[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Packungen mit Außenumhüllung
aus Schrumpffolie mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Weiterhin befasst
sich die Erfindung mit einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Packungen aus insbesondere dünnem Karton und einer Außenumhüllung aus Folie werden
bei entsprechend technischer Eignung der Folie einer Schrumpfbehandlung unterzogen,
damit die Packung glatt und faltenfrei und unter Spannung von der Folie umgeben wird.
Im Vordergrund stehen (Zigaretten-)Packungen des Typs Klappschachtel/Hinge Lid mit
einer derartigen Außenumhüllung.
[0003] Es ist bekannt, die Schrumpfbehandlung der Außenumhüllung - mittels plattenförmiger
Wärmeorgane - mit dem Siegeln von Faltlappen der Außenumhüllung zu verbinden. Dabei
wird so vorgegangen, dass die schlauchförmig um die Packung herumgefaltete Folie im
Bereich von Schlauch- bzw. seitlichen Längslappen geheftet, also thermisch gesiegelt
wird, jedoch mit kleinflächigen Heftorganen. Danach werden seitlich gerichtete Stirn-
und Bodenlappen gefaltet und ebenfalls geheftet. Es folgt die Endsiegelung der Schlauchlappen
und danach die Siegelung der seitwärts gerichteten Stirn- und Bodenlappen im Bereich
einer Siegelstation. Unmittelbar anschließend werden die Packungen durch eine Schrumpfstation
hindurchgeführt, in deren Bereich die nach oben und unten gerichteten großflächigen
Packungsseiten - Vorderwand und Rückwand der Außenumhüllung - durch plattenförmige
Wärmeorgane mit einer für den Schrumpfprozess dosierten Wärme beaufschlagt werden
(
EP 1 103 465 A1).
[0004] Der Transport einzelner Packungen mit Abstand voneinander durch Gurte, die zusammenwirkende
Stege für die Packungen aufweisen, ist bekannt durch
EP 2 019 783 B1. Bei diesem Stand der Technik werden die Packungen zunächst durch eine Siegelstation
hindurchtransportiert, die ausschließlich zum Siegeln seitwärts gerichteter Packungsflächen
mit Faltlappen dient. Danach folgt eine Schrumpfbehandlung mittels oberhalb und unterhalb
der Bewegungsbahn angeordneter Wärmeplatten. Von Interesse ist die Übergabe der Packungen
von einem Untergurt an einen Obergurt und umgekehrt.
[0005] Die Erfindung befasst sich mit der Weiterentwicklung dieses Herstellungsprozesses.
Dabei geht es vor allem darum, eine technisch und qualitativ einwandfreie Siegelung
der Faltlappen und darüber hinaus eine optimale Schrumpfbehandlung zu gewährleisten,
und zwar bei erhöhter Leistungsfähigkeit der (Verpackungs-)Maschine und dadurch bedingten
kürzeren Taktzeiten.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren durch die Merkmale des
Anspruchs 1 gekennzeichnet.
[0007] Ein Kern der Erfindung besteht demnach darin, dass alle Flächen bzw. Wandungen der
Außenumhüllung einer Schrumpfbehandlung unterzogen werden, mindestens aber Vorderwand
und Rückwand einerseits sowie schmale (aufrechte) Seitenwände andererseits. Der Vorgang
des Schrumpfens, also die flächige Zufuhr von Schrumpftemperatur, wird mit dem thermischen
Siegeln der Faltlappen kombiniert, und zwar insbesondere in Verbindung mit einem vorgeschalteten
Heften der Faltlappen vor dem Endsiegeln. Siegeln und Schrumpfen werden erfindungsgemäß
in mehreren Schritten durchgeführt, auch zeitgleich in Bezug auf quer zueinander gerichtete
Packungsflächen.
[0008] Eine weitere Besonderheit ist die Erhöhung der Leistung der Einrichtung, basierend
auf der Zuführung von Packungen einzeln, aufeinanderfolgend, vorzugsweise mit Abstand
voneinander und taktweiser Bewegung. Um bei kurzen Taktzeiten eine längere Bearbeitungsphase
zu ermöglichen, werden mehrere (aufeinanderfolgende) Packungen als Fördereinheit gemeinsam
in einem Fördertakt transportiert. Von Bedeutung ist weiterhin, dass die Packungseinheiten
quer zur Zuförderrichtung, nämlich insbesondere aufwärts bewegt und dabei durch mehrere
übereinander angeordnete Bearbeitungsstationen taktweise hindurchtransportiert werden.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst Faltorgane für die Außenumhüllung, Heftstationen,
Siegelstationen und Schrumpfaggregate. Diese sind erfindungsgemäß nicht mehr in der
bisher üblichen Reihenfolge angeordnet und wirksam. Ein erster Schrumpfprozess erfolgt
nach dem Heften der Faltlappen. Dabei ist von Bedeutung, dass Siegelbacken einerseits
und (plattenförmige) Heizorgane für die Schrumpfbehandlung in derselben Station wirksam
werden, jedoch an verschiedenen, insbesondere unter einem Winkel von 90° zueinander
gerichteten Flächen bzw. Wandungen der Außenumhüllung wirksam sind.
[0010] Weitere Einzelheiten des Verfahrens sowie der Vorrichtung werden nachfolgend anhand
der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Gesamtdarstellung der Vorrichtung in Perspektive,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt der Vorrichtung gemäß Fig. 1, im Wesentlichen eine Darstellung des
Bewegungsablaufs der Packungen,
- Fig. 3
- einen in Fertigungsrichtung ersten Bereich der Vorrichtung in vergrößertem Maßstab,
ebenfalls in Perspektive,
- Fig. 4
- eine Siegel- und Schrumpfeinheit als Teil der Vorrichtung in vergrößertem Maßstab,
in Perspektive,
- Fig. 5
- einen dem Ende des Fertigungsprozesses zugeordneter Abschnitt der Vorrichtung, ebenfalls
in Perspektive,
- Fig. 6
- einen Querschnitt VI-VI der Fig. 3 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 7
- einen quergerichteten Vertikalschnitt der Einheit gemäß Fig. 4 in der Schnittebene
VII-VII, ebenfalls in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 8
- einen Vertikalschnitt VIII-VIII der Fig. 4,
- Fig. 9
- einen vertikalen Querschnitt IX-IX der Fig. 5, bei vergrößertem Maßstab,
- Fig. 10
- einen weiteren Querschnitt X-X der Fig. 5,
- Fig. 11
- einen Querschnitt XI-XI in Fig. 5,
- Fig. 12
- eine Darstellung im Wesentlichen analog zu Fig. 1 in einer veränderten Ausführung,
- Fig. 13
- einen Längsschnitt XIII-XIII der Fig. 12,
- Fig. 14
- einen entsprechenden Längsschnitt XIV-XIV der Fig. 12,
- Fig. 15
- eine (Zigaretten-)Packung des Typs Klappschachtel in perspektivischer Darstellung.
