TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Pressvorrichtung, insbesondere zum Radialverpressen,
insbesondere von Rohrfittings nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Pressvorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Beispielsweise offenbart
die
EP 2 340 899 eine derartige Pressvorrichtung.
[0003] Bei der Pressvorrichtung nach der
EP 2 340 899 wirken zwei Hebel auf Pressbacken. Die Hebel sind an einem Pressbackenträger angelenkt
und stehen mit diesem über jeweils einen Bolzen in Verbindung. Die Pressbacke ist
dabei um den Bolzen relativ zum Pressbackenträger verschwenkbar ausgebildet. Der Bolzen
nach der
EP 2 340 899 wird über eine Schraube und zwei Deckel im Pressbackenträger gehalten.
[0004] Auch sind Pressvorrichtungen bekannt geworden, bei welchen der Bolzen über lösbare
Sicherungsringe im Pressbackenträger gehalten wird.
[0005] Diese Sicherungselemente verleiten den Benutzer dazu im Falle eines Defektes eines
Presshebels, diesen durch einen neuen noch unbenutzten oder durch einen anders abgenutzten
Presshebel zu ersetzen. Dieses Austauschen hat verschiedene Nachteile.
[0006] Einerseits kommt es durch die unterschiedliche Abnutzung, welche der Fachmann nicht
unbedingt visuell erkennen kann, zu Fehlverpressungen. Gerade beim Verpressen von
Fittings im Zusammenhang mit Wasserleitungen ist dies sehr nachteilig und führt zu
undichten Verbindungen.
[0007] Andererseits kann es durch das nicht fachgemässe Ersetzen des einen Hebels vorkommen,
dass beim Verpressvorgang Teile des Werkzeuges abbrechen und aufgrund der herrschenden
Kräfte wie Geschosse von der Pressvorrichtung wegfliegen, was ein deutliches Unfallrisiko
für den Installateur darstellt.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung eine Aufgabe zugrunde,
eine Pressvorrichtung anzugeben, welche die Nachteile des Standes überwindet. Insbesondere
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Pressvorrichtung anzugeben, welche
sicherer handhabbar ist.
[0009] Diese Aufgabe löst der Gegenstand vom Anspruch 1. Demgemäss umfasst eine Pressvorrichtung
mindestens ein Trägerelement mit mindestens einer Trägeröffnung, mindestens ein Presselement
mit mindestens einer Lageröffnung zum Aufbringen einer Presskraft auf einen Pressling,
wobei das mindestens eine Presselement um mindestens eine Schwenkachse schwenkbar
am Trägerelement gelagert ist, wobei sich jeweils ein die Lagerung sowie die Schwenkachse
bereitstellender Bolzen durch die mindestens eine Trägeröffnung und die Lageröffnung
hindurch erstreckt. Der Bolzen ist endseitig mit einem nicht-lösbaren Sicherungselement
bezüglich einer Axialverschiebung zum Trägerelement in der Lageröffnung und der Trägeröffnung
gesichert.
[0010] Durch das Sicherungselement wird der Bolzen also in der Pressvorrichtung gehalten.
Da es sich hierbei um ein nicht-lösbares Sicherungselement handelt, wird ein Entfernen
bzw. Austauschen des Bolzens verhindert, wodurch die oben genannten Nachteile vermieden
werden. Insbesondere wird auf diese Weise eine Pressvorrichtung mit fest zusammengebauten
Einzelteilen zur Verfügung gestellt, welche nach dem initialen Zusammenbau nicht mehr
geöffnet werden können. Handwerker bzw. Dritte werden daran gehindert, das mindestens
eine Presselement zu öffnen, woraus in Folge Fehlverpressungen und Personenschäden
vermieden werden können. Dadurch kann eine hohe Sicherheit gewährleistet werden.
[0011] Unter der Ausdrucksweise "nicht-lösbar" wird insbesondere verstanden, dass das Sicherungselement
nur mit gesteigertem Aufwand unter Zuhilfenahme von das Sicherungselement oder den
Bolzen zerstörenden oder beschädigenden Werkzeugen trennbar ist.
[0012] Vorzugsweise ist das Sicherungselement nicht zerstörungsfrei lösbar. Das heisst,
sollte das Sicherungselement vom Bolzen entfernt werden, so ist dies zwangsläufig
mit einer Zerstörung des Sicherungselements verbunden. Eine Demontage des Sicherungselements
sowie ein allfälliger Rückbau des Sicherungselements am Bolzen sind folglich nicht
möglich.
[0013] In einem ersten Aspekt weist die Pressvorrichtung vorzugsweise die Form einer Pressschlinge
auf, wobei sowohl das Presselement als auch das Trägerelement die Gestalt eines Schlingenteils
aufweist, mit welchem eine Presskraft auf einen Pressling aufbringbar ist, oder die
Pressvorrichtung weist vorzugsweise die Form einer Pressschlinge auf, wobei das Presselement
die Gestalt eines Schlingenteils aufweist, mit welchem eine Presskraft auf einen Pressling
aufbringbar ist, und wobei das Trägerelement ein zwei Schlingenteile verbindendes
Element ist. Das Trägerelement kann dabei vorzugsweise derart ausgebildet sein, dass
es ähnlich wie das Presselement bei einer Verpressung eine Presskraft auf den Pressling
ausübt. Das heisst, das Trägerelement kann ebenfalls eine Pressfunktion erfüllen.
[0014] Solch eine Pressschlinge ermöglicht also ein Verpressen von insbesondere rohrförmigen
Werkstücken, welche durch einen zylindrischen Öffnungsbereich der Pressschlinge in
diese eingeführt und dadurch von dieser umschlossen werden. Unter den Schlingenteilen
der Pressschlinge sind vorzugsweise mehrere Glieder zu verstehen, welche gelenkig
miteinander verbunden sind und den zylindrischen Öffnungsbereich der Pressschlinge
definieren. Die Schlingenteile können also derart gelenkig miteinander verbunden sein,
dass die Pressschlinge im Querschnitt im Wesentlichen zylindrisch oder ringförmig
ist. Dabei können die Schlingenteile durchgängig miteinander verbunden sein und eine
vollständig geschlossene Pressschlinge ohne Unterbrechung bilden, oder es kann beispielsweise
zwischen zwei Schlingenteilen, den End-Teilen, ein Abstand zur Ausbildung einer Schliessstelle
vorgesehen sein.
