[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine programmgesteuerte
Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einem einen Spülraum bereitstellenden Spülbehälter,
der der Aufnahme von zu reinigendem Spülgut dient, einem Sammeltopf, in den der Spülbehälter
mündet, einer der Umwälzung von Spülflotte dienenden Umwälzpumpe, die an den Sammeltopf
angeschlossen ist, sowie mit einer in den Sammeltopf einsetzbaren Siebanordnung.
[0002] Geschirrspülmaschinen im Allgemeinen sowie programmgesteuerte Haushaltsgeschirrspülmaschinen
im Speziellen sind aus dem Stand der Technik an sich gut bekannt, weshalb es eines
gesonderten druckschriftlichen Nachweises an dieser Stelle nicht bedarf.
[0003] Geschirrspülmaschinen der gattungsgemäßen Art verfügen über einen Spülbehälter, der
einen Spülraum, auch Behandlungsraum genannt, bereitstellt. Dieser Spülraum ist verwenderseitig
über eine Beschickungsöffnung zugänglich, die mittels einer verschwenkbar gelagerten
Spülraumtür fluiddicht verschließbar ist. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall dient
der Spülbehälter der Aufnahme von zu reinigendem Spülgut, bei dem es sich im Falle
einer Haushaltsgeschirrspülmaschine beispielsweise um Geschirr, Besteckteile und/oder
dergleichen handeln kann.
[0004] Zur Beaufschlagung von zu reinigendem Spülgut mit Spülflüssigkeit, der sogenannten
Spülflotte, verfügt die Geschirrspülmaschine im Inneren des Spülbehälters über eine
Sprüheinrichtung. Diese Sprüheinrichtung stellt in aller Regel verdrehbar gelagerte
Sprüharme zur Verfügung, wobei typischerweise zwei oder drei solcher Sprüharme vorgesehen
sind. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall erfolgt eine Beaufschlagung des zu reinigenden
Spülguts mit Spülflotte mittels sich drehender Sprüharme.
[0005] Die von der Sprüheinrichtung abgegebene Spülflotte sammelt sich im Sammeltopf an,
in den der Spülbehälter einmündet. Der Sammeltopf ist an eine Umwälzpumpe einerseits
und eine Ablaufpumpe andererseits angeschlossen. Zur Beaufschlagung der Sprüheinrichtung
mit Spülflotte dient die Umwälzpumpe, die im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall die
in die Geschirrspülmaschine eingeförderte Spülflüssigkeit umwälzt.
[0006] Im Zuge der Durchführung eines bestimmungsgemäßen Spülprogramms kommt es zur Reinigung
des zu reinigenden Spülguts, infolgedessen sich Schmutzpartikel in der Spülflotte
ansammeln. Um den Verschmutzungsgrad der Spülflotte zu ermitteln, ist es aus dem Stand
der Technik bekannt, mittels eines Trübungssensors eine Trübungsmessung der Spülflotte
vorzunehmen. Ein solcher Trübungssensor ist typischerweise im Sammeltopf angeordnet
und verfügt über eine Sendeeinheit und eine Empfangseinheit, die unter Zwischenordnung
einer Messstrecke beabstandet voneinander angeordnet sind. Bei der Sendeeinheit handelt
es sich beispielsweise um eine Infrarot-LED, in welchem Fall die Empfangseinheit als
Fotodiode ausgebildet ist.
[0007] Ergibt eine während eines Spülprogramms durchgeführte Trübungsmessung, dass der Verschmutzungsgrad
der Spülflotte einen vorgebbaren Grenzwert überschreitet, ist die Spülflotte zumindest
teilweise zu verwerfen und durch Frischwasser zu ersetzen. Die ebenfalls an den Sammeltopf
angeschlossene Ablaufpumpe schaltet dementsprechend ein und entfernt die verschmutzte
Spülflotte durch Abpumpen aus dem Sammeltopf.
[0008] Fluidtechnisch ist der Sammeltopf, in den der Spülbehälter einmündet, vom Spülbehälter
durch eine Siebanordnung getrennt. Die im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall von der
Umwälzpumpe umgewälzte Spülflotte sammelt sich mithin erst nach einem Passieren der
Siebanordnung im Sammeltopf an. Speisereste, Schmutzpartikel und/oder dergleichen
Verunreinigungen werden von der Siebanordnung zurückgehalten, sodass es zur Umwälzung
einer insoweit durch Siebung gereinigten Spülflotte kommt.