[0011] Die in den Zeichnungen dargestellten Beispiele beziehen sich auf die Behandlung von
quaderförmigen Packungen 10 aus verhältnismäßig steifem Verpackungsmaterial, insbesondere
aus (dünnem) Karton. Das konkrete Beispiel betrifft (Zigaretten-)Packungen 10 in der
Ausführung als Klappschachtel bzw. Hinge Lid Pack. Die Packung ist allseitig von einer
Außenumhüllung 11 aus Folie umgeben, die thermisch siegelbar - im Bereich von Faltlappen
- und durch Wärmezufuhr schrumpffähig (Schrumpffolie) ist.
[0012] Ein Zuschnitt der Außenumhüllung 11 ist so um die Packung 10 bzw. Klappschachtel
herumgefaltet, dass eine (großflächige) Vorderwand 12, eine entsprechende Rückwand
13, schmale, aufrechte Seitenwände 14, 15 sowie Stirnwand 16 und Bodenwand 17 entstehen.
Die Außenumhüllung 11 ist so gefaltet, dass an einer Seitenwand 15 einander (teilweise)
überdeckende Faltlappen, nämlich Schlauchlappen 18 entstehen. Stirnwand 16 und Bodenwand
17 sind mit komplexen Faltungen (Kuvertfaltung) versehen unter Bildung trapezförmiger
Verschlusslappen 19. Die Außenumhüllung 11 weist eine Öffnungshilfe auf, nämlich mit
einem ringsherum laufenden Aufreißstreifen 20. Die Faltlappen 18, 19 sind durch thermisches
Siegeln miteinander verbunden.
[0013] Die in Fig. 1 schematisch gezeigte Einrichtung ist Teil einer Anlage zum Fertigen
von (Zigaretten-)Packungen 10. Diese werden entlang einer horizontalen, im Wesentlichen
geradlinigen Packungsbahn transportiert. Diese ist in Abschnitte unterteilt, nämlich
in Bahnabschnitte 21, 22, die in (der Höhe nach) versetzten Ebenen in gleicher Richtung
verlaufen.
[0014] Die von einem Packer kommenden, bis auf die Außenumhüllung 11 fertigen Packungen
10 werden über einen Zwischenförderer taktweise und mit Abstand voneinander einer
Faltvorrichtung zugeführt, nämlich einem Faltrevolver 23. Dieser ist vorzugsweise
analog zum Faltrevolver der
EP 1 103 465 A1 ausgebildet. Im Bereich des Faltrevolvers 23 werden insbesondere die Schlauchlappen
18 gebildet und durch Heftorgane 24 fixiert im Sinne einer Heftung (Verbindung der
Faltlappen mittels kleiner Siegelflächen). Der Faltrevolver 23 ist mit drei aufeinanderfolgenden
(unterschiedlichen) Heftorganen 24 versehen.
[0015] Die Packungen 10 gelangen im Anschluss an den Faltrevolver 23 in einen ersten Bereich
des Bahnabschnitts 21. Der Transport erfolgt durch einen endlosen Gurt, nämlich Untergurt
25, der zweckmäßigerweise nach den Vorgaben der
EP 2 019 783 B1 ausgebildet ist, also mit besonderen Mitnehmern 26, 27, die jede Packung 10 an Vorderseite
- Seitenwand 14 mit Schlauchlappen 18 - sowie an der Rückseite - Seitenwand 15 - erfassen
und somit exakt fixieren.
[0016] Im Anschluss an den Faltrevolver 23 werden die Packungen durch eine Faltstrecke des
Bahnabschnitts 21 hindurch transportiert zur Herstellung der Verschlusslappen 19.
Hierzu sind seitlich neben dem Gurt 25 Faltweichen 28 bekannter Bauart angeordnet,
die während des Transports die Faltlappen 19 bilden. Mit der komplett gefalteten Außenumhüllung
11 gelangen die Packungen 10 in den Bereich einer weiteren Arbeitsstation, nämlich
Heft- und Schrumpfstation 29. Ein erstes Heftorgan, nämlich eine Heftbacke 30 ist
teilweise im Bereich der Faltweiche 28 seitlich, ortsfest positioniert. Die Faltweiche
28 ist in diesem Bereich durch Reduzierung der Breite als seitliches Führungsstück
31 ausgebildet, um bis zur ersten Heftung die Faltlappen 18 in der Faltstellung zu
fixieren. Das Führungsstück 31 weist eine Ausnehmung 32 (Fig. 6) auf, durch die die
Heftbacke 30 bzw. ein vorstehender Heftsteg 33 hindurchtritt bis zur Anlage an Stirnwand
16 oder Bodenwand 17 zur Übertragung von Wärme und Druck in einem flächig begrenzten
Bereich (Heftung). Das Führungsstück 31 ist im Querschnitt winkelförmig ausgebildet,
so dass die Packung 10 mit einem horizontalen Schenkel an der Unterseite abgestützt
ist. Weiterhin ist der Bahnabschnitt 21 so ausgebildet, dass der schmalere Gurt 25
von einer langgestreckten Bahnplatte 34 gestützt ist mit einer mittigen Vertiefung
für den Trum des Untergurts 25 und mit seitlichen Stützstegen 35, auf denen die Packung
mit randseitigen Flächenbereichen aufliegt.
[0017] Der ersten Heftbacke 30 folgt ein weiteres Heftorgan für die seitwärts gerichteten
Verschlusslappen 19, nämlich ein (längerer) Heftbalken 36. Dieser ist so bemessen,
dass in einem Arbeitstakt zwei (mit Abstand) aufeinanderfolgende Packungen 10 beaufschlagbar
sind. Der Heftbalken 36 ergänzt bzw. vervollständigt die Heftung im Bereich der Faltlappen
19. Die Arbeitsfläche des Heftbalkens 36 ist entsprechend ausgebildet, vorliegend
mit einer balligen Heftfläche 37. Die seitlichen Faltlappen 19 sind nach dieser Bearbeitung
ausreichend fixiert.
[0018] Überlagert mit der Heftung der Faltlappen 19 ist eine (erste) Schrumpfbehandlung.
