnitt 49 in Schließrichtung SR wird der, hier nicht dargestellte,
Ausstoßkraftspeicher 18 gespannt, da gegen die Federkraft F des Ausstoßkraftspeichers
18 gearbeitet wird. Kurz vor dem Ende des Schließabschnitts 49 überfährt das Rastelement
6 das den zweiten Verbindungsabschnitt 48 begrenzende Ausweichelement 20 und gelangt
am Ende des Öffnungsabschnitts 19 zur Position II. Bei zu schneller Schließbewegung
kann das Rastelement 6 in die beliebig lang ausgebildete Überlaufbahn 54 ausweichen.
[0040] Entweder durch die Ausgestaltung der Kulissenbahn 12 oder durch eine Wegsteuerung
gelangt das Rastelement 6 am Ende des Öffnungsabschnittes 49 in den Verriegelungsabschnitt
50. Wenn in diesem Abschnitt kein Druck mehr auf das bewegbare Möbelteil 2 ausgeübt
wird, kann sich der Ausstoßkraftspeicher 18 entspannen. Da aber das Rastelement 6
gemäß dieser Position II nicht mehr in den Schließabschnitt 49 gelangen kann, wird
das Rastelement 6 über die Ausgestaltung der Kulissenbahn 12 in die Rastmulde 13 (siehe
Position III) abgelenkt und dort verriegelt, wobei der Ausstoßkraftspeicher 18 gespannt
ist.
[0041] Wenn nun in Schließrichtung SR auf das bewegbare Möbelteil 2 gedrückt wird, so gelangt
das Rastelement 6 aus der Position III in die Position IV, in der es an der Abweisschräge
43 in Richtung Öffnungsabschnitt 45 gelenkt wird. Bei starker Überdrückbewegung könnte
das Rastelement 6 auch in die beliebig lang ausgebildete Überlaufbahn 55 ausweichen.
Wenn in dieser Position IV kein Druck mehr auf das bewegbare Möbelteil 2 in Schließrichtung
SR ausgeübt wird, so kann sich der Ausstoßkraftspeicher 18 entspannen und bewegt entsprechend
der Kurvengestaltung das Rastelement 6 in den Öffnungsabschnitt 45. Bei einer normalen
- ununterbrochenen - Ausstoßbewegung gelangt das Rastelement 6 daraufhin von der Position
V über die Position VI zur Position VII. In dieser Position VII befindet sich das
Rastelement im ersten Verbindungsabschnitt 51 zwischen dem Öffnungsabschnitt 45 und
dem Schließabschnitt 49. Bei starker Ausstoßbewegung kann sich das Rastelement 6 bis
in die Überlaufbahn 56 bewegen. Beim Schließen bewegt sich das Rastelement 6 aufgrund
der Kurvengestaltung dann wieder in den Schließabschnitt 49 und erreicht wieder die
Position I.
[0042] Wenn aber aufgrund einer Fehlbedienung die Ausstoßbewegung des bewegbaren Möbelteils
2 unterbrochen wird, so verbleibt das Rastelement 6 zunächst irgendwo im Öffnungsabschnitt
45, wenn dies z.B. in der Position V passiert, kann das Rastelement 6 nicht mehr in
die Rastmulde 13 zurückbewegt werden. Sobald aber das Rastelement 6 aufgrund der Ablenkschräge
52 den vorderen Teilabschnitt 53 des Öffnungsabschnitts 45 erreicht hat (z.B. Position
VI), so wird bei einer vom Bediener ausgelösten Schließbewegung des bewegbaren Möbelteils
2 das Rastelement 6 in den zweiten Verbindungsabschnitt 48 gelenkt und erreicht die
Position VIII. Durch weitere Schließbewegung bewegt sich das Rastelement 6 aus der
Position VIII durch den zweiten Verbindungsabschnitt 48 hindurch bis zur Position
IX, in welcher das Rastelement 6 auf das klappenförmige Ausweichelement 20 drückt
und dieses Ausweichelement 20 bis in die strichliert dargestellte Stellung bewegen
kann. Dadurch gelangt das Rastelement 6 wieder in den Schließabschnitt 49 und erreicht
die Position X. Bei weiterer Schließbewegung gelangt das Rastelement 6 wieder in die
Position II und verriegelt in weiterer Folge in der Rastmulde 13 gemäß Position III.