[0009] Ist die Siebanordnung infolge beispielsweise eines verwenderseitigen Bedienfehlers
nicht oder nicht korrekt in den Sammeltopf eingesetzt, kommt es in unerwünschter Weise
zur Umwälzung auch von Schmutzpartikeln, sodass es nicht mehr sichergestellt ist,
dass das wünschenswerter Weise zu erzielende Reinigungsergebnis auch tatsächlich erreicht
wird. Auch kann es aufgrund der Trübungsmessung dazu kommen, dass dem Grunde nach
noch verwendbare Spülflotte verworfen wird, was in nachteiliger Weise zu einem unnötig
hohen Wasserverbrauch führt.
[0010] Es ist ausgehend vom vorgeschriebenen die
Aufgabe der Erfindung, eine Geschirrspülmaschine in der eingangs genannten Art vorzuschlagen,
die eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Handhabung bei gleichzeitig erhöhter
Betriebssicherheit gestattet.
[0011] Zur
Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Geschirrspülmaschine der eingangs genannten
Art vorgeschlagen, die sich auszeichnet durch eine Sensoreinrichtung, die der Detektion
der Siebanordnung dient, aufweisend einen im Sammeltopf angeordneten Trübungssensor
und ein mit der Siebanordnung zusammenwirkendes Sensierungselement.
[0012] Die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine verfügt über eine Sensoreinrichtung, die
der Detektion der Siebanordnung dient. Es wird mithin eine Sieberkennung vorgeschlagen.
Es lässt sich mittels dieser feststellen, ob die Siebanordnung bestimmungsgemäß in
den Sammeltopf eingesetzt ist oder nicht. Sofern mittels der Sensoreinrichtung eine
fehlende Siebanordnung und/oder eine nicht bestimmungsgemäß angeordnete Siebanordnung
detektiert wird, erfolgt eine Signalausgabe an den Verwender der Geschirrspülmaschine
und/oder die Durchführung eines Spülprogramms ist steuerungstechnisch unterbunden.
[0013] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung erbringt im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall
eine erhöhte Betriebssicherheit, denn es findet bevorzugter Weise vor jedem Programmstart
eine Detektion der Siebanordnung auf ordnungsgemäße Anordnung statt. Hierdurch wird
auch die Handhabung der Geschirrspülmaschine verbessert, denn der Verwender der Geschirrspülmaschine
wird vor einem etwaigen Start eines Spülprogramms auf eine unter Umständen fehlende
und/oder nicht korrekt in den Sammeltopf eingesetzte Siebanordnung hingewiesen. Unnötig
hohe Wasserverbräuche und/oder nur unzureichende Spülergebnisse können so wirkungsvoll
unterbunden werden.
[0014] Die erfindungsgemäße Sensoreinrichtung kommt ohne zusätzlichen Sensor aus. Erfindungsgemäß
wird der ohnehin im Sammeltopf angeordnete Trübungssensor als Bestandteil der erfindungsgemäßen
Sensoreinrichtung benutzt. Die Sensoreinrichtung weist des Weiteren ein Sensierungselement
auf, das mit der Siebanordnung zusammenwirkt. Durch Interaktion dieses mit der Siebanordnung
zusammenwirkenden Sensierungselements mit dem Trübungssensor erfolgt eine Detektion
der Siebanordnung, wobei das Vorhandensein der Siebanordnung andererseits sowie die
ordnungsgemäße Anordnung einer vorhandenen Siebanordnung erfasst und überwacht werden
können.
[0015] Vor Beginn eines Spülprogramms, das heißt vor Einleitung von Frischwasser in die
Geschirrspülmaschine erfolgt unter Verwendung des Trübungssensors eine Sieberkennung.
Da sich zu diesem Zeitpunkt noch keine Spülflotte im Sammeltopf befindet, wird die
vom Trübungssensor zur Detektion der Siebanordnung bewirkte Signalabgabe nicht verfälscht.
Ergibt diese Detektion einen ordnungsgemäßen Sitz der Siebanordnung, erfolgt die Frischwassereinleitung
und das Spülprogramm kann beginnen. Wird indes eine fehlende Siebanordnung und/oder
ein nicht korrekter Sitz der Siebanordnung sensiert, unterbleibt eine Frischwassereinleitung
und der Verwender der Geschirrspülmaschine wird über den Fehlerfall durch akustische
und/oder visuelle Signalausgabe informiert.