Die großflächige freie Packungsseite, nämlich die nach oben weisende Vorderwand 12
(oder Rückwand 13) wird durch ein flächiges Schrumpforgan beaufschlagt, nämlich durch
eine Heizplatte 38. Diese ist auf- und abbewegbar (mit sehr kleinen Amplituden). Während
der kurzzeitigen vollflächigen Anlage an der Packung 10 wird Wärme im Bereich der
Schrumpftemperatur übertragen. Die Heizplatte 38 ist mit einer Ausnehmung bzw. Nut
39 an der Unterseite versehen im Bereich des Aufreißstreifens 20, so dass dieser nicht
mit Wärme beaufschlagt wird.
[0019] Im Anschluss an die Heft- und Schrumpfstation 29 gelangen die Packungen mit hinsichtlich
der Faltlappen ausreichend fixierter Außenumhüllung 11 in den Bereich einer weiteren
Bearbeitungsstation - vorliegend durch fortgesetzten Transport mittels Untergurt 25.
Eine Aggregatstation 40 dient einerseits zur Bildung von Gruppen bzw. Einheiten aus
mehreren, ursprünglich aufeinanderfolgend transportierten Packungen 10. Bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel bilden jeweils vier Packungen 10 eine derartige Bearbeitungseinheit.
Des Weiteren werden die Packungen 10 im Bereich der Aggregationsstation 40 quer zur
ankommenden Förderrichtung transportiert, vorliegend in Aufwärtsrichtung. Dazu werden
die Packungen 10 von dem gemeinsamen Gurt 25 abgenommen und durch andere Förderer
weitertransportiert.
[0020] Die vorliegende Aggregatstation 40 weist eine Mehrzahl von Vertikalförderern auf,
nämlich jeweils Paare von Vertikalgurten 41, 42. Je zwei einander gegenüberliegende
Vertikalgurte 41, 42 sind einer Packung 10 bzw. einer Folge von (taktweise) aufwärts
transportierten Packungen 10 zugeordnet. Jeder Vertikalgurt 41, 42 ist über obere
und untere Umlenkrollen 43 (mit Antrieb unten) geführt. Weiterhin weisen die Gurte
41, 42 stegartige Vorsprünge 44, 45 als Mitnehmer für die Packungen 10 auf. Die Vorsprünge
44, 45 erfassen die zu transportierende Packung 10 an der Unterseite und an der Oberseite,
und zwar jeweils in einem Randbereich benachbart zur Stirnwand 16 bzw. Bodenwand 17.
Die Vertikalgurte 41, 42 und die Vorsprünge 44, 45 haben eine geringere Querabmessung
als die entsprechende Abmessung (Breite) der Packungen 10, so dass beidseitig der
Gurte 41, 42 mindestens die Seitenwände 14, 15 der Packungen 10 vollständig freiliegen.
[0021] Die Vertikalgurte 41, 42 werden gemeinsam, taktweise angetrieben. Die Förderbewegung
der Packungen durch den Untergurt 25 ist so auf die Bewegung der Vertikalgurte 41,
42 abgestimmt, dass nach Einführen einer Anzahl von Packungen 10 (vier) in den Bereich
der Vertikalförderer (Fig. 8) die Vertikalgurte 41, 42 um einen Takt bewegt werden,
wodurch die Packungen 10 von dem Gurt 25 abgehoben und einer ersten Bearbeitungsstation
im Bereich des Elevators zugeführt werden. Die Bearbeitung erfolgt während des Stillstands,
so dass vier Packungen 10 gleichzeitig bearbeitet werden können, während die gleiche
Anzahl in der unteren Ebene durch den Gurt 25 zugeführt wird, und zwar in Fördertakten
des Gurts 25, die jeweils den Abständen einzelner Packungen 10 voneinander entsprechen,
so dass vier Fördertakte erforderlich sind, um die entsprechende Anzahl von Packungen
zur Übernahme durch den Elevator bereitzustellen.
[0022] Im Bereich der Aggregatstation 40 werden insbesondere die Seitenwände 14, 15 bearbeitet,
und zwar jeweils die (vier) Packungen 10 einer Einheit gleichzeitig. In einer (unteren)
Schrumpfstation 46 wird durch einen streifenförmigen Heizkörper 47 eine Schrumpfung
der Seitenwände 14, 15 bewirkt. Vorliegend wird lediglich die faltlappenfreie Seitenwand
15 mit Schrumpfwärme beaufschlagt. Gegenüberliegend ist im Bereich der Seitenwand
14 eine Abstützung vorgesehen. Vorliegend ist ein bewegbares Stützorgan, nämlich ein
(Kurzhub-)Zylinder 48 angeordnet, der die Packung 10 gegen den feststehenden Heizkörper
47 für den Schrumpfprozess drückt. Dieser Vorgang findet zeitgleich im Bereich der
Schrumpfstation 46 für alle in derselben horizontalen Ebene liegenden (vier) Packungen
statt.
[0023] Danach werden die Vertikalgurte 41, 42 in die nächste Arbeitsstation bewegt, nämlich
in eine (erste) Siegelstation 49. Hier werden die Faltlappen 18 im Bereich der Seitenwand
14 durch Siegeln miteinander verbunden. Eine Besonderheit besteht darin, dass der
Vorgang des Siegelns in mindestens zwei aufeinanderfolgende Schritte aufgelöst ist.
In der Siegelstation 49 werden langgestreckte Siegelkörper 50 wirksam, die eine ballige
Siegelfläche aufweisen, etwa wie bei dem Heftbalken 36. Durch die so ausgebildete
Querschnittsform des Siegelkörpers 50 wird ein mittlerer Bereich der Fläche der Seitenwand
14 mit dem erforderlichen (Siegel-)Druck beaufschlagt, wobei die Längskanten der Packung
im Wesentlichen druckfrei bleiben. Gegenüberliegend zum Siegelkörper 50 ist ebenfalls
ein (Kurzhub-)Zylinder 48 angeordnet, so dass die Packungen 10 gegen feststehende
Siegelorgane gedrückt werden.
[0024] In einer weiteren (oberen) Siegelstation 51 wird ein zweiter Siegelschritt im Bereich
der Schlauchlappen 18 durchgeführt. Ein langgestreckter Siegelkörper 52 ist mit einer
im Wesentlichen ebenen Siegelfläche ausgebildet und so bemessen, dass die Seitenwände
14 vollflächig bzw. mit einem Überstand abgedeckt sind. Auch dieser Ausführung von
Siegelkörpern 52 ist jeweils ein (Kurzhub-)Zylinder 48 zugeordnet.