[0015] In einem weiteren Aspekt ist das Presselement vorzugsweise in Form einer Zwischenbacke
mit zwei Lageröffnungen ausgebildet und insbesondere mit einer Pressschlinge verbindbar
und das Trägerelement weist zwei Trägeröffnungen auf, wobei sich der Bolzen durch
jeweils eine der Trägeröffnungen und der Lageröffnungen hindurch erstreckt.
[0016] So kann es sich hierbei also ebenfalls um eine vorzugsweise mehrgliedrige bzw. -teilige
Pressschlinge handeln, welche mehrere gelenkig miteinander verbundene Presselemente
aufweist. Diese Presselemente können um vorzugsweise rohrförmige Werkstücke gelegt
werden. An dem offenen Ende der Pressschlinge, d.h. an der Schliessstelle, kann dann
z.B. eine (Vor-)Verpresseinrichtung in Form der Zwischenbacke angesetzt werden, mit
deren Hilfe ein vollständiges Schliessen der Pressschlinge und folglich das Verpressen
bewirkt werden kann.
[0017] In einem weiteren Aspekt sind vorzugsweise zwei Presselemente in der Form von Presshebeln
angeordnet und das Trägerelement weist zwei Trägeröffnungen auf, wobei sich der Bolzen
durch jeweils eine der Trägeröffnungen und der Lageröffnungen hindurch erstreckt.
[0018] Bevorzugterweise sind dabei die beiden Presselemente zwischen zwei beabstandet zueinander
liegenden Trägerelementen angeordnet, wobei jedes der Trägerelemente jeweils zwei
Lageröffnungen aufweist.
[0019] Bevorzugt weisen die beiden Presshebel mindestens zwei Pressbacken zum Aufbringen
der Presskraft auf den Pressling auf und die Schwenkachsen liegen parallel zueinander,
wobei der eine Presshebel um die eine Schwenkachse und der andere Presshebel um die
andere Schwenkachse derart von einer Ausgangslage in eine Presslage verschwenkbar
sind, dass am Ende des Pressvorgangs die Pressbacken entlang der Schwenkachsen gesehen
gemeinsam einen im wesentlichen geschlossenen Kreis bilden.
[0020] Es ist denkbar, dass auch die Pressschlinge mindestens einen Presseinsatz zum Aufbringen
der Presskraft auf den Pressling aufweist. Dieser Presseinsatz kann derart in einer
Innenfläche der Pressschlinge angeordnet sein, dass er für den Pressvorgang auf der
Aussenfläche des zu verpressenden, insbesondere rohrförmigen, Werkstücks zu liegen
kommt und dadurch eine zusätzliche Presskraft auf den Pressling ausübt.
[0021] Das Sicherungselement kann ein auf das Bolzenende aufgesetztes Sicherungselement
sein, welches das Bolzenende mindestens teilweise, vorzugsweise vollständig, umschliesst.
[0022] So ist es also denkbar, dass das Sicherungselement z. B. kappenförmig oder ringförmig
ausgebildet ist, wobei in dessen Innenraum das Bolzenende aufgenommen wird. Das heisst,
das Sicherungselement kann in einer ersten Variante die Gestalt einer Abschlusskappe
aufweisen, welche das Bolzenende vollständig aufnimmt und umschliesst, oder das Sicherungselement
kann in einer zweiten Variante die Gestalt eines Abschlussrings haben, welcher das
Bolzenende aussenumfänglich umschliesst.
[0023] Vorzugsweise weist das Sicherungselement einen durch eine Innenwandung begrenzten
Innenraum zur Aufnahme des Bolzenendes auf, wobei im Innenraum mindestens ein auf
das Bolzenende, insbesondere auf die Mantelfläche des Bolzenendes, wirkendes Sicherungsteil
angeordnet ist.
[0024] Das Sicherungsteil könnte ein Federring sein, der in einer in der Innenwandung umlaufenden
Nut platziert ist, welcher Federring in einen sich umfangsseitig um den Bolzen herum
erstreckenden Einstich eingreift. Beispielsweise könnte es sich dabei um einen vollständig
geschlossenen Federring handeln, welcher sich vollständig in der Nut des Sicherungselements
erstreckt und sich somit bei einer Aufnahme des Bolzenendes vollständig um das Bolzenende
erstreckt. Der Federring könnte jedoch auch einen Unterbruch aufweisen, so dass sich
dieser bei Aufnahme des Bolzenendes nicht vollständig, sondern nur teilweise um das
aufgenommene Bolzenende herum erstreckt. Dabei kann der vollständig resp. unterbrochene
Federring vor dem Anbringen der Abschlusskappe bzw. Abschlussrings in dessen Nut platziert
werden, so dass beim Anbringen der Abschlusskappe bzw. Abschlussrings am Bolzenende
dieser Federring in den Einstich am Bolzenende eingreift oder in diesen einschnappt.
Ein Federring mit Unterbruch kann gegenüber einem durchgehend geschlossenen Federring
einfacher montiert werden.
[0025] Es ist auch denkbar, dass das Sicherungsteil mehrere von der Innenwandung in den
Innenraum abstehende Laschen sind, welche bei einer Trennkraft auf das Sicherungselement
als Widerhaken wirken, oder dass das Sicherungsteil eine Zahnscheibe ist.
[0026] Die obgenannten Sicherungsteile bringen insbesondere den Vorteil, dass sie eine stärkere
Verbindung zwischen dem Sicherungselement und dem Bolzen ermöglichen und dadurch eine
zusätzliche Sicherung betreffend ein ungewolltes Lösen des Sicherungselements vom
Bolzen bewirken.
[0027] Vorzugsweise umgibt die Innenwandung die vom Trägerelement überstehenden Teile des
Bolzens vollständig. Das heisst, wird das Sicherungselement beispielsweise als Abschlusskappe
ausgebildet, so nimmt die Innenwandung der Abschlusskappe die überstehenden Teile
des Bolzenendes derart vollständig auf, dass keine Teile des Bolzens unbedeckt resp.
freistehend bleiben.
[0028] Vorzugsweise weist das Sicherungselement aussenseitig eine Aussenwandung auf, welche
um die besagte Schwenkachse herum kegelstumpfartig ausgebildet ist, insbesondere derart,
dass die Aussenwandung nicht oder nicht effektiv durch ein zangenartiges Werkzeug
ergreifbar ist.