[0016] Die erfindungsgemäße Sensoreinrichtung nutzt zur Sieberkennung den ohnehin im Sammeltopf
vorhandenen Trübungssensor. Insoweit erweist sich die erfindungsgemäße Ausgestaltung
als besonders wirtschaftlich, da weder der Einsatz zusätzlicher Sensoren noch deren
Montage erforderlich sind.
[0017] Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist das Sensierungselement ein,
insbesondere in Höhenrichtung des Sammeltopfes linear, verfahrbarer Schieber. Aufgrund
seiner Verfahrbarkeit kann der Schieber in den Detektionsbereich des Trübungssensors
eingefahren bzw. aus diesem heraus verfahren werden.
[0018] Bei dem Trübungssensor handelt es sich bevorzugter Weise um einen solchen, der unter
Ausbildung einer Messstrecke eine Sendeeinheit einerseits und eine Empfangseinheit
andererseits aufweist. Je nach Stellung des als Sensierungselements dienenden Schiebers,
ist die vom Trübungssensor bereitgestellte Messstrecke entweder frei oder blockiert,
das heißt die Empfangseinheit kann ein von der Sendeeinheit abgegebenes Signal empfangen
oder nicht. Da der Schieber mit der Siebanordnung zusammenwirkt, kann auf diese Weise
eine ordnungsgemäße Platzierung der Siebanordnung detektiert werden. Diese liegt insbesondere
dann vor, wenn der in die Messstrecke des Trübungssensors eingeführte Schieber das
von der Sendeeinheit ausgehende Signal nicht blockiert, das heißt ein Empfang des
Signals durch die Empfangseinheit gestattet ist.
[0019] Der Schieber ist bevorzugter Weise sammeltopfseitig in einer Nutführung höhenverfahrbar
gelagert. Der so vom Sammeltopf bereitgestellte Schieber wirkt beispielweise mit einer
von der Siebanordnung bereitgestellten Kulissenführung zusammen. Diese Kulissenführung
dient bei einer Verdrehbewegung der Siebanordnung zwecks Einsetzen derselben in den
Sammeltopf als Antrieb für den Schieber, wobei ein ordnungsgemäßes Einsetzen der Siebanordnung
durch Verdrehbewegung aufgrund der mit dem Schieber zusammenwirkenden Kulissenführung
dazu führt, dass der Schieber in Höhenrichtung des Sammeltopfes nach oben wandert.
In dieser nach oben verfahrenen Endstellung ist die vom Trübungssensor bereitgestellte
Messstrecke freigegeben, womit eine ordnungsgemäße Anordnung der Siebanordnung detektiert
wird. Ist die Siebanordnung nicht oder nicht korrekt in den Sammeltopf eingesetzt,
unterbleibt ein Verfahren des Schiebers in Höhenrichtung des Sammeltopfes nach oben,
sodass die vom Trübungssensor bereitgestellte Messstrecke blockiert ist. In dieser
Stellung des Schiebers kann seitens der Empfangseinheit des Trübungssensors kein Signalempfang
stattfinden, womit ein nicht ordnungsgemäßes Einsetzen der Siebanordnung in den Sammeltopf
erkannt wird.
[0020] Gemäß einer zweiten Alternative der Erfindung ist vorgesehen, dass das Sensierungselement
an der Siebanordnung angeordnet ist. Gemäß dieser Ausgestaltung ist das Sensierungselement
nach einer Art Schwert ausgebildet, das infolge einer Verdrehbewegung der Siebanordnung
in den Messbereich eines Trübungssensors hineinbewegt wird. Es kommt in diesem Zusammenhang
bevorzugter Weise ein Trübungssensor zum Einsatz, der über eine Sendeeinheit und eine
Empfangseinheit verfügt, die unter Ausbildung zweier Messstrecken beabstandet voneinander
ausgebildet sind. Das Ausbilden zweier Messstrecken hat den Vorteil, dass nicht nur
eine nicht ordnungsgemäß eingesetzte Siebanordnung, sondern auch eine gänzlich fehlende
Siebanordnung erkannt werden kann. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass eine
ordnungsgemäße Siebanordnung nur dann vorliegt, wenn eine der beiden Messstrecken
unterbrochen ist. Sind beide Messstrecken blockiert oder frei, liegt eine nicht ordnungsgemäße
Siebanordnung vor beziehungsweise es fehlt an einer solchen.