[0025] Die Aggregatstation 40 ist demnach mit drei Arbeitsstationen 46, 49, 51 ausgerüstet,
wobei in jeder dieser Stationen gleichzeitig mehrere - vorliegend vier - Packungen
10 während einer Stillstandsphase bearbeitet werden, wobei diese etwa die vierfache
Dauer einer Stillstandsphase im Bereich der Zuförderung der Packungen 10 (Gurt 25)
aufweist. Die Arbeitsweise der Aggregatstation 40 ist so eingerichtet, dass die Packungen
10 mit Abstand voneinander, insbesondere unter Aufrechterhaltung der vorherigen Relativstellung
als Einheit weitertransportiert werden. Die Packungen 10 haben demnach innerhalb der
Einheit Abstände voneinander und von den Packungen der vorhergehenden sowie nachfolgenden
Einheiten.
[0026] Ein weiterer Fördertakt der Vertikalgurte 41, 42 führt die im Bereich der Seitenwand
14 komplett gesiegelten Packungen 10 in eine Abförderstation 53. Hier werden die horizontal
nebeneinander liegenden Packungen 10 durch einen Abförderer übernommen, einem Obergurt
54. Dieser ist analog zum Untergurt 25 ausgebildet, einschließlich der Mitnehmer 26,
27. Eine Besonderheit besteht allerdings darin, dass der Obergurt 54 aus zwei Einzelgurten
55, 56 übereinstimmender Ausführung besteht. Die Packungen 10 werden so je durch zwei
Mitnehmer 26. 27 im Abstand voneinander erfasst und aus dem Bereich der Vertikalgurte
41, 42 herausgefördert (Fig. 7). Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass aufgrund
entsprechender Transportbewegung des Obergurts 54 gleichzeitig die in der Abförderstation
53 bereitgehaltenen (vier) Packungen 10 abtransportiert werden. Der Fördertakt des
Obergurts 54 entspricht demnach der Abmessung einer Einheit aus den abtransportierten
Packungen 10. Die Packungen werden zwischen den einander zugeordneten Vertikalgurten
41, 42, durch Mitnehmer 26, 27 des Obergurts 54 bzw. der Einzelgurte 55, 56 erfasst
und gleichzeitig aus dem Bereich der Vertikalgurte 41, 42 in Querrichtung herausgefördert.
Lücken zwischen den Vertikalgurten 41, 42 sind durch horizontale Stützplatten 65 überbrückt.
[0027] Im Anschluss an die Aggregatstation 40 werden die Packungen 10 entlang dem Bahnabschnitt
22 weiteren Behandlungsstationen zugeführt, und zwar unmittelbar anschließend einer
kombinierten Siegel- und Schrumpfstation 57. Vorliegend werden demnach bei jedem Arbeits-
bzw. Fördertakt vier Packungen 10 im Bereich dieser Station 57 abgesetzt. Hier werden
die Packungen 10 während einer (längeren) Stillstandsphase an unterschiedlichen Packungsseiten
bearbeitet. Die Packungen 10 ruhen auf (unteren) Wärmeplatten 58, die eine Schrumpfbehandlung
von unteren großflächigen Packungsseiten - Rückwand 13 - bewirken. Die Wärmeplatten
58 sind so bemessen, dass mindestens die volle Packungsfläche abgedeckt ist (Fig.
9). Die Wärmeplatten 58 dienen auch zur Auflage der Packungen 10 während des Transports,
wobei die Packungen 10 auf den Wärmeplatten 58 gleiten. Die Wärmeplatten 58 sind auf-
und abbewegbar, nämlich zur Durchführung eines Schrumpftaktes aufwärts bewegbar zur
Erzeugung eines geringfügig erhöhten Anlagedrucks an den Packungen 10. Vorzugsweise
erstreckt sich die Wärmeplatte 58 über die volle Länge der Station 57, also über eine
Länge entsprechend (vorliegend) vier Packungen 10.
[0028] In der Siegel- und Schrumpfstation 57 werden weitere Packungsflächen bearbeitet,
nämlich seitwärts gerichtete Bereiche - Stirnwand 16, Bodenwand 17. Es geht um das
Siegeln der komplexen Faltlappen 19. In einem ersten Schritt werden Siegelstege 59
mit balliger Siegelfläche 60, analog zum Heftbalken 36 (Fig. 6) wirksam. Es werden
demnach innenliegende Flächenbereiche im Sinne einer thermischen Siegelung beaufschlagt.
Die Station 57 ist so ausgebildet, dass gleichzeitig mehrere (vier) Packungen 10 beaufschlagt
werden, hier durch jeweils zwei Siegelstege 59 entsprechend der Abmessung von zwei
Packungen 10.
[0029] Eine nachfolgende Übergabestation 61 dient zur Überleitung des Transports der Packungen
10 von dem Obergurt 54 an einen Untergurt, nämlich an einen Endförderer 62. Dieser
besteht aus einem Einzelgurt, weitgehend übereinstimmend mit dem Untergurt 25. Die
Übergabe der Packungen 10 von dem zuführenden Gurt 54 an den weiterführenden Gurt
62 wird analog den Beispielen in
EP 2 019 783 B1 durchgeführt. Die ankommenden Packungen werden während eines Fördertakts des Obergurts
54 nacheinander von dem Gurt des Endförderers 62 übernommen und unter Aufrechterhaltung
der Bewegungscharakteristik - vorliegend vier Packungen 10 je Fördertakt - weitertransportiert.
[0030] Hierfür ist die Übergabestation 61 in besonderer Weise ausgebildet. Die Wärmeplatten
58 der Station 57 enden mit dieser. Im Bereich der Übergabestation 61 ruhen die Packungen
10 auf einer an die Wärmeplatten 58 anschließenden Bahnplatte 66. Diese dient mindestens
im Bereich einer ersten Teilstation 63 - in den Abmessungen von zwei aufeinanderfolgenden
Packungen 10 - als Auflage für die Packungen 10. Im Anschluss daran, nämlich im Bereich
einer folgenden Teilstation 64, ruhen die Packungen 10 auf seitlichen Bahnstegen 67,
zwischen denen der Gurt des Endförderers 62 geführt ist (Fig. 10, Fig. 11). Bis zur
ersten Teilstation 63 werden die Packungen durch den Obergurt 54 transportiert, mindestens
ab der Teilstation 64 übernimmt der Endförderer 62 den Transport. Es bleibt aber bei
einem Fördertakt von mehreren (vier) Packungen 10.