[0029] Im Falle eines Sicherungselements in Form der Abschlusskappe oder des Abschlussrings
verfügt diese über eine Aussenwandung, welche sich, ausgehend vom Trägerelement in
Richtung der Bolzenenden gesehen, zunehmend verjüngt. Oder anders gesagt ist dann
die Aussenwandung der Abschlusskappe bzw. des Abschlussrings derart ausgebildet, dass
die ganz- oder Teilfläche der Aussenform entlang besagter Richtung einen Winkel zur
Anlagefläche von kleiner als 90 Grad aufweisen würde.
[0030] Die Aussenwandung des Sicherungselements kann um die besagte Schwenkachse herum mit
einer Rundung ausgebildet sein. Insbesondere kann dabei die Rundung im Querschnitt
als einen ein- oder mehrteiligen Bogen ausgebildet sein, wobei der ein- bzw. mehrteilige
Bogen ein Zentrum bzw. Zentren aufweist, welches bzw. welche ausgehend vom Trägerelement
in Richtung des Bolzenendes gesehen proximal zum Trägerelement und vom Bolzenende
beabstandet angeordnet sind.
[0031] Es ist auch denkbar, dass die Aussenwandung aus einer Kombination der obgenannten
Ausbildungen besteht, dass also die Aussenwandung sowohl kegelstumpfartig wie auch
als eine Rundung, welche beispielsweise im Querschnitt als einen ein- oder mehrteiliger
Bogen um die besagte Schwenkachse herum ausgebildet ist.
[0032] Eine derartige Ausbildung der Aussenwandung, einzeln oder in Kombination, führt wie
erwähnt dazu, dass die Aussenwandung nicht oder nicht effektiv durch ein zangenartiges
Werkzeug ergreifbar ist, indem das Werkzeug z. B. an der Aussenwandung abrutscht.
Dadurch kann ein Entfernen des Sicherungselements bzw. Bolzens zusätzlich erschwert
oder gänzlich verhindert werden.
[0033] Vorzugsweise ist beidseitig am Bolzen jeweils ein vorzugsweise identisches nicht-lösbares
Sicherungselement angeordnet. Alternativ ist der Bolzen einseitig mit einem integral
angeformten Bolzenende ausgebildet, wobei das integrale Bolzenende einen Durchmesser
aufweist, welcher grösser als der Durchmesser des Bolzens ist, und wobei auf der anderen
Seite das besagte nicht-lösbare Sicherungselement angeordnet ist.
[0034] Das heisst, sämtliche der obigen Ausführungen betreffend das nicht-lösbare Sicherungselement
können sich auf nur ein solches Sicherungselement an einem der Bolzenenden beziehen,
während das andere Bolzenende über ein integral angeformtes, d.h. einstückig ausgebildetes
Bolzenende mit einem vergrösserten Durchmesser verfügt. Stattdessen ist es auch möglich,
dass der Bolzen an seinen beiden Bolzenenden jeweils über ein Sicherungselement gemäss
den obigen Ausführungen verfügt.
[0035] Gemäss einer zweiten Ausführungsform ist bevorzugt, dass der Bolzen an beiden Bolzenenden
ein integral angeformtes Bolzenende mit vergrössertem Durchmesser aufweist.
[0036] Vorzugsweise ist das Sicherungselement ein durch Verformung des Bolzenendes bereitgestellter
Flansch.
[0037] Darunter kann beispielsweise ein einteiliger Nietbolzen verstanden werden, welcher
ein- oder beidseitig vernietet ist. Eine solche Verformung des Bolzenendes kann beispielsweise
mittels eines Kaltumformverfahrens erreicht werden, bei welchem eine Umformkraft nur
auf eine Teilfläche des Bolzens, hier also auf das Bolzenende, wirkt. Dem Fachmann
ist diese Art von Fertigungsverfahren auch unter dem Begriff Taumeln bekannt. Beispielsweise
kann der Bolzen als eine sogenannte Taumelniete gefertigt werden, wobei die Teile
des Nietbolzens, welche nicht über das Trägerelement herausragen, beabstandet zu den
Innenflächen der Träger- bzw. Lageröffnungen in der Pressvorrichtung zu liegen kommen.
Es sind aber auch andere Umformtechniken denkbar, um einen Bolzen mit Flansch, resp.
einen leicht überstehenden Nietbolzen, zu fertigen.
[0038] Die Trägeröffnungen weisen bevorzugt im Bereich des Flansches jeweils eine Durchmesseraufweitung
zur Aufnahme des Flansches auf, in welche der Flansch mindestens teilweise zu liegen
kommt, und / oder der Flansch weist im verfomten Zustand bevorzugt einen Durchmesser
auf, welcher um bis zu 20%, insbesondere bis zu 10% grösser ist als der Durchmesser
des Bolzens.
[0039] Die Trägeröffnungen können also im Bereich des Flansches jeweils eine Durchmesseraufweitung,
beispielsweise in Form einer Ausnehmung aufweisen, welche komplementär zum Flansch
ausgebildet ist und in welche der Flansch mindestens teilweise oder vollständig zu
liegen kommt.
[0040] Es ist bevorzugt, dass der Bolzen aus einem Werkzeugstahl mit einer Druckfestigkeit
von 800 bis 2000 Newton pro Quadratmillimeter im vergüteten Zustand und/oder einer
Bruchdehnung zwischen 5 bis 15% ist, oder dass der Bolzen aus einem hochlegierten
Stahl mit einer Druckfestigkeit von 800 bis 2000 Newton pro Quadratmillimeter im vergüteten
Zustand und/oder einer Bruchdehnung zwischen 5 bis 15% ist.
[0041] Diese Werkzeugeigenschaften erlauben beispielsweise eine definierte Anwendung in
den oben erwähnten Umformtechniken, wodurch eine abgestimmte Ausbildung der Flansche
an den Bolzenenden erwirkt werden kann.
[0042] Der Bolzen kann als Hohlbolzen mit einer in Richtung der Schwenkachse hindurchgehenden
Bolzenöffnung ausgebildet sein, oder der Bolzen kann über seine gesamte Länge einen
vollen Querschnitt aufweisen.
[0043] Gemäss einer dritten Ausführungsform kann der Bolzen an einem Bolzenende über ein
integral angeformtes Bolzenende mit vergrössertem Durchmesser gemäss der zweiten Ausführungsform
verfügen, und am anderen Bolzenende über ein aufgesetztes Sicherungselement gemäss
der ersten bzw. zweiten Variante der ersten Ausführungsform, also beispielsweise über
eine Abschlusskappe bzw. einen Abschlussring, verfügen. In anderen Worten entspricht
diese dritte Ausführungsform also einer Mischung der Sicherungselemente gemäss der
ersten und der zweiten Ausführungsform.