[0021] Zur Ausbildung zweier Messstrecken kann die Sendeeinheit des Trübungssensors entweder
über zwei Sender verfügen oder es ist ein Sender vorgesehen, der mit einer entsprechenden
Optik zur Ausbildung zweier Messstrecken zusammenwirkt.
[0022] Gemäß einer dritten Alternative ist das Sensierungselement ein Lichtwellenleiter.
Dieses ist siebanordnungsseitig montiert und ist bei ordnungsgemäß eingesetzter Siebanordnung
in den Strahlengang des Trübungssensors eingefahren. In dieser Stellung empfängt ein
zusätzlicher Empfänger das von der Sendeeinheit des Trübungssensors abgegebene Signal,
so dass sowohl das Vorhandensein der Siebanordnung als auch deren ordnungsgemäße Ausrichtung
detektiert ist.
[0023] Alles in Allem wird mit der Erfindung eine Geschirrspülmaschine vorgeschlagen, die
unter Nutzung des ohnehin vorhandenen Trübungssensors eine Sieberkennung gestattet,
was einerseits die Handhabung verbessert und andererseits die Betriebssicherheit erhöht.
[0024] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen:
- Figur 1
- in schematischer Schnittdarstellung einen Sammeltopf;
- Figur 2
- in schematischer Perspektivdarstellung ein Sensierungselement gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Figur 3
- in zwei Ansichten eine mit dem Sensierungselement nach Figur 2 zusammenwirkende Siebanordnung;
- Figur 4
- in schematischer Schnittdarstellung das vom Sammeltopf aufgenommene Sensierungselement
gemäß Figur 2 in einer ersten Stellung;
- Figur 5
- in schematischer Schnittdarstellung das vom Sammeltopf aufgenommene Sensierungselement
gemäß Figur 2 in einer zweiten Stellung;
- Figur 6
- in schematischer Darstellung eine in einen Sammeltopf eingesetzte Siebanordnung gemäß
einer zweiten Ausführungsform;
- Figur 7
- in schematischer Darstellung einen Trübungssensor gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Figur 8
- in schematischer Darstellung einen Trübungssensor gemäß einer zweiten Ausführungsform;
- Figur 9
- in schematischer Darstellung einen Trübungssensor gemäß einer dritten Ausführungsform;
- Figur 10
- in schematischer Darstellung den Trübungssensor nach Figur 9 in Kombination mit einem
Sensierungselement gemäß einer dritten Ausführungsform in einer ersten Stellung;
- Figur 11
- in schematischer Darstellung den Trübungssensor nach Figur 9 in Kombination mit einem
Sensierungselement gemäß einer dritten Ausführungsform in einer zweiten Stellung;
und
- Figur 12
- in schematischer Prinzipdarstellung eine Geschirrspülmaschine.
[0025] Figur 12 lässt in rein schematischer Darstellung eine Geschirrspülmaschine 1 in der
Ausgestaltung einer programmgesteuerten Haushaltsgeschirrspülmaschine erkennen.
[0026] Die Geschirrspülmaschine 1 verfügt in an sich bekannter Weise über ein Gehäuse 2,
das einen Spülbehälter 3 aufnimmt. Der Spülbehälter 3 stellt seinerseits einen Spülraum
4 zur Aufnahme von zu reinigendem Spülgut bereit. Zur Beschickung des Spülraums 4
mit zu reinigendem Spülgut verfügt der Spülbehälter 3 über eine Beschickungsöffnung
5. Diese ist mittels einer Spülraumtür 6 fluiddicht verschließbar, wobei die Spülraumtür
6 um eine horizontal verlaufende Schwenkachse drehverschwenkbar gelagert ist.
[0027] Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall erfolgt eine Beaufschlagung des zu reinigenden
Spülgutes mit Spülflotte, zu welchem Zweck die Geschirrspülmaschine 1 über eine Sprüheinrichtung
7 verfügt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel gehören zur Sprüheinrichtung 7 ein oberer
Sprüharm 8 sowie ein unterer Sprüharm 9.