[0031] Auch im Bereich der Übergabestation 61 werden die Packungen 10 während der Stillstandsphase
behandelt. Seitliche Siegelstege 68 vollenden die Siegelung der Faltlappen 19 der
seitwärts gerichteten Packungswände 16, 17. Die Siegelstege 68 sind mit ebenen Siegelflächen
69 ausgebildet, die vollflächig an den Packungswänden 16, 17 anliegen und vorzugsweise
diese überragen.
[0032] Die Packungen 10 gelangen aufgrund eines weiteren Fördertaktes des Endförderers 62
in Bereich einer Endbehandlungsstation 70. Auch diese Station 70 ist auf die Abmessungen
einer Einheit aus mehreren (vier) Packungen 10 ausgerichtet. Die Packungen ruhen auf
den Bahnstegen 67. An der Oberseite ist eine (durchgehende, einstückige) Wärmeplatte
71 wirksam, die die Oberseiten der Packungen 10 einer Schrumpfbehandlung unterzieht,
vorliegend die Vorderwand 12. Die Wärmeplatte 71 ist so bemessen, dass sie über die
Flächen der Packungen 10 hinwegragt. Die auf- und abbewegbare Wärmeplatte 71 erhält
Anlage an den Packungen 10 während der Stillstandsphase.
[0033] Des Weiteren sind seitliche Siegelstege 72 wirksam, die nochmals an die Stirnwand
16 und Bodenwand 17 herangefahren werden, um die Siegelung der Faltlappen 19 zu vollenden.
Die Siegelstege 72 sind mit balligen bzw. gewölbten Siegelflächen 60 ausgebildet.
[0034] In Fig. 12 bis 14 ist die vorliegende Technologie in einer veränderten Ausführung
dargestellt. Der erste Bahnabschnitt 21 der Einrichtung kann der vorstehend beschriebenen
Ausführung entsprechen. Das gleiche gilt für die Aggregatstation 40. Im Bereich des
anschließenden Bahnabschnitts 22 ist eine größere Anzahl von Bearbeitungsstationen
eingerichtet, und zwar auch zur Behandlung von besonderen Packungsformen, nämlich
mit konturierten Packungskanten. Diese können als Rundkanten 73 oder als Schrägkante
74 ausgebildet sein. Dabei können alle vier Packungskanten übereinstimmend oder -
wie dargestellt - unterschiedlich sein. Es geht darum, die Schrumpfbehandlung der
Außenumhüllung 11 bei derartigen Packungen 10 auch auf die besonders gestalteten Packungskanten
73, 74 anzuwenden.
[0035] Die Packungskanten 73, 74 werden in einem gesonderten Arbeitstakt einer Schrumpfbehandlung
unterzogen. Hierfür sind besondere Schrumpfplatten 75, 76 vorgesehen, die in Schrumpfstationen
für die Packungskanten, nämlich Kantenstationen 77, 78, eingesetzt werden.
[0036] Die besonderen (Kanten-)Schrumpfplatten 75, 76 weisen jeder zu behandelnden Packungskante
zugeordnete Kantenstege 79, 80 auf, die in einer der Anzahl der gleichzeitig zu behandelnden
(vier) Packungen 10 entsprechenden Anzahl an einem Träger, nämlich einer Tragplatte
81, 82 als nach oben oder unten vorspringende Rippen angebracht sind. Jeder der Kantenstege
79, 80 weist am freien Ende eine der Packungskante entsprechende Formkante 83, 84
auf, nämlich als Viertelkreis (für die Behandlung von Rundkanten 73) oder als Abschrägung
für die Behandlung von Schrägkanten 74. Mindestens die Kantenstege 79, 80 sind entsprechend
der Schrumpftemperatur beheizt.
[0037] Die Kanten-Schrumpforgane 75, 76 sind auf die Arbeitsweise der Vorrichtung abgestimmt,
nämlich entsprechend der Anordnung eines Gurtförderers unterhalb (Fig. 13) oder oberhalb
(Fig. 14) der Bewegungsbahn der Packungen 10 angeordnet. Die Schrumpfplatten 75, 76
sind auf- und abbewegbar, derart, dass in einer oberen Stellung die Packungen durch
den jeweiligen Gurt 54, 62 frei bewegbar sind.
[0038] Mindestens im Bereich der Kantenstationen 77, 78 sind die Packungen 10 auf der dem
Schrumpforgan 75, 76 zugekehrten Seite abgestützt. Gemäß Fig. 13 sind an der Unterseite
Bahnplatten 85 als Auflage für die Packungen angeordnet, und zwar in Abschnitten bzw.
mit Unterbrechungen, so dass die aufrechten Kantenstege 79 zwischen den Bahnplatten
85 liegen und bewegt werden können. Bei einer oberseitigen Anordnung der Schrumpfplatte
76 (Fig. 14) sind mindestens im Bereich zwischen den einer Packung 10 zugeordneten
Kantenstegen 80 plattenförmige Stützorgane 86 ortsfest angeordnet, die die Packungen
10 während der Schrumpfbehandlung sowie bei den Bewegungen der Schrumpfplatte 76 fixieren.
Weiterhin sind mindestens im Bereich der Kantenstationen 77, 78 Stützorgane für den
Gurt 54 bzw. 62 angeordnet, nämlich eine Oberplatte 87 oberhalb des Gurts 54 in Fig.
13 und eine Unterplatte 88 unterhalb des Gurts 62 in Fig. 14. Beide Kantenstationen
77, 78 sind auf die Mehrfachbehandlung von Packungen 10 während eines Bearbeitungstaktes
ausgerichtet, vorliegend auf der Grundlage von vier Packungen je Arbeitstakt.
[0039] Der Bereich des Bahnabschnitts 22 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 auch darin, dass eine größere Anzahl von Bearbeitungsstationen geschaffen
ist. Die Packungen 10 werden in der beschriebenen Weise aus dem Bereich der Aggregatstation
40 durch den (sich über einen längeren Förderbereich erstreckenden) Obergurt 54 abtransportiert,
und zwar ebenfalls in Packungseinheiten aus mehreren, zum Beispiel vier Packungen
10 mit Abstand voneinander. An die Aggregatstation 40 schließt eine Siegel- und Schrumpfstation
57 an, die entsprechend Fig. 5, Fig. 9 ausgebildet sein kann. In diesem Bereich werden
demnach Siegelungen an den seitwärts gerichteten Packungsflächen und Schrumpfbehandlungen
an der Unterseite durchgeführt. Die Station 57 umfasst eine Packungseinheit (vier
Packungen 10).