[0044] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0045] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Pressvorrichtung mit einer Bolzenfixierung
nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer Pressvorrichtung gemäss Figur 1;
- Fig. 3
- eine Detailansicht des Details I von Figur 2;
- Fig. 4
- eine Ansicht der Pressvorrichtung nach einer der vorhergehenden Figuren 1-2;
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung der Pressvorrichtung nach Figur 4 entlang der Schnittebene
A-A;
- Fig. 6
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Pressvorrichtung mit einer Bolzenfixierung
nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht einer Pressvorrichtung gemäss Figur 6;
- Fig. 8
- eine Detailansicht des Details II von Figur 7;
- Fig. 9
- eine Detailansicht des Details III von Figur 7;
- Fig. 10
- eine Ansicht der Pressvorrichtung nach einer der vorhergehenden Figuren 6-7;
- Fig. 11
- eine Schnittdarstellung der Pressvorrichtung nach Figur 10 entlang der Schnittebene
B-B;
- Fig. 12
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Pressvorrichtung mit einer Bolzenfixierung
nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht einer Pressvorrichtung gemäss Figur 12;
- Fig. 14
- eine Detailansicht des Details IV von Figur13;
- Fig. 15
- eine Ansicht der Pressvorrichtung nach einer der vorhergehenden Figuren 12-13;
- Fig. 16
- eine Schnittdarstellung der Pressvorrichtung nach Figur 15 entlang der Schnittebene
C-C;
- Fig. 17
- eine perspektivische Ansicht einer Pressvorrichtung gemäss einer weiteren Ausführungsform;
- Fig. 18
- eine perspektivische Ansicht einer Pressvorrichtung gemäss einer weiteren Ausführungsform.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0046] In den Figuren 1 bis 5 wird eine bevorzugte Ausführungsform einer Pressvorrichtung
1 mit einer erfindungsgemässen Bolzenfixierung gezeigt. Dabei ist die Pressvorrichtung
mit zwei Presselementen in der Form von Presshebeln gemäss einem erfindungsgemässen
Aspekt dargestellt. Allerdings gilt es zu verstehen, dass die weiteren erfindungsgemässen
Aspekte der Pressvorrichtung in Form der Pressschlinge, wie in Figur 17 gezeigt, und/oder
in Form der Zwischenbacke, wie in Figur 18 gezeigt, welche mit der Pressschlinge verbindbar
ist, genauso denkbar sind, und dass sich die folgenden Erläuterungen daher ebenso
auf diese weiteren Aspekte beziehen lassen.
[0047] Wie aus den Figuren 1, 2 und 4 hervorgeht, umfasst die Pressvorrichtung 1 zwei Presshebel
5, 5', zwei Pressbacken 4, 4' und ein Trägerelement 2. Das Trägerelement 2 ist hier
im Wesentlichen T-förmig ausgebildet und weist zwei Trägeröffnungen 3, 3' auf. Die
beiden Presselemente in Form von Presshebel 5, 5' sind dabei gleich ausgebildet und
weisen jeweils eine Lageröffnung 6, 6' auf, wobei die Presshebel 5, 5' über jeweils
eine Schwenkachse A1, A2 schwenkbar am Trägerelement 2 gelagert sind. Dabei ist der
eine Presshebel 5 um die erste Schwenkachse A1 und der andere Presshebel 5' um die
zweite Schwenkachse A2 von einer Ausgangslage in eine Presslage verschwenkbar. Dazu
erstreckt sich jeweils ein die Lagerung sowie die Schwenkachse A1, A2 bereitstellender
Bolzen 8, 8' durch jeweils eine der Trägeröffnungen 3, 3' und eine der Lageröffnungen
6, 6' hindurch. Der Bolzen 8, 8' ist endseitig mit einem nicht-lösbaren Sicherungselement
11, 11' bezüglich einer Axialverschiebung in der Lageröffnung 6, 6' sowie in der Trägeröffnung
3, 3' gesichert.
[0048] Wie ebenfalls in diesen Figuren ersichtlich ist, erstrecken sich dabei zwei Bolzen
8, 8' parallel zueinander durch die beiden Trägeröffnungen 3, 3' bzw. Lageröffnungen
6, 6' des Trägerelements 2 bzw. des Presshebels 5, 5' hindurch, so dass die beiden
Schwenkachsen A1, A2 ebenfalls parallel zueinander zu liegen kommen. Während des Pressvorganges,
bei dem die Presshebel von der Ausgangslage um die Schwenkachsen A1, A2 gegenüber
dem Trägerelement 2 in die Presslage schwenken, sind die Presshebel 5, 5' auf diese
Weise geführt und der Pressvorgang kann mit hoher Präzision durchgeführt werden. Dabei
werden die einander zugewandten Pressbacken 4, 4' soweit gegeneinander verschwenkt,
dass sie nur noch einen geringen Abstand voneinander haben und am Ende des Pressvorgangs
entlang der Schwenkachsen A1, A2 gesehen gemeinsam einen im Wesentlichen geschlossenen
Kreis bilden.
[0049] Die Presshebel 5, 5' weisen dazu jeweils eine Pressbackenaufnahme 22, 22' mit einer
Aufnahmefläche auf, in welche die Pressbacken 4, 4' eingesetzt werden. Die Pressbacken
4, 4' wiederum umfassen eine um eine Mittelachse M sich teilweise herum erstreckende
Pressfläche mit einer Presskontur 23, 23' und einer Aufnahmefläche. Die Pressbacken
4, 4' werden mit ihren Aufnahmeflächen in der jeweiligen Pressbackenaufnahme 22, 22'
der Presshebel 5, 5' positioniert. Die Presskonturen 23, 23' sind im Wesentlichen
konkav ausgebildet so dass ein zu verpressendes Teil, wie beispielsweise ein zu verpressendes
Fitting, durch die Presskontur 23, 23' verpressbar ist. Befindet sich also ein Fitting
zwischen den Pressbacken 4, 4', so wird dieses von den Pressbacken im Pressvorgang
radial durch die Presskonturen 23, 23' verpresst. Der Bolzen 8, 8' dient also der
schwenkbaren Lagerung der Presshebel 5, 5' am Trägerelement und stellt dabei gleichzeitig
die Schwenkachsen A1, A2, um welche die Presshebel 5,5' verschwenkt werden, bereit.