[0028] Die Sprüheinrichtung 7 ist strömungstechnisch an eine in den Figuren nicht näher
dargestellte Umwälzpumpe der Geschirrspülmaschine 1 angeschlossen, mittels der die
Sprüharme 8 und 9 der Sprüheinrichtung 7 mit Spülflotte versorgt werden.
[0029] Der den Spülraum 4 bereitstellende Spülbehälter 3 mündet mit Bezug auf die Zeichnungsebene
nach Figur 12 unterseitig in einen in Figur 12 nicht näher dargestellten Sammeltopf
10 ein. An diesen Sammeltopf 10 ist die Umwälzpumpe angeschlossen. Fluidtechnisch
ist der Sammeltopf 10 vom Spülbehälter 3 durch eine ebenfalls in Figur 12 nicht näher
dargestellte Siebanordnung 16 getrennt. Die im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall
von der Umwälzpumpe umgewälzte Spülflotte sammelt sich nach einem Abtropfen von Spülgut
sowie nach einem Passieren der Siebanordnung 16 im Sammeltopf 10 an. Von dort aus
gelangt sie im Umwälzbetrieb in der schon vorgeschriebenen Weise zur Sprüheinrichtung
7.
[0030] Figur 1 lässt in teilgeschnittener Perspektivdarstellung den Sammeltopf 10 im Detail
erkennen. In diesen ist im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall eine Siebanordnung 16
eingesetzt, wie sie beispielhaft in Figur 3 dargestellt ist.
[0031] Der Sammeltopf 10 verfügt über eine Ausnehmung 11. In diese ist im endmontierten
Zustand ein Trübungssensor 13 eingesetzt, wie sich dies beispielhaft aus den Figuren
4 und 5 ergibt. Wie diese Figuren ferner erkennen lassen, verfügt der Trübungssensor
13 über eine Sendeeinheit 14 und eine Empfängereinheit 15, die unter Ausbildung einer
Messstrecke beabstandet voneinander angeordnet sind. Bei der Sendeeinheit kann es
sich beispielsweise um eine Infrarot-LED handeln, in welchem Fall die Empfangseinheit
als Fototransistor bzw. als Fotodiode ausgebildet ist.
[0032] In Höhenrichtung 20 ist unterhalb der Ausnehmung 11 eine Nutführung 18 ausgebildet,
wie dies die Figuren 1, 4 und 5 erkennen lassen. Im endmontierten Zustand ist in diese
Nutführung 18 ein als Sensierungselement 17 dienender Schieber 19 eingesetzt. Eine
Detailansicht ist Figur 2 zu entnehmen.
[0033] Der Schieber 19 verfügt über eine mit dem Trübungssensor 13 zusammenwirkende Bohrung
23 sowie über einen Führungsfortsatz 21, der mit einer von der Siebanordnung 16 bereitgestellten
Kulissenführung 22 zusammenwirkt. Der Trübungssensor 13 und das Sensierungselement
17 bilden zusammen eine Sensoreinrichtung 12, die der Detektion der Siebanordnung
16, das heißt der Erkennung der Siebanordnung 16 dient. Die Funktionsweise ist die
Folgende:
Figur 5 zeigt die Stellung des Schiebers 19 bei nicht in den Sammeltopf 10 eingesetzter
Siebanordnung 16. In dieser Stellung befindet sich der Schieber 19 in seiner mit Bezug
auf die Höhenrichtung 20 unteren Endstellung. Die vom Trübungssensor 13 bereitgestellte
Messstrecke ist in dieser Stellung des Schiebers 19 blockiert, sodass ein etwaiges
von der Sendeeinheit 14 abgegebenes Signal von der Empfangseinheit 15 nicht empfangen
werden kann.
[0034] Wird nun die Siebanordnung 16 in ordnungsgemäßer Weise durch Verdrehen in den Sammeltopf
10 eingesetzt, so greift der Führungsfortsatz 21 des Schiebers 19 in die von der Siebanordnung
16 bereitgestellte Kulissenführung 22 ein, welche aufgrund ihrer geometrischen Ausgestaltung
bei einer Verdrehbewegung der Siebanordnung 16 dafür Sorge trägt, dass der Schieber
19 in seiner Nutführung 18 in Höhenrichtung 20 nach oben verfahren wird. Figur 4 lässt
diese in Höhenrichtung 20 nach oben verfahrene Endstellung des Schiebers 19 erkennen.