[0040] Es folgt die bereits beschriebene (erste) Kantenstation 77, die hinsichtlich des
Transports der Packungen 10 durch den Obergurt 54 abgedeckt ist. Hieran schließt die
Übergabestation 61 an, die in der beschriebenen Weise (Fig. 5, Fig. 10) ausgebildet
ist und arbeitet.
[0041] Die Packungen 10 gelangen sodann in einen Bereich der Fertigbehandlung. Dieser besteht
vorliegend aus zwei Stationen, nämlich einer Endbehandlungsstation 70 entsprechend
Fig. 1 bzw. Fig. 5 und Fig. 11. Es geht um oberseitige Schrumpfbehandlung und seitliches
Siegeln. Anschließend wird die Einheit der Packungen 10 (in einem weiteren Fördertakt)
der bereits beschriebenen Kantenstation 78 zugeführt. Die fertig behandelten Packungen
werden auf einem Abförderer 89 abgelegt, der die Packungen der weiteren Bearbeitung,
insbesondere der Herstellung von Gebindepackungen, zuführt.
[0042] Die Siegel- und Schrumpforgane sind in prinzipiell bekannter Ausführung ausgebildet.
In den langgestreckten Siegelbacken bzw. Siegelstegen 36, 50, 52, 59, 68, 72 sind
langgestreckte Heizpatronen 90 bekannter Bauart angeordnet. Plattenförmige Wärmeorgane
38, 58, 71 weisen mehrere, vorliegend zwei ausgewogen verteilte Heizpatronen 90 auf.
Die beweglichen Organe sind mechanisch verstellbar durch jeweils entsprechend ausgebildete
Betätigungsgetriebe. Wenn in einer Arbeitsstation, beispielsweise in der Heft- und
Schrumpfstation 29, mehrere Organe etwa zeitgleich betätigt werden müssen, ist ein
gemeinsames Betätigungsgetriebe vorgesehen sowohl zur Bewegung der Heftbalken 36 als
auch der Heizplatte 38.
[0043] Eine Besonderheit der vorliegenden Technologie besteht darin, dass die vorzugsweise
entlang einer Förderbahn einzeln taktweise - entsprechend dem Abstand der einzelnen
Packungen 10- zugeführten Packungen 10 zu einer Einheit aus mehreren aufeinanderfolgenden
Packungen 10 ohne Veränderung der Relativstellung derselben funktional zusammengefasst
werden und nachfolgend für jede dieser Einheiten eine gleichzeitige Behandlung der
Packungen 10 während einer Stillstandsphase der Einheit bzw. Packungsgruppe durchgeführt
wird. Die Bildung der Einheiten erfolgt vorliegend im Bereich der Aggregatstation
40. Diese kann auch so ausgebildet sein, dass die Packungen 10 bzw. die gebildeten
Einheiten aus mehreren (vier) Packungen 10 ohne Veränderung der Förderrichtung weitertransportiert
und in der beschriebenen Weise behandelt werden.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Packung |
51 |
Siegelstation |
| 11 |
Außenumhüllung |
52 |
Siegelkörper |
| 12 |
Vorderwand |
53 |
Abförderstation |
| 13 |
Rückwand |
54 |
Obergurt |
| 14 |
Seitenwand |
55 |
Einzelgurt |
| 15 |
Seitenwand |
56 |
Einzelgurt |
| 16 |
Stirnwand |
57 |
Siegel- und Schrumpfstation |
| 17 |
Bodenwand |
58 |
Wärmeplatte |
| 18 |
Schlauchlappen |
59 |
Siegelsteg |
| 19 |
Verschlusslappen |
60 |
Siegelfläche |
| 20 |
Aufreißstreifen |
61 |
Übergabestation |
| 21 |
Bahnabschnitt |
62 |
Endförderer |
| 22 |
Bahnabschnitt |
63 |
Teilstation |
| 23 |
Faltrevolver |
64 |
Teilstation |
| 24 |
Heftorgan |
65 |
Stützplatte |
| 25 |
Untergurt |
66 |
Bahnplatte |
| 26 |
Mitnehmer |
67 |
Bahnsteg |
| 27 |
Mitnehmer |
68 |
Siegelsteg |
| 28 |
Faltweiche |
69 |
Siegelfläche |
| 29 |
Heft- und Schrumpfstation |
70 |
Endbehandlungsstation |
| 30 |
Heftbacke |
71 |
Wärmeplatte |
| 31 |
Führungsstück |
72 |
Siegelsteg |
| 32 |
Ausnehmung |
73 |
Rundkante |
| 33 |
Heftsteg |
74 |
Schrägkante |
| 34 |
Bahnplatte |
75 |
Schrumpfplatte |
| 35 |
Stützsteg |
76 |
Schrumpfplatte |
| 36 |
Heftbalken |
77 |
Kantenstation |
| 37 |
Heftfläche |
78 |
Kantenstation |
| 38 |
Heizplatte |
79 |
Kantensteg |
| 39 |
Nut |
80 |
Kantensteg |
| 40 |
Aggregatstation |
81 |
Tragplatte |
| 41 |
Vertikalgurt |
82 |
Tragplatte |
| 42 |
Vertikalgurt |
83 |
Formkante |
| 43 |
Umlenkrolle |
84 |
Formkante |
| 44 |
Vorsprung |
85 |
Bahnplatte |
| 45 |
Vorsprung |
86 |
Stützorgan |
| 46 |
Schrumpfstation |
87 |
Oberplatte |
| 47 |
Heizkörper |
88 |
Unterplatte |
| 48 |
Zylinder |
89 |
Abförderer |
| 49 |
Siegelstation |
90 |
Heizpatrone |
| 50 |
Siegelkörper |
|
|
1. Verfahren zum Herstellen von (quaderförmigen) Packungen (10) mit einer Außenumhüllung
(11) aus siegelbarer und schrumpffähiger Folie, insbesondere Zigarettenpackung des
Typs Klappschachtel, wobei Faltlappen (18, 19) der Außenumhüllung (11) durch thermisches
Heften und (nachfolgendes) Siegeln miteinander verbunden und die Außenumhüllung (11)
durch insbesondere flächige Wärmeorgane im Bereich von einander gegenüberliegenden
Flächen bzw. Wänden der Packung (10) bzw. Außenumhüllung (11) -bei einer (Zigaretten-)Klappschachtel
Vorderwand (12) und Rückwand (13) einerseits sowie (aufrechte) Seitenwände (14, 15)
andererseits - einer Schrumpfbehandlung unterzogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass Flächen der Packungen (10) bzw. Wandungen der Außenumhüllung (11) einzeln oder paarweise
gleichzeitig oder aufeinanderfolgend mit Wärme und Druck zur Siegelung und/oder Schrumpfbehandlung
beaufschlagt werden, wobei Wandungen der Außenumhüllung (11) einer Behandlung durch
Siegeln und andere Wandungen der Außenumhüllung (11) - etwa - zeitgleich zur Schrumpfbehandlung
mit Wärme und Druck beaufschlagt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Faltlappen (18, 19) der Außenumhüllung (11) werden (unmittelbar) nach Herstellung
im Bereich von Überdeckungen durch Heftung - thermisches Siegeln mit kleinen Siegelflächen
- fixiert,
b) während des Heftens von seitwärts gerichteten Faltlappen (19), insbesondere im
Bereich einer Stirnwand (16) und einer Bodenwand (17) der Außenumhüllung (11), werden
ausgewählte Packungsflächen mit Wärme für den Schrumpfprozess beaufschlagt, nämlich
nach oben und/oder unten gerichtete große Packungsflächen - Vorderwand (12) und/oder
Rückwand (13),
c) danach werden weitere Packungsflächen, insbesondere Seitenwände (14, 15) der Außenumhüllung,
mit Wärme und Druck zur Siegelung und/oder Schrumpfung beaufschlagt,
d) sodann werden Faltlappen (18, 19) der Außenumhüllung (11) fertig gesiegelt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Siegelung von Faltlappen (18, 19) in mindestens zwei Schritten mit jeweils unterschiedlicher
Beaufschlagung der Faltlappen (18, 19) durchgeführt wird, insbesondere derart, dass
in einem ersten Schritt ein (im Sinne einer Wölbung verformbarer) innerer Bereich
einer Fläche der Packung (10) und danach die volle Fläche einschließlich randseitiger
Packungskanten mit Wärme und Druck beaufschlagt werden.