[0050] Wie bereits erwähnt, sind die beiden Bolzen 8, 8' jeweils endseitig mit einem nicht-lösbaren
Sicherungselement 11, 11' in den Lageröffnungen 6, 6' und den Trägeröffnungen 3, 3'
gesichert. Wie insbesondere aus den Figuren 2 und 3 hervor geht, handelt es sich hierbei
um ein Sicherungselement 11, 11' in Form einer Abschlusskappe, welche auf das Bolzenende
9, 9' aufgesetzt wird. Das Sicherungselement 11, 11' umfasst dabei eine Innenwandung
14, 14', welche einen Innenraum 16, 16' zur Aufnahme des Bolzenendes 9, 9' definiert.
Das distale Ende des Sicherungselements, oder in anderen Worten die Bodenfläche 24,
24' des kappenförmigen Sicherungselements, ist dabei planar ausgebildet und erstreckt
sich jeweils senkrecht bezüglich der Schwenkachsen A1, A2 bzw. parallel zu einer Ebene
des Trägerelements 2.
[0051] Wie in Figur 2 ersichtlich ist, wird das Bolzenende 9, 9' in den Innenraum 16, 16'
des Sicherungselements 11, 11' aufgenommen, wobei die Innenwandung 14, 14' diese vom
Trägerelement 2 überstehenden Teile des Bolzens 8, 8' vollständig umgibt. Das Bolzenende
9, 9' wird dabei also vollständig vom kappenförmigen Sicherungselement 11, 11' umschlossen.
Weiter ist ersichtlich, dass das Sicherungselement 11, 11' aussenseitig eine Aussenwandung
25, 25' aufweist, welche um die besagte Schwenkachse A1, A2 herum jeweils kegelstumpfartig
ausgebildet ist. In diesem Fall ist die Aussenwandung mit einer Rundung ausgebildet,
welche im Querschnitt als einen Bogen ausgebildet ist. Die Zentren des zweiteiligen
Bogens sind dabei, ausgehend vom Trägerelement 2 in Richtung des Bolzenendes 9, 9'
gesehen, proximal zum Trägerelement 2 und vom Bolzenende 9, 9' beabstandet angeordnet.
[0052] Im Innenraum 16, 16' des Sicherungselements 11, 11' ist ein auf das Bolzenende 9,
9', insbesondere auf die Mantelfläche 10, 10' des Bolzenendes, wirkendes Sicherungsteil
18, 18' in Form eines Federrings angeordnet. Wie gut in Figur 5 erkennbar ist, wird
der Federring 18, 18' hierbei in einer in der Innenwandung 14, 14' des Sicherungselements
umlaufenden Nut 19, 19' platziert und greift in einen sich umfangsseitig um den Bolzen
8, 8' herum erstreckenden Einstich 21, 21' des Bolzens 8, 8' ein. Um die Montage zu
erleichtern, kann der Federring im Wesentlichen halbkreisförmig ausgebildet sein und
über einen Unterbruch verfügen (siehe Figur 1).
[0053] Bei der in Figur 5 dargestellten Pressvorrichtung 1 befindet sich beidseitig am Bolzen
8 jeweils ein nicht-lösbares Sicherungselement 11, 11'. Dadurch wird eine Axialverschiebung
des Bolzens in den Trägerelementen 2, 2' und im Presshebel 5 beidseitig verhindert.
Diese Figur zeigt also einen Bolzen 8, welcher sich durch die Trägeröffnung 3 eines
ersten Trägerelements 2, durch die Lageröffnung 6 des Presshebels 5 und durch die
Trägeröffnung eines zweiten Trägerelements 2' hindurch erstreckt und dabei an seinem
distalen Bolzenende wie auch an seinem proximalen Bolzenende mit jeweils einer Abschlusskappe
11, 11' gesichert ist.
[0054] Eine zusätzliche Sicherung erfolgt durch das Vorhandensein von jeweils einem Federring
18, 18' pro Abschlusskappe11, 11'. Diese Federringe sind in der Nut 19, 19' der Abschlusskappen
vormontiert und werden bei einer Montage der Abschlusskappen in die Einstiche 21,
21' an den Bolzenenden 9, 9' gestülpt resp. schnappen in diese ein. Der Bolzen 8 ist
dabei zylinderförmig ausgebildet und weist über seine gesamte Länge hinweg einen konstanten
Durchmesser DB sowie einen vollen Querschnitt auf. Die Oberflächen des Presshebels
5 liegen dabei jeweils bündig auf der Oberfläche des ersten bzw. zweiten Trägerelements
2, 2' auf und die Innenflächen der Trägeröffnungen 3 bzw. Lageröffnungen 6 sowie die
Mantelfläche 10 des Bolzens 8 stehen miteinander in Flächenkontakt. Beide Bolzenenden
9, 9' sind jeweils vollständig im Innenraum 16, 16' der Abschlusskappe 11, 11' aufgenommen
und werden von der Innenwandung 14, 14' vollständig umschlossen.
[0055] Die Figuren 6 bis 11 bzw. 12 bis 16 zeigen jeweils eine weitere bevorzugte Ausführungsform
einer Pressvorrichtung 1' bzw. 1" mit einer erfindungsgemässen Bolzenfixierung. Gleiche
Elemente sind dabei mit gleichen Bezugszeichen versehen. Auch hier ist die Pressvorrichtung
mit zwei Presselementen in der Form von Presshebeln gemäss einem erfindungsgemässen
Aspekt dargestellt, wobei sich die folgenden Erläuterungen ebenso auf die weiteren
Aspekte beziehen lassen.
[0056] Anders als bei der Pressvorrichtung 1 in den Figuren 1-5 erstreckt sich bei der Pressvorrichtung
1' gemäss den Figuren 6 bis 11 jeweils ein Bolzen 8, 8' durch die Trägeröffnungen
3, 3' und Lageröffnungen 6, 6' hindurch, welcher Bolzen endseitig mit einem ringförmigen,
nicht-lösbaren Sicherungselement 12, 12' bezüglich einer Axialverschiebung gesichert
ist.
[0057] Wie insbesondere aus den Figuren 6 bis 8 hervorgeht, weist dieses nicht zerstörungsfrei
lösbare Sicherungselement 12, 12' in Form eines Abschlussrings eine Innenwandung 15,
15' auf, welche einen Innenraum 17, 17' zur Aufnahme des Bolzenendes 9, 9' aufweist.