[0043] In Fig. 24 ist die im Gehäuse 4 ausgebildete Kulissenbahn 12 eines konkreten Ausführungsbeispiels
gezeigt. Am Ende des Teilabschnitts 53 des Öffnungsabschnitts 45 befindet sich der
erste Verbindungsabschnitt 51, durch welchen der Öffnungsabschnitt 45 mit dem Schließabschnitt
49 verbunden ist. Zusätzlich ist der zweite Verbindungsabschnitt 48 ersichtlich, der
hin zum Schließabschnitt 49 vom Ausweichelement 20 begrenzt wird.
[0044] Gemäß Fig. 25 ist zusätzlich das am nicht dargestellten Ausstoßelement 3 schwenkbar
gelagerte Rastelement 6 ersichtlich, welches sich im Schließabschnitt 49 befindet.
Diese Position korrespondiert mit der Position I gemäß Fig. 23.
[0045] Bei weiterer Bewegung in Schließrichtung SR bewegt sich das Rastelement 6 in die
Stellung gemäß Fig. 26. Dadurch gelangt das Rastelement in den Verriegelungsabschnitt
50. Diese Stellung des Rastelements 6 entspricht in etwa der Position II von Fig.
23.
[0046] In Fig. 27 befindet sich das Rastelement 6 in der Verriegelungsstellung VS im Verriegelungsabschnitt
50. Die Bewegung in Öffnungsrichtung OR wird durch das Verriegelungselement 5 verhindert.
Diese Stellung des Rastelements 6 entspricht der Position III von Fig. 23.
[0047] Nach der Entriegelung (durch Drücken oder durch Ziehen) gelangt das Rastelement 6
in den Öffnungsabschnitt 45. Die in Fig. 28 gezeigte Stellung des Rastelements 6 entspricht
in etwa der Position V gemäß Fig. 23.
[0048] Bei einer Fehlbedienung bzw. unterbrochenen Ausstoßbewegung gelangt durch Bewegen
des bewegbaren Möbelteils 2 in Schließrichtung SR das Rastelement 6 in den zweiten
Verbindungsabschnitt 48 (siehe Fig. 29). Diese Stellung des Rastelements 6 entspricht
in etwa der Position VIII gemäß Fig. 23.
[0049] Am Ende des zweiten Verbindungsabschnitts 58 drückt das Rastelement auf das Ausweichelement
20 (siehe Fig. 30) und gelangt somit in den Schließabschnitt 49. Diese Stellung des
Rastelements 6 entspricht in etwa der Position X von Fig. 23.
[0050] Wenn keine Fehlbedienung vorliegt, so gelangt das Rastelement, wie in Fig. 31 dargestellt,
über den Teilabschnitt 53 des Öffnungsabschnitts 45 und den ersten Verbindungsabschnitt
51 wieder in den Schließabschnitt 49. Die Stellung gemäß
Fig. 31 entspricht in etwa der Position VI von Fig. 23.
[0051] Unabhängig vom gewählten Weg (erster Verbindungsabschnitt 51 oder zweiter Verbindungsabschnitt
48) gelangt das Rastelement 6 am Ende der Schließbewegung wieder in den Verriegelungsabschnitt
50 und verriegelt in der Rastmulde 13 gemäß Fig. 32. Diese Stellung des Rastelements
6 gemäß Fig. 32 entspricht der Position III von Fig. 23.