4. Verfahren zum Behandeln von (quaderförmigen) Packungen (10), insbesondere Zigarettenpackungen
des Typs Klappschachtel, mit einer Außenumhüllung (11) aus siegelbarer und schrumpffähiger
Folie, deren Faltlappen (18, 19) durch thermisches Siegeln miteinander verbunden und
deren Wandungen durch insbesondere flächige Wärmeorgane zur Schrumpfbehandlung beaufschlagt
werden, wobei die Packungen (10) einzeln, in einer Reihe aufeinanderfolgend und mit
Abstand voneinander transportiert werden,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) während einer ersten Phase des Transports werden die Packungen (10) taktweise unter
Aufrechterhaltung des Abstands der Packungen (10) voneinander transportiert,
b) in einer Aggregatstation (40) werden mehrere aufeinanderfolgende Packungen (10)
zu einer Einheit -vorzugsweise unter Aufrechterhaltung der Abstände zwischen den Packungen
(10) einer Einheit und der Abstände zwischen aufeinanderfolgenden Einheiten - hinsichtlich
des Transports und der Behandlung zusammengefasst,
c) die Einheit aus mehreren, insbesondere vier Packungen (10), wird im Bereich der
Aggregatstation (40) und/oder im Anschluss daran jeweils in einem gemeinsamen Fördertakt
transportiert,
d) während des Stillstands der Packungen (10) einer Einheit werden diese vorzugsweise
gleichzeitig und in derselben Weise bearbeitet, nämlich mit Druck und/oder Wärme zur
Heftung und/oder Siegelung und/oder Schrumpfbehandlung beaufschlagt.
5. Verfahren nach Anspruch 4 oder einem der weiteren Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) in der Aggregatstation (40) werden die Einheiten aus mehreren Packungen (10) quer
zur Zuförderrichtung weitertransportiert, insbesondere in Vertikalrichtung und mit
Abstand voneinander,
b) während des quergerichteten, insbesondere aufwärts gerichteten, taktweisen Transports
der Einheiten werden in mehreren neben- oder übereinander angeordneten Bearbeitungsstationen
(46, 49, 51) Bearbeitungen an jeweils allen Packungen (10) einer Einheit durchgeführt,
insbesondere Siegeln und/oder Schrumpfbehandlung im Bereich von quergerichteten Seitenwänden
(14, 15) der Packungen (10),
c) nach Durchführung der Bearbeitungen im Bereich der Aggregatstation (40) werden
die Packungen (10) unter Aufrechterhaltung der Einheit abtransportiert und insbesondere
weiteren Bearbeitungsstationen zugeführt.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Packungen (10) entlang einem ersten, geradlinigen (horizontalen) Bahnabschnitt
(21) der Aggregatstation (40) aufeinanderfolgend einzeln mit Abstand zugeführt und
im Anschluss an die Aggregatstation (40) als Einheiten aus mehreren Packungen (10)
entlang einem anschließenden (horizontalen) Bahnabschnitt (22) weitertransportiert
werden, wobei dieser entsprechend der Arbeitshöhe der Aggregatstation (40) der Höhe
nach versetzt zum Bahnabschnitt (21) verläuft.
7. Verfahren nach Anspruch 4 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Aggregatstation (40) mindestens drei Bearbeitungsstationen (46, 49, 51) (übereinander)
angeordnet sind, wobei vorzugsweise in einer ersten (unteren) Bearbeitungsstation
(46) die lappenfreie Seitenwand (15) einer Schrumpfbehandlung unterzogen und in weiteren
(nachfolgenden) Stationen (49, 51) die Schlauchlappen (18) durch Siegeln miteinander
verbunden werden.
8. Verfahren nach Anspruch 4 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des an die Aggregatstation (40) anschließenden Bahnabschnitts (22) mehrere
Arbeitsstationen zum Siegeln von seitwärts gerichteten Wandungen - Stirnwand (16),
Bodenwand (17) - und zur Schrumpfbehandlung von nach oben oder nach unten gerichteter
Vorderwand und/oder Rückwand (13) angeordnet sind.
9. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Packungen (10) - Klappschachteln für Zigaretten - mit komplexen, konturierten
Packungskanten, insbesondere mit Rundkanten (73) und/oder Schrägkanten (74), Flächen
im Bereich dieser Packungskanten (73, 74) gesondert einer Schrumpfbehandlung unterzogen
werden durch Übertragung von Wärme und flächigem Druck, vorzugsweise in einem an die
Aggregatstation (40) anschließenden Bereich des Bahnabschnitts (22) mittels besonderer
Schrumpforgane - Kantenstege (79, 80).