Auch hier ist im Innenraum 17, 17' ein auf das Bolzenende, insbesondere auf die Mantelfläche
10, 10' des Bolzenendes wirkendes Sicherungsteil 18, 18' in Form eines Federrings
angeordnet, welcher in einen sich umfangsseitig um den Bolzen 8, 8' herum erstreckenden
Einstich 21, 21' eingreift resp. in diesen einschnappt. Der Federring ist dabei in
einer in der Innenwandung 15, 15' umlaufenden Nut 20, 20' des Abschlussrings 12, 12'
platziert. Damit die Aussenwandung 26, 26' nicht oder nicht effektiv durch ein zangenartiges
Werkzeug greifbar ist, ist die Aussenwandung '26, 26' des Abschlussrings um die Schwenkachse
A1, A2 herum auch hier kegelstumpfartig ausgebildet und weist eine Rundung auf, welche
im Querschnitt als mehrteiliger Bogen ausgebildet.
[0058] Ebenso wie bei der Sicherung mittels Abschlusskappe 11, 11' kann die Axialverschiebung
des Bolzens 8, 8' mittels eines beidseitig am Bolzen angebrachten Abschlussrings 12,
12' erfolgen. So zeigt die Figur 11 einen Bolzen 8, welcher sich durch die Trägeröffnung
3 eines ersten Trägerelements 2, durch die Lageröffnung 6 des Presshebels 5 und durch
die Trägeröffnung eines zweiten Trägerelements 2' hindurch erstreckt und dabei an
seinem distalen Bolzenende 9 wie auch an seinem proximalen Bolzenende 9' jeweils mit
einem Abschlussring 12, 12' gesichert ist. Eine zusätzliche Sicherung kann auch hier
durch das Vorhandensein von jeweils einem Federring 18, 18' pro Abschlussring 12,
12' erfolgen. Zudem ist der Bolzen 8 auch hier zylinderförmig ausgebildet und weist
über seine gesamte Länge hinweg einen konstanten Durchmesser DB sowie einen vollen
Querschnitt auf.
[0059] Wie aus einem Vergleich der Figuren 5 und 3 mit den Figuren 9 und 11 hervorgeht,
weist der Abschlussring 12, 12' im Unterschied zur Abschlusskappe 11, 11' keine Bodenfläche
auf, welche die Oberfläche des Bolzenendes 9, 9' bedeckt. Anders gesagt, während die
die Abschlusskappe 11, 11' über eine Bodenfläche 24, 24' verfügt und die vom Trägerelement
2 überstehenden Teile des Bolzens 8, 8' vollständig von der Innenwandung 14, 14' umgeben
sind, umschliesst der Abschlussring 12, 12' diese überstehenden Teile mindestens teilweise,
nämlich vollständig um die Mantelfläche 10, 10' der Bolzenenden 9, 9' herum, wobei
die Oberflächen der Bolzenenden 9, 9' vom Abschlussring 12, 12' jedoch jeweils unbedeckt
und freistehend bleiben.
[0060] Anders als bei den Pressvorrichtungen 1, 1' in den Figuren 1-11 ist das Sicherungselement
13, 13' der Pressvorrichtung 1" gemäss den Figuren 12 bis 16 kein Sicherungselement,
welches auf das Bolzenende aufgesetzt wird. Stattdessen handelt es sich hierbei um
ein Sicherungselement 13, 13', welches ein durch Verformung des Bolzenendes 9, 9'
bereitgestellter Flansch 7, 7' ist.
[0061] Das heisst, die Bolzenenden 9, 9' werden in den Lageröffnungen 6, 6' und den Trägeröffnungen
3, 3' bezüglich einer Ebene, welche sich parallel zur Ebene des Trägerelements 2 und
senkrecht bezüglich der Schwenkachsen A1, A2 erstreckt, leicht überstehend gefertigt.
Die Ausbildung dieser dabei gebildeten Flansche 7, 7' erfolgt hierbei durch eine geeignete
Umformtechnik, wie beispielsweise Taumeln. Wie insbesondere in den Figuren 13 und
14 ersichtlich ist, sind diese Flansche 7, 7' tellerförmig ausgebildet und ragen bezüglich
der besagten Ebene über die Trägeröffnungen 3, 3' des Trägerelements 2 hinaus. Dadurch
ist der Bolzen 8, 8' also endseitig mit einem nicht-lösbaren Sicherungselement 13,
13' in Form des Flansches 7, 7' bezüglich einer Axialverschiebung in der Lageröffnung
6, 6' und der Trägeröffnung 3, 3' gesichert.
[0062] Wie aus Figur 16 hervorgeht, kann der Flansch 7, 7' beidseitig am Bolzen 8 integral
angeformt sein, wobei das integrale Bolzenende 9, 9', d.h. der einstückig am Bolzen
8 ausgebildete Flansch 7, 7', einen Durchmesser DF aufweist, welcher grösser als der
Durchmesser DB des Bolzens 8 ist.
[0063] So zeigt die Figur 16 also einen Bolzen 8, welcher sich durch die Trägeröffnung 3
eines ersten Trägerelements 2, durch die Lageröffnung 6 des Presshebels 5 und durch
die Trägeröffnung eines zweiten Trägerelements 2' hindurch erstreckt und dabei an
seinem distalen Bolzenende 9 wie auch an seinem proximalen Bolzenende 9' mittels der
Flansche 7, 7' bezüglich einer Axialverschiebung gesichert ist. Auch hier ist der
Bolzen 8 zylinderförmig ausgebildet und weist über seine gesamte Länge hinweg einen
konstanten Durchmesser DB sowie einen vollen Querschnitt auf.