In dieser Stellung des Schiebers 19 ist die vom Schieber 19 endseitig bereitgestellte
Bohrung 23 in die Messstrecke des Trübungssensors 13 verfahren, sodass ein ungehinderter
Signalgang von der Sendeeinheit 14 zur Empfangseinheit 15 stattfinden kann. Das ordnungsgemäße
Einbringen der Siebanordnung 16 in den Sammeltopf 10 kann so detektiert werden.
[0035] Zu Beginn eines jeden Spülprogramms wird vor einem Einlauf von Frischwasser ein entsprechendes
Signal von der Sendeeinheit 14 des Trübungssensors 13 abgegeben. Sofern dieses Signal
von der Empfangseinheit 15 empfangen wird, befindet sich der Schieber 19 in der in
Figur 4 gezeigten Stellung, was gleichbedeutend damit ist, dass die Siebanordnung
16 ordnungsgemäß im Sammeltopf 10 angeordnet ist. Wird das von der Sendeeinheit 14
abgegebene Signal indes nicht von der Empfangseinheit 15 empfangen, ist die vom Trübungssensor
13 bereitgestellte Messstrecke durch die Stellung des Schiebers 19 blockiert, welche
Stellung des Schiebers 19 in Figur 5 dargestellt ist. Auf diese Weise wird eine nicht
in den Sammeltopf 10 eingebrachte Siebanordnung 16 beziehungsweise eine sich in Fehlstellung
befindliche Siebanordnung 16 erkannt.
[0036] Eine alternative Ausführungsform zeigt Figur 6. Gemäß dieser Ausführungsform ist
das Sensierungselement 17 als ein an der Siebanordnung 16 angeordnetes Schwert 24
ausgebildet. Dieses Schwert 24 verfügt endseitig über eine Bohrung 25. Das Schwert
24 der Siebanordnung 16 wirkt mit einem vom Sammeltopf 10 bereitgestellten Trübungssensor
13 zusammen.
[0037] Die Siebanordnung 16 ist bevorzugter Weise mittels einer Verdrehung von 90 Grad ordnungsgemäß
im Sammeltopf 10 verrastet angeordnet. Um eine sichere Erkennung der Siebanordnung
16 zu gewährleisten sind deshalb vier Schwerter 24 an der Siebanordnung 16 angeordnet,
wie dies in Figur 6 dargestellt ist.
[0038] Sofern in schon vorbeschriebener Weise ein von der Sendeeinheit 14 des Trübungssensors
13 abgegebenes Signal von der Empfangseinheit 15 des Trübungssensors 13 empfangen
wird, lässt dies den Rückschluss auf eine ordnungsgemäß in den Sammeltopf 10 eingebrachte
Siebanordnung 16 zu. Allerdings wird ein von der Sendeeinheit 14 abgegebenes Signal
von der Empfangseinheit 15 auch dann empfangen, wenn es an einer Siebanordnung 16
gänzlich fehlt. Um auch ein solches Fehlen einer Siebanordnung 16 detektieren zu können,
wird vorgeschlagen, dass der Trübungssensor 13 zwei Messstrecken 26 und 27 zur Verfügung
stellt. Dies kann entweder dadurch geschehen, dass die Sendeeinheit 14 zwei Sender
aufweist, wie in Figur 7 links dargestellt oder die Sendeeinheit 14 über einen Sender
in Kombination mit einer entsprechenden Optik verfügt, wie in Figur 7 rechts dargestellt.
[0039] Die Ausbildung zweier Messstrecken 26 und 27 bringt den Vorteil mit sich, dass drei
unterschiedliche Zustände der Siebanordnung 16 detektierbar sind. Ist die Siebanordnung
16 ordnungsgemäß innerhalb des Sammeltopfes 10 angeordnet, so ist die eine Messstrecke
27 blockiert, die andere Messstrecke 26 hingegen frei. Fehlt es an der Siebanordnung
16, so sind beide Messstrecken 26 und 27 frei. Bei einer vorhandenen, aber fehleingesetzten
Siebanordnung sind beide Messstrecken 26 und 27 blockiert. Im Ergebnis lässt sich
sowohl das Vorhandensein einer Siebanordnung 16 als auch deren ordnungsgemäße Ausrichtung
im Sammeltopf 10 erkennen.