10. Vorrichtung zum Herstellen von (quaderförmigen) Packungen (10) mit einer Außenumhüllung
(11) aus siegelbarer und schrumpffähiger Folie, insbesondere (Zigaretten-)Packungen
des Typs Klappschachtel, wobei die Packungen (10) mit gefalteter Außenumhüllung (11)
Arbeitsstationen zum Heften von Faltlappen (18, 19), zum Siegeln derselben und zum
Schrumpfen der Folie durchlaufen, jeweils mit Heftorganen, Siegelorganen und (flächigen)
Wärmeorganen,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Packungen (10) sind im Anschluss an ein Faltaggregat - Faltrevolver (23) -
für die Außenumhüllung (11) entlang einem ersten Bahnabschnitt (21) einzeln und mit
Abstand voneinander taktweise - durch Gurtförderer (25) - transportierbar,
b) eine an den Bahnabschnitt (21) anschließende Aggregatstation (40) dient zur Bildung
von Gruppen bzw. Einheiten aus mehreren aufeinanderfolgend und mit Abstand voneinander
ankommenden Packungen (10),
c) jede Einheit aus mehreren Packungen ist in der Aggregatstation (40) und daran anschließend
im Bereich eines weiteren Bahnabschnitts (22) als Einheit - bei entsprechendem Fördertakt
- transportierbar, vorzugsweise unter Erhaltung der Relativstellung der Packungen
(10),
d) in der Aggregatstation (40) und/oder im Bereich des anschließenden Bahnabschnitts
(22) sind die Packungen (10) einer Einheit gleichzeitig durch entsprechend ausgebildete
bzw. bemessene Siegel- oder Schrumpforgane beaufschlagbar.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Aggregatstation (40) gebildeten Einheiten aus jeweils mehreren Packungen
(10) taktweise in Vertikalrichtung förderbar sind, insbesondere durch jeder Packung
(10) einer Einheit zugeordnete Vertikalgurte (41, 42), die die Packungen (10) in einem
einer Stirnwand (16) und Bodenwand (17) der Packungen (10) zugekehrten Bereich erfassen,
derart, dass mindestens Seitenwände (14, 15) der Packungen (10) in der Aggregatstation
(40) freiliegen, wobei Siegel- und/oder Schrumpforgane während des Stillstands an
jeder Packung (10) im Bereich einer Arbeitsstation (46, 49, 53) der Aggregatstation
(40) wirken.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Aggregatstation (40) in einer ersten (unteren) Arbeitsstation - Schrumpfstation
(46) - Schrumpforgane, nämlich langgestreckte Heizkörper (47), an lappenfreien Seitenwänden
(15) der Packungen (10) wirken und dass in den nachfolgenden - oberhalb der Schrumpfstation
(46) wirksamen - Arbeitsstationen - Siegelstation (49), Siegelstation (51) - langgestreckte
Siegelkörper (50, 52) an der die Schlauchlappen (18) aufweisenden Seitenwand (14)
wirksam sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Arbeitsstationen (46, 49, 51) an der zu den Bearbeitungsorganen (47, 50, 52)
gegenüberliegenden Seitenwand (14, 15) jeder Packung (10) bewegbare Abstützorgane
angebracht sind, insbesondere (Kurzhub-)Zylinder (48).
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder einem der weiteren Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) eine (obere) Förderstation (53) dient zum Abtransport der aufeinanderfolgend ankommenden
Einheiten aus mehreren Packungen (10) unter Aufrechterhaltung der Abstände der Packungen
(10) innerhalb einer Einheit,
b) der Abtransport der Einheiten quer zur Förderrichtung der Vertikalgurte (41, 42)
der Aggregatstation (40) erfolgt durch einen Abförderer, vorzugsweise durch einen
Obergurt (54) mit Mitnehmern (26, 27) zum Erfassen und Fixieren jeder Packung (10)
einer Einheit an deren Oberseite, wobei der Transport vorzugsweise mit der Anzahl
der Packungen einer Einheit entsprechenden Fördertakten erfolgt,
c) die Packungen (10) sind durch den Obergurt (54) entlang dem (horizontalen) Bahnabschnitt
(22) durch eine Siegel- und Schrumpfstation (57) hindurchförderbar, in der vorzugsweise
nach unten gerichtete Großflächen der Packung (10) -Vorderwand (12) oder Rückwand
(13)- durch Wärmeplatten (58) einer Schrumpfbehandlung und Faltlappen (19) seitwärts
gerichteter Wandungen - Stirnwand (16), Bodenwand (17)- durch Siegelstege (59) einer
Siegelbehandlung unterzogen werden,
d) auf die Siegel- und Schrumpfstation (57) folgen weitere Arbeitsstationen zur Behandlung
der Packungen (10), vorzugsweise im Anschluss an eine Übergabestation (61), nämlich
eine Endbehandlungsstation (70), vorzugsweise mit an der Oberseite angeordneter Wärmeplatte
(71) für eine Schrumpfbehandlung von nach oben gerichteten großflächigen Wandungen
- Vorderwand (12) oder Rückwand (13)- und mit seitlichen Siegelstegen (22) für eine
(abschließende) Siegelung von Faltlappen (19) seitwärts gerichteter Wandungen (16,
17),
e) die Packungen (10) sind durch den Obergurt (54) im Anschluss an die Siegel- und
Schrumpfstation (57) einer Übergabestation (61) zuführbar, in der die Packungen, vorzugsweise
als Einheit aus mehreren Packungen, durch einen Endförderer (62) zur Fortsetzung des
Transports erfassbar sind, wobei der Endförderer (62) vorzugsweise unterhalb der Bewegungsbahn
der Packungen (10) als Endlosgurt mit Mitnehmern (26, 27) für die Packungen (10) ausgebildet
ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Herstellung von Packungen mit konturierten Packungskanten, insbesondere mit
Rundkanten (73) und/oder Schrägkanten (74) in mindestens einer gesonderten Bearbeitungsstation
- Kantenstation (77, 78) - beheizte Organe zur Schrumpfbehandlung der Rundkanten (73)
und/oder Schrägkanten (74) angeordnet sind, insbesondere langgestreckte Schrumpfplatten
(75, 76) mit Vorsprüngen - Kantensteg (79, 80) -, die eine auf die Form der Packungskanten
ausgerichtete, an dieser für die Schrumpfung anliegende Formkante (83, 84) aufweisen,
Wobei vorzugsweise zwei Arbeitsstationen, nämlich Kantenstationen (77, 78) eingerichtet
sind mit Schrumpfplatten (75, 76) für die Schrumpfbehandlung der Packungskanten (73,
74), wobei die Schrumpfplatten (75, 76) je nach Lage der zu behandelnden Packungskanten
(73, 74) auf- und abbewegbar oberhalb oder unterhalb der Bewegungsbahn der Packungen
gelagert sind.