[0064] Wie bereits erwähnt, lassen sich die oben aufgeführten Aspekte der Pressvorrichtung
auch bei einer Pressvorrichtung in Form einer Pressschlinge resp. einer Zwischenbacke
gemäss den Figuren 17 und 18 verwirklichen. Gleiche Teile sind dabei mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0065] Wie aus Figur 17 hervorgeht, verfügt die Pressvorrichtung 1"' in Form einer Pressschlinge
über zwei Presselemente 5, 5' als auch über ein Trägerelement 2 in der Gestalt eines
Schlingenteils, mit welchem die Presskraft auf einen Pressling aufbringbar ist. Dabei
erstrecken sich zwei Bolzen 8, 8' parallel zueinander durch die beiden Trägeröffnungen
3, 3' bzw. Lageröffnungen 6, 6' des Trägerelements 2 bzw. der Presselemente 5, 5'
hindurch, so dass die beiden Schwenkachsen A1, A2 ebenfalls parallel zueinander zu
liegen kommen. Um die Bolzen endseitig bezüglich einer Axialverschiebung zum Trägerelement
2 in der Lageröffnung 6, 6' und der Trägeröffnung 3, 3' zu sichern, sind hier Sicherungselemente
in Form der Abschlussringe 12, 12' vorgesehen. Genauso denkbar sind aber auch Sicherungselemente
in Form der Abschlusskappen oder durch Verformung der Bolzenenden bereitgestellte
Flansche.
[0066] Die Presselemente 5, 5' sowie das Trägerelement 2 weisen jeweils eine Pressbackenaufnahme
22, 22', 22" mit einer Aufnahmefläche auf, in welche die Pressbacken 4, 4', 4" eingesetzt
werden. Die Presselemente 5, 5' in Form der Schlingenteile sind jeweils an einem Ende
über die Bolzen durchgängig mit dem Trägerelement 2 verbunden, während jeweils das
andere Ende ein unverbundenes, freies Ende ist, zwischen welchen freien Enden ein
Abstand zur Ausbildung einer Schliessstelle vorgesehen ist. Am Ende des Pressvorganges
befinden sich diese beiden freien Enden in einem minimalen Abstand zueinander und
die Pressschlinge weist dann einen im Wesentlichen zylindrischen Querschnitt auf.
An den freien Enden der Pressschlinge, d.h. an der Schliessstelle, befinden sich Verbindungsbolzen
27, 27' sowie Nuten 28, 28', an welche eine Zwischenbacke, wie beispielsweise in Figur
18 dargestellt, angesetzt werden kann.
[0067] In Figur 18 ist eine Pressvorrichtung 1"" aufweisend ein Trägerelement 2 mit zwei
Trägeröffnungen 3, 3' und einem Presselement in Form einer Zwischenbacke mit zwei
Lageröffnungen gezeigt. Ein Bolzen 8, 8' erstreckt sich jeweils durch eine der Trägeröffnungen
und der Lageröffnungen hindurch. Auch hier sind die beiden Bolzen jeweils endseitig
mit einem Sicherungselement in Form der Abschlussringe 12, 12' vorgesehen, wobei auch
Abschlusskappen oder durch Verformung der Bolzenenden bereitgestellte Flansche vorhanden
sein können. Die Zwischenbacke ist mit zwei Backenhebeln 29, 29' ausgebildet, welche
an ihrem einen Ende in eine Kralle 30 münden. Diese Kralle 30 lässt sich in Nuten
28, 28' einer Pressschlinge wie beispielsweise in Figur 17 gezeigt einführen und in
deren Verbindungsbolzen 27, 27' einhängen. In der verbundenen Position umgreift die
Kralle 30 die Verbindungsbolzen 27, 27' der Pressschlinge vollständig. Indem die Backenhebel
29, 29' dann aufeinander zu bewegt werden, werden die freien Enden der Pressschlinge
ebenfalls aufeinander zu bewegt und es erfolgt ein Verpressen des von der Pressschlinge
umschlungenen Presslings. Die Backenhebel 29, 29' sind dazu analog zu den Presshebeln
über jeweils eine Schwenkachse A1, A2 schwenkbar am Trägerelement 2 gelagert und so
von der Ausgangslage, in welcher noch keine Verpressung des Presslings erfolgte, in
die Presslage, in welcher der Pressling verpresst wird, verschwenkbar.
BEZUGSZEICHENLISTE
1,1',1" |
Pressvorrichtung |
19,19' |
Nut |
1"',1"" |
Pressvorrichtung |
20,20' |
Nut |
2,2' |
Trägerelement |
21,21' |
Einstich |
3,3' |
Trägeröffnung |
22,22' |
Pressbackenaufnahme |
4,4' |
Pressbacke |
23,23' |
Presskontur |
5,5' |
Presselement |
24,24' |
Bodenfläche |
6,6' |
Lageröffnung |
25,25' |
Aussenwandung |
7,7' |
Flansch |
26,2 6' |
Aussenwandung |
8,8' |
Bolzen |
27, 27' |
Verriegelungsbolzen |
9,9' |
Bolzenende |
28, 28' |
Nut |
10,10' |
Mantelfläche |
29, 29' |
Backenhebel |
11,11' |
Sicherungselement |
30 |
Kralle |
12,12' |
Sicherungselement |
|
|
13,13' |
Sicherungselement |
A1,A2 |
Schwenkachse |
14,14' |
Innenwandung |
M |
Mittelachse |
15,15' |
Innenwandung |
|
|
16,16' |
Innenraum |
DB |
Durchmesser Bolzen |
17,17' |
Innenraum |
DF |
Durchmesser Flansch |
18,18' |
Federring |
|
|
1. Pressvorrichtung (1, 1', 1", 1"', 1"") umfassend:
mindestens ein Trägerelement (2) mit mindestens einer Trägeröffnung (3, 3'),
mindestens ein Presselement (5, 5') mit mindestens einer Lageröffnung (6, 6') zum
Aufbringen einer Presskraft auf einen Pressling, wobei das mindestens eine Presselement
(5, 5') um mindestens eine Schwenkachse (A1, A2) schwenkbar am Trägerelement (2) gelagert
ist,
wobei sich jeweils ein die Lagerung sowie die Schwenkachse (A1, A2) bereitstellender
Bolzen (8, 8') durch die mindestens eine Trägeröffnung (3, 3') und die Lageröffnung
(6, 6') hindurch erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (8, 8') endseitig mit einem nicht-lösbaren Sicherungselement (11, 11';
12, 12'; 13, 13') bezüglich einer Axialverschiebung zum Trägerelement (2) in der Lageröffnung
(6, 6') und der Trägeröffnung (3, 3') gesichert ist.
2. Pressvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (11, 11'; 12, 12'; 13, 13') nicht zerstörungsfrei lösbar ist.
3. Pressvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Pressvorrichtung die Form einer Pressschlinge aufweist, wobei sowohl das Presselement
(5, 5') als auch das Trägerelement (2) die Gestalt eines Schlingenteils aufweist,
mit welchem eine Presskraft auf einen Pressling aufbringbar ist, oder
dass die Pressvorrichtung die Form einer Pressschlinge aufweist, wobei das Presselement
(5, 5') die Gestalt eines Schlingenteils aufweist, mit welchem eine Presskraft auf
einen Pressling aufbringbar ist, und wobei das Trägerelement (2) ein zwei Schlingenteile
verbindendes Element ist; oder
dass das Presselement in Form einer Zwischenbacke mit zwei Lageröffnungen (6, 6') ausgebildet
und insbesondere mit einer Pressschlinge verbindbar ist und dass das Trägerelement
(2) zwei Trägeröffnungen (3, 3') aufweist, wobei sich der Bolzen (8, 8') durch jeweils
eine der Trägeröffnungen (3, 3') und der Lageröffnungen (6, 6') hindurch erstreckt.
4. Pressvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Presselemente (5, 5') in der Form von Presshebeln angeordnet sind und dass das
Trägerelement (2) zwei Trägeröffnungen (3, 3') aufweist, wobei sich der Bolzen (8,
8') durch jeweils eine der Trägeröffnungen (3, 3') und der Lageröffnungen (6, 6')
hindurch erstreckt.
5. Pressvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Presselemente (5, 5') zwischen zwei beabstandet zueinander liegenden Trägerelementen
(2, 2') angeordnet sind, wobei jedes der Trägerelemente (2, 2') jeweils zwei Lageröffnungen
(6, 6') aufweist.
6. Pressvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Presshebel (5, 5') mindestens zwei Pressbacken (4, 4') zum Aufbringen
der Presskraft auf den Pressling aufweisen und dass die Schwenkachsen (A1, A2) parallel
zueinander liegen, wobei der eine Presshebel (5) um die eine Schwenkachse (A1) und
der andere Presshebel (5') um die andere Schwenkachse (A2) derart von einer Ausgangslage
in eine Presslage verschwenkbar sind, dass am Ende des Pressvorgangs die Pressbacken
(4, 4') entlang der Schwenkachsen (A1, A2) gesehen gemeinsam einen im wesentlichen
geschlossenen Kreis bilden.
7. Pressvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (11, 11'; 12, 12') ein auf das Bolzenende (9, 9') aufgesetztes
Sicherungselement ist, welches das Bolzenende (9, 9') mindestens teilweise, vorzugsweise
vollständig, umschliesst.
8. Pressvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (11, 11'; 12, 12') einen durch eine Innenwandung (14, 14';
15, 15') begrenzten Innenraum (16, 16'; 17, 17') zur Aufnahme des Bolzenendes (9,
9') aufweist und wobei im Innenraum (16, 16'; 17, 17') mindestens ein auf das Bolzenende
(9, 9'), insbesondere auf die Mantelfläche (10, 10') des Bolzenendes, wirkendes Sicherungsteil
(18, 18') angeordnet ist.
9. Pressvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsteil ein Federring (18, 18') ist, der in einer in der Innenwandung
(14, 14'; 15, 15') umlaufenden Nut (19, 19'; 20, 20') platziert ist, welcher Federring
in einen sich umfangsseitig um den Bolzen (8, 8') herum erstreckenden Einstich (21,
21') eingreift.
10. Pressvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsteil mehrere von der Innenwandung (14, 14'; 15, 15') in den Innenraum
(16, 16'; 17, 17') abstehende Laschen sind, welche bei einer Trennkraft auf das Sicherungselement
(11, 11'; 12, 12') als Widerhaken wirken, oder dass das Sicherungsteil eine Zahnscheibe
ist.
11. Pressvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwandung (14, 14') die von dem Trägerelement (2) überstehenden Teile des
Bolzens (8, 8') vollständig umgibt.
12. Pressvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement aussenseitig eine Aussenwandung (25, 25'; 26, 26') aufweist,
welche Aussenwandung ('25, 25'; 26, 26') um die besagte Schwenkachse (A1, A2) herum
kegelstumpfartig ausgebildet ist, insbesondere derart, dass die Aussenwandung (25,
25'; 26, 26') nicht oder nicht effektiv durch ein zangenartiges Werkzeug ergreifbar
ist.
13. Pressvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenwandung (25, 25'; 26, 26') des Sicherungselements (11, 11'; 12, 12') um
die besagte Schwenkachse (A1, A2) herum mit einer Rundung gerundet ausgebildet ist.
14. Pressvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig am Bolzen (8, 8') jeweils ein vorzugsweise identisch ausgebildetes nicht-lösbares
Sicherungselement (11, 11'; 12, 12') angeordnet ist, oder
dass der Bolzen (8, 8') einseitig mit einem integral angeformten Bolzenende ausgebildet
ist, wobei das integrale Bolzenende einen Durchmesser aufweist, welcher grösser als
der Durchmesser (DB) des Bolzens ist, wobei auf der anderen Seite das besagte nicht-lösbare
Sicherungselement (11, 11'; 12, 12') angeordnet ist.
15. Pressvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (13, 13') ein durch Verformung des Bolzenendes (9, 9') bereitgestellter
Flansch (7, 7') ist.
16. Pressvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägeröffnungen (3, 3') im Bereich des Flansches (7, 7') jeweils eine Durchmesseraufweitung
zur Aufnahme des Flansches (7, 7') aufweisen, in welche der Flansch (7, 7') mindestens
teilweise zu liegen kommt, und / oder
dass der Flansch (7, 7') im verfomten Zustand einen Durchmesser (DF) aufweist, welcher
um bis zu 20%, insbesondere bis zu 10% grösser ist als der Durchmesser (DB) des Bolzens
(8, 8').
17. Pressvorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (8, 8') aus einem Werkzeugstahl mit einer Druckfestigkeit von 800 bis
2000 Newton pro Quadratmillimeter im vergüteten Zustand und/oder einer Bruchdehnung
zwischen 5 bis 15% ist, oder dass der Bolzen (8, 8') aus einem hochlegierten Stahl
mit einer Druckfestigkeit von 800 bis 2000 Newton pro Quadratmillimeter im vergüteten
Zustand und/oder einer Bruchdehnung zwischen 5 bis 15% ist.
18. Pressvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (8, 8') als Hohlbolzen mit einer in Richtung der Schwenkachse (A1, A2)
hindurchgehenden Bolzenöffnung ausgebildet ist, oder dass der Bolzen (8, 8') über
seine gesamte Länge einen vollen Querschnitt aufweist.