[0052] Durch die vorliegende Erfindung ist somit eine verbesserte herzkurvenartige Kulissenbahn
12 für eine Antriebsvorrichtung 1 geschaffen, bei der neben dem ersten Verbindungsabschnitt
51 zwischen Öffnungsabschnitt 45 und Schließabschnitt 49 auch eine Abkürzung in Form
des zweiten Verbindungsabschnitts 48 zwischen Öffnungsabschnitt 45 und Schließabschnitt
49 im Gehäuse 4 als Teil der Kulissenbahn 12 ausgebildet ist.
1. Antriebsvorrichtung (1) für ein bewegbares Möbelteil (2), mit einem in einer herzkurvenartigen
Kulissenbahn (12) verfahrbaren Rastelement (6), wobei die Kulissenbahn (12)
- einen Schließabschnitt (49), in welchem sich das Rastelement (6) beim Schließen
des bewegbaren Möbelteils (2) bewegt,
- einen Verriegelungsabschnitt (50) mit einer Rastmulde (13), in welchem das Rastelement
(6) in Verriegelungsstellung (VS) gehalten ist,
- einen Öffnungsabschnitt (45), in welchem das Rastelement (6) beim Öffnen des bewegbaren
Möbelteils(2) verfahrbar ist, und
- einen ersten Verbindungsabschnitt (51), über den das Rastelement (6) bei geöffnetem
Möbelteil (2) vom Öffnungsabschnitt (45) in den Schließabschnitt (49) bewegbar ist,
aufweist,
gekennzeichnet durch einen zweiten, näher an der Rastmulde (13) ausgebildeten Verbindungsabschnitt (48)
zwischen Öffnungsabschnitt (45) und Schließabschnitt (49).
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem zweiten Verbindungsabschnitt (48) und dem Schließabschnitt (49) ein,
vorzugsweise klappenartig ausgebildetes, Ausweichelement (20) angeordnet ist.
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsabschnitt (45) eine Ablenkschräge (52) aufweist, durch die das Rastelement
(6) bei der Öffnungsbewegung in einen zwischen erstem (51) und zweiten (48) Verbindungsabschnitt
liegenden Teilabschnitt (53) des Öffnungsabschnitts (45) ablenkbar ist.
4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Bewegung des Rastelements (6) in Schließrichtung (SR) im zwischen ersten (51)
und zweiten (48) Verbindungsabschnitt liegenden Teilabschnitt (53) des Öffnungsabschnitts
(45) das Rastelement (6) in den zweiten Verbindungsabschnitt (48) gelangt.
5. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenbahn (12) in einem Gehäuse (4) der Antriebsvorrichtung (1) ausgebildet
ist.
6. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein von einem Ausstoßkraftspeicher (18) beaufschlagtes Ausstoßelement (3) für das
bewegbare Möbelteil (2) relativ zum Gehäuse (4) bewegbar ist.
7. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (6) am Ausstoßelement (3) bewegbar, vorzugsweise verschwenkbar, gelagert
ist.
8. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (6) bei einer Fehlbedienung in Form einer unterbrochenen Ausstoßbewegung
des bewegbaren Möbelteils (2) im Öffnungsabschnitt (45) verbleibt (Pos. V), wobei
- wenn das Rastelement (6) aufgrund einer Ablenkschräge (52) einen vorderen Teilabschnitt
(53) des Öffnungsabschnitts (45) erreicht hat (Pos. VI) - bei einer von einem Bediener
ausgelösten Schließbewegung des bewegbaren Möbelteils (2) das Rastelement (6) in den
zweiten Verbindungsabschnitt (48) gelenkt wird (Pos. VIII), wobei sich das Rastelement
(6) durch weitere Schließbewegung durch den zweiten Verbindungsabschnitt (48) hindurch
(Pos. IX) in den Schließabschnitt (49) bewegt (Pos. X und II) und bei weiterer Schließbewegung
in die Rastmulde (13) gelangt (Pos. III).
9. Möbel (16) mit einem Möbelkorpus (17), einem bewegbaren Möbelteil (2) und einer Antriebsvorrichtung
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 für das bewegbare Möbelteil (2).