[0040] Eine weitere Ausführungsform ist in den Figuren 9 bis 11 dargestellt. Gemäß dieser
Ausführungsform kommt ein Trübungssensor 13 zum Einsatz, der über eine Sendeeinheit
14 und eine Empfangseinheit 15 verfügt, die mit Bezug auf ihren Strahlungsgang parallel
zueinander ausgebildet sind. Zur Ausbildung der Messstrecke 29 kommen Lichtwellenleiter
28 zum Einsatz, wie in Figur 9 dargestellt.
[0041] Gemäß dieser Ausführungsform dient als Sensierungselement 17 der an der Siebanordnung
angeordnete Lichtwellenleiter 31. Vorzugsweise weist die Empfangseinheit zusätzlich
zu einem ersten Empfänger einen zweiten Empfänger 30 auf. Dieser wirkt mit der Sendeeinheit
14 über die Lichtwellenleiter 28 und 31 zusammen. Nur wenn die Siebanordnung 16 ordnungsgemäß
in den Sammeltopf 10 eingesetzt ist, befindet sich der Lichtwellenleiter 31 an der
für eine Signalversorgung des Empfängers 30 richtigen Position. Das ordnungsgemäße
Einsetzen der Siebanordnung 16 kann so detektiert werden. Fehlt es hingegen an der
Siebanordnung 16 oder ist diese nicht ordnungsgemäß in den Sammeltopf 10 eingesetzt,
fehlt es an der richtigen Positionierung des Lichtwellenleiters 31 mit der Folge,
dass seitens des Empfängers 30 kein Signal empfangen wird. Die Fehlstellung der Siebanordnung
16 wird so detektiert.
Bezugszeichen
[0042]
- 1
- Geschirrspülmaschine
- 2
- Gehäuse
- 3
- Spülbehälter
- 4
- Spülraum
- 5
- Beschickungsöffnung
- 6
- Tür
- 7
- Sprüheinrichtung
- 8
- Sprüharm
- 9
- Sprüharm
- 10
- Sammeltopf
- 11
- Ausnehmung
- 12
- Sensoreinrichtung
- 13
- Trübungssensor
- 14
- Sendeeinheit
- 15
- Empfangseinheit
- 16
- Siebanordnung
- 17
- Sensierungselement
- 18
- Nutführung
- 19
- Schieber
- 20
- Höhenrichtung
- 21
- Führungsfortsatz
- 22
- Kulissenführung
- 23
- Bohrung
- 24
- Schwert
- 25
- Bohrung
- 26
- Messstrecke
- 27
- Messstrecke
- 28
- Lichtwellenleiter
- 29
- Messstrecke
- 30
- Empfänger
- 31
- Lichtwellenleiter
1. Geschirrspülmaschine, insbesondere programmgesteuerte Haushaltsgeschirrspülmaschine,
mit einem einen Spülraum (4) bereitstellenden Spülbehälter (3), der der Aufnahme von
zu reinigendem Spülgut dient, einem Sammeltopf (10), in den der Spülbehälter mündet,
einer der Umwälzung von Spülflotte dienenden Umwälzpumpe, die an den Sammeltopf (10)
angeschlossen ist, sowie mit einer in den Sammeltopf (10) einsetzbaren Siebanordnung
(16), gekennzeichnet durch eine Sensoreinrichtung (12), die der Detektion der Siebanordnung (16) dient, aufweisend
einen im Sammeltopf (10) angeordneten Trübungssensor (13) und ein mit der Siebanordnung
(16) zusammenwirkendes Sensierungselement (17).
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensierungselement (17) ein in Höhenrichtung (20) des Sammeltopfes (10) linear
verfahrbarer Schieber (19) ist.
3. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (19) mit einer von der Siebanordnung (16) bereitgestellten Kulissenführung
(22) zusammenwirkt.
4. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensierungselement (17) an der Siebanordnung (16) angeordnet ist.
5. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensierungselement (17) ein Lichtwellenleiter (28, 31) ist.
6. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trübungssensor (13) eine Sendeeinheit (14) und eine Empfangseinheit (15) aufweist,
die unter Ausbildung zweier Messstrecken (26, 27) beabstandet voneinander angeordnet
sind.
7. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangseinheit (15) zwei Empfänger aufweist.
8. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit (14) einen Sender und eine damit zusammenwirkende Optik aufweist.